Aktuell

Alkoholprävention: Positive Wirkung der Verkaufseinschränkung

Seit Juli 2015 ist der Verkauf von Bier und Spirituosen zum Mitnehmen im Kanton Waadt nachts verboten. Eine Studie von Sucht Schweiz und dem Universitätsspital Lausanne im Auftrag des Kantons Waadt zeigt nun die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken gerade von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sucht Schweiz ruft weitere Kantone dazu auf, dem Beispiel zu folgen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Tabakerhitzer auch nicht gesünder als Zigarette

Die neuartigen Tabakerhitzer (z.B. IQOS) werden damit beworben, dass sie 95 Prozent weniger toxische Substanzen erzeugen – weil Tabak nur erhitzt und nicht verbrannt wird. Erste unabhängige Studien haben aber gezeigt, dass sehr wohl giftige Substanzen entstehen – manche in höheren, andere in niedrigeren Mengen als beim Rauchen. Beitrag auf Wissenschaft aktuell.

"Schweizer Tabakindustrie begeht in Afrika organisierten Völkermord"

Zigaretten aus Schweizer Produktion, die in Afrika verkauft werden, enthalten rund doppelt so viele Giftstoffe wie jene, die in der Schweiz geraucht werden. Die Senegalesische Liga gegen Tabak fordert nun die afrikanischen Länder auf, die chemische Zusammensetzung der Import-Zigaretten zu kontrollieren. Artikel auf Swissinfo.

Wenn Mami trinkt

Alkoholabhängigkeit ist ein Tabuthema. Darunter leiden Kinder suchtkranker Eltern; sie greifen später oft selbst zur Flasche oder entwickeln psychische Probleme. Suna Lommen ist mit einer süchtigen Mutter aufgewachsen. Artikel in der NZZ.

Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden

Der Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden ist zu einem Grundpfeiler gesundheitspolitischer Entscheidungsprozesse geworden. So haben die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO 2015 mit der Erklärung von Minsk beschlossen, in der Gesundheitspolitik den Lebensverlaufansatz verstärkt zum Einsatz zu bringen. Doch bisher fehlen die Strategien für die Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes ebenso wie ein Plan für eine entsprechende Erfolgskontrolle und Evaluation. In dieser Bestandsaufnahme wurde ein Mangel an Fachliteratur speziell zur Messung der Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes festgestellt. Eine Publikation der WHO.

Indien: Mindestens 28 Tote durch gepanschten Schnaps

Illegal hergestellter Alkohol gilt in Indien als grosses Problem. Im Norden des Landes sind nun erneut mindestens 28 Menschen beim Verzehr gestorben. Weitere Personen schweben in Lebensgefahr. Artikel auf Spiegel Online

Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz

Die Allianz Gesundheitskompetenz unterstützt innovative Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz. Dazu verleiht sie alle zwei Jahre einen mit 19'000 Schweizer Franken dotierten Förderpreis. Der Hauptpreis geht dieses Jahr an das Projekt "Pa-paRat» der Stiftung Berner Gesundheit. Das Projekt «Gesund altern im Kanton Zug» von Pro Senectute Zug erhält den ersten Anerkennungs-Preis. Mit dem zweiten Anerkennungs-Preiswerden ex aequo die Projekte «ready4life» der Lungenliga Schweiz und «Everfresh – die frische Art der Prävention» der Stiftung Idée-Sport ausgezeichnet. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Allianz.

Europa tut sich schwer mit der Reduzierung des Alkoholkonsums

Europa gehört zu den Regionen der WHO mit den höchsten Raten alkoholbedingter Todesfälle. In Stockholm haben die Mitgliedstaaten auf der ersten Konsultation der Europäischen Region über die Umsetzung des Europäischen Aktionsplans zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020) über wirksame, evidenzbasierte Wege zur Umkehr dieses Trends diskutiert. Medienmitteilung der WHO. In einer Broschüre (pdf, Englisch) werden die Zahlen und Massnahmen der verschiedenen Länder (inkl. Schweiz) übersichtlich dargestellt.

Wein auf Bier,…

Erst Wein – dann Bier oder umgekehrt: Wer am Abend grosse Mengen dieser Getränke konsumieren will, braucht sich um die Reihenfolge nicht zu kümmern. Wie stark der Kater am nächsten Morgen ist, hängt nur von der Gesamtmenge des Alkohols ab. Artikel auf Wissenschaft aktuell.

Nationale Aktionswoche vom 11.-17. Februar 2019: Kindern suchtkranker Eltern eine Stimme geben!

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100'000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation. Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten Aktionswoche soll dieses Tabu gebrochen werden. Die Aktionswoche wird von Sucht Schweiz koordiniert. In 12 Kantonen führen zahlreiche Organisationen 38 öffentlichkeitswirksame Aktionen durch. Mitteilung von Sucht Schweiz. www.kinder-von-suchtkranken-eltern.ch

 

 

Tagungen in der Schweiz

Nationale Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern

Alle Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sucht, Familie, Kinder- und Jugendschutz oder verwandten Bereichen sind eingeladen, mitzuwirken, indem sie während der Aktionswoche Aktivitäten, Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit rund um die Thematik organisieren.
11. bis 17. Februar 2019
, schweizweit
Die Schweizer Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern wird von der Stiftung Sucht Schweiz koordiniert.
www.kinder-von-suchtkranken-eltern.ch

Gender in der Suchtarbeit: Verstaubt und abgehakt - oder brandaktuell?

26. Februar 2019, Zürich
Eine Veranstaltung vom Fachverband Sucht

Zürcher Präventionstag: Jugendliche unter Druck

15. März 2019, Zürich
Eine Veranstaltung von Gesundheitsförderung Kanton Zürich und Radix.

Collaborazione tra l'ambito delle dipendenze e la polizia nel Canton Ticino

28. März 2019, Lugano
Die Tagung wird von Infodrog organisiert.

Soziale Arbeit im Gesundheitswesen im Kontext der Ökonomisierung

3. April 2019, Olten
1. Nationale Fachtagung des Schweizerischen Fachverbands Soziale Arbeit im Gesundheitswesen sages. www.fv-sages.ch

Tabakprävention im Kanton Zürich: gestern – heute – morgen

4. April 2019, Zürich
Der Anlass (pdf, 2S.) bietet einen Überblick über die vergangenen 25 Jahre Tabakprävention im Kanton Zürich und schlägt den Bogen in die Zukunft. Eine Veranstaltung der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs ZFPS (ehemals ZüFAM) und Züri Rauchfrei.

Tagung zu Housing First

11. April 2019, Basel
Veranstalter: Schwarzer Peter, Verein für Gassenarbeit
Tagungsseite

3. Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

6. Mai 2019, Bern
Gesund altern – ein Widerspruch?
Die Veranstaltung wird vom Bundesamt für Gesundheit organisiert
Konferenzseite

13. Basler Frühjahrstagung

Verhaltenssüchte
9. Mai 2019, Basel
Veranstaltung der Universitäten Psychiatrischen Kliniken Basel in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt.
Ankündigung

Dialogwoche Alkohol

16. bis 26. Mai 2019, verschiedene Kantone
Motto: «Wie viel ist zu viel?»
Koordination durch den Fachverband Sucht.

TARPSY: Brandbeschleuniger oder Strukturbereiniger für die Suchthilfe? Beispiele guter Praxis unter veränderten Bedingungen (Arbeitstitel)

13. Juni 2019, Zürich
Infos: Fachverband Sucht, Patricia Sager, Tel. 044 266 60 60, info@fachverbandsucht.ch
Online-Anmeldung und Detailinformationen

5. Internationale Tagung Soziale Arbeit und Stadtentwicklung

20. & 21. Juni 2019, Muttenz
Veranstalterin ist die Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW
www.tagung-stadtentwicklung.ch

«Human Enhancement»: Was hat das mit Sucht zu tun?

SuchtAkademie
19. und 20. September 2019, Monte Verità
www.academie-des-dependances.ch

Swiss Addiction Research Day