Aktuell

Liebe Magersucht ...

Magersucht ist bis heute ein Rätsel für Familien, Ärzte und die Patientinnen selbst. Warum zwingen sie sich zu diesem extremen Verzicht? Junge Frauen aus Frankreich, England und Rumänien erzählen, wie sie die Krankheit besiegt haben, und engagierte Pflegekräfte geben Einblicke in die komplexe Welt der Magersucht und ihrer Heilmethoden. Dokumentation von Arte (87 Min.)

Häufiger Cannabiskonsum im jugendlichen Alter begünstigt Psychosen

Dass ein Zusammenhang besteht zwischen psychotischen Symptomen und dem Cannabiskonsum im Jugendalter haben schon verschiedene Studien gezeigt. Unklar war bisher, ob Jugendliche mit einer Anfälligkeit für Psychosen eher kiffen oder ob das Kiffen psychotische Symptome auslösen kann. Eine neue Studie aus Kanada spricht nun dafür, dass es tatsächlich das Cannabis ist, das den Ausbruch von Psychosen begünstigt. Problematisch sei vor allem, wenn die Teenager regelmässig und häufig konsumierten. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Fachbeitrag (Englisch, kostenpflichtig) in Jama Psychiatry.

Suchtprävention der Zukunft

«Was wohl die Zukunft bringen mag?» Diese Frage beschäftigt die Menschen schon seit jeher. So auch die aktuelle Ausgabe (pdf, 16S.) "2050 - Blick in die Zukunft" von laut&leise. Dass die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändert und auch die Arbeit der Suchtprävention beeinflusst, ist heute schon Realität. Mit jeder Veränderung sind Hoffnungen und Befürchtungen verbunden. Das Redaktionsteam hat einem Kulturwissenschafter, einer Autorin und einem Experten für digitale Transformation nachgefragt, was die Menschen im Jahr 2050 umtreiben wird und welche Suchtformen uns in dreissig Jahren beschäftigen könnten.

Drogenmarkt: Kokain und andere Stimulanzien unter der Lupe

Seit 2016 wird im Kanton Waadt eine interdisziplinäre Studienreihe zum Betäubungsmittelmarkt durchgeführt. Nach Heroin lag in der jüngsten Studie das Augenmerk des Forscherteams auf Kokain und anderen Stimulanzien (Ecstasy, Amphetamin und Methamphetamin). Dabei zeigt sich, dass der Kokainmarkt bei weitem der grösste ist. Auffällig ist, wie unterschiedlich die Stimulanzienmärkte aufgebaut sind: Während die einen durch ausländische Händlernetze beherrscht werden, beruhen andere eher auf lokalen Konsumierenden. Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind allgemein eher tief. Studie (Französisch, pdf, 209S.) und Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel von SRF.

Alkohol und Krebs: Na, dann kein Prost!

Eine Senkung des Alkoholkonsums um drei Liter pro Kopf und Jahr, behauptet eine australische Studie, senke auch das Krebsrisiko in erheblichem Masse. Die Studie hat das Potenzial, die Debatte um das Mass akzeptablen Alkoholkonsums anzuheizen: Sie macht das Ausmass der gesamtgesellschaftlichen Kosten sichtbar. Artikel auf Spiegel Online.

Gesundheitsrisiko Alkohol: Neue Konsumempfehlungen

Höchstens zwei Glas für Männer und höchstens eines für Frauen pro Tag. Ausserdem sollen jede Woche mehrere alkoholfreie Tage eingeschaltet werden. Die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen hat ihre Empfehlungen (pdf, 2S.) für einen risikoarmen Alkoholkonsum nach unten korrigiert. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Suchtförderndes Verhalten – gut gemeint ist nicht immer hilfreich

Sucht ist immer auch ein soziales Geschehen. Das soziale Umfeld spielt nicht nur bei der Entstehung von Sucht eine bedeutende Rolle, Personen im Umfeld eines süchtigen Menschen zeigen mitunter auch typische Verhaltensmuster. In der Annahme, der/m Betroffenen zu helfen und ihr/sein Verhalten beeinflussen zu können, werden häufig Verantwortung abgenommen, Fehler ausgeglichen, Drohungen ausgesprochen, das Ausmaß des Problems nach aussen verheimlicht und eigene Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund gestellt. Man spricht von "Co-Abhängigkeit" - besser wäre: von "suchtförderndem Verhalten" zu sprechen, um stigmatisierende Zuschreibungen möglichst zu vermeiden. Beitrag vom Institut Suchtprävention in Linz.

Deutschland: ein drogenpolitisches Entwicklungsland?

Rekordzahlen bei der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten stehe ein Versagen im Eindämmen des Tabak- und Alkoholkonsums gegenüber, heisst es im Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018. Deutschland sei drogenpolitisch ein Entwicklungsland und Schlusslicht bei der Prävention von Alkohol und Tabak, sagte Suchtexperte Heino Stöver als Mitherausgeber des Berichtes. Nirgendwo in Westeuropa sei Alkohol als Volksdroge so billig wie in Deutschland. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Drugs - Just Say Know: Neue Broschüre und Website

"Drugs - Just Say Know" informiert seit 2004 über psychoaktive Substanzen und ihren Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken. Weiter wird über Möglichkeiten zum Safer Use informiert. Die Website umfasst allgemeine Informationen rund ums Thema Drogenkonsum und Substanzinformationen zu 30 bewusstseinsverändernden Drogen sowie zum verbreiteten Mischkonsum. Die überarbeitete Broschüre gibt es bereits seit 2017. Seit kurzem ist die Website mit einem neuen Layout online: www.know-drugs.ch

Schwarmarkt versus regulierter Markt

Drogen zu verbieten, ist gefährlich und fahrlässig, denn konsumiert werden sie trotzdem. Das Verbot bewirkt, dass sich Konsum, Produktion und Handel in die Illegalität verlagern – mit gravierenden Folgen für Konsumierende und die Gesellschaft als Ganzes. Dieses Poster (pdf) der Arud zeigt, welche Auswirkungen ein Drogenverbot hat, und wie dank einer Drogenregulierung mehr Sicherheit und Gesundheit erzielt wird. Hintergrundinfos zum Poster.

 

 

Tagungen in der Schweiz

Zukunftsweisende Modelle für die Behandlung suchtkranker Menschen

Vernetzung - Kooperation - Integration
30. August 2018, Zürich
Die Veranstaltungsreihe umfasst neben der Impulstagung zwei regionale Seminare in Winterthur und in Münsterlingen. Die Impulstagung organisiert der Fachverband Sucht, die regionalen Seminare führt er in Kooperation mit den betreffenden Institutionen vor Ort durch.
Porgramm und Ausschreibung

Schadensminderung – Prävention mit Zukunft

Die Fachtagung stellt die Frage nach der Zukunft der Schadensminderung
13. September 2018, Basel
Fachtagung zum 20jährigen Jubiläum der Suchthilfe Region Basel
Tagungsseite

Appenzeller Suchtsymposium

Suchtbehandlung im Spiegel der Zeit
27. September 2018, Herisau
Das Symposium wird vom Psychiatrischen Zentrum AR organisiert
Ausschreibung

«Closing the Gaps» - Elimination of Viral Hepatitis in Switzerland

22. Oktober 2018, Zürich
Eine Veranstaltung (pdf) von Hepatitis Schweiz

Sucht 4.0

Herausforderungen und Suchtverhalten in der digitalisierten Gesellschaft
25. Oktober 2018, Luzern
Eine Tagung von Akzent Luzern

Forum für Suchtfragen 2018

Zwischen Alltagskonsum, Selbstoptimierung und Kontrollverlust – Chancen, Herausforderungen, Visionen
01. November 2018, Basel
Das Forum wird vom Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und dem Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (ZAE) organisiert.
Ausschreibung

Human Enhancement. Debating a Social Challenge

Die Veranstaltung richtet sich an ein an bioethischen Fragestellungen interessiertes Publikum. Sie zielt darauf, die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema in der Schweiz zu fördern und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft für die damit verbundenen Fragestellungen zu sensibilisieren.
8. & 9. November 2018, Zürich
Eine Tagung der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK

13. atf-Fachtagung

Mitgefahren, mitgetragen?
15. November 2018, Bern
Eine Fachtagung von 'Alkoholismus Therapieforschung Schweiz' (atf)
www.atf-schweiz.ch

AT-Tagung 2018

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT
29. November 2018, Bern
Ankündigung

Nationale Konferenz Nightlife und Freizeitdrogenkonsum

24. Januar 2019, Luzern
Vorankündigung

Nationale Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern

Alle Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sucht, Familie, Kinder- und Jugendschutz oder verwandten Bereichen sind eingeladen, mitzuwirken, indem sie während der Aktionswoche Aktivitäten, Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit rund um die Thematik organisieren.
11. bis 17. Februar 2019
, schweizweit
Die Schweizer Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern wird von der Stiftung Sucht Schweiz koordiniert.
Konzept und Vorankündigung (pdf)