Neue Medien

Neue elektronische Medien und Suchtverhalten: Gegenstand des Gutachtens war die Sichtung und Aufbereitung des aktuellen Kenntnisstands über mögliche negative Folgen, die mit der Nutzung neuer Medien in Zusammenhang stehen. Aus dem Bericht geht hervor, dass es eine ausreichende empirische Evidenz dafür gibt, dass Internetsucht nicht nur ein existierendes Phänomen ist, sondern es auch mit teils gravierenden negativen Effekten auf die psychische und vermutlich auch physische Gesundheit in Zusammenhang steht. Weiter geht hervor, dass davon auszugehen ist, dass Internetsucht als Überbegriff aufzufassen ist und eine entsprechende feinkörnigere Bestimmung des Subtyps notwendig erscheint. Der Bericht entstand im Auftrag vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Mitteilung auf Konturen.

Ersetzen Teenager Suchtmittel mit Smartphones? US-Teenager nehmen immer weniger Drogen und verbringen mehr Zeit am Handy. Gut denkbar, dass es da einen Zusammenhang gibt. Artikel der New York Times, Artikel der Tageszeitung taz. (03/2017)

JAMES-Studie - Jugendliche sind immer länger online: Schweizer Jugendliche sind mit Smartphone, Tablet & Co. durchschnittlich 25 Prozent länger online als noch vor zwei Jahren. Dies zeigt die JAMES-Studie 2016 (pdf, 80S.) der ZHAW und Swisscom. Im Netz werden oft Videos auf YouTube oder Netflix geschaut, aber auch rege Soziale Netzwerke genutzt. Instagram und Snapchat haben Facebook erstmals von der Spitze der Sozialen Netzwerke verdrängt. Medienmitteilung der ZHAW (11/2016)

Bundesrat will den Jugendmedienschutz bei Filmen und Computerspielen verstärken: Der Bundesrat will Kinder und Jugendliche künftig besser vor ungeeigneten Medieninhalten schützen. Er hat das Eidgenössische Departement des Innern damit beauftragt, bis Ende 2017 ein Gesetz auszuarbeiten, das Alterskennzeichnungen und Abgabebeschränkungen für Videos und Games schweizweit einheitlich regelt. Medienmitteilung des BA für Sozialversicherungen BSV, Beitrag auf SRF.ch (10/2016)

Schweizer Jugendliche verbringen im europäischen Vergleich am wenigsten Zeit mit Medien: Im europäischen Vergleich verbringen 11- und 13-jährige Schweizer Kinder am wenigsten Zeit mit Fernsehen, Gamen und am Computer. Im Ranking von 41 europäischen Ländern plus Kanada befindet sich die Schweiz auf dem letzten Platz bzgl. der Dauer des Fernsehkonsums, der Computernutzung (Email, Internet oder Hausaufgaben machen) sowie des Gamens (mit Computer oder Konsole). In Bezug auf Cybermobbing befindet sich die Schweiz knapp unter dem internationalen Durchschnitt. Beitrag auf jugendundmedien.ch (03/2016)

Macht zu viel Internet Jugendliche einsam?: 3,4 Prozent der befragten Jugendlichen nutzen das Internet suchtartig. Das bedeutet: Sie sind mehr als sechs Stunden täglich online, haben keine Kontrolle mehr über Onlinezeiten, geben ihre Interessen auf und erleiden schädliche persönliche, familiäre oder schulische Konsequenzen aufgrund der vielen Zeit vor dem Computer oder am Handy. 13,8 Prozent zeigen zwar keinen suchtartigen, aber dennoch einen exzessiven und "ausufernden" Gebrauch. Mädchen und Jungen sind davon gleichermassen betroffen. Insgesamt wurden 2400 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. Studie der Universität Mainz. Mitteilung auf Jugendhilfeportal.de (03/2015)

Bericht zur JAMES-Studie 2014 – erstmals mit Trends: Alle zwei Jahre werden Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in der Schweiz zu ihrem Medienverhalten befragt. Der Bericht 2014 (pdf, 72S.) zeigt, dass das Smartphone sich 2014 endgültig bei den Schweizer Jugendlichen etabliert hat: 98 Prozent besitzen ein eigenes Handy, davon haben 97 Prozent ein Smartphone. 2010 verfügte gerade mal knapp die Hälfte der jugendlichen Mobiltelefonnutzer über ein Smartphone (2012: 79 Prozent). Am stärksten verändert hat sich die Nutzung des mobilen Internets: Surften 2010 erst 16 Prozent der befragten Jugendlichen täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Handy im Netz, sind es heute bereits 87 Prozent (2012: 68 Prozent). Medienmitteilung der ZHAW, Beitrag auf Jugend & Medien. (02/2015)

Jung und vernetzt - Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft: Ab einem Alter von 10 Jahren sind fast alle (94%) Kinder im Internet unterwegs – mit dem Alter steigt sowohl die Häufigkeit als auch die Dauer der Nutzung (durchschnittlich 22 Minuten pro Tag bei den 10- bis 11-Jährigen bis zu 115 Minuten bei den 16- bis 18-Jährigen). Für die Bitcom-Studie (pdf, 82S.) wurden 982 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren in Deutschland befragt. Sie deckt die Bereiche Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien, Internetnutzung, Kommunikationsverhalten und Soziale Netzwerke sowie allgemeine Mediennutzung und Gaming ab und formuliert darüber hinaus Handlungsempfehlungen für Eltern. (02/2015)

Internetnutzung und problematische Internetnutzung im Jahr 2013: Das Themenheft (pdf, 56S.) zur (problematischen) Internetnutzung in der Schweiz im Jahr 2013 ist auf den Seiten von Suchtmonitoring Schweiz erhältlich. Dieses zeigt, dass die Mehrheit der Internetnutzer das Internet weniger als eine Stunde täglich nutzt. Im Schnitt gehen die Internetnutzer mit mindestens einer Stunde Nutzung pro Tag etwa 5 verschiedenen Aktivitäten nach. Über 90% nutzen Online-Kommunikationsmittel oder suchen nach Informationen und News. Insgesamt weisen 0.9% der Bevölkerung einen problematischen Internetgebrauch auf und weitere 3.7% eine symptomatische Internetnutzung. Betroffen sind vor allem die jüngeren Altersgruppen. (01/2014)

Onlinerisiken aus Kindersicht: Was halten Kinder für beunruhigende Online-Risiken und wie beschreiben sie diese? Umfasst dies auch Risiken, die bisher von der Politik vernachlässigt wurden? Lassen sich Unterschiede in Bezug auf Alter, Geschlecht, Herkunft und Erfahrungen festmachen? Diesen Fragen geht der aktuelle Bericht "In their own words: What really bothers children online?" (pdf, 20S., Englisch) aus dem EU Kids Online-Forschungsnetzwerk nach. Für den Bericht wurden die Antworten von 9.636 Kindern ausgewertet. Die Antworten stammen aus der Studie, die 2010 in 25 europäischen Ländern durchgeführt wurde. (02/2013)

Jugend und Medien – gesamtschweizerische Übersicht über Informations- und Schulungsangebote: Die erste gesamtschweizerische Übersicht mit Informations-, Schulungs- und Beratungsangeboten zur Förderung von Medienkompetenzen ist online. Eltern, Lehrpersonen sowie Betreuungs- und Fachpersonen finden nun via www.jugendundmedien.ch die für sie geeigneten Angebote. Das Informationsportal des nationalen Programms Jugend und Medien, welches das Wissen rund um die Chancen und Gefahren von digitalen Medien bündelt, wird dadurch um ein wichtiges Angebot erweitert. Medienmitteilung des BA für Sozialversicherungen.

Handygebrauch von Jugendlichen: Sucht oder engagierte Nutzung? Das Departement Angewandte Psychologie der ZHAW hat eine repräsentative Studie (pdf, 104S.) zur Handynutzung von Schweizer Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren herausgegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass 98% der Schweizer Jugendlichen ein Handy besitzen. Die Hälfte der Befragten nutzt ihr Mobiltelefon zurückhaltend. 40% setzen es engagiert ein und rund 5% können als handysüchtig bezeichnet werden. Medienmitteilung der ZHAW, Artikel in der SonntagsZeitung. (04/2012)

DAS ABC der digitalen Medien: Was bedeuten Begriffe wie Blog, Chat, Web 2.0, Smartphone, Cyberbullying oder soziale Netzwerke? Die Antworten finden Sie auf den Seiten von jugendundmedien.ch.

Digital Natives. Wie braucht die "Generation Internet" das Internet? Wie die «Digital Natives», die im Internetzeitalter geborene «GenerationY», die Gefahren des Internets einschätzen und wie sie mit dem Internet tatsächlich umgehen, untersuchte TA-SWISS im vorliegenden Bericht (pdf, 28S.). Teilnehmende waren rund 100 SchülerInnen zwischen 15 und 18 Jahren aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. (11/2011)

Soziale Netzwerke

Datenschutz auf den Social Network Sites: Eine Informationseite des Eidg. Datenschutzbeauftragten

Social Media - Zu viele Freunde: Das Internet ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch während es für die meisten Menschen nur ein praktisches Werkzeug ist, verlieren manche die Kontrolle über die Internetnutzung. Ihr Verhalten nimmt suchtähnliche Formen an. Eine aktuelle internationale Studie hat herausgefunden, dass auch die Anzahl an "Freunden" in sozialen Netzwerken ein Hinweis hierfür sein kann. Artikel auf drugcom.de (02/2013)

Social Networks - SuchtMagazin Nr.6/2011: Aus dem Inhalt: Soziale Netzwerke - früher und heute. Eine Exkursion in virtuellen Räumen; Voraussetzungen eines virtuellen Engagements der Jugendarbeit; Leben ohne Internet - für Jugendliche kaum vorstellbar; Risiken sozialer Netzwerke aus entwicklungspsychiatrischer Perspektive; Nationales Programm Jugend und Medien; Datenschutz bei Sozialen Netzwerken; Cyberbullying - Unsichtbare Gewalt im Jugendalter; "Alkohol? Kenn dein Limit." in Sozialen Netzwerken; Halt in Krisen geben - Online Streetwork im schülerVZ; Social Networks im Alltag der Offenen Jugendarbeit. Der Artikel (pdf, 4S.) "Halt in Krisen geben – Online Streetwork im schülerVZ" von Sascha Neurohr ist online erhältlich. Zum Inhalt

Social Networks in der Schweiz: Eine Auswertung (Slideshare) über die Nutzung von Social Network Sites in der Schweiz. Ein RITA Report. (2011

Informationsportale und Projekte

Jugend und Medien: Informationsportal: Das neue Informationsportal des nationalen Programms zur Förderung von Medienkompetenzen. Auf dieser Website erhalten Eltern, Lehr- und Betreuungspersonen sowie Fachleute und Politiker einen Überblick über Chancen und Gefahren von digitalen Medien, aktuelle Informationen zum Jugendmedienschutz und dem nationalen Programm. www.jugendundmedien.ch

cybersmart.ch - Informationsportal zum Thema verantwortungsvoller Umgang mit Neuen Medien: Sexting, Cybermobbing, Gamesucht, Schulden wegen online Poker, Hassgruppen... Die Nutzung elektronischer Medien hat auch ihre Schattenseiten. Viele Eltern und Lehrpersonen fühlen sich in ihrer Rolle als Erziehungs- und Bildungsverantwortliche verunsichert. Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion handelt die Berner Gesundheit und erweitert mit cybersmart ihr Präventions- und Beratungsangebot. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Berner Gesundheit, www.cybersmart.ch

Medienprofis
Unsere tägliche Arbeit mit Jugendlichen zeigt: Die Förderung der Selbstkompetenz ist effektiver und nachhaltiger als Verbote. Erfahrene Medienexperten entwickeln in Schul-Workshops die Fähigkeit der Schüler, sinnvoll und konstruktiv mit den neuen Medien umzugehen. Sie zeigen Risiken und positive Aspekte der Nutzung neuer Medien auf und fördern damit die Medienkompetenz der Jugendlichen. Unsere Experten wissen Antworten auf die brennenden Fragen der Jugendlichen und unterstützen Eltern im Rahmen von Elternabenden und Bildungsanlässen in ihrer Erziehungsfunktion. Ein Angebot der Pro Juventute
www.medienprofis.ch

elternet.ch
Sie wollen Ihre Kinder im Umgang mit den neuen Medien unterstützen? Sie haben Fragen zu Internet, Handys & Co.? Sie suchen Informationen und Tipps zur Medienerziehung? Sie wollen wissen, welche Chancen und welche Risiken auf Ihre Kinder in den neuen Medien warten? elternet.ch ist eine Initiative von Privatpersonen.
www.elternet.ch

e-Inclusion
Heute können noch nicht alle Menschen gleichermassen von den Vorteilen der Informations- und Kommunikationstechnologien profitieren. Es gibt Menschen, die keinen Zugang zu den neuen Medien haben oder die den Umgang mit den Kommunikationsmitteln nicht erlernen konnten. Hier setzt e-Inclusion an. e-Inclusion zielt darauf ab, Hindernisse zu beseitigen und Menschen in ihren Kompetenzen zu unterstützen und zu vernetzen.
www.einclusion.ch