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Neuro-Enhancer

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  • Publikationen
  • Blogs, Newsletter und Themenseiten

SuchtMagazin Nr.3/2010
Sucht im Alter


Inhalt:
  • Neuro-Enhancement – Ein Überblick
  • «Smart Drugs» vor dem gesellschaftlichen Durchbruch?
  • Enhancement: jenseits von rechtlichen Bestimmungen
  • Neurophysiologie des Neuro-Enhancements: Möglichkeiten und Grenzen
  • Pharmakologie und Suchtpotential von Neuro-Enhancern
  • Doping am Arbeitsplatz
  • Pillen für den besseren Menschen: Versprechen und subjektive Wirkung
  • Neuro-Enhancement aus suchtmedizinischer Sicht
  • «Ritalin liess mich funktionieren»
  • Risiken und Nebenwirkungen der Enhancement-Debatte

Der Artikel (pdf, 8S., 460Kb) "Neurophysiologie des Neuro-Enhancements: Möglichkeiten und Grenzen" von Boris B. Quednow ist online erhältlich

Das Heft kann für 15 CHF/10 Euro unter abo@suchtmagazin.ch bestellt werden. Infos: www.suchtmagazin.ch; SuchtMagazin auf Facebook

Rechtliche Bestimmungen

  • Rechtliche Aspekte von Neuro-Enhancern
    Vgl. dazu den Artikel von Anner in der aktuellen Ausgabe des SuchtMagazin.

    Lebens- oder Heilmittel?: Ob Neuro-Enhancer als Lebens- oder Heilmittel klassifiziert sind ist ein zentraler Aspekt, da für die Zulassung von Lebensmittel und Arzneimittel andere Bestimmungen gelten. Eine explizite Zuordnung, welche Enhancer unter welches Recht fallen, existiert nicht. Die Unterscheidung kann mitunter schwer fallen, da man einerseits zwischen Produkten differenziert, die durch ihre historische Verwendung seit jeher dem Lebensmittelgesetz (LMG) zugehörig sind, und solchen, die eigentlich für Krankheiten entwickelt wurden, deren Wirksamkeit aber auch bei gesunden Menschen nachgewiesen wurde und die somit unter das Heilmittelgesetz (HMG) fallen. Andererseits stellt sich auch bei pflanzlichen Stoffen, die ja zur Steigerung des Wohlbefindens zunehmend in so genannten funktionalen Nahrungs- und Ergänzungsmitteln eingesetzt werden, jeweils die Frage, ob sie eher dem einen oder dem anderen Recht angehören, da heute viele pflanzliche Stoffe sowohl für Arzneimittel als auch für Lebensmittel einsetzbar sind. Deswegen hat das Schweizerische Bundesgericht in einem Urteil aus dem Jahr 2000 [BGE 2A.565/2000 E. 4 b) cc)] Kriterien zur Abgrenzung von Lebensmitteln und Heilmitteln vorgegeben. Je mehr der Ernährungszweck zum «Aufbau und Unterhalt» des Körpers im Vordergrund steht, desto eher wird ein Produkt dem Lebensmittelrecht zugerechnet und untersteht dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Entfaltet der pflanzliche Stoff aber Heilwirkungen oder wird er vorwiegend als Heilmittel angepriesen, fällt das Produkt eher in den Zuständigkeitsbereich der Swissmedic. Aus diesem Grund haben das BAG und die Swissmedic eine Liste erstellt, die regelmässig aktualisiert wird und die pflanzlichen Wirkstoffe kategorisiert.

    Humanforschungsgesetz: Der am 7. März 2010 durch Volk und Stände angenommene Verfassungsartikel und das darauf basierende, noch nicht in Kraft getretene Humanforschungsgesetz geben wenig Auskunft darüber, wie mit der Forschung an Enhancern rechtlich umgegangen werden soll. BAG-Seite zum Humanforschungsgesetz.

Publikationen

  • Artikel in Gehirn&Geist (Memorandum) und in der Fachzeitschrift Nature sind unter "Der Diskurs in den Medien" zu finden.

  • Doping im Alltag - Grundlagenpapier von Sucht Schweiz: Sucht Schweiz beleuchtet Folgen und Risiken potenziell leistungssteigernder Substanzen bei gesunden Menschen und skizziert deren gesellschaftliche Rolle.  Die vielfach erhoffte Wirkung dieser Mittel ist meist nicht belegt, Fragen zur Sicherheit bleiben offen. Dazu stellen sich soziale und ethische Fragen. Das Grundlagenpapier (pdf, 10S., 240Kb) bietet eine Auslegeordnung zu einer in Fachwelt und Medien geführten Diskussion. (03/2012)

  • Hirndoping unter Studierenden seltener als angenommen: Medienberichte vermitteln teilweise den Eindruck, als wenn das Hirndoping stark auf dem Vormarsch sei. Berufstätige und Studierende würden immer häufiger zu verschreibungspflichtigen Mitteln greifen. Eine repräsentative Untersuchung (pdf, 118S., 1.8Mb) des HIS Hochschul-Informations-System in Deutschland liefert konkrete Zahlen. Demnach betreiben etwa 5 Prozent der Studierenden gelegentlich Hirndoping. Medienmitteilung des HIS, Artikel auf drugom.de (03/2012)

  • Wie verbreitet ist Hirndoping unter Studierenden? Seit einigen Jahren häufen sich Medienberichte, wonach immer mehr Studierende zu Pillen greifen, um ihre Leistung zu steigern oder um Leistungsdruck und Prüfungsstress besser standhalten zu können. Belastbare Daten über die Verbreitung von und die Motivation für Hirndoping unter Studierenden lagen bislang für Deutschland jedoch nicht vor. Entsprechende Berichte beruhten daher in der Regel auf Fallbeispielen oder Beobachtungen von Lehrenden. Eine Untersuchung des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) liefert nun repräsentative Erkenntnisse. (01/2012)

  • Kongress "Doping im Alltag": Der Nationale Kongress „Doping im Alltag – (Neben-)Wirkung unserer Leistungsgesellschaft“ fand am 8. November 2011 in Bern statt. Anlässlich dieses Kongresses sind diverse Radiointerviews erschienen. Weitere Infos auf den Seiten von Sucht Schweiz

  • Unkritischer Medienhype um "Hirndoping": „Hirndoping mit Pillen wird zum Massenphänomen“, lautete die Überschrift eines Artikels in einem Online-Magazin. Doch ist das wirklich so? Ein australisches Forschungsteam hat die Medienberichterstattung zum Thema „Hirndoping“ analysiert. In ihrem Fachartikel kritisiert das Team die teils undifferenzierte und einseitige Darstellung der vermeintlichen Wundermittel. Artikel auf drugcom.de (11/2011)

  • Hirndoping - Lifestyle oder Suchtgefahr?: Erfolgs- und Leistungsdruck fördern riskante Lebensweisen. Gesunde Jugendliche wie Erwachsene versuchen den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Sie versuchen die Leistungsfähigkeit des Gehirns, aber auch emotionale und soziale Kompetenz zu steigern. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) rät zu Alternativen und fordert gesundheitspolitisch eine ergebnisorientierte Verhältnisprävention. Anlässlich ihres 19. Wissenschaftlichen Symposiums stellte die DHS ihr Positionspapier „Hirndoping" vor. (06/2011)

  • Neuro-Enhancement und Suchtprävention: Immer mehr gesunde Menschen nehmen Medikamente ein, die eigentlich für spezifische Krankheitsbilder auf den Markt kamen. Sie wollen damit eine Verbesserung ihrer kognitiven und emotionalen Funktionen bewirken. Am weitesten verbreitet ist Ritalin. Die gesellschaftliche Diskussion um das Thema Neuro-Enhancement steht noch am Anfang. Der vorliegende Bericht (pdf, 32S., 1.2Mb) der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich entspricht einer ersten Auslegeordnung für die Suchtprävention. (06/2011)

  • Human Enhancement beschleunigt die Leistungsgesellschaft: Der Konsum von Human Enhancement-Produkten steigt; damit auch das Unbehagen. Medikamente werden zunehmend bei Gesunden eingesetzt, um die kognitive, emotionale und sexuelle Leistung zu verbessern. Diese Studie zeigt auf, welche Substanzen heute schon verwendet werden und wie es um den Nutzen im Alltag steht. Ferner analysiert sie, welche Risiken damit verbunden sind und wirft einen Blick auf künftige Entwicklungen. Medienmitteilung von TA-Swiss, inkl. Kurzzusammenfassung der Studie und Empfehlungen. (05/2011)

  • "Hirndoping" mit Stimulanzien, ist das überhaupt möglich? Editorial von Meinrad Ryffel im Newsletter ADHS Aktuell vom März 2010 (Ausgabe 25).

  • Taurin, Energy-Drinks, Energy Shots: Energy-Drinks sind seit 1995 auf dem Schweizer Markt erhältlich und erfreuen sich grosser Beliebtheit. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene konsumieren Energy-Drinks als Kaffee-Ersatz, vor dem Sport oder am Abend zum Feiern. Auch bei Athleten sind Energy-Drinks sehr populär. Das Faktenblatt (pdf, 7S., 123Kb) ist auf antidoping.ch erhältlich.

  • Lernen ist das beste Hirndoping: Der Kognitionswissenschaftler Ralph Schumacher hat für den Deutschen Bundestag Studien zu lernstimulierenden Medikamenten für Gesunde, so genannte Neuro-Enhancer, unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Die Wirkungen sind nicht belegt. Intelligent organisiertes Wissen und effizientes Lernen bringen weitaus mehr. Artikel auf ETH Life vom November 2009. Der Bericht (pdf, 104S., 1Mb) für den Deutschen Bundestag von 2008 ist online erhältlich.

  • DAK-Gesundheitsreport 2009 - Doping am Arbeitsplatz: In Deutschland helfen etwa 540’000 Berufstätige in der Altersgruppe der 20- bis 50-Jährigen gezielt mit aufputschenden, konzentrationssteigernden oder beruhigenden Arzneien nach, um Aufmerksamkeit, Ausdauer und Stressresistenz am Arbeitsplatz zu steigern. Dies zeigt der Gesundheitsreport 2009 (pdf, 146S., 1.8Mb) der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK). Seite der DAK zum Thema "Der Job Infarkt" und Gebrauch von Neuro-Enhancer. (02/2009)

  • Antidepressants for neuroenhancement in healthy individuals - a systematic review: Artikel (pdf, 36S., 300Kb) von Repantis/Schlattmann/Laisney/Heuser, erschienen in Poiesis und Praxis 6/2009

  • Vom Doping zum Enhancement – und zurück. Artikel (pdf, 17S., 190Kb) von Christoph Binkelmann. (2009)

  • Enhancement-Medizin: Das Bulletin der Schweizerischen Gesellschaft für Biomedizinische Ethik SGBE vom März 2008 (Nr. 56) ist zu diesem Thema erschienen und online (pdf, 32S., 800Kb) erhältlich.

  • Intervening in the Brain Changing Psyche and Society: Publikation (pdf, 63S., 680Kb) der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen

  • Warum nicht sein Gehirn mit Medikamenten und Drogen aufputschen? Fünf Gründe gegen Psycho-Enhancement. Teil 1 und Teil 2 des Artikels von Stephan Schleim, erschienen auf Telepolis. (07/2008)

  • Gehirn-Doping: Augen geradeaus. Wie die Pharmafirma Cephalon die vermeintliche Gehirndoping-Substanz Modafinil im psychoaktiven Markt etabliert. Im Jahre 1992 wunderte sich Frank Baldino. Die eigentlich nachtaktiven Mäuse in dem Versuchslabor der Pariser Firma Lafon blieben den ganzen Tag wach. Die Tiere standen unter dem Einfluss einer neu entwickelten Substanz, die gegen Depressionen helfen sollte. Die chemisch korrekte Bezeichnung für den Wachmacher lautete kryptisch 2-Diphenylmethyl-Sulfinyl-Acetamid, kurz "Modafinil" genannt. Artikel von Jörg Auf dem Hövel, erschienen in Telepolis. (10/2007)

  • Enhancement-Medizin: Dies das Thema des Bulletins 3/2006 (pdf, 8S., 422Kb) der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) 

Blogs, Newsletter und Themenseiten

  • Newsletter der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen. Der Newsletter erscheint 8-10 Mal jährlich. Die meisten Ausgaben erscheinen auf Englisch. Diverse Newsletter zum Thema sind bereits erschienen und online erhältlich.

  • SciLogs: Die SciLogs sind eine Familie von Wissenschaftsblogs. Sie vereinen die Stärken wissenschaftlicher Kultur und des Mediums Blog. Das Anliegen ist der interdisziplinäre Dialog über Wissenschaft in all ihren Fassetten: Forschung, Anwendung, Politik, Ethik, Werte. Die Blogger sind ForscherInnen, TheoretikerInnen, PraktikerInnen und JournalistInnen. Die SciLogs sind ein Angebot des Verlags Spektrum der Wissenschaft in Heidelberg. Die einzelnen Beiträge können von allen Lesern kommentiert und somit diskutiert werden. Die SciLogs bestehen den vier Blogportalen Wissenslogs, Brainlogs, Kosmologs und Chronologs.

    Bloggewitter Neuro-Enhancement - Das Memorandum: Auf dieser zum SciLogs gehörendem Blog sind rund 20 Beiträge zum Memorandum "Neuro-Enhancement" zu finden, das in Gehirn&Geist 11/2009 publiziert wurde.
    http://www.scilogs.de/memorandum

    Brainlogs: Brainlogs bildet eine Community zu psychologischen und neurowissenschaftlichen Themen in der deutschsprachigen Blogosphäre. Der Brainlog Menschenbilder von Stephan Schleim beschäftigt sich Schwerpunktmässig u.a. zum Thema Neuro-Enhancement.

  • Neuro & Normen - Neurowissenschaften, Ethik & Recht: Ein Blog von Christoph Bublitz über ethische und rechtliche Fragen, die durch die Neuro- und Biowissenschaften aufgeworfen werden. http://www.neurone-normen.de

  • Gehirndoping - Cognitive Enhancement - Neuroenhancement: Auf dieser Seite stellt Stephan Schleim diverse eigene Texte und Interviews zum Thema zur Verfügung. Weitere Infos zu Neuro-Enhancement sind auch auf der Privatseite von Schleim zu finden
    http://www.cognitive-enhancement.info

 

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