1994-1996: Von einer Idee zur ersten Datenbank
Infoset Direct wurde 1994 als Pilotprojekt gestartet mit dem Ziel, eine Informationsplattform im Internet für Fachleute im Drogen- und Suchtbereich zu schaffen. Die Projektinitiative kam von Urs Mühle der FSG (Fachstelle für Sozialarbeit im Gesundheitswesen, Solothurn). Gestützt auf den Bundesratsentscheid vom 3. Oktober 1994 zur dringlichen Förderung der Drogentherapie unterstützt das Bundesamt für Gesundheit BAG das Projekt seit Beginn finanziell und ideell. Zahlreiche Kantone beteiligten sich in der Anfangsphase finanziell und/oder personell am Aufbau von Infoset Direct.
Ziel dieser ersten Projektphase war der Aufbau einer Datenbank für den (halb)-stationären Therapiebereich und die Förderung von Information und Kommunikation im Drogenbereich. Die erste Projektphase wurde in Zusammenarbeit mit neun Pilotkantonen und Fachverbänden unter der Projektleitung von KOSTE (Schweizerischen Koordinationsstelle für Therapieangebote im Drogenbereich) realisiert. Im Herbst 1996 war die geplante Datenbank erstellt und die erste Homepage von Infoset Direct eingerichtet, die Fachstellen im In- und Ausland als Informations- und Kommunikationsmedium diente. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Betreuung der Datenbank von der KOSTE übernommen.
1996-1998: Ausbau zu einer Plattform für die schweizerische Suchtarbeit
Das Bundesamt für Gesundheit, die beteiligten Kantone und Fachverbände sind aufgrund von Abklärungen zum Schluss gekommen, dass Infoset Direct weitergeführt und die Informationsplattform auf den gesamten Suchtbereich ausgedehnt werden soll, wobei die Ausweitung des Angebotes auf den französischsprachigen Sprachraum im Vordergrund stand.
Im Frühling 1997 wurde daher beschlossen, Infoset bis ins Jahr 2000 in Projektform weiterzuführen und auszubauen.
Neu wurden in dieser Projektphase eine Redaktionsstelle für die Deutsche Schweiz und eine für die französische Schweiz eingerichtet. Wichtigster Erfolg in dieser Projektphase war, dass Infoset auch in der französischen Schweiz verankert werden konnte.
Die Weiterentwicklung von Infoset während dieser Projektphase wurde weitgehend von der rasanten Entwicklung im Internet bestimmt. Ursprünglich war geplant, die regionalen und kantonalen Informationsangebote bei Infoset Direct einzurichten. In dieser Zeit hatte Infoset eine Schrittmacherfunktion für die Promotion von Internetanwendung im Suchtbereich; bei vielen Sucht-Institutionen hiess ihre erste Mail-Adresse 'institution@infoset.ch'. Schnell wurde damit jeder Organisation ermöglicht, eine eigene Informationsplattform zu eröffnen, was zu völlig veränderten Rahmenbedingungen für das Projekt Infoset führte: Forschung, Verbände, Kantone, auch das Bundesamt für Gesundheit und Fort- und Weiterbildungsinstitutionen haben längst ihre eigenen Informationsseiten im Netz und die Aufgabe von Infoset Direct ist, diese Informationsflut sinnvoll aufzubereiten durch Vernetzung und Zusammenfassung der verschiedenen Bereiche. Das Hosting von Web-Seiten spielt seither nur noch eine Nebenrolle.
Vielmehr wurde Infoset Direct seit dieser Zeit konsequent zu einer Informationsplattform ausgebaut. Zentrale Inhalte waren und sind:
- Umfassende Datenbank zu den Schweizer Suchhilfeangeboten
- Informationen über Verbände, Kantone, Bund im Suchtbereich
- Informationen über Fort- und Weiterbildung
- Presseschau, in erster Linie zu Fachzeitschriften und neuen Sach- und Fachbüchern
- Foren für weitere Fachinfo und -Diskussionen
Als problematisch erwies sich die Etablierung des Forums. Beiträge wurden zwar gelesen, im Gegenzug bestand aber wenig Bereitschaft, eigene Beiträge oder Stellungsnahmen zu veröffentlichen. Diese Tendenz hat sich auch in den kommenden Jahren kaum verändert und führte dazu, dass die Foren im Frühling 2003 eingestellt wurden.
1998-2000: Vom Projekt zur strukturellen Verankerung
Seit der Projektphase 1998-2000 schlägt sich die Zweisprachigkeit des Projektes vermehrt auch in sprachbezogen unterschiedlichen Inhalten nieder. So werden seither Informationen zu nationalen Projekte und Angeboten parallel geführt, Informationen zu regionalen Projekten und Angeboten jedoch in der entsprechenden Sprachversion angeboten.
Inhaltlich lag das Ziel in diesen beiden Jahren, die Qualität des Informationsangebotes zu verbessern und die finanzielle Basis des Projektes abzusichern. Neu sind die Themen Suchtprävention und Gesundheitsförderung hinzugekommen. Damit sollen den Präventionsfachstellen Impulse gegeben werden, das Internet als Arbeitsinstrument für die Nutzung von neuen Projekten zu verwenden.
2000-2004: Neue Bedürfnisse – neue Struktur
Das Internet hat sich unterdessen als alltägliches Arbeitsinstrument etabliert und wird von den Institutionen nicht nur zunehmend zur Informationsbeschaffung verwendet, sondern auch zur Informationsverbreitung. Dies zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass immer mehr Institutionen ihre eigene – professionell gestaltete – Website haben. Diese wird nicht mehr nur als eine Art Visitenkarte benutzt, auf der sich Institutionen vorstellen, sondern zunehmend werden Informationen, Publikationen und Produkte direkt online zum Herunterladen zur Verfügung gestellt. Für Infoset hatte dies zur Konsequenz, dass der bisherige Auftritt die zunehmenden Online-Informationen nicht mehr adäquat in die Seiten integrieren konnte.Die führte im Frühling 2002 dazu, dass die Seiten feiner strukturiert werden mussten. Im Sommer 2002 wurde beschlossen, Infoset Direct in einem neuen Auftritt erscheinen zu lassen. Parallel zu dieser Entscheidung wurde eine BenutzerInnenumfrage gestartet um die Bedürfnisse an den Inhalt und an die Strukturierung einer neuen Website besser eruieren zu können. Seit dem 30. Oktober 2003 präsentiert sich Infoset nun in dem Design und der Struktur, wie sie auch heute noch im Internet präsentiert werden.
Diese Grafik zeigt die Website von Infoset kurz vor der Umstellung auf die neue Seite.
2004-Heute
Die Informationsflut hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dies ist auch an der steigen Zunahme der Aktuell-Meldungen ersichtlich
Anzahl Meldungen auf der Aktuell-Seite:
2001: 214
2002: 247
2003: 287
2004: 306
2005: 335
2006: 358
2007: 393
2008: 403
2009: 417
2010: 472
Die neue, auf drei Ebenen ansetzende Struktur von Infoset hat sich bewährt. Die zweite und dritte Ebene sind leicht anpassbar, die Voraussetzung dafür, dass schnell und unkompliziert neue Themen in die Seiten von Infoset integriert werden können.
Top
