Archiv der letzten 12 Monate

Jede dritte Ecstasy-Pille ist riskant dosiert

Die Jugendberatung Streetwork hat an der Street Parade insgesamt 62 Substanzen getestet. Bei 19 davon handelte es sich um Ecstasy-Tabletten (Wirkstoff MDMA), dazu kamen 12 MDMA-Proben in kristalliner Form und 18 Kokainproben. Daneben wurden auch Amphetamin und LSD getestet. Das Resultat: Rund ein Drittel der Substanzen sind als riskant eingestuft worden, sieben Substanzen sogar als hoch riskant. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Vernehmlassungsantworten: Tabakproduktegesetz soll zum Rückschritt werden!

Vertreter aus der Wirtschaft nutzen die Vernehmlassung zum neuen Tabakproduktegesetz, um Druck auszuüben auf bestehende Massnahmen zum Schutz vor Tabakwerbung. Das zeigt die Auswertung der Vernehmlassungsantworten durch die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Computerspielen kann als psychische Störung diagnostiziert werden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 18. Juni die neue, nunmehr elfte Fassung des International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems veröffentlicht, kurz ICD-11. Die Aufnahme der Computerspielsucht ist umstritten: Es besteht die Gefahr der Individualisierung von sozialen Problemen, Exzessives Computerspielen ist dann nicht mehr Ausdruck anderer Probleme im Leben oder von Lebenskrisen, die vielleicht mit Armut, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit oder Schicksalsschlägen zu tun haben. Stattdessen wir Computerspielsucht diagnostiziert. Und gemäss dem herrschenden Paradigma in der psychiatrischen Forschung haben sie damit eine Gehirnstörung, die dann am besten auch dort behandelt wird. Beitrag von Stephan Schleim auf Telepolis.

Street Parade 2018: Schlussbilanz von Schutz & Rettung Zürich

Die hohen Besucherzahlen und die heissen Temperaturen bewirkten eine Zunahme der Behandlungen (25%) an den Sanitätsposten von Schutz & Rettung. Wegen übermässigem Alkohol-und/oder Drogenkonsum mussten die Einsatzkräfte insgesamt 277 Personen behandeln, dies entspricht dem Wert des Vorjahres (273). Davon wurden bis zum Morgengrauen 87 Personen zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle (NUK) transportiert (Vorjahr 90). Medienmitteilung des Sicherheitsdepartementes der Stadt Zürich, Beitrag auf SRF.

Generation Smartphone

Im Projekt «Generation Smartphone» haben acht Erwachsene und acht Jugendliche gemeinsam zur Smartphone-Nutzung von dreissig Jugendlichen geforscht. Durch den partizipativen Forschungsansatz – Jugendliche beteiligen sich aktiv am Forschung sprozess – wurden die Sichtweisen der Jugendlichen systematisch miteinbezogen. Die Studie zeigt, dass Jugendliche das Handy durchaus sinnvoll nutzen. Sie zeigt aber auch: Ein Leben ohne das Gerät ist für Jugendliche nicht mehr vorstellbar. Der Forschungsbericht (pdf, 73S.) der FHNW und ZHAW steht zum Download bereit, Radiobeitrag auf SRF1. www.generationsmartphone.ch

Deutschland: Kinder-Medien-Studie 2018

Zum zweiten mal präsentiert die Studie detaillierte Einblicke in die Lebensrealität der vier- bis 13-Jährigen Kinder in Deutschland. Der Studie zufolge gehen die Kidner souverän mit der Digitalisierung um und halten eine Balance zwischen analogen und digitalen Beschäftigungen. 70% der Befragten Kinder lesen Bücher oder Zeitschriften, "mit Freunden zusammen sein" (89%) und "im Freien spielen" (81%) sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen. Trotzdem bezeichnen sie das Internet als "das coolste Medium, das es gibt" und das Smartphone steht bei den Kindern mit 41% ganz oben auf der Wunschliste. Gesellschaftsspiele und Spielekonsolen sind mit je 25% weniger stark nachgefragt. Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Artikel auf Zeit Online. www.kinder-medien-studie.de

YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen

Im Jahr 2011 lancierte das Blaue Kreuz Bern einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mittlerweile sind 178 Kurzfilme aufgeschaltet. Besonders auf Interesse stossen dieses Jahr Kurzfilme zum Tabak- und E-Zigarettenkonsum. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, www.youtube.com/suchtpraeventionbe

Effektivität der stationären Alkoholentwöhnung: Was ist mit den Non-Respondern?

Mit der Non-Responder-Studie wurde eine systematische Untersuchung der Erfolgsquoten in der stationären Alkoholentwöhnung unter Einbeziehung der Spät-Antwortenden durchgeführt. Die über drei Jahre laufende Studie hat gezeigt, dass die bisherigen Berechnungsformen den Erfolg der Alkoholentwöhnungsbehandlung unterschätzen. Die Studienergebnisse können deshalb als Ausgangspunkt für eine Diskussion der Berechnungsformeln der katamnestischen Erfolgsquoten dienen. Zudem wurden Gründe für das Nicht-Antworten identifiziert. Eine Studie der Charité

Niederländischer Trend: Rauchfreie Terrassen und Strassen

Rauchfreie Strassen scheinen in den Niederlanden ein neuer Trend zu werden. In Rotterdam haben diverse Hochschulen und die Universitätsklinik Erasmus Medisch Centrum ein Rauchverbot für die Strassen beantragt, die die genannten Einrichtungen umgeben. Neben dem Rauchverbot für bestimmte Strassen sind nun auch die Aussenbereiche von Strassencafés und Kneipen im Gespräch. Werden die Rauchenden von den niederländischen Strassen verschwinden? Beitrag auf NiederlandeNet.

CONTACT Jubiläumsaktion in Bern am 16. August 2018

CONTACT feiert drei langjährige niederschwellige Angebote in der ambulanten Suchthilfe mit einer Jubiläumsaktion in Bern: CONTACT Suchtbehandlung, Citypflege und La Strada. Am 16. August zeigen die drei Angebote von 10 bis 16 Uhr auf der Kleinen Schanze in Bern mit einem symbolischen Perimeter und drei Ständen die Bereiche der Schadensminderung auf, die sie abdecken. Passantinnen und Passanten sind herzlich eingeladen, sich insgesamt 70 Jahre Arbeit und drei Angebote von CONTACT anzusehen und zu diskutieren.

Warum Morphine und Opioide ihre Wirkung verlieren

In ihrer Studie (Englisch, kostenpflichtig) im Science Signaling beschreibt ein internationales Forschungsteam für Morphin und synthetische Opioide unterschiedliche Mechanismen, die zur Desensibilisierung der Opioidrezeptoren führen. Eine der Erkenntnisse der Untersuchung lautet, dass im Vergleich zu Morphin die synthetischen Opioide eine höhere Enzymaktivität und eine schnellere Desensibilisierung der Rezeptoren verursachen. Die veröffentlichten Ergebnisse liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe mit geringer Toleranzentwicklung und reduziertem Suchtpotenzial. Medienmitteilung der Uni Jena, Artikel auf suchtpraevention.at

Street Parade 2018: Medizinisch gut versorgt & Drug Checking

Am kommenden Samstag strömen für die Street Parade hunderttausende von Tanzbegeisterten nach Zürich. Um deren medizinisches Wohl und gleichzeitig den gewohnten Schichtbetrieb in der Stadt Zürich jederzeit gewährleisten zu können, stehen seitens Schutz & Rettung rund 380 zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. Medienmitteilung der Stadt. Die Jugendberatung Streetwork / saferparty.ch bietet Beratung und Informationen zum Thema Alkohol und Partydrogen, sowie die Möglichkeit zur Substanzanalyse (Drug-Checking) an, Info-Newsletter (pdf, 5S.) von Saferparty.ch zur Street Parade.

Richtlinien zur Behandlung von Hepatitis C

Die Publikation (pdf, 108S., Englisch) "Guidlines for the Care and Treatmanet of Persons Diagnosed with Chronic Hepatitis C Infection" der Weltgesundheitsorganisation steht zum Download bereit.

Cannabis: Von der Droge zur beliebten Medizin

Vor 25 Jahren wurde in Bern der erste Hanfladen eröffnet. Bald griff das Bundesgericht durch und beschloss: Es dürfen keine Produkte verkauft werden, die den THC-Wert von 0,3 Prozent übersteigen. Heute feiert Hanf sein Comeback als Medizin. Sendung (56 Min.) von Treffpunkt auf Radio SRF1.

Kokainland Schweiz – leben in der Rauschgesellschaft

Fast nirgendwo in der westlichen Welt wird so viel Kokain konsumiert wie in Schweizer Städten. Wieso gerade Kokain? Mit was für Folgen? Und wie hängt der hiesige Konsum mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammen? Thema im Club vom 07. August, 22:20 Uhr auf SRF1.

Bis zu 5-fach erhöhtes Krebsrisiko durch Alkoholkonsum

Den meisten Menschen dürfte bewusst sein, dass übermässiger Alkoholkonsum nicht gesund ist. Aber Krebs? Eine grosse Studie hat nachweisen können, dass Alkohol sehr wahrscheinlich die Ursache von Krebserkrankungen ist - und das nicht erst bei starkem Konsum. Artikel auf drugcom.de

Polizei: «Legales Kiffen würde Arbeit erleichtern»

Seit anderthalb Jahren dürfen Händler in der Schweiz Hanfprodukte mit geringem THC-Gehalt verkaufen. Es gibt nun damit legalen Hanf und auf der anderen Seite die illegal berauschende Droge. Der Alltag der Polizei wurde damit komplizierter, sagt Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei. Beitrag auf SRF.

Newsletter Infoset

Der aktuelle Newsletter ist soeben erschienen. Dieser fasst die Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Philip Morris: Der heuchlerische Traum von der rauchfreien Welt

Vor einem Jahr hat sich der Tabakkonzern Philip Morris «tabakfrei» erklärt. Das Selbstbekenntnis ist opportunistisch und heuchlerisch, wie ein Blick über Europa hinaus zeigt. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

Einfluss von Cannabiskonsum auf die männliche Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit des Mannes hängt entscheidend von der Anzahl und der Fitness seiner Spermien ab. In einem YouTube-Video erklärt drugcom.de, wie Cannabiskonsum Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit nehmen kann.

"My first 48 hours out": Naloxon-Vergabe nach der Haft

Leitlinien (pdf, 67S.) zur Naloxon-Vergabe zur Vermeidung von Todesfällen durch Überdosierung an der Schnittstelle Haft-Freiheit. Ergebnisse eines EU-Projektes, das vom vom Institut für Suchtforschung in Frankfurt durchgeführt wurde.

Internetbezogene Störungen: Leitlinie für die Behandlung

Der "Expertenworkshop Internetbezogene Störungen" vom Januar 2018 in Berling hatte das Ziel, den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Internetbezogenen Störungen zusammenzutragen. Diese Dokument (pdf, 6S.) informiert über das Wissen in diesem Gebiet, das auf diesem Workshop zusammengetragen wurde. Beitrag auf Konturen.

Deutschland: Unterstützung arbeitsuchender abhängigkeitskranker Menschen

Die gemeinsam zwischen der Deutschen Rentenversicherung DRV, der Bundesagentur für Arbeit und kommunalen Spitzenverbänden beschlossenen Empfehlungen (pdf, 6S.) sollen arbeitsuchende abhängigkeitskranke Menschen bei dem Zugang in eine medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker und der anschliessenden beruflichen (Wieder-)eingliederung unterstützen. Medienmitteilung der DRV.

Alkoholwerbekontrolle muss sich mehr auf Social Media fokussieren

Die Regeln für die Werbung für Alkohol müssen aufgrund der Zunahme der sozialen Medien verschärft werden, so neue Untersuchungen. Demnach kann das Regulierungssystem für die Vermarktung von Alkohol mit dem Tempo und der Art des technologischen Wandels nicht Schritt halten. Beitrag (Englisch) des European Center for Monitoring Alcohol Marketing.

Aromastoffe in E-Zigaretten greifen weisse Blutkörperchen an

Ein Duft liegt in der Luft. Beim Gebrauch von E-Zigaretten werden meist aromatisierte Liquids verdampft. Neue Studien weisen darauf hin, dass Aromastoffe in E-Zigaretten verstärkt freie Radikale bilden und die Zellen unseres Immunsystems angreifen. Artikel auf Drugcom

Die sozialen Aspekte der Krankheit

Die WHO legt fest, was als krank gilt. Der Psychologin Nora Ruck fehlen dabei soziale Aspekte. Sie findet, dass Psychotherapeuten den Mut brauchen, neben der Krankheit auch die gesellschaftlichen Verhältnisse zu diagnostizieren, die diese hervorgebracht haben. Artikel in Freitag

Schwangerschaft und Alkohol/Nikotin

Die neuen Kapitel im Handbuch von Praxis Suchtmedizin zu den Themen 'Schwangerschaft und Alkohol' & 'Schwangerschaft und Nikotin' informieren über Wirkungen auf den Fötus. Sie finden Hinweise und Instrumente, die sie dabei unterstützen, diese Themen vor und während der Schwangerschaft anzusprechen.

Lausanne: Eine Petition fordert mehr Polizei-Repression

Die zweitgrösste Stadt in der Romandie hat seit Jahrzehnten ein Problem mit seiner offenen Drogenszene. Die Poliziet setzt weitgehend auf Repression: Eine polizeiliche Aufräumaktion gegen die Dealer folgte auf die nächste. 7000 Personen haben jetzt eine von der FDP lancierte Petition unterschrieben, welcher der Lausanner Polizei in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel den Rücken stärkt. Artikel auf SRF

Snus/Tabak zum oralen Gebrauch

Der Konsum von Snus wird sowohl als Auslöser lokaler als auch systemischer Erkrankungen diskutiert. Neben dem Nikotin, das zur starken Abhängigkeit führen kann, enthält Snus mehr als 28 Karzinogene. Die verursachte Abhängigkeit wird direkt mit dem Konsum von Zigaretten verglichen, wobei letztlich gleich oder sogar mehr Nikotin oral aufgenommen wird. Informationsblatt in der Zeitschrift Primary and Hospital Care.

Basel-Stadt: Stationäre Abteilung für Spielsüchtige

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sind Pioniere bei der Behandlung von sogenannten Verhaltenssüchten. Ein neues Angebot reagiert auf ein Bedürfnis der Patienten. Beitrag auf SRF, Beitrag auf watson.

Welt-Hepatitis-Tag am 28 Juli

Infektionen mit Hepatitis-C-Viren gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Sie zählen zu den bedeutendsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberzellkarzinom. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat "Acting against hepatitis: screening, treatment" als Thema für den Welt-Hepatitis-Tag 2018 gewählt. Materialien zur Prävention können auf der Website "Hepatitis C" bei Infodrog bestellt werden. Hepatitis Schweiz bietet einen Risikotest für Hep B & C an.

Drogen werden in Amsterdam immer häufiger ausserhalb des Nachtlebens konsumiert

Der Drogenmissbrauch in Amsterdam nimmt ausserhalb des Nachtlebens, sprich ausserhalb von Klubs und Festivals, zu. Das ergibt sich aus einer seit Jahren laufenden Studie, die die "Drogentrends" der niederländischen Hauptstadt festhält. Beitrag auf NiederlandeNet

Wie Alkohol zur erfolgreichsten Droge der Weltgeschichte wurde

Alkohol ist so alt wie die menschliche Zivilisation und diente lange eher der Ernährung als dem Genuss. Versuche, den Konsum zu unterbinden, waren meist zum Scheitern verurteilt. Artikel auf NZZ Online.

Gesetzeslücken bei E-Zigaretten

Seit Kurzem ist der Verkauf von nikotinhaltigen Liquids für E-Zigaretten auch in der Schweiz erlaubt. Auf gesetzlicher Ebene besteht jedoch noch grosser Nachholbedarf. Denn Bund und Kantone sind auf die neue Situation kaum vorbereitet. Zwar sind E-Zigaretten im revidierten Tabakproduktegesetz berücksichtigt – dieses tritt jedoch frühestens Mitte 2022 in Kraft. Bis dahin unterliegen die Liquids – im Rahmen des Cassis-de-Dijon-Prinzips – den Bestimmungen der EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse. Sie enthält Vorgaben zu Warnhinweisen, Inhaltsstoffen und Grösse der Behälter. Flankiert wird diese in den Ländern der EU durch nationale Gesetze, die unter anderem das Mindestalter für E-Zigaretten regeln. Diese Schutzregeln fehlen allesamt (noch) in der Schweiz. Deshalb sind bereits jetzt Anpassungen der Gesetze nötig. Mitteilung der Allianz 'Gesundheit Schweiz'.

Japan: Rauchverbote mit vielen Ausnahmen

Es hat sich als eine gewisse Tradition entwickelt, dass die Austragungsorte von Olympischen Spielen Anstrengungen unternehmen, das Rauchen zu verbieten. Gemäss dem Olympischen Motto folgt auch das Raucherparadies Japan dem Trend, rechtzeitig vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Im Bemühen es allen Seiten und auch der Raucherlobby recht zu machen, gibt das Land sich nun ein Anti-Raucher-Gesetz, das durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse. Artikel der FAZ

Berliner Deklaration der Hanfparade

Die Deklaration fordert u.a., dass ein stärkeres Gewicht auf die Aspekte Schadensbegrenzung, Information, Prävention, Behandlung und Berücksichtigung des Schutzes des Lebens und der Gesundheit der Menschen mit Problemen infolge des Konsums von illegalisierten Stoffen zu legen und Massnahmen zu ermitteln, die die soziale Ausgrenzung der Betroffenen verhindern können, statt repressive Strategien umzusetzen, die an die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte grenzen und häufig zu einer solchen geführt haben. Die Hanfparade findet am 11. August 2018 in Berlin statt.

Tabakwerbeverbot in Deutschland steht auf der Kippe

Die neue Regelung, die Tabakwerbung auf Plakaten und Litfasssäulen verbieten und im Kino nur noch vor Filmen ab 18 Jahren erlauben soll, hat das Bundeskabinett längst beschlossen. Im Juli sollte der Bundestag darüber abstimmen. Doch dazu kam es nicht. Auf Initiative von CDU und CSU wurde der fertige Gesetzentwurf seinerzeit von der Tagesordnung genommen. Seither liegt er auf Eis. Mit einem "Brandbrief" wollen Minister und Drogenbeauftragte den Gesetzentwurf retten. Beitrag in der Berliner Morgenpost.

Paris verhängt Rauchverbot in städtischen Parks

Kein blauer Dunst für grüne Lungen: In Paris ist das Rauchen in sechs Parks in den kommenden Monaten untersagt. Es ist die jüngste von zahlreichen Maßnahmen in Frankreichs Kampf gegen den Tabak. Artikel auf Spiegel Online.

Liebe Magersucht ...

Magersucht ist bis heute ein Rätsel für Familien, Ärzte und die Patientinnen selbst. Warum zwingen sie sich zu diesem extremen Verzicht? Junge Frauen aus Frankreich, England und Rumänien erzählen, wie sie die Krankheit besiegt haben, und engagierte Pflegekräfte geben Einblicke in die komplexe Welt der Magersucht und ihrer Heilmethoden. Dokumentation von Arte (87 Min.)

Häufiger Cannabiskonsum im jugendlichen Alter begünstigt Psychosen

Dass ein Zusammenhang besteht zwischen psychotischen Symptomen und dem Cannabiskonsum im Jugendalter haben schon verschiedene Studien gezeigt. Unklar war bisher, ob Jugendliche mit einer Anfälligkeit für Psychosen eher kiffen oder ob das Kiffen psychotische Symptome auslösen kann. Eine neue Studie aus Kanada spricht nun dafür, dass es tatsächlich das Cannabis ist, das den Ausbruch von Psychosen begünstigt. Problematisch sei vor allem, wenn die Teenager regelmässig und häufig konsumierten. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Fachbeitrag (Englisch, kostenpflichtig) in Jama Psychiatry.

Suchtprävention der Zukunft

«Was wohl die Zukunft bringen mag?» Diese Frage beschäftigt die Menschen schon seit jeher. So auch die aktuelle Ausgabe (pdf, 16S.) "2050 - Blick in die Zukunft" von laut&leise. Dass die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändert und auch die Arbeit der Suchtprävention beeinflusst, ist heute schon Realität. Mit jeder Veränderung sind Hoffnungen und Befürchtungen verbunden. Das Redaktionsteam hat einem Kulturwissenschafter, einer Autorin und einem Experten für digitale Transformation nachgefragt, was die Menschen im Jahr 2050 umtreiben wird und welche Suchtformen uns in dreissig Jahren beschäftigen könnten.

Drogenmarkt: Kokain und andere Stimulanzien unter der Lupe

Seit 2016 wird im Kanton Waadt eine interdisziplinäre Studienreihe zum Betäubungsmittelmarkt durchgeführt. Nach Heroin lag in der jüngsten Studie das Augenmerk des Forscherteams auf Kokain und anderen Stimulanzien (Ecstasy, Amphetamin und Methamphetamin). Dabei zeigt sich, dass der Kokainmarkt bei weitem der grösste ist. Auffällig ist, wie unterschiedlich die Stimulanzienmärkte aufgebaut sind: Während die einen durch ausländische Händlernetze beherrscht werden, beruhen andere eher auf lokalen Konsumierenden. Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind allgemein eher tief. Studie (Französisch, pdf, 209S.) und Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel von SRF.

Alkohol und Krebs: Na, dann kein Prost!

Eine Senkung des Alkoholkonsums um drei Liter pro Kopf und Jahr, behauptet eine australische Studie, senke auch das Krebsrisiko in erheblichem Masse. Die Studie hat das Potenzial, die Debatte um das Mass akzeptablen Alkoholkonsums anzuheizen: Sie macht das Ausmass der gesamtgesellschaftlichen Kosten sichtbar. Artikel auf Spiegel Online.

Gesundheitsrisiko Alkohol: Neue Konsumempfehlungen

Höchstens zwei Glas für Männer und höchstens eines für Frauen pro Tag. Ausserdem sollen jede Woche mehrere alkoholfreie Tage eingeschaltet werden. Die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen hat ihre Empfehlungen (pdf, 2S.) für einen risikoarmen Alkoholkonsum nach unten korrigiert. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Suchtförderndes Verhalten – gut gemeint ist nicht immer hilfreich

Sucht ist immer auch ein soziales Geschehen. Das soziale Umfeld spielt nicht nur bei der Entstehung von Sucht eine bedeutende Rolle, Personen im Umfeld eines süchtigen Menschen zeigen mitunter auch typische Verhaltensmuster. In der Annahme, der/m Betroffenen zu helfen und ihr/sein Verhalten beeinflussen zu können, werden häufig Verantwortung abgenommen, Fehler ausgeglichen, Drohungen ausgesprochen, das Ausmaß des Problems nach aussen verheimlicht und eigene Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund gestellt. Man spricht von "Co-Abhängigkeit" - besser wäre: von "suchtförderndem Verhalten" zu sprechen, um stigmatisierende Zuschreibungen möglichst zu vermeiden. Beitrag vom Institut Suchtprävention in Linz.

Deutschland: ein drogenpolitisches Entwicklungsland?

Rekordzahlen bei der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten stehe ein Versagen im Eindämmen des Tabak- und Alkoholkonsums gegenüber, heisst es im Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018. Deutschland sei drogenpolitisch ein Entwicklungsland und Schlusslicht bei der Prävention von Alkohol und Tabak, sagte Suchtexperte Heino Stöver als Mitherausgeber des Berichtes. Nirgendwo in Westeuropa sei Alkohol als Volksdroge so billig wie in Deutschland. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Drugs - Just Say Know: Neue Broschüre und Website

"Drugs - Just Say Know" informiert seit 2004 über psychoaktive Substanzen und ihren Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken. Weiter wird über Möglichkeiten zum Safer Use informiert. Die Website umfasst allgemeine Informationen rund ums Thema Drogenkonsum und Substanzinformationen zu 30 bewusstseinsverändernden Drogen sowie zum verbreiteten Mischkonsum. Die überarbeitete Broschüre gibt es bereits seit 2017. Seit kurzem ist die Website mit einem neuen Layout online: www.know-drugs.ch

Schwarmarkt versus regulierter Markt

Drogen zu verbieten, ist gefährlich und fahrlässig, denn konsumiert werden sie trotzdem. Das Verbot bewirkt, dass sich Konsum, Produktion und Handel in die Illegalität verlagern – mit gravierenden Folgen für Konsumierende und die Gesellschaft als Ganzes. Dieses Poster (pdf) der Arud zeigt, welche Auswirkungen ein Drogenverbot hat, und wie dank einer Drogenregulierung mehr Sicherheit und Gesundheit erzielt wird. Hintergrundinfos zum Poster.

Die umstrittene E-Zigarette Juul will nun auch Europa erobern

Nicht nur das Aussehen erinnert eher an einen USB-Stick als an eine Zigarette - auch das Wachstum gleicht mehr den Startups im Silicon Valley als behäbigen Tabakkonzernen. Juul wurde 2015 von Pax Labs in San Francisco entwickelt und zwei Jahre später als eigenes Unternehmen ausgegliedert. Heute hat die E-Zigarette einen US-Marktanteil von 68%. Nun springen erste Nachahmer auf und Juul will nach Europa expandieren. Beitrag der NZZ am Sonntag

Betäubungsmittelkonsum: Strafurteile gegen Jugendliche

Betäubungsmittelkonsum ist die häufigste Straftat, wegen der Jugendliche in der Schweiz in die Mühlen der Justiz geraten. Letztes Jahr war das 5400 Mal der Fall, sechs Prozent öfter als 2016, wie die neu veröffentliche Strafurteilsstatistik des Bundesamt für Statistik BFS zeigt. Stark zurück ging hingegen der Drogenhandel mit 780 Verurteilungen – ein Minus von 18 Prozent. Beitrag auf SRF

Kanada vor der Cannabis-Legalisierung

Am 17. Oktober beginnt in Kanada der legale Verkauf von Cannabis. Der Staat verspricht sich Steuereinnahmen, Unternehmen hohe Gewinne. Gleichzeitig werden die Weichen für den internationalen Wettbewerb gestellt. Beitrag der Deutschen Welle.

Jahresmagazin 2018 der Suchthilfe Region Basel

Die Suchthilfe Region Basel präsentiert zum dritten Mal ihr Jahresmagazin 2018 (pdf, 40S). Dieses steht und dem Motto "Wandel" und ist gleichzeitit das Jubiläumsmagazin zu 20 Jahre Suchthilfe Region Basel. Im Magazin findet sich u.a. eine interessante Analyse zu den Entwicklungen und Verwicklungen der Sozialen Arbeit im Feld der Suchtarbeit mit dem Titel "Hilfe und Abhängigkeit" (S. 6-9) von Esteban Piñeiro.

Pilotversuche mit Cannabis sollen möglich werden

In der Sommersession versenkte der Nationalrat eine Motion, die wissenschaftliche Studien mit Cannabis zulassen wollte (Infoset berichtete). Trotz dem parlamentarischen Veto wagt der Bundesrat nun einen neuen Vorstoss und schlägt vor, einen Experimentierartikel in das Betäubungsmittelgesetz aufzunehmen. Mit diesem beabsichtigt der Bundesrat, wissenschaftliche Studien über alternative Regelungsmodelle für den Freizeitkonsum von Cannabis zu ermöglichen. Der Experimentierartikel geht nun in die Vernehmlassung, welche bis zum 25. Oktober 2018 dauert. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG zu den Pilotversuchen. Medienmitteilung des Bundesrates, Beitrag auf SRF, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Plattform Ergebnisqualität QuatheDA-E

Vorgestellt und diskutiert wurden das «Indikationsdispositiv im Suchtbereich» im Kanton Waadt, die Anwendung des «Index des Schweregrades einer Sucht IGT» durch Sucht Wallis und Ergebnisse der Begleitforschung zum Einsatz des «Qualimeter» in stationären Einrichtungen im Kanton Basel-Stadt. Die Plattform fand am 19. Juni in Bern statt. Die Präsentationen sind online zugänglich.

Zugelassene betäubungsmittelhaltige Präparate im Schweizer Handel

Das aktualisierte Verzeichnis (pdf, 39S.) aller zugelassenen betäubungsmittelhaltigen Präparate im Schweizer Handel ist auf den Seiten von Swissmedic zugänglich.

Deutschland: Öffentliche Anhörung zu Cannabis im Gesundheitsausschuss

Eine mögliche Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis ist unter Experten weiter heftig umstritten. Das zeigte sich bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am 27. Juni in Berlin, in der es um Anträge der Fraktionen von FDP un d Die Linke sowie um einen Cannabis - Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ging.

Opioidkrise in den USA: Thema im aktuellen Drogenkurier

Im Mittelpunkt der Ausgabe 114 steht die Opioidkrise in den USA mit täglich mehr als 100 Opfern. Der Drogenkurier wird vom JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Geld-Presse zum Thema "Kaufsucht"

Die Geld-Presse erscheint viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt. Sie soll auf wenigen Seiten über wichtige Themen rund um Geld informieren, Sie dazu anregen über Geld zu sprechen und gewinnbringende Erkenntnisse für die Arbeitswelt und das Leben liefern. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema "Kaufsucht". Herausgeber ist das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich.

Jahresberichte

Ecstasy kann tödlich sein

Seit den 1990er Jahren ist Ecstasy in der Party-Szene ein Begriff. Die bunten Pillen können euphorische Gefühle auslösen. Der Konsum birgt allerdings akute Risiken, mitunter mit fatalen Folgen. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle. Oft ist Mischkonsum im Spiel, aber nicht immer. Artikel auf drugcom.de

Vorschriften über einheitliche Zigarettenschachteln sind legal

Der Verkauf von Zigaretten ausschliesslich in Einheitsverpackungen verstösst nach Angaben der WTO nicht gegen internationale Handelsregeln. Zu diesem Schluss kamen Streitschlichter der Welthandelsorganisation (WTO). Mehrere Länder hatten gegen Australien geklagt, das im Jahr 2012 als erstes Land der Welt solche Verpackungen eingeführt hatte, um gegen das Rauchen vorzugehen. Artikel auf Spiegel Online

Schockbilder auf Zigarettenpackungen wirken

An der Supermarktkasse, am Kiosk oder an der Tankstelle sind sie kaum zu übersehen. Die bunte Welt der Zigarettenpackungen offeriert uns gleichzeitig die dunkle Seite des Rauchens. Schockbilder vermitteln auf teils drastische Art und Weise, was das Rauchen mit uns Menschen anstellt. Eine Studie (pdf, 7S.) des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord in Kiel belegt, dass Schockbilder vor allem bei Jugendlichen wirken, die noch nie eine Zigarette angerührt haben. Artikel auf drugcom.de

Suchtmittelkonsum: Was gefährdet Jugendliche, was schützt sie?

Nicht alle Jugendlichen sind gleich gefährdet, Suchtmittel zu konsumieren und Probleme zu entwickeln. Jugendliche, welche Schulprobleme oder ein tiefes Selbstwertgefühl haben und familiär vorbelastet sind, tragen höhere Risiken. Sucht Schweiz hat die Risiko- und Schutzfaktoren genauer angeschaut. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Nutzen Sie Digitale Medien in Ihrer Praxis der Sozialen Arbeit?

Wie schätzen Sie den Einsatz von Digitalen Medien in der Sozialen Arbeit ein? Was sind Ihre Überlegungen bei der Verwendung oder Nicht-Verwendung Digitaler Medien? Was sind Chancen und Gefahren für Ihre Praxis? Zur Untersuchung dieser und ähnlicher Fragen wird im Rahmen eines Dissertationsprojektes eine Fachkräftebefragung innerhalb der Sozialen Arbeit durchgeführt. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert knapp 20 Minuten.

Cannabis-Besitz für Junge: Justiz in Zürich ist sich völlig uneinig

Dürfen Jugendliche eine geringe Menge Cannabis zum Eigenkonsum besitzen? Ja, sagt das Zürcher Obergericht. Nein, sagt die Jugendanwaltschaft. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Mind Your Trip: Infos und Beratung für junge NPS-Konsumenten

Das europaweite (ohne Schweiz) Online-Beratungsprogramm "MindyourTrip" für junge Konsumenten „Neuer Psychoaktiver Substanzen“ (NPS) ist online: Die Internetseite und das Online-Beratungsprogramm „MindyourTrip“ sind das Ergebnis des EU-Projektes "Click for Support - REALized" (2017-2018). www.mindyourtrip.eu

Informationen zu Rauchen und Tabak

Von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT ist die Sommerausgabe (pdf, 4S.) von AT-Informationen erschienen und das Nationale Rauchstopp-Programm hat ihr Sommer-Bulletin (pdf, 2S.) veröffentlicht.

St.Galler Stadtparlament ist offen für einen Kifferversuch

Wie der Stadtrat befürwortet auch eine klare Mehrheit des St.Galler Stadtparlaments Versuche mit der kontrollierten Abgabe von Haschisch und Marihuana. Noch aber sind Kiffer-Experimente in der Schweiz verboten (Infoset berichtete). Artikel im St. Galler Tagblatt

Weltdrogenbericht 2018

 Immer mehr Menschen auf der Welt nehmen Drogen: Das geht aus dem aktuellen Weltdrogenbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, der am Dienstag in Wien veröffentlicht wurde. Demnach haben im Jahr 2016 rund 275 Millionen Männer und Frauen mindestens einmal illegale Rauschmittel konsumiert. Das sind 25 Millionen oder rund zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF. www.unodc.org/wdr2018

Der Lebensverlaufansatz: Von der Theorie zur Praxis

Mit dem Lebensverlaufansatz wird eine zeitliche und gesellschaftliche Perspektive in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden von Einzelpersonen und Generationen eingenommen, bei der sämtliche Lebensabschnitte eines Menschen eng miteinander, mit dem Leben anderer im gleichen Zeitraum geborener Menschen sowie mit dem Leben vergangener und zukünftiger Generationen verflochten sind. Der Lebensverlaufansatz sieht frühzeitiges Handeln, angemessenes Handeln während der Übergangsphasen des Lebens sowie gemeinsames Handeln als Gesellschaft insgesamt vor. Der Ansatz ist ein Grundpfeiler der auf Verbesserung von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengleichheit ausgerichteten Rahmenkonzepte und wird als unerlässlich für die Umsetzung des Rahmenkonzepts Gesundheit 2020 und der Agenda 2030 der WHO angesehen. In dieser Publikation der WHO werden Fallbeispiele für an verschiedenen Lebensphasen ansetzende Massnahmen in zwei kleinen Ländern vorgestellt: Island und Malta.

Nur jeder siebte Amerikaner greift noch zur Zigarette

In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der Raucher einer Studie zufolge ein historisches Tief erreicht. Die Centers for Disease Control and Prevention schrieben den Rückgang der Zahl der Raucher vor allem Rauchverboten, Tabaksteuern und Aufklärungskampagnen zu. Wissenschaftler schrieben den rückläufigen Zigarettenkonsum auch der Beliebtheit von elektronischen Zigaretten zu. Artikel der FAZ.

Deutschland: Cannabiskonsum bei jungen Männern nimmt zu

Wie neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen. So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent). Medienmitteilung der Drogenbeauftragten.

Anerkennung von Online-Spielsucht als Krankheit

Die kürzliche Aufnahme der Online-Spielsucht in den Krankheits-Katalog (ICD-11) der WHO könnte der Anfang einer breiteren Auseinandersetzung mit dem Thema "Übernutzung von Internet und Smartphone" sein. Letzteres werde laut Studien im Schnitt mittlerweile rund zweieinhalb Stunden am Tag genutzt. Artikel auf studium.at. Online-Plattform der Universität Ulm zur Smartphone-Sucht.

In der Schweiz werden viel mehr Opioide verschrieben als früher

In den letzten 30 Jahren ist der Gebrauch der Schmerzmittel um das 23-fache angestiegen. Das Problem: Opioide können süchtig machen. So kämpfen etwa die USA geradezu mit einer Opioid-Seuche. Dort sind Hunderttausende Personen süchtig nach Fentanyl, Codein, Tramadol & Co. Viele von ihnen rutschen in die illegalen Drogen ab, wenn der Arzt die Medikamente absetzt. Droht der Schweiz ähnliches? Interview mit dem Schmerzart Konrad Maurer auf SRF.ch

Kanadas Parlament entkriminalisiert Cannabis

Als erstes führendes Industrieland der Welt hat Kanada den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Der Senat des flächenmässig zweitgrössten Landes der Erde stimmte in letzter Lesung dem Gesetz zu. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. «Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das», schrieb Kanadas Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter. Artikel Auf NZZ Online, Artikel auf SRF.ch, Artikel auf Spiegel Online.

Newsletter Infodrog

Der Juni-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Zweiter Entwurf zum Tabakproduktegesetz: Mogelpackung!

In der Schweiz zeugen das Alibi-Bundesgesetz zum Passivraucherschutz, die Werbefreiheit für Tabakwaren, die inkohärente Besteuerung des Tabakkonsums sowie die Entwürfe zum Tabakproduktegesetz (TabPG) davon, wie diese Industrie die Parlamentarier hindert, das übergeordnete Gesundheitsinteresse durchzusetzen. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung.

WHO-Klassifikation: Computer-Spielsucht ist jetzt eine Krankheit

Im neuen Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation - der "ICD-11" (International Classification of Diseases) - wird Gaming Disorder zum ersten Mal als eigene Störung anerkannt und klassifiziert - direkt hinter Glücksspielsucht. Die Entscheidung ist umstritten. Dutzende Psychologen hatten die WHO vor einer Klassifizierung der Computerspielsucht als Krankheit gewarnt. Sie befürchten einen Missbrauch der Diagnose. Es müsse geprüft werden, ob bei exzessiv spielenden Patienten nicht eher zugrundeliegende Probleme wie Depression oder soziale Angststörungen behandelt werden müssten. Auch die Gaming-Industrie protestierte. Sie befürchtet eine Stigmatisierung der Spieler. Beitrag auf Deutschlandfunk, Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Konturen.de. WHO-Seite zum ICD-11

Sucht im Alter

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour setzt sich mit dem Thema Sucht im Alter auseinander: Aus dem Inhalt: Sucht und Substanzkonsum im Alter; Suchtprävention im Alter; Alternsgerechte Arbeitswelt. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Forderungen für eine wirksame Suchthilfe

Unter dem Titel "Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe – Das muss sein, damit sie wirken" (pdf, 32S.) legt der Vorstand des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. im 40. Jahr seines Bestehens 27 Forderungen vor, die Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe wirksamer machen können.

Krankheit und Gesellschaft

Ärzte haben seit jeher eine enorme Deutungsmacht über individuelles Verhalten und den soziokulturellen Umgang mit erkrankten Menschen, die trotz einer fortschreitenden Technologisierung des Gesundheitswesens andauert. Gleichzeitig wird Gesundheit zu einer vermeintlich vom Individuum zu erbringenden Leistung; gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren werden ausgeblendet. Die aktuelle Ausgabe von Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema "Krankheit und Gesellschaft" ist online erhältlich.

Kontrollierte Cannabis-Abgabe: Auch St. Gallen zeigt Interesse

Der Stadtrat kann sich bestens vorstellen, bei den angedachten Pilotversuchen verschiedener Schweizer Städte mitzumachen. Er hat dabei die Stadt Bern im Auge, wo schon ein detailliertes Forschungsprojekt bereit liegt. Versuchspersonen sollen Cannabis in der Apotheke kaufen können – sofern sie sich verpflichten, an Massnahmen zur Prävention und zur Schadensminderung teilzunehmen. Allerdings hat der Nationalrat vor ein paar Tagen einen geplanten Experimentierartikel knapp abgelehnt (Infoset berichtete). Das letzte Wort ist damit nicht gesprochen, denn der Nationalrat hat noch über vier weitere gleichlautende Motionen zum Thema Cannabis entscheiden. Diese Vorstösse waren für die Sommersession geplant, sind aus Zeitgründen aber nicht mehr behandelt worden. Der Nationalrat wird erst im Herbst wieder übers Kiffen debattieren. Artikel im St. Galler Tagblatt.

E-Zigaretten: Konsumverhalten in Deutschland 2014–2018

Neue Daten zum E-Zigarettenkonsum in Deutschland zeigen einen weiteren Anstieg des Probierkonsums im Jahr 2018. Vor allem Raucher sowie Jugendliche und junge Erwachsene probieren E-Zigaretten aus. Factsheet (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.

Luzern: Verärgerung nach dem Nein der Luzerner Regierung zur Fusion

Der Regierungsrat spricht sich gegen den Zusammenschluss zweier wichtiger Institutionen in der Suchtbekämpfung aus. Das ärgert die Luzerner SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp: Die Sicht der Klienten werde ignoriert. «Die Regierung ist der Ansicht, dass die inhaltlichen Synergien von den beiden Organisationen zu optimistisch dargestellt werden.» Sie würden sich nicht nahtlos, sondern nur teilweise ergänzen. Infolge der Fusion wären auch keine signifikanten Einsparungen und damit auch kein Spareffekt für den Kanton zu erwarten, schreibt das Gesundheits- und Sozialdepartement. Artikel der Luzerner Zeitung.

Akzeptierende Drogenarbeit: Im Rausch der Nacht

Wo der Bass wummert, werden oft Drogen genommen. In Berlin ist deshalb das Partyteam von Fixpunkt vor Ort. Das Ziel: akzeptierende Drogenarbeit und Hilfe bei Abstürzen. Artikel auf Zeit Online

Debatte um offenen Drogenhandel hält Lausanne in Atem

Der Filmemacher Fernand Melgar prangerte Drogendealer öffentlich an – und erntet dafür neben Applaus auch harsche Kritik seiner einstigen Anhänger. Die Parteien nutzen die Gunst der Stunde und überbieten sich mit Vorschlägen zur Eindämmung des Problems. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Basel-Stadt: Monitoringbericht Sucht 2018

Der Monitoringbericht Sucht zeigt auf, dass die aufeinander abgestimmtem Angebote der basel-städtischen Suchthilfe stabil genutzt werden. Für Jugendliche steht eine Vielzahl von Suchtpräventionsangeboten zur Verfügung. Ambulante Suchtberatungsstellen werden am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol, gefolgt von Cannabis und Kokain aufgesucht. Frauen ziehen eine ambulante Beratung oder Behandlung einer stationären vor. In den substitutionsgestützten Behandlungen nimmt das Durchschnittsalter der Klientel fortlaufend zu.

Drogenkonsumräume: Überblick über das Angebot und Evidenzdaten

Überwachte Drogenkonsumräume, in denen illegale Drogen unter der Aufsicht von geschultem Personal konsumiert werden können, gibt es in Europa seit drei Jahrzehnten. Diese Einrichtungen dienen in erster Linie dem Ziel, die akuten Risiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheiten durch unhygienischen injizierenden Konsum einzudämmen, Todesfällen durch Überdosierung vorzubeugen und besonders gefährdete Drogenkonsumenten mit Einrichtungen der Suchtbehandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdiensten in Kontakt zu bringen. Eine Publikation (pdf, 9S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Wie viel Alkohol ist gesundheitlich unbedenklich?

Wer maximal 100 Gramm Alkohol pro Woche zu sich nimmt, müsse nicht mit bleibenden Schäden rechnen, so ein Befund im Fachblatt »The Lancet«. Doch der Grenzwert trügt. Artikel auf Spektrum.de

Kanada verabschiedet Gesetz zur Legalisierung von Cannabis

Der kanadische Senat hat ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis verabschiedet. Das Gesetz passierte die Kongresskammer mit 52 Ja-Stimmen. Es gab 30 Gegenstimmen und eine Enthaltung. Damit könnte Kanada bald das erste westliche Industrieland sein, in dem der Konsum von Haschisch vollständig legal ist. Beitrag im Ärzteblatt.

Europäischer Drogenbericht 2018

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) veröffentlicht heute den Europäischen Drogenbericht 2018 (pdf, 96S., Deutsch). Er weist eine erhöhte Verfügbarkeit von Kokain und der damit verbundenen Probleme nach. Auch andere Phänomene werden beschrieben, etwa die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen (NPS), auch im Strafvollzug, der Internethandel von Benzodiazepinen und eine steigende Zahl von Todesfällen wegen Überdosis. Medienmitteilung (pdf, 5S., Deutsch) der EBDD, Artikel auf Spiegel Online. Sucht Schweiz stellt die europäischen Ergebnisse in den schweizerischen Kontext. www.emcdda.europa.eu/edr2018

Nein des Nationalrats zum Experimentierartikel

Wissenschaftliche Studien zu Cannabis sollen nach Ansicht des Nationalrats ebenso wenig erlaubt werden wie Cannabis selber. Die grosse Kammer hat einen Vorstoss für eine Lockerung im Umgang mit Cannabis mit 96 zu 93 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Die Fraktionen von SVP und CVP sagten am Montag Nein zu einer vom Ständerat gutgeheissenen Motion von Roberto Zanetti (SP/SO) und beerdigten das Geschäft. Mit diesem sollte ein Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz verankert werden, um Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Die Gegner lehnten die Motion ab, weil sie darin eine Liberalisierung des Cannabiskonsums durch die Hintertüre sehen. SDA-Meldung, Wortprotokoll der Debatte, Artikel auf NZZ Online, Artikel im Bund. Weitere, gleichlautende Vorstösse, die ebenfalls einen "Experimentierartikel" fordern, werden diese Woche noch im Nationalrat behandelt.

Volk sagt JA zum Geldspielgesetz

In der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 hat sich die Bevölkerung für das neue Geldspielgesetz ausgesprochen. Die Behörden dürfen also künftig Internetseiten ausländischer Casinos sperren. Neben der Regelung für Online-Spiele ändert sich auch die Besteuerung von Gewinnen. Neu müssen Spielerinnen und Spieler ihre Lottogewinne in den meisten Fällen nicht mehr versteuern. Nur Gewinne ab einer Million Franken sind steuerpflichtig. Die neuen Bestimmungen werden voraussichtlich auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Ergebnisse Volksabstimmung. Artikel auf SRF, Artikel auf swissinfo.ch

Drogennachweis mittels Abwasser

Jeder Mensch muss mal. Was beim Gang auf die Toilette in die Kanalisation gelangt, wird von Forschenden in ganz Europa regelmäßig unter die Lupe genommen. Dabei kommt so manch überraschender Befund zum Vorschein. Artikel auf drugcom.de

CBD und die «grüne Welle»

Hat Cannabis einen THC-Gehalt von unter einem Prozent, darf es legal verkauft und konsumiert werden. Eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes machte es 2011 möglich. Was dann geschah, habe alle überrascht, sagt Frank Zobel. Der Vizedirektor von Sucht Schweiz über die Entwicklung des CBD-Marktes, dessen Einfluss auf die Regulierungs-Debatte und über Konsumentengruppen. Interview (pdf, 6S.) mit der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich.

Fentanyl-Pflaster vermutlich für Todesfälle verantwortlich

Das Schmerzmittel Fentanyl wird auch zu Rauschzwecken missbraucht. Eine Studie aus Bayern hat nun zeigen können, dass seit der Einführung von Fentanyl-haltigen Matrixpflastern die Zahl der Todesfälle durch Überdosierungen gestiegen ist. Artikel auf drugcom.de

Portugals radikale Antwort

Europas grösste offene Drogenszene war nicht der Zürcher Platzspitz, sondern Casal Ventoso in Lissabon. Portugal reagierte damals mit einem überraschenden Schritt auf die Heroinkrise. Davon können andere heute noch lernen – auch die Schweiz. Beitrag der Republik.

Nachweis von Cannabis in Muttermilch

In einer US-amerikanischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Cannabis-Wirkstoff THC schon Minuten nach dem Konsum in die Muttermilch übergeht. Artikel auf drugcom.de

183 Millionen Kiffer: Zeit für eine Neu-Beurteilung der Risiken

Der Umgang mit Marihuana ist lockerer geworden. Cannabis-Gegner berufen sich auf Risiken – obwohl die Wissenschaft nur wenig weiss. Beitrag auf Infosperber

Wenn Papa trinkt

In der Schweiz trinkt jede fünfte Person zu viel: Alkoholmissbrauch ist eine Volkskrankheit. Und ist ein Vater oder eine Mutter süchtig, leidet die ganze Familie. Beat Schaffner (Name geändert) war jahrelang alkoholkrank. Zusammen mit seiner Frau Margrit erzählt er, was die Sucht mit ihrer Familie gemacht hat – und wie sie die Krankheit überwinden konnten. Beitrag im Elternmagagzin Fritz und Fränzi.

Cannabiskonsum im Strassenverkehr

Dieses Briefing (auf Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD gibt einen kurzen Überblick für Policymaker zum aktuellen Wissensstand und zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Cannabiskonsum im Strassenverkehr.

«Legales Gras» lässt Berner Kiffer kalt

Zu teuer und nicht berauschend: Der CBD-Boom könnte in Bern bereits wieder abflachen, glaubt die Koordinationsstelle Sucht. Beitrag der Berner Zeitung.

Jahresberichte

Weltbericht über die Entwicklung der Prävalenz des Tabakkonsums

Der Anteil der Rauchenden an der Weltbevölkerung sinkt nach dem neuen Tabakbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht so schnell wie erhofft. Das erklärte Ziel, die Raucherraten von 2010 bis 2025 um 30 Prozent weltweit zu senken, werde wohl nicht erreicht, berichtete die Organisation. Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco smoking 2000-2025 Second edition" steht zum Download bereit. Artikel auf Spiegel Online.

Was Lobbyisten gegen E-Zigaretten haben

Verdampfer und Erhitzer schaden weniger als Tabakzigaretten, dennoch werden sie vor allem in Deutschland besonders negativ dargestellt. Wer hat daran ein Interesse? Es ist vor allem das Verdienst der Pharma-Industrie, die den Markt der herkömmlichen Tabak-Ersatzprodukte gefährdet sieht. Beitrag auf Zeit Online.

Sechsmal mehr Anreize zum Rauchen als zum Nichtrauchen

Am 31. Mai ist Welttag ohne Tabak der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch Nichtrauchen braucht in der Schweiz eine besonders grosse Disziplin. Jugendliche begegnen in ihrem Alltag sechsmal so vielen Marketingbotschaften der Tabakfirmen wie Präventionsbotschaften. Die Initiative zum Schutz vor Tabakwerbung ist deshalb überfällig. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Tödlicher Herzensbrecher Tabakrauch

Rauchen und Passivrauchen erhöhen nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, Herz-Kreislaufkrankheiten zu entwickeln und daran zu sterben. Auf diesen schwerwiegenden Zusammenhang macht eine aktuelle Publikation (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) aufmerksam. Medienmitteilung der dkfz.

Handeln gegen den Strassendeal in Lausanne

Mit dem Aufruf zum Handeln gegen den Strassendeal in Lausanne hat der Schweizer Filmemacher Fernand Melgar eine Polemik ausgelöst. Dass sich ausgerechnet jener dazu äusserte, der zu einem Symbol für die Verteidigung von Migranten wurde, führte zu Unterstützung und heftiger Kritik. Melgar sagt, er habe als Bürger und Vater Alarm schlagen wollen. Artikel auf swissinfo.ch

Geldspielgesetz mobilisiert Junge und Unzufriedene

Das Referendum vom 10. Juni über das Geldspielgesetz zeigt ein neues Phänomen: Es vereint junge Menschen aus dem ganzen politischen Spektrum und mobilisiert Bürger und Bürgerinnen, die kein Vertrauen in Regierung und Institutionen haben. Das sind Zeichen eines Wandels in der Schweizer Politik, sagt Politologe Claude Longchamp. Artikel auf swissinfo.ch

Basel-Stadt: Überprüfung des Angebots im Suchtbereich

Der Regierungsrat hat an seiner heutigen Sitzung eine Angebots- und Bedarfsüberprüfung des Suchtbereichs im Kanton Basel-Stadt zur Kenntnis genommen. Die Ergebnisse der Überprüfung zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Akteure im Suchtbereich das Gesamtangebot positiv einschätzt. Medienmitteilung des Regierungsrates

Abstimmungskampf Geldspielgesetz: Spielsucht ist kaum ein Thema

Der Abstimmungskampf um das neue Geldspielgesetz wird von beiden Seiten heftig geführt. Kaum ein Thema aber war die Spielsucht. Petra Baumberger vom Fachverband Sucht geht mit beiden Seiten hart ins Gericht. Artikel auf WOZ-Online.

Welttag ohne Tabak am 31. Mai

Am 31. Mai ist der Welttag ohne Tabak. Das Thema des diesjährigen Welttages ist der oftmals unterschätzte Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Schweiz sterben jedes Jahr 9500 Personen an den direkten Folgen des Tabakkonsums. Das sind pro Tag 26 vermeidbare frühzeitige Todesfälle. Nach Lungenkrebs sind Erkrankungen der Herzkranzgefässe die häufigste Todesursache.  Kampagnenseite der WHO, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Informationen zum Weltnichtrauchertag in Deutschland.

Social Media verleitet Teens zum Alkoholkonsum

Die Nutzung von Social Media und der Alkoholkonsum minderjähriger Nutzer stehen in einem signifikanten Zusammenhang. Researcher der University of Pennsylvania haben herausgefunden, dass beliebte Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat junge Menschen dazu verleiten, öfter risikoreiche Mengen an Alkohol zu konsumieren. Artikel auf pressetext.com

Übertragbare Krankheiten im Strafvollzug

Was sind die (kosten-)effektivsten Möglichkeiten, um übertragbare Krankheiten im Strafvollzug zu verhindern und zu kontrollieren? Eine gemeinsame Publikation (auf Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Die zwei Agenturen raten, die Prüfung auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV allen Leuten im Gefängnis aktiv anzubieten.

Wie riskant ist MDMA?

MDMA, bekannt als Ecstasy, ist illegal, gefährlich – und doch eine beliebte Partydroge. Wie lassen sich die Gefahren minimieren, wenn man es wirklich nicht lassen will? Artikel auf Zeit Online.

USA: Behörde verlangt interne Dokumente von E-Zigaretten-Herstellern

Vor rund einem Jahr wollte der US-Kongress die Hersteller von E-Zigaretten verpflichten, zu beweisen, dass ihre Produkte eine sichere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sind. Ein Einschnitt, der die grossen Tabakkonzerne hart getroffen hätte. Gleichzeitig geht es um die Frage, ob auch viele Nichtrauchende zur E-Zigarette greifen. Eigentlich ist der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige in den USA streng verboten. Trotzdem erhalten sie die Produkte – sei es im herkömmlichen Handel oder per Online-Bestellung. Im Fokus stehen hier vor allem «Juul Labs»-Produkte. Beitrag auf Infosperber.

Deutschland: Rauschgiftkriminalität gestiegen

Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist das siebte Jahr in Folge gestiegen. So haben Konsum und Handel von Drogen in Deutschland zugenommen. Im Zusammenhang mit Cannabis und Kokain wurden die meisten Straftaten begangen, Artikel auf Spiegel Online. Kritischer Beitrag zum (angeblich) stark zunehmenden Kokainhandel findet sich auf dem Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

«Onlinesucht» in der Schweiz

Der vorliegende Synthesebericht zu Onlinesucht beschreibt die Problemlast, den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen in der Prävention, Früherkennung und Frühintervention sowie der Behandlung und zeigt auf, wer betroffen ist. Er identifiziert neue Probleme und zeigt den Handlungsbedarf auf. Ein Bericht (pdf, 17S.) von GREA und dem Fachverband Sucht.

Alkohol: Die Scheinmedizin

Viele Menschen benutzen Alkohol, um psychische oder körperliche Leiden zu lindern. Betroffene erzählen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Opiatabhängigkeit : "Ich bin abhängig, aber nicht suchtkrank"

Thomas Möller spritzt sich Stoff und hat einen normalen Bürojob. Seit 30 Jahren nimmt er Opiate. Ohne sie leben? Unvorstellbar. Über eine Sucht inmitten der Gesellschaft. Beitrag auf Zeit Online.

Für Cannabis-Studien, aber gegen Legalisierung

In der Schweiz sollen wissenschaftliche Studien zur regulierten Abgabe von Cannabis ermöglicht, aber keine Legalisierung in Angriff genommen werden. In diesem Sinne hat die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) über Vorstösse entschieden. Zudem reichte sie eine Motion ein, um den medizinischen Einsatz von Cannabis zu erleichtern. Medienmitteilung der Kommission.

Moderater Alkoholkonsum ist nicht gesund

Von wegen gesund. Schon moderate Mengen Alkohol können schädlich sein, wenn sie regelmässig getrunken werden. Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge müssten die Grenzen für risikoarmen Konsum in vielen Ländern gesenkt werden. Das Forschungsteam hat errechnet, dass sich mehr als 100 Gramm Reinalkohol pro Woche lebensverkürzend auswirken. Die Grenze liegt somit bei etwa 8-10 Standardgläsern Alkohol pro Woche. Artikel auf Drugcom.de

Wenn Alkohol zum Medikament wird

Manche Menschen greifen zu Alkohol, um psychische oder körperliche Leiden zu lindern. Damit steigt das Suchtrisiko. Zudem können Symptome der Grunderkrankung stärker werden. Am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme vom 24. Mai bringen Stand- oder Plakataktionen, Theater oder Kinoabende das Thema der Öffentlichkeit näher. Organisationen der Suchtberatung und -therapie machen so auch auf ihre Hilfsangebote aufmerksam. Medienmitteilung auf den Seiten von Sucht Schweiz.

Dieses Bier ist übrigens krebserregend

Schockfotos auf Kippenschachteln sollen Raucher abschrecken. Wie wär's mit Warnhinweisen auf Alkohol? Zeit-Online hat 38'000 Leser zur schädlichsten Droge befragt. Zum Artikel

Mortalität in substitutionsgestützten Behandlungen

Zwischen 1992 und 2016 sind gemäss Behandlungsregister gesamthaft 1 057 Personen verstorben. Bei einem Total von 69 596 Personen-Jahren ergibt sich eine mittlere jährliche Sterberate von 1,5%. Diese ist seit 1992 unverändert. Der Fachartikel (pdf, 2S.) "Mortalität in substitutionsgestützten Behandlungen im Kanton Zürich, 1992-2016" ist im Rahmen der Begleitforschung der Methadonbehandlungen im Kanton Zürich entstanden.

Jahresbericht Strategie Sucht

Mit der Nationalen Strategie Sucht 2017 – 2024 beabsichtigt der Bundesrat, die Prävention von Suchterkrankungen und deren Früherkennung zu stärken sowie die Behandlung von suchterkrankten Menschen langfristig zu sichern. Der Jahresbericht 2017 (pdf, 13S.) steht zum Download bereit.

Jahresbereicht 2017 des Tabakpräventionsfonds

Das Nationale Programm Tabak 2008–2016 wurde durch die Nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) abgelöst. Diese Strategie stellt die handlungsleitende Grundlage für den Tabakpräventionsfonds (TPF) dar. Der Jahresbereicht 2017 (pdf, 20S.) des Tabakpräventionsfonds steht zum Download bereit.

Deutschland: Zahl der Drogentoten leicht gesunken

In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1.272 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Gezählt wurden allerdings nur Menschen, die verbotene Substanzen nahmen. Beitrag auf Zeit Online.

Verordnung zum Geldspielgesetz

Am 10. Juni stimmt das Volk über das Geldspielgesetz ab. Im Hintergrund sind die Arbeiten schon einige Schritte weiter: Schon jetzt sind die Verordnungen zum Gesetz in Vernehmlassung. Insgesamt drei Verordnungen zum Geldspielgesetz hat das Bundesamt für Justiz in Vernehmlassung geschickt. Eine davon, die Verordnung über Geldspiele, ist für die Prävention und Suchthilfe sehr wichtig: Sie präzisiert die Massnahmen zum Spielerschutz und zur Prävention von Spielsucht, die das Gesetz vorschreibt. Deshalb haben der Fachverband Sucht und seine Schwester-Organisationen, GREA und Ticino Addiction, ausführlich Stellung genommen (pdf, 9S.) dazu.

Was bringen Mindestpreise für Alkohol?

Schottland führt als erstes Land einen Mindestpreis für Alkohol ein. Es zeigte sich, dass ein Mindestpreis besonders preissensitive Gruppen treffen würde, also beispielsweise starke Trinker oder Jugendliche, die ihre Alkoholexzesse vom Taschengeld bezahlen müssen. Artikel der FAZ.

Schweizern sind Alkohol-Warnungen egal

Wer viel Alkohol trinkt, wird häufiger gewalttätig oder Opfer von Gewalt. Zudem ist das Risiko, an sieben verschiedenen Krebsarten zu erkranken, erhöht. Diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich erwiesen, stossen bei Schweizer Konsumenten aber auf taube Ohren. Das zeigt ein Test, der im Rahmen des Global Drug Survey durchgeführt wurde. Dabei wurden den Umfrageteilnehmern Alkoholetiketten mit Botschaften vorgelegt, die zum gemässigten Konsum anregen, indem sie auf die gesundheitlichen Risiken aufmerksam machen. Danach wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie die Informationen zum Überdenken ihres Alkoholkonsums bringen. Artikel auf 20 Minuten

Medizinisches Cannabis – eine valide therapeutische Option

Das Interesse für eine medizinische Anwendung von Cannabis ist gross und die Anzahl der Ausnahmenbewilligungen beim BAG ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Doch wann und bei wem wirkt Cannabis? Beitrag auf Spectra Online.

Tabakrauchen schädigt Gefässe wesentlich stärker als Cannabis

In einer Langzeitstudie mit Cannabiskonsumierenden konnten nur geringfügige Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gefässverkalkung gefunden werden. Das grösste Risiko geht bei den meisten Cannabiskonsumierenden vom Tabakkonsum aus. Für ihre Untersuchung verwendete das Forschungsteam die Daten einer Langzeitstudie aus den USA, an der über 5.000 Personen teilgenommen haben. Artikel auf drugcom.de

Global Drug Survey: Kokain wird schneller geliefert als eine Pizza

Für die grösste Drogen-Umfrage der Welt, die Global Drug Survey, wurden 130'000 Personen zu ihrem Konsum befragt. Darunter auch 5600 Schweizer. Auffallend: Neben Alkohol, Tabak und Cannabis ist auch Kokain hoch im Kurs: 15 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten gekokst zu haben. Und um an den Stoff zu kommen, mussten sie nicht lange warten, wie eine weitere Auswertung der Umfrage zeigt. Artikel auf 20 Minuten

Mit dem Rauchen Schluss gemacht

Die Zigarette war der ständige Begleiter von Friederike Zoe Grasshoff, die langlebigste aller Liebesbeziehungen. In diesem Artikel auf #12 schreibt die Journalistin und Schauspielerin über ein ungesundes Verhältnis und die Hölle des Abschieds.

Warum Gesundheit keine Privatsache ist

Welcher Mensch käme von sich aus auf die Idee, es bedeute Freiheit, sich ein Papierröllchen voll mit 250 Giften in den Mund zu stecken? In der Realität zünden sich die meisten Raucher ihre Zigarette an, weil sie eben nicht frei, sondern abhängig von Nikotin sind. Diese alberne Idee der Freiheit ist nicht im Kopf des Rauchers entstanden, sondern in den Marketingabteilungen der Zigarettenindustrie: "Liberté toujours", der Marlboro-Mann in endloser Weite, die junge Frau, die mit der Flappe im Mund aus gesellschaftlichen Zwängen ausbricht, all das ist eine von Big Tobacco sorgfältig und mit viel Geld inszenierte Vorstellung, mit der die Branche ihre Kunden manipuliert. Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Massnahmen gegen Alkoholkonsum: "Ich halte Mindestpreise für eine sehr gute Idee"

Fast elf Liter reiner Alkohol pro Jahr: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Vladimir Poznyak von der Weltgesundheitsorganisation rät zu harten Massnahmen. Er empfiehlt Maßnahmen wie: Mindestpreise festlegen, Reklame verbieten, wie bei Zigaretten auf Etiketten vor Gesundheitsschäden warnen und den Verkauf einschränken. Artikel auf Spiegel Online.

Neues Jugendschutzlabel

Veranstalter von Festivals und Events sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Zu ihrer Unterstützung lanciert das Blaue Kreuz das Jugendschutzlabel «Phil Good». Engagierte Veranstalter werden dadurch für ihre Jugendschutzbemühungen ausgezeichnet. www.philgoodlabel.ch

Viel Alkohol führt früh in die Demenz

Alkohol ist der Hauptrisikofaktor für eine früh beginnende Demenz. Mehr als die Hälfte der Demenzkranken unter 65 Jahren hat ein Alkoholproblem. Artikel in der Ärzte Zeitung

Lässt sich Kriminalität in Grossstädten bekämpfen? Anscheinend ja. Und die Bürger sind dabei fast wichtiger als die Polizei

Die US-amerikanischer Metropolen zwischen den Siebziger- und Neunzigerjahren waren von Gewalt geprägt. Manche Stadtteile waren regelrechte Kriegszonen, geprägt von brutalen Jugendgangs und Schiessereien zwischen rivalisierenden Crack-Dealern. Heute sind solche Zustände unvorstellbar. Der Central Park ist seit Jahren ein sicherer, bis in die Nacht belebter Ort. Viele Experten sahen noch Mitte der Neunzigerjahre eine Welle der Jugendgewalt auf das Land zurollen. Zwischen 1985 und 1993 hatte sich die Zahl der von Jugendlichen begangenen Morde nahezu verdoppelt. Doch dann sank die Mordrate. Ende der Neunzigerjahre erreichte sie den niedrigsten Stand seit Ende der Sechzigerjahre. Lokale Initiativen zeigen sich hier als besonders wichtig. Artikel im brand eins.

Schottland: Warum billiger Alkohol teurer werden sollte

Schottland geht gegen Komasaufen vor: Die Regierung hat einen Mindestpreis für Alkohol eingeführt. Dieser beträgt umgerechnet rund 60 Rappen pro Alkoholeinheit, also pro zehn Milliliter puren Alkohol. Das Gesetz zielt vor allem auf billige Getränke mit hohem Alkoholgehalt ab, die bei Personen mit problematischem Alkoholkonsum beliebt sind, Artikel auf tagesanzeiger.ch. Ein solcher Mindestpreis würde auch in Deutschland übermässigen Konsum verhindern, meinen Experten, Artikel auf Zeit Online.

Zigarettenmüll in Frankreich

Mindestens 4300 Milliarden Zigarettenstummel werden jährlich weggeworfen. Das entspricht, so eine Studie (pdf, 72S.) der Weltgesundheitsorganisation, zwischen 30 und 40 Prozent der Abfälle, die in Städten und an Stränden aufgesammelt werden. Auch Frankreich kämpft mit den Folgen des Qualmens: Von den gut 53 Milliarden legal verkauften Zigaretten jährlich wird rund die Hälfte auf dem Boden entsorgt. In Paris verschandeln die Kippen Parks, öffentliche Plätze und das Seine-Ufer. Laut Stadtverwaltung fallen jährlich 315 Tonnen Kippen an. Artikel auf Spiegel Online.

Hustensaft als Partydroge: Kommt die Rezeptpflicht?

Codeinhaltige Hustensäfte sind von der Heilmittelbehörde Swissmedic in die Abgabekategorie C eingeteilt worden. Das bedeutet, dass sie von Fachpersonal in Apotheken ohne ärztliches Rezept abgegeben werden dürfen. Dies könnte sich durch die aktuelle Revision des Heilmittelgesetzes bald ändern. Codein ist eine Substanz aus der Familie der Opiate und ist verwandt mit schweren Rauschmitteln wie Heroin und Morphium. Artikel auf srf.ch

Rauchen im Auto erhöht das Crashrisiko

Rauchen im Auto ist doppelt gefährlich. Nicht nur schädigt der blaue Dunst die Organe, die Fluppe am Steuer scheint einer aktuellen Studie zufolge auch das Unfallrisiko zu erhöhen. Artikel auf drugcom.de

Wie der Drogenhanel im Darknet funktioniert

Eine Recherche (Video, 7. Min.) des Tages Anzeigers zeigt, wie einfach Drogen im Netz zu erwerben sind.

Opioid-Krise in den USA: Stürzte täglich eine Boeing ab, würden wir doch auch etwas ändern

Hunderttausende Menschen in den USA nehmen Opioide oder sind abhängig von ihnen. Sie schlucken Schmerzmittel wie Oxycodon oder spritzen sich Heroin oder das oft stärker wirkende Fentanyl. Schuld daran ist auch, dass Medizinerinnen und Ärzte entsprechende Medikamente in den USA jahrzehntelang mitunter leichtfertig verschrieben haben. Vergangenen Oktober rief Präsident Donald Trump den nationalen Gesundheitsnotstand aus. Doch das wird das Problem nicht lösen, da ist sich Ruth Dreifuss sicher. Die Vorsitzende der Weltkommission für Drogenpolitik fordert einen radikalen Sinneswandel im Umgang mit der Krise. Beitrag von Dreifuss in der Wochenzeitung Zeit.

Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit

"Suchtprävention muss eben auch gleichzeitig anknüpfen an eine Verringerung oder Bekämpfung der sozialen Ungleichheit, sonst wird sie keinen Erfolg haben." Vortrag (pdf, 10S.) von Christoph Butterwegge an der der Fachkonferenz 2017 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Halluzinogene rütteln am Fundament unseres Bewusstseins

Sie wachsen im Vorgarten, auf der Kuhweide oder werden künstlich hergestellt. Es gibt eine Vielzahl an Substanzen, die eine halluzinogene Wirkung haben. Gemeinsam ist ihnen eine aussergewöhnliche psychoaktive Wirkung, die vielleicht als traumähnlich beschrieben werden kann. Für manche der Konsumierenden wird der Trip ins Wunderland allerdings zum Albtraum. Beitrag auf drugcom.de

Hepatitis C: Epidemiologie Schweiz 1988-2015

Dieser Beitrag analysiert anhand den Daten der obligatorischen Hepatitis-C-Überwachung von 1988-2015 die Entwicklung der akuten HCV-Infektionen und der neu gemeldeten nicht-akuten Fälle. Beitrag (pdf, 12S., auf Englisch) im Swiss Medical Weekly.

Juuling: E-Zigaretten-Hype an US-Highschools

Das Gadget, das den Eltern von US-Teenagern und den Bossen der globalen Zigarettenmultis Angst macht, sieht von aussen aus wie ein längerer USB-Stick. Es lässt sich am Laptop aufladen, reimt sich auf "cool" - und macht seine jungen User süchtig. Nikotinsüchtig. Artikel auf Spiegel Online. Was ist Juuling? Beitrag von Inside Edition (Englisch, auf Youtube).

Verkauf von E-Zigaretten mit Nikotin ab sofort in der Schweiz erlaubt

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) muss vor Gericht eine Niederlage einstecken. Seine Allgemeinverfügung, die den Verkauf von nikotinhaltigen Flüssigkeiten für E-Zigaretten verbot, sei fehlerhaft. Deshalb dürfen nun solche Flüssigkeiten in der Schweiz verkauft werden. Das berichtet «10vor10». «Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom letzten Dienstag können nikotinhaltige E-Zigaretten und Liquids in die Schweiz importiert und hier auch verkauft werden», bestätigt Judith Deflorin, Leiterin des Fachbereichs Marktzutritt beim BLV. Beitrag auf 10vor10.

Alkoholpräventionsgesuche: Aufruf für reguläre und Kleinprojekte

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit in einem vereinfachten Verfahren ein Kleinprojekt einzugeben. Kleinprojekte sind Projekte, deren Gesamtkosten 40 000 Franken nicht übersteigen und die durch den Fonds mit maximal 20 000 Franken unterstützt werden. Das Eingabedatum beim Bund ist der 15. September.

Die Gegner des Geldspielgesetzes liegen vorn

Eine Mehrheit ist gemäss der Tamedia-Umfrage momentan gegen das Geldspielgesetz. Aktuell sind 53 Prozent dagegen oder eher dagegen und nur 42 dafür oder eher dafür. Es könnte also eng werden für die Vorlage, schreiben die Autoren in ihrem Kommentar zur Umfrage. Erfahrungsgemäss legen Behördenvorlagen aber eher zu, je näher der Abstimmungstermin rückt. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ein Bier beim Boxenstopp im Autobahnrestaurant?

Bald wird's wieder möglich sein. Ein Raststätten-Betreiber hat es geschafft, aus seinem eigenen Geschäftsinteresse eine politische Mehrheit zu formen. Wie? Darum geht's in der neusten Folge (20 Min.) von 'Einfach Politik'. 'Einfach Politik' ist der neue Podcast von Radio SRF zur Schweizer Politik.

Stoffe im Dampf von E-Zigaretten sind krebserregend

E-Zigaretten entwickeln im Dampf grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Beim Testrauchen im Labor wurden bei 60 Prozent aller Proben sogar krebserregendes Formaldehyd und lungenschädigendes Diacetyl gefunden. Das haben Forscher der «Harvard T.H. Chan School of Public Health» in Boston festgestellt. Beitrag auf Infosperber.

Fakten und Zahlen der Zollverwaltung

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) erfüllt zahlreiche Aufgaben für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat. Dabei geht es sowohl um die Erhebung von Zöllen, Verbrauchssteuern und Lenkungsabgaben als auch um die Umsetzung von über 200 zollrechtlichen und nichtzollrechtlichen Gesetzen und Verordnungen. Die Ausgabe Fakten & Zahlen 2018 (pdf, 52S.) steht zum Download bereit. Mitunter werden auch Zahlen zu Alkohol, Tabak und verschiedene illegale Drogen dargestellt.

Karlsruhe stimmt für ersten Drogenkonsumraum

Die Stadt Karlsruhe will den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg einrichten. Der Gemeinderat stimmte gestern für eine solche Anlaufstelle. In ihr sollen schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen konsumieren können. Artikel im Deutschen Ärzteblatt.

Was von den Pionieren der Drogenpolitik blieb

Methadon oder Therapie: Das sollte keine Frage der Ideologie mehr sein. Doch die alten Gräben sind noch da. Artikel (pdf, 5S.) im Tages Anzeiger.

Cannabinoide in der Medizin

Das Unterkapitel "Cannabinoide in der Medizin" ist neu im Handbuch Praxis Suchtmedizin aufgeschaltet. Das Handbuch beinhaltet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen mit problematischem Konsum oder Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen. Das Handbuch versteht sich als Unterstützung für Hausärzte sowie Notfallärzte, Apotheker, Gesundheitsdienste des Straf- und Massnahmevollzuges und Fachleute aus der Psychiatrie.

Drug-Checking in Zürich: Substanz-Auswertungen 2017

2017 hat das Team des Drogeninformationszentrums der Stadt Zürich über 2000 eingereichte Drogenproben getestet und rund 3300 Partydrogenkonsumierende über gesundheitliche Risiken informiert. Während der Wirkstoffgehalt des getesteten Kokains 2017 generell weiter gestiegen ist, waren einzelne Proben sehr stark verunreinigt. Der Ecstasykonsum bleibt riskant; nur noch knapp ein Viertel der Pillen sind «normal» dosiert. Ergebnisse der verschiedenen Substanz-Auswertungen 2017, Medienmitteilung Sozialdepartement der Stadt Zürich, Artikel auf NZZ Online. Beitrag auf dem Drogerie-Blog der Tageszeitung taz zur Entwicklung des Wirkstoffgehalts in Ecstasypillen in Deutschland und der Schweiz.

Besteuert der Bund legale Cannabis-Blüten unrechtmässig?

Die Branche bescherte dem Bund letztes Jahr Steuereinnahmen von 15 Mio. Fr. Doch gibt es dafür eine gesetzliche Basis? Laut Katja Cupa, Juristin und Doktorandin an der Universität Zürich, ist die Steuer ungerechtfertigt: «Damit eine Steuer erhoben werden darf, braucht es eine gesetzliche Grundlage, die präzis ist.» Dies bedeute, dass das Tabaksteuergesetz die Produkte benennen muss, die versteuert werden sollen. Genau diese Information sei dem Tabaksteuergesetz aber nicht zu entnehmen. Die Eidgenössische Zollverwaltung wollte sich dazu gegenüber SRF nicht äussern, da diesbezüglich am Bundesverwaltungsgericht zwei Verfahren hängig seien. Für die Eidgenössische Zollverwaltung ist die Erhebung der Tabaksteuer auf legale Hanf-Blüten jedoch rechtmässig. Beitrag im 10vor10.

Wer im Nationalrat das Kiffen vermisst – und wer Angst davor hat

Das Online-Magazin Vice hat die 200 Mitglieder des Nationalrats gefragt, ob sie schon einmal gekifft hätten. Resultat: Das Gras ist rar im Bundeshaus. Die meisten verneinen, jemals Erfahrungen mit Cannabis gemacht zu haben. Sie wollen sich nicht vorstellen, wie sich ein Rausch auswirken könnte, können dem Rauchen eines Joints nichts Gutes abgewinnen und schenken sich – so eine der meistgenannten Antworten – zwecks Entspannung lieber ein Glas Wein ein. Beitrag auf Vice, Glosse in der Aargauer Zeitung.

Frankfurt: Kaum Heroin in Heroin

Was ist eigentlich in illegalen Drogen enthalten? Das wollte die Stadt Frankfurt wissen und hat Proben aus drei Drogenkonsumräumen untersuchen lassen. Vor allem der Wirkstoffgehalt von Heroin war deutlich geringer als erwartet. Artikel auf drugcom.de

Strassenumfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren?

Vor 75 Jahren machte der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit der Droge LSD. Swissinfo stellte in Winterthur die Wochenfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren? Zum Video

Beim Gamen die Skills von morgen erwerben

Die Generation der Digital Natives drängt auf den Arbeitsmarkt. Dabei können sie von ihrer Erfahrung mit Videogames profitieren – nicht nur als Pilotinnen und Chirurgen. Artikel im Forschungsmagazin horizonte

Das tägliche Glas Wein...

Der Tages Anzeiger hat im Zeitraum der letzten drei Jahre Schlagzeilen zum "täglichen Glas Wein" und die Studien, die dahinter stehen, gesammelt und ausgewertet. Wer sich vom Resultat die endgültige Klärung der Frage erhofft, ob ein Glas Wein nun gesund oder ungesund ist, muss leider enttäuscht werden. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Newsletter Infodrog

Der April-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Video zum Umgang mit Alkohol

In diesem Video werden kurz und leicht verständlich Informationen zum Thema Alkohol vermittelt. Es zeigt, wann Alkohol vom Genuss zum Risiko wird, welche Auswirkungen ein zu hoher Alkoholkonsum haben kann und in welchen Situationen komplett auf Alkohol verzichtet werden sollte. Es beschreibt zudem Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können, und zeigt Hilfemöglichkeiten auf. Das Video ist in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi) jeweils mit Untertiteln verfügbar. Eine Video des Deutschen Caritasverband e.V.

Auch in Bern wird gekokst – aber niemand merkts

Gemessen am Kokainkonsum sind die Schweizer Städte Europameister: Fünf Schweizer Städte – darunter Bern auf Platz 8 – finden sich in der Rangliste der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. In einem Zeitraum von einer Woche wurde das Abwasser auf Drogenrückstände untersucht. Insbesondere 2017 stellte die Beobachtungsstelle in der Schweiz einen stark erhöhten Kokainkonsum fest: In Bern wird mehr als anderthalb mal soviel wie im Vorjahr geschnupft. Artikel auf #12

Pathologischen Medien- und Internetgebrauch

Digitale Medien bieten einerseits zahlreiche Vorteile und Chancen, andererseits aber auch Risiken. Diese Risiken können körperliche, psychische und soziale Bereiche betreffen und im schlimmsten Falle pathologische Ausmasse annehmen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 sind etwa 1% der 14-65-Jährigen in Deutschland internetabhängig, was einer Zahl von 560.000 Personen entspricht. Digitale Medien sind aber nicht per se abhängigkeitsfördernd. Daher ist es sinnvoll, das Thema von den Schnittstellenbereichen der Pädagogik, des Jugendschutzes und der Suchtprävention und -hilfe aus zu betrachten. Broschüre (pdf, 8S.) "Pathologischer Medien- und Internetgebrauch" des Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr in Deutschland.

Broschüren in leichter Sprache

In der Reihe "Ein Heft in Leichter Sprache" sind die Broschüren "Glücksspiele sind riskant" und "Medikamente - ab wann sind sie gefährlich?" erschienen. Diese Broschüren sind für Menschen gedacht, denen das Lesen schwerfällt. Die Risiken und die Folgen des Glücksspielens und der Medikamenteneinnahme werden beschrieben, und es finden sich, wie üblich in dieser Reihe, Hinweise auf Hilfeangebote und Telefonnummern ausgewiesen. In der Reihe liegen bereits Broschüren zum Alkohol, zum Rauchen und zum Kiffen vor. Herausgeberin ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS

Warum Alkohol aggressives Verhalten fördert

In einer australischen Studie konnte aufgezeigt werden, dass unter dem Einfluss von Alkohol die innere Stimme der Vernunft zu verstummen scheint. Artikel auf drugcom.de

LSD ist wieder in – aber diesmal bei Medizinern

Verschrien als Hippiedroge lag das Potenzial von LSD in der Medizin lange brach. Seit Kurzem wird wieder mehr geforscht. Beitrag auf SRF.ch

Rauschtrinken in Freiburg: Ein Aktionsplan will Gegensteuer geben

Der Aktionsplan greift sieben ermittelte Bedürfnisse auf, die seitens politisch-administrativer Behörden eine Reaktion im Interesse der öffentlichen Gesundheit verlangen. Die drei Hauptproblembereiche sind Rauschtrinken, Alkoholabhängigkeit sowie chronischer Alkoholkonsum. Die vier anderen Problembereiche, bei denen eine Intervention angezeigt ist, sind Alkohol am Steuer, Alkoholkonsum während Schwangerschaft und Stillzeit, Alkohol und Berufsleben sowie Wechselwirkungen zwischen Alkoholkonsum und Medikamenteneinnahme. Artikel auf SRF.ch

Spielerschutz: Mit vereinten Kräften gegen Spielsucht

Jährlich werden in der Schweiz Tausende Spielsperren für Casinos verhängt. Die Sozialarbeiter bei der Fachstelle für Suchtverhalten in Luzern entscheiden, ob diese wieder aufgehoben werden. Sie wissen auch: Sperre ist nicht gleich Sucht. Beitrag (pdf, 2S.) der Luzerner Zeitung.

Alkohol: Obergrenze für risikoarmen Konsum neu definiert

Ein regelmässiger Konsum von mehr als 100 Gramm Alkohol pro Woche verkürzt das Leben erheblich, wie ein internationales Forscherkonsortium in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht. Wer dauerhaft mehr als zwei Liter Bier oder eine Flasche Wein pro Woche konsumiert, riskiert mehr Schlaganfälle, tödliche Aneurysmen und Herzversagen sowie eine insgesamt höhere Gesamtsterblichkeit. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf Zeit Online

Cannabispolitik: Massnahmen zur Befähigung, zum Schutz und Hilfen

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS fordert in ihrer Stellungnahme (pdf, 29S.) den bestmöglichen Schutz junger Menschen vor den Risiken und Schäden des Cannabiskonsums hinsichtlich ihrer Gesundheit, psychosozialen Entwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe.

Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabiskonsum

Nicht der Cannabiskonsum führt zu Arterienverkalkung, sondern der Tabakrauch: zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie. Regelmässiger Cannabiskonsum ist demnach nur dann schädlich für die Herzarterien, wenn Cannabis zusammen mit Tabak konsumiert wird. Artikel auf NZZ Online.

Jahresberichte

Österreich verbietet Rauchen im Auto

Wer in Österreich mit Kind und Kippe im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1000 Euro Bussgeld. Ähnliche Verbote gibt es auch in anderen Staaten - nicht so in Deutschland. Artikel auf Spiegel Online.

Holland: Abschaffung der Raucherbereiche in der Gastronomie

Im Februar hatte der niederländische Gerichtshof in Den Haag beschlossen, dass die Raucherräume in der Gastronomie abgeschafft werden müssen. Der Staatssekretär für Volksgesundheit, Gemeinwohl und Sport gab nun bekannt, dass die Gastronomiebetriebe zwei Jahre lang Zeit haben, die Abschaffung der Raucherräume in die Tat umzusetzen. Der Beschluss passt perfekt zu den Plänen des Kabinetts Rutte III, das nach einer rauchfreien Gesellschaft strebt. Beitrag auf NiederlandeNet.

Jeder zweite Patient nimmt Psychopharmaka

Psychische Störungen verursachen Kosten von knapp ­sieben Milliarden – Experten orten grosses Sparpotenzial. Beitrag der Berner Zeitung.

Rauchen tötet - vor allem einen Teil unserer Gesellschaft

In Deutschland sterben arme Bürger mit schlechter Bildung viel früher als Wohlhabende und Gebildete. Eine neue Studie zeigt: Rauchen trägt erheblich dazu bei. Die Forscher machen die Politik für das Gefälle verantwortlich. Artikel auf Spiegel Online.

Internetsucht: Auf der Suche nach den Frauen

Anders als noch in den epidemiologischen Studien der frühen 2000er Jahre sind Frauen laut aktueller Datenlage in Deutschland ebenso häufig vom Störungsbild Internetsucht betroffen wie Männer. Genau dieser Befund ist es, der derzeit wichtige Fragen im Bereich der Versorgung aufwirft. Anders als in der Allgemeinbevölkerung zeigt sich nämlich innerhalb der Einrichtungen, die Angebote zur Beratung oder Behandlung von internetsüchtigen Patienten vorhalten, dass unter den Klienten und Patienten überwiegend Männer vorstellig werden. Somit stellt sich die Frage, wo die betroffenen Frauen und Mädchen sind und welche Hinderungsgründe dafür verantwortlich zeichnen, dass sie so selten den Weg in das spezifische Versorgungssystem finden. Ein Forschungsprojekt geht nun dieser Frage nach. Artikel auf Konturen.

Konsum von E-Zigaretten kann Jugendliche zum Experimentieren mit Tabakzigaretten anregen

Für die Studie wurden 2.186 Zehntklässler, die bislang keinerlei Tabakzigaretten geraucht hatten, im Schuljahr 2015/16 über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet. Zu Studienbeginn gaben 14,3 Prozent dieser Gruppe an, schon einmal E-Zigaretten probiert zu haben. Im Verlauf der sechs Monate begannen 12,3 Prozent der befragten Jugendlichen, zumindest gelegentlich Tabakzigaretten zu rauchen. Zu Studienende zeigte sich, dass Jugendliche mit E-Zigaretten-Erfahrung eher zur Tabakzigarette griffen: So begannen 22 Prozent der Befragten, die bereits E-Zigaretten probiert hatten, auch mit dem Tabakrauchen. Von den Jugendlichen, die zuvor keinerlei E-Zigaretten-Erfahrung hatten, fingen 10 Prozent mit dem Tabakrauchen an. Medienmitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zu einem ähnlichen Schluss kommen Forscher der University of California San Farncisco in einer im Februar 2018 in in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie.

GHB - Der schmale Grat zwischen Rausch und Koma

GHB wurde ursprünglich als Narkosemittel entwickelt. In geringen Dosen hat die farblose Flüssigkeit eine alkoholähnliche Wirkung, die in der Partyszene auch zum Feiern missbraucht wird. Die Industriechemikalien GBL und BD werden ebenfalls missbräuchlich konsumiert, weil sie im Körper zu GHB umgewandelt werden. Doch der Konsum dieser Substanzen kann schnell fatale Folgen haben. Artikel auf drugcom.de

Zugelassene betäubungsmittelhaltige Präparate im Schweizer Handel

Das aktualisierte Verzeichnis (pdf, 43S.) aller zugelassenen betäubungsmittelhaltigen Präparate im Schweizer Handel ist auf den Seiten von Swissmedic zugänglich.

Internationaler Überblick über die Drug Checking-Angebote

In diesem Bulletin werden 31 Drug Checking-Angebote vorgestellt, die von 29 Organisationen in 20 Ländern Europas, Amerikas und Australasiens betrieben werden. Bulletin des Drug Policy Modelling Program.

Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit

Der vorliegende Bericht (pdf, 30S.) von Infodrog untersucht die Daten der Befragungen von Freizeitdrogenkonsumierenden aus dem Jahr 2016. Die Ergebnisse bieten detaillierte Einblicke in das Konsumverhalten und die damit zusammenhängende Problemlast bei Freizeitdrogenkonsumierenden.

Österreich: Fast 600.000 unterschreiben für rauchfreie Lokale

Fast 600.000 Österreicher machen gegen die rechtskonservative Regierung mobil, weil sie ein geplantes Rauchverbot in der Gastronomie gekippt hat. Das seien weit mehr Stimmen, als zur Einleitung eines offiziellen Volksbegehrens für rauchfreie Lokale notwendig seien, teilten die Initiatoren mit. Für eine Debatte im Wiener Parlament hätten schon 100.000 Unterschriften gereicht. Artikel auf Spiegel Online

Legales Marihuana für die Niederländer

Schon seit Jahren wird in den Niederlanden über die Regulierung des Cannabisanbaus diskutiert. Der Verkauf von Marihuana wird zwar geduldet, der Anbau und der Handel sind aber verboten. Bisher hatten die Kunden von Coffeeshops häufig keine Kontrolle darüber, welche Inhaltsstoffe in ihren Produkten vorhanden sind. Nun soll in einem Experiment Cannabis unter staatlicher Kontrolle angebaut und verkauft werden. Beitrag auf NiederlandeNet

Forschungsprojekt "Pflegende Kinder und Jugendliche": Interviewpartner gesucht

Das Projekt «Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als pflegende Angehörige in der Schweiz» von Careum erforscht quantitativ und qualitativ die Natur und Charakteristik von pflegenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz. Die Studie, die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wird, füllt damit eine wichtige nationale und internationale Forschungslücke. Für das Projekt werden betroffene Familien, die über ihre Erfahrungen sprechen möchten, gesucht. Mehr Informationen zu den Interviews sind in einem Flyer (pdf, 2S.) erhältlich.

Nightlife und Freizeitdrogenkonsum: Coordination Nationale

Die Coordination Nationale ist die gemeinsame Veranstaltung der Fachgruppen der beiden Fachverbände (Fachverband Sucht und GREA) im Bereich Nightlife und Freizeitdrogenkonsum und wird von Infodrog koordiniert. Der Bericht (pdf, 3S.) zur Veranstaltung 2018 ist vorhanden.

Steigt der THC-Gehalt, nimmt die Inanspruchnahme der Drogenhilfe zu

Die Verbreitung hochgezüchteter Cannabissorten hat Auswirkungen auf die Anzahl der Erstkontakte in der Drogenhilfe. Darauf verweist eine Studie aus den Niederlanden. Artikel auf drugcom.de

Drugscout: Professionelle Begleitung während des Drogenkonsums

Die Berliner Party-Szene diskutiert derzeit über eine Spiegel-Reportage (kostenpflichtig), die vom Tod einer jungen Frau im Berliner Club Berghain berichtet. Ihr Tod - verursacht durch eine Überdosis Ecstasy - wirft Fragen auf: Hätte sie gerettet werden können? Wer trägt in Notfällen dieser Art die Verantwortung? Und wie lassen sich die Risiken, die mit dem Konsum illegaler Substanzen einhergehen, verringern? Der Leipziger Daniel Graubaum setzt sich als "Drugscout" seit mehr als zehn Jahren für mehr Sicherheit in der Partyszene ein. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten

Die Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat im März 2018 die Grundposition "Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten" verabschiedet. Mit diesem Dokument (pdf, 4S.) legt die NAS-CPA ihre Grundposition zur Suchtprävention und zum Jugendschutz dar, definiert Begriffe und formuliert Voraussetzungen für eine zeitgemässe Ausgestaltung der Suchtprävention und des Jugendschutzes aus ihrer Sicht.

Studie zur Kokainabhängigkeit: Studienteilnehmende gesucht

Bislang gibt es weltweit noch kein zugelassenes Medikament zur Therapie der Kokainabhängigkeit. In den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel und in der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) Zürich wird eine internationale, multizentrische Studie durchgeführt, welche die Effektivität eines neuen Wirkstoffs zur Behandlung der Kokainabhängigkeit untersucht. Der chronische Gebrauch von Kokain führt im Hirn zu einem gestörten Antrieb im Glutamat-Kreislauf, welcher bei der Kokainabhängigkeit eine wichtige Rolle spielt und durch die Einnahme dieses Wirkstoffs wiederhergestellt werden soll. Versuche im Tiermodell haben gezeigt, dass der Wirkstoff den Kokainkonsum reduzieren kann. In dieser Studie, soll nun zum ersten Mal evaluiert werden, ob dieser Wirkstoff den Kokainkonsum auch bei kokainabhängigen Personen positiv beeinflusst. Für die Studie werden Personen von guter Gesundheit gesucht, die Kokain über die Nase konsumieren. Studieninteressierte können sich gerne an die Studienteams wenden (Basel: info.Kokainstudie@upkbs.ch, Zürich: Kokain-Studie@bli.uzh.ch).

Tabakproduktegesetz: Aargau will Snus nicht legalisieren

Die Aargauer Regierung begrüsst den Entwurf zum neuen Tabakgesetz, das der Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben hat (Infoset berichtete). Tabakprodukte seien besondere Konsumgüter, die auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch Gesundheitsrisiken nach sich zögen. Mit ganz allen Vorschlägen aus Bern einverstanden ist die Regierung aber nicht. Kritisch steht sie der Legalisierung von Snus gegenüber. Damit sei mit neuen Tabakkonsumierenden zu rechnen, ohne dass die Zahl der Rauchenden deswegen zurückgehen würde, befürchtet man in Aarau. Artikel der Aargauer Zeitung

Süchtig im Online-Casino: «Jetzt isch fertig»

Es braucht wenig – und schon befindet man sich auf dem Smartphone online im Casino. Eine Zugerin zockte so anderthalb Jahre lang und verlor rund 20'000 Franken. Aus lauter Verzweiflung über ihre Spielsucht wollte sie schon vor den Zug springen. Doch dann nahm sie eines Tages all ihren Mut zusammen und outete sich. Artikel auf zentralplus.ch

Focus on Youth, Football & Alcohol FYFA

Die FYFA wird die Politik in den Bereichen Jugend, Sport, Marketing und Alkohol unter besonderer Berücksichtigung des Fussballs auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene überprüfen. FYFA ist eine europäische Initiative und hat ihren Sitz bei Eurocare. www.fyfaproject.eu

Cannabis-Anbau in Deutschland verzögert sich

Eigentlich sollte die Cannabis-Ernte für medizinische Zwecke in Deutschland im kommenden Jahr beginnen. Doch der Termin ist nach einem Urteilsspruch kaum noch zu halten. Artikel auf Spiegel Online

Geldspielgesetz: Koalition zum Schutz der SpielerInnen lehnt Referendum ab

Die Koalition lehnt das Referendum gegen das Geldspielgesetz ab. Angesichts der Argumentation und der Zusammensetzung der Referendumskomitees befürchtet sie bei einer Neuauflage des Gesetzes eine noch weitergehende Liberalisierung des Online-Geldspielmarktes. Medienmitteilung der Koalition. (Infoset berichtete)

Kokain-Konsum in St. Gallen innert fünf Jahren beinahe vervierfacht

Schweizer Städte gehören europaweit zu den Spitzenreitern beim Kokainkonsum am Wochenende: Nicht nur in Zürich, auch in St. Gallen wird besonders viel gekokst. Hier verdoppelte sich im Abwasser die Menge der Koks-Rückstände innert Jahresfrist. Das zeigt eine Studie der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, die in 56 europäischen Städten Abwasser untersuchen liess, Video-Beitrag der Rundschau (10 Min.), Artikel auf SRF. An der «Rundschau»-Theke diskutierte Sandro Brotz mit Andrea Caroni, FDP-Ständerat aus Appenzell Ausserrhoden. Er vertritt die Haltung, man müsse den Kokain-Markt in der Schweiz liberalisieren, Video-Beitrag, Artikel auf SRF.

Jahrbuch Sucht 2018: Deutschland hat ein Alkoholproblem

Die Menschen in Deutschland konsumieren nach wie vor viel Tabak, viel Alkohol und viele illegale Drogen. Das geht aus der neuen Ausgabe des Jahrbuchs Sucht hervor. Der Alkoholkonsum in Deutschland ist laut den jüngsten Zahlen für 2016 leicht gesunken, um rund ein Prozent. Damit setzt sich ein Trend aus den vergangenen Jahren fort. Grund für eine Entwarnung sei das aber nicht, so die Autoren. Der Verbrauch habe sich nur von extrem hoch auf sehr hoch reduziert. Der Verbrauch von Tabakwaren ist 2017 leicht gestiegen. Grund dafür ist vor allem eine Zunahme beim Pfeifentabak. Hier stieg der Konsum im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel. Medienmitteilungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS, Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online

Nasenspray: Wie gefährlich ist die Sucht?

Mindestens 100.000 Deutsche sind laut Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS abhängig von Nasenspray. Ihre Nasenschleimhaut hat sich so sehr an im Spray enthaltene, abschwellende Mittel wie Xylometazolin gewöhnt, dass es zum sogenannten Rebound-Effekt kommt: Schon kurz nach der Anwendung lässt die Wirkung nach, das Gewebe wird wieder dicker und der Patient braucht noch mehr von seinem Suchtmittel. Artikel auf hna.de. Weitere Informationen Nasenspray-Missbrauch sind der Publikation Medikamentenabhängigkeit (pdf, 192S.) der DHS erhältlich.

Wer die Befürworter des Geldspielgesetzes unterstützt

Bisher mussten sich vor allem die Gegner des Gesetzes, über das am 10. Juni abgestimmt wird, Vorwürfe machen lassen. Sie hatten das Referendum nur dank finanzieller Unterstützung durch ausländische Anbieter von Onlinegeldspielen zustande gebracht (Artikel im Abo+ auf tagesanzeiger.ch). Doch auch auf der Gegenseite sind potente Interessen am Werk. Neben den Casinos legen sich vor allem die beiden Lotteriegesellschaften der Kantone, Swisslos und Loterie Romande, vehement für das Gesetz ins Zeug, das sie selber mitgeprägt haben. Artikel auf tagesanzeiger.ch. (Infoset berichtete)

Kinder und Jugendschutz im Schweizer Fussball

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und Pro Juventute präsentieren ihr neustes gemeinsames Konzept für Kinder- Jugendschutz im Schweizer Fussball. Oberstes Ziel ist für die beiden Kooperationspartner, die Integrität von Trainerinnen, Trainern sowie Kindern in den SFV-Vereinen zu stärken und zu schützen. Medienmitteilung der Pro Juventute.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Frühling 2018) steht zum Download bereit. Rauchstopp in der Apotheke; PatientInnen einfach und sicher zur Ber tung bei der Rauchstopplinie anmelden; Aufbau des Vereins «Forum Tabakprävention und Behandlung der Tabakabhängigkeit in Gesundheitsinstitutionen Schweiz» FTGS.

Österreich: Regierung kippt Rauchverbot

In Österreich darf weiterhin in vielen Kaffee- und Wirtshäusern geraucht werden: Die Regierung hat ein für Mai geplantes Verbot zurückgenommen - mit mehreren fragwürdigen Begründungen. Weiter dürfen ab 2019 Tabakwaren nur noch an Volljährige verkauft werden. Ausserdem wird in Autos das Rauchen verboten, wenn Kinder und Jugendliche mit darin sitzen. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online.

Hohe Verfügbarkeit von Alkohol führt vor allem bei Armen zu höherem Konsum

Menschen mit niedrigen Einkommens konsumieren mit höherer Wahrscheinlichkeit viel Alkohol, wenn dessen Verfügbarkeit hoch ist. Demgegenüber wird der Alkohol-Konsum bei den hohen Einkommensgruppen von der Zahl der Verkaufsstellen in ihrer Nachbarschaft weit weniger beeinflusst. Die Ergebnisse des Forscherteams der Universität Edinburgh und Glasgow legen nahe, dass Massnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums, die allein auf das Konsumentenverhalten abzielen, weniger aussichtsreich sind. Die Forscher argumentieren, dass ein radikaler Politikwechsel nötig wäre, um gegen die gesundheitliche Ungleichheit bei den alkoholbedingten Schäden vorzugehen. Die Veränderungen sollten die Reduzierung der Verfügbarkeit von Alkohol beinhalten. Beitrag auf BBC, Artikel auf nacoa.de. In Schottland werden auf den 1. Mai Mindestpreise auf Alkoholika eingeführt, Artikel auf BBC.

Tabak und Nikotin: Neue Fakten geben Orientierung

Der Nikotinmarkt verändert sich schnell: Neben der klassischen Zigarette werden vermehrt auch die Wasserpfeife, Snus und seit wenigen Jahren E-Zigaretten sowie Tabakprodukte zum Erhitzen konsumiert. Doch sind diese Produkte auch wirklich risikoärmer? Sucht Schweiz bringt nun Klarheit: In einem Factsheet-Dossier sind die neusten Forschungsergebnisse zu Inhalten, Verwendung und Gesundheitsfragen pro Produktekategorie übersichtlich dargestellt. Für Menschen, denen der Rauchstopp nicht gelingen will, kann der Umstieg auf alternative Produkte sinnvoll sein, aber die Verbreitung weiterer Produkte führt nicht automatisch zu einer Verbesserung der öffentlichen Gesundheit.

Deutschland: Schlupflöcher der illegalen Online-Casinos

Online-Casinos nutzen das deutsche Regelungs-Chaos für illegale Angebote. Nun schlagen Suchtforscher und Juristen Alarm. Artikel auf swp.de

Volksinitiative: Werbeverbot soll Kinder und Jugendliche vor Tabak schützen

Die Initiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" will ein Werbeverbot in der Verfassung verankern: Untersagt werden soll jede Art von Werbung für Tabakprodukte, die Kinder und Jugendliche erreicht. Zudem soll der bestehende Artikel zur Kinder- und Jugendförderung um den Gesundheitsschutz ergänzt werden. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung,  Video-Beitrag auf tagesanzeiger.ch, Kommentar auf tagesanzeiger.ch. www.kinderohnetabak.ch

Viele Unfälle wegen Medikamenteneinfluss

Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) unterschätzen viele Kfz-Lenker die Gefahren, die durch Einnahme von Medikamenten im Strassenverkehr entstehen, obwohl laut Expertenschätzungen bis zu 30 Prozent der zugelassenen Medikamente Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit haben. Laut KfV könnten demnach zwischen 8 und 25 Prozent aller Verkehrsunfälle direkt oder indirekt auf Medikamenteneinnahme zurückzuführen sein, in absoluten Zahlen wären das zwischen 3000 und 9000 Unfälle. Beitrag auf praevention.at.

US-Behörde will Nikotingehalt von Tabak drastisch senken

In den USA sollen Zigaretten künftig bis zu 80 Prozent weniger Nikotin enthalten und so weniger süchtig machen. Krebsforscher sprechen von einem revolutionären Schritt - geben aber zugleich eine Warnung aus. Studien zeigen, dass Menschen weniger rauchen und eher versuchen aufzuhören, wenn sie zu Zigaretten wechseln, die sehr wenig Nikotin enthalten. Demnach könnte eine Reduzierung des Nikotingehalts um 80 Prozent dafür sorgen, dass fünf Millionen Menschen in den USA innerhalb eines Jahres das Rauchen aufgeben. Artikel auf Spiegel Online.

Vernehmlassung zum Tabakproduktegesetz 2.0

Auf Druck einer Mehrheit von National- und Ständerat verzichtete der Bundesrat im neuen Vorentwurf zum Tabakproduktegesetz auf wirksame Massnahmen gegen Tabakwerbung und -sponsoring (Infoset berichtete). Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz fordert deshalb, zusammen mit 16 Organisationen, eine Überarbeitung der Vorlage, Medienmitteilung der Allianz. Auch Public Health Schweiz (Vernehmlassungsantwort) und die Allianz Gesunde Schweiz (Vernehmlassungsantwort) fordern eine grundlegende Überarbeitung. Artikel auf NZZ Online.

Experimente mit Cannabis sollen legal werden

Der Ständerat will Studien mit Cannabis ermöglichen. Die Motion von Roberto Zanetti (SP/SO) fordert einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz. Wegen mangelnder Rechtsgrundlagen erteilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vergangenes Jahr keine Bewilligung für eine wissenschaftliche Studie zu Cannabis. Die Universität Bern hatte erforschen wollen, wie sich eine Legalisierung auf die Konsumenten und den Markt auswirkt. Im Nationalrat liegt das Thema ebenfalls auf dem Tisch, mehrere Vorstösse sind eingereicht. Die grosse Kammer wird nun als nächstes über Zanettis Motion befinden. Ratsprotokoll vom 15. März. Artikel auf SRF, Beitrag auf 10vor10. (Infoset berichtete)

Zerstört Panikmache den Ruf der E-Zigarette?

E-Zigaretten könnten Rauchern helfen, gelten aber als Einstiegsdroge für Tabak. Eine Studie warnt nun erneut vor immensen Schäden. Leider ist das ziemlich fragwürdig meint eine kommentierende Analyse in der Wochenzeitung Zeit.

Lübecker Memorandum über die Zukunft der Suchtkrankenversorgung in in der Kritik

Das "Memorandum" (pdf, 10S.) der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG Sucht) zielt laut DG-SAS ganz offen auf einen vollständigen Umbau der Suchthilfe und Suchtprävention. Diese Umgestaltung würde das Ende von gleichberechtigten Angeboten der Sozialen Arbeit in der Suchthilfe in Deutschland bedeuten. Die Fragwürdigkeit des Papiers spiegelt sich in der fachlich einseitig von Medizin und Psychologie dominierten Zusammensetzung des Gremiums. Positionspapier (pdf, 7S.) der Deutschen Gesellchaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe DG-SAS. In einer ergänzenden Anmerkung (pdf, 2S.) zum Memorandum begrüsst die DG-SAS die Initiative der DG Sucht zu einer erneuten Diskussion über eine Entstigmatisierung der Suchterkrankungen und der so betroffenen Menschen.

Stigmatisierung und Selbststigmatisierung im Kontext von Suchterkrankungen

In allen Nationen, Kulturen, Religionen sowie in allen sozialen Schichten und Hierarchieebenen finden sich Suchtkrankheiten. Störungen des Substanzmissbrauchs stellen mit einer Prävalenz von 16,6 Prozent der erwachsenen Gesamtbevölkerung die grösste Gruppe psychischer Störungen dar. Trotz der hohen Anzahl werden Suchtkranke häufig ausgegrenzt, diskriminiert und stigmatisiert. Der Stigmatisierungsprozess ist ein komplexes Phänomen von Wechselwirkungen zwischen den Betroffenen und der Gesellschaft. Dabei nehmen meist historisch entstandene und nicht hinterfragte Vorstellungen von Normalität und Normabweichung eine entscheidende Rolle ein. Artikel auf Konturen.

Anwendung von Wirkfaktoren in der Onlineberatung SafeZone.ch

Wie verlaufen Mailberatungen, welche Suchtthemen kommen zur Sprache? Wie gestalten die Fachpersonen eine Onlineberatung, damit Suchtproblematiken angegangen werden können? Welche Wirkfaktoren werden angewandt? Diesen Fragen geht eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG nach. socialdesign untersuchte hierzu den Verlauf und den Inhalt von über 1000 Mailberatungen, die im Zeitraum 2014 bis 2017 auf der Beratungsplattform SafeZone.ch durchgeführt wurden. Studie (pdf, 93S.) und Zusammenfassung (pdf, 5S.) stehen zum Download bereit.

Wer Cannabis liberalisiert, schützt die Jugend

Seit einem Jahr darf jeder Arzt in Deutschland legal Cannabis verschreiben. In Kalifornien sind seit Beginn dieses Jahres Cannabisprodukte auch legal erhältlich, und ab Juli wird Cannabis in ganz Kanada legal erhältlich sein. Damit wird erstmals in einem OECD- und G7-Staat nicht nur der Konsum, sondern auch der Anbau von Cannabis legalisiert. Weltweit zeichnet sich ab, dass immer mehr Staaten auf der Welt diesem Trend folgen. Beitrag auf Zeit Online.

Das neue Geldspielgesetz kommt am 10. Juni zur Abstimmung

Im März 2012 hat das Stimmvolk mit grosser Mehrheit dem Verfassungsartikel über Geldspiele zugestimmt. Nun geht es um die Umsetzung: Das vom Parlament verabschiedete Geldspielgesetz sieht unter anderem vor, dass Schweizer Casinos auch im Internet Geldspiele anbieten können. Dafür sollen ausländische Geldspielangebote gesperrt werden. Verschiedene Jungparteien haben das Referendum dagegen ergriffen. Neu geregelt wird mit dem Geldspielgesetz auch die Besteuerung von Geldspiel-Gewinnen. Der Bundesrat, das Parlament und die Kantone empfehlen in der Abstimmung am 10. Juni 2018 ein Ja zum Geldspielgesetz. Beitrag auf SRF, Beitrag auf 20 Minuten. Gemeinsame Medienkonferenz zum Thema Geldspielgesetz von BR. S. Sommaruga, dem EJPD und FDKL. Medienmitteilung (pdf, 3S.) des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). (Infoset berichtete)

Für die Entkriminalisierung aller psychoaktiver Substanzen

Psychiater Thilo Beck betreut in Zürich Drogensüchtige. Er setzt sich gegen die Stigmatisierung von Abhängigen ein und fordert die Regulierung aller psychoaktiven Substanzen. Ein Interview auf bluewin.ch

Substitutionsbehandlung: Thema im aktuellen Drogenkurier

Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des Jahres 2018 steht das Thema "Substitutionsbehandlung", das aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird. Der Drogenkurier wird vom JES Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Deutschland: Seit einem Jahr gibt es Cannabis in der Apotheke

"Gras" aus der Apotheke - das ist seit einem Jahr in Deutschland möglich. Dazu braucht man einen Arzt, der es verschreibt und frische Ware. Doch Patienten klagen: Genau bei diesen Punkten hake es noch gewaltig, Artikel auf Deutsche Welle, Artikel auf Spiegel Online. Bereits verdienen Unternehmen mit dem Cannabis bereits viel Geld. Und es soll mehr werden, Artikel auf Deutsche Welle

Tabak-Atlas legt die Strategien der Zigarettenindustrie offen

9730 Dollar hat die Tabakindustrie im Jahr 2015 an jedem Toten verdient. An jedem Menschen, der an den Folgen des Rauchens gestorben ist. Insgesamt machten die Unternehmen mehr als 62 Milliarden Dollar Profit, und insgesamt starben weltweit mehr als sechs Millionen Menschen an jenen Folgen. Weil in wohlhabenden Ländern weniger Menschen rauchen, erschliessen die Firmen neue Märkte. Besonders in Asien, dem Nahen Osten und Afrika versuchen die Tabakunternehmen, ihre Zigaretten besser unter die Leute zu bringen. In Niger, Lesotho und Mauretanien etwa steigt die Anzahl der Raucher seit Jahren kontinuierlich an. Beitrag mit Videomaterial auf tagesanzeiger.ch

Halluzinogene: Psilocybin-Rätsel vor Lösung?

Die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin, die in manchen Pilzarten enthalten sind, verursachen beim Konsum LSD-ähnliche, halluzinogene Wirkungen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Warum Pilzarten, die oft nicht näher verwandt sind, diese Wirkstoffe produzieren, war bislang aber ein Rätsel. Dieses könnte nun vor der Lösung stehen. Artikel auf praevention.at

Das Mittel hinter Amerikas Schmerz

In einigen Gliedstaaten nimmt der Heroinkonsum rasant zu. Am Anfang der Epidemie standen verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycontin der US-Pharmafirma Purdue. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Ausführlicher Beitrag der NZZ.

Mut zum Risiko

Das Erlernen eines kompetenten Umgangs mit Risiken ist aus suchtpräventiver Sicht mehrfach relevant. Sie dient dem Aneignen von personalen Ressourcen wie Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitserwartung und hat so eine schützende Wirkung. Die aktuelle Ausgabe (01/2018) von laut & leise widmet sich dem Zusammenhang von Risikokompetenz und potentiell abhängig machenden Genussmitteln. Das Magazin wird herausgegeben von den Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich.

Deutschland: Crystal Meth nur regional von Bedeutung

Der Konsum von Methamphetamin, auch bekannt als Crystal Meth, scheint in Deutschland nur in einzelnen Regionen eine Rolle zu spielen. Hingegen zählen neue psychoaktive Substanzen inzwischen zu den am meisten konsumierten illegalen Drogen nach Cannabis. Das zeigt eine repräsentative Studie mit regionalen Auswertungen einzelner Bundesländer. Beitrag auf drugcom.de

Kokainkick: Lieblingsdroge der Leistungsgesellschaft

Zürich hat damit den drittgrössten Kokainkonsum in ganz Europa. Das weisse Pulver hat längst alle sozialen Schichten durchdrungen, die Kokainmafia ist dank erfolgreicher Geldwäsche längst Bestandteil der Wirtschaft, und Polizei und Zoll sind unterwandert. Alleine in Europa werden mit Kokain jährlich 5,7 Milliarden Euro umgesetzt. Wie kommt das Kokain in die Schweiz? Wie gefährlich ist der «Schnee»? Und wäre es vielleicht sogar sinnvoll, Kokain zu legalisieren, um die Drogenmafia zu bekämpfen? NZZ Format über die Lieblingsdroge der Leistungsgesellschaft: Donnerstag, 8. März um 23 Uhr auf SRF1.

Tabakproduktegesetz: Ein Umdenken ist erforderlich

Die bisherige Geschichte des Tabakproduktegesetzes zeigt, wie wenig im Parlament das Ausmass der gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums wahrgenommen wird. Es geht nicht um gelegentliche gesundheitliche Nebenerscheinungen einer in der Bevölkerung traditionell verankerten Gewohnheit, sondern darum, ob das Parlament weiterhin mit einem Wirtschaftszweig zusammenarbeiten soll, dessen Produkt bei einer Mehrzahl seiner Kunden zu Abhängigkeit und bei der Hälfte zu tödlichen Krankheiten führt. Die Ärzteschaft ist sich der Problematik bewusst, und der praktizierenden ÄrztInnen bieten sich Möglichkeiten, in und ausserhalb der Praxis zur Meinungsbildung beizutragen. Artikel in der Schweizerischen Ärzteteitung.

Deutschland: Social-Media Abhängigkeit bei Jugendlichen

Eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland etwa 100.000 Kinder und Jugendliche von sozialen Medien abhängig seien. Das bedeutet, dass 2,6% der Jugendlichen in Deutschland die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der Social Media Disorder Scale erfüllen. Für die Studie wurden 1.001 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren befragt. Mithilfe der neun Fragen umfassenden und von niederländischen Forschern entwickelten sogenannten Social Media Disorder Scale wurden hierbei Rückschlüsse auf die Abhängigkeit der Befragten geschlossen. Medienmitteilung der DAK-Krankenkasse.

Österreich: ÖVP und FPÖ halten an der geltenden Raucherregelung in der Gastronomie fest

Mit einem öffentlichen Hearing zum Thema Rauchen in der Gastronomie begann am 6. März der Gesundheitsausschuss. Während die von Opposition nominierten ExpertInnen - allesamt MedizinerInnen - vehement für ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie eintraten, verwiesen die von den Regierungsparteien entsandten Fachleute auf die individuellen Freiheits- und Eigentumsrechte sowie auf die vorgesehenen Verbesserungen beim Jugendschutz. Die Opposition zeigte sich empört darüber, dass eindeutige wissenschaftliche Fakten und auch die Unterstützungserklärungen von fast einer halben Million Menschen für das Volksbegehren "Don´t Smoke" einfach vom Tisch gewischt werden. Mitteilung der APA (Austria Presse Agentur).

Historische Tabakwerbung : Kippen, Drinks – und alle so: "Yeah!"

Rauchen als tolles Lebensgefühl? Früher war Zigaretten- und Alkoholwerbung bunt, gesellig oder elegant. Alte Plakate zeigen Werbung, wie sie heute nicht mehr denkbar ist. Werbebilder auf Zeit Online

Eltern-Empfehlungen für einen gesunden Medienkonsum

Tablet, Smartphone, Social Media – in vielen Familien mittlerweile Alltag. Kinder wachsen wie selbstverständlich mit den neuen Medien auf, oftmals ohne klare Vorgaben durch die Eltern oder entsprechende Medienkompetenz. Viele Eltern wünschen sich mehr Informationsangebote, um ihren Kindern die digitale Welt besser vermitteln zu können. Flyer (pdf, 2S.) mit Empfehlungen für einen gesunden Umgang mit Medien vom Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte Deutschland. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Berichte über neue psychoaktive Substanzen

Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol haben zwei neue Berichte zu den Substanzen Methoxyacetylfentanyl und Cyclopropylfentanyl herausgegeben (auf Englisch).

Traumatisierte junge Geflüchtete: neues Angebot zur Weiterbildung und Vernetzung von Fachleuten

Junge Geflüchtete haben auf ihrem Weg in die Schweiz oft Schreckliches erlebt. Aufgrund der vielen Anfragen zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen hat das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Schweizerischen Roten Kreuzes eine nationale Webplattform aufgebaut. Diese präsentiert Unterstützungsangebote und vermittelt Informationen zu Weiterbildungsangeboten und Veranstaltungen für Fachleute und Begleitpersonen. Artikel auf Specta, www.traumatisierung.migesplus.ch

Animationsfilme zur Abhängigkeit von Cannabis & Co.

Bin ich abhängig von Cannabis? Ist Ecstasy schädlich fürs Gehirn? Machen Amphetamine alt? Zum Thema Sucht und Drogen gibt es eine Menge Fragen. Ein paar davon beantwortet drugcom.de in kurzen Animationsfilmen (Youtube Kanal) auf verständliche Weise.

Rauchverbot in Österreich: Auf der Kippe

Während es fast überall in Europa strenge Gesetze zum Nichtraucherschutz gibt und Gäste von Kneipen und Restaurants zum Rauchen vor die Tür gehen müssen, darf in vielen österreichischen Kaffee- und Wirtshäusern noch gequalmt werden. Damit sollte eigentlich bald Schluss sein: Die Vorgängerregierung, eine grosse Koalition aus SPÖ und ÖVP, hatte die Gastronomen verpflichtet, abgetrennte Räume für Raucher einzurichten, und zuletzt ein vollständiges Rauchverbot ab dem 1. Mai 2018 beschlossen. Jetzt will die neue Regierung das beschlossenes Qualmverbot wieder kassieren. Es entbrennt ein Kulturkampf. Artikel auf Spiegel Online.

Entwurf zu Verordnungen zum Geldspielgesetz

Das im vergangenen Jahr vom Parlament verabschiedete neue Geldspielgesetz sieht vor, dass Schweizer Casinos neu auch im Internet Spiele anbieten dürfen (Infoset berichtete). Noch vor der Referendumsabstimmung über das neue Gesetz hat der Bundesrat die Vernehmlassung eröffnet zu den Verordnungen für die Umsetzung der neuen Bestimmungen. Unter anderem klärt der Bundesrat mit den Verordnungen, was unter kleinen Pokerturnieren ausserhalb von Spielbanken zu verstehen ist, die das Gesetz zulassen will. Und er schlägt für den Schutz vor Spielsucht im Online-Bereich konkrete Massnahmen vor. Damit klärt er verschiedene Einzelheiten und schafft so in bisher noch offenen Fragen volle Transparenz, bevor die Bevölkerung im Juni 2018 in einer Referendumsabstimmung über das Geldspielgesetz befindet. Die Abstimmung findet am 10. Juni statt, die Vernehmlassung zu den Verordnungen endet am 15. Juni. Medienmitteilung des Bundesrates, Artikel der Luzerner Zeitung.

Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten

Die Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat eine Grundposition (pdf, 4S.) zu den Themen Suchtprävention und Jugendschutz erarbeitet und veröffentlicht. Die Grundposition regt die Mitglieder der NAS-CPA zur Reflexion der Präventions- und Jugendschutzaktivitäten in ihren jeweiligen Fachbereichen sowie zu deren Weiterentwicklung an. Die Grundposition schafft zudem eine Wissensgrundlage und einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung zeitgemässer Präventions- und Jugendschutzmassnahmen, die ausserhalb der Zuständigkeit der NAS-CPA und ihrer Mitglieder liegen.

Betäubungsmittelverzeichnis um 19 neue psychoaktive Substanzen ergänzt

Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 1. März 2018 um 19 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Mitteilung von Swissmedic.

Was ist Sucht?

Ein Gespräch (22 Min.) mit dem Suchtforscher und Psychiater Prof. Anil Batra auf Bayern 2

Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist

Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. Artikel auf drugcom.de

Mediennutzungsverhalten von Kindern

Digitale Medien werden immer häufiger genutzt – und die Nutzer werden immer jünger. Umso überraschender ist die Haupterkenntnis der neuen MIKE-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): Kinder verwenden Smartphones und Tablets zwar rege, aber viel lieber spielen sie draussen, machen Sport oder treffen sich ausserhalb der digitalen Welt mit Freunden. Factsheet (pdf, 1S.) zur Studie, Medienmitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Artikel auf tagesanzeiger.ch

St. Gallen: Suchtpräventionskonzept ohne Mehrausgaben

Im Februar 2013 hat der St.Galler Kantonsrat die Regierung eingeladen, ein Konzept für die Suchtprävention im Kanton zu entwickeln und dabei auch den substanzunabhängigen Süchten die notwendige Beachtung zu schenken. Der St.Galler Kantonsrat hat die vorgeschlagenen Handlungsfelder und Massnahmen am 19. Februar 2018 behandelt. Das Suchtpräventionskonzept soll umgesetzt werden, jedoch ohne Mehrausgaben. Mitteilung von ZEPRA St. Gallen

Zigaretten werden in der Schweiz vergleichsweise billig

In Deutschland und Frankreich steigen die Zigarettenpreise auf den 1. März 2018. Ein Vergleich mit den Nachbarländern zeigt: Die weitverbreitete Meinung, Zigaretten seien in der Schweiz teuer, ist falsch. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Der Totenkopf, der vor Rauschgift warnte

1968 lancierte die Stadtpolizei einen Wettbewerb für Zürichs erste Kampagne gegen Drogen. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Grafik-Studenten Andreas Fierz. Im Interview (pdf, 6S.) wirft Fierz einen Blick zurück – auf die Zeit und sein Plakat, das nur kurz hing, aber bis heute für Aufsehen sorgt.

Zürcher Kokain-Report

Pro Tag werden in der Stadt Zürich 1.7 Kilogramm Kokain konsumiert. Das ergab eine Abwasserstudie der Universität Lausanne. Die Wochenzeitung WOZ nahm diesen Befund zum Anlass für eine ausführliche Recherche zum Thema Kokain. Dabei spürten die Journalisten Daniel Ryser und Olivier Würgler folgenden Fragen nach: Was hat es mit dem Stoff, der Zürich offenbar antreibt, auf sich? Welche Wege nimmt die Substanz, welche Auswirkungen haben Konsum und Handel auf unsere Gesellschaft? Der 52-seitige Report kann kostenlos bei der WOZ bestellt werden. Im Report wird auch ein medizinischer Kokainabgabeversuch erwähnt, der im Rahmen von PROVE durchgeführt wurde. Der Schlussbericht von 1994 (pdf, 5S.) zu diesem Versuch ist auf den Seiten der SSAM erhältlich.

Basel-Stadt: Unbefriedigende Ergebnisse bei Alkoholtestkäufen an Jugendliche

Alkoholtestkäufe an Jugendliche zeigen unbefriedigende Resultate. In über vier von zehn getesteten basel-städtischen Verkaufsstellen wurde im Jahr 2017 Bier oder Wein an unter 16-Jährige verkauft. Bei den erstmals an Veranstaltungen durchgeführten Alkoholtestkäufen fallen die Ergebnisse noch unbefriedigender aus: In 65 Prozent der Fälle haben Jugendliche illegitimer Weise Alkohol erhalten. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartementes.

Schweiz startet Zusammenarbeit mit der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle

Die Schweiz und die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben im September 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet. Nun wurden die Bereiche definiert, in denen künftig enger kooperiert werden soll. Das Arbeitsprogramm der nächsten Jahre wurde heute von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit BAG, und Alexis Goosdeel, Direktor des EMCDDA, in Bern unterzeichnet. Medienmitteilung des BAG.

Es gibt kein risikoarmes Rauchen

Schon eine Zigarette am Tag treibt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen überproportional in die Höhe. Im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchen, entspricht das Risiko für eine Herzerkrankung bei einer Zigarette am Tag nicht etwa einem Zwanzigstel. Vielmehr haben Männer, die eine Zigarette am Tag rauchen, bereits 46 Prozent des Risikos, das bei 20 Zigaretten am Tag entsteht. Artikel auf drugcom.de

Prävention durch Veränderung von Umweltfaktoren

Soziale Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle für das gesundheitsbezogene Verhalten. Traditionelle Ansätze der Prävention haben sich vor allem auf die Warnung oder Information über die Risiken des Konsums oder auf kompetenzbasierte Interventionen konzentriert. Im Gegensatz dazu zielen Umweltpolitiken darauf ab, ungesunde Verhaltensweisen zu begrenzen, indem sie die Umwelt in einer bestimmten Weise verändern und damit Einfluss auf die Konsumwahl der Konsumierenden nehmen. In einem neuen Bericht (pdf, 92S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle bietet die EBDD eine erste operationelle Definition des Konzepts und einen ersten Überblick über Interventionen. In der Definition werden drei Kategorien von 'Umweltpräventionsmassnahmen' definiert: regulatorische, wirtschaftliche und physische Massnahmen. Medienmitteilung der EBDD.

Safer Gambling – Spiel zum Spass

Welche Motive drängen zum Spielen und was sind attraktive Alternativen? Diese und weitere Funktionen bietet die neue Selbsthilfewebsite Safer Gambling neben Fakten und Illusionen rund ums Glücksspiel, kurzen Testimonialclips und dem Glücksspieltagebuch als App (App Store / Google Play). Die App hilft das persönliche Spielverhalten zu analysieren. Dazu setzen die User sich Limiten, wie viel Geld und Zeit sie im Monat fürs Spielen einsetzen wollen und tragen ihre Spielepisoden ein. So erhalten sie eine übersichtliche Statistik und sehen, ob sie im Bereich shrer Limiten spielen.
www.safer-gambling.ch

Alkohol-Wegfahrsperren

​Diesen Dienstag diskutiert der Nationalrat die Einführung von Alkohol-Wegfahrsperren für Personen, denen der Führerausweis wegen wiederholten Fahrens in stark angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wurde. Die Massnahme ist umstritten, der Ständerat will darauf verzichten. Unverständlich findet dies Brigitte Buhmann, Direktorin der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, und hofft, dass sich in der grossen Kammer die Sicherheitsbefürworter durchsetzen. Mit dieser Massnahme könnten jedes Jahr bis zu 5 Tote und 60 Schwerverletzte vermieden werden. Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

Tabakerhitzer: Streit um rauchfreie Alternative

Philip Morris zufolge sind Tabakerhitzer wesentlich weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Unabhängige Studien und Stellungnahmen von Insidern wecken Zweifel. Beitrag im Deutschen Ärzteblatt.

Ja, aber – für eine Drogenabgabe durch das Medizinsystem

Von politischer Seite und in den Medien wird vermehrt die Drogenabgabe durch das Medizinsystem gefordert. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich richtig, doch stellen sich praktische Probleme. Eines davon ist die Verabreichungsform der Drogen. Beitrag von André Seidenberg in der NZZ.

Wie starkes Trinken das Demenzrisiko erhöht

Alkohol ist ein Nervengift. Jetzt zeigt eine Studie, dass starkes Trinken ein grosser Risikofaktor für Demenz ist - vor allem für die früh einsetzende Form der Krankheit. Artikel auf Spiegel Online.

Bundesrat will mit Cannabis-Versuchen vorwärts machen

Schon seit Anfang Jahr sollten in Bern einige hundert Kifferinnen und Kiffer legal ihr Cannabis in Apotheken beziehen können. Doch das Bundesamt für Gesundheit BAG hat das geplante Experiment in letzter Minute gestoppt (Infoset berichtete). Es begründete dies mit der fehlenden Gesetzesgrundlage für derartige Studien. Nun signalisiert der Bundesrat aber, dass solche Versuche sinnvoll seien. Die Landesregierung ist bereit, entsprechende Vorstösse aus dem Parlament anzunehmen und abzuklären, ob man dafür das Betäubungsmittelgesetz abändern muss. Beitrag auf SRF

CBD: Im Hanfdschungel zwischen Placebo und Wundermittel

Die drei Buchstaben klingen wie ein Zauberwort. Der Wirkstoff Cannabidiol ist ein Inhaltsstoff aus der Hanfblüte, der für Furore sorgt. Doch was steckt wirklich hinter diesem geheimnisvollen Wirkstoff? Wem nützt er und welche Bedenken sind angebracht? Beitrag im Radioprogramm Doppelpunkt auf SRF1 (52 Min.).

Deutsche bei Cannabis uneinig

Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov zufolge gaben 35 Prozent an, eine Haschisch-Legalisierung zu befürworten. 33 Prozent lehnten dies ab. 22 Prozent sagten, es sei ihnen egal. Insgesamt haben 2/3 der Bevölkerung noch nie Cannabis konsumiert. FDP, Linke und Grüne wollen eine Freigabe für den generellen Konsum erreichen. Diesen Donnerstag debattiert der Bundestag ihre Anträge. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF

Berner Stadtrat will Cannabisverkauf

Mit 56 zu 9 Stimmen überwies das Parlament eine entsprechende Richtlinienmotion und stärkte damit dem Gemeinderat den Rücken. Schon 2013 hatte das Parlament ein Cannabis-Pilotprojekt gefordert. Für den Versuch interessierten sich nebst Bern auch andere Schweizer Städte. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verweigerte aber kürzlich dem Forschungsgesuch der Universität Bern die Bewilligung. Dafür fehle die rechtliche Grundlage (Infoset berichtete). Artikel im Bund

Sucht Schweiz: Relaunch von «Zahlen und Fakten»

Sucht Schweiz gibt auf der Webseite «Zahlen und Fakten» einen Überblick zu den wichtigsten epidemiologischen Kennzahlen und Hintergrundinformationen zum Substanzkonsum und zu suchtähnlichen Verhalten. Die Webseite wurde grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Neu visualisieren Infografiken zentrale Kennzahlen zum Konsum verschiedenster Substanzen und Verhaltensweisen. Auch Folgen und Marktaspekte werden veranschaulicht. Weiterhin werden statistische Zahlen als übersichtliche Abbildungen präsentiert, um die aktuelle Situation in der Schweiz sowie Entwicklungen darzustellen. Sämtliche Grafiken können für Präsentationen, Vorträge an Schulen etc. heruntergeladen werden.
zahlen-fakten.suchtschweiz.ch

Sucht Schweiz fordert eine Cannabis-Strategie

Die Politik müsse den Cannabis-Markt jetzt klar regulieren, fordert Monique Portner, Mediensprecherin von Sucht Schweiz. «Wir wünschen uns eine Politik, die Jugendliche besser schützt», betont sie. Ausserdem müsse der Schwarzmarkt verschwinden und Cannabis konsequent besteuert werden. «Es braucht wesentlich mehr Regulierung, als das beim Alkohol der Fall ist», so ihr Fazit. Beitrag in der Tagesschau.

Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016

Das vorliegende Dokument fasst die Ergebnisse der Umfrage zum Thema Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016 zusammen. Der Bericht (pdf, 52S.) von Sucht Schweiz wurde im Rahmen des Suchtmonitoring erstellt.

Substitutionsbehandlung im Strafvollzug

Der vorliegende Leitfaden (pdf, 116S.) zur Opiat-Substitutionsbehandlung im Strafvoll zug soll Fachpersonen bei der Durchführung und Förderung von Substitutionsprogrammen für opiatabhängige Gefangene unterstützen. Herausgeberin in die Deutsche AIDS-Hilfe.

Schweizer Suchtpanorama 2018

Der Suchtmittel- wie auch der Online-(Geld-)spielmarkt sind in Bewegung. Viele Konsumierende wollen neue Produkte mit möglichst wenig Risiken ausprobieren, während Anbieter maximale Renditen suchen und staatliche Reglementierung ablehnen. Die Politik schaut weg, obwohl die Folgen für die Bevölkerung direkt oder indirekt spürbar sind und zahlreiche Fragen bestehen: Inwiefern sind alternative Tabakprodukte weniger schädlich als Zigaretten? Wann ist Hanf legal? Wie viel trinken Herr und Frau Schweizer heute? Welche Risiken bergen Geldspiele? Wie sieht der Gebrauch opioidbasierter Schmerzmittel aus? Das Schweizer Suchtpanorama 2018 (pdf, 29S.) von Sucht Schweiz gibt einen Überblick über die heutige Situation, die zentralen Entwicklungen und skizziert aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit Suchtmitteln. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf swissinfo.ch.

Wie führt man Kampagnen ohne zu stigmatisieren?

Unter diesem Motto gaben die Präventionsfachleute Annett Niklaus und Domenic Schnoz an der diesjährigen Gesundheitsförderungs-Konferenz Einblick in ihren Arbeitsalltag. Niklaus verantwortet seit mehr als zehn Jahren die Kampagnen der Gesundheitsförderung Kanton Zürich. Schnoz ist Stellenleiter der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs. Artikel auf Spectra Online.

Essstörungen - Informationen Fachpersonen

Essstörungen bleiben oft lange unentdeckt. Neben Eltern sind es meist Lehrkräfte sowie weitere pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die erste Anzeichen bemerken. Dieser Flyer will über Essstörungen informieren, Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Hilfestellungen im Umgang mit Betroffenen und Angehörigen geben. Ein Flyer (pdf, 2S.) des Bundesministerium für Gesundheit Deutschland.

Tabakproduktegesetz: Zigaretten nur noch für Volljährige

Im Thurgau gilt heute ein Zigaretten-Verkaufsverbot für unter 16-Jährige. Ein neues Bundesgesetz (Infoset berichtete) will das schweizweit einheitliche Mindestalter 18 einführen. Dieses Ansinnen kommt gut an. Der Lungenliga Thurgau geht es sogar zu wenig weit, Beitrag im Tagblatt.

Shisha-Rauchende landen vergiftet im Notfall

Wasserpfeifen sind gefährlicher als angenommen – schweizweit nehmen die Notfälle zu. Hinzu kommen die im Tabak enthaltenen Teere und Karzino­gene, die zur Entstehung von Krebs beitragen. Auch diese langfristig gefährlichen Substanzen liegen beim Rauchen einer Wasserpfeife in erhöhter Konzentration vor. Was man in einer Shishasession von 45 bis 60 Minuten einatme, warnt die Giftberatungsstelle Tox Info Suisse, entspreche dem Rauchen von rund 100 Zigaretten. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Drogengebrauch in der Partyszene: Berlin und Zürich im Vegleich

Bei den meisten Substanzen unterscheidet sich der Gebrauch in der Berliner Partyszene nur geringfügig von dem in Zürich. Eine Ausnahme stellen hier die dissoziativ wirkenden Substanzen Ketamin und GHB dar, die in Berlin massiv häufiger konsumiert werden als in Zürich. Beitrag im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Zürcher Nachtleben: Was denken Zürcher PolitikerInnen darüber?

Die in diesem Jahr stattfindenden Stadtrats- und Gemeinderatswahlen haben die Bar & Club Kommission BCK dazu bewogen, erstmals die KandidatIinnen zu ihrer Meinung in Bezug auf die Zürcher Nachtkultur (Bars, Club, Konzertlokale, etc.) zu befragen. Die Resultate sind auf der Seite der BCK einsehbar.

Ex-Mitarbeiter vor Facebook warnen vor Suchtgefahren

Mehr und mehr prominente Vertreter der eigenen Branche melden sich zu Wort und kritisieren Facebook scharf. Und nun hat sich sogar eine Gruppe von Mitarbeitern der ersten Stunde bei Facebook und Google gebildet, die gezielt gegen negative Auswirkungen sozialer Netzwerke und von Smartphones vorgehen wollen. Als erstes konkretes Projekt will die Gruppe der Kritiker eine Website veröffentlichen, die schädliche Effekte verschiedener Technologien zeigen und Programmierern als Leitfaden dienen soll. Artikel in der Tageszeitung Bund, Beitrag im WDR.

Positive Zeichen für einen neuen Umgang mit Cannabis

Positive Rauchzeichen aus den eidgenössischen Räten für einen neuen Umgang mit Cannabis: Sie wollen vorwärtsmachen und die notwendigen Grundlagen für wissenschaftliche Studien schaffen. Diese sind nötig, nachdem das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im letzten November ein entsprechendes Gesuch der Stadt Bern und der Universität Bern abgelehnt hatte. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Berner Gesundheit: Gruppenangebote 2018

Auf dieser Übersicht (pdf, 1S.) lassen sich die Gruppenangebote der Berner Gesundheit einfach finden.

Angebot an Online-Glücksspielen wächst

Anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar 2018 informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland über Suchtrisiken, die mit der weiten Verbreitung von Online-Glücks- und Computerspielen einhergehen. Die BZgA informiert auf der Internetseite www.check-dein-spiel.de über die Risiken von Online-Glücksspielen und sonstigen Glücksspielen. Mit einem Selbsttest kann jeder das eigene Glücksspielverhalten überprüfen. Mitteilung der BZgA.

Deutschland: Kriminalbeamte fordern Ende des Cannabis-Verbots

Geht es nach dem Bund Deutscher Kriminalbeamter wird das Cannabis-Konsum auch in Deutschland bald erlaubt. Der Vorsitzende rät zu einem Umdenken in der Drogenpolitik, Artikel der FAZ, Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Forderung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zurückgewiesen, Artikel auf Deutschlandradio.

Jugendliche: Kein Bock auf Achtsamkeit?

Ob in Antistressratgebern, in Gesundheitskursen oder in der Psychotherapie: Achtsamkeitsmeditation erscheint heute als Wundermittel gegen viele psychische Beschwerden. Eine Untersuchung der Universität Adelaide hat das Achtsamkeitsprogramm .b ("Dot be") untersucht und keine Wirkung nachweisen können. Das Programm, welches in Schulen in England und Australien angeboten wird, richtet sich an junge Adoleszente. Artikel auf Spektrum.de, Fachartikel im Behaviour Research an Therapy.

Warum Rauchen so schnell abhängig macht

Meist reicht eine einzige Zigarette und der Grundstein für eine Abhängigkeit ist gelegt. Wie entsteht eigentlich eine Tabakabhängigkeit? Und warum geht das so schnell? Beitrag auf drugcom.de

Etikettierung von Alkoholgetränken: Auflistung der Inhaltsstoffe gefordert

Worüber sollten Alkohol-Etiketten informieren und was sollte demnach auf diesen Etiketten stehen? Die Publikation (pdf, 12S.) "What's in this drink? Eurocare's position on ingredients and nutritional information" (Englisch) von Eurocare steht zum Download bereit. Mitteilung von Eurocare.

Bericht der Weltdrogenkommission: wirksame Reformen statt kontraproduktive Ideologien

Reformen in der Drogenpolitik sind oft schwierig zu konzipieren, zu verabschieden und umzusetzen, da die derzeitigen Politiken und Reaktionen oft auf Wahrnehmungen und leidenschaftlichen Überzeugungen beruhen, statt und sachliche Diskussionen, die zu einer wirksamen Politik führen würden. Der vorliegende Bericht der Weltdrogenkommission zielt darauf ab, die gängigsten Wahrnehmungen und Ängste zu analysieren, sie mit den verfügbaren Erkenntnissen zu vergleichen und darauf aufbauend Empfehlungen für Veränderungen zu geben. Ziel des Berichtes ist Reformen für eine wirksamere Drogenpolitik zu unterstützen. Der Bericht "The World Drug PERCEPTION Problem" (Englisch) steht zum Download bereit. Artikel in der Canadischen Tageszeitung 'The Globe an Mail'.

QuaTheSI: KlientInnen-Zufriedenheit in den Institutionen der Suchthilfe

Das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF führt alle zwei Jahre eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. In den Institutionen der stationären Suchtrehabilitation wird die Erhebung vom 5. bis 9. März 2018 durchgeführt. In den ambulanten Bereichen der Suchthilfe inkl. begleitetes Wohnen und Arbeit findet die Erhebung vom 1. März bis 18. April 2018 statt. Interessierte finden auf den Seiten von Infodrog weitere Informationen zu den Befragungen.

Rauchfrei: Seit dem 1. Februar auf sechs Bahnhöfen Realität

Seit dem 1. Februar testen die SBB auf sechs Bahnhöfen ein Rauchverbot, das auch im Freien gilt. Neben dem Bahnhof Basel (das Verbot gilt in der Haupthalle, in den Seitenflügeln, beim Zugang zu den Gleisen sowie auf den Perrons, auf der Haupt- und Postpasserelle und im Südkopf des Bahnhofs) wurden auch der Stadelhofen in Zürich sowie die Bahnhöfe Chur, Bellinzona, Nyon und Neuenburg ausgewählt. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ecstasy-Pillen: Die MDMA-Konzentration nimmt stark zu

Eine Untersuchtung von Saferparty zeigt, dass 2011 die durchschnittliche Ecstasy-Pille noch 100.1 Milligramm MDMA-Wirkstoff enthielt – 2016 waren es bereits 151.7 Milligramm. Die höchstdosierten Pillen enthalten momentan um die 260 Milligramm MDMA. Beitrag auf Noisey Schweiz.

Freiburger Polizei kämpft gegen «Crystal Meth»

Letztes Jahr hat die Freiburger Polizei festgestellt, dass der Kanton von einem grösseren Handel mit Methamphetamin betroffen war. Sie setzte eine Taskforce ein, die den Handel der Droge im Kanton Freiburg zerschlagen sollte. Mit Erfolg: Zwischen August und Oktober 2017 wurden 67 Personen wegen Drogendelikten (Besitz, Konsum und Handel von Methamphetamin) angehalten, einvernommen und angezeigt.  Mitteilung auf des Kantons Freiburg, Beitrag auf SRF.

Der Einfluss von Bildung und Einkommen auf das Rauchverhalten

Gesundheitsforscher untersuchten im Auftrag der American Cancer Society, in welchen Teilen der US-Bevölkerung die Zigarette weiterhin beliebt ist. In bestimmten Gruppen liege der Anteil der Raucher beträchtlich über dem US-Schnitt von rund 15 Prozent, berichten die Forscher jetzt in der Zeitschrift "CA: A Cancer Journal for Clinicians". Besonders betroffen seien Menschen mit niedrigem Einkommen und Bildungsgrad: Unterhalb der Armutsgrenze rauchte jeder Vierte, mit College-Abschluss hingegen nur gut jeder Zwanzigste. Artikel auf Spektrum.de

Drogenkonsum in Bern: Heroin, Kokain und Ecstasy

Unter den Heroinabhängigen in Bern macht sich die Überalterung bemerkbar. Die jüngeren Generationen greifen lieber zu Kokain. Oder zu Ecstasy-Pillen, deren Konzentration und Gefährlichkeit rasant zunimmt. Beitrag in der Berner Zeitung.

Geldspielgesetz: Referendum zustande gekommen

Die Bundeskanzlei hat gestern bekannt gegeben, dass das Referendum gegen das Geldspielgesetz zustande gekommen ist. Die Spielsperren für ausländische Online-Casinos waren für die Jungfreisinnigen und die Jungen Grünen im September 2017 der Grund, ein Referendum anzukündigen. Mitteilung der Bundeskanzlei. (Infoset berichtete)

Schon eine Zigarette pro Tag schadet

Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall erheblich. Deshalb bringe es wenig, das Rauchen einzuschränken, berichten Forscher in einem Fachartikel im 'British Medical Journal'. Das Risiko verringere sich im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchten, lediglich um die Hälfte. Artikel auf Deutschlandfunk

Was beim Ski-Unfall unter Alkoholeinfluss droht

Alkoholisiert auf der Piste zu sein, ist keine gute Idee. Wer es dennoch betrunken auf die Piste wagt und verletzt im Spital landet, muss mit Kürzungen bei der Versicherungsleistung rechnen. Bei Verletzung einer Drittperson sei zudem eine Kürzung wegen eines Unfalls bei Ausübung eines Vergehens, also fahrlässiger Körperverletzung, möglich. Die Privathaftpflichtversicherung kann dann die Leistung ebenfalls kürzen oder je nach Verschuldungsgrad sogar ganz streichen. Artikel auf 20 Minuten.

So viel Schaden richtet eine Zigarette pro Tag an

In Deutschland wird jeder achte Todesfall durchs Rauchen verursacht. Wie schädlich schon eine einzige Zigarette pro Tag ist, haben Forscher jetzt ausgerechnet. Eine ist keine? Weit gefehlt. Artikel auf Spiegel Online.

E-Zigaretten: Metastudie fordert differenzierte Betrachtungsweise

Jugendliche und jungen Erwachsene, die E-Zigaretten verwenden, fangen eher mit dem Rauchen klassischer Zigaretten an. Andererseits sind sie für erwachsene Raucher - allerdings nur für wenige - eine Hilfe beim Aufhören: Das sind zwei Ergebnisse eines Berichts im Auftrag der US-Akademie der Wissenschaften. Dafür wurden die Daten von mehr als 800 Studien ausgewertet. Und auch wenn E-Zigaretten nicht ohne Gesundheitsrisiken sind, sind ihre schädlichen Auswirkungen auf den Körper wahrscheinlich geringer als jene von konventionellen Zigaretten, ergab der Report - ein Votum für Schadensmindeurng. Hingegen gibt es zu Denken, dass die E-Zigaretten den Tabakkonzernen helfen, ihr schäbiges Image aufzuhübschen. Besonders der europäische Markt gilt als interessant. Artikel der Süddeutschen Zeitung, Beitrag auf kurier.at. Eine weitere Studie von New Yorker Mediziner zeigt aber, dass noch sehr viel genauer auf die Nikotin-Abbauprodukte im Körper und in den Geweben geachtet werden muss. Diese stehen im Verdacht ebenfalls Krebs auslösen zu können. Bis anhin gingen viele Expeten davon aus, dass das Nikotin selbst keine Ursache für Krebs ist. Artikel in der FAZ.

Nachtleben in Bulgarien: Prävention und Schadensminderung

Infodrog hat die bulgarische Organisation «Dose of Love» dabei unterstützt, Angebote der Prävention und Schadensminderung im Nachtleben von Bulgarien aufzubauen. Hierzu wurden im Zeitraum von 2014 bis 2016 mehrere Trainings und Vernetzungstreffen in Burgas und Sofia durchgeführt. Das Projekt wurde durch die Kohäsionsmilliarde im Rahmen der Bulgarisch-Schweizerischen Kooperation finanziert. Der Projektbericht (pdf, 168S.) steht zum Download bereit.

Bundesgerichtsentscheid: Zu harte Auflagen für Blaufahrerin

Im Fall einer alkoholisierten Autolenkerin hat das Bundesgericht die Berner Behörde zurückgepfiffen. Ein Jahr lang sollte sich die Frau nach Alkoholkonsum nicht mehr ans Steuer setzen und sich halbjährlich einer Haaranalyse unterziehen. Artikel der Berner Zeitung.

Entkriminalisierung des Cannabiskonsums in Deutschland

Grüne und Linke im Bundestag unterstützen den Vorstoss der FDP zu einer kontrollierten Freigabe von Cannabis im Rahmen von Modellprojekten. Man brauche "neue Wege im Umgang mit Cannabis", so die Liberalen. Beitrag der Deutschen Welle.

Deutschland: Dürfen Cannabis-Patienten Auto fahren?

Wer gekifft hat, muss das Auto stehen lassen. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die medizinisches Cannabis zu sich nehmen (Artikel auf Spiegel Online). Bei den 56. Deutschen Verkehrsgerichtstagen diskutieren Experten deshalb nun, ob das Fahrverbot nicht nur für Rauschkonsumenten, sondern auch für alle Cannabispatienten gelten sollte. Weiterer Beitrag auf Spiegel Online.

Auch E-Zigaretten: Jugendschutz ohne Werbeverbot

Warum Jugendschutz ohne ein umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Lobbys versuchen, Werbung für E-Zigaretten zuzulassen. Beitrag auf Infosperber.

Drogenabhängige in Wien: Getrieben von der Sucht

Irene Köhler wollte Drogenabhängigen helfen und sie nicht bestrafen. Damit brach sie ein Tabu – am Wiener Karlsplatz und auf den Strassen von New York. Artikel auf Zeit Online.

Wie sich die Cannabis-Legalisierung in den USA durchsetzt

Vermont legalisiert als neunter Gliedstaat der USA den Cannabis-Konsum. Die Unterstützung in der Bevölkerung nimmt laufend zu, manche Gliedstaaten wittern ein lukratives Geschäft mit den Steuereinnahmen. Eine Übersicht der NZZ.

Pharmageddon in den Appalachen

West Virginia, das ist Amerika ohne Traum. Hier lebt die weisse Arbeiterklasse, die Donald Trump zum Sieg verhalf. Nirgendwo sonst geht es ihr so schlecht wie im kleinen Bergbaustaat. Wo früher schwarzer Kohlestaub tötete, tötet heute weisses Pulver im Epizentrum der grössten Drogenkrise in der US-Geschichte. Beitrag im neuen Online-Magazin Republik.

Darum wirkt Sport gegen Entzugssymptome

Endlich mit dem Rauchen aufhören. Diesen Wunsch haben viele Raucherinnen und Raucher - wenn da nicht diese Entzugssymptome wären. Bekannt ist, dass Sport beim Rauchausstieg hilft. Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, warum das so ist. Artikel auf drugcom.de

Kantone stellen sich hinter das Geldspielgesetz

Fünf Jahre nachdem das Schweizer Volk mit 87 Prozent ja gesagt hat zum Verfassungsartikel über Geldspiele, wird er voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Geldspielgesetz umgesetzt. Ein zentraler Bestandteil sind dabei Schranken zum Schutz vor illegalen Online-Geldspielanbietern mit Offshore-Standorten wie z.B. Malta, Gibraltar oder Alderney. Im Gegensatz zu den Schweizer Lotteriegesellschaften und Spielbanken halten sich diese Anbieter nicht an die im Geldspielgesetz vorgesehenen Sozialschutzauflagen und leisten auch keine Beiträge an gemeinnützige Kultur-, Sport-, Umwelt- und Sozialprojekte oder an die AHV. Medienmitteilung der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz. (Infoset berichtete)

Chancengleichheit: den Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheit ausgleichen

In Bezug auf Krankheiten sind wir nicht alle gleichgestellt: Sozioökonomische Faktoren wie Einkommen, Bildungsniveau oder Migrationshintergrund haben bedeutende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In der Schweiz besteht beispielsweise für Personen mit tieferem Einkommen ein sechsmal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Um gegen dieses Problem vorzugehen, räumen das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Gesundheitsförderung Schweiz und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und direktoren (GDK) der Chancengleichheit im Jahr 2018 eine hohe Priorität im Rahmen der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) ein. Medienmitteilung des BAG.

Schweizer CBD-Shops sind in der Krise

Einige CBD-Shops haben bereits geschlossen, andere kämpfen ums Überleben. Das liegt laut Branchenkennern am Überangebot und am Ende des Hypes. Artikel auf 20 Minuten.

Deutlich mehr Alkoholverkäufe an Jugendliche

Das Fazit ist ernüchternd: Die Bier- und Spirituosenverkäufe an minderjährige Urner sind massiv angestiegen. Mehr als die Hälfte der getesteten Urner Verkaufsstellen hielten sich nicht an die geltende Gesetzgebung. Artikel der Luzerner Zeitung.

Unterrichtsmaterial zum Thema "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung"

Im Rahmen der Unterrichtsreihe "Mobile Medien – Neue Herausforderungen" veröffentlicht die EU-Initiative klicksafe.de Unterrichtsmaterialien zu den Themen "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung". Die Unterrichtsmaterialien richten sich dabei an LehrerInnen und MultiplikatorInnen und bieten sinnvolle Hilfestellungen und praxisbezogene Tipps für den Unterricht.

Frauen in Sri Lanka dürfen weiterhin keinen Alkohol kaufen

In Sri Lanka dürfen in Zukunft weiterhin nur Männer Alkohol kaufen. Eine Reform, durch die Frauen in Sri Lanka das gleiche Recht wie Männern gewährt werden sollte, wurde von Präsident Maithripala Sirisena laut einem Bericht der BBC verhindert. Demzufolge sagte er, dass er angeordnet habe, die geplante Änderung zurückzuziehen. Artikel auf Spiegel Online.

Suchtmittel Nasenspray

Abschwellende Nasensprays sind die gängigen Mittel vieler Menschen bei verstopfter Nase in der kalten Jahreszeit. Doch dass Nasensprays bereits innerhalb von zwei Wochen abhängig machen können, wissen viele nicht. Darüber will das SWR-Verbrauchermagazin "Marktcheck" heute Abend um 20.15 Uhr aufklären und bringt den Beitrag: "Suchtmittel Nasenspray – mehr als 100.000 Deutsche sind abhängig."

Factsheet zu Neuen psychoaktiven Substanzen

Das Factsheet (pdf, 44S.) gibt Empfehlungen für die Suchtprävention und hält spezielle Informationen für Fachkräfte und Multiplikatoren aus der Suchthilfe bereit. Dargestellt werden z. B. Konsumenten-Typen und Konsummotive, Bezugs- und Informationsquellen von Konsumenten, Indikatoren für einen NpS-Konsum, Tipps für den Umgang mit NpS-Konsumenten in der Beratungsstelle sowie Schnittstellen zu Kooperationspartnern. Herausgeber der Landes-Caritasverband Bayern e.V. im Rahmen den Projektes MINDZONE.

Cannabis, LSD, MDMA: Sind illegale Drogen die bessere Medizin?

Lange war Cannabis in Deutschland illegal und jeder Kiffer ein Gesetzesbrecher. Seit Anfang 2017 dürfen Ärzte die Droge verschreiben, ganz legal, als Medikament. Zugleich wird in mehreren Studien erforscht, ob auch andere illegale Drogen einen medizinischen Nutzen haben können. Das Ziel der Forscher ist nicht, Cannabis, MDMA oder Magic Mushrooms als Freizeitdrogen zu legalisieren. Sondern herauszufinden, ob aus diesen Drogen Medikamente zu machen sind, die Kranken helfen können. Zeit Campus hat bei Chemikern und Medizinern nachgefragt, an welchen Substanzen sie gerade forschen und ob es Drogen wie LSD bald in der Apotheke zu kaufen gibt. Zum Beitrag

Bern: Bericht zur Verabreichung von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Bericht (pdf, 14S.) «Radikale Reduzierung professionell verordneter und verabreichter Gewalt» zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Damit erfüllt er den Auftrag einer teilweise als Postulat überwiesenen Motion. Demnach soll der Regierungsrat das Nötige unternehmen, um das Verabreichen von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche drastisch zu reduzieren. Gemeint ist namentlich die Therapie mit Methylphenidat wie beispielsweise Ritalin oder Concerta. Mitteilung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion Kanton Bern.

Süchtig nach Shopping

Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Wie die Grünliberale Partei GLP Kiffen legal machen will

In einem Arbeitspapier skizziert das parteieigene Politlabor GLP Lab seine Vorstellungen von einer Cannabis-Regulierung. Geht es nach den Autoren, soll die Schweiz auf den «Canadian Way» einschwenken und nach dem Vorbild Trudeaus folgende Massnahmen beschliessen: 30 Gramm pro Erwachsenen, deklarierte THC-Obergrenzen und ein Werbeverbot. Artikel auf watson.

Tabakkonsum der 15- bis 25-Jährigen höher als in der Gesamtbevölkerung

Über 30% der 15- bis 25-Jährigen SchweizerInnen rauchen. Während der Tabakkonsum der 15- bis 17-Jährigen zurückgeht, steigt er in den letzten Jahren bei jungen Erwachsenen an. Beim Jugendschutz bleibt aber noch viel zu tun: Vor allem die Jüngeren in der befragten Altersgruppe überschätzen die Verbreitung des Rauchens massiv. Jeder Sechste der 15- bis 17-Jährigen hat auch bereits Werbegeschenke der Zigarettenindustrie erhalten, und noch zu viele Minderjährige können ihre Zigaretten selber kaufen. Medienmitteilung und Studie von Sucht Schweiz.

Patienten in Substitutionsprogrammen oft ungenügend auf Hepatitis C getestet

Eine aktuelle Studie des Kantonsspitals Aarau zeigt: Patienten in Substitutionsprogrammen sind oft ungenügend auf Hepatitis C (HCV) getestet und behandelt. Dies, obwohl intravenös Drogenkonsumierende eine Hochrisikogruppe sind. Die HCV-Behandlungs-Kaskade weist deutliche Lücken auf. Artikel (pdf, 15S.) im Swiss Medical Weekly, Mitteilung von Hepatitis Schweiz.

Die SBB stärken an einigen Bahnhöfen den Nichtraucherschutz

Am 1. Februar startet an den sechs Bahnhöfen Basel SBB, Bellinzona, Chur, Neuchâtel, Nyon und Zürich Stadelhofen ein mehrmonatiger Praxistest mit erweiterten rauchfreien Zonen. Wer gegen das Rauchverbot verstösst, wird allerdings nicht gebüsst. Denn die SBB haben noch gar keine rechtliche Handhabe. Artikel der Basellandschaflichen Zeitung.

Rauchen verboten: Jetzt auch unter freiem Himmel

Rauchen unter freiem Himmel - das soll künftig eingeschränkt werden. Ob an Bushaltestelle, Bahnhof-Perron, Restaurant-Terrasse oder Kinderspielplatz: Raucher werden zurückgedrängt, Verbote häufen sich. Wegen der Gesundheit der Nichtraucher, wegen des Abfalls – oder einfach, weil die Raucher heute eine Minderheit sind? Eine Reportage der Rundschau.

Das vergessene Leiden beim Kokain-Kick

Die illegale Produktion von Kokain durch das organisierte Verbrechen hat in Kolumbien in den letzten Jahrzehnten Hunderttausende von Opfern gefordert. Die Konsumenten des Stoffs sollten davor nicht ihre Augen verschliessen. Artikel der NZZ.

Chancengleichheit - Schwerpunkt im Spectra Online

Die aktuelle Ausgabe (119, Januar 18) widmet sich der Chancengleichheit. Themen sind das Nationale Programm Migration und Gesundheit (2002–2017), Forschungsergebnisse zu Faktoren, die gesundheitliche Ungleichheiten produzieren, sowie Massnahmen, die diese beseitigen sollen. Das Spectra wird vom BA für Gesundheit herausgegeben.

Trump-Regierung startet Kampf gegen das Kiffen

Seit dem 1. Januar ist der Verkauf von Cannabis in Kalifornien erlaubt - und damit ist in dem US-Bundesstaat der weltweit grösste legale Markt für entsprechende Produkte entstanden. Bislang konnte die Branche mit Raten von mehr als 30 Prozent in nur einem Jahr in den USA relativ ungestört wachsen - doch das ändert sich nun. Anzeige Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die Legalisierung von Marihuana in den einzelnen Bundesstaaten begonnen. Justizminister Jeff Sessions wies die Staatsanwälte in einem Schreiben an, das auf Bundesebene geltende Verbot der Droge künftig durchzusetzen. Beitrag auf Spiegel Online.

Macht das Smartphone abhängig? Ja, sagen zwei Apple-Investoren

Forscher untersuchen vermehrt die Zusammenhänge zwischen steigenden Depressions- und Suizidzahlen bei Teenagern sowie zunehmender Smartphone-Nutzung. Ein Team von US-Forschern nennt die besonders betroffene Generation «iGen» – in Anlehnung an das iPhone. Zwei Grossaktionäre des iPhone-Herstellers Apple haben den Konzern nun aufgefordert, gegen Smartphone-Sucht vor allem bei Kindern und Teenagern vorzugehen. In einem Schreiben rufen sie den Konzern dazu auf, neue Kindersperren zu entwickeln. Software solle Eltern helfen, zu kontrollieren, wie oft und wie lange ihre Kinder Smartphones nutzten. Ausserdem solle Apple den Einfluss von exzessiver Handynutzung auf die Psyche untersuchen, so die Aktionäre. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ein Glas Wein löst beim Fötus einen Rausch aus

Lediglich 60 Prozent der werdenden Mütter sind abstinent. Die anderen konsumieren weiter Alkohol. 20 Prozent der Schwangeren trinken gar ein bis zweimal pro Woche. Zwar keinen harten Alkohol und auch nicht bis zum Rausch. Auf einen Schluck Wein wollen sie aber nicht verzichten. Ana Paula Simões-Wüst, Leiterin der Studie und Biologin am Universitätsspital Zürich, erstaunt dieses Verhalten. «Die Meinung ist noch weit verbreitet, dass ein Gläschen nicht schadet.» Artikel auf 20 Minuten.

Milliardenmarkt Cannabis

Mit der Legalisierung des Konsums von Cannabis auch als reines Genussmittel in Kalifornien erwarten Marktexperten eine satte Umsatzsteigerung und einen Job-Boom in dem Sektor. Bis zum Jahr 2021 würden rund 40 Milliarden Dollar erwirtschaftet und USA-weit mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze entstehen, heißt es in einer aktuellen Studie. Audio-Beitrag (20Min.) der Deutschen Welle über Geschäftszweige rund um den Cannabis-Konsum.

Das fürchten die Gegner, wenn Cannabis legal ist

Mehr psychisch Kranke, mehr Autounfälle und Drogentourismus: Davor fürchten sich die Gegner, würde Cannabis in der Schweiz legalisiert. Zu Recht? Artikel auf 20 Minuten.

Gesellschaftliche Stellung beeinflusst gesundheitliche Wirkung von Alkohol

Derselbe Alkoholkonsum schädigt Herz und Blutgefässe bei Menschen der Unterschicht mehr als bei denjenigen mit höherem sozioökonomischem Status. Artikel auf Wissenschaft aktuell.

Kandidatensuche: So wird man Testkäufer

Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz Baselland kümmert sich darum, dass beim Kauf von Alkohol und Tabak der Jugendschutz eingehalten wird. Dafür braucht es Testkäufer. Doch wie kommt man zu diesem Job? Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung.

Integrierung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in die Eidgenössische Zollverwaltung

Im Rahmen der Revision des Alkoholgesetzes sind die Aufgaben der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) nun in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) überführt worden. Die Nachfolgeorganisation der EAV ist die Abteilung Alkohol und Tabak (A AT) und hat ihren Sitz in Delsberg. Alle relevanten Informationen im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Handel und den Fiskalabgaben von Alkohol finden Sie hier.

Deutschland: Neues Internet-Portal zu Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS)

Das bayernweite Suchtpräventionsprojekt MINDZONE geht mit einem neuen Internet-Portal zu "Neuen Drogen". Das breit angelegte Informations- und Beratungsangebot informiert sachgerecht über die Risiken und Wirkungsweisen von Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS). Es bietet Interessierten und Ratsuchenden aktuelle, fundierte Substanzinformationen sowie die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. www.info-neue-drogen.de

Wann kann von einer Cannabisabhängigkeit die Rede sein?

Wann von einer Cannabisabhängigkeit gesprochen werden kann, wird durch eine Reihe von Kriterien definiert. Ein wichtiges Instrument für die Diagnose einer Abhängigkeit ist das US-amerikanische Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, oder kurz DSM. Das DSM gebraucht in seiner 2013 aktualisierten Fassung jedoch nicht den Begriff Abhängigkeit, sondern spricht von einer Substanzgebrauchsstörung. Diese lässt sich anhand der folgenden 11 Kriterien festmachen. Beitrag auf drugcom.de

Zigaretten im Vatikan - Du sollst nicht rauchen!

Viele Päpste waren als weltliche Herrscher nicht nur gewiefte Politiker und sogar Kriegsherren, sondern auch Unternehmer. Schliesslich galt es, den Vatikan zu finanzieren. So förderten sie Tabakunternehmen auf ihrem Territorium. Eine kuriose Geschichte - mit der Franziskus jetzt Schluss macht. Artikel auf Deutschlandfunk.

Kalifornien: Cannabis neu auch als reines Genussmittel erlaubt

In Kalifornien ist der Konsum von Cannabis auch als reines Genussmittel erlaubt. Das bereits 2016 verabschiedete Gesetz zur Legalisierung von Cannabis für den Privatgebrauch trat mit dem Jahreswechsel in Kraft. Damit darf in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA jeder ab 21 Jahren bis zu 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Cannabis-Pflanzen selbst anbauen. Artikel der Deutschen Welle, Artikel auf Spiegel Online.

Dopingliste 2018

Die Dopingliste 2018 von Antidoping Schweiz tritt per 1. Januar 2018 in Kraft und löst zeitgleich alle bisherigen Listen ab.

Angst und Unruhe in der Reinacher Drogenklinik "Esta"

Entlassungen und Umstrukturierungen führen in der Reinacher Drogenentzugs-Klinik "Esta" zu Angst und Verunsicherung. Grund ist das neue Tarif-System, das medizinischem vor sozialem Personal den Vorrang gibt. Beitrag auf Online Reports.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes 2018!

Ambulante Suchthilfe - Ergebnisse der Institutionsbefragung 2017

Die im act-info-Netzwerk integrierte SAMBAD-Statistik umfasst alle Beratungsstellen, die psychosoziale Hilfe in Bezug auf substanzgebundene oder andere Suchtprobleme anbieten. Im Jahr 2016 wurden 188 Beratungsstellen gezählt, die tätig waren und den Einschlusskriterien entsprachen. Gegenüber dem Vorjahr (183 identifizierte Stellen; 2014: 194 Stellen) lässt sich eine leichte Zunahme der Anzahl der Beratungsstellen feststellen. Der SAMBAD Bericht (pdf, 13S.) steht zum Download bereit.

Gehirn Studierender schrumpft bei regelmässigem Rauschtrinken

Nie wieder Alkohol - denkt sich der Eine oder die Andere am Neujahrsmorgen. Doch ist der Kater erst verflogen, werden die gute Vorsätze meist schnell vergessen. Junge Erwachsene riskieren allerdings, Gehirnmasse zu verlieren, wenn sie öfter Rauschtrinken betreiben. Beitrag auf drugcom.de

Wissenschaftliche Erkenntnisprobleme zu Effekten von Cannabis-Regulierungen

Dieses Positionspapier (pdf, 8S.) der Bayerischen Akademie für Suchtfragen geht der Frage nach, welche Effekte auf den Cannabiskonsum (CB) sich durch Regulationsmassnahmen nachweisen lassen?

Videospielsucht auf dem Weg zur anerkannten Krankheit

In einem Entwurf der neuen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) führt die WHO Videospielsucht als Krankheit. Die jetzt als Entwurf vorliegende Version 11 des weltweit anerkannten Klassifikationssystems soll im Mai 2018 offiziell verabschiedet werden. Artikel auf 20 Minuten, Artikel auf Spiegel Online.

Bericht zur Drogensituation in Deutschland 2017

Das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland liefert in acht thematisch in sich geschlossenen Kapiteln umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Aspekten des Phänomens illegale Drogen in Deutschland. Der Bericht wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle (DBDD) als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht erstellt.

Probleme mit Alkohol und Drogen werden oft ohne Hilfe gelöst

Manche Menschen erleben Probleme aufgrund ihres Konsums mit Alkohol und Drogen - und lösen diese selbständig. Wie hoch ihr Anteil in der Bevölkerung ist, hat eine Studie in den USA untersucht. Artikel auf drugcom.de

Positionspapier zu Tabakerhitzern

Die International Union Against Tuberculosis and Lung Disease hat im Dezember 2017 ein Positionspapier (pdf, 6S.) zu sogenannten "Heat-not-Burn Tobacco Products" (Tabakerhitzer) veröffentlicht. Die Union fordert, dass Regierungen das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung von Tabakerhitzern anwenden; ein Verbot der Verwendung in ​​geschlossenen Räumen, der Werbung, der Verkaufsförderung und des Sponsorings von Tabakerhitzern sowie ein Verbot der Behauptung, dass diese Produkte bei der Raucherentwöhnung helfen. Außerdem fordert die Union, dass die Tabakindustrie nicht in die Diskussionen über Tabakerhitzer einbezogen werden soll.

Alkohol am Steuer: Alkohollimiten immer weniger bekannt

Eine Befragung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu zeigt, dass Schweizer Autofahrende immer weniger die gesetzlichen Alkohollimiten angeben können – und dies unabhängig von der Messmethode. Seit 2016 kommen Atem-Alkoholmessgeräte zum Einsatz, die die Alkoholkonzentration in Milligramm pro Liter Atemluft statt wie bisher in Promille im Blut feststellen. Dieser Wechsel ist der Schweizer Bevölkerung weitgehend unbekannt. Medienmitteilung der bfu.

Wieviele Menschenleben könnten durch den Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden?

In einem in Tobacco Control online veröffentlichten Beitrag haben amerikanische Forscher des Georgetown University Medical Center Modellrechnungen angestellt, wie viele Menschenleben in den USA durch das Umsteigen von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden könnten. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass mindestens 1,6 Millionen vorzeitige Todesfälle in den USA verhindert werden könnten, wenn ein Grossteil der Raucher auf E-Zigaretten umsteigen würde. Artikel im Ärzteblatt.

Suchthilfe in Deutschland 2016

In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammengefasst. Im Jahr 2016 wurden in 863 ambulanten und 211 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 342. 009 ambulante Betreuungen und 47. 776 stationäre Behandlungen durchgeführt. Primäres Ziel dieses Jahresberichts (pdf, 75S.) ist eine breite Ergebnisdarstellung zu aktuellen Daten der DSHS.

Bern: Keine zweite Drogenanlaufstelle Bern

Um die Drogenanlaufstelle an der Hodlerstrasse zu entlasten, war die Stadt Bern auf der Suche nach einem zweiten Standort. Doch keiner der geprüften Standorte sei geeignet. Ein Dutzend private und städtische Liegenschaften seien geprüft worden, doch habe sich keine als geeignet erwiesen, teilte der Gemeinderat mit. Artikel der Berner Zeitung.

Volksinitiative: Kinder und Jugendliche vor Tabakwerbung schützen

Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet Staat, das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit ihrem Konsum. Genau hier muss die Prävention gezielt ansetzen. Die entscheidenden Faktoren spielen dabei die Gesundheitskompetenz und die Tabakwerbung. Aus diesem Grund hat am 20. Dezember 2017 der Verein "Ja zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung" die Lancierung einer Volksinitiative beschlossen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Vereins.

Studie zur potentiellen Schädlichkeit von E-Zigaretten

Eine Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2017; 195: A1025) zeigt, dass das Inhalat von E-Zigaretten in den Lungen zu einer Aktivierung der Immunabwehr führt, deren Auswirkungen auf die Gesundheit noch unklar sind. Nach Einschätzung der Autoren wird die These, dass der Wechsel von Zigaretten zu E-Zigaretten eine gesündere Alternative sei, durch die Ergebnisse der Untersuchung in Frage gestellt. Artikel im Ärzteblatt.

Studie zur Medienkompetenz in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe

90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in sozial- und sonderpädagogischen Einrichtungen leben, besitzen ein eigenes Smartphone. Auch ist die Ausstattung mit digitalen Medien wie Desktops und Laptops in solchen Einrichtungen sehr hoch. Dennoch hat fast jeder fünfte von ihnen keinen kostenlosen Zugang zum Internet und auch seltener Zugang zu Spielkonsolen und Tablets als Kinder und Jugendliche in Familienhaushalten. Diese Ergebnisse liefert die frisch publizierte Studie MEKiS - Medienkompetenz in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. In dieser Studie wurde erstmals die aktuelle Situation zu Medieninfrastrukturen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe und zu Medienkompetenzen und medienerzieherischem Handeln von Fachpersonen erhoben. Abgeleitet wurden elf Empfehlungen zur Förderung einer aktiven Medienkultur in der stationären Jugendhilfe.

Frauen, Flucht und Sucht

Die Fachtagung hatte das Ziel, für die Situation geflüchteter Frauen, ihre Bedürfnisse und Belastungen zu sensibilisieren, die Zusammenhänge von posttraumatischen Belastungsstörungen durch Krieg und Flucht, Suchtmittelkonsum, Sprachbarrieren und kulturellen Besonderheiten zu verdeutlichen und Anregungen und Hilfen für die praktische Arbeit in Beratung, Betreuung und Behandlung zu geben. Und nicht zuletzt arbeitsfeldübergreifend Erfahrungsaustausch und Kooperationen zu initiieren. Mehr dazu lesen Sie in der Tagungsdokumentation. Die Fachtagung fand im Potsdam statt und wurde vom Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr organisiert.

Cannabis und Schadensminderung in Deutschland

Aktuelle drogenpolitische Diskussionen über Cannabis drehen sich v. a. darum, wie diese Substanz in Zukunft rechtlich reguliert werden soll. Angesichts des anhaltend weit verbreiteten Konsums und der damit verbundenen Risiken, sollten jedoch mögliche Strategien zur Reduzierung der potenziellen Schäden für Konsumierende und die Gesellschaft bei der Gestaltung einer adäquaten Cannabispolitik berücksichtigt werden. Dieser Fachartikel (pdf, 11S.) in der Zeitschrift Suchttherapie gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung der Konsumrisiken.

Weihnachten und Silvester: Wie viel Alkohol für unsere Jugendlichen?

Sollen Jugendliche zur Feier auch anstossen? Ab welchem Alter und wie viel Alkohol soll's sein? Solche Fragen stellen sich Eltern an den Jahresendfesten. Denn Alkohol wirkt bei jungen Menschen anders. Sucht Schweiz informiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Weingläser werden immer grösser

Eine Bestandsaufnahme historischer und moderner Trinkgefässe zeigt: Weingläser sind heute fast siebenmal so gross wie vor 300 Jahren. Ein Team an der Universität Cambridge betrachtete insgesamt 411 Gläser aus fünf verschiedenen Quellen. Demnach fassten jene Gläser, die in der Periode um 1700 entstanden, im Mittel etwa 70 Milliliter; erst um 1860 erschienen Gefässe auf der Bildfläche, die ein modernes Viertele gefasst hätten. Heutzutage hat ein durchschnittliches englisches Weinglas ein Volumen von 450 Millilitern. Artikel auf Spektrum.de

4 Motionen zur Tabakprävention

Vier Mitglieder des Nationalrates aus vier Parteien haben am 14. Dezember gemeinsam vier Motionen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung eingereicht. Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz.

ParlamentarierInnen sind mehrheitlich für die Schaffung eines "Experimentierartikels"

Nachdem der Bund ein Pilotprojekt zur Cannabis-Legalisierung der Universität Bern abgelehnt hat, wird im Bundeshaus nun parteiübergreifend Druck gemacht, um solche Pilotprojekte rasch zu ermöglichen. Insgesamt haben sich 127 von 246 ParlamentarierInnen für die Schaffung eines Experimentierartikels bekannt. Artikel und Kommentar der Aargauer Zeitung. (Infoset berichtete)

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2017) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Tabakproduktegesetz; Philip Morris bewirbt das Rauchsystem Iqos auf allen Kanälen; Interview mit Ingrid Stendstadvold Ross zu Norwegen und Snus; Aargauer Spielplätze werden zunehmend rauchfrei; Einflussnahme der Tabakindustrie in der Schweiz.

Prävention in der Gesundheitsversorgung: Finanzierung von Projekten

Gesundheitsförderung Schweiz fördert ab 2018 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit die Prävention in der Gesundheitsversorgung: Bis 2024 finanziert die Stiftung Projekte in den Bereichen nichtübertragbare Krankheiten, Sucht und psychische Gesundheit mit 5 Millionen Franken pro Jahr. Diese Projekte sollen neue, verbesserte Ansätze und Praktiken aufzeigen, um präventive Angebote in die Gesundheitsversorgung einzubauen. Diese Angebote richten sich an Personen, die bereits erkrankt sind oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen: Sie fördern die Gesundheitskompetenz und erhöhen die Lebensqualität der Patienten. Ab dem 8. Januar 2018 nimmt Gesundheitsförderung Schweiz Projektanträge entgegen. Medienmitteilung des BAG.

Cannabisregulierung: Reaktionen der Städte

Nach der Ablehnung der Berner Cannabisstudie durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüfen die Städte Bern, Biel, Luzern und Zürich die Einreichung von neuen Gesuchen beim BAG. Sie unterstützen zudem die schnellstmögliche Verankerung eines «Experimentierartikels» im Betäubungsmittelgesetz. Gemeinsame Medienmitteilung der Städte, Artikel auf NZZ Online. Basel-Stadt verzichtet hingegen vorerst auf die Eingabe seines Cannabisprojektes. Das Gesundheitsdepartement unterstützt stattdessen in seiner Medienmitteilung den politischen Prozess für eine rasche Schaffung eines "Experimentierartikels". (Infoset berichtete)

Uni Bern akzeptiert ein Nein des Bundes bei der Cannabis-Studie

Die Universität Bern erhebt keine Beschwerde gegen das Nein des Bundes zu einer Studie mit legalem Cannabisverkauf in Apotheken. Stattdessen setzen die Universität und die an der Studie interessierten Städte auf eine politische Lösung. Konkret geht es dabei um die Schaffung eines sogenannten Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz. Das Bundesamt für Gesundheit, das Mitte November das Gesuch für die Berner Studie ablehnte, regte die Schaffung eines solchen Artikels selber an. Artikel in der Tageszeitung Bund. (Infoset berichtete)

«Good Practices» der Einflussnahme der Tabakindustrie

Die Tabakindustrie verwendet viele Einflussstrategien, um die Präventionsmassnahmen zu bremsen und so ihre Interessen zum Nachteil der jenigen der öffentlichen Gesundheit zu schützen. Das Ziel dieser Taktiken ist, die politisch Verantwortlichen, die Medien, die Konsumenten und die breite Öffentlichkeit zu beeinflussen. Animationsfilm und Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT und Partner, um die Akteure im Gesundheitswesen, die Bevölkerung und die PolitikerInnen für diese seit Langem erprobten Einflusstaktiken zu sensibilisieren. Medienmitteilung der AT und Partner.

Suchtprävention in Zeiten von 4.0

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour setzt sich mit den Chancen und Risiken der zunehmend digitalisierten Gesellschaft auseinander. Warum Kinder von Menschen lernen und nicht von Bildschirmen erläutert Dr. Manuela Macedonia in einem ausführlichen Interview. Des Weiteren beschäftigt sich die Ausgabe mit den Möglichkeiten und Herausforderungen von Virtual Reality und den, nicht nur für die Suchtvorbeugung relevanten, Erkenntnissen der Neurowissenschaften, der Kritik am so genannten "Neuroessentialismus" und warum das Präventionsmodell der Schutz- und Risikofaktoren gerade in Zeiten der Digitalisierung wichtiger denn je ist. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Neues Substitutionsmedikament: Suboxone®

Seit dem 1. November 2017 sind Suboxone-Sublingualtabletten im Handel erhältlich. Weitere Infos dazu finden sich auf den Seiten von FOSUMOS.

Newsletter Infodrog

Der Dezember-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Tabakproduktegesetz: Vernehmlassung eröffnet

Der zweite Entwurf des Bundesgesetzes über Tabakprodukte (TabPG) wurde vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt. Er gestattet und reglementiert den Verkauf von Alternativprodukten wie nikotinhaltigen E-Zigaretten und Tabakprodukten zum Erhitzen. Medienmitteilung des BAG, Unterlagen zur Vernehmlassung. Im Entwurf verzichtet der Bundesrat leider fast komplett auf Werbeeinschränkungen, ein Sponsoringverbot fehlt sogar gänzlich. Zudem bleibt der Entwurf in mehreren Punkten hinter der EU-Gesetzgebung zurück. Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz wird ihre Forderungen in die nun beginnende Vernehmlassung einbringen. Medienmitteilung der Allianz. Umgekehrt argumentiert die Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik AWMP. Demnach bringt der Entwurf weitere unnötige Regulierungen. Medienmitteilung der AWMP.

Rauschtrinken mindert Chance auf Vollzeitjob nach Studium

Häufiges Rauschtrinken kann die Chancen auf einen schnellen Übergang vom Studium in eine Vollzeitbeschäftigung schmälern. Darauf deuten die Ergebnisse einer Befragung von Studierenden US-amerikanischer Colleges hin. Artikel auf drugcom.de

Internetabhängigkeit vs Formen von problematischer Internetnutzung

In diesem Bericht (pdf, 71S.) von Sucht Schweiz werden Arbeitsdefinitionen von Internetsucht auf der einen Seite und problematischem Internetgebrauch auf der anderen erstellt. Zusätzlich sollten a) mit einer Literaturrecherche die bedeutsamsten Instrumente zur Messung von Internetsucht und problematischem Internetgebrauch identifiziert werden sowie b) diese mit der Compulsive Internet Use Scale (CIUS) und dem Internet Addiction Test (IAT), den meistgebräuchlichsten Instrumenten in der Schweiz, im Hinblick auf ihre Nutzbarkeit in Gesundheitsbefragungen verglichen werden. Der Bericht (pdf, 57S.) "Entwicklung einer Kurzform der Compulsive Internet Use Scale" steht ebenfalls zum Download bereit. Beide Berichte sind um Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit erschienen.

Cannabiskonsum: Die Schwierigkeit des Aufhörens - Betroffende berichten

In diesem Beitrag erzählen zwei Kiffer von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Kiffen aufzuhören. Abhängig vom Konsummuster und der Konsumdauer fällt es einigen Kiffern nicht gerade leicht, mit dem Kiffen aufzuhören. Schlafprobleme, Magenprobleme, Appetitlosigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit und manchmal Aggressionen können Begleiterscheinungen des Cannabis-Entzugs sein. Zu schaffen ist es trotzdem. Artikel von Vice.

Drugnet Europe

Die Ausgabe 100 des Newsletters 'Drugnet Europe' der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist online auf Englisch erhältlich.

Drogen im Darknet: eine wachsende Bedrohung für Gesundheit und Sicherheit

Der illegale Handel im Darknet ist ein Zeichen für die zunehmende Komplexität der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität in der Europäischen Union. In einem neuen Bericht präsentieren die EU-Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol die neuesten Erkenntnisse über das Funktionieren des Darknets und welche Gefahren daraus für die Gesundheit und Sicherheit entstehen können. Die Publikation "Drugs and the darknet: perspectives for enforcement, research and policy" der EBDD steht zum Download bereit, Medienmitteilung der EBDD.

So trinken die Deutschen

Welchen Alkohol trinken die Deutschen am liebsten? Wer trinkt wie viel? Und wie viel ist eigentlich zu viel? Der erstmals herausgegebene Alkoholatlas liefert jede Menge Zahlen und Fakten zum Thema Alkohol. Ein Nachschlagewerk mit einer klaren Botschaft: Die Deutschen schauen zu oft zu tief ins Glas. Beitrag auf Drugcom.de

Wenn Fluchterfahrung anfällig für Alkoholmissbrauch macht

In den Jahren 2015 und 2016 wurden in Deutschland etwa 1,1 Millionen Asylanträge gestellt. Für viele Schutzsuchende ist der alltägliche und offene Umgang mit Alkohol hierzulande ungewohnt. Kommen traumatische Flucht- oder Kriegserfahrungen, die Trennung von der Familie und Sprachbarrieren in einer fremden Umgebung hinzu, droht gerade bei jüngeren Flüchtlingen das Risiko eines Substanzmissbrauchs. Vor welchen Herausforderungen steht die Alkoholprävention damit? Dieser Frage widmet sich die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) des Newsletters Alkoholspiegel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA.

Potential und Risiken des Cannabiskonsums: Aktueller Forschungsstand

Der aktuelle Forschungsstand zum Thema Cannabis wurde durch eine wissenschaftliche Analyse von in den letzten zehn Jahren publizierten Daten erhoben. Die Risiken des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken werden erneut bestätigt. Besonders schädlich ist der Cannabiskonsum in der frühen Jugend. Im Bereich der medizinischen Anwendung von Cannabisarzneimitteln wurde vor allem deutlich, dass der Forschungsstand noch sehr uneinheitlich ist. Aufgrund der begrenzten Datenlage kann zu vielen Krankheitsbildern noch keine Aussage zur Wirksamkeit von Cannabis gemacht werden. Hier sind weitere Studien notwendig. Die Publikation wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit in Deutschland erstellt. Artikel auf Konturen

MobileCoach Alkohol

Der MobileCoach Alkohol ist ein mobiltelefonbasiertes Programm zur Reduktion des Rauschtrinkens und zur Förderung eines sensiblen Umgangs mit Alkohol bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es beinhaltet ein Online-Feedback zum individuellen Alkoholkonsum und individualisierte SMS-Nachrichten, die über einen Zeitraum von 3 Monaten an die Teilnehmenden versendet werden, um, unter anderem zu Zeiten und in Situationen in denen üblicherweise Alkohol getrunken wird, den problematischen Konsum zu reduzieren. Das Programm wird nun technisch und inhaltlich weiter optimiert und durch Fachstellen für Suchtprävention in der deutschsprachigen Schweiz im Schuljahr 2017/18 bei ca. 1'200 SchülerInnen an Berufsfach- und Mittelschulen implementiert. Mittels einer Nachbefragung werden nach Ende des dreimonatigen Programms Indikatoren der Nutzung, Akzeptanz und Wirksamkeit des Programms überprüft. Projektbeschreibung auf den Seiten des ISGF (mit Links zu den Projektpartnern).

QuaTheDA: Zertifizierungsstellen

Infodrog ist seit 2017 für die Verwaltung und Überwachung der QuaTheDA-Norm zuständig. Die Zertifizierungsstellen, die bis Ende 2015 von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditiert waren und die weiterhin Institutionen nach der QuaTheDA-Norm zertifizieren wollen, haben bei Infodrog einen Antrag auf Anerkennung gestellt. Ab sofort dürfen nur noch die anerkannten Zertifizierungsstellen QuaTheDA-Zertifizierungen vornehmen. Mitteilung von Infodrog.

Tabakkonsum: Knapp 40% kennen Risiken ungenügend

Eine neue Studie im Rahmen des Suchtmonitorings Schweiz ergibt, dass die Kenntnisse über die Schädlichkeit von Tabakkonsum in der Gesamtbevölkerung ziemlich gut, in bestimmten Gruppen aber noch ungenügend sind. Menschen unter 20 und über 40 Jahren, solche mit tieferem Bildungsniveau, täglich Rauchende und solche, die nicht mit dem Rauchen aufhören möchten, haben in der Regel schlechtere Kenntnisse über die Schädlichkeit des Tabakkonsums. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Alain Berset unterstützt die Genehmigung von Studien zur Entkriminalisierung von Cannabis

Der Universität Bern könnte nun doch erlaubt werden, ihre Studie über den Verkauf von Cannabis durchzuführen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft derzeit, wie das geltende Recht so ergänzt werden kann, dass dieses Projekt mit dem geltenden Recht übereinstimmt, sagt Alain Berset. Mitteilung auf parlament.ch (Französisch).

Passivrauch schadet auch: Doch wie kam man zu dieser Erkenntnis?

Auf der Suche nach der weniger schädlichen Zigarette sollte in den 1970ern geklärt werden, was Zigarettenfilter bringen, und dazu war es erforderlich, die chemische Zusammensetzung des inhalierten und des aus der brennenden Zigarettenspitze austretenden Rauches jeweils für sich zu erheben. Dabei stellte sich heraus, dass der ungefilterte Rauch so viel mehr an Schadstoffen enthält, dass man eine Gefährdung der Passivraucher nicht ausschliessen kann. Der erste Nachweis dieser Gefährdung gelang bei den Gattinnen japanischer Raucher. Artikel der FAZ

Aktion Nez Rouge 2017

Nez Rouge ist eine nationale Präventions- und Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Verkehrssicherheit. Nez Rouge bietet während den Festtagen einen Heimfahrdienst für Personen, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selbst nach Hause zu fahren. Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente - lauter gute Gründe, die Gratisnummer 0800 802 208 anzurufen und seine Autoschlüssel den Freiwilligen MitarbeiterInnen von Nez Rouge zu übergeben. Die Aktion Nez Rouge 2017 läuft seit anfangs Dezember. www.nezrouge.ch

Der Club: Ausverkauf zum Glück!

Black Friday, Red Thursday, Pre-Sale, Sonntagsverkauf: In der vorweihnächtlichen Adventszeit rollt der Rubel, klingen die Kassen, kollabieren die Internet-Verkaufsseiten und stürzen sich die Konsumenten Schulter an Schulter in die Rabattschlacht der Geschäfte. Wer profitiert? Wer verliert? Der «Club» auf SRF mit einer Diskussion über Kaufrausch und Abstinenz

Aargau: «Kindermittendrin»

Mit dem Angebot «Kindermittendrin» setzt sich die Suchtprävention Aargau für Kinder ein, die von häuslicher Gewalt mitbetroffen sind. Auftraggeberin von «Kindermittendrin» ist die Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt des Kantons Aargau.

Drogenkonsum für alle sicherer machen!

Wieso? Weil praktisch jeder Drogen nimmt, ob Alkohol, Cannabis oder Medikamente. Nur wer Bescheid weiss, kann etwas verändern. Gastbeitrag von Adam Winstock (London) in der Wochenzeitung Die Zeit. Winstock gründete den Global Drug Survey GDS, die weltweit grösste Umfrage unter Drogennutzern. An der aktuellen Umfrage kann hier teilgenommen werden.

Aktualisierte Safer-Sex-Regeln und ein individueller Safer-Sex-Check

Nach 30 Jahren HIV-Prävention war es für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zeit, die Hauptbotschaften zu überprüfen und zu aktualisieren. Ein Kondom zu benutzen, bleibt die wichtigste Safer-Sex-Regel. Die anderen Regeln wurden präzisiert und neu in einen Safer-Sex-Check integriert. Beitrag auf Spectra Online

Migration und Gesundheit: «Gesundheitswegweiser Schweiz»

Die Publikation «Gesundheitswegweiser Schweiz» ist zum vierten Mal aktualisiert worden und liegt jetzt wieder in 18 Sprachen vor. Sie hilft Migrantinnen und Migranten, sich im komplexen schweizerischen Gesundheitswesen zurechtzufinden.

Drogentrips mit Heilwirkung

Lange galten Drogen wie LSD, Psilocybin und MDMA als verpönt. Nun schöpfen Forscher zunehmend Hoffnung, dass sie gegen Ängste, Depressionen und Traumata helfen könnten. Artikel Spektrum.de

SmokeFree geht viral

Wie bringt man das Thema «Rauchstopp» an ein Zielpublikum, das sich zunehmend von klassischen Medien abwendet und stattdessen das aktuelle Geschehen im Web mitverfolgt und kommentiert? Im Frühjahr 2017 haben die Verantwortlichen der SmokeFree-Kampagne einen Filmwettbewerb über die sozialen Medien lanciert. Wie gut die «Sharing Community» dabei funktioniert hat, zeigt der ausgelöste virale Effekt: Über 300 000 Facebook-Aufrufe hat allein der Siegerfilm generiert. Dieser Beitrag auf Spectra Online versucht, dem Erfolg auf den Grund zu gehen.

Preiszerfall auf dem CBD-Markt

Noch im Januar 2017 gab es hierzulande fünf registrierte Firmen, die das legale CBD-Gras herstellten oder handelten. In elf Monaten ist diese Zahl auf 410 hochgeschnellt. Laut einer groben Schätzung der Zollverwaltung wird die Branche dieses Jahr 60 Millionen Franken Umsatz machen. Letztes Jahr waren es null Franken. Ein Viertel des Geldes, 15 Millionen, gehen als Tabaksteuer direkt in die Bundeskasse. Doch die Hanf-Hersteller kämpfen nun mit einem massiven Preiszerfall. Im Zwischenhandel halbierte sich der Preis laut der Zeitung von 4 bis 5 Franken pro Gramm auf 2 bis 2.50 Franken. Der Kampf ums überleben hat begonnen. Artikel auf watson.ch

Leidet die Empathiefähigkeit bei häufigem Ecstasykonsum?

Ecstasy kann das Bedürfnis verstärken, anderen Menschen nahe zu sein. Doch wie wirkt sich häufiger Ecstasy-Konsum langfristig auf die Empathiefähigkeit aus? Eine Studie aus der Schweiz hat Ecstasykonsumierende hierzu gründlich durchgecheckt. Beitrag auf drugcom.de

Werden «Benzos» zu Unrecht verteufelt?

Wir leben in einer Zeit der Hypes, die auch vor der Medizin nicht haltmachen. So sind seit einiger Zeit die «Benzos» in den Fokus von Suchtexperten geraten und werden pauschal als gefährliche Suchtmittel angeprangert. Unlängst wurden sie als «Betäubungsmittel» klassiert, mit entsprechender Kontrolle der Verschreibung und Abgabe durch die Behörden. In einem Beitrag im Bund berichtet der Psychiater Matthias Neuenschwander über seine Einschätzung dieser Medikamente, ihres Nutzens und ihrer Risiken.

Verwendung der Spielsuchtabgabe durch die Kantone im Beitragsjahr 2016

Die Lotterie- und Wettkommission Comlot hat den Auftrag, jährlich einen Bericht (pdf, 67S) über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen zu verfassen. Im Jahr 2016 haben die Deutschschweizer Kantone und der Kanton Tessin insgesamt 107.1 % der Spielsuchtabgabe 2015 eingesetzt. Zum ersten Mal seit Beginn der Berichterstattung vor drei Jahren kam es damit zu einer höheren Ausgabe, als im Beitragsjahr effektiv aus der Spielsuchtabga-be zugewiesen wurde. Bei den Kantonen der Romandie betrug dieser Anteil 98.7 %. Ähnlich wie in den vorangegangenen Jahren bestehen jedoch zwischen den Kantonen beträchtliche Unterschiede hinsichtlich der Ausnutzung der Beiträge.

Studentische Trinkkulturen in Deutschland

Alkohol macht Deutsche erst zu Menschen – und die Deutschen haben eine gestörte Beziehung zum Wodka. Vier Austauschstudenten erzählen, wie sie die deutsche Trinkkultur erleben. Artikel auf Zeit Campus.

Glücksspiele und Sportwetten: Alles für den guten Zweck?

Wo staatliche Lotterien ihre Geschäfte ausbauen wollen, ist der umstrittene Glücksspielkonzern IGT nicht weit. Er sponsert den Weltverband der Lotteriegesellschaften nicht nur mit hohen Summen, sondern entscheidet sogar auch direkt im obersten Leitungsgremium mit. Für den Schweizer Weltverbandspräsidenten Jean-Luc Moner-Banet ist das kein Problem. Artikel in der Wochenzeitung woz.

"Das Drogenverbot schafft mehr Probleme, als es löst"

Zürich ist mit London und Antwerpen eine der Kokain-Hochburgen Europas. Das weisse Gift gehört in der Limmatstadt bei schätzungsweise 2000 Personen zum Alltag. Fachleute, aber auch manche Politiker, fordern deshalb ein Umdenken in der Drogenpolitik, nämlich eine Entkriminalisierung auch von harten Drogen. Rechtskonservative hingegen fühlen sich vor den Kopf gestossen. Beitrag auf swissinfo.ch

Drogentests in Schulen

Drogentests in Schulen werden in einigen wenigen europäsichen Ländern weiterhin praktiziert, da sie als abschreckendes Mittel angesehen werden. Dieses Papier bewertet die Wirksamkeit der stichprobenartigen Prüfung in Schulen (in den USA). Alle Studien zeigen, dass die Prüfung wenig oder keinen Effekt auf Drogegebrauch hat. Publikation (Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

Schadensminderung: Verdampfen statt verbrennen

Die Schweizer Sucht-Fachverbände anerkennen in ihrem Positionspapier (pdf, 3S.) das Verdampfen – auf individueller und gesellschaftlicher Ebene – als wichtige schadenmindernde Konsumform für Menschen, die bereits brennbare Tabakprodukte konsumieren. Sie setzen sich deshalb für einen Kurswechsel in der Schweizer Tabakpolitik und -prävention ein. Die bisherigen tabakpolitischen Ziele, die sich an der Abstinenz orientieren, sind zu ergänzen mit Zielen und Massnahmen der Schadensminderung, Medienmitteilung der Verbände. Zwei Beiträg in 10 vor 10, Interview mit einem Lungenspezialisten auf tagesanzeiger.ch.

In den USA muss die Tabakindustrie vor sich selber warnen

Nach Jahrzehnten der Verbannung werden an diesem Sonntag die weltgrößten Tabakkonzerne mit Werbespots und Anzeigen auf die US-Fernsehschirme und Zeitungsseiten zurückkehren. Doch statt "Schimpf nicht Mami, zünd dir doch lieber eine Marlboro an" wird es diesmal heissen: "Rauchen tötet 1200 Amerikaner. Jeden Tag." Dass Unternehmen Anzeigen schalten, um vor dem Konsum der eigenen Produkte zu warnen, hat es in der Werbegeschichte wohl noch nicht gegeben. Ein Gericht in Washington hat die "Richtigstellungen" angeordnet. Sie sind Teil eines Vergleichs, mit dem die Konzerne Strafzahlungen in Milliardenhöhe vermeiden und einen seit 1999 währenden Rechtsstreit mit der US-Regierung beenden wollen. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 4/2017 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Verbot von Cannabisstudie: Ausnahme oder Alltag?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat ein Pilotprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis gestoppt. Der Entscheid bringt eine Grundsatzfrage mit sich: Bremst die Schweizer Politik wissenschaftliche Versuche? Artikel auf swissinfo.ch

Wer Drogen verbietet, hilft nur den Dealern

Keine Frage, Drogen können enormen Schaden anrichten. Doch unser heutiges System stützt den Schwarzmarkt, kostet viel Geld und hält die Menschen nicht vom Konsum ab. Es ist Zeit für einen neuen Weg. Kommentar auf NZZ Online.

Motivation und Sucht

Die diesjährige Fachtagung von 'alkoholismus therapieforschung schweiz' atf fand am 9. November 2017 in Zürich statt. Das Tagungsthema war dem Thema "Motivation und Sucht" gewidmet. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Wie können Kinder in belasteten Familien unterstützt werden

Die nationale Fachtagung in Biel zum Thema psychische Erkrankungen von Eltern, Sucht und häusliche Gewalt sorgte für einen vielseitigen Austausch unter den rund 450 Teilnehmenden. Die Auswirkungen auf die Kinder und die Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien standen dabei im Fokus. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Wie sich die Cannabis-Legalisierung in den USA durchsetzt

Mit Kalifornien legalisiert bald auch der bevölkerungsreichste Gliedstaat Cannabis. Die Unterstützung in der Bevölkerung nimmt laufend zu, manche Gliedstaaten wittern ein lukratives Geschäft mit den Steuereinnahmen. Eine Übersicht auf NZZ Online.

Lieber den Joint anzünden, als ein Bier einschenken

Die führenden US-Lagerbiere BudLight, Coors und Miller Lite haben eine schlechte Saison hinter sich. Der Absatz sank um 2,6 Millionen Fass, ein Minus von fast vier Prozent gegenüber 2016. «Das ist ein Schock», titelte das Branchenmagazin «Marketer's Insight» und verwies auf den markanten Konsumwandel der jüngeren Generation: Der Cannabiskonsum der Millennials steigt, der Bierkonsum sinkt. Als erster Konzern hat Constellation Brands auf diesen Wandel reagiert und sich an einem Cannabisunternehmen beteiligt. Artikel auf tagesanzeiger.ch.

Legales Opium fürs Volk

Der Konsum von Kokain oder Ecstasy soll straffrei sein: Diese Forderung gewinnt wieder an Unterstützung. Wie die Entkriminalisierung gelingen kann, ist aber umstritten, Beitrag auf NZZ Online. Zwischen Schweden und Portugal gibt es in der Drogenpolitik grosse ideologische Unterschiede. Jedes EU-Land kocht sein eigenes Süppchen – Patentrezepte gibt es nicht, eine Übersicht auf NZZ Online. Dass Drogenkonsum nicht zu Auffälligkeiten führen muss, ist Thema in einem weiteren Artikel der NZZ.

46 Filme zur Geschichte der Alkoholpolitik

Auf dem YouTube Kanal der Eidg. Alkoholverwaltung finden sich 46 Kurzfilme rund um Alkohol, die zwischen 1931 und 1990 entstanden sind.

Experiment Nichtrauchen gestartet

Der Schulklassenwettbewerb Experiment Nichtrauchen ist mit mehr als 40 000 Schülerinnen und Schülern gestartet. Ob die Jugendlichen es schaffen, sechs Monate lang die Finger von der Zigarette zu lassen, hängt auch von den Eltern ab. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Halbierung der Anzahl Verkehrstoten ist möglich

Am Forum Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu in Bern diskutieren Experten von bfu, Bundesamt für Strassen ASTRA, TCS, ACS und VCS, wie Via sicura dazu beiträgt, die Anzahl Toter und Schwerverletzter zu senken. Die bfu ist überzeugt: Mit den geltenden Verhaltensvorschriften, den Massnahmen von Via sicura, der Weiterführung der bestehenden Präventionsarbeit und dem Meistern der Herausforderungen des automatisierten Fahrens kann die Anzahl Verkehrstoter bis in 10 Jahren auf unter 100 und die Anzahl Schwerverletzter deutlich gesenkt werden. Medienmitteilung der bfu.

Bund stoppt Berner Cannabis-Versuch

Die Universität Bern darf keine Studie zum legalen Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken durchführen. Eine solche Studie erlaube das geltende Gesetz nicht, kommt das Bundesamt für Gesundheit zum Schluss. Grundsätzlich würde das BAG es begrüssen, wenn neue Regulierungsmodelle wissenschaftlich analysiert werden könnten. Um solche Studien zu ermöglichen, müsste das Gesetz aber mit einem «Experimentierartikel» ergänzt werden. Vom Entscheid betroffen sind auch die Städte Zürich, Genf und Basel, die ähnliche Pläne wie die Berner haben. Artikel des Tages Anzeigers, Artikel auf NZZ Online, Leserdebatte auf NZZ Online. Medienmitteilung vom Bundesamt für Gesundheit. Der Entscheid des BAG wird nun von den beteiligten Städten analysiert und das weitere Vorgehen gemeinsam mit der Universität Bern besprochen, gemeinsame Medienmitteilung der Städte Basel-Stadt, Bern, Biel, Luzern und Zürich. Die Sucht-Fachpersonen wehren sich in einer Medienmitteilung gegen den Entscheid des BAG und rufen das BAG auf, seine Verantwortung als führender Akteur in der Cannabispolitik wahrzunehmen. Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen EKSF.

Frankreich erhöht Tabaksteuer

Frankreich erhöht ab heute sukzessiv die Tabaksteuer um über 3 Franken bis ins Jahr 2020. In der Schweiz hat der National- und Ständerat dieses äusserst wirksame Instrument eingefroren. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention fordert, das rückgängig zu machen. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Kohlenmonoxidvergiftungen durch Shisha Rauchen

Kohlenmonoxidvergiftungen beim Rauchen von Wasserpfeifen nehmen nach Angaben des Universitätsklinikums Düsseldorf zu. In einer speziellen Druckkammer des Klinikums wurden in diesem Jahr bereits rund hundert Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen mit der sogenannten Hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt – etwa 40 davon gehen auf das Rauchen von Shishas zurück. Medienmitteilung des Universitätsklinikum. Auch in der Schweiz kennt man die Problematik, Beitrag auf drugcom.de, Artikel von 20 Minuten.

ZDF-Info: Doku-Abend zu Drogen am 15. November 2017

Den Auftakt bilden ab 18.00 Uhr die Dokus "Junkies, Dealer, Polizei: Frankfurts Drogenpolitik auf dem Prüfstand", "The Wanted - Auf Verbrecherjagd: Jagd auf einen Drogenkurier" (18.45 Uhr) und "The Wanted - Auf Verbrecherjagd: Heroin-Dealer im Visier" (19.30 Uhr). Im Anschluss an "Endstation Crystal" zeigt ZDFinfo "Mein Land, Dein Land: Crystal Meth - Wie die Droge Schulhöfe verseucht" (21.00 Uhr), "Crystal Meth: Die Horror-Droge" (21.30 Uhr) und "Überführt - Der Drogendealer Sick" mit Joe Bausch (22.15 Uhr). Zur Programmseite von ZDF-Info

Primokiz2 – Für eine Politik der frühen Kindheit

Die frühe Kindheit ist entscheidend für das ganze Leben, denn in dieser Zeit werden wichtige Weichen für die weiterführende Entwicklung von kognitiven und sozialen Fähigkeiten gestellt. Damit sich diese Fähigkeiten voll entfalten können, sollen Kinder in einer anregenden Umgebung aufwachsen und spielerisch lernen. Solch eine Umgebung wird unter anderem durch verschiedene Angebote in der frühen Kindheit geschaffen. Eines dieser Angebote ist Primokiz2 von der Jacobs Foundation.

Ratgeber zur Besteuerung von Alkohol

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Instrumentarium für die Besteuerung und Preispolitik von Alkohol herausgegeben. Ziel des Ratgebers "Resource tool on alcohol taxation and pricing policies" ist es, die nationalen Umsetzungen der globalen Alkoholstrategie ab 2010 zu unterstützen. Mitteilung auf add-resources.org

Drogenkrise: Amerikas bittere Wahrheit

Donald Trump bezeichnet die Bekämpfung der "Drogenkrise" als Generationenaufgabe. Will Amerika die Situation in den Griff bekommen, darf es die wahren Ursachen des Problems nicht länger ignorieren. 2016 sind 64.000 Amerikaner an einer Überdosis gestorben; das sind mehr, als im Vietnam- und in den beiden Irak-Kriegen zusammen gefallen sind. Ein Kommentar in der FAZ.

Lungenkrankheit COPD: Wenn das Atmen zur Qual wird

Es ist eine schleichende Krankheit, die zu Atemversagen führen kann: Die Lungenkrankheit COPD wird häufig nicht rechtzeitig erkannt - mit gravierenden Folgen für die Betroffenen. In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen an COPD, der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung. Weltweit sind es rund 400 Millionen, Tendenz steigend. Eine Heilung gibt es nicht. Artikel auf SpiegelOnline.

Wie man Jugendliche von Alkohol und Drogen fernhält: Das Beispiel Island

Als besonders schützend erwies sich: häufig (drei- bis viermal wöchentlich) an Gruppenaktivitäten (insbesondere Sport) teilzunehmen, kontinuierlich viel Zeit mit den Eltern zu verbringen, das Gefühl, in der Schule ernst genommen zu werden, und: sich spät abends nicht mehr auf der Strasse herumzutreiben. Ausführlicher Artikel auf Spektrum der Wissenschaft.

"Durch Drogenhandel verdient man mit sehr wenig Arbeit sehr viel Geld"

Allgemein verdient man durch Drogenhandel mit sehr wenig Arbeit sehr viel Geld. Das ist für gewisse Leute reizvoll, dazu kommt das Setting unter anderem mit Reisen und Kontakten zum Milieu. Wenn jemand mit einer solchen Vorgeschichte nach Jahren aus dem Gefängnis kommt, dann ist der Empfangsraum im Vergleich zum früheren Leben relativ trist. Dann werden schnell Milieukontakte aktiviert. Allein das Setting hat seinen Anreiz. Ein Interview mit Elmar Habermeyer, Direktor der Klinik für Forensische Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, im Tages Anzeiger.

Nach der Pensionierung in die Abhängigkeit: Was Betroffenen und Angehörigen helfen kann

In keiner Altersgruppe ist der chronische Risikokonsum so verbreitet wie bei den 65- bis 74-Jährigen. Betroffen sind laut Umfrage 6 Prozent aller Männer und 9 Prozent aller Frauen im entsprechenden Alter. Bei Jugendlichen unter 20 Jahren sind die Quoten nicht einmal halb so hoch. Beitrag im Tages Anzeiger

Cannabis-Entkriminalisierung: Argumente aus ökonomischer Sicht

Der Ökonom Justus Haucap, Befürworter des legalen Verkaufs von Cannabis in Deutschland, hofft auf eine «Jamaica»-Regierung. Die Neue Zürcher Zeitung hat ein Interview mit Haucap geführt.

Ecstasy kann Organe schädigen

Beim Partyfeiern kann Ecstasy schöne Gefühle auslösen. Konsumierende riskieren dabei allerdings, ihre inneren Organe zu schädigen. In einem Tierexperiment wurden Zellveränderungen im Herz, in der Leber und in den Nieren nachgewiesen. Beitrag auf drugcom.de

Addiction Journal: Dezember Ausgabe

Die aktuelle Ausgabe der internationalen Zeitschrift Addiction steht zum Download bereit. Die meisten Beiträge sind im Open Access erhältlich (Englisch).

Die SBB erwägen ein Rauchverbot in allen Schweizer Bahnhöfen

Ab Dezember wollen die SBB ein Rauchverbot in fünf Bahnhöfen testen. Das geht aus einem unpublizierten Papier hervor. Begründet wird dies mit den Kundenbedürfnissen. Ab Ende 2018 soll das Verbot schweizweit gelten. Artikel der NZZ. Zur Schadstoffbelastung auf Perrons und in Bahnhofshallen liegen zwar nur wenige Daten vor, diese sprechen aber für ein Rauchverbot. Artikel im Tages Anzeiger.

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 36, pdf, 11S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Einfluss von moderatem Alkoholkonsum auf Hirnstruktur und -funktion
  • Reduziert eine Substitutionsbehandlung im Gefängnis das Mortalitätsrisiko nach der Entlassung? Ergebnisse einer prospektiven Beobachtungsstudie aus England
  • Trinkverhalten von Personen verschiedener Herkunftsregionen in Deutschland

Das Geschäft mit Zigarren läuft gut

In der Schweiz sind die Ausgaben für Zigarren und Zigarillos in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Viele glauben, dass Zigarren weit weniger schädlich seien als Zigaretten. Was so aber nicht stimmt. Beitrag in der Hauptausgabe der Tagesschau vom 25. Oktober 2017.

Schwere Herzschäden durch Crystal Meth

Crystal Meth schädigt nicht nur das Gehirn. Bei längerem Konsum können sich auch schwerwiegende Herzprobleme und Gefässschäden einstellen. Nicht immer verbessert sich die Situation Betroffener bei Abstinenz. Beitrag auf drugcom.de

Peers können den Tabakkonsum bei jüngeren Rauchern reduzieren

Die Teilnahme an einer Kurzintervention, die von Gleichaltrigen in der Gemeinschaft durchgeführt wird, kann dazu beitragen, das Rauchen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu reduzieren. Die zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. Artikel (Englisch) auf ScienceDaily.

Deutschland: Kommt die Entkriminalisierung von Cannabis?

Je näher Deutschland einer möglichen Jamaika-Koalition rückt, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit einer kontrollierten Freigabe von Cannabis. Das wäre angesichts jahrelanger, zäher Debatten geradezu eine Revolution, Artikel der FAZ. Strafrechtler und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) fordern von den Bundestagsfraktionen die Einsetzung einer Enquete-Kommission Cannabis. Die Enquete-Kommission soll die konkrete Ausgestaltung und Möglichkeiten einer Regulierung prüfen und konzipieren, Artikel in der Ärztezeitung.

Zahl der Ausweisentzüge wegen Medikamenten explodiert

Wegen Schmerzmitteln, Ritalin und Beruhigungspillen verlieren mehr Lenker ihren Ausweis als unter Einfluss von Cannabis oder Kokain. Tatsächlich zeigen Zahlen des Suchtmonitorings Schweiz, dass der Konsum von Medikamenten in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Das gilt für starke Schmerzmittel, Beruhigungs- und Aufputschmittel. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Konsum von Drogen. Leicht gestiegen sind gemäss Suchtmonitoring-Bericht der Konsum von Cannabis und von Kokain. Artikel der SonntagsZeitung.

US-Präsident verhängt wegen Opioidepidemie Gesundheitsnotstand

Donald Trump hat angesichts eines massenhaften Missbrauchs von Heroin und anderen Opioiden in den Vereinigten Staaten einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Bei einem Gesundheitsnotstand gibt es nicht automatisch zusätzliche Bundesmittel zur Bekämpfung der Krise. Das Weisse Haus wolle den Kongress aber um mehr Mittel bitten, hiess es. Geplant sind zudem Umschichtungen von Gelder. Allein im vergangenen Jahr starben nach Berechnungen der New York Times 60.000 Menschen durch den Missbrauch rezeptpflichtiger Schmerzmittel (Oxycontin, Fentanyl) oder Heroin, Artikel auf aerzteblatt.de. Eine Rekonstruktion der Ursachen für die Opioidkrise findet sich in einem Beitrag auf #12.

Kurzintervention bei Alkoholproblemen in der Primärversorgung

Screening und und Formen der Kurzintervention sind bewährte Ansätze, um den Bedürfnissen der vielen Patienten gerecht zu werden, die sich in der Grundversorgung befinden und von einer Verringerung ihres Alkoholkonsums profitieren möchten. Dieses Handbuch beschreibt die Hintergründe und Grundlagen der Kurzintevention und gibt praktische Ratschläge für die Einfühurng von Programmen dieser Art. Eine Publikation (pdf, 117S., Englisch) der Weltgesundheitsorganisation.

Sicherheitsniveau und Unfallgeschehen im Strassenverkehr 2017

Der Anteil der PW-Lenker, die wissen, dass der Blutalkohol-Grenzwert am Steuer 0,5 Promille beträgt, ist seit 2005 – dem Jahr, in dem diese Bestimmung eingeführt wurde – stark gesunken: von 92 % auf gerade noch 66 % im Jahr 2016. Das am 1. Januar 2014 in Kraft getretene Alkoholverbot für bestimmte Personengruppen, darunter Neulenker, ist hingegen besser bekannt (80 %). Verglichen mit 2000 hat die Anzahl der Autofahrer, die eine Atemalkoholkontrolle durch die Polizei erwarten, zugenommen. Der SINUS-Report 2017 (pdf, 108S.) der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu steht zum Download bereit.

Alkoholbedingte Lebererkrankung: Leitlinien für gute Praxis

Die Leitlinien (pdf, 12S., Englisch) bieten Beratung für Gesundheitsdienste, lokale Behörden, Strafjustizdienste und den Freiwilligensektor, um landesweit einheitliche Konzepte für Prävention, Behandlung, Pflege, Unterstützung und Genesung zu gewährleisten. Herausgeber ist das Scottish Health Action on Alcohol Problems SHAAP.

Smokefree-Kampagne: auch für MigrantenInnen

An der aktuellen Smokefree-Kampagne beteiligen sich auch Medienschaffende der Plattform migesMedia. Sie haben zum Beispiel die Tabakpräventionsfilme auf Türkisch und Albanisch übersetzt.

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen

Laut dem Jahresbericht 2016 (pdf, 6S.) betrug die durchschnittliche jährliche Auslastung der stationären Therapieeinrichtungen 87%. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Abnahme von rund 3 Prozentpunkten zu verzeichnen. Die durchschnittliche Auslastung der stationären Therapieeinrichtungen zwischen 2006 und 2016 beträgt 87% und bleibt damit stabil auf hohem Niveau.

Jugendschutz ohne Tabakwerbeverbot?

Das Tabakproduktegesetz wurde 2016 mit dem Auftrag an den Bundesrat zurückgewiesen, den Jugendschutz zu verankern, aber Werbeverbote zu streichen. Die Voten von Parlamentariern liessen Präventionsexperten perplex zurück. Ständerat Josef Dittli (FDP) erklärte, keine Daten zu kennen, die «explizit belegen, dass ­Raucherzahlen allein wegen Werbeverboten zurückgehen». Obwohl das umfassende Werbe-, Promotions-, und Sponsoringverbot für Tabak Bedingung für die ­Ratifizierung des WHO-Rahmenabkommens zur Eindämmung der Tabakepidemie ist, wurde dieses von keinem Vertreter der Parlamentsmehrheit erwähnt. Dieser Artikel handelt von der «Selbstkontrolle» der Tabakwerbung und ihren Hintergründen, die erklären, warum Jugendschutz ohne umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Europäischer Leitfaden für den Umgang mit Drogenproblemen

Dieser Leitfaden und das dazugehörige Online-Material bieten einen Bezugspunkt für die Planung oder Bereitstellung gesundheitlicher und sozialer Antworten auf Drogenprobleme in Europa. Die geeignetsten Massnahmen hängen von den spezifischen Drogenproblemen, den Kontexten, in denen diese auftreten, und den möglichen und sozial akzeptablen Interventionen ab. Durch die Bereitstellung wichtiger Informationen soll dieser Leitfaden den Beteiligten bei der Bewältigung dieser Herausforderungen helfen, neue Programme zu entwickeln und bestehende zu verbessern. Herausgeber ist die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA, Artikel der Salzburger Nachrichten.

Neuseeland erwägt Legalisierung von Cannabis

Per Volksabstimmung sollen die Neuseeländer in den kommenden drei Jahren entscheiden, ob sie Cannabis legalisieren wollen. Das kündigte die baldige Premierministerin an. Artikel auf Zeit Online.

Tessin: Vorstoss im Grossen Rat fordert Rauchverbote an bestimmten öffentlichen Orten

Am Bahnhof oder vor dem Eingang des Büros noch kurz eine Zigarette rauchen: Geht es nach CVP-Grossrätin Nadia Ghisolfi, soll es damit im Tessin bald vorbei sein. In einem Vorstoss im Grossen Rat fordert sie Rauchverbote auf öffentlichen Spielplätzen, bei Haltestellen des öffentlichen Verkehrs und vor dem Eingang öffentlicher Gebäude. Artikel auf 20 Minuten.

Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Konsum von Methamphetamin

Der Konsum von Methamphetamin, auch bekannt als Crystal Meth, kann verheerende Auswirkungen auf die Gefässe im Gehirn haben. Ein australisches Forschungsteam erläutert die zugrundliegenden Mechanismen. Beitrag auf drugcom.de

Hong Kong's Common-Sense-Ansatz zur Erweiterung der Methadonbehandlung

Die Publikation "Globally Informed, Locally Responsive. Hong Kong's Common-Sense Approach to Expanding Methadone Treatment" steht auf den Seiten der Open Society Foundations zum Download bereit.

Deutschland: Der erste Alkoholatlas ist erschienen

Alkoholkonsum verursacht der Gesellschaft direkte und indirekte Kosten von rund 39 Milliarden Euro im Jahr. Dem gegenüber stehen Einnahmen durch die Alkoholsteuer von nur 3,2 Milliarden Euro. Doch wer trinkt und in welchem Masse? Riskanter Alkoholkonsum ist in gehobenen sozioökonomischen Schichten stärker verbreitet als etwa unter Arbeitslosen. Darüber hinaus gibt es enorme regionale Unterschiede beim Trinkverhalten und bei den gesundheitlichen Folgeschäden. Der erster Alkoholatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) bietet umfassende Informationen rund um das Thema Alkohol. Artikel auf Spiegel Online.

Ausgaben für die Drogenbehandlung in Europa: ein methodischer Überblick

Schätzungen zufolge werden jährlich mehr als eine Million Menschen in der Europäischen Union wegen drogenbedingter Probleme behandelt. Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten der Drogenbehandlung in Europa angesichts schrumpfender öffentlicher Haushalte und des zunehmenden Drucks auf die Gesundheitssysteme? In Zusammenarbeit mit Experten aus der ganzen Welt hat die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EBDD einen Bericht (pdf, 196S.) erstellt, der die derzeitige Praxis zur Abschätzung der Kosten für die Behandlung von Drogenproblemen darstellt. Medienmitteilung der EBDD.

SmokeFree-Kampagne: Rauchende unterschätzen ihr Erkrankungsrisiko

Mit der Botschaft «Kein Zufall: 75% der unter 50-jährigen Herzinfarktpatienten rauchen» macht die neue Welle der SmokeFree-Kampagne darauf aufmerksam, dass Rauchende häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Zwei Drittel der Rauchenden wissen zwar über die generellen Gefahren des Tabakkonsums Bescheid, das persönliche Erkrankungsrisiko schätzen sie jedoch zu tief ein. Medienmitteilung und Videos zur Kampagne auf der Seite des BAG. www.smokefree.ch

Tabakprävention: Schweiz schneidet beim Jugendschutz schlecht ab

Kinder und Jugendliche sind der Werbung für Tabakprodukte massiv ausgesetzt. Dabei ist gerade für diese Altersgruppe die Gefahr abhängig zu werden, besonders gross. Verglichen mit anderen europäischen Ländern schneidet die Schweiz beim Jugendschutz immer noch schlecht ab. Rauchen ist immer noch die häufigste Ursache für Krebs. Medienmitteilung der Krebsliga

Stadt Zürich: Die Entkriminalisierung des weissen Gifts

Kokain ist in gewissen Kreisen Zürichs längst im Alltag angekommen. Und zwar nicht nur bei Partygängern – die Konsumenten sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden, ob Student, Ärztin oder Lagerist. Laut einer Studie belegt Zürich in Europa beim Kokainkonsum den dritten Platz. Fachleute fordern deshalb ein Umdenken bei Kokain und Co. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung. Interview mit der Stadtzürcher Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen in der NZZ. Leserdebatte der NZZ.

Deutschland: Forderungen für eine wirksame Ambulante Suchthilfe

Ambulante Suchthilfe ist wichtig und wirksam. Sie umfasst ein breites Spektrum von Angeboten, das jährlich über einer halben Million Betroffenen zugutekommt. Gleichzeitig befindet sich die ambulante Suchthilfe in einer desolaten Finanzierungssituation, die weit von der gesetzlich geforderten Nahtlosigkeit und Einheitlichkeit entfernt ist und sich oft nur aus jährlich widerrufbaren Zuschüssen speist. Aus Sorge um das ambulante Versorgungssystem für abhängigkeitskranke Menschen hat der Vorstand des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. Forderungen (pdf, 12S.) für eine wirksame ambulante Suchthilfe verabschiedet.

Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz

85.9% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumierten im Jahr 2016 Alkohol. Gut die Hälfte der Bevölkerung trank mindestens einmal pro Woche Alkohol, jede zehnte Person jeden Tag. Ein gutes Fünftel konsumierte risikoreich Alkohol: 20.7% der Bevölkerung gaben an, mindestens einmal pro Monat 4 (Frauen) respektive 5 (Männer) und mehr Standardgläser nacheinander zu trinken. 2016 rauchten 25,3% der Personen über 15 Jahre in der Schweiz, das heisst ein Viertel der Bevölkerung. Dieser Anteil hat sich seit rund zehn Jahren nur marginal verändert. Weiter ist Cannabis in der Schweiz nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. 7.3% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren haben im Jahr 2016 angegeben, in den letzten 12 Monaten vor der Befragung zumindest einmal Cannabis konsumiert zu haben. Die Publikation (pdf, 194S.) "Suchtmonitoring Schweiz. Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz im Jahr 2016" steht zum Download bereit. Faktenblatt (pdf, 2S.) zum Konsum illegaler Drogen, Faktenblatt 2S.) zum Tabakkonsum, Faktenblatt (4S.) zum Alkoholkonsum.

Adipositas bei Kindern und Jugendlichen: verzehnfacht in nur 40 Jahren

Die in der Zeitschrift Lancet veröffentlichte Arbeit ist die grösste jemals publizierte epidemiologische Studie: Mehr als 1000 Wissenschaftler erfassten den Body Mass Index und dessen Veränderungen von über 130 Millionen Menschen weltweit zwischen 1975 und 2016. Innerhalb dieses Zeitraums stieg die Rate fettleibiger Kinder von unter einem Prozent (ca. 11 Millionen Kinder) auf annähernd sechs Prozent bei Mädchen (50 Millionen) sowie fast acht Prozent bei Jungen (74 Millionen). Die Anzahl fettleibiger 5- bis 19-Jähriger verzehnfachte sich von 1975 bis 2016 (von 11 auf 124 Millionen). Medienmitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Via-sicura: Kippt die Alkohol-Wegfahrsperre für Alkohol-Extremtäter aus dem Paket?

Zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden sollten Personen, denen der Führerausweis wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wurde, nur noch mit einer Alkohol-Wegfahrsperre Auto fahren dürfen. So beschloss es das Parlament 2012 im Rahmen von Via sicura. Nun soll diese Massnahme nicht umgesetzt werden. Schlecht, findet die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung. Denn damit hätten im Strassenverkehr pro Jahr bis zu 60 Schwerverletzte und 5 Todesopfer vermieden werden können. Medienmitteilung der bfu.

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Der vorliegende Bericht (pdf, 21S.) präsentiert die Resultate der Erhebung im Jahr 2016 des Monitorings der heroingestützten Behandlung (HeGeBe-Monitoring) in der Schweiz. Für das Jahr 2016 wurden 145 Eintritte und 157 Austritte registriert. Bei den Eintritten handelt es sich um 83 Ersteintritte (57.2%), 30 Wiedereintritte in dieselbe Institution und 24 Eintritte aufgrund eines Übertrittes aus einer anderen HeGeBe-Stelle.

Cannabis: Green Rush in Deutschland

In den USA und Kanada boomt der Markt mit medizinischem Cannabis. Eine ganze Industrie ist im Rausch. Und Deutschland soll das nächste Puzzleteil im globalen Markt mit der Substanz werden. Beitrag auf Deutsche Welle.

Referendum gegen Geldspielgesetz

Die Koalition zum Schutz der Spielerinnen und Spieler hat Kenntnis genommen vom Referendum gegen das Geldspielgesetz. Sie macht derzeit keine Aussage dazu, ob sie das Referendum unterstützt. Vielmehr wartet sie ab, wie das Gesetz konkretisiert wird, bevor sie sich definitiv zum Referendum positioniert. Medienmitteilung der Koalition.

Schnupftabak und Snus verleiten junge SchweizerInnen zum Rauchen

Die Tabakindustrie will mit Alternativen zur Zigarette Konsumenten bei der Stange halten. Forscher haben untersucht, ob Schnupf- und Oraltabak bei Schweizer Rekruten zu weniger Zigarettenkonsum führen. Fazit: Eher das Gegenteil ist der Fall. Artikel auf NZZ Online

Evaluierung der Drogenpolitik: Manual bietet Unterstützung

Eine Evaluierung ist für eine wirksame Politikgestaltung unerlässlich und trägt dazu bei, dass Politiken und Programme die gewünschte Wirkung entfalten, ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und nicht zu negativen, unbeabsichtigten Folgen führen. Die EU-Drogenbeobachtungsstelle EBDD stellt diverse Online-Ressourcen zur Verfügung, die jene unterstützt, die sich mit der Drogenpolitik befassen oder an deren Bewertung beteiligt sind. Medienmitteilung der EBDD.

Rauschtrinken kann die kognitive Leistungsfähigkeit schon in jungen Jahren mindern

Rauschtrinken scheint einer spanischen Studie zufolge die Hirnaktivität junger Erwachsener zu verändern. Dies sei möglicherweise ein früher Hinweis auf Hirnschäden. Artikel auf drugcom.de

Wie gefährlich ist «legales Gras» vom Kiosk?

THC, der Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, löst Räusche aus und ist verboten. Weil THC auch eine heilende Wirkung besitzt, kann der Wirkstoff als Medikament eingesetzt werden – doch wegen der Gesetzeslage stossen Patienten und Ärzte auf grosse Hürden. Ihre Hoffnung liegt nun auf CBD, einem weiteren Cannabis-Wirkstoff, der eine ähnliche molekulare Struktur wie THC hat, aber nicht berauschend wirkt und deshalb nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Interview mit dem Cannabisforscher Rudolf Brenneisen über den medizinischen Nutzen und die Risiken von CBD. Artikel auf baz.ch

Deutschland: Neue Substitutions-Richtlinie

Am 2. Oktober 2017 trat die neue Substitutions-Richtlinie der Bundesärztekammer zur Behandlung von Opioidabhängigen in Kraft. Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Beitrag auf Konturen Online.

Die Schattenseiten des Fitnesstrends

Fitness als Lifestyle ist angesagt und erfreut sich auch in Österreich grosser Beliebtheit. Immerhin besuchen dort rund 750.000 Menschen mehr oder weniger regelmässig ein Fitnessstudio. Auf die Schattenseiten dieses Trends hat kürzlich die Österreichische Anti-Doping-Agentur NADA, aufmerksam gemacht. Er warnte vor Doping und Substanzmissbrauch im Fitnesssport. Alleine im Jahr 2016 wurden von den Ermittlungsbehörden in Österreich mehr als eine Tonne verbotener Substanzen sichergestellt, wobei der Grossteil für den Fitnesssport vorgesehen war. Artikel auf praevention.at

Umstieg auf E-Zigaretten: Mehr Lebenszeit durch Dampfrauchen?

Die einen verurteilen E-Zigaretten als Einstiegsdroge, die anderen feiern sie als Tabakersatz. Hochrechnungen von US-Forschern zufolge könnten Raucher durch den Umstieg Millionen Lebensjahre gewinnen. Artikel auf Spiegel Online

Alkohol und Drogen senken Schwelle für Aggression und Gewalt

Ob randalierende Fußballfans, Schlägereien im Club oder Gewalt in der Familie: Alkohol und Drogen spielen vergleichsweise häufig eine Rolle, wenn es zu gewalttätigen Handlungen kommt. Doch warum erhöhen manche psychoaktive Substanzen die Gefahr für Gewalt? Artikel auf Drugcom.de

«Heat-not-burn»: Zu billiger Qualm

Nationalrätin Ruth Humbel (CVP/AG) will in iner Interpellation (17.3878, noch nicht beantwortet) vom Bundesrat wissen, wieso die sogenannten «Heat-not-burn»-Zigaretten weiterhin als «rauchlose Produkte» beworben werden dürfen. Denn auch sie produzieren beim Konsumieren nachweislich toxischen Rauch. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Ecstasy vermutlich auch ohne Mischkonsum schädlich

Bislang war nicht klar, ob Ecstasykonsum allein schlechtere kognitive Leistungen nach sich zieht oder letztlich Mischkonsum verantwortlich ist. Eine Forschungsgruppe aus der Schweiz hat einen Hinweis dafür erbringen können, dass auch Personen, die fast nur Ecstasy konsumieren, Gedächtnisprobleme haben. Artikel auf drugcom.de

Spritzenautomaten: Eine Übersicht der Standorte

Auf der von Infodrog betriebenen Datenbank www.suchtindex.ch findet sich neu eine Übersicht mit sämtlichen Spritzenautomaten und Möglichkeiten zum Spritzenumtausch in der Schweiz. Spritzenautomaten gewährleisten Menschen, die Substanzen intravenös konsumieren, jederzeit, anonym und kostengünstig den Zugang zu sterilem Injektionsmaterial.

Das Rentenalter: ein Wendepunkt – auch in Sachen Alkohol

Der Internationale Tag der älteren Menschen der Vereinten Nationen bietet Anlass, daran zu erinnern, dass das Rentenalter eine Herausforderung in Sachen Alkohol darstellt. Bei den 65- bis 74-Jährigen weisen 7% einen chronisch risikoreichen Alkoholkonsum auf. Schätzungen zufolge hat sich bei einem Drittel der alkoholabhängigen älteren Menschen die Sucht erst nach der Pensionierung entwickelt. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Legales Cannabis beim Denner und ab Oktober am Kiosk erhältlich

Seit August verkauft Denner Stoff für Cannabiskonsumierende – legale Hanfblüten in der Dose. Ab Oktober ist das Gras namens Black Widow auch am Kiosk erhältlich. Suchtexperten warnen. Artikel auf Blick Online.

Operation PANGEA – Schweiz beteiligt sich an Aktionswoche gegen illegalen Heilmittelhandel

Die Anzahl der über das Internet bestellten und illegal in die Schweiz importierten Arzneimittel bleibt konstant. Insgesamt werden jährlich rund 40'000 Sendungen eingeführt, etwa die Hälfte davon illegal. Die Schweiz hat auch dieses Jahr an der von Interpol koordinierten internationalen Aktionswoche «PANGEA X» teilgenommen. Insgesamt waren 123 Länder beteiligt. Ziel der Aktion, die zum 10. Mal durchgeführt wurde, war die Bekämpfung des illegalen Heilmittelhandels über das Internet. Medienmitteilung von Swissmedic.

Geldspielgesetz - letzte Differenzen bereinigt

Zum ersten Mal wird das gesamte Geldspielwesen in einem einzigen Gesetz umfassend geregelt. Das neue Geldspielgesetz löst das Lotterie- und Wettgesetz aus dem Jahre 1923 und das Spielbankengesetz von 1998 ab. Die Reingewinne aus den Lotterien und Sportwetten werden wie bisher vollumfänglich für gemeinnützige Zwecke verwendet namentlich in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport. Künftig werden Gewinne aus Lotterien und Wetten sowie Gewinne aus Online-Casinos (aber nicht in terrestrischen Casinos) ab einer Million Franken besteuert. Die obligatorische Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Geldspielen mit Fachstellen der Suchtprävention und Suchtberatung besteht nicht mehr. Das Geldspielgesetz (15.069) ist nun bereit für die Schlussabstimmung. Medienmitteilung der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz. Die geplante Sperrung ausländischer Online-Casinos sind für Jungfreisinnigen und die Jungen Grünen Grund, ein Referendum anzukündigen. Beitrag auf SRF, Artikel der Wochenzeitung WOZ. (Infoset berichtete)

Cannabis, ein globales Geschäft

Der Konsum von Cannabis wurde unlängst in einigen Staaten legalisiert. Der Weltmarkt für die (in den meisten Ländern nach wie vor illegale) Droge ist seitdem im Umbruch begriffen. Wie ist der Handel zwischen Produzenten- und Verbraucherländern organisiert? Beitrag (13 Min.) auf Arte.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) von atinformationen (Herbst 2017) steht zum Download bereit. Inhaltlicher Schwerpunkte sind die Tabakindutrie und die "Heat-not-burn Zigaretten.

SuPo-Tagung: die Präsentationen sind online

Gegen 160 Fachpersonen nahmen an der Fachtagung «Neue Wege in der Zusammenarbeit von Suchthilfe und Polizei» in Biel teil und tauschten sich in 12 Workshops zu unterschiedlichsten Fragen der Zusammenarbeit aus. Die Präsentationen sind auf den Seiten von Infodrog online zugänglich.

Stadt Luzern: Grünes Licht für Cannabis-Projekt

Das Parlament unterstützt die Teilnahme an einer Studie zum kontrollierten Cannabisverkauf. Der Konsum könne dadurch entkriminalisiert werden. Von bürgerlicher Seite gab es aber auch kritische Stimmen. Sobald das Bundesamt für Gesundheit grünes Licht gibt, startet die Stadt Bern mit dem Cannabisversuch. Luzern wird spätestens im Sommer 2018 als Projektpartner dazustossen. Artikel der Luzerner Zeitung.

Synthetische Cannabinoide lösen möglicherweise Herzinfarkt aus

Die Wirkung von synthetischen Cannabinoiden ist meist um ein Vielfaches stärker als pflanzliche Cannabisprodukte. Fallberichte legen den Verdacht nahe, dass synthetische Cannabinoide einen Herzinfarkt auslösen können. Beitrag auf drugcom.de

Zürich und Winterthur: Wer unter 10 Gramm Cannabis dabei hat, bleibt straffrei

Kehrtwende im Umgang mit Cannabis in Zürich und Winterthur: Der blosse Besitz von maximal 10 Gramm Gras wird in Zukunft nicht mehr bestraft, Artikel auf tagesanzeiger.ch. Ein FAQ zu den neuen Bestimmungen ist ebensfalls auf den Seiten vom Tages Anzeiger erhältlich. Dasselbe gilt auch für Luzern (Beitrag auf SRF) und Schaffhausen (Artikel der Schaffhauser Nachrichten).

Kindersterblichkeit: Überleben dank Tabaksteuer

Im Fachblatt Jama Pediatrics untersuchten Mediziner und Gesundheitswissenschaftler, wie sich Tabakpreise auf die Kindersterblichkeit innerhalb von 23 EU-Ländern auswirkten. Sie fanden überall den gleichen Trend: Zwischen 2004 und 2014 stiegen die Preise für die Zigarettenschachteln deutlich an. Gleichzeitig überlebten immer mehr Kinder das erste Lebensjahr. Zu Beginn des Untersuchungszeitraums starben noch 4,4 von 1000 Babys. Zehn Jahre später waren es nur noch 3,5. Beitrag in der Süddeutschen Zeitung, Beitrag im deutschen Ärzteblatt.

Kinder aus suchtbelasteten Familien unterstützen

Dies das Thema der Nummer 3/2017 (pdf, 20S.) von laut & leise, dem Magazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich.

Deutschland: Der Trend zum Nichtrauchen setzt sich fort

Aktuellen Studiendaten zeigen eine insgesamt positive Entwicklung beim Nichtraucherverhalten junger Menschen. So ist die Raucherquote bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren seit 2001 von 27,5 Prozent auf 7,4 Prozent im Jahr 2016 gesunken. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Zahl der Rauchenden mit 26,1 Prozent im Jahr 2016 deutlich niedriger als in der Vergangenheit. Im Jahr 2008 rauchten noch 43,1 Prozent der jungen Erwachsenen. Info-Blatt (pdf, 2S.) der Deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA

Alkoholzehntel: Berichte der Kantone

Die Kantone erhalten jedes Jahr 10 % des Reingewinns der EAV für die Suchtprävention und –bekämpfung. Über die Verwendung der Gelder erstatten sie der EAV jährlich Bericht. Zahlen und Erläuterungen zum Berichtsjahr 2016 liegen nun vor.

Teilrevidierte Alkoholgesetzgebung tritt per 1. Januar 2018 in Kraft

Der Bundesrat hat die Revision der Alkoholverordnung (AlkV) verabschiedet. Sie tritt zusammen mit dem im Herbst 2016 revidierten Alkoholgesetz (AlkG) per 1. Januar 2018 in Kraft. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt wechselt die Vollzugszuständigkeit von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV). Die formelle Auflösung der EAV erfolgt nach Abschluss der Privatisierung ihres ehemaligen Profitcenters Alcosuisse. Der Ethanolmarkt wird voraussichtlich per 1. Januar 2019 liberalisiert. Medienmitteilung vom Bundesrat.

Alkohol sollte in der Schwangerschaft vermieden werden

Wissenschaftlich lässt sich kaum untersuchen, wie sich geringe Alkoholmengen in der Schwangerschaft auf das Kind auswirken. Klar aber ist, dass das Gift über die Nabelschnur direkt in den Körper des Babys gelangt und die Entwicklung des Kindes erheblich stören kann. Aus diesem Grund sollten Schwangere Alkohol komplett meiden, ohne Ausnahmen. Artikel auf Spiegel Online.

Parlament für Alkoholausschank in Autobahnraststätten

Autofahrer sollen sich künftig auch an der Autobahn einen Schluck genehmigen können. Nach dem Nationalrat will auch der Ständerat das Alkoholverbot auf Autobahnraststätten aufheben. Damit muss der Bundesrat eine Gesetzesvorlage ausarbeiten, Wortprotokoll der Debatte im Ständerat, Artikel auf watson. (Infoset berichtete)

Nationalrat gegen obligatorische Zusammenarbeit zwischen Casinos und Suchtprävention

Der Nationalrat hat sich gegen die obligatorische Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Geldspielen, d.h. Casinos und Lotterien, mit Fachstellen der Suchtprävention und Suchtberatung ausgesprochen. Die «Koalition zum Schutz der Spielerinnen und Spieler», hatte den National- und Ständerat in einem Factsheet (pdf, 1S.) zuvor vergeblich darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig die gesetzliche Verankerung dieser Zusammenarbeit ist. Weiter beschloss der Nationalrat den Verzicht auf Steuern auf Lotto- und Geldspiel-Gewinnen. Wortprotokoll der Debatte. Artikel der Luzerner Zeitung. (Infoset berichtete)

Wie Zigarettenrauch die Zellen in der Lunge verändert

Langjährige Raucher haben ein stark erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Das liegt daran, dass die Rauch-exponierten Zellen in der Lunge molekulare Veränderungen ansammeln. Diese sind jedoch nicht in Stein gemeisselt. Artikel auf NZZ Online.

Hepatitis-C-Medikamente sind bald für alle Betroffenen verfügbar

Per 1. Oktober fällt die Vergütungseinschränkung für weitere Hepatitis-C-Medikamente. Damit können erstmals alle PatientInnen unabhängig vom Virentyp und vom Krankheitsfortschritt behandelt werden. Das Bundesamt für Gesundheit hatte die neuen und hochwirksamen Medikamente mit einer sogenannten Limitatio belegt (Infoset berichtete). Aufgrund der hohen Preise wurden die Therapien nur Patienten vergütet, die einen fortgeschrittenen Leberschaden aufwiesen. Medienmitteilung des Bundesamtes für Gesundheit, Artikel (pdf) im BAG Bulletin 39/2017, Mitteilung vom Verein Hepatitis Schweiz.

Alkoholindustrie: wie sie die Öffentlichkeit täuschen

Die meisten Organisationen der Alkoholindustrie verbreiten falsche Angaben über den Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs. Fachartikel (englisch) im Drug and Alcohol Review.

Das Alkoholverbot für Raststätten wankt

Nachdem der Nationalrat den Verkauf und den Ausschank von Alkohol auf Autobahnraststätten zulassen will, hat auch die "Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen" des Ständerates dasselbe vorgeschlagen. Die "Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik" ruft den Ständerat in ihrer Medienmitteilung dazu auf, den Schutz der Bevölkerung nicht dem Alkohol zu opfern, Beitrag der Berner Zeitung. (Infoset berichtete)

Online-Suchtberatung: Webportal SafeZone.ch auch auf Französisch

Die Online-Suchtberatung SafeZone.ch ist neu auch auf Französisch verfügbar. Nach dem Erfolg in der deutschen und italienischen Schweiz können nun auch die französischsprachigen User ihre Fragen zum Thema Sucht und Substanzkonsum an Expertinnen und Experten richten. Diese beraten persönlich und kostenlos online über E-Mail oder einen individuellen Chat. Die Anonymität ist gewährleistet, sodass die User offen über sehr persönliche Probleme sprechen können. Medienmitteilung des BAG.

Abkommen zwischen der EU-Drogenbeobachtungsstelle und der Schweiz

Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EBDD und das Bundesamt für Gesundheit haben eine Vereinbarung über eine künftige Zusammenarbeit beschlossen. Der Fokus des Abkommens liegt auf (1) die Vergleichbarkeit der Daten über Drogen, (2) den Austausch von Fachwissen zu den neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) und (3) den Erfahrungsaustausch über gesundheitliche und soziale Folgen, die mit der Drogenproblematik verbunden sind. Mitteilung der EBDD, Mitteilung BAG.

Deutschland, die Raucherecke Europas?

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland greift regelmässig zur Zigarette. Damit liegt die Zahl der Raucher hierzulande höher als in den meisten anderen Industrieländern. In einem aktuellen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneidet die Bundesrepublik in Sachen Tabakkontrolle im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ab. Seit Einführung der ‚Schockbilder' habe die Bundesregierung keine weiteren Massnahmen mehr eingeleitet, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die Fachgesellschaft fordert unter anderem ein komplettes Werbeverbot für Tabakwaren sowie professionelle Entwöhnungsprogramme auf Rezept. Nur Österreich schneidet im europäischen Vergleich noch schlechter ab als Deutschland, wenn es darum geht, Massnahmen gegen das Rauchen einzuführen. Beitrag auf Konturen.

Kalifornien: Drogenkrieg im Hinterland

In Kalifornien bauen Drogenkartelle Cannabis auf Staatsland an und gefährden dadurch Wildtiere, natürliche Wasservorräte und Freizeitaktivisten. Eine ausführliche Reportage aus dem Krisengebiet auf spektrum.de

Tag des alkoholgeschädigten Kindes

In der Schweiz werden bei einem von hundert Kindern Auswirkungen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft festgestellt. Am 9. September ist der internationale Tag des alkoholgeschädigten Kindes. Sucht Schweiz stellt diverse Materialien zur Verfügung - für werdende Mütter und ihr Umfeld. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Besteuerung von Online-Spielbankenspielen

Das geltende Abgabemodell für landbasierte Spielbanken, welches seit mehreren Jahren in Kraft ist, hat sich bewährt und soll unverändert in die neue Gesetzgebung einfliessen. Mit der Legalisierung der Online-Spielbankenspiele ist die Besteuerung der daraus resultierenden Bruttospielerträge dagegen neu. Entsprechend ist ein diesbezügliches Besteuerungsmodell im Detail zu erarbeiten. Auftrag der vorliegenden Studie (pdf, 41S.) war es ein System zur Besteuerung der Bruttospielerträge von Online-Spielbankenspielen zu erarbeiten und vorzuschlagen.

Tätigkeitsbericht Safer Nightlife Schweiz (SNS)

Gemeinsam mit im Nightlife tätigen Fachstellen und Projekten hat Infodrog ein Erhebungsinstrument («Fragebogen Nightlife») sowie Schulungen erarbeitet und nationale Praxisaustauschgremien initiiert. Damit wurden Grundlagen geschaffen, welche die Praxisprojekte dabei unterstützen, Freizeitdrogenkonsumierende zu beraten und sie bei Bedarf an weiterführende Hilfsangebote zu vermitteln. Die Auswertungen der mittels des Fragebogens Nightlife erhobenen Daten werden jährlich in statistischen Berichten publiziert. Der aktuelle Tätigkeitsbericht (pdf, 30S.) ist auf den Seiten von Infodrog erhältlich.

Ukraine: Seit 2010 Rückgang der Raucherzahlen um 20%

Den Ergebnissen einer weltweiten Befragung zum Rauchverhalten Erwachsener (GATS) zufolge, ging die Zahl der rauchenden Erwachsenen in der Ukraine in den vergangenen sieben Jahren um 20% zurück. Dieser Rückgang ist die Folge einer verschärften Gesetzgebung der Ukraine entsprechend den Empfehlungen der WHO zur Eindämmung des Tabakkonsums. Medienmitteilung der WHO.

E-Zigaretten und Dampftabak: Verbreitung in der Schweiz

Die Nutzung der E-Zigaretten scheint nach einem bedeutenden Anstieg zwischen 2013 und 2014 nicht mehr zuzulegen. Es ist möglich, dass die E-Zigaretten von den neu aufkommenden "Heat not burn"-Produkten, wie beispielsweise «IQOS»-Produkten, Konkurrenz erhalten. Nicht weniger als 2.0% der Befragten gaben an, schon einmal mit einem solchen System Tabak konsumiert zu haben, obwohl dieses erst kürzlich auf den Markt gekommen ist und noch nicht in der ganzen Schweiz gleichermassen verfügbar ist. Die Personen, die regelmässig E-Zigaretten nutzen, sind nicht dieselben wie die, die regelmässig "Heat not burn"-Produkte nutzen. Die Publikation (pdf, 41S.) "Cigarette électronique et autres produits du tabac de nouvelle génération en Suisse en 2016" ist im Rahmen vom Suchtmonitoring entsanden und steht zum Download (auf Französisch) bereit.

Neue Produkte für RaucherInnen – ohne daran zu sterben?

Tabakkonzerne werben damit, dass neue Produkte wie Iqos, Glo oder Ploom weniger toxisch seien als normale Zigaretten. Unabhängige Studien gibt es allerdings kaum. Artikel der NZZ. Weiter ist es kein Zufall, dass die neuen Produkte gerade in der Schweiz vermarktet werden. Denn für die Tabakindustrie gilt die Schweiz als Testland. Weiterer Aritkel der NZZ.

Marthaheim: Zuhause für pflegebedürftige Suchtkranke

Früher bewegten sie sich am Rand der Gesellschaft, heute gehören sie zu einer Hausgemeinschaft: Im Marthaheim in St. Gallen leben 42 pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner trotz Sucht oder psychischer Erkrankungen weitgehend selbstbestimmt. Artikel in der Luzerner Zeitung.

Bundesratskandidat Cassis fordert Umdenken in der Drogenpolitik

Bundesratskandidat Ignazio Cassis denkt darüber nach, die Drogenpolitik der Schweiz rigoros umzukrempeln. Artikel in der Aargauer Zeitung. In einem Gespräch mit dem SuchtMagazin äussert sich Ignazio Cassis detailliert zu Fragen einer künftigen Schweizer Suchtpolitik und setzt sich u.a. für die Entkriminalisierung des Cannabiskonsums ein (für Erwachsene). Artikel (pdf, 6S.) im SuchtMagazin 04/2015.

Cannabis in Kanada: Das grosse Geschäft

Ein Jahr vor der geplanten Legalisierung von Marihuana in Kanada brummt bereits jetzt das Geschäft - vom Green Rush ist die Rede. Kaum einer zweifelt daran, dass es auch in Deutschland bald so weit sein könnte und Cannabis legalisiert werden wird. Doch hinter vorgehaltener Hand hofft man auch, dass Länder wie Deutschland sich weiterhin so zögerlich in Sachen Legalisierung verhalten wie bisher - und damit den Anschluss verpassen. Kanada könnte so zum weltweiten Zentrum des Cannabis-Booms werden. Beitrag auf Deutschlandfunk.

Chratten Suchttherapie: Hier sind Suchtkranke weit weg vom Schuss

Im Chratten oberhalb von Beinwil können sich Suchtkranke für einige Wochen von ihren Therapie-Strapazen erholen. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung.

Suchtprävention – quo vadis? - Spectra 118

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe (pdf, 12S.):

  • Die Weichen für die neue Suchtstrategie sind gestellt
  • Früherkennung und Frühintervention im Wandel
  • Stigma – die zweite Krankheit
  • Warum es eine Ethik der Sucht braucht
  • Safer smokning?
  • Was eine Verhaltenssucht ist
  • Ordnungsbussen bei Cannabiskonsum: Klärung oder Verwirrung?
  • CBD – ein noch wenig bekannter Wirkstoff von Cannabis

Deutschland: Cannabis aus der Apotheke

Es geht ihnen nicht um den Rausch. Für manche Menschen ist Cannabis keine Freizeitdroge. Sie nehmen Cannabis als Medizin, um sich Linderung von ihrem Leiden zu verschaffen. Die Verschreibung von Cannabis war bislang jedoch nicht ohne weiteres möglich. Das hat sich seit März dieses Jahres geändert. Patientinnen und Patienten können Cannabisblüten nun auf Rezept erhalten. Beitrag auf drugcom.de

Wie erreichen wir mehr Alkoholabhängige?

Dies das Thema des Symposium «Kooperation als Chance» der Berner Gesundheit, welches am 31. August 2017 stattfand. Die Präsentationen der Referate stehen zum Download bereit.

Cannabiskonsum bei Lernenden. Wie reagieren?

Gesprächsleitfaden für BerufsbildnerInnen in Situationen, in denen Lernende psychoaktive Substanzen konsumieren. Ergänzend zu diesem kurzen Leitfaden gibt es den Ratgeber "Suchtmittelkonsum während der Lehrzeit" und einen Film, der das Vorgehen veranschaulicht. Herausgegeben von Sucht Schweiz

Prävention und Reduktion von Überdosen

Das Fact sheet (200Kb) "Preventing and reducing drug overdoses — a priority for the EMCDDA" der Europäischen Drogenbeobachtungstelle EBDD steht zum Download bereit. Mitteilung der EBDD.

Jahresberichte

Konsumprobleme von Lernenden?

BerufsbildnerInnen (ehem. LehrmeisterInnen) fühlen sich oft hilflos, wenn sie mit Substanzkonsum ihrer Lernenden konfrontiert sind. Sucht Schweiz hat deshalb neue webbasierte Angebote für Lehrbetriebe erarbeitet, die nun kostenlos zur Verfügung gestellt werden: Mit einem Erklärvideo und einem Handlungsleitfaden können solche Situationen gemeistert werden. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Deutschland: Streit um den Zucker

Zucker schmeckt allen - egal ob in Getränken, Fast Food oder Süßigkeiten. Aber es ist nicht einfach, herauszufinden, wo wieviel Zucker drin steckt. Die Verbraucherorganisation foodwatch wirft der Zuckerwirtschaft vor, die gesundheitlichen Folgen hohen Zuckerkonsums zu verharmlosen und hat eine Kampagne gestartet. Beitrag auf Deutschlandfunk.

Einblicke in den Gefängnisalltag: Acht Häftlinge

Das Gefängnis ist ein Mikrokosmos, abgeriegelt von der Aussenwelt, vom Alltag der anderen. Acht Häftlinge erzählen von ihrem Leben und dem Leben hinter Gittern: Einblicke in die Maschinerie eines unbekanntes Systems, in Hierarchien und Gewalt, Sex und Drogen, Kontrolle und Angst - und in das Innere von acht Menschen, die die Gefangenschaft verändert hat. Dossier der Süddeutschen Zeitung. Folge Sieben der Serie handelt von einem Drogenabhängigen und der Pflicht der Anstalten Drogenabhängige angemessen zu behandeln.

Monitoring des Substanzkonsums in den Kontakt- und Anlaufstellen

Im Rahmen eines Pilotprojekts für die Jahre 2016 und 2017 haben sich acht K+A Institutionen aus der Deutschschweiz und der Romandie bereit erklärt, den Substanzkonsum ihrer KlientInnen stichprobenartig nach einem einheitlichen Erhebungsverfahren zu erfassen. Ziel des Pilotprojektes ist es, bezüglich Substanzkonsum in den K+A gesamtschweizerisch einen ersten Überblick zu erhalten. Der Jahresbericht 2016 (pdf, 20S.) steht zum Download bereit. Ein Projekt der Kontakt und Anlaufstellen Schweiz und von Infodrog

Cannabis und Schadensminderung in Deutschland

Diese Arbeit fasst den gegenwärtigen Forschungsstand von Schadensminderung-Strategien in Bezug auf Cannabis zusammen und illustriert, in welchem Umfang Strategien zur Reduzierung und Vermeidung von cannabisbezogenem Schäden in Deutschland angewendet werden. Der Beitrag (pdf, 11S.) ist in Suchttherapie (July 2017) erschienen.

St. Gallen: Jeder Dritte unter Sechzehn kommt problemlos an Alkohol und Zigaretten

Wollen Jugendliche Alkohol oder Zigaretten kaufen, gelingt ihnen das in 33 Prozent der Fälle. Dies zeigen Testkäufe. Eine gesetzliche Grundlage, um gegen fehlbare Betriebe vorzugehen, gibt es nicht. Artikel in der Thurgauer Zeitung. Im aktuellen SuchtMagazin ist die Situation in St. Gallen Thema im Gespräch mit Martina Gadient und Christian Bachmann zum Thema "Alkoholpolitik in den Kantonen".

Dampfen statt Rauchen: Weniger Schadstoffe und doch umstritten

E-Zigaretten und neue Tabak-Verdampfer versprechen eine drastische Senkung der inhalierten Schadstoffe. Neue Studien zeigen, dass Raucher mithilfe von E-Zigaretten leichter vom Glimmstängel loskommen. Sollten also Fachleute E-Zigaretten empfehlen? Die Debatte läuft. Beitrag (6 Min.) in der Fernsehsendung Puls.

ready4life fördert Lebenskompetenz und gesunden Lebensstil

2300 Lernende machten im vergangenen Schuljahr beim Pilotprojekt ready4life der Lungenliga mit. Mit individualisierten Nachrichten fördert dieses die Lebenskompetenzen der Jugendlichen und stärkt so ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Suchtmitteln. Nach der Evaluation des Pilotprojekts wurde dieses optimiert. Im Schuljahr 2017/18 wird es in acht Kantonen fortgeführt. Medienmitteilung der Lungenliga.

Der Kampf um die E-Zigarette wird härter - wie soll die künftige Regulierung aussehen?

Vor allem bei unter 25-Jährigen werden alternative Tabakprodukte beliebter. Die Nichtraucher-Allianz warnt vor einem Backlash beim Passivraucherschutz. Die Tabakbranche bringt sich in Stellung. Artikel der Neuen Zürücher Zeitung.

Alkoholkonsum in der Schweiz weiter rückläufig

Der Konsum von Alkohol in der Schweiz ist 2016 leicht zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr hat der Pro-Kopf-Verbrauch von reinem Alkohol um 0,2 Liter – von 8,1 auf 7,9 Liter – abgenommen. Dies ist der tiefste Wert seit über 70 Jahren. Etwa die Hälfte (3,7 Liter) wird in Form von Wein getrunken. Dies aktuelle Zahlen aus der Broschüre «Alkohol in Zahlen – Statistiken der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV)», die in diesem Jahr zum letzten Mal erscheint. Medienmitteilung der Eidg. Alkoholverwaltung, Medienmitteilung vom Blauen Kreuz zum Bericht.

bfu-STATUS 2017 – Statistik der Nichtberufsunfälle in der Schweiz

Laut einer Befragung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hält sich nur eine Minderheit der Autofahrenden immer an die Geschwindigkeitsbeschränkung, auch wenn sich ein Grossteil darüber im Klaren ist, dass sie kontrolliert werden könnte. Mit Alkohol verhält es sich anders: Nur ein kleiner Teil der Automobilisten gibt an, unter Alkoholeinfluss zu fahren, auch wenn nur wenige erwarten, in eine Alkoholkontrolle zu geraten. Dies sind zwei Erkenntnisse aus der neuen bfu-Statistik STATUS (pdf, 64S.). Medienmitteilung der bfu

Alkohol-Etiketten: Es fehlen Trinkempfehlungen zum risikoarmen Konsum

Das Institute of Alcohol hat die Publikation (pdf, 7S.) "RIGHT TO KNOW: Are alcohol labels giving consumers the information they need?" herausgegeben. Medienmitteilung des Instituts.

SUCHT: Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe:

  • Die Krampfanfallrate unter zwei Medikationsschemata im Alkoholentzug
  • Reaktionen auf Bilder mit Nikotinthematik bei alkoholabhängigen Rauchern
  • Wirksamkeit der Eingliederungshilfe für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen nach SGB XII
  • Empfehlungen der Expertengruppe zur Prävention von Internetbezogenen Störungen

Schützt die Jugend – legalisiert Cannabis!

Ein progressiver Zeitgeist und positive Erfahrungen im Ausland: Die Voraussetzungen für eine Entkriminalisierung des Haschkonsums sind gut. Profitieren würden nicht nur erwachsene Kiffer. Kommentar der NZZ.

Berner Regierung will keine zentrale Ausnüchterungsstelle

Für die Berner Regierung spricht wenig für eine zentrale Ausnüchterungsstelle im Kanton. Diese wäre mit erheblichen Kosten sowie mit gesundheitlichen Risiken für die aufgegriffenen Personen verbunden. Artikel der Berner Zeitung.

Stadt Luzern beteiligt sich an Berner Cannabis-Studie

Die Stadt Luzern beteiligt sich an der Berner Cannabis-Studie, welche die Auswirkungen eines regulierten Cannabisverkaufs in Apotheken analysiert. Noch aber fehlt die Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die Studie durchzuführen. Artikel der NZZ.

Auf dem Weg zu rauchfreien Generationen

Mehrere Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO sind auf dem Weg zu einer „tabakfreien Gesellschaft“, die als eine Prävalenz des Rauchens unter 5% definiert ist. Um dies zu erreichen, müssen sich die Länder mit einer Reihe von tabakbezogenen Themen befassen, die konkreten Einfluss auf Kinder haben, und entschlossen darauf hinarbeiten, Kinder vor den schädlichen Auswirkungen von Tabak zu schützen. Medienmitteilung der WHO. Die Publikation (pdf, 36S.) "Tobacco-free generations. Protecting children from tobacco in the WHO European Region" steht zum Download bereit.

Was ist CBD?

Das Thema CBD ist brandaktuell und wirft viele Fragen auf. Was ist CBD, welche CBD-haltigen Produkte gibt es, wie werden sie verwendet und wie wirken sie? Sucht Schweiz hat ein Faktenblatt (pdf, 4S.) zum Thema publiziert.

Bern: Präventionsmaterial zu Gesundheitsthemen

Aus der aktuellsten HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) geht hervor, dass im Kanton Bern 14.5% der 15-jährigen Jugendlichen schon mehr als zweimal in ihrem Leben betrunken waren. 11.5% gaben an, wöchentlich Tabak zu konsumieren. Mehr als 10% der 15-Jährigen konsumieren zudem monatlich Cannabis. Neue Präventionslehrmittel des Blauen Kreuzes bieten Lehrkräften die Möglichkeit, gezielt Gesundheitsthemen mit den Schülerinnen und Schülern zu vertiefen.

QuaTheDA-Weiterbildungen

Infodrog bietet jährlich Weiterbildungen zu QuaTheDA und zur Qualitätsentwicklung für Institutionen der Bereiche Suchthilfe, Prävention und Gesundheitsförderung an. Einzelne Weiterbildungen werden nur «à la carte», d. h. ohne zeitliche Einschränkung ausgeschrieben. Überblick der Angebote.

JAMESfocus-Bericht zu Suchtgefahr bei Jugendlichen

Die meisten Jugendlichen in der Schweiz weisen ein unproblematisches Online-Verhalten auf. Die Suchtgefahr kann jedoch mit der Anzahl internetfähiger Geräte und der Online-Dauer steigen, vor allem wenn Jugendliche häufiger zur Unterhaltung surfen, mehr fernsehen oder öfter gamen. Zu diesem Schluss kommt der JAMESfocus-Bericht (pdf, 20S.) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW zum Online-Verhalten von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren.

Deutschland: Fragen und Antworten zur Drogen- und Suchtpolitik der Parteien

Rechtzeitig vor der Bundestagswahl am 24. September veröfentlicht der Fachverband Sucht e.V. einen Vorabdruck (pdf, 12S.) "Fragen und Antworten zur Drogen- und Sucht- politik der Parteien". Befragt wurden hierfür ausschliesslich die aktuell im Bundestag vertretenen Bundesparteien.

Kanada: Sondierungen einer künftigen Suchtpolitik

Der vorliegende Bericht (pdf, 33S.) "Canada's Drug Futures Forum" ist das Ergebnis eines zweitägigen Forums, welches am 4. & 5 April 2017 stattgefunden hat.

Sicherheit im Strassenverkehr: Vorsicht bei Hanf-Zigaretten

Die Zigaretten, die neben Tabak auch Hanf enthalten, kann man seit diesem Jahr im Detailhandel kaufen. Die Hersteller raten davon ab, sie vor oder während dem Autofahren zu konsumieren, doch eine Gesetzesgrundlage gibt es noch keine. Beitrag in der Schweizer Tagesschau

Wenn Eltern süchtig sind

Sucht beeinträchtigt nicht nur Konsumierende, manchmal sind ganze Familien betroffen. Insbesondere Kinder leiden, wenn ihre Eltern von Alkohol oder anderen Drogen abhängig sind. Alleine in Deutschland sind etwa drei Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Beitrag auf drugcom.de

Energy-Drink-Käufer nehmen häufiger Drogen

Eine neue Studie belegt einen Zusammenhang zwischen Energy-Drinks und Drogenkonsum. Schweizer Fachleute stören sich an der aggressiven Werbung. Artikel auf 20 Minuten.

Deutschland: Drogen- und Suchtbericht

Sind die Eltern drogenabhängig, leiden auch die Kinder darunter. Laut dem Drogen- und Suchtbericht (pdf, 182S.) entwickelt ein Drittel von ihnen selbst eine Suchterkrankung - und ein weiteres Drittel eine andere psychische Störung. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Artikel auf Spiegel Online, Artikel der Süddeutschen Zeitung, Artikel der FAZ.

Medizinisches Cannabis – eine praxisbezogene Hilfestellung

Durch das in Gesetz "Cannabis als Medizin" vom 10. 0 3.2017 und die damit einhergehenden Änderungen des Sozialgesetzbuches (SGB V) wie auch die Novellierung des BtMG wurden in Deutschland die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um Cannabis im Rahmen einer ärztl ichen Therapie zu verordnen. Die Bayerische Akademie für Sucht - und Gesundheitsfragen (BAS) hat eine Hilfestellung (pdf, 16S.) zur Verschreibung von medizinischem Cannabis unter Berücksichtigung suchtmedizinischer Erfahrung zusammengestellt.

Hospitalisierungen aufgrund von Alkoholmissbrauch

Diagnosen der Gruppe "Alkohol-Intoxikation" und "Alkoholabhängigkeit" während eines stationären Aufenthalts in einem Spital sind kein Jugendphänomen: Personen im mittleren und höheren Erwachsenenalter sind deutlich stärker betroffen als Jugendliche und junge Erwachsene. Die Publikation (pdf, 134S.) "Hospitalisierungen aufgrund von Alkohol-Intoxikation oder Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen und Erwachsenen" von Sucht Schweiz steht zum Download bereit.

Vorteile von Online-Umfragen gegenüber Bevölkerungsumfragen

Spezifische Onlineumfragen zum Konsum von illegalen psychoaktiven Substanzen sind kostengünstig und erreichen meist eine grössere Anzahl an Personen mit Konsumerfahrung als repräsentative Bevölkerungsumfragen. In einem Methoden-Paper (pdf, 17S., Englisch), erschienen im Substance Abuse: Research and Treatment, wird aufgezeigt, dass Alter und Geschlecht von Personen, die in der Schweiz, in Australien oder in den USA wohnhaft sind und in der nationalen Bevölkerungsumfrage oder im Global Drug Survey angaben, kürzlich Cannabis konsumiert zu haben, vergleichbar sind. Während repräsentative Umfragen anhand von Zufallsstichproben Prävalenzschätzungen ermöglichen, sind selektive Online-Umfragen besser geeignet, um stigmatisierte Verhaltensweisen vertieft zu erforschen und Empfehlungen für die Prävention von gesundheitsschädigendem Verhalten abzuleiten.

Rauschtrinken verändert das Gehirn junger Menschen

In der Pubertät ändert sich vieles. Auch das Gehirn durchläuft einen wichtigen Reifeprozess. Alkohol und besonders das Rauschtrinken können in dieser Phase in die Hirnentwicklung eingreifen. Ein Forschungsteam aus den USA hat eine aktuelle Übersichtsarbeit dazu erstellt. Beitrag auf drugcom.de

Mehrheit der SchweizerInnen für Aufhebung des Cannabisverbots

Bis zu zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung befürworten die Aufhebung des Cannabisverbots – sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Das zeigt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Fachverbands Sucht, die heute publiziert wird. Medienmitteilung vom Fachverband Sucht, Artikel auf 20 Minuten. Politische Bestrebungen für eine Entkriminalisierung sind im Gang. Doch selbst wenn sie Erfolg haben, dauert es noch eine Weile, Artikel auf 20 Minuten

Richtlinien für den Cannabiskonsum

Ein internationales Forschungsteam hat zehn Regeln zur Schadensbegrenzung beim Konsum von Cannabis aufgestellt. Dabei hat es sich am aktuellen Stand der Forschung orientiert. Beitrag auf drugcom.de

DIA-NET: Diagnostik der Internetabhängigkeit im Netz

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projektes wurde die Homepage DIA-NET erstellt. Sie bietet Hilfestellungen für Beratungsstellen im Umgang mit Internetbezogenen Störungen. Dort finden sich Tools, um Internetbezogene Störungen identifizieren und diagnostizieren zu können, sowie hilfreiche Informationen zum Krankheitsbild und Adressen zur weiteren Hilfe. Direkt auf der Homepage können Materialien heruntergeladen. www.dia-net.com

Wissen und Einstellungen zum Thema Alkohol und Gesundheit in der Schweiz

Allgemein ist die Schweizer Bevölkerung gut darüber informiert, dass Alkohol gewisse Krankheiten oder Verletzungen verursachen oder begünstigen kann. Bezüglich einzelner Krankheiten gibt es jedoch Informationsdefizite, insbesondere die karzinogene Wirkung von Alkohol ist wenig bekannt. Die Publikation (pdf, 103S.) "Suchtmonitoring Schweiz - Wissen und Einstellungen zum Thema Alkohol und Gesundheit in der Schweiz im Jahr 2016" steht zum Download bereit.

Zur Situation der arbeitslosen Klientel in der deutschen Suchthilfe

Personen, die arbeitslos sind, weisen im Vergleich zu Erwerbstätigen diverse Risikofaktoren in Bezug auf ihren Gesundheitszustand auf. So wurde in einer Metaanalyse Arbeitslosigkeit als Ursache für zahlreiche Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit Langzeiterwerbsloser gefunden. Arbeitslosigkeit gilt als Risikofaktor für die Entwicklung psychischer und psychosomatischer Symptome und ist Grund für schlechtes subjektives Wohlbefinden und ein geringes Selbstbewusstsein. Auch auf ein problematischeres Substanzkonsum- bzw. Suchtverhalten unter arbeitslosen Personen gibt es Hinweise. In diesem Beitrag auf Konturen werden mehrere mehrere Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit und Suchterkrankungen diskutiert.

Neue Zahlen zu Alkoholvergiftungen

Im Jahr 2014 wurden 11'080 Personen wegen einer Alkoholvergiftung in einem Schweizer Spital stationär behandelt. Fälle von Vergiftungen werden mit zunehmendem Lebensalter häufiger festgestellt. Nach einem Höchststand im Jahr 2008 haben die stationären Behandlungen stetig abgenommen. Es werden aber immer noch ein Viertel mehr Jugendliche und junge Erwachsene stationär behandelt als 2003. Dies ist problematisch, da regelmässiges Rauschtrinken bei jungen Menschen die Hirnentwicklung beeinträchtigt und die Basis für eine spätere Abhängigkeit legt, wie eine neue Übersichtsarbeit von Sucht Schweiz zeigt. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Eltern mit psychischen Erkrankungen in den Frühen Hilfen

Die Handreichung bietet Grundlagen und Handlungswissen für Fachkräfte der Frühen Hilfen. Teil A bietet einen Überblick über den Forschungsstand und in Teil B werden Konzepte zur Arbeit mit psychisch erkrankten Eltern und Ergebnisse zu deren Wirksamkeit als Übersicht zusammengestellt. Auf dieser Grundlage werden in Teil C Empfehlungen für die Arbeit in den Frühen Hilfen entwickelt. Herausgeber ist das Nationale Zentrum Frühe Hilfen in Köln.

CBD-Hanf: Eine Orientierungshilfe für Fachpersonen

Die Nachfrage nach CBD-Hanf ist gross. Entsprechend stellen sich Sucht-Fachpersonen und Fachpersonen aus angrenzenden Fachgebieten viele Fragen, wenn es um den Umgang mit CBD-Hanf in ihrem Berufsalltag geht: Sollen und dürfen SuchtberaterInnen zum Beispiel ihren KlientInnen raten, CBD-Hanf zu konsumieren anstatt zu kiffen? Welche Empfehlungen geben die BeraterInnen besorgten Eltern mit auf den Weg, was raten Suchtpräventionsstellen den Schulen und Jugendtreffs in ihrer Gemeinde? Die neue Orientierungshilfe (pdf, 4S.) des Fachverbands Sucht fasst die wichtigsten Fragen und die dazugehörenden Empfehlungen des Fachverbands Sucht zusammen.

Alkohol und Drogen: Die Schattenseiten der Street Parade

Die Polizei hat an diesem Wochenende 130 Personen festgenommen. Das sind rund doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. «Im Verlauf der Nacht hat die Aggressivität zugenommen», bilanziert Stadtpolizei-Sprecher Marco Bisa.Grund für die vielen Schlägereien ist gemäss Polizei der Alkohol- und Drogekonsum. 19 Personen verbrachten die Nacht in der Ausnüchterungszelle, Artikel auf SRF. Auf Saferparty findet sich ebenfalls ein Rückblick auf die Street Parade.

Deutschland: Weniger Lungenkrebs

Der Schutz vor Passivrauchen zeigt Wirkung. Die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs ist durch die Gesetze zum Nichtraucherschutz deutlich zurückgegangen. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Ständig online – Fakten und Folgen

Viele von uns sind fast rund um die Uhr vernetzt. Das ist praktisch und oft sinnvoll. Aber was macht das Internet mit unserer Gesundheit, mit dem Sozialleben, unserem Selbstbild und dem Datenschutz? Sucht Schweiz ist diesen Fragen nachgegangen und fasst die Antworten in der neuen Publikation "Internet" aus der Reihe "Im Fokus" zusammen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Die Mythen der Alkoholindustrie

Welche Mythen die Alkoholindustrie verbreitet, fasst dieser Artikel vom European Centre for Monitoring Alcohol Marketing EUCAM zusammen.

ADHS und Suchterkrankungen

Bei ADHS-Betroffenen werden deutlich öfter Substanzstörungen festgestellt. Und umgekehrt genauso: Menschen mit einer Substanzstörung leiden um ein Mehrfaches häufiger unter ADHS. Dabei beeinflusst ADHS massgeblich Form und Verlauf des problematischen Konsums. Das Magazin "Sucht" vom Verein Grüner Kreis in Wien beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe (pdf, 17S.) schwerpunktmässig mit dem Thema ADHS.

Wenn Frauen Männer behandeln

Dass in der Suchthilfe in Deutschland vor allem Frauen vor allem Männer behandeln, ist nichts Neues. Auch nicht, dass die meisten Leitungspositionen in diesem Arbeitsfeld von Männern besetzt sind. Doch wissen wir wirklich, was das bedeutet und welchen Einfluss dieses Verhältnis auf die Beratungs- und Behandlungsprozesse hat? Die Berücksichtigung von Genderaspekten sollte eigentlich im praktischen Alltag selbstverständlich sein. Schaut man sich das Arbeitsfeld der Suchthilfe genauer an, ist das jedoch nur sehr eingeschränkt der Fall. Es scheint eher so, als sei die Genderthematik in den Hintergrund getreten. Aus diesem Grund beschäftigte sich der dritte Westfälische Damensalon im Oktober 2016 mit der Thematik "Wenn Frauen Männer behandeln...". Der Tagungsbericht (pdf, 68S.) steht zum Download bereit.

Berner Gesundheit: Film erklärt die Suchtberatung

Das bei einer Beratung bei der Berner Gesundheit genau passiert, das wird in einem Film erklärt. Der kurze und einfache Film richtet sich an Betroffene und deren Angehörige und will Barrieren und Hemmschwellen abbauen. Um auch die Migrationsbevölkerung niederschwellig ansprechen zu können, ist der Film in zahlreichen Sprachen erhältlich.

Herausforderung Substitutionsbehandlung - Qualität - Kooperation - Verantwortung

In Deutschland spielt die Prävalenz der Heroinabhängigkeit mit ca. 200.000 - 350.000 Personen in der Gesamtbevölkerung eher eine nachgeordnete Rolle. Allerdings ist die Lage der Betroffenen in der Regel, unter anderem durch die Illegalität der Substanzen bedingt, besonders prekär. Ungefähr 77.000 von ihnen erhalten bundesweit eine Substitutionsbehandlung. Die Behandlung zielt dabei auf die Überlebenssicherung, die körperliche Stabilisierung und die Reduktion des Heroinkonsums ab. Die Abstinenz von Opioiden und anderen Suchtmitteln wird als übergeordnetes Ziel im langfristigen Verlauf hingegen selten erreicht. Tagungsbericht (pdf, 96S.) der 34. Jahrestagung der LWL-Koordinationsstelle Sucht vom November 2016.

Benzodiazepine: Broschüre mit Empfehlungen zur ärztlichen Verordnung

Benzodiazepine sind die weltweit mit Abstand am häufigsten verordneten Schlaf­ und Beruhigungsmittel. Sie werden zur Behandlung von Unruhe, Angst und Schlafstörungen eingesetzt, bergen aber gleichzeitig ein hohes Abhängigkeitsrisiko und stellen die am häufigsten missbräuchlich verwendeten Psychopharmaka dar. Eine Broschüre (pdf, 48S.) der Sucht- und Drogenkoordination Wien, Medienmitteilung der Koordinationsstelle.

Alkoholbedingtes Krebsrisiko weiterhin wenig bekannt

Dass Alkoholkonsum verschiedene Krebserkrankungen erzeugen kann, ist in der Gesamtbevölkerung nach wie vor kaum bekannt. Das Wissen um diesen in der Fachwelt unbestrittenen Zusammenhang ist seit 2012 fast unverändert tief, wie neuste Umfrageresultate zeigen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Problematischer Substanzkonsum und Vaterschaft

Männer, die illegale Drogen konsumieren, werden als Elternteil und Erziehungsverantwortliche sowohl in Forschung und Fachliteratur als auch in der Praxis weitgehend ignoriert. Um diese Lücke zu schließen, haben die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, und das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) eine Studie zum Thema "Problematischer Substanzkonsum und Vaterschaft" durchgeführt und nun den Abschlussbericht vorgelegt, Mitteilung auf Konturen.

Deutschland: Integration abhängigkeitskranker Arbeitsuchender ins Erwerbsleben

Mit dem Projekt wurden nach 2009 zum zweiten Mal im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie Maßnahmen und Erfahrungen erhoben, welche die Jobcenter im Rahmen des SGB II für Menschen mit Suchtgefährdung oder Suchterkrankung getroffen bzw. gemacht haben. Dabei wurde auch erfasst, wie die Schnittstelle zum Gesundheitssystem durch die Jobcenter gestaltet wird und welche Angebote jungen Erwachsenen unter 25 Jahren gemacht werden. Beitrag auf Konturen.

Arbeit mit Kindern von Suchtkranken

Ziel dieser Broschüre (pdf, 27S.) "Luis und Alina - Wenn die Eltern trinken" ist es, Kindern Suchtkranker den Weg zu fachlicher Hilfe zu erleichtern. Professionelle können sich mit der Veröffentlichung aktiv an Kinder aus suchtbelasteten Familien wenden und das Gespräch suchen. Anregungen dazu und Hintergrundinformationen finden sich in der Handreichung für Multiplikatoren "Luis und Alina – Begleitheft" (pdf, 37S.). Die Broschüre und das Begleitheft stehen als Download auf den Seiten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS zur Verfügung.

Drogenkonsumräume: Verbreitung und Angebot in Europa

Das Factsheet "Drug consumption rooms: an overview of provision and evidence" ist in der Reihe Perspective on Drugs der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD erschienen.

Jeder zehnte Mensch stirbt durch Rauchen

Die schädlichen Auswirkungen des Tabakrauchens sind seit mehr als einen halbem Jahrhundert zweifelsfrei nachgewiesen. Dennoch qualmen weltweit jeder vierte Mann und jede zwanzigste Frau - und zwar täglich. Rauchen ist damit einer der wichtigsten Risikofaktoren für vorzeitiges Sterben. Artikel auf drugcom.de

Rauchstoppberatung durch Gesundheitsfachpersonen in der Schweiz

Im Rahmen der Evaluation von 2016 sollten alle Teilprojekte, die auf die Förderung des Rauchstopps durch Fachleute aus Gesundheitsberufen zielen, evaluiert werden, wobei es um die Klärung der Fragen ging, ob Fachpersonen zentrale Elemente von Rauchstopp-Kurzinterventionen anwenden, bereits zur Thematik Rauchstopp geschult worden sind, vorliegende Informationen zur Tabakentwöhnung nutzen und sich künftig bestimmte Fortbildungsangebote zu dieser Thematik wünschen. Zudem interessierte, inwieweit sich Personen, die bereits einen Kurs zur Tabakentwöhnung besucht haben, von solchen ohne Kursbesuch im Umgang mit rauchenden Kund(inn)en oder Patient(inn)en unterscheiden. Die Evaluation (pdf, 326S.) wurde vom ISGF durchgeführt.

Evaluation der Drogenpolitik

Die Publikation (pdf, 30S.) "Evaluating drug policy: a seven-step guide to support the commissioning and managing of evaluations" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD steht zum Dowload bereit.

Kinder suchtkranker Eltern

In Deutschland wachsen ca. 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf. Aber auch unterhalb der Schwelle zur Sucht wird in deutschen Familien zu viel Alkohol getrunken. Eine Erhebung des Robert-Koch-Instituts hat ergeben, dass bis zu 6,6 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit riskantem Alkoholkonsum und davon 4,2 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit regelmässigem Rauschtrinken leben. Das Risiko dieser Kinder, selbst suchtkrank zu werden, ist im Vergleich zu Kindern aus »nichtsüchtigen« Familien bis zu sechsfach erhöht. Eine elterliche Suchterkrankung ist eines der zentralen Risiken für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Prävention ist deshalb gefragt! Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat das Dossier (pdf, 6S.) »Kinder suchtkranker Eltern«, überarbeitet.

Magazin zum Thema 'Konsum'

Die Suchthilfe Region Basel präsentiert zum zweiten Mal ihr Jahresmagazin. Das Jahresmagazin 2017 (pdf, 40S.) steht unter dem Begriff 'Konsum'.

Alkohol: Kulturgut und Volksdroge

Dies das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) des österreichischen Präventionsmagazins "fortyfour". Herausgeber ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Familiengesundheit

Das vorliegende Ausgabe (pdf, 16S.) vom Magazin P&G zum Thema Familiengesundheit sucht Antworten auf wichtige Fragen: Wie sehen Familien heute aus und welche Hilfen brauchen sie, damit auch in Zukunft möglichst viele Kinder gesund aufwachsen können? Was bedeutet die psychische Erkrankung eines Elternteils für die Kinder? Wie können pflegende Angehörige ihre eigene Gesundheit im Sandwich zwischen Familie, Job und Pflege bewahren? Das Magazin wird Gesundheitsförderung Kanton Zürich herausgegeben.

YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen

Im Jahr 2011 lancierte das Blaue Kreuz Bern einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mittlerweile sind mehr als 150 Kurzfilme aufgeschaltet. Ziel ist es, fundierte Informationen zur Verfügung zu stellen. www.youtube.com/suchtpraeventionbe

Ein hoher sozialer Status schützt Kinder und Jugendliche nicht vor Drogenkonsum

Schlechte Bildung und ein niedriger sozialer Status gelten als Risikofaktoren für die Entwicklung eines problematischen Substanzkonsums. Eine Studie aus den USA zeigt nun auf, dass Kinder von besonders wohlhabenden Eltern möglicherweise ebenfalls häufig zu Alkohol, Kokain und Co. greifen. Artikel auf drugcom.de

Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schule

Die Arbeitsgruppe psychische Gesundheit von bildung+gesundheit Netzwerk Schweiz hat Grundlagen zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schule erstellt. Die Berichte der Teilprojekte und der Synthesebericht stehen zum Download bereit.

Informationsplattform für Stadtzürcher Heime

Wer in Heimen Jugendliche betreut, ist oft mit unterschiedlichsten Fragen zum Beispiel zu Sexualität, Liebe, Geld, Schulden, Sucht oder Gewalt konfrontiert. Antworten finden Betreuende auf der Website www.info-shop.ch/heime. Der neu lancierte Informationspool ist speziell auf die Bedürfnisse der Stadtzürcher Heime ausgerichtet und wurde in Zusammenarbeit verschiedener städtischer und kantonaler Institutionen entwickelt. Medienmitteilung der Stadt.

Alkohol und Sport passen nicht zusammen

Eine Studie der Universität Lausanne hat ergeben: Alkoholkonsum vor dem Sport schwächt die Leistung der Sportler deutlich. Die Wissenschaftler hatten 13 erfahrenen Radsportlern vor einem einstündigen Konditionstraining ein Getränk gegeben, das mit einer geringen Menge hochprozentigen Alkohols angereichert war. Die Menge des Alkohols entsprach etwa einem mittelgrossen Glas Wein. Eine zweite Gruppe blieb nüchtern. Das Ergebnis: Die Leistung der Gruppe, die den Alkohol konsumiert hatte, war um rund 5 Prozent geringer. Ihre Leistungskurve fiel zudem früher ab. Beitrag der BZgA auf der Präventionsseite 'Alkohol? Kenn dein Limit`.

Nationale Strategie und Massnahmenplan Sucht

Dieses Dokument (pdf, 15S.) bietet eine Übersicht über die Nationale Strategie Sucht und dem Massnahmenplan Sucht 2017–2024.

Digitale Angebote der Suchtpräventionsstellen

Dies das Thema der Nummer 2/2017 (pdf, 20S.) von laut & leise, dem Magazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich. Aus dem Inhalt:

  • Abschied von der realen Welt
  • Nicht ohne mein Smartphone. Digitalisierte Präventionsprojekte
  • Weder Teufelszeug noch Wundermittel. Interview mit Prof. Dr. Dominik Petko
  • feel-ok.ch: Gesundheitsthemen online
  • Jugendschutz leicht gemacht. jalk.ch: Online-Schulung
  • Was wäre, wenn? Zukunft: Partizipative Filme in der Suchtprävention

Internetsperre und ihre Alternativen

Diese Notiz (pdf, 30S.) vom Bundesamt für Justiz zum Geldspielgesetz behandelt die Frage, wie die schweizerische Geldspielgesetzgebung im Online-Bereich durchgesetzt werden soll. Die Verfassung sieht für den Bereich der Geldspiele keinen freien Markt vor. Im Bereich der Spielbanken sollen Konzes sionen vergeben werden, im Bereich der Grossspiele sollen die heutigen Monopole bestehen bleiben. Die neue Verfassungsnorm sieht in Artikel 106 Absatz 4 BV explizit vor, dass diese Konzeption nicht nur für den terrestrischen, sondern auch für den Online-Bereich gelten soll.

Coop steigt ins Gras-Business ein

Für 19.90 Franken erhält man bei Coop neu CBD-Zigi-Päckli. Hergestellt werden die Glimmstängel in der Schweiz. Die Nachfrage ist riesig. Präventions-Experten sind besorgt. Coop nimmt damit Zigaretten in ihr Sortiment, von denen die langfristigen Folgen des Stoffes nicht bekannt sind. Artikel auf 20 Minuten.

Bundesgesetz über Tabakprodukte

Der zweite Vorentwurf zum Bundesgesetz über Tabakprodukte TabPG wird derzeit erarbeitet, nachdem das Parlament beschlossen hatte, den ersten Entwurf an den Bundesrat zurückzuweisen. Seite des BAG zum Vorentwurf. Die Eröffnung der öffentlichen Vernehmlassung zum zweiten Vorentwurf TabPG ist auf Ende 2017 geplant. (Infoset berichtete)

Jetzt kommt Cannabis light

Für Kiffer eine Riesenenttäuschung, für Pflanzer die grosse Hoffnung: THC-armes Cannabis. Bahnt sich da ein Milliardengeschäft an? Beitrag im Beobachter.

In Frankreich raucht man bald für zehn Euro das Päckchen

In seiner Regierungserklärung verkündete Premierminister Edouard Philippe, dass der Preis für eine Packung Zigaretten in Frankreich angehoben wird. Von derzeit sieben Euro auf zehn, spätestens bis 2022. Gleichzeitig will Philippe Präventionsmassnahmen und Forschung fördern. Artikel der Sueddeutschen Zeitung.

Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden

Mit dem Thema "Stigmatisierung und Sucht" beschäftigte sich der 9. Kooperationstag "Sucht und Drogen NRW", der im Juli in Gelsenkirchen stattfand. Das an der Tagung verabschiedente Memorandum (pdf, 12S.) "Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden" steht zum Download bereit.

EU-Kommission warnt vor Missbrauch von Chemikalie in Nasensprays als Droge

EU-Kommission warnt vor Missbrauch von Chemikalie in Nasensprays als Droge: Die EU warnt vor Furanylfentanyl und reagiert damit auf mehrere Todesfälle. Furanylfentanyl kommt in Nasenspray vor, wird aber auch als psychoaktive Substanz konsumiert. Artikel auf Focus.de. Die Europäische Drogenbeobachtungstelle hat zudem ein Bericht (pdf, 21S.) zu Furanylfentanyl herausgegeben.

Alkohol-Testkäufe 2016: Jedes dritte alkoholische Getränk unerlaubt verkauft

2016 sind schweizweit insgesamt rund 8500 Alkohol- Testkäufe durchgeführt worden. In 32% aller Fälle sind alkoholische Getränke verkauft worden, obwohl die Testkäuferinnen und -käufer die gesetzliche Alterslimite dafür nicht erfüllten. Dies entspricht einer Zunahme von 3% gegenüber dem Vorjahr, wobei diese hauptsächlich auf die veränderte Zusammensetzung der Testkäufe zurückzuführen sein dürfte. Bericht (pdf, 4S.) und Medienmitteilung der Eidg. Alkoholverwaltung EAV, Medienmitteilung vom Fachverband Sucht.

«Randständige» ohne Lobby

«Der Dreck muss weg, unser Profit leidet darunter» – in Worten der SBB kommt die Aussage natürlich etwas zahmer. Sie wollen die «Randständigen wegweisen», um ihre Bahnhofsgastronomie aufzuwerten, wie sie vor ein paar Tagen angekündigt haben. Ein Beitrag im Stadtblog vom Tages Anzeiger.

Via sicura wirkt

Die Evaluation des Bundesrates zur Via-sicura-Vorlage zeigt, dass die getroffenen Massnahmen Wirkung zeigen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu zeigt sich in ihrer Medienmitteilung besonders darüber erfreut, dass beispielsweise das Alkoholverbot für Neulenkende und Berufschauffeure sowie das Lichtobligatorium für Motorfahrzeuge am Tag die Verkehrssicherheit verbesserten. Auch Infrastrukturmassnahmen haben grosses Potenzial. Schade ist hingegen, dass wichtige geplante Massnahmen nicht umgesetzt werden sollen.

Alkoholverkauf an Minderjährige: Bundesrat ersetzt strafrechtliches Verfahren durch Ordnungsbusse in marginaler Höhe

Der Bundesrat schafft die Bestrafung von Händlern, die Alkohol an unter 16-Jährige und Spirituosen an unter 18-Jährige verkaufen faktisch ab: Anstatt strafrechtlichem Verfahren und Bussen bis zu 80'000.- Franken drohen fehlbaren Händlern in Zukunft nur noch Ordnungsbussen von 200.- Franken. So hält es der Bundesrat in der revidierten Ordnungsbussenverordnung fest, die derzeit in Vernehmlassung ist. Der Fachverband Sucht wehrt sich in seiner Stellungnahme (pdf, 3S.) vehement dagegen und verlangt, dass die betreffenden Punkte ersatzlos aus der Verordnung gestrichen werden.

Basel-Stadt: Monitoring Sucht 2017

Der Monitoringbericht 2017 ist der achte von der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements veröffentlichte Bericht. Der erste Teil gibt einen Überblick über aktuelle suchtpolitische Themen im Kanton Basel-Stadt. Dem zweiten Teil sind die Kennzahlen zur Nutzung des Suchthilfeangebots (ambulante und stationäre Therapie, Schadensminderung) sowie Aktivitäten und Massnahmen im Bereich der Prävention und Repression zu entnehmen.

Griechenland legalisiert medizinisches Marihuana

Als weiterer europäischer Staat hat sich Griechenland nun zu einer grundsätzlichen Zulassung von Marihuana als Medikament ausgesprochen, wie die englischen Zeitungen Express und Independent berichten.

Die Dopingspirale im Sport

Dass im Spitzen- wie im Breitensport gedopt wird, ist ein offenes Geheimnis. Doch was sich hinter den Kulissen der Dopingindustrie abspielt, bleibt häufig verborgen. Die Doku gewährt Einblicke in das Kräfteverhältnis zwischen den Anti-Doping-Agenturen und der Welt des Sports. Eine Dokumentation auf ARTE (90 Min, online bis 10. Juli).

Deutschland: Ärzte verordnen immer mehr Opioide

Oxycodon, Fentanyl oder Codein: Viele Schwerkranke brauchen diese starken Schmerzmittel unbedingt. Andere Patienten können jedoch abhängig davon werden. Verschreiben Ärzte die Mittel zu leichtfertig? Artikel auf Spiegel Online.

Zusammenhang von Cannabiskonsum und Schizophrenie

Dass Cannabis tatsächlich alleine Schizophrenie auslösen kann, halten viele ForscherInnen für unwahrscheinlich. Cannabis könne aber bei genetisch vorbelasteten Personen entscheidend dazu beitragen, dass eine Psychose zum Ausbruch kommt. Besonders der Konsum hochpotenter Cannabissorten oder synthetischer Cannabinoide könnte diese Entwicklung befördern. Es ist aber weiter unklar, ob eine Psychose auch bei Personen ausbrechen kann, die keine genetische Vorbelastung aufweisen. Beitrag auf drugcom.de

Kanton Thurgau: Beim Passivrauchen zu wenig aktiv

Im Thurgau sind die Gemeinden dafür zuständig, den Schutz vor Passivrauchen durchzusetzen. Doch es gibt dafür keine Kontrollstelle. Jetzt werden die Gemeinden an ihre Pflicht erinnert. Artikel im Thurgauer Tagblatt

Zigarettenverpackungen sind in Norwegen künftig in einheitlicher Farbe gestaltet

Norwegen führt als viertes Land Europas Einheitsverpackungen für Tabakprodukte ein – nicht nur für Zigaretten. Das soll vor allem eine Bevölkerungsgruppe abschrecken. Artikel auf Zeit Online.

Cannabis in Uruguay: Jetzt wird der Staat zum Dealer

Ab dem 1. Juli gibt es den Stoff in Uruguay legal in der Apotheke - mit Qualitätsgarantie. Jedenfalls theoretisch. Das weltweit einzigartige Gesetz, mit dem Uruguay die Drogenmafia bekämpfen will, stösst auf Widerstände. Radio-Beitrag auf SRF, Artikel auf Zeit Online.

Die Angehörigen - spectra 117

Die Schweizer Bevölkerung wird zunehmend älter und der Mangel an Fachkräften im Arbeitsmarkt nimmt generell zu. Zugleich nimmt die Bereitschaft von Angehörigen, Betreuungs- und Pflegeaufgaben für ihre Nächsten zu übernehmen, tendenziell ab. Mit dem Förderprogramm «Entlastungsangebote für pflegende Angehörige» sollen Grundlagen geschaffen werden,damit die Betreuung oder Pflege ohne hohe Erwerbseinbussen oder Vorsorgelücken besser möglich wird. Es lehnt sich an den «Aktionsplan zur Unterstützung und Entlastung betreuender und pflegender Angehöriger» an. Die Ausgabe 117 von Spectra - Gesundheitsförderung und Prävention widmet sich schwerpunktmässig dem Thema Angehörige.

Kanton Waadt: Heroinmarkt erstmals durchleuchtet

Ein interdisziplinäres Team untersucht derzeit im Rahmen einer neuartigen Studie den Markt der illegalen Betäubungsmittel im Kanton Waadt. Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt widmet sich zunächst den Opioiden, von denen Heroin die wichtigste illegale Droge darstellt. Die im Waadtland konsumierte Menge ist begrenzt und lässt sich je nach Methode auf 145 bzw. 205 Kilogramm pro Jahr einschätzen, was einem Umsatz von rund 8 bis 11 Millionen Franken entspricht. Der Heroinhandel ist weitgehend in den Händen von ethnischen Albanern, die meistens in gut eingespielten Kleingruppen organisiert sind. Dazu kommt der Wiederverkauf unter Konsumierenden zur Finanzierung des Eigenkonsums. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel auf tagi.ch

Sex- und Pornosucht: Warum die Krankheit behandelt werden muss

Sie trauen sich nicht in die Badi, masturbieren bis zu zwanzig Mal am Tag und das sogar am Arbeitsplatz; ein normaler Alltag ist für Pornosüchtige undenkbar. In der Schweiz sind es etwa 300'000 Personen, die unter der Krankheit leiden. Das «Mannebüro Zürich» eröffnet darum jetzt eine eigene Beratungsstelle. Renanto Poespodihardjo, Psychologe für Verhaltenssucht, erklärt im Interview mit watson, warum die Krankheit gefährlich ist und behandelt werden muss.

Wenn Marihuana ganz legal über den Ladentisch geht

Es gibt koffeinfreien Kaffee und Bier ohne Alkohol. Und seit kurzer Zeit auch Marihuana, das nicht high macht. Es handelt sich um "Hanf light" oder "Cannabis CBD", das in der Schweiz in Läden und Kiosken ganz legal verkauft wird. Artikel auf swissinfo.ch

Schutz von Kindern: In Deutschland wollen Zwei Drittel ein Rauchverbot im Auto

Qualmen im Auto, wenn Kinder an Bord sind? Eine neue Studie zeigt: Zwei Drittel aller Deutschen wollen dies verbieten - sogar die Raucher selbst. Warum sperrt sich die Politik dennoch gegen ein Verbot? Artikel auf Spiegel Online.

Jahresberichte

Drug-Checking: in Spanien werden Proben aus der ganzen Welt analysiert

Ein spanisches Unternehmen bietet weltweit eine ungewöhnliche Dienstleistung an: Gegen eine Gebühr von derzeit 70 Euro kann jeder anonym eine Probe nach Barcelona schicken. Ganz gleich, ob es sich um LSD, MDMA, Kokain, Ketamin, Cannabinoide oder verschreibungspflichtige Medikamente wie Viagra handelt, alles wird auf seine Inhaltsstoffe geprüft. Ein Löschpapier, eine Pille oder etwa 20 Milligramm Pulver reichen den Testern, um ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten. Die Resultate bekommen die Absender per E-Mail, inklusive Informationsmaterial und einem Rat. Beitrag auf Zeit Online

Wie absurd es ist, Rauchen als Genuss zu sehen

Unter Rauchern gibt es jetzt die Kultur des «Niedergarens»: Der Tabak wird nicht verbrannt, sondern nur erhitzt. Das soll gesünder sein. Wer dem widerspricht, wird zum Schweigen gebracht. Artikel auf NZZ Online.

Weltdrogenbericht 2017

Am 22. Juni 2017 wurde vom United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) in Wien der jährliche Drogenbericht der Vereinten Nationen veröffentlicht. Der "World Drug Report 2017" fasst globale Trends im Zusammenhang mit illegalen Drogen zusammen. Demnach konsumieren etwa 250 Millionen Menschen (etwa 5 % der Erwachsenen) als illegal eingestufte Substanzen. Die meisten davon, 183 Millionen, konsumieren Cannabis. Medienmitteilung des UNODC, www.unodc.org/wdr2017. Beitrag auf praevention.at, Artikel auf Zeit Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

In Arztpraxen ist Alkohol ein Tabuthema

Alkoholismus richtet jährlich Schäden in Milliardenhöhe und viel Leid an. Vertrauensärzte könnten bei beginnender Abhängigkeit intervenieren – doch sie tun es zu selten, wie Suchtexperten kritisieren. Artikel der NZZ.

Erstes Medikament gegen Hepatitis C für alle verfügbar

Das Medikament ZEPATIER gegen Hepatitis C kann ab 1. Juli 2017 ohne Einschränkung vergütet werden. Das BAG konnte den Preis des Medikamentes um 35 Prozent senken. Das Medikament steht damit zu einem stark reduzierten Preis für viele zusätzliche Hepatitis-C-Infizierte zur Verfügung. Medienmitteilung und News (mit Kostentabelle) des BAG. Die Schweizer Hepatitis-Strategie begrüsst in ihrer Medienmitteilung diesen Entscheid.

Synthetische Cannabinoide in Europa

Das Factsheet "Synthetic cannabinoids in Europe" ist in der Reihe Perspective on Drugs der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD erschienen.

Alkoholkonsum erhöht Risiko auf Brustkrebs

Bereits 1 Glas Alkohol pro Tag kann das Risiko auf Brustkrebs erhöhen. Dies zeigt eine Untersuchung vom World Cancer Research Fund Internaional WCRF. Medienmitteilung des American Institute for Cancer Research. Die Publikation (pdf, 120S.) "Diet, nutrition, physical activity and breast cancer" steht zum Download bereit.

Antidepressiva: Zweifelhafte Stimmungsaufheller

Einfach, schnell und effektiv: So scheinen viele Ärzte und Patienten mit Depressionen den Griff zu Antidepressiva zu rechtfertigen. Doch deren Wirkung ist zunehmend umstritten. Beitrag im Spektrum der Wissenschaft.

Trocken ins kühle Nass

Im Sommer zieht es Tausende von Menschen in Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser markant. Das gilt besonders auch für Jugendliche, die im Umgang mit Alkohol unerfahren sind. Sucht Schweiz hält Tipps für Eltern bereit. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Informationen zu Alkohol und anderen Drogen in arabischer und englischer Sprache

Diese beiden Broschüren für Geflüchtete sind in arabischer (pdf, 44S.) und englischer Sprache (pdf, 44S.) erhältlich. Risiken und Folgen des Suchtmittelkonsums werden ebenso vermittelt wie der Zugang zu Beratung und Hilfe in Deutschland. Herausgeber ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Themenwoche Abhängig auf 3SAT

Alkohol-, Tabletten-, Spiel- und Kaufsucht. Sucht hat viele Gesichter. Der Weg aus ihr heraus ebenfalls. Wenn das Verlangen ausser Kontrolle gerät: 3sat beschäftigt sich in der Themenwoche "Abhängig!" (19. - 23. Juni) in insgesamt 15 Dokumentationen, Dokumentar- und Spielfilmen mit allen Ausprägungen der Sucht.

Magersucht kann angeboren sein

Eine Forschergruppe der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat in einer gross angelegten internationalen Untersuchung erstmals einen genetischen Zusammenhang bei der Entstehung von Magersucht nachweisen können. Es wurde ein Gen entdeckt, das für die Behandlung der Anorexia nervosa (Magersucht) von Bedeutung sein könnte. Medienmitteilung der Universität Duisburg-Essen, Fachbeitrag im American Journal of Psychiatry.

Streitgespräch zur Cannabislegalisierung

In der Sendung Streitkultur des Deutschlandfunks wurde über die Frage diskutiert, ob Cannabis in Deutschland legalisiert werden sollte. Teilnehmer des Gesprächs waren der Soziologe Dr. Bernd Werse auf der Seite der Befürworter und der Psychiater Prof. Rainer Thomasius auf der Seite der Legalisierungsgegner. Beitrag auf Hanf Magazin.

Das goldene Drogen-Dreieck in Asien lebt

Die Menge der in Asien beschlagnahmten Designerdrogen ist immens. Dies lässt erahnen, welche Dimensionen der Absatz von Pillen und Pülverchen in den Philippinen, Thailand, Burma und Laos angenommen hat. Artikel auf NZZ Online.

Cannabidiol-Hanfkontrollen in Basel: keine illegalen Substanzen gefunden

Das Gesundheitsdepartement hat Proben von Cannabidiol-Hanf aus allen baselstädtischen Shops und Lounges kontrolliert. Das Gesundheitsdepartement hält fest, dass keine illegalen Substanzen nachgewiesen wurden. Deshalb besteht kein Hinweis darauf, dass legales und illegales Cannabis zu wenig getrennt wird. Autofahrerinnen und -fahrer müssen sich bewusst sein, dass auch der legale CBD-Hanf die Fahrfähigkeit einschränken und THC im Blut sichtbar sein kann. Medienmitteilung Gesundheitsdepartement Basel.

Nationalrat erlaubt Alkoholverkauf an Autobahnraststätten

Der Nationalrat hat der Motion «Für gleich lange Spiesse» zugestimmt (17.3267). Die Motion will das Alkoholverkaufs-Verbot an Autobahnraststätten aufheben. Das Verbot besteht seit 50 Jahren. Sicherheitsbedenken haben das Parlament bisher davon abgehalten, das Verbot aufzuheben. Mit seiner Zustimmung zur Motion hat der Nationalrat heute wirtschaftliche Interessen nun aber über die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden gestellt. Noch ist die Diskussion aber nicht zu Ende: Das letzte Wort hat der Ständerat. Der Fachverband Sucht bleibt dran. Mitteilung des Fachverband Sucht, Beitrag der Neuen Luzerner Zeitung.

SmokeFree-Filmwettbewerb

Unter dem ungläubigen Blick eines Rauchers hebt eine junge Frau mit blossen Händen ihren Wagen an, um ihn richtig ins Parkfeld zu rücken: Mit dieser humorvollen Neuinterpretation des Slogans «Ich bin stärker.» hat der Regisseur Sean Wirz den SmokeFree-Filmwettbewerb für sich entschieden. Medienmitteilung des BAG.

Newsletter Infodrog

Der Juni-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Kinder und Jugendliche sind massiv Opfer der Tabakwerbung

Eine vom Institut du Management et des systèmes d'information (IMSI) der HEG Arc im Auftrag von CIPRET-Vaud durchgeführte Studie verwendete eine Technik zur Erfassung der Augenbewegungen (Eye-Tracking), um die Auswirkungen der Tabakproduktewerbung auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren zu untersuchen. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Die Tabakwerbung erreicht 100 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die einen Kiosk betreten. Bei einer Besuchsdauer von 5 Minuten richtet sich der Blick der Kinder und Jugendlichen durchschnittlich 22-mal auf Tabakwerbeträger, mehrheitlich unbewusst. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Wenn Shoppen zur Sucht wird

Noch einen Pulli, noch ein Paar Schuhe - oder den Super-Toaster? Viele Menschen sind kaufsüchtig, das Shoppen befriedigt für sie nur noch einen inneren Drang. Ohne Therapie droht die Verschuldung. Artikel auf Spiegel Online.

Was Alkoholverbote im öffentlichen Raum bringen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass mehr als jeder zwanzigste Todesfall auf Bier, Wein und Schnaps zurückzuführen ist. Das entspricht mehr als drei Millionen Toten jedes Jahr. Ist es deshalb Zeit, Alkohol aus der Öffentlichkeit zu verbannen? Artikel auf Zeit Online.

Luftlöcher in Zigaretten erhöhen Risiko für Lungenkrebs

Viele Zigaretten haben im Filter kleine Löcher - mit grosser Wirkung. Laut einer US-Studie sind Luftlöcher im Filter dafür verantwortlich, dass eine bestimmte Art von Lungenkrebs in den letzten Jahren zugenommen hat. Artikel auf drugcom.de

Alkoholverbot auf der Autobahn

Per Gesetz ist es Tankstellen-Shops auf der Autobahn seit 1964 verboten, Alkohol zu verkaufen. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) beantragt in einer Motion (17.3267) dieses Verbot aufzuheben. Die «Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik» empfiehlt in ihrer Stellungnahme (pdf, 1S.), die Motion abzulehnen. Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu empfiehlt in ihrer Medienmitteilung die Motion abzulehnen. Der Nationalrat wird sich voraussichtlich diesen Dienstag mit dieser Motion beschäftigen. Beitrag der Tagesschau.

Stadt Bern: Immer weniger Junge konsumieren harte Drogen

In der Stadt Bern nehmen immer weniger junge Menschen harte Drogen ein. Dieser Trend hat sich im vergangenen Jahr bestätigt, wie der am Donnerstag veröffentlichte Jahresbericht Sucht 2016/17 (pdf, 19S.) der Stadt Bern zeigt. Beitrag der Berner Zeitung.

Alkoholprobleme in Familien – wie Kinder darunter leiden

Nach Expertenschätzungen leben in Deutschland etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche zeitweise oder dauerhaft mit einem alkoholabhängigen Elternteil zusammen. Diese Kinder wachsen in emotional verunsichernden Familienstrukturen auf. Wie Kinder unter Alkoholproblemen in der Familie leiden und ihre kindliche Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann, ist ein Thema der neuen Ausgabe des Newsletters (pdf, 4S.) "Alkoholspiegel" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Forschung mit Betäubungsmitteln wird nicht eingeschränkt

Gemäss der Parlamentarischen Initiative (16.431) sollten nur noch Ausnahmebewilligungen für naturwissenschaftliche oder klinisch-medizinische Forschungsprojekte unter restriktiveren Bedingungen als heute möglich sein. Insbesondere die Pilotprojekte zur eng begleiteten Abgabe von Cannabis in einigen Schweizer Städten standen im Fokus des Anliegens. Der Nationalrat (Wortprotokoll der Debatte) betrachtete die Kriterien für Ausnahmebewilligungen jedoch als bereits streng genug. Mit der Ablehnung durch den Nationalrat ist die Initiative vom Tisch. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Schon kleine Alkoholmengen könnten Gehirn verändern

Das tägliche Glas Wein schädigt das Gehirn möglicherweise mehr als bislang gedacht. Darauf weist eine aktuelle britische Studie hin. Demnach ist besonders das Gedächtnis gefährdet. Artikel auf Spiegel Online,

Integrierte Versorgung im Kanton Aargau

Ab 2018 setzen das Beratungszentrum Bezirk Baden, die Klinik im Hasel AG, die Psychiatrischen Dienste Aargau AG und die Suchthilfe ags den Versorgungsauftrag "Integrierte Suchtbehandlung Aargau" des Departementes Gesundheit und Soziales gemeinsam um. Gegenüber den heutigen Versorgungsstrukturen können Behandlungen und Beratungen aus einer Hand an verschiedenen Standorten angeboten werden. Gemeinsame Medienmitteilung (pdf, 1S.).

Medikamentenabhängigkeit - ein stiefmütterlich behandeltes Thema

Bei Medikamentensucht wird in der Regel weggeschaut. Dabei gibt es Hinweise, dass der Missbrauch zunimmt. Artikel auf 20 Minuten.

Placebo-Effekt erklärt Wirkung von Energydrinks mit Alkohol

Alles nur Einbildung. Manche Menschen fühlen sich stärker angetrunken, wenn sie Hochprozentiges mit Energydrinks mischen. Ein Experiment hat aufgezeigt, dass es sich schlicht um einen Placebo-Effekt handelt. Artikel auf drugcom.de

Newsletter Infoset

Der aktuelle Newsletter ist soeben erschienen. Dieser fasst die Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Europäischer Drogenbericht 2017: Mehr Todesfälle und mehr Produkte im Umlauf

Heute publiziert die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) den Europäischen Drogenbericht 2017. Auffallend sind die Zunahme der drogenbedingten Todesfälle sowie in manchen Ländern die Verbreitung starker Opioide der Fentanyl-Familie. Augenfällig sind zudem die Diversifizierung von Cannabisprodukten, wie sie auch in der Schweiz zu beobachten ist, sowie höhere Mengen beschlagnahmter synthetischer Cannabinoide. Medienmitteilung (pdf, 5S.) der EMCDDA, das aktuelle Drugnet (Nr. 98, pdf, 8S.) widmet sich dem Drogenbericht. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online. Country Drug Report (pdf, 21S.) für Deutschland, Country Drug Report (pdf, 21S.) für Österreich

USA: Viele Todesfälle nach Überdosen

In den Vereinigten Staaten drängen neue synthetische Opiate auf den Schwarzmarkt – mit tödlichen Folgen, Artikel auf NZZ Online. Die Todesrate durch Drogenkonsum steigt in den USA seit Jahrzehnten an, Artikel der New York Times.

Die häufigsten Drogen im Check

Cannabis, Alkohol, Ecstasy: Fast jeder nimmt mal irgendwas davon. Nur weiss kaum einer, was drinsteckt und wann es gefährlich wird. Ein Drogen-Check auf Zeit Online.

Strafurteilsstatistik: Stabilität bei den Verurteilungszahlen

Im Jahr 2016 bleibt die Anzahl der Jugendurteile mit 12'090 Fällen gemäss Jugendstrafurteilsstatistik gesamthaft stabil. Ein Anstieg aufgrund des Strafgesetzbuches (+4%) wird durch Rückgänge bei den Strassenverkehrsdelikten (-2%), beim Betäubungsmittelgesetz (-1%) und Ausländergesetz (-2%) kompensiert. Bei den Erwachsenenurteilen stagnieren die Verurteilungszahlen bei einem Wert von knapp unter 110'000 Verurteilungen. Dies zeigen die neuen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS). Medienmitteilung des BFS.

Resultate Global Drug Survey 2017

Der Global Drug Survey ist eine unabhängige, internationale Umfrage zum Drogenkonsum. Dieses Jahr haben knapp 120'000 Personen aus 50 Ländern daran teilgenommen. Der GDS hilft den Drogenkonsum international und in der Schweiz besser zu verstehen und Angebote der Prävention und Schadensminderung zu verbessern. Der Bericht für 2017 (pdf, 121S.) steht zum Download bereit, Beitrag auf watson.ch

Welche Gesundheitsgefahr geht von E-Zigaretten aus?

Gesundheitsexperten zufolge könnte die Trägerflüssigkeit von E-Zigaretten Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Zudem könnten Bestandteile der Liquide sich beim Erhitzen eventuell verändern. Von den dabei erzeugten Stoffen stehen viele im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Konsens unter den Fachleuten dürfte jedoch sein, dass die Geräte deutlich weniger gesundheitsschädlich sind als Tabakprodukte wie Zigaretten. Beitrag auf Deutschlandfunk.

Suchtprävention: Wo Eltern Antworten erhalten

Legaler oder illegaler Hanf, der erste Alkoholrausch und Zigaretten im Kinderzimmer? Was tun, wenn der Sohn oder die Tochter raucht, kifft oder trinkt? Auf Facebook finden Eltern neu eine Serie von Tipps, wie sie mit ihren Kindern das heikle Thema aufgreifen können. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen

Müssen Computerspiele bald Warnhinweise tragen wie Tabak? Die WHO und die American Psychological Association (APA) arbeiten an der Pathologisierung von Games und deren Online-Nutzung. Eine gefährliche Debatte. Eine Analyse von Thorsten Quandt auf golem.de

E-Zigaretten als weniger schädliche Alternative

Die E-Zigarette enthält erwiesenermassen viel weniger Schadstoffe als herkömmliche Zigaretten. Das britische Gesundheitsministerium schätzt, dass sie rund 95 Prozent weniger schädlich ist. Unterstützer fordern daher, Raucher stärker über diese Vorteile aufzuklären. Artikel auf Zeit Online.

Zeit Online: Darum nehmen die Leser Drogen

Zeit Online hat seine LeserInnen gefragt, und 35.918 haben Ja gesagt. Sie nehmen Drogen. Die meisten Menschen in Deutschland tun es, sei es morgens der Kaffee, die Zigarette zwischendurch, das Bier nach Feierabend oder der Joint am Wochenende. Zusammen mit der grössten internationalen Drogenumfrage im Netz, dem Global Drug Survey, wollte Zeit Online wissen, wie oft seine Leser es tun, warum und wie es ihnen dabei geht. Die zentrale Forderung: Gebt Cannabis frei, aber streng reguliert. Artikel auf Zeit Online.

Kanton St. Gallen: Alkohol-Testkäufe zeigen Wirkung

Im Kanton St. Gallen fehlt eine gesetzliche Grundlage für polizeilich begleitete Alkohol- und Tabak-Testkäufe. Die Fachstelle Jugendschutz bietet daher Monitoring-Testkäufe an. Ziel ist, Betriebe und Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren und so die Verstossquote zu senken. Nun liegen die Auswertungen aus den Jahren 2012 bis 2016 vor: Mehr als die Hälfte aller St.Galler Gemeinden nutzen das Angebot. Die durchschnittliche Verstossquote liegt bei 33 Prozent. Am meisten Handlungsbedarf gibt es im Bereich Events. Mitteilung von Zepra.

So viel Lebenszeit kann ein Rauchstopp bringen

Weniger Husten, kleineres Krebsrisiko, mehr Herzgesundheit: Wer es schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, gewinnt statistisch gesehen Lebenszeit. Die wichtigsten Gründe für die letzte Zigarette. Artikel auf Spiegel Online.

Alternativer Drogen - und Suchtbericht für Deutschland

Die vierte Ausgabe (pdf, 140S.) des Alternativen Drogen - und Suchtberichts diskutiert auch dieses Jahr den Reformstau in vielen Bereichen von Drogenhilfe, - prävention und - recht, sowohl im Hinblick auf legale als auch auf illegale Drogen und bietet Lösungen an. Zusätzlich geht es um Querschnittsthemen, in denen die Folgen einer repressiv-orientierten Drogenpolitik sich auch massiv niederschlagen: Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit, Strafvollzug und Prostitution. Herausgegeben von akzept e.V. Bundesverband. http://alternativer-drogenbericht.de

Welttag ohne Tabak am 31. Mai

Mit dem Welttag ohne Tabak am 31. Mai macht die Weltgesundheitsorganisation WHO auf die verheerenden Folgen des Tabakanbaus und -konsums aufmerksam. Tabak ist eine massive Bedrohung für die nachhaltige Entwicklung – unter dem Anbau der giftigen Pflanze leiden die ärmsten Länder der Welt. Weltweit sterben über 6 Mio. Menschen jährlich an den Folgen des Rauchens. In der Schweiz sind es 9500, d.h. jede Stunde mehr als ein Todesfall.  Kampagnenseite der WHO, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Informationen zum Weltnichtrauchertag in Deutschland.

Soziale Netwerke und ihre verschiedenen Auswirkungen auf die Gesundheit

Instagram ist das ungesündeste Netzwerk und Youtube wirkt auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen sogar positiv. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Royal Society for Public Health in Grossbritannien. Artikel auf Watson.

Müssen immer mehr Cannabiskonsumierende in die Therapie?

Wie eine Studie aus den USA zeigt, verlieren zahlreiche Konsumierende die Kontrolle. Zahlen der Suchthilfestatistik act-info deuten ebenfalls auf einen allgemein steigenden Trend bei Behandlungen seit 2006 in der Schweiz hin. Im letzten Jahr wiesen 3,5 Prozent der 25- bis 34-Jährigen einen problematischen Konsum auf. Rund 83 Prozent der Personen, die sich in Therapie begeben sind männlich, heisst es im Bericht weiter. Artikel auf tagesanzeiger.ch. Beachten Sie auch die kritische Replik vom Fachverband Sucht!

Island: Umfangreiche Massnahmen lassen Tabak- und Alkoholkonsum von Jugendlichen sinken

Massnahmen wie Einführung von Sperrstunden, die Anhebung des Alters der Volljährigkeit und die Förderung von Sport führten dazu, dass in Island nun kaum noch Teenager zu Zigaretten, Alkohol und Drogen greifen. Mitteilung auf Kinder- und Jugendärzte im Netz.

Ist der Zigarettenkonsum in der Schweiz deutlich höher?

Der aufgrund der Verkaufszahlen sowie der Zu- und Abflüsse geschätzte Zigarettenkonsum der Wohnbevölkerung übersteigt den im Rahmen des Suchtmonitorings Schweiz selbstdeklarierten Konsum um mehr als 40 Prozent. Entweder ist die tatsächliche Prävalenz des Zigarettenkonsums in der Schweizer Bevölkerung deutlich höher als diejenige, die aufgrund der Monitoringfragen errechnet wurde (40,1% statt 22,9%), oder der tatsächliche tägliche Konsum übertrifft bei Weitem die im Rahmen des Monitorings selbstdeklarierte Menge (18,1 statt 10,4 Zigaretten pro Tag). Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschenden der Universität Neuenburg, die eigentlich nur herausfinden wollten, wie viele Tabakwaren in der Schweiz versteuert werden. Beitrag (2 Min) auf SRF4, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Zwangsstörung könnte Missbrauch von Cannabis fördern

Eine US-Studie liefert Hinweise, dass Personen mit Zwangsstörungen besonders gefährdet sind, Cannabis zur Stressminderung zu missbrauchen. Artikel auf drugcom.de

CBD: Was die Suchtprävention empfiehlt

Das legale Cannabis hat den Ruf, ein Wundermittel zu sein. Ist es das wirklich? Das aktuelle Infoblatt (pdf, 3S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich geht der Frage nach. Dazu Empfehlungen, wie Lehrpersonen, Fachleute der Jugendarbeit mit dem neuen Gras umgehen sollen. Um es kurz zu sagen: nicht anders als mit herkömmlichem Cannabis.

In der Schweizer Meth-Hauptstadt

Neuenburg ist die Meth-Hauptstadt der Schweiz, das ist das Resultat von mehreren Untersuchungen ab 2014. Gemessen werden die Rückstände im Abwasser im Verhältnis zur Einwohnerzahl einer Stadt. Die Werte aus Neuenburg sind um ein Vielfaches höher als in europäischen Metropolen wie London oder Paris, in denen nur selten Crystal eingenommen wird. Doch auch Zürich, Basel und Bern bewegen sich in ähnlichen Sphären wie Neuenburg. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ist es gesünder, Tabak zu erhitzen statt zu verbrennen?

Erstmals hat eine unabhängige Studie die neuen «Heat-not-burn»-Produkte untersucht. Auch sie produzieren krebserregende Substanzen. Ein Forschungsteam der Universitäten Bern und Lausanne hat das Heat-not-burn-Produkt Iqos unter die Lupe genommen und mit herkömmlichen Zigaretten verglichen. Während beim Iqos-Erzeugnis der Tabak auf etwa 350 Grad erhitzt wird, sind es bei einer Zigarette bis zu 800 Grad. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Newsletter Tabakpräventionsfonds TPF

Der TPF-Newsletter informiert über Neuigkeiten zum Tabakpräventionsfonds. Zudem stellen wir Ihnen neue und abgeschlossene Projekte vor. Die Ausgabe 1/2017 ist soeben erschienen.

Uruguays Apotheken verkaufen Cannabis

Ausgewählte Apotheken in Uruguay werden ab Juli neben Pflaster und Antibiotika auch Cannabis im Sortiment haben. Die Bürger können sich dort mit bis zu zehn Gramm pro Woche versorgen - zu Niedrigpreisen. Artikel auf Spiegel Online.

Wenn Drogenabhängige ins Alter kommen

Heroinabhängige Menschen werden immer älter – auch dank kontrollierter Drogenabgabe. Das Pflegeheim «Solina» in Spiez/BE bietet Drogenabhängigen ein Zuhause, wenn sie nicht mehr alleine zurecht kommen. Fernsehbeitrag von Schweiz Aktuell (12 Min.).

Deutschland: Wie die Alkohol-Lobby die Politik einlullt

Alkoholwerbung läuft in Deutschland zur besten Sendezeit. Daran wird auch die neue EU-Medienrichtlinie nicht viel ändern. Ein grosser Erfolg für die Lobbyisten, die den Irrglauben verbreiten, Alkohol in Maßen sei gesund. Artikel auf Spiegel Online.

Schäden durch alkoholisierte Dritte in der Schweiz

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung (51.6%) wurde im Verlauf der letzen 12 Monaten mindestens einmal durch alkoholisierte Dritte belästigt wurde oder hat Schäden unterschiedlichen Grades erlitten. Die Publikation (pdf, 135S.) "Suchtmonitoring Schweiz - Themenheft Schäden durch alkoholisierte Dritte in der Schweiz im Jahr 2016" steht zum Download bereit.

Gute Kosten-Nutzen-Bilanz für den Rauchstoppwettbewerb

Eine Evaluation stellt dem letztjährigen Rauchstoppwettbewerb ein gutes Zeugnis aus. Als Folge des Wettbewerbs werden rauchbedingte Kosten in der Höhe von 4,7 Millionen Franken eingespart. Pro investierten Franken resultiert so ein Nutzen von fast 10 Franken. Am 1. Juni startet wieder der Rauchstoppwettbewerb. Dabei locken Geldpreise für Raucherinnen und Raucher, die es schaffen, den Monat Juni rauchfrei zu überstehen. Bereits haben sich mehr als 3000 Personen angemeldet. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at, www.rauchstopp.ch

In Deutschland trinken Junge Leute immer weniger Alkohol

Unter der deutschen Jugend vollzieht sich ein Umdenken in Sachen Wein, Bier und härteren Getränken. Der Alkoholkonsum erreicht einen neuen Tiefstand. Dennoch bleibt der exzessive Alkoholkonsum aber noch immer ein verbreitetes Phänomen. Die Ergebnisse des Alkoholsurveys 2016 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA stehen zum Download bereit. Artikel auf FAZ Online, Artikel auf Zeit Online.

Wie viel Alkohol kann als risikoarm bezeichnet werden?

Zu viel Alkohol ist ungesund. Das ist klar. Aber wie viel ist zu viel? Eine internationale Expertengruppe hat dazu neue Vorschläge vorgelegt. Artikel auf drugcom.de

Reineres Kokain sorgt in Bern für Überdosen

Zurzeit ist hochwertiges Kokain auf dem Markt. Weniger Streckmittel bedeuten aber nicht weniger Probleme. Artikel im Bund

Alkohol-Verkaufsverbot auf Autobahnraststätten wankt

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) beantragt in einer Motion (17.3267), das geltende Verbot für den Verkauf und den Ausschank von Alkohol auf Autobahnraststätten aufzuheben. Die «Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholpolitik» empfiehlt in ihrer Stellungnahme (pdf, 1S.), die Motion abzulehnen. Auch die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu empfiehlt in ihrer Medienmitteilung die Motion abzulehnen.

Alkoholsucht - Krankheit, keine Charakterschwäche

Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Echte Suchtprobleme werden deshalb häufig lange übersehen oder ignoriert. Das ist vor allem mit Blick auf Jugendliche fatal, bei denen gute Präventionsarbeit ein Abrutschen in die Abhängigkeit noch verhindern könnte. Artikel auf Spektrum.de

Adipositas bei Jugendlichen in der Europäischen Region

Aus einem neuen Bericht der WHO, der auf dem Europäischen Kongress in Portugal zum Thema Adipositas präsentiert wurde, geht hervor, dass die Zahl der unter Adipositas leidenden Jugendlichen in vielen Ländern der Europäischen Region der WHO weiter wächst. Artikel auf Spiegel Online.

Empfehlungen zur Behandlung der Geldspielsucht

Die Empfehlungen zur Behandlung der Geldspielsucht sind neu auf den Seiten von Praxis Suchtmedizin Schweiz erhältlich. Die Homepage wurde spezifisch als Unterstützung für Hausärzte sowie Notfallärzte, Apotheker, Gesundheitsdienste des Straf- und Massnahmevollzuges und Fachleute aus der Psychiatrie konzipiert. Die Homepage bietet ein Handbuch mit konkreten Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen mit problematischem Suchtverhalten oder Abhängigkeit.

Tabaksteuer: CBD-Hanf ist steuerpflichtig

Der Handel mit sogenanntem CBD-Hanf boomt in der Schweiz. Für den Schweizer Zoll, der für die Tabaksteuer zuständig ist, besteht die Herausforderung darin, den Markt unter Kontrolle zu bekommen. Viele Hersteller sind sich nämlich nicht bewusst, dass CBD-Produkte der Tabaksteuer unterliegen – eine neue Einnahmequelle für den Staat. Artikel (pdf, S. 20-21) im Informationsmagazin des Schweizer Zolls Forum Z.

Berner Cannabis-Studie beim BAG eingereicht

Das BAG hat von der Universität Bern ein Gesuch um eine Ausnahmebewilligung für ein Projekt erhalten, bei dem Cannabis mit einem THC-Gehalt von über 1 Prozent, eine in der Schweiz verbotene Substanz, verwendet werden soll. Im Rahmen dieses Projekts hätten die an der Studie beteiligten regelmässigen Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten Zugang zu Cannabis, der in Apotheken zum Verkauf angeboten wird (Infoset berichtete). Das BAG prüft nun, ob die beantragte Ausnahmebewilligung für den Umgang mit Cannabis nach den Bestimmungen des geltenden Rechts, insbesondere des Betäubungsmittelgesetzes, erteilt werden kann. Mitteilung des BAG.

25 Jahre heroingestützte Behandlung

Vor 25 Jahren hat sich der Bundesrat für die versuchsweise Heroinabgabe an Schwerstsüchtige ausgesprochen. Für Jürg Niggli, Leiter der Stiftung Suchthilfe St.Gallen, war dies eine weise Entscheidung. Die Politik dürfe sich aber nicht auf dieser Errungenschaft ausruhen, sondern müsse sich auch bei anderen Drogen der Zeit anpassen, betont er in einem Interview im St.Galler Tagblatt.

Alkohol-Testkäufe führen zu einer Abnahme der Verkäufe an Minderjährige

Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) ist für die Umsetzung des Alkoholgesetzes zuständig. Dazu gehört auch die sogenannte Verhältnisprävention, wie z.B. Projekte zu Testkäufen.Noch vor wenigen Jahren führten nur einige Kantone solche Tests durch. Das Anliegen der EAV war es, die Leute in der ganzen Schweiz für das Instrument der Testkäufe zu sensibilisieren und die Erfassung der Daten zu vereinheitlichen. Für Letzteres wurde eine Testkaufdatenbank entwickelt. Die aktuelle Situation ist jedoch nach wie vor unbefriedigend. Artikel (pdf, S. 32-33) im Informationsmagazin des Schweizer Zolls Forum Z.

Legal kiffen? Debattiert in der Arena

Cannabis ist die meistkonsumierte illegale Droge der Schweiz. Den Handel und den Konsum soll man nun endlich legalisieren, fordern unter anderem die Grünen. Die Gegner argumentieren, Cannabis sei gefährlich – vor allem für Jugendliche – und gehöre darum weiterhin verboten. Die Arena-Sendung ist online einsehbar. Artikel zur Sendung auf watson.ch

Cannabis eignet sich nicht für Leistungssteigerung im Sport

Cannabis und Sport? Wie soll das zusammenpassen? Tatsächlich wird Cannabis von der Welt-Anti-Doping-Agentur auf der Liste der verbotenen Substanzen geführt. Aber taugt Cannabis zur Leistungssteigerung? Ein australischer Forscher sagt: Nein. Artikel auf drugcom.de

Basel-Stadt: Jugendschutzwebsite

Ziel dieser Seite ist es, im Kanton Basel-Stadt ein umfassendes Angebot im Bereich Jugendschutz mit den Bereichen Information, Unterstützung und Projektumsetzung zur Verfügung zu stellen. Die Website wird von der Stiftung Blaues Kreuz beider Basel im Auftrag der Medizinischen Dienste umgesetzt. www.jugendschutzbasel.ch

«Wie viel ist zu viel?»: Vom 11. bis 21. Mai macht die Schweiz den Alkohol zum Thema

In der Schweiz trinkt jede fünfte Person zu viel Alkohol. Jede und jeder sollte sich mit dem eigenen Konsum befassen und sich die Frage stellen: «Wie viel ist zu viel?». Genau diese Frage steht im Zentrum der Dialogwoche Alkohol vom 11. bis 21. Mai. Sie findet bereits zum vierten Mal statt, organisiert vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und seinen Partnern. In der ganzen Schweiz laden Veranstaltungen, Shows, Filmvorführungen, Theaterstücke, Runde Tische oder Ausstellungen zum Diskutieren und Nachdenken ein. Medienmitteilung des BAG.

Bundesrat: Kein neuer Regulierungsbedarf für Social Media

Der Bundesrat kommt in seiner publizierten Standortbestimmung zur rechtlichen Basis für Social Media zum Schluss, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Bedarf für neue Regulierungsmassnahmen besteht. Regulierungsvorhaben wie die Revision des Datenschutzgesetzes und die Arbeiten zum Ausbau des Jugendmedienschutzes werden den Schutz für die Nutzenden von sozialen Netzwerken in der Schweiz mittelfristig verbessern. Die Entwicklungen, auch auf internationaler Ebene, sind jedoch weiter zu beobachten. Medienmitteilung des Bundesrates.

Experiment Nichtrauchen weiterhin auf Erfolgskurs

2523 Schulklassen aus der ganzen Schweiz haben beim Wettbewerb «Experiment Nichtrauchen» mitgemacht. 1910 davon haben den Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Alkoholwerbung im Film nimmt weiter zu

Wissenschaftler haben den Alkoholkonsum in Hunderten Kinofilmen untersucht. Ergebnis: Produktplatzierungen werden immer häufiger, selbst in Kinderfilmen wird getrunken. Artikel auf Spiegel Online. Der Beitrag "Alcohol marketing in popular movies doubles in past 2 decades" ist auf den Seiten des European Centre for Monitoring Alcohol Marketing EUCAM erhältlich.

10 Fakten zu Kaffee

Kaffee galt lange als Krankmacher. Heute rücken vermehrt die positiven Eigenschaften in den Vordergrund. Was stimmt denn jetzt? Obwohl Koffein offiziell nicht als Suchtmittel eingestuft werde, mache es abhängig. Der Körper gewöhnt sich an den regelmässigen Konsum auch bei kleinen Mengen. Artikel im Schweizerischen Beobachter.

Fachverband Sucht: Neues Erscheinungsbild

Der Fachverband Sucht hat sein Erscheinungsbild erneuert und tritt zudem mit einer neuen Website auf. www.fachverbandsucht.ch

Früherkennung und Umgang mit risikoreichem Alkoholkonsum

Angesichts der mit problematischem Alkoholkonsum verbundenen gesundheitlichen Risiken sowie sozialen und wirtschaftlichen Folgen ist er eine bedeutende Herausforderung für die medizinische Grundversorgung. Wie kann ein risikoreicher Alkoholkonsum frühzeitig diagnostiziert werden, und welche Interventionen erweisen sich im hausärztlichen Setting als sowohl praktikabel wie auch effizient? Artikel im Primary and Hospital Care.

Deutschland: Zahl der Drogentoten steigt

Im vergangenen Jahr sind 1333 Menschen in Deutschland an ihrem Drogenkonsum gestorben. Das waren 107 Betroffene oder neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Bundesdrogenbeauftragte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA) bei der Veröffentlichung des Jahresberichts 2016 zur Rauschgiftkriminalität mitteilten. Damit hat die Zahl der Drogentoten das vierte Jahr in Folge zugenommen. Gründe sind sogenannte Legal Highs und sinkende Preise. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten, Artikel auf Spiegel Online, Beitrag im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Wenn die Mutter zur Flasche greift

Das Schicksal von Esther, Tochter einer Alkoholikerin, zeigt: Die Sucht macht die ganze Familie krank.In der Schweiz leben schätzungsweise 110 000 Buben und Mädchen mit einem Vater oder einer Mutter, die zu viel Alkohol trinken. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Newsletter Infoset

Der aktuelle Newsletter ist soeben erschienen. Dieser fasst die Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 35, pdf, 12S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Einfluss von Berater/innen und Interventionsvariablen auf die Veränderungsmotivation nach einer motivierenden Kurzintervention zur Reduktion riskanten Alkoholkonsums
  • Impulsivität und kognitive Verzerrungen unter Glücksspielern mit Präferenz für unterschiedliche Spiele
  • Prävalenzschätzung zum Alkoholkonsum während der Schwangerschaft und zum fetalem Alkoholsyndrom

Testkäufe in den Kantonen

Diese Tabelle des BAG enthält eine Übersicht der Kantone, welche unangekündigte Alkoholtestkäufe durchführen. Mittels Testkäufen wird der Vollzug des Alkoholverkaufsverbots an unter 16- bzw. unter 18-Jährige kontrolliert.

Parlamentarische Initiative fordert Entkriminalisierung von Cannabis

Die Fraktion der Grünen hat eine parlamentarische Initiative (17.440) eingereicht, mit der sie Cannabis erwachsenen Menschen straflos zugänglich machen will. Damit wird im Bundeshaus eine alte Debatte neu lanciert: Schon 2004 standen gelockerte Cannabisregeln zur Debatte (damals vom Bundesrat vorgeschlagen), 2007 ging es dann um die Volksinitiative «Für eine vernünftige Hanf-Politik». In beiden Fällen sprach sich das Parlament für die Beibehaltung des Verbots aus, das Volk im Jahr 2008 ebenso. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Darum steigert Alkohol den Appetit

Alkohol liefert dem Körper jede Menge Energie, und zwar sieben Kilokalorien pro Gramm. Nur Fett hat mit neun Kilokalorien pro Gramm eine höhere Energiedichte. Der Konsum von Alkohol müsste daher eigentlich sättigen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Alkohol fördert den Appetit. Die Folge: Alkohol regt dazu an, mehr zu essen. Wer viel Alkohol trinkt, ist daher auch mit höherer Wahrscheinlichkeit übergewichtig. Ein britisches Forschungsteam konnte im Tierexperiment aufzeigen, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn durch Alkohol aktiviert werden. Artikel auf drugcom.de

Memorandum: Stigma von Suchterkrankungen überwinden

Stigmatisierung schadet Betroffenen und verstärkt Suchtprobleme. Wertschätzung und Befähigung (Empowerment) müssen im Zentrum von Prävention und Behandlung von Suchtkrankheiten stehen. Das Memorandum (pdf, 12S.) "Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden" ist online erhältlich. Das Memorandum wurde von einer Arbeitsgruppe der Universität Greifswald formuliert und wird anlässlich des 40. fdr+sucht+kongresses im Berlin Mitte Mai diskutieret. Artikel auf Konturen Online.

Im Kaufrausch: Wenn Alltägliches zur Sucht wird

Arbeiten, Sport treiben, im Internet surfen oder Einkaufen sind scheinbar harmlose und alltägliche Handlungen. Doch für manche Menschen können sie zum Zwang werden. Sie entwickeln ein geradezu süchtiges Verhalten. Wie kann das passieren? Artikel auf drugcom.de

Alkoholpräventionsgesuche

Seit Jahren unterstützt der Bund Projekte zur Alkoholprävention. Für Kleinprojekte wurde nun ein vereinfachtes Verfahren geschaffen. Dieses kommt 2017 versuchsweise zur Anwendung. Als Kleinprojekte sind Projekte definiert, deren Gesamtkosten CHF 40 000 nicht übersteigen. Der Beitrag des Alkoholpräventionsfonds beträgt maximal CHF 20 000 pro Projekt. Gesuche für Kleinprojekte können am 15. September und 15. Dezember eingereicht werden. Beitrag auf Spectra Online.

Factsheet "Drug Checking"

Drug-Checking-Angebote sind Teil der Schadensminderung und richten sich an Konsumierende von psychoaktiven Substanzen. Drug Checking umfasst eine chemische Substanzanalyse und eine persönliche Beratung. Factsheet (pdf, 5S.) von Infodrog und Safer Nightlife Schweiz (SNS).

Arud: Zusammenlegung aller Zentren

Die Arud Zentren für Suchtmedizin fassen ihre Standorte in einem Zentrum nahe des Hauptbahnhofs zusammen – Chefarzt Philip Bruggmann spricht über die Fort- und Rückschritte in der Drogenpolitik. Artikel in der Limmattaler Zeitung.

SmokeFree-Filmwettbewerb: Public Voting für den besten Spot

Der SmokeFree-Filmwettbewerb ist auf reges Interesse gestossen: Die Jury hat aus den zahlreichen eingegangenen Beiträgen, die alle von Filmstudierenden oder freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern realisiert wurden, 17 Spots ausgewählt. Die Öffentlichkeit wird eingeladen, auf der Website www.smokefree.ch/film abzustimmen, um den besten Spot zu küren.

Tabakwerbeverbot in Deutschland; Der Qualm findet seinen Weg

Der Bundestag verschleppt das Tabakwerbeverbot. Und die Unternehmen verführen Jugendliche weiter zum Rauchen – vor allem auf Musikfestivals. Artikel der FAZ.

Alkoholkonsum beeinflusst das Auftreten von Herzrhythmusstörungen

An Besuchern des Münchner Oktoberfests konnten Forscher des Klinikums der Universität München und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung e.V. (DZHK) zeigen, dass mit höherem Alkoholspiegel das Risiko für Herzrhythmusstörungen ansteigt. Die Studie untersucht erstmals einen Zusammenhang zwischen akutem Alkoholkonsum und Herzrhythmusstörungen prospektiv, d.h. während bzw. unmittelbar nach dem Alkoholkonsum, an einer großen Anzahl von Probanden. Artikel auf Konturen.

Cannabidiol (CBD) – Das Cannabis, das nicht berauscht?

Das Thema CBD ist brandaktuell und wirft viele Fragen auf. Was ist CBD, welche CBD-haltigen Produkte gibt es, wie werden sie verwendet und wie wirken sie? Was muss man über die Risiken wissen und wie steht es um rechtliche und gesundheitliche Fragen? Sucht Schweiz gibt in einem neuen Factsheet (pdf, 4S.) Antworten. Mitteilung von Sucht Schweiz.

BAG erweitert Vergütung von Medikamenten gegen Hepatitis C

Das Bundesamt für Gesundheit weitet die Vergütung der neuen Arzneimittel gegen Hepatitis C per 1. Mai 2017 auf weitere Patientengruppen aus. Neu können bestimmte Patientengruppen, bei denen die Krankheit schneller fortschreitet oder das Übertragungsrisiko erhöht ist, ohne Einschränkung behandelt werden (Infoset berichtete). Wie ein Bericht aufgezeigt hat, sind umfassende neue Massnahmen gegen die Verbreitung von Hepatitis C laut BAG in der Schweiz nicht notwendig. Medienmitteilung des BAG. Das Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie kritisiert diese Schlussfolgerung des BAG und bedauert es, dass das BAG auf eine nationale Hepatitis Strategie verzichtet. Medienmitteilung des Netwerkes.

Suchtpolitik 2016: Ein Überblick über Fort- und Rückschritte

Auf dieser Weltkarte sind die Fort- und Rückschritte nationaler Suchtpolitiken eingezeichnet. Dokumentiert von den ARUD Zentren für Suchtmedizin.

Menschen erzählen, warum sie nicht mehr kiffen

Als sie jünger waren, schien es ihnen noch eine grossartige Idee, ihre Tage und Nächte wegzukiffen und ihre ganze Kohle für mittelschlechtes Gras rauszuhauen. Dann passierte etwas: Der Kifferfreund war weg, oder Angstzustände waren plötzlich da – oder einfach die Erkenntnis, dass es ziemlich öde sein kann, denn ganzen Tag Rauch zu inhalieren und sich über immer gleiche schlechte Witze kaputt zu lachen. Das Trendmagazin Vice hat ein paar Leute gefragt, warum sie nicht mehr Marihuana rauchen.

Die Hanf-Legalisierung ist überfällig

Dass die Schweiz jetzt, wenn auch zaghaft, eine Legalisierung von Cannabis vorbereitet, ist überfällig. Die Kriminalisierung der Konsumenten hat offensichtlich keine abschreckende Wirkung mehr. Zudem wissen die Kiffer nicht, was für Düngemittel sie beim Rauchen mitinhalieren und wie stark der Stoff überhaupt ist, den sie zu sich nehmen. Beides ist gefährlich, beides liesse sich über eine legale Abgabe korrigieren. Beitrag im Tages Anzeiger

Fertig geraucht? Apotheken in beiden Basel unterstützen beim Rauchstopp

Im Mai 2017 startet die zweite Kampagne zur Rauchstoppberatung in Apotheken beider Basel. Die Kampagne wird, wie bereits im Vorjahr, von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft in Kooperation mit den Apotheker-Verbänden beider Basel durchgeführt. Letztes Jahr nahmen über 600 Personen eine Kurzberatung zum Rauchstopp in Anspruch. Medienmitteilung vom Gesundheitsdepartement Basel.

Jahresberichte

- Eidgenössische Kommission für Tabakprävention EKTP: Jahresbericht 2016 (pdf, 2S.)
- International Narcotics Control Board INCB: Jahresbericht 2016
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Aargau - Suchthilfe ags: Jahresbericht 2016 (pdf, 10S.)
- Integrierte Psychiatrie Winterthur: Jahresbericht 2016
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Arud Zentren für Suchtmedizin: Jahresbericht 2016

Der Einfluss von Selbstkontrolle auf den Rauchausstieg

Der Rauchausstieg ist oft mit Rückfällen verbunden. Wie ein Experiment gezeigt hat, erhöht sich die Rückfallgefahr, wenn die Selbstkontrolle zuvor erschöpft wurde. Allerdings könne die Fähigkeit zur Selbstkontrolle auch trainiert werden. Artikel auf drugcom.de

Neuer Anlauf für eine Cannabis-Entkriminalisierung

Befürworter der Cannabis-Legalisierung lancieren eine neue Initiative. Was sie aus den vergangenen Niederlagen gelernt haben. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Cannabis aus der Apotheke? Studie testet Entkriminalisierung

Cannabiskonsum ist in der Schweiz immer noch illegal. Das Anbauen von Drogenhanf mit einem hohen THC-Gehalt sowieso. Das dürfte sich im Kanton Bern bald ändern – zumindest für eine gewisse Zeit und für bestimmte Personen. Denn eines der kuriosesten wissenschaftlichen Experimente der Schweiz steht kurz vor dem Start: Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) und des klinischen Studienzentrums (CTU) der Universität Bern wollen während dreier Jahre Cannabis an notorische Kiffer verkaufen – und dabei untersuchen, wie sich ein regulierter Verkauf in der Stadt Bern auswirken würde. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt das Experiment. Artikel der Sonntags Zeitung, Interview mit Toni Berthel auf 20 Minuten.

Berlin: Cannabis-Studie

Cannabis ist verboten. Trotzdem sollen bis zu 25.000 Berliner in den "Genuss" des legalen Konsumierens kommen. Wissenschaftler reichten dafür nun einen entsprechenden Antrag ein. Unumstritten ist das Projekt nicht. Die in der Friedrichstraße ansässige "Forschungsinitiative Cannabiskonsum" sucht Freiwillige, die monatlich bis zu 30 Gramm Cannabis rauchen. So soll herausgefunden werden, wie gefährlich der dauerhafte Freizeitkonsum ist. Vor wenigen Tagen bat die Initiative beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) um Erlaubnis. Beitrag der Berliner Zeitung.

Ende der Nationalen Präventionsprogramme

Der Gesundheit Sorge zu tragen, ist eine Aufgabe, die uns ein Leben lang begleitet – denn Gesundheit ist nicht nur Schicksal. Sie hängt zu einem wesentlichen Teil vom eigenen Verhalten und von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen ab. Genau hier haben die Nationalen Präventionsprogramme zu den Risikofaktoren Alkohol, Tabak, Ernährung und Bewegung sowie das Massnahmenpaket Drogen angesetzt. Das übergeordnete Ziel der Arbeit der vergangenen acht Jahre war es, die Lebensqualität des Einzelnen zu erhalten oder zu steigern. Diese Programme werden nun von der NCD-Strategie und der Strategie Sucht abgelöst. Diverse Beiträge auf Spectra Online. Das Spectra Online "Ende der Nationalen Präventionsprogramme" (Ausgabe 116) steht zum Download bereit.

Schlaf- und Beruhigungsmittelgebrauch in der Schweizer Wohnbevölkerung

Die neusten Daten der CoRolAR-Befragung 2015 zeigen, dass 6.3% der befragten Personen ab 15 Jahren in den letzten 30 Tagen vor der Befragung mindestens einmal Schlaf- oder auch Beruhigungsmittel genommen haben, wobei der Anteil bei Frauen höher liegt als bei Männern (8.5% resp. 4.2%). Bezogen auf die Gesamtpopulation steigt der Anteil mit Einnahme (in den letzten 30 Tagen) mit dem Alter deutlich an: bei Personen unter 20 Jahren betrug der Anteil 2.0%, der Anteil bei Personen ab 75 Jahren lag bei 13.6%. Beitrag von Sucht Schweiz.

Schweiz ist neu Mitglied der UNO-Betäubungsmittelkommission

Die Schweiz ist in New York zum Mitglied der UNO-Betäubungsmittelkommission gewählt worden. Ab Januar 2018 wird die Schweiz damit vier Jahre lang in dem Gremium für Drogenpolitik mitarbeiten. Die Betäubungsmittelkommission ist das zentrale Gremium der UNO für die internationale Drogenpolitik. Kurzmeldung auf SRF.ch, Gespräch mit Ruth Dreifuss auf SRF.ch

Kanada will Anbau und Verkauf von Marihuana erlauben

Kanada will den Verkauf und den Anbau kleiner Mengen Marihuana für Erwachsene ab 18 Jahren erlauben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die liberale Regierung von Ministerpräsident Justin Trudeau vorgelegt. Künftig soll der Besitz von bis zu 30 Gramm Marihuana legal sein. Zugleich soll der Verkauf oder die Weitergabe dieses Rauschgifts an Jugendliche schärfer bestraft werden als bisher. Kurzbeitrag der FAZ.

Drug-Checking in Zürich: Substanz-Auswertung 2016

Das Drogeninformationszentrum DIZ der Stadt Zürich ZH hat im vergangenen Jahr 2'078 Proben von Partydrogen getestet. Kokain wurde letztes Jahr 887 Mal getestet und Amphetamine 411 Mal. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass besonders der Anteil an extrem hoch dosierten XTC-Pillen zugenommen hat. Mitteilung von Saferparty.

Deutschland: Vorsteckkarten für Zigarettenpackungen

Zigarettenpackungen gibt es in Deutschland nur noch mit Schockfoto - die Tabakindustrie stattet die Händler deshalb mit "Vorsteckkarten" aus. So sehen unbedarfte Kunden nur noch Markenlogos. Pfiffig - aber auch legal? Die Juristen sind uneins. Artikel auf Spiegel Online.

Finanzierung in der Suchthilfe: Synthesepapier der nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS

Suchtarbeit ist eine Querschnittaufgabe, die verschiedenste gesetzliche Grundlagen tangiert und auf vielfältige – oft regionale – Versorgungs- und Organisationsmodelle abgestützt ist, entsprechend kompliziert und divers sind auch die Finanzierungsgrundlagen. Die NAS stellt in ihrem Synthesepapier (pdf, 4S.) die wichtigsten Punkte zusammen. Es werden Aspekte der Finanzierung wie die Verschiebung zur Subjektfinanzierung oder das Tarifsystem Tarmed angesprochen, aber auch die Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Schnittstellen und integrierten biopsychosozialen Behandlungen wie auch bei chronischen Suchterkrankungen thematisiert.

Regulierung von CBD im legalen Cannabis: Vorstoss im Nationalrat

Laurence Fehlmann Rielle (SP GE) fragt den Bundesrat in einer Interpellation (17.3124), ob es nicht angezeigt wäre, "gewisse Aspekte" des legalen Cannabisverkaufs zu regeln. Dies vor dem Hintergrund, dass der Verkauf von Hanf mit einem THC-Gehalt von weniger als 1 Prozent hat in der Schweiz Einzug hält.

Tabakindustrie will sich mit der Zigarette ohne Feuer retten

In westlichen Ländern sinken die Verkaufszahlen von Zigaretten. Die Industrie sucht nach neuen Produkten, die dem Rauchen nahekommen, aber weniger schädlich sein sollen. Eines davon ist die Iqos, die den Tabak nicht verbrennt, sondern nur erhitzt. Die Lungenliga ist skeptisch. Artikel der Berner Zeitung.

Deutschland: Jahrbuch Sucht 2017

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS hat ihr Jahrbuch Sucht 2017 veröffentlicht, in dem sie über den Drogenkonsum der Deutschen und die Sucht nach Tabak, Alkohol und illegale Drogen informiert. Demnach trinken Bundesbürger unverändert oft Alkohol, greifen aber deutlich seltener zur klassischen Zigarette. Noch rund 920 Fertigzigaretten rauchte jeder Einwohner statistisch gesehen im vergangenen Jahr, rund 100 weniger als 2012. Verschiedene Medienmitteilungen der DHS anlässlich der Präsentation des neuen Jahrbuches, Artikel auf Zeit Online.

Europäischer Aktionsplan zur Drogenbekämpfung

Auf neue Entwicklungen bei Drogenmissbrauch und –handel will die EU-Kommission mit ihrem EU-Aktionsplan 2017-2020 (Englisch, pdf, 66S.) künftig schneller reagieren. Der Aktionsplan setzt neue Schwerpunkte, etwa bei der Überwachung neuartiger psychoaktiver Substanzen und der Nutzung neuer Kommunikationstechnologien beim Vertrieb von Drogen. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben in den letzten zwei Jahrzehnten gemeinsam europäischen Ansatz für die Drogenbekämpfung entwickelt. Dieser Ansatz ist in der EU-Drogenstrategie 2013-2020 (pdf, 10S.) verankert, die mit zwei aufeinanderfolgenden, jeweils auf vier Jahre angelegten Aktionsplänen umgesetzt wird. Medienmitteilung der Kommission.

Kiffen ist riskant - Ein Heft in Leichter Sprache

Die Broschüre vermittelt die wichtigsten Informationen zum Thema "Kiffen". Diverse Themen u.a. zum Konsum, zu Wirkungen, Gefahren und Risiken, zu Abhängigkeit und Hilfeangeboten werden in der Broschüre angesprochen. Multiplikatoren können mithilfe der Broschüre lesekundige bzw. leseeingeschränkte Personen den Konsumausstieg nahebringen. Herausgegeben von der Deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Jeder Zehnte stirbt durch Zigarettenkonsum

Jeder zehnte Todesfall weltweit ist auf das Rauchen zurückzuführen. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift The Lancet.Die Forscher warnen vor einer Expansion der Tabakindustrie. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Spiegel Online.

Basel erhält wohl fixe Anlaufstelle um Drogen zu testen

In Bern und Zürich ist es längst amtlich, Basel könnte nun bald folgen: Die Rede ist von einer fixen Anlaufstelle, wo Konsumenten ihre Drogen testen lassen können. Bislang bestand dieses Angebot nur in Form von mobilen Labors, welche die Suchthilfe Region Basel und der Verein Subsdance direkt zu Partybesuchern brachten. Nun soll aus dem zweijährigen Projekt, welche Ende Jahr ausläuft, eine feste Institution werden. Der Grosse Rat hat am 6. April einen entsprechenden Anzug mit grossem Mehr an die Regierung überwiesen. Beitrag der Basellandschaftlichen Zeitung.

Lübecker Memorandum zur Zukunft der Suchtkrankenversorgung

Das Lübecker Memorandum (pdf, 10S.) ist das Resultat eines Austauschs von ExpertInnen. Kern für die vorliegenden Empfehlungen sind die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt, die im Januar 2016 in Lübeck unter der Federführung der DG-Sucht und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Lübeck mit Finanzierung des Bundesministeriums für Gesundheit stattfand. Das Memorandum gibt die entscheidenden Impulse aus der Zukunftswerkstatt als Destillat wieder. Dargestellt werden die bedeutsamsten Themenfelder, die erarbeitet wurden, Visionen einer Verbesserung des Suchthilfesystems sowie Empfehlungen für eine Umgestaltung.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) von atinformationen (Frühling 2017) steht zum Download bereit. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die aktuelle Revision des Tabakproduktegesetzes. Ausserdem findet sich ein Beitag über die Verbreitung von "Fake News" der Tabakindustrie durch die Schweizer Presse.

Rauchen ist riskant - Ein Heft in Leichter Sprache

Die Broschüre vermittelt die wichtigsten Informationen zum Thema "Rauchen". Diverse Themen u.a. zum Konsum, zu Wirkungen, Gefahren und Risiken, zum Passivrauchen, zu Abhängigkeit, Rauchentwöhnung und anderen Hilfeangeboten werden in der Broschüre angesprochen. Multiplikatoren können mithilfe der Broschüre lesekundige bzw. leseeingeschränkte Personen den Konsumausstieg nahebringen. Herausgegeben von der Deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Der Konsum von elektronischen Dampferzeugnissen eDe unter Jugendlichen

Es besteht die Befürchtung, dass "elektronisches Dampfen" neue Gesundheitsrisiken mit sich bringen und vor allem Jugendliche zum Einstieg in den konventionellen Tabakkonsum verführen könne. Zugleich fehlt allerdings insbesondere im Hinblick auf Jugendliche in Deutschland eine valide Datengrundlage. Vor diesem Hintergrund hatte dieses Forschungsprojekt des Institut für Suchtforschung Frankfurt die Generierung von validem Grundlagenwissen über Prävalenzen wie Muster des Konsums von eDe unter Jugendlichen (14-24-Jahre) unter Berücksichtigung möglicher Zusammenhänge mit konventionellem Tabakkonsum mittels differenzierter Forschungszugänge zum Ziel. Kurzbericht (pdf, 3S.) mit den Resultaten.

Geldspielgesetz: Ständeratskommission möchte keine Steuerbefreiung für Lotteriegewinne über einer Million Franken

Anders als der Bundesrat und der Nationalrat möchte die Rechtskommission des Ständerats Gewinne aus Geldspielen nicht generell von der Steuer befreien. Sie hält bei der Beratung der Differenzbereinigung des Geldspielgesetzes (15.069) am Modell des Ständerats fest, wonach solche Gewinne ab einem Freibetrag von einer Million Franken weiterhin besteuert werden sollen (mit 11 zu 1 Stimme bei 1 Enthaltung). Medienmitteilung der Kommission. Infoset-Dossier zum neuen Geldspielgesetz.

Der Schulstress ist weiter verbreitet

Der Stress durch die Arbeit für die Schule ist weiter verbreitet als noch vor 16 Jahren. Bei den 15-Jährigen fühlt sich nahezu ein Drittel gestresst. Bei ihnen kommt das Rauchen häufiger vor und das Wohlbefinden von gestressten Jugendlichen ist oft beeinträchtigt. Dies sind vertiefte Ergebnisse aus der letzten nationalen Schülerstudie, welche Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit durchführte. Ein neues Faktenblatt beleuchtet den Schulstress bei Jugendlichen und zeigt die zeitliche Entwicklung. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Evidenzbasierte und wirkungsorientierte Cannabisprävention

Das hier vorgestellte Rahmenmodell einer evidenzbasierten und wirkungsorientierten Prävention beschreibt am Beispiel der Cannabisprävention die vier wichtigsten Ebenen von Projekten und Programmen der Prävention und der Gesundheitsförderung: die Ebene des fokussierten Problems, die Ebene der Einflussfaktoren, die Ebene der Zielsysteme und die Ebene der Massnahmen. Der Bericht (pdf, 66S.) der Hochschule Luzern (Martin Hafen) steht zum Download bereit.

Österreich: Rauchverbot bis 18 kommt

Das Rauchverbot für Jugendliche soll in Österreich Mitte 2018 bis zum Alter von 18 Jahren ausgedehnt werden. Die Bundesländer tragen diesen Vorschlag von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) mit, wie der Beschluss der Jugendlandesräte bei einer Konferenz in Krems ergab. Zudem einigten sich die Referenten darauf, an der Harmonisierung der Jugendschutzbestimmungen zu arbeiten. Artikel auf praevention.at

Warum ein LSD-Trip so lang anhält und wie belanglose Musik an Bedeutung gewinnt

Ein paar Millionstel Gramm LSD reichen und die Welt ist eine andere, zumindest aus Sicht Konsumierender. Plötzlich werden scheinbar belanglose Dinge persönlich bedeutsam. Zwei Studien haben neue Erkenntnisse dazu vorgelegt, wie LSD im Gehirn wirkt. Beitrag auf drugcom.de

Einfluss des Arbeitsgedächtnisses und der Impulsivität auf die Entwicklung des Drogenkonsums

Warum werden manche Jugendliche drogenabhängig, andere nicht? Laut einer aktuellen Studie sind sie gefährdet, wenn sie ein schlechtes Arbeitsgedächtnis haben und zu impulsivem Verhalten neigen. Artikel auf drugcom.de

Hamburger Hafen: Mekka für Kokser und Dealer

Der weltweite Handel mit Kokain blüht, die Nachfrage nach der Droge in Deutschland wächst. Eine zentrale Rolle im Schmuggelgeschäft spielt der Hamburger Hafen. Ein Hintergrundbeitrag (27 Minuten) von Deutschlandradio Kultur

Bern: Vor 25 Jahren wurde der Kocherpark geschlossen

Vor 25 Jahren - am 31.März 1992 - machte die Berner Polizei der offenen Drogenszene im Kocherpark ein Ende. Süchtige mussten aufgefangen werden. Der Schadensminderung erwuchs eine wesentliche Bedeutung. Das Berner Fixerstübli - wo Fixer ungestört konsumieren dürfen - machte weltweit Schule. Beitrag auf srf.ch

Suchtstrategie Winterthur

Seit 2007 erbringt die Stadt Winterthur zusammen mit den Bezirksgemeinden Leistungen in der Prävention, Behandlung, Schadensminderung und Regulierung von Suchterkrankungen. Die neue Suchtstrategie 2017–2021 (pdf, 28S.) rückt schwer erreichbare Zielgruppen wie bildungsferne Eltern, Personen mit Migrationshintergrund, ältere Menschen und junge Erwachsene in den Vordergrund. Ausserdem sollen neue Konsumphänomene, zum Beispiel im Bereich digitale Medien, verstärkt in die Prävention und Behandlung einfliessen. Medienmitteilung der Stadt.

Schlaf- und Beruhigungsmittel in Deutschland

Das Informationspapier (pdf, 7S.) "Schlafstörungen und Schlafmittelabhängigkeit" der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen ist online erhältlich.

Hepatitis C: Fällt die 1.000-Dollar-Pille?

Es wirkt so gut wie kein anderes Mittel gegen die Leberkrankheit Hepatitis C. Doch die wenigsten können sich Sofosbuvir leisten. Nun wehren sich Ärzte gegen das Patent und haben beim Europäischen Patentamt Einspruch eingelegt. Beitrag auf Zeit Online

Massnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums: Schweiz fällt ab

Das Vereinigte Königreich besitzt die umfangreichsten Massnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums in Europa. Wie schon 2013 führt es das Ranking der «Tobacco Control Scale in Europe» an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Irland und Island. Mit nur 46 von 100 möglichen Punkten schafft es die Schweiz nur noch auf Platz 21 von 35 gelisteten Staaten. Das sind drei Plätze weniger als 2013. Im Bereich «Massnahmen gegen Tabakwerbung» erhält die Schweiz besonders schlechte Werte: lediglich zwei von dreizehn möglichen Punkten. Kein anderes Land im Rating schneidet in dieser Kategorie so schlecht ab. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Luzern: Institutionen im Suchtbereich prüfen Fusion

Beide kämpfen gegen Suchtmittel, beide befinden sich wegen Sparmassnahmen aber in finanziellen Nöten. Der Verein Akzent und das Sozialberatungszentrum Luzern prüfen deshalb die Zusammenlegung. Artikel der Luzerner Zeitung.

Legaler Hanf: das neue Wundermittel?

Das sogenannte legale Gras erlebt in der Schweiz momentan einen Boom. Dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) werden schon fast sagenhafte Kräfte nachgesagt. Vorsicht ist jedoch angebracht. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung.

Cannabis-Gesetzgebung in Europa

Die Publikation "Cannabis legislation in Europe" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

Crystal Meth in der Schweiz: Die wichtigsten Fakten und ein Piloprojekt

In der Schweiz sollen nach Auskunft des EDI vor allem Neuenburg und Biel Hotspots der Crystal-Meth-Konsumenten sein. Zeit, um die wichtigsten Fragen zu Crystal Meth zu klären. Beitrag auf SRF.ch. In Neuenburg läuft ein Pilotprojekt der Polizeit und Staatsanwaltschaft: Wer erstmals erwischt wird, wird nicht mehr bestraft, sondern zur Teilnahme an einem Präventionsprogramm verpflichtet. Beitrag auf SRF.ch

InterviewpartnerInnen gesucht zum Thema «Auswirkungen der Cannabis-Prohibition»

Für eine Studie suchen die Uni Genf, Sucht Schweiz und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Zürich (ZHAW) Menschen, die persönlich Erfahrungen gesammelt haben mit den Strafbestimmungen zu Cannabis-Konsum, -Produktion und -Handel. Sei es aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes oder etwa auch wegen der Strassenverkehrsgesetzgebung, der Post- und Zollbestimmungen usw. Die Interviews finden in einem persönlichen Treffen statt, die Anonymität der Teilnehmenden ist jederzeit gewährleistet. Interessierte melden sich bitte auf folgende E-Mailadresse: collateral@bluewin.ch

Früher war alles schlechter: Warum ist Rauchen nicht mehr cool?

Sie haben überlebt! Viele Tabakabhängige erklärten deutsche Kneipen für todgeweiht, als sich Rauchverbote in einem Bundesland nach dem anderen durchsetzten. Heute stellen wir fest: Die Kneipen leben noch. Das ist eine gute Nachricht. Eine noch bessere Nachricht: Deutschlands tödlichste Sucht hat Nachwuchsprobleme. Der Tabak-Boom der vorigen Jahrzehnte ist vorbei. Die Jugend wendet sich vom Rauchen ab. Woran liegt das? Artikel auf Spiegel Online.

Nordamerikas Cannabis-Industrie floriert weiter

Die Geschäfte mit legalem Marihuana brummen. 2016 hat das starke Wachstum in Nordamerika nach einer breit angelegten Marktstudie weiter zugelegt. Ein Ende des Booms ist demnach nicht in Sicht. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung

Kleine Geschichte des Rauchens

Welche Bedeutung der Tabakkonsum hat und was ihn dereinst ablösen könnte – ein Überblick am Beispiel der Schweiz. Artikel des Tages-Anzeigers.

Rauchstopp erleichtert Abstinenz beim Ausstieg aus Drogenkonsum

Für Drogenabhängige ist der Ausstieg aus dem Drogenkonsum keine leichte Sache. Eine aktuelle Studie hat aufgezeigt, dass sie ihre Chancen auf eine dauerhafte Abstinenz erhöhen können, wenn sie gleichzeitig auch das Zigarettenrauchen aufgeben. Beitrag auf drugcom.de

Problematischer Cannabiskonsum im Jahr 2016

5.4% der Schweizer Bevölkerung konsumieren gegenwärtig Cannabis (mindestens einmal in den letzten 6 Monaten vor der Befragung). Männer konsumieren Cannabis deutlich häufiger (7.6%) als Frauen (3.4%). Mit steigendem Alter nimmt der Cannabiskonsum stark ab. 1.1% der Schweizer Bevölkerung sind problematisch Cannabiskonsumierende. Männer sind deutlich häufiger betroffen (2.0%) als Frauen (0.3%). Die Publikation (pdf, 44S.) "Suchtmonitoring Schweiz – Themenheft zum problematischen Cannabiskonsum in der Schweiz im Jahr 2016" steht zum Download bereit.

Bahnhof Basel: Petition für einen rauchfreien Bahnhof

Über 320 UnterstützerInnen wünschen sich einen rauchfreien Bahnhof SBB und haben dafür eine Petition unterschrieben. Auch die Lungenliga beider Basel unterstützt das Anliegen. Nun muss sich die Basler Regierung um das Anliegen kümmern. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung

Boomender Cannabis-Handel: Der König von Albanien

Über den Balkan, auf Booten und in Kleinflugzeugen liefert Albaniens Mafia Marihuana nach Westeuropa. Die Politik handelt nur auf Druck der EU und mischt teilweise selbst im Milliardengeschäft mit. Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung.

Mediennutzung in Deutschland: KIM-Studie 2016

Mit der KIM-Studie 2016 veröffentlicht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum elften Mal repräsentative Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern zwischen sechs und 13 Jahren in Deutschland. Praktisch alle Familien mit Kindern zwischen sechs und 13 Jahren sind mit Fernseher, Handy/Smartphone, Internetzugang sowie Computer bzw. Laptop ausgestattet. Beitrag auf EU Kids Online.

Neue elektronische Medien und Suchtverhalten

Gegenstand des Gutachtens war die Sichtung und Aufbereitung des aktuellen Kenntnisstands über mögliche negative Folgen, die mit der Nutzung neuer Medien in Zusammenhang stehen. Aus dem Bericht geht hervor, dass es eine ausreichende empirische Evidenz dafür gibt, dass Internetsucht nicht nur ein existierendes Phänomen ist, sondern es auch mit teils gravierenden negativen Effekten auf die psychische und vermutlich auch physische Gesundheit in Zusammenhang steht. Weiter geht hervor, dass davon auszugehen ist, dass Internetsucht als Überbegriff aufzufassen ist und eine entsprechende feinkörnigere Bestimmung des Subtyps notwendig erscheint. Der Bericht entstand im Auftrag vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Mitteilung auf Konturen.

Fachkonferenz Geschlecht und Sucht

Vom 1.-2. März 2017 fand in der Frankfurt University of Applied Sciences die Fachkonferenz "Geschlecht und Sucht – Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann" statt. Die Präsentationen zu den Referaten stehen zum Download bereit.

suchtindex.ch in neuer Form

Die Datenbank suchtindex.ch von Infodrog wurde erneuert. Nebst einer dynamischen Suche gibt es neu die Möglichkeit, eine eigene Merkliste zu erstellen und diese oder andere Suchergebnisse via Link zu teilen. Wie bisher hat es zu jedem Angebot eine kurze Beschreibung; neu sind die Standorte der Angebote mit Google Maps verknüpft. Infodrog bittet alle Einrichtungen, die im suchtindex.ch eingetragen sind, ihre Daten zu prüfen und die nötigen Aktualisierungen online vorzunehmen. www.suchtindex.ch

Ersetzen Teenager Suchtmitel mit Smartphones?

US-Teenager nehmen immer weniger Drogen und verbringen mehr Zeit am Handy. Gut denkbar, dass es da einen Zusammenhang gibt. Artikel der New York Times, Artikel der Wochenzeitung taz.

act-info - Residalc: StationäreBehandlung der Alkoholabhängigkeit

Die act-info - Residalc Statistik informiert über KlientInnen in stationären Einrichtungen, welche auf Alkohol- und Medikamentenprobleme sowie zum Teil auch auf suchtähnliches Verhalten (z.B. Essstörungen oder pathologisches Spielen) spezialisiert sind. In der Schweiz gibt es 20 spezialisierte stationäre Einrichtungen dieser Art, von denen 16 in 2015 am KlientInnenmonitoring act-info teilgenommen haben. Der Bericht für 2015 (pdf, 105S.) steht zum Download bereit.

Beschleunigte Alterung durch Amphetamine

Eine Line Crystal Meth und Müdigkeit ist wie weggeblasen. Doch die chemische Weck-Attacke hat ihren Preis. Einer aktuellen Studie zufolge beschleunigt der Konsum von Amphetaminen die Alterung der Blutgefäße, die wiederum maßgeblich das biologische Alter einer Person bestimmen. Artikel auf drugcom.de

Geldspielgesetz: Nationalrat entscheidet weder visionär noch verantwortungsbewusst

Der Nationalrat folgt dem Vorschlag des Bundes- und des Ständerats, beschliesst die Öffnung des Geldspielmarktes für Online-Geldspiele und unterstützt Netzsperren, um ausländische Anbietern vom Online-Geldspielmarkt auszuschliessen. Die Koalition zum Schutz der SpielerInnen stellt sich nicht gegen dieses neue «Swissmade-Angebot»: Netzsperren schränken die Erhältlichkeit ein und können deshalb sogar eine gewisse präventive Wirkung haben. Die Koalition stellt aber mit grossem Bedauern fest, dass das Parlament es verpasst hat, die Bedingungen für den Spielerschutz zu verbessern und ein visionäres und verantwortungsbewusstes Geldspielgesetz zu schaffen. Medienmitteilung der Koalition zum Schutz der Spielerinnen und Spieler, Artikel auf NZZ Online. (Infoset berichtete)

Snus provoziert in der Schweiz einen Konkurrenzkampf unter Tabakkonzernen

Trotz des Verbots boomt Snus in der Schweiz. Derzeit wird so viel konsumiert wie nie zuvor. Die eidgenössische Zollverwaltung registrierte 2016 alleine aus Schweden einen Import von 66 Tonnen Kau-, Rollen- und Schnupftabak. Vor zehn Jahren war es noch eine Tonne. Für den Anstieg ist Snus verantwortlich. Während die Verbote den Markt in umliegenden Ländern ausgetrocknet haben, floriert er in der Schweiz, weil die Tabakindustrie eine Gesetzeslücke ausnützt - und nun geht ein Tabakkonzern vor Gericht. Artikel auf Watson

laut & leise: Stress

Dies das Thema der Nummer 1/2017 (pdf, 20S.) von laut & leise, dem Magazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich. Aus dem Inhalt: Wer hat welchen Stress? Stress und die Aufgaben der Suchtprävention; Jugendliche ernst nehmen, Interview mit Gianni Tiloca, Mitarbeiter der Suchtpräventionsstelle Winterthur; Alles grasklar? Kursangebote für Jugendliche; Stress lass nach! Gesundheit von Lehrpersonen; Stress und Hirndoping im Jugendalter.

SMS sollen vom Rauschtrinken abhalten

Handy-Mitteilungen ermutigen Jugendliche im Ausgang, alkoholfreie Getränke zu trinken. Das neue Programm "Mobile Coach Alkohol " schnitt bei einem Test erfolgreich ab und soll bereits im Sommer in Schulen in den Kantonen Zürich, Luzern und Zug eingeführt werden. Artikel auf 20 Minuten.

60. Sitzung der Suchtstoffkommission in Wien

Vom 13. bis 17. März 2017 tagt in Wien die internationale Suchtstoffkommission "Commission on Narcotic Drugs (CND)" mit über 1000 Experten der Vereinten Nationen. Diese beraten eine Woche lang über nationale und internationale Drogenpolitik sowie Massnahmen zu Prävention und Restriktion. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten der Deuschen Bundesregierung. www.cndapp.org

Benzodiazepine bei älteren Menschen

Klinische Studien zeigen, dass die Verschreibung von Benzodiazepinen mit steigendem Alter zunimmt und ausserhalb der anerkannten Indikationen erfolgt. Häufig ist dies unangemessen und schädlich. Die Folgen können sehr schwer sein und die Morbidität sowie Mortalität der Patienten beträchtlich erhöhen. Es bedarf grossangelegter Sensibilisierungskampagnen, um der Übermedikation in diesem Bereich, die sich zu einem realen volksgesundheitlichen Problem entwickelt hat, entgegenzuwirken. Beitrag (pdf, 4S.) im Swiss Medical Forum.

Wie das Drogenverbot Dealer zu Millionären macht

Mehr als ein halbes Jahrhundert haben die Vereinten Nationen im Kampf gegen Heroin, Kokain und Crystal Meth auf scharfe Verbote gesetzt. Nun wächst die Einsicht: Sie bringen nichts - im Gegenteil. Artikel der Sueddeutschen Zeitung.

Deutschland: Schöner qualmen auf deutschen Litfasssäulen

Unter allen EU-Ländern erlaubt einzig Deutschland Tabak-Aussenwerbung auf Plakaten und Litfasssäulen. Bundesminister Christian Schmidt (CSU) will das ändern und brachte einen Gesetzentwurf ein, der 2016 im Bundeskabinett abgesegnet wurde. Doch wichtige Teile der Union blockieren das Gesetz im Bundestag. Artikel auf Spiegel Online.

Broschüre zur Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Altenhilfe

Um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden, sind sowohl die Suchthilfe als auch die Altenhilfe auf sensibilisierte, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeitende angewiesen. Und mehr als das: Zwischen beiden Arbeitsfeldern ist ein Austausch notwendig. Die Fachbereiche müssen nicht einfach nur voneinander wissen, sie müssen voneinander lernen. Die Broschüre (pdf, 24S.) "Teilhabe älterer suchtkranker Menschen" wurde vom Gesamtverbands für Suchthilfe e. V. in Deutschland und weiteren Organisationen erstellt.

Produkte mit Cannabidiol (CBD): Ein Überblick

Das vorliegende Merkblatt von Swissmedic gibt einen Überblick über die verschiedenen Angebote CBD-haltiger Rohstoffe und Produkte und deren Einstufung und Verkehrsfähigkeit aufgrund der aktuellen Gesetzeslage. Es dient primär als Vollzugshilfe, um die jeweilige Zuständigkeit (Behörde) aufzuzeigen und einen einheitlichen Vollzug zu fördern. Gleichzeitig sollen mögliche Anbieter für die zu beachtenden rechtlichen Vorgaben sensibilisiert werden.

Interurbane Arbeitsgruppe Cannabis: Resultate der anonyme Online-Befragung

Die Resultate zeigen, dass die Cannabiskonsumierenden im Durchschnitt 30 Jahre alt sind und der Einstieg in den Cannabiskonsum mit ca. 16 Jahren erfolgt. Beides gilt sowohl für Männer (80 Prozent) wie auch für Frauen (20 Prozent). Die Online-Befragung, die vom 21. November bis 21. Dezember 2016 stattfand, hatte zum Ziel, die Teilnahmebereitschaft an Pilotprojekten zum regulierten Cannabisverkauf in den Städten Bern, Zürich und den Kantonen Basel-Stadt und Genf zu klären. Die Befragung zeigt, dass die Konsumierenden bereit sind, Restriktionen bei einem regulierten Cannabiserwerb in Kauf zu nehmen. Medienmitteilung der interurbanen Arbeitsgruppe, Artikel auf NZZ Online.

Stadt Basel: Weiteres Vorgehen im Cannabis-Projekt

Nach dem Vorliegen der Resultate der interurbanen Online-Umfrage zum Cannabiskonsum konkretisiert sich nun das basel-städtische Projekt. Das drei Jahre dauernde Basler Pilotprojekt wird für 150 Cannabiskonsumierende geplant, welche mit Cannabis subjektive Beschwerden im Sinne einer "Selbstmedikation" lindern. Bis der regulierte Verkauf in ausgewählten Apotheken erfolgen kann, sind jedoch noch einige formale Schritte und Ausnahmebewilligungen nötig. Zudem muss die Projektfinanzierung sichergestellt werden. Medienmitteilung vom Gesundheitsdepartement Basel, Artikel auf 20 Minuten.

Stadt Bern: Ethikkommission bewilligt Forschungsstudie zur Cannabisregulierung

Die Stadt Bern will in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Städten Pilotprojekte im Bereich Cannabisregulierung durchführen. Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) hat für die Stadt Bern ein detailliertes Forschungsprojekt für das Pilotprojekt Cannabisregulierung ausgearbeitet. Die Kantonale Ethikkommission Bern bewilligte nun vor kurzem das Forschungsgesuch. Als nächster Schritt bereitet das ISPM die Einreichung des Gesuchs beim Bundesamt für Gesundheit vor. Gemeinsame Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Stadt Bern und der Universität Bern, Artikel der Berner Zeitung. Weitere Infos zum Berner Cannabis-Projekt.

Basel-Stadt: Neue Website für den Jugendschutz

In drei von zehn getesteten Basler Läden wurden im Jahr 2016 Zigaretten oder Alkohol an Jugendliche im gesetzlichen Schutzalter verkauft. Um die Anzahl illegitimer Verkäufe weiter zu senken und um Festveranstalter, Verkaufs- und Servicepersonen zu unterstützen, setzt das Blaue Kreuz beider Basel im Auftrag des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt die neue Jugendschutzwebsite www.jugendschutzbasel.ch um.

Die stille Sucht der Frauen

Die Zahl der drogenabhängigen Frauen nimmt rund um den Globus zu. Frauen und Mädchen machen dem internationalen Suchtkontrollrat (INCB) zufolge ein Drittel der Suchtmittelkonsumenten weltweit aus. Unter den Menschen, die eine Suchtbehandlung bekommen, sind aber nur ein Fünftel Frauen. Das geht aus dem Jahresbericht 2016 des in Wien ansässigen INCB hervor, der unter anderem in Berlin vorgestellt wurde. Artikel auf Spiegel Online.

Drogenausstieg: Starker Wille reicht nicht

Im Verständnis vieler Menschen spielt der Wille eine wichtige Rolle, wenn es um den Ausstieg aus dem Drogenkonsum geht. Studien zum Drogenausstieg machen jedoch deutlich, dass der Wille allein nicht reicht. Vielmehr geht es darum, Strategien anzuwenden, um die Sucht auszutricksen. Artikel auf drugcom.de

Geldspielgesetz: Nationalrat stimmt für Netzsperren für Online-Geldspiele

Zum ersten Mal wird in der Schweiz eine sogenannte Netzsperre eingeführt. Der Nationalrat entschied mit grosser Mehrheit, den Zugang zu ausländischen Online-Casinos zu blockieren. Er bestätigte damit einen Beschluss des Ständerats vom letzten Jahr. Somit müssen Schweizer Internetanbieter künftig verhindern, dass ihre Kunden auf ausländische Glücksspielangebote zugreifen können. Zugleich schafft das Parlament im neuen Geldspielgesetz für Schweizer Casinos die Möglichkeit, eine Konzession für Onlinespiele zu erlangen (Online-Casinos sind zurzeit verboten). Mit der Netzsperre schütze man die legal operierenden Anbieter vor der Unterwanderung des Marktes durch verbotene ausländische Angebote, erklärten die Befürworter während der Debatte. Begründet wurde die Sperre auch mit einem verbesserten Spielerschutz. Ratsprotokoll der Debatte, Artikel auf NZZ Online. (Infoset berichtete)

Von der Heroinabhängigkeit zum Alkoholproblem

Methadonprogramme und Langzeittherapien mit anderen Opioiden sind erfolgreich. Heroinabhängige konsumieren nachweislich weniger Heroin oder Kokain und zu Therapiebeginn auch weniger Alkohol. Dennoch hat der Alkoholkonsum dieser Patienten seit den 1990-er Jahren deutlich zugenommen. Dies belegt eine Langzeituntersuchung der PUK und der Universität Zürich. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Universität Zürich, Beitrag auf SRF.ch

Riskantes Trinken vor dem Ausgang weit verbreitet

Das Trinken vor dem Ausgang ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet. Sucht Schweiz untersuchte in verschiedenen Forschungsarbeiten unterschiedliche Facetten des Phänomens. Ein Fazit: Das so genannte Vorglühen verleitet dazu, an einem Abend fast doppelt so viel zu trinken – mit entsprechenden Risiken. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Erklärvideo für Flüchtlinge: Gefahren durch Alkoholkonsum

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e. V. (HLS) hat im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) ein Erklärvideo für Flüchtlinge entwickelt. Es thematisiert Gefährdungen durch Alkoholkonsum bei Geflüchteten und ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Dari und Tigrinya (Amtssprache in Eritrea) auf der Homepage der HLS verfügbar.

Alkohol kostet Deutschland rund 58 Milliarden Euro im Jahr

Das tägliche, angeblich gesundheitsfördernde Glas Rotwein ist verlockend. Doch die gesellschaftlich akzeptierte Droge Alkohol kostet Deutschland rund 58 Milliarden Euro im Jahr, zeigt eine Berechnung des Wirtschaftswissenschaftlers Tobias Effertz. Betroffen seien alle Altersgruppen, vor allem auch Senioren. Artikel auf Deutschlandradio Kultur.

Jugendumfrage: Kiffen, Rauchen und Drogenkonsum gelten als uncool

Der Konsum von Suchtmitteln, mit der Ausnahme von Alkohol, gilt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen als uncool. Das ist das Resultat der gewichteten 20-Minuten-Jugendumfrage, an der über 19'000 Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren teilgenommen haben. Artikel auf 20 Minuten.

Der Basler Bahnhof soll rauchfrei werden

Einen rauchfreien Basler Bahnhof SBB fordert eine Petition auf der Plattform petitio.ch. Die Lungenliga findet den Vorschlag sinnvoll. Weniger begeistert dagegen sind die SBB, denen der Bahnhof gehört. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung.

Tabaksteuer: Der Bundesrat verliert ein wichtiges Mittel der Tabakprävention

Der Ständerat hat am Dienstag eine Revision des Tabaksteuergesetzes unter Dach und Fach gebracht. Die Tabaksteuer wird damit allerdings nicht erhöht. Hingegen wird die höhere Besteuerung von Wasserpfeifentabak im Gesetz verankert. Die Krebsliga Schweiz, die Lungenliga Schweiz, die Schweizerische Herzstiftung, Sucht Schweiz und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz sind enttäuscht vom Entscheid des Ständerates, dem Bundesrat keine neue Kompetenz zur Erhöhung der Tabaksteuer übertragen zu wollen. Medienmitteilung auf den Seiten von Sucht Schweiz, Artikel der Aargauer Zeitung. (Infoset berichtete)

Drugnet Europe

Die Ausgabe 97 des Newsletters 'Drugnet Europe' der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist online auf Englisch erhältlich.

Hohes Verletzungsrisiko im Alltag durch Alkohol

Der Alltag steckt voller Gefahren. Auf dem Fahrrad, beim Treppensteigen oder anderen alltäglichen Dingen können Unfälle passieren. Zum Glück passiert meist nichts. Doch unter dem Einfluss von Alkohol steigt das Risiko für Verletzungen, wie zwei aktuelle Studien belegen. Artikel auf drugcom

Fachtagung Suchthilfe und Polizei SuPo: Ausschreibung Workshops

Die diesjährige Fachtagung der Arbeitsgruppe SuPo widmet sich unter dem Motto «Aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der Zusammenarbeit» in drei thematischen Blöcken der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Polizei. Um zu gewährleisten, dass die Fachtagung 2017 den Bedürfnissen von PraktikerInnen entspricht, sind Fachpersonen aufgerufen, Vorschläge für von Teilnehmenden organisierte und durchgeführte Workshops einzureichen. Weitere Infos auf den Seiten von Infodrog.

Polizei fordert Schnelltests für den Nachweis von Cannabiskonsum

Der Besitz von Cannabis ist legal, wenn der Wert des berauschenden Stoffes THC unter einem Prozent liegt. Seit dem letzten Sommer verkaufen immer mehr Shops in der Schweiz das enstprechende CBD-Gras. Jedoch gestaltet es sich für die Polizei schwierig, diesen legalen Hanf von illegalem Gras zu unterscheiden. Nun fordert die Polizei Schnelltests. Artikel auf 20 Minuten.

Deutschland: Die Politik trinkt mit, statt zu regulieren - Ein Blick hinter die Kulissen

Diese Reportage blickt hinter die Kulissen bei den aktuellen Verhandlungen zwischen Gesundheitsexperten und den zuständigen Bundesministerien um schärfere Regelungen beim Alkohol, beleuchtet die Einflüsse der Alkohol-Lobby und zeigt am Beispiel Schweden, wie es auch gehen könnte. Dort ist Alkohol deutlich teurer, Hochprozentiges nur in speziellen Läden zu bekommen und Werbung stärker eingeschränkt. Ergebnis: Die Schweden trinken deutlich weniger. Eine Sendung des ZDF. Ein Artikel auf detektor.fm beschäftigt sich mit demselben Thema.

Uruguay: Schiedsgericht stützt Gesetze gegen das Rauchen

Das Recht auf Gesundheit beinhaltet das Recht auf Zugang zu gesundheitlichen Dienstleistungen und den Schutz gegen Verletzungen der körperlichen und psychischen Integrität. Auch die Schweiz hat unter anderem aufgrund von Art. 12 des UNO-Pakts I die Verpflichtung, das Menschenrecht auf Gesundheit zu respektieren, zu schützen und zu fördern. Hingegen ist umstritten, ob und inwiefern die staatlichen Verpflichtungen zum Schutz des Rechts auf Gesundheit wichtiger sind als jene zum Schutz der Eigentumsrechte wirtschaftlicher Akteure. Diese Frage stellte sich nun auch in einem Schiedsgerichtverfahren, das der in der Schweiz ansässige Tabakkonzern Philip Morris gegen Uruguay angestrebt hatte. Mitteilung des Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrecht SKMR.

Niederlande: Cannabis könnte bald auch grossflächig angebaut werden

In den Niederlanden wurde ein neues Gesetz von der zweiten Kammer des Parlaments verabschiedet, was den Anbau von Cannabis auch im großen Stil erlauben würde. Das Gesetz muss noch von der ersten Kammer bestätigt werden. Beitrag auf welt.de, Beitrag der NOS (holländisch).

Merkblatt zur Tabaksteuerpflicht von Cannabisprodukten

Diesess Merkblatt (pdf, 3S.) der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV bezieht sich einzig auf Cannabisprodukte mit einem THC-Gehalt von unter einem Prozent. Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über die Tabaksteuer unterliegen Ersatzprodukte der Tabaksteuer. Ersatzprodukte sind nach Art. 3 Abs. 1 der Tabaksteuerverordnung Erzeugnisse, die nicht oder nur teilweise aus Tabak bestehen, aber wie Tabak oder Tabakfabrikate verwendet werden, auch wenn sie für den Verbrauch nicht angezündet werden müssen. Sie werden besteuert, wie die Produkte, die sie ersetzen.

Drug Checking in Basel

Der Stadt- und Landkanton haben die Suchthilfe beauftragt, für die Jahre 2016 und 2017 vier bis sechs Präventionseinsätze pro Jahr an Partys und Festivals durchzuführen. Sie unterstützen das Präventionsprojekt «Safer Dance Basel» mit 10 000 Franken. Die Kosten für die Drogenchecks werden von der Stiftung für Drogenarbeit übernommen. Jungpolitiker von Links bis Rechts begrüssen das Angebot. Während aber Konsumenten in Zürich und Bern bei fixen Drogeninformationszentren ihren Stoff testen lassen können, muss Basel die mobilen Labors mieten. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung.

Cannabis – Rausch und Medizin

Die USA vor dem grossen Cannabisrausch und der Staat Colorado als Vorreiter. Die Legalisierung von Cannabis sowohl für medizinische Zwecke als auch für den Genuss scheint in den USA unaufhaltsam zu sein. Die Industrie boomt, es winkt ein Milliardenmarkt. Doku von NZZ-Format (30 Minuten).

Krieg gegen Drogen: Menschenrechtsbericht zu den Philippinen

Tausende Tote im blutigen Krieg gegen die Drogen, eine durch Morde und Kriminalisierung bedrohte Zivilgesellschaft und ein Klima fast absoluter Straffreiheit zeichnen die Menschenrechtslage in den Philippinen aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht (pdf, 40S.), den das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen (AMP) vorgelegt hat. Medienmitteilung des Bündnisses.

Online-Glücksspiel trotz Verbot

Falls in der Schweiz das neue Geldspielgesetz in Kraft tritt, dürfen Schweizer Casinos ihre Dienste schon bald online anbieten. Doch im Internet hat sich die ausländische Konkurrenz illegalerweise längst etabliert, wie ein Beispiel aus der Romandie zeigt. Beitrag (2 Minuten) in der Tagesschau auf SRF. Die Rechtskommission des Nationalrates hat es vor kurzem auch abgelehnt, dass Ausländische Internetportale mit Geldspielen in der Schweiz blockiert werden sollen (Infoset berichtete).

Beeinflusst Cannabis die Lebensqualität?

Wer Cannabis konsumiert, tut dies vermutlich, um sich besser zu fühlen. Aber kann Cannabis auch die Lebensqualität verbessern? Ein Forschungsteam aus den USA hat sich dieser Frage angenommen und stellt die Vermutung auf, dass ein geringer Cannabiskonsum kaum Einfluss auf die Lebensqualität hat. Artikel auf Drugcom.de

Rauschtrinken bei Jugendlichen von Eltern beeinflusst

Eine Langzeitstudie zeigt, dass das Trinkverhalten der Eltern das der Kinder stark prägt – und zwar bis ins Erwachsenenalter. Der grosse Einfluss der Eltern überrascht die Forscher. Artikel in der FAZ. Zum Forschungsbericht (pdf, 25S.) "Rauschtrinken im frühen Erwachsenenalter: 9-Jahres-Follow-up-Befragung einer Kohorte von ehemaligen Siebtklässlern" des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel. Zum Bericht (pdf, 28S.) "Jugendliche und Alkohol. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Eltern" der forsa Gesellschaft.

Hepatitis C – billige Medikamente aus Indien

Hepatitis-C-Medikamente sind in der Schweiz sehr teuer und wegen Einschränkungen durch das Bundesamt für Gesundheit BAG nur bestimmten Patientengruppen vorbehalten. Deshalb kaufen immer mehr Betroffene günstige Lizenzprodukte aus dem Ausland. Neu vergütet eine Krankenkasse ihren Versicherten einen grossen Teil der Kosten für Medikamente aus Indien. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Schweizer Hepatitis Strategie, Beitrag auf Echo der Zeit.

Hirndoping: Wenn das Hirn auf Hochtouren läuft

Egal ob legal, illegal oder verschreibungspflichtig, pflanzlich oder chemisch: Pillen und Pülverchen, welche die Hirnleistung optimieren sollen, passen perfekt in unsere Leistungsgesellschaft. Themenschwerpunkt der Radiosendung Input auf SRF3.

Schweizer Suchtpanorama 2017

Das Schweizer Suchtpanorama 2017 (pdf, 28S.) von Sucht Schweiz gibt einen Überblick über die Situation und die aktuellen Entwicklungen und wirft kritische Fragen zum Thema Sucht, Suchtmittel und Suchtpolitik auf. Eine der zentralen Fragen lautet, wer in der Suchtpolitik welche Verantwortung trägt und hinterfragt damit auch die Rolle des Staates und der Wirtschaft. Beitrag in der Tagesschau, Artikel des Tages Anzeiger, Artikel der Neuen Luzerner Zeitung.

Drogenprävention in Zürich: Der Blick des Todes von 1969

Inmitten der 68er-Unruhen startet die Stadtpolizei Zürich ihre erste Anti-Drogen-Kampagne. Doch es gibt ein Problem: Statt abzuschrecken, sorgt das Bild einer todgeweihten Frau für Begeisterung. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung.

Deutschland: Drogenbeauftragte will Verbot der Tabakaussenwerbung

Aussenwerbung für Tabakprodukte soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten Marlene Mortler noch vor der Bundestagswahl im September verboten werden. Aber der Widerstand der Tabaklobby und mancher Politiker ist gross. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online.

Jugendschutz

Das aktuelle Infoblatt (pdf, 3S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich zum Thema Jugendschutz steht zum Download bereit.

ZürcherInnen stimmen deutlich für die SIP

Für die Befürworter ist er eine Erfolgsgeschichte, für die Gegner eine «Mogelpackung» und eine «paternalistische Verhaltenspolizei»: der Sicherheitsdienst SIP, kurz für Sicherheit, Intervention und Prävention. Am Wahlwochenende haben die Stadtzürcher über eine neue gesetzliche Grundlage für den Ordnungsdienst abgestimmt. Die Befürworter konnten sich klar durchsetzen. 79,4 Prozent der Stadtzürcher Stimmenden haben Ja zur SIP gesagt. Artikel auf tagi.ch

Warnbilder auf Zigarettenschachteln: Show- oder Schockeffekt?

Seit Mai vergangenen Jahres sind Schockbilder auf Zigarettenschachteln in Deutschland Pflicht. Ist der Verkauf deswegen seitdem gesunken? Die Antwort ist nicht leicht, weil sich die Einführung der Schockbilder mit parallelen Entwicklungen überlagert. Artikel auf Spiegel Online.

Crystal Meth: Gründe für den Ausstieg aus dem Konsum

In einer US-amerikanischen Studie wurde untersucht, welche Gründe Crystal-Konsumierende für den Ausstieg aus dem Konsum nennen. Demnach bringen vor allem schwerwiegende gesundheitliche Folgen die Risiken des Crystal-Konsums ins Bewusstsein. Beitrag auf drugcom.de

Ambulante Suchthilfe - Ergebnisse der Institutionsbefragung 2016

Die im act-info-Netzwerk integrierte SAMBAD-Statistik umfasst alle Beratungsstellen, die psychosoziale Hilfe in Bezug auf substanzgebundene oder andere Suchtprobleme anbieten. Im Jahr 2015 wurden 183 Beratungsstellen gezählt, die tätig waren und den Einschlusskriterien entsprachen. Gegenüber dem Vorjahr (194 identifizierte Stellen) lässt sich eine Abnahme der Anzahl der Beratungsstellen feststellen. Es kann sich dabei um den Zusammenschluss von Stellen oder um die Beendigung der Beratungstätigkeit in suchtbezogenen Fragen handeln. Der SAMBAD Bericht (pdf, 13S.) steht zum Download bereit.

Kokainkonsumierende für wissenschaftliche Studie gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Kokainkonsums Teilnehmende, die regelmässig Kokain konsumieren. Teilnehmende sollten zwischen 18 und 50 Jahre alt sein. Weitere Infos

E-Zigaretten: Weniger schädlich als die Tabakzigarette?

«Electronic nicotine delivery devices» (ENDS) sind populär geworden, obwohl weder ihr Nutzen noch ihre Schädlichkeit geklärt sind. Die Argumentation der relativen Schadensreduktion verglichen mit der Tabakzigarette ist aufgrund des toxischen Aerosols, das jahrelang mit unbekannten Folgen inhaliert wird, gemäss den Autoren nicht gerechtfertigt. Artikel (pdf, 8S.) im Swiss Medical Forum. Beachten Sie auch das Editorial (pdf, 2S.) von Jacques Cornuz in derselben Ausgabe. Er weist darauf hin, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakprodukten zunächst einmal eindeutig weniger schädlich sind. Dies sollte seiner Meinung nach den rauchenden Patienten auch mitgeteilt werden.

Codein- oder Schmerzmittelkonsumenten für wissenschaftliche Studie gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Opiatkonsums TeilnehmerInnen, die aktuell oder seit min. 6 Monaten opiathaltige Schmerzmittel oder Codein länger oder in höherer Dosierung konsumieren als vom Arzt verordnet bzw. die nicht ärztlich verordnet wurden. Die StudienteilnehmerInnen sollten zw. 18 -­‐ 65 Jahren alt sein und neben medizinischen Opiaten keine oder nur wenig andere Substanzen konsumieren. Weitere Infos

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Der vorliegende Bericht (pdf, 20S.) präsentiert die Resultate der Erhebung im Jahr 2015 des Monitorings der heroingestützten Behandlung (HeGeBe-Monitoring) in der Schweiz. Für das Jahr 2015 wurden 156 Eintritte und 145 Austritte registriert. Bei den Eintritten handelt es sich um 101 Ersteintritte (56.8%), 24 Wiedereintritte in dieselbe Institution (28.4%) und zwölf Eintritte aufgrund eines Übertrittes (8.4%) aus einer anderen HeGeBe-Stelle.

Unter Schülern: "Drogenkonsum nimmt ständig zu- und ab"

Für den Jugendbereich insgesamt würde der Drogenkonsum in Deutschland seit Jahren leicht absinken, sagte der Suchtforscher Michael Klein in einem Interview mit Deutschlandfunk DLF. Trotzdem sei es ein Problem von Relevanz. "Wir kennen verschiedene Konsummotive." Das sei im Jugendalter zum Beispiel Neugier, aber auch Eskapismus. Artikel des DLF.

Vor 25 Jahren wurde der Platzspitz geschlossen

Von 1986 bis 1992 herrschte Ausnahmezustand in Zürich: Täglich tummelten sich bis zu 3000 Fixer auf dem Platzspitz. Die Räumung war ein Misserfolg, weil die Szene sich einfach verlagerte. Erst später setzte sich eine liberalere Drogenpolitik durch. Artikel der Neuen Zürcher Zeitung, Beitrag und Interview mit Thilo Beck auf SRF.ch

Uneinheitliche Umsetzung des Ordnungsbussenverfahrens für Cannabiskonsum

Seit dem 1. Oktober 2013 sollte der Cannabiskonsum und -besitz bis zu 10 Gramm durch Erwachsene (BetmG Art. 28b) nicht mehr mit einer Verzeigung geahndet, sondern mit einer Ordnungsbusse bestraft werden. Damit wollte der Gesetzgeber die Grundlage für die Gleichbehandlung aller Cannabiskonsumierenden in der Schweiz schaffen und die Kosten für Verwaltung und Justiz reduzieren. Sucht Schweiz hat in einer neuen Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit erstmals untersucht, ob diese Ziele erreicht wurden. Die Analyse hat grosse Unterschiede im Vollzug zu Tage gefördert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Österreich: Drogenbericht 2016

Erstmals seit Jahren gibt es in Österreich wieder einen Anstieg bei den Drogentoten. Im Berichtszeitraum 2015 starben insgesamt 153 Menschen aufgrund von akuten Intoxikationen ("Überdosierung") nach dem Konsum von Suchtmitteln. Im Jahr zuvor waren es 122 Menschen. Bei den meisten dieser Fälle waren Opioide (Heroin bzw. suchtgifthaltige Medikamente) im Spiel. Doch auch unerwartet hoch dosierte Ecstasy Tabletten haben 2015 zu einigen Todesfällen geführt. Positiv ist die Tatsache, dass die Zahl der Einsteiger/innen (15- bis 24-Jährige) in den risikoreichen Opioidkonsum weiter rückläufig ist. Das geht aus dem aktuellen Drogenbericht (pdf, 291S.) der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) hervor. Medienmitteilung vom Institut Suchtprävention in Linz.

Bericht zur Alkoholpolitik in den europäischen Ländern

Die Publikation "European Report on Alcohol Policy. A Review" der European Alcohol Policy Alliance Eurocare steht zum Download bereit

Ist Kiffen total normal?

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge - sagt die Forschung. Aber was genau bedeutet das? Greift womöglich eine Mehrheit zum Joint? Tatsächlich liegen die meisten jungen Menschen weit daneben, wenn sie den Cannabiskonsum Gleichaltriger einschätzen sollen. Fehleinschätzungen haben allerdings Auswirkungen auf den eigenen Konsum. Artikel auf drugcom.de

Neuer Webauftritt von Infoset

Der Relaunch von Infoset hat einiges an Neuigkeiten zu bieten. Die Internetseite ist neu in einem responsiven Design gestaltet. Damit können Sie Infoset bequem auch auf Ihrem Smartphone oder auf einem Tablet nutzen. Neu finden Sie auf Infoset einen umfassenden Stellenanzeiger für den Suchtbereich. Weiter können Sie über Infoset direkt im suchtindex.ch nach Angeboten der Schweizer Suchthilfe suchen. Last but not least hat Infoset auch eine angepasste Seitenstruktur und wurde die Navigation leicht angepasst. Dabei haben wir grossen Wert darauf gelegt, dass die Änderungen der gewohnten Infoset-Logik folgen, damit Sie wie gewohnt mit Infoset weiterarbeiten können. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

Prävention von Drogentodesfällen - Fakten, Zahlen und Beispiele aus der Praxis

Die Broschüre (pdf, 74S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Die aktualiserte Broschüre wurde um weitere Beiträge zu Drugchecking, Drogenkonsumräumen sowie zu Naloxon-Take-Home-Programmen ergänzt.

Cannabiskonsum steigert das Risiko einer Schizophrenie

Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) zeigt, dass das Risiko einer Schizophrenie durch Cannabiskonsum um 37% steigt. Nicht untersucht wurde die Rolle der Häufigkeit des Konsums, des THC-Gehalts, des Alters der Konsumierenden, der Konsumform oder des Mischkonsums. Bisherige Studien deuten aber darauf hin, dass der THC-Gehalt eine Rolle in der Entwicklung dieser Krankheit spielt. Medienmitteilung des CHUV, Artikel im Molecular Psychatry, Artikel auf 20 Minuten.

Vor 25 Jahren wurde der Platzspitz geräumt

Ein Vierteljahrhundert ist seit der Räumung der offenen Drogenszene auf dem Zürcher Platzspitz vergangen. Die Erinnerung an den damals international bekannten und berüchtigten "Needle Park" verblasst langsam. Artikel der Luzerner Zeitung.

Hirnforschung: Eine Prise LSD entscheidet

Forschende der Uni Zürich haben herausgefunden, wie das Halluzinogen LSD das Gehirn dazu bringt, bestimmten Dingen und Erlebnissen mehr Relevanz beizumessen als normalerweise. Die Erkenntnis könnte auch helfen, psychische Krankheiten besser zu verstehen. Artikel der NZZ, Medienmitteilung der Universität Zürich.

Szene Deutschland - Unter Junkies

Jeder Zweite der jährlich etwa 1000 Drogentoten in Deutschland stirbt an Heroin. Seit einigen Jahren ist die Droge jedoch aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Warum eigentlich? Der Film begibt sich auf Spurensuche. Wie leben und denken diese Menschen? Wie sind sie in diese Situation geraten? Host Sascha Bisley taucht in der Doku "Szene Deutschland" in diese Milieus ein und macht sich selbst ein Bild. Mit seinem ganz persönlichen Blick begegnet er seinen Gesprächspartner – ohne Berührungsängste und vor allem ohne Vorurteile. Dokumentation des ZDF (44 Min.).

Cannabis stört die Hirnentwicklung Jugendlicher

Jugendliche befinden sich in einer wichtigen Phase ihrer Entwicklung. Vieles ändert sich. Auch im Gehirn bilden sich neue Strukturen, an denen das körpereigene Endocannabinoid-System beteiligt ist. Kiffen Jugendliche, so scheint der Cannabiswirkstoff THC ungünstig in die Entwicklung des Gehirns einzugreifen. Zwar ist noch nicht vollständig geklärt, ob THC tatsächlich ursächlich zu diesen Veränderungen beiträgt. Versuche an Tieren legen diesen Schluss aber nahe. Artikel auf drugcom.de

Deutschland: Der neue Kerndatensatz KDS 3.0

Seit dem 1. Januar 2017 gilt bundesweit der komplett überarbeitete "Deutsche Kerndatensatz zur Dokumentation im Bereich der Suchtkrankenhilfe (KDS)". Der Kerndatensatz ist das Instrument zur einheitlichen Datenerhebung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Suchthilfe. Nach zehnjähriger Laufzeit seines Vorgängers hat der DHS-Vorstand nunmehr diesen neuen Erhebungsstandard veröffentlicht. Diverse Artikel zum KDS 3.0 auf den Seiten von Konturen.

Die konventionelle Zigarette hat keine Zukunft mehr

Viele Raucher versuchen mit E-Zigaretten, von ihrem Laster wegzukommen. Ein Gespräch mit dem Frankfurter Suchtforscher Heino Stöver über Sinn und Unsinn des Dampfens. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Solina in Spiez: Im Pflegeheim statt auf der Gasse

Das Pflegeheim Solina in Spiez bietet als eine der wenigen Institutionen älteren Drogenabhängigen ein Zuhause, wenn sie nicht mehr alleine zurechtkommen. Nicht immer verläuft das Zusammenleben mit den anderen Bewohnern problemlos. Artikel der Berner Zeitung.

Alkoholprävention: Partnerschaften mit der Alkoholindustrie zeigen keine Evidenz

Der Beitrag (pdf, 16S.) "Community Alcohol Partnerships with the alcohol industry: what is their purpose and are they effective in reducing alcohol harms?" aus dem Journal of Public Health steht zum Download bereit. Mitteilung der EUCAM.

Drogenmärkte: Übersicht der EU-Politik

Die Publikation "Drug supply reduction: an overview of EU policies and measures" ist auf den Seiten der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD erhältlich.

Bis zu 8-fach erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Rauchen

RaucherInnen sterben früher. Das ist bekannt. Neben Krebserkrankungen gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache. Eine aktuelle Studie hat nun herausgefunden, dass sich vor allem Erwachsene unter 50 Jahren einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt aussetzen, wenn sie rauchen. Artikel auf drugcom.de

Deutschland: Cannabis vom Arzt wird legal

In Deutschland wird es künftig einfacher sein, die Droge Cannabis medizinisch zu verwenden. Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen aller Fraktionen einem Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe zugestimmt, das die legale Abgabe von Cannabisprodukten als Heilmittel und den dafür notwendigen Anbau der Hanfpflanze regelt. Artikel der NZZ. Aber wie gut und sicher wirkt die Droge eigentlich bei den Kranken? Artikel der FAZ.

Wie weiter in der Alkoholpolitik von Bund, Kantonen und Städten?

Über 100 Personen stellten sich an der 14. Tagung der Kantonalen Alkohol-Aktionspläne, kurz KAP, die Frage: «Alkoholpolitik von Bund, Kantonen und Städten: Wie weiter?» Dabei standen die Diskussion der aktuellen alkoholpolitischen Handlungsspielräume und ein Rückblick auf das Nationale Programm Alkohol im Vordergrund. Artikel auf Spectra Online.

Drug Checking in Zürich: Die Vermessung des Rausches

Extrem hoch dosierte Drogen sind eine wachsende Gefahr. In Zürich können Konsumenten die Stoffe legal und gratis testen lassen. Artikel der deutschen Tageszeitung taz.

Argumentarium gegen die Mythen der Tabakindustrie

Das Playbook ist ein leicht zugängliches Online-Tool, das vielen der von der Tabakindustrie verbreiteten Mythen entgegenwirken soll, die oft als Fakten dargestellt werden. Es soll für die Politik und die Allgemeinheit die Fakten über den Tabakkonsum zusammenstellen. Medienmitteilung der WHO, https://tobaccoplaybook.net

Lust statt Frust beim Reden über Alkohol

Übermässiger Alkoholkonsum verursacht viel Leid und hohe Kosten. Je früher Alkoholprobleme erkannt werden, umso einfacher kann süchtig machendes Verhalten verändert werden. Ärztinnen und Ärzte leisten einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung, wenn sie ihre Patientinnen und Patienten auf den Alkoholkonsum ansprechen. Doch das will gelernt sein! Artikel auf Spectra Online.

Neuenburg setzt bei Crystal Meth auf Prävention statt Repression

Drogenkonsumenten müssen in Neuenburg keine Geldstrafe mehr bezahlen. Das Präventionsprogramm mit dem Namen "WarningMeth" richtet sich an alle Konsumenten von Crystal Meth oder Thai-Pillen, die ab jetzt von der Polizei erwischt werden. Diese Konsumenten können einer Strafe entgehen, wenn sie sich für vier persönliche Sitzungen mit der Organisation Sucht Neuenburg verpflichten. Artikel der Aargauer Zeitung, Artikel auf 20 Minuten.

Jugendschutzplattform der Kantone Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug

Die Jugendschutzbestimmungen verbieten den Verkauf von Bier und Wein sowie Spirituosen an Jugendliche und junge Erwachsene. In der Praxis wird dieses Verbot jedoch oft nicht eingehalten. Die Onlineplattform www.jugendschutz-zentral.ch unterstützt Betriebe und Veranstalter bei der Durchsetzung des Jugendschutzes.

Warum Rauchen den Planeten gefährdet

Alle Tabakfelder der Welt nebeneinander gereiht bilden eine Fläche grösser als die Schweiz. Eine Fläche, auf der die Böden auslaugen, sich mit Chemikalien vollsaugen - und nach und nach erodieren. Um eine Tonne Rohtabak zu erzeugen, werden knapp 3000 Kubikmeter Wasser benötigt. Das ist mehr als doppelt so viel wie beim Mais. Nicht weniger gierig ist das Nachtschattengewächs bei den Nährstoffen. Artikel der Sueddeutschen Zeitung.

Auf zu «spannenden Räubergeschichten» im Casino

Für das neue Schweizer Geldspielgesetz läuft ein massives Lobbying. Dazu passt eine Einladung für einen «Pokerabend unter Frauen» an Nationalrätinnen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Schlafmittel und Wachmacher: Sucht auf Rezept

Immer mehr Deutsche nehmen Tabletten, um alltägliche Probleme in den Griff zu bekommen: Schlafmittel, um besser ein- oder durchzuschlafen, Wachmacher, um leistungsfähiger zu sein. Allein von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sind bis zu anderthalb Millionen Deutsche abhängig. Knapp zwei Millionen Deutsche insgesamt haben schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente genutzt, um bei der Arbeit mehr Leistung zu bringen oder um Stress abzubauen. Fernsehbeitrag des Norddeutschen Rundfunks (45 Min.).

Integration der EAV in die EZV

Am 7. September 2011 beschloss der Bundesrat, die Eidgenössische Alkoholverwaltung EAV im Rahmen der Revision des Alkoholgesetzes in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) zu überführen. Die Nachfolgeorganisation der EAV heisst Abteilung Alkohol und Tabak (AAT). Die AAT wird Anfang 2018 ins Leben gerufen und ihren Sitz in Delsberg (Jura) haben, an der Rue de la Régie 18. Weitere Infos auf den Seiten der EAV.

So lernen Jugendliche im Jugendzentrum Badhüsli das gepflegte Trinken

Politiker diskutieren momentan darüber, ob ein Alkoholverbot in Jugendzentren sinnvoll ist oder nicht. Wenn man junge Erwachsene und Jugendarbeiter fragt, ist klar: Verbote bringen nichts, höchstens Jugendliche zum Saufen. Artikel der Tages Woche.

Alkoholmarketing im Internet: Jugendschutz ist wenig wirksam

Werbung wirkt, insbesondere bei jungen Menschen. Aus einer Reihe von Forschungsarbeiten ist bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen Alkoholwerbung und dem Alter des Erstkonsums sowie der konsumierten Menge besteht. Und dieser Zusammenhang tritt deutlich stärker zutage, wenn die "klassische Werbung" mit Online-Werbung kombiniert wird. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Was Rauchen die Weltwirtschaft kostet

Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Wirtschaft. Eine Billion Franken kostet der Tabakkonsum die Weltwirtschaft pro Jahr, wie aus einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Nationalen Krebsinstitut der USA hervorgeht. Medienmitteilung der WHO, Artikel der NZZ, Artikel der FAZ, Artikel der Luzerner Zeitung.

Legales Cannabis in der Schweiz

Seit kurzem kann man in Läden in der Schweiz legal Cannabis kaufen (THC unter 1%). Der Hype ist riesig. Doch was taugt das Gras, und wer baut es an? Artikel der Wochenzeitung WOZ.

Cannabiskonsumierende haben schlechtere Hochschulabschlüsse

Wie verträgt sich das Kiffen mit dem Studium? Laut einer Studie aus den USA eher nicht so gut. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Studie aus methodischen Gründen keine Aussage darüber machen kann, ob der Cannabiskonsum ursächlich zu schlechteren Noten geführt hat. Nach Meinung des Forschungsteams sei dieser Zusammenhang aber naheliegend, da frühere Studien gezeigt hätten, dass Cannabis die kognitive Leistungsfähigkeit mindert. Artikel auf Drugcom.de

Geldspielgesetz: Rechtskommission schiesst IP-Blocking ab

Die Rechtkommission des Nationalrats (RK-N) hat sich am 13. Januar 2017 gegen das IP-Blocking entschieden. Und damit für eine unkontrollierte Öffnung des Online-Geldspielmarkts. Die Folgen wird ein Schwarzmarkt sein, der zwar nicht toleriert ist, gegen den aber mit rechtlichen Mitteln nicht vorgegangen werden kann. Für den Spielerschutz ist diese Entscheidung verheerend: Im illegalen Markt sind die Angebote nicht regulier- und kontrollierbar, und die Spieler sind den Raffinessen der Anbieter von Online-Geldspielen schutzlos ausgeliefert. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Fachverbands Sucht, Artikel der NZZ.

Aargau: In über 600 Beizen darf geraucht werden

Der Aargau zählt zu den liberalsten Kantonen, was das Rauchen anbelangt. Das schlägt sich in den Fällen von Lungenkrankheiten nieder, wie eine Studie zeigt. Die Lungenliga will jetzt auch Fumoirs verbieten. Artikel der Aargauer Zeitung.