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Evidenzbasierte Prävention

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SuchtMagazin Nr.1/2010
Evidenzbasierte Suchtprävention


Inhalt:
  • Das Paradigma der evidenzbasierten Praxis in der Suchtprävention
  • Alkoholprävention im Spannungsfeld
  • Nachhaltigkeit bei Suchtausstieg und Prävention durch starke Beziehungen
  • PFADE - Prävention durch Förderung sozialer Kompetenzen
  • HaLT – Präventiv gegen riskanten Alkoholkonsum
  • Communities that Care – Aufwachsen in einer sicheren und lebenswerten Umgebung
  • 0,5 Promille: eine evidenzbasierte Entscheidung mit nachweisbarem Nutzen?
  • Cowboys in der Prärie, Partys unter Palmen – Einfluss von Werbung auf Jugendliche (ausserhalb des Dossier)

Der Artikel (pdf, 5S., 250Kb) "Alkoholprävention im Spannungsfeld" von Irene Abderhalden ist online erhältlich

Das Heft kann für 15 CHF/10 Euro unter abo@suchtmagazin.ch bestellt werden. Infos: www.suchtmagazin.ch


Best Practice Datenbanken mit evidenzbasierten Projekten und Programmen

  • Best Practice Portal der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD)
    Dieses Portal stellt Instrumente und Standards zur Optimierung der Qualität von Interventionen zur Verfügung. Im Fokus stehen die Bereiche Drogenkriminalität, Prävention, Therapie, Schadensminderung und soziale Wiedereingliederung. Ausserdem werden in einer Datenbank zahlreiche Best Practice-Beispiele vorgestellt (mit Hinweis auf gemachte Evaluationen).
    http://www.emcdda.europa.eu/best-practice
  • SAMHSA - Guide to Evidence-Based Practices (EBP)
    Eine Zusammenstellung von Programmen und gemachten Evaluationen aus dem nordamerikansichen Raum. Eine Seite von Substance Abuse & Mental Health Services Administration (SAMHSA), die zum Gesundheitsministerium der USA gehört.
    http://www.samhsa.gov/ebpWebGuide/index.asp
    http://www.nrepp.samhsa.gov (Datenbank)

  • Blueprints for Violence Prevention
    Das Ziel von Blueprint ist es, hervorragende Programme im Bereich Gewalt- und Drogenprävention zu identifizieren. Aufgenommen werden nur Programmen, die auf einem hohen wissenschaftlichem Niveau und deren Wirksamkeit nachgewiesen sind. Von über 800 geprüften Programmen wurden bisher 12 in die Blueprints aufgenommen. Das Blueprint-Programm PATHS wird seit 2004 unter dem Name PFADE auch in der Schweiz angewandt.
    http://www.colorado.edu/cspv/blueprints

  • Deutschland - Neue Internetplattform für Präventionsforschung: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt im Rahmen der „Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung“ (KNP) die Internetplattform www.knp-forschung.de online. Im Mittelpunkt steht eine Datenbank, die die vielfältigen Ergebnisse der Präventionsforschung enthält. Die dort vorgestellten Projekte sind thematisch breit gefächert, von Ernährung/Bewegung über Suchtprävention bis hin zur allgemeinen Gesundheitsförderung. Die Projekte wurden initiiert, um bestehende Präventionsmassnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen, neue Massnahmen und Methoden zu entwickeln, Methoden zur Qualitätssicherung zu erarbeiten oder Zugangswege zu bestimmten Zielgruppen zu erforschen. Ergänzend zu den eingestellten Projekten finden sich in der Datenbank Projektmaterialien, weiterführende Literatur und Links sowie umfangreiche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Studien. Medienmitteilung der BZgA. (03/2010)

Im SuchtMagazin vorgestellte Projekte

Wir verzichten auf eine Auflistung weiterer Projekte. Diese (evidenzbasierte und andere) finden Sie in folgenden Infoset-Rubriken:
  • Alkohol/Projekte
  • Cannabis/Projekte
  • Tabak/Projekte
  • Dossier/Jugendliche/Gewalt & Suchtmittelmissbrauch
  • Dossier/Nightlife/Projekte
  • Dossier/Strassenverkehr/Projekte


  • PFADE - Programm zur Förderung Alternativer Denkstrategien
    Das Programm PFADE ist ein Lehrmittel zur nachhaltigen Förderung von sozialen Kompetenzen bei Kindern im Primarschulalter. Es unterstützt eine gesunde und erwünschte Entwicklung von Kindern und trägt so dazu bei, externalisierendes und internalisierendes Problemverhalten wie z.B. Gewalt, Aggression, Substanzmissbrauch, Bedrücktheit und Depression langfristig zu reduzieren. Es wird laufend an Schweizer Schulen eingeführt und gilt als eines der wenigen wirksamen Schulpräventionsprogramme.
    http://www.pfade.ch

    - Das PATHS/PFAD Curriculum (Eisner, Jünger, Greenberg, 2006) (pdf, 28S., 380Kb)
    - Evaluation der Umsetzung PFAD (Doppmann, 2006) (pdf, 121S., 1.3Mb) weiz


  • HaLT - Hart am LimiT: Präventiv gegen riskanten Alkoholkonsum
    Das Bundesmodellprojekt HaLT zielt seit 2003 auf die Prävention des riskanten Alkoholkonsums unter Jugendlichen ab. Es kombiniert einen individuellen Ansatz mit einer kommunal angelegten Präventionsstrategie mit vielen PartnerInnen. HaLT arbeitet evidenzorientiert und wird bereits in mehr als 100 Landkreisen und Städten in Deutschland erfolgreich umgesetzt.
    http://www.halt-projekt.de

    - Wissenschaftliche Begleitung des Bundesmodellprogramms HaLT: Kurzbericht (pdf, 12S., 290Kb) (2008)
    - Das HaLT-Projekt in Rostock: Zusammenfassung der Evaluationsstudie des Universitätsklinikums Rostock. (2009)
    - Prävention von Alkoholproblemen. Was wirkt wirklich und ist HaLT evidenzbasiert? Power-Point Präsentation von Günther Wienberg (2008)


  • CtC - Communities that Care: Aufwachsen in einer sicheren und lebenswerten Umgebung
    Das US-amerikanische Programm Communities that Care CtC ist eine evidenzbasierte Langzeitstrategie zur Schaffung sicherer und lebenswerter Umgebungen, in denen sich Kinder und Jugendliche geschätzt, respektiert und ermutigt fühlen, ihre Potenziale zu nutzen. Seit 2000 wird eine adaptierte Version in zahlreichen niederländischen Städten angewendet.
    http://www.ctc-holland.nl

    CtC in den USA
    http://ncadi.samhsa.gov/features/ctc/resources.aspx

    CtC in Deutschland: Der Landespräventionsrat Niedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V. adaptieren «Communities That Care» erstmals im deutschen Sprachraum in einem Modellversuch in Niedersachsen.
    www.ctc-info.de

Publikationen zur Evidenzbasierung

  • Familien stärken in der Suchtprävention: Die Publikation "Guide to implementing family skills training programmes for drug abuse prevention" vom UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) ist online in verschiedenen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) erhältlich. (2009)

  • Was wirkt in der Suchtprävention? Artikel von A. Bühler in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (2009: 2388–2391)

  • Gesundheitsförderung und Prävention - Spectra Nr. 71: Informationsschrift  des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Ausgabe (pdf, 12S., 2,1Mb) beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema "Programmentwicklung". (11/2008)

  • Evidenzbasierte Jugendgewaltprävention im öffentlichen Raum. Ein Konzept für Schaffhausen. Bachelorarbeit von Kathrin Ackle Simon Stocker an der ZHAW für Soziale Arbeit (pdf, 125S., 1Mb) (2007)

  • Expertise zur Prävention des Substanzmissbrauchs: Die Expertise beurteilt die Wirksamkeit existierender Massnahmen zur Prävention des Substanzmissbrauchs anhand von qualitativ hochwertigen Übersichtsarbeiten wie Reviews und Meta-Analysen. Vorgestellt werden Schlussfolgerungen zur Effektivität von Massnahmen, die in unterschiedlichen Settings angesiedelt sind sowie substanzspezifische Schlussfolgerungen. Vorab wird der theoretische Hintergrund gegenwärtiger suchtpräventiver Massnahmen vorgestellt. Eine Publikation (pdf, 145S., 500Kb) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2006)

  • Zur Wirksamkeit des Gemeindeansatzes in der Prävention von Sucht- und Drogenproblemen: Im Rahmen des Massnahmenpaketes zur Verminderung der Drogenprobleme in der Schweiz hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in den Jahren 1992 - 2005 nationale, mehrjährige Präventionsprogramme in unterschiedlichen Settings lanciert und gemeinsam mit Partnern durchgeführt. Das umfangreichste und am längsten dauernde Programm (1992 - 2005) bezog sich auf das Setting Gemeinde. Der vorliegende Bericht (pdf, 31S., 172Kb) ist Teil einer zu Handen des BAG erstellten „Meta-Studie“ zur Wirksamkeit von Prävention im Setting der Gemeinde. Er fasst einige internationale Befunde zur Wirksamkeit des Gemeindeansatzes zusammen und stellt einige wenige Projektbeispiele aus dem Ausland vor. (09/2006)

  • Prävention bei gefährdeten Jugendlichen: Publikation des BAG in der Reihe "Was haben wir gelernt". Vier Forschergruppen fassen Ihre Forschungsarbeiten über vulnerable Jugendliche und die Folgen für die Prävention in lesbarer Form zusammen. Der Bericht will einen Beitrag leisten zum Wissenstransfer von der Forschung zur Praxis. Die Publikation (pdf, 1,9Mb) ist online erhältlich. (2006)

Lexika und Terminologie

  • Online-Lexikon zu Prävention und Gesundheit bei Jugendlichen
    Dieses Online-Lexikon enthält Informationen zu vielen Themen rund um Prävention und Früherkennung von Drogenkonsum und anderem Problemverhalten im Jugendalter. Zu den meisten Schlagworten finden sich weiterführende Links zu wissenschaftlichen Quellen, Webseiten und Organisationen. Das Lexikon wurde von Infodrog im Rahmen des Schweizerischen Suchtpräventions- und Forschungsprogramms supra-f des Bundesamtes für Gesundheit BAG entwickelt. Es orientiert sich an einer evidenzbasierten Suchtprävention. Das Online-Lexikon ist auf den Seiten von Infodrog erhältlich.

  • Online Glossar der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD)
    http://www.emcdda.europa.eu/publications/glossary

  • Terminologie in der Suchtprävention: Das Infoblatt der Suchtpräventionsstelleder Stadt Zürich vom Oktober 2009 (pdf, 4S., 238Kb) hat das Thema "Neue Terminologie in der Suchtprävention: Orientierung an Zielgruppen". Auf die Kategorisierung mit Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention folgt die Unterscheidung von universeller, selektiver und indizierter Prävention.

 

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