Aktuell

Neuer Bericht: Sexualverhalten Jugendlicher

Der neueste Forschungsbericht ‘Comportements sexuels chez les élèves de 14 et 15 ans en Suisse - Résultats de l’enquête (HBSC) 2018’ ist online verfügbar. Er zeigt beispielsweise dass 2018 13.0% der 14- und 15-Jährigen angegeben, mindestens einmal im Leben Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Die Jungen (17.1%) sind in diesem Fall ungefähr zweimal so häufig vertreten als die Mädchen (8.9%) und die 15-Jährigen (16.5%) sind deutlich häufiger vertreten als die 14- Jährigen (9.1%). Der Bericht (pdf, 54S., Französisch, Zusammenfassung auf Deutsch) von Sucht Schweiz sowie ein Artikel dazu auf Deutsch auf www.hbsc.ch. 

Medikamentenmissbrauch und Mischkonsum unter Jugendlichen

Diverse Medienbeiträge im letzten Jahr liessen aufhorchen: Nachdem mehrere Jugendliche in der Schweiz an einem «Medikamenten-Cocktail» starben, richtet sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf Medikamentenmissbrauch und Mischkonsum bei Minderjährigen. Auch Sucht-Fachpersonen stellen sich diverse Fragen: Wie gelangen Jugendliche an die Medikamente? Welche Rolle spielen Hip-Hop und Rap? Und wie gelingt die Aufklärung junger Menschen? Als erste Hilfestellung hat der Fachverband Sucht bestehende Factsheets und Medienbeiträge der letzten Monate aufgelistet: Webseite mit der Auflistung.

Wirkungen der Drug-Checking-Angebote in der Schweiz

Dank sogenannten «Drug Checkings» können Konsumierende ihre Substanzen direkt an Veranstaltungen oder in Beratungsstellen untersuchen lassen – freiwillig und anonym. Eine neue Studie zeigt: Die Angebote sensibilisieren für Risiken und sicheren Konsum, die Mehrzahl der Angebot-Nutzerinnen und Nutzer konsumiert weniger riskant. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Rolle der Drug Checkings im Monitoring der illegalen Substanzen auf dem Markt ausgebaut und gefestigt werden sollte. Medienmitteilung und Faktenblatt vom Bundesamt für Gesundheit. Studie von INTERFACE und der FHNW.

Belastete Familien - Aktionswoche und neue Webseite

Vom 8.-14. März 2021 findet die Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern statt. Auch dieses Jahr gibt es verschiedene Veranstaltungen und Aktionen in Zürich, Bern und Biel. Die Aktivitäten sind öffentlich zugänglich, kostenlos und finden online statt: Flyer Veranstaltungen organsiert von Berner Netzwerk KartensetLink zur Ausstellung organsiert von Bieler Netzwerk sowie Flyer Veranstaltungen organsiert von Zürcher Netzwerk. Da sich der Fokus von suchtbelasteten Familien immer mehr auf psychisch und sonst belastete Familien erweitert hat, bietet die Schweizerische Stiftung für Suchthilfe (aebi-hus) mit BelasteteFamilien.ch neu eine eigene Webseite zum Thema.

Neuer Bericht der WHO verdeutlicht Dringlichkeit der Bekämpfung des Tabakkonsums von Frauen

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat einen neuen Bericht über Frauen und die Tabakepidemie veröffentlicht. Aus diesem Bericht, der den Titel „Aus der Geschlechterperspektive: Frauen und Tabakkonsum in der Europäischen Region der WHO“ trägt, geht hervor, dass der Tabakkonsum bei Frauen zwar insgesamt rückläufig ist, jedoch deutlich langsamer als bei Männern, und in einigen Ländern sogar weiter zunimmt. Der Kurzartikel dazu auf Deutsch und der Bericht (pdf, 36S.) auf Englisch.

Langfristige Konsumtrends in der Schweiz

Neues Themenheft zu der Entwicklung des Konsums von Tabak, Alkohol und illegalen Drogen über 25 Jahre (1992-2016): Das Heft zeigt beispielsweise, dass der Anteil an Rauchenden in der Gesamtbevölkerung seit 1997 stark abgenommen hat. Damals rauchte rund ein Drittel der Bevölkerung, heute ist es noch etwas weniger als ein Viertel. Diese Entwicklung findet sich erfreulicherweise in fast allen Altersgruppen – also auch bei den Jugendlichen – sowie bei beiden Geschlechtern. Das Themenheft (pdf, 11S.) vom Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Helfen Alexa, Siri & Co. bei Suchtproblemen?

Erhält eine hilfesuchende Person sinnvolle Antworten, wenn sie sich wegen eines Suchtproblems an einen digitalen Assistenten wendet? Ein US-Forschungsteam hat dies getestet. Sie kommen zum Schluss, dass die digitalen Assistenten auf Anfragen dieser Art aber nicht vorbereitet sind, was nach Einschätzung des Forschungsteams an der kommerziellen Ausrichtung der Software liegt. Ayers und sein Team empfehlen daher, dass die Institutionen der Gesundheitsförderung mehr mit Unternehmen kooperieren sollten, um die Chancen, die digitale Assistenten bieten, besser zu nutzen. Der Artikel auf www.drugcon.de und die Studie sind online verfügbar.

Wie geht es der Schweizer Bevölkerung?

Die Gesundheits-Taschenstatistik 2020 gibt einen zusammenfassenden Überblick über die verfügbaren Statistikdaten im Gesundheitsbereich. Die Publikation umfasst folgende vier Hauptbereiche: 1. Die Gesundheitsdeterminanten, insbesondere die sozialen Verhältnisse und das gesundheitsrelevante Verhalten (darunter bspw. das Rauchen oder der Alkoholkonsum). 2. Die verschiedenen Dimensionen des Gesundheitszustands der Bevölkerung. 3. Das Gesundheitswesen sowie die Inanspruchnahme der diversen angebotenen Versorgungsleistungen. 4. Die Kosten und die Finanzierung des gesamten Gesundheitswesens. Die Taschenstatistik (pdf, 44S.) des Bundesamtes für Statistik ist online verfügbar.

Alkohol und die Covid-19-Pandemie

Ein neuer Bericht "Alcohol and the coronavirus pandemic: individual, societal and policy perspectives" von einer Gruppe von Forschern widmet sich dem Thema Alkoholkonsum und COVID-19. Konkret fasst er die neuesten Erkenntnisse für die multiplen und komplexen Beziehungen zwischen dem Alkohol und Covid-19 zusammen.  Der Bericht (Englisch, pdf, 48S.) ist online verfügbar. 

Factsheet: E-Zigaretten zum Konsum von Cannabis

Im Handel erhältliche sowie speziell hergestellte oder umgebaute E-Zigaretten-Modelle können und werden als eine neue Methode verwendet, um Cannabis (Marihuana, Haschisch) zu konsumieren. In der veröffentlichten statistischen Analyse zeigte sich, dass die Mehrheit der Befragten in Deutschland, die angaben, jemals Cannabis über eine E-Zigarette konsumiert zu haben, auch aktuell Tabak rauchten. Factsheet der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) ist online verfügbar.







Tagungen in der Schweiz

Stets Online. Und erreichbar?!

9. März 2021, online
Digitalisierte Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen ausserhalb der Schule. 3. Kantonale Austauschtreffen Deutschschweiz (KAD), organisiert vom Fachverband Sucht. (Neuer Termin)

Einführung in die Motivierende Gesprächsführung

20. März 2021, Wil
Anmeldung und Information zum Seminar für ÄrztInnen und ApothekerInnen, die mit dem Thema Suchtmedizin konfrontiert sind. Organisiert von FOSUMOS.

Resultate und Erkenntnisse aus dem Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ) 2020 – Fokus Kokain

6. April 2021, online
Information und Anmeldung der Fachtagung vom Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ).

Peer-Arbeit in der Suchthilfe und -prävention

31. Mai 2021, Zürich
Ein Mitgliederanlass des Fachverbands Sucht

Kinder von suchtkranken Eltern

8. Juni 2021, Bern
Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform von Sucht Schweiz.

2. Münsterlinger Suchttagung

11. Juni 2021, Münsterlingen (Neuer Termin)
Thema der Veranstaltung ist Motivation - Ziel oder Voraussetzung? Die Tagung wird von den Psychiatrischen Dienste Thurgau organisiert.

Suchtbetroffene in den Medien - echte Empathie oder unnötiger Voyeurismus?

01. Juli 2021, Zürich
Ein Soirée des Fachverbands Sucht

Update Sucht Interdisziplinär 2021

2. September 2021, St. Gallen
Ausschreibung und Anmeldung folgen im März 2021. SAVE THE DATE

Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

Stakeholderkonferenz Sucht  & Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz «Kinder und Jugendliche stärken!»
16. September 2021, Bern (neuer Termin!)

Forum für Suchtfragen 2021

4. November 2021, Basel (Neuer Termin)
Forum der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartementes des Kantons-Basel-Stadt.
Save the date

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention 2021

4. November 2021
Safe the Date

Soziale Arbeit und Sucht: Eine Fachtagung im Dialog von Praxis und Wissenschaft

23. März 2022, Olten
Die Tagung bildet den Beginn eines partizipativen Prozesses, an dem Interessierte in der Folge Empfehlungen und fachliche Standards für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention erarbeiten. Ein Kooperationsprojekt des Instituts Soziale Arbeit und Gesundheit der FHNW, des Fachverbands Sucht, AvenirSocial und SAGES. Kontakt: Irene Abderhalden, irene.abderhalden@fhnw.ch und Marcel Krebs, marcel.krebs@fhnw.ch (Vorankündigung)