News der letzten 12 Monate

Bericht: Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz

Viele Menschen mit einer Suchtproblematik haben Verantwortung für Kinder. Die meisten Projekte nehmen jedoch nur die Situation der Kinder in den Blick. Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) von Juni 2019 bis Mai 2021 geförderte Projekt «Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz», durchgeführt vom Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) und dem Deutschen Caritasverband e.V. (DCV), wollte gezielt suchtkranke Eltern in den Fokus nehmen und stärken. Zentrales Ziel war die Entwicklung eines Rahmenkonzepts und eines QM-Moduls zu familienorientierter Suchtarbeit. Der Kurzbericht (pdf, 4S.) und der Abschlussbericht (pdf, 36S.) auf www.bundesgesundheitsministerium.de.

SRF-Vidoereihe:«Drogen – Dope or Nope»

In der neuen SRF school-Videoreihe «Drogen – Dope or Nope» führt Moderatorin Joana Mauch die Zuschauer:innen durch das Thema Drogen. Dafür trifft sie Süchtige, Expertinnen und Experten sowie Personen, die einen Weg aus ihrer Abhängigkeit gefunden haben. Die vier Folgen porträtieren verschiedene Substanzen: Heroin, Kokain/Crack, Cannabis und Partydrogen. Die Reihe wurde für Schüler:innen der Sek I und Sek II produziert und sind auf www.srf.ch verfügbar.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Deutschland: Legalisierung von Cannabis und Drug-Checking

SPD, FDP und Grüne wollen Cannabis legalisieren und Drug-Checking einführen: Unter dem Titel «Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit» haben die drei Parteien der Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag 2021 – 2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP) im Abschnitt «Drogenpolitik» sich für die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken ausgesprochen. Der Artikel zu diesem Thema auf www.blogs.taz.de; der Koalitionsvertrag auf www.tagesspiegel.de.

Tabakkonsum geht global zurück, Europa hinkt hinterher

Die Welt kommt immer mehr von der Tabaksucht los. Die Zahl der Tabaknutzer sinkt kontinuier­lich, trotz Anstiegs der Weltbevölkerung, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf be­richtete. Sie rechnet damit, dass der Trend sich vorsetzt. Unter den 15- bis 24-Jährigen sei der Anteil der Tabaknutzer zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2020 von 20,8 Prozent auf 14,2 Prozent gefallen. 2025 seien es vermutlich nur noch 13 Prozent. Allerdings sterben immer noch Millionen Menschen an den Folgen - einfache Mittel könnten das verhindern. Artikel auf www.spiegel.de; weiterer Artikel auf www.aerzteblatt.de.

Jubiläum: 30 Jahre Arud «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen»

Die Arud feiert ihr 30-jähriges Bestehen! Kurz bevor der Platzspitz im Februar 1992 von den Behörden überstürzt geschlossen worden ist, gründeten engagierte Ärzte und Fachleute am 30. November 1991 die «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen» – kurz Arud. Mehr zur Geschichte der Arud finden Sie auf ww.arud.ch; ausserdem gibt es zum Jubiläum 8 kurze Clips, die einen kurzen Einblick in die Arbeit der Arud geben: die Videos auf www.youtube.ch.

Umfrage zur beruflichen Situation von Beschäftigen in der Peer-Arbeit

Jelena Hoghe forscht über die berufliche Situation von Beschäftigten in der Peer-Arbeit (z.B. EX-IN Genesungsbegleiter:innen, Peer Berater:innen). Diese scheint nach ersten Erkenntnissen oft stressreich zu sein, z.B. wird von Rollenkonflikten oder Stigmatisierung berichtet. Sie möchte nun in der Peer-Arbeit tätige zu ihren beruflichen Belastungen und Ressourcen befragen und auch, wie sie mit beruflichen Belastungen umgehen. Hauptziel der Studie ist, Hinweise zu finden, wie die Arbeitssituation der Beschäftigten in Peer-Arbeit verbessert werden kann. Die Befragung ist online und anonym und teilt sich in zwei Fragebögen auf. Die Online-Befragung auf www.soscisurvey.de: Weitere Informationen auf www.uni-bamberg.de.

Video: Ein Besuch im dib Bern von CONTACT Nightlife – Drug Checking: Wissen, was drin ist!

Das Angebot von dib (Drug Checking, Infos und Beratung) richtet sich an Erwachsene, die gelegentlich oder regelmässig legale oder illegale psychoaktive Substanzen konsumieren, wie z. B. Partypillen oder –pulver sowie Cannabis. dib klärt über Wirkung und Risiken psychoaktiver Substanzen auf und fördert im Gespräch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Zudem steht ein vielfältiges Informationsmaterial über Substanzen sowie zu verschiedenen Hilfsangeboten zur Verfügung. Das 2-minütige Video auf www.youtube.ch gibt eine kurze Einführung wie der Ablauf des Drugchecking in Bern ist.

Magazin zum Thema: Gefährdete Jugendliche

Die aktuelle Ausgabe vom Grüner Kreis Magazin widmet sich den Jugendlichen. Verschiedene Artikel thematisieren in dieser Altersgruppe relevante Aspekte: Ein Artikel zeigt den Jugendlichen Substanzkonsum, die Besonderheiten und Trends auf. Ein weiterer Artikel thematisiert die psychotherapeutische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Covid-19-Pandemie. Das Magazin ist auf www.gruenerkreis.at verfügbar.

Jugendliche mit Mischkonsum gesucht

Wodka, Benzos & Co: Junge Leute mit Erfahrung mit Mischkonsum für die Teilnahme an einer Umfrage gesucht. Das ISGF macht eine Studie um mehr über den Mischkonsum zu erfahren und sucht aus diesem Grund 14-20-Jährige, die ab und zu verschiedene Substanzen zusammen konsumieren. Fachpersonen können gerne Jugendliche motivieren an dieser Befragung teilzunehmen. Mit diesem Link gelangt man zur Umfrage.

Nationale SuPo-Tagung 2021: Pilotversuche mit Cannabis

Am 23. November fand die Nationale Fachtagung der Arbeitsgruppe Suchthilfe und Polizei (AG SuPo) statt. Die Tagung, organisiert von infodrog, fedpol und BAG, widmete sich dem Thema «Pilotversuche mit Cannabis». Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vollzugsbehörden, der Suchthilfe und den Projektverantwortlichen ist entscheidend für den Erfolg der Pilotprojekte mit Cannabis, welche in verschiedenen Gemeinden der Schweiz in Vorbereitung sind. Mehr lesen

Abgabe von medizinischem Heroin: Verlängerung der geänderten Regelung

Patientinnen und Patienten, die medizinisches Heroin erhalten, können weiterhin aufgrund strikter Kriterien bis zu sieben Tagesdosen Diacetylmorphin aufs Mal beziehen. Aufgrund der positiven Erfahrungen während der Pandemie hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 24. November 2021 beschlossen, diese Praxis bis zum 31. März 2023 zu verlängern und bis dahin die Betäubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV) vollständig zu revidieren. Die Medienmitteilung auf www.admin.ch.

Informationspapier: Pathologische Computer- und Internetnutzung

Die Bayerische Akademie für Gesundheits- und Suchtfragen hat das Informationspapier über die Pathologische Computer- und Internetnutzung aktualisiert. Das Informationspapier gibt einen guten Überblick über verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der Störung: Beispielsweise wird neben der Definition und Messung auch die Prävalenz, die Prävention und die Therapie thematisiert. Das Informationsblatt (pdf, 14 S.) auf www.bas-muenchen.de.

Studie: Schätzung von suchtbelasteten Kindern in Deutschland

Eine neue Studie schätzt die Anzahl Kinder mit Eltern mit einer Substanzgebrauchsstörung (substance use disorder). Zur Bewertung der Substanzgebrauchsstörung (SUD) wurden die Diagnosekriterien für  Tabak, Alkohol, Cannabis, Kokain oder Amphetamin verwendet. Die Untersuchung zeigt auf, dass im Jahr 2018 in Deutschland 13.597.428 Kinder unter 18 Jahren lebten. Von diesen lebten schätzungsweise 6,9-12,3 % (935'522-1'673'103) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Tabakkonsumstörung hatte, 5,1-9,2 % (688'111-1'257'345) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Alkoholkonsumstörung hatte und 0,6-1,2 % (87'817-158'401) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Störung im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen hatte. Die Gesamtzahl der Kinder, die derzeit mit SUD-Erwachsenen in ihrem Haushalt leben, wurde auf 11,2-20,2 % (1'521'495-2'751'796) geschätzt. Die Studie auf www.capmh.biomedcentral.com.

Podcast: Cannabis-Pilotversuche – Neue Wege in der Suchtpolitik

Die Cannabis-Pilotversuche erkunden neue Wege im Umgang mit Cannabis als Genussmittel. Seit 15. Mai 2021 ermöglicht eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes – befristet auf zehn Jahre – eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu «Genusszwecken» im Rahmen von Pilotversuchen. Sie sollen wissenschaftliche Grundlagen für die künftige gesetzliche Regelung liefern. Was braucht es konkret für die Umsetzung eines Pilotversuchs? Und was lässt sich von den Studien erwarten? Der «Spectra-Podcast» fragt nach und spricht mit Maya Ackermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sektion Politische Grundlagen und Vollzug vom Bundesamt für Gesundheit, mit Reto Auer, Leiter Substanzkonsum am Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) und mit Julia Joos, Suchtbeauftragte der Stadt Bern. Der Podcast auf www.spectra-online.ch.

Deutschland: Bericht zur Situation illegaler Drogen erschienen

Die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hat ihren jährlichen Bericht veröffentlicht. Dieser bietet einen vollständigen Überblick über das Konsumverhalten in der Altersgruppe der 12- bis 64-Jährigen. Darüber hinaus fasst er Hintergrundinformationen sowie aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Prävention, Beratung, Behandlung, Schadensminderung und Angebotsbekämpfung zur Verbreitung illegaler Drogen in Deutschland zusammen. Die Medienmitteilung (pdf, 2S.) und die verschiedenen Berichte können auf www.dbdd.de heruntergeladen werden.

Surprise lanciert Podcastserie «Tito»

Der neue Podcast von Surprise erzählt die Geschichte von Tersito «Tito» Ries. Von seiner Vergangenheit als erfolgreicher Unternehmer, dem Absturz in Schulden, Alkoholismus und Obdachlosigkeit und schliesslich von seinem Weg zum Surprise-Stadtführer. Die fünfteilige Serie zeigt exemplarisch, wie schnell man in den Teufelskreis der Armut gerät – und gibt einen einmaligen Einblick in die Arbeit des Vereins. Der Podcast kann auf www.surprise.ngo angehört werden. Ausserdem gibt es ein Video über «Tito» auf www.youtube.com.

Lungenliga: Selbstmanagement-Coaching verhilft COPD-Betroffenen zu einer höheren Lebensqualität

Auswurf, ständiger Husten und Atemnot schon bei geringen körperlichen Belastungen: Wer an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD leidet, hat mit einigen Einschränkungen zu kämpfen. Diese chronische Verengung der Atemwege wird häufig durch Rauchen ausgelöst und schränkt das Atmen ein. Die gute Nachricht ist: Wie stark die Krankheit den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen beeinträchtigt, können sie selbst beeinflussen. Eine kürzlich publizierte Studie (pdf, 9S., Englisch) der Universitäten Zürich und Lausanne untersuchte die Wirksamkeit des Selbstmanagement-Coachings «Besser leben mit COPD», welches zurzeit dreizehn kantonale Lungenligen anbieten. Weitere Informationen gibt es auf www.lungenliga.ch.

Jugend in Zeiten der Corona-Pandemie - gefährlich oder gefährdet?

Prof. Dr. Dirk Baier (ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention) präsentiert im Rahmen des Mastermind-Forum wissenschaftliche Daten und Statistiken zur Rolle der Jugend während der Pandemie. Dabei behandelt er folgende Fragen: Hat sich die Jugendkriminalität durch Corona erhöht? Hat die häusliche Gewalt durch Corona zugenommen? Wie fühlen sich die Jugendlichen in der Corona-Pandemie? Hat die psychische Belastung der Jugendlichen während Corona zugenommen? Sind Jugendliche anfälliger für Verschwörungstheorien? Das Referat (26 Min.) kann auf youtube.com angesehen werden.

Ins Netz gehen - Infoportal für Jugendliche zur Mediennutzung und Medienkompetenz

Das Infoportal will Jugendliche bei einer ausgewogenen Mediennutzung unterstützen und Denkanstösse zum Thema digitale Medien und Medienabhängigkeit geben. Die Inhalte auf der Webseite können helfen, im Umgang mit digitalen Medienangeboten das richtige Mass zu finden und die eigene Medienkompetenz auszubauen. Jugendliche werden dabei unterstützt, mögliche Risiken selbst zu erkennen und bei entstehenden Problemen mit digitalen Medien oder sogar Medienabhängigkeit frühzeitig einzugreifen und sich gegebenenfalls Hilfe zu suchen. Inhalte auf der Webseite sind insbesondere Videospiele, Internet, Apps und Social Media. Angeboten wird ein Beratungsprogramm, Tipps zu Hilfe und Beratung und ein Selbsttest. Hier geht es zur Webseite.

Studie-OECD: Depressionen haben seit 2019 massiv zugenommen

Die aktuelle Studie der OECD zeigt Eindrücklich, dass sich die Pandemie auch auf die psychische Gesundheit gravierend ausgewirkt hat. In den meisten Ländern, für die Daten verfügbar sind, ist die Prävalenz von Angststörungen und Depressionen jetzt mehr als doppelt so hoch wie vor der Pandemie, darunter beispielsweise in Österreich, Frankreich und Italien. Für Deutschland und die Schweiz liegen der OECD keine Zahlen zur Prävalenz der Depression vor. Artikel zur Studie auf www.oecd.de; Studie (pdf, 274 S., Englisch) mit weiteren Analysen auch für Deutschland und die Schweiz auf www.oecd-ilibrary.com.

PEPra: Implementierung von Prävention in der Arztpraxis

Medizinische Praxisteams stehen in einem engen Vertrauensverhältnis mit den Patientinnen und Patienten und sind somit prädestiniert, um Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten (NCD), psychischen Erkrankungen und Sucht umzusetzen. Oft fehlt im Praxisalltag jedoch die Zeit, Knowhow und der einfache Zugang zu den nötigen Tools. Studien haben gezeigt, dass Prävention in der Praxis zur öffentlichen Gesundheit und somit zur nachhaltigen Senkung der Gesundheitskosten beiträgt. Hier setzt PEPra an und bietet ein Gesamtpaket, das die Implementierung von Prävention in der Arztpraxis erleichtert: Tools zur Anwendung vor, während und nach der Konsultation, Fortbildungen, weiterführende Informationen und regionale Angebote. Homepage www.pepra.ch.

Deutschland: Medien- und Spielsucht während Corona bei Kindern gestiegen

In der Corona-Pandemie haben Kinder und Jugendliche mehr Zeit am Smartphone und am PC verbracht. Gestiegen ist dabei auch der Anteil derjenigen, die krankhaft spielen oder chatten, wie eine Studie zeigt. Die Untersuchung der Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) kommt in einer Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK zum Schluss, dass bei mehr als 4 Prozent der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten vorliegt. Artikel dazu auf www.nau.ch. Resultate der Studie (pdf, 38S.) auf www.dak.de.

Migros-Delegierte machen Weg frei für Alkoholverkauf

Die Delegierten der Migros machte am Samstag den Weg frei für den Alkoholverkauf. Ein historischer Entscheid für die Migros, denn seit ihrer Gründung gilt ein Alkoholverkaufsverbot. Damit soll der Verkauf von Alkohol in der Migros möglich werden. Bis zur Umsetzung dauert es allerdings noch etwas, als Nächstes nehmen sich die regionalen Genossenschaften dieser Frage an. Artikel dazu auf www.srf.ch. Eine nicht-repräsentativen Umfrage auf SRF News zeigt zudem, dass 72 Prozent der Userinnen und User gegen den Verkauf von Alkohol in der Migros sind. Zum Artikel der SRF-Community aus www.srf.ch. Ein weiterer Artikel auf SRF zeigt die möglichen Folgen des Entscheides auf «Als trockener Alkoholiker ist Einkaufen ein Spiessrutenlauf».

Studie Deutschland: Kleinkinder und Medien

Laut der neuen miniKIM-Studie verbringen zwei- bis fünfjährige Kinder aktuell bereits genau so viel Zeit mit Streamingdiensten wie mit dem klassischen Fernsehen. Mit der miniKIM-Studie 2020 legt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) in Kooperation mit dem Südwestrundfunk (SWR) nach 2012 und 2014 zum dritten Mal Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren vor. Für die Studie wurden insgesamt 600 Haupterzieher:innen zum Medienverhalten ihrer Kinder online befragt. Artikel dazu auf www.klilcksafe.de: Studie (pdf, 56S.) auf www.mpfs.de.

Newsletter von Infoset

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Der Heroin-Ersatz wird knapp

In der Schweiz werden Menschen mit einer Heroinsucht mit einer sogenannten Opioid-Agonisten-Therapie behandelt. Diese Therapieform braucht jedoch sehr starke Opiate und davon gibt es nicht viele. Rund 18'000 Menschen sind laut der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin hierzulande in einer solchen Opioid-Langzeitbehandlung. Rund ein Drittel davon nimmt ein Opiat namens «Sevre Long» und dieses ist seit einigen Monaten knapp. Der Beitrag auf www.srf.ch.

Einfluss der Tabaklobby: Nur Dom-Rep ist noch lascher als die Schweiz

Lobbying und Preisfreiheit statt Prävention und Regulierung: Ein Ländervergleich sieht die Schweiz als Zufluchtsort und Marketinglabor für die internationalen Tabakkonzerne. Die multinationalen Tabakkonzerne hätten die Schweiz als ihren weltweiten Zufluchtsort gewählt, von dem aus sie in aller Ruhe und Sicherheit ihre globalen Aktivitäten planen könnten, analysiert der internationale Tabaklobby-Index 2021. Der weltweite Nettoumsatz der drei der hier ansässigen Konzerne Philip Morris International, British Tobacco sowie von Japan Tobacco International lag 2019 bei über 80 Milliarden Franken. Artikel auf www.tagesanzeiger.ch.

Gefährlicher Rausch: Synthetisches Cannabis

Die Sendung Nano auf 3Sat stellt kompakt Informationen im Wissensteil zur Verfügung. In einem aktuellen Beitrag informiert ein Toxikologe über synthetisches Cannabis und warnt eindringlich über die negativen Konsequenzen der Einnahme von gestreckten Drogen. Informativer Videobeitrag (5:43 Min.) der Sendung Nano auf www.3sat.de.

Gefährlicher Mischkonsum

Ein Glas Wein, dazu eine Tablette und vielleicht noch Kokain… Mischkonsum beschäftigt die Präventionsfachleute. Da die Wechselwirkungen der verschiedenen Substanzen unvorhersehbar sind, kann das gesundheitliche Risiko gross sein und der Konsum lebensgefährlich werden. Das ist insbesondere jungen Menschen, aber auch über 65-Jährigen, deren Stoffwechsel sich verändert, zu wenig bewusst. Die neue Ausgabe (pdf, 20 S.) "laut & leise" stellt verschiedene Präventionsangebote vor und widmet sich dem Thema Mischkonsum.

Was hat der spielzeugfreie Kindergarten mit Suchtprävention zu tun?

Antworten und Tipps für Eltern in der neuen Ausgabe «prävention», dem Informationsblatt der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland. Der Artikel (pdf, 2 S.) ist auf www.suchtpraevention.ch verfügbar.

Die Bedeutung der Schadens­minderung in der Suchtmedizin

Mit dem Konsum von Substanzen wie Alkohol, Cannabis, Kokain oder Tabak geht ein gesundheitliches Risiko einher. Doch Abstinenz ist nicht für alle Menschen zu jedem Zeitpunkt zielführend. Hierbei kommt der Schadensminderung im Rahmen der Suchttherapie eine zentrale Bedeutung zu. Die Zentrum für Suchtmedizin Arud setzt dabei auf Spezialist:innen aus Erfahrung als Brückenbauer von der Drogenszene in die Suchttherapie. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung auf www.saez.ch.

Podcast: Paris hat ein Crack-Problem und verschiebt die offene Drogenszene quer durch die Stadt

Seit Monaten werden ein paar hundert Crack-Süchtige in Paris umhergeschoben. Überall gibt es Widerstand von Anwohnenden. Die Politik scheint das Problem mit der offenen Drogenszene nicht in den Griff zu bekommen. Der Podcast (16 Min.) aus der Reihe NZZ-Akzent auf www.nzz.ch.

Cannabis: Benebelt ist vor allem die Verbotspolitik

Eine Flut von Gesetzen diskriminiert Cannabiskonsumierende, gefährdet und bedroht sie mit Haft und in manchen Ländern gar mit dem Tod. Der Krieg gegen Cannabis ist ein Krieg gegen Menschen. Produktion und Handel des Produkts wachsen unterdessen seit Jahrzehnten, vor allem dank der enormen Gewinnspannen durch die Prohibition. Der Kampf gegen Cannabis ist verloren, er hat sämtliche Ziele verfehlt: Millionen Deutsche kiffen. Zeit für die Legalisierung, fordert der Autor des Artikels auf www.freitag.de.

Informationen für die Praxis aus der Suchtforschung: Cannabis, Nikotin und Substitutionsbehandlung

Auch mit der aktuellen Ausgabe des HLS-Forschungsbriefes stellt die Hessische Landesstelle für Suchtfragen wie gewohnt einige ausgewählte Informationen für die Praxis aus dem Bereich der Suchtforschung vor. Die drei Themen der aktuellen Ausgabe sind: Zigaretten, E-Zigaretten, Nikotinprodukte: Zum Stand der Forschung und der Behandlung; Internationale Erfahrungen mit der Legalisierung von Cannabis:  Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung in Deutschland. Der Forschungsbrief (pdf, 11 S.) fasst die wichtigsten Informationen in einem kurzen Text mit Literaturangaben jeweils zusammen und kann auf www.hsl-online.de heruntergeladen werden.

Corona hat Einfluss auf Drogenkonsum

Hat die Krise zu mehr oder zu weniger Drogenkonsum geführt? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Sicher ist nur, dass die Folgen der Corona-Krise in allen sozialen Bereichen nachhallen, auch in der Drogenberatung. Artikel auf www.mdr.de.

Was ist dran am Mythos «Einstiegsdroge Cannabis»?

Die Schweiz ist dabei, Cannabis im Rahmen von Pilotversuchen zu regulieren – also den Zugang innerhalb enger gesetzlicher Leitplanken für den Markt festzulegen. Suchtfachleute begrüssen diesen Schritt sehr! Er kann im Zusammenhang mit der weit verbreiteten Annahme von «Cannabis als Einstiegsdroge» jedoch auch beängstigend wirken. Doch was ist überhaupt dran an diesem Mythos? Ein interessanter Blogbeitrag auf www.arud.ch.

Eve & Rave Schweiz: 25 Jahre Drogenaufklärung

Vor einem Vierteljahrhundert wurde Eve & Rave Schweiz gegründet und Drug-Checking in der Schweiz eingeführt. Der erste Verein Eve & Rave wurde in Berlin im Oktober 1994 von kulturell und sozial engagierten Mitgliedern der Technoszene gegründet. Ziel und Zweck der Vereinsgründung war, Energien zur Förderung der Party- und Technokultur zu bündeln und zur Minderung der Drogenproblematik zu akkumulieren. Im Februar 1996 wurde dann Dank der Initiative von Roger Liggenstorfer in Solothurn ein gleich gearteter Verein namens Eve & Rave Schweiz gegründet. Der Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de gibt einen kurzen historischen Rückblick.

Alkohol – Wieviel darf ich pro Woche trinken?

Alkoholhaltige Getränke sollten aufgrund ihrer toxischen und suchterzeugenden Wirkung nur in Maßen getrunken werden, andernfalls kommt es zu einem Alkoholproblem. So müssen Betroffene mit einem regelmäßigen, hohen Alkoholkonsum mit gesundheitlichen Folgen und der Entwicklung einer Abhängigkeit rechnen. Je mehr und je häufiger getrunken wird, desto höher ist in der Regel die Suchgefahr. Der Artikel auf www.doccheck.com fasst die generellen Empfehlungen zusammen und zeigt den Unterschied zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht auf.

Anbau und der Handel von Cannabis sollen reguliert werden

Neutrale Beratung und Erfahrung seit bald 50 Jahren

Angehörige von suchtkranken Menschen sind in einer schwierigen und oft unerträglichen Situation. Während es für Suchtkranke verschiedene Angebote gibt, werden Angehörige allein gelassen. Vor über 40 Jahren gründeten Angehörige von Suchterkrankten ada-zh. Von Anfang an wurde die Institution zur Plattform für rasche und unkomplizierte Hilfe. Die fachliche Entwicklung hat zu neuen Angeboten und Dienstleistungen geführt. Weitere Informationen finden sich in der Broschüre (pdf, 16S.) auf www.ada-zh.ch.

Blogbeiträge und Informationen über Internet, Jugendschutz und Online-Gaming

Auf der Webseite www.webcare.plus gibt es interessante Blogbeiträge und Informationen über verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der virtuellen Welt zu lesen. Ein Blogbeitrag widmet sich dem Jugendschutz und dem Internet, ein Blogbeitrag thematisiert das Online-Gaming und ein weiterer Blogbeitrag zeigt die Mediennutzung während der Corona-Pandemie auf.

Nationale Statistiken sind verfügbar: Substitutionsbehandlung und stationäre Behandlungen

Sucht Schweiz hat die Ergebnisse verschiedenerer Statistiken aus dem Suchtbereich für das Jahr 2020 veröffentlicht. Ein Bericht zeigt die Statistik für stationären Behandlung der Alkoholabhängigkeit und die Statistik für die stationäre Suchttherapie. Der Bericht (pdf, 161 S.) dazu auf www.suchtschweiz.ch. Ein weiterer Bericht (pdf, 45S.) zeigt die Substitutionsbehandlungen mit Opioid-Agonisten. Weitere Statistiken sind auf der Webseite von www.suchtschweiz.ch downloadbar.

Deutschland: Kommt jetzt die Cannabislegalisierung?

Millionen Menschen greifen in Deutschland zumindest gelegentlich zu Cannabis. Eine neue Regierung könnte die Legalisierung der bislang illegalen Volksdroge vorantreiben. Kommt die deutsche Drogenpolitik nun in Bewegung? Denn die Chance auf eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland war wohl noch nie so groß wie derzeit. Nach der Bundestagswahl vom 26. September loten SPD, Grüne und FDP derzeit in Sondierungsgesprächen aus, ob sie gemeinsam eine neue Regierung bilden, eine sogenannte Ampel-Koalition nach den jeweiligen Parteifarben. Artikel auf www.dw.com.

Briefing Paper – Regulierung von Cannabis: Lehren aus dem illegalen Tabakhandel

Transnationale Tabakunternehmen haben sich mitschuldig gemacht und waren direkt in den illegalen Tabakhandel verwickelt, argumentiert der Autor des aktuellen Briefingpapers des Internationalen Drug Policy Consortium (IDPC). Parallel dazu sei es den Tabakunternehmungen gelungen durch geschicktes Engagement in den Medien, der Wissenschaft und der Strafverfolgung die politischen Inhalte nach ihren Wünschen zu gestalten. Aufgrund der Begebenheiten im Bereich Tabak, lassen sich auch wichtige Lehren für die Ausgestaltung der künftigen Cannabisregulierung ziehen, wird argumentiert. Das Briefingpaper (pdf, Englisch, 23S.) auf www.idcp.net.

Abstimmung «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022

Der Bundesrat hat heute entschieden, dass die Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 zur Abstimmung kommen wird. Die Gesundheitsorganisationen sowie Jugend- und Sportverbände mussten die Volksinitiative lancieren, weil nur so wirksamer Jugendschutz umgesetzt werden kann. Denn Bundesrat und Parlament lassen mit dem Tabakproduktegesetz weiterhin genau diejenige Werbung zu, die Kinder und Jugendliche erreicht und sie so in den schädlichen Tabakkonsum führt. Nun hat das Volk das letzte Wort. Artikel auf www.suchtschweiz.ch.

«Es braucht ein vollständiges Tabakwerbeverbot»

Die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN) kritisiert das Tabakproduktegesetz, wie National- und Ständerat es verabschiedet haben. Matthias Weishaupt, Präsident der EKSN, erklärt im Interview, warum. Das Interview ist auf www.spectra.

Alarmierende Studie: Pandemie macht Junge psychisch krank

Eine Umfrage in 21 Ländern ergab, dass sich jeder fünfte Mensch im Alter zwischen 15 und 24 Jahren «häufig depressiv fühlt oder wenig Interesse daran hat, Dinge zu tun». Der Bericht der Unicef stellt dabei einen direkten Bezug zu den Auswirkungen der Pandemie her: «Nach den neuesten verfügbaren Daten von Unicef ist weltweit mindestens eines von sieben Kindern direkt von Lockdowns betroffen, während mehr als 1.6 Milliarden Kinder einen gewissen Bildungsverlust erlitten haben». Bericht (pdf, Englisch, 262 S.) der Unicef; Artikel dazu auf www.srf.ch.

Deutschland: Der Jahresbericht der Drogenbeauftragten ist verfügbar

Auch der aktuelle Jahresbericht fasst aktuelle Zahlen zum Drogenkonsum und -handel zusammen. Während der Konsum von Alkohol und Tabak demnach insgesamt leicht rückläufig ist, stieg wie in den Jahren zuvor der Cannabiskonsum gerade bei den jungen Erwachsenen. Im Bereich organisierte Drogenkriminalität ist seit Jahren eine steigende Zahl von Handelsdelikten zu verzeichnen. Durch die Corona-Pandemie verlagerte sich der Handel von der Straße ins Internet. Der Bericht (pdf, 80S.) auf www.drogenbeauftragte.de; ein Artikel dazu auf www.sueddeutsche.de.

Methamphetamin aus Afghanistan: Europa sollte sich besser vorbereiten

In einem neuen Bericht der Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) wird das relativ neue Aufkommen der Methamphetaminproduktion in Afghanistan untersucht und es werden Massnahmen aufgezeigt, die in Europa ergriffen werden können, um Risiken zu mindern. Die Publikation weist darauf hin, wie wichtig es ist, die politischen Entscheidungsträger:innen in Europa sowie die Strafverfolgungsbehörden (insbesondere diejenigen, die an den traditionellen Heroinhandelsrouten liegen) für dieses Thema zu sensibilisieren. Bericht (pdf, Englisch, 13. S.) auf www.emcdda.europa.eu.

Umfrage Haus- und Heimärzt:innen in Zusammenhang mit Früherkennung und Frühintervention (F+F)

Der Fachverband Sucht führt im Rahmen des Projekts «Sucht im Alter» eine Bedarfserhebung durch. Ziel ist, herauszufinden, wo Bedarf an Unterstützung für Haus- und Heimärzt:innen in Zusammenhang mit Früherkennung und Frühintervention (F+F) bei älteren Menschen besteht. Die aus der Umfrage gewonnenen Informationen werden in einem nächsten Schritt analysiert und bei Bedarf ein entsprechendes Instrument umgesetzt. Sind Sie Haus- oder Heimärzt:in und haben mit älteren Menschen in einem Alters- oder Pflegeheim zu tun? Dann können Sie gerne an der Umfrage teilnehmen.

Videos: So machen wir Suchtmedizin

Wollten Sie schon mal erfahren, wie die Behandlung in der Arud Zentrum für Suchtmedizin und im Checkpoint Zürich abläuft und welche Ansätze wir dabei verfolgen? In sechs 30-minütigen Referaten geben die Spezialist:innen Einblick in ihre Arbeit und zeigen auf, worauf bei der Behandlung einer Abhängigkeit zu achten ist. Die ersten drei Episoden zu Alkohol, Kokain und Tabak sind bereits auf www.youtube.ch verfügbar, die restlichen zwei Ausgaben (Opioide, HIV/STI) können noch live per Zoom verfolgt werden. Weitere Informationen auf www.arud.ch.

Newsletter von Infoset

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SafeZone.ch mit Silber prämiert

Best of Swiss Web prämiert jedes Jahr Schweizer Web-Entwicklungen, die sich in verschiedenen Kategorien durch herausragende Qualität auszeichnen. Die Webplattform SafeZone.ch sowie die zugrundeliegende Beratungssoftware wurden im diesjährigen Wettbewerb in der Kategorie «Public Value» mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Beratungsplattform www.safezone.ch; Webseite Best of Swiss Web mit den Gewinnenden. 

Neben der Schweiz haben nur noch wenige Staaten die Tabakkonvention nicht ratifiziert

Jedes Jahr 9500 Rauchertote in der Schweiz. Trotzdem will das Parlament die WHO-Tabakkonvention nicht ratifizieren. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat ein Tabakproduktegesetz verabschiedet, welches es der Schweiz nicht erlaubt, die bereits im Jahr 2004 von der Schweiz unterzeichnete Tabakkonvention der WHO endlich zu ratifizieren. Die meisten anderen Staaten haben die Konvention unterdessen ratifiziert und sind daran, diese umzusetzen. Sie verlangt ein umfassendes Verbot der Tabakwerbung und der Sponsoring-Aktivität von Tabakkonzernen. Artikel auf www.infosperber.ch.

Solothurner Hanfprodukte kontrolliert: Alle Proben fallen durch

Falsch gekennzeichnet oder zu viel THC drin: Lebensmittelkontrolle untersucht 26 Hanfprodukte – 26 fallen durch. Konsumentinnen können in diversen Shops Hanftee, Hanfkekse, oder Hanföle kaufen – und das ganz legal. Etwas komplizierter ist es dafür für die Anbieter: Eine Analyse der kantonalen Lebensmittelkontrolle zeigt, wie schnell sich diese im Graubereich bewegen. Artikel auf www.bzonline.ch.

Dokumentation: Drogen – Eine Weltgeschichte

Bereits in der Steinzeit versetzten giftige Pilze die Menschen in einen Rausch. Sie glaubten, so bei kultischen und religiösen Zeremonien mit den Göttern kommunizieren zu können. Auch in der Antike wurden Drogen wie Bier genutzt, um die Bevölkerung zu versorgen und bei Laune zu halten. Die zwei-teilige Dokumentation ist auf www.srf.ch streambar.

Serie zum Thema Sexting: Nudes – Nackt im Netz

Die zehnteilige norwegische Jugend-Serie «Nudes – Nackt im Netz», die aktuell in der ARD-Mediathek abrufbar ist, zeigt eindrücklich auf, welche Konsequenzen die ungewollte Veröffentlichung von intimen Fotos und Videos für Kinder und Jugendliche haben kann. Die Serie begleitet die Geschichten von drei Jugendlichen und beleuchtet dabei die Opfer- sowie Täter:innenperspektive. Die Serie auf www.ardmediathek.de.

Der digitale «NoA Coach» erhält Spezialpreis

Dieses Jahr wurde Corona-bedingt ein Spezialpreis «Digitalisierung» vom Gesundheitsnetz 2025 vergeben: Dieser geht an das Projekt «NoA Coach» das von verschiedenen Fachstellen (Suchtfachstelle Zürich, Berner Gesundheit, Blaues Kreuz und ISGF) entwickelt wurde. Grundlage ist eine Smartphone-App für Menschen, die ihren risikoreichen oder abhängigen Alkoholkonsum ändern wollen, bei einer Fachstelle in ambulanter Suchtbehandlung sind und sich zwischen den Face-to-Face-Beratungen engmaschig unterstützen lassen möchten. Der Artikel auf www.presseportal.ch.

Wissensplattform Prevention: Seit 6 Monaten online

Seit sechs Monaten ist die Wissensplattform nun online! Über 145 Organisationen haben seither ein Konto eingerichtet und mehr als 1400 Artikel wurden publiziert. Damit die Plattform www.prevention.ch noch nutzerfreundlicher wird und sich noch mehr Organisationen aktiv beteiligen, können Nutzer:innen ihre Meinung abgeben: Hier geht es zur Umfrage.

Parlament beschliesst neue Verbote für Tabakwerbung – trotzdem bleiben Regeln in der Schweiz vergleichsweise lasch

Nach jahrelangen Diskussionen und diversen Volten hat das Parlament am Mittwoch das neue Tabakproduktegesetz fertig beraten. Den ursprünglichen Vorschlag des Bundesrats hatte es zunächst zurückgewiesen, weil das Werbeverbot für Tabakprodukte zu weit ging. Jetzt haben sich die beiden Räte darauf geeinigt, Tabakwerbung auf Plakaten, in Kinos, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden sowie auf Sportplätzen zu verbieten. Werbung in der Presse und im Internet wird auch künftig nicht grundsätzlich verboten sein. Das Verbot gilt für Medien, die für Minderjährige bestimmt sind. Heute dürfen Tabakkonzerne nur in Radio und TV ihre Produkte nicht bewerben. Artikel auf www.msn.ch; Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Lungenlinga zum Tabakproduktegesetz.

Podcast: Reihe SUCHT.cast des Deutschen Suchtkongresses

Der Deutsche Suchtkongress (DSK) gehört zu den bedeutendsten Fachtagungen im Bereich der Suchtforschung und Suchtmitteltherapie. Jährlich bringt er mehrere hundert Expert:innen zusammen, die in diesen Bereichen forschen. 2021 fand er vom 13. bis 15. September 2021 online statt. Im SUCHT.cast – dem offiziellen Podcast des Deutschen Suchtkongresses – sprechen Prof. Dr. Stephan Mühling (Kongresspräsident) und Prof. Dr. Rainer Thomasius (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie). Die bisherigen fünf Podcast-Folgen sind auf www.soundcloud.com abrufbar.

Deutschlands Cannabis-Markt: Die Luft wird dünner

Medizinisches Cannabis gilt als ein Hoffnungsfeld für deutsche Start-ups. Noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot. Doch immer mehr Unternehmen drängen auf den Markt. Seit die deutsche Bundesregierung im Jahr 2017 Cannabis auf Rezept ermöglich hat, ist der Markt anfangs schnell gewachsen. Absolut gesehen ist das Volumen aber noch überschaubar. Laut Berechnungen des Datendienstleisters Insight Health stieg der Umsatz 2020 um 30 Prozent auf 175 Millionen Euro. Der Artikel auf www.dw.com.

Forderungen für die deutsche Drogenpolitik

Diverse Organisationen, die bundesweit in den Bereichen Drogenpolitik, Drogenaufklärung und Schadensminderung tätig sind, haben gemeinsam eine Erklärung mit zentralen Forderungen für die deutsche Drogenpolitik zur Bundestagswahl 2021 verfasst und veröffentlicht. Der Blog-Beitrag dazu auf blogs.taz.de; die Forderung (pdf, 2S.) auf www.akzept.eu.

Broschüren in einfacher Sprache: Rauchen, Alkohol und Kiffen

Das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien hat übersichtliche Broschüren in einfacher Sprache herausgegeben. Die Broschüren «Rauchen ist riskant» (pdf, 17S.) , «Alkohol ist riskant» (pdf, 15S.) und «Kiffen ist riskant» (pdf, 21 S.) können auf www.sdw.wien heruntergeladen werden. 

Spielsucht verbreitet sich in der Schweiz

Alleine im Pandemiejahr 2020 wurden 10’000 neue Sperren für Spielsüchtige verhängt; in den Vorjahren waren es weniger als die Hälfte. Die Stiftung Sucht Schweiz plädiert auf Werbeeinschränkungen und die Schaffung eines Expertengremiums. Der Artikel auf www.20min.ch.

US-Forscherin Volkow: Marihuana-Konsum unter Jugendlichen durch Legalisierung nimmt nicht zu

Nur wenige Personen haben so viel Einfluss auf die Drogenpolitik in den Vereinigten Staaten wie Nora Volkow, die Direktorin des National Institute on Drug Abuse (NIDA), deren Amtszeit an der Spitze der wichtigsten Drogenforschungseinrichtung der Bundesregierung 2003 begann. In einem neuen Interview betont Dr. Volkow, dass sie mit ihren Erwartungen bezüglich der Legalisierung von Marihuana falsch lag. Der Artikel (Englisch) auf www.shepherdexpress.com.

Alarmierende Entwicklung der sozialen Situation von suchtgefährdeten und süchtigen Menschen

Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen in Suchtbehandlung auf Arbeitssuche sind, 6 Mal höher und jene, dass sie in einer instabilen Wohnsituation leben, ist 20 Mal höher. Die neue Studie von Sucht Schweiz zeigt auch, dass die soziale Situation von Personen, die wegen ihres Substanzkonsums oder Glücksspiels eine Behandlung begonnen haben, innert zehn Jahren deutlich schlechter wurde. Die Studie (pdf, 89S.) auf www.suchtschweiz.ch.

EKSN fordert ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung

Mit grosser Sorge verfolgt die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN) die Debatten im Parlament zum Entwurf des Tabakproduktegesetzes. Der aktuelle Entwurf verunmöglicht einen wirksamen Jugendschutz und bringt keine bedeutende Verbesserung für die Tabakprävention. Die Stellungnahme (pdf, 2S.) auf www.bag.admin.ch.

«Züri Can – Cannabis mit Verantwortung»

Die Stadt Zürich startet mit dem Pilotprojekt «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung» eine Cannabis-Studie. Mit dem Pilotversuch soll aufgezeigt werden, wie ein sicherer Konsum funktionieren würde - am Ende könnte dabei sogar eine Legalisierung stehen. Der News-Podcast von SRF gibt einen Überblick über die aktuelle Cannabis-Politik in der Schweiz. Der Podcast auf srf.ch.

Neuer Report: Öffentliche Gesundheit und soziale Risiken durch synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide stehen im Mittelpunkt des neuen Berichts der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD). Diese in ganz Europa weit verbreiteten und hochwirksamen Substanzen setzen einigen Konsument:innen einem «hohen Vergiftungsrisiko» aus, warnt die Stelle. Der Bericht (pdf, 126S., Englisch) auf www.emcdda.europa.eu.

«Wir Drögeler sind denen da oben egal»

Im Churer Stadtpark hat sich eine der letzten offenen Drogenszenen etabliert. Die Süchtigen verwahrlosen immer mehr. Fachleute, Drögeler und die Stadt fordern ein Fixerstübli. Doch der Zuständige, der Kanton, blockt. Wo liegt das Problem? Ein Besuch im Stadtpark. Der Artikel auf www.blick.ch.

Corona: Belastung für Psyche und Seele

Michael Kaess (Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern) und Frank Marohn (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter einer Polyklinik) sprechen über die Auswirkungen des coronabedingten Ausnahmezustandes auf Seele und Psyche. Der Podcast aus der Reihe Demokratzer auf www.polit-forum-bern.ch.

Keine Zertifikatspflicht für soziale Einrichtungen

In der Covid-Verordnung sind soziale Einrichtungen und Anlaufstellen als Ausnahme definiert und somit von der Zertifikatspflicht befreit. Betriebskantinen, Restaurationsbetriebe im Transitbereich von Flughäfen sowie in sozialen Einrichtungen, namentlich Anlaufstellen, können auf die Beschränkung des Zugangs für Personen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat verzichten. Sie müssen diesfalls geeignete Schutzmassnahmen vorsehen, namentlich die Einhaltung des erforderlichen Abstands zwischen den Gästen oder Gästegruppen und die Sitzpflicht während der Konsumation. Zur Covid-Verordnung.

In Luzern wird mehr MDMA gecheckt, in Zürich Kokain

Luzerner Drogenkonsumierende können seit knapp einem Jahr anonym jeden zweiten Montag im Monat kostenlos ihre Drogen überprüfen lassen. Laut Olivia Allemann, der Projektleiterin der Drogeninformation Luzern (DILU), wird das Angebot auch gut genutzt: «Wir hatten bei jeder Öffnung mindestens eine Person, die eine Probe abgab.» Artikel auf www.20min.ch.

JAMES-focus Bericht – Hassrede im Internet

Im Gegensatz zu Cybermobbing stehen bei Hassrede häufiger ganze Gruppen im Fokus des Hasses, bspw. gesellschaftliche Minderheiten. Der neue JAMESfocus Bericht verdeutlicht, wie oft Kinder & Jugendliche in der Schweiz online diesem Phänomen begegnen. Der Bericht (pdf, 26S.) auf www.zhaw.ch. 

Studie zu Benzodiazepin- und Z-Drogenkonsum in der Schweiz

Die Studie gibt einen landesweiten Überblick über den aktuellen Gebrauch von Benzodiazepinen und Z-Medikamenten in der Schweiz, basierend auf den Daten der Krankenkassen. Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswert hohe Prävalenz in der Schweizer Allgemeinbevölkerung, insbesondere in der älteren Generation. Die daraus resultierenden negativen gesundheitlichen Folgen stellen gemäss den Autor:innen ein wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit dar, das angegangen werden sollte. Die Studie (pdf, 14S., Englisch) auf www.ncbi.nlm.nih.gov

Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen: Was Eltern wissen sollten

Sucht Schweiz hat eine Broschüre zum Medikamenten-Missbrauch von Jugendlichen veröffentlicht. Mehrere Dutzend Todesfälle in den letzten drei Jahren haben gezeigt, dass der Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen tragische Folgen haben kann. Medikamente mit Abhängigkeitspotential sind leicht zugänglich und werden oft mit anderen Substanzen gemischt. Wenn Eltern vom Medikamentenkonsum ihrer Kinder erfahren, sind sie meist völlig überrascht und fühlen sich hilflos. Doch Eltern können einen bedeutenden Einfluss nehmen. Die neue Broschüre von Sucht Schweiz klärt auf und gibt wichtige Tipps zum Gespräch mit den Jugendlichen. Mehr Infos auf Suchtschweiz.ch

«Experiment zuckerfrei» – Wie gelingt der Zuckerentzug?

Vier Freiwillige haben vor einem Jahr einen Monat lang auf Zucker verzichtet, um Gewicht zu verlieren und gesünder zu leben. Für eine Bilanz trifft sich die Zuckerverzichtsgruppe zu einem Picknick. Der Videobeitrag, sowie ein Expertenchat zum Thema auf www.srf.ch.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Studie: Influencer:innen und Werbung

Inwieweit die Social Media-Aktivitäten von Influencer:innen als Werbung gekennzeichnet werden müssen, wird seit einiger Zeit stark diskutiert. Die aktuelle Studie im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (kjm) untersucht daher wie Werbung online platziert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Werbung oft subtil dargestellt und nicht immer markiert wird, wodurch vor allem unerfahrene Kinder und Jugendlichen die Posts nicht deuten können. Der Bericht (pdf, 86S.) auf www.kjm-online.de.

Geldspielgesetz: Politik muss nachjustieren

Während Corona machten Online-Kasinos gross Werbung für ihre Spiele. Eingetroffen ist, wovor Suchtexperten warnten: Es gibt offenbar mehr Abhängige. Die Politik ist nun in der Pflicht. Der Kommentar zu der Situation auf www.bazonline.ch.

Die Schweizer Jugend in der Pandemie

Die in der Schweiz teilweise seit über einem Jahr geltenden Regeln zur Reduktion von physischen Kontakten schlugen der ganzen Bevölkerung aufs Gemüt. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mitten in einer wichtigen Transformationsphase befinden, wurden von den Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie besonders hart getroffen. Die schwierigen Umstände tragen dazu bei, dass es den Jugendlichen nach über einem Jahr Pandemie deutlich schlechter geht als dem Bevölkerungsdurchschnitt. Dies zeigt die Spezialauswertung von Sotomo, welche die COVID-19-Taskforce des Bundesamts für Gesundheit BAG in Auftrag gegeben hat. Bericht (pdf, 40S.) auf www.sotomo.ch.

Die Pandemie hinterlässt ihre Spuren: Vor allem die Psyche junger Frauen leidet

Die Krankenkasse CSS hat die Ergebnisse ihrer jährlichen Gesundheitsstudie präsentiert. Dabei zeigt sich, dass sich die mentale Gesundheit der Bevölkerung seit Corona-Beginn teilweise massiv verschlechtert hat. Vor allem junge Frauen sind betroffen. Artikel auf www.watson.ch; Bericht (pdf, 46S.) auf www.sotomo.ch.

Opiod-Informationsposter

Die neuen Poster, erstellt vom Canadian Centre on Substance Use and Addiction, bieten leicht zugängliche und übersichtliche Informationen zu  der Opioid-Überdosis-Krise und zu Oiopiden. Die Poster (Englisch) What Are Opioids?Canada’s Opioid Crisis: What You Should Know?Canada’s Opioid Crisis: How You Can Help? und Opioids and Pain Management auf www.ccsa.ca. 

«Neue» Tabakprodukte: ­Entwicklungen und Folgen

Das neue Tabakproduktegesetz (TPG), welches derzeit vom Parlament ausgearbeitet wird, ist ein Gesetz, das alle tabak- und nikotinhaltigen Produkte regulieren soll. Hier gilt es hervorzuheben, dass elektronische Zigaretten (electronic nicotine delivery systems oder ENDS) in der Schweiz in keiner Weise reguliert sind. In seiner heutigen Form wird das TPG nicht viel an dieser Situation ändern und ist im Wesentlichen ein zahnloser Tiger. Artikel (pdf, 3S.)  in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Noch mehr illegale Alkohol-Verkäufe an Jugendliche während der Pandemie

Die Statistik der 6040 gesamtschweizerisch vorgenommenen Testkäufe im Jahr 2020 zeigt, dass in über 29% der Kaufversuche durch Minderjährige der Alkohol illegal verkauft wurde, was einer Steigerung von rund 9 Prozentpunkten entspricht. Die Einschätzung des Alters ist durch die Maskenpflicht noch schwieriger geworden und die Konzentration auf die Hygienevorschriften haben den Jugendschutz mancherorts in den Hintergrund gedrängt. Der Beitrag dazu auf www.suchtschweiz.ch.

www.genuggespielt.at: Neues kostenloses Online-Tool gegen Spielsucht

Glücksspiel und Sportwetten erreichen gerade in Zeiten sportlicher Großereignisse wie Europameisterschaften oder Olympia ihren Höhepunkt. Während viele Menschen dem Nervenkitzel von Wetten nur zu diesen besonderen Anlässen nachgehen, endet er für manche in der Sucht. Etwa ein Prozent, also rund 64.000 Personen zwischen 14 und 64 Jahren, weisen in Österreich ein problematisches oder pathologisches Spiel. Das anonyme und kostenlose Selbsthilfeprogramm wird ausschließlich online durchgeführt und besteht aus neun Modulen, die über einen Zeitraum von 8 Wochen absolviert werden.

Wieso Can­na­bis ver­bo­ten ge­fähr­lich­er ist als legal

Schweizer Städte planen Cannabis-Pilotstudien, die den Rahmen für eine allfällige Legalisierung abstecken sollen. Doch was weiss die Wissenschaft bereits über die Droge? Artikel auf www.higgs.ch.

Warum du in Bern neu dein Cannabis gratis und anonym testen lassen kannst

Marihuana ist die am häufigste konsumierte illegale Substanz in der Schweiz. Seit 2019 ist das Cannabis, das Konsumierende auf der Strasse erwerben, nicht immer ganz sauber. Zunehmend werden nämlich Cannabisblüten mit synthetischen Cannabinoiden besprüht, ohne dass die Kifferin oder der Kiffer davon weiss. Diese Substanzen sind weder sicht- noch riechbar und haben äusserst unangenehme Nebenwirkungen. Diese will die Stiftung für Suchthilfe «Contact» nun verhindern. Artikel auf www.20min.ch.

Drogenanlaufstelle neben der Schule: In Bern gibts Ärger

Seit 20 Jahren betreibt die Stiftung Contact im Auftrag des Kantons Bern am Rande der Innenstadt eine Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige. Es ist die einzige Anlaufstelle in der Stadt Bern. Nun gib es Pläne, die Drogenanlaufstelle an einem neuen Ort einzurichten. Beitrag auf www.srf.ch.

Abzocke von Gamer:innen

Das Online-Game ist gratis, es wimmelt jedoch von kostenpflichtigen Extras. Die sogenannten Mikrotransaktionen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Einnahmequelle der Gaming-Industrie entwickelt. Den Spielenden kann so viel mehr Geld aus der Tasche gezogen werden. Spannender Videobeitrag von 10 vor 10 auf www.srf.ch.

Kampagne in Deutschland: Zeit für Legalisierung!

Mit Blick auf die Bundestagswahl startete der Deutsche Hanfverband (DHV) Anfang Juli die Kampagne „Zeit für Legalisierung!“ . Abgesehen von CDU/CSU und AfD werben alle anderen bisher im Bundestag vertretenen Parteien mit der Legalisierung von Cannabis in ihren Wahlprogrammen. Selbst die SPD will die besten Regeln dafür durch eine legale Abgabe in Modellprojekten erproben. Die Verbotspolitik ist nicht nur nach Ansicht des Deutschen Hanfverbandes krachend gescheitert, sondern auch nach Einschätzung zahlreicher Expert:innen aus den Bereichen Praxis, Wissenschaften, Recht und Politik. Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de

Was tun bei Konsum von psychoaktiven Substanzen im Lehrbetrieb?

Eine neue Broschüre des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien fasst Handlungsempfehlungen im Zusammenhang mit Konsum von psychoaktiven Substanzen in Lehrbetrieb, Berufsschule und Lehrlingsheim zusammen. Egal, ob es sich um legale Substanzen wie Alkohol und Nikotin handelt oder um illegale wie u.a. Cannabis unterstützt Lehrlingsausbildner:innen und Führungskräfte dabei, das Konsumverhalten ihrer Lehrlinge richtig einzuschätzen und vermittelt Informationen, wie im Anlassfall vorzugehen ist. Die Broschüre (pdf, 13S.) auf www.sdw.wien.

Cannabis-Auswertung 1. Halbjahr 2021

Zwischen Januar und Juni 2021 wurden insgesamt 264 Cannabisproben im Drogeninformationszentrum (DIZ) in Zürich analysiert. Der Durchschnittsgehalt der analysierten Proben lag bei 13 % THC und 0.9% CBD. Bei rund 14% der Proben konnten synthetische Cannabinoide nachgewiesen werden. Alle Details zu den analysierten Cannabis Proben im 1. Semester 2021 können im vollständigen Bericht (pdf, 9 S.) auf www.saferparty.ch nachgelesen werden.

Jahresbericht 2020 von Tox Info Suisse

Die zentralen Aufgaben von Tox Info Suisse waren auch 2020 die telefonische Beratung bei Vergiftungsnotfällen und die Beantwortung präventiver Fragen. Das grosse Fachwissen der Toxikologinnen und Toxikologen war zudem für zahlreiche weitere Aufgaben im öffentlichen und privaten Bereich gefragt. Das Team von 40 Mitarbeitenden hat ca. 40 000 Auskünfte über die Notrufnummer 145 erteilt. Der Bericht entählt u.a. einen interessanten Abschnitt über Medikamente. Der Bericht auf www.toxinfo.ch.

Kann denn Kiffen Doping sein?

Ein Joint hat die Olympiahoffnungen der amerikanischen Star-Sprinterin Sha'Carri Richardson zunichtegemacht: Nachdem ein Dopingtest auf Cannabis positiv ausgefallen ist, wurde sie Ende Juni für einen Monat gesperrt. Im Anschluss verzichtete der US-Leichtathletikverband darauf, die 21-Jährige für die Sommerspiele in Tokyo zu nominieren. Das wirft für viele Sportfans die Frage nach der Angemessenheit auf. Sollte man Athleten den Konsum von Cannabis verbieten? Ist Marihuana überhaupt Doping? Artikel auf www.spectrum.de.

Warum Sie sich das Leben nicht schöner trinken können

Geplagt von der Midlife-Crisis beschließen die Männer (im Kinofilm »Der Rausch«), tagsüber immer genau so viel zu trinken, dass sie ständig 0,5 Promille Alkohol im Blut haben. Wie das Experiment auf der Leinwand ausgeht, soll hier nicht gespoilert werden. Klar ist, dass derartiges Pegeltrinken in der Realität nicht funktionieren würde und eindeutig negative Folgen hätte. Artikel auf www.spiegel.de.

Marokko legalisiert Cannabis

Seit Jahrhunderten wird in Marokko Cannabis angebaut - das nordafrikanische Königreich gilt als einer der weltweit größten Cannabis-Produzenten sowie Haschisch-Lieferanten. Jährlich werden vor Ort mehrere 100 Tonnen Haschisch konfisziert. Doch die Cannabis-Bauern sind alles andere als reich. Sie werden geduldet, leben aber in prekären Verhältnissen. Sie werden von der Gesellschaft stigmatisiert und klagen über die Willkür der Polizei. Das soll sich jetzt ändern: Marokko hat den Cannabis-Anbau für medizinische und kosmetische Zwecke legalisiert. Audiobeitrag auf www.dw.de.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Marlboro soll in zehn Jahren aus britischen Läden verschwinden

Der ikonische »Marlboro-Mann« ist schon mindestens viermal an Lungenkrankheiten gestorben, doch die Todesumstände der vier Darsteller haben die Kundschaft bis heute nicht abgeschreckt. Die Zigarettenmarke hat überlebt. Bisher jedenfalls. Zumindest in Großbritannien sind ihre Tage nun gezählt: Philip-Morris-CEO Jacek Olczak sagte der »Mail on Sunday«, die Marke Marlboro werde in zehn Jahren nicht mehr im Königreich verkauft werden. Artikel auf www.spiegel.de.

Nachruf: Mit Pragmatismus gegen das Drogenelend

Der Präventivmediziner François van der Linde prägte die Drogenpolitik zuerst im Kanton St.Gallen, später auf Bundesebene, wo er für drei Jahrzehnte die Eidgenössische Drogenkommission leitete. Er setzte dem Drogenelend der 1990er-Jahre Pragmatismus und unkonventionelle Lösungen entgegen. Nachruf auf www.tagblatt.ch.

Weltgesundheitsorganisation warnt vor E-Zigaretten

E-Zigaretten würden oft mit ihren Geschmacksnoten gezielt an Kinder vermarktet. Und minderjährige Nutzer griffen später zwei- bis dreimal häufiger zur herkömmlichen Zigarette als andere Jugendliche, heisst es im 8. Bericht über die Tabak-Epidemie, den die WHO jetzt veröffentlichte. Die WHO definiert E-Zigaretten als Geräte, in denen Flüssigkeiten erhitzt werden. Die entstehenden Aerosole werden inhaliert. Sie enthalten oft Geschmacksstoffe wie «Lakritz», «Gummibärchen» oder «Zuckerwatte», Chemikalien, die schädlich sein können, und teils Nikotin, aber keinen Tabak. Artikel auf www.nau.ch; Bericht (pdf, 212S., Englisch) auf www.apps.who.int.

Drogenhandel in Deutschland nimmt zu

Die Zahl der Fälle von Drogenhandel in Deutschland ist vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent gestiegen. Das geht aus Zahlen des neuen Lageberichts des Bundeskriminalamts hervor. Vor allem die Zahl der Delikte im Zusammenhang mit Kokain wächst. Dabei wir betont, dass nach wie vor vor allem kriminell organisierte Gruppen im Drogengeschäft aktiv seien. Beitrag auf www.tagesschau.de; Lagebericht (pdf, 30S.) auf www.bka.de.

SuchtTalk - der Podcast der Suchthilfe ags

«SuchtTalk» ist ein Podcast für alle Interessierten rund ums Thema Sucht. Er gibt Tipps, Hintergrundinformationen oder spannende Interviews mit Expertinnen und Experten. Mit Michael Marti von der Suchtberatung ags und Reto M. Zurflüh von der Suchtprävention Aargau. Der Podcast auf www.suchtberatung-ags.ch.

Sprudelwasser mit Alkohol erobert die Schweiz

Hard Seltzer oder übersetzt hartes Sprudelwasser könnte das Trendgetränk dieses Sommers werden. In den Vereinigten Staaten hat sich das alkoholische Getränk längst durchgesetzt, jetzt ist der Trend auch in Europa angekommen. Videobeitrag auf www.20min.ch.

Welt-Hepatitis-Tag

Infodrog stellt, anlässlich des Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli, auf seiner neu gestalteten Kampagnen-Website www.hepch.ch Info­materialien und Give-aways zur Verfügung und bietet Weiterbildungen an. Auf der Plattform www.prevention.ch gibt es ausserdem eine Kollektion zum Thema.

Genuss und Gift zugleich

Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben erneut auf gesundheitliche Schäden durch Alkohol hingewiesen. Im Fachmagazin «Lancet Oncology» zeigen die Krebsexperten der International Agency for Research on Cancer (Iarc), dass im Jahr 2020 mehr als 740’000 neu aufgetretene Krebsfälle auf Alkohol zurückzuführen sind. Die meisten Tumore gingen zwar auf starken Alkoholkonsum und riskantes Trinkverhalten wie «Komasaufen» zurück. Überraschend für die Forscher war jedoch, dass jede siebte dieser Krebsdiagnosen (und damit mehr als 100’000 Fälle) auf Alkohol in geringer bis mässiger Dosis zurückzuführen war, worunter ein bis maximal zwei Drinks am Tag verstanden werde. Artikel auf www.bazonline.ch.

Bundesgericht stützt «diskussionswürdige» THC-Null-Toleranz

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Autolenkers abgewiesen, bei dem anlässlich einer Polizeikontrolle der Cannabis-Wirkstoff THC im Blut nachgewiesen wurde. Das Gericht hält an der Nulltoleranzgrenze für Cannabis im Strassenverkehr fest, auch wenn die Regelung «diskussionswürdig» ist. Artikel auf www.srf.ch.

Deutschland: Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2021

Der alternative Drogen- und Suchtbericht  zeigt die aktuellen Entwicklungen im Drogen- und Suchtbereich in Deutschland auf. Schwerpunktthema ist dieses Jahr die Alkohol- und Tabakkontrollpolitik. Deutlich wird dabei, dass Deutschland sowohl in Bezug auf die Alkoholkontrollpolitik als auch auf die Tabakkontrollpolitik eine sehr industriefreundliche und wenig gesundheitspolitische Ausrichtung hat. In mehreren Beiträgen wird der hohe Preis deutlich, den dafür bezahlt werden muss. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Schadensminderung (harm reduction). Neben den vielen inzwischen errungenen Erfolgen der Schadensminderung in der Drogenhilfe zeigen sich immer wieder Defizite in der Versorgung Drogen konsumierender Menschen in Freiheit und besonders in Haft. Artikel dazu auf www.blogs.taz.de.; Bericht (pdf, 194S.) auf www.akzept.eu.

Eindrückliche Arte-Kurzdoku: Candy Crush und Co.

Du liebst Candy Crush, fühlst dich megastark und hast richtig Spaß daran. Das ist normal, denn die App beruht auf dem Prinzip der ILLUSION VON KOMPETENZ und aktiviert  automatisch ein bestimmter Bereich deines Gehirns, der zum dopaminergen System gehört. «Candy Crush ist die Kunst allmählich ein kostenloses 'free to play-Spiel' in ein 'pay to win-Spiel' zu verwandeln.»  Eine interessante Verwandlung, dargestellt in 6 Minuten Dokumentation auf www.arte.tv.

Forderungen der DHS zur Suchtpolitik

Die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) steht für die Suchthilfe in Deutschland und setzt sich für die bestmögliche Versorgung Abhängigkeitskranker, Gefährdeter und deren Angehörige ein. Zur 20. Wahlperiode des Deutschen Bundestages formulieren die DHS und ihre Mitglieder Erwartungen an die Suchtpolitik. Die Forderungen (pdf, 5S.) auf www.suchthilfe.de.

US-Pharmakonzerne akzeptieren milliardenschweren Opioid-Vergleich

Im seit Jahren andauernden Rechtsstreit um süchtig machende Schmerzmittel haben vier grosse US-Pharmakonzerne einen milliardenschweren Vergleich mit zahlreichen Klagenden akzeptiert. Die Arzneimittelgrosshändler McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health sowie der Medikamentenhersteller Johnson & Johnson könnten dabei letztlich bis zu 26 Milliarden Dollar zahlen, wie eine Gruppe von Generalstaatsanwälten am Mittwoch mitteilte. Dem ausgehandelten Entwurf müssen nun noch US-Bundesstaaten, Städte und Landkreise endgültig zustimmen. Artikel auf www.srf.ch.

Neue Webseite für Angehörige von Personen mit Suchtproblemen

Rund 500.000 Menschen in der Schweiz leiden unter einem Alkoholproblem eines Angehörigen. Sie sind in ihrer psychischen und physischen Gesundheit gefährdet. Doch nur wenige unter ihnen suchen Hilfe, auch weil sie nicht wissen, wo sie Hilfe erhalten können. Mit der neuen Website www.nahestehende-und-sucht.ch und anleitenden Videos verstärkt die Stiftung Sucht Schweiz jetzt die Unterstützung in dieser schwierigen Situation. 

Die Migros hat ein Alkoholproblem

Mit Blick auf ihre Geschichte und ihren Gründer gibt sich die Migros stets sehr stolz: Gottlieb Duttweiler schuf vor bald 100 Jahren ein Unternehmen mit besonderen Werten – darunter galt auch das Verbot des Verkaufs von Alkohol und Tabak. Seither sind jedoch viele Jahre ins Land gezogen und die Migros sucht nach Schlupflöchern, tastet sich immer wieder an das Thema heran und lügt sich letztlich selber an. Denn Wein, Bier und Schnaps stehen bei dem Konzern längst in den Regalen, bei den Töchtern Denner, Migrolino, Alnatura oder Voi. Der Artikel auf www.luzernerzeitung.ch.

SuPo-Tagung am 23. November 2021

Am 23. November 2021 findet in Bern die nationale Fachtagung der Arbeitsgruppe Suchthilfe und Polizei (AG SuPo) statt. Die diesjährige Tagung widmet sich dem Thema «Pilotversuche mit Cannabis». Weitere Informationen folgen und werden auf www.infodrog.ch aufgeschaltet.

Studie: Wirksamkeit Online-Selbsthilfe

Eine neue Studie untersucht die Wirksamkeit einer integrierten, minimal angeleiteten, internetbasierten Selbsthilfe zur Reduzierung des gleichzeitigen Alkoholmissbrauchs und depressiver Symptome bei Erwachsenen. Die Studie konnte nachweisen, dass die Internet-Intervention, die sowohl auf Alkoholmissbrauch als auch auf Depressionen abzielt, wirksam bei der Linderung beider Symptome bei zumindest mäßig depressiven, erwachsenen Alkoholabhängigen ist. Obwohl die Haupteffekte gering waren, konnten sie über sechs Monate aufrechterhalten werden, was vielversprechend ist. Online-Interventionen können damit eine wertvolle Ergänzung zum allgemeinen Unterstützungssystem sein um Menschen überall zu unterstützen, einschließlich in akuten Krisensituationen zu Hause. Die Studie (pdf, 10S., Englisch) ist frei downloadbar.

Faktenblatt Schadensminderung Schweiz

Das neue Faktenblatt vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) thematisiert die Schadensminderung in der Schweiz. Das Faktenblatt basiert auf dem Bericht «State of Harm Reduction in Western Europe», welcher einen Überblick über den Stand der Schadensminderung im Drogenbereich mit einem speziellen Fokus auf die Schweiz gibt. Zugangsschwierigkeiten für gewisse Personengruppen, neue Konsumtrends und die Aufrechterhaltung der Angebote trotz Covid-19 sind aktuelle Herausforderungen. Das Faktenblatt auf www.bag.ch.

Öffentliche Gesundheit vs. Alkohol: David gegen Goliath?

Viele der aktuellen Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit drehen sich um den Wettstreit mit mächtigen transnationalen Konzernen, und beim Alkohol ist es nicht anders. Trotz des weltweiten Anstiegs der Alkoholschäden bleibt die Alkoholpolitik - wo sie existiert - unterentwickelt. Für die Interessen des öffentlichen Gesundheitswesens kann es manchmal so aussehen, als seien sie der David, der zu hoffen wagt, dass er gegen die Widrigkeiten gewinnt, und der Konzern ist Goliath.  Der Beitrag auf www.ias.org.uk.

Emotionales Einkaufen

Eben kurz ein neues Buch bestellen und die schönen Schuhe gleich hinterher – und wie wäre es mit der Jeans, die an dem Model echt super aussah? Solche Gedanken kennen vermutlich viele, denn Online­shopping wird immer beliebter. Zum einen funktioniert es super schnell und die Auswahl ist riesig. Doch nicht nur die aktuelle Pandemie kann Auslöser dafür sein, dass Menschen vor allem online mehr einkaufen, auch unsere Emotionen spielen hier eine große Rolle. Beitrag mit Video auf www.rdn.de. 

Höhere Nachfrage bei der Basler Suchtberatung im 2020

Die Basler Suchtberatung hat im Corona-Jahr 2020 eine höhere Nachfrage nach Beratungsgesprächen und Neuanmeldungen verzeichnet. In den meisten Fällen ging es um einen problematischen Alkoholkonsum, gefolgt von Cannabis- und Kokain-Sucht. Die ambulanten Suchtberatungsstellen verzeichneten 2492 Beratungsfälle gegenüber 2342 im Jahr zuvor, wie das Basler Gesundheitsdepartement am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden 13'945 Beratungsgespräche geführt. Artikel dazu auf www.nau.ch.

«Mit legalem Heroin könnte ich gut und gerne 100 Jahre alt werden»

Die Arud startet einen Blog! Im ersten Beitrag gibt Peer-Mitarbeiter Andi H. persönliche Einblicke und erzählt, was ihn geprägt hat. Mit 16 spritzte Andi sich das erste Mal Heroin – daraus wurde eine 35 Jahre lange Abhängigkeit. Heute konsumiert er weder Drogen noch Alkohol, ist auf E-Zigaretten umgestiegen und ernährt sich vegetarisch. Als Peer-Mitarbeiter der Arud begleitet er Personen mit einer Hepatitis-C-Infektion. Der Blogbeitrag auf www.arud.ch.

Filmdiskussion Platzspitzbaby

Interessante Diskussion über den Schweizer Film von Pierre Monnard Platzspitzbaby, der die elfjährige Mia und ihre heroinabhängige Mutter Sandrine in Zürich Mitte der 1990er Jahre porträtiert. Es diskutieren: Peter Reichenbach der Produzent des Films, Dr. André Seidenberg (damaliger «Drogenarzt») und Dr. Larissa Meier (Forscherin, University of California San Francisco). Die Diskussion (Englisch, 55Min.) auf www.vimeo.com.

Bericht: Monitoring Harm Reduction in Europa

Um Einblicke in die Umsetzung der Schadensminderung zu erhalten, veröffentlicht Correlation-Europäisches Harm Reduction Netzwerk (C-EHRN) seit 2019 einen Bericht, basierend auf den Erfahrungen und Sichtweisen von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Drogenbereich. Das C-EHRN sammelt Daten über die Erfahrungen von Organisationen und Nutzern von niedrigschwelligen Einrichtungen vor Ort. Der aktuelle Bericht 2020 (pdf, 24S.) umfasst 34 Ländern, darunter auch die Schweiz.

Bericht: Haftanstalt und Drogen in Europa

Die Publikation der EMCDDA  bietet einen Überblick über den aktuellen Wissensstand und die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des Drogenkonsums und der Haftanstalten in Europa. Der Bericht befasst sich unter anderem mit der Epidemiologie des Drogenkonsums und drogenbedingter Probleme in der Gefängnispopulation, den verfügbaren Maßnahmen der Sozial- und Gesundheitsdienste zur Bewältigung drogenbedingter Probleme in Haftanstalten, einschließlich der neuesten Erkenntnisse über die Wirksamkeit, sowie mit dem Drogenangebot und den Drogenmärkten innerhalb von Haftanstalten. Bericht (pdf, 124S., Englisch) auf www.emcdda.europe.eu. 

Cannabis - «Made in Germany»

Bisher mussten Apotheken beim Verkauf von medizinischem Cannabis auf Importe zurückgreifen. Das ist nun vorbei: Ab jetzt können sie die Substanz über eine vom Bund in Auftrag gegebene Cannabisagentur direkt in Deutschland beziehen. Der Bund hat mit dem staatlichen Verkauf von Cannabis zu medizinischen Zwecken an Apotheken begonnen. Drei Unternehmen in Deutschland bauen die berauschenden Pflanzen im Auftrag der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte angesiedelten Cannabisagentur an. Beitrag auf www.tagesschau.de.

Wer liefert das verbotene Cannabis?

Die ersten Pilotversuche sollen anfangs 2022 zur kontrollierten Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken starten. Das Projekt wird streng wissenschaftlich kontrolliert. Die Studien führt nicht der Bund selbst durch, sondern beispielsweise interessierte Gemeinden, Städte oder Universitäten. Dazu ist viel Hanf nötig. Wer soll diese mehreren Tonnen produzieren? Bis jetzt ist der Anbau von Cannabis mit einem THC-Gehalt von über einem Prozent verboten. Das ist die Menge, mit der eine berauschenden Wirkung erzielt werden kann. Nun geht es aber um Cannabis mit einem THC-Gehalt von bis zu 20 Prozent. Artikel auf www.srf.ch.

Faktenblatt: Cannabis-Schnelltests und synthetische Cannabinoide

Ein neues Factsheet liefert Informationen, um das Risiko des unbeabsichtigten Konsums von synthetischen Cannabinoide zu reduzieren. Wenn keine Drogenkontrolldienste in Anspruch genommen werden können, besteht die Möglichkeit sogenannte Cannabidiol (CBD)-Schnelltests einzusetzen. Ausserdem informiert das Faktenblatt über synthetische Cannabinoide, wo es bisher kaum genaue Informationen über ihre Wirkungen, Risiken, Wechselwirkungen mit anderen Substanzen oder Langzeitfolgen gibt. Factsheet (pdf, 2S., Englisch) auf www.correlation-net.org.

Kiffen, sniffen, spicken & Co.

Neue Erkenntnisse aus der Welt der psychoaktiven Substanzen in der Schweiz. Der aktuelle Bericht von infodrog basiert auf einer selbstselektiven Befragung von Personen, die psychoaktive Substanzen konsumieren und gibt interessante Anhaltspunkte über aktuelle Konsumentwicklungen, wie beispielsweise der Mischkonsum, das Konsumsetting oder die Konsummotive. Ausserdem werden die neuen Standards für das Drug Checking und die neuen Entwicklungen aus Politik und Wissenschaft präsentiert. Der Bericht (pdf, 24S.) auf www.infodrog.ch.

Cannabiskonsum: öffentliche Gesundheit und Sicherheit

Seit der Legalisierung von Cannabis in Kanada gibt es Interesse an einer Ausweitung des Marktes, um mehr Einnahmen durch den Cannabiskonsum vor Ort in Bars, Cafés und Lounges zu erzielen. Das Canadian Centre on Substance Use and Addiction (CCSA) und die Alberta Health Services veröffentlichen einen neuen Leitfaden, um die damit verbundenen Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit und Sicherheit zu beleuchten. Der Leitfaden (pdf, 6S., Englisch) auf www.ccsa.ca.

Schweiz: Mehrheit will Kiffen legalisieren

Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung sprechen sich in einer Umfrage für die Legalisierung von Cannabis aus und gleichzeitig werden weitgehende Regulierungsmassnahmen, vor allem im Jugendschutz gefordert. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage über die Akzeptanz von Cannabis. Ausserdem unterstützen zwei Drittel der durch das Forschungsinstitut Sotomo Befragten die anstehenden Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken. Artikel dazu aus www.srf.ch; Factsheet über die Befragung von Sotomo.

Mehr Jugendurteile wegen Straftaten des Strafgesetzbuchs, weniger wegen Betäubungsmittelkonsum

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 20 611 Jugendurteile ausgesprochen. Verglichen mit dem Vorjahr nahmen die Jugendurteile mit einer Straftat des Strafgesetzbuchs (StGB) um 10 % zu. Gewaltstraftaten stiegen um 23 %. Die Urteile aufgrund von Betäubungsmittelkonsum gingen hingegen zurück (–18 %). Die am häufigsten ausgesprochenen Sanktionen waren Verweise, persönliche Leistungen und Bussen. 553 Verfahren wurden mittels Mediationen, Wiedergutmachungen oder Vergleichen beendet und 1060 Jugendliche wurden fremdplatziert. Medienmitteilung auf www.bfs.admin.ch.

«Sucht ist keine Lebensdiagnose»

Michel Sutter wuchs als Sohn süchtiger Eltern auf und rutsche später selber in die Sucht ab. Heute ist er seit mehr als zehn Jahre suchtfrei und arbeitet als Peer-Mitarbeiter, einerseits in einer Klinik, andererseits bei der Peer-Organisation «Peerspektive», die er initiert und mitbegründet hat. Im Interview mit spectra erzählt er aus seinem Leben, von seiner Arbeit mit «Peerspektive» und warum, helfen zu wollen im Peer-Bereich heikel sein kann. Artikel auf www.spectra-online.ch.

Wo die Sucht kein Verbrechen mehr ist

Seit zwanzig Jahren steht der Konsum von Drogen in Portugal nicht mehr unter Strafe. Portugals Erfolg mit diesem Konzept ist unbestritten und wird in internationalen Studien regelmässig als Vorzeigebeispiel einer gelungenen Drogenpolitik zitiert. Gemäss den Daten der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht sanken nach der Einführung des Gesetzes sowohl die durch Drogen verursachten Todesfälle wie auch die Zahl der HIV-Neuansteckungen in beträchtlichem Mass. Artikel auf www.woz.ch.

Urlaub in Holland: Neue Alkohol-Gesetze – sie haben auch Auswirkungen für Touristen

Wer in diesem Sommer Urlaub in Holland machen will, sollte sich über die neuen Regeln im Klaren sein. Ab dem 1. Juli gilt in Holland ein neues Getränke- und Gastronomiegesetz, auch „Alkoholgesetz“ genannt. Daran müssen sich nicht nur die Einheimischen halten, sondern auch alle, die für einen kurzen Einkaufstrip oder für einen Urlaub über die Grenze kommen. Wer sich beispielsweise in Holland Bier, Schnaps, Wein oder sonstige alkoholische Getränke kaufen wollte und dabei auf Rabatte gehofft hat, der wird künftig enttäuscht werden. Denn die Menge an hochprozentigen Sonderangeboten soll ab dem 1. Juli 2021 stark reduziert werden. Artikel auf www.derwesten.de.

Illegaler Zigarettenhandel, Lukaschenko und die Schweiz?

Viele RegimekritikerInnen mussten in Nachbarländer fliehen. Von dort aus versuchen sie, Lukaschenkos Einnahmequellen trockenzulegen. Auch Schweizer Firmen spielen dabei eine Rolle. Beim Zigarettenschmuggel, so der Vorwurf, der systematisch betrieben werde und von dem Lukaschenko enorm profitiere. So läuft es ab: Westliche Unternehmen liefern Rohtabak nach Belarus. Dortige Fabriken stellen Zigaretten billig und in riesigen Mengen her. Und diese – oder ein Teil davon – würden nach Westeuropa und Russland geschmuggelt und teuer verkauft, mit dem Segen von ganz oben. Artikel auf www.srf.ch.

Wie die Schweiz die Heroin-Epidemie bekämpfte

In den 1990er Jahren beschloss die Schweiz, eine der schlimmsten Drogenepidemien in Europa zu bekämpfen, indem sie radikale neue politische Ideen ausprobierte, darunter die Bereitstellung von sicheren Injektionsräumen für Süchtige und sogar die Verschreibung von Heroin. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Überdosen, der HIV-Infektionen und der Zahl der neuen Konsumenten. 2008 stimmten die SchweizerInnen dafür, die Änderungen im Gesetz zu verankern. Zak Brophy von der BBC spricht mit Andre Seidenberg, einem Schweizer Arzt und Ruth Dreifuss, die sich für die Änderung der Politik eingesetzt hat. Beitrag (auf Englisch) auf www.bbc.co.uk.

Österreich: Deutlicher Zuwachs Glücksspiel und Sportwetten

Die Lockdowns und Einschränkungen der Sportveranstaltungen ließen im Vorjahr auch die Umsatzzahlen der stationären heimischen Glücksspiel- und Sportwetten-Branche einbrechen. In den niedergelassenen Spielstätten gab es laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar bei den Spiel- und Wetteinsätzen ein Minus von rund 24 Prozent. Während der stationäre Glücksspielmarkt gelitten hat, profitierte vor allem der Online-Sektor. Dieser erzielte sowohl bei Sportwetten als auch im Online-Glücksspiel ein Bruttoergebnis von plus 7,4 Prozent. Artikel auf www.praevention.at.

Cannabis am Steuer wie Alkohol behandeln

Es kommt Bewegung in die Diskussion um die Nulltoleranz von Cannabis am Steuer. Einen parlamentarischen Vorstoss wagt FDP-Vizepräsident Andrea Caroni (41): Der Ständerat (FDP/AR) will, dass Cannabis künftig ähnlich behandelt wird wie Alkohol: Während ein gewisser Pegel Alkohol erlaubt ist, liegt der Cannabis-Grenzwert nahe der Nachweisgrenze. Die Folge: Noch Tage nach dem Konsum kann der Führerausweis futsch sein. Hinzu kommen ausser der Busse für den Cannabis-Konsum tausende Franken teure Fahrfähigkeits-Abklärungen – die bei Alkohol erst bei sehr hohen Promillepegeln angeordnet würden. Artikel auf www.blick.ch.

Nichtbezug von Sozialhilfe: Vorstoss im Parlament eingereicht

In der Schweiz verzichtet ein Drittel der armutsbetroffenen Personen auf ihren rechtmässigen Anspruch, Hilfe in Notlagen zu erhalten. Der Grund: mögliche negative Folgen. Ein im eidgenössischen Parlament neu eingereichter Vorstoss will diese Systemfehler angehen. Medienmitteilung auf www.avenirsocial.ch; Positionspapier der Allianz «Austausch Armut».

MEHR ALKOHOL IM LOCKDOWN?

Weil Menschen in Notlagen erwiesenermaßen mehr trinken, haben Forscherende europaweit (knapp 32 000 Menschen aus 21 Ländern Europas exklusive der Schweiz) den Alkoholkonsum zu Beginn der Corona-Pandemie untersucht - mit einem erstaunlichen Ergebnis. «Erhöhter Alkoholkonsum wird als maladaptive Strategie zur Bewältigung der psychischen Belastung angesehen und ergibt sich aus einem Zusammenspiel von sozialer Isolation, Unsicherheit und finanziellen Schwierigkeiten», schreiben die Forscherenden in der Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift "Addiction" veröffentlicht worden ist. Artikel auf www.mdr.de; Studie auf www.onlinelibrary.wiley.com.

Experiment Nichtrauchen: nach 21 Jahren ist Zeit für etwas Neues

Experiment Nichtrauchen geht nach 21 Jahren zu Ende. Das grösste nationale Tabakpräventionsprojekt hat an Schulen für ein rauchfreies Leben geworben und hunderttausende Jugendliche in der Schweiz und Liechtenstein durch die Schulzeit begleitet. Mit der Neuausrichtung des Kinder- und Jugendprogramms des Tabakpräventionsfonds macht es Platz für ein neues Angebot – dieses bezieht Kinder, Jugendliche sowie Lehrpersonen von Anfang an in die Gestaltung mit ein. Artikel auf www.portal.at-schweiz.ch.

Gefährliche Sportwetten

Es geht um sehr viel Geld: 2019 wurden allein in Deutschland rund 9,3 Milliarden Euro gesetzt. Die Sportwetten-Branche erlebt einen Boom. Die Dokumentation begleitet Glückspieler, PolitikerInnen und Werbepartner, während sich der Markt für Sportwetten in Deutschland neu aufstellt. Die Dokumentation auf www.daserste.de.

Werbeverbote für Tabak: Jugendschutz bleibt Knackpunkt

Bezüglich Werbung für Tabakprodukte ist die Schweiz eine Ausnahme in Europa: Aussenwerbung für Tabakprodukte ist in fast allen europäischen Ländern verboten – die Schweiz kennt auf nationaler Ebene kein Verbot. In Printmedien ist Tabakwerbung gar in allen europäischen Ländern verboten. Ausser in der Schweiz. Seit mehr als fünf Jahren diskutiert das Parlament ein neues Bundesgesetz über Tabakprodukte. Der Umgang mit Tabakprodukten soll darin strenger geregelt werden – aber weniger stark als ursprünglich vorgesehen. Der Ständerat hat jetzt einige Restriktionen aufgeweicht. Artikel dazu auf www.srf.ch.

Deutschland: Rauchen wird teurer

Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Reform der Tabaksteuer. Demnach sollen die Zigarettenpreise im kommenden Jahr um durchschnittlich 10 Cent steigen: Die geplante Reform der Tabaksteuer ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Gesetzesänderung, nach der sich die Tabaksteuer auf eine Zigarettenpackung im Jahr 2022 um durchschnittlich 10 Cent erhöht. 2023 folgt dann ein weiterer 10-Cent-Sprung, in den Jahren 2025 und 2026 jeweils ein Plus von 15 Cent. Artikel auf www.spiegel.de.

Mehr Jugendliche sind im Zuge der Pandemie suchtgefährdet – jetzt Gegensteuer geben

Die Pandemie belastet die psychische Gesundheit von jungen Menschen. Heute gibt es mehr gefährdete Jugendliche und ihre Zukunftsängste könnten andauern. Die Suchtprävention ist gefordert, die Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen zu stärken. Sucht Schweiz appelliert an Gesellschaft und Politik, ihre Chancen mit einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu verbessern und sie vor aggressivem Marketing zu schützen. Beitrag auf www.suchtschweiz.ch.

Die Prohibition ist gescheitert – es lebe der freie Markt?

SuchtexpertInnen fordern längst eine weitgehende Regulierung von Betäubungsmitteln. Nun ist die Debatte auch in der Politik angekommen. Die im Mai angelaufenen Cannabisversuche zeigen, in welche Richtung es gehen könnte. Interessanter Artikel auf www.woz.ch unter anderem mit Einschätzungen von Experten wie Toni Berthel (Psychiater, ehemaliger Präsident der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen (EKSF)) und Boris Quednow (Pharmakopsychologe an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich).

Stärkung der Nationalen Strategie Sucht durch den Einbezug der Cyberabhängigkeit

Die Nationale Strategie Sucht sind seit 2017 in Kraft und werden bis 2024 umgesetzt. Sie verfolgen einen suchtformübergreifenden Ansatz; die Massnahmen betreffen den Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum, aber auch problematische Verhaltensweisen wie die exzessive Internet- und Computernutzung, die zu Cyberabhängigkeit führen kann. Der Bundesrat wurde in einem Postulat ersucht, im Rahmen der Nationalen Strategie Sucht ein Massnahmenpaket zur Bekämpfung der verschiedenen Formen von Cyberabhängigkeit zu erarbeiten. Dieses Postulat (auf www.parlament.ch) wurde im Nationalrat angenommen und geht nun in den Ständerat. 

Förderung von Lebenskompetenzen bei Jugendlichen

Die neue multithematische Methode zur Förderung von Lebenskompetenzen von feel-ok.ch «Abenteuerinsel» ist online. Abenteuerinsel bietet 30 thematische Einheiten an, mit denen die Gesundheits- und die methodischen Kompetenzen Jugendlicher gefördert werden können. Dazu enthält die Abenteuerinsel auch den Themenblock Sucht zu Alkohol, Cannabis, Rauchen, Onlinesucht und Glücksspiele. Videoanleitung «Abenteuerinsel» auf www.youtube.ch; Startseite «Abenteuerinsel» auf www.feel-ok.ch.

Europäischer Drogenbericht 2021

Wie hat sich die COVID-19-Pandemie auf den Drogenkonsum und das Angebot ausgewirkt? Welche Drogen geben heute am meisten Anlass zur Sorge? Was sind die neuesten Trends in der Drogenproduktion und im Drogenhandel?  In diesem Jahr präsentiert sich die Publikation in einem neuen, übersichtlichen Format mit Kapiteln, die in erster Linie nach Drogenart und den damit verbundenen Schäden gegliedert sind. Darüber hinaus gibt es Abschnitte zu folgenden Themen: Lehren aus dem Bericht, die COVID-19-Pandemie und das europäische Drogenphänomen auf einen Blick. Der Bericht ist in 24 Sprachen verfügbar.  Bericht (pdf, 60S., Deutsch) auf www.emcdda.europa.eu.

Orientierungsrahmen Pilotversuche Cannabis

Das BAG hat das Rahmenkonzept zum Gesundheitsschutz für die Pilotversuche mit Cannabis veröffentlicht. Das Konzept wurde von Infodrog in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe von Fachleuten erstellt und kann als Orientierungsrahmen für die Erstellung der projektspezifischen Gesundheits- Präventions- und Jugendschutzkonzepte dienen. Das Konzept auf www.bag.admin.ch. Die aktuellsten Informationen des Bundes betreffend die Pilotversuche mit Cannabis finden Sie auf der Webseite des BAG.

Die neue «grüne» Kampagne von Swiss Cigarette: zwischen «Greenwashing» und gross angelegter Datensammlung

Der Dachverband Swiss Cigarette nutzt ein scheinbar feministisches Motiv, «Lara Green» - eine wütende Frau mit roten Haaren, aber grünem Namen - um der Öffentlichkeit im Rahmen einer «Greenwashing»-Kampagne vorzugaukeln, sich um die giftigen Stummel zu kümmern, die in ihren Fabriken produziert werden. Die Lösung von Swiss Cigarette: nicht die Einstellung der Produktion ihrer tödlichen Produkte und unbrauchbaren Filter, sondern die Lancierung einer digitalen Kampagne sowie die Verteilung von Taschenaschenbechern und die Sammlung von Raucherdaten. Die Botschaft ist klar: Rauchen Sie trotzdem weiter. Artikel auf www.portal.at-schweiz.ch.

Österreich: Neue Erhebung zu den Themen Sucht und Substanzen

Die umfassendste bundesweite Erhebung zu suchtrelevanten Konsum und Verhaltensweisen sowie zu Einstellungen gegenüber suchtrelevanten Fragestellungen bietet umfassendes Datenmaterial zu den Themenbereichen Alkohol, Tabak und verwandte Produkte, illegale psychoaktive Substanzen, Medikamente, Teilnahme an Glücksspielen sowie Nutzung von Computerspielen: Dabei zeigte sich, dass die deutliche Mehrheit der Befragten – je nach Substanz zwischen zwei Drittel und vier Fünftel – berichtet, dass es im Rahmen des ersten Lockdowns zu keinen relevanten Veränderungen im Konsum psychoaktiver Substanzen gekommen sei. Der Artikel und der Bericht (pdf, 188S.) auf www.praevention.at.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Empfehlungen: Wie Sie Covid-19-Impfangebote einfach zugänglich machen

In der Schweiz äussern Betroffene und Fachpersonen den Bedarf, Impfangebote für Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status und für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich zu machen. Viele Menschen haben Mühe, die Informationen zum Impfangebot zu verstehen. Sie benötigen leicht verständliche und mehrsprachige Informationen. Die Empfehlungen wurden vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) erarbeitet. Empfehlung (pdf, 3S.) auf www.migesplus.ch.

Wie hat die Corona-​Krise das Verhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflusst?

Prof. Dr. Stefanie Schmidt von der Universität Bern untersucht die Auswirkungen von Covid-19 auf Kinder und Jugendliche. Ihre aktuelle Studie in Kooperation mit Professor Markus Landolt von der Universität Zürich zeigt, dass sich psychische Probleme je nach Alter anders äussern. Das Interview mit ihr auf www.spectra.ch.

Sollten alle Drogen legalisiert werden?

Der Bundesrat möchte seine Drogenpolitik ändern. Unter anderem sollen die Vor- und Nachteile des geltenden Systems geprüft werden. «Strafmassnahmen haben kaum eine abschreckende Wirkung auf die Konsumentinnen und Konsumenten», heisst es aus dem Bundesrat. Aus diesem Anlass zeigt «Blick TV: Undercover» auf, wie einfach man im Internet zu illegalen Substanzen kommt und thematisiert die Debatte über eine mögliche Legalisierung. Staffel und Debatte auf www.blick.ch.

Corona-Impfung und Substanzkonsum – was ist zu beachten?

In dem Mindzone-Podcasts «sauberdrauf!» spricht Patrick mit Fach- und Impfarzt Christian Welser: Christian ist seit 1998 als Arzt tätig, seit 2005 ist er Facharzt für Allgemeinmedizin. Sein Fachwissen zu Substanzkonsum (u.a. zu Partydrogen), welches er in seiner praktischen Arbeit erwarb sowie sein Experten-Wissen über die Corona-Impfung, machen ihn zum perfekten Interview-Partner für dieses  Thema. Podcast auf www.mindzone.info.

Wer sportsüchtig ist, kann an nichts anderes mehr denken

Nach dem Sport fühlt man sich meist gut, manchmal geradezu beflügelt. Manche packt der Ehrgeiz, sobald sie erste Erfolge sehen, und fordern ihrem Körper womöglich zu viel ab. Wie viel Sport ist noch gesund? Wie merke ich, dass ich süchtig nach Bewegung bin? Sportpsychologin Nadja Walter von der Universität Leipzig erklärt, worauf es ankommt. Das Interview auf www.sprektrum.de.

«HörBar» macht Angehörige und Betroffene hörbar

In dieser spannenden fünfteiligen Podcast-Reihe kommen Betroffene und Angehörige zu Wort und erzählen ihre Geschichte. So wie eine Sucht nicht von einem Tag auf den anderen entsteht, so müssen auch beim Ausstieg viele Phasen durchschritten und viele Hürden überwunden werden. Im Podcast «HörBar» erzählen Betroffene und Angehörige in fünf Folgen wie sie den Weg von einem «Na und, alles ganz normal» bis hin zu einer langfristigen Veränderung geschafft haben, und wie es ihnen gelingt, weiterhin «am Ball» zu bleiben. Podcast auf www.praevention.at.

World no tobacco day

Zum Weltnichtrauchertag am 31.05.2021 bietet das Forum Tabakprävention in Gesundheitsinstitutionen Schweiz (FTGS) eine kostenlose Online-Beratung an. Interessenten können sich über diese Seite mit SpezialistInnen in Verbindung setzen.

Welttag ohne Tabak: Quo vadis, Schweiz?

Dass in der Schweiz die Rauchquote seit knapp einem Jahrzehnt unverändert bei hohen 27% liegt, ist das Resultat der nach wie vor sehr laschen Gesetzgebung zur Eindämmung des Tabakkonsums. Entscheidend ist, dass Menschen gar nicht erst mit dem Rauchen beginnen. Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller RaucherInnen vor ihrem 18. Lebensjahr zu rauchen beginnen. Wer dagegen bis zu seinem 21. Lebensjahr nicht zur Zigarette greift, wird dies mit grosser Wahrscheinlichkeit das ganze Leben lang nicht tun. Artikel auf www.portal.at-schweiz.ch.

Halbzeitbilanz Strategie Sucht

Die Nationale Strategie Sucht wird seit Anfang 2017 umgesetzt. Neben dem BAG sind zahlreiche Akteure aus den Bereichen «Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung», «Therapie und Beratung», «Schadensminderung und Risikominimierung» und «Regulierung und Vollzug» involviert. Im erschienenen Jahresbericht Strategie Sucht 2020 setzt das BAG zwei Schwerpunkte: wichtige Ergebnisse aus der Umsetzung der Nationalen Strategie Sucht im Jahr 2020 und Bilanz nach vier Jahren Umsetzung. Der Jahresbericht (pdf, 28S.) auf www.bag.admin.ch.

«Surprise» feiert die 500. Ausgabe

Die Jubiläumsausgabe zeigt eine Mausefalle mit einer Hunderternote drin – die Schuldenfalle. Aus dem Selbsthilfeprojekt ist eine ernst zu nehmende Zeitschrift geworden und nun feiert sie bereits seine 500. Ausgabe. «Surprise» ist von und für Obdachlose, Arbeitslose und Menschen, die sonst in Schwierigkeiten stecken und die sich mit dem Verkauf des Hefts etwas Geld hinzuverdienen können. Artikel zum Jubiläum auf www.srf.ch; Webseite von «Surprise» mit Informationen zum Projekt und zum Magazin.

OECD-Bericht: Corona hat Alkohol-Gewohnheiten verändert

Die Corona-Pandemie könnte die Trinkgewohnheiten vieler Menschen verändern. Dies geht aus einer neuen OECD-Studie hervor. Der Alkoholkonsum der SchweizerInnen liegt über dem OECD-Schnitt. Rund 4,3 Prozent der Erwachsenen sind hierzulande alkoholabhängig. Erfahrungen aus früheren Krisen liessen vermuten, dass es mittelfristig eine Zunahme des problematischen Alkoholkonsums geben könnte, hiess es im veröffentlichten Bericht der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mit Sitz in Paris. Artikel dazu auf www.swissinfo.ch; Bericht und weitere Informationen auf www.oecd.org.

Sozialdienste im Kostenwettbewerb

Soziale Arbeit und Ökonomie – ein Widerspruch in sich? Leistungsvereinbarungen, Sparmassnahmen, Indikatoren und Wirkungsziele – was haben solche Begriffe respektive ihre Anwendung in der Sozialen Arbeit verloren? Warum hat der ökonomische Diskurs auch auf die Soziale Arbeit einen so starken Einfluss? Der Beitrag (pdf, 2S.) von Daniel Flückiger über den Kostenwettbewerb unter den Sozialdiensten aus der aktuellen Ausgabe von SozialAktuell ist auf www.avenirsocial.ch verfügbar.

WEBCARE+: Informationsportal für den Mediengebrauch

Die Digitalisierung ist in aller Munde, das Netz und digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags geworden. Das birgt Chancen, aber auch Risiken. Die Plattform webcare+ informiert, vernetzt und unterstützt Personen mit einem exzessiven Mediengebrauch bei der Selbsthilfe. Ausserdem gibt es Webinare mit FachexpertInnen über die Möglichkeiten und Herausforderungen des Digitalen. Die Plattform auf www.webcare.plus.

Drogen im Wasser: Resultate auch für Bern, Genf, St. Gallen und Zürich

Trotz Corona haben erstmals über 100 Städte an der internationalen Studie teilgenommen. In den vier untersuchten Schweizer Städten Bern, Genf, St. Gallen und Zürich wurden im Zeitraum zwischen dem 1. bis 7. April 2020 das Abwasser untersucht, mit folgenden Resultaten: Mit Ausnahme von MDMA (die Werte sind in Zürich und St. Gallen deutlich gesunken) scheint der Lockdown den Gesamtkonsum der Bevölkerung nicht wesentlich beeinflusst zu haben. Für einen differenzierten Blick lohnt sich die interaktive Grafik auf www.emcdda.europa.eu und der Bericht (pdf, 16S.) auf www.score-cost.eu.

Soziale Arbeit in der Covid-19 Pandemie

Eine empirische Studie (der FHNW) zur Arbeitssituation, Belastung und Gesundheit von Fachpersonen der Sozialen Arbeit in der Schweiz ist erhältlich: Eine Profession läuft am und über dem Limit. So könnte man die Studienergebnisse zusammenfassen. Auf der einen Seite heisst dies, dass die Soziale Arbeit die Herausforderungen der Covid-19 Pandemie und deren soziale Folgen aktiv anpackt und zu einem grossen Teil gut bewältigt. Für einen grossen Teil der Beschäftigten entstehen daraus aber Belastungen, die ihre Gesundheit in besorgniserregender Weise beeinträchtigen. Bericht (pdf, 35S.) auf www.sages.ch.

Drogenangebot in Dänemark

Der Bericht der EMCDDA analysiert die aktuelle Drogenversorgung und der damit verbundenen Gewalt und Ausbeutung gefährdeter Gruppen in Dänemark. In den letzten Jahren hat die Ausnutzung gefährdeter Gruppen für Drogendelikte durch Kriminelle zugenommen. Diese Entwicklung scheint von mehreren strukturellen Faktoren angetrieben zu werden, darunter der verstärkte Wettbewerb auf dem Drogenmarkt und die Verbreitung arbeitsintensiverer Beschaffungsmodelle. Der Bericht (pdf, Englisch, 55S.) ist auf www.emcdda.europa.eu abrufbar.

Alle fünf Minuten werden Jugendliche mit Anreizen an den Alkohol erinnert

Eine Pilotstudie von Sucht Schweiz hat die Alkoholanreize auf den Wegen von 16- bis 19-jährigen Jugendlichen im Alltag und in den sozialen Netzwerken nachgezeichnet. Im Schnitt begegneten die Testpersonen in den fünf grössten Schweizer Städten alle fünf Minuten einem Alkoholanreiz. Auch in den sozialen Netzwerken war der Alkohol allgegenwärtig, transportiert durch Freunde und Influencer, welche oft dafür bezahlt werden. Die Studie hat die erschreckende Normalität des Alkohols im Alltag der Jugendlichen aufgezeigt. Beitrag auf www.suchtschweiz.ch.

News und Infos aus dem Suchtbereich

Das CCSA (Canadian Centre on Substance Use and Addiction) stellt immer wieder Präventions- und Informationsmaterial zur Verfügung. Unter News findet man die Neuigkeiten sowie neue Publikationen aus dem Suchtbereich. Beispielsweise Guidelines für die Zusammenarbeit mit Menschen mit Substanzgebrauch (pdf, Englisch, 13S.). Seite News auf www.ccsa.ca.

Pilotversuche mit Cannabis

Am 15. Mai 2021 ist  die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in Kraft getreten, die Pilotversuche mit der kontrollierten Abgabe von Cannabis zu nicht medizinischen Zwecken («Genusszwecken») ermöglicht. Die Versuche sollen eine wissenschaftliche Grundlage für eine zukünftige gesetzliche Regelung von Cannabis liefern. Die Gesetzesänderung ist auf zehn Jahre befristet. Die Voraussetzungen für die Durchführung der Pilotversuche sowie die Einzelheiten zum Gesuchverfahren sind in der Verordnung über Pilotversuche nach dem Betäubungsmittelgesetz (BetmPV) geregelt. Weitere Informationen und Dokumente sind auf www.bag.admin.ch.

Kontroverser Oscar-Gewinner «Drunk – Another Round»

Thomas Vinterbergs Film «Drunk – Another Round», eben mit einem Oscar ausgezeichnet worden, beginnt mit Szenen dieses Trinkspiels, einer Tradition am Aurehøj-Gymnasium, das Jugendliche aus dem bürgerlichen Norden Kopenhagens besuchen. Es fand viele Jahre immer im Mai an der Schule statt, auch Vinterbergs Tochter Nanna nahm daran teil. Sie und auch ihre Schwester Ida gingen auf das Gymnasium, wo der Regisseur seinen Film gedreht hat. Vordergründig geht es um die Midlife-Krisen eines Gymnasiallehrers, gespielt von Mads Mikkelsen, und drei seiner Kollegen. Vor allem aber geht es um die Alkoholkultur. In Dänemark bestimmt sie die Gesellschaft wie wohl in kaum einem anderen Land. Der Artikel zum Film mit einem Interview des Regisseurs auf www.nnz.ch.

Süchtig nach dem besten Preis

Um Menschen zum Kaufen zu bewegen, setzen Online-Plattformen auf Hirnforschung und künstliche Intelligenz. Das soll dynamischen Preisen zum Durchbruch verhelfen. Wer einmal ein besonderes Schnäppchen oder ein limitiertes Produkt ergattern konnte, hat es womöglich schon erlebt: das kurze Glücksgefühl, das der Kauf auslöste. Kein Wunder: In solchen Fällen sind Aktivitäten im «Nuccleus Accumbens» messbar, einer Hirnregion, die mit positiven Emotionen in Verbindung gebracht wird. Es ist gleichzeitig unser Suchtareal. Artikel mit Video der Sendung «ECO» auf www.srf.ch.

Drogenkonsum in Zürich 2020

Trotz Shutdowns und ausbleibenden öffentlichen Partys war der Drogenkonsum in der Stadt Zürich vergangenes Jahr nicht rückläufig. Dies geht aus dem Jahresrückblick des Drogeninformationszentrums Zürich (DIZ) hervor. Stattdessen verlagerte sich der Freizeitdrogenkonsum vermehrt in den privaten Raum. «Anhand dessen, was unsere NutzerInnen berichten, gehen wir davon aus, dass insgesamt nicht weniger konsumiert wurde», sagt Dominique Schori, der Leiter des DIZ. Jahresbericht auf www.stadt-zuerich.ch; Artikel dazu auf www.nzz.ch.

Corona-Armut: Wenn das Geld nicht mehr fürs Essen reicht

Seit Beginn der Pandemie sind immer mehr Menschen in der Schweiz auf kostenlose Lebensmittel und Mahlzeiten angewiesen. Wer sind sie und welche kurz- und längerfristigen Bedarfe lassen sich finden? Eine Datenerhebung der ZHAW Soziale Arbeit beleuchtet die Situation in der Stadt Zürich und konnte neun verschiedene Bezugsgruppen ausmachen. Artikel auf www.zhaw.ch.

Das Potenzial der E-Zigarette

Als relativ neues Produkt hat die E-Zigarette in der Gesellschaft mit vielen Vorurteilen und Halbwahrheiten zu kämpfen. Während sich in Großbritannien der staatliche Gesundheitsapparat klar positioniert und die E-Zigarette als weniger gesundheitsschädliches Ersatzprodukt zur Verbrennungszigarette bewirbt, wird in Deutschland über den richtigen Umgang noch debattiert. In der aktuellen Folge des Podcasts «Psychoaktiv» ist Prof. Dr. Heino Stöver zu Gast. Er leitet den Masterstudiengang «Suchttherapie und Sozialmanagement in der Suchthilfe» und forscht schon seit einiger Zeit zu E-Zigaretten. Er erklärt in dieser Folge was E-Zigaretten überhaupt sind, wie die Liquids zu bewerten sind und welche Rolle sie bei einem Rauchausstieg spielen können. Podcast auf www.podcast.de.

Es reicht – Wir möchten überleben!

1'581 Drogentodesfälle in Deutschland – Politik im Bund, Land und Kommunen muss Handeln. Es erscheint wie ein jährlich wiederkehrendes Ritual, wenn das Bundesministerium für Gesundheit in Person der Drogenbeauftragten die Zahl der Drogentodesfälle verkündet. Trauerbekundungen und Hinweise was zu tun ist damit sich dieses endlose Elend verändert, reichen aber nicht mehr aus. Millionen Menschen die illegalisierte psychoaktive Substanzen konsumieren, ihre FreundInnen und Angehörigen sowie weite Teile des Hilfesystems sind mit der Geduld am Ende. Artikel (pdf)  im Magazin Drogenkurier.

Prävention in der Gesundheitsversorgung (PGV)

Nichtübertragbare Krankheiten, einschliesslich psychischer Erkrankungen und Suchtprobleme, sind in der Schweiz, wie in den meisten Industrieländern, das Gesundheitsproblem Nummer eins. Diese Problematik wird sich aufgrund der sich intensivierenden demografischen Alterung weiter verschärfen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) arbeiten gemeinsam mit zahlreichen Partnern an der Stärkung der PGV in der Schweiz. Es existiert ein klarer Handlungsrahmen und es laufen schweizweit über 40 Pilotprojekte, die PGV konkret umsetzen. Mehr dazu gibt es in der Broschüre (pdf, 28S.) und im Flyer (pdf, 10S.) auf www.bag.ch.

Gefährlicher Angstlöser

Homeoffice, Kurzarbeit und Lockdown: In der Pandemie greifen viele zu Alkohol, um ihre Sorgen zu vergessen. Philipp Kloimstein, 38, kümmert sich um alkoholkranke Menschen. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und leitet die Suchtklinik Maria Ebene in Vorarlberg. «Niemand ist vor einer Sucht gefeit», sagt Kloimstein – und das zeige sich jetzt, nach einem Jahr Pandemie, besonders deutlich. Da ist der Restaurantleiter, der von heute auf morgen nichts mehr zu tun hat und sich schon mittags betrinkt. ExpertInnen befürchten eine Polarisierung: Wer schon immer eher wenig Alkohol getrunken hat, trinkt jetzt noch weniger. Und wer eher mehr getrunken hat, trinkt jetzt noch mehr. Artikel auf www.zeit.de.

Risikofaktoren für multiplen Drogenkonsum

Viele Drogenabhängige nehmen nicht nur eine Substanz ein, sondern mehrere. WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts haben untersucht, welche Rolle Gene und Umwelt bei der Entstehung eines solchen multiplen Substanzgebrauchs spielen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass neben genetischen Faktoren gerade die Anhäufung mehrerer ungünstiger Umweltfaktoren dazu führt, dass Menschen in eine solch extreme Form des Drogenkonsums abrutschen. Unter den Risikofaktoren waren neben sexuellem und körperlichem Missbrauch, dem Leben in der Großstadt und Migrationserfahrungen auch der Konsum von Cannabis und Alkohol vor dem 18. Lebensjahr. So könnten Cannabis und Alkohol für anfällige Personen geradezu als Einstiegsdrogen fungieren und den Weg hin zu problematischerem Substanzgebrauch ebnen. Artikel auf www.mpg.de.

Fetales Alkoholsyndrom: Der lange Weg zur Diagnose

FASD ist ein Sammelbegriff für alle alkoholbedingten Einflüsse auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Für die Diagnose sind umfangreiche Untersuchungen nötig, um den Grad der Schädigung zu bestimmen. In Deutschland gibt es jedoch nur wenige Ärzte, Kliniken und Kinderzentren, deren Gutachten rechtlich anerkannt werden. Artikel auf www.ndr.de.

Entwicklung der Drogenmärkte und des Substanzkonsums während der Pandemie

Die EMCDDA  (Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht) hat einen Bericht über die COVID-19 Auswirkungen auf die EU Drogenmärkte und auf den Substanzkonsum veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, dass der Drogenmarkt bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber
Störungen durch die Pandemie war. Beispielsweise die Produktionsstätte für synthetische Drogen und das Ausmaß des Cannabisanbaus in den europäischen Ländern blieb relativ stabil. Was den Drogenkonsum betrifft, so deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass trotz einiger gemeldeter Rückgänge, in vielen Fällen der Drogenkonsum wieder auf das frühere Niveau zurückkehrte, als die sozialen Massnahmen im Laufe des Sommers gelockert wurden. Mit einigen Ausnahmen waren die Verfügbarkeit und der Konsum vieler illegaler illegalen Substanzen relativ stabil. Bericht (pdf, 38S., Englisch) auf www.emcdda.europa.eu.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Früherkennung und Frühintervention

Im Auftrag des BAG hat Infodrog das «multifaktorielle Modell zur Früherkennung und Früh­inter­vention» über­arbeitet. Das Modell bildet eine theoretische und be­griff­li­che Grund­lage für Projekt­entwicklungen im Bereich Sucht und NCD. Es zeigt in einfacher Weise das komplexe Zusammen­spiel zwischen individuellen, sozialen und struk­tu­rellen Risiko- und Schutzfaktoren und schärft die Begriffe. Gleichzeitig hat Infodrog das Präventions­lexikon aktualisiert und neue Einträge hin­zu­ge­fügt. Bericht (pdf, 14S.) und Präventionslexikon auf www.infodrog.ch.

DHS Stellungnahme zum Thema E-Zigaretten

Die E-Zigarette steht seit ihrer Markteinführung bei Fachleuten aus Wissenschaft und Gesundheitswesen in der Diskussion. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und gesundheitspolitische Ereignisse veranlassten die Deutsche Fachstelle für Suchtfragen e. V. (DHS), die Grundlagen und Fakten rund um die Thematik erneut zu prüfen. Eine jetzt veröffentlichte Stellungnahme (pdf, 6S.) stellt die Ergebnisse dar.

Offene Drogenszene in Chur – Drogenabhängige und Dealer im Stadtgarten

In Chur gibt es seit Jahrzehnten eine offene Drogenszene. 90 bis 100 Stammgäste, vor allem Drogenabhängige und Alkoholabhängige, treffen sich regelmässig im Stadtgarten. Der SRF-Reporter Livio Chistell wohnt nur wenige Gehminuten vom zentral gelegenen Park entfernt und traute sich bisher noch nie durch den Park zu laufen. Dokumentation auf www.srf.ch.

Neues Online-Programm: Konsumkontrolle

Das neue Online-Programm „Konsumkontrolle“ möchte dazu anregen, sich sechs Wochen lang mit den eigenen Alkohol- und Rauchkonsumgewohnheiten auseinanderzusetzen. Die Teilnahme ist anonym und alle erhobenen Daten werden streng vertraulich und datengeschützt behandelt. Weitere Informationen und die Registrierung sind auf www.mindzone.info.

Pornosüchtig oder nicht?

Wegen Corona werden mehr Pornos geschaut. In der Luzerner Suchtberatungsstelle suchen einige Männer Hilfe, weil sie meinen, sie seien süchtig nach Sexfilmen. Ein Luzerner Experte erzählt, wann es wirklich zu viel ist – und warum Männer, die sich nach einer Beziehung sehnen, Pornos gucken. Artikel auf zentralplus.ch.

Animation: Opioidkrise in den USA

Mitten in der COVID-19-Epidemie (Mai 2019 bis Mai 2020) starben mehr als 81'000 AmerikanerInnen an einer drogenbedingten Überdosis. Die meisten Todesfälle durch Überdosierung wurden zwischen März und Mai 2020 gemeldet. Dies verdeutlicht die soziale und wirtschaftliche Verwundbarkeit von Menschen, die Drogen konsumieren und mit rechtlichen und finanziellen Hürden beim Zugang zu einer Behandlung konfrontiert sind, während sie gleichzeitig kriminellen Bedrohungen und sozialer Stigmatisierung ausgesetzt sind. Aus diesem Anlass hat die Weltkommission für Drogenpolitik (GCDP) einen Animationsfilm über die Opioidkrise in den USA herausgegeben. Animationsfilm (5 Min., Englisch) auf www.globalcommissionondrugs.org.

Eine an die neuen Realitäten angepasste Drogenpolitik

In den letzten Jahren haben verschiedene Länder ihre Drogenpolitik neu ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat eine drogenpolitische Standortbestimmung vorgenommen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Drogenpolitik aufgezeigt. Neben der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes betreffend die Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis, die am 15. Mai 2021 in Kraft tritt, schlägt er insgesamt 21 weitere Massnahmen vor. Die Gesundheitsförderung und die Prävention insbesondere in der frühen Kindheit sollen verstärkt werden, ebenso die Frühinterventionsmassnahmen zur Verringerung des Suchtrisikos bei gefährdeten Jugendlichen. Medienmitteilung, Artikel und Bericht auf www.bag.ch.

Neue Broschüre: Alkoholprävention und Pensionierung

Mit der Pensionierung fallen nicht nur die beruflichen Verpflichtungen, sondern auch viele Strukturen weg. Die neue Freiheit birgt viele Chancen, aber auch die Gefahr von Leere oder Langeweile. Im Rahmen des Projektes „Alkoholprävention und Pensionierung“ ist eine neue Broschüre zum Thema „Gut vorbereitet in einen neuen Lebensabschnitt“ erschienen, welche Tipps und Empfehlungen im Umgang mit Alkohol und Medikamenten gibt. Broschüre (pdf, 16S.) auf www.infodrog.ch.

Neuseeland will «Tabakindustrie den Untergang bringen»

Wer Zigaretten kaufen will, muss in der Regel älter als 18 Jahre sein. Begründet werden solche Regelungen mit dem Jugendschutz. Die Regierung Neuseelands will es offenbar nicht dabei belassen. Sie plant, den Verkauf an Tabakwaren an jüngere Bürger zu verbieten, selbst wenn diese älter werden. Es geht um eine Art ewiges Tabakverbot für jüngere Jahrgänge, das auch dann gelten soll, wenn diese volljährig werden. Artikel auf www.spiegel.de.

Bundesinitiative "Rauchfrei leben" startet

Zigarette, Pfeife oder Zigarre: In Deutschland sterben jedes Jahr rund 12'000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind 6'000 mehr als noch 2015 – und 13,3 Prozent aller Todesfälle überhaupt. Ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik in Deutschland ist es, mehr RaucherInnen dazu zu motivieren, zu NichtraucherInnen zu werden. Im Fokus der neuen Bundesinitiative „Rauchfrei leben“ stehen die starken und langjährigen Raucherenden. Die neue Webseite, Fakten zur Kampagne sowie weitere Informationen auf www.nutzedeinechance.de.

Drogen als Medikamente: Wie LSD und Co heilen könnten

Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Unter strengen Auflagen ist hier Drogenforschung schon seit ein paar Jahren wieder erlaubt – erste Erfolge sind bereits sichtbar. Die Wissenschaft entdeckt die heilsame Wirkung der psychedelischen Stoffe neu. Erste Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Drogen bei Depressionen, Ängsten und Süchten helfen können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zur Heilung beitragen. Beitrag mit Video der Sendung «Einstein» auf www.srf.ch.

Alkoholpolitik für die Europäische Region: neue Forschungserkenntnisse der WHO

Auch wenn die Europäische Region der WHO insgesamt einen Rückgang beim Alkoholkonsum verzeichnet, hängt dieser Trend doch nur mit den in einer geringen Anzahl an Ländern erzielten Fortschritten zusammen, die vorwiegend im östlichen Teil der Region liegen. Diese Dynamik wird in dem neuen Bericht von WHO/Europa „Die Europäische Region der WHO SICHERER machen. Entwicklungen bei Konzepten zur Eindämmung des Alkoholkonsums (2010–2019)“ hervorgehoben. Artikel und Bericht (pdf, 52S., Englisch)  auf www.euro.who.int.

Deutschland: Gaming-Zeit ging im zweiten Lockdown zurück

Nach Rekordwerten während des ersten Lockdowns im April 2020 gingen die Gaming-Zeiten bei Kindern und Jugendlichen im Herbst wieder deutlich zurück: Sie spielten werktags durchschnittlich nur noch 115 Minuten Online-Games – ein Rückgang von 15 Prozent. Auch bei den Sozialen Medien reduzierten sich die Nutzungszeiten in der Woche um fast ein Drittel. Dennoch verbringen Kinder und Jugendliche nach wie vor mehr Zeit vor dem Bildschirm als vor der Corona-Pandemie. Medienmitteilung der DAK-Gesundheit.

LSD, Speed und Kokain: Jugendliche im Rausch der Drogen

Jugendliche dröhnen sich gehäuft mit synthetischen Cannabinoiden und anderen Drogen zu. Der Risiken sind sie sich oft nicht bewusst. «Einstein» spricht mit Jugendlichen über ihre Drogenexzesse und fragt nach, wie Expertinnen und Experten diesem gefährlichen Trend begegnen. Hauptsache «high»: Dass sich schon Teenager mit Drogen aus der Realität schiessen, ist an sich nicht neu.  Schon bei Kids im Trend: Der Mischkonsum von rezeptpflichtigen Medikamenten, bei dem Beruhigungsmittel und Opiate oft zusammen mit Alkohol für den grossen «Flash» sorgen. Sendung Einstein auf www.srf.ch.

Jung und bekifft – Was Cannabis auslösen kann

Sie finden es immer und überall. Obwohl es illegal ist. Seit Jahren belegen Schweizer Jugendliche europaweit einen Spitzenplatz im Cannabis-Konsum. Im «DOK»-Film von Monica Suter gewähren Jugendliche ungeschönte Einblicke in eine Welt zwischen Rausch und Risiko. Dokumentarfilm und Artikel aus www.srf.ch. 

BAG - Schweiz als Mitglied der Betäubungsmittelkommission der UNO ernannt

Die Schweiz wurde am 20. April 2021 als Mitglied der Betäubungsmittelkommission der Vereinten Nationen (UNO) per Akklamation als Mitglied ernannt und wird somit ab Jahresbeginn 2022 für weitere vier Jahre im wichtigsten UNO-Gremium im Bereich der internationalen Drogenpolitik Einsitz nehmen. Artikel auf www.admin.ch.

Broad.Cats - der Podcast über Drogen und Abhängigkeiten

Der Podcast spricht mit Suchtbetroffenen und ExpertInnen über ihre Erfahrungen und Lebenswelten. Was bedeutet es mit einer Abhängigkeitserkrankung zu leben, wie bewältigen Menschen ihren Alltag und mit welchen Vorurteilen und Diskriminierungen sind sie konfrontiert? In der aktuellen dritten Folge spricht der Podcast mit Peter über seine Erfahrungen mit dem Schweizer Justizsystem. Wie ist es im Gefängnis, was passiert, wenn man wieder rauskommt und wie wird dabei mit Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung umgegangen? Podcast über spotify, Podcast über Anchor.

Studie: Rauchentwöhnung bei MigrantInnen

Migrantenbevölkerungen berichten in der Regel über höhere Raucherquoten. Unter diesen Migrantenpopulationen sind türkisch- und kurdischsprachige MigrantInnen oft überrepräsentiert. Der Bedarf an angepassten Raucherentwöhnungsbehandlungen für die türkischsprachige Bevölkerung, um gesundheitliche Chancengleichheit zu erreichen, führte im Jahr 2006 zur Entwicklung und Implementierung des Tiryaki-Kukla-Raucherentwöhnungsprogramms. Ziel der aktuellen Studie war es das Programm zu untersuchen: Die Ergebnisse der Studie Belegen die Wirksamkeit von angepassten Interventionen zur Raucherentwöhnung in der Migrantenbevölkerung. Außerdem zeigt sie, dass eine proaktive Rekrutierungsstrategie und ein kostenloses Kursangebot die Chancen erhöhen, eine vielfältige Gruppe türkischsprachiger RaucherInnen zu rekrutieren. Artikel und Studie (pdf, 17.S, Englisch) auf www.zora.uzh.ch.

DHS Jahrbuch Sucht 2021 erschienen

Das DHS Jahrbuch Sucht 2020 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liefert die neuesten Zahlen und Fakten zum Konsum legaler und illegaler Drogen in Deutschland. Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis informieren über aktuelle Trends bei einzelnen Suchtstoffen, zu abhängigem Verhalten und über die Versorgung Suchtkranker. In den Pressemitteilungen sind einige Resultate ersichtlich: Artikel auf www.dhs.de.

Arbeitshilfe: Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker

Eine Arbeitshilfe für Fachkräfte und Ehrenamtliche im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen sowie der Arbeitswelt. Bisher wurden vor allem die Auswirkungen einer elterlichen Abhängigkeit von Alkohol untersucht, seltener die von anderen Suchtmitteln oder von Verhaltenssüchten. Außerdem sind familiäre Folgen einer Abhängigkeit bei Müttern besser belegt als bei Vätern. Besonders wenige Studien gibt es zu Vätern, die illegale Substanzen konsumieren. Daher stehen in dieser Arbeitshilfe familiäre Auswirkungen einer Abhängigkeit von Alkohol im Vordergrund. Soweit möglich werden auch Fakten zu familiären Auswirkungen anderer legaler und illegaler Suchtmittel erwähnt. Arbeitshilfe (pdf, 56S.) auf www.eltern-sucht.de.

Studie: Alkohol und Tabak in Netflix und Amazon Prime

In Anbetracht der Tatsache, dass die Exposition gegenüber Tabak- und Alkoholinhalten in audiovisuellen Medien ein Risikofaktor für das Rauchen und den Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist und solche Inhalte in Filmen und Fernsehsendungen reichlich vorhanden sind, war das Ziel der Studie die Durchführung einer Inhaltsanalyse von Video-on-Demand- (VOD) Diensten. Die ForscherInnen analysierten 50 Episoden aus den fünf am höchsten bewerteten Serien sowohl auf Netflix als auch auf Amazon Prime im Jahr 2016. Sie fanden heraus, dass Tabak in 353 (13 %) von 37 (745) Episoden vorkommt. Alkoholische Inhalte erschienen in 363 (13 %) Intervallen in 47 (94 %) Episoden. Artikel (Englisch) auf www.eucam.info, Studie (pdf, 5S., Englisch) auf www.bmjopen.bmj.com.

Raucherentwöhnung ist mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden

Ein in der Cochrane Library veröffentlichter systematischer Review zeigt, dass der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur gut für den Körper, sondern auch gut für die Seele ist. Ängste, Depressionen und Stress gingen den untersuchten Studien zufolge nach einem Rauchstopp zurück. Zudem sprechen die Ergebnisse gegen die Sorge mancher Raucher und Raucherinnen, dass ihre sozialen Beziehungen unter dem Tabak-Ausstieg leiden könnten. Artikel und Studie auf www.crochane.de.

New York legalisiert Cannabiskonsum

Erwachsenen in New York ist es künftig erlaubt, Cannabis zu besitzen und Pflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Der Bundesstaat ist damit der 15. in den USA – und erhofft sich dadurch zusätzliche Steuereinnahmen. Das Gesetz in New York erlaubt es Erwachsenen ab 21 Jahren, bis zu 85 Gramm Cannabis zu besitzen und Cannabispflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Die Nutzung der Droge zu medizinischen Zwecken soll ausgeweitet werden. Artikel auf www.spiegel.de; Artikel auf www.zeit.de.

Suchthilfe auf Hof Fleckenbühl

Keine Zigaretten, keine Drogen, keine Gewalt: Ihre Regeln sind klar und übersichtlich: Etwa 110 BewohnerInnen leben auf Hof Fleckenbühl – einer Selbsthilfegemeinschaft von Menschen mit Suchtproblemen. Der Fotograf Simon Gerlinger hat sie begleitet. Fotoserie auf www.spiegel.de.

«Freelance – Prävention. Gesundheit.»

Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, reflektiert und verantwortungsvoll mit Suchtmitteln und digitalen Medien umzugehen. Freelance ist das Präventionsprogramm für die Sekundarstufe I und unterstützt Lehrpersonen bei ihrer Präventionsarbeit zu den Themen Tabak, Alkohol, Cannabis und Digitale Medien. Die Trägerschaft des Programms besteht aus Präventionsfachstellen von neun Zentral- und Ostschweizer Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Das Programm enthält verschiedene Angebote, welche die Lehrpersonen in ihrem Präventions- und Bildungsauftrag unterstützen. Webplattform Freelance.

Tod durch Überdosis: Kanadas andere Epidemie

Die Corona-Pandemie hat ein anderes Problem in Kanada massiv verschlimmert: Die Zahl der Todesfälle durch Opioide steigt stark. Danny starb so, wie die meisten sterben: Allein, zu Hause, wo ihm niemand helfen konnte. «Er hatte keine Chance und ist sehr schnell gestorben», sagt Dannys Mutter Petra Schulz. Das war 2014, Danny war 25 Jahre alt. Eine Überdosis war ihm zum Verhängnis geworden. Petra Schulz vermutete schon, dass die Pandemie das Problem verschlimmern würde: «Als bekannt wurde, dass die Leute sich isolieren sollen, da war mir klar, dass sich das Risiko für Menschen, die Substanzen konsumieren, erhöhen wird». Allein in der am schwersten betroffenen Provinz British Columbia sind im letzten Jahr 1724 Menschen an einer Überdosis illegaler Drogen gestorben. Das sind so viele wie noch nie – und deutlich mehr Tote als das Coronavirus gefordert hat. Artikel auf www.srf.ch.

Versteckte synthetische Cannabinoide für die E-Zigarette

Die „Aufsuchende Suchtberatung Maintal“ berichtet, dass seit ca. zwei Jahren gehäuft KlientInnen in die Beratung kommen, die so genannte CBD-Liquids mit der E-Zigarette konsumiert haben. Die KlientInnen der Suchtberatung Maintal zeigten aber starke Entzugssymptome, wenn sie keine „CBD“-Liquids konsumierten. Es stellte sich heraus, dass den „CBD“-Liquids synthetische Cannabinoide mit berauschender Wirkung beigemischt waren und sie somit auch abhängig machen können. Artikel auf www.konturen.ch.

Alkohol: Neue Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente für SeniorInnen

Eine interkantonale Arbeitsgruppe in der Romandie hat, begleitet vom GREA und einer Kommission des Groupement des Services de Santé Publique, Präventionsmassnahmen speziell für SeniorInnen entwickelt. Diese Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente stehen den Kantonen nun zur Verfügung. Die Hilfsmittel sollen das Wissen von Fachleuten stärken und bieten Möglichkeiten, das immer noch zu wenig beachtete Thema Alkoholkonsum und Alter in der Praxis zu behandeln. Bei Interesse kann GREA den Kontakt zu den zuständigen kantonalen VertreterInnen herstellen. Artikel auf Deutsch, weitere Informationen auf Französisch.

Bericht: Monitoring Harm Reduction

Der Bericht "CIVIL SOCIETY MONITORING OF HARM REDUCTION IN EUROPE 2020" ist publiziert worden. Der Bericht beleuchtet die Maßnahmen zur Schadensminimierung in Europa aus der Sicht von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mehr als einhundert Organisationen und Einzelpersonen aus 34 verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch der Schweiz, haben sich am Bericht beteiligt. Der Bericht (pdf, 120S., Englisch) ist online verfügbar.

«Sexistische und LGBTIQ*-feindliche Online-Hassrede im Kontext von Kindern und Jugendlichen

Frauenfeindlichkeit, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Arten von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Sexualität sind auch im Internet verbreitet. Vorurteile und geschlechtsspezifische Benachteiligungen widerspiegeln sich online in Form von Hassrede. Im Kontext des Schwerpunktes «Hass im Netz» hat Jugend und Medien Lea Stahel und Nina Jakoby vom soziologischen Institut der Universität Zürich damit beauftragt, den nun vorliegenden Forschungsbericht zu verfassen. Er bietet einen Überblick über das Phänomen der sexistischen und LGBTIQ*-feindlichen Hassrede. Artikel und Bericht auf www.jugendundmedien.ch.

Neue Drogenpolitik in Norwegen: Gesundheit statt Bestrafung und Ächtung

Nahezu unbeachtet beginnt in Norwegen eine neue Epoche der Drogenpolitik, so dass der Satz: Norwegen ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht – oder auch: besser spät als nie – durchaus berechtigt erscheint. Das Land etabliert eine neue, smarte Drogenpolitik, bei der die Gesundheit der Konsumenten und Abhängigen ganz im Vordergrund steht und auf die schädlichen Strategien der Bestrafung und Ächtung verzichtet wird. Drogenabhängige sind Kranke und keine Kriminellen, heißt die Kernbotschaft. Sie werden kriminell durch das System der punitiven, bestrafenden Drogenpolitik. Artikel auf www.addiction.de.

Massiv mehr Verstösse gegen Jugendschutz

Im vergangenen Jahr sind in 469 Betrieben im Kanton St.Gallen Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt worden. Die durchschnittliche Verstossquote ist im Vergleich zum Vorjahr über das Dreifache angestiegen. Die Ergebnisse lassen einen Zusammenhang mit der Pandemie vermuten. Durchgeführt werden die Testkäufe durch das Blaue Kreuz St.Gallen-Appenzell und die Stiftung Suchthilfe. Artikel auf www.sg.ch.

Zahl der an illegalen Drogen verstorbenen Menschen während der Coronapandemie um 13 Prozent gestiegen

Die Coronapandemie hinterlässt in unzähligen Bereichen unserer Gesellschaft Spuren. Auch die Hilfe für schwerstabhängige Menschen ist durch die Pandemie in eine Ausnahmesituation geraten. Die Zahl der an illegalen Drogen verstorbenen Menschen ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. 2020 wurden in Deutschland 1.581 drogenbedingte Todesfälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.398). Artikel auf www.drogenbeauftragte.de.

BePrepared: App für junge Geflüchtete zu Alkohol & Cannabis

Die BePrepared-App wurde speziell für junge Geflüchtete entwickelt. Das alltagsnahe Tool unterstützt mit informativen Texten und interaktiven Übungen einen sicheren Umgang mit Alkohol und Cannabis. Anders als viele bestehende Angebote der Suchtprävention ist die BePrepared-App als digitales Angebot in fünf Sprachen verfügbar (Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi und Paschtu), sodass sie jede/r ohne Hilfe, an jedem Ort, zu jeder Zeit anonym und kostenlos nutzen kann. Informationen und weitere Links auf www.dhs.de.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Psychoaktiv - Der Drogen und Alkohol Podcast

Psychoaktiv ist ein Podcast rund um das Thema Drogen und Alkohol. Dieser Podcast bietet euch einen bunten Strauss an Informationen zu den verschiedenen Substanzen, zum Suchthilfesystem, Abhängigkeitsekrankungen, der Geschichte, der Drogenpolitik und was dem Host Steffi sonst noch so einfällt. Die Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll Interessierten dazu dienen sich zu informieren und dafür sorgen, dass informierte Entscheidungen für sich getroffen werden können. Podcast auf www.podcast.de. Letzte Folge über Safer Use mit Frank Günther von Safe Party People Frankfurt; Vorletzte Folge über synthetische Cannabinoide.

Legalize it? Cannabis & Popkultur

Ob legal oder illegal – in der Popkultur ist Cannabis ein Dauerbrenner. Und während die Legalisierung weltweilt mit unterschiedlichem Tempo voranschreitet, arbeiten viele Popstars mit Hochdruck daran, sich auch ein Stück vom großen legalen "Space Cake" zu sichern. "TRACKS" schaut hinter die Kulissen des Geschäfts mit Blüten, Ölen und Tinkturen – mit und ohne THC-Gehalt. Interessante Dokumentation aus der Reihe TRACKS auf www.arte.tv, welche die Geschichte der Popkultur und Cannabis genauer unter die Lupe nimmt.

Verordnung über Pilotversuche mit Cannabis

Die Revision des Betäubungsmittelgesetzes (Pilotversuche mit Cannabis) wurde am 29. September 2020 vom Parlament verabschiedet. Sie schafft in einem neuen Artikel 8a BetmG die gesetzliche Grundlage für die Durchführung von örtlich, zeitlich und sachlich begrenzten wissenschaftlichen Pilotversuchen, um Erkenntnisse über die Auswirkungen eines geregelten Umgangs mit Betäubungsmitteln des Wirkungstyps Cannabis zu nicht medizinischen Zwecken zu gewinnen. Die Verordnung über die Pilotversuche nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie der erläuternde Bericht dazu sind online auf www.bag.admin.ch verfügbar.

Heft 2/2021 FORUM über die digitale Beratung

Digitale Kommunikation per Mails, Messengerdienste oder Soziale Medien ist inzwischen längst nicht nur für «Digital Natives» selbstverständlich. COVID-19 und die Kontaktbeschränkungen haben für einen weiteren Schub gesorgt, mit Home-Office in der Arbeitswelt und Videokonferenzen bis hinein ins Private. Für Beraterinnen und Berater in der Sozialen Arbeit ergeben sich gleich zweifach besondere Herausforderungen: Einerseits ist der Bedarf an Beratung in diesen Zeiten besonders hoch, andererseits sind die Bedingungen aufgrund der Reduzierung unmittelbarer Kontakte für die Beratenden besonders schwierig. Die Ausgabe Nr. 2/2020 FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung ist online verfügbar. 

Auswertungsbericht zum Cannabis-Drug-Checking 2020 in Zürich

Mit dem Aufkommen von synthetischen Cannabinoiden, die seit Anfang 2020 gehäuft auf legales, sogenanntes CBD-Cannabis aufgetragen und trügerisch als illegales Gras weiterverkauft werden, hat sich die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen für Cannabis-Konsumierende massiv verschärft. Die Stadt Zürich hat sich deshalb entschieden, als erstes Angebot weltweit ab Oktober 2020 ein Cannabis-Drug-Checking zu eröffnen. Im Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ) können neu jeden Donnerstagabend maximal 10 Konsumierende ihr Cannabisprodukt auf die Inhaltstoffe überprüfen lassen und Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. Der vorliegende Bericht bietet eine Übersicht über die Erkenntnisse aus den ersten drei Monaten Cannabis-Drug-Checking. Bericht von der Stadt Zürich und Saferparty Streetwork.

Am 31. Mai 2021 ist Weltnichtrauchertag

Der Weltnichtrauchertag findet alljährlich am 31. Mai statt. Dieser Tag wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO, von engl. World Health Organization) ins Leben gerufen. Interessierte können sich bereits jetzt über die Vorteile des Rauchausstiegs informieren oder sich dazu sogar committen. Die Webseite der WHO (auf englisch).

"Mama, ich möchte einschlafen und nicht mehr aufwachen"

Die Zahl der Depressionen und Suizide bei Heranwachsenden nimmt drastisch zu - nicht nur wegen Corona. Der Kinder- und Jugendpsychiater Gregor Berger erklärt, warum. Artikel aus dem "Das Magazin" auf www.suchtberatung-ags-ch.

So unterstützen Sie MitarbeiterInnen bei Suchtgefährdung

Rosmarie Kranewitter-Wagner begleitet Unternehmen bei der Entwicklung betrieblicher Suchtpräventionsprogramme. In ihrem Blogbeitrag für den „personal manager“, einer Fachzeitschrift für das Human Resource Management, schreibt sie über Intervention bei Suchtgefährdung, Gesprächsführung mit auffälligen MitarbeiterInnen und Herausforderungen, die dabei auftreten können. Der Beitrag auf www.praevention.at.

Empfehlungen zur substitutionsgestützten Behandlung bei Minderjährigen

Während die Substitutionsbehandlung bei erwachsenen Opioidabhängigen gut evaluiert und als Behandlungsmethode anerkannt ist, ist die Studienlage bei Jugendlichen und Heranwachsenden bislang begrenzt. Aus diesem Grund geben erfahrene Expertinnen und Experten aus Sucht- und Jugendhilfe sowie Substitution in der Empfehlung einen Überblick über Voraussetzungen und rechtliche Rahmenbedingungen sowie Zielsetzungen, Strategien und Methoden für diese Behandlungsform. Emfpehlungen (pdf, 12S.) auf der Webseite www.bas-muenchen.de.

«Kassensturz»: Spielsucht-Falle «Online-Casino»

Fast jedes Schweizer Casino hat auch einen Online-Ableger. Diese rühren die Werbetrommel und kurbeln die Nachfrage an. Während der Corona-Pandemie geraten immer mehr Menschen in die Online-Spielsucht. Suchtexperten warnen vor mehr Spielsüchtigen, auch wegen Corona: Zu schwammig sei das geltende Gesetz formuliert, kritisiert Verhaltenssuchtexperte Renanto Poespodihardjo von den psychiatrischen Universitätskliniken Basel. Beitrag mit Video auf www.srf.ch.

Relaunch der Web-Plattform safezone.ch

Der Relaunch der SafeZone-Plattform bietet eine Vielzahl an Optimierungen sowie Erweiterungen des bestehenden Angebots. Bei der Entwicklung standen Usability, Datenschutz und Anonymität für die Ratsuchenden im Zentrum. Neben der bereits bestehenden Online-Beratung gibt es nun zusätzlich die Möglichkeit, auch öffentliche Fragen auf der Plattform zu stellen. Die Fragen der Ratsuchenden und die Antworten der Fachpersonen in diesem Bereich sind für alle sichtbar und bietet hilfreiche Informationen für Betroffene und Angehörige. Link zur Web-Plattform.

spectra Podcast

spectra podcast ergänzt die bisherigen Kanäle Zeitschrift, News und Newsletter mit Audiobeiträgen zu aktuellen Themen zu Gesundheitsförderung und Prävention. Es werden Projekte, Programme und Strategien des BAGs und seiner Partner näher vorgestellt. Und in Reportagen und Interviews kommen Betroffene, Fachpersonen und Verantwortliche aus dem BAG zu Wort. Podcasts auf www.spectra-online.ch; aktueller Podcast über die problematische Internetnutzung in der Schweiz.

mamatrinkt.ch / papatrinkt.ch

Du hast das Gefühl, dass dein Papa oder deine Mama zu viel Alkohol trinkt und machst dir deswegen Sorgen. Du möchtest mehr darüber wissen und wünschst, mit anderen Kindern oder Jugendlichen, die Ähnliches erleben, in Kontakt zu treten. Auf der Website von Sucht Schweiz findest du Informationen über Alkoholabhängigkeit, wertvolle Adressen sowie ein Forum, in dem du dich mit anderen Kindern oder Jugendlichen austauschen kannst.

Faktenblatt Hard Seltzer

Hard Seltzer (englisch für « hartes Sprudelwasser ») ist ein bis 2020 insbesondere in den USA verbreitetes alkoholisches Getränk auf der Basis von kohlensäurehaltigem Wasser und Alkohol, dem häufig Fruchtgeschmack zugesetzt wird. Nun soll das Getränk auch in der Schweiz stärker Fuss fassen, vor allem unter jungen Menschen. Das neue Factsheet zuhanden von Fachstellen, Schulen und Eltern erklärt, wo die Probleme liegen und wie Prävention aussehen kann. Faktenblatt von Sucht Schweiz.

Online-Plattform NCD und Sucht "prevention.ch" ist online

Die neue, vom BAG lancierte Wissens- und Austauschplattform im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung ist online. Prevention.ch vernetzt die Themen Prävention nichtübertragbare Krankheiten (NCD), Sucht und psychische Gesundheit und dient als Inspirationsquelle und Schaufenster. Ziel von prevention.ch ist es, alle Inhalte im Bereich Prävention NCD, Sucht und psychische Gesundheit «an einem Ort» zu sammeln sowie fundierte und hochwertige Inhalte von Fachleuten für Fachleute bereitzustellen. Weiter unterstützt prevention.ch die Arbeit der Branche, indem sie laufend informiert, wichtige Themen beleuchtet und Fachpersonen vernetzt. Der vereinfachte Zugang zu anderen Akteuren aus Gesundheitsförderung und Prävention ermöglicht Synergien und gemeinsame Projekte. Link zur Plattform sowie weitere Informationen auf www.bag.admin.ch.

Besser hinhören

Während Personen, die exzessiv Alkohol oder illegale Substanzen konsumieren, im Alltag oft auffallen, sind Personen, die von Kaufsucht oder internetbezogenen Störungen (IBS) betroffen sind, weniger sichtbar. Die Gesellschaft muss ein feineres Gespür für Verhaltenssüchte entwickeln – und den bisher oft still leidenden Menschen vermehrt ein Ohr leihen. Artikel dazu in der Märzausgabe (Nr.: 130) von spectra zum Thema Verhaltenssüchte.

Kiffen lernen von Mexiko

Cannabis legalisieren, nicht nur medizinisch, sondern auch zum Spaß? Das Verbot jedenfalls wirkt nicht. Und gegen die Dealer hilft es auch nicht. Mexiko legalisiert den Anbau, reguliert den Verkauf und entkriminalisiert den Konsum von Cannabis nicht hauptsächlich, weil Regierung und Parlament das Recht auf Rausch respektieren. Nein, die Legalisierung soll vor allem den mächtigen Drogenkartellen ihr Monopol entziehen und dem Staat eine neue Steuereinnahmequelle erschließen. Ein Kommentar auf www.zeit.de.

UN-Toolkit Synthetische Drogen online

Dieses neue Modul bietet Informationen für die Behandlung und Pflege von Drogenkonsumstörungen sowie die Prävention und das Management von Opioid-Überdosierungen. Auch enthält es Richtlinien und andere praktische Hilfsmittel für Gesundheitsdienstleistende. Dies ist das achte Modul des UN-Toolkits zu synthetischen Drogen, das eine umfassende Reihe von übergreifenden Themenbereichen abdeckt. Toolkit (auf Englisch) auf der Webseite www.syntheticdrugs.unodc.org.

Drogenkonsum junger Menschen in der Pandemie

Die Klubs sind zu, dafür wird mehr gekifft: Jörg Böckem, Autor von »High Sein«, sagt, warum sich der Drogenkonsum junger Menschen in der Coronapandemie verändert. Böckem verweist auch auf den Einfluss von Musik (Deutschrap) auf den Substanzkonsum:  "Subkulturen sind oft an bestimmte Substanzen geknüpft. Subkultur hat ja immer auch mit Identitätsbildung zu tun. Genauso wie der Konsum einer Substanz". Der Artikel auf www.spiegel.de.

Plattform: hepch.ch

Die neue Webseite von hepch.ch ist online. Die Plattform bietet Fachleuten und Betroffenen wichtige Informationen rund um Hepatitis C. Ziel ist es Hepatitis-C-Ansteckungen bei Drogenkonsumierenden zu reduzieren, der Zugang zu HCV-Behandlungen und Testings zu verbessern sowie die kontinuierliche Vermittlung von Wissen zu Hepatitis C. Die Plattform auf www.hepch.ch.

Jugend, Sex und Internet

Anonym, kostenlos und kinderleicht. Noch nie war es so einfach, Pornos zu gucken. Ein Smartphone reicht und mit wenigen Klicks öffnet sich die Welt der Pornografie. Die meisten Pornoseiten im Netz sind kostenlos und frei zugänglich – auch für Teenager. Die Dokumentation «Jugend, Sex und Internet – Wenn Teenager Pornos gucken» untersucht das Onlineverhalten von Kindern und Jugendlichen. Wie wirkt Pornografie auf die sexuelle Entwicklung? Internationale Studien zeigen: Der Erstkontakt mit Pornografie findet früh statt, zwischen 12 und 13 Jahren. Für viele unfreiwillig, auch durch Bilder in Klassenchats, Instagram- oder Whatsapp-Gruppen. Dokumentation auf www.srf.ch.

Nachhaltig wirksame Suchtprävention

Empfehlungen für die Praxis suchtpräventiver Fach- und Leitungskräfte aus der suchtpräventiven Praxis sowie von Entscheidungsverantwortlichen in Deutschland. Aufgrund des unterschiedlichen Perspektiv- und Anwendungsspielraums wurden Empfehlungen sowohl für Fach-/Leitungskräfte in der praktischen Arbeit der Suchtprävention als auch für Entscheidungsverantwortliche in Leitungspositionen von Trägern und Verbänden, in der Politik usw. entwickelt. Link mit Informationen zur Studie; Empfehlungen für Entscheidungsverantwortliche; Empfehlungen für PraktikerInnen auf www.isd-hamburg.de.

Webangebot: Depression bei Jugendlichen

Wie finde ich als junger Mensch heraus, ob ich eine Depression haben könnte? Was kann ich tun, wenn Freunde oder Freundinnen an Depression erkrankt sind? Wie können Eltern und Fachkräfte unterstützen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt die neue Website FIDEO (Fighting Depression Online) des Diskussionsforums Depression e. V. für Jugendliche ab 14 Jahren. Artikel dazu auf www.jugendhilfeportal.de. Webangebot auf www.fiedo.de.

Beamte des Bundes kritisieren Politiker und Kantone

Damit steht die Schweiz in Europa ziemlich alleine da: Die Beschränkungen für Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring von Tabakprodukten sind im Gegensatz zu anderen Ländern relativ lax. Seit Jahren schon ringt das Bundesparlament um härtere Gesetze, mehrfach gab es Rückschläge, immer wieder kam es zu Verzögerungen. Jüngst konnten sich die beiden Ratskammern zumindest auf gemeinsame Eckwerte einigen. Die Geschäftsstelle des Tabakpräventionsfonds kritisiert in seltener Schärfe Politiker und Kantone. Der Artikel dazu auf www.aargauerzeitung.ch.

Alltagstipps von Sucht Schweiz für Eltern und Jugendliche

Die Einschränkungen infolge der Corona-Krise stellen unseren Alltag auf den Kopf. Die allermeisten müssen sich heute anders organisieren. Die Covid-19-Pandemie hat auch Auswirkungen auf den Suchtmittelkonsum sowie das Online-Verhalten. Sucht Schweiz gibt Alltagstipps für zu Hause Ausharrende, Eltern und Jugendliche. Auch Fachpersonen und Medienschaffende finden ab sofort und in den nächsten Wochen aktuelle Beobachtungen zu fünf Suchtbereichen. Sehr interessant sind die Survival-Kits für Eltern und Jugendliche. Die Alltagstipps sind auf der Webseite von Sucht Schweiz verfügbar.

Jugend-Internet-Monitor: Plus 15 % für TikTok

Die Initiative Saferinternet.at präsentiert jährlich aktuelle Daten zur Social-Media-Nutzung von Österreichs Jugendlichen. Für den „Jugend-Internet-Monitor 2021“ wurde eine repräsentative Online-Umfrage des Instituts für Jugendkulturforschung durchgeführt. Dazu wurden 400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren im November und Dezember 2020 zu ihrer Nutzung von Sozialen Netzwerken befragt. Dabei ist die Video-App TikTok  im Vergleich zum Vorjahr im Ranking aufgestiegen. Mit einem Plus von 15 Prozentpunkten zählt die Plattform nun erstmals zu den Top 4. Artikel auf www.praevention.at. Weitere Informationen auf www.saferinternet.at.

Wo Süchtige als Kranke ernst genommen werden

40 Jahre nach Christiane F. ist Heroin noch immer Thema in einer Stadt, in der Drogen zum Nachtleben dazugehören. Ausgrenzung und Stigmatisierung gibt es in Berlin auch heute noch, aber auch vielversprechende Therapieansätze. Artikel mit podcast auf www.deutschlandfunk.de.

Rohe Gewalt wegen Crystal Meth

In Neuenburg kam es wiederholt zu Gewalt zwischen Crystal-Meth-Dealern und Konsumenten. Anzeige wird selten erstattet. Es wird geschnupft, geraucht oder injiziert und macht rasch süchtig: Crystal Meth. Verglichen mit anderen Drogen wie etwa Kokain ist Crystal Meth in der Schweiz zwar nach wie vor ein Nischenprodukt. Trotzdem hat die synthetische Droge eine Schattenseite. Weil vergleichsweise wenig Menschen Crystal Meth konsumieren, ist das organisierte Verbrechen mit seinen klaren Strukturen bisher kaum in dieses Drogensegment eingestiegen. Mit der Konsequenz, dass die Dealer meistens auch selbst Konsumenten sind. Der Artikel mit Videobeitrag aus www.srf.ch.

Schmerz- und Schlafmedikamente in der Schweiz

Das Universitätsspital Bern und die Universität Zürich haben im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG untersucht, welche Veränderungen in der Verschreibung von Schmerz- und Schlafmedikamenten festzustellen sind. Dafür wurden die vergüteten Bezüge durch die Helsana Krankenversicherung im Zeitraum zwischen 2013 und 2018 ausgewertet. Die Studie zeigt, dass die Verschreibung von starken Opioiden nach wie vor stark zunimmt. Schwache Opioide werden etwas seltener verschrieben. Schlafmedikamente wie Benzodiazepine werden seltener und weniger lange verschrieben. Das Faktenblatt und die Studie sind online verfügbar.

Donner. Wetter. Sucht. Neuer Podcast für Eltern und Erziehende

Das Institut für Suchtprävention in Österreich startet den neuen Podcast: "Donner. Wetter. Sucht". Eltern und Erziehende stehen oft vor enormen Herausforderungen, wenn es um die Themen Sucht und Abhängigkeit geht. Aus diesem Grund gibt es ein brandneues Serviceangebot zum Thema Sucht und Abhängigkeit bei Jugendlichen. Einmal pro Woche hat Moderatorin Christina Scattolin dabei ExpertInnen zu Themen wie Alkohol-Konsum, Rauchen, Umgang mit digitalen Medien oder Cannabis zu Gast. Der Artikel und den Podcast auf www.sdw.wien.

Corona-Report: Die Pandemie trifft Kinder und Jugendliche hart

Die Covid-Pandemie belastet Kinder und Jugendliche stark und akzentuiert bestehende Probleme und Ungleichheiten. Es besteht Handlungsbedarf, sonst beeinträchtigt diese Pandemie das Leben einer ganzen Generation, verschärft soziale Ungleichheiten und verursacht über Jahrzehnte hohe soziale Kosten. Artikel und Bericht herausgegeben von Pro Juventute, Redaktion des Berichts von polsan.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

E-Zigaretten wurden ans Tabakproduktgesetz geknüpft

Das Parlament hat E-Zigaretten an das Tabakproduktgesetz geknüpft. Bis jetzt waren E-Zigaretten von der Tabaksteuer befreit. Das Parlament knüpfte nun E-Zigaretten ans Tabakproduktgesetz. Der Ständerat hat eine entsprechende Motion nachdem auch die grosse Kammer dem Anliegen zugestimmt hat. Das Parlament knüpft die Besteuerung von E-Zigaretten an die Inkraftsetzung des Tabakproduktgesetzes.  Auch der Bundesrat ist einverstanden mit dem Anliegen. Jetzt gehe es um die Koordination der Besteuerung mit dem Tabakproduktgesetz, sagte Maurer. Damit würde die E-Zigarette nach zehn Jahren Steuerabstinenz wieder besteuert. Das mache Sinn. Die Motion geht zur Ausführung an den Bundesrat. Der Artikel dazu auf nau.ch.

CORONA: Ab dem 1. März neue Regelungen für die OKJA

Die Lockerung der Massnahmen für Kinder und Jugendliche sowie spezifisch für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) sind inzwischen bekannt. Der Dachverband (DOJ) hat zu einige Details in Sachen Umsetzung in der Praxis Abklärungen beim BAG gemacht. Die neuen Regelungen ermöglichen das (Wiederer-) Öffnen und Betreiben aller OKJA-Angebote für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 mit deutlich weniger Einschränkungen. Für ältere Jugendliche ist ebenfalls mehr Spielraum vorhanden. Alle Details dazu finden sich auf der Informationsseite des Ideenpools OKJA und Corona des DOJ und im branchenspezifischen Rahmenschutzkonzept KJF/OKJA.

prevention.ch: am 22. März kommt der neue Kommunikationskanal für Fachwissen

Die Plattform www.prevention.ch ermöglicht einzigartige Vernetzungsmöglichkeiten mit Fachpersonen von verwandten Bereichen. Dieser einfache Zugang zu anderen Akteuren aus Gesundheitsförderung und Prävention lässt Synergien und gemeinsame Projekte entstehen.  Die Plattform dient als Inspirationsquelle und Schaufenster für die Themen und bietet fundierte und hochwertige Inhalte von Fachleuten für Fachleute. Mehr dazu auf www.ncd-sucht.ch. Die Plattform geht am 22. März online. Am 30. März 2021 gibt es dazu eine Startveranstaltung: Interessierte können sich bereits jetzt registrieren.

Offene Drogenszene Chur

Im Stadtpark Chur hat sich eine offene Drogenszene etabliert. PolitikerInnen und Fachleute fordern daher einen Konsumraum, wie ihn andere Städte seit langem haben. Allerdings wird dieser nicht umgesetzt. Einen Artikel dazu auf www.woz.ch.

Neuer Bericht: Sexualverhalten Jugendlicher

Der neueste Forschungsbericht ‘Comportements sexuels chez les élèves de 14 et 15 ans en Suisse - Résultats de l’enquête (HBSC) 2018’ ist online verfügbar. Er zeigt beispielsweise dass 2018 13.0% der 14- und 15-Jährigen angegeben, mindestens einmal im Leben Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Die Jungen (17.1%) sind in diesem Fall ungefähr zweimal so häufig vertreten als die Mädchen (8.9%) und die 15-Jährigen (16.5%) sind deutlich häufiger vertreten als die 14- Jährigen (9.1%). Der Bericht (pdf, 54S., Französisch, Zusammenfassung auf Deutsch) von Sucht Schweiz sowie ein Artikel dazu auf Deutsch auf www.hbsc.ch. 

Medikamentenmissbrauch und Mischkonsum unter Jugendlichen

Diverse Medienbeiträge im letzten Jahr liessen aufhorchen: Nachdem mehrere Jugendliche in der Schweiz an einem «Medikamenten-Cocktail» starben, richtet sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf Medikamentenmissbrauch und Mischkonsum bei Minderjährigen. Auch Sucht-Fachpersonen stellen sich diverse Fragen: Wie gelangen Jugendliche an die Medikamente? Welche Rolle spielen Hip-Hop und Rap? Und wie gelingt die Aufklärung junger Menschen? Als erste Hilfestellung hat der Fachverband Sucht bestehende Factsheets und Medienbeiträge der letzten Monate aufgelistet: Webseite mit der Auflistung.

Wirkungen der Drug-Checking-Angebote in der Schweiz

Dank sogenannten «Drug Checkings» können Konsumierende ihre Substanzen direkt an Veranstaltungen oder in Beratungsstellen untersuchen lassen – freiwillig und anonym. Eine neue Studie zeigt: Die Angebote sensibilisieren für Risiken und sicheren Konsum, die Mehrzahl der Angebot-Nutzerinnen und Nutzer konsumiert weniger riskant. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Rolle der Drug Checkings im Monitoring der illegalen Substanzen auf dem Markt ausgebaut und gefestigt werden sollte. Medienmitteilung und Faktenblatt vom Bundesamt für Gesundheit. Studie von INTERFACE und der FHNW.

Belastete Familien - Aktionswoche und neue Webseite

Vom 8.-14. März 2021 findet die Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern statt. Auch dieses Jahr gibt es verschiedene Veranstaltungen und Aktionen in Zürich, Bern und Biel. Die Aktivitäten sind öffentlich zugänglich, kostenlos und finden online statt: Flyer Veranstaltungen organsiert von Berner Netzwerk KartensetLink zur Ausstellung organsiert von Bieler Netzwerk sowie Flyer Veranstaltungen organsiert von Zürcher Netzwerk. Da sich der Fokus von suchtbelasteten Familien immer mehr auf psychisch und sonst belastete Familien erweitert hat, bietet die Schweizerische Stiftung für Suchthilfe (aebi-hus) mit BelasteteFamilien.ch neu eine eigene Webseite zum Thema.

Neuer Bericht der WHO verdeutlicht Dringlichkeit der Bekämpfung des Tabakkonsums von Frauen

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat einen neuen Bericht über Frauen und die Tabakepidemie veröffentlicht. Aus diesem Bericht, der den Titel „Aus der Geschlechterperspektive: Frauen und Tabakkonsum in der Europäischen Region der WHO“ trägt, geht hervor, dass der Tabakkonsum bei Frauen zwar insgesamt rückläufig ist, jedoch deutlich langsamer als bei Männern, und in einigen Ländern sogar weiter zunimmt. Der Kurzartikel dazu auf Deutsch und der Bericht (pdf, 36S.) auf Englisch.

Langfristige Konsumtrends in der Schweiz

Neues Themenheft zu der Entwicklung des Konsums von Tabak, Alkohol und illegalen Drogen über 25 Jahre (1992-2016): Das Heft zeigt beispielsweise, dass der Anteil an Rauchenden in der Gesamtbevölkerung seit 1997 stark abgenommen hat. Damals rauchte rund ein Drittel der Bevölkerung, heute ist es noch etwas weniger als ein Viertel. Diese Entwicklung findet sich erfreulicherweise in fast allen Altersgruppen – also auch bei den Jugendlichen – sowie bei beiden Geschlechtern. Das Themenheft (pdf, 11S.) vom Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Helfen Alexa, Siri & Co. bei Suchtproblemen?

Erhält eine hilfesuchende Person sinnvolle Antworten, wenn sie sich wegen eines Suchtproblems an einen digitalen Assistenten wendet? Ein US-Forschungsteam hat dies getestet. Sie kommen zum Schluss, dass die digitalen Assistenten auf Anfragen dieser Art aber nicht vorbereitet sind, was nach Einschätzung des Forschungsteams an der kommerziellen Ausrichtung der Software liegt. Ayers und sein Team empfehlen daher, dass die Institutionen der Gesundheitsförderung mehr mit Unternehmen kooperieren sollten, um die Chancen, die digitale Assistenten bieten, besser zu nutzen. Der Artikel auf www.drugcon.de und die Studie sind online verfügbar.

Wie geht es der Schweizer Bevölkerung?

Die Gesundheits-Taschenstatistik 2020 gibt einen zusammenfassenden Überblick über die verfügbaren Statistikdaten im Gesundheitsbereich. Die Publikation umfasst folgende vier Hauptbereiche: 1. Die Gesundheitsdeterminanten, insbesondere die sozialen Verhältnisse und das gesundheitsrelevante Verhalten (darunter bspw. das Rauchen oder der Alkoholkonsum). 2. Die verschiedenen Dimensionen des Gesundheitszustands der Bevölkerung. 3. Das Gesundheitswesen sowie die Inanspruchnahme der diversen angebotenen Versorgungsleistungen. 4. Die Kosten und die Finanzierung des gesamten Gesundheitswesens. Die Taschenstatistik (pdf, 44S.) des Bundesamtes für Statistik ist online verfügbar.

Alkohol und die Covid-19-Pandemie

Ein neuer Bericht "Alcohol and the coronavirus pandemic: individual, societal and policy perspectives" von einer Gruppe von Forschern widmet sich dem Thema Alkoholkonsum und COVID-19. Konkret fasst er die neuesten Erkenntnisse für die multiplen und komplexen Beziehungen zwischen dem Alkohol und Covid-19 zusammen.  Der Bericht (Englisch, pdf, 48S.) ist online verfügbar. 

Factsheet: E-Zigaretten zum Konsum von Cannabis

Im Handel erhältliche sowie speziell hergestellte oder umgebaute E-Zigaretten-Modelle können und werden als eine neue Methode verwendet, um Cannabis (Marihuana, Haschisch) zu konsumieren. In der veröffentlichten statistischen Analyse zeigte sich, dass die Mehrheit der Befragten in Deutschland, die angaben, jemals Cannabis über eine E-Zigarette konsumiert zu haben, auch aktuell Tabak rauchten. Factsheet der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) ist online verfügbar.

Plattform: dure schnufe

Entdecke die Schweizer Kampagnen zur psychischen Gesundheit! Wir stehen als Gesellschaft vor einer Situation, die wir nie üben konnten. Wir bewegen uns auf Neuland und das macht uns unsicher. Es ist normal, dass wir darauf mit Ängsten und Sorgen reagieren. Der Verlust von Kontrolle über unseren Alltag kann uns aus dem Gleichgewicht bringen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig unsere Gesundheit, auch unsere psychische Gesundheit  zu pflegen! Auf der Webseite www.dureschnufe.ch gibt es viele Tipps und Angebote, um die psychische Gesundheit zu pflegen.

Heikle Opiate: Vom Schmerz zur Abhängigkeit

Viele Menschen in der Schweiz leiden unter chronischen Schmerzen. Immer häufiger werden dagegen Opiate verschrieben – mit teils schweren Folgen.  Die Zahl der Schmerzpatientinnen und -patienten in der Schweiz wächst laufend. Die Ursache der Beschwerden ist meist unklar, was eigentlich gegen den Einsatz von Opioiden spricht. Trotzdem werden die Betäubungsmittel gern verschrieben. Häufiger Preis dieser Symptombekämpfung: physische sowie psychische Abhängigkeit. Ein «Puls Spezial» zur drohenden Opioid-Krise in der Schweiz auf www.srf.ch. Dazu ein Experten-Chat mit Ratschlägen für Schmerzleidende. 

Hast du dein Kaufverhalten im Griff?

Oft wird übersehen, dass Leute Mühe haben können, dem verlockenden Konsumangebot zu widerstehen und es zu unkontrolliertem Kaufverhalten kommt. Folgen davon können psychische Probleme und finanzielle Schwierigkeiten wie Schulden sein. Eine Kaufsucht kann bei allen Altersgruppen, Einkommens- und Bildungsschichten auftreten. Häufig kaufen Betroffene nicht wahllos, sondern favorisieren bestimmte Produkte, Kaufumgebungen oder Angebote. Eine Kaufsucht ist aber nicht immer einfach zu erkennen. Aus diesem Grund gibt es auf www.kaufsucht-basel.ch einen Kaufsucht-Test sowie weitere Informationen zum Thema.

sauberdrauf! Podcast

Mindzone startet den neuen Podcast „sauberdrauf“. Das Team von mindzone setzt sich mit den Problemen auseinander, die beim Konsum von legalen und illegalen Substanzen in verschiedener Weise auftreten können. In den letzten Monaten hat mindzone die digitalen Angebote weiterentwickelt und den Pandemie-bedingten Gegebenheiten angepasst. Deshalb gibt es nun diesen Podcast, wo sucht- und drogenspezifische Infos vermittelt werden.

Medikamentensucht: Wir reden über das Tabu

Schlaf- und Beruhigungsmittel sind hochwirksame Medikamente, die bei kurzfristiger Einnahme Leiden lindern können. Längerfristig eingenommen können sie abhängig machen – ein Risiko, das vielen nicht bewusst ist. Benzodiazepine werden oft zu lange eingenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz zwischen 200‘000 bis 400'000 Personen einen problematischen bis abhängigen Gebrauch von Benzodiazepinen und ähnlichen Medikamenten aufweisen. Damit steht die Abhängigkeit von Benzodiazepinen in der Schweiz an dritter Stelle – nach Tabak und Alkohol. Auf der Webseite von www.arud.ch gibt es einen Clip sowie weitere Informationen zur Medikamentensucht.

Wirkstoffe im Speed

In Deutschland ist der Wirkstoffgehalt von Speed (Amphetamin) im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, in der Schweiz und in den Niederlanden ist er jedoch gestiegen. Der Blogbeitrag wertet Daten der drei Berichte (Amphetamin Auswertung 2019 von Safer Party in Zürich, dem Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht und dem Annual Report 2019 des Drugs Information and Monitoring System) aus.  Der Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de.

Erkenntnisse aus einer Alkoholpause

Es gäbe viele Gründe, eine Weile auf Alkohol zu verzichten. Doch nicht die Aussicht auf einen erholsameren Schlaf, eine schönere Haut, eine gesündere Leber oder den Gewichtsverlust von rund zweieinhalb Kilo war es, die mich reizte, einen Monat abstinent zu leben. Sondern eine simple Frage: Bin ich frei? Ein Erfahrungsbericht zum "dry january". Der Artikel vom Tages-Anzeiger.

Schweizer Suchtpanorama 2021: Corona-Stress und Sucht

Welches sind die aktuellen Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz? Welche Probleme manifestieren sich beim Konsum von Medikamenten, beim Geldspiel und beim Internetgebrauch? Das jährlich erscheinende Schweizer Suchtpanorama nimmt sich dieser und weiterer Fragen an, liefert neuste Fakten und Zahlen, stellt Zusammenhänge her und kommentiert. Die Covid-19-Pandemie schlägt vielen Menschen aufs Gemüt. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitskrise verstärken dabei die besonders gefährlichen Konsummotive. Dazu zählt der Versuch, Belastungen durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch oder problematisches Geldspiel zu bewältigen. Das Suchtpanorama (pdf, 36S.) von Sucht Schweiz ist online verfügbar.

Suchterkrankungen: Entstehungsursachen und Hintergründe

Suchterkrankungen zählen mit mehr als 3 Millionen Betroffenen in Deutschland zu den häufigsten psychischen Störungen in der Bevölkerung. Mehr als 180.000 Menschen sterben jährlich vorzeitig an einer Alkohol- oder Tabakabhängigkeit. Alles in allem Grund genug, mehr zu den Entstehungsursachen und Hintergründen der meist im Verborgenen und mit starken Schamgefühlen ablaufenden Suchterkrankungen zu erfahren. Der Artikel auf www.addiction.de.

Deutschland: Expertise zur Suchtprävention 2020

Die Expertise der Bundeszentrale für gesellschaftliche Aufklärung (BZgA) beurteilt die Wirksamkeit suchtpräventiver Interventionsansätze und -maßnahmen auf der Basis qualitativ hochwertiger Übersichtsartikel wie Reviews und Metaanalysen. Insgesamt wurden 62 dieser wissenschaftlichen Artikel, die zwischen 2012 und 2017 veröffentlicht wurden, ausgewertet. Die Artikel legen dar, welche universellen beziehungsweise selektiven Präventionsansätze eine Verhinderung, Verzögerung oder Reduktion des Konsums von Tabak, Alkohol, Cannabis und anderen illegalen psychoaktiven Substanzen bewirken können. Außerdem werden auch Interventionsansätze zur Prävention von Glücksspielsucht in den Artikeln bewertet. Der Bericht der BZgA kann heruntergeladen werden.

Neue psychoaktive Substanzen

Ein neuer Bericht (Englisch, pdf, 32S.) der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) gibt einen Überblick über die Situation in Europa bezüglich neuen psychoaktiven Substanzen. Des Weiteren wird der globale Markt und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie beleuchtet. Ein weiteres Kapitel widmet sich den synthetischen Cannabinoiden. Der Bericht auf www.emcdda.europa.eu.

Tobias erklärt Mediensucht

YouTube, Tablets und Spielkonsolen erobern gerade jetzt während der Pandemie mehr und mehr die Kinderzimmer. Nicht nur beim Homeschooling nutzen Kinder und Jugendliche digitale Medien, sondern immer häufiger einfach nur aus Spaß oder Langeweile. So groß wie die Vorteile der Digitalisierung während Corona sind, umso größer ist auch der Bedarf an Informationen, wie ein gesunder Umgang mit Medien funktionieren kann. Tobias Krell (bekannt aus dem KIKA-Format „CHECKER TOBI“) hat sie einen Erklärfilm für Lehrer, Schüler und Eltern realisiert. Der Film „Tobi Krell erklärt Mediensucht“ und umfangreichen Arbeitsmaterialien. Der Artikel auf www.drogenbeaufragte.de und das Video auf youtube.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Drogenbericht 2020 Österreich

Die aktuellen Publikationen „Drogenbericht 2020“ und „Epidemiologiebericht Sucht 2020“ des Kompetenzzentrums Sucht (KOSU) der Gesundheit Österreich GmbH zeigen für Österreich eine stabile Lage in Sachen illegaler Drogen.  Suchtmittel Nummer eins der Österreicherinnen und Österreicher bleibt weiterhin das Nikotin. Jede vierte bis fünfte Person gibt dem aktuellen Epidemiologiebericht Sucht zufolge an, täglich zu rauchen. Beim Alkohol wird die Bevölkerung zurückhaltender: Der problematische Alkoholkonsum, alkoholassoziierte Erkrankungen und Todesfälle sind längerfristig rückläufig. Die Medieninformation und Zugang zu den Berichten gibt es auf www. geog.at

Wenn Besitz zur Last wird

2013, erzählt Julia (Name geändert), sei es besonders schlimm gewesen. In der Beziehung mit ihrem Mann läuft es nicht gut. Die damals 23-Jährige ist unzufrieden mit sich selbst und zweifelt alles an, trennt sich schließlich. Sie ist wütend, auf sich, auf ihn. Einige Monate leben die beiden in getrennten Wohnungen. Das Porträt von "Julia", ihr Leben mit der Kaufsucht und über ihren Versuch, der Sucht zu entkommen. Der Artikel auf www.jetzt.de.

Arbeitspapier: Auswirkungen der Corona-Pandemie

Das Arbeitspapier von der Gesundheitsförderung Schweiz und Partnern vermittelt einen Überblick über Ende 2020 vorliegende Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wohlbefinden, die psychische Gesundheit sowie auf das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Bevölkerung in der Schweiz. Ebenfalls die Entwicklung des Suchtverhalten wird analysiert. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit.

Raucher sterben häufiger an COVID-19

Langjährige Raucher erkranken im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 häufiger schwer an COVID-19. Sie werden laut der Analyse eines Patientenregisters öfter im Krankenhaus und dort auf Intensivstation behandelt. Auch das Sterberisiko war erhöht. Analysiert wurden 7'102 Patienten, von denen 172 aktive und 910 ehemalige Raucher waren. Die Hospitali­sierungsrate war in der Gruppe der Rauchern (Packungsjahre, siehe Artikel) 4,65-fach höher als bei den Niemalsrauchern. Sie wurden 2,11-fach häufiger auf Intensivstation behandelt und ihr Sterberisiko war 6,2-fach erhöht. Artikel auf aerzteblatt.de. Wissenschaftlicher Artikel in Jama Internation Medicine.

ECSTASY: Zu oft zu hoch dosiert

Immer häufiger sind extrem hochdosierte Pillen im Umlauf. Ein Taz Blog hat die Entwicklung der Wirkstoffmenge in Ecstasytabletten in der Schweiz und in Deutschland der letzten Jahre gegenübergestellt. Die Datenanalyse zeigt die steigenden Wirkstoffmenge in Ecstasy-Tabletten im Zeitraum 1995-2019. Der Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de.

E-Zigarette: Ausstiegs- oder Einstiegsdroge

Jugendliche in den USA, die E-Zigaretten konsumieren, greifen später häufiger zur normalen Zigarette. Diesen Zusammenhang scheint eine neue Studie zu belegen. Doch Suchtexperten meinen: So einfach ist es nicht. Sie haben genauer hingeschaut. Artikel mit Podcast auf www.deutschlandfunkkultur.de. 

Selbsthilfegruppen rund um die Corona-Pandemie

Im Rahmen der Corona-Krise sind Begriffe wie Hilfe, Solidarität und auch Selbsthilfe immer öfters in der Alltagssprache anzutreffen – und werden positiv konnotiert. Viele Menschen engagieren sich oder dürfen Hilfe von Freiwilligen entgegennehmen. Und genau hier knüpft die gemeinschaftliche Selbsthilfe an. Wie während der ersten Welle werden wieder Selbsthilfegruppen zum Thema „Corona“ professionell angeboten. Per nächster Woche stehen interessierten Personen neun Video-Selbsthilfegruppen rund um das Corona-Thema zur Verfügung. Flyer, Videos und Webinare auf www.selbsthilfeschweiz.ch.

Jugendlicher Medikamentenmissbrauch

Die Anzahl der Jugendlichen, die rezeptpflichtige Medikamente konsumieren, um sich zu berauschen, nimmt wahrscheinlich zu. Der Risiken sind sie sich kaum bewusst. Allerdings fehlen, abgesehen von der HBSC-Studie, wissenschaftliche Fakten zum Medikamentenmissbrauch unter Jugendlichen. Der Artikel  (pdf, S.16-19) des Magazins Bildung Schweiz ist frei zugänglich.

Synthetische Cannabinoide: Informationen für Konsumierende und Suchtfachleute

Das aktuell auf dem illegalen Markt in der Schweiz verkaufte Cannabis enthält regelmässig synthetische Cannabinoide, die zu einer tödlichen Überdosis führen können. Infodrog hat ein aktuelles Faktenblatt für Konsumierende (pdf, 2S.) und ein Faktenblatt für Suchtfachleute (pdf, 7S.) zusammengestellt. Der Bericht "Synthetische Cannabinoide: Ergebnisse aus dem Drug-Checking der Stadt Zürich" von saferparty.ch ist unterdessen sowohl auf Deutsch (pdf, 6S.) als auch auf Englisch (pdf, 10S.) erhältlich. Beachten Sie auch den Beitrag von Dominique Schori im aktuellen SuchtMagazin 6/2020.

Der Preis des Rauchens: Viele Tote, hohe Kosten

Jedes Jahr sterben in der Schweiz 9500 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Die volkswirtschaftlichen Kosten summieren sich auf 3.9 Milliarden Franken. Das müsste nicht sein: Grossbritannien hat es – anders als die Schweiz – geschafft, die Zahl der Raucherinnen und Raucher signifikant zu senken. Einen Beitrag der SRF-Sendung ECO, zu finden auf der Webseite www.srf.ch.

SRF-mySchool - Erklärvideos und Unterrichtseinheiten

Auf der Webseite von «SRF mySchool» finden Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler in der Rubrik «Themen» viele Filme mit massgeschneidertem Unterrichtsmaterial in Form von Zusammenfassungen, Unterrichtseinheiten und Arbeitsvorschlägen - vertiefend, stufengerecht und kostenlos. Unter dem Thema "Gesellschaft, Ethik & Religion" finden sich beispielsweise die Dossiers "Hanf" und "Drogen-eine Weltgeschichte" mit hilfreichem Lehrmaterial und informativen Filmen.

Dokumentation: Alltagsdroge Crystal Meth

Die Spitze der anhaltenden "Crystal-Welle" ist spürbar, ihre große Dynamik in der Mitte der Gesellschaft wird politisch weitgehend ignoriert. Warum das Thema auch "strapazieren"? Meint der Vorsitzende des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" (BDK), Sebastian Fiedler: "Ich kenne keine Partei, die sich der gesellschaftlich hochkomplexen Gefahr der neuen Alltagsdroge Crystal Meth bewusst ist." Die Dokumentation zeigt die zunehmende Brisanz des Themas. Artikel auf www.daserste.de. Dokumentation (42:30 Min.) auf www.daserste.de. 

Geschichte und Lehren der 2. US-amerikanischen Opioid-Epidemie

Eine genauere kultur- und kriminalhistorische Betrachtung der US-Opioid-Epidemie der 2010-er Jahre zeigt viele Parallelen zu früheren Suchtepidemien, kommt der Artikel auf www.addiction.ch zum Schluss, welcher die Entwicklung der Opiod-Epidemie aufzeigt.

Wenn Sport zur Sucht wird

Fitte, athletische und muskulöse Körper gelten heute als schön. Doch der Körperkult kann schnell zu einem süchtig machenden Identitätsprojekt werden, bei dem es auch um die Antwort auf die Frage: „Wer bin ich?“ geht. Ein Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen von Robert Gugutzer, Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt. Artikel auf www.faz.net.

Tabakabsatz in Deutschland 2020 um fünf Prozent gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, wurden Tabakwaren im Wert von 28,8 Milliarden Euro versteuert, das waren rund 1,4 Milliarden Euro oder fünf Prozent mehr als 2019. Demnach stieg insbesondere der Absatz von Pfeifentabak und sogenanntem Feinschnitt; der Zigarettenabsatz ging dagegen leicht zurück. Artikel auf www.nau.ch und ein weiterer Artikel auf www.spiegel.de. 

Faktenblatt: Suchthilfestatistik act-info

Das Monitoringsystem act-info erhebt laufend Daten über die Klienten und Klientinnen in den Einrichtungen der Suchthilfe. Es stellt somit eine der wichtigsten Informationsquellen zur Epidemiologie des Substanzmissbrauches und der Abhängigkeitserkrankungen dar. Opioide und Alkohol bilden nach wie vor die meist verbreiteten Probleme der betreuten Personen. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit. act-info Jahresbericht 2018 (pdf, 76S.) von Sucht Schweiz.

Referendumsfrist abgelaufen: Cannabis-Studie kann starten

Gegen einen neuen Artikel im Betäubungsmittelgesetz, der die Abgabe von Rauschmitteln in Experimenten erlaubt, ist kein Referendum ergriffen worden. Somit sei der Weg für Pilotversuche mit reguliertem Cannabisverkauf geebnet. Wissenschaftliche Studien sollten nun eine sachliche Grundlage für eine Diskussion zur Weiterentwicklung der Cannabispolitik liefern. Der Artikel auf www.zuonline.ch. Medienmitteilung des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich.

Teil-Lockdown 2020: Neue Studie zeigt Entwicklung des Tabakkonsums in der Schweiz

In einer Studie von Sucht Schweiz und Unisanté sowie Partnern wurden 2000 Raucherinnen und Raucher zwischen 18 und 79 Jahren befragt, um zu eruieren, wie sich der Tabakkonsum während des Teil-Lockdowns entwickelt hat. Es zeigt sich, dass der tägliche Tabakkonsum tendenziell zugenommen hat und dass die Pandemie für die täglich Rauchenden eine besondere Gefährdung mit sich gebracht hat. Personen mit gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten scheinen speziell betroffen zu sein. Für einen kleineren Teil der Konsumierenden war diese Zeit aber auch die Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören. Artikel auf www.suchtschweiz.ch. Studie (Französisch, pdf, 78S.).

Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz – quo vadis?

Eine erste nationale Umfrage zeichnet eine vielfältige Landschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Von den befragten Einrichtungen bieten 6 Prozent ausschliesslich offene Angebote für Kinder, 27 Prozent ausschliesslich Offene Jugendarbeit und 35 Prozent Offene Kinder- und Jugendarbeit an. Weitere 23 Prozent leisten offene/soziokulturelle Arbeit mit allen Bevölkerungsgruppen und 9 Prozent lassen sich der offenen kirchlichen Kinder- und/oder Jugendarbeit zuordnen. Detaillierte Ergebnisse dieser Studien werden im Januar 2021 kostenlos online mit folgendem Titel publiziert: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ergebnisse der ersten schweizweiten Umfrage. Einen ersten Einblick gibt der Artikel (pdf, 2S.) auf www.doj.ch.

Suchtbehandlung in Covid-Zeiten: der disruptive Zwang zur Innovation

Experten-Web-Konferenz: Für die Suchtbehandlung war und ist die Zeit der Covid-Pandemie eine Zeit der Disruption. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz berichten von lokal sehr unterschiedlichen Situationen in Abhängigkeit von den regionalen gesetzlichen und organisatorischen Gegebenheiten. Alles in allem war es jedoch möglich, während der Pandemie Entwicklungen ins Rollen zu bringen, die die Praxis der Suchtbehandlung in den drei Ländern nachhaltig verändern könnten. Die Schilderung der Einschätzung der Expertinnen und Experten im Artikel auf  forum-substitutionspraxis.de

Impftermin gegen COVID-19 für Arud Patientinnen und Patienten

Wie den Medien zu entnehmen ist, ist die Nachfrage nach COVID-19 Impfungen sehr gross und die Anzahl Impfdosen noch nicht ausreichend. Arud Patientinnen und Patienten können sich per E-Mail bei Arud melden, wenn Sie gegen COVID-19 geimpft werden möchten: E-Mail schreiben auf arud@arud.ch – bitte nicht anrufen! Die Reihenfolge richtet sich nach den vom Bund festgelegten Kriterien (Risikogruppen). 

Stärkung des Spielerschutzes: Erstmals schweizweite Standards zur Aufhebung von Casino-Sperren

Die von der Föderation der Suchtfachleute publizierten Richtlinien erlauben eine schweizweite Angleichung des Aufhebungsprozesses von Casino-Sperren. Nun gibt es erstmals eine gemeinsame Grundlage für eine faktenbasierte Beurteilung der gesperrten Personen. Ziel ist es, dass Geldspielsüchtige von Casinos und deren Online-Angeboten ferngehalten werden und somit der Spielerschutz gestärkt wird. Die dafür vorgesehenen Aufhebungsgespräche müssen laut Geldspielgesetz zusammen mit kantonal anerkannten Fachstellen durchgeführt werden. Medienmitteilung (pdf, 2S.)  vom Fachverband Sucht. Richtlinien zur Aufhebung von Spielsperren - Standards und Best Practices auf der Webseite vom Fachverband Sucht.

Studie – Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht

Die Studie «Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht» im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit schafft einen Überblick über die bestehenden Weiterbildungsangebote, um eine Basis für die künftige Finanzierungsstrategie des BAG in diesem Bereich zu legen. Insgesamt wurden 246 Weiterbildungen zwischen 2018 und Mitte 2020 angeboten, wodurch der Bedarf der Fachpersonen insgesamt gut abgedeckt werden konnte. Studie von Interface. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit.

Neue EU-Drogenstrategie: Schadensminimierung und Bedürfnisse vulnerabler Gruppen im Fokus

Der Rat der Europäischen Union hat eine neue EU-Drogenstrategie für die Jahre 2021 bis 2025 beschlossen. Diese legt im Vergleich zur bisherigen Drogenstrategie einen deutlicheren Fokus auf Prä­ven­tion, Behandlung und Schadensminderung sowie die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen. Der Artikel auf aerzteblatt.de. Die EU-Drogenstrategie 2021-2025 vom Rat der Europäischen Union.

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Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Das bringt der «Dry January»

Mit dem neuen Jahr verzichten viele einen Monat lang auf Alkohol. Alkohol- und Suchtforscher Dr. Gerhard Gmel gibt eine erste Einschätzung, ob sich die Challenge lohnt.  Der Artikel auf 20min.ch.  

Tabak und koronare Herzkrankheiten

Ein neue Publikation stellt den Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und koronaren Herzkrankheiten zusammenzufassend dar und weist auf die Vorteile des Aufhörens hin: Insgesamt gibt es etwa 1,9 Millionen vermeidbare Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten pro Jahr (Tabakkonsum und Passivrauchen).  Die Zusammenfassung (aus der Reihe "Tobacco Knowledge Summaries") wurde von der WHO mit Partnern verfasst (Englisch, pdf, 10S.).

Die Comlot wurde zur Gespa

Die interkantonale Geldspielaufsicht heisst neu Gespa. Am 1. Januar 2021 trat das gesamtschweizerische Geldspielkonkordat (GSK) in Kraft. Alle bei der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) hängigen Verfahren und alle Rechte und Pflichten der Comlot gingen am 1. Januar 2021 auf die Gespa über. Medienmitteilung auf der Webseite der Gespa.

Gesundheit und Gesundheitsver­halten der Zürcher Bevölkerung

Der Bericht geht der Frage nach, wie es der Wohnbevölkerung im Kanton Zürich geht und was sie für ein Gesundheitsverhalten aufweist. Beispielsweise zeigt der Bericht, dass eine überwiegende Mehrheit der Zürcher Wohnbevölkerung entweder überhaupt keinen Alkohol (unter 15 %) oder wenn, dann nur in geringem bis moderatem Ausmass (über 81 %) Alkohol konsumiert.  Bericht (pdf, 72S.) der Universität Zürich.

Soziale Arbeit und Sucht

Im Open Access Buch "Soziale Arbeit und Sucht" werden die Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit sowohl im ambulanten, aufsuchenden wie auch stationären Setting der Suchthilfe und der Suchtprävention in der deutschsprachigen Schweiz vorgestellt und diskutiert. Das Buch ist Teil eines längerfristig angelegten Projektes, welches einen Beitrag zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Suchtarbeit leisten will. Das Buch ist im Springer-Verlag erschienen und steht zum freien Download zur Verfügung.

Es Guets Neus

Infoset wünscht Ihnen für 2021 alles Gute und viel Gesundheit! Wir freuen uns, für Sie auch in Zukunft aktuelle Infos aus dem Suchtbereich bereitzustellen, sowie auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Dry January

Dry January ist eine weltweite Bewegung von Millionen von Menschen, die sich einen Januar ohne Alkohol gönnen. Das Konzept stammt von der britischen Non-Profit-Organisation Alcohol Change UK und wird in der Schweiz von einer breiten Allianz umgesetzt und vom Bundesamt für Gesundheit gefördert. https://dryjanuary.ch

Schädlichste Drogen aus Sicht deutscher MedizinerInnen

Beteiligt waren über 100 Medizinerinnen und Mediziner, die durchschnittlich 15 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Suchtkranken aufwiesen. 33 Substanzen wurden den Expertinnen und Experten zur Bewertung vorgelegt. Die ersten drei Plätze auf der Schädlichkeitsskala belegen die illegalen Drogen Crack, Methamphetamin und Heroin. Bereits auf Platz vier landet die legale Droge Alkohol. Artikel auf Drugcom.

Rausch und Drogen

Seit jeher greifen Menschen auf psychoaktive Substanzen zurück – sei es, um in Trance Göttern zu huldigen, die körperliche oder geistige Ausdauer zu steigern, Furcht zu vergessen, Schmerzen zu lindern, zu entspannen oder sich in einen euphorischen Rausch zu versetzen. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 48S.) von 'Aus Politik und Zeitgeschichte' APuZ zum Thema 'Rausch und Drogen' ist online zugänglich.

"Cannabis light" und die Marktmechanismen

Seit 2017 kann in der Schweiz Hanf mit einem niedrigen THC-Gehalt produziert und verkauft werden. Ein Einblick in einen Markt, der sich nicht als die Goldmine erwies, die einige erwartet hatten. Artikel auf swissinfo

Alkohol ab 16 schadet Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien

Ein niedriges gesetzliches Mindestalter beim Alkoholkonsum schadet ganz besonders Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscher-Team der Universität Passau und der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) in der Studie „Minimum Legal Drinking Age and the Social Gradient in Binge Drinking“. Artikel auf Konturen.

Arud gibt neu sieben Tagesdosen Heroinersatz ab

Wegen Corona dürfen suchtkranke Menschen in Heroin-gestützter Behandlung, wie sie das Zürcher Suchtzentrum Arud anbietet, neu sieben Tagesdosen medizinisches Heroin mit nachhause nehmen. Arud-Chefarzt Thilo Beck will, dass das auch nach der Pandemie möglich sein soll. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Cannabisprodukte mit niedrigem THC-Gehalt in Europa

Diese Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD gibt einen ersten Überblick über die Situation und diskutiert die Arten der verfügbaren THC-armen Produkte, die Nutzerprofile, die damit verbundenen Schäden und die Reaktionen der Behörden in Europa. Produkte mit niedrigem THC-Gehalt, die ähnliche Formen wie illegale Cannabisprodukte annehmen, wie z. B. Räuchermischungen, Öle und Esswaren, stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Studie.

THC-Grenzwert für Cannabis im Strassenverkehr

Cannabis ist die häufigste illegale Wirksubstanz im Strassenverkehr. Ab wann die Einnahme von THC-haltigem Cannabis eine Gefahr für den Verkehr darstellt, wurde im Rahmen einer Literaturanalyse im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG untersucht. Sie kommt zum Schluss, dass ab einer Konzentration von 3.0 - 4.1 ng/mL THC im Blut FahrerInnen etwa so stark beeinträchtigt sind, wie wenn sie 0.5‰ Alkohol im Blut hätten. Ein erhöhtes Unfallrisiko für Cannabis ergibt sich ab einem Wert von 5 ng/mL THC. Bericht (pdf, 45S. der Universität Basel und  Factsheet (pdf, 2S.) des BAG.

Drogenkonsumräume

Drogenkonsumräume (DKR) sind mittlerweile integrale Bestandteile nationaler aber auch internationaler Strategien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Drogenmortalität. Auch die WHO und die Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD zählen DKR zu den wichtigsten Angeboten, um Drogentodesfälle und die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu vermindern. Das Thema Drogenkonsumräume bildet den Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 109S.) der Wiener Zeitschrift für Suchttherapie Rausch.

Exzessive Mediennutzung im Jugendalter nimmt zu

Die problematische Computerspiel- und Internetnutzung ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2015 gestiegen. Dies zeigen die Ergebnisse (pdf, 44S.) der Drogenaffinitätsstudie 2019 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mitteilung der BZgA.

Prävention von computerspiel- und internetbezogener Störung

Dieses Jahr hat coronabedingt medial viele Neuerungen mit sich gebracht und viele bestehende Techniken selbstverständlich werden lassen. Gleichzeitig steht die Anerkennung verschiedener Verhaltenssüchte, so auch der Computerspielsucht, als Krankheitsbild im ICD 11 durch die WHO bevor. Dies hat der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. in Deutschland zum Anlass genommen sein Positionspapier (pdf, 4S.) Prävention zu überarbeiten und um aktuelle politische Forderungen zu ergänzen.

Psychische Gesundheit in der Schweiz

Der fünfte Monitoringbericht des Obsan zur psychischen Gesundheit in der Schweiz informiert zur Entwicklung des psychischen Gesundheitszustands, zu Schutz- und Risikofaktoren und zur Inanspruchnahme ambulanter und stationärer Leistungen. Ausserdem geht er auf spezifische Themen wie Invalidisierung sowie Suizid und Kosten ein und gibt damit einen Überblick über die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung.

Europa: E-Zigaretten immer noch hoch im Kurs unter Jugendlichen

Der Global Youth Tobacco Survey (pdf, 36S.) ist eine der weltweit standardisierten Umfragen des globalen Tabak-Monitoringsystems und basiert auf an Schulen durchgeführten Umfragen. Er liefert Daten zum Tabakkonsum unter Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren und erhebt gleichzeitig Schlüsselindikatoren zur Tabakkontrolle. Der Konsum von Tabakprodukten führt jährlich zu 8 Millionen Todesfällen weltweit, davon sterben 1.2 Millionen an den Folgen des Passivrauchens. Die Mehrheit der Rauchenden, nämlich 88%, beginnen mit dem Konsum der schädlichen Produkte vor dem 18. Lebensjahr. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Synthetische Cannabinoide: Informationen für Konsumierende und Suchtfachleute

Das aktuell auf dem illegalen Markt in der Schweiz verkaufte Cannabis enthält regelmässig synthetische Cannabinoide, die zu einer tödlichen Überdosis führen können. Infodrog hat ein aktuelles Faktenblatt für Konsumierende (pdf, 2S.) und ein Faktenblatt für Suchtfachleute (pdf, 7S.) zusammengestellt. Der Bericht "Synthetische Cannabinoide: Ergebnisse aus dem Drug-Checking der Stadt Zürich" von saferparty.ch ist unterdessen sowohl auf Deutsch (pdf, 6S.) als auch auf Englisch (pdf, 10S.) erhältlich. Beachten Sie auch den Beitrag von Dominique Schori im aktuellen SuchtMagazin 6/2020 (im Druck).

Betäubungsmittelverzeichnis um 14 neue psychoaktive Substanzen ergänzt

Die Schweiz hat das Verzeichnis der verbotenen Betäubungsmittel erweitert. Darunter fallen neu auch synthetische Cannabinoide und Tryptamine, wie sie etwa in Ayahuascaritualen verwendet werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat das Verzeichnis am 15. Dezember 2020 ergänzt. Medienmitteilung des EDI.

James-Studie 2020

Die Jugendlichen in der Schweiz nutzen das Handy länger als vor zwei Jahren, wie die JAMES-Studie 2020 zeigt. Das Handy wird am häufigsten zum Chatten, Surfen oder für Soziale Netzwerke genutzt. Die beliebtesten Sozialen Netzwerke sind Instagram, Snapchat und neu TikTok. Problematisch ist, dass online immer mehr Jugendliche sexuell belästigt werden.

Die E-Zigarette wird ein Tabakprodukt wie jedes andere

Die Schweiz gleicht sich der Europäischen Union an und erlässt neue Regeln für E-Zigaretten, die nun als Tabakprodukte gelten. Dennoch bleibt die Schweiz das Land in Europa, in dem Zigaretten am wenigsten reguliert sind. Artikel auf Swissinfo.

Corona-Pandemie: Wie hat sich die Suchtprävention verändert?

Auch auf die Suchtprävention haben die veränderten Rahmenbedingungen weitreichende Auswirkungen gehabt, ob nun auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene. Der aktuelle Alkoholspiegel (pdf, 4S.) der BZgA in Deutschland berichtet u.a. wie digitales Arbeiten auch in der Suchtprävention zum „neuen Normalen“ geworden ist.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2020) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Tabakindustrie: Höhere Löhne für «unmoralische» Arbeit; Tabakprävention: ZackStark und UBS; Tabakpolitik: Umfrage der Lungenliga zu Werbeverboten; Tabakkontrolle: Keine Begünstigung des Tabakschmuggels wegen neutralen Verpackungen; Tabak- und Nikotinkonsum: E-Zigaretten-Boom unter Kindern und Jugendlichen in Zürich

Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker

Wer bin ich? Was will ich mit meinem Leben? Erste Antworten auf solche Fragen zu finden, gilt als wichtige Entwicklungsaufgabe der späten Jugend und des jungen Erwachsenenalters. Für das Gelingen der Identitätsfindung spielt unter anderem die Herkunftsfamilie eine zentrale Rolle. Unter dem Titel „Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker“ nimmt eine Arbeitshilfe die Situation von Jugendlichen ab 16 Jahren und jungen Erwachsenen in den Blick, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen. Eine Arbeitshilfe (pdf, 56S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

UNODC: Globale Bewertung synthetischer Drogen

Das Global Synthetic Drugs Assessment 2020 bietet eine Analyse des globalen synthetischen Drogenmarktes. Der erste Teil dieses Berichts enthält Optionen für Massnahmen zur Bekämpfung des Problems synthetischer Drogen. Der zweite Teil enthält eine thematische Analyse der wichtigsten Trends. Der dritte Teil enthält die wichtigsten Erkenntnisse über die Situation der synthetischen Drogen in den verschiedenen Regionen der Welt. Das Gesetz geht nun an den Ständerat zurück.

Geistige Beeinträchtigung und problematischer Substanzkonsum

Im vorliegenden Beratungshandbuch des Bundesmodellprojektes „aktionberatung“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie solch eine spezifische Beratung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in Suchthilfeeinrichtungen umgesetzt werden kann.

Aktionstag: «Darüber Reden. Hilfe finden»

Heute findet in der ganzen Schweiz der Aktionstag «Darüber reden. Hilfe finden.» statt. Er soll in Zeiten des Coronavirus zur Stärkung der psychischen Gesundheit beitragen. Hilfsangebote (pdf, 1S.) zur psychischen Gesundheit. Medienmitteilung und Hintergrundinfos auf den Seiten vom Bundesamt für Gesundheit.

Entscheide des Nationalrates zur Tabakpolitik

Der Nationalrat hat beschlossen, dass die Tabak- und Nikotinindustrie weiterhin unbegrenzt Promotion für Zigarren, E-Zigaretten und neue Tabakprodukte machen darf. Den Kantonen verbietet er hingegen inskünftig eigene Massnahmen für einen umfassenden Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung, -promotion, und -sponsoring festzulegen. Für die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz ist dieser Entscheid skandalös. Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Nun ist der Ständerat wieder an der Reihe. Das Gesetz geht nun an den Ständerat zurück. Beitrag auf SRF. (Infoset berichtete)

Deutschland: Medienverhalten von Jugendlichen

Die Basisuntersuchung zur Medienverhalten von Jugendlichen (12 bis 19 Jahre) JIM, die seit 1998 jährlich Daten erhebt, stand in diesem Jahr, wie vieles, im Lichte der Corona-Pandemie. In diesem Jahr richtete sich demnach ein Fokus auf den Medieneinsatz in der Schule. Weitere Fokusse bilden jugendspezifische Angebote, wie YouTube und die allgemeine Medienausstattung sowie -nutzung der befragten Jugendlichen – hier zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Die Studie (pdf, 80S.) ist online zugänglich.

PEPra: für Prävention in der Grundversorger-Praxis

Mit dem von der FMH und weiteren Partnern getragenen und von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unterstützten Projekt «PEPra – Prävention mit Evidenz in der Arztpraxis» soll bis 2024 ein koordiniertes Gesamtpaket für Prävention in der Arztpraxis geschaffen werden. Artikel im Primary an Hospital Care.

Drogenkurier: Corona Virus

Die aktuelle Ausgabe (Nr. 124, pdf, 36S.) des Drogenkuriers stellt u.a. die Frage, wann die Diamorphin-Substitution zur gleichwertigen Behandlung wird. Aus dem Inhalt: Beraten, Testen, Behandeln - Hepatitis C im Fokus; Provokationen und strafbare Handlungen der Drogenpolizei in Russland; Für ein Leben ohne Hepatitis C. Das Magazin wird von JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Nationalrat: Cannabis auf Rezept

Künftig sollen PatientInnen einfacher zu Therapien auf Cannabisbasis kommen. Der aufwendige Weg über das BAG soll wegfallen. Diese Bewilligungspraxis sei nicht mehr zweckmässig und erschwere den Zugang zu dieser Behandlung, ist der Bundesrat überzeugt. Er hat deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes erarbeitet, die es Ärzten erlauben soll, Cannabisprodukte direkt zu verschreiben. Jetzt hat die Gesetzesänderung die erste Hürde genommen, und dies sehr deutlich: Der Nationalrat stimmte mit 143 zu 33 Stimmen bei 15 Enthaltungen der Vorlage zu. Diese geht nun in den Ständerat. SDA-Meldung auf parlament.ch, Artikel im Tages Anzeiger.

Vereinte Nationen bewerten Cannabis neu

Cannabis ist in der internationalen Drogenkonvention von 1961 zweimal aufgelistet: Zum einen in Klasse 1 - die alle verfügbaren Drogen umfasst. Zusätzlich aber auch in Klasse 4. Dort befinden sich vor allem diejenigen Drogen, die keinerlei zusätzlichen Nutzen haben. Nach der jüngsten Abstimmung in der UN-Suchtstoffkommission steht Cannabis dort nun nicht mehr. Damit folgen die UN einer zwei Jahre alten Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO und erkennen den medizinischen Nutzen von Cannabis indirekt an. Artikel der Deutschen Welle, Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Digitaler Coach unterstützt Menschen mit Alkoholproblemen

Der NoA-Coach (No Addiction-Coach) ist eine Smartphone-App zur Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen. Die App stärkt die individuellen Ressourcen der Betroffenen und will Rückfälle und Therapieabbrüche verhindern. Die App ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Berner Gesundheit, der Suchtfachstelle Zürich und des Blauen Kreuz Schweiz. Es wird im Rahmen eines Pilotversuchs bis im Sommer 2021 in der Praxis getestet. https://noa-coach.ch

Wieso macht Alkohol Lust auf Zigaretten?

Kettenraucher, Genussraucher, Gelegenheitsraucher, Partyraucher, … Bezeichnungen für Menschen, die dann und wann an Zigaretten ziehen, gibt es viele. Eine bestimmte Gemeinsamkeit haben sie aber alle: Fliesst erst mal der Alkohol, entfachen ihre Feuerzeuge im Minutentakt neue Glimmstängel. Wieso selbst der tagsüber willensstärkste Zigi-Abstinenzler abends bei einem Drink in der Hand schwach wird? Das hat laut einem Artikel in der Schweizer Illustrierten drei Gründe.

Nationale Präventionsstrategien: Zwischenbilanz und Ausblick

Seit Anfang 2017 werden die beiden nationalen Strategien Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) und Sucht umgesetzt: Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Ausblick. Wie ist der Stand der beiden Strategien? Was wurde erreicht? Was noch nicht? Und wie geht es weiter. Dies das Thema des aktuellen Spectra (129, pdf, 12S.) - Bulletin vom Bundesamt für Gesundheit zu Gesundheitsförderung und Prävention.

Aktionstag: Psychische Gesundheit in Zeiten von Corona

Am 10. Dezember 2020 findet in der ganzen Schweiz der Aktionstag «Darüber reden. Hilfe finden.» statt. Er soll in Zeiten des Coronavirus zur Stärkung der psychischen Gesundheit beitragen. Weitere Infos sind auf den Seiten des Bundesamtes für Gesundheit erhältlich.

Dopingliste

Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden (Dopingliste) wird in der Regel jährlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Die Dopingliste 2021 (pdf, 10S.) ist einer der sechs Internationalen Standards, die zwingend von allen Unterzeichnern des WADA-Programms umgesetzt werden müssen. Medienmitteilung von Antidoping Schweiz.

Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) legt mit der neuen Auflage des Tabakatlas zum dritten Mal eine Zusammenfassung aktueller Daten und Fakten rund um den Tabakkonsum sowie der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen vor. Der Bericht verdeutlicht das enorme Potential der Krebsprävention und präventiver Gesundheitspolitik. Medienmitteilung des DKFZ.

TeilnehmerInnen für Psychedelic Survey gesucht

Für Ihr wissenschaftliches Forschungsprojekt sucht die Psychedelic Research Group vom Imperial College in London TeilnehmerInnen. https://global.psychedelicsurvey.com

Synthesebericht zu problematischer Internetnutzung

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) verfolgte eine Gruppe von ExpertInnen aus der Suchthilfe und -prävention Entwicklungen im Bereich der problematischen Internetnutzung in der Schweiz in den Jahren 2018-2020. Als Ergebnis wurde vom Fachverband Sucht und GREA ein Synthesebericht (pdf, 30S.) veröffentlicht. Der Bericht stützt sich auf die Einschätzungen der ExpertInnen, auf die aktuelle Fachliteratur und auf neu für die Schweiz erschienene epidemiologische Daten. Laut den ExpertInnen besteht mittlerweile ein Konsens, dass die Anwendungen und nicht das Medium Internet selbst eine allfällige Sucht auslösen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) vom Fachverband Sucht.

Faktenblatt Gaming – Gambling

Die Grenze zwischen Games und Glücksspielen löst sich auf. Es vermischen sich die beiden Aspekte Geschicklichkeit (Games) und Glück (Glücksspiel). Denn in Games sind zunehmend Glücksspielelemente integriert (Gamblification of Games) und Glücksspiele werden als Games wahrgenommen (Gamification of Gambling). Ein Faktenblatt (pdf, 4S.) zum Thema von Radix.

Ohne Gewalt, Halt! – Deeskalationsstrategien in der Gewaltprävention

Die Ausgabe proJugend 3/2020 stellt verschiedene Aspekte eines autoritativen Erziehungsstils vor, die alle auf Klarheit und Zuwendung bauen. Im Zusammenspiel von pädagogischer Führung und verstehender Einfühlung können Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule viel zur Deeskalation von Gewalt beitragen. Der Artikel (pdf, 7S.) "HALT(!) geben durch Haltung" ist als Leseprobe online zugänglich.

Deutschland: Drogenbericht der Bundesregierung

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat den Jahresbericht 2020 vorgestellt. Darin finden sich neben aktuellen Trends und Zahlen rund um die Themen Tabak, Alkohol, illegale Drogen, Medien- und Glücksspielsucht umfangreiche Informationen zur Arbeit der Drogenbeauftragten, zu ihrer bisherigen Schwerpunktsetzung und ihren Zielen für das kommende Jahr. U.a. will Drogenbeauftragte mit Präventionskampagnen gegen den den verstärkten Konsum von Kokain vorgehen. Artikel des ZDF, Artikel auf Zeit Online.

Niederschwellige, akzeptierende Suchtarbeit

Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in Schweizer Kleinstädten. Schweizweit existieren vier Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in kleinen Städten. Das Ziel dieser Arbeit ist, mithilfe einer qualitativen Forschung in Erfahrung zu bringen, mit welchen Rahmenbedingungen die Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in den Kleinstädten konfrontiert sind und welchen Mehrwert sie für wen bieten.

CBD laut Europäischen Gerichtshof kein Suchtmittel

Der Europäische Gerichtshof hat am 19. November 2020 ein möglicherweise zukunftsweisendes Urteil zum Thema CDB (Cannabidiol) gesprochen. Demnach darf ein Mitgliedsstaat der EU die „Vermarktung von in einem anderen Mitgliedstaat rechtmässig hergestelltem Cannabidiol (CBD) nicht verbieten, wenn es aus der gesamten Cannabissativa-Pflanze und nicht nur aus ihren Fasern und Samen gewonnen wird.“ Das Besondere an diesem Urteil ist die Begründung, wonach die Bestimmungen über den freien Warenverkehr innerhalb der Union anwendbar sind, weil laut EuGH CBD nicht als „Suchtstoff“ angesehen werden kann. Artikel auf praevention.at

Negative Auswirkungen des Rauchens auf Covid-19

Zu Beginn der Covid-19-Epidemie war noch nicht klar, welche Auswirkungen das Rauchen auf die Möglichkeit einer Infektion mit dem Covid-19-Erreger oder auf einen schwereren Krankheitsverlauf bei RaucherInnen hatte. Bereis vorhandenes Wissen deutete diesbezüglich auf negative Auswirkungen des Rauchens hin. In der Zwischenzeit nahmen die wissenschaftlichen Beweise für die negativen Auswirkungen des Rauchens auf Covid-19 weiter zu. Artikel der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen

Die Themen der aktuellen Ausgabe (pdf, 10S.) sind: Klinische Soziale Arbeit und Case Management in der Psychiatrie und in der Suchthilfe; SuchthilfeHilfen für süchtige Mütter mit kleinen Kindern – und allgemein für Familien mit Suchtproblemen; Words matter – Wie soll man über Alkohol und andere Drogen, ihren Konsum und die damit verbundenen Folgen sprechen?

Sucht im Alter

Mit der steigenden Lebenserwartung in der Gesellschaft nimmt auch die Zahl der älteren Personen mit einer Suchterkrankung zu, die auf pflegerische Dienstleistungen im ambulanten oder (teil-)stationären Bereich angewiesen sind. Die mit der Suchterkrankung einhergehenden Verhaltensauffälligkeiten, aber auch die physischen und psychischen Folgen für die Betroffenen stellen die Betreuenden und Pflegenden vor Herausforderungen. Das neue Faktenblatt (pdf, 9S.) von Curaviva trägt die wichtigsten Informationen zum Thema Sucht im Alter und zum Umgang mit Suchtbetroffenen zusammen. Themendossier "Sucht im Alter" von Curaviva.

Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung

Das Memorandum (pdf, 43S.) „Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung“ der BZgA erarbeitet Kriterien und Operationalisierungen von evidenzbasierter Prävention und Gesundheitsförderung und möchte einen Standard für das Verständnis und die Umsetzung von Evidenzbasierung in der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland setzen.

HIV-Neudiagnosen sind 2019 leicht zurückgegangen

Mit 421 gemeldeten HIV-Fällen im 2019 wird die 500er Marke zum dritten Mal in Folge deutlich unterschritten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vermutet eine Trendwende um das Jahr 2008 herum. Die Schweiz liegt hinsichtlich der HIV-Test- und Behandlungsziele der Vereinten Nationen im internationalen Vergleich weit vorne. Medienmitteilung des BAG.

Alkoholwerbung während der Corona-Pandemie

Die Pandemie hat den Alkoholkonsum im Deutschland steigen lassen, es gibt Rückfälle unter trockenen Alkoholikern. Trotzdem haben einige Supermärkte keine Skrupel, das Corona-Leid für sich zu nutzen – und mit Schnaps gegen Einsamkeit zu werben. Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Verwendung der Spielsuchtabgabe durch die Kantone

Gemäss Art. 18 der Interkantonalen Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten (IVLW) sind die Lotteriegesellschaften verpflichtet, den Kantonen jährlich eine Spielsuchtabgabe zu entrichten. Die Comlot gibt einen jährlichen Bericht heraus, über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen. Der Bericht 2019 (pdf, 68S.) steht zum Dowload bereit.

Info-Bulletin Sucht und Covid-19

Die Taskforce «Sucht und Covid-19» trifft sich seit Anfang November aufgrund der aktuellen Entwicklungen wieder 1x wöchentlich. Mit dem Informationsbulletin (pdf, 3S.) informiert sie über aktuelle Fragestellungen in Zusammenhang mit Sucht und Covid-19.

Freizeitdrogenkonsum 2020

Seit 2012 werden in den Drug Checking-Projekten sowie online Daten zum Konsum psychoaktiver Substanzen in der Freizeit erhoben, die von Infodrog im Rahmen eines jährlichen Berichts ausgewertet werden. Die Auswertung 2020 (pdf, 17S.) zeigt, dass sich die Konsumgewohnheiten nicht massgeblich verändert haben. Allerdings könnte es aufgrund der COVID-19 Pandemie vermehrt zu Verschiebungen des Konsums in den privaten Bereich kommen.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 4/2020 (pdf, 5S.) ist soeben erschienen.

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Seit 2001 gibt es ein regelmässiges Monitoring der heroingestützten Behandlung (HeGeBe) in der Schweiz. Dieser Bericht (pdf, 39S.) präsentiert die Ergebnisse der Erhebung 2019. Der Name HeGeBe ist historisch begründet, obschon die Bezeichnung diacetylmorphingestützte Behandlung korrekter ist. Im Jahr 2019 hatten 22 Institutionen in 13 Kantonen die Berechtigung Diacetylmorphin zu verabreichen.

Ein Jahr Eidg. Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nicht übertragbarer Krankheiten EKSN

Im Januar 2020 hat die neue EKSN ihre Arbeit aufgenommen. Sie hat die drei Vorgängerkommissionen in den Bereichen Alkoholprävention (EKAL), Tabakprävention (EKTP) und Sucht (EKSF) abgelöst. Welche Funktion erfüllt die EKSN? Und womit hat sie sich im ersten Jahr beschäftigt? Präsident Matthias Weishaupt gibt Auskunft. Artikel auf Spectra.

Experiment Nichtrauchen: Schulklassen sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Beim Präventionsprojekt Experiment Nichtrauchen setzen sich Schülerinnen und Schüler mit dem Tabakkonsum und seinen Folgen auseinander. Für den Start am 5. November 2020 haben sich 1‘880 Schulklassen angemeldet. Damit ist die Teilnehmerzahl leicht tiefer als in den Vorjahren. Medienmitteilung zum Projekt.

USA: Zunehmende Befürwortung der Cannabislegalisierung

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup befragte erstmalig im Jahr 1969 die US-Amerikaner, ob sie für die Legalisierung von Cannabis seien. 12 Prozent befürworteten damals eine Legalisierung. In den Jahren 2018 und 2019 lag die Zustimmung für eine Legalisierung bei 66 Prozent und stieg im Jahr 2020 auf 68 Prozent. Eine Zusammenstellung (Englisch) der Ergebnisse ist im aktuellen Gallup-Bericht aufgelistet. Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Spectra: Im Gespräch mit Markus Jann

Nach zwei Jahrzehnten im BAG wird Markus Jann im kommenden Januar pensioniert. 2001 hat er im BAG die Leitung der Sektion Drogen übernommen, heute leitet er die Sektion «Politische Grundlagen und Vollzug» in der Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten. Im Interview blickt er auf seine Highlights und Herausforderungen zurück. Artikel auf Spectra.

Wie ‘Big Tobacco’ Steuern umgeht

Untersuchungen (Englisch, pdf, 46S.)des Investigative Desk in Zusammenarbeit mit der University of Bath (UK) legen erstmals offen, in welcher Grössenordnung und durch welche Methoden die vier grössten Tabakunternehmen der Welt ihre Steuern minimieren. Auch die Schweiz spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Artikel der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Europäsiche SchülerInnenbefragung ESPAD 2019

Der Tabak- und Alkoholkonsum unter 15- bis 16-jährigen SchülerInnen zeigt Anzeichen eines Rückgangs, aber es bestehen Bedenken hinsichtlich des potenziell riskanten Cannabiskonsums und der Herausforderungen, die sich aus den neuen Suchtverhaltensweisen ergeben. Dies sind einige der Ergebnisse des aktuellen ESPAD Reports (pdf, 136S.). Die Studie basiert auf einer Erhebung aus dem Jahr 2019 in 35 europäischen Ländern. Medienmitteilung (Englisch) zur Studie.

Experimentierartikel: Auf der Suche nach Bio-Hanf

Auf einem Feld im aargauischen Niederwil suchen Forscherinnen und Forscher nach dem besten Bio-Hanf. Der Anbau solcher Pflanzen ist in der Schweiz eigentlich gesetzlich verboten. Dank des «Experimentierartikels» des Bundes kann eine Firma mit einer Sonderbewilligung ihre Forschung betreiben. Beitrag auf SRF.

Öffentliche Gesundheit: Alkohol und Krebs in Europa

Dieses Faktenblatt informiert über die Zusammenhänge zwischen Alkohol und einer Reihe von Krebsarten, darunter einige der häufigsten Arten, wie z.B. Brustkrebs bei Frauen und Darmkrebs. Das Faktenblatt richtet sich Fachpersonen, die an der Gestaltung und Umsetzung von Politiken mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit beteiligt sind. Publikation der WHO, Regionalbüro Europa, Medienmitteilung der WHO.

Factsheet – Gefährlicher Mischkonsum

Medikamente, gemischt mit Alkohol, Cannabis oder anderen Medikamenten und Drogen, haben in der Schweiz in den vergangenen Monaten zu Todesfällen bei Jugendlichen geführt. Das neue Factsheet der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich informiert Eltern und Jugendliche kurz und knapp über die Risiken und wie man sich schützen kann.

Medikamentenkampagne: «Wir reden über das Tabu»

Rund 200‘000 Personen sind in der Schweiz abhängig von Schlaf- und Beruhigungsmitteln – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Das möchte die Arud ändern und lanciert eine Präventionskampagne.

Newsletter Infodrog

Der November-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist erschienen.

Keine E-Zigaretten mehr für Minderjährige im Kanton Solothurn

Der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige soll im Kanton Solothurn verboten werden. Der Kantonsrat hat einen entsprechenden Auftrag aus den Reihen der CVP für erheblich erklärt und damit an den Regierungsrat überwiesen.. Artikel auf Nau.

Jede 12. Person stirbt wegen Alkohol

1553 Personen sterben in der Schweiz jedes Jahr an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Schätzungsweise 8% aller Todesfälle in der Altersgruppe der 15- bis 74-Jährigen sind alkoholbedingt. Bei den 15- bis 24-jährigen Männern sind fast 20% der Todesfälle auf Alkohol zurückzuführen, wie ein Bericht (pdf, 84S.) von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigt.  Faktenblatt (pdf, 2S.) "Alkoholbedingte Todesfälle in der Schweiz 2017" vom BAG, Mitteilung von Sucht Schweiz.

Tabakproduktegesetz: Kommission will Werbung für Tabakprodukte in Zeitungen und Internet zulassen

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) will der Tabak- und Nikotinindustrie erlauben, unbegrenzt Promotion für E-Zigaretten und neue Tabakprodukte zu machen. Ebenso erteilt die Kommission einem umfassenden Tabakwerbeverbot in Printpublikationen und im Internet eine Absage. Lediglich in jenen Bereichen wo der Umfang der Werbung heute einen eher geringen Umsatz ausmacht, auf Plakaten und im Kino, spricht sich die Kommission für ein schweizweites Verbot aus. Medienmitteilung der Kommission, Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Mitteilung vom Fachverband Sucht. (Infoset berichtete)

USA: Drogen-Entkriminalisierung in mehreren Bundesstaaten

Im Zuge der Präsidentenwahl wurde am 3. November in manchen Bundesstaaten auch über die Entkriminalisierung bislang illegaler Drogen abgestimmt. Bemerkenswert ist dabei vor allem der Bundesstaat Oregon, der erstmals innerhalb der Vereinigten Staaten kleine Mengen Kokain, Heroin, Methamphetamine und andere bislang verbotene Substanzen entkriminalisiert. Das heißt, der Besitz kleinerer Mengen wird künftig als Verwaltungsdelikt behandelt, ähnlich einer Verkehrsstrafe. Auch im Hauptstadtbezirk Washington D.C. wurde zugunsten einer Entkriminalisierung psychedelischer Drogen gestimmt. In New Jersey, South Dakota, Montana and Arizona haben die Wähler/innen mehrheitlich einer Legalisierung von Cannabis zugestimmt. Artikel auf praevention.at, Artikel auf New Atlas.

Deutschland: Apps und Online-Angebote bei Suchtproblemen

Für Suchtprobleme gibt es ein grosses Angebot an Apps fürs Handy und Online-Programme. Die Bayersiche Akademie für Suchtfragen hat eine Auswahl (pdf, 8S.) an Angeboten zusammengestellt, die von seriösen Institutionen entwickelt und teilweise auch wissenschaftlich evaluiert wurden.

laut & leise: Lebensübergänge

Lebensübergänge und kritische Lebensereignisse wie Krankheit oder Jobverlust sind mit Herausforderungen verbunden. Die aktuelle Ausgabe von laut & leise zeigt auf, welche Suchtrisiken dabei entstehen und wie dann Ressourcen aktiviert werden können. Es werden Angebote vorgestellt, die ein risikoarmes Verhalten und entsprechende Lebenskompetenzen über die gesamte Lebensspanne hinweg fördern. Das aktuelle Magazin (03/2020, pdf, 20S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich steht zum Download bereit.

15 Jahre Rauchstopplinie

Seit nunmehr 15 Jahren klingelt das Telefon bei der nationalen Rauchstopplinie regelmässig. Hier wird Hilfesuchenden eine kostenlose, individuelle und professionelle Beratung zum Thema „Rauchstopp“ geboten. Die Nummer 0848 000 181 prangt mittlerweile auf jeder in der Schweiz verkauften Zigarettenpackung. Ein Rückblick. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at, www.stopsmoking.ch

Medikamente als Drogen: «Wenn ich weiter konsumiere, sterbe ich»

Junge Leute missbrauchen Medikamente für einen Rausch. Ist das in der Schweiz nur eine Randerscheinung oder ein gefährlicher Trend? Und warum konsumieren Jugendliche Xanax oder Tilidin? Beitrag auf SRF Virus (20 Minuten).

Nationalrat will Besteuerung von E-Zigaretten

Das Parlament will im Einklang mit dem Bundesrat eine Abgabe auf elektronische Zigaretten einführen. Der Nationalrat hat einen entsprechenden Vorstoss aus dem Ständerat angenommen. 2012 wurden die E-Zigaretten von der Tabaksteuer befreit. Konkret verlangt die Motion (19.3958) die Ausarbeitung eines Erlassentwurfs, der die gesetzlichen Grundlagen für die Besteuerung von elektronischen Zigaretten schafft. Gleichzeitig soll, aufgrund eines angeblich geringeren Risikoprofils, die Besteuerung von E-Zigaretten zu einem tieferen Satz als bei herkömmlichen Zigaretten erfolgen. Der Nationalrat ergänzte den Text der Motion jedoch, wodurch sich der Ständerat ein zweites Mal mit dem Geschäft befassen muss. Konkret sieht eine neue Formulierung vor, dass die Bestimmungen zur Besteuerung von elektronischen Zigaretten nicht in Kraft treten, bevor das Bundesgesetz über Tabakprodukte verabschiedet ist. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT.

Prominente, Drogenkonsum und Sucht

Prominente gelten als besonders drogen- und in der Folge suchtaffin. Bekannten Musikern, Künstlern und Schauspielern wird immer wieder eine starke Nähe zu Alkohol oder Drogen nachgesagt. Die meisten bekannten Musikstars, die in den letzten Jahren vor dem Erreichen ihres 30. Lebensjahres starben, hatten starke Probleme mit Drogenkonsum. Aber stimmt die vermutete Nähe der Promis zu Drogen oder ist es ein Mythos der Regenbogenpresse, um eine voyeuristische Sensationslust und damit die Verkaufsmaschinerie am Laufen zu halten? Artikel auf addiction.de

Der globale Stand der Schadensminderung 2020

In seiner siebten Ausgabe ist der Global State of Harm Reduction 2020 die umfassendste globale Kartierung der Massnahmen zur Schadensverminderung im Zusammenhang mit Drogenkonsum, HIV und Hepatitis. Herausgeber ist Harm Reduction International.

Interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe

Welche Einflussfaktoren begünstigen oder hemmen die Umsetzung von interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe? Wie können hemmende Faktoren überwunden werden? Die vom BAG in Auftrag gegebene Studie gibt Antworten.

Addiction Psychology Switzerland

Am 17. Januar 2020 wurde in Bern der Fachverband für Suchtpsychologie mit dem Namen Addiction Psychology Switzerland (APS) gegründet. Der Verband vertritt die fachspezifischen und berufspolitischen Interessen der im Suchtbereich tätigen PsychologInnen und der in der universitären oder angewandten Suchtforschung tätigen PsychologInnen. https://addictionpsychology.ch

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 42, pdf, 18S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Mortalität bei geringem und nicht-täglichem Rauchen als Dosis-Wirkungs-Beziehung
  • Zusammenhang zwischen Internetsucht und selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen in China
  • Prävalenz von NPS-Konsum bei Patientinnen und Patienten zur Aufnahme in Entzugsbehandlung
  • Retention in Substitutionsbehandlung – ein systematischer Review
  • Remission bei unbehandelten pathologischen Glücksspielenden: Wem gelingt sie, wem nicht?

Kaufsucht: Veränderungen seit dem Aufkommen von Online-Shops

4.8% der SchweizerInnen sind pathologisch kaufsüchtig. Dies ist das Ergebnis der Kaufsuchtumfrage 2019 (pdf, 43S.) bei rund 1000 Personen aus den deutschsprachigen und französischsprachigen Landesteilen. Da sich das Konsumverhalten durch das Aufkommen des Online-Handels stark verändert hat, unterschied diese Befragung erstmals zwischen der Kaufsucht beim Einkaufen im Internet (online) und in physischen Läden (real). Demnach sind 2.9% der Bevölkerung online-kaufsüchtig und 3.8% sind süchtig danach, in Läden einzukaufen. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG.

Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum

In der Schweiz leben 5,8% der Kinder unter 15 Jahre in einer Familie, in der ein oder beide Elternteile risikoreich Alkohol konsumieren. 31,3% wachsen in einem Umfeld auf, in dem die Eltern täglich nikotinhaltige Produkte (z.B. Tabakprodukte, E-Zigaretten) zu sich nehmen. Der Anteil an Kindern, deren Eltern risikoreich illegale Drogen (z.B. Cannabis, Kokain, Heroin) konsumieren, ist gering (1,8%). Bei einem Teil der Kinder zeigen die Eltern einen mehrfachen Risikokonsum. Dies ist insbesondere bei Alkohol und Tabak (1,9%) der Fall. Der Indikator "Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum" ist neu auf MonAM aufgeschaltet.

Immer mehr Spielsperren in Casinos und Online

"Rien ne va plus", hat es Ende 2019 in der Schweiz für 61'452 Spielsüchtige von Casinos und Online-Spielen geheissen. Sie wurde vom Spielbetrieb ausgeschlossen, wie eine neue Statistik der Eidgenössischen Spielbankenkommission zeigt. Die Zahl der Spielsperren stieg damit im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um 4278 Personen. Dieser Anstieg ist grösser als in früheren Jahren. Die zunehmende Zahl von Spielsperren sei auf die Eröffnung von vier Online-Casinos in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 zurückzuführen. Artikel auf swissinfo.ch

Drogentherapie: Cazis als weltweites Vorbild

Suchtkranke Gefängnis-Insassen werden in Cazis seit vielen Jahren mit einer kontrollierten Drogenabgabe therapiert. Ein Modell, das nun in einer internationalen Studie Anerkennung erhält und zum Vorbild für die USA werden könnte. Beitrag (03:05-13:05) im Regionaljournal Graubünden.

Kampagne „Glücksspiele können abhängig machen. Auch online”

Das Risiko für ein problematisches Spielverhalten ist bei Online-Glücksspielen besonders hoch. Dabei dürfte die Zahl an Online-Spielenden in den vergangenen Monaten wegen Covid-19 nochmals gestiegen sein. 16 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein lancieren deshalb mit der Botschaft „Glücksspiele können abhängig machen. Auch online.” eine Sensibilisierungskampagne, Medienmitteilung von Sucht Schweiz. Die Website zur Kampagne wurde überarbeitet und erscheint in frischem Look. Neu sind darauf vertiefte Informationen zum Online-Glücksspiel, inkl. bspw. Free-to-Play-Spielen zu finden: www.sos-spielsucht.ch

Deutschland: Konsum von Alkohol und Tabak steigt in Coronakrise deutlich

Es gehört zu den ungesunden Aspekten der Corona-Beschränkungen: Seit Beginn der Pandemie greifen viele Raucher und Alkoholkonsumenten laut einer Umfrage häufiger zu den Suchtmitteln. Artikel auf Spiegel Online.

In Österreich wird weniger geraucht

Die Gesundheitsbefragung 2019 (ATHIS) zeigt unter anderem einen Rückgang des Anteils der täglichen Raucherinnen und Raucher. Gaben im Jahr 2014 noch rund 24 Prozent der Befragten an, täglich zur Zigarette zu greifen, waren es bei der aktuellen Untersuchung nur mehr rund 20 Prozent. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass erstmals seit Beginn der Erhebungen (1972) der Anteil der weiblichen (täglichen) Raucher gesunken ist. Beitrag auf praevention.at

Nez Rouge bietet dieses Jahr keinen Heimfahrdienst an

Die Präventionskampagne Nez Rouge findet dieses ohne Heimfahrdienst statt. Mit dem Maskottchen Rudolph ruft Nez Rouge Autofahrer/innen zu verantwortungsvollem Handeln auf. Das heisst: Es wird im Voraus ein fahrtüchtiger Fahrer bestimmt, wer fahruntüchtig ist, ruft ein Taxi oder einen Bekannten an, verwendet die öffentlichen Verkehrsmittel oder übernachtet vor Ort. Mitteilung von Nez Rouge.

Corona-Pandemie und Suchtmedizin

Zwei Beiträge in der Fachzeitschrift "Sucht" zur Corona-Pandemie sind online zugänglich:

  • SARS-CoV-2 Pandemie und Suchterkrankungen: Schwerpunkt Opioidabhängigkeit und Substitution. Ein Erfahrungsbericht aus Bayern
  • Coronakrise und Suchtmedizin: Ein Praxisbericht Deutschland

Neuklassifizierung von Cannabis

Nach ihrer allerersten kritischen Überprüfung der Cannabis-Klassifizierung gab die Weltgesundheitsorganisation im Januar 2019 eine Sammlung formeller Empfehlungen für die Neuplanung von Cannabis und cannabisähnlichen Substanzen heraus. 53 Mitgliedsstaaten der Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs CND) werden im Dezember 2020 über diese Empfehlungen abstimmen. Artikel (pdf, 11S., Englisch) auf The Transnational Institute TNI.

COVID-19: Beispiele aus der Praxis

Die Pompidou-Gruppe hat die Online-Plattform "Rette Leben schütze Menschen" für politische Entscheidungsträger und Praktiker eingerichtet. Sie liefert konkrete Beispiele für Praktiken zur Milderung der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Drogenkonsumierende und Personen, die mit Drogen in Kontakt kommen.

Wirksame Strategien der Suchtprävention für die Praxis

Mit dem Fachheft „Expertise zur Suchtprävention 2020“ legt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine wissenschaftlich basierte Handreichung für im Bereich der Suchtprävention Tätige vor, die es ermöglicht, aktuelle Erkenntnisse der Präventionsforschung in der suchtpräventiven Arbeit zu berücksichtigen. Sie richtet sich an Verantwortliche für Suchtprävention auf allen handlungspolitischen Ebenen und an Personen, die mit der Entwicklung und Durchführung suchtpräventiver Massnahmen auf kommunaler oder Länder-Ebene betraut sind.

In Zürich rauchen über 60 Prozent der 16- bis 17-Jährigen

Eine neue Studie des Universitäts-Kinderspital Zürich zeigt: Rund 70 Prozent der Mädchen und rund 60 Prozent der Jungen im Alter von 16 bis 17 Jahren im Kanton Zürich rauchen – mit teils schweren Folgen. Dabei sind E-Zigaretten bei Schulkindern von allen Raucherwaren am beliebtesten. Und: Bereits 6- bis 12-Jährige rauchen. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Kinderspitals, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Kann Nasenspray süchtig machen?

Schnupfen? Nase zu? Das Atmen fällt schwer? Da greifen wir schon mal zu Nasenspray, das macht die Nase frei. Aber einige werden dadurch zum Nasenspray-Junkie, und das kann durchaus unangenehm sein. Artikel der Deutschen Welle.

Juul stellt Deutschlandgeschäft ein

Das US-Unternehmen Juul wollte in Deutschland Marktführer für E-Zigaretten werden. Nach heftigen Rückschlägen zieht es sich nun komplett aus der Bundesrepublik zurück, Artikel auf Spiegel Online. Auch aus der Schweiz zieht sich Juul bis Ende Jahr zurück, Artikel auf Handelszeitung.ch. Das Geschäft in Österreich wurde bereits diesen Sommer beendet.

Jahresbericht Tabakpräventionsfonds

Der Fonds dient dem Zweck, Präventionsmassnahmen zu finanzieren, die effizient und nachhaltig dazu beitragen, den Tabakkonsum zu reduzieren. Ausserdem unterstützt der Fonds im kleinen Rahmen praxisrelevante Forschungsprojekte. Der Jahresbereicht 2019 (pdf, 24S.) ist online zugänglich.

IQOS-Rauch beinhaltet Gifte

Im Auftrag des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg hat ein akkreditiertes Labor den Rauch der IQOS von Philip Morris untersucht. Die Proben weisen darauf hin, dass im Rauch von IQOS gesundheitsschädigende Gifte vorhanden sind. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, Artikel auf 20 Minuten.