Archiv der letzten 12 Monate

Global State of Harm Reduction 2018

Die sechste Ausgabe des "Global State of Harm Reduction" steht zum Download bereit. Herausgeber ist das Internationale Harm Reduction Netzwerk.

Deutschland: Drogenbeauftragte will Tabakwerbung verbieten

Tabakwerbung auf Plakaten oder an Litfasssäulen ist längst in allen EU-Ländern verboten. Nur eine Nation bildet die Ausnahme: Deutschland. Nun schalten Tabakkonzerne neben der klassischen Zigarettenwerbung zudem Kampagnen für die vermeintlich gesünderen E-Zigaretten. Doch dies wollen Politiker nun verbieten, Artikel im Hamburger Abendblatt. Mächtige CDU-Politiker schielen allerdings auf das Geld der Zigarettenkonzerne, Artikel auf Spiegel Online.

Evaluation der Informationsplattform «Praxis Suchtmedizin Schweiz»

Die Online-Plattform "Praxis Suchtmedizin Schweiz" ist ein Informations- und Beratungsangebot, das sich an HausärztInnen und weitere Fachpersonen der medizinischen Grundversorgung richtet. Die Evaluation dieser Plattform zeigt, dass sich die Projekt- und Ablauforganisation bewährt hat. Ziele, Zielgruppen und Leistungen der Plattform sind aufeinander abgestimmt. Ein Bedarf für ein solches Informations- und Beratungsangebot ist vorhanden, auch weil es sich um ein einzigartiges Angebot in der Schweiz handelt. Der Evaluationsbericht von Interface wurde vom BAG in Auftrag gegeben. Das Handbuch findet sich neu auf www.praxis-suchtmedizin.ch

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2018) steht zum Download bereit.

Selbstmanagement ist ein kontinuierlicher Balanceakt

Immer mehr Menschen in der Schweiz leiden an chronischen Krankheiten. Auch Suchtprobleme sind weit verbreitet. Die Selbstmanagement-Förderung wird deshalb künftig wichtiger. Erstmals diskutieren Gesundheits- und Suchtfachleute im Rahmen des Forums Selbstmanagement-Förderung (SELF), wie diese im Gesundheitswesen besser verankert werden kann. Artikel auf Spectra Online.

Deutschland: Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch Selbsthilfegruppe

Fast die Hälfte der Gruppenteilnehmenden in Selbsthilfegruppen ist zwischen 41 und 60 Jahren alt. In dieser Altersgruppe finden die meisten neuen Gruppenteilnehmenden in die Selbsthilfe. Der hohe Anteil der über 60-Jährigen ist mit der ausserordentlichen Haltequote und mit rückfallprophylaktischen Gründen verknüpft. Die Erhebung (pdf, 12S.) von fünf bundesweit tätigen Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände ergab, dass gut jeder fünfte Suchtkranke durch die Selbsthilfegruppe abstinent geworden ist und kein Angebot der beruflichen Suchthilfe nutzen musste.

Forschungsbrief für die Suchthilfe

Aus dem akutellen Forschungsbrief (pdf, 6S.) der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen:

  • Tabakrauchen: Behandlungsansätze und Wirksamkeit
  • Problematisches Glücksspielverhalten: Prävalenzen und verhältnispräventive Massnahmen
  • Welche Kosten entstehen durch Alkoholabhängigkeit?

Selbstdreher hängen stärker an der Kippe

Wer seine Zigaretten selbst rollt, denkt seltener ans Aufhören. Und selbst wer aufhören möchte, schafft es nur in den seltensten Fällen. Das zeigt eine Studie mit Tausenden britischen Rauchern. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland: Jahresbericht zur Drogensituation

Der neue Bericht der Deutschen Drogenbeobachtungsstelle (DBDD) zur Situation illegaler Drogen für das Jahr 2017/2018 liegt jetzt vor. Er liefert aktuelle Daten zur Entwicklung des Drogenkonsums und zur Behandlung von Suchterkrankungen in Deutschland.

Wirkung von Zucker in Zigaretten kaum bekannt

Zigarettentabak besteht nicht nur aus Tabak. Meist werden noch andere Zusatzstoffe hinzugefügt, darunter auch Zucker. Allerdings können Zusatzstoffe die Schädlichkeit von Zigaretten nochmals erhöhen. Viele Raucherinnen und Raucher scheinen sich einer aktuellen Studie zufolge dessen jedoch nicht bewusst zu sein. Artikel auf Drugcom.

Substanzkonsum im öffentlichen Raum

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour widmet sich dem öffentlichen Raum: Aus dem Inhalt: Substanzkonsum im öffentlichen Raum; Localize it!; "Zuvielisation" – Gedanken über das menschliche Mass. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Thurgau: Studie zur Finanzierung und Organisation der stationären Suchthilfe

Das Amt für Gesundheit hat das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS beauftragt, die bestehenden Versorgungs- und Finanzierungsstrukturen im Bereich der stationären Suchthilfe im Kanton Thurgau mit Blick auf ökonomische Anreizwirkungen zu analysieren. Auf Basis dieser Analyse wurden der Handlungsbedarf identifiziert und mögliche Handlungsoptionen diskutiert. Die Studie (pdf, 57S.) steht zum Download bereit.

Newsletter Infoset

Der aktuelle Newsletter ist soeben erschienen. Dieser fasst die Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Cannabis als Arzneimittel: FAQ für politische Entscheidungsprozesse

Die Publikation "Medical use of cannabis and cannabinoids: questions and answers for policymaking" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

E-Zigarette Juul auf dem Schweizer Markt

Seit Dienstag (4.12) verkauft «Juul Labs» sein E-Zigaretten-Produkt in der Schweiz. In den USA hat die E-Zigarette, die einem USB-Stick gleicht, ein eindrückliches Wachstum hinter sich. Das kalifornische Unternehmen hat seinen Marktanteil im E-Zigaretten-Markt auf fast 75 Prozent steigern können. Das Produkt ist vor allem bei den Jungen äusserst beliebt. Der Markteintritt erregt auch die Aufmerksamkeit der traditionellen Player. Beitrag auf SRF.

Aktion Nez Rouge 2018

Nez Rouge ist eine nationale Präventions- und Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Verkehrssicherheit. Nez Rouge bietet während den Festtagen einen Heimfahrdienst für Personen, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selbst nach Hause zu fahren. Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente - lauter gute Gründe, die Gratisnummer 0800 802 208 anzurufen und seine Autoschlüssel den Freiwilligen MitarbeiterInnen von Nez Rouge zu übergeben. Die Aktion Nez Rouge 2018 läuft seit anfangs Dezember. www.nezrouge.ch

Ruth Dreifuss legt sich mit Trump an

Für die alt Bundesrätin ist die bisherige Drogenpolitik, wie sie die UNO vertrat, kläglich gescheitert. Eine Politik, die über Jahrzehnte primär auf Repression setzte, auf Verbote und polizeiliche und strafrechtliche Massnahmen. Dass diese Politik erfolglos blieb, gibt indirekt auch Donald Trump zu: «Die Kokain- und Opiumproduktion hat einen neuen Rekord erreicht. Unglaublich». Er fordert vor diesem Hintergrund mehr desselben: Repression. Beitrag auf SRF.

Badesalz: Synthetische Substanzen mit fatalen Folgen

In Internetshops werden sie als Legal High oder Badesalz vermarktet und mit blumigen Worten beworben. Doch die Wirkung der darin enthaltenen synthetischen Substanzen kann schwerwiegende und mitunter lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen, wie Fallbeispiele belegen. Beitrag auf Drugcom.de

Das Betäubungsmittelverzeichnis wurde aktualisiert

Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 30. November um 16 Einzelsubstanzen erweitert. Mitteilung von Swissmedic.

Stadt Zürich - 25 Jahre kontrollierte Heroinabgabe

Die Bilder der offenen Drogenszene vom Zürcher Platzspitz und vom Letten gingen um die Welt. Jahrelang versuchte die Stadt Zürich Bundesbern von ihrem Testprojekt zu überzeugen. Entstanden ist die Vier-Säulen-Drogenpolitik, die heute noch angewendet wird. Beitrag auf Schweiz Aktuell.

Botschaft zum Tabakproduktegesetz

Keine Zigaretten (inkl- E-Zigaretten) mehr für unter 18-Jährige, keine E-Zigaretten mehr im Rauchverbot und keine neuen Werbeverbote: Der Bundesrat nimmt einen zweiten Anlauf für ein neues Tabakproduktegesetz und hat die Botschaft den Räten zugestellt. Die Allianz 'Tabakwerbung Nein' fordert umfangreiche Anpassungen der Vorlage im National - und Ständerat. Das Gesetz versagt in zentralen Punkten beim Kinder- und Jugendschutz und verzichtet auf neue Werbeverbote. Medienmitteilung der Allianz, Artikel im Tages Anzeiger. Medienmitteilung des Bundesrates. (Infoset berichtete)

Familien.Leben.Stärken

Am 7. November fand in Hamburg eine Fachtagung zum Thema "Wirksam intervenieren - Suchtbelastete Lebensgemeinschaften stärken" statt. Die Präsentationen der Referate stehen zum Download bereit.

Erst ab 18 soll man in Bern E-Zigaretten kaufen dürfen

Der Regierungsrat soll die E-Zigaretten den übrigen Raucherwaren gleichstellen und das Mindestalter 18 Jahre einführen. Damit wird eine Rechtslücke geschlossen, die auf Bundesebene frühestens 2022 mit der Revision des Tabakproduktegesetzes geschlossen werden kann. Mit 122 zu 16 Stimmen hat der Grosse Rat eine entsprechende Motion aus den Reihen der EVP überwiesen. Beitrag auf SRF.ch.

Global Drug Survey 2019

Die weltweit grösste Drogenumfrage ist noch bis zum 30. Dezember online und verzeichnet bereits 95,000 Teilnehmende. Nachdem das Schweizer Suchtmonitoring eingestellt wurde sind die Daten, die im Rahmen der Umfrage erhoben werden, neben den Infodrog-Resultaten der selektiven Befragung von Freizeitdrogenkonsumierenden zukünftig die einzigen Zahlen, die kantonale Vergleiche zum Konsumverhalten von illegalen Drogen in der Schweiz ermögllichen. Die Teilnahme am Global Drug Survey 2019 dauert rund 20 Minuten. www.globaldrugsurvey.com

Drogen im Internet: Erste Bestandsaufnahme der Schweizer Situation

Der Verkauf von Betäubungsmitteln via Internet gilt als ein Paradigmenwechsel beim illegalen Drogenhandel. Sucht Schweiz zieht zusammen mit der Schule für Kriminalwissenschaften (ESC) der Universität Lausanne Bilanz zum Wissensstand zu diesem Phänomen und zur Rolle der Schweiz. Resultat: Der Online-Drogen-handel ist in unserem Land eine Realität, betrifft aber offenbar noch wenig Menschen und stellt nur einen kleinen Anteil des Betäubungsmittelmarkts dar. Doch ist das kein Grund, dieses Phänomen zu ignorieren. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

«Harte Drogen gehören ins gesellschaftliche Leben eingebunden»

Thilo Beck ist Chefarzt Psychiatrie der Arud, dem Zentrum für Suchtmedizin. Er und seine Institution stehen ein für eine Legalisierung von Drogen wie Cannabis, Heroin oder Kokain. Im Gespräch mit Marco Büsch erklärt Beck, wie er sich das vorstellt und was es bedeutet, süchtig zu sein. Ausführliches Interview auf tsüri.ch

E-Zigarette Juul kommt in die Schweiz

Die kontroverse E-Zigarette Juul wird im Dezember in der Schweiz lanciert. Umstritten ist die gleich- namige Herstellerfirma, weil sie eine Nikotinepidemie unter Teenagern verursacht haben soll. Die Schweiz ist nach Grossbritannien der zweite europäische Markt, den das Startup Juul Labs aus San Francisco erobern will. Distributionspartner ist die Valora-Gruppe (Kioske, Avec-Shops, P&B-Books-Läden). Artikel auf 20 Minuten.

Konsum psychoaktiver Substanzen im Alter

Der Gebrauch von Psychopharmaka insbesondere auch in Verbindung mit dem Genuss von Alkohol ist gerade bei älteren Menschen weiter verbreitet als man denkt. Wenn dann noch gleichzeitig verschiedene Arzneimittel wie z.B. Benzodiazepine und starke Schmerzmittel eingenommen werden und Alkohol konsumiert wird, führt dies zu zahlreichen Risiken. Informationen zu dieser Thematik finden sich in diesem Bericht vom Robert Koch Institut.

SVP: Abwehrfront gegen das Kiffen beginnt zu bröckeln

Im Parteiprogramm der Jungen SVP (JSVP) steht klipp und klar, sie lehne «die Legalisierung von Drogen wegen der gesundheitsschädlichen Folgen für die Gesellschaft und der damit verbundenen Kosten ab», insbesondere jene von «Rauschmitteln wie Cannabis». Umso erstaunlicher ist, dass ein Beitrag in der jüngsten Ausgabe der JSVP-Postille «Die Idee» für eine Legalisierung von Cannabis plädiert. Beitrag der Aargauer Zeitung.

Ernährung in der Kindheit beeinflusst Alkoholkonsum im Jugendalter

Kinder, die viel zucker- und fettreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen, haben im Vergleich zu Kindern, die sich fett- und zuckerarm ernähren, ein deutlich erhöhtes Risiko, als Jugendliche regelmäßig Alkohol zu konsumieren. Das ist das Ergebnis einer im Fachmagazin "Public Health Nutrition" veröffentlichten Studie (Bezahlartikel), an der zehn europäische Institutionen beteiligt waren. Beitrag auf Konturen.

Streckmittel in Kokain möglicherweise besonders schädlich für das Gehirn

Illegales Kokain ist meist gestreckt, also mit anderen Substanzen verdünnt. In zwei Studien hat ein Forschungsteam aus der Schweiz Hinweise dafür gefunden, dass ein häufig genutztes Streckmittel Hirnschäden verursachen könnte. Beitrag auf drugcom.

Was ein Monat ohne Alkohol bringt

Im neuen Jahr ist erst mal Schluss mit Alkohol: Mit diesem Vorsatz schmeckt der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gleich viel besser. Doch wie sinnvoll ist der Verzicht? Artikel auf Spiegel Online

Black Friday - Psychologie der Schnäppchenjagd

Wenn ein rotes Sale-Schild im Laden aufleuchtet, gibt das Gehirn die Kontrolle ab. Hauptsache kaufen, es ist ja schliesslich ein Schnäppchen. Shoppen wird zur Droge. Warum, erklärt ein Neuropsychologe. Beitrag der Deutschen Welle.

Sämtliche Schweizer Bahnhöfe werden 2019 rauchfrei

In der Schweiz werden die Bahnhöfe ab dem 1. Juni 2019 prinzipiell rauchfrei sein. Auf den Perrons ist das Rauchen nur noch in markierten Zonen erlaubt. Dies hat der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) nach einem Testlauf beschlossen. Artikel der Aargauer Zeitung.

Shishas als Einstieg in die Nikotinsucht

Laut Suchtmonitoring Schweiz lag 2016 der Anteil der gelegentlich Shisha-rauchenden 15- bis 17-Jährigen bei 39.9%. Nun zeigt eine Befragung des Blauen Kreuzes Bern - Solothurn - Freiburg, dass der Shisha-Konsum den Weg in die Nikotinabhängigkeit ebnen kann. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz

Prävention im strukturierten Setting

Wie erreicht man Jugendliche, nicht nur physisch, sondern auch innerlich? Wie motiviert man Mediatoren und Schlüsselpersonen für eine Zusammenarbeit? Welche Fehler müssen vermieden werden? Für welche Fragen muss ein Projekt eine gute Antwort geben , um sein e Wirkung zu entfalten? Kurz : « Was ist gute Prävention? » Mit diesen Fragen wurden die Fachorganisationen konfrontiert und der vorliegende Bericht (pdf, 24) von feel-ok.ch fasst die Antworten zusammen.

Kiffen erhöht Risiko für Schäden am Zahnfleisch

Wer Cannabis konsumiert, hat einer aktuellen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Parodontitis. Die Folgen sind Zahnfleischbluten, Entzündungen des Zahnfleischs bis hin zum Zahnverlust. Artikel auf drugcom.de.

Rauchen und Tabak: Webbasierte Prävention

Interessen, Erwartungen, Kenntnisse, Fragen und Antworten Jugendlicher rund um Gesundheit und Suchtprävention (Fokus Rauchen). Ergebnisse (pdf, 43S.) einer Umfrage im Rahmen von feel-ok.ch.

Finanzierung der sozialtherapeutischen Stationären Suchthilfe

In den letzten Jahren ist die Finanzierung bestimmter Angebote der Suchthilfe, darunter der Sozialtherapeutischen Stationären Suchttherapie (SStS), schwieriger geworden. Kantonale und kommunale Sparpakete zwingen die Institutionen, einschneidende Sparmassnahmen umzusetzen. Der Fachverband Sucht hat deswegen im Rahmen mehrerer Arbeitsgruppen «Leitlinien zur Finanzierung der Sozialtherapeutischen Stationären Suchthilfe» (pdf, 7S.) erarbeitet.

Standards Drug Checking: Modul Beratung

Das Beratungsgespräch ist ein zentrales Element von Drug-Checking-Angeboten. Was die Ziele dieses Gesprächs sind, welche Instrumente dabei zum Einsatz kommen und welche Kompetenzen Fachleute dafür mitbringen müssen, erfahren Sie im Modul Beratung der Standards Drug Checking. Eine Publikation (pdf, 8S.) von Infodrog.

Die "Generation Internet" zwischen Glück und Abhängigkeit

Die Neuauflage der U25-Studie (pdf, 116S.) vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet DIVSI hat zum Ziel, das aktuelle Spektrum der digitalen Lebenswelten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland abzubilden. Im Fokus der Untersuchung stehen neben der Nutzung digitaler Medien vor allem die Einstellungen der jungen Menschen zum Internet. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Themen Vertrauen und Sicherheit sowie die damit verbundenen Verhaltenskonsequenzen bei den 14- bis 24-Jährigen.

Cannabis-Legalisierung bringt 2,7 Milliarden Euro jährlich

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland würde jährlich etwa 2,7 Milliarden Euro für den Staatshaushalt bringen. Das geht aus einer Berechnung hervor, die der Wettbewerbsökonom Justus Haucap für den Hanfverband erstellt hat. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Monitoring des Drogenkonsums in Freizeit-Settings

Die Publikation "Monitoring drug use in recreational settings across Europe: conceptual challenges and methodological innovations" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 4/2018 (pdf, 11S.) ist soeben erschienen.

Dialogwoche Alkohol vom 16. bis 26. Mai 2019

«Wie viel ist zu viel?» – unter diesem Motto stand die letzte Dialogwoche Alkohol im Jahr 2017. Wegen der substanzübergreifenden, strategischen Neuausrichtung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wurde die Dialogwoche 2018 ausgesetzt. Sehr schade, fanden elf Deutschschweizer Kantone. Sie führen 2019 in Eigenregie eine Dialogwoche durch. Der Fachverband Sucht steht ihnen mit koordinierenden Arbeiten zur Seite. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Tabakindustrie geht gegen E-Zigaretten-Verbot in Australien vor

Das Verbot von E-Zigaretten in Australien verursacht grossen Unmut in der Tabakindustrie. Betroffene Konzerne wollen jetzt gegen das Verbot vorgehen. Recherchen zufolge soll der internationale Tabakkonzern Philip Morris mit Hilfe von Lobbyisten versuchen, Abgeordnete der Regierung zu überzeugen, sogenannte E-Zigaretten zu legalisieren. Artikel im Handelsblatt.

Anabolika: Mythen und Fakten

Anabole Steroide werden nicht nur von Profisportlern konsumiert, sie sind auch im Freizeitsport verbreitet. Welche Rolle spielt dabei der Fitnessboom? Mit welchen Risiken muss beim Anabolikakonsum gerechnet werden? Und mit welchen Ansätzen arbeitet die Prävention? Das neue Magazin (pdf, 20S.) von laut&leise widmet sich diesen Fragen und zeigt zudem auf, wie ein positives Körperbild gefördert werden kann. Auch Profi-Bodybuilder kommen zu Wort.

Newsletter von RADIX

Der aktuelle Newsletter (pdf, 4S.) von RADIX, die Schweizerische Gesundheitsstiftung, steht zum Download bereits. Der radixletter kann hier abonniert werden.

Wanderausstellung «Sicht auf Sucht»

Die Wanderausstellung «Sicht auf Sucht» stellt Menschen und ihre persönlichen Geschichten ins Zentrum. Geschichten, die im Alltag entstehen. So eröffnen sich neue Blickwinkel auf Sucht und Prävention. Kernelement der Ausstellung ist das Wohnzimmer, der Ort wo gelebt wird. Ausstellungsdokumentation (pdf, 13S.) "Sicht auf Sucht".

Kokainkonsumierende für Studie gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Kokainkonsums TeilnehmerInnen, die regelmässig Kokain konsumieren. Die Teilnehmenden sollten zwischen 18 und 50 Jahre alt sein und vornehmlich Kokain konsumieren und keine/wenig andere illegale Substanzen. Weitere Infos (pdf, 1S.).

Newsletter Infodrog

Der November-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Abschaffung der Biersteuer scheitert in der Kommission

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) hat klar gegen die Abschaffung der Biersteuer entschieden. Die «Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholgesetzgebung» begrüsst diesen Entscheid. Nationalrat Claudio Zanetti (SVP ZH) fordert die Abschaffung mit einer Parlamentarischen Initiative (17.469). Medienmitteilung vom Fachverband Sucht.

Glücksspielsüchtige: Sind ­Vorhersage und Prävention von Suiziden möglich?

Was wissen wir heute über das Profil Glücksspielsüchtiger mit suizidalem Verhalten? Auf welche Indikatoren können wir uns stützen und über welche Handlungsinstrumente verfügen wir zur Vorhersage und Prävention von suizidalem Verhalten bei diesen Personen? Artikel im Swiss Medical Forum.

Sicherheit im Strassenverkehr: SINUS-Report 2018

1111 Menschen sind im Jahr 2017 auf Schweizer Strassen wegen abgelenkter Verkehrsteilnehmer schwer oder tödlich verletzt worden. Überhöhte Geschwindigkeit verursacht täglich zwei schwere Personenschäden, Alkoholkonsum einen pro Tag. Der SINUS-Report 2018 (pdf, 109S.) der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu bietet einen Überblick.

JAMES-Studie 2018 – Flatrate-Streaming immer beliebter

Netflix, Spotify & Co. geben bei den Jugendlichen in der Schweiz den Ton an. Dank Flatrate-Streaming hat über die Hälfte beinahe unbegrenzt Zugriff auf Filme, Musik oder Games. Kommuniziert wird vor allem mit dem Handy per Instagram, WhatsApp oder Snapchat. Facebook nutzt nur noch jeder fünfte Jugendliche regelmässig. Ergebnisbericht (pdf, 83S.) JAMES-Studie 2018, Artikel auf swissinfo.ch

Cybergrooming: sexuelle Belästigung im Internet

Wenn Fremde im Internet gezielt Personen ansprechen, mit der Absicht, einen sexuellen Kontakt zu initiieren redet man von Cybergrooming.. Im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff Cybergrooming zudem auf das Ansprechen von Minderjährigen durch Erwachsene. Interview mit der Medienpsychologin Lilian Suter auf bund.ch

Bundesrat schwächt Schutz der Spielenden

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 7. November 2018 das neue Geldspielgesetz und die dazugehörigen Verordnungen auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Medienmitteilung des EJPD. Vor der Abstimmung zum Geldspielgesetz (BGS) am 10. Juni hatte der Bundesrat den Erhalt des Spielerschutzes versprochen. Heute, nur sechs Monate später, hebt er die Verpflichtung für die Casinos auf, mit Suchtfachstellen zusammenzuarbeiten. So steht es in der neuen Geldspielverordnung (VGS). Mitteilung der Sucht-Fachverbände. (Infoset berichtete)

Bericht Umfrage Schadensminderung

Eine überwiegende Mehrheit der an der Umfrage beteiligten Kantone und Gemeinden ist gegenüber einer Ausweitung von schadensmindernden Ansätzen auf Cannabis, legale Substazen wie Alkohol und Tabak, verschreibungspflichtige Medikamente sowie substanzungebundene Süchte («Verhaltenssüchte») grundsätzlich positiv bis sehr positiv eingestellt. Bestandesaufnahme (pdf, 47S.) von Infodrog zur aktuellen Situation der Schadensminderung in den einzelnen Kantonen und Gemeinden.

Basler Forum für Suchtfragen 2018

Das Forum fand am 1. November zum Thema "Zwischen Alltagskonsum, Selbstoptimierung und Kontrollverlust – Chancen, Herausforderungen, Visionen" statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Präsenz von Drogen und Sucht im Fernsehen und auf YouTube-Kanälen

Laut einer Untersuchung der Universität Würzburg ist in sechs von zehn TV-Sendungen Alkohol zu sehen, in vier von zehn Sendungen wird er zudem konsumiert. Deutlich höher ist dieser Anteil bei fiktionalen Formaten: Mit 95,8 Prozent wurde in fast jedem Spielfilm, der untersucht wurde, Alkohol getrunken. Bei Serien lag der Anteil bei 61,2 Prozent, bei Seifenopern bei 45,8 Prozent. Die Präsenz von Tabak und Nikotin ist zwar geringer als die von Alkohol - jedoch treten auch diese legalen Drogen laut der Studie in fast jeder vierte TV-Sendung auf. Zu den Berichten, Artikel auf RP Online.

Berlin will Einrichtung für Drug-Checking schaffen

Nach jahrelangen Überlegungen will Berlin Testmöglichkeiten für Drogen wie Ecstasypillen schaffen. Ein Modellprojekt zum sogenannten Drug-Checking hat nun begonnen, teilte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung mit. Eine Befragung im Auftrag des Senats zeigte, dass Partygängerinnen und Partygänger in Berlin verbreitet Drogen wie Cannabis, Amphetamine und Ecstasy nehmen. Artikel auf Zeit Online.

Wie LSD das Gehirn beeinflusst

LSD verändert die Kommunikationsmuster zwischen den Hirnregionen. Dies zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universitäten Zürich und Yale. Sie liefert auch Hinweise darauf, wie psychische Störungen sich entwickeln und wie sie behandelt werden könnten. Medienmitteilung der Universität Zürich.

Kokainstreckmittel steht im Verdacht, Hirnschäden zu verursachen

Wer regelmässig Kokain konsumiert, das mit dem Tierentwurmungsmittel Levamisol gestreckt wurde, zeigt schlechtere kognitive Leistungen und verfügt über eine dünnere Hirnrinde. Dies geht aus zwei aktuellen Studien der Universität Zürich hervor. Die Forschenden schliessen daraus, dass Levamisol neurotoxisch wirken könnte und plädieren für den Ausbau sogenannter Drug-Checking-Programme. Medienmitteilung der Universität Zürich, Beitrag auf 20 Minuten.

Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention

Gerade im Handlungsfeld Gesundheitsförderung mit seinem interdisziplinären Bezug ist eine Einigung auf gemeinsame Begrifflichkeiten besonders wichtig. Das Glossar leistet einen Beitrag, Konzepte und Begrifflichkeiten in der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum zu systematisieren und übersichtlicher zu machen. Eine englische Übersetzung ausgewählter Stichwörter ist verfügbar. Das Glossar der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung steht nun auch als E-Book (pdf, 1038S.) gratis zum Download bereit.

Ist Cannabis eine Ursache für psychische Erkrankungen?

Kiffen kann Angst auslösen, manchmal sogar Panik. In der Regel normalisiert sich die Stimmung wieder mit dem Nachlassen der Wirkung. Zuweilen bleibt die Grundstimmung jedoch getrübt. Oder psychotische Symptome belasten die Betroffenen noch weit über den Konsum hinaus. Könnte Kiffen womöglich die Ursache für psychische Erkrankungen sein? Artikel auf drugcom.de

Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017

2017 fühlten sich 85% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren gesund. 27% sind Raucherinnen oder Raucher. Dies sind zwar weniger als 1992, aber gleich viel wie 2007. Vier von fünf Personen trinken Alkohol, jede Zehnte täglich. Das Konsumverhalten beim Alkohol hat sich über die Zeit hinweg verändert: Die Bevölkerung trinkt tendenziell weniger häufig Alkohol, dafür bei den sich bietenden Gelegenheiten insgesamt mehr. Mediendossier vom Bundesamt für Statistik, Beitrag der Tagesschau, Beitrag auf 10vor10.

Cannabisregulierung: Ein erstes Modell liegt vor

Die Groupement des Etudes d'Addiction (GREA) und die Interessengemeinschaft (IG) Hanf haben gemeinsam ein Modell zur Cannabisregulierung veröffentlicht. Das Modell (pdf, 9S.) zeigt, wie genau Cannabis verkauft, besteuert und rückverfolgt wird, um gleichzeitig gefährdete Gruppen zu schützen und mögliche Schäden des Konsums zu mindern. Der Fachverband Sucht begrüsst das Modell und die Eröffnung der Debatte um das «Wie» der Cannabisregulierung. Genauer hingeschaut werden sollte laut dem Fachverband bei der Zusammenarbeit zwischen Spezialgeschäften und Sucht-Fachleuten. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Baclofen: Bittere Pille gegen Alkoholsucht

Die französische Behörde ANSM hat eine Marktzulassung für Baclofen als Medikament zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit erteilt. Andere Länder wie etwa Deutschland sehen das überaus kritisch, denn die Wirksamkeit ist strittig und das Nebenwirkungsrisiko hoch. Artikel auf DocCheck News.

Seit 20 Jahren für die Cannabis-Legalisierung

Ruth Zwahlen ist seit über 20 Jahren eine unerschrockene Kämpferin für die Hanf-Legalisierung. Aus dem Leben einer Aktivistin berichtet die Luzerner Zeitung.

Alkohol und Gras mit 11, Koks mit 15 Jahren

Warum werden Jugendliche kriminell, wie sieht ihr Drogenkonsum aus? Das wollen Forscher an der Uni Zürich mit einer Langzeitstudie herausfinden. Im Jahr 2004 wurde darum ein Viertel aller neuen Stadtzürcher Primarschüler, 1675 Kinder, für die Untersuchung «Z-Proso» rekrutiert. Im September schlossen die Forscher die achte Erhebungswelle ab, die Kinder von damals sind nun junge Erwachsene. Die neuen Daten zeigen: Im Alter von 11 Jahren trinkt jeder zehnte Bub bereits Alkohol, erste Kinder konsumieren dann auch Cannabis. Die ersten Erfahrungen mit Kokain wurden im Alter von 15 Jahren registriert. Artikel auf 20 Minuten, Bezahl-Artikel im Tages Anzeiger. Weiter werden Jugendliche eher kriminell, wenn ihre Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat. Diese These wird in einem Beitrag in der Berner Zeitung als abenteuerlich betrachtet.

Geplante Cannabis-Pilotversuche kommen gut an

Städte und Kantone sollen die Möglichkeit erhalten, die Auswirkungen des legalen Verkaufs von Cannabis auf den Konsum und die Konsumenten wissenschaftlich untersuchen lassen. So will es der Bundesrat. Im Sommer hat er deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Nun liegen die Stellungnahmen von Parteien und Verbänden vor, Artikel auf NZZ Online. Der Kanton Bern ist gegen die Versuche, Artikel auf SRF. Die Stadt Zürich begrüsst die Schaffung eines solchen Experimentierartikels, Mitteilung der Stadt.  (Infoset berichtete)

Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen

Das bundesweite Rauchverbot in Autos bei Fahrten mit Kindern und Schwangeren soll kommen. Das teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit. Artikel im Ärzteblatt

Ein Moos könnte Hanf in der Medizin schlagen

Berner Forschende haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von der ETH Zürich erstmals eine THC-ähnliche Substanz aus Lebermoos molekular und pharmakologisch untersucht. Die psychoaktive Substanz, die als legale Rauschdroge («Legal High») konsumiert wird, hat auch eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, die derjenigen von THC überlegen ist. Medienmitteilung der Uni Bern.

Gesundheitsversorgung von vulnerablen Gruppen

Wie können sozial benachteiligte Menschen erreicht und angespro- chen werden? Wie kann ihre Gesundheitsversorgung optimiert werden? Die Studie «Sozialhilfe und Gesundheit» zeigt aktuelle Praxisbeispiele. Im Auftrag des BAG wird zurzeit auch ein Konzept erarbeitet, um die Versorgung älterer Menschen mit problemati- schem Konsumverhalten (insbe- sondere Alkohol) zu optimieren. Beitrag auf Spectra Online.

Captagon: Wie sieht der heutige illegale Markt aus?

Captagon ist eine psychoaktive Substanz, welches häufig im Nahen Osten konsumiert wird. Darüber hinaus haben einige aktuelle Medienberichte diese Droge mit Tätern von Terroranschlägen in Europa oder terroristischen Gruppen in Konfliktgebieten im Nahen Osten in Verbindung gebracht. Dieser Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle soll einen Überblick darüber geben, was über das Captagon-Phänomen bekannt ist.

Selbstmanagement bei chronischen Krankheiten

Das BAG hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz und das Selbstmanagement bei chronischen Krankheiten in der Bevölkerung zu verbessern. Die Kommunikation kann auf verschiedenen Wegen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Artikel auf Spectra Online.

«Die Zahl junger Frauen, die rauchen, ist nach wie vor hoch»

Felix Gutzwiller über Zigaretten, Alkohol sowie Erfolge und Misserfolge in der Prävention. Interview im Tages Anzeiger.

Schadstoffbelastung von Pkw-Innenräumen beim Rauchen

Das Rauchen von IQOS, E-Zigarette und Tabakzigarette beeinträchtigt die Luftqualität in Pkw-Innenräumen durch Freisetzung von feinen und ultrafeinen Partikeln sowie organischen Verbindungen. Die Schadstoffbelastung und das damit einhergehende Gesundheitsrisiko für Mitfahrende lagen beim Rauchen von Tabakzigaretten mit Abstand am höchsten. Es wurden ähnlich hohe Schadstoffgehalte wie in der Raumluft von Rauchergaststätten gemessen. Eine Studie (pdf, 38S.) des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Deutschland: Drogen- und Suchtbericht 2018

Der aktuelle Bericht ist eine Bestandsaufnahme zur Verbreitung des Suchtmittelkonsums in Deutschland und gibt einen Überblick über alle neuen gesetzlichen Regelungen und Projekte im Themenfeld Drogen und Sucht. Er zeigt u.a., dass der volkswirtschaftliche Schaden durch Alkohol in Deutschland jährlich 40 Milliarden Euro beträgt. Artikel auf Spiegel Online. Bei der Vorstellung des Berichts erwähnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass die Legalisierung von Marihuana in Kanada einer "Kapitulation" gleichkomme. Artikel der Deutschen Welle, Artikel der Tageszeitung Junge Welt.

Prävention von Überdosen in Europa

2016 wurden mehr als 9'000 Menschen durch Drogenüberdosen in Europa getötet. Die Verringerung drogenbedingter Todesfälle bleibt daher eine grosse Herausforderung für die Gesundheitspolitik. Diese Analyse der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle beschreibt einige der Faktoren, die das Risiko einer tödlichen und nicht tödlichen Überdosis erhöhen, und eine Reihe von Massnahmen, die entwickelt wurden, um diese Ereignisse zu verhindern.

Studie «Armut und Schulden in der Schweiz»

Inwiefern hängen Schulden und Armut zusammen? Die Studie untersucht diesen Zusammenhang sowie bestehende Ansätze und Dienstleistungen zur Bewältigung von Verschuldung in der Schweiz. Sie kommt zum Schluss, dass herkömmliche Angebote armutsbetroffenen Menschen zu wenig Unterstützung bieten können und macht Verbesserungsvorschläge. Die Studie (pdf, 70S.) ist im Rahmen des Nationalen Programmes gegen Armut erschienen.

«Wir haben keine Opioid-Krise. Wir haben eine Krise der Ignoranz»

Nicht die Wissenschaft spielt bei der Drogenpolitik eine Rolle, sondern struktureller Rassismus und die finanziellen Interessen einer Abhängigkeitsindustrie aus Forschern, Medien und Polizei. Das sagt Carl Hart, weltweit führender Abhängigkeitsforscher. Interview mit Hart in der Republik.

Viele Babys sind zuhause Tabakrauch ausgesetzt

In vielen Haushalten werden Säuglinge durch Passivrauch gefährdet. Das zeigt eine aktuelle Studie aus dem Wilhelminenspital in Wien. Für die Studie wurden die Daten von 185 Säuglingen analysiert, die wegen schwerer Virusinfektionen der Atemwege stationär aufgenommen werden mussten. Bei knapp 48 Prozent der Säuglinge unter einem Jahr, die im Spital behandelt wurden, wird in deren unmittelbarem Umfeld geraucht. Artikel auf kurier.at, Artikel in der Fachzeitschrift Pediatric pulmonology (kostenpflichtig).

Wissensplattform AlterundSucht.ch

Das neue barrierefreie Design ist optimiert für die Zielgruppe 55+ sowie für eine Nutzung über mobile Geräte. Für alle Zielgruppen sind neu Informationen und Wissensgrundlagen zu Medikamentenkonsum und Sucht im Alter erhältlich. Für Fachleute steht neu eine Rubrik mit News, aktuellen Publikationen, Schulungen und Fachveranstaltungen zur Thematik bereit. Zudem wurden die bestehenden Texte zu Alkohol im Alter aktualisiert. www.alterundsucht.ch

Kanada legalisiert Cannabis

Ab heute darf jeder Erwachsene Cannabis in geringen Mengen kaufen, besitzen und konsumieren. Der Rest ist ein Patchwork, geregelt von Kanadas Provinzen und Territorien. Fast alle haben beschlossen, dass der zulässige Höchstbesitz 30 Gramm beträgt - in Quebec allerdings ist es mit 150 Gramm. In Nova Scotia zum Beispiel wird die Droge nur über Abgabestellen der Regierung verkauft - auch online. In British Columbia sind auch private Geschäfte zugelassen. Das Mindestalter liegt mal bei 18, mal bei 19 Jahren. In Quebec könnte es auf 21 steigen. Artikel auf tagesschau.de, Artikel der Tageszeitung taz.

Pilotprojekt Drug Checking in Basel-Stadt

Die Einnahme von psychoaktiven Substanzen mit unklarer Herkunft stellt ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Im Sinne der Prävention und Schadensminderung lanciert der Regierungsrat deshalb ein dreijähriges Pilotprojekt mit einem stationären Drug Checking-Angebot. Medienmitteilung der Abteilung Sucht im Gesundheitsdepartement BS, Beitrag auf SRF.ch

Tabakentwöhnung

Wirksame Interventionen zur Raucherentwöhnung sind: kurze und intensive Beratung durch Gesundheitsfachpersonen sowie Nikotinersatzpräparate (Mono- oder Kombinationsprodukte), Vareniclin und Bupropion. Die Unterstützung zur Entwöhnung sollte zudem eine Reihe kurzer und spezialisierter Interventionen durch Gesundheitsfachpersonen sowie interaktive Programme unter Verwendung der neuen Technologien umfassen. Trotz der Unklarheiten ist die E-Zigarette mit Nikotin wohl weit sicherer als Tabakrauchen und könnte eine neue Methode zur Unterstützung der Raucherentwöhnung sein. Artikel (pdf, 4S.) in der Zeitschrift Primary and Hospital Care.

Keine Lotterieautomaten in der Deutschschweiz und im Tessin

Der Fachverband Sucht hat zu zwei Vernehmlassungen der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz (FDKL) Stellung genommen. Der Fachverband wehrt sich gegen die Gratiswerbung für Swisslos, die in der neuen Interkantonalen Vereinbarung (IKV 2020) vorgesehen ist. Er begrüsst jedoch ausdrücklich das definitive Verbot von elektronischen Lotterieautomaten.

Diesen Mittwoch legalisiert Kanada Cannabis

Ab Mittwoch legalisiert Kanada den Verkauf von Cannabis - als zweites Land weltweit nach Uruguay. Die Legalisierung soll vor allem den illegalen Markt austrocknen. Gegner befürchten einen Anstieg des Konsums und Gefahren für Jugendliche. Artikel der FAZ.

Factsheet zur E-Zigarette

Bis der Stellenwert von E-Zigaretten einerseits als potenzielles Einstiegsmittel zum Tabakkonsum und andererseites als mögliche Unterstützung für den Rauchstopp ausreichend belegt ist, sollte man sich hüten, dieses Produkt für Kinder und Jugendliche frei zugänglich zu machen, und auch Abstand davon nehmen, es für eine Schadenreduktion oder Ausstiegshilfsmittel zu empfehlen. Diese Position vertritt zumindest ein Factsheet in der Zeitschrift Primary and Hospital Care. Die Förderation der Suchtfachleute (pdf, 3S.) hat hingegen bereits vor einiger Zeit gefordert die E-Zigarette als Mittel zur Schadensminderung anzuerkennen.

MonAM - Monitoring-System für Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (NCD)

Das MonAM besteht aus 135 Sucht- und NCD-relevanten Indikatoren. Die Daten werden aus verschiedenen, bereits bestehenden Quellen erhoben und gebündelt dargestellt. Das Monitoring-System erlaubt es, Suchtverhalten und NCDs in der Bevölkerung zu beobachten und passende Massnahmen zu entwickeln. MonAM ist am 9. Oktober gestartet und befindet sich in einer Testphase. Derzeit sind 27 Indikatoren aufgeschaltet, weitere folgen laufend. www.monam.ch

LSD. Ein Sorgenkind wird 75

1943 entdeckt der Schweizer Chemiker Albert Hofmann die ungeheure psychedelische Wirkung von LSD. 75 Jahre später erzählt die Schweizerische Nationalbibliothek die wechselvolle Geschichte dieser Substanz zwischen Wunderdroge und Sorgenkind. Die Ausstellung dauert noch bis zum 11. Januar 2019

Begrifflichkeit "Spielsucht"

Mit der Aufnahme einer Störung des Spielverhaltens (gaming disorder) in die Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) beobachtet der Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr+ in Deutschland eine zunehmende Unschärfe in der Verwendung der ursprünglich klar definierten Begrifflichkeit "Spielsucht". Stellungnahme (pdf, 1S) der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht des fdr+.

Bots beteiligen sich auf Twitter an Diskussion um E-Zigaretten

Ein US-Forschungsteam hat die Stimmungslage zum Thema E-Zigaretten auf Twitter untersucht. Dabei wurden unerwartet viele Bot-Accounts identifiziert. Zur So scheinen über 70 Prozent der Twitter-Accounts, die als Einzelpersonen auftraten, als mögliche Bots klassifiziert werden zu können. Allerdings wich die inhaltliche Ausrichtung der Bot-Tweets nicht wesentlich von denen ab, die von Menschen verschickt wurden. Demzufolge fand sich in 66 Prozent der Tweets von Individuen eine positive Grundstimmung gegenüber E-Zigaretten. Artikel auf Drugcom

Einheitsverpackungen für Zigaretten: Globaler Statusbericht

Die Publikation "Tobacco plain packaging: global status update" der Weltgesundheitsorganisation steht zum Download (Englisch, pdf, 36S.) bereit.

Bern: Ambulatorium für Jugendliche

Das Ambulatorium «für Risikoverhalten und Selbstschädigung bei Jugendlichen» AtR!Sk befindet sich im Berner Stadtzentrum. Es gehört zu den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD). Wie die Klinikleitung in einer Mitteilung schreibt, verstehe man unter «riskanten und selbstschädigenden Verhaltensweisen» etwa Selbstverletzungen, Suizidversuche, übermässiger Alkohol- oder Drogenkonsum oder besonders impulsives und delinquentes Verhalten. Beitrag auf SRF.

Mediennutzung von Kindern

Kinder, die mehr als 2 Stunden täglich vor Bildschirmen verbringen, sind nicht nur körperlich, sondern auch geistig weniger fit als ihre Altersgenossen. Die Forscher der Universität von Ottawa untersuchten insgesamt 4.520 Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren aus den USA. Die Familien wurden zu den Lebensgewohnheiten ihres Nachwuchses befragt, unter anderem zur Nutzung von Handys, Computern und Fernsehern. Artikel im deutschen Ärzteblatt.

Prävalenz des Tabakkonsums: Globaler Stautsbericht

Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco smoking 2000-2025" steht zum Download bereit (Englisch).

Tabak und Rauchen zerstören auch die Umwelt

Der Tabakanbau frisst nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immense Ressourcen. Erstmals hat die WHO die schädlichen Umweltfolgen von Tabakanbau und -verarbeitung untersucht und kommt zu dem Schluss, dass Rauchen die Umwelt zerstört und die nachhaltige Entwicklung untergräbt. Für Tabakplantagen und -verarbeitung würden Wälder abgeholzt, Böden ausgelaugt, Kohle und Holz verbrannt, heisst es in dem Bericht der WHO. Artikel auf Spiegel Online.

«Experimentierartikel» zum Betäubungsmittelgesetz: Vernehmlassung

Noch bis zum 25. Oktober läuft die Vernehmlassung zum "Experimentierartikel". Mit der Änderung sollen wissenschaftliche Pilotversuche zum legalen Verkauf von Cannabis ermöglicht werden. Der Fachverband Sucht begrüsst in seiner Vernehmlassungsantwort (pdf, 6S.) die vorgelegten Entwürfe im Grundsatz sehr. Bei einzelnen Artikeln der Verordnung ortet er jedoch Anpassungsbedarf. Dossier zu Cannabispolitik des Fachverbands Sucht.

Die Schweiz, Bollwerk der Tabakkonzerne

In Genf findet diese Woche die achte WHO-Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakkonsums statt. Die Schweiz nimmt nur als Beobachterin teil, da sie das Übereinkommen nicht ratifiziert hat. Die Ratifizierung dümpelt seit mehr als zehn Jahren im Parlament dahin. Die drei wichtigsten Tabakkonzerne der Welt haben ihren globalen oder regionalen Hauptsitz in der Schweiz. Beitrag auf Swissinfo.

Jugendlicher Alkoholkonsum in der EU

Ein neuer Bericht der WHO bietet neue Einblicke in Daten zum Alkoholkonsum von Jugendlichen über einen Zeitraum von 12 Jahren. Aus dem Bericht geht hervor, dass der Alkoholkonsum unter Jugendlichen in der Europäischen Region abgenommen hat. Doch trotz dieses Rückgangs ist er nach wie vor gefährlich hoch – ein aus gesundheitspolitischer Sicht äusserst besorgniserregender Befund.

Wie Schockbilder zum Rauchausstieg beitragen

Schön ist was anderes. Aber das ist gewollt. Zigarettenpackungen müssen grossflächig abschreckende Bildern zeigen, um auf die Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen. Studien zufolge können bildliche Warnhinweise einen Beitrag dazu leisten, Menschen zum Rauchausstieg zu bewegen. Allerdings scheinen sich weder die Risikoeinschätzung noch die Einstellungen gegenüber dem Rauchen zu ändern. Beitrag auf drugcom.de

Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle

Vom 1. bis 6. Oktober findet in Genf die achte Konferenz der Mitglieder (Vertragsparteien) der Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle (FCTC) statt. Die Schweiz ist zwar Unterzeichnerin der Konvention, jedoch neben Andorra, Liechtenstein und Monaco das letzte Land in Europa, welches die Konvention nicht ratifiziert hat. Mitteilung der Arbeitsgemeinshaft Tabakprävention.

Für ÄrztInnen: Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen

Die schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) bietet Ärztinnen und Ärzten an, den Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen zu erwerben. Der Ausweis kann von allen Fachrichtungen erlangt werden, auch von Psychiatern, die den Schwerpunkt Suchtmedizin anstreben. Weitere Infos auf den Seiten der SSAM.

Internationale Lungenfachgesellschaften warnen vor E-Zigaretten

E-Zigaretten machen genauso nikotinabhängig wie Tabakzigaretten und Kinder müssen davor konsequent geschützt werden. Um zu verhindern, dass die bisherigen Präventionsbemühungen mit E-Zigaretten unterlaufen werden und das Rauchen wieder zu einem normalen Verhalten rehabilitiert wird. Beitrag in der Schweizersichen Ärztezeitung.

Lausanne eröffnet zweiten Fixerraum in der Romandie

Nach jahrelangem politischen Widerstand können Süchtige in Lausanne nun in einem sauberen und geschützten Rahmen illegale Drogen konsumieren. Heute wird dort das erste "Fixerstübli" eröffnet. Artikel auf swissinfo.ch.

Österreichs "War on Cannabis"

Die österreichische Regierung setzt seit Jahren auf einen restriktiven Antidrogenkurs. Bei Cannabis haben sich die Anzeigen fast verdoppelt, die Anzahl der Konsumenten bleibt hingegen nahezu unverändert. Welchen Sinn hat der "Cannabis-Feldzug"? Artikel auf Addendum

Alkoholkonsum: Empfehlungen zur Kommunikation

Mit diesen Empfehlungen (pdf, 2S.) möchte die Eidg. Kommission für Alkoholfragen zur Klärung der Begrifflichkeiten beitragen. Die begriffliche Abstimmung unter den verschiedenen Akteuren ist wichtig. Insbesondere in der Schweiz, wo die gleichen Botschaften in mindestens drei verschiedene Sprachen aufeinander angepasst werden müssen.

Kann Kiffen ein amotivationales Syndrom auslösen?

Antriebslos dümpeln sie in den Tag hinein. Das stereotype Bild vom demotivierten Kiffer wurde in den 1960er Jahren geprägt und hält sich teils bis heute. Oder gibt es tatsächlich ein so genanntes amotivationales Syndrom durch Cannabiskonsum? Neuere Studien werfen die Frage auf, ob nicht doch ein Körnchen Wahrheit hinter dem Klischee steckt. Beitrag auf Drugcom.de

Weltdrogenkommission fordert "Ende der Politik von Verboten"

Regierungen sollten das Geschäft mit den Drogen selbst regulieren - und es nicht kriminellen Banden überlassen. Das fordert die Weltkommission für Drogenpolitik GCDP in ihrem neuen Bericht "Regulation: The Responsible Control of Drugs". Die Mitglieder der GCDP machen Vorschläge, wie das gelingen kann. Artikel auf Spiegel Online. Die Republik hat mit der Vorsteherin der GCDP gesprochen. In diesem Interview erläutert Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss warum der Krieg gegen die Drogen beendet werden muss - mit einer Regulierung der Produktion und des Verkaufs von Kokain.

2. Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

Die zweite Stakeholderkonferenz Sucht fand zum Thema «Chancengleichheit in der Suchthilfe» statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Trend in Amerikas Schulen: Die E-Zigaretten-Plage

In Amerika rauchen zwei Millionen Minderjährige E-Zigaretten, obwohl es das Gesetz verbietet. Die amerikanische Arzneimittelbehörde will sich das nicht länger tatenlos ansehen. Deshalb kündigte sie an, das Verkaufsverbot strenger zu kontrollieren und Händler, die an Minderjährige verkaufen, streng zu bestrafen. Artikel der FAZ.

Jeder 20. Todesfall geht auf Alkohol zurück

Laut dem Global status report on alcohol and health 2018 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr rund drei Millionen Menschen weltweit durch Alkoholkonsum - das sind mehr als durch Aids, Gewalt und Verkehrsunfälle zusammen. Am stärksten betroffen sind Männer - sie machen drei Viertel der alkoholbedingten Todesfälle aus. Beitrag auf Spiegel Online, Artikel auf watson.

Trotz Sprachbarrieren über Alkohol sprechen

Seit diesem Sommer haben Bezugspersonen im Migrationsbereich die Möglichkeit, Alkohol trotz Sprachbarrieren zum Thema zu machen. Das visuell geprägte Arbeitsmaterial fördert einen gesunden Umgang mit Alkohol und erleichtert das Ansprechen von missbräuchlichem Alkoholkonsum. Initiiert wurde das Projekt vom Blauen Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg.

QuaTheSI: KlientInnen-Zufriedenheit in den Institutionen der Suchthilfe

Die Erhebung der KlientInnen-Zufriedenheit in den Einrichtungen der Suchthilfe fand im März 2018 statt. Nun liegt der Gesamtbericht (pdf, 57S.) vom ISGF zur KlientInnen-Zufriedenheit in stationärer Suchttherapie 2018 vor. Die Zufriedenheitsbewertungen fallen generell hoch aus.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 3S.) der at-informationen (Herbst 2018) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Neue Produkte: Juul: ein Trend?
  • Tabakindustrie: Heimliche Tabakwerbung in den sozialen Medien
  • Tabakindustrie: Der heuchlerische Traum von der rauchfreien Welt
  • Tabakindustrie: Köder für die Detailhändler

Nationalrat will Studien zu Cannabis erlauben

Mit einer knappen Mehrheit von 98 zu 92 Stimmen unterstützt die grosse Kammer einen Experimentierartikel für Cannabis-Versuche. SVP- und CVP-Vertreter hatten vergeblich dagegen gehalten (Ratsprotokoll der Motionen 17.4111 - 17.4114). Damit vollzog der Nationalrat eine Kehrtwende. Noch im Juni hatte der Rat eine gleichlautende Motion knapp abgelehnt. Die Motion verlang, dass ein Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz verankert wird, um Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Über diesen Vorstoss muss noch der Ständerat entscheiden. Bereits Im Juli startete der Bundesrat eine Vernehmlassung zum Experimentierartikel, die noch bis zum 25. Oktober dauert (Infoset berichtete). SDA-Meldung, Artikel auf 20 Minuten.

Gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region

Zur Förderung der Gesundheit von Kindern in der Europäischen Region der WHO hat das Regionalbüro für Europa die Strategie zur Förderung der Gesundheit entwickelt. Die Umsetzung der Strategie wurde durch Länderprofile überwacht, die auf Grundlage vorhandener Gesundheitsdaten und einer an alle 53 Gesundheitsministerien in der Europäischen Region versandten Erhebung zusammengestellt wurden. Dieser Bericht fasst die Antworten der Länder zusammen und soll der Überprüfung der erzielten Erfolge und der Behebung von Lücken dienen.

U.S. Senat verabschiedet Gesetzespaket zur Bekämpfung der Opioidkrise

Mit 99 zu 1 Stimme hat der U.S. Senat am 17. September 2018 ein Gesetzespaket verabschiedet, das die Opioidkrise bekämpfen soll. Parteiübergreifend haben Demokraten und Republikaner den Weg frei gemacht, dass dem bislang sehr leichten Zugang zu Opioiden über den Postversand – meist aus China – durch schärfere Kontrollen bei den Versanddiensten ein Riegel vorgeschoben wird. Beitrag in der Washington Post.

Kein Alkohol in der Schwangerschaft: Petition in Deutschland fordert Kennzeichnungspflicht

Mit einer Petition fordert die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) in Deutschland die verpflichtende Kennzeichnung alkoholischer Getränke. Zudem soll dazu ein neues Logo eingesetzt werden. Das bisherige meist im Ausland verwendete Logo ist ein Verbotszeichen mit einer durchgestrichenen schwangeren Frau, die ein Glas in der Hand hält. Das neue Logo stellt eine informierte und selbstbestimmt handelnde Frau dar, die sich zum Schutz ihres Kindes bewusst gegen Alkohol in der Schwangerschaft entscheidet. Zur Petition, Mitteilung von NACOA.

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen

Laut dem Jahresbericht 2017 (pdf, 6S.) betrug die durchschnittliche jährliche Auslastung der stationären Therapieeinrichtungen 87%. Damit hat sich die Auslastung gegenüber dem Vorjahr nicht geändert und bleibt auf hohem Niveau stabil.

Reaktion der europäischen Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten

Dieser Bericht der WHO enthält pragmatische und realistische konzeptionelle Empfehlungen, wie sich die nationaeln Gesundheitssysteme stärken lassen, damit sie effektiver auf die von nichtübertragbaren Krankheiten ausgehenden Herausforderungen reagieren können.

Nationalrat setzt bei Cannabis auf Repression

Der Nationalrat will kein Hanfgesetz. Er hat eine parlamentarische Initiative (17.440) der Grünen abgelehnt, die eine umfassende Regulierung von Cannabis verlangten. Das Gesetz sollte Anbau, Handel, Konsum, Jugendschutz und die Besteuerung regeln. Artikel der Aargauer Zeitung.

Die E-Zigarette Juul kommt in die Schweiz

Juul schlägt in den USA mittlerweile alle anderen E-Zigaretten. Auf Instagram wird das trendige Gerät seit Monaten gehypt. In der Schweiz könnte das stark nikotinhaltige Produkt wegen einer Gesetzeslücke sogar an Minderjährige verkauft werden.Eine Parlamentsvorlage für das Tabakproduktegesetz, das Einschränkungen in Bezug auf Werbung und Verkauf an Minderjährige vorsieht, wird vom Bundesrat allerdings erst Ende Jahr verabschiedet. Bis das Gesetz in Kraft treten kann, vergehen voraussichtlich weitere zwei bis drei Jahre. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf Tages Anzeiger Online.

Pablo Escobars Fluch

Kolumbianer versuchen verzweifelt, das Kokain- und Escobar-Klischee loszuwerden. Dann kommt die nächste Drogenschwemme. Statistiken des Justiz- und Verteidigungsministeriums zufolge sind die Flächen für den Anbau der Kokapflanze allein zwischen 2013 und 2017 um das Dreifache angewachsen, auf 209'000 Hektaren. Dass das Kokain auf den Strassen von Zürich, New York oder Barcelona in jüngster Zeit billiger geworden ist, liegt auch an der Entwicklung in Kolumbien. Artikel vom Tages Anzeiger.

Amphetaminkonsum: Neuer Selbsttest kann Risikoprofil erstellen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland hat auf Drugcom einen neuen Online-Selbsttest veröffentlicht. Mit ihm können Amphetaminkonsumenten anonym und qualitätsgesichert ein persönliches Risikoprofil erstellen und so Hinweise auf eine mögliche Abhängigkeit erhalten.

Kooperation zwischen Selbsthilfe und Suchthilfe

Ziel der Publikation ist es, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu fördern, Skepsis abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Angebotsarten zu fördern. Beschreibungen von Selbsthilfeorganisationen und Vereinen, Beispiele für konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie Auszüge aus Erfahrungsberichten runden die Publikation ab. Die Publikation wurde mit der Unterstützung einer Begleitgruppe aus VertreterInnen von Selbsthilfeorganisationen und Suchthilfe erstellt. Die Publikation (pdf, 48) «Kooperation zwischen Selbsthilfe und Suchthilfe» von Infodrog ist online erhältlich.

US-Behörde erklärt E-Zigaretten zur "Epidemie"

Die Zahl der amerikanischen Schüler, die elektrische Zigaretten rauchen, steigt dramatisch. Der Chef der Arzneimittelbehörde will besonders beliebte Produkte deshalb verbieten. Artikel der Tageszeitung Welt, Artikel in der Washington Post.

Ein Cannabis-Lehrstuhl an der Uni Bern?

Die Hanfpflanze birgt ein grosses medizinisches Potenzial. Eine Gruppe von Politikern von links bis rechts fordert deshalb die Einrichtung eines Cannabis-Lehrstuhls an der Uni Bern. Artikel im Bund.

mHealth - Schwerpunkt im Spectra Online

Apps auf mobilen Geräten wie Smartphones eröffnen in der Prävention und Gesundheitsförderung viele Möglichkeiten. Die aktuelle Ausgabe (121, September 18) von Spectra (vom BAG) informiert über Gesundheits-Apps und die damit verbundene Datensicherheit für Anwender und Entwickler.

Gesundheitsbericht der WHO

Die Europäer leben länger und gesünder, aber viele können nicht von ihren Lastern lassen. Rauchen, Alkohol und Übergewicht seien in vielen Staaten ein Problem, geht aus dem neuesten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (auf Englisch) für die Europäische Region hervor. Der Bericht zeigt, dass die Raucherquote in der Europäischen Region höher ist als in allen anderen Regionen der WHO. Rund ein Drittel der Bevölkerung ab 15 Jahren raucht. Während der Alkoholkonsum allgemein zurückgeht, ist der Konsum unter Erwachsenen noch immer höher als in allen anderen WHO-Regionen. Die Konsummengen unterscheiden sich zwischen den Ländern erheblich: sie liegen zwischen 1 und 15 Litern jährlich pro Kopf. Medienmitteilung der WHO. Artikel auf watson, Artikel auf Spiegel Online, Artikel der FAZ.

Experiment Nichtrauchen geht in die neue Runde

Mit dem Beginn des Schuljahres 2018/2019 findet auch wieder die Ausschreibung zum Schulwettbewerb "Experiment Nichtrauchen" statt. Lehrpersonen können Ihre Klassen, bis zum 31. Oktober 2018 anmelden. www.experiment-nichtrauchen.ch

Hepatitis C – Eine Erfolgsgeschichte

Hepatitis C zu behandeln, hat sich zu einer dankbaren ärztlichen Handlung entwickelt: fast jede Therapie verläuft erfolgreich, glückliche Patienten gehören zur ­Tagesordnung. Die Hausärztin kann den grössten Teil der Abklärung und Behandlung selbst durchführen und somit an dieser Entwicklung direkt teilhaben. Beitrag in Fachzeitschrift Primary and Hospital Care.

«Ein Glas pro Tag raubt Lebensjahre»

Vom «Blick» über «20Minuten» bis zur «BaZ» haben etliche Medien Alarm geschlagen. Laut Infosperber mangelt es der Berichterstattung aber an statistischem Grundwissen.

Alkohol in der Schwangerschaft: Die Gesellschaft ist gefordert

Rund zwei von hundert Neugeborenen in Europa kommen auf Grund des Alkoholkonsums ihrer Mutter während der Schwangerschaft mit Beeinträchtigungen zur Welt. Zum kommenden 9. September, dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes, ruft die Stiftung Sucht Schweiz dazu auf, es schwangeren Frauen zu erleichtern, möglichst auf den Alkoholkonsum zu verzichten. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Beitrag auf SRF.

Kulturtour - 30 Jahre Kirchliche Gassenarbeit Bern

Seit dreissig Jahren setzt sich die Kirchliche Gassenarbeit Bern für Menschen ein, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Gasse haben. Zu diesem Jubiläum organisert die Gassenarbeit Bern in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturbetrieben der Stadt und Region Bern eine Kulturtour. Die verschiedenen Veranstaltungen finden zwischen September und Dezember statt.

Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz

Dies beiden Faktenblätter präsentieren die Ergebnisse zum Alkoholkonsum (pdf, 2S.) und zum Rauchen (pdf, 2S.) während der Schwangerschaft oder Stillzeit aus der Suchtmonitoringbefragung, die in den Jahren 2011-2016 in der Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt wurden. Die Resultate zeigen, dass fast jede fünfte (17.7%) schwangere oder stillende Frau mindestens wöchentlich und jede hundertste täglich oder fast täglich Alkohol konsumiert. Bezogen auf die 85'000 Lebendgeburten in der Schweiz im Jahr 2017 sind schätzungsweise 1700 Fälle von FASD und 170 bis 425 Fälle von FAS pro Jahr zu verzeichnen. Beim Tabakkonsum zeigt sich, dass rund 7% der Frauen (6,8%), die in den letzten fünf Jahren schwanger waren, bei ihrer letzten Schwangerschaft geraucht zu haben (6,2% reduzierten ihren Konsum, und 0,6% rauchten so viel wie vorher). Die Auswertung (pdf, 20S.) von Sucht Schweiz zum Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz ist online erhältlich.

«Edi – Leben am Limit»

Dies der Name der neuen Podcastserie von SRF, in der zwei Journalistinnen in das Leben eines Gesetzesbrechers eintauchen und gemeinsam mit ihm seine unglaubliche Geschichte rekonstruieren. Edi ist quasi eine personifizierte Langzeitstudie über unseren Umgang mit Resozialisierung und therapeutischen Massnahmen, mit Drogensüchtigen und Kriminellen, mit sogenannten «hoffnungslosen» Fällen.

Tabakmultis locken mit neuen Mitteln

Mit neuen Geräten zum Tabakkonsum will Philipp Morris in die Zukunft und verspricht: gleicher Genuss, weniger Schadstoffe. Denn die Schweizer rauchen weniger und weniger, was auch die Tabakmultis bemerkt haben. Mit allen Mitteln wollen sie die Nikotinsüchtigen nun bei der Stange halten. Beitrag im 10vor10.

Krebs durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum

Ziel dieser Studie ist es, die absoluten Zahlen und die Anteile der durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum bedingten Krebsfälle in Deutschland für das Jahr 2018 abzuschätzen. Die Studie zeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der Krebsneuerkrankungen auf Rauchen (19%) und hohen Alkoholkonsum (2%) zurückzuführen ist. Um die Verbreitung dieser Risikofaktoren und die dadurch bedingte Krebslast einzudämmen, ist eine konsequentere Prävention dringend notwendig. Artikel auf aerzteblatt.de, Artikel auf Spiegel Online

Kann Cannabiskonsum ein amotivationales Syndrom auslösen?

Die Frage, ob Cannabis ein dauerhaftes amotivationales Syndrom erzeugen kann, schien wissenschaftlich bereits zu den Akten gelegt zu sein. Studien legten nahe, dass vermutlich andere Grunderkrankungen wie Depressionen einem demotivierten Zustand zugrundliegen und Cannabiskonsum nur eine Folge oder Begleiterscheinung einer angeknacksten Psyche ist. Neuere Studien liefern jedoch Hinweise, dass es bei Dauerkiffern womöglich doch zu längerfristigen Veränderungen in der Hirnchemie kommen könnte. Diese Veränderungen können zur Folge haben, dass Betroffene bestimmte Dinge oder Ziele als nicht mehr so erstrebenswert erachten. Eine endgültige Antwort liefern diese Studien allerdings auch nicht. Artikel auf Drugcom

Grosse Studie zu E-Zigaretten läuft

Seit vier Monaten ist es auch in der Schweiz legal, nikotinhaltige Flüssigkeiten zu verkaufen. Seither zieht das Geschäft mit den Dampfgeräten kräftig an. Doch wie gefährlich die Substanzen sind, ist wissenschaftlich unklar. Nun sollen die E-Zigaretten erstmals gründlich untersucht werden. Beitrag im 10vor10, Artikel mit weiteren Infos auf SRF.

Strategie der Tabakkonzerne: Wie man neue Raucher heranzieht

Die Tabakkonzerne wollen weg vom Image der Krankmacher. Zumindest in Europa und den USA. In Afrika setzen sie weiter darauf, immer mehr Menschen möglichst früh an die Zigarette zu gewöhnen. Beitrag auf Spiegel Online.

Wie die soziale Phobie problematischen Cannabiskonsum fördert

Bekannt ist, dass sozial ängstliche Menschen stärker gefährdet sind, eine Cannabisabhängigkeit zu entwickeln. Eine neue Studie hat Hinweise dafür geliefert, welcher psychologische Mechanismus der Problematik zugrundliegen könnte. Artikel auf Drugcom

Australien: Eine Packung Zigaretten kostet bald 16,80 Euro

Menschen in Australien müssen künftig deutlich mehr für Zigaretten zahlen, weitere Preiserhöhungen für die kommenden Jahre sind bereits geplant. Der Staat will seine Bürger vom Rauchen abhalten - und Milliarden einnehmen. Artikel auf Spiegel Online

Alkohol und Tabak schädigen Blutgefässe bereits im Jugendalter

Die Versteifung und Verfettung der Arterien (Atherosklerose) beginnt nicht erst im fortgeschrittenen Lebensalter. Schon bei Kindern und Jugendlichen findet man oft erste Zeichen einer solchen Gefässalterung. Zu den wichtigsten Brandbeschleunigern punkto Atherosklerose zählen nachweislich Tabakrauch und ein zu tiefer Blick ins Glas. Beides führt schon bei Jugendlichen zu nachweisbaren Veränderungen. Artikel auf NZZ Online.

Drug-Checking in Bern

In Bern begleitet "follow me.reports" vom ZDF den Sozialarbeiter Roman von dib+ (Drogeninfo Bern Plus). Der Sozialarbeiter arbeitet beim CONTACT Bern, die unter anderem die Nightlife-Angebote dib+ und rave it safe führt. Die beiden Angebote sind aufs Drug Checking, Information und Kurzberatung spezialisiert und richten sich an Konsumierende von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen. Beitrag (13 Min.) auf Funk.

Psychische Gesundheitskompetenz und Stigma

Die Hauptziele des Forschungsprojekts bestehen darin, die psychische Gesundheitskompetenz sowie stigmatisierende Einstellungen gegenüber Personen mit psychischen Störungen in einer Stichprobe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die eine tiefe/hohe Gesundheitskompetenz bzw. stigmatisierende Einstellungen vorhersagen. Erste Resultate sind auf den Seiten des ISGF erhältlich.

Konsum alkoholischer Getränke je Kopf der Wohnbevölkerung in der Schweiz

Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) war bis Ende 2017 für die Umsetzung des Alkoholgesetzes zuständig. Anfang 2018 wurde die EAV in die Eidg. Zollverwaltung integriert EZV. Das EZV hat nun die aktuellen Zahlen (pdf, 1S.) für 2017 zum Alkoholkonsum veröffentlicht.

Niederlande: Riesiger Umsatz mit synthetischen Drogen

Die niederländische Polizei-Akademie hat eine neue Studie zur Produktion von synthetischen Drogen in den Niederlanden veröffentlicht. Die Erkenntnis daraus ist, dass in den Niederlanden im Jahr 2017 für rund 19 Milliarden Euro synthetische Drogen produziert wurden. Es gibt sowohl grosse als auch kleine Labors. Die Grösse der Labors könne aus der Menge der illegal entsorgten Abfälle in Naturschutzgebieten erahnt werden, Artikel auf NieerlandeNet, Beitrag auf SRF. Sucht-Experte Frank Zobel erklärt, warum auch Schweizer Konsumenten ihre Pillen aus den Niederlanden beziehen und wie der Handel mit synthetischen Drogen hierzulande funktioniert, Beitrag auf SRF

Dreiteilige Serie zu LSD im Magazin Republik

  • Teil 1: Was ein katholischer Orden mit der Entdeckung von LSD zu tun hat. Und warum jahrhundertealte Gemälde einen Höllentrip zeigen. Teil I unserer Serie
  • Teil 2: Wie LSD unsere Vorstellung von der Psyche verändert hat – und unser Bild vom Menschen
  • Teil 3: Wie LSD heute die Psychiatrie verändern könnte – und warum das ausgerechnet in der nüchternen Schweiz geschieht. Teil III dieser Serie.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 3/2018 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Das neue Tabakpräventionsprogramm des Kantons Freiburg

Der Kanton Freiburg kündigt die Weiterführung seines Engagements im Bereich der Tabakprävention an und zieht eine positive Bilanz zu den Massnahmen, die seit 2009 umgesetzt werden. Im Hinblick auf die Anpassung seiner Strategie und die Ergänzung der Massnahmen präsentiert er sein Kantonales Tabakpräventionsprogra mm 2018‒2021. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Direktion für Gesundheit und Soziales.

Substanzmonitoring in den K+A

Seit 2016 werden in sämtlichen Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) periodisch Befragungen zum Konsum psychoaktiver Substanzen in den Konsumräumen durchgeführt und im Rahmen eines jährlichen Berichts veröffentlicht. Ein erster Vergleich der Zahlen aus den Jahren 2016 und 2017 deutet darauf hin, dass insgesamt von einer sehr stabilen Konsumsituation (bzgl. Substanzen und Applikationsformen) in den Konsumräumen der K+A in der Schweiz ausgegangen werden kann. Das Substanzmonitoring 2017 (pdf, 18S.) steht zum Download auf den Seiten von Infodrog bereit.

Drogen - Eine Weltgeschichte

Drogen haben seit Anbeginn der Zivilisation die Menschen begleitet. "Terra X" spürt Drogen und ihrem Gebrauch an den Fundorten nach: in Europa, Nordafrika, Asien und Mittelamerika. Teil 1 erzählt von Drogen in Antike und Frühgeschichte. Erhältlich in der Mediathek vom ZDF.

Uruguay: Ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis

2013 sorgte Uruguay weltweit für Aufsehen, als das Land entschied, Cannabis weitgehend zu legalisieren. Inzwischen darf jeder nach einer Registrierung die Pflanze anbauen – entweder zu Hause oder gemeinschaftlich in einem der mehr als 100 sogenannten «Cannabis-Clubs». Vor einem Jahr startete in einigen Apotheken des Landes zudem der öffentliche Verkauf der Droge. Wie hat die Legalisierung das Land verändert? Artikel der Tageszeitung Bund.

«Informier dich, wenn das Spiel mit dir spielt»

16 Deutschschweizer Kantone lancieren eine Kampagne zur Sensibilisierung für Spielsucht bei Sportwetten. Im Fokus steht der Fussball, wo am meisten gewettet wird. Mit Köbi Kuhn und der Unterstützung diverser Fussballclubs wird ein breites Publikum für die Gefahren eines problematischen Wettverhaltens sensibilisiert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. www.sos-spielsucht.ch

«Der Staat muss den Drogenmarkt regulieren und die Gefahren in den Griff bekommen»

Sie sind alte Weggefährten, die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss und der Psychiater Ambros Uchtenhagen. Einst engagierten sie sich für die kontrollierte Heroinabgabe. Heute kämpfen sie für eine Entkriminalisierung aller Drogen. Die NZZ hat beide zu einem Gespräch eingeladen.

IBK-Preis für Gesundheitsförderung & Prävention

Am 11. April 2019 wird der Preis der Internationalen Bodensee Konferenz IBK für Gesundheitsförderung und Prävention zum 7. Mal verliehen. Projekte aus Vorarlberg, Baden-Württemberg, Bayern, dem Fürstentum Liechtenstein sowie den Schweizer Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich können sich dafür bewerben. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2018. www.ibk-gesundheit.org

Selbst das eine Bierchen ist schon ungesund

Eine Studie, die Daten von 28 Millionen Menschen nutzt, zeigt: Alkohol schadet ab dem ersten Tropfen. Und ist weltweit für noch mehr Tote verantwortlich als gedacht. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Spiegel Online.

Kiffen statt Rauchen?

In den USA rauchen immer weniger Menschen Zigaretten. Im Gegenzug ist dort der Anteil der Personen, die täglich Cannabis konsumieren, gestiegen. Gibt es womöglich einen Zusammenhang? Artikel auf drugcom

Die erste Zigarette mit elf

Tatsächlich beginnen insgesamt immer weniger junge Menschen mit dem Rauchen. Aber jene, die doch zu den Zigaretten greifen, sind heute deutlich jünger als noch vor ein paar Jahren. In der Altersgruppe der Elf- bis 15-Jährigen hat die Anzahl der Raucher in vielen Regionen Europas sogar zugenommen. Artikel der Süddeutschen Zeitung

Basler FDP verlangt vollständige Drogenlegalisierung

Die Freisinnigen verlangen in ihrem neuen Parteiprogramm die vollständige Legalisierung aller Drogen. Die FDP-Grossrätin Martina Bernasconi sagt: «Es ist ein echtes Anliegen, das von einer grossen Mehrheit unserer Mitglieder getragen wird. Das ist die Zukunft.» Mit ihrer Haltung überrumpelt die Basler FDP die nationale Mutterpartei. Die Forderung geht nationalen FDP-Politikern zu weit, Beitrag auf SRF. Der Basler-Vorschlag spaltet die Aargauer FDP, Artikel der Aargauer Zeitung

Empfehlungen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C

Die WHO hat ihr Empfehlungen aktualisiert. Die Publikation (pdf, 108S.) "Guidelines for the care and treatment of persons diagosed with chronic hepatitis C virus infection" steht zum Download bereit.

Süchtig nach Shopping

Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Jetzt kommt die Designer-E-Zigarette Juul

Ihre Produkte strahlen Coolness aus. Die Firma Juul aus San Francisco wächst mit ihren elektronischen Zigaretten rasant: Innerhalb von acht Monaten stieg ihr Marktanteil bei E-Produkten in den USA von 30 auf fast 70 Prozent. Der Umsatz hat sich in einem Jahr verachtfacht. Bald kommt Juul in die Schweiz. In den USA hat das Unternehmen Klagen am Hals. Artikel auf bernerzeitung.ch. (Infoset berichtete)

Lotterie- und Wettumsatz rückläufig

Mit Schweizer Lotterien und Wetten wurden im Jahr 2017 2,81 Milliarden Franken umgesetzt, wie aus der am 17. August 2018 veröffentlichten Lotterie- und Wettstatistik des Bundesamtes für Justiz (BJ) hervorgeht. Gegenüber 2016 (2,99 Milliarden Franken) ist der Umsatz um fast 180 Millionen Franken zurückgegangen, was einem Rückgang von rund 6,4% entspricht. Medienmitteilung vom Bundesamt für Justiz.

Wer mit Rauchern aufwächst, stirbt eher an einer Lungenkrankheit

Amerikanische Forscher haben erstmals einen Zusammenhang aufgezeigt zwischen Rauchexposition in der Kindheit und einem Sterberisiko durch Lungenerkrankungen im Alter. Artikel der NZZ.

Gamescom 2018: Mit Videospielen verantwortungsvoll umgehen

Anlässlich der Computerspielmesse "Gamescom", die vom 21. bis zum 25. August 2018 in Köln stattfindet, weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Risiken einer exzessiven Mediennutzung und Videospielsucht hin. Um Jugendliche vor exzessiver Computerspiel- und Internetnutzung zu schützen, hat die BZgA das Präventionsangebot "Net-Piloten" für Schulen entwickelt. Bei dem auf dem Peer-Ansatz beruhenden "Net-Piloten"-Konzept werden Mädchen und Jungen ab 14 Jahren speziell geschult, um als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen ihr Wissen zur eigenverantwortlichen, maßvollen Nutzung von Smartphones und Computern an jüngere Jahrgänge weiterzugeben. Medienmitteilung der BZgA.

Mehr Drogentote in den meisten US-Bundesstaaten

In den USA ist die Zahl der durch Überdosis Gestorbenen deutlich gestiegen. Die meisten Opfer gab es in Florida, Kalifornien, Pennsylvania und Ohio. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Alkohol-Testkäufe: Knapp ein Drittel der Verkaufsstellen hält sich nicht an Vorschriften

Im vergangenen Jahr sind schweizweit insgesamt rund 7225 Alkohol-Testkäufe durchgeführt worden. In rund 29 Prozent aller Fälle sind alkoholische Getränke verkauft worden, obwohl die Testkäuferinnen und -käufer die gesetzliche Alterslimite dafür nicht erfüllten. Dies entspricht einer Abnahme von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang dürfte in erster Linie auf die veränderte Zusammensetzung der Testkäufe zurückzuführen sein. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV, Medienmitteilung der EZV.

Alkohol nicht in allen Freizeitaktivitäten gleich präsent

Bei Freizeitaktivitäten ist häufig Alkohol im Spiel. Eine neue Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zeigt nun, dass es je nach Sportart grosse Unterschiede gibt. Am häufigsten wird Alkohol auf der Skipiste konsumiert. So gaben 19 Prozent der Snowboarder an, sie stünden beim Sport oft oder gelegentlich unter Alkoholeinfluss. Auch auf 15 Prozent der Skifahrer trifft dies zu. Diese und viele weitere Erkenntnisse liefert die neue bfu-Statistiksammlung STATUS 2018 (68S.). Darin werden auch die jährlichen Unfallkosten neu beziffert. Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, mehr als 2400 sterben. Artikel auf SRF

Wie Babys schon im Mutterleib geschädigt werden

Wie weit prägen Umwelt, Verhalten und «Sünden» werdender Mütter ihre Kinder? Kann oder muss bereits vor der Geburt auf das Baby Einfluss genommen werden, um ihm einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen? Und was kann es für einen Menschen bedeuten, wenn die Weichen für sein Leben bereits durch den Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft gestellt worden sind? Ein «NZZ Format»: 23. August, um 23.00 Uhr auf SRF 1.

Kinder suchtkranker Eltern

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Deutschland hat das Dossier "Kinder suchtkranker Eltern" (pdf, 6S.), das erstmals 2012 erschienen ist, überarbeiten lassen. Neben grundlegenden Informationen enthält das Dossier auch rechtliche und pädagogische Aspekte, umfangreiche Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner.

Wer stark auf Alkohol reagiert, dem macht auch Schlafmangel zu schaffen

Ein Team von Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und dem Forschungszentrum Jülich konnte in einer Untersuchung nachweisen, dass Personen, die besonders stark von Alkohol beeinträchtigt werden, auch empfindlich auf Schlafentzug reagieren. Medienmiitteilung des DLR, Mitteilung auf Praevention.at

Jede dritte Ecstasy-Pille ist riskant dosiert

Die Jugendberatung Streetwork hat an der Street Parade insgesamt 62 Substanzen getestet. Bei 19 davon handelte es sich um Ecstasy-Tabletten (Wirkstoff MDMA), dazu kamen 12 MDMA-Proben in kristalliner Form und 18 Kokainproben. Daneben wurden auch Amphetamin und LSD getestet. Das Resultat: Rund ein Drittel der Substanzen sind als riskant eingestuft worden, sieben Substanzen sogar als hoch riskant. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Vernehmlassungsantworten: Tabakproduktegesetz soll zum Rückschritt werden!

Vertreter aus der Wirtschaft nutzen die Vernehmlassung zum neuen Tabakproduktegesetz, um Druck auszuüben auf bestehende Massnahmen zum Schutz vor Tabakwerbung. Das zeigt die Auswertung der Vernehmlassungsantworten durch die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Computerspielen kann als psychische Störung diagnostiziert werden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 18. Juni die neue, nunmehr elfte Fassung des International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems veröffentlicht, kurz ICD-11. Die Aufnahme der Computerspielsucht ist umstritten: Es besteht die Gefahr der Individualisierung von sozialen Problemen, Exzessives Computerspielen ist dann nicht mehr Ausdruck anderer Probleme im Leben oder von Lebenskrisen, die vielleicht mit Armut, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit oder Schicksalsschlägen zu tun haben. Stattdessen wir Computerspielsucht diagnostiziert. Und gemäss dem herrschenden Paradigma in der psychiatrischen Forschung haben sie damit eine Gehirnstörung, die dann am besten auch dort behandelt wird. Beitrag von Stephan Schleim auf Telepolis.

Street Parade 2018: Schlussbilanz von Schutz & Rettung Zürich

Die hohen Besucherzahlen und die heissen Temperaturen bewirkten eine Zunahme der Behandlungen (25%) an den Sanitätsposten von Schutz & Rettung. Wegen übermässigem Alkohol-und/oder Drogenkonsum mussten die Einsatzkräfte insgesamt 277 Personen behandeln, dies entspricht dem Wert des Vorjahres (273). Davon wurden bis zum Morgengrauen 87 Personen zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle (NUK) transportiert (Vorjahr 90). Medienmitteilung des Sicherheitsdepartementes der Stadt Zürich, Beitrag auf SRF.

Generation Smartphone

Im Projekt «Generation Smartphone» haben acht Erwachsene und acht Jugendliche gemeinsam zur Smartphone-Nutzung von dreissig Jugendlichen geforscht. Durch den partizipativen Forschungsansatz – Jugendliche beteiligen sich aktiv am Forschung sprozess – wurden die Sichtweisen der Jugendlichen systematisch miteinbezogen. Die Studie zeigt, dass Jugendliche das Handy durchaus sinnvoll nutzen. Sie zeigt aber auch: Ein Leben ohne das Gerät ist für Jugendliche nicht mehr vorstellbar. Der Forschungsbericht (pdf, 73S.) der FHNW und ZHAW steht zum Download bereit, Radiobeitrag auf SRF1. www.generationsmartphone.ch

Deutschland: Kinder-Medien-Studie 2018

Zum zweiten mal präsentiert die Studie detaillierte Einblicke in die Lebensrealität der vier- bis 13-Jährigen Kinder in Deutschland. Der Studie zufolge gehen die Kidner souverän mit der Digitalisierung um und halten eine Balance zwischen analogen und digitalen Beschäftigungen. 70% der Befragten Kinder lesen Bücher oder Zeitschriften, "mit Freunden zusammen sein" (89%) und "im Freien spielen" (81%) sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen. Trotzdem bezeichnen sie das Internet als "das coolste Medium, das es gibt" und das Smartphone steht bei den Kindern mit 41% ganz oben auf der Wunschliste. Gesellschaftsspiele und Spielekonsolen sind mit je 25% weniger stark nachgefragt. Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Artikel auf Zeit Online. www.kinder-medien-studie.de

YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen

Im Jahr 2011 lancierte das Blaue Kreuz Bern einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mittlerweile sind 178 Kurzfilme aufgeschaltet. Besonders auf Interesse stossen dieses Jahr Kurzfilme zum Tabak- und E-Zigarettenkonsum. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, www.youtube.com/suchtpraeventionbe

Effektivität der stationären Alkoholentwöhnung: Was ist mit den Non-Respondern?

Mit der Non-Responder-Studie wurde eine systematische Untersuchung der Erfolgsquoten in der stationären Alkoholentwöhnung unter Einbeziehung der Spät-Antwortenden durchgeführt. Die über drei Jahre laufende Studie hat gezeigt, dass die bisherigen Berechnungsformen den Erfolg der Alkoholentwöhnungsbehandlung unterschätzen. Die Studienergebnisse können deshalb als Ausgangspunkt für eine Diskussion der Berechnungsformeln der katamnestischen Erfolgsquoten dienen. Zudem wurden Gründe für das Nicht-Antworten identifiziert. Eine Studie der Charité

Niederländischer Trend: Rauchfreie Terrassen und Strassen

Rauchfreie Strassen scheinen in den Niederlanden ein neuer Trend zu werden. In Rotterdam haben diverse Hochschulen und die Universitätsklinik Erasmus Medisch Centrum ein Rauchverbot für die Strassen beantragt, die die genannten Einrichtungen umgeben. Neben dem Rauchverbot für bestimmte Strassen sind nun auch die Aussenbereiche von Strassencafés und Kneipen im Gespräch. Werden die Rauchenden von den niederländischen Strassen verschwinden? Beitrag auf NiederlandeNet.

CONTACT Jubiläumsaktion in Bern am 16. August 2018

CONTACT feiert drei langjährige niederschwellige Angebote in der ambulanten Suchthilfe mit einer Jubiläumsaktion in Bern: CONTACT Suchtbehandlung, Citypflege und La Strada. Am 16. August zeigen die drei Angebote von 10 bis 16 Uhr auf der Kleinen Schanze in Bern mit einem symbolischen Perimeter und drei Ständen die Bereiche der Schadensminderung auf, die sie abdecken. Passantinnen und Passanten sind herzlich eingeladen, sich insgesamt 70 Jahre Arbeit und drei Angebote von CONTACT anzusehen und zu diskutieren.

Warum Morphine und Opioide ihre Wirkung verlieren

In ihrer Studie (Englisch, kostenpflichtig) im Science Signaling beschreibt ein internationales Forschungsteam für Morphin und synthetische Opioide unterschiedliche Mechanismen, die zur Desensibilisierung der Opioidrezeptoren führen. Eine der Erkenntnisse der Untersuchung lautet, dass im Vergleich zu Morphin die synthetischen Opioide eine höhere Enzymaktivität und eine schnellere Desensibilisierung der Rezeptoren verursachen. Die veröffentlichten Ergebnisse liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe mit geringer Toleranzentwicklung und reduziertem Suchtpotenzial. Medienmitteilung der Uni Jena, Artikel auf suchtpraevention.at

Street Parade 2018: Medizinisch gut versorgt & Drug Checking

Am kommenden Samstag strömen für die Street Parade hunderttausende von Tanzbegeisterten nach Zürich. Um deren medizinisches Wohl und gleichzeitig den gewohnten Schichtbetrieb in der Stadt Zürich jederzeit gewährleisten zu können, stehen seitens Schutz & Rettung rund 380 zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. Medienmitteilung der Stadt. Die Jugendberatung Streetwork / saferparty.ch bietet Beratung und Informationen zum Thema Alkohol und Partydrogen, sowie die Möglichkeit zur Substanzanalyse (Drug-Checking) an, Info-Newsletter (pdf, 5S.) von Saferparty.ch zur Street Parade.

Richtlinien zur Behandlung von Hepatitis C

Die Publikation (pdf, 108S., Englisch) "Guidlines for the Care and Treatmanet of Persons Diagnosed with Chronic Hepatitis C Infection" der Weltgesundheitsorganisation steht zum Download bereit.

Cannabis: Von der Droge zur beliebten Medizin

Vor 25 Jahren wurde in Bern der erste Hanfladen eröffnet. Bald griff das Bundesgericht durch und beschloss: Es dürfen keine Produkte verkauft werden, die den THC-Wert von 0,3 Prozent übersteigen. Heute feiert Hanf sein Comeback als Medizin. Sendung (56 Min.) von Treffpunkt auf Radio SRF1.

Kokainland Schweiz – leben in der Rauschgesellschaft

Fast nirgendwo in der westlichen Welt wird so viel Kokain konsumiert wie in Schweizer Städten. Wieso gerade Kokain? Mit was für Folgen? Und wie hängt der hiesige Konsum mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammen? Thema im Club vom 07. August, 22:20 Uhr auf SRF1.

Bis zu 5-fach erhöhtes Krebsrisiko durch Alkoholkonsum

Den meisten Menschen dürfte bewusst sein, dass übermässiger Alkoholkonsum nicht gesund ist. Aber Krebs? Eine grosse Studie hat nachweisen können, dass Alkohol sehr wahrscheinlich die Ursache von Krebserkrankungen ist - und das nicht erst bei starkem Konsum. Artikel auf drugcom.de

Polizei: «Legales Kiffen würde Arbeit erleichtern»

Seit anderthalb Jahren dürfen Händler in der Schweiz Hanfprodukte mit geringem THC-Gehalt verkaufen. Es gibt nun damit legalen Hanf und auf der anderen Seite die illegal berauschende Droge. Der Alltag der Polizei wurde damit komplizierter, sagt Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei. Beitrag auf SRF.

Philip Morris: Der heuchlerische Traum von der rauchfreien Welt

Vor einem Jahr hat sich der Tabakkonzern Philip Morris «tabakfrei» erklärt. Das Selbstbekenntnis ist opportunistisch und heuchlerisch, wie ein Blick über Europa hinaus zeigt. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

Einfluss von Cannabiskonsum auf die männliche Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit des Mannes hängt entscheidend von der Anzahl und der Fitness seiner Spermien ab. In einem YouTube-Video erklärt drugcom.de, wie Cannabiskonsum Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit nehmen kann.

"My first 48 hours out": Naloxon-Vergabe nach der Haft

Leitlinien (pdf, 67S.) zur Naloxon-Vergabe zur Vermeidung von Todesfällen durch Überdosierung an der Schnittstelle Haft-Freiheit. Ergebnisse eines EU-Projektes, das vom vom Institut für Suchtforschung in Frankfurt durchgeführt wurde.

Internetbezogene Störungen: Leitlinie für die Behandlung

Der "Expertenworkshop Internetbezogene Störungen" vom Januar 2018 in Berling hatte das Ziel, den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Internetbezogenen Störungen zusammenzutragen. Diese Dokument (pdf, 6S.) informiert über das Wissen in diesem Gebiet, das auf diesem Workshop zusammengetragen wurde. Beitrag auf Konturen.

Deutschland: Unterstützung arbeitsuchender abhängigkeitskranker Menschen

Die gemeinsam zwischen der Deutschen Rentenversicherung DRV, der Bundesagentur für Arbeit und kommunalen Spitzenverbänden beschlossenen Empfehlungen (pdf, 6S.) sollen arbeitsuchende abhängigkeitskranke Menschen bei dem Zugang in eine medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker und der anschliessenden beruflichen (Wieder-)eingliederung unterstützen. Medienmitteilung der DRV.

Alkoholwerbekontrolle muss sich mehr auf Social Media fokussieren

Die Regeln für die Werbung für Alkohol müssen aufgrund der Zunahme der sozialen Medien verschärft werden, so neue Untersuchungen. Demnach kann das Regulierungssystem für die Vermarktung von Alkohol mit dem Tempo und der Art des technologischen Wandels nicht Schritt halten. Beitrag (Englisch) des European Center for Monitoring Alcohol Marketing.

Aromastoffe in E-Zigaretten greifen weisse Blutkörperchen an

Ein Duft liegt in der Luft. Beim Gebrauch von E-Zigaretten werden meist aromatisierte Liquids verdampft. Neue Studien weisen darauf hin, dass Aromastoffe in E-Zigaretten verstärkt freie Radikale bilden und die Zellen unseres Immunsystems angreifen. Artikel auf Drugcom

Die sozialen Aspekte der Krankheit

Die WHO legt fest, was als krank gilt. Der Psychologin Nora Ruck fehlen dabei soziale Aspekte. Sie findet, dass Psychotherapeuten den Mut brauchen, neben der Krankheit auch die gesellschaftlichen Verhältnisse zu diagnostizieren, die diese hervorgebracht haben. Artikel in Freitag

Schwangerschaft und Alkohol/Nikotin

Die neuen Kapitel im Handbuch von Praxis Suchtmedizin zu den Themen 'Schwangerschaft und Alkohol' & 'Schwangerschaft und Nikotin' informieren über Wirkungen auf den Fötus. Sie finden Hinweise und Instrumente, die sie dabei unterstützen, diese Themen vor und während der Schwangerschaft anzusprechen.

Lausanne: Eine Petition fordert mehr Polizei-Repression

Die zweitgrösste Stadt in der Romandie hat seit Jahrzehnten ein Problem mit seiner offenen Drogenszene. Die Poliziet setzt weitgehend auf Repression: Eine polizeiliche Aufräumaktion gegen die Dealer folgte auf die nächste. 7000 Personen haben jetzt eine von der FDP lancierte Petition unterschrieben, welcher der Lausanner Polizei in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel den Rücken stärkt. Artikel auf SRF

Snus/Tabak zum oralen Gebrauch

Der Konsum von Snus wird sowohl als Auslöser lokaler als auch systemischer Erkrankungen diskutiert. Neben dem Nikotin, das zur starken Abhängigkeit führen kann, enthält Snus mehr als 28 Karzinogene. Die verursachte Abhängigkeit wird direkt mit dem Konsum von Zigaretten verglichen, wobei letztlich gleich oder sogar mehr Nikotin oral aufgenommen wird. Informationsblatt in der Zeitschrift Primary and Hospital Care.

Basel-Stadt: Stationäre Abteilung für Spielsüchtige

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sind Pioniere bei der Behandlung von sogenannten Verhaltenssüchten. Ein neues Angebot reagiert auf ein Bedürfnis der Patienten. Beitrag auf SRF, Beitrag auf watson.

Welt-Hepatitis-Tag am 28 Juli

Infektionen mit Hepatitis-C-Viren gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Sie zählen zu den bedeutendsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberzellkarzinom. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat "Acting against hepatitis: screening, treatment" als Thema für den Welt-Hepatitis-Tag 2018 gewählt. Materialien zur Prävention können auf der Website "Hepatitis C" bei Infodrog bestellt werden. Hepatitis Schweiz bietet einen Risikotest für Hep B & C an.

Drogen werden in Amsterdam immer häufiger ausserhalb des Nachtlebens konsumiert

Der Drogenmissbrauch in Amsterdam nimmt ausserhalb des Nachtlebens, sprich ausserhalb von Klubs und Festivals, zu. Das ergibt sich aus einer seit Jahren laufenden Studie, die die "Drogentrends" der niederländischen Hauptstadt festhält. Beitrag auf NiederlandeNet

Wie Alkohol zur erfolgreichsten Droge der Weltgeschichte wurde

Alkohol ist so alt wie die menschliche Zivilisation und diente lange eher der Ernährung als dem Genuss. Versuche, den Konsum zu unterbinden, waren meist zum Scheitern verurteilt. Artikel auf NZZ Online.

Gesetzeslücken bei E-Zigaretten

Seit Kurzem ist der Verkauf von nikotinhaltigen Liquids für E-Zigaretten auch in der Schweiz erlaubt. Auf gesetzlicher Ebene besteht jedoch noch grosser Nachholbedarf. Denn Bund und Kantone sind auf die neue Situation kaum vorbereitet. Zwar sind E-Zigaretten im revidierten Tabakproduktegesetz berücksichtigt – dieses tritt jedoch frühestens Mitte 2022 in Kraft. Bis dahin unterliegen die Liquids – im Rahmen des Cassis-de-Dijon-Prinzips – den Bestimmungen der EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse. Sie enthält Vorgaben zu Warnhinweisen, Inhaltsstoffen und Grösse der Behälter. Flankiert wird diese in den Ländern der EU durch nationale Gesetze, die unter anderem das Mindestalter für E-Zigaretten regeln. Diese Schutzregeln fehlen allesamt (noch) in der Schweiz. Deshalb sind bereits jetzt Anpassungen der Gesetze nötig. Mitteilung der Allianz 'Gesundheit Schweiz'.

Japan: Rauchverbote mit vielen Ausnahmen

Es hat sich als eine gewisse Tradition entwickelt, dass die Austragungsorte von Olympischen Spielen Anstrengungen unternehmen, das Rauchen zu verbieten. Gemäss dem Olympischen Motto folgt auch das Raucherparadies Japan dem Trend, rechtzeitig vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Im Bemühen es allen Seiten und auch der Raucherlobby recht zu machen, gibt das Land sich nun ein Anti-Raucher-Gesetz, das durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse. Artikel der FAZ

Berliner Deklaration der Hanfparade

Die Deklaration fordert u.a., dass ein stärkeres Gewicht auf die Aspekte Schadensbegrenzung, Information, Prävention, Behandlung und Berücksichtigung des Schutzes des Lebens und der Gesundheit der Menschen mit Problemen infolge des Konsums von illegalisierten Stoffen zu legen und Massnahmen zu ermitteln, die die soziale Ausgrenzung der Betroffenen verhindern können, statt repressive Strategien umzusetzen, die an die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte grenzen und häufig zu einer solchen geführt haben. Die Hanfparade findet am 11. August 2018 in Berlin statt.

Tabakwerbeverbot in Deutschland steht auf der Kippe

Die neue Regelung, die Tabakwerbung auf Plakaten und Litfasssäulen verbieten und im Kino nur noch vor Filmen ab 18 Jahren erlauben soll, hat das Bundeskabinett längst beschlossen. Im Juli sollte der Bundestag darüber abstimmen. Doch dazu kam es nicht. Auf Initiative von CDU und CSU wurde der fertige Gesetzentwurf seinerzeit von der Tagesordnung genommen. Seither liegt er auf Eis. Mit einem "Brandbrief" wollen Minister und Drogenbeauftragte den Gesetzentwurf retten. Beitrag in der Berliner Morgenpost.

Paris verhängt Rauchverbot in städtischen Parks

Kein blauer Dunst für grüne Lungen: In Paris ist das Rauchen in sechs Parks in den kommenden Monaten untersagt. Es ist die jüngste von zahlreichen Maßnahmen in Frankreichs Kampf gegen den Tabak. Artikel auf Spiegel Online.

Liebe Magersucht ...

Magersucht ist bis heute ein Rätsel für Familien, Ärzte und die Patientinnen selbst. Warum zwingen sie sich zu diesem extremen Verzicht? Junge Frauen aus Frankreich, England und Rumänien erzählen, wie sie die Krankheit besiegt haben, und engagierte Pflegekräfte geben Einblicke in die komplexe Welt der Magersucht und ihrer Heilmethoden. Dokumentation von Arte (87 Min.)

Häufiger Cannabiskonsum im jugendlichen Alter begünstigt Psychosen

Dass ein Zusammenhang besteht zwischen psychotischen Symptomen und dem Cannabiskonsum im Jugendalter haben schon verschiedene Studien gezeigt. Unklar war bisher, ob Jugendliche mit einer Anfälligkeit für Psychosen eher kiffen oder ob das Kiffen psychotische Symptome auslösen kann. Eine neue Studie aus Kanada spricht nun dafür, dass es tatsächlich das Cannabis ist, das den Ausbruch von Psychosen begünstigt. Problematisch sei vor allem, wenn die Teenager regelmässig und häufig konsumierten. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Fachbeitrag (Englisch, kostenpflichtig) in Jama Psychiatry.

Suchtprävention der Zukunft

«Was wohl die Zukunft bringen mag?» Diese Frage beschäftigt die Menschen schon seit jeher. So auch die aktuelle Ausgabe (pdf, 16S.) "2050 - Blick in die Zukunft" von laut&leise. Dass die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändert und auch die Arbeit der Suchtprävention beeinflusst, ist heute schon Realität. Mit jeder Veränderung sind Hoffnungen und Befürchtungen verbunden. Das Redaktionsteam hat einem Kulturwissenschafter, einer Autorin und einem Experten für digitale Transformation nachgefragt, was die Menschen im Jahr 2050 umtreiben wird und welche Suchtformen uns in dreissig Jahren beschäftigen könnten.

Drogenmarkt: Kokain und andere Stimulanzien unter der Lupe

Seit 2016 wird im Kanton Waadt eine interdisziplinäre Studienreihe zum Betäubungsmittelmarkt durchgeführt. Nach Heroin lag in der jüngsten Studie das Augenmerk des Forscherteams auf Kokain und anderen Stimulanzien (Ecstasy, Amphetamin und Methamphetamin). Dabei zeigt sich, dass der Kokainmarkt bei weitem der grösste ist. Auffällig ist, wie unterschiedlich die Stimulanzienmärkte aufgebaut sind: Während die einen durch ausländische Händlernetze beherrscht werden, beruhen andere eher auf lokalen Konsumierenden. Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind allgemein eher tief. Studie (Französisch, pdf, 209S.) und Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel von SRF.

Alkohol und Krebs: Na, dann kein Prost!

Eine Senkung des Alkoholkonsums um drei Liter pro Kopf und Jahr, behauptet eine australische Studie, senke auch das Krebsrisiko in erheblichem Masse. Die Studie hat das Potenzial, die Debatte um das Mass akzeptablen Alkoholkonsums anzuheizen: Sie macht das Ausmass der gesamtgesellschaftlichen Kosten sichtbar. Artikel auf Spiegel Online.

Gesundheitsrisiko Alkohol: Neue Konsumempfehlungen

Höchstens zwei Glas für Männer und höchstens eines für Frauen pro Tag. Ausserdem sollen jede Woche mehrere alkoholfreie Tage eingeschaltet werden. Die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen hat ihre Empfehlungen (pdf, 2S.) für einen risikoarmen Alkoholkonsum nach unten korrigiert. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Suchtförderndes Verhalten – gut gemeint ist nicht immer hilfreich

Sucht ist immer auch ein soziales Geschehen. Das soziale Umfeld spielt nicht nur bei der Entstehung von Sucht eine bedeutende Rolle, Personen im Umfeld eines süchtigen Menschen zeigen mitunter auch typische Verhaltensmuster. In der Annahme, der/m Betroffenen zu helfen und ihr/sein Verhalten beeinflussen zu können, werden häufig Verantwortung abgenommen, Fehler ausgeglichen, Drohungen ausgesprochen, das Ausmaß des Problems nach aussen verheimlicht und eigene Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund gestellt. Man spricht von "Co-Abhängigkeit" - besser wäre: von "suchtförderndem Verhalten" zu sprechen, um stigmatisierende Zuschreibungen möglichst zu vermeiden. Beitrag vom Institut Suchtprävention in Linz.

Deutschland: ein drogenpolitisches Entwicklungsland?

Rekordzahlen bei der Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten stehe ein Versagen im Eindämmen des Tabak- und Alkoholkonsums gegenüber, heisst es im Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2018. Deutschland sei drogenpolitisch ein Entwicklungsland und Schlusslicht bei der Prävention von Alkohol und Tabak, sagte Suchtexperte Heino Stöver als Mitherausgeber des Berichtes. Nirgendwo in Westeuropa sei Alkohol als Volksdroge so billig wie in Deutschland. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Drugs - Just Say Know: Neue Broschüre und Website

"Drugs - Just Say Know" informiert seit 2004 über psychoaktive Substanzen und ihren Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken. Weiter wird über Möglichkeiten zum Safer Use informiert. Die Website umfasst allgemeine Informationen rund ums Thema Drogenkonsum und Substanzinformationen zu 30 bewusstseinsverändernden Drogen sowie zum verbreiteten Mischkonsum. Die überarbeitete Broschüre gibt es bereits seit 2017. Seit kurzem ist die Website mit einem neuen Layout online: www.know-drugs.ch

Schwarmarkt versus regulierter Markt

Drogen zu verbieten, ist gefährlich und fahrlässig, denn konsumiert werden sie trotzdem. Das Verbot bewirkt, dass sich Konsum, Produktion und Handel in die Illegalität verlagern – mit gravierenden Folgen für Konsumierende und die Gesellschaft als Ganzes. Dieses Poster (pdf) der Arud zeigt, welche Auswirkungen ein Drogenverbot hat, und wie dank einer Drogenregulierung mehr Sicherheit und Gesundheit erzielt wird. Hintergrundinfos zum Poster.

Die umstrittene E-Zigarette Juul will nun auch Europa erobern

Nicht nur das Aussehen erinnert eher an einen USB-Stick als an eine Zigarette - auch das Wachstum gleicht mehr den Startups im Silicon Valley als behäbigen Tabakkonzernen. Juul wurde 2015 von Pax Labs in San Francisco entwickelt und zwei Jahre später als eigenes Unternehmen ausgegliedert. Heute hat die E-Zigarette einen US-Marktanteil von 68%. Nun springen erste Nachahmer auf und Juul will nach Europa expandieren. Beitrag der NZZ am Sonntag

Betäubungsmittelkonsum: Strafurteile gegen Jugendliche

Betäubungsmittelkonsum ist die häufigste Straftat, wegen der Jugendliche in der Schweiz in die Mühlen der Justiz geraten. Letztes Jahr war das 5400 Mal der Fall, sechs Prozent öfter als 2016, wie die neu veröffentliche Strafurteilsstatistik des Bundesamt für Statistik BFS zeigt. Stark zurück ging hingegen der Drogenhandel mit 780 Verurteilungen – ein Minus von 18 Prozent. Beitrag auf SRF

Kanada vor der Cannabis-Legalisierung

Am 17. Oktober beginnt in Kanada der legale Verkauf von Cannabis. Der Staat verspricht sich Steuereinnahmen, Unternehmen hohe Gewinne. Gleichzeitig werden die Weichen für den internationalen Wettbewerb gestellt. Beitrag der Deutschen Welle.

Jahresmagazin 2018 der Suchthilfe Region Basel

Die Suchthilfe Region Basel präsentiert zum dritten Mal ihr Jahresmagazin 2018 (pdf, 40S). Dieses steht und dem Motto "Wandel" und ist gleichzeitit das Jubiläumsmagazin zu 20 Jahre Suchthilfe Region Basel. Im Magazin findet sich u.a. eine interessante Analyse zu den Entwicklungen und Verwicklungen der Sozialen Arbeit im Feld der Suchtarbeit mit dem Titel "Hilfe und Abhängigkeit" (S. 6-9) von Esteban Piñeiro.

Pilotversuche mit Cannabis sollen möglich werden

In der Sommersession versenkte der Nationalrat eine Motion, die wissenschaftliche Studien mit Cannabis zulassen wollte (Infoset berichtete). Trotz dem parlamentarischen Veto wagt der Bundesrat nun einen neuen Vorstoss und schlägt vor, einen Experimentierartikel in das Betäubungsmittelgesetz aufzunehmen. Mit diesem beabsichtigt der Bundesrat, wissenschaftliche Studien über alternative Regelungsmodelle für den Freizeitkonsum von Cannabis zu ermöglichen. Der Experimentierartikel geht nun in die Vernehmlassung, welche bis zum 25. Oktober 2018 dauert. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG zu den Pilotversuchen. Medienmitteilung des Bundesrates, Beitrag auf SRF, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Plattform Ergebnisqualität QuatheDA-E

Vorgestellt und diskutiert wurden das «Indikationsdispositiv im Suchtbereich» im Kanton Waadt, die Anwendung des «Index des Schweregrades einer Sucht IGT» durch Sucht Wallis und Ergebnisse der Begleitforschung zum Einsatz des «Qualimeter» in stationären Einrichtungen im Kanton Basel-Stadt. Die Plattform fand am 19. Juni in Bern statt. Die Präsentationen sind online zugänglich.

Zugelassene betäubungsmittelhaltige Präparate im Schweizer Handel

Das aktualisierte Verzeichnis (pdf, 39S.) aller zugelassenen betäubungsmittelhaltigen Präparate im Schweizer Handel ist auf den Seiten von Swissmedic zugänglich.

Deutschland: Öffentliche Anhörung zu Cannabis im Gesundheitsausschuss

Eine mögliche Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis ist unter Experten weiter heftig umstritten. Das zeigte sich bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am 27. Juni in Berlin, in der es um Anträge der Fraktionen von FDP un d Die Linke sowie um einen Cannabis - Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ging.

Opioidkrise in den USA: Thema im aktuellen Drogenkurier

Im Mittelpunkt der Ausgabe 114 steht die Opioidkrise in den USA mit täglich mehr als 100 Opfern. Der Drogenkurier wird vom JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Geld-Presse zum Thema "Kaufsucht"

Die Geld-Presse erscheint viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt. Sie soll auf wenigen Seiten über wichtige Themen rund um Geld informieren, Sie dazu anregen über Geld zu sprechen und gewinnbringende Erkenntnisse für die Arbeitswelt und das Leben liefern. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema "Kaufsucht". Herausgeber ist das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich.

Jahresberichte

Ecstasy kann tödlich sein

Seit den 1990er Jahren ist Ecstasy in der Party-Szene ein Begriff. Die bunten Pillen können euphorische Gefühle auslösen. Der Konsum birgt allerdings akute Risiken, mitunter mit fatalen Folgen. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle. Oft ist Mischkonsum im Spiel, aber nicht immer. Artikel auf drugcom.de

Vorschriften über einheitliche Zigarettenschachteln sind legal

Der Verkauf von Zigaretten ausschliesslich in Einheitsverpackungen verstösst nach Angaben der WTO nicht gegen internationale Handelsregeln. Zu diesem Schluss kamen Streitschlichter der Welthandelsorganisation (WTO). Mehrere Länder hatten gegen Australien geklagt, das im Jahr 2012 als erstes Land der Welt solche Verpackungen eingeführt hatte, um gegen das Rauchen vorzugehen. Artikel auf Spiegel Online

Schockbilder auf Zigarettenpackungen wirken

An der Supermarktkasse, am Kiosk oder an der Tankstelle sind sie kaum zu übersehen. Die bunte Welt der Zigarettenpackungen offeriert uns gleichzeitig die dunkle Seite des Rauchens. Schockbilder vermitteln auf teils drastische Art und Weise, was das Rauchen mit uns Menschen anstellt. Eine Studie (pdf, 7S.) des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord in Kiel belegt, dass Schockbilder vor allem bei Jugendlichen wirken, die noch nie eine Zigarette angerührt haben. Artikel auf drugcom.de

Suchtmittelkonsum: Was gefährdet Jugendliche, was schützt sie?

Nicht alle Jugendlichen sind gleich gefährdet, Suchtmittel zu konsumieren und Probleme zu entwickeln. Jugendliche, welche Schulprobleme oder ein tiefes Selbstwertgefühl haben und familiär vorbelastet sind, tragen höhere Risiken. Sucht Schweiz hat die Risiko- und Schutzfaktoren genauer angeschaut. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Nutzen Sie Digitale Medien in Ihrer Praxis der Sozialen Arbeit?

Wie schätzen Sie den Einsatz von Digitalen Medien in der Sozialen Arbeit ein? Was sind Ihre Überlegungen bei der Verwendung oder Nicht-Verwendung Digitaler Medien? Was sind Chancen und Gefahren für Ihre Praxis? Zur Untersuchung dieser und ähnlicher Fragen wird im Rahmen eines Dissertationsprojektes eine Fachkräftebefragung innerhalb der Sozialen Arbeit durchgeführt. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert knapp 20 Minuten.

Cannabis-Besitz für Junge: Justiz in Zürich ist sich völlig uneinig

Dürfen Jugendliche eine geringe Menge Cannabis zum Eigenkonsum besitzen? Ja, sagt das Zürcher Obergericht. Nein, sagt die Jugendanwaltschaft. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Mind Your Trip: Infos und Beratung für junge NPS-Konsumenten

Das europaweite (ohne Schweiz) Online-Beratungsprogramm "MindyourTrip" für junge Konsumenten „Neuer Psychoaktiver Substanzen“ (NPS) ist online: Die Internetseite und das Online-Beratungsprogramm „MindyourTrip“ sind das Ergebnis des EU-Projektes „Click for Support - REALized“ (2017-2018). www.mindyourtrip.eu

Informationen zu Rauchen und Tabak

Von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT ist die Sommerausgabe (pdf, 4S.) von AT-Informationen erschienen und das Nationale Rauchstopp-Programm hat ihr Sommer-Bulletin (pdf, 2S.) veröffentlicht.

St.Galler Stadtparlament ist offen für einen Kifferversuch

Wie der Stadtrat befürwortet auch eine klare Mehrheit des St.Galler Stadtparlaments Versuche mit der kontrollierten Abgabe von Haschisch und Marihuana. Noch aber sind Kiffer-Experimente in der Schweiz verboten (Infoset berichtete). Artikel im St. Galler Tagblatt

Weltdrogenbericht 2018

 Immer mehr Menschen auf der Welt nehmen Drogen: Das geht aus dem aktuellen Weltdrogenbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, der am Dienstag in Wien veröffentlicht wurde. Demnach haben im Jahr 2016 rund 275 Millionen Männer und Frauen mindestens einmal illegale Rauschmittel konsumiert. Das sind 25 Millionen oder rund zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF. www.unodc.org/wdr2018

Der Lebensverlaufansatz: Von der Theorie zur Praxis

Mit dem Lebensverlaufansatz wird eine zeitliche und gesellschaftliche Perspektive in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden von Einzelpersonen und Generationen eingenommen, bei der sämtliche Lebensabschnitte eines Menschen eng miteinander, mit dem Leben anderer im gleichen Zeitraum geborener Menschen sowie mit dem Leben vergangener und zukünftiger Generationen verflochten sind. Der Lebensverlaufansatz sieht frühzeitiges Handeln, angemessenes Handeln während der Übergangsphasen des Lebens sowie gemeinsames Handeln als Gesellschaft insgesamt vor. Der Ansatz ist ein Grundpfeiler der auf Verbesserung von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengleichheit ausgerichteten Rahmenkonzepte und wird als unerlässlich für die Umsetzung des Rahmenkonzepts Gesundheit 2020 und der Agenda 2030 der WHO angesehen. In dieser Publikation der WHO werden Fallbeispiele für an verschiedenen Lebensphasen ansetzende Massnahmen in zwei kleinen Ländern vorgestellt: Island und Malta.

Nur jeder siebte Amerikaner greift noch zur Zigarette

In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der Raucher einer Studie zufolge ein historisches Tief erreicht. Die Centers for Disease Control and Prevention schrieben den Rückgang der Zahl der Raucher vor allem Rauchverboten, Tabaksteuern und Aufklärungskampagnen zu. Wissenschaftler schrieben den rückläufigen Zigarettenkonsum auch der Beliebtheit von elektronischen Zigaretten zu. Artikel der FAZ.

Deutschland: Cannabiskonsum bei jungen Männern nimmt zu

Wie neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen. So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent). Medienmitteilung der Drogenbeauftragten.

Anerkennung von Online-Spielsucht als Krankheit

Die kürzliche Aufnahme der Online-Spielsucht in den Krankheits-Katalog (ICD-11) der WHO könnte der Anfang einer breiteren Auseinandersetzung mit dem Thema "Übernutzung von Internet und Smartphone" sein. Letzteres werde laut Studien im Schnitt mittlerweile rund zweieinhalb Stunden am Tag genutzt. Artikel auf studium.at. Online-Plattform der Universität Ulm zur Smartphone-Sucht.

In der Schweiz werden viel mehr Opioide verschrieben als früher

In den letzten 30 Jahren ist der Gebrauch der Schmerzmittel um das 23-fache angestiegen. Das Problem: Opioide können süchtig machen. So kämpfen etwa die USA geradezu mit einer Opioid-Seuche. Dort sind Hunderttausende Personen süchtig nach Fentanyl, Codein, Tramadol & Co. Viele von ihnen rutschen in die illegalen Drogen ab, wenn der Arzt die Medikamente absetzt. Droht der Schweiz ähnliches? Interview mit dem Schmerzart Konrad Maurer auf SRF.ch

Kanadas Parlament entkriminalisiert Cannabis

Als erstes führendes Industrieland der Welt hat Kanada den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Der Senat des flächenmässig zweitgrössten Landes der Erde stimmte in letzter Lesung dem Gesetz zu. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. «Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das», schrieb Kanadas Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter. Artikel Auf NZZ Online, Artikel auf SRF.ch, Artikel auf Spiegel Online.

Zweiter Entwurf zum Tabakproduktegesetz: Mogelpackung!

In der Schweiz zeugen das Alibi-Bundesgesetz zum Passivraucherschutz, die Werbefreiheit für Tabakwaren, die inkohärente Besteuerung des Tabakkonsums sowie die Entwürfe zum Tabakproduktegesetz (TabPG) davon, wie diese Industrie die Parlamentarier hindert, das übergeordnete Gesundheitsinteresse durchzusetzen. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung.

WHO-Klassifikation: Computer-Spielsucht ist jetzt eine Krankheit

Im neuen Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation - der "ICD-11" (International Classification of Diseases) - wird Gaming Disorder zum ersten Mal als eigene Störung anerkannt und klassifiziert - direkt hinter Glücksspielsucht. Die Entscheidung ist umstritten. Dutzende Psychologen hatten die WHO vor einer Klassifizierung der Computerspielsucht als Krankheit gewarnt. Sie befürchten einen Missbrauch der Diagnose. Es müsse geprüft werden, ob bei exzessiv spielenden Patienten nicht eher zugrundeliegende Probleme wie Depression oder soziale Angststörungen behandelt werden müssten. Auch die Gaming-Industrie protestierte. Sie befürchtet eine Stigmatisierung der Spieler. Beitrag auf Deutschlandfunk, Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Konturen.de. WHO-Seite zum ICD-11

Sucht im Alter

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour setzt sich mit dem Thema Sucht im Alter auseinander: Aus dem Inhalt: Sucht und Substanzkonsum im Alter; Suchtprävention im Alter; Alternsgerechte Arbeitswelt. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Forderungen für eine wirksame Suchthilfe

Unter dem Titel "Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe – Das muss sein, damit sie wirken" (pdf, 32S.) legt der Vorstand des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. im 40. Jahr seines Bestehens 27 Forderungen vor, die Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe wirksamer machen können.

Krankheit und Gesellschaft

Ärzte haben seit jeher eine enorme Deutungsmacht über individuelles Verhalten und den soziokulturellen Umgang mit erkrankten Menschen, die trotz einer fortschreitenden Technologisierung des Gesundheitswesens andauert. Gleichzeitig wird Gesundheit zu einer vermeintlich vom Individuum zu erbringenden Leistung; gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren werden ausgeblendet. Die aktuelle Ausgabe von Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema "Krankheit und Gesellschaft" ist online erhältlich.

Kontrollierte Cannabis-Abgabe: Auch St. Gallen zeigt Interesse

Der Stadtrat kann sich bestens vorstellen, bei den angedachten Pilotversuchen verschiedener Schweizer Städte mitzumachen. Er hat dabei die Stadt Bern im Auge, wo schon ein detailliertes Forschungsprojekt bereit liegt. Versuchspersonen sollen Cannabis in der Apotheke kaufen können – sofern sie sich verpflichten, an Massnahmen zur Prävention und zur Schadensminderung teilzunehmen. Allerdings hat der Nationalrat vor ein paar Tagen einen geplanten Experimentierartikel knapp abgelehnt (Infoset berichtete). Das letzte Wort ist damit nicht gesprochen, denn der Nationalrat hat noch über vier weitere gleichlautende Motionen zum Thema Cannabis entscheiden. Diese Vorstösse waren für die Sommersession geplant, sind aus Zeitgründen aber nicht mehr behandelt worden. Der Nationalrat wird erst im Herbst wieder übers Kiffen debattieren. Artikel im St. Galler Tagblatt.

E-Zigaretten: Konsumverhalten in Deutschland 2014–2018

Neue Daten zum E-Zigarettenkonsum in Deutschland zeigen einen weiteren Anstieg des Probierkonsums im Jahr 2018. Vor allem Raucher sowie Jugendliche und junge Erwachsene probieren E-Zigaretten aus. Factsheet (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.

Luzern: Verärgerung nach dem Nein der Luzerner Regierung zur Fusion

Der Regierungsrat spricht sich gegen den Zusammenschluss zweier wichtiger Institutionen in der Suchtbekämpfung aus. Das ärgert die Luzerner SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp: Die Sicht der Klienten werde ignoriert. «Die Regierung ist der Ansicht, dass die inhaltlichen Synergien von den beiden Organisationen zu optimistisch dargestellt werden.» Sie würden sich nicht nahtlos, sondern nur teilweise ergänzen. Infolge der Fusion wären auch keine signifikanten Einsparungen und damit auch kein Spareffekt für den Kanton zu erwarten, schreibt das Gesundheits- und Sozialdepartement. Artikel der Luzerner Zeitung.

Akzeptierende Drogenarbeit: Im Rausch der Nacht

Wo der Bass wummert, werden oft Drogen genommen. In Berlin ist deshalb das Partyteam von Fixpunkt vor Ort. Das Ziel: akzeptierende Drogenarbeit und Hilfe bei Abstürzen. Artikel auf Zeit Online

Debatte um offenen Drogenhandel hält Lausanne in Atem

Der Filmemacher Fernand Melgar prangerte Drogendealer öffentlich an – und erntet dafür neben Applaus auch harsche Kritik seiner einstigen Anhänger. Die Parteien nutzen die Gunst der Stunde und überbieten sich mit Vorschlägen zur Eindämmung des Problems. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Basel-Stadt: Monitoringbericht Sucht 2018

Der Monitoringbericht Sucht zeigt auf, dass die aufeinander abgestimmtem Angebote der basel-städtischen Suchthilfe stabil genutzt werden. Für Jugendliche steht eine Vielzahl von Suchtpräventionsangeboten zur Verfügung. Ambulante Suchtberatungsstellen werden am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol, gefolgt von Cannabis und Kokain aufgesucht. Frauen ziehen eine ambulante Beratung oder Behandlung einer stationären vor. In den substitutionsgestützten Behandlungen nimmt das Durchschnittsalter der Klientel fortlaufend zu.

Drogenkonsumräume: Überblick über das Angebot und Evidenzdaten

Überwachte Drogenkonsumräume, in denen illegale Drogen unter der Aufsicht von geschultem Personal konsumiert werden können, gibt es in Europa seit drei Jahrzehnten. Diese Einrichtungen dienen in erster Linie dem Ziel, die akuten Risiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheiten durch unhygienischen injizierenden Konsum einzudämmen, Todesfällen durch Überdosierung vorzubeugen und besonders gefährdete Drogenkonsumenten mit Einrichtungen der Suchtbehandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdiensten in Kontakt zu bringen. Eine Publikation (pdf, 9S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Wie viel Alkohol ist gesundheitlich unbedenklich?

Wer maximal 100 Gramm Alkohol pro Woche zu sich nimmt, müsse nicht mit bleibenden Schäden rechnen, so ein Befund im Fachblatt »The Lancet«. Doch der Grenzwert trügt. Artikel auf Spektrum.de

Kanada verabschiedet Gesetz zur Legalisierung von Cannabis

Der kanadische Senat hat ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis verabschiedet. Das Gesetz passierte die Kongresskammer mit 52 Ja-Stimmen. Es gab 30 Gegenstimmen und eine Enthaltung. Damit könnte Kanada bald das erste westliche Industrieland sein, in dem der Konsum von Haschisch vollständig legal ist. Beitrag im Ärzteblatt.

Europäischer Drogenbericht 2018

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) veröffentlicht heute den Europäischen Drogenbericht 2018 (pdf, 96S., Deutsch). Er weist eine erhöhte Verfügbarkeit von Kokain und der damit verbundenen Probleme nach. Auch andere Phänomene werden beschrieben, etwa die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen (NPS), auch im Strafvollzug, der Internethandel von Benzodiazepinen und eine steigende Zahl von Todesfällen wegen Überdosis. Medienmitteilung (pdf, 5S., Deutsch) der EBDD, Artikel auf Spiegel Online. Sucht Schweiz stellt die europäischen Ergebnisse in den schweizerischen Kontext. www.emcdda.europa.eu/edr2018

Nein des Nationalrats zum Experimentierartikel

Wissenschaftliche Studien zu Cannabis sollen nach Ansicht des Nationalrats ebenso wenig erlaubt werden wie Cannabis selber. Die grosse Kammer hat einen Vorstoss für eine Lockerung im Umgang mit Cannabis mit 96 zu 93 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Die Fraktionen von SVP und CVP sagten am Montag Nein zu einer vom Ständerat gutgeheissenen Motion von Roberto Zanetti (SP/SO) und beerdigten das Geschäft. Mit diesem sollte ein Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz verankert werden, um Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Die Gegner lehnten die Motion ab, weil sie darin eine Liberalisierung des Cannabiskonsums durch die Hintertüre sehen. SDA-Meldung, Wortprotokoll der Debatte, Artikel auf NZZ Online, Artikel im Bund. Weitere, gleichlautende Vorstösse, die ebenfalls einen "Experimentierartikel" fordern, werden diese Woche noch im Nationalrat behandelt.

Volk sagt JA zum Geldspielgesetz

In der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 hat sich die Bevölkerung für das neue Geldspielgesetz ausgesprochen. Die Behörden dürfen also künftig Internetseiten ausländischer Casinos sperren. Neben der Regelung für Online-Spiele ändert sich auch die Besteuerung von Gewinnen. Neu müssen Spielerinnen und Spieler ihre Lottogewinne in den meisten Fällen nicht mehr versteuern. Nur Gewinne ab einer Million Franken sind steuerpflichtig. Die neuen Bestimmungen werden voraussichtlich auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Ergebnisse Volksabstimmung. Artikel auf SRF, Artikel auf swissinfo.ch

Drogennachweis mittels Abwasser

Jeder Mensch muss mal. Was beim Gang auf die Toilette in die Kanalisation gelangt, wird von Forschenden in ganz Europa regelmäßig unter die Lupe genommen. Dabei kommt so manch überraschender Befund zum Vorschein. Artikel auf drugcom.de

CBD und die «grüne Welle»

Hat Cannabis einen THC-Gehalt von unter einem Prozent, darf es legal verkauft und konsumiert werden. Eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes machte es 2011 möglich. Was dann geschah, habe alle überrascht, sagt Frank Zobel. Der Vizedirektor von Sucht Schweiz über die Entwicklung des CBD-Marktes, dessen Einfluss auf die Regulierungs-Debatte und über Konsumentengruppen. Interview (pdf, 6S.) mit der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich.

Fentanyl-Pflaster vermutlich für Todesfälle verantwortlich

Das Schmerzmittel Fentanyl wird auch zu Rauschzwecken missbraucht. Eine Studie aus Bayern hat nun zeigen können, dass seit der Einführung von Fentanyl-haltigen Matrixpflastern die Zahl der Todesfälle durch Überdosierungen gestiegen ist. Artikel auf drugcom.de

Portugals radikale Antwort

Europas grösste offene Drogenszene war nicht der Zürcher Platzspitz, sondern Casal Ventoso in Lissabon. Portugal reagierte damals mit einem überraschenden Schritt auf die Heroinkrise. Davon können andere heute noch lernen – auch die Schweiz. Beitrag der Republik.

Nachweis von Cannabis in Muttermilch

In einer US-amerikanischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Cannabis-Wirkstoff THC schon Minuten nach dem Konsum in die Muttermilch übergeht. Artikel auf drugcom.de

183 Millionen Kiffer: Zeit für eine Neu-Beurteilung der Risiken

Der Umgang mit Marihuana ist lockerer geworden. Cannabis-Gegner berufen sich auf Risiken – obwohl die Wissenschaft nur wenig weiss. Beitrag auf Infosperber

Wenn Papa trinkt

In der Schweiz trinkt jede fünfte Person zu viel: Alkoholmissbrauch ist eine Volkskrankheit. Und ist ein Vater oder eine Mutter süchtig, leidet die ganze Familie. Beat Schaffner (Name geändert) war jahrelang alkoholkrank. Zusammen mit seiner Frau Margrit erzählt er, was die Sucht mit ihrer Familie gemacht hat – und wie sie die Krankheit überwinden konnten. Beitrag im Elternmagagzin Fritz und Fränzi.

Cannabiskonsum im Strassenverkehr

Dieses Briefing (auf Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD gibt einen kurzen Überblick für Policymaker zum aktuellen Wissensstand und zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Cannabiskonsum im Strassenverkehr.

«Legales Gras» lässt Berner Kiffer kalt

Zu teuer und nicht berauschend: Der CBD-Boom könnte in Bern bereits wieder abflachen, glaubt die Koordinationsstelle Sucht. Beitrag der Berner Zeitung.

Jahresberichte

Weltbericht über die Entwicklung der Prävalenz des Tabakkonsums

Der Anteil der Rauchenden an der Weltbevölkerung sinkt nach dem neuen Tabakbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht so schnell wie erhofft. Das erklärte Ziel, die Raucherraten von 2010 bis 2025 um 30 Prozent weltweit zu senken, werde wohl nicht erreicht, berichtete die Organisation. Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco smoking 2000-2025 Second edition" steht zum Download bereit. Artikel auf Spiegel Online.

Was Lobbyisten gegen E-Zigaretten haben

Verdampfer und Erhitzer schaden weniger als Tabakzigaretten, dennoch werden sie vor allem in Deutschland besonders negativ dargestellt. Wer hat daran ein Interesse? Es ist vor allem das Verdienst der Pharma-Industrie, die den Markt der herkömmlichen Tabak-Ersatzprodukte gefährdet sieht. Beitrag auf Zeit Online.

Sechsmal mehr Anreize zum Rauchen als zum Nichtrauchen

Am 31. Mai ist Welttag ohne Tabak der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Doch Nichtrauchen braucht in der Schweiz eine besonders grosse Disziplin. Jugendliche begegnen in ihrem Alltag sechsmal so vielen Marketingbotschaften der Tabakfirmen wie Präventionsbotschaften. Die Initiative zum Schutz vor Tabakwerbung ist deshalb überfällig. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Tödlicher Herzensbrecher Tabakrauch

Rauchen und Passivrauchen erhöhen nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, Herz-Kreislaufkrankheiten zu entwickeln und daran zu sterben. Auf diesen schwerwiegenden Zusammenhang macht eine aktuelle Publikation (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) aufmerksam. Medienmitteilung der dkfz.

Handeln gegen den Strassendeal in Lausanne

Mit dem Aufruf zum Handeln gegen den Strassendeal in Lausanne hat der Schweizer Filmemacher Fernand Melgar eine Polemik ausgelöst. Dass sich ausgerechnet jener dazu äusserte, der zu einem Symbol für die Verteidigung von Migranten wurde, führte zu Unterstützung und heftiger Kritik. Melgar sagt, er habe als Bürger und Vater Alarm schlagen wollen. Artikel auf swissinfo.ch

Geldspielgesetz mobilisiert Junge und Unzufriedene

Das Referendum vom 10. Juni über das Geldspielgesetz zeigt ein neues Phänomen: Es vereint junge Menschen aus dem ganzen politischen Spektrum und mobilisiert Bürger und Bürgerinnen, die kein Vertrauen in Regierung und Institutionen haben. Das sind Zeichen eines Wandels in der Schweizer Politik, sagt Politologe Claude Longchamp. Artikel auf swissinfo.ch

Basel-Stadt: Überprüfung des Angebots im Suchtbereich

Der Regierungsrat hat an seiner heutigen Sitzung eine Angebots- und Bedarfsüberprüfung des Suchtbereichs im Kanton Basel-Stadt zur Kenntnis genommen. Die Ergebnisse der Überprüfung zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Akteure im Suchtbereich das Gesamtangebot positiv einschätzt. Medienmitteilung des Regierungsrates

Abstimmungskampf Geldspielgesetz: Spielsucht ist kaum ein Thema

Der Abstimmungskampf um das neue Geldspielgesetz wird von beiden Seiten heftig geführt. Kaum ein Thema aber war die Spielsucht. Petra Baumberger vom Fachverband Sucht geht mit beiden Seiten hart ins Gericht. Artikel auf WOZ-Online.

Welttag ohne Tabak am 31. Mai

Am 31. Mai ist der Welttag ohne Tabak. Das Thema des diesjährigen Welttages ist der oftmals unterschätzte Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Schweiz sterben jedes Jahr 9500 Personen an den direkten Folgen des Tabakkonsums. Das sind pro Tag 26 vermeidbare frühzeitige Todesfälle. Nach Lungenkrebs sind Erkrankungen der Herzkranzgefässe die häufigste Todesursache.  Kampagnenseite der WHO, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Informationen zum Weltnichtrauchertag in Deutschland.

Social Media verleitet Teens zum Alkoholkonsum

Die Nutzung von Social Media und der Alkoholkonsum minderjähriger Nutzer stehen in einem signifikanten Zusammenhang. Researcher der University of Pennsylvania haben herausgefunden, dass beliebte Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat junge Menschen dazu verleiten, öfter risikoreiche Mengen an Alkohol zu konsumieren. Artikel auf pressetext.com

Übertragbare Krankheiten im Strafvollzug

Was sind die (kosten-)effektivsten Möglichkeiten, um übertragbare Krankheiten im Strafvollzug zu verhindern und zu kontrollieren? Eine gemeinsame Publikation (auf Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Die zwei Agenturen raten, die Prüfung auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV allen Leuten im Gefängnis aktiv anzubieten.

Wie riskant ist MDMA?

MDMA, bekannt als Ecstasy, ist illegal, gefährlich – und doch eine beliebte Partydroge. Wie lassen sich die Gefahren minimieren, wenn man es wirklich nicht lassen will? Artikel auf Zeit Online.

USA: Behörde verlangt interne Dokumente von E-Zigaretten-Herstellern

Vor rund einem Jahr wollte der US-Kongress die Hersteller von E-Zigaretten verpflichten, zu beweisen, dass ihre Produkte eine sichere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sind. Ein Einschnitt, der die grossen Tabakkonzerne hart getroffen hätte. Gleichzeitig geht es um die Frage, ob auch viele Nichtrauchende zur E-Zigarette greifen. Eigentlich ist der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige in den USA streng verboten. Trotzdem erhalten sie die Produkte – sei es im herkömmlichen Handel oder per Online-Bestellung. Im Fokus stehen hier vor allem «Juul Labs»-Produkte. Beitrag auf Infosperber.

Deutschland: Rauschgiftkriminalität gestiegen

Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist das siebte Jahr in Folge gestiegen. So haben Konsum und Handel von Drogen in Deutschland zugenommen. Im Zusammenhang mit Cannabis und Kokain wurden die meisten Straftaten begangen, Artikel auf Spiegel Online. Kritischer Beitrag zum (angeblich) stark zunehmenden Kokainhandel findet sich auf dem Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

«Onlinesucht» in der Schweiz

Der vorliegende Synthesebericht zu Onlinesucht beschreibt die Problemlast, den technologischen Fortschritt und die Entwicklungen in der Prävention, Früherkennung und Frühintervention sowie der Behandlung und zeigt auf, wer betroffen ist. Er identifiziert neue Probleme und zeigt den Handlungsbedarf auf. Ein Bericht (pdf, 17S.) von GREA und dem Fachverband Sucht.

Alkohol: Die Scheinmedizin

Viele Menschen benutzen Alkohol, um psychische oder körperliche Leiden zu lindern. Betroffene erzählen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Opiatabhängigkeit : "Ich bin abhängig, aber nicht suchtkrank"

Thomas Möller spritzt sich Stoff und hat einen normalen Bürojob. Seit 30 Jahren nimmt er Opiate. Ohne sie leben? Unvorstellbar. Über eine Sucht inmitten der Gesellschaft. Beitrag auf Zeit Online.

Für Cannabis-Studien, aber gegen Legalisierung

In der Schweiz sollen wissenschaftliche Studien zur regulierten Abgabe von Cannabis ermöglicht, aber keine Legalisierung in Angriff genommen werden. In diesem Sinne hat die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) über Vorstösse entschieden. Zudem reichte sie eine Motion ein, um den medizinischen Einsatz von Cannabis zu erleichtern. Medienmitteilung der Kommission.

Moderater Alkoholkonsum ist nicht gesund

Von wegen gesund. Schon moderate Mengen Alkohol können schädlich sein, wenn sie regelmässig getrunken werden. Den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge müssten die Grenzen für risikoarmen Konsum in vielen Ländern gesenkt werden. Das Forschungsteam hat errechnet, dass sich mehr als 100 Gramm Reinalkohol pro Woche lebensverkürzend auswirken. Die Grenze liegt somit bei etwa 8-10 Standardgläsern Alkohol pro Woche. Artikel auf Drugcom.de

Wenn Alkohol zum Medikament wird

Manche Menschen greifen zu Alkohol, um psychische oder körperliche Leiden zu lindern. Damit steigt das Suchtrisiko. Zudem können Symptome der Grunderkrankung stärker werden. Am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme vom 24. Mai bringen Stand- oder Plakataktionen, Theater oder Kinoabende das Thema der Öffentlichkeit näher. Organisationen der Suchtberatung und -therapie machen so auch auf ihre Hilfsangebote aufmerksam. Medienmitteilung auf den Seiten von Sucht Schweiz.

Dieses Bier ist übrigens krebserregend

Schockfotos auf Kippenschachteln sollen Raucher abschrecken. Wie wär's mit Warnhinweisen auf Alkohol? Zeit-Online hat 38'000 Leser zur schädlichsten Droge befragt. Zum Artikel

Mortalität in substitutionsgestützten Behandlungen

Zwischen 1992 und 2016 sind gemäss Behandlungsregister gesamthaft 1 057 Personen verstorben. Bei einem Total von 69 596 Personen-Jahren ergibt sich eine mittlere jährliche Sterberate von 1,5%. Diese ist seit 1992 unverändert. Der Fachartikel (pdf, 2S.) "Mortalität in substitutionsgestützten Behandlungen im Kanton Zürich, 1992-2016" ist im Rahmen der Begleitforschung der Methadonbehandlungen im Kanton Zürich entstanden.

Jahresbericht Strategie Sucht

Mit der Nationalen Strategie Sucht 2017 – 2024 beabsichtigt der Bundesrat, die Prävention von Suchterkrankungen und deren Früherkennung zu stärken sowie die Behandlung von suchterkrankten Menschen langfristig zu sichern. Der Jahresbericht 2017 (pdf, 13S.) steht zum Download bereit.

Jahresbereicht 2017 des Tabakpräventionsfonds

Das Nationale Programm Tabak 2008–2016 wurde durch die Nationale Strategie Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) abgelöst. Diese Strategie stellt die handlungsleitende Grundlage für den Tabakpräventionsfonds (TPF) dar. Der Jahresbereicht 2017 (pdf, 20S.) des Tabakpräventionsfonds steht zum Download bereit.

Deutschland: Zahl der Drogentoten leicht gesunken

In Deutschland starben im vergangenen Jahr 1.272 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Gezählt wurden allerdings nur Menschen, die verbotene Substanzen nahmen. Beitrag auf Zeit Online.

Verordnung zum Geldspielgesetz

Am 10. Juni stimmt das Volk über das Geldspielgesetz ab. Im Hintergrund sind die Arbeiten schon einige Schritte weiter: Schon jetzt sind die Verordnungen zum Gesetz in Vernehmlassung. Insgesamt drei Verordnungen zum Geldspielgesetz hat das Bundesamt für Justiz in Vernehmlassung geschickt. Eine davon, die Verordnung über Geldspiele, ist für die Prävention und Suchthilfe sehr wichtig: Sie präzisiert die Massnahmen zum Spielerschutz und zur Prävention von Spielsucht, die das Gesetz vorschreibt. Deshalb haben der Fachverband Sucht und seine Schwester-Organisationen, GREA und Ticino Addiction, ausführlich Stellung genommen (pdf, 9S.) dazu.

Was bringen Mindestpreise für Alkohol?

Schottland führt als erstes Land einen Mindestpreis für Alkohol ein. Es zeigte sich, dass ein Mindestpreis besonders preissensitive Gruppen treffen würde, also beispielsweise starke Trinker oder Jugendliche, die ihre Alkoholexzesse vom Taschengeld bezahlen müssen. Artikel der FAZ.

Schweizern sind Alkohol-Warnungen egal

Wer viel Alkohol trinkt, wird häufiger gewalttätig oder Opfer von Gewalt. Zudem ist das Risiko, an sieben verschiedenen Krebsarten zu erkranken, erhöht. Diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich erwiesen, stossen bei Schweizer Konsumenten aber auf taube Ohren. Das zeigt ein Test, der im Rahmen des Global Drug Survey durchgeführt wurde. Dabei wurden den Umfrageteilnehmern Alkoholetiketten mit Botschaften vorgelegt, die zum gemässigten Konsum anregen, indem sie auf die gesundheitlichen Risiken aufmerksam machen. Danach wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie die Informationen zum Überdenken ihres Alkoholkonsums bringen. Artikel auf 20 Minuten

Medizinisches Cannabis – eine valide therapeutische Option

Das Interesse für eine medizinische Anwendung von Cannabis ist gross und die Anzahl der Ausnahmenbewilligungen beim BAG ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Doch wann und bei wem wirkt Cannabis? Beitrag auf Spectra Online.

Tabakrauchen schädigt Gefässe wesentlich stärker als Cannabis

In einer Langzeitstudie mit Cannabiskonsumierenden konnten nur geringfügige Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gefässverkalkung gefunden werden. Das grösste Risiko geht bei den meisten Cannabiskonsumierenden vom Tabakkonsum aus. Für ihre Untersuchung verwendete das Forschungsteam die Daten einer Langzeitstudie aus den USA, an der über 5.000 Personen teilgenommen haben. Artikel auf drugcom.de

Global Drug Survey: Kokain wird schneller geliefert als eine Pizza

Für die grösste Drogen-Umfrage der Welt, die Global Drug Survey, wurden 130'000 Personen zu ihrem Konsum befragt. Darunter auch 5600 Schweizer. Auffallend: Neben Alkohol, Tabak und Cannabis ist auch Kokain hoch im Kurs: 15 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten zwölf Monaten gekokst zu haben. Und um an den Stoff zu kommen, mussten sie nicht lange warten, wie eine weitere Auswertung der Umfrage zeigt. Artikel auf 20 Minuten

Mit dem Rauchen Schluss gemacht

Die Zigarette war der ständige Begleiter von Friederike Zoe Grasshoff, die langlebigste aller Liebesbeziehungen. In diesem Artikel auf #12 schreibt die Journalistin und Schauspielerin über ein ungesundes Verhältnis und die Hölle des Abschieds.

Warum Gesundheit keine Privatsache ist

Welcher Mensch käme von sich aus auf die Idee, es bedeute Freiheit, sich ein Papierröllchen voll mit 250 Giften in den Mund zu stecken? In der Realität zünden sich die meisten Raucher ihre Zigarette an, weil sie eben nicht frei, sondern abhängig von Nikotin sind. Diese alberne Idee der Freiheit ist nicht im Kopf des Rauchers entstanden, sondern in den Marketingabteilungen der Zigarettenindustrie: "Liberté toujours", der Marlboro-Mann in endloser Weite, die junge Frau, die mit der Flappe im Mund aus gesellschaftlichen Zwängen ausbricht, all das ist eine von Big Tobacco sorgfältig und mit viel Geld inszenierte Vorstellung, mit der die Branche ihre Kunden manipuliert. Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Massnahmen gegen Alkoholkonsum: "Ich halte Mindestpreise für eine sehr gute Idee"

Fast elf Liter reiner Alkohol pro Jahr: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Vladimir Poznyak von der Weltgesundheitsorganisation rät zu harten Massnahmen. Er empfiehlt Maßnahmen wie: Mindestpreise festlegen, Reklame verbieten, wie bei Zigaretten auf Etiketten vor Gesundheitsschäden warnen und den Verkauf einschränken. Artikel auf Spiegel Online.

Neues Jugendschutzlabel

Veranstalter von Festivals und Events sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Zu ihrer Unterstützung lanciert das Blaue Kreuz das Jugendschutzlabel «Phil Good». Engagierte Veranstalter werden dadurch für ihre Jugendschutzbemühungen ausgezeichnet. www.philgoodlabel.ch

Viel Alkohol führt früh in die Demenz

Alkohol ist der Hauptrisikofaktor für eine früh beginnende Demenz. Mehr als die Hälfte der Demenzkranken unter 65 Jahren hat ein Alkoholproblem. Artikel in der Ärzte Zeitung

Lässt sich Kriminalität in Grossstädten bekämpfen? Anscheinend ja. Und die Bürger sind dabei fast wichtiger als die Polizei

Die US-amerikanischer Metropolen zwischen den Siebziger- und Neunzigerjahren waren von Gewalt geprägt. Manche Stadtteile waren regelrechte Kriegszonen, geprägt von brutalen Jugendgangs und Schiessereien zwischen rivalisierenden Crack-Dealern. Heute sind solche Zustände unvorstellbar. Der Central Park ist seit Jahren ein sicherer, bis in die Nacht belebter Ort. Viele Experten sahen noch Mitte der Neunzigerjahre eine Welle der Jugendgewalt auf das Land zurollen. Zwischen 1985 und 1993 hatte sich die Zahl der von Jugendlichen begangenen Morde nahezu verdoppelt. Doch dann sank die Mordrate. Ende der Neunzigerjahre erreichte sie den niedrigsten Stand seit Ende der Sechzigerjahre. Lokale Initiativen zeigen sich hier als besonders wichtig. Artikel im brand eins.

Schottland: Warum billiger Alkohol teurer werden sollte

Schottland geht gegen Komasaufen vor: Die Regierung hat einen Mindestpreis für Alkohol eingeführt. Dieser beträgt umgerechnet rund 60 Rappen pro Alkoholeinheit, also pro zehn Milliliter puren Alkohol. Das Gesetz zielt vor allem auf billige Getränke mit hohem Alkoholgehalt ab, die bei Personen mit problematischem Alkoholkonsum beliebt sind, Artikel auf tagesanzeiger.ch. Ein solcher Mindestpreis würde auch in Deutschland übermässigen Konsum verhindern, meinen Experten, Artikel auf Zeit Online.

Zigarettenmüll in Frankreich

Mindestens 4300 Milliarden Zigarettenstummel werden jährlich weggeworfen. Das entspricht, so eine Studie (pdf, 72S.) der Weltgesundheitsorganisation, zwischen 30 und 40 Prozent der Abfälle, die in Städten und an Stränden aufgesammelt werden. Auch Frankreich kämpft mit den Folgen des Qualmens: Von den gut 53 Milliarden legal verkauften Zigaretten jährlich wird rund die Hälfte auf dem Boden entsorgt. In Paris verschandeln die Kippen Parks, öffentliche Plätze und das Seine-Ufer. Laut Stadtverwaltung fallen jährlich 315 Tonnen Kippen an. Artikel auf Spiegel Online.

Hustensaft als Partydroge: Kommt die Rezeptpflicht?

Codeinhaltige Hustensäfte sind von der Heilmittelbehörde Swissmedic in die Abgabekategorie C eingeteilt worden. Das bedeutet, dass sie von Fachpersonal in Apotheken ohne ärztliches Rezept abgegeben werden dürfen. Dies könnte sich durch die aktuelle Revision des Heilmittelgesetzes bald ändern. Codein ist eine Substanz aus der Familie der Opiate und ist verwandt mit schweren Rauschmitteln wie Heroin und Morphium. Artikel auf srf.ch

Rauchen im Auto erhöht das Crashrisiko

Rauchen im Auto ist doppelt gefährlich. Nicht nur schädigt der blaue Dunst die Organe, die Fluppe am Steuer scheint einer aktuellen Studie zufolge auch das Unfallrisiko zu erhöhen. Artikel auf drugcom.de

Wie der Drogenhanel im Darknet funktioniert

Eine Recherche (Video, 7. Min.) des Tages Anzeigers zeigt, wie einfach Drogen im Netz zu erwerben sind.

Opioid-Krise in den USA: Stürzte täglich eine Boeing ab, würden wir doch auch etwas ändern

Hunderttausende Menschen in den USA nehmen Opioide oder sind abhängig von ihnen. Sie schlucken Schmerzmittel wie Oxycodon oder spritzen sich Heroin oder das oft stärker wirkende Fentanyl. Schuld daran ist auch, dass Medizinerinnen und Ärzte entsprechende Medikamente in den USA jahrzehntelang mitunter leichtfertig verschrieben haben. Vergangenen Oktober rief Präsident Donald Trump den nationalen Gesundheitsnotstand aus. Doch das wird das Problem nicht lösen, da ist sich Ruth Dreifuss sicher. Die Vorsitzende der Weltkommission für Drogenpolitik fordert einen radikalen Sinneswandel im Umgang mit der Krise. Beitrag von Dreifuss in der Wochenzeitung Zeit.

Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit

"Suchtprävention muss eben auch gleichzeitig anknüpfen an eine Verringerung oder Bekämpfung der sozialen Ungleichheit, sonst wird sie keinen Erfolg haben." Vortrag (pdf, 10S.) von Christoph Butterwegge an der der Fachkonferenz 2017 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Halluzinogene rütteln am Fundament unseres Bewusstseins

Sie wachsen im Vorgarten, auf der Kuhweide oder werden künstlich hergestellt. Es gibt eine Vielzahl an Substanzen, die eine halluzinogene Wirkung haben. Gemeinsam ist ihnen eine aussergewöhnliche psychoaktive Wirkung, die vielleicht als traumähnlich beschrieben werden kann. Für manche der Konsumierenden wird der Trip ins Wunderland allerdings zum Albtraum. Beitrag auf drugcom.de

Hepatitis C: Epidemiologie Schweiz 1988-2015

Dieser Beitrag analysiert anhand den Daten der obligatorischen Hepatitis-C-Überwachung von 1988-2015 die Entwicklung der akuten HCV-Infektionen und der neu gemeldeten nicht-akuten Fälle. Beitrag (pdf, 12S., auf Englisch) im Swiss Medical Weekly.

Juuling: E-Zigaretten-Hype an US-Highschools

Das Gadget, das den Eltern von US-Teenagern und den Bossen der globalen Zigarettenmultis Angst macht, sieht von aussen aus wie ein längerer USB-Stick. Es lässt sich am Laptop aufladen, reimt sich auf "cool" - und macht seine jungen User süchtig. Nikotinsüchtig. Artikel auf Spiegel Online. Was ist Juuling? Beitrag von Inside Edition (Englisch, auf Youtube).

Verkauf von E-Zigaretten mit Nikotin ab sofort in der Schweiz erlaubt

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) muss vor Gericht eine Niederlage einstecken. Seine Allgemeinverfügung, die den Verkauf von nikotinhaltigen Flüssigkeiten für E-Zigaretten verbot, sei fehlerhaft. Deshalb dürfen nun solche Flüssigkeiten in der Schweiz verkauft werden. Das berichtet «10vor10». «Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom letzten Dienstag können nikotinhaltige E-Zigaretten und Liquids in die Schweiz importiert und hier auch verkauft werden», bestätigt Judith Deflorin, Leiterin des Fachbereichs Marktzutritt beim BLV. Beitrag auf 10vor10.

Alkoholpräventionsgesuche: Aufruf für reguläre und Kleinprojekte

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit in einem vereinfachten Verfahren ein Kleinprojekt einzugeben. Kleinprojekte sind Projekte, deren Gesamtkosten 40 000 Franken nicht übersteigen und die durch den Fonds mit maximal 20 000 Franken unterstützt werden. Das Eingabedatum beim Bund ist der 15. September.

Die Gegner des Geldspielgesetzes liegen vorn

Eine Mehrheit ist gemäss der Tamedia-Umfrage momentan gegen das Geldspielgesetz. Aktuell sind 53 Prozent dagegen oder eher dagegen und nur 42 dafür oder eher dafür. Es könnte also eng werden für die Vorlage, schreiben die Autoren in ihrem Kommentar zur Umfrage. Erfahrungsgemäss legen Behördenvorlagen aber eher zu, je näher der Abstimmungstermin rückt. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ein Bier beim Boxenstopp im Autobahnrestaurant?

Bald wird's wieder möglich sein. Ein Raststätten-Betreiber hat es geschafft, aus seinem eigenen Geschäftsinteresse eine politische Mehrheit zu formen. Wie? Darum geht's in der neusten Folge (20 Min.) von 'Einfach Politik'. 'Einfach Politik' ist der neue Podcast von Radio SRF zur Schweizer Politik.

Stoffe im Dampf von E-Zigaretten sind krebserregend

E-Zigaretten entwickeln im Dampf grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Beim Testrauchen im Labor wurden bei 60 Prozent aller Proben sogar krebserregendes Formaldehyd und lungenschädigendes Diacetyl gefunden. Das haben Forscher der «Harvard T.H. Chan School of Public Health» in Boston festgestellt. Beitrag auf Infosperber.

Fakten und Zahlen der Zollverwaltung

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) erfüllt zahlreiche Aufgaben für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat. Dabei geht es sowohl um die Erhebung von Zöllen, Verbrauchssteuern und Lenkungsabgaben als auch um die Umsetzung von über 200 zollrechtlichen und nichtzollrechtlichen Gesetzen und Verordnungen. Die Ausgabe Fakten & Zahlen 2018 (pdf, 52S.) steht zum Download bereit. Mitunter werden auch Zahlen zu Alkohol, Tabak und verschiedene illegale Drogen dargestellt.

Karlsruhe stimmt für ersten Drogenkonsumraum

Die Stadt Karlsruhe will den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg einrichten. Der Gemeinderat stimmte gestern für eine solche Anlaufstelle. In ihr sollen schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen konsumieren können. Artikel im Deutschen Ärzteblatt.

Was von den Pionieren der Drogenpolitik blieb

Methadon oder Therapie: Das sollte keine Frage der Ideologie mehr sein. Doch die alten Gräben sind noch da. Artikel (pdf, 5S.) im Tages Anzeiger.

Cannabinoide in der Medizin

Das Unterkapitel "Cannabinoide in der Medizin" ist neu im Handbuch Praxis Suchtmedizin aufgeschaltet. Das Handbuch beinhaltet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen mit problematischem Konsum oder Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen. Das Handbuch versteht sich als Unterstützung für Hausärzte sowie Notfallärzte, Apotheker, Gesundheitsdienste des Straf- und Massnahmevollzuges und Fachleute aus der Psychiatrie.

Drug-Checking in Zürich: Substanz-Auswertungen 2017

2017 hat das Team des Drogeninformationszentrums der Stadt Zürich über 2000 eingereichte Drogenproben getestet und rund 3300 Partydrogenkonsumierende über gesundheitliche Risiken informiert. Während der Wirkstoffgehalt des getesteten Kokains 2017 generell weiter gestiegen ist, waren einzelne Proben sehr stark verunreinigt. Der Ecstasykonsum bleibt riskant; nur noch knapp ein Viertel der Pillen sind «normal» dosiert. Ergebnisse der verschiedenen Substanz-Auswertungen 2017, Medienmitteilung Sozialdepartement der Stadt Zürich, Artikel auf NZZ Online. Beitrag auf dem Drogerie-Blog der Tageszeitung taz zur Entwicklung des Wirkstoffgehalts in Ecstasypillen in Deutschland und der Schweiz.

Besteuert der Bund legale Cannabis-Blüten unrechtmässig?

Die Branche bescherte dem Bund letztes Jahr Steuereinnahmen von 15 Mio. Fr. Doch gibt es dafür eine gesetzliche Basis? Laut Katja Cupa, Juristin und Doktorandin an der Universität Zürich, ist die Steuer ungerechtfertigt: «Damit eine Steuer erhoben werden darf, braucht es eine gesetzliche Grundlage, die präzis ist.» Dies bedeute, dass das Tabaksteuergesetz die Produkte benennen muss, die versteuert werden sollen. Genau diese Information sei dem Tabaksteuergesetz aber nicht zu entnehmen. Die Eidgenössische Zollverwaltung wollte sich dazu gegenüber SRF nicht äussern, da diesbezüglich am Bundesverwaltungsgericht zwei Verfahren hängig seien. Für die Eidgenössische Zollverwaltung ist die Erhebung der Tabaksteuer auf legale Hanf-Blüten jedoch rechtmässig. Beitrag im 10vor10.

Wer im Nationalrat das Kiffen vermisst – und wer Angst davor hat

Das Online-Magazin Vice hat die 200 Mitglieder des Nationalrats gefragt, ob sie schon einmal gekifft hätten. Resultat: Das Gras ist rar im Bundeshaus. Die meisten verneinen, jemals Erfahrungen mit Cannabis gemacht zu haben. Sie wollen sich nicht vorstellen, wie sich ein Rausch auswirken könnte, können dem Rauchen eines Joints nichts Gutes abgewinnen und schenken sich – so eine der meistgenannten Antworten – zwecks Entspannung lieber ein Glas Wein ein. Beitrag auf Vice, Glosse in der Aargauer Zeitung.

Frankfurt: Kaum Heroin in Heroin

Was ist eigentlich in illegalen Drogen enthalten? Das wollte die Stadt Frankfurt wissen und hat Proben aus drei Drogenkonsumräumen untersuchen lassen. Vor allem der Wirkstoffgehalt von Heroin war deutlich geringer als erwartet. Artikel auf drugcom.de

Strassenumfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren?

Vor 75 Jahren machte der Schweizer Pharmaforscher Albert Hofmann den ersten Selbstversuch mit der Droge LSD. Swissinfo stellte in Winterthur die Wochenfrage: Welche Droge würden Sie legalisieren? Zum Video

Beim Gamen die Skills von morgen erwerben

Die Generation der Digital Natives drängt auf den Arbeitsmarkt. Dabei können sie von ihrer Erfahrung mit Videogames profitieren – nicht nur als Pilotinnen und Chirurgen. Artikel im Forschungsmagazin horizonte

Das tägliche Glas Wein...

Der Tages Anzeiger hat im Zeitraum der letzten drei Jahre Schlagzeilen zum "täglichen Glas Wein" und die Studien, die dahinter stehen, gesammelt und ausgewertet. Wer sich vom Resultat die endgültige Klärung der Frage erhofft, ob ein Glas Wein nun gesund oder ungesund ist, muss leider enttäuscht werden. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Newsletter Infodrog

Der April-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Video zum Umgang mit Alkohol

In diesem Video werden kurz und leicht verständlich Informationen zum Thema Alkohol vermittelt. Es zeigt, wann Alkohol vom Genuss zum Risiko wird, welche Auswirkungen ein zu hoher Alkoholkonsum haben kann und in welchen Situationen komplett auf Alkohol verzichtet werden sollte. Es beschreibt zudem Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können, und zeigt Hilfemöglichkeiten auf. Das Video ist in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi) jeweils mit Untertiteln verfügbar. Eine Video des Deutschen Caritasverband e.V.

Auch in Bern wird gekokst – aber niemand merkts

Gemessen am Kokainkonsum sind die Schweizer Städte Europameister: Fünf Schweizer Städte – darunter Bern auf Platz 8 – finden sich in der Rangliste der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. In einem Zeitraum von einer Woche wurde das Abwasser auf Drogenrückstände untersucht. Insbesondere 2017 stellte die Beobachtungsstelle in der Schweiz einen stark erhöhten Kokainkonsum fest: In Bern wird mehr als anderthalb mal soviel wie im Vorjahr geschnupft. Artikel auf #12

Pathologischen Medien- und Internetgebrauch

Digitale Medien bieten einerseits zahlreiche Vorteile und Chancen, andererseits aber auch Risiken. Diese Risiken können körperliche, psychische und soziale Bereiche betreffen und im schlimmsten Falle pathologische Ausmasse annehmen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 sind etwa 1% der 14-65-Jährigen in Deutschland internetabhängig, was einer Zahl von 560.000 Personen entspricht. Digitale Medien sind aber nicht per se abhängigkeitsfördernd. Daher ist es sinnvoll, das Thema von den Schnittstellenbereichen der Pädagogik, des Jugendschutzes und der Suchtprävention und -hilfe aus zu betrachten. Broschüre (pdf, 8S.) "Pathologischer Medien- und Internetgebrauch" des Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr in Deutschland.

Broschüren in leichter Sprache

In der Reihe "Ein Heft in Leichter Sprache" sind die Broschüren "Glücksspiele sind riskant" und "Medikamente - ab wann sind sie gefährlich?" erschienen. Diese Broschüren sind für Menschen gedacht, denen das Lesen schwerfällt. Die Risiken und die Folgen des Glücksspielens und der Medikamenteneinnahme werden beschrieben, und es finden sich, wie üblich in dieser Reihe, Hinweise auf Hilfeangebote und Telefonnummern ausgewiesen. In der Reihe liegen bereits Broschüren zum Alkohol, zum Rauchen und zum Kiffen vor. Herausgeberin ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS

Warum Alkohol aggressives Verhalten fördert

In einer australischen Studie konnte aufgezeigt werden, dass unter dem Einfluss von Alkohol die innere Stimme der Vernunft zu verstummen scheint. Artikel auf drugcom.de

LSD ist wieder in – aber diesmal bei Medizinern

Verschrien als Hippiedroge lag das Potenzial von LSD in der Medizin lange brach. Seit Kurzem wird wieder mehr geforscht. Beitrag auf SRF.ch

Rauschtrinken in Freiburg: Ein Aktionsplan will Gegensteuer geben

Der Aktionsplan greift sieben ermittelte Bedürfnisse auf, die seitens politisch-administrativer Behörden eine Reaktion im Interesse der öffentlichen Gesundheit verlangen. Die drei Hauptproblembereiche sind Rauschtrinken, Alkoholabhängigkeit sowie chronischer Alkoholkonsum. Die vier anderen Problembereiche, bei denen eine Intervention angezeigt ist, sind Alkohol am Steuer, Alkoholkonsum während Schwangerschaft und Stillzeit, Alkohol und Berufsleben sowie Wechselwirkungen zwischen Alkoholkonsum und Medikamenteneinnahme. Artikel auf SRF.ch

Spielerschutz: Mit vereinten Kräften gegen Spielsucht

Jährlich werden in der Schweiz Tausende Spielsperren für Casinos verhängt. Die Sozialarbeiter bei der Fachstelle für Suchtverhalten in Luzern entscheiden, ob diese wieder aufgehoben werden. Sie wissen auch: Sperre ist nicht gleich Sucht. Beitrag (pdf, 2S.) der Luzerner Zeitung.

Alkohol: Obergrenze für risikoarmen Konsum neu definiert

Ein regelmässiger Konsum von mehr als 100 Gramm Alkohol pro Woche verkürzt das Leben erheblich, wie ein internationales Forscherkonsortium in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht. Wer dauerhaft mehr als zwei Liter Bier oder eine Flasche Wein pro Woche konsumiert, riskiert mehr Schlaganfälle, tödliche Aneurysmen und Herzversagen sowie eine insgesamt höhere Gesamtsterblichkeit. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf Zeit Online

Cannabispolitik: Massnahmen zur Befähigung, zum Schutz und Hilfen

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS fordert in ihrer Stellungnahme (pdf, 29S.) den bestmöglichen Schutz junger Menschen vor den Risiken und Schäden des Cannabiskonsums hinsichtlich ihrer Gesundheit, psychosozialen Entwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe.

Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabiskonsum

Nicht der Cannabiskonsum führt zu Arterienverkalkung, sondern der Tabakrauch: zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie. Regelmässiger Cannabiskonsum ist demnach nur dann schädlich für die Herzarterien, wenn Cannabis zusammen mit Tabak konsumiert wird. Artikel auf NZZ Online.

Jahresberichte

Österreich verbietet Rauchen im Auto

Wer in Österreich mit Kind und Kippe im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1000 Euro Bussgeld. Ähnliche Verbote gibt es auch in anderen Staaten - nicht so in Deutschland. Artikel auf Spiegel Online.

Holland: Abschaffung der Raucherbereiche in der Gastronomie

Im Februar hatte der niederländische Gerichtshof in Den Haag beschlossen, dass die Raucherräume in der Gastronomie abgeschafft werden müssen. Der Staatssekretär für Volksgesundheit, Gemeinwohl und Sport gab nun bekannt, dass die Gastronomiebetriebe zwei Jahre lang Zeit haben, die Abschaffung der Raucherräume in die Tat umzusetzen. Der Beschluss passt perfekt zu den Plänen des Kabinetts Rutte III, das nach einer rauchfreien Gesellschaft strebt. Beitrag auf NiederlandeNet.

Jeder zweite Patient nimmt Psychopharmaka

Psychische Störungen verursachen Kosten von knapp ­sieben Milliarden – Experten orten grosses Sparpotenzial. Beitrag der Berner Zeitung.

Rauchen tötet - vor allem einen Teil unserer Gesellschaft

In Deutschland sterben arme Bürger mit schlechter Bildung viel früher als Wohlhabende und Gebildete. Eine neue Studie zeigt: Rauchen trägt erheblich dazu bei. Die Forscher machen die Politik für das Gefälle verantwortlich. Artikel auf Spiegel Online.

Internetsucht: Auf der Suche nach den Frauen

Anders als noch in den epidemiologischen Studien der frühen 2000er Jahre sind Frauen laut aktueller Datenlage in Deutschland ebenso häufig vom Störungsbild Internetsucht betroffen wie Männer. Genau dieser Befund ist es, der derzeit wichtige Fragen im Bereich der Versorgung aufwirft. Anders als in der Allgemeinbevölkerung zeigt sich nämlich innerhalb der Einrichtungen, die Angebote zur Beratung oder Behandlung von internetsüchtigen Patienten vorhalten, dass unter den Klienten und Patienten überwiegend Männer vorstellig werden. Somit stellt sich die Frage, wo die betroffenen Frauen und Mädchen sind und welche Hinderungsgründe dafür verantwortlich zeichnen, dass sie so selten den Weg in das spezifische Versorgungssystem finden. Ein Forschungsprojekt geht nun dieser Frage nach. Artikel auf Konturen.

Konsum von E-Zigaretten kann Jugendliche zum Experimentieren mit Tabakzigaretten anregen

Für die Studie wurden 2.186 Zehntklässler, die bislang keinerlei Tabakzigaretten geraucht hatten, im Schuljahr 2015/16 über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet. Zu Studienbeginn gaben 14,3 Prozent dieser Gruppe an, schon einmal E-Zigaretten probiert zu haben. Im Verlauf der sechs Monate begannen 12,3 Prozent der befragten Jugendlichen, zumindest gelegentlich Tabakzigaretten zu rauchen. Zu Studienende zeigte sich, dass Jugendliche mit E-Zigaretten-Erfahrung eher zur Tabakzigarette griffen: So begannen 22 Prozent der Befragten, die bereits E-Zigaretten probiert hatten, auch mit dem Tabakrauchen. Von den Jugendlichen, die zuvor keinerlei E-Zigaretten-Erfahrung hatten, fingen 10 Prozent mit dem Tabakrauchen an. Medienmitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zu einem ähnlichen Schluss kommen Forscher der University of California San Farncisco in einer im Februar 2018 in in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie.

GHB - Der schmale Grat zwischen Rausch und Koma

GHB wurde ursprünglich als Narkosemittel entwickelt. In geringen Dosen hat die farblose Flüssigkeit eine alkoholähnliche Wirkung, die in der Partyszene auch zum Feiern missbraucht wird. Die Industriechemikalien GBL und BD werden ebenfalls missbräuchlich konsumiert, weil sie im Körper zu GHB umgewandelt werden. Doch der Konsum dieser Substanzen kann schnell fatale Folgen haben. Artikel auf drugcom.de

Zugelassene betäubungsmittelhaltige Präparate im Schweizer Handel

Das aktualisierte Verzeichnis (pdf, 43S.) aller zugelassenen betäubungsmittelhaltigen Präparate im Schweizer Handel ist auf den Seiten von Swissmedic zugänglich.

Internationaler Überblick über die Drug Checking-Angebote

In diesem Bulletin werden 31 Drug Checking-Angebote vorgestellt, die von 29 Organisationen in 20 Ländern Europas, Amerikas und Australasiens betrieben werden. Bulletin des Drug Policy Modelling Program.

Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit

Der vorliegende Bericht (pdf, 30S.) von Infodrog untersucht die Daten der Befragungen von Freizeitdrogenkonsumierenden aus dem Jahr 2016. Die Ergebnisse bieten detaillierte Einblicke in das Konsumverhalten und die damit zusammenhängende Problemlast bei Freizeitdrogenkonsumierenden.

Österreich: Fast 600.000 unterschreiben für rauchfreie Lokale

Fast 600.000 Österreicher machen gegen die rechtskonservative Regierung mobil, weil sie ein geplantes Rauchverbot in der Gastronomie gekippt hat. Das seien weit mehr Stimmen, als zur Einleitung eines offiziellen Volksbegehrens für rauchfreie Lokale notwendig seien, teilten die Initiatoren mit. Für eine Debatte im Wiener Parlament hätten schon 100.000 Unterschriften gereicht. Artikel auf Spiegel Online

Legales Marihuana für die Niederländer

Schon seit Jahren wird in den Niederlanden über die Regulierung des Cannabisanbaus diskutiert. Der Verkauf von Marihuana wird zwar geduldet, der Anbau und der Handel sind aber verboten. Bisher hatten die Kunden von Coffeeshops häufig keine Kontrolle darüber, welche Inhaltsstoffe in ihren Produkten vorhanden sind. Nun soll in einem Experiment Cannabis unter staatlicher Kontrolle angebaut und verkauft werden. Beitrag auf NiederlandeNet

Forschungsprojekt "Pflegende Kinder und Jugendliche": Interviewpartner gesucht

Das Projekt «Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als pflegende Angehörige in der Schweiz» von Careum erforscht quantitativ und qualitativ die Natur und Charakteristik von pflegenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz. Die Studie, die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wird, füllt damit eine wichtige nationale und internationale Forschungslücke. Für das Projekt werden betroffene Familien, die über ihre Erfahrungen sprechen möchten, gesucht. Mehr Informationen zu den Interviews sind in einem Flyer (pdf, 2S.) erhältlich.

Nightlife und Freizeitdrogenkonsum: Coordination Nationale

Die Coordination Nationale ist die gemeinsame Veranstaltung der Fachgruppen der beiden Fachverbände (Fachverband Sucht und GREA) im Bereich Nightlife und Freizeitdrogenkonsum und wird von Infodrog koordiniert. Der Bericht (pdf, 3S.) zur Veranstaltung 2018 ist vorhanden.

Steigt der THC-Gehalt, nimmt die Inanspruchnahme der Drogenhilfe zu

Die Verbreitung hochgezüchteter Cannabissorten hat Auswirkungen auf die Anzahl der Erstkontakte in der Drogenhilfe. Darauf verweist eine Studie aus den Niederlanden. Artikel auf drugcom.de

Drugscout: Professionelle Begleitung während des Drogenkonsums

Die Berliner Party-Szene diskutiert derzeit über eine Spiegel-Reportage (kostenpflichtig), die vom Tod einer jungen Frau im Berliner Club Berghain berichtet. Ihr Tod - verursacht durch eine Überdosis Ecstasy - wirft Fragen auf: Hätte sie gerettet werden können? Wer trägt in Notfällen dieser Art die Verantwortung? Und wie lassen sich die Risiken, die mit dem Konsum illegaler Substanzen einhergehen, verringern? Der Leipziger Daniel Graubaum setzt sich als "Drugscout" seit mehr als zehn Jahren für mehr Sicherheit in der Partyszene ein. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten

Die Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat im März 2018 die Grundposition "Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten" verabschiedet. Mit diesem Dokument (pdf, 4S.) legt die NAS-CPA ihre Grundposition zur Suchtprävention und zum Jugendschutz dar, definiert Begriffe und formuliert Voraussetzungen für eine zeitgemässe Ausgestaltung der Suchtprävention und des Jugendschutzes aus ihrer Sicht.

Studie zur Kokainabhängigkeit: Studienteilnehmende gesucht

Bislang gibt es weltweit noch kein zugelassenes Medikament zur Therapie der Kokainabhängigkeit. In den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel und in der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) Zürich wird eine internationale, multizentrische Studie durchgeführt, welche die Effektivität eines neuen Wirkstoffs zur Behandlung der Kokainabhängigkeit untersucht. Der chronische Gebrauch von Kokain führt im Hirn zu einem gestörten Antrieb im Glutamat-Kreislauf, welcher bei der Kokainabhängigkeit eine wichtige Rolle spielt und durch die Einnahme dieses Wirkstoffs wiederhergestellt werden soll. Versuche im Tiermodell haben gezeigt, dass der Wirkstoff den Kokainkonsum reduzieren kann. In dieser Studie, soll nun zum ersten Mal evaluiert werden, ob dieser Wirkstoff den Kokainkonsum auch bei kokainabhängigen Personen positiv beeinflusst. Für die Studie werden Personen von guter Gesundheit gesucht, die Kokain über die Nase konsumieren. Studieninteressierte können sich gerne an die Studienteams wenden (Basel: info.Kokainstudie@upkbs.ch, Zürich: Kokain-Studie@bli.uzh.ch).

Tabakproduktegesetz: Aargau will Snus nicht legalisieren

Die Aargauer Regierung begrüsst den Entwurf zum neuen Tabakgesetz, das der Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben hat (Infoset berichtete). Tabakprodukte seien besondere Konsumgüter, die auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch Gesundheitsrisiken nach sich zögen. Mit ganz allen Vorschlägen aus Bern einverstanden ist die Regierung aber nicht. Kritisch steht sie der Legalisierung von Snus gegenüber. Damit sei mit neuen Tabakkonsumierenden zu rechnen, ohne dass die Zahl der Rauchenden deswegen zurückgehen würde, befürchtet man in Aarau. Artikel der Aargauer Zeitung

Süchtig im Online-Casino: «Jetzt isch fertig»

Es braucht wenig – und schon befindet man sich auf dem Smartphone online im Casino. Eine Zugerin zockte so anderthalb Jahre lang und verlor rund 20'000 Franken. Aus lauter Verzweiflung über ihre Spielsucht wollte sie schon vor den Zug springen. Doch dann nahm sie eines Tages all ihren Mut zusammen und outete sich. Artikel auf zentralplus.ch

Focus on Youth, Football & Alcohol FYFA

Die FYFA wird die Politik in den Bereichen Jugend, Sport, Marketing und Alkohol unter besonderer Berücksichtigung des Fussballs auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene überprüfen. FYFA ist eine europäische Initiative und hat ihren Sitz bei Eurocare. www.fyfaproject.eu

Cannabis-Anbau in Deutschland verzögert sich

Eigentlich sollte die Cannabis-Ernte für medizinische Zwecke in Deutschland im kommenden Jahr beginnen. Doch der Termin ist nach einem Urteilsspruch kaum noch zu halten. Artikel auf Spiegel Online

Geldspielgesetz: Koalition zum Schutz der SpielerInnen lehnt Referendum ab

Die Koalition lehnt das Referendum gegen das Geldspielgesetz ab. Angesichts der Argumentation und der Zusammensetzung der Referendumskomitees befürchtet sie bei einer Neuauflage des Gesetzes eine noch weitergehende Liberalisierung des Online-Geldspielmarktes. Medienmitteilung der Koalition. (Infoset berichtete)

Kokain-Konsum in St. Gallen innert fünf Jahren beinahe vervierfacht

Schweizer Städte gehören europaweit zu den Spitzenreitern beim Kokainkonsum am Wochenende: Nicht nur in Zürich, auch in St. Gallen wird besonders viel gekokst. Hier verdoppelte sich im Abwasser die Menge der Koks-Rückstände innert Jahresfrist. Das zeigt eine Studie der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, die in 56 europäischen Städten Abwasser untersuchen liess, Video-Beitrag der Rundschau (10 Min.), Artikel auf SRF. An der «Rundschau»-Theke diskutierte Sandro Brotz mit Andrea Caroni, FDP-Ständerat aus Appenzell Ausserrhoden. Er vertritt die Haltung, man müsse den Kokain-Markt in der Schweiz liberalisieren, Video-Beitrag, Artikel auf SRF.

Jahrbuch Sucht 2018: Deutschland hat ein Alkoholproblem

Die Menschen in Deutschland konsumieren nach wie vor viel Tabak, viel Alkohol und viele illegale Drogen. Das geht aus der neuen Ausgabe des Jahrbuchs Sucht hervor. Der Alkoholkonsum in Deutschland ist laut den jüngsten Zahlen für 2016 leicht gesunken, um rund ein Prozent. Damit setzt sich ein Trend aus den vergangenen Jahren fort. Grund für eine Entwarnung sei das aber nicht, so die Autoren. Der Verbrauch habe sich nur von extrem hoch auf sehr hoch reduziert. Der Verbrauch von Tabakwaren ist 2017 leicht gestiegen. Grund dafür ist vor allem eine Zunahme beim Pfeifentabak. Hier stieg der Konsum im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel. Medienmitteilungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS, Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online

Nasenspray: Wie gefährlich ist die Sucht?

Mindestens 100.000 Deutsche sind laut Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS abhängig von Nasenspray. Ihre Nasenschleimhaut hat sich so sehr an im Spray enthaltene, abschwellende Mittel wie Xylometazolin gewöhnt, dass es zum sogenannten Rebound-Effekt kommt: Schon kurz nach der Anwendung lässt die Wirkung nach, das Gewebe wird wieder dicker und der Patient braucht noch mehr von seinem Suchtmittel. Artikel auf hna.de. Weitere Informationen Nasenspray-Missbrauch sind der Publikation Medikamentenabhängigkeit (pdf, 192S.) der DHS erhältlich.

Wer die Befürworter des Geldspielgesetzes unterstützt

Bisher mussten sich vor allem die Gegner des Gesetzes, über das am 10. Juni abgestimmt wird, Vorwürfe machen lassen. Sie hatten das Referendum nur dank finanzieller Unterstützung durch ausländische Anbieter von Onlinegeldspielen zustande gebracht (Artikel im Abo+ auf tagesanzeiger.ch). Doch auch auf der Gegenseite sind potente Interessen am Werk. Neben den Casinos legen sich vor allem die beiden Lotteriegesellschaften der Kantone, Swisslos und Loterie Romande, vehement für das Gesetz ins Zeug, das sie selber mitgeprägt haben. Artikel auf tagesanzeiger.ch. (Infoset berichtete)

Kinder und Jugendschutz im Schweizer Fussball

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und Pro Juventute präsentieren ihr neustes gemeinsames Konzept für Kinder- Jugendschutz im Schweizer Fussball. Oberstes Ziel ist für die beiden Kooperationspartner, die Integrität von Trainerinnen, Trainern sowie Kindern in den SFV-Vereinen zu stärken und zu schützen. Medienmitteilung der Pro Juventute.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Frühling 2018) steht zum Download bereit. Rauchstopp in der Apotheke; PatientInnen einfach und sicher zur Ber tung bei der Rauchstopplinie anmelden; Aufbau des Vereins «Forum Tabakprävention und Behandlung der Tabakabhängigkeit in Gesundheitsinstitutionen Schweiz» FTGS.

Österreich: Regierung kippt Rauchverbot

In Österreich darf weiterhin in vielen Kaffee- und Wirtshäusern geraucht werden: Die Regierung hat ein für Mai geplantes Verbot zurückgenommen - mit mehreren fragwürdigen Begründungen. Weiter dürfen ab 2019 Tabakwaren nur noch an Volljährige verkauft werden. Ausserdem wird in Autos das Rauchen verboten, wenn Kinder und Jugendliche mit darin sitzen. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online.

Hohe Verfügbarkeit von Alkohol führt vor allem bei Armen zu höherem Konsum

Menschen mit niedrigen Einkommens konsumieren mit höherer Wahrscheinlichkeit viel Alkohol, wenn dessen Verfügbarkeit hoch ist. Demgegenüber wird der Alkohol-Konsum bei den hohen Einkommensgruppen von der Zahl der Verkaufsstellen in ihrer Nachbarschaft weit weniger beeinflusst. Die Ergebnisse des Forscherteams der Universität Edinburgh und Glasgow legen nahe, dass Massnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums, die allein auf das Konsumentenverhalten abzielen, weniger aussichtsreich sind. Die Forscher argumentieren, dass ein radikaler Politikwechsel nötig wäre, um gegen die gesundheitliche Ungleichheit bei den alkoholbedingten Schäden vorzugehen. Die Veränderungen sollten die Reduzierung der Verfügbarkeit von Alkohol beinhalten. Beitrag auf BBC, Artikel auf nacoa.de. In Schottland werden auf den 1. Mai Mindestpreise auf Alkoholika eingeführt, Artikel auf BBC.

Tabak und Nikotin: Neue Fakten geben Orientierung

Der Nikotinmarkt verändert sich schnell: Neben der klassischen Zigarette werden vermehrt auch die Wasserpfeife, Snus und seit wenigen Jahren E-Zigaretten sowie Tabakprodukte zum Erhitzen konsumiert. Doch sind diese Produkte auch wirklich risikoärmer? Sucht Schweiz bringt nun Klarheit: In einem Factsheet-Dossier sind die neusten Forschungsergebnisse zu Inhalten, Verwendung und Gesundheitsfragen pro Produktekategorie übersichtlich dargestellt. Für Menschen, denen der Rauchstopp nicht gelingen will, kann der Umstieg auf alternative Produkte sinnvoll sein, aber die Verbreitung weiterer Produkte führt nicht automatisch zu einer Verbesserung der öffentlichen Gesundheit.

Deutschland: Schlupflöcher der illegalen Online-Casinos

Online-Casinos nutzen das deutsche Regelungs-Chaos für illegale Angebote. Nun schlagen Suchtforscher und Juristen Alarm. Artikel auf swp.de

Volksinitiative: Werbeverbot soll Kinder und Jugendliche vor Tabak schützen

Die Initiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" will ein Werbeverbot in der Verfassung verankern: Untersagt werden soll jede Art von Werbung für Tabakprodukte, die Kinder und Jugendliche erreicht. Zudem soll der bestehende Artikel zur Kinder- und Jugendförderung um den Gesundheitsschutz ergänzt werden. Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung,  Video-Beitrag auf tagesanzeiger.ch, Kommentar auf tagesanzeiger.ch. www.kinderohnetabak.ch

Viele Unfälle wegen Medikamenteneinfluss

Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) unterschätzen viele Kfz-Lenker die Gefahren, die durch Einnahme von Medikamenten im Strassenverkehr entstehen, obwohl laut Expertenschätzungen bis zu 30 Prozent der zugelassenen Medikamente Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit haben. Laut KfV könnten demnach zwischen 8 und 25 Prozent aller Verkehrsunfälle direkt oder indirekt auf Medikamenteneinnahme zurückzuführen sein, in absoluten Zahlen wären das zwischen 3000 und 9000 Unfälle. Beitrag auf praevention.at.

US-Behörde will Nikotingehalt von Tabak drastisch senken

In den USA sollen Zigaretten künftig bis zu 80 Prozent weniger Nikotin enthalten und so weniger süchtig machen. Krebsforscher sprechen von einem revolutionären Schritt - geben aber zugleich eine Warnung aus. Studien zeigen, dass Menschen weniger rauchen und eher versuchen aufzuhören, wenn sie zu Zigaretten wechseln, die sehr wenig Nikotin enthalten. Demnach könnte eine Reduzierung des Nikotingehalts um 80 Prozent dafür sorgen, dass fünf Millionen Menschen in den USA innerhalb eines Jahres das Rauchen aufgeben. Artikel auf Spiegel Online.

Vernehmlassung zum Tabakproduktegesetz 2.0

Auf Druck einer Mehrheit von National- und Ständerat verzichtete der Bundesrat im neuen Vorentwurf zum Tabakproduktegesetz auf wirksame Massnahmen gegen Tabakwerbung und -sponsoring (Infoset berichtete). Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz fordert deshalb, zusammen mit 16 Organisationen, eine Überarbeitung der Vorlage, Medienmitteilung der Allianz. Auch Public Health Schweiz (Vernehmlassungsantwort) und die Allianz Gesunde Schweiz (Vernehmlassungsantwort) fordern eine grundlegende Überarbeitung. Artikel auf NZZ Online.

Experimente mit Cannabis sollen legal werden

Der Ständerat will Studien mit Cannabis ermöglichen. Die Motion von Roberto Zanetti (SP/SO) fordert einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz. Wegen mangelnder Rechtsgrundlagen erteilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vergangenes Jahr keine Bewilligung für eine wissenschaftliche Studie zu Cannabis. Die Universität Bern hatte erforschen wollen, wie sich eine Legalisierung auf die Konsumenten und den Markt auswirkt. Im Nationalrat liegt das Thema ebenfalls auf dem Tisch, mehrere Vorstösse sind eingereicht. Die grosse Kammer wird nun als nächstes über Zanettis Motion befinden. Ratsprotokoll vom 15. März. Artikel auf SRF, Beitrag auf 10vor10. (Infoset berichtete)

Zerstört Panikmache den Ruf der E-Zigarette?

E-Zigaretten könnten Rauchern helfen, gelten aber als Einstiegsdroge für Tabak. Eine Studie warnt nun erneut vor immensen Schäden. Leider ist das ziemlich fragwürdig meint eine kommentierende Analyse in der Wochenzeitung Zeit.

Lübecker Memorandum über die Zukunft der Suchtkrankenversorgung in in der Kritik

Das "Memorandum" (pdf, 10S.) der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG Sucht) zielt laut DG-SAS ganz offen auf einen vollständigen Umbau der Suchthilfe und Suchtprävention. Diese Umgestaltung würde das Ende von gleichberechtigten Angeboten der Sozialen Arbeit in der Suchthilfe in Deutschland bedeuten. Die Fragwürdigkeit des Papiers spiegelt sich in der fachlich einseitig von Medizin und Psychologie dominierten Zusammensetzung des Gremiums. Positionspapier (pdf, 7S.) der Deutschen Gesellchaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe DG-SAS. In einer ergänzenden Anmerkung (pdf, 2S.) zum Memorandum begrüsst die DG-SAS die Initiative der DG Sucht zu einer erneuten Diskussion über eine Entstigmatisierung der Suchterkrankungen und der so betroffenen Menschen.

Stigmatisierung und Selbststigmatisierung im Kontext von Suchterkrankungen

In allen Nationen, Kulturen, Religionen sowie in allen sozialen Schichten und Hierarchieebenen finden sich Suchtkrankheiten. Störungen des Substanzmissbrauchs stellen mit einer Prävalenz von 16,6 Prozent der erwachsenen Gesamtbevölkerung die grösste Gruppe psychischer Störungen dar. Trotz der hohen Anzahl werden Suchtkranke häufig ausgegrenzt, diskriminiert und stigmatisiert. Der Stigmatisierungsprozess ist ein komplexes Phänomen von Wechselwirkungen zwischen den Betroffenen und der Gesellschaft. Dabei nehmen meist historisch entstandene und nicht hinterfragte Vorstellungen von Normalität und Normabweichung eine entscheidende Rolle ein. Artikel auf Konturen.

Anwendung von Wirkfaktoren in der Onlineberatung SafeZone.ch

Wie verlaufen Mailberatungen, welche Suchtthemen kommen zur Sprache? Wie gestalten die Fachpersonen eine Onlineberatung, damit Suchtproblematiken angegangen werden können? Welche Wirkfaktoren werden angewandt? Diesen Fragen geht eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG nach. socialdesign untersuchte hierzu den Verlauf und den Inhalt von über 1000 Mailberatungen, die im Zeitraum 2014 bis 2017 auf der Beratungsplattform SafeZone.ch durchgeführt wurden. Studie (pdf, 93S.) und Zusammenfassung (pdf, 5S.) stehen zum Download bereit.

Wer Cannabis liberalisiert, schützt die Jugend

Seit einem Jahr darf jeder Arzt in Deutschland legal Cannabis verschreiben. In Kalifornien sind seit Beginn dieses Jahres Cannabisprodukte auch legal erhältlich, und ab Juli wird Cannabis in ganz Kanada legal erhältlich sein. Damit wird erstmals in einem OECD- und G7-Staat nicht nur der Konsum, sondern auch der Anbau von Cannabis legalisiert. Weltweit zeichnet sich ab, dass immer mehr Staaten auf der Welt diesem Trend folgen. Beitrag auf Zeit Online.

Das neue Geldspielgesetz kommt am 10. Juni zur Abstimmung

Im März 2012 hat das Stimmvolk mit grosser Mehrheit dem Verfassungsartikel über Geldspiele zugestimmt. Nun geht es um die Umsetzung: Das vom Parlament verabschiedete Geldspielgesetz sieht unter anderem vor, dass Schweizer Casinos auch im Internet Geldspiele anbieten können. Dafür sollen ausländische Geldspielangebote gesperrt werden. Verschiedene Jungparteien haben das Referendum dagegen ergriffen. Neu geregelt wird mit dem Geldspielgesetz auch die Besteuerung von Geldspiel-Gewinnen. Der Bundesrat, das Parlament und die Kantone empfehlen in der Abstimmung am 10. Juni 2018 ein Ja zum Geldspielgesetz. Beitrag auf SRF, Beitrag auf 20 Minuten. Gemeinsame Medienkonferenz zum Thema Geldspielgesetz von BR. S. Sommaruga, dem EJPD und FDKL. Medienmitteilung (pdf, 3S.) des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). (Infoset berichtete)

Für die Entkriminalisierung aller psychoaktiver Substanzen

Psychiater Thilo Beck betreut in Zürich Drogensüchtige. Er setzt sich gegen die Stigmatisierung von Abhängigen ein und fordert die Regulierung aller psychoaktiven Substanzen. Ein Interview auf bluewin.ch

Substitutionsbehandlung: Thema im aktuellen Drogenkurier

Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des Jahres 2018 steht das Thema "Substitutionsbehandlung", das aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird. Der Drogenkurier wird vom JES Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Deutschland: Seit einem Jahr gibt es Cannabis in der Apotheke

"Gras" aus der Apotheke - das ist seit einem Jahr in Deutschland möglich. Dazu braucht man einen Arzt, der es verschreibt und frische Ware. Doch Patienten klagen: Genau bei diesen Punkten hake es noch gewaltig, Artikel auf Deutsche Welle, Artikel auf Spiegel Online. Bereits verdienen Unternehmen mit dem Cannabis bereits viel Geld. Und es soll mehr werden, Artikel auf Deutsche Welle

Tabak-Atlas legt die Strategien der Zigarettenindustrie offen

9730 Dollar hat die Tabakindustrie im Jahr 2015 an jedem Toten verdient. An jedem Menschen, der an den Folgen des Rauchens gestorben ist. Insgesamt machten die Unternehmen mehr als 62 Milliarden Dollar Profit, und insgesamt starben weltweit mehr als sechs Millionen Menschen an jenen Folgen. Weil in wohlhabenden Ländern weniger Menschen rauchen, erschliessen die Firmen neue Märkte. Besonders in Asien, dem Nahen Osten und Afrika versuchen die Tabakunternehmen, ihre Zigaretten besser unter die Leute zu bringen. In Niger, Lesotho und Mauretanien etwa steigt die Anzahl der Raucher seit Jahren kontinuierlich an. Beitrag mit Videomaterial auf tagesanzeiger.ch

Halluzinogene: Psilocybin-Rätsel vor Lösung?

Die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin, die in manchen Pilzarten enthalten sind, verursachen beim Konsum LSD-ähnliche, halluzinogene Wirkungen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Warum Pilzarten, die oft nicht näher verwandt sind, diese Wirkstoffe produzieren, war bislang aber ein Rätsel. Dieses könnte nun vor der Lösung stehen. Artikel auf praevention.at

Das Mittel hinter Amerikas Schmerz

In einigen Gliedstaaten nimmt der Heroinkonsum rasant zu. Am Anfang der Epidemie standen verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycontin der US-Pharmafirma Purdue. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Ausführlicher Beitrag der NZZ.

Mut zum Risiko

Das Erlernen eines kompetenten Umgangs mit Risiken ist aus suchtpräventiver Sicht mehrfach relevant. Sie dient dem Aneignen von personalen Ressourcen wie Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitserwartung und hat so eine schützende Wirkung. Die aktuelle Ausgabe (01/2018) von laut & leise widmet sich dem Zusammenhang von Risikokompetenz und potentiell abhängig machenden Genussmitteln. Das Magazin wird herausgegeben von den Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich.

Deutschland: Crystal Meth nur regional von Bedeutung

Der Konsum von Methamphetamin, auch bekannt als Crystal Meth, scheint in Deutschland nur in einzelnen Regionen eine Rolle zu spielen. Hingegen zählen neue psychoaktive Substanzen inzwischen zu den am meisten konsumierten illegalen Drogen nach Cannabis. Das zeigt eine repräsentative Studie mit regionalen Auswertungen einzelner Bundesländer. Beitrag auf drugcom.de

Kokainkick: Lieblingsdroge der Leistungsgesellschaft

Zürich hat damit den drittgrössten Kokainkonsum in ganz Europa. Das weisse Pulver hat längst alle sozialen Schichten durchdrungen, die Kokainmafia ist dank erfolgreicher Geldwäsche längst Bestandteil der Wirtschaft, und Polizei und Zoll sind unterwandert. Alleine in Europa werden mit Kokain jährlich 5,7 Milliarden Euro umgesetzt. Wie kommt das Kokain in die Schweiz? Wie gefährlich ist der «Schnee»? Und wäre es vielleicht sogar sinnvoll, Kokain zu legalisieren, um die Drogenmafia zu bekämpfen? NZZ Format über die Lieblingsdroge der Leistungsgesellschaft: Donnerstag, 8. März um 23 Uhr auf SRF1.

Tabakproduktegesetz: Ein Umdenken ist erforderlich

Die bisherige Geschichte des Tabakproduktegesetzes zeigt, wie wenig im Parlament das Ausmass der gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums wahrgenommen wird. Es geht nicht um gelegentliche gesundheitliche Nebenerscheinungen einer in der Bevölkerung traditionell verankerten Gewohnheit, sondern darum, ob das Parlament weiterhin mit einem Wirtschaftszweig zusammenarbeiten soll, dessen Produkt bei einer Mehrzahl seiner Kunden zu Abhängigkeit und bei der Hälfte zu tödlichen Krankheiten führt. Die Ärzteschaft ist sich der Problematik bewusst, und der praktizierenden ÄrztInnen bieten sich Möglichkeiten, in und ausserhalb der Praxis zur Meinungsbildung beizutragen. Artikel in der Schweizerischen Ärzteteitung.

Deutschland: Social-Media Abhängigkeit bei Jugendlichen

Eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland etwa 100.000 Kinder und Jugendliche von sozialen Medien abhängig seien. Das bedeutet, dass 2,6% der Jugendlichen in Deutschland die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der Social Media Disorder Scale erfüllen. Für die Studie wurden 1.001 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren befragt. Mithilfe der neun Fragen umfassenden und von niederländischen Forschern entwickelten sogenannten Social Media Disorder Scale wurden hierbei Rückschlüsse auf die Abhängigkeit der Befragten geschlossen. Medienmitteilung der DAK-Krankenkasse.

Österreich: ÖVP und FPÖ halten an der geltenden Raucherregelung in der Gastronomie fest

Mit einem öffentlichen Hearing zum Thema Rauchen in der Gastronomie begann am 6. März der Gesundheitsausschuss. Während die von Opposition nominierten ExpertInnen - allesamt MedizinerInnen - vehement für ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie eintraten, verwiesen die von den Regierungsparteien entsandten Fachleute auf die individuellen Freiheits- und Eigentumsrechte sowie auf die vorgesehenen Verbesserungen beim Jugendschutz. Die Opposition zeigte sich empört darüber, dass eindeutige wissenschaftliche Fakten und auch die Unterstützungserklärungen von fast einer halben Million Menschen für das Volksbegehren "Don´t Smoke" einfach vom Tisch gewischt werden. Mitteilung der APA (Austria Presse Agentur).

Historische Tabakwerbung : Kippen, Drinks – und alle so: "Yeah!"

Rauchen als tolles Lebensgefühl? Früher war Zigaretten- und Alkoholwerbung bunt, gesellig oder elegant. Alte Plakate zeigen Werbung, wie sie heute nicht mehr denkbar ist. Werbebilder auf Zeit Online

Eltern-Empfehlungen für einen gesunden Medienkonsum

Tablet, Smartphone, Social Media – in vielen Familien mittlerweile Alltag. Kinder wachsen wie selbstverständlich mit den neuen Medien auf, oftmals ohne klare Vorgaben durch die Eltern oder entsprechende Medienkompetenz. Viele Eltern wünschen sich mehr Informationsangebote, um ihren Kindern die digitale Welt besser vermitteln zu können. Flyer (pdf, 2S.) mit Empfehlungen für einen gesunden Umgang mit Medien vom Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte Deutschland. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Berichte über neue psychoaktive Substanzen

Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol haben zwei neue Berichte zu den Substanzen Methoxyacetylfentanyl und Cyclopropylfentanyl herausgegeben (auf Englisch).

Traumatisierte junge Geflüchtete: neues Angebot zur Weiterbildung und Vernetzung von Fachleuten

Junge Geflüchtete haben auf ihrem Weg in die Schweiz oft Schreckliches erlebt. Aufgrund der vielen Anfragen zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen hat das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Schweizerischen Roten Kreuzes eine nationale Webplattform aufgebaut. Diese präsentiert Unterstützungsangebote und vermittelt Informationen zu Weiterbildungsangeboten und Veranstaltungen für Fachleute und Begleitpersonen. Artikel auf Specta, www.traumatisierung.migesplus.ch

Animationsfilme zur Abhängigkeit von Cannabis & Co.

Bin ich abhängig von Cannabis? Ist Ecstasy schädlich fürs Gehirn? Machen Amphetamine alt? Zum Thema Sucht und Drogen gibt es eine Menge Fragen. Ein paar davon beantwortet drugcom.de in kurzen Animationsfilmen (Youtube Kanal) auf verständliche Weise.

Rauchverbot in Österreich: Auf der Kippe

Während es fast überall in Europa strenge Gesetze zum Nichtraucherschutz gibt und Gäste von Kneipen und Restaurants zum Rauchen vor die Tür gehen müssen, darf in vielen österreichischen Kaffee- und Wirtshäusern noch gequalmt werden. Damit sollte eigentlich bald Schluss sein: Die Vorgängerregierung, eine grosse Koalition aus SPÖ und ÖVP, hatte die Gastronomen verpflichtet, abgetrennte Räume für Raucher einzurichten, und zuletzt ein vollständiges Rauchverbot ab dem 1. Mai 2018 beschlossen. Jetzt will die neue Regierung das beschlossenes Qualmverbot wieder kassieren. Es entbrennt ein Kulturkampf. Artikel auf Spiegel Online.

Entwurf zu Verordnungen zum Geldspielgesetz

Das im vergangenen Jahr vom Parlament verabschiedete neue Geldspielgesetz sieht vor, dass Schweizer Casinos neu auch im Internet Spiele anbieten dürfen (Infoset berichtete). Noch vor der Referendumsabstimmung über das neue Gesetz hat der Bundesrat die Vernehmlassung eröffnet zu den Verordnungen für die Umsetzung der neuen Bestimmungen. Unter anderem klärt der Bundesrat mit den Verordnungen, was unter kleinen Pokerturnieren ausserhalb von Spielbanken zu verstehen ist, die das Gesetz zulassen will. Und er schlägt für den Schutz vor Spielsucht im Online-Bereich konkrete Massnahmen vor. Damit klärt er verschiedene Einzelheiten und schafft so in bisher noch offenen Fragen volle Transparenz, bevor die Bevölkerung im Juni 2018 in einer Referendumsabstimmung über das Geldspielgesetz befindet. Die Abstimmung findet am 10. Juni statt, die Vernehmlassung zu den Verordnungen endet am 15. Juni. Medienmitteilung des Bundesrates, Artikel der Luzerner Zeitung.

Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten

Die Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat eine Grundposition (pdf, 4S.) zu den Themen Suchtprävention und Jugendschutz erarbeitet und veröffentlicht. Die Grundposition regt die Mitglieder der NAS-CPA zur Reflexion der Präventions- und Jugendschutzaktivitäten in ihren jeweiligen Fachbereichen sowie zu deren Weiterentwicklung an. Die Grundposition schafft zudem eine Wissensgrundlage und einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung zeitgemässer Präventions- und Jugendschutzmassnahmen, die ausserhalb der Zuständigkeit der NAS-CPA und ihrer Mitglieder liegen.

Betäubungsmittelverzeichnis um 19 neue psychoaktive Substanzen ergänzt

Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 1. März 2018 um 19 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Mitteilung von Swissmedic.

Was ist Sucht?

Ein Gespräch (22 Min.) mit dem Suchtforscher und Psychiater Prof. Anil Batra auf Bayern 2

Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist

Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Straßenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. Artikel auf drugcom.de

Mediennutzungsverhalten von Kindern

Digitale Medien werden immer häufiger genutzt – und die Nutzer werden immer jünger. Umso überraschender ist die Haupterkenntnis der neuen MIKE-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): Kinder verwenden Smartphones und Tablets zwar rege, aber viel lieber spielen sie draussen, machen Sport oder treffen sich ausserhalb der digitalen Welt mit Freunden. Factsheet (pdf, 1S.) zur Studie, Medienmitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Artikel auf tagesanzeiger.ch

St. Gallen: Suchtpräventionskonzept ohne Mehrausgaben

Im Februar 2013 hat der St.Galler Kantonsrat die Regierung eingeladen, ein Konzept für die Suchtprävention im Kanton zu entwickeln und dabei auch den substanzunabhängigen Süchten die notwendige Beachtung zu schenken. Der St.Galler Kantonsrat hat die vorgeschlagenen Handlungsfelder und Massnahmen am 19. Februar 2018 behandelt. Das Suchtpräventionskonzept soll umgesetzt werden, jedoch ohne Mehrausgaben. Mitteilung von ZEPRA St. Gallen

Zigaretten werden in der Schweiz vergleichsweise billig

In Deutschland und Frankreich steigen die Zigarettenpreise auf den 1. März 2018. Ein Vergleich mit den Nachbarländern zeigt: Die weitverbreitete Meinung, Zigaretten seien in der Schweiz teuer, ist falsch. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Der Totenkopf, der vor Rauschgift warnte

1968 lancierte die Stadtpolizei einen Wettbewerb für Zürichs erste Kampagne gegen Drogen. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Grafik-Studenten Andreas Fierz. Im Interview (pdf, 6S.) wirft Fierz einen Blick zurück – auf die Zeit und sein Plakat, das nur kurz hing, aber bis heute für Aufsehen sorgt.

Zürcher Kokain-Report

Pro Tag werden in der Stadt Zürich 1.7 Kilogramm Kokain konsumiert. Das ergab eine Abwasserstudie der Universität Lausanne. Die Wochenzeitung WOZ nahm diesen Befund zum Anlass für eine ausführliche Recherche zum Thema Kokain. Dabei spürten die Journalisten Daniel Ryser und Olivier Würgler folgenden Fragen nach: Was hat es mit dem Stoff, der Zürich offenbar antreibt, auf sich? Welche Wege nimmt die Substanz, welche Auswirkungen haben Konsum und Handel auf unsere Gesellschaft? Der 52-seitige Report kann kostenlos bei der WOZ bestellt werden. Im Report wird auch ein medizinischer Kokainabgabeversuch erwähnt, der im Rahmen von PROVE durchgeführt wurde. Der Schlussbericht von 1994 (pdf, 5S.) zu diesem Versuch ist auf den Seiten der SSAM erhältlich.

Basel-Stadt: Unbefriedigende Ergebnisse bei Alkoholtestkäufen an Jugendliche

Alkoholtestkäufe an Jugendliche zeigen unbefriedigende Resultate. In über vier von zehn getesteten basel-städtischen Verkaufsstellen wurde im Jahr 2017 Bier oder Wein an unter 16-Jährige verkauft. Bei den erstmals an Veranstaltungen durchgeführten Alkoholtestkäufen fallen die Ergebnisse noch unbefriedigender aus: In 65 Prozent der Fälle haben Jugendliche illegitimer Weise Alkohol erhalten. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartementes.

Schweiz startet Zusammenarbeit mit der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle

Die Schweiz und die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben im September 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet. Nun wurden die Bereiche definiert, in denen künftig enger kooperiert werden soll. Das Arbeitsprogramm der nächsten Jahre wurde heute von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit BAG, und Alexis Goosdeel, Direktor des EMCDDA, in Bern unterzeichnet. Medienmitteilung des BAG.

Es gibt kein risikoarmes Rauchen

Schon eine Zigarette am Tag treibt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen überproportional in die Höhe. Im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchen, entspricht das Risiko für eine Herzerkrankung bei einer Zigarette am Tag nicht etwa einem Zwanzigstel. Vielmehr haben Männer, die eine Zigarette am Tag rauchen, bereits 46 Prozent des Risikos, das bei 20 Zigaretten am Tag entsteht. Artikel auf drugcom.de

Prävention durch Veränderung von Umweltfaktoren

Soziale Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle für das gesundheitsbezogene Verhalten. Traditionelle Ansätze der Prävention haben sich vor allem auf die Warnung oder Information über die Risiken des Konsums oder auf kompetenzbasierte Interventionen konzentriert. Im Gegensatz dazu zielen Umweltpolitiken darauf ab, ungesunde Verhaltensweisen zu begrenzen, indem sie die Umwelt in einer bestimmten Weise verändern und damit Einfluss auf die Konsumwahl der Konsumierenden nehmen. In einem neuen Bericht (pdf, 92S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle bietet die EBDD eine erste operationelle Definition des Konzepts und einen ersten Überblick über Interventionen. In der Definition werden drei Kategorien von 'Umweltpräventionsmassnahmen' definiert: regulatorische, wirtschaftliche und physische Massnahmen. Medienmitteilung der EBDD.

Safer Gambling – Spiel zum Spass

Welche Motive drängen zum Spielen und was sind attraktive Alternativen? Diese und weitere Funktionen bietet die neue Selbsthilfewebsite Safer Gambling neben Fakten und Illusionen rund ums Glücksspiel, kurzen Testimonialclips und dem Glücksspieltagebuch als App (App Store / Google Play). Die App hilft das persönliche Spielverhalten zu analysieren. Dazu setzen die User sich Limiten, wie viel Geld und Zeit sie im Monat fürs Spielen einsetzen wollen und tragen ihre Spielepisoden ein. So erhalten sie eine übersichtliche Statistik und sehen, ob sie im Bereich shrer Limiten spielen.
www.safer-gambling.ch

Alkohol-Wegfahrsperren

​Diesen Dienstag diskutiert der Nationalrat die Einführung von Alkohol-Wegfahrsperren für Personen, denen der Führerausweis wegen wiederholten Fahrens in stark angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wurde. Die Massnahme ist umstritten, der Ständerat will darauf verzichten. Unverständlich findet dies Brigitte Buhmann, Direktorin der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, und hofft, dass sich in der grossen Kammer die Sicherheitsbefürworter durchsetzen. Mit dieser Massnahme könnten jedes Jahr bis zu 5 Tote und 60 Schwerverletzte vermieden werden. Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

Tabakerhitzer: Streit um rauchfreie Alternative

Philip Morris zufolge sind Tabakerhitzer wesentlich weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Unabhängige Studien und Stellungnahmen von Insidern wecken Zweifel. Beitrag im Deutschen Ärzteblatt.

Ja, aber – für eine Drogenabgabe durch das Medizinsystem

Von politischer Seite und in den Medien wird vermehrt die Drogenabgabe durch das Medizinsystem gefordert. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich richtig, doch stellen sich praktische Probleme. Eines davon ist die Verabreichungsform der Drogen. Beitrag von André Seidenberg in der NZZ.

Wie starkes Trinken das Demenzrisiko erhöht

Alkohol ist ein Nervengift. Jetzt zeigt eine Studie, dass starkes Trinken ein grosser Risikofaktor für Demenz ist - vor allem für die früh einsetzende Form der Krankheit. Artikel auf Spiegel Online.

Bundesrat will mit Cannabis-Versuchen vorwärts machen

Schon seit Anfang Jahr sollten in Bern einige hundert Kifferinnen und Kiffer legal ihr Cannabis in Apotheken beziehen können. Doch das Bundesamt für Gesundheit BAG hat das geplante Experiment in letzter Minute gestoppt (Infoset berichtete). Es begründete dies mit der fehlenden Gesetzesgrundlage für derartige Studien. Nun signalisiert der Bundesrat aber, dass solche Versuche sinnvoll seien. Die Landesregierung ist bereit, entsprechende Vorstösse aus dem Parlament anzunehmen und abzuklären, ob man dafür das Betäubungsmittelgesetz abändern muss. Beitrag auf SRF

CBD: Im Hanfdschungel zwischen Placebo und Wundermittel

Die drei Buchstaben klingen wie ein Zauberwort. Der Wirkstoff Cannabidiol ist ein Inhaltsstoff aus der Hanfblüte, der für Furore sorgt. Doch was steckt wirklich hinter diesem geheimnisvollen Wirkstoff? Wem nützt er und welche Bedenken sind angebracht? Beitrag im Radioprogramm Doppelpunkt auf SRF1 (52 Min.).

Deutsche bei Cannabis uneinig

Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov zufolge gaben 35 Prozent an, eine Haschisch-Legalisierung zu befürworten. 33 Prozent lehnten dies ab. 22 Prozent sagten, es sei ihnen egal. Insgesamt haben 2/3 der Bevölkerung noch nie Cannabis konsumiert. FDP, Linke und Grüne wollen eine Freigabe für den generellen Konsum erreichen. Diesen Donnerstag debattiert der Bundestag ihre Anträge. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF

Berner Stadtrat will Cannabisverkauf

Mit 56 zu 9 Stimmen überwies das Parlament eine entsprechende Richtlinienmotion und stärkte damit dem Gemeinderat den Rücken. Schon 2013 hatte das Parlament ein Cannabis-Pilotprojekt gefordert. Für den Versuch interessierten sich nebst Bern auch andere Schweizer Städte. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verweigerte aber kürzlich dem Forschungsgesuch der Universität Bern die Bewilligung. Dafür fehle die rechtliche Grundlage (Infoset berichtete). Artikel im Bund

Sucht Schweiz: Relaunch von «Zahlen und Fakten»

Sucht Schweiz gibt auf der Webseite «Zahlen und Fakten» einen Überblick zu den wichtigsten epidemiologischen Kennzahlen und Hintergrundinformationen zum Substanzkonsum und zu suchtähnlichen Verhalten. Die Webseite wurde grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Neu visualisieren Infografiken zentrale Kennzahlen zum Konsum verschiedenster Substanzen und Verhaltensweisen. Auch Folgen und Marktaspekte werden veranschaulicht. Weiterhin werden statistische Zahlen als übersichtliche Abbildungen präsentiert, um die aktuelle Situation in der Schweiz sowie Entwicklungen darzustellen. Sämtliche Grafiken können für Präsentationen, Vorträge an Schulen etc. heruntergeladen werden.
zahlen-fakten.suchtschweiz.ch

Sucht Schweiz fordert eine Cannabis-Strategie

Die Politik müsse den Cannabis-Markt jetzt klar regulieren, fordert Monique Portner, Mediensprecherin von Sucht Schweiz. «Wir wünschen uns eine Politik, die Jugendliche besser schützt», betont sie. Ausserdem müsse der Schwarzmarkt verschwinden und Cannabis konsequent besteuert werden. «Es braucht wesentlich mehr Regulierung, als das beim Alkohol der Fall ist», so ihr Fazit. Beitrag in der Tagesschau.

Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016

Das vorliegende Dokument fasst die Ergebnisse der Umfrage zum Thema Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016 zusammen. Der Bericht (pdf, 52S.) von Sucht Schweiz wurde im Rahmen des Suchtmonitoring erstellt.

Substitutionsbehandlung im Strafvollzug

Der vorliegende Leitfaden (pdf, 116S.) zur Opiat-Substitutionsbehandlung im Strafvoll zug soll Fachpersonen bei der Durchführung und Förderung von Substitutionsprogrammen für opiatabhängige Gefangene unterstützen. Herausgeberin in die Deutsche AIDS-Hilfe.

Schweizer Suchtpanorama 2018

Der Suchtmittel- wie auch der Online-(Geld-)spielmarkt sind in Bewegung. Viele Konsumierende wollen neue Produkte mit möglichst wenig Risiken ausprobieren, während Anbieter maximale Renditen suchen und staatliche Reglementierung ablehnen. Die Politik schaut weg, obwohl die Folgen für die Bevölkerung direkt oder indirekt spürbar sind und zahlreiche Fragen bestehen: Inwiefern sind alternative Tabakprodukte weniger schädlich als Zigaretten? Wann ist Hanf legal? Wie viel trinken Herr und Frau Schweizer heute? Welche Risiken bergen Geldspiele? Wie sieht der Gebrauch opioidbasierter Schmerzmittel aus? Das Schweizer Suchtpanorama 2018 (pdf, 29S.) von Sucht Schweiz gibt einen Überblick über die heutige Situation, die zentralen Entwicklungen und skizziert aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit Suchtmitteln. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf swissinfo.ch.

Wie führt man Kampagnen ohne zu stigmatisieren?

Unter diesem Motto gaben die Präventionsfachleute Annett Niklaus und Domenic Schnoz an der diesjährigen Gesundheitsförderungs-Konferenz Einblick in ihren Arbeitsalltag. Niklaus verantwortet seit mehr als zehn Jahren die Kampagnen der Gesundheitsförderung Kanton Zürich. Schnoz ist Stellenleiter der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs. Artikel auf Spectra Online.

Essstörungen - Informationen Fachpersonen

Essstörungen bleiben oft lange unentdeckt. Neben Eltern sind es meist Lehrkräfte sowie weitere pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die erste Anzeichen bemerken. Dieser Flyer will über Essstörungen informieren, Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Hilfestellungen im Umgang mit Betroffenen und Angehörigen geben. Ein Flyer (pdf, 2S.) des Bundesministerium für Gesundheit Deutschland.

Tabakproduktegesetz: Zigaretten nur noch für Volljährige

Im Thurgau gilt heute ein Zigaretten-Verkaufsverbot für unter 16-Jährige. Ein neues Bundesgesetz (Infoset berichtete) will das schweizweit einheitliche Mindestalter 18 einführen. Dieses Ansinnen kommt gut an. Der Lungenliga Thurgau geht es sogar zu wenig weit, Beitrag im Tagblatt.

Shisha-Rauchende landen vergiftet im Notfall

Wasserpfeifen sind gefährlicher als angenommen – schweizweit nehmen die Notfälle zu. Hinzu kommen die im Tabak enthaltenen Teere und Karzino­gene, die zur Entstehung von Krebs beitragen. Auch diese langfristig gefährlichen Substanzen liegen beim Rauchen einer Wasserpfeife in erhöhter Konzentration vor. Was man in einer Shishasession von 45 bis 60 Minuten einatme, warnt die Giftberatungsstelle Tox Info Suisse, entspreche dem Rauchen von rund 100 Zigaretten. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Drogengebrauch in der Partyszene: Berlin und Zürich im Vegleich

Bei den meisten Substanzen unterscheidet sich der Gebrauch in der Berliner Partyszene nur geringfügig von dem in Zürich. Eine Ausnahme stellen hier die dissoziativ wirkenden Substanzen Ketamin und GHB dar, die in Berlin massiv häufiger konsumiert werden als in Zürich. Beitrag im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Zürcher Nachtleben: Was denken Zürcher PolitikerInnen darüber?

Die in diesem Jahr stattfindenden Stadtrats- und Gemeinderatswahlen haben die Bar & Club Kommission BCK dazu bewogen, erstmals die KandidatIinnen zu ihrer Meinung in Bezug auf die Zürcher Nachtkultur (Bars, Club, Konzertlokale, etc.) zu befragen. Die Resultate sind auf der Seite der BCK einsehbar.

Ex-Mitarbeiter vor Facebook warnen vor Suchtgefahren

Mehr und mehr prominente Vertreter der eigenen Branche melden sich zu Wort und kritisieren Facebook scharf. Und nun hat sich sogar eine Gruppe von Mitarbeitern der ersten Stunde bei Facebook und Google gebildet, die gezielt gegen negative Auswirkungen sozialer Netzwerke und von Smartphones vorgehen wollen. Als erstes konkretes Projekt will die Gruppe der Kritiker eine Website veröffentlichen, die schädliche Effekte verschiedener Technologien zeigen und Programmierern als Leitfaden dienen soll. Artikel in der Tageszeitung Bund, Beitrag im WDR.

Positive Zeichen für einen neuen Umgang mit Cannabis

Positive Rauchzeichen aus den eidgenössischen Räten für einen neuen Umgang mit Cannabis: Sie wollen vorwärtsmachen und die notwendigen Grundlagen für wissenschaftliche Studien schaffen. Diese sind nötig, nachdem das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im letzten November ein entsprechendes Gesuch der Stadt Bern und der Universität Bern abgelehnt hatte. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Berner Gesundheit: Gruppenangebote 2018

Auf dieser Übersicht (pdf, 1S.) lassen sich die Gruppenangebote der Berner Gesundheit einfach finden.

Angebot an Online-Glücksspielen wächst

Anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar 2018 informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland über Suchtrisiken, die mit der weiten Verbreitung von Online-Glücks- und Computerspielen einhergehen. Die BZgA informiert auf der Internetseite www.check-dein-spiel.de über die Risiken von Online-Glücksspielen und sonstigen Glücksspielen. Mit einem Selbsttest kann jeder das eigene Glücksspielverhalten überprüfen. Mitteilung der BZgA.

Deutschland: Kriminalbeamte fordern Ende des Cannabis-Verbots

Geht es nach dem Bund Deutscher Kriminalbeamter wird das Cannabis-Konsum auch in Deutschland bald erlaubt. Der Vorsitzende rät zu einem Umdenken in der Drogenpolitik, Artikel der FAZ, Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Forderung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zurückgewiesen, Artikel auf Deutschlandradio.

Jugendliche: Kein Bock auf Achtsamkeit?

Ob in Antistressratgebern, in Gesundheitskursen oder in der Psychotherapie: Achtsamkeitsmeditation erscheint heute als Wundermittel gegen viele psychische Beschwerden. Eine Untersuchung der Universität Adelaide hat das Achtsamkeitsprogramm .b ("Dot be") untersucht und keine Wirkung nachweisen können. Das Programm, welches in Schulen in England und Australien angeboten wird, richtet sich an junge Adoleszente. Artikel auf Spektrum.de, Fachartikel im Behaviour Research an Therapy.

Warum Rauchen so schnell abhängig macht

Meist reicht eine einzige Zigarette und der Grundstein für eine Abhängigkeit ist gelegt. Wie entsteht eigentlich eine Tabakabhängigkeit? Und warum geht das so schnell? Beitrag auf drugcom.de

Etikettierung von Alkoholgetränken: Auflistung der Inhaltsstoffe gefordert

Worüber sollten Alkohol-Etiketten informieren und was sollte demnach auf diesen Etiketten stehen? Die Publikation (pdf, 12S.) "What's in this drink? Eurocare's position on ingredients and nutritional information" (Englisch) von Eurocare steht zum Download bereit. Mitteilung von Eurocare.

Bericht der Weltdrogenkommission: wirksame Reformen statt kontraproduktive Ideologien

Reformen in der Drogenpolitik sind oft schwierig zu konzipieren, zu verabschieden und umzusetzen, da die derzeitigen Politiken und Reaktionen oft auf Wahrnehmungen und leidenschaftlichen Überzeugungen beruhen, statt und sachliche Diskussionen, die zu einer wirksamen Politik führen würden. Der vorliegende Bericht der Weltdrogenkommission zielt darauf ab, die gängigsten Wahrnehmungen und Ängste zu analysieren, sie mit den verfügbaren Erkenntnissen zu vergleichen und darauf aufbauend Empfehlungen für Veränderungen zu geben. Ziel des Berichtes ist Reformen für eine wirksamere Drogenpolitik zu unterstützen. Der Bericht "The World Drug PERCEPTION Problem" (Englisch) steht zum Download bereit. Artikel in der Canadischen Tageszeitung 'The Globe an Mail'.

QuaTheSI: KlientInnen-Zufriedenheit in den Institutionen der Suchthilfe

Das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF führt alle zwei Jahre eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. In den Institutionen der stationären Suchtrehabilitation wird die Erhebung vom 5. bis 9. März 2018 durchgeführt. In den ambulanten Bereichen der Suchthilfe inkl. begleitetes Wohnen und Arbeit findet die Erhebung vom 1. März bis 18. April 2018 statt. Interessierte finden auf den Seiten von Infodrog weitere Informationen zu den Befragungen.

Rauchfrei: Seit dem 1. Februar auf sechs Bahnhöfen Realität

Seit dem 1. Februar testen die SBB auf sechs Bahnhöfen ein Rauchverbot, das auch im Freien gilt. Neben dem Bahnhof Basel (das Verbot gilt in der Haupthalle, in den Seitenflügeln, beim Zugang zu den Gleisen sowie auf den Perrons, auf der Haupt- und Postpasserelle und im Südkopf des Bahnhofs) wurden auch der Stadelhofen in Zürich sowie die Bahnhöfe Chur, Bellinzona, Nyon und Neuenburg ausgewählt. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ecstasy-Pillen: Die MDMA-Konzentration nimmt stark zu

Eine Untersuchtung von Saferparty zeigt, dass 2011 die durchschnittliche Ecstasy-Pille noch 100.1 Milligramm MDMA-Wirkstoff enthielt – 2016 waren es bereits 151.7 Milligramm. Die höchstdosierten Pillen enthalten momentan um die 260 Milligramm MDMA. Beitrag auf Noisey Schweiz.

Freiburger Polizei kämpft gegen «Crystal Meth»

Letztes Jahr hat die Freiburger Polizei festgestellt, dass der Kanton von einem grösseren Handel mit Methamphetamin betroffen war. Sie setzte eine Taskforce ein, die den Handel der Droge im Kanton Freiburg zerschlagen sollte. Mit Erfolg: Zwischen August und Oktober 2017 wurden 67 Personen wegen Drogendelikten (Besitz, Konsum und Handel von Methamphetamin) angehalten, einvernommen und angezeigt.  Mitteilung auf des Kantons Freiburg, Beitrag auf SRF.

Der Einfluss von Bildung und Einkommen auf das Rauchverhalten

Gesundheitsforscher untersuchten im Auftrag der American Cancer Society, in welchen Teilen der US-Bevölkerung die Zigarette weiterhin beliebt ist. In bestimmten Gruppen liege der Anteil der Raucher beträchtlich über dem US-Schnitt von rund 15 Prozent, berichten die Forscher jetzt in der Zeitschrift "CA: A Cancer Journal for Clinicians". Besonders betroffen seien Menschen mit niedrigem Einkommen und Bildungsgrad: Unterhalb der Armutsgrenze rauchte jeder Vierte, mit College-Abschluss hingegen nur gut jeder Zwanzigste. Artikel auf Spektrum.de

Drogenkonsum in Bern: Heroin, Kokain und Ecstasy

Unter den Heroinabhängigen in Bern macht sich die Überalterung bemerkbar. Die jüngeren Generationen greifen lieber zu Kokain. Oder zu Ecstasy-Pillen, deren Konzentration und Gefährlichkeit rasant zunimmt. Beitrag in der Berner Zeitung.

Geldspielgesetz: Referendum zustande gekommen

Die Bundeskanzlei hat gestern bekannt gegeben, dass das Referendum gegen das Geldspielgesetz zustande gekommen ist. Die Spielsperren für ausländische Online-Casinos waren für die Jungfreisinnigen und die Jungen Grünen im September 2017 der Grund, ein Referendum anzukündigen. Mitteilung der Bundeskanzlei. (Infoset berichtete)

Schon eine Zigarette pro Tag schadet

Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall erheblich. Deshalb bringe es wenig, das Rauchen einzuschränken, berichten Forscher in einem Fachartikel im 'British Medical Journal'. Das Risiko verringere sich im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchten, lediglich um die Hälfte. Artikel auf Deutschlandfunk

Was beim Ski-Unfall unter Alkoholeinfluss droht

Alkoholisiert auf der Piste zu sein, ist keine gute Idee. Wer es dennoch betrunken auf die Piste wagt und verletzt im Spital landet, muss mit Kürzungen bei der Versicherungsleistung rechnen. Bei Verletzung einer Drittperson sei zudem eine Kürzung wegen eines Unfalls bei Ausübung eines Vergehens, also fahrlässiger Körperverletzung, möglich. Die Privathaftpflichtversicherung kann dann die Leistung ebenfalls kürzen oder je nach Verschuldungsgrad sogar ganz streichen. Artikel auf 20 Minuten.

So viel Schaden richtet eine Zigarette pro Tag an

In Deutschland wird jeder achte Todesfall durchs Rauchen verursacht. Wie schädlich schon eine einzige Zigarette pro Tag ist, haben Forscher jetzt ausgerechnet. Eine ist keine? Weit gefehlt. Artikel auf Spiegel Online.

E-Zigaretten: Metastudie fordert differenzierte Betrachtungsweise

Jugendliche und jungen Erwachsene, die E-Zigaretten verwenden, fangen eher mit dem Rauchen klassischer Zigaretten an. Andererseits sind sie für erwachsene Raucher - allerdings nur für wenige - eine Hilfe beim Aufhören: Das sind zwei Ergebnisse eines Berichts im Auftrag der US-Akademie der Wissenschaften. Dafür wurden die Daten von mehr als 800 Studien ausgewertet. Und auch wenn E-Zigaretten nicht ohne Gesundheitsrisiken sind, sind ihre schädlichen Auswirkungen auf den Körper wahrscheinlich geringer als jene von konventionellen Zigaretten, ergab der Report - ein Votum für Schadensmindeurng. Hingegen gibt es zu Denken, dass die E-Zigaretten den Tabakkonzernen helfen, ihr schäbiges Image aufzuhübschen. Besonders der europäische Markt gilt als interessant. Artikel der Süddeutschen Zeitung, Beitrag auf kurier.at. Eine weitere Studie von New Yorker Mediziner zeigt aber, dass noch sehr viel genauer auf die Nikotin-Abbauprodukte im Körper und in den Geweben geachtet werden muss. Diese stehen im Verdacht ebenfalls Krebs auslösen zu können. Bis anhin gingen viele Expeten davon aus, dass das Nikotin selbst keine Ursache für Krebs ist. Artikel in der FAZ.

Nachtleben in Bulgarien: Prävention und Schadensminderung

Infodrog hat die bulgarische Organisation «Dose of Love» dabei unterstützt, Angebote der Prävention und Schadensminderung im Nachtleben von Bulgarien aufzubauen. Hierzu wurden im Zeitraum von 2014 bis 2016 mehrere Trainings und Vernetzungstreffen in Burgas und Sofia durchgeführt. Das Projekt wurde durch die Kohäsionsmilliarde im Rahmen der Bulgarisch-Schweizerischen Kooperation finanziert. Der Projektbericht (pdf, 168S.) steht zum Download bereit.

Bundesgerichtsentscheid: Zu harte Auflagen für Blaufahrerin

Im Fall einer alkoholisierten Autolenkerin hat das Bundesgericht die Berner Behörde zurückgepfiffen. Ein Jahr lang sollte sich die Frau nach Alkoholkonsum nicht mehr ans Steuer setzen und sich halbjährlich einer Haaranalyse unterziehen. Artikel der Berner Zeitung.

Entkriminalisierung des Cannabiskonsums in Deutschland

Grüne und Linke im Bundestag unterstützen den Vorstoss der FDP zu einer kontrollierten Freigabe von Cannabis im Rahmen von Modellprojekten. Man brauche "neue Wege im Umgang mit Cannabis", so die Liberalen. Beitrag der Deutschen Welle.

Deutschland: Dürfen Cannabis-Patienten Auto fahren?

Wer gekifft hat, muss das Auto stehen lassen. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die medizinisches Cannabis zu sich nehmen (Artikel auf Spiegel Online). Bei den 56. Deutschen Verkehrsgerichtstagen diskutieren Experten deshalb nun, ob das Fahrverbot nicht nur für Rauschkonsumenten, sondern auch für alle Cannabispatienten gelten sollte. Weiterer Beitrag auf Spiegel Online.

Auch E-Zigaretten: Jugendschutz ohne Werbeverbot

Warum Jugendschutz ohne ein umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Lobbys versuchen, Werbung für E-Zigaretten zuzulassen. Beitrag auf Infosperber.

Drogenabhängige in Wien: Getrieben von der Sucht

Irene Köhler wollte Drogenabhängigen helfen und sie nicht bestrafen. Damit brach sie ein Tabu – am Wiener Karlsplatz und auf den Strassen von New York. Artikel auf Zeit Online.

Wie sich die Cannabis-Legalisierung in den USA durchsetzt

Vermont legalisiert als neunter Gliedstaat der USA den Cannabis-Konsum. Die Unterstützung in der Bevölkerung nimmt laufend zu, manche Gliedstaaten wittern ein lukratives Geschäft mit den Steuereinnahmen. Eine Übersicht der NZZ.

Pharmageddon in den Appalachen

West Virginia, das ist Amerika ohne Traum. Hier lebt die weisse Arbeiterklasse, die Donald Trump zum Sieg verhalf. Nirgendwo sonst geht es ihr so schlecht wie im kleinen Bergbaustaat. Wo früher schwarzer Kohlestaub tötete, tötet heute weisses Pulver im Epizentrum der grössten Drogenkrise in der US-Geschichte. Beitrag im neuen Online-Magazin Republik.

Darum wirkt Sport gegen Entzugssymptome

Endlich mit dem Rauchen aufhören. Diesen Wunsch haben viele Raucherinnen und Raucher - wenn da nicht diese Entzugssymptome wären. Bekannt ist, dass Sport beim Rauchausstieg hilft. Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, warum das so ist. Artikel auf drugcom.de

Kantone stellen sich hinter das Geldspielgesetz

Fünf Jahre nachdem das Schweizer Volk mit 87 Prozent ja gesagt hat zum Verfassungsartikel über Geldspiele, wird er voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Geldspielgesetz umgesetzt. Ein zentraler Bestandteil sind dabei Schranken zum Schutz vor illegalen Online-Geldspielanbietern mit Offshore-Standorten wie z.B. Malta, Gibraltar oder Alderney. Im Gegensatz zu den Schweizer Lotteriegesellschaften und Spielbanken halten sich diese Anbieter nicht an die im Geldspielgesetz vorgesehenen Sozialschutzauflagen und leisten auch keine Beiträge an gemeinnützige Kultur-, Sport-, Umwelt- und Sozialprojekte oder an die AHV. Medienmitteilung der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz. (Infoset berichtete)

Chancengleichheit: den Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheit ausgleichen

In Bezug auf Krankheiten sind wir nicht alle gleichgestellt: Sozioökonomische Faktoren wie Einkommen, Bildungsniveau oder Migrationshintergrund haben bedeutende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In der Schweiz besteht beispielsweise für Personen mit tieferem Einkommen ein sechsmal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Um gegen dieses Problem vorzugehen, räumen das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Gesundheitsförderung Schweiz und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und direktoren (GDK) der Chancengleichheit im Jahr 2018 eine hohe Priorität im Rahmen der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) ein. Medienmitteilung des BAG.

Schweizer CBD-Shops sind in der Krise

Einige CBD-Shops haben bereits geschlossen, andere kämpfen ums Überleben. Das liegt laut Branchenkennern am Überangebot und am Ende des Hypes. Artikel auf 20 Minuten.

Deutlich mehr Alkoholverkäufe an Jugendliche

Das Fazit ist ernüchternd: Die Bier- und Spirituosenverkäufe an minderjährige Urner sind massiv angestiegen. Mehr als die Hälfte der getesteten Urner Verkaufsstellen hielten sich nicht an die geltende Gesetzgebung. Artikel der Luzerner Zeitung.

Unterrichtsmaterial zum Thema "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung"

Im Rahmen der Unterrichtsreihe "Mobile Medien – Neue Herausforderungen" veröffentlicht die EU-Initiative klicksafe.de Unterrichtsmaterialien zu den Themen "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung". Die Unterrichtsmaterialien richten sich dabei an LehrerInnen und MultiplikatorInnen und bieten sinnvolle Hilfestellungen und praxisbezogene Tipps für den Unterricht.

Frauen in Sri Lanka dürfen weiterhin keinen Alkohol kaufen

In Sri Lanka dürfen in Zukunft weiterhin nur Männer Alkohol kaufen. Eine Reform, durch die Frauen in Sri Lanka das gleiche Recht wie Männern gewährt werden sollte, wurde von Präsident Maithripala Sirisena laut einem Bericht der BBC verhindert. Demzufolge sagte er, dass er angeordnet habe, die geplante Änderung zurückzuziehen. Artikel auf Spiegel Online.

Suchtmittel Nasenspray

Abschwellende Nasensprays sind die gängigen Mittel vieler Menschen bei verstopfter Nase in der kalten Jahreszeit. Doch dass Nasensprays bereits innerhalb von zwei Wochen abhängig machen können, wissen viele nicht. Darüber will das SWR-Verbrauchermagazin "Marktcheck" heute Abend um 20.15 Uhr aufklären und bringt den Beitrag: "Suchtmittel Nasenspray – mehr als 100.000 Deutsche sind abhängig."

Factsheet zu Neuen psychoaktiven Substanzen

Das Factsheet (pdf, 44S.) gibt Empfehlungen für die Suchtprävention und hält spezielle Informationen für Fachkräfte und Multiplikatoren aus der Suchthilfe bereit. Dargestellt werden z. B. Konsumenten-Typen und Konsummotive, Bezugs- und Informationsquellen von Konsumenten, Indikatoren für einen NpS-Konsum, Tipps für den Umgang mit NpS-Konsumenten in der Beratungsstelle sowie Schnittstellen zu Kooperationspartnern. Herausgeber der Landes-Caritasverband Bayern e.V. im Rahmen den Projektes MINDZONE.

Cannabis, LSD, MDMA: Sind illegale Drogen die bessere Medizin?

Lange war Cannabis in Deutschland illegal und jeder Kiffer ein Gesetzesbrecher. Seit Anfang 2017 dürfen Ärzte die Droge verschreiben, ganz legal, als Medikament. Zugleich wird in mehreren Studien erforscht, ob auch andere illegale Drogen einen medizinischen Nutzen haben können. Das Ziel der Forscher ist nicht, Cannabis, MDMA oder Magic Mushrooms als Freizeitdrogen zu legalisieren. Sondern herauszufinden, ob aus diesen Drogen Medikamente zu machen sind, die Kranken helfen können. Zeit Campus hat bei Chemikern und Medizinern nachgefragt, an welchen Substanzen sie gerade forschen und ob es Drogen wie LSD bald in der Apotheke zu kaufen gibt. Zum Beitrag

Bern: Bericht zur Verabreichung von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Bericht (pdf, 14S.) «Radikale Reduzierung professionell verordneter und verabreichter Gewalt» zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Damit erfüllt er den Auftrag einer teilweise als Postulat überwiesenen Motion. Demnach soll der Regierungsrat das Nötige unternehmen, um das Verabreichen von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche drastisch zu reduzieren. Gemeint ist namentlich die Therapie mit Methylphenidat wie beispielsweise Ritalin oder Concerta. Mitteilung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion Kanton Bern.

Süchtig nach Shopping

Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Wie die Grünliberale Partei GLP Kiffen legal machen will

In einem Arbeitspapier skizziert das parteieigene Politlabor GLP Lab seine Vorstellungen von einer Cannabis-Regulierung. Geht es nach den Autoren, soll die Schweiz auf den «Canadian Way» einschwenken und nach dem Vorbild Trudeaus folgende Massnahmen beschliessen: 30 Gramm pro Erwachsenen, deklarierte THC-Obergrenzen und ein Werbeverbot. Artikel auf watson.

Tabakkonsum der 15- bis 25-Jährigen höher als in der Gesamtbevölkerung

Über 30% der 15- bis 25-Jährigen SchweizerInnen rauchen. Während der Tabakkonsum der 15- bis 17-Jährigen zurückgeht, steigt er in den letzten Jahren bei jungen Erwachsenen an. Beim Jugendschutz bleibt aber noch viel zu tun: Vor allem die Jüngeren in der befragten Altersgruppe überschätzen die Verbreitung des Rauchens massiv. Jeder Sechste der 15- bis 17-Jährigen hat auch bereits Werbegeschenke der Zigarettenindustrie erhalten, und noch zu viele Minderjährige können ihre Zigaretten selber kaufen. Medienmitteilung und Studie von Sucht Schweiz.

Patienten in Substitutionsprogrammen oft ungenügend auf Hepatitis C getestet

Eine aktuelle Studie des Kantonsspitals Aarau zeigt: Patienten in Substitutionsprogrammen sind oft ungenügend auf Hepatitis C (HCV) getestet und behandelt. Dies, obwohl intravenös Drogenkonsumierende eine Hochrisikogruppe sind. Die HCV-Behandlungs-Kaskade weist deutliche Lücken auf. Artikel (pdf, 15S.) im Swiss Medical Weekly, Mitteilung von Hepatitis Schweiz.

Die SBB stärken an einigen Bahnhöfen den Nichtraucherschutz

Am 1. Februar startet an den sechs Bahnhöfen Basel SBB, Bellinzona, Chur, Neuchâtel, Nyon und Zürich Stadelhofen ein mehrmonatiger Praxistest mit erweiterten rauchfreien Zonen. Wer gegen das Rauchverbot verstösst, wird allerdings nicht gebüsst. Denn die SBB haben noch gar keine rechtliche Handhabe. Artikel der Basellandschaflichen Zeitung.

Rauchen verboten: Jetzt auch unter freiem Himmel

Rauchen unter freiem Himmel - das soll künftig eingeschränkt werden. Ob an Bushaltestelle, Bahnhof-Perron, Restaurant-Terrasse oder Kinderspielplatz: Raucher werden zurückgedrängt, Verbote häufen sich. Wegen der Gesundheit der Nichtraucher, wegen des Abfalls – oder einfach, weil die Raucher heute eine Minderheit sind? Eine Reportage der Rundschau.

Das vergessene Leiden beim Kokain-Kick

Die illegale Produktion von Kokain durch das organisierte Verbrechen hat in Kolumbien in den letzten Jahrzehnten Hunderttausende von Opfern gefordert. Die Konsumenten des Stoffs sollten davor nicht ihre Augen verschliessen. Artikel der NZZ.

Chancengleichheit - Schwerpunkt im Spectra Online

Die aktuelle Ausgabe (119, Januar 18) widmet sich der Chancengleichheit. Themen sind das Nationale Programm Migration und Gesundheit (2002–2017), Forschungsergebnisse zu Faktoren, die gesundheitliche Ungleichheiten produzieren, sowie Massnahmen, die diese beseitigen sollen. Das Spectra wird vom BA für Gesundheit herausgegeben.

Trump-Regierung startet Kampf gegen das Kiffen

Seit dem 1. Januar ist der Verkauf von Cannabis in Kalifornien erlaubt - und damit ist in dem US-Bundesstaat der weltweit grösste legale Markt für entsprechende Produkte entstanden. Bislang konnte die Branche mit Raten von mehr als 30 Prozent in nur einem Jahr in den USA relativ ungestört wachsen - doch das ändert sich nun. Anzeige Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die Legalisierung von Marihuana in den einzelnen Bundesstaaten begonnen. Justizminister Jeff Sessions wies die Staatsanwälte in einem Schreiben an, das auf Bundesebene geltende Verbot der Droge künftig durchzusetzen. Beitrag auf Spiegel Online.

Macht das Smartphone abhängig? Ja, sagen zwei Apple-Investoren

Forscher untersuchen vermehrt die Zusammenhänge zwischen steigenden Depressions- und Suizidzahlen bei Teenagern sowie zunehmender Smartphone-Nutzung. Ein Team von US-Forschern nennt die besonders betroffene Generation «iGen» – in Anlehnung an das iPhone. Zwei Grossaktionäre des iPhone-Herstellers Apple haben den Konzern nun aufgefordert, gegen Smartphone-Sucht vor allem bei Kindern und Teenagern vorzugehen. In einem Schreiben rufen sie den Konzern dazu auf, neue Kindersperren zu entwickeln. Software solle Eltern helfen, zu kontrollieren, wie oft und wie lange ihre Kinder Smartphones nutzten. Ausserdem solle Apple den Einfluss von exzessiver Handynutzung auf die Psyche untersuchen, so die Aktionäre. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Ein Glas Wein löst beim Fötus einen Rausch aus

Lediglich 60 Prozent der werdenden Mütter sind abstinent. Die anderen konsumieren weiter Alkohol. 20 Prozent der Schwangeren trinken gar ein bis zweimal pro Woche. Zwar keinen harten Alkohol und auch nicht bis zum Rausch. Auf einen Schluck Wein wollen sie aber nicht verzichten. Ana Paula Simões-Wüst, Leiterin der Studie und Biologin am Universitätsspital Zürich, erstaunt dieses Verhalten. «Die Meinung ist noch weit verbreitet, dass ein Gläschen nicht schadet.» Artikel auf 20 Minuten.

Milliardenmarkt Cannabis

Mit der Legalisierung des Konsums von Cannabis auch als reines Genussmittel in Kalifornien erwarten Marktexperten eine satte Umsatzsteigerung und einen Job-Boom in dem Sektor. Bis zum Jahr 2021 würden rund 40 Milliarden Dollar erwirtschaftet und USA-weit mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze entstehen, heißt es in einer aktuellen Studie. Audio-Beitrag (20Min.) der Deutschen Welle über Geschäftszweige rund um den Cannabis-Konsum.

Das fürchten die Gegner, wenn Cannabis legal ist

Mehr psychisch Kranke, mehr Autounfälle und Drogentourismus: Davor fürchten sich die Gegner, würde Cannabis in der Schweiz legalisiert. Zu Recht? Artikel auf 20 Minuten.

Gesellschaftliche Stellung beeinflusst gesundheitliche Wirkung von Alkohol

Derselbe Alkoholkonsum schädigt Herz und Blutgefässe bei Menschen der Unterschicht mehr als bei denjenigen mit höherem sozioökonomischem Status. Artikel auf Wissenschaft aktuell.

Kandidatensuche: So wird man Testkäufer

Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz Baselland kümmert sich darum, dass beim Kauf von Alkohol und Tabak der Jugendschutz eingehalten wird. Dafür braucht es Testkäufer. Doch wie kommt man zu diesem Job? Artikel der Basellandschaftlichen Zeitung.

Integrierung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung in die Eidgenössische Zollverwaltung

Im Rahmen der Revision des Alkoholgesetzes sind die Aufgaben der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) nun in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) überführt worden. Die Nachfolgeorganisation der EAV ist die Abteilung Alkohol und Tabak (A AT) und hat ihren Sitz in Delsberg. Alle relevanten Informationen im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Handel und den Fiskalabgaben von Alkohol finden Sie hier.

Deutschland: Neues Internet-Portal zu Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS)

Das bayernweite Suchtpräventionsprojekt MINDZONE geht mit einem neuen Internet-Portal zu "Neuen Drogen". Das breit angelegte Informations- und Beratungsangebot informiert sachgerecht über die Risiken und Wirkungsweisen von Neuen psychoaktiven Substanzen (NPS). Es bietet Interessierten und Ratsuchenden aktuelle, fundierte Substanzinformationen sowie die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. www.info-neue-drogen.de

Wann kann von einer Cannabisabhängigkeit die Rede sein?

Wann von einer Cannabisabhängigkeit gesprochen werden kann, wird durch eine Reihe von Kriterien definiert. Ein wichtiges Instrument für die Diagnose einer Abhängigkeit ist das US-amerikanische Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, oder kurz DSM. Das DSM gebraucht in seiner 2013 aktualisierten Fassung jedoch nicht den Begriff Abhängigkeit, sondern spricht von einer Substanzgebrauchsstörung. Diese lässt sich anhand der folgenden 11 Kriterien festmachen. Beitrag auf drugcom.de

Zigaretten im Vatikan - Du sollst nicht rauchen!

Viele Päpste waren als weltliche Herrscher nicht nur gewiefte Politiker und sogar Kriegsherren, sondern auch Unternehmer. Schliesslich galt es, den Vatikan zu finanzieren. So förderten sie Tabakunternehmen auf ihrem Territorium. Eine kuriose Geschichte - mit der Franziskus jetzt Schluss macht. Artikel auf Deutschlandfunk.

Kalifornien: Cannabis neu auch als reines Genussmittel erlaubt

In Kalifornien ist der Konsum von Cannabis auch als reines Genussmittel erlaubt. Das bereits 2016 verabschiedete Gesetz zur Legalisierung von Cannabis für den Privatgebrauch trat mit dem Jahreswechsel in Kraft. Damit darf in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA jeder ab 21 Jahren bis zu 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Cannabis-Pflanzen selbst anbauen. Artikel der Deutschen Welle, Artikel auf Spiegel Online.

Dopingliste 2018

Die Dopingliste 2018 von Antidoping Schweiz tritt per 1. Januar 2018 in Kraft und löst zeitgleich alle bisherigen Listen ab.

Angst und Unruhe in der Reinacher Drogenklinik "Esta"

Entlassungen und Umstrukturierungen führen in der Reinacher Drogenentzugs-Klinik "Esta" zu Angst und Verunsicherung. Grund ist das neue Tarif-System, das medizinischem vor sozialem Personal den Vorrang gibt. Beitrag auf Online Reports.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes 2018!

Ambulante Suchthilfe - Ergebnisse der Institutionsbefragung 2017

Die im act-info-Netzwerk integrierte SAMBAD-Statistik umfasst alle Beratungsstellen, die psychosoziale Hilfe in Bezug auf substanzgebundene oder andere Suchtprobleme anbieten. Im Jahr 2016 wurden 188 Beratungsstellen gezählt, die tätig waren und den Einschlusskriterien entsprachen. Gegenüber dem Vorjahr (183 identifizierte Stellen; 2014: 194 Stellen) lässt sich eine leichte Zunahme der Anzahl der Beratungsstellen feststellen. Der SAMBAD Bericht (pdf, 13S.) steht zum Download bereit.

Gehirn Studierender schrumpft bei regelmässigem Rauschtrinken

Nie wieder Alkohol - denkt sich der Eine oder die Andere am Neujahrsmorgen. Doch ist der Kater erst verflogen, werden die gute Vorsätze meist schnell vergessen. Junge Erwachsene riskieren allerdings, Gehirnmasse zu verlieren, wenn sie öfter Rauschtrinken betreiben. Beitrag auf drugcom.de

Wissenschaftliche Erkenntnisprobleme zu Effekten von Cannabis-Regulierungen

Dieses Positionspapier (pdf, 8S.) der Bayerischen Akademie für Suchtfragen geht der Frage nach, welche Effekte auf den Cannabiskonsum (CB) sich durch Regulationsmassnahmen nachweisen lassen?

Videospielsucht auf dem Weg zur anerkannten Krankheit

In einem Entwurf der neuen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) führt die WHO Videospielsucht als Krankheit. Die jetzt als Entwurf vorliegende Version 11 des weltweit anerkannten Klassifikationssystems soll im Mai 2018 offiziell verabschiedet werden. Artikel auf 20 Minuten, Artikel auf Spiegel Online.

Bericht zur Drogensituation in Deutschland 2017

Das Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland liefert in acht thematisch in sich geschlossenen Kapiteln umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Aspekten des Phänomens illegale Drogen in Deutschland. Der Bericht wird jährlich durch die Deutsche Drogenbeobachtungsstelle (DBDD) als Beitrag zum Europäischen Drogenbericht erstellt.

Probleme mit Alkohol und Drogen werden oft ohne Hilfe gelöst

Manche Menschen erleben Probleme aufgrund ihres Konsums mit Alkohol und Drogen - und lösen diese selbständig. Wie hoch ihr Anteil in der Bevölkerung ist, hat eine Studie in den USA untersucht. Artikel auf drugcom.de

Positionspapier zu Tabakerhitzern

Die International Union Against Tuberculosis and Lung Disease hat im Dezember 2017 ein Positionspapier (pdf, 6S.) zu sogenannten "Heat-not-Burn Tobacco Products" (Tabakerhitzer) veröffentlicht. Die Union fordert, dass Regierungen das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung von Tabakerhitzern anwenden; ein Verbot der Verwendung in ​​geschlossenen Räumen, der Werbung, der Verkaufsförderung und des Sponsorings von Tabakerhitzern sowie ein Verbot der Behauptung, dass diese Produkte bei der Raucherentwöhnung helfen. Außerdem fordert die Union, dass die Tabakindustrie nicht in die Diskussionen über Tabakerhitzer einbezogen werden soll.

Alkohol am Steuer: Alkohollimiten immer weniger bekannt

Eine Befragung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu zeigt, dass Schweizer Autofahrende immer weniger die gesetzlichen Alkohollimiten angeben können – und dies unabhängig von der Messmethode. Seit 2016 kommen Atem-Alkoholmessgeräte zum Einsatz, die die Alkoholkonzentration in Milligramm pro Liter Atemluft statt wie bisher in Promille im Blut feststellen. Dieser Wechsel ist der Schweizer Bevölkerung weitgehend unbekannt. Medienmitteilung der bfu.

Wieviele Menschenleben könnten durch den Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden?

In einem in Tobacco Control online veröffentlichten Beitrag haben amerikanische Forscher des Georgetown University Medical Center Modellrechnungen angestellt, wie viele Menschenleben in den USA durch das Umsteigen von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden könnten. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass mindestens 1,6 Millionen vorzeitige Todesfälle in den USA verhindert werden könnten, wenn ein Grossteil der Raucher auf E-Zigaretten umsteigen würde. Artikel im Ärzteblatt.

Suchthilfe in Deutschland 2016

In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammengefasst. Im Jahr 2016 wurden in 863 ambulanten und 211 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 342. 009 ambulante Betreuungen und 47. 776 stationäre Behandlungen durchgeführt. Primäres Ziel dieses Jahresberichts (pdf, 75S.) ist eine breite Ergebnisdarstellung zu aktuellen Daten der DSHS.

Bern: Keine zweite Drogenanlaufstelle Bern

Um die Drogenanlaufstelle an der Hodlerstrasse zu entlasten, war die Stadt Bern auf der Suche nach einem zweiten Standort. Doch keiner der geprüften Standorte sei geeignet. Ein Dutzend private und städtische Liegenschaften seien geprüft worden, doch habe sich keine als geeignet erwiesen, teilte der Gemeinderat mit. Artikel der Berner Zeitung.

Volksinitiative: Kinder und Jugendliche vor Tabakwerbung schützen

Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet Staat, das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit ihrem Konsum. Genau hier muss die Prävention gezielt ansetzen. Die entscheidenden Faktoren spielen dabei die Gesundheitskompetenz und die Tabakwerbung. Aus diesem Grund hat am 20. Dezember 2017 der Verein "Ja zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung" die Lancierung einer Volksinitiative beschlossen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Vereins.

Studie zur potentiellen Schädlichkeit von E-Zigaretten

Eine Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2017; 195: A1025) zeigt, dass das Inhalat von E-Zigaretten in den Lungen zu einer Aktivierung der Immunabwehr führt, deren Auswirkungen auf die Gesundheit noch unklar sind. Nach Einschätzung der Autoren wird die These, dass der Wechsel von Zigaretten zu E-Zigaretten eine gesündere Alternative sei, durch die Ergebnisse der Untersuchung in Frage gestellt. Artikel im Ärzteblatt.

Studie zur Medienkompetenz in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe

90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in sozial- und sonderpädagogischen Einrichtungen leben, besitzen ein eigenes Smartphone. Auch ist die Ausstattung mit digitalen Medien wie Desktops und Laptops in solchen Einrichtungen sehr hoch. Dennoch hat fast jeder fünfte von ihnen keinen kostenlosen Zugang zum Internet und auch seltener Zugang zu Spielkonsolen und Tablets als Kinder und Jugendliche in Familienhaushalten. Diese Ergebnisse liefert die frisch publizierte Studie MEKiS - Medienkompetenz in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. In dieser Studie wurde erstmals die aktuelle Situation zu Medieninfrastrukturen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe und zu Medienkompetenzen und medienerzieherischem Handeln von Fachpersonen erhoben. Abgeleitet wurden elf Empfehlungen zur Förderung einer aktiven Medienkultur in der stationären Jugendhilfe.

Frauen, Flucht und Sucht

Die Fachtagung hatte das Ziel, für die Situation geflüchteter Frauen, ihre Bedürfnisse und Belastungen zu sensibilisieren, die Zusammenhänge von posttraumatischen Belastungsstörungen durch Krieg und Flucht, Suchtmittelkonsum, Sprachbarrieren und kulturellen Besonderheiten zu verdeutlichen und Anregungen und Hilfen für die praktische Arbeit in Beratung, Betreuung und Behandlung zu geben. Und nicht zuletzt arbeitsfeldübergreifend Erfahrungsaustausch und Kooperationen zu initiieren. Mehr dazu lesen Sie in der Tagungsdokumentation. Die Fachtagung fand im Potsdam statt und wurde vom Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr organisiert.

Cannabis und Schadensminderung in Deutschland

Aktuelle drogenpolitische Diskussionen über Cannabis drehen sich v. a. darum, wie diese Substanz in Zukunft rechtlich reguliert werden soll. Angesichts des anhaltend weit verbreiteten Konsums und der damit verbundenen Risiken, sollten jedoch mögliche Strategien zur Reduzierung der potenziellen Schäden für Konsumierende und die Gesellschaft bei der Gestaltung einer adäquaten Cannabispolitik berücksichtigt werden. Dieser Fachartikel (pdf, 11S.) in der Zeitschrift Suchttherapie gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung der Konsumrisiken.

Weihnachten und Silvester: Wie viel Alkohol für unsere Jugendlichen?

Sollen Jugendliche zur Feier auch anstossen? Ab welchem Alter und wie viel Alkohol soll's sein? Solche Fragen stellen sich Eltern an den Jahresendfesten. Denn Alkohol wirkt bei jungen Menschen anders. Sucht Schweiz informiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Weingläser werden immer grösser

Eine Bestandsaufnahme historischer und moderner Trinkgefässe zeigt: Weingläser sind heute fast siebenmal so gross wie vor 300 Jahren. Ein Team an der Universität Cambridge betrachtete insgesamt 411 Gläser aus fünf verschiedenen Quellen. Demnach fassten jene Gläser, die in der Periode um 1700 entstanden, im Mittel etwa 70 Milliliter; erst um 1860 erschienen Gefässe auf der Bildfläche, die ein modernes Viertele gefasst hätten. Heutzutage hat ein durchschnittliches englisches Weinglas ein Volumen von 450 Millilitern. Artikel auf Spektrum.de

4 Motionen zur Tabakprävention

Vier Mitglieder des Nationalrates aus vier Parteien haben am 14. Dezember gemeinsam vier Motionen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung eingereicht. Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz.

ParlamentarierInnen sind mehrheitlich für die Schaffung eines "Experimentierartikels"

Nachdem der Bund ein Pilotprojekt zur Cannabis-Legalisierung der Universität Bern abgelehnt hat, wird im Bundeshaus nun parteiübergreifend Druck gemacht, um solche Pilotprojekte rasch zu ermöglichen. Insgesamt haben sich 127 von 246 ParlamentarierInnen für die Schaffung eines Experimentierartikels bekannt. Artikel und Kommentar der Aargauer Zeitung. (Infoset berichtete)

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2017) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Tabakproduktegesetz; Philip Morris bewirbt das Rauchsystem Iqos auf allen Kanälen; Interview mit Ingrid Stendstadvold Ross zu Norwegen und Snus; Aargauer Spielplätze werden zunehmend rauchfrei; Einflussnahme der Tabakindustrie in der Schweiz.

Prävention in der Gesundheitsversorgung: Finanzierung von Projekten

Gesundheitsförderung Schweiz fördert ab 2018 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit die Prävention in der Gesundheitsversorgung: Bis 2024 finanziert die Stiftung Projekte in den Bereichen nichtübertragbare Krankheiten, Sucht und psychische Gesundheit mit 5 Millionen Franken pro Jahr. Diese Projekte sollen neue, verbesserte Ansätze und Praktiken aufzeigen, um präventive Angebote in die Gesundheitsversorgung einzubauen. Diese Angebote richten sich an Personen, die bereits erkrankt sind oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen: Sie fördern die Gesundheitskompetenz und erhöhen die Lebensqualität der Patienten. Ab dem 8. Januar 2018 nimmt Gesundheitsförderung Schweiz Projektanträge entgegen. Medienmitteilung des BAG.

Cannabisregulierung: Reaktionen der Städte

Nach der Ablehnung der Berner Cannabisstudie durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüfen die Städte Bern, Biel, Luzern und Zürich die Einreichung von neuen Gesuchen beim BAG. Sie unterstützen zudem die schnellstmögliche Verankerung eines «Experimentierartikels» im Betäubungsmittelgesetz. Gemeinsame Medienmitteilung der Städte, Artikel auf NZZ Online. Basel-Stadt verzichtet hingegen vorerst auf die Eingabe seines Cannabisprojektes. Das Gesundheitsdepartement unterstützt stattdessen in seiner Medienmitteilung den politischen Prozess für eine rasche Schaffung eines "Experimentierartikels". (Infoset berichtete)

Uni Bern akzeptiert ein Nein des Bundes bei der Cannabis-Studie

Die Universität Bern erhebt keine Beschwerde gegen das Nein des Bundes zu einer Studie mit legalem Cannabisverkauf in Apotheken. Stattdessen setzen die Universität und die an der Studie interessierten Städte auf eine politische Lösung. Konkret geht es dabei um die Schaffung eines sogenannten Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz. Das Bundesamt für Gesundheit, das Mitte November das Gesuch für die Berner Studie ablehnte, regte die Schaffung eines solchen Artikels selber an. Artikel in der Tageszeitung Bund. (Infoset berichtete)

«Good Practices» der Einflussnahme der Tabakindustrie

Die Tabakindustrie verwendet viele Einflussstrategien, um die Präventionsmassnahmen zu bremsen und so ihre Interessen zum Nachteil der jenigen der öffentlichen Gesundheit zu schützen. Das Ziel dieser Taktiken ist, die politisch Verantwortlichen, die Medien, die Konsumenten und die breite Öffentlichkeit zu beeinflussen. Animationsfilm und Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT und Partner, um die Akteure im Gesundheitswesen, die Bevölkerung und die PolitikerInnen für diese seit Langem erprobten Einflusstaktiken zu sensibilisieren. Medienmitteilung der AT und Partner.

Suchtprävention in Zeiten von 4.0

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour setzt sich mit den Chancen und Risiken der zunehmend digitalisierten Gesellschaft auseinander. Warum Kinder von Menschen lernen und nicht von Bildschirmen erläutert Dr. Manuela Macedonia in einem ausführlichen Interview. Des Weiteren beschäftigt sich die Ausgabe mit den Möglichkeiten und Herausforderungen von Virtual Reality und den, nicht nur für die Suchtvorbeugung relevanten, Erkenntnissen der Neurowissenschaften, der Kritik am so genannten "Neuroessentialismus" und warum das Präventionsmodell der Schutz- und Risikofaktoren gerade in Zeiten der Digitalisierung wichtiger denn je ist. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Neues Substitutionsmedikament: Suboxone®

Seit dem 1. November 2017 sind Suboxone-Sublingualtabletten im Handel erhältlich. Weitere Infos dazu finden sich auf den Seiten von FOSUMOS.

Newsletter Infodrog

Der Dezember-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Tabakproduktegesetz: Vernehmlassung eröffnet

Der zweite Entwurf des Bundesgesetzes über Tabakprodukte (TabPG) wurde vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt. Er gestattet und reglementiert den Verkauf von Alternativprodukten wie nikotinhaltigen E-Zigaretten und Tabakprodukten zum Erhitzen. Medienmitteilung des BAG, Unterlagen zur Vernehmlassung. Im Entwurf verzichtet der Bundesrat leider fast komplett auf Werbeeinschränkungen, ein Sponsoringverbot fehlt sogar gänzlich. Zudem bleibt der Entwurf in mehreren Punkten hinter der EU-Gesetzgebung zurück. Die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz wird ihre Forderungen in die nun beginnende Vernehmlassung einbringen. Medienmitteilung der Allianz. Umgekehrt argumentiert die Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik AWMP. Demnach bringt der Entwurf weitere unnötige Regulierungen. Medienmitteilung der AWMP.