SuchtMagazin 2/2014

Schadensminderung

Inhalt:
Schadensminderung!
Kontakt- und Anlaufstellen: Kern der Schadensminderung
Aufsuchende Soziale Arbeit im Bereich Überlebenshilfe
Schadensminderung im Schweizer Nachtleben
Überlebenshilfe für Prostituierte
Schadenminderung und substitutionsgestützte Behandlung
Schadensminderung im Gefängnis
Alkohol und Schadensminderung
Schadensminderung und Cannabis: Ist Safer Use möglich?
«Das Beste ist, Sie hören auf!» «Und das Zweitbeste?» Tabak-Schadenminderung
Zum Inhalt

Der Artikel (pdf, 7S.) «Schadensminderung!» von Rene Akeret ist online erhältlich.

Das Heft kann für 18 CHF/13 Euro unter abo@suchtmagazin.ch oder über dieses Online-Bestellformular. Infos: www.suchtmagazin.ch

Schadensminderung

Siehe auch Dossier/Beratung & Therapie/Substitution
Siehe auch Dossier/Nightlife
Siehe auch Dossier/Öffentlicher Raum

Vor 25 Jahren wurde der Kocherpark geschlossen: Am 31.März 1992 machte die Berner Polizei der offenen Drogenszene im Kocherpark ein Ende. Süchtige mussten aufgefangen werden. Der Schadensminderung erwuchs eine wesentliche Bedeutung. Das Berner Fixerstübli - wo Fixer ungestört konsumieren dürfen - machte weltweit Schule. Beitrag auf srf.ch, Webspecial von der Tageszeitung Bund. (03/2017)

Prävention von Drogentodesfällen - Fakten, Zahlen und Beispiele aus der Praxis: Die Broschüre (pdf, 74S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Die aktualisierte Broschüre wurde um weitere Beiträge zu Drugchecking, Drogenkonsumräumen sowie zu Naloxon-Take-Home-Programmen ergänzt. (01/2017)

Vor 25 Jahren wurde der Platzspitz geschlossen: Von 1986 bis 1992 herrschte Ausnahmezustand in Zürich: Täglich tummelten sich bis zu 3000 Fixer auf dem Platzspitz. Die Räumung war ein Misserfolg, weil die Szene sich einfach verlagerte. Erst später setzte sich eine liberalere Drogenpolitik durch. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung, Beitrag und Interview mit Thilo Beck auf SRF.ch (01/2017)

Basel - 25 Jahre Gassenzimmer: Im Juni vor 25 Jahren wurde in Basel das erste Gassenzimmer eröffnet. Drogenabhängige können seit dann ihren Stoff an einem geschützten Ort unter guten hygienischen Verhältnissen konsumieren. Nicht nur die Arbeit mit den Abhängigen hat sich verändert, sondern auch die Einstellung der Behörden. Beitrag auf SRF.ch

Schadensminderung: Was ist eigentlich Schadensminderung und welche Evidenz kann sie vorweisen? Die Publikation "Harm Reduction" der Open Society Foundations steht zum Download bereit. (10/2015)

20 Jahre nach der Schliessung der offenen Drogenszene Zürich: Süchtige in Unrat und Dreck, gewalttätige Dealer, hilflose Behörden: Zu Beginn der 1990er Jahre eskalierte in Zürich die Drogenszene. Platzspitz und Letten erlangten traurige Berühmtheit. 20 Jahre später ist davon nichts mehr zu sehen – für die Betroffenen ist die Vergangenheit noch immer präsent. DOK-Film "Zürich Junkietown" des Schweizer Fernsehens. (06/2015)

Schadensminderung: HRI2014: Vom 7. bis 9. Mai 2014 kamen mehr als 700 Experten aus 30 Ländern nach Basel. Die neuesten Forschungsergebnisse, die aktuellen Tätigkeitsbereiche sowie die derzeitigen Herausforderungen wurden vorgestellt und breit diskutiert. Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf der aktuellen Situation und den Perspektiven für die Weiterentwicklung der Schadensminderung; der zweite Tag war den innovativen Ansätzen in der Praxis gewidmet. Am dritten Tag wurden Fragen zu den politischen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit möglichen Reformen der Drogenpolitik behandelt. Präsentationen und Radiobeiträge stehen zum Download bereit. (05/2014)

Das Platzspitz-Trauma - Digitales Dossier mit Originaldokumenten: Die riesige offene Drogenszene in den Achtziger- und Neunzigerjahren zählt zu den grössten sozialen Katastrophen Zürichs und der Schweiz überhaupt. Dieses Dossier bietet einen Überblick, lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und verlinkt zu Dokumenten aus jener Zeit. Ein Angebot des Tages Anzeiger. (05/2014)

Wenn Sexarbeit und Drogenkonsum zusammenfallen: Die Publikation (pdf, 46S.) "When sex work and drug use overlap: Considerations for advocacy and practice" von Harm Reduction International (IHRA) steht zum Download bereit. (11/2013)

Film - "Gassenarbeit – Gassenleben": Menschen, die Drogen konsumieren, erzählen von ihrem Schicksal, ihrem Leben mit der Sucht und von ihrem Ausstieg. Sepp Riedener, der Pionier der Gassenarbeit Luzern, ist mit Ihnen im Gespräch. Der Film – auch ein geschichtliches Dokument – berichtet vom Beginn der offenen Drogenszene in Luzern und wie die Gesellschaft damals und heute damit umgegangen ist und umgeht. Der Film kann bei der kirchlichen Gassenarbeit Luzern für CHF 35.00 bestellt werden. (07/2013)

Weltweiter Statusbericht Schadensminderung: Die Publikation (pdf, 46S.) "When sex work and drug use overlap: Considerations for advocacy and practice" von Harm Reduction International (IHRA) steht zum Download bereit. Mitteilung der IHRA. (08/2012)

Weltweite Übersicht der Angebote zum Thema Schadensminderung: Dokument (pdf, 3S.) "Harm Reduction Policy and Practice Worldwide, an overview of national support fo harm reduction in policy and practice (2009).

Mainstream Schadensminderung: Die Publikation (pdf, 468S., Englisch) "Harm reduction: evidence, impacts and challenges" der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist online erhältlich. Sie bietet einen umfassenden Überblick über das Thema. Medienmitteilung (pdf, 2S., Englisch) der EBDD. (04/2010)

SuchtMagazin 01/2008 zum Thema Schadensminderung: Zum Inhalt der Ausgabe. Das Heft kann unter folgender Adresse bestellt werden: abo@suchtmagazin.ch

Kontakt- & Anlaufstellen

Adressen von Kontakt- und Anlaufstellen finden sich unter suchtindex.ch

Vom Fixerstübli zum Drogenfumoir: Vor 25 Jahren hat Zürich Ja zu den Fixerräumen gesagt. Inzwischen werden die Drogen mehr geraucht als gespritzt. Und das Durchschnittsalter der Konsumenten steigt. Artikel auf tagesanzeiger.ch (10/2015)

Hepatitis-C-Versorgung in den Kontakt- und Anlaufstellen: Das Projekt der Testings in den Kontakt- und Anlaufstellen (K&A) der Stadt Zürich soll die Konsumierenden selber, aber auch die in der Suchtversorgung tätigen Institutionen für das Problem der Hepatitis-C-Infektionen sensibilisieren und über Behandlungsmöglichkeiten aufklären. Die Auswertung des Pilotprojekts zeigt, dass das Bedürfnis nach Information gross ist – die Weichen für entsprechende Folgeprojekte sind somit gestellt. Das Arud-News 1/2012 (pdf, 12S.) steht zum Download bereit. (07/2012)

Ergebnisse der Befragung 2011 unter den Klientinnen der niederschwelligen Einrichtungen in der Schweiz: In diesem Bericht (pdf, 45S.) wird der verhaltensbezogene Teil des Überwachungssystems der Drogenkonsumenten in den niederschwelligen Anlaufstellen präsentiert. Ein Bericht des Institut Universitaire de Médecine Sociale et Préventive IUMSP in Lausanne. (06/2012)

Schadensminderung – unverzichtbarer Teil einer kohärenten Suchtpolitik: In den letzten 20 Jahren hat sich in der Schweiz drogenpolitisch viel bewegt. Die gesetzliche Verankerung der Schadensminderung und der Heroinverschreibung im Betäubungsmittelgesetz im Jahr 2008 bilden eine tragfähige Basis für eine zukünftige Suchtpolitik. Die Anfang der 1990er Jahre entwickelten schadensmindernden Angebote haben sich etabliert und viele Drogenkonsumierende konnten in das gesundheitliche und soziale Versorgungsnetz integriert werden. Aktuell fordern vor allem Mischkonsum in den Kontakt- und Anlaufstellen sowie die latente Gewaltbereitschaft der Klientel die Mitarbeitenden in den Institutionen. In drei Spotlights auf die Kontakt- und Anlaufstellen von Basel, Bern und Genf werden die derzeitige Situation und die Weiterentwicklung der Angebote in den Institutionen aufgezeigt. Artikel (pdf, 7S.) von Peter Menzi im SuchtMagazin 2/2012.

Peerarbeit in einer K&A: Diese von Infodrog finanzierte Evaluation (pdf, 68S., Französisch) beschreibt die einzige Peer-Intervention in einer K&A (Quai 9 in Genf) in der Schweiz. (04/2012)

Drogenkonsumräume in Deutschland: Die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) und akzept e.V. haben eine Broschüre (pdf, 61S.) zu den Drogenkonsumräumen in Deutschland veröffentlicht. Sie gibt eine gute Übersicht zur Entwicklung, den Zielen und zur heutigen Situation. (09/2011)

Standards Kontakt- und Anlaufstellen: Die von Infodrog und der Fachgruppe K+A des Fachverbandes Sucht überarbeiteten Standards (pdf, 126S.) für Kontakt- und Anlaufstellen dienen als Leitplanke bzw. Orientierungshilfe und setzen professionelle Mindestanforderungen für die Arbeit in den Kontakt- und Anlaufstellen. (06/2011)

KlientInnenstruktur der Kontakt- und Anlaufstellen (Basel, Schaffhausen und Solothurn): Der Bericht (pdf, 23S.) ist im Rahmen einer Projektunterstützung durch den Impulsfonds Therapie & Schadenminderung entstanden. (2008)

Vom Fixerstübli zur Kontakt- und Anlaufstelle K&A - Artikel (pdf, 8S.) im SuchtMagazin 01/2008. Aus Basel, Bern und Luzern berichten Evelyne Flotiront, Ines Bürge und Paolo Hendry

Bedarfsanalyse Kontakt- und Anlaufstelle K&A in Thun: Eine Bedarfsanalyse (pdf, 25S.) welche vom Beratungsbüro mundi consulting ag in Auftrag der Stadt Thun durchgeführt wurde.Bern vergeben. (2006)

European report on drug consumption rooms: Der von Dagmar Hedrich verfasste und vom EMCDDA in englischer Sprache publizierte Bericht beschreibt und vergleicht die Entstehungsgeschichten und aktuellen Situationen von Konsumräumen in der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Australien und Kanada. Auf der EMCDDA-Website kann auch eine 7-seitige Kurzfassung im Word-Format heruntergeladen werden. (2004)

Kontakt- und Anlaufstelle Bern - Analyse der Tätigkeiten und Angebotsbereiche: Die von 'sfinx' durchgeführte Untersuchung (pdf, 68S.) ging zwei Fragestellungen nach: Zum einen war zu prüfen, inwiefern die in der Berner Anlaufstelle zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen ausreichen, um den konzeptionellen Zielsetzungen dieses Angebots genügen zu können. Zum andern waren die Tätigkeiten und Angebotsbereiche der Berner Einrichtung mit denjenigen anderer Kontakt- und Anlaufstellen in der Schweiz (Basel, Biel, Genf und Zürich) zu vergleichen. (2003)

Gutachten zur rechtlichen Zulässigkeit von "Fixerräumen": Ein Gutachten (pdf, 30S.) von Hans Schultz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheitswesen. (1989)

Injizierender Drogenkonsum

Injizierender Drogenkonsum bei unter 18-Jährigen: Die Publikation (pdf, 78S.) "Injecting drug use among under-18s: a snapshot of available data" von Harm Reduction International (IHRA) steht zum Download bereit. (12/2013)

Infektionsgefahr bei injizierenden DrogenkonsumentInnen: Sieben Massnahmen, ein Ziel: keine Infektionen durch injizierenden Drogenkonsum. In einem neuen Leitliniendokument (Englisch) stellen die EU-Agenturen 'Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten' (ECDC) und 'Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht' (EBDD) Massnahmen vor, mit denen in dieser gefährdeten Personengruppe die Verbreitung von Infektionskrankheiten eingedämmt bzw. verhindert werden kann. Diese reichen von der Bereitstellung von Spritzbesteck, über Tests, Impfungen und der Behandlung von Infektionen bis zur Drogentherapie. (10/2011)

Prävention von Infektionskrankheiten bei injizierenden DrogenkonsumentInnen: In den letzten Jahrzehnten sind Angebote zum Spritzentausch auch in Deutschland ausgebaut worden. Dies häufig in Verbindung mit anderen "Safer Use"- oder "Safer Sex"-Massnahmen. Ziel dieser Untersuchung (pdf, 122S.) war vor diesem Hintergrund die systematische Zusammenstellung verfügbarer Informationen zu Massnahmen und Vorgehensweisen im Bereich "Safer Use" auf Bundes- und Landesebene sowie in ausgewählten Städten Deutschlands. Darüber hinaus wurden auch Informationen zu Angeboten im Bereich "Safer Sex" erfragt. (09/2011)

Safer-Use-Beratung - Verwendung von Tuberkulinspritzen: Im Untersuchungsfokus dieser Studie stand die Fragestellung inwiefern Drogenhilfe als ein Handlungsfeld der Sozialpädagogik im Gesundheitswesen mittels Safer-Use-Beratung die Möglichkeit hat, auf intravenös konsumierende GebraucherInnen illegalisierter Substanzen Einfluss zu nehmen. Es wurde versucht, einen Wechsel auf ein risikoärmeres und schadensminimierendes Injektionszubehör (Tuberkulinspritze) zu initiieren. Artikel (pdf, 8S.) in der Online-Fachzeitschrift 'Akzeptanzorientierte Drogenarbeit'. (05/2011)

Tendenzen des injizierenden Drogenkonsums: Injizierender Drogenkonsum geht sehr stark mit gravierenden Gesundheitsproblemen bei den Konsumenten einher, wie etwa durch Blut übertragbare Infektionen (z. B. HIV/AIDS, Hepatitis) und Überdosierungen. Die neueste Analyse dieser Form des Drogenkonsums ist nach Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) allerdings ermutigend. In dieser aktuellen Publikation (pdf, 28S., Englisch) anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel (26. Juni) legt die Behörde dar, in welchem Masse der injizierende Drogenkonsum in den meisten europäischen Ländern inzwischen stabil ist oder abnimmt. Eine Medienmitteilung (pdf, 3S.) zum Internationalen Tag und die Zusammenfassung (pdf, 3S.) der Publikation sind auf Deutsch erhältlich. (06/2010)

Injizierender Drogenkonsum und HIV-Tests: Das neue Handbuch "Guidelines for testing HIV, viral hepatitis and other infections in injecting drug users" der Eurpäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist online auf Englisch erhältlich. Medienmitteilung (pdf, 1S.) der EBDD. (12/2010)

Effektivität von Spritzenaustauschprogrammen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Studie (englisch, pdf, 61S.) über die Effektivität der Spritzenaustauschprogramme zur Reduzierung von HIV/AIDS bei injizierenden Drogenkonsumenten veröffentlicht. Der Bericht kommt u.a. zum Schluss, dass die Zahl von HIV-Infektionen bei Drogengebrauchern durch zunehmende Verfügbarkeit und Nutzung von sterilem Injektionszubehör erheblich verringert wird. (2004)

HIV, Hepatitis & Drogenkonsum

Siehe auch Dossier/übertragbare Krankheiten/HIV & Aids
Siehe auch Dossier/übertragbare Krankheiten/Hepatitis

«Umsicht! Vorsicht! Dann sticht es nicht»: Die Broschüre von Infodrog und fixpunkt Berlin richtet sich an Personen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit in Kontakt mit DrogenkonsumentInnen gelangen können (Hauswartpersonal, Polizei, Angestellte im Strassenunterhalt). Sie informiert über das Verhalten in schwierigen Situationen, insbesondere in Bezug auf mögliche Ansteckungsrisiken von HIV und Hepatitis C. Die Broschüre (pdf, 20S.) kann kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: office@infodrog.ch. Ab 50 Exemplaren wird ein Unkostenbeitrag von CHF 10.-  für Porto und Bearbeitung berechnet. (03/2011)

Injizierender Drogenkonsum und HIV-Tests: Das neue Handbuch "Guidelines for testing HIV, viral hepatitis and other infections in injecting drug users" der Eurpäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist online auf Englisch erhältlich. Medienmitteilung (pdf, 1S.) der EBDD. (12/2010)

Literatur & Periodika

Harm Reduction Journal
Alle Artikel sind online und gratis erhältlich
www.harmreductionjournal.com

Drogenkurier
Der Drogenkurier wird vom Bundesweiten Selbsthilfe-Netzwerk 'Junkies Ehemalige Substitutierte' JES herausgegeben und erscheint maximal viermal jährlich
www.jes.aidshilfe.de/index.php?id=383

Harm Reduction International HRI
Berichte der HRI