Tabak und Gesundheit

Bis zu 8-fach erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Rauchen: RaucherInnen sterben früher. Das ist bekannt. Neben Krebserkrankungen gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache. Eine aktuelle Studie hat nun herausgefunden, dass sich vor allem Erwachsene unter 50 Jahren einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt aussetzen, wenn sie rauchen. Artikel auf drugcom.de (01/2017)

Über 300 Mutationen durch Rauchen: Rauchen verursacht Krebs, weil die Inhaltsstoffe das Erbgut unserer Zellen schädigen. Ein internationales Forschungsteam hat nun erstmals aufdecken können, in welchem Umfang Tabakrauch Mutationen verursacht. Artikel auf drugcom.de

Wirkung von Nikotin auf Gesundheit und was macht E-Zigaretten und E-Shishas riskant?: Nikotin ist nicht harmlos, sondern toxisch und ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko – auch wenn es ohne die Giftstoffe des Tabakrauchs, beispielsweise über E-Zigaretten, aufgenommen wird. Trotzdem werden nikotinhaltige elektronische Inhalationsprodukte Rauchern als Genussmittel und harmlose Alternative zur Zigarette und Jugendlichen als Lifestyle-Accessoire angepriesen. Zwei neue Veröffentlichungen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ bieten umfangreiche Fakten zu Nikotin und E-Zigaretten. Die Publikationen "Gesundheitsrisiko Nikotin" (pdf, 12S.) und "E-Zigaretten und E-Shishas: Welche Faktoren gefährden die Gesundheit?" (pdf, 8S.) sind online erhältlich. Medienmitteilung des DKFZ. (12/2015)

Rauchausstieg im Alter - weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle bereits innerhalb von fünf Jahren: Raucher steigern mit jeder Zigarette ihr Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Doch auch umgekehrt gilt: Selbst wer erst im fortgeschrittenen Alter mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko bereits innerhalb kürzester Zeit nach dem Ausstieg erheblich. Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums. (02/2013)

Rauchen und Mundgesundheit: Die Zähne lockern sich und fallen aus – schuld daran könnten die täglich gerauchten Zigaretten sein, denn die Schadstoffe aus dem Tabakrauch fördern immunologische Vorgänge, die die Zerstörung des Kieferknochens vorantreiben. Daher leiden Raucher wesentlich häufiger unter entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparats (Parodontalerkrankungen) und haben ein rund doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Dies zeigt der neue, vom Deutschen Krebsforschungszentrum dkfz gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) herausgegebene Report "Rauchen und Mundgesundheit" (pdf, 92S.). Rauchen schädigt aber nicht nur Zahnfleisch und Zähne, sondern kann auch tödlich verlaufenden Mundhöhlenkrebs verursachen. Der neue Report gibt ZahnärztInnen, die in der Raucherberatung aktiv werden wollen, in der Praxis einfach umsetzbare Interventionsstrategien an die Hand. (05/2010)

Auswirkungen von rauchfreien Arbeitsplätzen auf das Gastronomiepersonal: Die Cosibar-Studie (pdf, 45S.) des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen von rauchfreien Arbeitsplätzen auf das Gastronomiepersonal. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sich die kardiovaskuläre Gesundheit der nichtrauchenden Gastronomiemitarbeiter nach Einführung des Rauchverbots am Arbeitsplatz klar gebessert hat. Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt hatten sich in bei der untersuchten der Gruppe signifikant vermindert. (11/2013)

Rauchfreie Arbeitsplätze verbessern die Gesundheit des Gastronomiepersonals: Das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen, das seit Mai 2010 in der Schweiz gilt, steigert die Gesundheit des Servicepersonals. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts TPH, die an der Swiss Public Health Konferenz in Lausanne vorgestellt wird. Zwölf Monate nach der Einführung von rauchfreien Arbeitsplätzen haben sich mehrere Indikatoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems messbar verbessert. Medienmitteilung des TPH. (09/2012)

Tabakprävention

Stand der Tabakprävention in den Kantonen
Seite des BAG

Tabakprävention bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen: Ziel des Pilotprojekts des ISGF war die Bestimmung der Erfolgsfaktoren von Massnahmen der Tabakprävention bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen, basierend auf der wissenschaftlichen Literatur der vergangenen ca. fünf Jahre sowie dem Erfahrungswissen einer interdisziplinären Expertengruppe. Der vorliegende Bericht (pdf, 76S.) dient als Grundlage für die strategische Orientierung und für die Planung konkreter Projekte, um die Partnerinnen und Partner des Nationalen Programms Tabak in der Verwirklichung der Chancengleichheit zu unterstützen. (04/2016)

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören: Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ haben herausgefunden, dass Rauchen auch im höheren Lebensalter das Sterberisiko stark erhöht. Ehemalige Raucher haben zwar immer noch ein erhöhtes Risiko gegenüber lebenslangen Nichtrauchern, es sinkt jedoch mit jedem Jahr nach dem Verzicht. Mitteilung des DKFZ. (06/2012)

Wie weit ist die Schweiz mit der Tabakprävention?: Als Thema des Welttags ohne Tabak 2011 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO die internationale Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle bestimmt. Die Schweiz hat die Konvention 2004 unterzeichnet, bisher aber nicht ratifiziert. Hindernis für eine Ratifizierung ist vor allem das fehlende Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakprodukte. Artikel (pdf, 2S.) in der Schweizerischen Ärztezeitung. (05/2011)

Nationale Tagung 2010 «Frauen und Tabak»: Die Tagung fragte nach dem Genderansatz in der Tabakprävention. Unterscheiden sich Frauen und Männer beim Tabakkonsum? Sollen Frauen beim Rauchstopp anders unterstützt werden als Männer? Die von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (at) mit der Lungenliga beider Basel veranstaltete Tagung fand im November 2010 statt. Diese Sonderausgabe (pdf, 7S.) des at-Bulletins fasst die Referate vom Vormittag und die Parallelveranstaltungen am Nachmittag thematisch zusammen. (04/2011)

"Gemeindeorientierte Tabakprävention" – Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen: Die 6 Trägerorganisationen Berner Gesundheit, CIPRET-Freiburg, CIPRET-Vaud, Züri Rauchfrei, Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz und RADIX haben das Pilotprojekt "Gemeindeorientierte Tabakprävention" Ende Juni 2010 erfolgreich abgeschlossen. Eine Road Map Tabak bündelt die gesammelten Erfahrungen und bietet Gemeindebehörden und Fachpersonen Grundlagen für die Ausgestaltung einer wirkungsvollen und nachhaltigen Tabakprävention. (12/2010)

Schwangerschaft

Rauchstopp in der Schwangerschaft: Rauchen in der Schwangerschaft schädigt das heranwachsende Baby. Trotzdem rauchen laut dem letzten Tabakmonitoring Schweiz 13 Prozent der Schwangeren weiter. Der neue Flyer "Rauchstopp in der Schwangerschaft" (pdf, 4S.) informiert werdende Eltern über die Gefahren des Rauchens und Passivrauchens. (11/2016)

Schwangerschaft und Alkohol/Tabak: gut zu wissen: Bei einem Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft ist es wichtig, seinen Alkohol- und Tabakkonsum zu überdenken. Diese Broschüre von Sucht Schweiz enthält Informationen zu diesen Themen für werdende Mütter und Nahestehende. Erhältlich in 9 Sprachen. (2016)

Rauchen während der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Erbgut des Kindes: Wenn Mütter während der Schwangerschaft rauchen, beeinflussen sie damit nachhaltig die epigenetische Programmierung des Erbguts ihres noch ungeborenen Kindes. Das kann zu einem erhöhten Risiko von Lungenerkrankungen führen. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass diese Veränderungen nicht auf einzelne DNA-Regionen begrenzt sind. Sie lassen sich stattdessen im gesamten Genom der Kinder nachweisen. Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universität Heidelberg. Artikel auf Zeit Online. (04/2016)

Jugendschutz

Alkohol- & Tabakverkauf an Jugendliche - Unterstützung für Verkaufs- und Servicepersonal: Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich unterstützen das Verkaufs- und Servicepersonal mit Informationen und Tipps zum Umgang mit kaufwilligen Jugendlichen. Im Auftrag der Gesundheitsdirektion haben die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich daher ein Faltblatt (pdf, 2S.) für Service und Verkauf entwickelt, auf welchem alltagstaugliche Verhaltenstipps und die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen für Läden und Gastrobetriebe aufgeführt sind. Medienmitteilung der Fachstellen. (01/2011)

--> Weitere Infos zu Testkäufen in Katonen: Regionale Suchtpolitik

Rauchfreie Schule und Lehre - Projekt von Zürich Rauchfrei
Der Leitfaden gibt Anregungen zu den Fragen, wie die Schule den Einstieg ins Rauchen verhindern oder aufschieben kann, wie sie mit Rauchenden umgehen soll und was die Schule zum Ausstieg beitragen kann. Weiter bietet das Projekt ergänzende Unterstzungsangebote für Schulen an, sowie eine wissenschaftliche Evaluation des Projektes.

Was wirkt wirklich gegen das Rauchen bei Jugendlichen?: Deutsche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren rauchen heute deutlich weniger als noch im Jahr 2001: Der Anteil rauchender Jugendlicher sank von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 12 Prozent im Jahr 2012. Dieser Rückgang ist auf mehrere gesetzliche Massnahmen zurück zu führen, die einen durchschlagenden Erfolg auf das Konsumverhalten Jugendlicher zeigten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums. (01/2014)

Zigaretten sind für Jugendliche leicht zu beschaffen: Obwohl man sich schon seit über 50 Jahren mit den Gefahren des Tabakkonsums auseinandersetzt, bleibt noch einiges zu tun. In den meisten Kantonen schützt die Gesetzgebung heutzutage zwar die Jugendlichen, doch die Realität sieht anders aus: Zigaretten sind für Jugendliche immer noch leicht zu beschaffen; 69,8% bzw. 63% der Testkäufe, die Sucht Schweiz im Auftrag von CIPRET in den Kantonen Waadt resp. Freiburg durchführten, haben zu einem Verkauf ührt. Mitteilung von Sucht Schweiz. (10/2012

Erziehung und Prävention - "Rauchen schadet Ihrer Gesundheit": Mit dem vorliegenden pädagogischen Hilfsmittel sollen den SchülerInnen die Risiken, welche mit dem Tabakkonsum verbunden sind, aufgezeigt werden. Sie erarbeiten einerseits Wissen über die verschiedenen Risiken und Auswirkungen des Tabakkonsums. Andererseits sollen sie sich ganz allgemein mit ihrem Risikoverhalten auseinandersetzen können und Kompetenzen im Umgang mit Risiken erwerben. Dies soll ihnen helfen, in Bezug auf ihre Gesundheit positive Entscheidungen zu treffen. Das Hilfsmittel ist online (pdf, 12S.) erhältlich und kann bei Sucht Schweiz bestellt werden. (11/2009)

Passivrauchen/Nichtraucherschutz

Passivrauchen in der Schweiz: Im Jahr 2015 waren 5,4% der Bevölkerung ab 15 Jahren während mindestens einer Stunde pro Tag dem Tabakrauch anderer ausgesetzt und bei 33,4% war es mindestens eine Stunde pro Woche. Obwohl das Passivrauchen in der Schweiz seit Beginn der 2000er Jahre stark abgenommen hat, ist es nicht ganz verschwunden. Das Phänomen bleibt im öffentlichen Raum hauptsächlich in Restaurants, Cafés oder Bars und im privaten Bereich «bei Freunden, Bekannten und Verwandten» bestehen. Eine Studie (Französisch, pdf, 47S.) von Sucht Schweiz im Rahmen von Suchtmonitoring Schweiz (08/2016)

Gesundheitsgefährdung von Kindern durch Tabakrauch im Auto: Rauchen im Auto bedeutet für mitfahrende Kinder eine enorme Gefährdung der Gesundheit: Schon eine einzige Zigarette verursacht – selbst bei geöffnetem Fenster – eine Rauchbelastung wie in einer Raucherkneipe. In Deutschland sind schätzungsweise über eine Million Kinder und Jugendliche von einer Tabakrauchbelastung im Auto betroffen. Das Factsheet "Gesundheitsgefährdung von Kindern durch Tabakrauch im Auto" vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ steht zum Download bereit. (07/2016)

Wie können Nichtraucher wirksam vor Passivrauchen geschützt werden?: Gesetzliche Rauchverbote funktionieren, doch um ihre Wirkung genauer darstellen zu können, sollten die Indikatoren nicht zu früh gemessen werden. In der Übersichtsarbeit (Englisch) des WHO-Regionalbüros für Europa mit dem Titel "Wie können wir Nichtraucher wirksam vor Passivrauchen schützen?" wird die Wirkung von Rauchverboten in den neun Mitgliedstaaten der Europäischen Region bewertet, die umfassende gesetzliche Rauchverbote eingeführt haben. Medienmitteilung des Regionalbüros. (01/2016)

Wissen der Bevölkerung über die Gefahren des Rauchens und Passivrauchens: Ungefähr 60% der Bevölkerung gaben bei mindestens 4 von 5 Aussagen über die Gefahren des Tabakkonsums (63.4%) die richtige Antwort, respektive (59.3%) für das Passivrauchen. Die Kenntnisse zu den Gefahren variieren je nach Konsumstatus, dem Wunsch aufzuhören und dem Ausbildungsniveau: Täglich Rauchende, diejenigen, die nicht mit dem Rauchen aufhören wollen oder diejenigen mit einem niedrigen Ausbildungsniveau sind im Allgemeinen auch diejenigen mit den schlechtesten Kenntnissen. Eine grosse Mehrheit der Raucher und insbesondere der täglich Rauchenden geben an, dass sie sich bewusst sind, dass ihr Konsum schädlich für ihre Gesundheit ist. Publikation (Französisch, pdf, 64S.) im Rahmen von Suchtmonitoring Schweiz. (12/2015)

Passivrauchexposition leicht erhöht und Aufhörbereitschaft stabil: Seit Anfang 2011 hat das Suchtmonitoring Schweiz zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Bevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen. Jedes Jahr werden die Themen Alkohol, Tabak, illegale Drogen und Medikamente behandelt. Die Berichte zum "Passivrauchen" (pdf, 58S.) und zur "Tabakentwöhnung"(pdf, 84S.) in der Schweiz liegen nun auf Französisch vor (Zusammenfassung auch auf Deutsch). Beitrag (pdf, S. 661-662) im BAG-Bulletin 41/2014. www.suchtmonitoring.ch

Basisinformationen zum Passivrauchen: Dieses Factsheet (pdf, 9S.) ist auf den Seiten des BA für Gesundheit (BAG) erhältlich. (08/2012)

Passivrauchen in der Schweizer Bevölkerung 2010: Die Studie gibt Auskunft über die Passivrauchexposition der Schweizer Wohnbevölkerung und deren subjektiv empfundene Belästigung an verschiedenen Orten. Weitere Resultate betreffen die Akzeptanz von Raucherregelungen am Arbeitsort, die Akzeptanz eines Rauchverbots in Restaurants, Cafés oder Bars und die Veränderung von Rauchgewohnheiten. Ebenfalls wurde das Wissen bezüglich der Schädlichkeit des Passivrauchens erfragt. Die Resultate zeigen: Erheblicher und kontinuierlicher Rückgang der Passivrauchexposition; Das Verhalten ändert sich auch im privaten Bereich. Im aktuellen BAG-Bulletin (35/2011, pdf) ist eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse erhältlich. (08/2011)

Schutz vor Passivrauchen in Europa: Zum Schutze der Gesundheit haben zahlreiche Länder Gesetze betreffend Rauchverbote in öffentlich zugänglichen Räumen erlassen. Unterschiedliche Regelungen gibt es insbesondere in der Gastronomie. Zahlreiche Länder kennen jedoch den vollständigen Schutz auch des Gastronomiepersonals. Den umfassendsten Schutz in Europa gewähren Irland, die UK und die Türkei. Weitere Infos sind über eine interaktive Landkarte auf den Seiten des BAG erhältlich. (06/2011)

Nikotinabhängig durch Passivrauchen: Dass Passivrauchen nicht nur belästigen, sondern auch die Gesundheit belasten kann, ist bereits seit Jahren zweifelsfrei nachgewiesen. Passivrauchen erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass betroffene Personen selbst eine Nikotinabhängigkeit entwickeln oder ehemalige Raucherinnen und Raucher es deutlich schwerer haben, abstinent zu bleiben. Eine mögliche biochemische Erklärung für diese Beobachtungen liefert eine aktuelle US-amerikanische Studie. Artikel auf drugcom.de (05/2011)

Passivrauchen fordert jährlich 600.000 Todesopfer: 1,2 Milliarden Menschen auf der Welt rauchen. Das beeinträchtigt auch die Gesundheit anderer. Wie Experten mehrerer Universitäten und der Weltgesundheitsorganisation WHO berichten, sterben pro Jahr mehr als 600.000 Menschen durch Passivrauchen. 166.000 davon seien Kinder, schreiben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin The Lancet. Die Studie ist ihren Angaben zufolge die erste, die die Auswirkungen des unfreiwilligen Tabakkonsums umfassend global beleuchtet. Die Forscher nutzten umfangreiche Daten aus 192 Nationen aus dem Jahr 2004. Artikel auf SpiegelOnline. Der Artikel (pdf, 10S., Englisch) aus The Lancet ist online auf den Seiten der WHO erhältlich. (12/2010)

Gesundheitskosten des Passivrauchens: Bei der Diskussion um die Einführung von rauchfreien Innenräumen wird nur selten in Betracht gezogen, dass Passivrauchen nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern auch hohe Gesundheitskosten verursacht. Eine Studie (pdf, 137S.) des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts Basel, des Beratungsunternehmens ecoplan und der Lungenliga Schweiz zeigt auf, dass Passivrauchen in öffentlich zugänglichen Innenräumen und am Arbeitsplatz jährlich 3000 verlorene Lebensjahre, 70 000 zusätzliche Spitaltage und Gesundheitskosten von mindestens 420 Millionen CHF verursacht. Ein Fact Sheet (pdf, 2S.) mit den wichtigsten Resultaten der Studie ist ebenfalls online erhältlich. Weitere Infos sind auf den Seiten des BAG erhältlich. (11/2010)

Nichtraucherschutz wirkt - eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen: Rauchverbote sind eine Chance, keine Einschränkung – so sehen das auch viele RaucherInnen, wie der neue Report (pdf, 78S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) „Nichtraucherschutz wirkt – eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen“ zeigt. Die in den letzten Jahren in Deutschland eingeführten Nichtraucherschutzgesetze haben die Luftqualität in öffentlichen Einrichtungen und vor allem in der Gastronomie deutlich verbessert. Daher finden die Gesetze in der Bevölkerung eine breite Zustimmung. Medienmitteilung (pdf, 2S.) vom DKFZ. (07/2010)

Schutz der Familie vor Tabakrauch: Der neue Report (pdf, 92S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) "Schutz der Familie vor Tabakrauch" macht deutlich, welche gesundheitlichen Schäden Kinder und Jugendliche erleiden können, wenn ihre Eltern zu Hause rauchen. Mehr als 1,7 Millionen Kinder müssen in Deutschland jeden Tag zu Hause Tabakrauch einatmen. Passivrauchende Kinder leiden häufiger an Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen und Asthma. (06/2010)

Gesundheitsrisiko Passivrauchen: Aktuelle Daten zum Passivrauchen stehen im Mittelpunkt der dritten Ausgabe von GBE kompakt (Gesundheitsberichterstattung und Epidemiologie), welche vom Robert Koch Institut herausgegeben wird (RKI). Die Verbreitung des Passivrauchens in Deutschland wird anhand von Ergebnissen der GEDA-Studie 2009 (Gesundheit in Deutschland aktuell) und des KiGGS-Surveys (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) dargestellt. Ausserdem werden die damit verbundenen Gesundheitsrisiken und der Stand des Nichtraucherschutzes in Deutschland erörtert. Die Publikation (pdf, 6S.) ist online erhältlich. (06/2010)

Informationen zum Passivrauchen: Auf der Seite des WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle in Heidelberg ist der Report (pdf, 76S.) "Erhöhtes Gesundheitsrisiko für Beschäftigte in der Gastronomie durch Passivrauchen am Arbeitsplatz" (Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle Band 7) online erhältlich. (01/2008)

Wasserpfeife, Kautabak, Snus, Snuff u.a.

Fact Sheet Wasserpfeife:Flyer (pdf, 2S.) von Sucht Schweiz. (2007)

Shisha, Snus & Co.: Dieser Flyer (pdf, 2S.) enthält Informationen für Jugendliche über die mit dem Konsum von Shisha, Snus, Wasserpfeife und Schnupftabak verbundenen Risiken. Er ist online erhältlich und kann gratis bei Sucht Schweiz bestellt werden. Der Flyer richtet sich an 10-18 Jährige. (2014)

Wikipedia
Shisha: http://de.wikipedia.org/wiki/Shisha
Bong: http://de.wikipedia.org/wiki/Bong 

Merkblatt Wasserpfeife: Ein Merkblatt (pdf, 2S.) der Lunge Zürich. (2016)

Faktenblatt zur Wasserpfeife: Das Faktenblatt "Wasserpfeife - die süsse Versuchung" (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist online zugänglich. (12/2008)

Fact Sheet zu Snus & Snuff:Snus (auch als Mund- oder Lutschtabak bezeichnet) ist fein gemahlener Tabak, der zum Konsum unter die Ober- oder Unterlippe geschoben wird. Snus enthält wie alle Tabakprodukte Nikotin. Insgesamt gilt der Konsum von Snus als weniger gesundheitsgefährdend als das Rauchen von Zigaretten, da Atemwege und Lunge nicht zusätzlich von den giftigen Verbrennungsprodukten betroffen sind. Das Fact Sheet (pdf, 1S.) von Sucht Schweiz ist auf den Seiten des BAG erhältlich. (2007)

Wikipedia
Kautabak: http://de.wikipedia.org/wiki/Kautabak
Snus: http://de.wikipedia.org/wiki/Snus
Schnupftabak (Snuff): http://de.wikipedia.org/wiki/Schnupftabak

Diverses

Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ
www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/Rote_Reihe_Tabakpraevention_und_Tabakkontrolle.html

SuchtMagazin 3&4/2012 zum Thema "Tabak"
Inhalt: --> Zum Inhalt und zur Bestellmöglichkeit

- Tabakprävention: Schutzbestimmungen im Aufwind
- Tabakkonsum in der Schweiz: Entwicklung und Blick in die Zukunft
- Slalom der Tabak-Massnahmen und die vergessene Schadensminderung
- Rauchverbote und Herzgesundheit
- Fördern öffentliche Rauchverbote auch ein rauchfreies Zuhause?
- Rauchen in Filmen: Einfl uss auf europäische Jugendliche
- Die Rolle sozialer Netzwerke beim Rauchstopp
- Wirken, Wirkung, Wirklichkeit bei Massnahmen im Tabakbereich
-
Tabakinterventionen in Suchtfachstellen
- Förderung des Rauchstopps an Berufsfachschulen via SMS
- Schulische Tabakprävention in den Kantonen Bern und Zürich
- abenteuerinsel.ch – das Rauchstopp-Angebot für die ganze Familie
- Frei von Tabak – Tabakentwöhnung in der Arztpraxis
- Rauchen in Gefängnissen: von der Forschung zu Lösungsstrategien
- I-cut – gleichzeitige Rauchentwöhnung von Tabak und Cannabis
- Die Funktion des Rauchens – Essay zur Entdringlichung des Dringlichen

Der Artikel (pdf, 3S.) "Slalom der Tabak-Massnahmen und die vergessene Schadensminderung" von Robert Hämmig ist online erhältlich.

Der Einfluss von Selbstkontrolle auf den Rauchausstieg: Der Rauchausstieg ist oft mit Rückfällen verbunden. Wie ein Experiment gezeigt hat, erhöht sich die Rückfallgefahr, wenn die Selbstkontrolle zuvor erschöpft wurde. Allerdings könne die Fähigkeit zur Selbstkontrolle auch trainiert werden. Artikel auf drugcom.de (04/2017)

Grössere Distanz zum nächsten Tabakladen hilft: Wer aufhören möchte zu rauchen, sollte am besten aufs Land ziehen - weit weg vom nächsten Tabakladen und dem nächsten Zigarettenautomaten. Das legt zumindest eine Studie nahe, die mit Rauchern in Finnland durchgeführt wurde. Artikel auf Spiegel Online. (08/2016)

Gegen Bezahlung fällt das Aufhören leichter: Forscher der Universität Genf belohnten Raucher in Form von Gutscheinen dafür, dass sie auf die Glimmstängel verzichteten. Das Experiment erweist sich als erfolgsversprechend. Artikel auf 20 Minuten. (08/2016)

Rauchende mit Weitblick geben ihr Laster eher auf: Rauchende mit Zukunftsperspektive lassen mit höherer Wahrscheinlichkeit vom Glimmstängel ab: Wer grundsätzlich mit langfristigen Plänen in seine Zukunft blickt, hat offenbar eine bessere Motivation, von der Nikotinsucht loszukommen. Diese Annahme bestätigt eine britische Studie mit einer Analyse von Daten aus einer australischen Langzeiterhebung. Artikel auf Wissenschaft aktuell. (09/2012)