Aktuell

Die Therapie mit Psychedelika kehrt zurück

In den 1990er Jahren erlebte sie dann ein zaghaftes Comeback. Die Erfahrungen der ersten Stunde genügen den heutigen wissenschaftlichen Standards nicht und gelten daher als wenig verlässlich. In den vergangenen Jahren haben nun mehrere Forschergruppen versucht, diese Beobachtungen mit den Methoden der evidenzbasierten Medizin zu verifizieren. Denn der Bedarf an Therapien, mit denen sich die Ängste und die Niedergeschlagenheit der Betroffenen lindern lassen, ist gross. Artikel der NZZ.

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste»

Der Kinohit «Platzspitzbaby» rückt Kinder von suchtkranken Eltern in den Fokus. Auch die 34-jährige Jasmin ist bei drogensüchtigen Eltern aufgewachsen. Nun will sie das erste Mal über ihr Leben erzählen. Beitrag und Video auf Watson.

«Der Staat soll alle Drogen regulieren»

Die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe war ein entscheidender Faktor, dass die Schliessung der offenen Drogenszene am Letten 1995 klappte. Thilo Beck begann zwei Jahre nach der Schliessung im Zentrum für Suchtmedizin, Arud, zu arbeiten. Warum braucht es die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe auch heute noch? Wie hat sich der Drogenkonsum geändert und wo steht heute die Drogenpolitik? Ein Gespräch mit Thilo Beck auf SRF Regionaljournal Zürich Schaffhausen.

25 Jahre Lettenschliessung

Kein Drogensüchtiger weit und breit, nur Medienleute aus der ganzen Welt und ein paar Schaulustige trafen sich um Mitternacht am Ufer der Limmat. Die Räumung des Letten war eigentlich keine Räumung, denn die Drogenkranken hatten sich längst verzogen, als die Stadt Zürich der offenen Drogenszene am 14. Februar 1995 ein Ende setzte. Artikel auf SRF, Beitrag in der SRF Tagesschau.

Tabakpolitik: EU-Kommission fordert umfassenden Ansatz

Die derzeitigen Vorschriften zur Tabakbesteuerung funktionieren zwar gut hinsichtlich Vorhersehbarkeit und Stabilität der Steuereinnahmen der Mitgliedstaaten, verhindern den hohen Tabakkonsum in der EU aber nicht mehr ausreichend. Notwendig ist ein umfassenderer Ansatz, der alle Aspekte der Tabakkontrolle einschliesslich der öffentlichen Gesundheit, der Besteuerung, der Bekämpfung des illegalen Handels und der Umweltbelange berücksichtigt. Dies geht aus der Bewertung der EU-Vorschriften zur Besteuerung von Tabakwaren hervor. Medienmitteilung der EU Kommission.

Cannabiskonsum: Rekreative oder medizinische Beweggründe?

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit hat das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) eine Studie durchgeführt, die zum Ziel hatte, Personen, die Cannabis aus gesundheitlichen/medizinischen oder rekreativen Gründen einnehmen, zu befragen. Die Resultate zeigen: Cannabisprodukte führen für über 96% der Befragten zu einer grundsätzlichen bis extremen Verbesserung der Symptome. Für viele Befragte ist die Einnahme aber mit grossen Sorgen bezüglich Verkehrssanktionen, Verurteilungen mit Geld und Gefängnisstrafen verbunden. Schlussbericht (pdf, 92S.) und Faktenblatt (pdf, 2S.) zur Studie.

Drogenbedingte Krankenhausnotfälle

Dieser Bericht stellt die neuesten Erkenntnisse über drogenbedingte Krankenhausnotfälle. Aus den Daten geht hervor, dass zu den Substanzen, die am häufigsten bei Behandlungen von Drogentoxizität verwendet werden, Heroin, Kokain und Cannabis gehören. Der Bericht beleuchtet zudem weitere Aspekte drogenbezogener Notfälle, wie klinische Merkmale, geografische Unterschiede und demografische Kennzahlen. Eine Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Musterkonzept «Genuss, Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren»

Wie gelingt die Früherkennung und die Betreuung von Suchtbetroffenen im Pflegealltag? Dieses Musterkonzept (pdf, 28S.) zeigt praktische Herangehensweisen auf und dient Institutionen und Mitarbeitenden aus dem Pflegebereich als Grundlage für die Entwicklung eigener Lösungen. Es wurde vom Fachverband Sucht in Zusammenarbeit mit Infodrog, dem Gustav Benz Haus sowie weiteren Expertinnen und Experten aus der Alterspflege und der Suchthilfe entwickelt.

Trinkerkinder – Der lange Schatten alkoholkranker Eltern

«Trinkerkinder» konfrontiert das Publikum mit dem Schicksal der schwächsten Betroffenen der Volkskrankheit Nummer 1: Kinder von alkoholkranken Eltern. Was bedeutet es für ein Kind, mit solchen Eltern aufzuwachsen? Und wie stehen die Chancen, dem Teufelskreis von Sucht und Abhängigkeit zu entkommen? Ein DOK auf SRF, Artikel zum Film auf SRF.

Hepatitis-C-Behandlungen in der hausärztlichen Praxis

Die Folgen einer Hepatitis-C-Infektion sind zahlreich und gehen weit über Lebererkrankungen hinaus. Daher sollen Betroffene aktiv gesucht und behandelt werden. Das HepCare-Projekt von Hepatitis Schweiz unterstützt die Hausärztinnen und Hausärzte dabei, die einfachen und hocheffizienten neuen Hepatitis-C-Therapien in ihrer Praxis selbst durchzuführen. Artikel im Primary and Hospital Care.

 

 

Tagungen in der Schweiz

Sucht 2020

10. März 2020, Bern
Sozialkonferenz der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern

«Suchtprobleme im Alter»

19. März 2020, Pfäffers
Symposium Alterspsychiatrie der Klinik St. Pirminsberg in Pfäfers.

Chronisch krank in der digitalen Welt

25. März 2020, Aarau
Gemeinsame Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheitspsychologie (SGGPsy), chronischkrank.ch und Careum Weiterbildung.

8. Nikotintagung - Vergangenheit und Zukunft

2. April 2020, Barmelweid
Fachtagung für Mitarbeitende aus Gesundheitsinstitutionen sowie Organisationen der Tabakprävention. Eine Tagung der Klinik Barmelweid.

Jugend und Glücksspiel

Welche Präventionsstrategien gibt es?
23. April 2020, Bellinzona
Eine Veranstaltung von Gruppo Azzarda Ticino Prevenzione und RADIX Italiana. Programm (pdf) auf Deutsch.

Suchtbetroffene in den Medien - echte Empathie oder unnötiger Voyeurismus?

30. April 2020, Zürich
Ein Soirée des Fachverbands Sucht

Peersymposium 2020

9. Mai 2020, Basel
Ein Symposium für Fachpersonen und Peers, die sich mit Substanzkonsum im Nachtleben und Freizeitsetting beschäftigen. Gemeinsame Veranstaltung von Infodrog, SubsDance (Peerverein in Basel) und Safer Dance Basel organisiert

Abhängigkeitserkrankungen im Alter

Für Pflegefachpersonen HF, Fachpersonen Langzeitpflege/-betreuung FA, FaGe sowie Verantwortliche Aktivierung
10. Juni 2020, Bern
Ein Weiterbildungsangebot von Curaviva Bern und dem ISGF

4. Nationale Tagung Gesundheit & Armut

Verzicht und Entbehrung: Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen
18. Juni 2020, Bern
Veranstalterin ist die Berner Fachhochschule.

Abhängigkeitserkrankungen im Alter

Für Pflegefachpersonen HF, Fachpersonen Langzeitpflege/-betreuung FA, FaGe sowie Verantwortliche Aktivierung
21. Oktober 2020, Bern
Ein Weiterbildungsangebot von Curaviva Bern und dem ISGF

Forum für Suchtfragen 2020

19. November 2020, Basel
Forum der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartementes des Kantons-Basel-Stadt.
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