Alkoholkonsum

Alkoholkonsum von Jugendlichen in der Schweiz
Entwicklung seit 1986
Zahlen & Fakten von Sucht Schweiz

Deutschland - Alkoholkonsum bei Jugendlichen: Anlässlich der Aktionswoche Alkohol in Deutschland hat das Robert Koch-Institut eine neue Ausgabe von GBE kompakt (pdf, 12S.) mit aktuellen Ergebnissen und Trends zum Alkoholkonsum bei Jugendlichen veröffentlicht. Jugendliche können als wichtigste Zielgruppe der Alkoholprävention angesehen werden. Einstellungen zum Alkohol, Trinkmotive und Konsummuster, die sich im Jugendalter ausbilden, haben häufig noch im Erwachsenenalter Bestand. Studien deuten darauf hin, dass ein früher Einstieg und regelmässiger Alkoholkonsum in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit problematischen Alkoholkonsums im späteren Leben und das Risiko für eine Alkoholabhängigkeit erhöht. (06/2015)

Junge Erwachsene trinken wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen: Am meisten Alkohol konsumieren junge Erwachsene an Samstagabenden, männliche Personen im Durchschnitt 2 Liter Bier. Sie trinken wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen. Das sogenannte Warmtrinken, also das preisgünstige Trinken im privaten Kreis vor dem Besuch eines Lokals, verringert den darauf folgenden Alkoholkonsum nicht, im Gegenteil. Das zeigt ein vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstütztes Forschungsprojekt. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel (Englisch, pdf, 6S.) in der Fachzeitschrift Drug and Alcohol Dependence. (05/2012)

Rauschtrinken

Rauschtrinken bei Jugendlichen von Eltern beeinflusst: Eine Langzeitstudie zeigt, dass das Trinkverhalten der Eltern das der Kinder stark prägt – und zwar bis ins Erwachsenenalter. Der grosse Einfluss der Eltern überrascht die Forscher. Artikel in der FAZ. Zum Forschungsbericht (pdf, 25S.) "Rauschtrinken im frühen Erwachsenenalter: 9-Jahres-Follow-up-Befragung einer Kohorte von ehemaligen Siebtklässlern" des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel. Zum Bericht (pdf, 28S.) "Jugendliche und Alkohol. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Eltern" der forsa Gesellschaft. (02/2017)

Eindämmung von schädlichem Alkoholkonsum:Auf Grundlage eines Simulationsmodells zeigen OECD‑Analysen, dass zahlreiche Alkoholbekämpfungsmassnahmen das Potenzial besitzen, die Häufigkeit von Rauschtrinken zu verringern. Grundsätzlich zeigt sich, dass der Alkoholkonsum pro Kopf in den OECD‑Ländern insgesamt abgenommen hat. Einige Länder haben jedoch eine deutliche Zunahme bestimmten riskanten Trinkverhaltens (wie Rauschtrinken) beobachtet, insbesondere unter jungen Menschen und Frauen. Schwellenländer haben ebenfalls eine deutliche relative Zunahme des Alkoholkonsums verzeichnet, wenn auch im Vergleich zu einem niedrigen Ausgangsniveau. Die Publikation "Tackling Harmful Alcohol Use Economics and Public Health Policy" der OECD steht zum Download bereit. (05/2015)

Deutschland: Trendwende beim Rauschtrinken junger Männer:Die Ergebnisse der BZgA-Studie „Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014“ zeigen, dass sich 12,9 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mindestens einmal im Monat in einen Rausch trinken, bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 35,4 Prozent. Seit der Befragung 2008 ist ein deutlicher Rückgang erkennbar (20,4 Prozent/40,8 Prozent). Medienmitteilung und Faktenblatt (pdf, 3S.) zur Studie der BZgA. Artikel auf Spiegel Online. Artikel auf Zeit Online. (06/2015)

Rauschtrinken - Gehirn braucht mehr als vier Wochen Erholung: Ein Kater ist meist nach einem Tag überstanden. Doch das Gehirn leidet sehr viel länger, vor allem bei regelmässigem Rauschtrinken. Einer aktuellen Studie eines US-amerikanischen Forschungsteams zufolge erholt sich das Gehirn von Jugendlichen, die sich häufig betrinken, selbst nach vierwöchiger Abstinenz noch nicht vollständig. Artikel auf drugcom.de (12/2014)

Wegen Alkoholvergiftung im Spital - neue Zahlen zeigen Abnahme vor allem bei den Jungen: Im Jahr 2012 wurden 24'649 Personen wegen einer Alkoholvergiftung oder -abhängigkeit in einem Schweizer Spital stationär behandelt. Sowohl Abhängigkeit wie auch Fälle von Vergiftungen werden mit zunehmendem Lebensalter häufiger festgestellt. Nach einem Höchststand im Jahr 2008 haben die Alkoholvergiftungen stetig abgenommen, am stärksten bei den jungen Menschen. Medienmitteilung und Studie von Sucht Schweiz. (11/2014)

Gründe für das jugendliche Rauschtrinken: Nicht alle Jugendlichen trinken bis zum Umfallen, aber das Rauschtrinken ist bei ihnen weiter verbreitet als bei Erwachsenen. Warum eigentlich schauen vor allem Jugendliche zu oft zu tief ins Glas? Artikel auf drugcom.de (05/2014)

So werden Jugendliche zu "Komasäufern": Ein leichter Zugang zum Alkohol verführt Jugendliche schneller zum „Komasaufen“. Die wahrgenommene Verfügbarkeit von Bier oder Wein erhöht das Risiko für ein erstes Rauschtrinken deutlich. Das zeigt eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord). (11/2013)

Rauschtrinkende auf dem Vormarsch: Die Schweizer Bevölkerung trinkt weniger Alkohol als vor hundert Jahren. Doch gibt es vor allem bei den Jungen ein besorgniserregendes Phänomen: das Rauschtrinken. Jeder vierte Mann hat einmal monatlich einen Alkoholrausch. Unter den 20- bis 24-Jährigen betrinkt sich jeder Fünfte einmal pro Woche. Faktenblatt (pdf, 10S.) "Entwicklung des Alkoholkonsum der Schweiz seit den 1880er Jahren" vom Bundesamt für Gesundheit, Artikel auf tagesanzeiger.ch (05/2013)

Jugendschutz

Beachten Sie auch das Dossier Jugendliche/Jugendschutz

Jugendschutz und Alkohol: Seite der Eidg. Alkoholverwaltung EAV

Online-Schulung für den Jugendschutz: Seit Anfang März 2016 steht allen Mitarbeitenden in den Bereichen Gastronomie, Detailhandel und Festwirtschaften ein Online-Schulungstool zur Thematik Jugendschutz und Alkohol zur Verfügung. Interessierte können sich unter www.jalk.ch kostenlos in das Tool einloggen. Herausgeber sind die die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich und Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV). www.jalk.ch

Alkohol-Testkäufe: Knapp ein Drittel der Verkaufsstellen hält sich nicht an Vorschriften: Im vergangenen Jahr sind schweizweit insgesamt rund 7225 Alkohol-Testkäufe durchgeführt worden. In rund 29 Prozent aller Fälle sind alkoholische Getränke verkauft worden, obwohl die Testkäuferinnen und -käufer die gesetzliche Alterslimite dafür nicht erfüllten. Dies entspricht einer Abnahme von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang dürfte in erster Linie auf die veränderte Zusammensetzung der Testkäufe zurückzuführen sein. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV, Medienmitteilung der EZV. (08/2018)

Alkohol-Testkäufe führen zu einer Abnahme der Verkäufe an Minderjährige: Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) ist für die Umsetzung des Alkoholgesetzes zuständig. Dazu gehört auch die sogenannte Verhältnisprävention, wie z.B. Projekte zu Testkäufen. Noch vor wenigen Jahren führten nur einige Kantone solche Tests durch. Das Anliegen der EAV war es, die Leute in der ganzen Schweiz für das Instrument der Testkäufe zu sensibilisieren und die Erfassung der Daten zu vereinheitlichen. Für Letzteres wurde eine Testkaufdatenbank entwickelt. Die aktuelle Situation ist jedoch nach wie vor unbefriedigend. Artikel (pdf, S. 32-33) im Informationsmagazin des Schweizer Zolls Forum Z. (05/2017)

Factsheet Jugendschutz und Alkohol: Auf nationaler Ebene existieren verschiedene gesetzliche Bestimmungen, die auf den Schutz jugendlicher Konsumentinnen und Konsumenten abzielen. Sie sind im Alkoholgesetz, in der Lebensmittelverordnung sowie im Strafgesetzbuch aufgeführt. Zentrale Punkte sind das Abgabeverbot an Kinder und Jugendliche sowie die Einschränkungen der Werbung für alkoholische Getränke. Dieses Factsheet (pdf, 5S.) von Sucht Schweiz fasst die wesentlichen Gesetzesbestimmung zusammen. (08/2015)

Alkoholprävention im Jugendschutz: Jugendliche wachsen mit der Allgegenwart und der Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums auf. Obwohl sie in der Regel die gesundheitsschädigende Wirkung des Alkohols kennen, scheint das Bedürfnis nach Rausch bei vielen Jugendlichen ein Teil des Lebens zu sein. Dieses Dossier (pdf, 4S.) der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz BAJ in Deutschland zeigt die Daten und Trends sowie rechtliche Regelungen zu jugendlichem Alkoholkonsum und Rauschtrinken auf. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit alkoholpräventiver Massnahmen aus Sicht des Jugendschutzes verdeutlicht. (01/2014)

Schulungs-DVD -Verkauf von Alkohol und Tabak: Diese Schulungs-DVD unterstützt Service- und Verkaufspersonal bei der Einhaltung der Jugendschutzgesetze beim Verkauf von Alkohol und Tabak. Der Film bietet eine Hilfestellung, um Verkaufssituationen zu besprechen und Vorgehensweisen zu üben. Die DVD ist durch die Zusammenarbeit verschiedener Beratungs- und Präventionsfachstellen der Ostschweiz entstanden und kann dort bezogen werden. (11/2012)

Alkohol- & Tabakverkauf an Jugendliche - Unterstützung für Verkaufs- und Servicepersonal: Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich unterstützen das Verkaufs- und Servicepersonal mit Informationen und Tipps zum Umgang mit kaufwilligen Jugendlichen. Im Auftrag der Gesundheitsdirektion haben die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich daher ein Faltblatt (pdf, 2S.) für Service und Verkauf entwickelt, auf welchem alltagstaugliche Verhaltenstipps und die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen für Läden und Gastrobetriebe aufgeführt sind. Medienmitteilung der Fachstellen. (01/2011)

Label Jugendschutz - Alkoholverkauf an Jugendliche
Das Blaue Kreuz kennzeichnet jene Detailhandelsfirmen und Verkaufsstellen mit dem Jugendschutzlabel, welche freiwillig strikte Regeln für den Verkauf von Alkohol einhalten und deren Verkaufspersonal aktiv Jugendschutz betreibt. Die Aperto-Filialen gehen mit gutem Beispiel voran und verkaufen in der ganzen Schweiz keinen Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren.
www.jugendschutzlabel.ch.

Alkoholtestkäufe - Ein Leitfaden: Ziel des vorliegenden Leitfadens ist es, eine Standardisierung bei der Durchführung von Alkoholtestkäufen zu erreichen. Dies beinhaltet eine verstärkte Koordination der Organisation, Durchführung und Dokumentation von Alkoholtestkäufen in der Schweiz und die Schaffung von Grundlagen für eine regelmässige und systematische Datenerfassung. Die Publikation ist online auf den Seiten des BA für Gesundheit erhältlich. (08/2010)

Diverses

Alkoholsucht - Krankheit, keine Charakterschwäche: Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Echte Suchtprobleme werden deshalb häufig lange übersehen oder ignoriert. Das ist vor allem mit Blick auf Jugendliche fatal, bei denen gute Präventionsarbeit ein Abrutschen in die Abhängigkeit noch verhindern könnte. Artikel auf Spektrum.de (05/2017)

Riskantes Trinken vor dem Ausgang weit verbreitet: Das Trinken vor dem Ausgang ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet. Sucht Schweiz untersuchte in verschiedenen Forschungsarbeiten unterschiedliche Facetten des Phänomens. Ein Fazit: Das so genannte Vorglühen verleitet dazu, an einem Abend fast doppelt so viel zu trinken – mit entsprechenden Risiken. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. (02/2017)

Entscheidend für späteres Trinkverhalten ist die Pubertät: Je früher Kinder und Jugendliche mit Alkohol in Kontakt kommen, desto riskanter ist ihr späteres Trinkverhalten. Diese Erkenntnis wird anhand einer Studie des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) um einen Faktor ergänzt: Vor allem die Pubertät ist der Zeitraum, in dem der Konsum von Alkohol ein späteres Suchtverhalten am stärksten beeinflusst. Die erfordert auch geschlechtsspezifische Herangehensweisen bei der Prävention. Die Dezember-Ausgabe (pdf, 4S.) des "Alkoholspiegel" der BZgA in Deutschland berichtet über diese Studie. (12/2013)