Das Memorandum in Gehirn&Geist vom November 2009
- Memorandum "Das optimierte Gehirn": Nicht nur psychisch Kranke nehmen Medikamente, die auf das Gehirn wirken - auch immer mehr Gesunde dürften in Zukunft zu pharmazeutischen Mitteln greifen, um ihre geistige Leistungsfähigkeit oder ihre Stimmung zu verbessern. Wie wollen wir den Herausforderungen des "Neuro-Enhancements" als Einzelne und als Gesellschaft begegnen? Ein Memorandum sieben führender Experten. Vollständige Fassung (pdf, 6S., 612Kb) des Artikels "Das optimierte Gehirn" aus Gehirn&Geist vom November 2009.
Bloggewitter Neuro-Enhancement - Das Memorandum: Auf dieser zum SciLogs gehörendem Blog sind rund 20 Beiträge zum Memorandum zu finden. Auf dem Blog ist unter anderem ein privater Beitrag von René Kostka von der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich zu finden.
http://www.scilogs.de/memorandum
- Medienberichte zum Memorandum:
Das Gehirn ist kein Muskel. Artikel auf FAZ.net. (01/2010)
Auf dem Weg zur Doping-Gesellschaft? Die Debatte über die Steigerung der kognitiven Leistung spaltet die Wissenschaftsgemeinde. Artikel auf NZZ Online (10/2009)
Im Rausch der Petersilie: Leistungsfähiger durch »Gehirndoping« – ein Memorandum deutscher Forscher findet daran nichts Verwerfliches. Artikel auf Zeit Online (10/2009)
Die Pille fürs Glück. Artikel auf FAZ.net (10/2009)
- In Gehrin&Geist sind weitere Artikel zum Thema Neuro-Enhancement erschienen, die teilweise auch online zugänglich sind.
Debatte im Kontext der in Nature erschienen Beiträge (2007 & 2008)
- Artikel in der Fachzeitschrift Nature
Professor's little helper: Das Thema Neuro-Enhancement erreichte grössere öffentliche Aufmerksamkeit durchen diesen Artikel von Barbara Sahakian und Sharon Morein-Zamir. Im Kommentar der beiden Neurowissenschaftlerinnen wird auf die Verwendung von Psychostimulanzien zu Enhancement-Zwecken im Wissenschaftsbereich aufmerksam gemacht. Der kostenpflichtige Artikel ist im Dezember 2007 erschienen (Vol. 450: 1157-1159). (12/2007)
look who's doping: Verbunden mit diesem Kommentar wurde im Januar 2008 auf den Internetseiten der Zeitschrift Nature ein Diskussionsforum eingerichtet und eine Online-Umfrage durchgeführt, bei der die LeserInnen der Fachzeitschrift über ihre Ansichten zu Neuro-Enhancement und insbesondere über einen möglichen eigenen Gebrauch von Substanzen wie Methylphenidat, Modafinil oder Beta-Blockern zu Enhancement-Zwecken befragt wurden. 1400 Menschen aus 60 Ländern beteiligten sich an der Umfrage. Das – natürlich nicht repräsentative – Ergebnis der Umfrage unter den Wissenschaftlern: Ein Fünftel nimmt eines der Medikamente aus nichtmedizinischen Gründen vornehmlich zur Konzentrations- und Aufmerksamkeitsverbesserung. 60 Prozent derjenigen, die an der Umfrage teilnahmen, waren unter 35 Jahre alt. Die Umfrageergebnisse (Vol. 452: 674-675) sind online zugänglich. (4/2008)
Towards responsible use of cognitive-enhancing drugs by the healthy: Inhaltlich ergänzt werden die beiden oben genannten Publikationen durch diesen im Dezember 2008 erschienenen Kommentar. Dieser von mehreren AutorInnen verfasste Text beschäftigt sich in sehr liberaler Grundhaltung mit dem Themenbereich des kognitiven Enhancements. Insbesondere spricht sich der Beitrag dafür aus, durch entsprechende Regelungen die Voraussetzungen für einen selbstbestimmten Umgang mit den Möglichkeiten kognitiven Enhancements innerhalb der Gesellschaft zu schaffen. Weiter wurde die von den AutorInnen in der Einleitung gemachte Aussage, darauf hin, dass die Einnahme von Psychostimulanzien wie Ritalin an amerikanischen Universitäten häufig sei. Nach einer aktuellen Umfrage würden scheinbar bis zu 25% der StudentInnen diese nehmen, wobei offen ist, ob es sich hier wirklich um «Neurodoping» handelt. Als Substanzen werden in dem Artikel speziell Psychostimulanzien vom Typ des Ritalin bzw. Methylphenidat sowie Modafinil besprochen. Der kostenpflichtige Kommentar von Greely et al. im Dezember 2008 erschienen (Vol. 456: 702-705). (12/2008).
- Reaktionen auf die erschienen Beiträge:
Experten fordern Regeln für den Smart-Drugs Menschenpark. Wie soll verantwortungsvoller Umgang mit den sogenannten "Cognitive Enhancern" aussehen? Artikel von Jörg Auf dem Hövel auf Telepolis (12/2008)
Eine Pille für die Eins: Mehr Konzentration, Erinnerungsvermögen, Wachsamkeit: Führende Hirnforscher haben die Debatte über Hirndoping neu entfacht. Sie fordern eine Freigabe der Mittel für alle. Artikel auf Zeit Online (12/2008)
Die Gedanken-Beschleuniger: Die Hoffnung auf schnelleres Denken verführt immer mehr Menschen dazu, Medikamente einzunehmen. Nun entdecken auch Forscher den Reiz des Neuro-Dopings. Bericht zu den Nature-Artikeln. Artikel auf sueddeutsche.de (12/2008)
Wissenschaftsdoping: In diesem Artikel von Stephan Schleim kommt der Autor zu Schluss, dass die Ergebnisse der Online-Befragung zwar vorläufig und teilweise schwer zu interpretieren, deshalb aber nicht uninteressant sind. (4/2008)
Weitere Artikel aus den Medien
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Pillen für Karriereköpfe: Heute schon sind leistungssteigernde Psychopharmaka weit verbreitet. Dabei ist über deren Wirkung und Nebenwirkung nur sehr wenig bekannt. Artikel in der Tageszeitung taz. (04/2010)
- "Da macht unser Gehirn nicht mit": Eine neue Studie zeigt: Auch deutsche SchülerInnen und StudentInnen sind zum Hirndoping bereit. Ein Gespräch mit dem Psychiater Klaus Lieb. Artikel auf Zeit Online (02/2010)
- Wie Manager ihr Hirn dopen: Morgens Ritalin und Modafinil, abends Valium und Noctamid: Viele Manager greifen zu Tabletten, um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Ärzte warnen vor gravierenden Folgen - denn die Zahl der Dopingfälle im Büro nimmt zu. Artikel auf Spiegel Online. (02/2010)
- Ritas kleine Helfer: Um noch wacher und schneller im Kopf zu werden, schlucken immer mehr Gesunde umstrittene Psychopillen. Neue Medikamente versprechen Höhenflüge für Gedächtnis, Lernen und Konzentration. Artikel auf SpiegelOnline. (11/2009)
- Die Leistungsgesellschaft als Leistungssport: Über Hirn-Doping, eine angepasste Ethik und das geblähte Ego. Artikel auf NZZ Online (10/2009)
- Hirndoping - Ein Spiel mit dem Feuer: Die Finanzbranche ist prädestiniert für Hirndoping: Reisetätigkeit und Leistungsdruck sind besonders ausgeprägt. Die Schweizer Banken zeigen sich aber unsensibilisiert, obschon der Medikamentenmissbrauch gravierende Folgen haben kann. Artikel im Monatsmagazin Schweizer Bank (10/2009)
- Die Pille fürs Glück. Artikel auf FAZ.net (10/2009)
- 10 Milligramm Arbeitswut. Ritalin ist die Modepille der Leistungsgesellschaft. Welche Wirkungen entstehen können, zeigt ein Selbstversuch. Artikel in Das Magazin (33/2009). (08/2009)
- Mit Moraldoping zum besseren Menschen: Mit Wachmachern, Klugheitspillen und immer neuen, besseren Substanzen beeinflussen wir unseren Geist. Das Hirndoping für mehr Leistung ist ethisch zweifelhaft, findet der Philosoph Thomas Metzinger, fragt aber: Wie wäre es eigentlich, wenn es eines Tages Medikamente für mehr Anstand und Moral gäbe? Artikel auf Spiegel Online. (06/2009)
- Pille rein und durchlernen: Der Absatz von Mitteln wie Ritalin steigt auch deshalb so markant, weil immer mehr Gesunde damit ihr Gehirn dopen. Eine Studentin erzählt. Artikel im Schweizerischen Beobachter vom (04/2009)
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Ist Hirndoping gut für uns?: Viele Menschen dopen sich am Arbeitsplatz mit Psychopillen. Sollte man sie gewähren lassen? Philip Campbell und Thomas Metzinger streiten über das Für und Wider. Artikel auf Zeit Online (04/2009)
- Ich bin ein Zombie, und ich lerne wie eine Maschine: Ritalin macht leistungsfähig. Experten sagen, das Medikament sei eine Gefahr für die Gesundheit und unser Bildungssystem. Ein Selbstversuch. Artikel auf Zeit Online (4/2009)
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Stoff fürs Hirn. Artikel auf FAZ.net (12/2008)
- Mit Ritalin durch die Prüfung. Artikel auf FAZ.net (11/2008)
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''Jeder sollte mit Pillen seine Intelligenz steigern dürfen'': Studenten trinken längst nicht mehr nur Kaffee: Sie putschen sich mit Lernpillen auf. Trendforscher Sven Gábor Jánszky über Gehirndoping. Artikel auf sueddeutsche.de (07/2008)
- Tour de France im Klassenzimmer?
Immer mehr Schüler und Studenten in den USA und Europa nehmen Medikamente ein, um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Doch auch ausserhalb von Schulen und Universitäten greift das sogenannte Hirn-Doping um sich und wirft ethische Fragen auf, die zu anhaltenden öffentlichen Diskussionen führen dürften. Artikel auf NZZ Online. (01/2008)
- Der Riss im Selbstmodell: Der Mensch hat keine Seele – er hat nicht einmal ein substanzielles Selbst, sagt der Philosoph Thomas Metzinger. Ein Gespräch über die aktuelle Neuroforschung. Artikel auf Zeit Online (8/2007)
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