Aktuell

Studie: Alkohol und Tabak in Netflix und Amazon Prime

In Anbetracht der Tatsache, dass die Exposition gegenüber Tabak- und Alkoholinhalten in audiovisuellen Medien ein Risikofaktor für das Rauchen und den Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist und solche Inhalte in Filmen und Fernsehsendungen reichlich vorhanden sind, war das Ziel der Studie die Durchführung einer Inhaltsanalyse von Video-on-Demand- (VOD) Diensten. Die ForscherInnen analysierten 50 Episoden aus den fünf am höchsten bewerteten Serien sowohl auf Netflix als auch auf Amazon Prime im Jahr 2016. Sie fanden heraus, dass Tabak in 353 (13 %) von 37 (745) Episoden vorkommt. Alkoholische Inhalte erschienen in 363 (13 %) Intervallen in 47 (94 %) Episoden. Artikel (Englisch) auf www.eucam.info, Studie (pdf, 5S., Englisch) auf www.bmjopen.bmj.com.

Raucherentwöhnung ist mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden

Ein in der Cochrane Library veröffentlichter systematischer Review zeigt, dass der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur gut für den Körper, sondern auch gut für die Seele ist. Ängste, Depressionen und Stress gingen den untersuchten Studien zufolge nach einem Rauchstopp zurück. Zudem sprechen die Ergebnisse gegen die Sorge mancher Raucher und Raucherinnen, dass ihre sozialen Beziehungen unter dem Tabak-Ausstieg leiden könnten. Artikel und Studie auf www.crochane.de.

New York legalisiert Cannabiskonsum

Erwachsenen in New York ist es künftig erlaubt, Cannabis zu besitzen und Pflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Der Bundesstaat ist damit der 15. in den USA – und erhofft sich dadurch zusätzliche Steuereinnahmen. Das Gesetz in New York erlaubt es Erwachsenen ab 21 Jahren, bis zu 85 Gramm Cannabis zu besitzen und Cannabispflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Die Nutzung der Droge zu medizinischen Zwecken soll ausgeweitet werden. Artikel auf www.spiegel.de; Artikel auf www.zeit.de.

Suchthilfe auf Hof Fleckenbühl

Keine Zigaretten, keine Drogen, keine Gewalt: Ihre Regeln sind klar und übersichtlich: Etwa 110 BewohnerInnen leben auf Hof Fleckenbühl – einer Selbsthilfegemeinschaft von Menschen mit Suchtproblemen. Der Fotograf Simon Gerlinger hat sie begleitet. Fotoserie auf www.spiegel.de.

«Freelance – Prävention. Gesundheit.»

Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, reflektiert und verantwortungsvoll mit Suchtmitteln und digitalen Medien umzugehen. Freelance ist das Präventionsprogramm für die Sekundarstufe I und unterstützt Lehrpersonen bei ihrer Präventionsarbeit zu den Themen Tabak, Alkohol, Cannabis und Digitale Medien. Die Trägerschaft des Programms besteht aus Präventionsfachstellen von neun Zentral- und Ostschweizer Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Das Programm enthält verschiedene Angebote, welche die Lehrpersonen in ihrem Präventions- und Bildungsauftrag unterstützen. Webplattform Freelance.

Tod durch Überdosis: Kanadas andere Epidemie

Die Corona-Pandemie hat ein anderes Problem in Kanada massiv verschlimmert: Die Zahl der Todesfälle durch Opioide steigt stark. Danny starb so, wie die meisten sterben: Allein, zu Hause, wo ihm niemand helfen konnte. «Er hatte keine Chance und ist sehr schnell gestorben», sagt Dannys Mutter Petra Schulz. Das war 2014, Danny war 25 Jahre alt. Eine Überdosis war ihm zum Verhängnis geworden. Petra Schulz vermutete schon, dass die Pandemie das Problem verschlimmern würde: «Als bekannt wurde, dass die Leute sich isolieren sollen, da war mir klar, dass sich das Risiko für Menschen, die Substanzen konsumieren, erhöhen wird». Allein in der am schwersten betroffenen Provinz British Columbia sind im letzten Jahr 1724 Menschen an einer Überdosis illegaler Drogen gestorben. Das sind so viele wie noch nie – und deutlich mehr Tote als das Coronavirus gefordert hat. Artikel auf www.srf.ch.

Versteckte synthetische Cannabinoide für die E-Zigarette

Die „Aufsuchende Suchtberatung Maintal“ berichtet, dass seit ca. zwei Jahren gehäuft KlientInnen in die Beratung kommen, die so genannte CBD-Liquids mit der E-Zigarette konsumiert haben. Die KlientInnen der Suchtberatung Maintal zeigten aber starke Entzugssymptome, wenn sie keine „CBD“-Liquids konsumierten. Es stellte sich heraus, dass den „CBD“-Liquids synthetische Cannabinoide mit berauschender Wirkung beigemischt waren und sie somit auch abhängig machen können. Artikel auf www.konturen.ch.

Alkohol: Neue Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente für SeniorInnen

Eine interkantonale Arbeitsgruppe in der Romandie hat, begleitet vom GREA und einer Kommission des Groupement des Services de Santé Publique, Präventionsmassnahmen speziell für SeniorInnen entwickelt. Diese Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente stehen den Kantonen nun zur Verfügung. Die Hilfsmittel sollen das Wissen von Fachleuten stärken und bieten Möglichkeiten, das immer noch zu wenig beachtete Thema Alkoholkonsum und Alter in der Praxis zu behandeln. Bei Interesse kann GREA den Kontakt zu den zuständigen kantonalen VertreterInnen herstellen. Artikel auf Deutsch, weitere Informationen auf Französisch.

Bericht: Monitoring Harm Reduction

Der Bericht "CIVIL SOCIETY MONITORING OF HARM REDUCTION IN EUROPE 2020" ist publiziert worden. Der Bericht beleuchtet die Maßnahmen zur Schadensminimierung in Europa aus der Sicht von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mehr als einhundert Organisationen und Einzelpersonen aus 34 verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch der Schweiz, haben sich am Bericht beteiligt. Der Bericht (pdf, 120S., Englisch) ist online verfügbar.

«Sexistische und LGBTIQ*-feindliche Online-Hassrede im Kontext von Kindern und Jugendlichen

Frauenfeindlichkeit, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Arten von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Sexualität sind auch im Internet verbreitet. Vorurteile und geschlechtsspezifische Benachteiligungen widerspiegeln sich online in Form von Hassrede. Im Kontext des Schwerpunktes «Hass im Netz» hat Jugend und Medien Lea Stahel und Nina Jakoby vom soziologischen Institut der Universität Zürich damit beauftragt, den nun vorliegenden Forschungsbericht zu verfassen. Er bietet einen Überblick über das Phänomen der sexistischen und LGBTIQ*-feindlichen Hassrede. Artikel und Bericht auf www.jugendundmedien.ch.







Tagungen in der Schweiz

Peer-Arbeit in der Suchthilfe und -prävention

31. Mai 2021, online
Ein Mitgliederanlass des Fachverbands Sucht

Kinder von suchtkranken Eltern

8. Juni 2021, online
Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform von Sucht Schweiz.

2. Münsterlinger Suchttagung

11. Juni 2021, Münsterlingen (Neuer Termin)
Thema der Veranstaltung ist Motivation - Ziel oder Voraussetzung? Die Tagung wird von den Psychiatrischen Dienste Thurgau organisiert.

Forum Sucht und Drogen: Podiumsgespräch zur Zukunft der Schadensminderung

12. Juni 2021, online
Weiterbildungsveranstaltung für Fachleute des Suchtbereichs, organisiert von der Stadt Zürich, der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich sowie der Arud Zentrum für Suchtmedizin.

Symposium Theorie und Therapie der Verhaltenssucht

18. Juni 2021, Bern
APS-Jahresaustausch zum Thema Sucht, organisiert von der Schweizerischen Vereinigung Suchtpsychologie (APS) und der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD).

Suchtbetroffene in den Medien - echte Empathie oder unnötiger Voyeurismus?

01. Juli 2021, Zürich
Ein Soirée des Fachverbands Sucht

Update Sucht Interdisziplinär 2021

2. September 2021, St. Gallen
Ausschreibung und Anmeldung folgen im März 2021. SAVE THE DATE

Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

Stakeholderkonferenz Sucht  & Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz «Kinder und Jugendliche stärken!»
16. September 2021, Bern (neuer Termin!)

Forum Sucht und Drogen: Sexsucht

26. Oktober 2021, online
Weiterbildungsveranstaltung für Fachleute des Suchtbereichs, organisiert von der Stadt Zürich, der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich sowie der Arud Zentrum für Suchtmedizin.

Forum für Suchtfragen 2021

4. November 2021, Basel (Neuer Termin)
Forum der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartementes des Kantons-Basel-Stadt.
Save the date

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention 2021

4. November 2021
Safe the Date

Forum Sucht und Drogen: Experimentierartikel Cannabis

23. November 2021, online
Weiterbildungsveranstaltung für Fachleute des Suchtbereichs, organisiert von der Stadt Zürich, der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich sowie der Arud Zentrum für Suchtmedizin.

Soziale Arbeit und Sucht: Eine Fachtagung im Dialog von Praxis und Wissenschaft

23. März 2022, Olten
Die Tagung bildet den Beginn eines partizipativen Prozesses, an dem Interessierte in der Folge Empfehlungen und fachliche Standards für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention erarbeiten. Ein Kooperationsprojekt des Instituts Soziale Arbeit und Gesundheit der FHNW, des Fachverbands Sucht, AvenirSocial und SAGES. Kontakt: Irene Abderhalden, irene.abderhalden@fhnw.ch und Marcel Krebs, marcel.krebs@fhnw.ch (Vorankündigung)