Aktuelle Alkoholpolitik

Parlament für Alkoholausschank in Autobahnraststätten: Autofahrer sollen sich künftig auch an der Autobahn einen Schluck genehmigen können. Nach dem Nationalrat will auch der Ständerat das Alkoholverbot auf Autobahnraststätten aufheben. Damit muss der Bundesrat eine Gesetzesvorlage ausarbeiten, Wortprotokoll der Debatte im Ständerat, Artikel auf watson. (09/2017)

Das Alkoholverbot für Raststätten wankt: Nachdem der Nationalrat den Verkauf und den Ausschank von Alkohol auf Autobahnraststätten zulassen will, hat auch die "Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen" des Ständerates dasselbe vorgeschlagen. Die "Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik" ruft den Ständerat in ihrer Medienmitteilung dazu auf, den Schutz der Bevölkerung nicht dem Alkohol zu opfern, Beitrag der Berner Zeitung. (09/2017)

Nationalrat erlaubt Alkoholverkauf an Autobahnraststätten: Der Nationalrat hat der Motion «Für gleich lange Spiesse» zugestimmt (17.3267). Die Motion will das Alkoholverkaufs-Verbot an Autobahnraststätten aufheben. Das Verbot besteht seit 50 Jahren. Sicherheitsbedenken haben das Parlament bisher davon abgehalten, das Verbot aufzuheben. Mit seiner Zustimmung zur Motion hat der Nationalrat heute wirtschaftliche Interessen nun aber über die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden gestellt. Noch ist die Diskussion aber nicht zu Ende: Das letzte Wort hat der Ständerat. Mitteilung des Fachverband Sucht, Beitrag der Neuen Luzerner Zeitung. (06/2017)

Alkoholverbot auf der Autobahn: Per Gesetz ist es Tankstellen-Shops auf der Autobahn seit 1964 verboten, Alkohol zu verkaufen. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) beantragt in einer Motion (17.3267) dieses Verbot aufzuheben. Die «Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik» empfiehlt in ihrer Stellungnahme (pdf, 1S.), die Motion abzulehnen. Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu empfiehlt in ihrer Medienmitteilung die Motion abzulehnen. Der Nationalrat wird sich voraussichtlich diesen Dienstag mit dieser Motion beschäftigen. Beitrag der Tagesschau. (06/2017)

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzgebung im Alkoholbereich: Die Schweizerische Alkoholpolitik stützt sich auf Rechtsbestimmungen. Geregelt werden Produktsicherheit, Herstellung und Handel. Es bestehen Vorschriften zum Gesundheits- und Jugendschutz. Eine Übersicht aller Gesetze ist auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit erhältlich.

Liste politischer Geschäfte im Alkoholbereich 1848–2005
Mit historischem Kommentar. Studie (pdf, 45S.) im Auftrag des BAG (2006)

Adressen

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Seite 'Alkohol und Alkoholprävention' des BAG

Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL)
Die Kommission ist ein beratendes Organ des Bundesrates im Bereich von Alkoholfragen. Sie initiiert und begleitet die Meinungsbildungs-, Entscheidungs- und Realisierungsprozesse bei Fragen, die direkt oder indirekt mit der Einwirkung des Alkoholkonsums auf die Gesundheit in Zusammenhang stehen.

Eidgenössische Alkoholverwaltung
www.eav.admin.ch

Nationales Programm Alkohol NPA (beendet)

Ende der Nationalen Präventionsprogramme: Der Gesundheit Sorge zu tragen, ist eine Aufgabe, die uns ein Leben lang begleitet – denn Gesundheit ist nicht nur Schicksal. Sie hängt zu einem wesentlichen Teil vom eigenen Verhalten und von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen ab. Genau hier haben die Nationalen Präventionsprogramme zu den Risikofaktoren Alkohol, Tabak, Ernährung und Bewegung sowie das Massnahmenpaket Drogen angesetzt. Das übergeordnete Ziel der Arbeit der vergangenen acht Jahre war es, die Lebensqualität des Einzelnen zu erhalten oder zu steigern. Diese Programme werden nun von der NCD-Strategie und der Strategie Sucht abgelöst. Diverse Beiträge auf Spectra Online. Das Spectra Online "Ende der Nationalen Präventionsprogramme" (Ausgabe 116) steht zum Download bereit. (04/2017)

Nationales Programm Alkohol NPA 2008-2016: «Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen». So lautet die unmissverständliche Vision des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 (NPA), mit dessen Umsetzung der Bundesrat im Juni 2008 das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammen mit der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) beauftragt hat. 2012 beschliesst der Bundesrat das Programm um vier weitere Jahre zu verlängern.

Bericht zum Nationalen Programm Alkohol: Der Bericht 2008-2012 (pdf, 40S.) des Nationalen Programms Alkohol zeigt auf, was die verschiedenen Partner des Präventionsprogramms in den letzten vier Jahren gemeinsam erreicht haben und argumentiert warum die Prävention für die Gesundheit der Bevölkerung mehr denn je unabdingbar ist. (04/2013)

Spectra - Nationale Präventionsprogramme: Die Ausgabe 93 des Newsletters Spectra vom Bundesamt für Gesundheit steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Bundesrat beschliesst Weiterführung der Nationalen Programme Alkohol um zwei weitere Jahre, Tabak sowie Ernährung und Bewegung; Kampagne «Ich spreche über Alkohol». (07/2012)

Evaluation Programme Alkohol und Tabak sowie des Massnahmenpakets Drogen: Der Schlussbericht (pdf, 158S.) "Evaluation der Nationalen Programme Alkohol und Tabak 2008-2012 sowie des Massnahmenpakets des Bundes zur Verminderung der Drogenprobleme 2006-2011" zuhanden des Bundesamtes für Gesundheit steht zum Download bereit. (04/2012)

Nationals Programm Alkohol 2008 - 2012: Die Vision des Nationalen Programms Alkohol 2008 - 2012 NPA lautet: "Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies, ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen. Das Programm wurde im Jahr 2008 vom Bundesrat verabschiedet und ist wegweisend für die Schweizer Alkoholpolitik. Wo steht das NPA heute? Der Halbzeitbericht (pdf, 7S.) ist online erhältlich. (10/2011)

Geschichte Alkoholpolitik

«Rausch & Ordnung» : 14 Jahrzehnte Schweizer Alkoholpolitik im Überblick: Alkohol betrifft alle, auch diejenigen, die ihn nicht trinken. Über kaum eine andere Frage wurde an der Urne so oft abgestimmt, wie über die Alkoholfrage. Mit «Rausch & Ordnung» liegt zum ersten Mal ein fundierter Überblick über die Geschichte der Alkoholfrage, der Schweizer Alkoholpolitik und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung vor. «Rausch & Ordnung» erläutert unter anderem die Hintergründe der gescheiterten Totalrevision des Alkoholgesetzes und der bevorstehenden Auflösung der Alkoholverwaltung. Die Publikation kann hier bestellt werden. (10/2016)