News der letzten 12 Monate

Dopingliste

Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden (Dopingliste) wird in der Regel jährlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Die Dopingliste (pdf, 8S.) ist einer der sechs Internationalen Standards, die zwingend von allen Unterzeichnern des WADA-Programms umgesetzt werden müssen. Medienmitteilung von Antidoping Schweiz.

Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die öffentliche Meinung

Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die öffentliche Meinung

In den letzten zehn Jahren starben in den USA, je nach Quelle, zwischen 200'000 und 400‘000 Menschen an Überdosen von abhängig machenden opioidhaltigen Schmerzmitteln. Die Opfer gehören mehrheitlich zur Arbeiterschicht. Dieses nationale Drama wurde nicht viel früher gestoppt, weil der US-Pharmakonzern Purdue die öffentliche Meinung aufs Gröbste manipulierte – mit ähnlichen Methoden wie früher die Tabakkonzerne oder die Asbestlobby. Beitrag auf Infosperber.

Erster Drogenkonsumraum Baden-Württembergs eröffnet

Seit fast 20 Jahren erlaubt das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) den einzelnen Bundeslän­dern, eine Verordnung für die Räume zu erlassen. Deutschlandweit gibt es bereits zwei Dutzend solcher Einrichtungen in sechs Bundesländern (Berlin, Hamburg, Hessen, Nieder­sachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland). In der grün-schwarzen Landesregierung war die Einrichtung heftig umstritten. Erst im vergangenen März hatte das Kabinett der Verordnung grünes Licht gegeben. Nun hat der erste Konsumraum in Karlsruhe aufgemacht. Artikel auf aerzteblatt.de

Positionspapier Psychische Gesundheit

Psychische Störungen gehören gemäss WHO zu den häufigsten Leiden im Erwachsenenalter. Ein grosser Teil psychischer Krankheiten und Störungen beginnt jedoch bereits im Kindes-und Jugendalter. Gesundheitsförderung und frühe Prävention im Bereich von Mental Health von Kindern und Jugendlichen sind nötig und sinnvoll und im Moment weder auf individueller noch auf organisatorischer Ebene ausreichend vorhanden. Ein Positionspapier (pdf, 17S.) der Allianz 'Gesunde Schweiz'.

Kinder ohne Tabak: Bundesrat lehnt Volksinitiative ab

Im September 2019 wurde die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» eingereicht. Sie fordert, dass jede Form von Tabakwerbung verboten wird, die sich an Kinder und Jugendliche richtet. Dies würde einem vollständigen Werbeverbot gleichkommen. Der Bundesrat will zwar die Bevölkerung und insbesondere Jugendliche vor den negativen Folgen des Tabakkonsums schützen. Er begrüsst daher eine weitgehende Einschränkung der Tabakwerbung. Die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» geht nach seiner Ansicht aber zu weit. Medienmitteilung des Bundesrates. Das Initiativkomitee nimmt in ihrer Mitteilung diesen Entscheid erstaunt zur Kenntnis und ist enttäuscht.

Gesundheit 2030

Alle Menschen in der Schweiz sollen auch zukünftig von einem guten und bezahlbaren Gesundheitssystem profitieren. In seiner am 6. Dezember 2019 verabschiedeten Strategie für die Jahre 2020 bis 2030 zeigt der Bundesrat auf, wie er in der Gesundheitspolitik mit den grossen gesellschaftlichen Entwicklungen umgehen will. Im Zentrum von «Gesundheit2030» stehen die Bedürfnisse der Menschen und eine gute Versorgung. Medienmitteilung und Bericht (pdf, 34S.) des Bundesrates.

Newsletter Infoset

Die aktuellen News aus dem Suchtbereich kurz und bündig zusammengefasst und die neusten Veranstaltungen & Weiterbildungen rund um das Thema Sucht. Der aktuelle Newsletter von Infoset ist soeben erschienen!

Schweizer InfluencerInnen tappen in Alkohol-Falle

Die Eidgenössische Zollverwaltung sieht sich genötigt, bei Schweizer Influencern einzugreifen. Die Behörde stellte vermehrt illegale Instagram-Posts fest. Beitrag der Schweizer Illustrierten.

Verwendung der Spielsuchtabgabe

Seit 2007 erheben Kantone von den Lotteriegesellschaften eine Spielsuchtabgabe von 0,5 % auf den Bruttospielerträgen, was rund 4.5 – 5.0 Millionen Franken pro Jahr einbringt. Die Comlot veröffentlicht jährlich einen Bericht (pdf, 69S.) über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen. Im Jahr 2018 haben die Deutschschweizer Kantone und der Kanton Tessin insgesamt 105.1 % der Spielsuchtabgabe 2017 eingesetzt. Es wurden also Reserven abgebaut.

Deutliche Tabaksteuererhöhungen sind die wirksamste Massnahme

Tabaksteuererhöhungen, die zu einem spürbaren Preisanstieg führen, sind die wirksamste Massnahme, um Jugendliche vom Einstieg ins Rauchen abzuhalten und Raucher zum Aufhören zu motivieren. Factsheet (pdf, 6S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum dkfz.

Tabakpräventionsfonds soll Rauchstopp mit E-Zigaretten ermöglichen

Pro Jahr sterben in der Schweiz 9500 Personen an den Folgen des Tabakkonsums. Mit E-Zigaretten steht den Raucherinnen und Rauchern ein neues Instrument zur Verfügung, Nikotin auf eine weniger schädliche Art zu konsumieren. Über den Tabakpräventionsfonds (TPF) sollen darum auch Projekte mit einem schadensmindernden Ansatz finanziert werden können. Dies fordern die Mitglieder der Föderation der Suchtfachleute in ihren Antworten zur Totalrevision der TPFV.

Betäubungsmittelverzeichnis um neue Substanzen ergänzt

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 03. Dezember um 13 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Medienmitteilung von Swissmedic.

Aktion Nez Rouge 2019

Nez Rouge ist eine nationale Präventions- und Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Verkehrssicherheit. Nez Rouge bietet während den Festtagen einen Heimfahrdienst für Personen, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selbst nach Hause zu fahren. Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente - lauter gute Gründe, die Gratisnummer 0800 802 208 anzurufen und seine Autoschlüssel den Freiwilligen MitarbeiterInnen von Nez Rouge zu übergeben. Die Aktion Nez Rouge 2019 läuft seit anfangs Dezember. www.nezrouge.ch

Niederlande - Liberale Drogenpolitik mit Folgen

Die Drogenmafia kann alles durchdringen, wenn man ihr den Raum gibt. Die Niederlande haben sich, auch wegen ihrer Drogenpolitik, zu einem der grössten Exporteure synthetischer Drogen entwickelt. Beitrag der Deutschen Welle.

Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN)

Die neue eidgenössische Fachkommission verfasst Berichte und Stellungnahmen zu Fragen, die übergreifend die Thematik von Sucht und Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten betreffen. Sie initiiert und begleitet die Meinungsbildungs-, Entscheidungs- und Realisierungsprozesse bei Fragen, die im Zusammenhang mit Alkohol, Tabak, Betäubungsmitteln, Verhaltenssüchten sowie psychoaktiven Medikamenten stehen. Die ab Januar 2020 neu eingesetzte EKSN ersetzt die bisherigen eidgenössischen Kommissionen für Alkoholfragen (EKAL), für Tabakprävention (EKTP) und für Suchtfragen (EKSF). Mitteilung des BA für Gesundheit. Liste (pdf, 1S.) der Mitglieder.

Was Älterwerden für suchtkranke Menschen bedeutet

In Stadtzürcher Drogeneinrichtungen verkehren zunehmend ältere, langjährige Konsumenten. Für Süchtige mit Altersgebrechen und schweren psychischen Störungen sind viele Anlaufstellen aber nicht optimal eingerichtet. Gefragt sind zudem geeignete Plätze in Alters- oder Pflegeheimen. Artikel auf NZZ Online.

Wie ein Narkosemittel das Bierverlangen schwächt

Bei vielen weckt bereits der Anblick eines Biers Lust, zu trinken. Bei manchen wird daraus extremes Verlangen. Forschern ist es gelungen, das zu verändern - mithilfe eines Narkosemittels. Artikel auf Spiegel Online.

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie:

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 40, pdf, 12S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Verhaltenstherapeutische Kurzintervention als effektiver Behandlungsansatz bei Internet- und Computerspielsucht
  • "Anleitungen zum Unmännlich-Sein“ – Gender und Sucht
  • Beendigung des Cannabiskonsums – eine retrospektive Studie
  • Bewältigung von Entwicklungsaufgaben bei Kindern alkoholkranker Eltern im Übergang zum Erwachsenenalter

Alkoholkonsum in der Schweiz

Der Anteil Personen, die täglich Alkohol konsumieren, hat sich von 20 Prozent im Jahr 1992 auf 11 Prozent im Jahr 2017 praktisch halbiert, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Allerdings werden zu bestimmten Gelegenheiten grössere Mengen Alkohol getrunken. Der Anteil der Personen, die mindestens einmal pro Monat trinken bis zum Rausch, stieg nämlich von 11 Prozent im Jahr 2007 auf 16 Prozent im Jahr 2017. Die Statistiken zeigen zudem, dass junge Frauen in diesen zehn Jahren beim Rauschtrinken gegenüber den Männern ein Stück weit aufgeholt haben. Medienmitteilung vom Bundesamt für Statistik, Artikel auf SRF. Die Publikation "Alkoholkonsum 2017" steht zum Download bereit.

Der Europäische Drogenmarkt

Die EuropäerInnen geben jedes Jahr mindestens 30 Milliarden Euro für Drogen im Einzelhandel aus, was den Drogenmarkt zu einer wichtigen Einnahmequelle für Gruppen der organisierten Kriminalität in der Europäischen Union macht. Etwa zwei Fünftel davon (39%) werden für Cannabis, 31% für Kokain, 25% für Heroin und 5% für Amphetamine und MDMA ausgegeben. Drogenmarkbericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und von Europol, Medienmitteilung (pdf, 4S., Deutsch) der EBDD.

Drogensucht - Sind deutsche Kommunen überfordert?

In Deutschland wurde dieses Jahr eine Rekordmenge an Kokain sichergestellt. Aber nicht nur Kokain macht den Kommunen zur Zeit Probleme. Auch andere Drogen und deren Konsum machen Kommunen zu schaffen. Beitrag der Deutschen Welle. Medienmitteilung zur Jahrestagung der Drogenbeauftragten 2019.

Gesundheit im Strafvollzug in Europa

Der Bericht enthält eine Analyse der erhobenen Daten zum Gesundheitsstatus von Häftlingen und den Gesundheitssystemen im Strafvollzug in 39 Ländern in der Europäischen Region der WHO. Der Bericht enthält Daten und Empfehlungen zu folgenden Themen: Statistiken zur Gefangenenpopulation, Gesundheitsversorgungssysteme im Strafvollzug, die Haftumgebung, Risikofaktoren für Krankheit, Krankheitsscreening bei Inhaftierung, Infektionsprävention, Behandlung und Mortalität.

Freizeitdrogenkonsum in der Schweiz

Welche Substanzen konsumieren Freizeitdrogenkonsumierende? In welchem Setting werden diese Substanzen konsumiert? Und welche kurz- oder langfristigen Probleme werden durch den Konsum verursacht? Der Jahresbericht 2019 (pdf, 18S.) «Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit» von Infodrog bietet Einblicke in die Konsumrealitäten einer oftmals im Verborgenen konsumierenden Gruppe.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 4/2019 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Herbst 2019) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • STOPGETHER - Im November höre ich gemeinsam mit dem Rauchen auf
  • Welche Hilfen zum Rauchstopp wirken unter realen Bedingungen am besten?
  • Tabakproduktegesetz
  • Die Krankheitslast des Tabakkonsums in der Schweiz Experiment Nichtrauchen - Neuer Erklärfilm

Praktiken der Tabakindustrie zur Einflussnahme auf die Gesundheitspolitik

Die Eidg. Kommission für Tabakprävention hat in einer Broschüre (pdf, 14S.) die Praktiken der Tabakindustrie zusammengestellt mit aktuellen Beispielen dazu.

Zigaretten, Marketing und ­Jugendschutz

Im Parlament wird derzeit das neue Tabakproduktegesetz (TabPG) verhandelt. Eine Erinnerung an die Fakten über die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Jugendlichen vor den schädlichen Auswirkungen von Tabak, Nikotin und neu E-Zigaretten erscheint angebracht. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

«Auch in der Schweiz besteht das Risiko einer E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen»

Der Bundesrat löst die Eidgenössische Kommission für Tabakprävention auf: Präsidentin und Alt Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz gibt ein letztes, warnendes Interview. Artikel auf tagblatt.ch.

Kanada wagt das Cannabis-Experiment

Als erste Industrienation hat Kanada vor einem Jahr Cannabis komplett legalisiert. Die Aktivisten in der Marihuana-Hochburg Vancouver sind trotzdem frustriert. Beitrag auf NZZ Online.

Lobbying-Offensive für Tabakerhitzer ud E-Zigaretten

Nächstes Jahr berät das Parlament über das neue Tabakproduktegesetz (Infoset berichtete). Darin werden auch die Regeln für sogenannte «alternative Tabakprodukte» festgelegt. Die grossen Tabakhersteller haben eine nie dagewesene Öffentlichkeitsoffensive gestartet, um Ausnahmen für E-Zigaretten und Erhitzungstabak zu erreichen. Artikel auf luzernerzeitung.ch, Beitrag (02:15 -08:30) auf SRF3

Sucht und IV: Vieles ist noch offen

Anfang August publizierte das Bundesgericht einen wegweisenden Entscheid: Personen mit einer Abhängigkeit können Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (IV) erhalten. Wie bei psychischen Erkrankungen soll anhand eines Verfahrens geklärt werden, ob sich die Abhängigkeit auf die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person auswirkt. Präsentation von Monika Tschumi (BSV) über das, was derzeit schon zur Umsetzung des Bundesgerichtsurteils bekannt ist.

Global Drug Survey 2020

Die weltweit grösste Drogenumfrage ist bis zum 30. Dezember online und verzeichnet bereits 31'000 Teilnehmende. Nachdem das Schweizer Suchtmonitoring eingestellt wurde sind die Daten, die im Rahmen der Umfrage erhoben werden, neben den Infodrog-Resultaten der selektiven Befragung von Freizeitdrogenkonsumierenden die einzigen Zahlen, die kantonale Vergleiche zum Konsumverhalten von illegalen Drogen in der Schweiz ermögllichen. Die Teilnahme am Global Drug Survey 2020 dauert 20-30 Minuten. www.globaldrugsurvey.com

Chemsex: Das riskante High aus der schwulen Community

Sex auf Poppers, Liquid Ecstasy oder Crystal – das meint Chemsex. Was steckt hinter dem Phänomen? Wieso ist es mit schwulem Sex verbunden? Der Sexpodcast hat Antworten. Ein Podcast (25 Min.) auf Zeit Online.

Kommission ist gegen Cannabisstudien

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) ist gegen die kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken im Rahmen von Forschungsstudien. Sie hat die Vorlage über einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz in der Gesamtabstimmung abgelehnt. Medienmitteilung der Kommission (Infoset berichtete). An der Juli-Sitzung hatte die Kommission die Detailberatung durchgeführt und einen Bericht über den Jugendschutz im Bereich des Cannabiskonsums in Auftrag gegeben. Dieser Bericht steht ebenfalls zum Download bereit.

Mobbing unter Schülerinnen und Schülern

Als Begriff ist Mobbing in aller Munde, als soziales Phänomen herrscht weithin noch Unklarheit. Welches Ausmaß hat Mobbing, welche Wirkungen? Was unterscheidet Mobbing von anderen aggressiven Verhaltensformen? Und wieso lässt sich Mobbing nur systemisch verstehen? Neben den Antworten auf die Fragen liefert dieser Artikel Lösungen für wirksame Strategien gegen Mobbing. Artikel (pdf, 5S.) in der aktuellen Ausgabe von proJugend zum Thema Mobbing.

Wie Nikotin den Kindstod verursachen könnte

Seit Jahrzehnten warnen Mediziner davor, dass der plötzliche Kindstod durch rauchende Eltern deutlich wahrscheinlicher wird. Neue Studien liefern nun Indizien dafür, warum dies wohl zutrifft. Artikel auf Spektrum.de

Kokain fürs Volk?

Reines Kokain ist auf dem Vormarsch und befeuert die Debatte über eine Legalisierung. Soll der Konsum von harten und weichen Drogen straffrei sein? In der «Arena» vom 15. November diskutierten BefürworterInnen und GegnerInnen einer neuen Drogenpolitik. Artikel zur Sendung auf Watson.

Tabakpräventionspolitik: Herausforderungen und Handlungsbedarf

Die Eidgenössische Kommission für Tabakprävention (EKTP) hat bis anhin den Bundesrat bei Fragen zur Tabakpräventionspolitik beraten. Ende Jahr wird sie ihre Arbeiten abschliessen und die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN) wird ab 2020 ihre Aufgaben aufnehmen. Damit das Thema Tabakprävention in der Themenvielfalt der EKSN weiterhin einen hohen Stellenwert bekommt, verweist die EKTP auf den zukünftigen Handlungsbedarf. Medienmitteilung (und aktuelle Publikationen) der EKTP.

Frühe Abhängigkeitssymptome bei Cannabiskonsum

Die meisten Konsumierenden belassen es bei einem vergleichsweise harmlosen Freizeitkonsum. Manche werden allerdings abhängig von Cannabis. Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass sich erste Abhängigkeitssymptome schon früh zeigen können. Artikel auf Drugcom.de

Newsletter Infodrog

Der November-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Suchtbericht Kanton Zug

Das Suchtverhalten der Zuger Bevölkerung hat sich in den letzten 25 Jahren deutlich verändert. Dies zeigt der aktuelle Suchtbericht der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug auf. Während etwa der Heroinkonsum an Bedeutung verloren hat, stehen heute Verhaltenssüchte sowie der Mischkonsum von mehreren Substanzen im Fokus. Die Gesundheitsdirektion will deshalb das bisherige, grundsätzlich bewährte Drogenkonzept auf die neuen Herausforderungen ausrichten. Suchtbericht (pdf, 108S.) und Medienmitteilung des Kantons Zug.

Alkohol im Alter: Hinschauen und handeln

Der aktuelle Newsletter "Sucht" vom Bundesamt für Gesundheit BAG bietet einen Überblick über aktuelle Projekte und Studien im Themenfeld Sucht im Alter.

Lassen sich durch Tanzen Gesundheit und Wohlbefinden verbessern?

Eine kreative Beschäftigung kann sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit auswirken. Dies ist eine der zentralen Aussagen eines neuen Berichts (Englisch) des WHO-Regionalbüros für Europa, der die Erkenntnisse aus über 900 globalen Publikationen analysiert. Er stellt die bislang umfassendste Untersuchung zum Erkenntnisstand hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den Künsten und Gesundheit dar. Factsheet (pdf, 2S.) und Videobotschaft zur Studie.

Sind Drogen gefährlich?

Die Berichterstattung in vielen Medien korreliert oft nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Beitrag im Drogerie Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Reitox Jahresbericht für Deutschland 2019 online

Mit dem Jahresbericht 2019 erscheint das aktuelle Standardwerk zur Situation illegaler Drogen in Deutschland. Einen knappen Überblick über aktuelle Entwicklungen gibt der Kurzbericht (pdf, 10S.). Einen noch kürzeren Einblick in ausgewählte Themen bietet dieses Factsheet (pdf, 3S.). Ausführliche Informationen zu einzelnen Themen finden sich in den jeweiligen Workbooks. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Drogenbeauftragten und der Deutschen Beobbachtungsstelle für Drogen und Drogensucht DBDD.

E-Zigaretten-Chef fordert höhere Nikotin-Grenze

Der Hersteller der amerikanischen E-Zigaretten Juul will Hunderttausende Raucher als Kunden gewinnen. Jetzt macht das Unternehmen Druck für weniger strikte Grenzwerte im Schweizer Tabakproduktegesetz. Artikel auf Tagblatt.ch

Drug Checking in Kontakt- und Anlaufstellen

Gegenstand der vorliegenden Evaluationsstudie (pdf, 96S.) bildet das Pilotprojekt «Drug Checking in Kontakt- und Anlaufstellen» welches zwischen September 2018 und Juni 2019 in Zürich und Basel durchgeführt worden. Ziel war es, die Auswirkungen einer Beratung und Informationsvermittlung zu den Substanzanalysen auf das Konsumverhalten und den Informationsstand der Konsumierenden zu ermitteln. Eine Kurzzusammenfassung gibt es in diesem Faktenblatt (pdf, 2S.).

Betroffene einbeziehen

Das aktuelle Spectra 125 vom Bundesamt für Gesundheit BAG hat den Schwerpunkt "Betroffene einbeziehen". Die Beiträge sind alle online erhältlich.

soziales_kapital: Sucht und Konsum

Die aktuelle Ausgabe von soziales_kapital befasst sich mit dem Themenschwerpunkt Sucht/Konsum aus der Sicht der Sozialen Arbeit. Die insgesamt sieben Beiträge zum Thema betrachten Sucht aus sehr vielfältigen, sowohl theoretischen als auch praxisbezogenen Perspektiven. soziales-kapital ist das wissenschaftliche Journal der österreichischen Fachhochschulstudiengäng in Sozialer Arbeit. Die Beiträge sind online erhältlich.

Deutschland: Drogen- und Suchtbericht 2019 erschienen

Als die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die CSU-Verkehrspolitikerin Daniela Ludwig, im September ihr Amt antrat, wurde ihr mangelnde Expertise vorgehalten. Nun hat sie ihren ersten Drogen- und Suchtbericht (pdf, 220S.) präsentiert und gleichzeitig Eckpunkte für ihre Drogenpolitik verkündet: Beim Thema Cannabis kündigt sie erste kleine Schritte hin zu einer Lockerung an, bei Tabakwerbung will sie hingegen umfassende Verschärfungen. Mediendossier zum Bericht, Beitrag der Deutschen Welle.

Litauen: Streit um neue Alkohol-Automaten

In Litauen kann die Bevölkerung nur noch zu bestimmten Zeiten alkoholische Getränke kaufen. Die Regierung will damit den hohen Alkoholkonsum unterbinden. Ein Unternehmen bietet in der Hauptstadt Vilnius Wodka und Whisky im Automaten an, nur für Abonnenten und angeblich alles ganz legal. Artikel auf Deutschlandfunk.

Konsum von psychoaktiven Substanzen bei Jugendlichen

Das vorliegende Faktenblatt (pdf, 4S.) von Sucht Schweiz präsentiert eine Auswahl an Ergebnissen aus der 2018 in der Schweiz durchgeführten HBSC Studie für die 11, 13 und 15 Jährigen zum Thema Konsum psychoaktiver Substanzen und dessen zeitliche Entwicklung seit 2002.

Ein Leben – mehrere Rollen – viele Aufgaben

Das aktuelle «laut & leise» befasst sich mit Mehrfachbelastungen. Unter anderem mit jenen,die durch unterschiedliche Rollen in Arbeitswelt und Familienalltag entstehen. Das aktuelle Magazin (03/2019, pdf, 20S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich steht zum Download bereit.

Konsum und Sucht am Arbeitsplatz

Wann ist das Risiko zu Alkohol, Cannabis oder Kokain zu greifen erhöht? Wie kann der Betrieb entgegenwirken? Infoblatt (pdf, 4S.) "Prävention" der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland.

Österreich hat ausgequalmt

Nach jahrelangem Ringen gilt in Österreichs Gastronomie ab 1. November ein Rauchverbot. Betroffen sind nicht nur Lokale, sondern alle öffentlichen Orte, wo Speisen und Getränke angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel auch Feuerwehrfeste, Festzelte, Kinos und Theater. Das Verbot gilt auch für Shishas und E-Zigaretten. 500 Shisha-Betriebe stehen vor dem Aus. Beitrag auf SRF.

Cannabispolitik International. Aktueller Stand und Entwicklungen

Nach internationalem Recht sollten Anbau, Lieferung und Besitz von Cannabis nur für "medizinische und wissenschaftliche Zwecke" erlaubt sein. In den letzten Jahren haben jedoch mehrere Ländern ihre Strafen für Cannabiskonsumenten reduziert, und einige haben den Verkauf von Cannabis zugelassen, so dass zur Zeit verschiedene Kontrollmodelle und deren Folgen zu beobachten sind. Informationsseite der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

«Ich musste wegen Schmerzmitteln einen Entzug machen»

Yvonne (41) leidet an schweren chronischen Rückenschmerzen. Nach mehreren erfolglosen Operationen sind die Ärzte ratlos. Das Einzige, was bleibt, sind starke Medikamente. Yvonne rutscht in eine Fentanylsucht und muss einen Entzug durchmachen. Gespräch auf SRF Virus.

Schmerz, Sucht und Profit

Die Opioidkrise in den USA, das Pharmaimperium der Familie Sackler und deren Verbindungen in die Schweiz. Wie gefährlich ist das Schmerzmittel Oxycodon? Eine Recherche der Republik.

Cannabis hilft wohl nicht bei Depressionen

Droge und Arzneimittel zugleich: Cannabis soll unter anderem Ängste und Traurigkeit lindern. Doch eine Analyse der Universität New South Wales hat das anhand von 83 Studien überprüft und dafür keinen überzeugenden Beweis gefunden. Artikel auf Zeit Online.

App+on: Sicher ins Netz mit Handy und Co.

Jugendliche lernen intuitiv mit digitalen Medien umzugehen und haben grosses Selbstvertrauen in sich selbst. Doch wie lernen sie verantwortungsvolles Verhalten im Netz? „App+on“ vermittelt einen sicheren und sozialverträglichen Umgang anhand von lebensnahen Beispielen. Das ZDF-Onlinemagazin „App+on. Sicher ins Netz mit Handy und Co.“ gewann den diesjährigen Datenschutz-Medienpreis als bestes Jugendangebot. Die Beiträge sind online zugänglich.

Forscher fordern Verbot von Filterzigaretten

Jeden Tag werden etwa zehn Milliarden Zigarettenstummel weggeworfen – weil sie aus schwer abbaubaren Stoffen bestehen, fordern Forscher nun, den Verkauf von Filterzigaretten komplett zu verbieten. Beitrag auf BauernZeitung.ch.

Online-Glücksspiel: Suchtgefährdete zahlen Hälfte aller Einsätze

Problematisch Spielende tätigen rund die Hälfte aller Spieleinsätze beim Online-Glücksspiel. Und auch die Online-Ableger von Lotto & Co. tragen massiv zur Spielsuchtproblematik bei. Dies zeigt eine neue Schweizer Studie zum Online-Glücksspiel. 16 Deutschschweizer Kantone lancieren nun eine Kampagne. Medienmitteilung (inkl. Kampagnenmaterial) von Sucht Schweiz.

Deutschland: Das Scheitern der Drogenpolitik

Eine mögliche Lösung im Kampf gegen die Drogen: Entkriminalisierung und staatliche Regulierung. Doch bisher traute sich da nur ein europäisches Land ran: Portugal. Hier wurden Drogen entkriminalisiert. Entgegen aller Befürchtungen hat der Konsum nicht zugenommen. "ZDFzoom" (29 Minuten) über einen langen Kampf und seine verheerenden Folgen.

Monitoring des Substanzkonsums in den K&A

Welche psychoaktiven Substanzen werden in den Konsumräumen der Kontakt- und Anlaufstellen in der Schweiz konsumiert und in welcher Form? Welche Substanzen werden am häufigsten gemischt? Der Bericht (pdf, 17S.) Monitoring des Substanzkonsums in den K&A von Infodrog bietet spannende Einblicke in die Konsumrealitäten in diesen Angeboten in der Schweiz.

Das Spiel, das die Zeit und das Geld unserer Jugend verschlingt

Das Online-Spiel Fortnite dominiert die Freizeit der 10- bis 18-Jährigen. Es ist gratis, zieht den Teenagern aber trotzdem das Geld aus der Tasche. Pro Jahr macht es zweieinhalb Milliarden Franken Umsatz. Die gesamte Game-Industrie wächst weltweit massiv und wird dieses Jahr 150 Milliarden erwirtschaften. Beitrag der Luzerner Zeitung

Ist der Hype um Cannabidiol berechtigt?

Angstlöser, Schmerzmittel, Einschlafhilfe: Dem Hanfinhaltsstoff Cannabidiol – kurz CBD – werden zahlreiche positive Eigenschaften zugesprochen. Doch wie gut ist seine Wirkung belegt? Als tatsächlich gesichert gilt der therapeutische Nutzen von CBD bislang nur bei Epilepsie. Vorläufige Ergebnisse und Erfahrungen wecken aber die Hoffnung auch in anderen Bereichen. Das Problem der meisten handelsüblichen CBD-Öle gegen Stress oder Schlaflosigkeit dürfte eher ein anderes sein: Sie weisen in aller Regel sehr geringe Mengen CBD auf, die pharmakologisch vermutlich nicht relevant sind. Beitrag auf Spektrum

25 Jahre Drogeninfostände in Berliner Clubs

Eve & Rave wurde in Berlin vor gut 25 Jahren im Oktober 1994 von kulturell und sozial engagierten Mitgliedern der Technoszene gegründet. Ziel und Zweck der Vereinsgründung war, Energien zur Förderung der Party- und Technokultur zu bündeln und zur Minderung der Drogenproblematik zu akkumulieren. Im Februar 1995 lief das erste autonome Drug-Checking-Programm in Deutschland an. Artikel im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

Kann eine stärkere interprofessionelle Zusammenarbeit dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu mindern und gleichzeitig die Versorgungsqualität zu erhöhen und Kosten zu senken? Falls ja, wie? Eine Studie im Auftrag des BAG gint erste Antworten. Eine weitere Studie geht der Fragen nach, welche Anreize es für die diversen Berufe im Gesundheitswesen gibt, interprofessionell zusammenzuarbeiten? Welche Hindernisse treffen sie an und mit welchen Massnahmen könnten diese abgebaut werden? Die Studie gibt Antworten aus Sicht involvierter Personen.

Warum machen E-Zigaretten die Lunge krank?

Forscher und Mediziner waren auf die Krankheit nicht vorbereitet, die inzwischen rund 1300 US-amerikanische E-Zigaretten-Konsumenten betrifft und 26 davon getötet hat. Wissenschaftler bemühen sich, die Ursachen zu klären und andere Konsumenten vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Artikel auf Spektrum.de

Heroingestützte Therapie: Ein Film räumt auf mit Vorurteilen

Seit 25 Jahren behandeln die UPK Basel im Janus Opioidabhängige. Der Film zum Jubiläum gibt einen doppelten Einblick in die kontrollierte Heroinverschreibung: In die Arbeit des Behandlungszentrums und in die Biografien einzelner Patientinnen und Patienten. «Wir sind nicht nur überzeugt, sondern können das auch belegen, dass es sich bei einer Heroinabhängigkeit um eine Erkrankung handelt», sagt Hannes Strasser, ärztlicher Leiter von Janus. Der Film (8 Minuten) thematisiert gängige Vorurteile und konfrontiert diese mit den Fakten aus langjähriger Behandlungserfahrung.

Wie operieren Drogenmärkte im Darknet?

Ein Umschlagplatz für Drogen und Waffen? Ein Werkzeug für Aktivisten? Im "Netzteil"-Podcast (36 Min.) auf Spiegel Online beantwortet der Hacker Linus Neumann Nutzerfragen zum Darknet - und erklärt, was dort wirklich passiert.

Glücksspiel: Verhalten und Problematik in der Schweiz im Jahr 2017

Der vorliegende Bericht (pdf, 47S.) vom ISGF beschreibt das Glücksspielverhalten und Probleme im Zusammenhang mit Glücksspiel in der Schweizer Bevölkerung auf Grundlage einer repräsentativen Befragung aus dem Jahr 2017.

Alkoholverbot in Städten

Soll Alkoholkonsum in bestimmten städtischen Zonen verboten werden? Könnten so Gewalt, Abfallprobleme und Lärm eingedämmt werden? Nach verschiedenen Vorfällen mit schwerer Gewalt in der Stadt Zürich stellt der Zürcher Polizeikommandant Daniel Blumer solche Zonen zur Diskussion. Doch die gemachten Erfahrungen in Chur sprechen mehr für Prävention als für Repression. Beitrag auf SRF.

Wie eine Drogenbande Zürich mit Cannabis versorgt hat

Die Stadt Zürich wird von Cannabis, Kokain und anderen illegalen Substanzen überschwemmt. Von der Polizei lassen sich die Händler nicht aufhalten. Doch die Drogenpolitik ist blockiert. Artikel auf NZZ Online.

Gesundheit im Alter: Ungleichheiten je nach sozialem Status

Soziale Ungleichheiten wirken sich auch im Alter auf die Gesundheit aus. Personen ab 55 Jahren mit einer Tertiärausbildung weisen einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand und ein besseres Gesundheitsverhalten auf als Personen ohne nachobligatorische Ausbildung. Medienmitteilung und Mediendossier des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Leistungen der Invalidenversicherung auch für suchterkrankte Personen

Bis anhin verweigerte die Invalidenversicherung (IV) suchterkrankten Menschen jegliche Leistungen. Dies wird sich nach einem richtungswechselnden Urteil des Bundesgerichts nun ändern. Der Zugang zu IV-Geldern für Suchtkranke ist allerdings auch jetzt keinesfalls sichergestellt und muss weiterhin kritisch betrachtet werden. Beitrag von humanrights.ch

Kalifornien verbietet Rauchen an Stränden und in Naturparks

Kalifornische Strände und Naturparks werden zur rauchfreien Zone. Der Gouverneur des amerikanischen Gliedstaats, Gavin Newsom, unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das den Konsum von Zigaretten untersagt. Auch E-Zigaretten und Joints seien davon betroffen. Artikel auf NZZ Online.

Initiative "Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung" zustande gekommen

Von den insgesamt 110'316 abgegebenen Unterschriften sind 109'969 gültig, wie die Bundeskanzlei nach der Prüfung mitteilte. Die Initiative verlangt ein lückenloses Verbot für Tabakwerbung, die Kinder oder Jugendliche erreicht. Konkret soll Zigarettenwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum in der ganzen Schweiz verboten werden. Beitrag auf swissinfo.ch (Infoset berichtete)

Zahl der Todesfälle durch E-Zigaretten in den USA auf 26 gestiegen

In der Schweiz und auch europaweit ist bis jetzt kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten bekannt. Ein möglicher Grund: In der Schweiz sind die Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA. Artikel der NZZ.

«Alkohol ist bei 15- bis 24-Jährigen der Killer Nummer eins»

Der Suchtexperte Gerhard Gmel rechnet damit, dass die E-Zigaretten-Epidemie auch die Schweiz erfassen wird. Von Aufklärungskampagnen hält er wenig – umso mehr von Massnahmen wie einem Verkaufsstopp nach 21 Uhr. Interview mit dem Suchtexperten in der NZZ.

EU-Kids Online Befragung: Online aufwachsen - Risk or fun?

Kinder und Jugendliche nutzen das Internet intensiv und auf sehr unterschiedliche Weise. Dass sie dabei mit vielfältigen Risiken konfrontiert werden, bleibt nicht aus. Doch ihre Risikowahrnehmung und ihr Risikobewusstsein stimmen nicht immer mit denen ihrer Eltern überein. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen EU Kids Online-Befragung (pdf, 52S.) in Deutschland. Mitteilung auf klicksafe.eu

Glücksspiel: Verhalten und Problematik in der Schweiz

Gemäss den Ergebnissen der von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) und der interkantonalen Lotterie- und Wettkommission (Comlot) gemeinsam in Auftrag gegebenen Studie wiesen im Jahr 2017 2,8 % der befragten Personen ein risikoreiches Spielverhalten auf, 0,2 % ein pathologisches Spielverhalten. Bei den Häufig-Spielenden bestätigt sich die rückläufige Tendenz. Medienmitteilung und Studie der ESBK, Beitrag im Echo der Zeit auf SRF.

Max Frisch: «Wem empfehlen Sie, sich zu betrinken?»

Die Fragebogen von Max Frisch gehören zu seinen populärsten Texten. Sie stammen aus dem «Tagebuch1966–1971» und handeln von den grossen Themen der menschlichen Existenz: von Freundschaft, Ehe, Geld, Heimat, Humor oder Tod. Nun gibt es auch einen Fragebogen zum Thema Alkohol, neu entdeckt im Typoskript des Tagebuchs, das im Max-Frisch-Archiv in der ETH-Bibliothek in Zürich aufbewahrt wird. Frisch hat ihn nicht in die Druckfassung übernommen. Artikel der NZZ am Sonntag.

Narcofeminismus

"Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Frauen und Männern, wenn es um Drogenkonsum geht", erzählt die Osteurpäerin Olą Belyaeva. "Bei Männern wird Sucht noch einigermassen akzeptiert. Aber bei Frauen gar nicht. Für sie gilt: Entweder du bist nüchtern oder du kommst ins Gefängnis oder in die Psychiatrie." Im Moment steht die Bewegung der Narcofeministinnen noch ganz am Anfang. Die Frauen arbeiten vor allem daran, Netzwerke zu knüpfen, sich über Drogenpolitik und Feminismus auszutauschen und zu informieren. Ein Beitrag auf VICE.

Konsumtagebuch-App der Arud

Seit drei Jahren bietet die Arud kostenlos eine Konsumtagebuch-App (bei Google Play und im App Store) an, mit der sich der eigene Konsum einfach erfassen lässt. Nebst dem Konsum von unterschiedlichen psychoaktiven Substanzen lassen sich damit auch sonstige Konsumgewohnheiten festhalten, wie das Gamen oder Netflix-Binge-Watching. Betroffene erhalten damit ein praktisches Hilfsmittel, um ihre Konsumziele zu formulieren und Veränderungsschritte planen und fortlaufend überprüfen zu können. Zudem läuft eine Online-Umfrage für NutzerInnen der App.

Suchtprävention bei Jugendlichen: Das grosse Potential der Eltern

Eltern haben ein grosses Potential in der Suchtprävention. Mit aktiver elterlicher Begleitung und einer vertrauensvollen Beziehung ist bereits viel gewonnen. Eine neue detaillierte Auswertung (pdf, 124S.) der Schweizer Schülerstudie HBSC vom 2018 zeigt: Jugendliche, über deren Freizeitverhalten die Eltern gut Bescheid wissen und die sich durch ihre Familie unterstützt fühlen greifen signifikant weniger oft zu psychoaktiven Substanzen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Belgien: Wenn Kinder mitfahren, ist Rauchen im Auto verboten!

Am 18. August 2019 ist in Belgien ein Gesetz in Kraft getreten, das Erwachsenen das Rauchen im Auto untersagt, wenn Kinder unter 16 Jahren mitfahren. Wer das Gesetz übertritt, kann von der Polizei oder den Behörden gebüsst werden. Ein weiteres Verbot wird am kommenden 1. November in Kraft treten: Das Verkaufsverbot von Tabakwaren an Minderjährige; bisher galt dieses nur für unter 16-Jährige. Beitrag (Französisch) auf rtbf.be

Suchtmedizin in der Lehre – ein Situationsbericht aus der Schweiz

Die suchtmedizinische Ausbildung kommt im Studium der Humanmedizin zu kurz. Im Rahmen der universitären Lehre wäre eine koordinierte Zusammenarbeit der verschiedenen tangierten Fachgebiete wichtig – wie das gehen kann, machen die Universitäten von Grossbritannien vor, Beitrag von ARUD. Der Artikel (kostenpflichtig) «Suchtmedizin in der Lehre – ein Situationsbericht aus der Schweiz» ist in der Fachzeitschrift SuchtMedizin erschienen.

Ist Hanf wirklich eine Wunderpflanze?

Im Internet wird Hanf als regelrechtes Wundermittel gehypt, das die Menschen vor Umweltzerstörung und Ernährungsproblemen retten kann. Sollte man den Behauptungen Glauben schenken? Artikel der Deutschen Welle.

«Fixerstübli»: Eine Schweizer Idee macht verspätet in Amerika Schule

Repressive Drogengesetze verhinderten bisher in Amerika die Eröffnung von Abgabestellen, wie sie in der Schweiz seit den achtziger Jahren bekannt sind. In Philadelphia soll sich dies nun ändern. Am Mittwoch gab ein Bundesrichter in einem Grundsatzurteil dem Verein Safehouse grünes Licht. Artikel auf NZZ Online.

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen

Das Monitoring umfasst die Anzahl Plätze, sowie die durchschnittliche Auslastung der Suchthilfeinstitutionen in den einzelnen Kantonen. Im Jahr 2 018 beteiligten sich 17 Kantone mit insgesamt 66 Institutionen an der Belegungsstatistik und somit alle Kantone mit einem stationären Suchthilfeangebot. Im Jahr 2018 wurden 1’281 stationäre Therapieplätze im Drogenbereich erfasst, das sind 6 Plätze weniger als im Vorjahr. Monitoringbericht (pdf, 6S.) von Infodrog.

STOPGETHER: Im November höre Ich Gemeinsam auf

Gemeinsam sind wir stärker! Darum startet am 20. September das erste gemeinsame, nationale Rauchstopp-Programm auf Facebook. Mit STOPGETHER rufen die Lungenliga und Gesundheitsförderung Wallis dazu auf, dass Raucherinnen und Raucher in der ganzen Schweiz sich auf Facebook einer Gruppe anschliessen, um gemeinsam im November das Rauchen aufzugeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zusätzlich zahlreiche Angebote und Ratschläge auf ein und derselben Plattform. www.stopgether.ch

Entstigmatisierung von Suchterkrankungen: Anspruch auf eine IV-Rente

Dreissig Jahre nach den offenen Drogenszenen in mehreren Schweizer Städten hat das Bundesgericht vor kurzem einen wegweisenden Entscheid gefällt: Suchtabhängige werden künftig als Kranke betrachtet. Die Betroffenen haben somit unter bestimmten Voraussetzungen neu Anspruch auf eine IV-Rente. Artikel auf Swissinfo.

Positionierungspapier zu Jugend und Cannabis

Der Dachverband der offenen Kinder- Jugendarbeti DOJ/AFAJ hat ein Positionierungspapier (pdf, 12S.) zu Jugend und Cannabis erarbeitet. Es soll aufzeigen, welche gesetzlichen Bedingungen es braucht, damit die Offene Kinder- und Jugendarbeit ihre Aufgaben im Bereich der Prävention erfüllen kann. Es soll zudem Fachpersonen ermutigen, Jugendliche in diesem Thema zubegleiten, mit dem Ziel ihnen einen sinnvollen und risikoreduzierten Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln zuvermitteln

Russland: Deutliche Rückgang des Alkoholkonsums

Russland macht laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) massive Fortschritte im Kampf gegen den Alkohol. Der Konsum sei von 2003 bis 2016 um 43 Prozent zurückgegangen, teilte die WHO am Dienstag mit. Zugleich habe sich die Lebenserwartung dramatisch erhöht. Medienmitteilung der WHO, Beitrag auf Spiegel Online.

Freiburger Jugendliche spielen zunehmend Glücksspiele

Im Rahmen der GenerationFRee-Studie wurde zwischen 2014 und 2018 das Verhalten von über 2000 jungen Freiburgerinnen und Freiburgern unter die Lupe genommen, namentlich was Glücks- und Geldspiele anbelangt. Die Ergebnisse der Studie (pdf, 124S., Französisch) zeigen, dass solche Spiele fest zum Leben der Jugendlichen gehören, ihre Eltern sich dieser Tatsache jedoch nur selten bewusst sind. Nun soll ein Teil der Präventionsmassnahmen auf die Erwachsenen ausgedehnt werden. Medienmitteilung Kanton Freiburg, Beitrag im Regional Journal SRF.

Tabakproduktegesetz: Anträge der Gesundheitskommission von Ständerat angenommen

Der Ständerat hat das Tabakproduktegesetz fertig beraten. Nachdem er letzte Woche auf Vorschlag der Gesundheitskommission Einschränkungen bei der Werbung von Tabakprodukten gutgeheissen hat, stimmt er nun dem Vorschlag zu, dass die Tabakindustrie zukünftig ihre Werbe-, Sponsoring-, und Promotionsausgaben dem Bundesamt für Gesundheit BAG melden muss. Zudem hat er eine Motion an den Bundesrat überwiesen, E-Zigaretten zukünftig wieder der Tabaksteuer zu unterstellen. Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. (Infoset berichtete)

European Prevention Curriculum

Dieses Handbuch dient u.a. dazu, eine allgemeine Einführung in die Präventionswissenschaft und insbesondere in wissenschaftsbasierte Interventionen zu geben. Die Publikation "European Prevention Curriculum: a handbook for decision-makers, opinion-makers and policy-makers in science-based prevention of substance use" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download (englisch) bereit.

Die meisten Suchtmittelabhängigen nehmen legale Drogen

Etwa eine von sieben Personen in Deutschland ist abhängig von mindestens einer Droge. In den meisten Fällen handelt es sich um Alkohol, Tabak oder Medikamente. Artikel auf Drugcom.

Kanton Zug: Alkohol- und Tabaktestkäufe

Die Gemeinden Baar, Cham, Hünenberg, Menzingen und Neuheim haben in Kooperation mit dem Amt für Gesundheit und dem Blauen Kreuz in den letzten acht Monaten Testkäufe im Bereich Alkohol und Tabak durchgeführt. Mit diesem Mittel wird die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen erfasst und das Verkaufspersonal sensibilisiert. Die Ergebnisse der Testkäufe sind zufriedenstellend. Medienmitteilung Gesundheitsdirektion Zug.

E-Zigaretten unter Verdacht – Lungenärzte fordern Register

Seit den Todesfällen in den USA herrscht auch hierzulande Nervosität: Kam es in der Schweiz schon zu Lungenschäden wegen E-Zigaretten? Die Schweiz hat dafür kein Warnsystem. Der Verband der Lungenärzte will jetzt ein Register, um Fälle zu sammeln. Beitrag in der Sendung Puls auf SRF1

Wie gefährlich sind E-Zigaretten?

Die Bedenken zu E-Zigaretten häufen sich: In den USA sind Hunderte erkrankt, Indien verbietet den Verkauf. Was steckt dahinter? Was sollten deutsche Nutzer wissen? Nach aktuellem Kenntnisstand seien keine erhöhten Risiken für Nutzer von E-Zigaretten in Deutschland zu erwarten, wenn sie Produkte nutzen, die den europäischen und deutschen Regelungen entsprechen. Insgesamt sind Verbraucher in Deutschland besser geschützt als in den USA. Artikel auf Spiegel Online.

Suchtstrategie der Stadt Bern

Der Gemeinderat hat die Suchtstrategie der Stadt Bern 2019 genehmigt. Die Strategie setzt Bewährtes fort und baut auf den Pfeilern Prävention, bedarfsgerechte Angebote, Entlastung des öffentlichen Raums und Koordination unter den Suchthilfeinstitutionen und der Verwaltung auf. Gestützt auf die Strategie wird nun ein Massnahmenplan erarbeitet. Die Strategie wird dem Stadtrat zusammen mit dem Massnahmenplan im kommenden Jahr zur Kenntnis gebracht werden. Medienmitteilung der Stadt.

Stopgether: Im November höre ich gemeinsam auf

Gemeinsam sind wir stärker! Darum startet am 20. September das erste gemeinsame, nationale Rauchstopp-Programm auf Facebook. Mit STOPGETHER rufen die Lungenliga und Gesundheitsförderung Wallis dazu auf, dass Raucherinnen und Raucher in der ganzen Schweiz sich auf Facebook einer Gruppe anschliessen, um gemeinsam im November das Rauchen aufzugeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zusätzlich zahlreiche Angebote und Ratschläge auf ein und derselben Plattform. Medienmitteilung der Lungenliga.

Deutschland: Rauchverbot im Auto im Beisein von Kindern gefordert

Im Auto ist die Schadstoffkonzentration von Zigarettenrauch fünfmal so hoch wie in einer Bar. Fahren Kinder mit, soll das Qualmen am Steuer verboten sein, fordert eine Gesetzesinitiative. Artikel auf Spiegel Online, Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Rauchen in der Schweiz: Nicht lang her, und doch so anders

In der Schweiz sind die Orte, an denen Rauchen erlaubt ist, in den letzten zwanzig Jahren immer weniger geworden. Dabei nahmen die Behörden vor allem die Tabakkonsumenten ins Visier. Gegenüber den Tabakproduzenten zeigten sie sich deutlich nachsichtiger. Doch der Wind scheint sich zu drehen. Artikel und Foto Slide auf Swissinfo.

USA: Die Verunsicherung um E-Zigaretten wächst

Wie gefährlich sind E-Zigaretten? In den USA verunsichert eine Studie zu krebserregenden Stoffen Verbraucher weiter. Die Behörden haben ein Zentrum eingerichtet, um ungeklärte Todesfälle zu untersuchen. Experten mit Blick auf Deutschland warnen aber vor einer Panikmache. "Nach aktueller Studienlage sind E-Zigaretten deutlich weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten", sagt Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Beitrag auf Spiegel Online.

Konsum neuer psychoaktiverSubstanzen (NPS) in unterschiedlichen Risikopopulationen

Das Projekt Phar‐Mon NPS in Deutschland führt seit dem Jahr 2015 ein zielgruppenspezifisches kontinuierliches Monitoring durch, in dem mit der Hilfe verschiedener Kooperationspartner Daten zum Konsum neuer psychoaktiver sowie etablierter Substanzen in Risikopopulationen gesammelt werden. Ziel des vorliegenden Berichts (pdf, 57S.) des IFT München ist es, die in dem Projekt berücksichtigten Datenquellen zu beschreiben und die Ergebnisse der Datenerhebungen aus dem Jahr 2018 vorzustellen und zu diskutieren.

Zwischenstand beim Tabakproduktegesetz: Der Ständerat hält an Kurskorrektur fest

Der Ständerat hat die erste Hälfte des Tabakproduktegesetzes beraten. Er folgt den Vorschlägen seiner Gesundheitskommission und ergänzt das Tabakproduktegesetz um einige Werbe- und Promotionseinschränkungen. Die «Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz» begrüsst in ihrer Medienmitteilung diese Entwicklung. Das Ziel Kinder und Jugendliche umfassend vor dem Einstieg in den Tabakkonsum zu schützen, ist damit allerdings noch nicht erreicht. (Infoset berichtete)

Akute Probleme durch Drogenkonsum beim Feiern

Eine US-amerikanische Studie unter den Fans der elektronischen Tanzmusik zeigt auf: Je häufiger sie feiern, umso höher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie schlechte oder sogar gefährliche Erfahrungen mit Drogenkonsum machen. Artikel auf Drugcom

Social-Media-Stress kann zu Social-Media-Sucht führen

Soziale Medien wie Facebook und Instagram können so genannten Technostress auslösen. Anstatt jedoch die Plattform weniger oder gar nicht mehr zu nutzen, wechseln manche Menschen lediglich von einer Funktion zu einer anderen. Sie entziehen sich also den Ursachen des Stresses, ohne das Medium zu verlassen, auf dem er entstanden ist. Dieses Verhalten erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer eine „Technologiesucht“ entwickeln, da die verschiedenen Features der Plattform über längere Zeit verwendet werden. Beitrag auf Konturen.

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» eingereicht

Die Initiative wurde in Bern mit 113'500 beglaubigten Unterschriften eingereicht. Bundesrat und Parlament sind nun gefordert, den konsequenten Jugendschutz umzusetzen, andernfalls wird das Schweizer Volk über das Anliegen der Initianten entscheiden müssen. Mitteilung von Sucht Schweiz. (Infoset berichtete)

Deutschland: Selbst Rauchende befürworten Werbeverbot

Eine Mehrheit der Deutschen will jegliche Werbung für E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte verbieten - auch die Konsumenten. Gerät die Bundesregierung nun unter Druck, sich doch noch gegen die Industrie durchzusetzen? Beitrag auf Spiegel Online.

Deutschland - Nichtrauchen bleibt im Trend

Die aktuellen Daten aus dem Jahr 2018 zeigen, dass sich die positive Entwicklung beim Rauchverhalten junger Menschen fortsetzt. Die Raucherquote der 12- bis 17-Jährigen ist seit 2001 von 27,5 Prozent auf aktuell 6,6 Prozent gesunken. Unterschiede im Rauchverhalten zwischen den Geschlechtern gibt es in dieser Altersgruppe kaum noch. Allerdings bleibt der Konsum von Wasserpfeifen und E-Zigaretten nach wie vor problematisch. So ist den aktuellen BZgA-Studienergebnissen zufolge das Shisha-Rauchen bei den 18- bis 25-Jährigen weiter angestiegen: 19,1 Prozent der jungen Erwachsenen geben im Jahr 2018 an, in den vergangenen 30 Tagen Wasserpfeife geraucht zu haben. Mitteilung der BZgA.

Führt der frühe Einstieg in Konsum von Cannabis und Zigaretten zu erhöhter Bildschirmzeit?

Wer schon in jungen Jahren kifft oder Zigaretten raucht, verbringt den Ergebnissen dieser kanadischen Studie zufolge mehr Zeit vor einem Bildschirm und dürfte entsprechend weniger körperlich aktiv sein im Alltag. Wie genau es zu dem Zusammenhang zwischen Cannabis und Zigaretten mit der Bildschirmzeit kommt, dazu liefert die Studie allerdings keine Aussagen. Das Forschungsteam scheint jedoch eine gewisse ursächliche Verbindung anzunehmen. Beitrag auf drugcom.de

Experiment Nichtrauchen geht in die neue Runde

Mit dem Beginn des Schuljahres 2019/2020 findet auch wieder die Ausschreibung zum Schulwettbewerb "Experiment Nichtrauchen" statt. Lehrpersonen können Ihre Klassen, bis zum 31. Oktober 2019 anmelden. Erklärfilm zum Wettbewerb. www.experiment-nichtrauchen.ch

Ein Leben in Gesundheit und Wohlstand für alle

In diesem Bericht werden fünf wesentliche Voraussetzungen genannt, die erfüllt sein müssen, um allen auf Dauer ein gesundes Leben zu ermöglichen: eine hochwertige und leicht zugängliche Gesundheitsversorgung, Einkommenssicherheit und soziale Absicherung, menschenwürdige Lebensbedingungen, Sozial- und Humankapital sowie menschenwürdige Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen. Zur Schaffung dieser fünf Voraussetzungen sind politische Massnahmen erforderlich. Ein Sachstandsbericht der WHO über gesundheitliche Chancengleichheit in der Europäischen Region.

Früherkennung und Frühintervention bei älteren Menschen

Die Bedarfserhebung (pdf, 90S.) des Schweizerischen Instituts für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF in Zusammenarbeit mit der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs ZFPS zeigt, dass Institutionen und Fachpersonen der Alterspflege häufig noch nicht ausreichend auf die Betreuung von älteren Suchtbetroffenen oder von Personen mit einem Suchtrisiko vorbereitet sind.

Neuer Bericht zum problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente

Im Auftrag des BAG hat Ecoplan den Bericht (pdf, 58S.) "Auslegeordnung zum problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente" verfasst. Er fokussiert auf das Risikoverhalten im Umgang mit psychoaktiven Medikamenten und Medikamentenabhängigkeit. Artikel auf Spectra Online.

Rien ne va plus? Anything goes!

Die Schweizer Spielbankenkommission kündigt an, sich gegen illegal operierende ausländische Anbieter zu wehren. So schreibt es das neue Geldspielgesetz vor. Konsequenterweise, könnte man meinen, hat die Kommission vor einer Woche den Zugang zu 100 ausländischen Onlinecasinos gesperrt. Damit haben die Behörden zunächst einmal gezeigt, wie wenig sie vom Funktionieren des Internets verstehen. Artikel im Tages Anzeiger. Zum missglückten Start der Netzsperren berichtet der Tages Anzeiger in einem weiteren Artikel. (Infoset berichtete)

10 Jahre Betäubungsmittelgesetz: Überlegungen für die Zukunft

Dieser Bericht unterwirft das aktuelle BetmG bis zur letzten Teilrevision einer kritischen Reflexion und formuliert konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des BetmG unter Berücksichtigung gesundheitspolitischer, rechtlicher und ethischer Überlegungen. Eine Analyse (pdf, 40S.) der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen EKSF. Medienmitteilung der EKSF.

Rauchstopp lohnt sich auch später im Leben

Rauchen im Alter wird aus Sicht der Gesundheitswissenschaften ein immer drängenderes Problem. Die gute Nachricht: Wer noch in höheren Lebensjahren umsteuert, hat davon nur Vorteile. Artikel auf Spiegel Online.

Was tun im Drogennotfall

Die Broschüre erklärt das richtige Verhalten beim Auftreten verschiedener Symptome beim Drogenkonsum wie zum Beispiel Atemstillstand oder Krampfanfall. Mit der Broschüre (pdf, 16S.) will CONTACT dazu beitragen, dass in Drogennotfällen richtig reagiert wird, um damit Folgeschäden von Überdosierungen zu minimieren.

Cannabispolitik: Positionen der NationalratskandidatInnen

Bürgerliche Politik hielt lange an der Nulltoleranz gegenüber illegalen Stoffen fest. Eine Legalisierung war für sie lange undenkbar. Dies galt nicht zuletzt auch für Cannabis. Damit scheint es nun aber vorbei zu sein. Vor allem die FDP- und BDP-Kandidaten sprechen sich neuerdings klar für eine Legalisierung von Marihuana aus. Und auch in der CVP ist in dieser Frage Bewegung auszumachen. Eine Auswertung von Smartvote-Daten durch die NZZ.

Tabakkonsum kostet die Schweiz jährlich mindestens 5 Milliarden Franken

Der Tabakkonsum führt in der Schweiz zu medizinischen Kosten in Höhe von 3 Milliarden Franken pro Jahr. Zusätzlich beschert er der Wirtschaft durch Krankheit und Tod Produktionsverluste in Höhe von mindestens 2 Milliarden Franken. Das zeigt eine neue Studie (pdf, 79S.) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Insgesamt ist der Tabakkonsum verantwortlich für 10 Prozent aller durch Krankheit und Tod verlorenen Lebensjahre und Lebensqualität. Faktenblatt (pdf, 1S.) zur Studie, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention. Artikel auf SRF.

Tabakindustrie: Die Selbstregulierung ist eine Farce

In dieser Doktorarbeit (pdf, 589S., Französisch) von Jacques Olivier werden die Beziehungen von Zigarettenfabrikanten zur Wissenschaft und Politik analysiert. Beziehungen, die eine Erklärung liefern für die verhinderten Werbeverbote, die Ablehnung der Zwillingsinitiative 1992, die Mängel des Passivrauchgesetzes und die bisherige Weigerung des Parlaments, die Tabakrahmenkonvention der WHO zu ratifizieren und umzusetzen. Beitrag auf Infosperber.

Factsheet für Schulen - Kinder aus suchtbelasteten Familien

In der Schweiz leben rund 100'000 Kinder und Jugendliche mit einem alkoholkranken Elternteil. Dazu kommen noch die Kinder mit Eltern, die von anderen Substanzen (illegale Drogen, Medikamente) abhängig sind, oder problematische Verhaltensweisen (Glücksspiel, etc.) aufweisen. Im Durchschnitt sind schätzungsweise ein bis zwei Kinder pro Klasse betroffen. Ein Factsheet von Sucht Schweiz.

Neue Kampagne: «Hepatitis C ist tödlich, aber heilbar»

In der Schweiz leben 40'000 Menschen mit Hepatitis C. 200 Personen sterben jedes Jahr daran. Ein Drittel der Betroffenen weiss jedoch nichts von der Infektion, da diese oft keine eindeutigen Symptome zeigt. Doch die gute Nachricht ist: Die Krankheit kann heute sehr gut geheilt und damit schwere Folgen wie Leberkrebs und andere Erkrankungen verhindert werden. Dies vermittelt die neue Kampagne von Hepatitis Schweiz.

Der Alkoholverkauf an Jugendliche geht nicht zurück

Trotz Abgabeverbot wird bei Testkäufen in der Schweiz in rund 30 % aller Fälle gesetzeswidrig Alkohol an Minderjährige verkauft. Diese Zahl stagniert seit 2009. Eine soeben erschienene Studie (pdf, 33S.) von Sucht Schweiz zeigte, dass es vor allem dort zu illegalen Verkäufen kommt, wo das Verkaufspersonal unter Stress handelt oder wo Betriebe die Abwanderung der Kundschaft zur Konkurrenz befürchten. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Todesfälle nach E-Zigarettenkonsum in USA

Ärzte in den USA rätseln über Lungenerkrankungen, die nach der Nutzung von E-Zigaretten auftraten. Zwei Patienten starben. Laut Medienbericht gibt es nun einen Verdacht, was die Beschwerden verursacht haben könnte. Bei dem Stoff handelt es sich demnach um ein Öl, das aus Vitamin E gewonnen wird. Allerdings stehen längst nicht alle Verdachtsfälle in Zusammenhang mit Vitamin-E-Azetat. Artikel auf Spiegel Online.

Internationale Standards zur Prävention des Drogenkonsums

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Drogensucht (UNODC) haben in einer zweiten Auflage wirksame Präventionsstrategien gegen Drogenkonsum zusammengestellt. Diese verfolgen das Ziel, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen und bis ins Erwachsenenalter gesund bleiben. Die „Internationalen Standards zur Prävention des Drogenkonsums“ (pdf, 67S.) liegen nun in deutscher Sprache vor.

Das Online-Handbuch der Suchtmedizin

Das Portal www.praxis-suchtmedizin.ch unterstützt Gesundheitsfachpersonen in Hausarztpraxen und Apotheken bei der Arbeit mit suchterkrankten Menschen. Es bündelt für die Grundversorger relevante Informationen rund um Sucht und liefert Anleitungen zur Behandlung. Das Portal widmet sich Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Kokain, aber auch der Spielsucht und der Medikamentenabhängigkeit. Beitrag auf Spectra Online.

Studie entfacht Debatte um Cannabis und Psychose

Hochpotente Cannabissorten stehen im Verdacht, Schizophrenie auszulösen. Einer Studie zufolge erkranken mehr Menschen an Schizophrenie, wenn die Verfügbarkeit von starkem Cannabis hoch ist. Die Forschung hat allerdings ebenfalls aufgezeigt, dass das Risiko einer Schizophrenie überwiegend durch die Gene bestimmt wird. Fraglich ist, ob Cannabis auch unabhängig vom genetischen Risiko Schizophrenie verursachen kann. Dazu gibt es unterschiedliche Ansichten unter Forscherinnen und Forschern und ein Ende der Debatte scheint nicht in Sicht. Beitrag auf drugcom.de

Europa hat ein Alkoholproblem

Aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der WHO (Englisch) geht hervor, dass der schädliche Alkoholkonsum in Europa nicht in dem erwarteten Maße rückläufig ist, obwohl alle Länder den Europäischen Aktionsplan zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020) unterzeichnet haben. Im Durchschnitt trinken Erwachsene (ab 15 Jahren) in den Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und der Schweiz (EU+) umgerechnet mehr als zwei Flaschen Wein pro Woche. Medienmitteilung der WHO, Beitrag (Englisch) von EUCAM.

Drug Checking nun auch in Luzern

Mit dem geplanten Drug-Checking-Angebot in der Stadt Luzern sollen Partygänger über die gesundheitlichen Folgen des Drogenkonsums aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit für kostenlose Drogentests. Federführend beim Pilotprojekt ist der Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern. Artikel der Luzerner Zeitung. Der Grundlagenbericht zum Konsum psychoaktiver Substanzen im Luzerner Nachtleben von Infodrog steht ebenfalls zum Download bereit. Dieser liefert Grundlagen für Empfehlungen und Massnahmen im Umgang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen.

HIV im 21. Jahrhundert

Die Vereinten Nationen wollen der Erkrankung Aids bis 2030 weltweit ein Ende bereiten. Ist das realistisch? Ein Blick auf die Bundesrepublik offenbart Hindernisse, die dem wünschenswerten Ziel „Kein AIDS für alle!“ im Wege stehen: alte Ängste und neue Ignoranz. Beitrag auf Geschichte der Gegenwart.

Drogenbedingte Todesfälle in Europa

Ein FAQ der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

Impfen gegen die Sucht

Die Entwicklung von Impfstoffen gegen Opioidsucht steckt noch in den Anfängen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind nicht erfolgversprechend. Artikel in der Tageszeitung taz

Im indischen Gliedstaat Gujarat gilt ein striktes Alkoholverbot

In der indischen Verfassung wird – auch dank Gandhi – die Prohibition als Fernziel für das gesamte Land genannt. Umgesetzt wurde das bisher aber nur in wenigen Staaten. Es gibt aber zahlreiche Wege, die strikten Gesetze zu umgehen: Auswärtige Gäste können mit einer Bestätigung des Hotels eine vorübergehende Lizenz erwerben, die zum Einkauf in einem der staatlichen Alkoholläden berechtigt. Für die ständigen Bewohner Gujarats gibt es den Weg über den Hausarzt. Der Konsum ist nämlich erlaubt, wenn ein Arzt diesen zu therapeutischen Zwecken verschreibt. Artikel auf NZZ Online.

Newsletter Infodrog

Der September-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Soll man Cannabis legalisieren?

Der Bundesrat befürwortet Pilotstudien über mögliche Folgen eines freien Cannabiskonsums. Ein Blick in die USA zeigt die Risiken einer Zulassung.Die Schweiz sollte auf ihre bewährte Drogenpolitik setzen. Artikel (pdf, 2S.) von Ambros Uchtenhagen in der Weltwoche.

Frauengefängnis Hindelbank: Fazit 24 Jahre Präventionsmassnahmen

Die Präventionsbeauftragte Daniela Di Santis etablierte ungewöhnliche Massnahmen um Frauen während ihrer Zeit im Gefängnis vor Drogentod und Infektionskranken zu bewahren. Beitrag (5 Min.) auf Schweiz aktuell.

Sydney: strenge Regeln gegen Partyexzesse

Bars und Diskotheken in Sydney: Kein Einlass ab 1.30 Uhr, kein Alkohol ab 3 Uhr. Dieses umstrittene Gesetz besagt, dass Bars, Diskotheken und Kneipen im Zentrum und den angrenzenden Stadtteilen nach 1.30 Uhr nachts keine Gäste mehr einlassen dürfen. Die Partygänger in den einzelnen Etablissements dürfen weiterfeiern, aber nach 3 Uhr darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Grund für die Einführung der Restriktionen war die durch Alkoholkonsum steigende Brutalität und Gewaltbereitschaft. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Review zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern

Die Ergebnisse (pdf, 7S.) zum aktuellen Forschungsstand zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) liegen vor: Danach sind E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger schädlich, aber trotzdem keine harmlosen Konsumprodukte. Neben einem gesundheitsgefährdenden Potential bergen zumindest die nikotinhaltigen Produkte ein Abhängigkeitspotential.

Niederlande testen "Staatsmarihuana" in mehreren Städten

Die niederländische Regierung will den Handel mit Cannabis weiter entkriminalisieren. In zehn Städten wird ab 2021 der Verkauf aus legalem Anbau erprobt. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf NiederlandeNet

Wenn Computerspiele süchtig machen

Video- und Onlinespielsucht ist ein Krankheitsbild, das in der medizinischen Versorgung an Bedeutung gewinnt. Vor einigen Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation die Video- und Computerspielsucht offiziell als Krankheit anerkannt. Das immer mehr Personen von der sogenannten „Gaming Disorder“ betroffen sind, in messbar. Durch die Anerkennung wird für Betroffene nun der Zugang zu Therapien einfacher: Sie müssen künftig nicht nur angeboten, sondern auch von den Krankenkassen übernommen werden. Ein Podcast (30 Min.) der FAZ.

Im Drogenrausch auf Social Media

Ein Schnappschuss von der letzten Party kann lustig sein oder peinlich. Eine US-Studie mit jungen Erwachsenen zeigt auf, dass sie auch im Drogenrausch Postings auf sozialen Netzwerken hochladen – und es häufig hinterher bereuen. Beitrag auf Drugcom.

Buddy-Care in der Suchthilfe

BuddyCare in Frankfurt ist ein neues Drogenhilfeprojekt der Integrativen Drogenhilfe. Es ermöglicht regelmässige Kontakte und Begegnungen zwischen Drogenabhängigen und ganz normalen Menschen. Das Konzept ist einmalig in der Bundesrepublik Deutschland. Es basiert auf den Erkenntnissen der in den Niederlanden seit Jahren erfolgreich laufenden Buddy-Projekte. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Förderung der sozialen Teilhabe im Alter in Gemeinden

Dieser Planungsleitfaden (pdf, 23S.) von Gesundheitsförderung Schweiz fasst die wichtigsten Informationen für die Realisierung des Themenschwerpunkts «Förderung der sozialen Teilhabe» in Gemeinden zusammen. Ausgehend von einem partizipativen Prozess, in welchen sowohl die Zielgruppe der älteren Bevölkerung als auch die zentralen Akteure/-innen und Anbietenden im Bereich Alter eingebunden sind, werden konkrete Massnahmen entwickelt und ein Netzwerk mit dem Themenschwerpunkt «Förderung der sozialen Teilhabe» aufgebaut.

Wer 12 Gramm reines Crystal Meth kauft, begeht ein schweres Drogendelikt

Das Bundesgericht bestätigt in einem wegweisenden Entscheid die festgelegten Mindestmengen verschiedener Betäubungsmittel, die ein schweres Betäubungsmitteldelikt ausmachen. Erstmals äussert es sich auch zum Schwellenwert für die Droge Crystal Meth. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtes, Artikel auf NZZ Online.

«Always on»: Jugendliche sind reflektierter als Erwachsene!

Junge Menschen denken mehr über ihre Internetnutzung nach als Erwachsene. Sie erleben das permanente Online-Sein vorwiegend positiv, sind sich aber auch bewusst, dass es Regeln und Grenzen braucht. Die von der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) veröffentlichte Broschüre "Always on (pdf, 24S.). Wie erleben Jugendliche das ständige Online-Sein?" präsentiert die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Studie (pdf, 56S.) der FHNW steht ebenfalls zum Download bereit. Mitteilung der Bundesverwaltung

Rahmenbedingungen zu Opioid-Agonisten-Therapien

Der Bericht (pdf, 100S.) der Pompidou-Gruppe mit Leitlinien für die Revision von Gesetzen und Vorschriften ist auf der Website des BAG in Französisch und Deutsch verfügbar.

Rund 11'500 Personen pro Jahr wegen Alkoholvergiftung im Spital

Im Jahr 2016 wurden rund 11’500 Personen wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Spital behandelt. Alkoholvergiftungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, wobei in fast der Hälfte der Fälle auch eine Abhängigkeit diagnostiziert wird. Sucht Schweiz fordert unter anderem, den Alkoholverkauf nachts vermehrt einzuschränken. Kantone in der Romandie machen es vor und schützen so bei weitem nicht nur junge Menschen. Studie (pdf, 131S.) und Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel auf Spectra Online.

US-Opioidkrise: Ein Signal an die Pharma

Das 515 Milionen Euro Urteil, das in der Nacht zum Mittwoch ein Gericht im Bundesstaat Oklahoma fällte, ist eine Botschaft. Pharmakonzerne wie Johnson & Johnson sollen schuld sein an der Sucht vieler Amerikaner nach Schmerzmitteln. Tausende Menschen starben. Die Konzerne sollen nicht ungeschoren davonkommen, das ist die Botschaft. Das Urteil könnte den Weg für rund 2000 ähnliche Klagen weisen, die Bundesstaaten sowie Regional- und Lokalverwaltungen eingereicht haben. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel der New York Times.

Wie weiter mit der Dialogwoche Alkohol?

Zwischen 16. und 26. Mai 2019 wurden in elf Deutschschweizer Kantonen insgesamt rund 44 Anlässe zum Thema Alkohol organisiert. Eine stolze Zahl! Trotzdem machte sich die im Gegensatz zu den Vorjahren fehlende Dachkampagne (die ehemalige Alkoholpräventionskampagne des Bundesamts für Gesundheit) bemerkbar. Der Fachverband Sucht wird in den nächsten Monaten auf die Kantone und andere Akteurinnen und Akteure zugehen. Macht eine schlanke Dialogwoche wie 2019 auch in zwei Jahren Sinn? Erreicht die Dialogwoche mehr Personen, wenn die Synergien zwischen den Kantonen besser genutzt werden und die Koordination verstärkt wird? Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Tabakproduktegesetz: Gesundheitskommission reagiert minimal auf äusseren Druck

Die Kommission für Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) entschied am 13. August, dass für den Verkauf von Tabakwaren in der gesamten Schweiz künftig ein Mindestalter von 18 Jahren gelten soll. «Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Publikationen sowie auf Internetseiten soll verboten und die Verkaufsförderung und das Sponsoring eingeschränkt werden.» Damit will die Kommission die Voraussetzungen zur Ratifizierung der WHO-Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakgebrauchs schaffen. Erlaubt bleiben sollen aber Werbung im Kino, auf Plakaten, auf Gebrauchsartikeln, an Verkaufsstellen sowie direkte Promotion oder Massenmailings an Erwachsene. Mitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz, Mitteilung vom Fachverband Sucht. (Infoset berichtete)

USA: Erster Toter durch Lungenkrankheit - welche Rolle spielen E-Zigaretten?

Nach der Häufung dubioser Lungenerkrankungen in Folge der Benutzung von E-Zigaretten gibt es in den USA nun den ersten Todesfall. Ein Erwachsener aus dem US-Bundesstaat Illinois war gestorben, nachdem er eine E-Zigarette benutzt habe und mit "einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden war", teilte das zuständige Gesundheitsministerium mit. Nähere Angaben zu dem Toten gab es zunächst nicht. Anzeige US-Behörden prüfen derzeit 193 Fälle der Lungenkrankheit, die vermutlich mit dem Konsum von E-Zigaretten in Verbindung steht. Ob jedoch die E-Zigaretten an sich eine Rolle spielen könnten oder bestimmte Inhaltsstoffe, die mitinhaliert werden, ist unklar. Artikel auf Spiegel Online.

Solothurn: Internetplattform für Präventionsangebote

Mit dieser Internetplattform bietet der Kanton Solothurn einen umfassende Übersicht der Präventionsangebote im Kanton zu den Themen psychische und körperliche Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Gewalt, Sucht, Budget und Schulden. www.hebsorg.ch

Rauschtrinken könnte Hoden schrumpfen lassen

Je mehr Alkohol, desto kleiner die Hoden. Junge Männer könnten durch riskanten Alkoholkonsum möglicherweise ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen, warnt eine Studie aus Italien. Beitrag auf drugcom.de

Jahresberichte

Drug Science – Impulse zum Quer-, Neu- und Weiterdenken

Die Tagungsdokumentation (pdf, 60S.) zum Thema „Drug Science – Impulse zum Quer-, Neu- und Weiterdenken“ ist erschienen. Sie beinhaltet Beiträge zu Themen wie "Lobbyarbeit – Strategien und Auswirkungen auf den Alkoholkonsum“, „Vom Abstinenzdogma zum Paradigma Zieloffener Suchtarbeit“, „Community Reinforcement Approach (CRA) für Jugendliche“ und „Learning How to Ask – Ein Training zur Diagnostik und zum Umgang mit Berichten von Traumatisierung“. Die Tagung in Münster wurde von der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Koordinationsstelle Sucht organisiert.

Drogenbedingte Todesfälle in Europa

Diese Publikation gibt einen Überblick über drogenbedingte Todesfälle in Europa und stellt die neuesten Daten und Trends vor. Eine Publikation (Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

Neue psychoaktive Substanzen (NPS) und Methamphetamin

Diese Broschüre informiert ausführlich über Neue Psychoaktive Substanzen, „Legal Highs“ und Research Chemicals. Dargestellt werden u.a. folgende Themen: Geschichte der NPS, rechtliche Lage in Deutschland, Verbreitung und Konsumformen, Vertrieb und Handel, besondere Risiken und Folgeschäden, Wirkgruppen sowie Hinweise für Eltern und Informationen zu Hilfeangeboten. Eine Broschüre (pdf, 60S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Die Willkür des Drogenkriegs

Welche Drogen legal und welche verboten sind, hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert: je nach kulturellem Kontext, moralischen Vorstellungen und finanziellen sowie machtpolitischen Interessen der Herrschenden. Ein Info-Poster der ARUD.

Hepatitis-C in der Schadensminderung

Correlations (European Harmreduction Network) analysiert in ihrem Bericht (Englisch, pdf, 54S.) 14 Good-Practice-Beispiele für Schadensminderung in Europa. Darunter findet sich aus der Schweiz auch die Arud in Zürich. In dieser Broschüre (Englisch, pdf, 20S.) werden die 14 Beispiele kurz vorgestellt.

Amphetaminkonsumierende haben höheres Sterberisiko

Eine grosse Studie belegt: Regelmässiger Konsum von Amphetaminen wie Speed oder Crystal Meth ist mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko verbunden. Das australische Forschungsteam hat errechnet, dass Personen mit regelmäßigem Konsum von Amphetaminen ein 6,3-fach höheres Sterberisiko haben als vergleichbare Personen ihrer Altersgruppe. Studien, die Männer und Frauen einbezogen haben, kommen zu dem Ergebnis, dass konsumierende Männer ein doppelt so hohes Sterberisiko haben wie Frauen. Artikel auf drugcom.

Hepatitis C: Behandlungsmodelle für die Drogenhilfe

Die Publikation "Hepatitis C: new models of care for drugs services" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

Gaming

Immer mehr Menschen verbringen Teile ihrer Freizeit mit Computer- und Videospielen, sei es zu Hause an einer Konsole oder unterwegs mit einem mobilen Gerät. Und es sind keineswegs ausschliesslich Kinder und Jugendliche, die "zocken": Der durchschnittliche deutsche Gamer ist etwa 36 Jahre alt – und in 47 von 100 Fällen eine Gamerin. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 48S.) der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte nähert sich dem Gaming aus verschiedenen Perspektiven.

Cannabis: Kanadas Legalisierungs-Boom bleibt erstmal aus

Seit nun fast einem Jahr kann Cannabis in Kanada legal gekauft und konsumiert werden. Für viele Unternehmen eine Goldgrube. Doch noch läuft das Geschäft alles andere als reibungslos. Artikel der Deutschen Welle.

Deutschland hinkt beim Rauchverbot hinterher

Rauchfrei bis 2025: Während sich Schweden konsequent auf dieses Ziel zubewegt, qualmt in Deutschland immer noch jeder Vierte. Rauchverbote werden dort nur uneinheitlich geregelt. Nachholbedarf besteht vor allem in der Innengastronomie. Personal und Gäste in Raucherräumen seien einer sehr hohen Tabakrauchbelastung ausgesetzt. Kippen häufen sich in Deutschland auch auf öffentlichen Spielplätzen in kleinen Dörfern und Städten. Artikel auf Spiegel Online.

Street Parade 2019

Am kommenden Samstag (10 August) findet die Street Parade 2019 statt. Saferparty wird mit einem kostenlosen und anonymen Drug Checking- und Beratungsangebot vor Ort sein. Das Team ist ab 13 Uhr bis Mitternacht auf dem Bürkliplatz zu finden. Das Online-Tool mit den Substanzwarnungen von Infodrog und Partner informiert über aktuelle Substanzwarnungen und liefert Informationen zu unerwarteten und gefährlichen Stoffen und Streckmitteln. Weitere Tipps rund um die Street Parade findet sich in der aktuellen Medienmitteilung der Stadt Zürich.

Suchterkrankungen können neu eine IV-Rente begründen

Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung für die Beurteilung des Anspruchs auf eine IV-Rente bei Suchterkrankungen geändert. Damit wird bei Suchterkrankungen zukünftig so vorgegangen, wie dies bereits bei psychischen Erkrankungen der Fall ist. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtes, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Niederlande: Anti-Rauch-Politik

Die Niederlande haben dem Rauchen in Anbetracht der erschreckenden Zahl an Todesopfern den Kampf angesagt. Aber nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen reagieren auf das Rauchen. So verbieten immer mehr Cafés und Kneipen das Rauchen in ihren Außenbereichen. 18 Prozent der Niederländer rauchen. Für die niederländische Regierung sind das 18 Prozent zu viel. Die Koalition in Den Haag hat sich eine Anti-Rauch-Politik gesetzt, die Rauchen so unattraktiv wie möglich machen soll. Artikel auf Niederlande Net.

Wie E-Zigaretten Nikotinsüchtigen helfen sollen

Eine Suchthilfe Ost im Kt. Solothurn gibt gratis E-Zigaretten ab. Dies in der Hoffnung, dass Raucher von den herkömmlichen Zigaretten, die für die Gesundheit schädlicher sind, wegkommen. Ein notwendiges Mittel zur Schadensminderung, finden die einen. Eine Aktion, die ein falsches Signal sendet, die anderen. Artikel im Oltner Tagblatt. Wie gefährlich sind E-Zigaretten? Und was bringen sie? Das meint ein Forscher im Interview mit dem Tagblatt.

Den Festivalsommer geniessen

Nicht nur Wärme und Sonne, sondern auch Alkohol und andere berauschende Substanzen erhöhen die Körpertemperatur: Der Körper trocknet schneller aus, weshalb ausreichend Flüssigkeit umso wichtiger ist. Dem Durst sollte deshalb mit alkoholfreien Getränken begegnet werden! An Grossanlässen sind oft mehr Pillen und Pulver mit falsch deklariertem Inhalt im Umlauf. Die Einnahme einer unbekannten Substanz und/oder einer unbekannten Dosis kann fatale Folgen haben. Wer sich trotz des Risikos für den Konsum entscheidet, sollte sich vorher über mögliche Risiken und Folgen des Konsums informieren und Drug-Checking-Angebote nutzen. Weitere Infos in unserem Dossier.

Der Umgang mit Cannabis in Deutschland und in der Welt

„Legalize it“ – unter diesem Motto trommeln seit bald 60 Jahren die Fans von Cannabis dafür, das je nach Zubereitung grüne Kraut oder bräunliche Harz gesetzlich freizugeben. Während einige Länder, prominent etwa die Niederlande, schon seit Jahrzehnten eine liberale Cannabispolitik pflegen, steht Deutschland weiterhin auf dem Standpunkt, dass Cannabis eine illegale Droge ist. Das hindert zahlreiche Menschen aber nicht daran, Marihuana zu konsumieren, oder es zumindest zu probieren. Ein Schneller Schlau der FAZ

Cassis bläst Tabak-Sponsoring ab

Der öffentliche Druck ist zu gross geworden: Aussenminister Ignazio Cassis hat entschieden, dass der Tabakkonzern Philip Morris nicht wie geplant einer der beiden Hauptsponsoren des Schweizer Auftritts an der Expo 2020 in Dubai sein wird. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Harm Reduction bei Tabakkonsum

In diesem Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung argumentieren die Autoren, dass Schadensminderung kein Teil der Public-Health-Strategie zur Tabakbekämpfung sein kann. Sie beziehen sich dabei auf ein Paper der European Respiratory Society ERS zu Tobacco Harm Reduction, in welchem sieben Argumente vorgestellt werden, warum Schadensminderung nicht als Strategie zur Tabakbekämpfung auf Populationsebene eingesetzt werden sollte. Artikel in der Schweizer Ärztezeitung. Im Gegensatz dazu haben die Schweizer Suchtfachverbände bereits Ende 2017 in einem Positionspapier (pdf, 3S.) empfohlen, dass bisherige Tabakpräventionspolitik um den Aspekt der Schadenminderung zu ergänzen ist.

Acht Millionen Tote durchs Rauchen

Jedes Jahr sterben laut WHO acht Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum - darunter viele, die zu Lebzeiten gar nicht selbst geraucht haben. Die Organisation fordert mehr Hilfe bei der Entwöhnung. Der WHO Report (pdf, 109S.) on the Global Tobacco Epidemic 2019 steht zum Download bereit. Beitrag auf tagesschau.de, Artikel auf Spiegel Online.

Auswirkungen der Cannabislegalisierung

Die Legalisierungsdebatten in den letzten Jahren und die Legalisierung des Freizeitgebrauchs von Cannabis in gut einem Fünftel der Bundesstaaten führte nicht zu einem vermehrten Konsum von Marihuana bei Schülern in den USA. Heute kiffen weniger Schüler als dies vor zwanzig Jahren der Fall war. Auch die zunehmende Verbreitung von Cannabis als Medizin zeigt erste Erfolge. Beitrag im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Jetzt bloss nicht zurückkrebsen

Aussenminister Ignazio Cassis befreit die Schweiz vom Käse- und Schokoladeimage. Und leistet einen Beitrag zur Lösung des Migrationsproblems. Grund genug für den "Preis der Republik". Eine Laudatio auf republik.ch

Marihuana-Boom geht an Dealern vorbei

In den USA haben Schwarze den Cannabis-Markt in der Illegalität aufgebaut und sind dafür im Drogenkrieg oft im Knast gelandet. Von der Legalisierung haben sie selten etwas. Eine Ausnahme ist Oakland. Oakland hat bereits 2017 ein umfassendes Programm gestartet, um Schwarzen und Latinos einen Weg in das legale Marihuana-Business zu eröffnen. Als wichtigster Baustein gilt die Gleichbehandlungsklausel. Mindestens die Hälfte der Lizenzen für Handel oder Produktion von Marihuana in Oakland müssen an Personen gehen, die entweder wegen eines Marihuana-Deliktes verurteilt worden sind oder in einer der Nachbarschaften wohnen, in denen es früher überproportional viele Verhaftungen wegen Cannabis-Vergehen gab. Artikel #12.

Deutschland: Alternativer Drogen-und Suchtbericht

Mehr als 20 namhafte Suchtforscher kritisieren die Drogenpolitik der Bundesregierung als „unglaubwürdig, schädlich und anachronistisch“ und fordern das Kabinett auf, den Posten des Bundesdrogenbeauftragten mit Wissenschaftlern statt mit Parteipolitikern zu besetzten. Der 6. Alternative Drogenbericht 2019 (pdf, 177S.) von akzept steht zum Download bereit.

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen

Die Themen der aktuellen Ausgabe (pdf, 6S.) sind: Wohnungslosigkeit, substanzbezogene Störungen und psychische Gesundheit: Empirische Studien und Konsequenzen für die Wohnungslosenhilfe und die Suchthilfe; Sucht und Ess-Störungen und Drunkorexia (oder: Food and Alcohol Disturbances); Orthorexia nervosa als neue Verhaltenssucht.

Medikamente zur Behandlung der Alkoholabhängigkeit

Der Einsatz von Medikamenten zur Langzeittherapie der Alkoholabhängigkeit wird in einer Stellungnahme (10S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS diskutiert. Einerseits wird durch die medikamentöse Behandlung angestrebt, den medizinischen Charakter der Diagnose Alkoholkrankheit zu betonen und zusätzliche PatientInnen zu erreichen und zu stabilisieren. Andererseits verstärkt die Medikamentenverordnung ungewollt dysfunktionale, suchttypische Kognitionen.

Gesunde Lebensweise – geringeres Demenzrisiko: auch bei schlechten Genen

Das Risiko, an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz zu erkranken, hängt zum einen von bestimmten Genen ab. Doch zum anderen beeinflusst auch die Lebensweise die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Jetzt hat eine britische Studie ergeben, dass selbst bei starker genetischer Vorbelastung ein gesunder Lebensstil das Demenzrisiko um etwa ein Drittel senken könnte. Nicht rauchen, wenig Alkohol, ausreichende körperliche Aktivität und gesunde Ernährung sind demnach, unabhängig von den Genen, veränderbare Einflussfaktoren, die über die Entwicklung einer Demenz mitentscheiden. Beitrag auf Wissenschaft aktuell

Entkriminalisierung des Cannabiskonsums

Der Verband (pdf, 14S.) der Dogen- und Suchthilfe fdr+ in Deutschland hat eine Stellungnahme zur Entkriminalisierung von Cannabiskonsumierenden und Ausgestaltung der Regulierung veröffentlicht.

Ex-Süchtige treffen sich auf dem Platzspitz

Nach der Auflösung der offenen Drogenszene am Platzspitz vor 27 Jahren trafen sich Mitte Juli ehemalige Drogenabhängige wieder im Park. Die weltweit grösste Selbsthilfeorganisation für Süchtige, «Narcotics Anonymus», organisierte einen dreitägigen Kongress. Beitrag im Regionaljournal Zürich. Proträt von Alex, ein früherer Junkie, im Echo der Zeit.

Tabakkonzern sponsert Schweizer Pavillon an Weltausstellung

Der Zigarettenhersteller Philip Morris ist Hauptsponsor des Schweizer Auftritts an der Weltausstellung 2020 in Dubai. Das Aussendepartement erlaubt dem Konzern, sich mit dem «Image der offiziellen Schweiz» zu schmücken. Damit kriegt der Konzern u.a. das Recht das offizielle Logo des Schweizer Pavillons für eigene Mitteilungen, PR und Werbung zu verwenden. Artikel der Aargauer Zeitung.

Auch für Jugendliche ist geringe Menge Cannabis nicht strafbar

Erwischt in der Schweiz die Polizei einen Erwachsenen beim Kiffen, gibt es eine Ordnungsbusse. Hat man aber nur eine geringe Menge an Cannabis auf sich, dann bleibt man straffrei. Das gilt im Schweizer Betäubungsmittelgesetz. In der Justiz gab es aber bislang unterschiedliche Ansichten, was für Jugendliche gilt. Dürfen sie ebenfalls weniger als 10 Gramm Cannabis auf sich tragen oder nicht? Nein, sagte die Zürcher Jugendanwaltschaft, und bestrafte einen 16-Jährigen mit einem Verweis. Ja, sagten die Zürcher Gerichte, und sprachen den Jugendlichen frei. Nun hat das Bundesgericht entschieden und befand: Auch bei Jugendlichen ist der Besitz von geringen Mengen Cannabis nicht strafbar. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtets, Beitrag auf SRF, Beitrag der NZZ.

Entwicklungen im europäischen Cannabismarkt

Dieses Papier (pdf, 19S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle gibt einen Überblick über Cannabisprodukte in Europa. Es werden die wichtigsten Aspekte der Herstellung, des Vertriebs, des Konsums und der Auswirkungen auf die Gesundheit dargestellt. Auf diese Weise soll das Papier eine Diskussion über die neuen Herausforderungen bei der Cannabisregulierung anregen.

Reisebestimmungen und Sucht

Informieren Sie sich vor einer Auslandreise über die Regelungen zur Mitnahme von Substitutionsmedikamenten und die Promillegrenzen im aktuellen Dossier Reisesbestimmungen.

In Basel startet Pilotprojekt zum stationären Drug Checking

Ab dem 22. Juli können volljährige Personen erstmals in Basel anonym Substanzproben (Partydrogen) zur Analyse abgeben und sich beraten lassen. Die Substanzen werden auf Verunreinigungen und Überdosierungen untersucht, der Check soll damit die Risiken für die Konsumierenden minimieren. Das Pilotprojekt dauert drei Jahre und wird regelmässig evaluiert. Es ist eine Ergänzung zu punktuellen mobilen Drug-Checking-Einsätzen, die unter „Safer Dance Basel“ bekannt sind. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements Basel.

Kaufsucht

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour widmet sich der Kaufsucht: Aus dem Inhalt: Kaufsucht im Zeitalter des Konsums; Berichte aus der Praxis, Kaufsucht - Facts.

Kinder suchtkranker Eltern in der stationären Entwöhnungsbehandlung

Das vorliegende Rahmenkonzept beschreibt zunächst die Ausgangssituation von Kindern suchtkranker Eltern. Dargestellt werden die Entwicklungsfolgen und die spezifischen Gefährdungen der Kinder, entwicklungspsychologische Aspekte und Grundbedürfnisse sowie entsprechende Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Im Weiteren werden Möglichkeiten für Intervention in der stationären Entwöhnungsbehandlung mit einem vergleichsweise langen Zeitraum von drei bis sechs Monaten vorgestellt. Publikation (pdf, 67S.) des Fachverband Sucht Deutschland

Wie sollten Menschen mit Alkohol umgehen, um Gesundheitsrisiken zu verringern?

Acht Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol aus ärztlicher Sicht gibt eine jetzt veröffentlichte DHS Stellungnahme. Die Empfehlungen basieren auf einer umfassenden Analyse der vorliegenden Literatur und sind wissenschaftsbasierte Ziele für die öffentliche Gesundheit. Die Stellungnahme (pdf, 9S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS ist zum Download verfügbar.

E-Zigaretten mit Giften aus Pilzen und Bakterien verunreinigt

In einer Studie der Harvard Universität konnten giftige Substanzen aus Bakterien und Pilzen im Dampf von E-Zigaretten nachgewiesen werden. Ob die gefundenen Konzentrationen zu gesundheitlichen Problemen bei Konsumierenden führen können, war jedoch nicht Gegenstand der Studie. Dies sei Aufgabe zukünftiger Forschung. Artikel auf drugcom.de

USA: Jugendliche konsumieren weniger Cannabis

Nach der Legalisierung von Cannabis konsumieren Jugendliche in den USA nicht mehr Gras als früher - sondern womöglich sogar weniger. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Tabak- und Alkoholindustrie: Gute Geschäfte mit tödlichen Folgen

Schwache Regierungen, ahnungslose Konsumenten: Tabak- und Alkoholkonzerne expandieren verstärkt in Entwicklungsländer – mit verheerenden Folgen. Beitrag auf SRF Kultur (56 Min.).

Gamen

Der Umgang mit dem Gamen beschäftigt Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen und wirft viele Fragen auf. Das neue Magazin (pdf, 20S.) von laut&leise zeigt Chancen und Risiken von Games auf, thematisiert die Gamesucht und stellt Präventionsangebote für Schulen und Eltern vor.

Schon vier bis sechs Zigaretten täglich schaden enorm

Raucher haben einer australischen Studie zufolge ein etwa dreimal so hohes Risiko wie lebenslange Nichtraucher, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Besonders alarmierend fanden die Forscher, dass selbst Teilnehmer, die im Mittel nur vier bis sechs Zigaretten täglich rauchten, während der Studie doppelt so häufig an den Folgen einer Herzkrankheit starben wie lebenslange Nichtraucher. Artikel auf Spiegel Online

Drogen: Wie sage ich es meinen Kindern?

Was tun, wenn der Sohn oder die Tochter Drogen nimmt? Auf jeden Fall darüber sprechen – und zuhören. Wie das am besten geht, erklärt der Suchtforscher Jens Reimer im Interview mit Zeit Online.

Wie gesund ist die Bevölkerung in den Kantonen?

Inwiefern hat sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung in den Kantonen seit 1992 verändert? Welche intra- und interkantonalen Unterschiede lassen sich finden? Die kantonalen Gesundheitsreports des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan geben Antworten auf diese Fragen.

Weltdrogenbericht: Kokain-Produktion auf historischem Höchstwert

Weltweit haben im Jahr 2017 rund 271 Millionen Menschen Drogen konsumiert. Rund 35 Millionen Personen waren damals drogenabhängig oder befanden sich aufgrund ihres Drogenkonsums in ärztlicher Behandlung. Das sind zentrale Ergebnisse des von der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) veröffentlichten Weltdrogenberichts 2019. Artikel auf Drugcom, Artikel auf SRF, Artikel im Standard.

Österreich: Das Rauchverbot in der Gastronomie kommt doch noch

Das umstrittene Rauchverbot in der Gastronomie, das bereits im Jahr 2015 beschlossen wurde und im Mai 2018 in Kraft treten sollte, wurde Ende 2017 wieder rückgängig gemacht. Nun kommt der umfassende NichtraucherInnenschutz doch noch und gilt in allen Lokalen (ausgenommen Freiflächen). Das Verbot tritt per 1. November 2019 in Kraft. Beitrag auf praevention.at

Schweden verbietet Rauchen - auch draussen

Wer beim Restaurantbesuch Lust auf eine Zigarette bekommt, muss vor die Tür - daran haben sich die meisten Raucher gewöhnt. In Schweden ist allerdings auch das ab sofort verboten. Artikel auf Spiegel Online

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Sommer 2019) steht zum Download bereit.

Deutschland: Anstiege beim Cannabiskonsum junger Menschen

Deutschland: Anstiege beim Cannabiskonsum junger Menschen
Neue Studiendaten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA zeigen, dass der Konsum von Cannabis bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren in Deutschland seit 2016 weiter angestiegen ist.

Gesundheitsbericht Baselland

Eine grosse Mehrheit der Baselbieterinnen und Baselbieter ab 15 Jahren (83,8 Prozent) gibt im Jahr 2017 an, sich gesundheitlich gut bis sehr gut zu fühlen. Dennoch gibt es Gesundheitsbereiche, die im Auge behalten werden müssen. So ist zum Beispiel der Tabakkonsum im Kanton Basel-Landschaft im Gegensatz zum nationalen Trend im Jahr 2017 wieder zunehmend. Dem Konsum psychoaktiver Substanzen ist im Gesundheitsbericht 2019 (pdf, 165S.) ein eigenes Unterkapitel gewidmet. Artikel auf bazonline.ch

San Francisco verbietet E-Zigaretten

Das Parlament der kalifornischen Stadt beschloss am Dienstag einstimmig einen Erlass, wonach elektrische Zigaretten nur dann verkauft werden dürfen, wenn sie eine Genehmigung der amerikanischen Gesundheitsbehörden haben. Dies ist bislang bei keiner E-Zigarette der Fall. Die Befürworter des Verbots der Dampf-Zigaretten in San Francisco verweisen auf eine wachsende E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen, bei denen die teilweise mit süssen Aromen versetzten Nikotinprodukte besonders beliebt sind. Artikel der Berner Zeitung, Artikel der FAZ.

Der Stellenwert der Psycho-sozialen Begleitung in der Substitutionsbehandlung

Ein Positionspapier (pdf, 6S.) von akzept (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik e.V.), der Deutschen AIDS-Hilfe, dem JES Bundesverband, mudra -Alternative Jugend-und Drogenhilfe e.V., Palette Hamburg e.V. sowie der vista gGmbH.

Psychedelika, Spiritualität & Gesundheit

In vielen bekannten Kulturen der Welt berichteten Menschen über die Jahrtausende hinweg immer wieder von tiefgreifenden religiösen Erfahrungen, die ein weitreichendes Transformationspotential auf individueller und gesellschaftlicher Ebene zur Folge hatten. Solche Erlebnisse können sowohl spontan auftreten, als auch durch eine spirituelle Praxis oder den Einfluss psychedelischer Substanzen wie Psilocybin-haltigen Pilzen, LSD oder Ayahuasca ausgelöst werden. Beitrag auf dem Drogerie Blog der Tageszeitung taz.

Vom Kiffen zum Tabakrauchen

Zuerst Cannabis und danach der Einstieg in das Tabakrauchen? Ja, diese Reihenfolge gibt es. Manche Menschen rauchen ihren ersten Joint, bevor sie mit Tabak in Kontakt kommen. Dies gilt zumindest in den USA, wo der Konsum von Cannabis in den letzten Jahren zugenommen hat. Beitrag auf Drugcom

Basel-Stadt: Monitoringbericht zur Umsetzung der kantonalen Suchtpolitik

Ambulante Suchtberatungsstellen werden demnach am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol aufgesucht, gefolgt von Cannabis und Kokain. Die suchtpolitischen Themen im Kanton Basel-Stadt waren aus übergeordneter Sicht geprägt von der Haltungsfrage zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen, wie die laufende Diskussion über neue Regulierungsmodelle für Cannabis oder das neue Pilotprojekt zum stationären Drug Checking für Freizeitkonsumierende zeigen. Monitoringbericht, Medienmitteilung des Kantons.

Weltflüchtlingstag: Unterstützung für Asylsuchende bei Suchtproblemen

Der Weltflüchtlingstag vom 20. Juni erinnert an die besondere Situation der Flüchtlinge. Menschen, die Asyl beantragen, sind verletzlich in ihrer psychischen Gesundheit und hinsichtlich des Suchtmittelkonsums. Doch die Suchtprävention erreicht Asylsuchende bis heute zu wenig. Ein Angebot von Sucht Schweiz in Zusammenarbeit mit Fachkräften im Asylbereich möchte dies ändern. Mitteilung von Sucht Schweiz.

Ecstasy/MDMA-Konsumenten als Studienteilnehmer gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Substanzkonsums Teilnehmende, die regelmässig Ecstasy/MDMA konsumieren. Ziel der Studie ist es, die Impulskontrolle und die soziale Wahrnehmung, sowie neurochemische Prozesse von Ecstasy-Konsumierenden zu untersuchen. Weitere Infos (pdf, 2S.)

Wie ausgerechnet ein Tabakkonzern Menschen vom Rauchen abhalten will

Ein Chef eines Tabak-Multis will Raucher vom Rauchen abhalten. Als Alternative bietet er «Heat-not-Burn»-Zigaretten an. Doch auch E-Zigaretten und verwandte Produkte sind nicht ohne Risiko. Beitrag auf tagblatt.ch

Mein stiller Freund: Wenn Frauen trinken

Bei Alkoholsucht galten lange vor allem Männer als gefährdet. Doch mittlerweile haben die Frauen gleichgezogen. Wobei Männer auch in der Öffentlichkeit trinken, Frauen eher heimlich zu Hause. Der Beitrag ist in der Mediathek des ZDF zugänglich und wird heute Abend um 22.15 im ZDF ausgestrahlt (30 Min).

„Juul“ ist jetzt auch in Österreich auf dem Markt

Seit Juni ist auch in Österreich die E-Zigarette „Juull“ erhältlich. In Österreich dürfen seit 1. Jänner 2019 laut Tabak- und Nichtraucher/innen-Schutz-Gesetz (TNRSG) Tabakprodukte und verwandte Erzeugnisse nur mehr an Personen verkauft werden, die 18 Jahre oder älter sind. Die Regelung betrifft Zigaretten sowie andere Tabakwaren wie z.B. Zigarren, Zigarillos, Kau- und Schnupftabak, Snus, aber auch E-Zigaretten, E-Shishas und zugehörige Liquids (sowohl nikotinhältig als auch nikotinfrei) und Shishas (Wasserpfeifen). Artikel auf praevention.at

MigrantInnen leben gesund im Alter (MIGA)

Ein Themenschwerpunkt von Gesundheitsförderung Schweiz ist das Erreichen von älteren Menschen, welche sozial benachteiligt sind. Das Pilotprojekt MIGA soll die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen und Migranten ab 65 Jahren im Bereich der psychischen Gesundheit stärken und sie sowie ihre Angehörigen mit den bestehenden Entlastungs- und Unterstützungsangeboten vertraut machen.

Bilanz eines Spielsüchtigen

Als Nils erstmals Geld in einen Automaten steckt, ahnt er nicht, dass sein Leben danach ein anderes sein würde. Über den schnellen Weg in die Spielsucht - und den langen, beschwerlichen Ausstieg. Ein Bericht auf Spiegel Online

Cannabis: Schon vor 2500 Jahren als Räucherung rituell genutzt

Ein Friedhof auf dreitausend Metern Höhe: Hier, im Pamirgebirge, könnte die Hanfzucht ihren Anfang genommen haben. Die Trauernden bekifften sich mit speziellem Cannabis. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf FAZ Online.

Ecstasy/MDMA-Konsumierende als Studienteilnehmende gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie (pdf, 1S.) zu den möglichen Folgen des Substanzkonsums Teilnehmende, die regelmässig Ecstasy/MDMA konsumieren. Ziel der Studie ist es, die Impulskontrolle und die soziale Wahrnehmung, sowie neurochemische Prozesse von Ecstasy-Konsumierenden zu untersuchen.

Aufhebung des Verkaufsverbots bei Snus

Snus (Mundtabak) darf neu in der Schweiz vertrieben werden. Die Aufhebung des Verkaufsverbots geht aus einem Bundesgerichtsentscheid vom 27. Mai 2019 hervor. Damit erfolgt die Legalisierung von Snus rascher als geplant. Diese war bereits im Entwurf des Tabakproduktegesetzes vorgesehen, der derzeit im eidgenössischen Parlament debattiert wird und 2022 in Kraft treten sollte. Mitteilung des BA für Gesundheit, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Abhängige sind Patienten, keine Kriminellen

Wegen Drogenkonsum muss in Portugal niemand ins Gefängnis. Seit 2001 ist das so. Damals fürchteten Kritiker Chaos. Heute ist klar: Mehr Menschen überleben, weniger fixen. Eine Reportage auf Zeit Online.

Kiffer benötigen höhere Dosis Narkosemittel

Der häufige Konsum von Drogen zieht meist ein Phänomen nach sich, das als Toleranzentwicklung bezeichnet wird: Konsumierende verspüren eine nachlassende Drogenwirkung oder müssen höher dosieren, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Ein US-amerikanisches Ärzteteam weist nun darauf hin, dass sich bei regelmäßigem Cannabiskonsum möglicherweise eine Toleranz gegenüber bestimmten Narkosemitteln entwickeln könnte. Beitrag auf Drugcom.de

Online-Spielbankenspiele in der Schweiz

Der Bundesrat hat den Spielbanken Baden, Davos, Luzern und Pfäffikon eine Erweiterung ihrer Konzession für die Durchführung von Online-Spielbankenspielen erteilt. Sobald die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) den Casinos die erforderlichen Spielbewilligungen erteilt haben wird, können die Spielbanken ihr Angebot online schalten. Medienmitteilung des Bundesrates. (Infoset berichtete)

Psychologie der Internetsucht

In Basel an den Universitären Psychiatrischen Kliniken gibt es die erste stationäre störungsspezifische Behandlung für Verhaltenssüchte. Der dortige leitende Psychologe Renanto Poespodihardjo über Auslöser und Folgen der Internetsucht. Beitrag auf SRF.

Wie viele Zigaretten stecken in einer Flasche Wein?

Ein britisches Forschungsteam hat sich mit dieser Frage befasst, um die Öffentlichkeit auf das erhöhte Krebsrisiko durch Alkohol aufmerksam zu machen. Frauen, die eine Flasche Wein pro Woche trinken, haben etwa das gleiche Krebsrisiko, wie wenn sie 10 Zigaretten pro Woche rauchen würden. Bei Männern entspräche das Krebsrisiko bei einer Flasche Wein pro Woche etwa dem Rauchen von 5 Zigaretten pro Woche. Artikel auf Drugom.de

Die Alkoholindustrie setzt auf "Wellnes-Getränke"

Die Millennials geben weniger Geld für Alkohol aus als frühere Generationen. Jetzt vermarktet die Alkoholindustrie ihre Marken als Wellness-Getränke, um den Markt zu erobern. Beitrag (Englisch) des European Centre for Monitoring Alcohol Marketing EUCAM.

Hepatitis: Bund knausert bei tödlicher Krankheit

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 200 Menschen an den Folgen von Hepatitis. Das sind etwa gleich viele Opfer wie bei Unfällen im Strassenverkehr. Obwohl es wirksame Instrumente gegen die Krankheit gibt. Eine Impfung schützt vor Typ B, gegen Typ C sind Medikamente auf dem Markt. Doch Bern investiert kaum in die Prävention. Beitrag in der SonntagsZeitung.

Europäischer Drogenbericht 2019

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat den jährlich erscheinenden Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa sowie mit Daten aus Norwegen und der Türkei veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Zahlen zu Drogenkonsum und Trends, Angebot und Märkten sowie Schadensminimierung und Behandlung. Der Bericht (pdf, 100S.) ist auch auf Deutsch erhältlich. Medienmitteilung (Deutsch, pdf, 5S.) der EBBD zum Anstieg der Verfügbarkeit und der Sicherstellungen von Kokain auf Rekordhöhe. Artikel auf Spiegel Online.

Clean werden um jeden Preis?

Das Halluzinogen Ibogain soll Menschen helfen, von Drogen wie Heroin und Kokain loszukommen. Unter ­Wissenschaftlern ist die Substanz höchst umstritten – auch, weil immer wieder Patienten nach der Einnahme sterben. Artikel in Gehirn & Geist.

Jahresmagazin 'suchttherapiebärn'

Das aktuelle Jahresmagazin 2019 (pdf, 16S.) "Ausblick und Einblicke" steht zum Download bereit.

Befragung "Wirkung Drug Checking"

Für die Interface-Studie zu den Wirkungen von Drug Checking steht ab sofort der Online-Fragebogen zur Verfügung. Die Befragung erfolgt anonym und dauert rund 10 Minuten. Mit dem Ausfüllen des Fragebogens unterstützen sie die Weiterentwicklung der Drug Checking Angebote. Die Studie wird im Auftrag des BA für Gesundheit durchgeführt.

Cannabis-Versuch auch in Winterthur gefordert

Die Forderung nach einem Testversuch des grünen Krautes ist in der Stadt Winterthur ein politischer Evergreen. Diesmal möchte der Winterthurer Gemeinderat einen Cannabis-Pilotversuch durchführen lassen. Er forderte den Stadtrat vergangene Woche dazu auf, eine entsprechende Umsetzung zu prüfen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Paris verbietet das Rauchen in Dutzenden Grünanlagen

Frankreichs Hauptstadt sagt den Kippen den Kampf an: Ab dem 8. Juni darf in insgesamt 52 Parks und Gärten von Paris nicht mehr geraucht werden. Nach der versuchsweisen Einführung von sechs Nichtraucherparks im vergangenen Juli werde die Massnahme auf 46 weitere Grünflächen ausgeweitet, teilte die Stadtverwaltung mit. Damit gelte künftig in zehn Prozent der Pariser Grünflächen Rauchverbot. Artikel auf Spiegel Online

Substanzen in Spritzen: Untersuchung in 6 Ländern

Dieser Bericht stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vor, in welcher der Inhalt von gebrauchten Spritzen analysiert wurde. Dieser Ansatz kann lokale und zeitnahe Informationen liefern, die für die Überwachung und Interventionen auf Stadtebene genutzt werden können. Nebst Amsterdam, Budapest, Glasgow, Helisingi, Paris wurden auch die Spritzen in Lausanne untersucht. Ein Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

E-Dampfer wollen nicht in die Raucherecke auf dem SBB-Perron

Die Konsumenten von elektronischen Rauchgeräten wollen nicht mit den Raucherinnen und Rauchern in den selben Topf geworfen werden. Durch die Verbannung in die Raucherecke wären sie dem Passivrauchen ausgesetzt, befürchten sie. Beitrag auf Swissinfo.

Sieben Antworten zum Umbruch auf dem Tabakmarkt

Die Tabakgesetzgebung in der Schweiz ist vergleichsweise liberal. In drei Kantonen dürfen auch unter 16-Jährige Zigaretten kaufen. Das soll nun anders werden. Eine Zusammenstellung der geplanten Ändeurngen und aktuellen Initiativen der NZZ.

Red Bull verleiht Herzstolpern

Energydrinks sind keine Zaubertränke, sondern Unsinn. Manch ein Sturztrinker soll schon gestorben sein. Umso bedenklicher, dass vor allem Jugendliche zugreifen. Beitrag auf Zeit Online.

Die Deutschen und ihre Drogen

Am 26. Juni ist Weltdrogentag. Alljährlich warnt das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung vor den schädlichen Folgen des Drogenkonsums. In erster Linie werden damit illegale Drogen angesprochen. Doch die grössten gesundheitlichen Probleme werden in Deutschland vor allem durch die legalen Drogen Alkohol und Tabak sowie durch psychoaktive Medikamente verursacht. Beitrag auf Drugcom.de

Kritik an Schweizer Cannabispolitik

Der ehemalige Zürcher Drogenbeauftragte Michael Herzig gilt als Kenner der Schweizer Drogenpolitik. In einem neuen Buch kritisiert er den Umgang des Staates mit Cannabis aufs Schärfste. Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung, Beitrag auf SRF.

E-Zigaretten: Das kleinere Übel?

Am besten sollte man weder Dampfen noch Rauchen. Zumindest darin sind sich die meisten einig. Allerdings sorgen Berichte über fehlende Langzeitstudien und mögliche Gesundheitsrisiken in den Sozialen Netzwerken häufig für sehr angeregte Diskussionen. Anhänger des elektrischen Rauches verweisen auf Vorteile gegenüber dem Tabak-Konsum. Stellen die Medien die E-Zigaretten und Verdampfer zu negativ dar? Welche Vorteile bringen die elektrischen Qualm-Alternativen im direkten Vergleich mit herkömmlichen Tabak-Zigaretten? Beitrag der Deutschen Welle DW.

Monitoring zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern in Deutschland

Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte "Deutsche Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA Studie) wird in den kommenden drei Jahren den Konsum von E-Zigaretten und Tabakerhitzern in der Bevölkerung und deren Zusammenhang mit dem Tabakrauchen im 2-Monats-Rhythmus untersuchen. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten, www.debrastudy.wordpress.com

Aargauer Geldspielgesetz wird den Bundesbestimmungen angepasst

Die Aargauer Regierung unterbreitet das überarbeitete Geldspielgesetz dem Kantonsparlament. Notwendig wurden die neuen kantonalen Bestimmungen, weil Anfang Jahr ein neues Bundesgesetz in Kraft getreten ist. Artikel auf bazonline.ch

Teilhabe als eine Triebkraft für gesundheitliche Chancengleichheit

Bei der sozialen Teilhabe geht es um die Einbeziehung der Bevölkerung in Entscheidungen, die ihre Gesundheit betreffen. Die Förderung dieser sozialen Innovation als eine allgemeine Regel der Politiksteuerung in sämtlichen Ressorts wäre eine zentrale Triebkraft für gesundheitliche Chancengleichheit. Speziell das Gesundheitswesen kann über den gesamten politischen Prozess – von der Diagnose bis zur Evaluation, von der Ebene der Gesundheitsversorger bis zur Ebene der Gesundheitssysteme und in Zusammenhang mit der Arbeit an ressortübergreifenden Strategien, Programmen und Aktivitäten – für mehr soziale Teilhabe sorgen. Eine Publikation der Weltgesundheitsorganisation.

Computerspielsucht im ICD-11

Auf ihrer 72. Weltgesundheitsversammlung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die bereits im Sommer 2018 vorgestellten Vorschläge abgestimmt und das neue ICD-11 verabschiedet. Es wird im Jahr 2022 in Kraft treten. Dies bedeutet auch, dass Computerspielsucht (als „Gaming Disorder“) nun tatsächlich als diagnostizierbares Störungsbild und somit als Erkrankung anerkannt ist. Unter dem Code 6C51 können Ärzte mit dem neuen zukünftig eine Video- und Onlinespielsucht diagnostizieren. Diese beginnt für die WHO, wenn ein Mensch über mehr als zwölf Monate alle anderen Aspekte des Lebens dem Spielen unterordnet. Wenn er beispielsweise seine Freunde verliert oder seine Körperhygiene vernachlässigt. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Fachverband Medienabhängigkeit in Deutschland, Artikel auf Spiegel Online.

Das Glück kommt, wenn das Ich schmilzt

Einige Menschen legen grosse Hoffnungen in psychedelische Drogen. Denn LSD und Psilocybin, die beide ihren Ursprung in Pilzen haben, zeigen starke Wirkungen bei Depressionen, Suchtproblemen und Angststörungen. Die Berichte sind erstaunlich: Krebskranke, die vor Todesangst wie erstarrt sind, verlieren ihre Angst und können ruhig sterben. Depressive fühlen zum ersten Mal seit Jahren wieder Glück. Manche Alkoholiker und Raucherinnen schaffen es, ihre Drogen fast schon beiläufig links liegen zu lassen. Und das alles dank eines einzigen, hoch dosierten und von einer Fachperson begleiteten LSD- oder Psilocybintrips. Zu gut, um wahr zu sein? Artikel der Wochenzeitung woz.

Welttag ohne Tabak: Lang lebe die Lunge

Der Welttag ohne Tabak am 31. Mai stellt die Lunge ins Zentrum. Denn unser Atemorgan leidet besonders unter den Folgen des Rauchens. Und: Fast alle Tabakprodukte schaden der Lunge, nicht nur die klassische Zigarette. Kampagneseite der Weltgesundheitsorganisation WHO. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ

Rauchen und Lungenerkrankungen

Tabakrauch ist ein Gemisch aus über 5 300 Substanzen, darunter zahlreiche giftige und 90 krebserzeugende oder möglicherweise krebserzeugende Stoffe. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ des Körpers. Besonders stark zieht es die Atemwege in Mitleidenschaft: So erkranken Rauchende mit bis über 20 Mal höherer Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs als Nichtrauchende, wobei das Risiko mit steigendem Zigarettenkonsum zunimmt. Rund 85 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle sind in Deutschland durch das Rauchen verursacht. Factsheet (pdf, 4S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.

Schadensminderung im europäischen Vergleich

Der Bericht «The State of Harm Reduction in Western Europe» legt einen besonderen Fokus auf den Stand der Schadensminderung in der Schweiz. Die Schweiz verfügt im europäischen Vergleich über ein breit ausgebautes Netz an schadensmindernden Angeboten. Lücken bestehen vor allem in der regionalen Abdeckung sowie im Freiheitsentzug. Bericht (pdf, 34S.) von Harm Reduction International, Fakteblatt (pdf, 2S.) des BAG zur Schadensminderung in der Schweiz.

Auf vielen Bahnsteigen hat es sich noch nicht ganz ausgequalmt

Ab Anfang Juni 2019 seien die Bahnhöfe in der Schweiz prinzipiell rauchfrei, hiess es Ende November 2018 von den Verantwortlichen. Nun zeigt sich: Die Raucherzonen auf den Perrons kommen schrittweise. An einigen Orten hat es sich deshalb erst Mitte 2020 ausgepafft. Artikel swissinfo.ch

Gesundheitskommission des Ständerats veröffentlicht drei Tabakberichte

Die Minimalanforderungen zur Ratifikation der WHO-Tabakkonvention ist das Thema des ersten von drei Berichten. Die Aussage des Berichts ist deutlich: Die Regeln zu Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring, wie sie im jetzigen Entwurf des Tabakproduktegesetztes TabPG vorgesehen sind, erfüllen die Anforderung der Tabakkonvention nicht. Berichte Nr. 2 und 3 behandeln die «Regulierung alternativer Tabakprodukte im Ausland» und deren «Chancen und Risiken für die öffentliche Gesundheit». Der Hauptteil des Berichts zur Regulierung im Ausland ist eine tabellarische Zusammenstellung der Regeln in verschiedenen EU-Ländern, der EU selbst und den Vereinigten Staaten. Mitteilung vom Fachverband Sucht (mit Links zu den Berichten)

Genf schafft erstes Drogen-Checking-Angebot in der Romandie

In Genf sollen Freizeitkonsumierende Drogen vor dem Konsum ab Juni in einem stationären Labor anonym überprüfen können. Das Angebot ist eine Premiere in der Romandie. Der Drogen-Check ist gratis und komplett anonym. Das Angebot richte sich an Gelegenheitskonsumierende, die wissen wollten, was sie schluckten und welche Risiken sie damit in Kauf nähmen. Artikel auf swissinfo.ch

Opioidkrise in den USA befeuert eine Epidemie von Infektionskrankheiten

Hepatitis C, HIV oder Gonorrhöe nehmen zu, weil Drogensüchtige diese Erreger oftmals unwissentlich verbreiten. Dadurch steigt auch das Ansteckungsrisiko für Nichtsüchtige. Zudem verschärft sich das Problem der Antibiotikaresistenzen. Artikel auf NZZ Online.

CBD: Kiffen für Streber?

Cannabidiol-Produkte entspannen, ohne die Produktivität zu mindern – und auch der Kater am nächsten Morgen bleibt aus. CBD gibt es auch für Nichtraucher, und zwar in vielen Formen: In Deutschland bieten viele Apotheken CBD-haltige Öle und Kapseln an. Hanfläden verkaufen sie schon seit Jahren, dazu CBD-haltige Gummibärchen, Limonaden und Kosmetik. Ist der Hype um das neue Wundermittel berechtigt? Beitrag auf Zeit Online.

feel-ok.ch wird 20 Jahre alt

feel-ok.ch ist mittlerweile ein beliebtes und etabliertes Hilfsangebot: Mehr als 2'000 junge Menschen suchen täglich auf feel-ok.ch Antworten auf ihre Fragen und werden dabei fündig, weil das Fachnetzwerk aus 40 Organisationen regelmässig Aktualität und Korrektheit der Inhalte prüft. Das inhaltliche Angebot der Webplattform umfasst mehr als 30 jugendrelevante Themen. Die Geschichte von 20 Jahre feel-ok.ch, www.feel-ok.ch

Minderjährige vor besonders süchtig machenden Games schützen

Gewisse Games machen schneller süchtig als andere. Der Zugang zu diesen Videospielen muss eingeschränkt und kontrolliert werden. Dies ist die Hauptforderung des Fachverbands Sucht in seiner Stellungnahme zum Vorentwurf des Gesetzes über den Jugendschutz in Film und Videospielen. Der Fachverband Sucht hat seine Vernehmlassungsantwort diese Woche eingereicht. Medienmitteilung vom Fachverband Sucht.

Blackout nach Alkohol kann Vorbote einer Abhängigkeit sein

Rauschtrinken kann einen Blackout zur Folge haben. Das ist bekannt. Eine Längsschnittstudie aus der Schweiz weist nun darauf hin, dass der alkoholbedingte Filmriss möglicherweise Vorbote einer späteren Abhängigkeitsentwicklung ist. Artikel auf Drugcom.de

Glücksspiel: Online-Selbsthilfeintervention "Win Back Control"

Viele problematisch oder pathologisch Spielende möchten ihr Glücksspiel unter Kontrolle bringen, reduzieren oder ganz aufgeben. Nicht allen fällt dies gleich leicht. In Ergänzung zum niederschwelligen Safer Gambling bietet Win Back Control nun einen 8-wöchigen Onlinekurs an, um diese Ziele zu erreichen. Mitteilung von Radix.

Jahresberichte

Basel-Stadt: Suchtmittelkonsum von Jugendlichen nimmt ab

15- bis 16-jährige Jugendliche in Basel-Stadt konsumieren deutlich weniger Zigaretten, Cannabis und Alkohol. Das zeigt der heute veröffentlichte Jugendgesundheitsbericht (pdf, 8S.) zum Suchtmittelkonsum über einen Zeitverlauf von elf Jahren. Medienmitteilung des Kantons. Artikel auf bzbasel.ch

Politikkohärenz als eine Triebkraft für Gesundheit

Gesundheit ist ein Menschenrecht und daher müssen die Staaten der Bevölkerung den zeitnahen Zugang zu erschwinglichen Gesundheitsleistungen in angemessener Qualität gewährleisten und für die zugrunde liegenden Determinanten von Gesundheit sorgen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bieten den Rahmen, um Politikkohärenz zugunsten von gesundheitlicher Chancengleichheit voranzutreiben.

Global Drug Survey

Der Global Drug Survey (GDS) ist die weltweit grösste Umfrage zum Thema Drogen – allerdings ist sie nicht repräsentativ. Anonym kann jeder über seinen Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln Auskunft geben. Der GDS vertritt die Haltung, dass Aufklärung die beste Präventionsstrategie darstellt. Bei der diesjährigen Befragung haben 123'814 Personen mitgemacht, aus der Schweiz 3666. Beitrag zu den Resultaten in der Schweiz auf watson.ch. www.globaldrugsurvey.com

Missbrauch opiatähnlicher Schmerzmittel nimmt auch in Europa deutlich zu

Zwischen 2011 und 2016 haben die Opioid-bedingten Todesfälle in den 25 OECD-Ländern, für die Daten vorliegen, um mehr als 20 Prozent zugenommen. In Deutschland sterben zwar bezogen auf die Bevölkerung weniger Menschen an Opioid-Missbrauch als in den meisten anderen OECD-Ländern. Dennoch werden vergleichsweise viele Opioide verschrieben und konsumiert. Deutschland sollte deshalb darauf achten, dass die Balance zwischen angemessenem, schmerzlinderndem Einsatz und dem zu vermeidenden Risiko einer Suchtentwicklung nicht verloren geht. Medienmitteilung der OECD.

Eine fortschrittliche Drogenpolitik ist ganz im Sinne von Kofi Annan

In Genf treffen sich diese Woche Vertreter aller Länder zur Weltgesundheitsversammlung. Einer jedoch, der viel dafür getan hat, dass die Weltgemeinschaft sich brennender Gesundheitsprobleme annimmt statt sie zu ignorieren, wird fehlen: Kofi Annan verstarb letzten Sommer. Eine Veranstaltung im UNO-Gebäude wird seiner gedenken. Seine Überzeugungen, sein Einsatz bleiben Ansporn für eine Gesundheitspolitik im Dienste aller, ohne Diskriminierung aufgrund des Einkommens oder von Vorurteilen. Beitrag von Ruth Dreifuss im Tages Anzeiger.

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Sieben Prozent der 65- bis 74-Jährigen in der Schweiz trinken chronisch risikoreich – das ist mehr als in jüngeren Altersgruppen. Aber auch moderater Alkoholkonsum kann bei älteren Menschen heikel sein, da ihr Körper Alkohol weniger gut verträgt und weil Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten können. Dossier von Sucht Schweiz.

Vom 16. bis 26. Mai spricht die Schweiz über Alkohol

Alkohol ist das meistkonsumierte Suchtmittel in der Schweiz. Trotzdem wird oft zu wenig über das eigene Konsumverhalten nachgedacht. Während der Dialogwoche Alkohol suchen die Organisationen der Suchtberatung und der Prävention darum den Kontakt mit der Bevölkerung. An unzähligen Anlässen und Orten – in Alterszentren, auf öffentlichen Plätzen, im Kino oder bei der Altglassammelstelle – wird die Frage gestellt: «Wie viel ist zu viel?». In der Deutschschweiz beteiligen sich Organisationen aus elf Kantonen. Die Dialogwoche wird vom Fachverband Sucht koordiniert. Medienmitteilung vom Fachverband Sucht. www.alcohol-facts.ch

Stakeholderkonferenz «Gesund altern – ein Widerspruch?»

Am 6. Mai 2019 fand in Bern die gemeinsame Stakeholderkonferenz der beiden nationalen Strategien NCD sowie Sucht zum Thema «gesundes Altern» statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Empfehlungen der WHO zur Vorbeugung von Demenz

Wer sich mehr bewegt, mit dem Rauchen aufhört und weniger riskant Alkohol trinkt, kann damit auch einer Demenzerkrankung vorbeugen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum ersten Mal entsprechende Leitlinien veröffentlicht und dabei auch auf einen Zusammenhang von Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck mit Demenz hingewiesen. Den Staaten und Akteuren im Gesundheitswesen rät die WHO, in diesen Bereichen gegenzusteuern. Medienmitteilung der WHO, Artikel auf Spiegel Online.

Newsletter Infodrog

Der Mai-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Ein wirksames Tabakproduktegesetz zum Schutze Minderjähriger

Die Schweizer Parlamentarier haben die einzigartige Chance, mit einem starken Tabakproduktegesetz auf Jahrzehnte hinaus einen grossen und positiven Einfluss auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu nehmen. Damit können sie auch einen langfristigen Beitrag zur Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und zur Senkung von Gesundheitskosten leisten, da Tabakprodukte die grösste vermeidbare Ursache für Krebs-, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen darstellen. Gastkommentar von Milo Puhan (Präsident Swiss School of Public Health) in der NZZ.

Weg vom Alkohol – wie sich der Körper erholt

Dass Alkohol ein Zellgift ist, ist mittlerweile bekannt. Doch seine unmittelbare Wirkung auf den Körper bleibt bis auf Rausch und Kater oft unerkannt. Wie wirkt sich Alkohol auf Magen, Darm und Leber aus? Beitrag von Nano auf 3SAT (an Minute 16:15)

Freizeitdrogenkonsum in der Schweiz

Der vorliegende Jahresbericht (pdf, 10S.) «Freizeitdrogenkonsum in der Schweiz» bietet eine Übersicht über Aktivitäten und Projekte der Prävention und Schadensminderung für die Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsumierenden.

Die Zukunft des Rauchens

Die Tabakindustrie investiert in tabakfreie Produkte – Trendwende oder falsches Spiel? Einerseits sollen E-Zigaretten den Rauchstopp erleichtern. Andererseits lockten sie in Amerikas Schulen Tausende Jugendliche in die Nikotinsucht. «Einstein» auf SRF1 (30 Minuten) geht dem Rauchen und seiner Zukunft auf den Grund.

Deutschland: Rückläufiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Der regelmässige Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Deutschland geht laut einer Studie weiter zurück. Unter den 12- bis 17-Jährigen trinken aktuell 8,7 Prozent mindestens einmal pro Woche – ein neuer Tiefstand, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA am Mittwoch nach Umfragedaten von 2018 mitteilte. Im Jahr 2004 waren es noch 21,2 Prozent gewesen. Jedoch trinken sich wieder mehr junge Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren in einen Alkoholrausch. Medienmitteilung der BZgA, Artikel der FAZ.

Berlin streitet über Dealer-Zonen im Görlitzer Park

Seit Jahren streitet Berlin über die offene Drogenszene im "Görli", dem Görlitzer Park im Stadtteil Kreuzberg. Nun hat ein neuer Vorstoss große Aufregung ausgelöst: Mit rosaroten Linien sollen künftig Stehplätze für Dealer markiert werden, um deren Aktivitäten zumindest räumlich zu begrenzen. Die Empörung ist gross. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online.

Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren

Das Konzept (pdf, 26S.) «Genuss, Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren» wurde vom Fachverband Sucht in Zusammenarbeit mit Infodrog sowie Akteuren aus der Alterspflege, der -betreuung und der Suchthilfe erarbeitet und gibt den Institutionen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich und ihren Mitarbeitenden einen inhaltlichen und formalen Rahmen im Umgang und in der Betreuung älterer oder alternder Menschen mit Suchtproblematiken.

Aufwachsen im digitalen Zeitalter

Der neue Bericht (pdf, 94S.) „Aufwachsen im digitalen Zeitalter“ der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) befasst sich mit den Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um in einer digitalen Welt aufzuwachsen, sich auszubilden, zu arbeiten und daran teilzuhaben. Der Bericht schliesst mit den Forderungen der EKKJ, die Ansätze für eine kinder- und jugendfreundliche Digitalisierung aufzeigen. Themenseite der EKKJ, Mitteilung Netzwerk Kinderrechte Schweiz.

Weltweit wird immer mehr getrunken

Eine Auswertung von Daten aus 189 Ländern ergab, dass der Alkoholkonsum der Weltbevölkerung von 1990 bis 2017 um 70 Prozent gestiegen ist. Ursache waren das Bevölkerungszuwachs und der stärkere Konsum pro Kopf. Allerdings gab es grosse regionale Unterschiede. Während er beispielsweise in China, Indien und Vietnam stark wuchs, ist er in osteuropäischen Ländern von einem sehr hohen Niveau herab deutlich gesunken. In Deutschland beobachteten die Wissenschafter eine Stagnation mit sinkendem Trend. Artikel der NZZ, Artikel auf Spiegel Online.

Gesundes Altern

Das aktuelle Spectra 124 vom Bundesamt für Gesundheit BAG hat den Schwerpunkt "Gesund altern". Zudem hat Spectra online zu diesem Thema ältere Menschen befragt. Hier geht es zu den Interviews.

Opioid-Krise in Amerika: Wenn Ärzte süchtig machen

Amerika erlebt eine verheerende Rauschgift-Krise. Besonders pikant: Mediziner spielen in dieser Tragödie eine bemerkenswerte Rolle. Jeden Tag sterben in den Vereinigten Staaten 115 Menschen an einer Überdosis opioidhaltiger Mittel. Für viele Opfer bahnte das Schmerzmittel Oxycontin der Pharmafirma Purdue den Weg in die Abhängigkeit. Artikel der FAZ

HIV früh erkennen und behandeln

Die Broschüre „HIV früh erkennen und behandeln. Ein Leitfaden für die Suchtmedizin“ soll ÄrztInnen dabei unterstützen, HIV zu thematisieren, einen HIV-Test anzubieten und gegebenenfalls den Therapiebeginn einzuleiten, um schwere Erkrankungen zu vermeiden. Der Leitfaden ist Teil der Kampagne „Kein Aids für alle – bis 2020!“. Ein Leitfaden der Deutschen Aidshilfe unterstützt Ärztinnen und Ärzte in der täglichen Praxis.

Internationale Tag der Schadensminderung

Schadensminderung ist eine der vier Säulen der Schweizer Suchtstrategie. CONTACT Stiftung für Suchthilfe ist das Kompetenzzentrum für Schadensminderung im Kanton Bern. 1986 hat die Organisation das weltweit erste, sogenannte „Fixerstübli“ eröffnet – das Risiken und Folgeschäden des Suchtmittelkonsums mindert und dessen Konzept deshalb vielfach kopiert worden ist. Das heute CONTACT Anlaufstelle genannte Angebot in Bern lädt Interessierte am 11. Mai zu einem Tag der offenen Tür ein. Medienmitteilung von CONTACT Bern.

Markant mehr Erst-Kiffer seit Cannabis-Legalisierung in Kanada

Seit der Legalisierung von Cannabis in Kanada im Oktober 2018 hat sich die Zahl der Erstkonsumenten laut einer offiziellen Studie fast verdoppelt. In den ersten drei Monaten des Jahres konsumierten 646'000 Menschen nach eigenen Angaben zum ersten Mal Cannabis. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Kanada führt Plain Packaging ein

Ab dem 9. November 2019 gehen Zigaretten in Kanada nur noch in einer einheitlichen, braunen Verpackung über den Ladentisch. Das gab die kanadische Gesundheitsbehörde am 1. Mai bekannt. Mit der Einführung von Einheitsverpackung (Plain Packaging) soll die Attraktivität des Rauchens sinken. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Benzodiazepine – Zu einfache Lösung für komplexe Probleme

«Benzos» sind potente Schlaf- und Beruhigungsmittel mit enormem Suchtpotenzial. Trotzdem werde sie oft und gern verschrieben – zu oft. Die Fernsehsendung «Puls» auf SRF1 spricht mit Betroffenen über massive Nebenwirkungen und schwierigen Entzug und zeigt, wie die Medikamente missbraucht werden, um Senioren ruhigzustellen.

Berner Stadtrat knapp gegen kontrollierten Kokain-Verkauf

Der Berner Stadtrat will einstweilen nichts wissen von einem Pilotversuch für den kontrollierten Kokain-Verkauf. Mit 31 zu 26 Stimmen lehnte er am Donnerstag eine Motion aus den Reihen der Alternativen Linken (AL) ab. Beitrag der Berner Zeitung.

Sternstunde der Nacht

Im Rausch Rausch und Ekstase – zu allen Zeiten suchten Menschen nach dem Eintritt in andere Welten. Psychoaktive Substanzen bescheren uns kreative Höhenflüge, Leistungssteigerung und Reisen in unbekannte Bewusstseinsräume – und sie haben ihren Preis. Eine "Sternstunde der Nacht" im Delirium.

Systemperspektive in der Suchtprävention

Dieser Bericht (Englisch) der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EBDD untersucht die Prävention des Drogenkonsums in Europa aus einer Systemperspektive und hebt die Vielzahl von Faktoren hervor, die bei der erfolgreichen Umsetzung von Programmen und Maßnahmen zur Prävention des Drogenkonsums zu berücksichtigen sind.

Cannabis-Update 2019

Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen EKSF hat aktuelle Fragen zu Cannabis und zum Cannabiskonsum aufgearbeitet und vier Berichte mit relevanten Erkenntnissen aus unterschiedlichen Perspektiven publiziert. Die Kommission empfiehlt, dass das Betäubungsmittelgesetz angepasst werden muss, damit der Konsum von Cannabis nicht mehr bestraft wird, ein regulierter Cannabismarkt in der Schweiz, mit Vorgaben zur Konzentration der Inhaltsstoffe, der Produktion, dem Vertrieb der Stoffe sowie dem Verkauf der Produkte möglich wird und damit schaden- und risikomindernde Massnahmen ergriffen werden können. Medienmitteilung und Berichte der Kommission, Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA. Beitrag auf SRF.

Rauchen fügt der Umwelt erheblichen Schaden zu

Sechs Billionen Zigaretten werden jährlich produziert. Ausgelaugte Ackerböden, fortschreitende Wasser- und Luftverschmutzung, zunehmende Entwaldung und ein immenser Energiebedarf sind die Folge. In einem Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor den erheblichen Umweltschäden, die durch die Tabak- und Zigarettenproduktion verursacht werden. Artikel auf drugcom.de

Vor 25 Jahren sagte Basel ja zur kontrollieren Heroinabgabe

65,6 Prozent der Stimmbevölkerung in Basel sagten 1994 Ja zur Finanzierung eines wissenschaftlichen Versuchs, der die Abgabe von Opiaten wie Heroin, Morphin und Methadon ermöglichte. Im Stadtbuch 1994 hiess es, so ein progressiver Entscheid sei nur in einer aufgeklärten, humanistisch geprägten Stadt wie Basel möglich. Die Liebe zu den armen Menschen, die an der Nadel hingen, dürfte allerdings zweitrangig gewesen sein. Artikel bz Basel.

In 30 Jahren wird jeder zweite Schweizer schon gekifft haben

Bis ins Jahr 2045 wird fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung schon einmal Cannabis konsumiert haben. Gemäss einer neuen Studie der Universität Zürich wird dann auch die Zahl der aktiven Konsumentinnen und Konsumenten um 50 Prozent höher sein als im Jahr 2015 – ausser die Schweiz reguliert den Konsum und Markt neu. Medienmitteilung der Universität Zürich. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Viele Shisha-Bars verkaufen illegalen Tabak

Der Schmuggel des Shisha-Tabaks in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen. Grund für den blühenden Schmuggel ist ein massiver Anstieg der Abgaben durch den Bund. Diese wurden im Mai 2015 von rund sechs auf 80 Franken pro Kilogramm Tabak erhöht. Artikel auf 20 Minuten.

Sicherheit von jungen Erwachsenen im Strassenverkehr

Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren erleiden als Auto- und Motorradfahrer im Vergleich zu anderen Altersgruppen überdurchschnittlich viele schwere Verkehrsunfälle. Die Gründe für das hohe Unfallrisiko im frühen Erwachsenenalter sind vielschichtig: Zum einen fehlt in der Anfangsphase verständlicherweise die für die Sicherheit äusserst wichtige Erfahrung und Routine. Zum anderen befinden sich die 18- bis 24-Jährigen noch in der Phase des Erwachsenwerdens. Damit einher gehen eine gewisse Neigung zu Selbstüberschätzung, riskantem Verhalten und Alkoholkonsum. Die BFU hat die Risikofaktoren dieser Altersgruppe analysiert und mögliche Präventionsmassnahmen ermittelt. Mitteilung und Sicherheitsdossier der BFU.

Zusammenarbeit zwischen Suchtfachleuten und Polizei im Kanton Tessin

An der Tagung vom 28. März nahmen mehr als 100 Fachpersonen von der Polizei und aus dem sozialen Bereich teil. Infodrog hatte die Veranstaltung mit Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit, des Kantons Tessin, der Stadt Lugano sowie dem IQ-Center organisiert. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Vier Casinos erhalten Online-Vorsprung

Ein Jahr nach der Abstimmung über das Geldspielgesetz stehen die ersten vier Online-Casinos vor dem Start: Ihre Gesuche haben die Überprüfung durch die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) bestanden. Das geht aus dem Bundesblatt (16/2019) hervor. Eine Online-Konzession beantragen können nur Betreiber von herkömmlichen ortsgebundenen Spielbanken, ihre Internet-Casinos sind aber für Volljährige aus der ganzen Schweiz zugänglich. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Vollständiges Verbot der Alkoholwerbung ist notwendig

Ein vollständiges Verbot der Alkoholwerbung ist notwendig, um die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten. Forscher der Universität Gent bestätigen dies in einer neuen Studie, die von der belgischen Science Policy (BELSPO) in Auftrag gegeben wurde. Mitteilung (Englisch) vom European Centre for Monitoring Alcohol Marketing (EUCAM).

Was Ritalin aus mir gemacht hat

Erst der Effizienz-Flash, dann der Absturz. Wie lernt es sich auf Drogen? Ein Selbstversuch – mit Risiken und Nebenwirkungen. Artikel (pdf, 6S.) vom Tages Anzeiger.

Prison Health is Public Health

6 Eckpunkte (pdf, 14S.) zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation drogen-abhängiger Menschen in Haft. Herausgegeber sind eine Reihe namhafter Institutionen und Einzelpersonen aus Deutschland

Deutschland: Jahrbuch Sucht 2019

Die legalen Drogen Alkohol und Tabak sind nach wie vor für den grössten Teil der Suchtproblematik in Deutschland verantwortlich. Daher fordert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum wiederholten Male effektive Präventionsmassnahmen wie Preiserhöhungen, Angebotsreduzierung und eine Beschränkung der Werbung für Alkohol. Zudem sind das Verbot der Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren und die Optimierung des Jugendschutzes notwendig. Medienmitteilungen zum Jahrbuch Sucht der DHS.

Deutschland: Lobbyisten wollen die Tabakwerbung retten

Dass die Zigarettenindustrie immer noch großflächig plakatieren darf, verdankt sie der Union - deren Parteitage sie seit Langem mitfinanziert. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion blockierte unter ihrem einstigen Chef Volker Kauder mit allen erdenklichen Winkelzügen ein weitreichendes Verbot der Aussenwerbung. 2016 verhinderte sie sogar einen Gesetzentwurf, den die Bundesregierung von Kanzlerin Merkel bereits verabschiedet hatte. Nun - nach dem Ausscheiden von Volker Kauder - wollen sich CDU und CSU dazu durchringen, die Tabakwerbung einzuschränken. Doch Lobbyisten verunsichern Politiker gezielt mit irreführenden Behauptungen. Artikel auf Spiegel Online.

Laschere Werbeverbote für Tabak gefährden Uno-Abkommen

Die Gesundheitskommission des Ständerats hat drei neue Berichte zum geplanten Tabakgesetz veröffentlicht. Einer davon zeigt: Wenn das Parlament keine schärferen Werbeverbote beschliesst, kann die Schweiz einen völkerrechtlichen Vertrag nicht ratifizieren. Im Moment führt die Kommission die Detailberatung zum neuen Bundesgesetz über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten (15.075) durch. Medienmitteilung der Kommission (mit Links zu den Berichten). Artikel auf NZZ Online.

Verkauf von Cannabis kommt in Kanada nur schleppend voran

Ein halbes Jahr nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada zeigt sich: Der Verkauf der Droge läuft schlechter als erwartet und fristet ein Nischendasein. Grund für das maue Geschäft sind Lieferengpässe und der nach wie vor florierende Schwarzmarkt. In Toronto werden etwa in einer Handelskette 3,5 Gramm einer Marihuanasorte für rund 40 kanadische Dollar verkauft. Schwarzmarkthändler verkaufen die gleiche Menge für ungefähr die Hälfte des Preises. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland: Kosten des Rauchens aus ökonomischer Perspektive

Die Kosten des Rauchens sind auch für die deutsche Wirtschaft eine wichtige, nicht vernachlässigbare Größe. Insbesondere die den Produktivitätsverlust durch das Rauchen beziffernden indirekten Kosten belaufen sich auf 55,82 Mrd. € pro Jahr. Ebenfalls ergeben sich direkte Kosten des Rauchens für den Unternehmenssektor, die v.a. mittelbar über die Gesetzliche Unfallversicherung geleistet werden, in Höhe von 316,61 Mio. € pro Jahr. Beide Kostengrößen sind Untergrenzen in denen verschiedene weitere Aspekte der ökonomischen Kosten des Rauchens noch nicht berücksichtigt wurden. Gutachten der Universität Hamburg.

Die stille Gefahr der Schlaftabletten

Rund vier Millionen Packungen Schlaf- und Beruhigungsmittel verschreiben Ärzte in der Schweiz pro Jahr, für mehr als 800'000 Patienten. Eine Untersuchung von Suchtmonitoring Schweiz von 2016 liefert weitere Daten: So hatten rund 7 Prozent der Befragten ab 15 Jahren in den letzten vier Wochen Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen; bei den über 75-Jährigen waren es 18 Prozent. Etwa die Hälfte der Befragten nahmen diese seit mehr als einem Jahr täglich ein. Hochgerechnet sind das 200'000 Menschen. Diese Zahlen sind deshalb brisant, weil die Benzodiazepine sich nicht für einen längerfristigen Gebrauch eignen. Sie machen schnell abhängig. Beitrag auf #12.

Deutschland: Rauchen bleibt die häufigste Sucht

Die Raucherpause – lange Zeit gehörte sie zur Normalität am Arbeitsplatz. Das Bewusstsein für die Gefahren des Nikotins ist jedoch ein anderes geworden. So weist der aktuelle Gesundheitsreport (pdf, 244S.) der Krankenkasse DAK darauf hin, dass die Raucherquote bei bis zu 25-Jährigen innerhalb von 17 Jahren um mehr als ein Drittel zurückging. Dennoch: Unter den Erwerbstätigen gibt es derzeit 6,5 Millionen regelmäßige Raucher. Rauchen bleibt damit die verbreitetste Sucht. Zudem sind laut Bericht Suchtkranke Mitarbeiter im Durchschnitt doppelt so oft krank wie nicht süchtige Beschäftigte, sie kommen häufiger zu spät zur Arbeit und sind oft unkonzentriert. Beitrag auf dem Arbeitsschutz-Portal.de, Artikel der Berliner Morgenpost.

Jugendliche zu Substanz- und Handykonsum informieren

Aktuelle Zahlen aus der Schweiz zeigen, dass 25.4% der 15-jährigen Jugendlichen in den letzten 30 Tagen das Rauschtrinken zelebriert haben. 8.7% der 15-Jährigen rauchen zumindest wöchentlich Zigaretten. Weiter gab ein Viertel der 12 bis 19-Jährigen an, schon mindestens einmal Opfer von Cybermobbing geworden zu sein. Mit überarbeiteten sowie neu entwickelten Lehrmitteln des Blauen Kreuzes, können Lehrpersonen die Thematik im Unterricht aufgreifen. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz.

Deutschland: Erfolgreiche Suchtberatung gibt es nicht zum Nulltarif!

Bundesweit übernehmen Suchtberatungsstellen vor Ort eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und können erfolgreiche Leistungen vorweisen. Die teilweise prekäre Finanzsituation der Beratungsstellen vor Ort veranlasst die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und ihre Mitgliedsverbände sowie den Fachverband Sucht e.V. jedoch zur Veröffentlichung eines Notruf Suchtberatung (pdf, 2S.).

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie:

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 39, pdf, 13S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Unterscheidet sich die Motivation beim Glücksspiel zwischen den Geschlechtern und favorisierten Glücksspielarten
  • Substanzbezogene Störungen im späteren Lebensalter – ein Review
  • Wirksamkeitsvergleich von Behandlungsmöglichkeiten bei pathologischem Glücksspiel: eine Meta-Analyse
  • Angst, Depression und Schlaflosigkeit bei erwachsenen Opioidabhängigen: Naltrexon vs. Buprenorphin
  • Kindlicher Konsum von Zucker und Fett als Prädiktor für regelmäßigen Alkoholkonsum in der Jugend

Alkohol: Mythen und Meinungen

Hartnäckig hält sich die Meinung, Alkohol sei gesund, er wird sogar zum Kulturgut verklärt. Dieses Factsheet (pdf, 4S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS greift Mythen und Meinungen zum Thema Alkohol auf und zeigt, dass viele der verbreiteten Annahmen einer Überprüfung nicht standhalten.

Hirndoping am Arbeitsplatz - Es geht ums Funktionieren

Das Phänomen des Hirndopings ist schwer zu fassen, zumal es meist im Verborgenen geschieht. (Foto: Pixabay.com) Doping ist nicht zuletzt wegen der Fälle bei der nordischen Ski-WM in Seefeld wieder in aller Munde. In einem Umfeld, in dem es um kontinuierliche Höchstleistungen geht und das von harter Konkurrenz geprägt ist, liegt der Griff zu leistungssteigernden Substanzen nahe. Auch im Arbeitsleben scheinen vielerorts Arbeitsdichte und Druck zuzunehmen und es überrascht nicht, dass es auch hier Versuche gibt, die eigene Performance zu steigern (Doping als Wettbewerbsvorteil) bzw. dem enormen Druck standzuhalten (Coping). Artikel auf praevention.at.

Bern: Immer mehr Pflegebedürftige bei der Heroinabgabe

Die Patienten der Heroinabgabe in Bern werden immer älter – und sie sind zusehends pflegebedürftig. Das geht aus dem Jahresbericht (pdf, 6S.) hervor, den die Heroingestützte Behandlung Koda im Internet publiziert hat. Artikel der Berner Zeitung.

Wo viel gekifft wird, gibt es mehr Psychosen

Je heftiger der Cannabiskonsum, desto höher das Risiko. Vor allem in Städten wie London oder Amsterdam, in denen vorwiegend hochpotente Cannabissorten konsumiert werden, gibt es auffällig viele Fälle von Psychosen. Eine internationale Studie bestätigt damit eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Cannabis und Psychose. Beitrag auf drugcom.de

Anzahl Drogentote in Deutschland auf konstant hohem Niveau

Weniger Tode durch Legal Highs, mehr durch psychoaktive Medikamente: Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 1.200 Menschen durch Drogenkonsum. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten. Artikel auf ZeitOnline.

Gegen die Marihuana-Mafia

Der Anbau und Schmuggel von Cannabis ist für die albanische Mafia ein Milliardengeschäft. Das Land an der Adria ist in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Produzenten der Droge geworden – begünstigt durch Korruption, eine schwache Justiz und die weitverbreitete Armut. Die Sendung "Re:" auf Arte (Online bis am 8. Mai) zeigt den gefährlichen Kampf der Ermittler gegen die Cannabis-Mafia.

Hochgiftiger Schadstoff in Filter für Tabak-Stick

Filter von Tabak- Stick-Erhitzern Iqos von Philip Morris entwickeln beim Erhitzen hochgiftige Schadstoffe. Diese sogenannten Isocyanate fand ein Labor im Auftrag der Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. Bereits das Einatmen sehr kleiner Mengen Isocyanate kann die Gesundheit stark schädigen. Philip Morris entgegnete, dass diese Feisetzung unter reellen Konsumbedingungen nicht stattfindet. Allerdings weist das Blaue Kreuz darauf hin (SonntagsZeitung vom 7. April, S.7), dass es dann gefährlich wird, wenn die Filter schmelzen. Wildermuth vom Blauen Kreuz: «Wir konnten belegen, dass die Filter beim gewöhnlichen Gebrauch partiell schmelzen und dabei auf eine Temperatur erhitzt werden, bei welcher sich Isocyanate tatsächlich ablösen». Mediemitteilung des Blauen Kreuzes, Mitteilung von Philip Morris.

Standards Drug Checking:

Wann gilt eine psychoaktive Substanz als besonders gefährlich? In welchen Fällen werden öffentliche Warnungen publiziert? Und wie werden die Resultate aus den Drug-Checking-Angeboten den Nutzenden individuell kommuniziert? Mehr dazu im Modul (pdf, 6S.) «Risikoeinschätzung, Kommunikation und Publikation der Daten aus den Standards Drug Checking» von Infodrog.

Studie und Umfrage zum Cannabis-Konsum des ISGF

Im Auftrag vom Bundesamt für Gesundheit führen wir vom ISGF zurzeit eine Studie zu Selbstmedikation mit Cannabis durch. Der Zugang zu Cannabinoidmedikamenten (vom Arzt verschriebene Medikamente, welche THC/CBD enthalten) ist nach wie vor mit administrativen Hürden verbunden und die Krankenkassen nicht verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Ziel der aktuellen Studie ist es, Cannabiskonsumierende, die einen eigentlich gesetzlich verbotenen Gebrauch von Cannabisprodukten aus Gesundheitsgründen pflegen, genauer zu beleuchten. Zur Umfrage

Bericht zur Drogenpolitik der UNO

Nicht alles ist schlecht, aber es ist auch nicht alles gut. Dies ist die Einschätzung zur zehnjährigen drogenpolitischen Debatte innerhalb der UNO, die in dem Bericht "Peoples' Voice - the Roar of the Silent Majority" vorgestellt wird, welcher kürzlich gemeinsam von Drug Policy Futures und FORUT veröffentlicht wurde. Der Bericht (Englisch) enthält eine kritische Analyse des laufenden drogenpolitischen Diskurses sowie Empfehlungen für die künftige Drogenpolitik.

HB Zürich: Anonyme HIV-, Syphilis- und Hepatitis-Teststelle

Der HIV-Test ist jetzt auf dem Heimweg möglich: Am 1. April eröffnete mit dem TEST-IN eine anonyme Teststelle direkt beim HB Zürich. Nebst HIV- und Syphilis-Tests bietet das TEST-IN neu auch Schnelltests für Hepatitis C an. Damit entsteht die erste anonyme Hepatitis-C-Teststelle der Schweiz. Medienmitteilung der ARUD.

Mechanismus für süchtiges Verhalten im Gehirn

Was unterscheidet die Gehirne der Menschen, die kontrolliert konsumieren, von jenen, bei denen der Konsum aus dem Ruder gerät? Ein Forschungsteam der Universität Genf hat möglicherweise einen wichtigen Mechanismus im Gehirn von Mäusen entdeckt. Beitrag auf drugcom.de

Verbesserungsmöglichkeiten in der Substitutionsbehandlung

Zum Jahresende 2018 hat die Werkstatt PARITÄT das von der Baden-Württemberg-Stiftung und dem Sozialministerium geförderte Projekt „VVSub – Verbesserung der behandlungsbezogenen und teilhabeorientierten Vernetzung in der Substitutionsbehandlung“ abgeschlossen. Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung. Beitrag auf Konturen.

E-Zigaretten machen Zigaretten nicht beliebter

E-Zigaretten haben laut einer britischen Studie nicht zu dem befürchteten Revival des Zigarettenkonsums unter Jugendlichen geführt: Bei 13- bis 15-Jährigen werden herkömmliche Zigaretten seit der Einführung der E-Zigarette nicht positiver gesehen als vorher. Für die in „Tobacco Control“ erschienene Studie haben die Forscher das Verhalten von einer Million Jugendlichen in Großbritannien in den Jahren 1998 bis 2015 untersucht. Artikel auf ORF4.

Umfrage zum Cannabis-Konsum der Universität Bern

Cannabis-Konsum ist in der Schweiz weit verbreitet, aber man weiss wenig darüber, wie Konsumentinnen und Konsumenten mit der Substanz umgehen, respektive ihren Konsum regulieren. Die Abteilung für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin des Instituts für Psychologie der Universität Bern möchte diese Wissenslücke mit einer wissenschaftlichen Befragung schliessen. Medienmitteilung der Stadt Bern, Zur Umfrage.

Tabakwerbung funktioniert in Deutschland besonders gut

Im europäischen Vergleich ist Tabakwerbung auf Plakatwänden in Deutschland wesentlich präsenter als in anderen Ländern. Wissenschaftler fordern Verbot der Tabakaußenwerbung – auch die Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Beitrag auf Konturen.

Würden Sie sich gerne selbst optimieren?

Enhancement, also Selbstoptimierung, ist umstritten. Dabei scheinen die Möglichkeiten dazu mittlerweile nahezu unbegrenzt. Welche Art von Selbstoptimierung macht Sinn, welche nicht? Thema (56 Min.) im philosophischen Radio im WDR 5.

Nachhaltige Entwicklung des Gesundheitssystems

Damit Reformen im Gesundheitssystem gelingen, braucht es gemeinsame Ziele, eine gemeinsame Neuausrichtung. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW schlägt in ihrem Positionspapier (pdf, 44S.) als Kompass das US-amerikanische Triple-Aim-Konzept vor. Dessen Grundidee ist es, gleichzeitig aus einer Public-Health-Perspektive, einer individualmedizinischen Perspektive und einer Nachhaltigkeitsperspektive Ziele für das Gesundheitssystem zu formulieren.

Empfehlungen zum Umgang mit Suchtkranken bei ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hat wegen hoher Prävalenzraten und im Hinblick auf die Häufung komorbider Erkrankungen eine grosse klinische Relevanz. Bei erwachsenen Patienten mit ADHS kommen besonders häufig Suchterkrankungen vor: Nach aktuellen Studienergebnissen haben 23 % der Patienten mit ADHS eine Suchterkrankung und bis zu 50 % der Patienten mit Suchterkrankungen wurden positiv auf eine ADHS getestet. Empfehlungen (pdf, 6S.) zum Umgang mit Suchtkranken bei ADHS der Bayerischen Akademie für Suchtfragen.

EU4Monitoring Drugs

Die Verbindung zwischen drogenbedingten Problemen und Sicherheits- und Gesundheitsgefahren in der Europäischen Union und ihren Nachbarländern. EU4Monitoring ist ein von der Europäischen Union finanziertes Projekt und läuft von 2019 bis Ende 2021. Durchgeführt wird es von der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Deutschland: 465.000 Jugendliche gelten als Risiko-Gamer

Rund 15 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zeigen ein riskantes oder pathologisches Computerspielverhalten, allen voran männliche Jugendliche. Das zeigt eine neue Studie der DAK-Krankenkasse. Beitrag auf drugcom.de

Dampfen darf unter Jugendlichen nicht das neue Rauchen werden

Bei Alkohol, Zigaretten und Cannabis verbleiben die Konsumraten bei den 15-Jährigen in der Schweiz ungefähr auf dem Niveau von 2014. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der jüngsten nationalen SchülerInnenbefragung. Gleichzeitig gaben im Jahr 2018 die Hälfte der Jungen und ungefähr ein Drittel der Mädchen an, min-destens einmal im Leben E-Zigaretten verwendet zu haben. Dies ist besorgniserregend, weil Jugendliche in diesem Alter weder rauchen noch dampfen sollten. Medienmitteilung Sucht Schweiz, Beitrag auf Spectra Online. Forschungsberichte der HBSC, Broschüre von Sucht Schweiz.

Prävention nichtübertragbarer Krankheiten bei Flüchtlingen und MigrantInnen

Dieser fachliche Leitfaden der Weltgesundheitsorganisation schildert aktuelle vorbildliche Praktiken, aktuelle Evidenz und aktuelles Wissen zur Gestaltung von Handlungskonzepten und Ausarbeitung von Programmen im Bereich der Bewältigung und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten bei Flüchtlingen und MigrantInnen.

Richtlinien Hepatitis C

Die Richtlinien zu Hepatitis bei Drogenkonsumierenden wurden vom Bundesamt für Gesundheit gemeinsam mit Infodrog und weiteren ExpertInnen aus dem Suchtbereich erarbeitet und stehen zum Download (pdf, 36S.) bereit.

WHO will Bestimmungen für Cannabis lockern

In einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres empfehlen Experten der WHO unter anderem, dass Cannabisblüten und -harze aus Tabelle IV gestrichen werden. Damit würden die Restriktionen für medizinische und wissenschaftliche Zwecke gelockert. Von der Verwendung zu Freizeitzwecke wären die Substanzen aber weiterhin ausgeschlossen. Die UN-Kommission für Suchtmittel in Wien soll nun entscheiden, ob das geändert wird. Mitteilung der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Erster Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg

Nach langem Ringen von Grünen und CDU hat die Landesregierung den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg zugelassen. Die Stadt Karlsruhe wartet seit fast einem Jahr auf die Genehmigung aus Stuttgart für eine solche Anlaufstelle. Artikel der Stuttgarter Nachrichten.

Gesundheit im Gefängnis: Europäische Länder im Überblick

Ein neuer WHO-Bericht über die Gesundheit in Gefängnissen sammelt Informationen aus 38 europäischen Ländern, um eine Momentaufnahme der Gesundheitssysteme und -dienste in den Gefängnissen der gesamten Europäischen Region der WHO zu liefern.

Dampfend gegen das Rauchen ankämpfen

Ein Ehepaar aus Büren macht vom Angebot der Suchthilfe Ost Gebrauch. Die Organisation führt im Kanton Solothurn in verschiedenen Regionen seit Dezember einen Pilotversuch für Personen durch, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Dabei werden kostenlos E-Zigaretten ausgehändigt und Beratungsgespräche geführt. Beitrag der Basler Zeitung.

Cannabiskonsumierende sind häufiger psychisch krank

Eine neue Studie (The Lancet, Englisch) kommt erneut zu dem Schluss, dass Psychosen unter Menschen, die regelmässig Cannabis konsumieren, häufiger sind als unter jenen, die nie kiffen. Und: Je stärker der THC-Gehalt, desto höher das Risiko. Allerdings fanden die Forscher keinen Zusammenhang zwischen Psychose und seltenem Cannabis-Konsum von weniger als einmal pro Woche. Artikel auf Zeit Online, Artikel der NZZ.

Groningen will rauchfrei werden

Rauchverbote in der Gastronomie und in öffentlichen Gebäuden gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland schon länger - einige Städte in den Niederlanden gehen aber noch einen Schritt weiter: Sie versuchen überall rauchfrei zu werden. Vorreiter ist Groningen. Beitrag auf Deutschlandfunk Nova.

E-Zigaretten: Süsse Aromen verführen Jugendliche zum Dampfen

Sie schmecken nach Süssigkeiten, Menthol oder Früchten und sprechen so vor allem Jugendliche an: Mit süssen Aromen versetzte Liquids sind ein Hauptgrund dafür, dass junge Menschen zur E-Zigarette greifen. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Dartmouth College. Beitrag auf Swissinfo.

Studie zu „Passivtrinken“: Tausende Babys mit Behinderung geboren

Wenn Frauen in der Schwangerschaft trinken, kann das schwere Behinderungen beim Kind nach sich ziehen. Einer Münchner Studie zufolge wurden die Folgen des Passivtrinkens bisher zahlenmässig unterschätzt, Artikel der FAZ. Die Studie (Englisch) wurde im Fachmagazin BMC Medicine veröffentlicht.

Wie schlimm sind Drogen wirklich?

Legale Drogen sind zum Teil schädlicher als verbotene. Wo bleibt da die Vernunft? Experten und Konsumenten berichten. Ausführlicher Beitrag im Beobachter.

Konsum von Drogen: Zürich in Europa unter den Top 10

Kokain und Ecstasy sind in der Schweiz hoch im Kurs. Im europäischen Vergleich belegen Schweizer Städte einen Spitzenplatz beim Konsum. Anders bei Amphetaminen: Hier liegen Schweizer Städte leicht bis deutlich unter dem Durchschnitt. Beitrag auf SRF. Weitere Zahlen zu einzelnen verbotenen Substanzen in den Abwässern europäischer Städte liefert diese Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Gleicher Steuersatz für Cannabisblüten und Feinschnitt-Tabak

Cannabisblüten mit einem THC-Gehalt unter einem Prozent sind ein Ersatzprodukt für Tabak und deshalb wie Feinschnitt-Tabak zu besteuern. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Medienmitteilung des Bundesverwaltungsgerichts.

Die Schweiz an der UNO-Betäubungsmittelkommission

Die Schweiz hat am 14. und 15. März 2019 aktiv am Ministersegment der 62. Tagung der Betäubungsmittelkommission der Vereinten Nationen teilgenommen, der sie im Zeitraum 2018–2021 als Mitglied angehört. Medienmitteilung des BAG.

St. Gallen: Testkäufe 2019

Verglichen mit den Vorjahren haben 2018 weniger Verkaufsstellen Alkohol und Tabak an Minderjährige verkauft. Im Bereich der Alkoholtestkäufe erhielten die Jugendlichen in 27 Prozent der Fälle alkoholische Getränke (2017: 32 Prozent). Auch im Bereich der Tabak-Testkäufe hat sich die Quote verbessert. Lag die Verstossquote 2017 noch bei 26 Prozent, ist sie 2018 auf 19 Prozent gesunken. Mitteilung von ZEPRA

Rauchen, snusen, schnupfen, dampfen, vapen

Mit neuen Nikotinprodukten versucht die Tabakindustrie ihr Geschäft anzukurbeln. Wie schädlich sind die neuen Produkte und wie wie wirken sie? Das neue Magazin von laut&leise (1/2019) widmet sich den verschiedenen Tabakprodukten und stellt die Tabakprävention im Kanton Zürich vor: Von den Anfängen bis heute.

Effekte chronischen Ecstasykonsums auf Hirnchemie

Seit Längerem steht Ecstasy im Verdacht, bestimmte Nervenzellen im Gehirn zu schädigen. Eine Meta-Analyse kann diese Annahme zumindest teilweise bestätigen. Beitrag auf drugcom.de

Neue Jugendschutz-Materialien für die Ostschweiz

Der Kanton St.Gallen hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden und Thurgau die gemeinsamen Jugendschutzmaterialien «Checkpoint» überarbeitet. Zum etablierten Angebot zählen Plakate und Kleber, ein digitaler Altersrechner, ein Flyer für das Verkaufspersonal, eine Checkliste für Festveranstalter sowie verschiedenfarbige Alterskontrollbänder.

Wie E-Zigaretten das Herzinfarktrisiko beeinflussen

Forscher der University of Kansas sind beunruhigt. Sie haben über 96'000 Datensätze der Jahre 2014 bis 2017 studiert und ausgewertet und fanden dabei heraus, dass Raucher von E-Zigaretten eine um 34 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts haben – gegenüber Nichtrauchern. Artikel im Bund.

Antidepressiva: Die dunkle Seite der Stimmungsaufheller

Viele Menschen berichten von starken Beschwerden wie Ängsten, Unruhe und Missempfindungen, wenn sie Antidepressiva absetzen - selbst dann, wenn die Wirkstoffmenge nur langsam reduziert wird. Immer mehr spricht dafür, dass Ärzte solche Entzugserscheinungen lange unterschätzt haben. Beitrag auf Spektrum.de

Flucht und Sucht: Ohne Zukunft

Mangelnde Perspektiven, traumatische Erfahrungen und Langeweile: Für viele Flüchtlinge gehört das zum Alltag, einige von ihnen greifen dann zu Suchtmitteln. Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Deutschland: 465.000 Jugendliche gelten als „Risiko-Gamer“

Einer aktuelle Studie (pdf, 50S.) der Krankenkasse DAK zufolge spielen in Deutschland rund drei Millionen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren regelmässig am Computer. Davon gelten laut der Untersuchung 15,4 Prozent oder 465.000 Jugendliche als sogenannte Risiko-Gamer. Sie zeigen ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten im Sinne einer Gaming-Sucht: Die Betroffenen fehlen häufiger in der Schule, haben mehr emotionale Probleme und geben deutlich mehr Geld aus. Beitrag auf Konturen

Onlineberatung: Zahlen und Fakten SafeZone.ch

Wie viele Personen haben die Onlineberatung im Jahr 2018 genutzt? Was sind typische Fragen und Problemlagen der Ratsuchenden? Welche Wirkfaktoren wenden die BeraterInnen an? Zu diesen und anderen Fragen informiert ein aktuelles Factsheet (pdf, 3S.) von Infodrog.

10 Diskussionspunkte für eine zeitgemässe Suchtpolitik

Diese Diskussionspunkte (pdf, 2S.) gehen zurück auf die «Erklärung von Ascona» – dem Ergebnis der dreitägigen SuchtAkademie zur Zukunft der Schweizer Suchtpolitik im Jahr 2016. Auf Basis der «Erklärung von Ascona» erarbeitete die NAS-CPA seither das vorliegende Dokument, das mögliche Ansätze für eine umfassende, zeitgemässe und ausgewogene Suchtpolitik resümiert.

Dank dem Dampf weg vom Rauch?

Laut einer aktuellen englischen Studie eignen sich E-Zigaretten besser als Nikotinersatzprodukte, um von der Zigarette wegzukommen. Mediziner befinden sich im Dilemma: Soll die E-Zigarette nun als Rauchersatz propagiert oder soll vor dem Einstieg gewarnt werden? Oder geht vielleicht auch beides? Radio-Beitrag auf SRF1.

Ambulante statt stationäre Entzüge

Vor allem Alkoholentzüge müssen nicht mehr stationär sein, auch hier gilt ambulant vor stationär. Dies erklärt Patrik Roser, der neue Chefarzt und Leiter des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) in der Aargauer Zeitung.

Süchtig nach Zucker?

Der Mensch braucht Nahrung, um zu überleben. Doch zweifelsohne essen manche Menschen mehr als ihnen guttut. Zucker scheint hierbei eine besondere Rolle zu spielen. Kann man womöglich süchtig werden von Zucker? In der Forschung wird kontrovers darüber diskutiert. Artikel auf drugcom.de

Deutschland: Anzahl von Personen mit einer Opioidabhängigkeit

Vergleiche mit früheren Schätzungen legen den Schluss nahe, dass sich der Umfang der Personen mit einer Opioidabhängigkeit in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat. Nahezu alle Personen mit einer Opioidabhängigkeit sind in Kontakt mit dem Suchthilfesystem. Im Substitutionsregister waren 2016 94'381 Substituierte gemeldet. Artikel auf aerzteblatt.de

St.Gallen möchte am Cannabis-Pilotversuch teilnehmen

Der Bundesrat möchte wissenschaftliche Versuche mit Cannabis erlauben. St.Gallen ist sehr interessiert am kontrollierten Verkauf der weichen Droge und blickt gespannt nach Bundesbern. Artikel im Tagblatt.

Ein Alkoholiker erzählt - «Man trinkt alles kaputt»

Ein Mann wird zum Trinker – und verheimlicht seine Sucht vor seiner Frau, seinen Kindern, seinen Freunden. Das Protokoll eines Süchtigen. Beitrag auf SRF Kultur.

Lausannes Probleme mit den Strassendealern

Der Drogenhandel in Lausannes Strassen und die in der Innenstadt konzentrierte Drogenszene zermürben breite Kreise. Die Polizei ist frustriert, weil sie mit ausschliesslich repressiven Mitteln den Drogenhändlern den Garaus machen soll. Führen Polizisten Händler der Staatsanwaltschaft zu, erhalten diese oft bloss eine Geldbusse. Die Hauptstadt des Kantons Waadt liegt mit ihrer Drogenpolitik Jahrzehnte hinter jener in Zürich und Bern zurück. Beitrag auf tagesanzeier.ch

Pädagogisches Handeln zwischen Potentialen und Gefahren digitaler Lebenswelten

Zeitgemässer Kinder- und Jugendmedienschutz braucht sowohl Medienkompetenzförderung als auch angemessene Jugendschutzmassnahmen, die adäquate Schutz- und Freiräume für die selbstbestimmte Medienaneignung von Kindern und Jugendlichen in digitalisierten Lebensräumen bieten. Pädagogische Fachkräfte sowie Eltern/Sorgeberechtigte sollten sich hinsichtlich aktueller Medienphänomene im Dialog mit Heranwachsenden informieren, um sie in ihren Entwicklungsaufgaben adäquat begleiten zu können. Fachbeitrag in ProJugend.

Bundesrat will Cannabis-Tests der Städte erlauben

Der Bundesrat hat die Botschaft zu Pilotversuchen mit Cannabis an seiner Sitzung vom 27. Februar 2019 an das Parlament überwiesen. Die Vorlage schafft die Voraussetzungen für die Durchführung von befristeten und streng reglementierten wissenschaftlichen Studien über den Cannabiskonsum zu Genusszwecken. Die Pilotversuche werden streng reglementiert. Um den Jugendschutz zu gewährleisten sind Minderjährige davon ausgeschlossen. Medienmitteilung des Bundesrates, Beitrag im Rendez-vouz auf SRF, Artikel im Tages Anzeiger, Artikel der NZZ. (Infoset berichtete)

mHealth im Suchtbereich

Die Publikation "m-Health applications for responding to drug use and associated harms" der EU-Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA stellt Ergebnisse einer Studie über die Verfügbarkeit von Smartphone-basierten Anwendungen im Suchtbereich im europäischen und globalen Kontext vor.

Kulturplatz: Alkohol – Verheissung oder Verhängnis?

In der Kultur gehört Alkohol oft dazu. Hilft er, kreativ zu sein? Gegen Versagensängste? Oder bringt er bloss Verderben? Bekannte Namen reflektieren ihren Konsum. Und Thilo Beck – Chefarzt Psychiatrie des grössten Schweizer Suchtmedizinzentrums – sagt, wann Kulturschaffende zur Risikogruppe werden. Thema im Kulturplatz auf SRF 1, heute Abend um 22.25 Uhr.

Cannabis-Professur in Bern

Die Berner Kantonsregierung will die Universität Bern bitten, einen Ausbau der Cannabisforschung zu prüfen und zu klären, ob die Schaffung einer entsprechenden Professur sinnvoll wäre. Den Entscheid soll aber letztlich die Universität fällen. Artikel auf SRF.

Blended Counseling

Wie lässt sich Face-to-face-Beratung mit digitalen Medien erfolgreich zu einem Blended Counselling verbinden? Infodrog ist Praxispartner des Forschungsprojekts «Face-to-Face und mehr» der Fachhochschule Nordwestschweiz, welches die Möglichkeiten und konkrete Praxismodelle gemischter Beratungsformen in der Suchthilfe untersucht. Schlussbericht (pdf, 142S.) zum Projekt der FHNW, Handlungsempfehlungen (pdf, 44S.) für die Praxis. Projektseite der FHNW: www.blended-counseling.ch

Lebensstil hinterlässt Spuren im Gehirn

Sport ist gesund, Alkohol und Rauchen sind es nicht. Diese Erkenntnis hat sich inzwischen in weiten Teilen der Bevölkerung durchgesetzt. Jülicher Forscherinnen und Forscher zeigen in einer aktuellen Studie, wie stark sich eine gesunde beziehungsweise ungesunde Lebensführung auch im Gehirn widerspiegelt. Beitrag auf Konturen.

Ein gemeinsames Verständnis von Gesundheit entwickeln

Es braucht mehr als Gesundheitspolitik, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Denn Gesundheit wird von vielen Faktoren beeinflusst, die ausserhalb des Gesundheitswesens liegen. Es braucht einen umfassenden Ansatz und die Zusammenarbeit des BAG mit anderen Bundesämtern und Bundesstellen. Beitrag auf Spectra. Die Ausgabe 123 von Spectra hat den Schwerpunkt Gesundheitspolitik.

Alkoholismus im Altersheim

Sie gefährden sich selbst und werden ausfällig: In Alterszentren werden Alkoholiker zunehmend zum Problem. Die älteren Menschen hätten oft keine Struktur mehr, die Halt gebe. Dazu komme ein Mangel an menschlichen Beziehungen. Auch körperliche Umstände würden eine Sucht begünstigen. Artikel vom Tages Anzeiger auf #12.

Evidenzbasierte Präventionsprogramme: Xchange-Register

Xchange ist ein Online-Register für evidenzbasierte Präventionsprogramme der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD. Es befindet sich derzeit in der Pilotphase. Aktuell wurden 16 neue Programme hinzugefügt. Mitteilung der EBDD.

Kanton Wallis will Werbung für E-Zigaretten verbieten

Immer mehr Raucher wechseln auf sogenannte E-Zigaretten. Doch auch diese sind umstritten. Der Kanton Wallis könnte der erste Kanton sein, der Werbung für E-Zigaretten verbietet. Dies ist im Entwurf zu neuen kantonalen Gesundheitsgesetz vorgesehen. Beitrag in der Tagesschau vom 23. Februar

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 1/2019 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Nikotinwerte in E-Zigaretten: Braucht es eine höhere Obergrenze?

Fachleute schlagen vor, den maximal zulässigen Nikotingehalt in Flüssigkeiten für E-Zigaretten im neuen Tabakproduktegesetz auf 100 Milligramm pro Milliliter festzusetzen – fünfmal höher als vom Bundesrat in seinem Gesetzesentwurf vorgeschlagen und auch fünfmal höher als der Maximalwert in der EU. Man könnte fast meinen, die Idee stamme von der E-Zigaretten- oder Tabaklobby. Doch die Public-Health-Experten um Thomas Zeltner, den ehemaligen Direktor des Bundesamts für Gesundheit meinen es ernst: Mit ihrem Vorschlag wollen sie Tabakraucher animieren, auf weniger schädliche E-Zigaretten umzusteigen. Beitrag im Bund.

Schutz der Kinder vor Tabakwerbung

Rauchen ist nach wie vor die Ursache von rund 9500 vermeidbaren Todesfällen in der Schweiz – jährlich. Das heisst, jeden Tag sterben 25 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die meisten RaucherInnen beginnen im Teenageralter. Die Prävention muss also dort ansetzen. Ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung, -verkaufsförderung und -sponsoring wäre ein wichtiger Schritt, um den Tabakkonsum zu reduzieren. Die aktuelle Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» hat genau dies zum Ziel. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Juul nutzt den Schweizer Markt als Testlabor

Mit grossem Tamtam ist die E-Zigarette Juul im Dezember 2018 offiziell in der Schweiz angekommen. Die Regeln betreffend E-Zigaretten sind in der Schweiz bis zu einer Einigung zum Tabakproduktegesetz (TabPG) gesetzlich jedoch ungenügend festgelegt. Dies betrifft insbesondere den Jugendschutz. Zudem ist Juul für Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, nur bedingt geeignet: Die Nikotinkonzentration lässt sich nicht senken. Juul kann folglich zwar schadensmindernd eingesetzt werden, ist aber gleichzeitig wenig attraktiv für Rauchstopp-Programme. Kurzmitteilung vom Fachverband Sucht.

Neuer Anlauf für legalen Cannabiskonsum in der Schweiz

Eine breite Koalition von Hanfbauern, Suchtfachleuten und Politikern plant eine neue Volksinitiative zur Legalisierung des Cannabiskonsums. Selbst ein Teil der Jungen SVP macht mit. Artikel der Neuen Luzerner Zeitung. www.cannabis-initiative.ch

Ein verlorenes Jahrzehnt für Harm Reduktion

Die neue Ausgabe (pdf, 32S.) des Drogenkurier widmet sich dem sechsten Welt Harm Reduction Bericht. Der Drogenkurier wird vom JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Alkoholprävention: Positive Wirkung der Verkaufseinschränkung

Seit Juli 2015 ist der Verkauf von Bier und Spirituosen zum Mitnehmen im Kanton Waadt nachts verboten. Eine Studie von Sucht Schweiz und dem Universitätsspital Lausanne im Auftrag des Kantons Waadt zeigt nun die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken gerade von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sucht Schweiz ruft weitere Kantone dazu auf, dem Beispiel zu folgen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Tabakerhitzer auch nicht gesünder als Zigarette

Die neuartigen Tabakerhitzer (z.B. IQOS) werden damit beworben, dass sie 95 Prozent weniger toxische Substanzen erzeugen – weil Tabak nur erhitzt und nicht verbrannt wird. Erste unabhängige Studien haben aber gezeigt, dass sehr wohl giftige Substanzen entstehen – manche in höheren, andere in niedrigeren Mengen als beim Rauchen. Beitrag auf Wissenschaft aktuell.

"Schweizer Tabakindustrie begeht in Afrika organisierten Völkermord"

Zigaretten aus Schweizer Produktion, die in Afrika verkauft werden, enthalten rund doppelt so viele Giftstoffe wie jene, die in der Schweiz geraucht werden. Die Senegalesische Liga gegen Tabak fordert nun die afrikanischen Länder auf, die chemische Zusammensetzung der Import-Zigaretten zu kontrollieren. Artikel auf Swissinfo.

Wenn Mami trinkt

Alkoholabhängigkeit ist ein Tabuthema. Darunter leiden Kinder suchtkranker Eltern; sie greifen später oft selbst zur Flasche oder entwickeln psychische Probleme. Suna Lommen ist mit einer süchtigen Mutter aufgewachsen. Artikel in der NZZ.

Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden

Der Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden ist zu einem Grundpfeiler gesundheitspolitischer Entscheidungsprozesse geworden. So haben die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO 2015 mit der Erklärung von Minsk beschlossen, in der Gesundheitspolitik den Lebensverlaufansatz verstärkt zum Einsatz zu bringen. Doch bisher fehlen die Strategien für die Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes ebenso wie ein Plan für eine entsprechende Erfolgskontrolle und Evaluation. In dieser Bestandsaufnahme wurde ein Mangel an Fachliteratur speziell zur Messung der Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes festgestellt. Eine Publikation der WHO.

Indien: Mindestens 28 Tote durch gepanschten Schnaps

Illegal hergestellter Alkohol gilt in Indien als grosses Problem. Im Norden des Landes sind nun erneut mindestens 28 Menschen beim Verzehr gestorben. Weitere Personen schweben in Lebensgefahr. Artikel auf Spiegel Online

Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz

Die Allianz Gesundheitskompetenz unterstützt innovative Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz. Dazu verleiht sie alle zwei Jahre einen mit 19'000 Schweizer Franken dotierten Förderpreis. Der Hauptpreis geht dieses Jahr an das Projekt "Pa-paRat» der Stiftung Berner Gesundheit. Das Projekt «Gesund altern im Kanton Zug» von Pro Senectute Zug erhält den ersten Anerkennungs-Preis. Mit dem zweiten Anerkennungs-Preiswerden ex aequo die Projekte «ready4life» der Lungenliga Schweiz und «Everfresh – die frische Art der Prävention» der Stiftung Idée-Sport ausgezeichnet. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Allianz.

Europa tut sich schwer mit der Reduzierung des Alkoholkonsums

Europa gehört zu den Regionen der WHO mit den höchsten Raten alkoholbedingter Todesfälle. In Stockholm haben die Mitgliedstaaten auf der ersten Konsultation der Europäischen Region über die Umsetzung des Europäischen Aktionsplans zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020) über wirksame, evidenzbasierte Wege zur Umkehr dieses Trends diskutiert. Medienmitteilung der WHO. In einer Broschüre (pdf, Englisch) werden die Zahlen und Massnahmen der verschiedenen Länder (inkl. Schweiz) übersichtlich dargestellt.

Wein auf Bier,…

Erst Wein – dann Bier oder umgekehrt: Wer am Abend grosse Mengen dieser Getränke konsumieren will, braucht sich um die Reihenfolge nicht zu kümmern. Wie stark der Kater am nächsten Morgen ist, hängt nur von der Gesamtmenge des Alkohols ab. Artikel auf Wissenschaft aktuell.

Nationale Aktionswoche vom 11.-17. Februar 2019: Kindern suchtkranker Eltern eine Stimme geben!

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100'000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation. Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten Aktionswoche soll dieses Tabu gebrochen werden. Die Aktionswoche wird von Sucht Schweiz koordiniert. In 12 Kantonen führen zahlreiche Organisationen 38 öffentlichkeitswirksame Aktionen durch. Mitteilung von Sucht Schweiz. www.kinder-von-suchtkranken-eltern.ch

Dreizehn Jahre Trockenheit – Prohibition in den USA

Im Rückblick wird die Prohibition unterschiedlich beurteilt. Den Erfolgen (bessere Gesundheit, aber auch die höhere Produktivität der Industrie durch geringere alkoholbedingte Fehlzeiten) stehen beträchtliche Nachteile (allen voran das Erstarken der organisierten Kriminalität) gegenüber. So lässt sich bis heute darüber streiten, ob dieses "grosse Experiment mit einem noblen Motiv", wie es Präsident Hoover nannte, Vorbild für aktuelle politische Entscheidungen sein kann. Artikel in der Wiener Zeitung.

Unfälle mit E-Zigaretten

Durch die Explosion seiner E-Zigarette ist in den USA ein Mann ums Leben gekommen. Studien zufolge gibt es jedes Jahr Hunderte ähnliche Fälle. Beitrag auf Spiegel Online.

Rauchen in der Öffentlichkeit unter Druck

Wie süchtig ist die Schweiz? Wer öffentlich raucht, gerät immer mehr unter Druck. Was bringen Rauchverbote auf Spielplätzen und in anderen öffentlichen Räumen? Beitrag in 10vor10.

Onlineberatung – neue Entwicklungen und Herausforderungen

An der Veranstaltung des Expertennetzwerks SafeZone.ch vom 31. Januar 19 in Bern wurden neue und innovative Entwicklungen der Online-Suchthilfe diskutiert und gemeinsam Szenarien für die Onlineberatung der Zukunft skizziert. Die Präsentationen stehen auf den Seiten von Infodrog zum Download bereit.

Geld-Presse zum Thema "Werbung & Social Media"

Die Geld-Presse erscheint viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema "Werbung & Social Media". Herausgeber ist das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich.

Frank Zobel: «Kopf in den Sand reicht nicht in der Drogenpolitik»

Cannabis, Kokain, Ecstasy: Das Geschäft mit illegalen Drogen in der Schweiz floriert. Nach welchen Regeln der Drogenmarkt funktioniert und was das für die Drogenpolitik bedeutet, erläutert Suchtexperte Frank Zobel im «Tagesgespräch» auf SRF1.

Schweizer Suchtpanorama 2019

Welches sind die aktuellen Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz? Welche Probleme manifestieren sich beim Konsum von Medikamenten, beim Geldspiel und beim Internetgebrauch? Das aktuelle Schweizer Suchtpanorama (pdf, 26S.) von Sucht Schweiz nimmt sich dieser und weiterer Fragen an, liefert neuste Fakten und Zahlen, stellt Zusammenhänge her und kommentiert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. Beitrag auf SRF, Artikel auf Swissinfo.

Mindestalter für Tabakkonsum

Just drei Wochen vor der Beratung des Tabakproduktegesetzes in der zuständigen Ständeratskommission haben sich letzte Woche die grossen Schweizer Zigarettenproduzenten und Detailhändler wie Coop und Denner selber strengere Regeln gegeben: In einem Kodex erklären sie, per sofort auf den Verkauf von Zigaretten und E-Zigaretten an Minderjährige zu verzichten. Der Zeitpunkt ist kaum zufällig gewählt. Artikel der Neuen Luzerner Zeitung.

Wann ist man süchtig?

Wir sind "süchtig" nach Schokolade, Smartphones und anderen Dingen, die wir nicht mehr missen möchten. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird gerne mal von einer Sucht gesprochen, wenn wir etwas besonders gerne oder oft tun und nur schwer die Finger davon lassen können. Doch wann spricht man tatsächlich von einer Sucht? Beitrag auf drugcom.de.

Preis Gesunde Gemeinde - Gesunde Stadt

Zum vierten Mal wird 2020 ein nationaler Preis "Gesunde Gemeinde" bzw. "Gesunde Stadt" vergeben. Der Preis versteht sich als Anreiz für vorbildliche Konzepte gemeindlicher und städtischer Gesund­heitsförderung und Prävention sowie als Anerkennung für beispielhafte und multiplizierbare kommunale Programme und Massnahmen. Mit Preisverleihung sowie Dokumentation werden nachahmenswerte Beispiele landesweit bekannt gemacht und gewürdigt. www.preis-gesunde-gemeinde.ch

Rauchverbot auf Spielplätzen: Dietikon will zum Vorbild werden

In Frankreich etwa gilt seit 2015 ein Rauchverbot auf Spielplätzen, in manchen deutschen Bundesländern kennt man es auch, oder es wird diskutiert. In der Schweiz wird zwar auf manchen Spielplätzen darum gebeten, nicht zu rauchen. Ein eigentliches Rauchverbot gibt es aber erst an wenigen Orten. So etwa in Chur. Eine Motion in Dietikon im Kanton Zürich will dies nun für die dortigen Spielplätze ebenfalls. Beitrag auf 20 Minuten.

Tagung Nightlife- und Freizeitdrogenkonsum Luzern

Was sind Freizeitdrogenkonsumierende? Welche Angebote brauchen sie und wie erreichen wir sie? Braucht es für verschiedene Settings zielgruppenspezifische Angebote? Und müssen wir über neue Formen der Regulierung von Freizeitdrogen nachdenken? Über 150 Teilnehmende haben sich mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt. Die von Infodrog organisierte Tagung fand am 24. Januar in Luzern statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Shoppen am Limit - Mit der Kaufsucht allein gelassen

In der Schweiz sollen fünf Prozent unter Kaufsucht leiden. Die Zahlen basieren auf einer Studie aus dem Jahr 2003. Seither fehlen aktuelle, repräsentative Erhebungen, Fachleute gehen heute von einer höheren Anzahl Betroffener aus. Die Zahlen schrecken auf: Denn das ist ein Vielfaches mehr als es hierzulande etwa Glücksspiel- oder Heroinsüchtige gibt. Dennoch ist Kaufsucht in der Gesellschaft und in der Politik kaum ein Thema. Beitrag in der Rundschau.

Nikotinproduke: Eine Rangliste nach ihrer Gefährlichkeit

Heute gibt es Alternativen, die weniger schädlich als Zigaretten sein sollen. Die meisten von Zigaretten ausgehenden Schadstoffe entstehen bei der Verbrennung von Tabak und Zigarettenpapier, wobei Temperaturen von bis zu 900 Grad erreicht werden. Bei den Alternativen fällt diese Verbrennung weg. Frank Henkler-Stephani vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) hat die verschiedenen Angebote basierend auf dem aktuellen Wissenstands für 20 Minuten nach ihrer Gefährlichkeit sortiert.

Zürich: Jahresbilanz des Alkohol- & Tabakverkaufs an Jugendliche

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verkauften bei den durchgeführten Testkäufen im vergangenen Jahr erfreulicherweise weniger Betriebe unerlaubt alkoholische Getränke an Jugendliche. Bei den Tabakverkäufen sind die Zahlen weniger zufriedenstellend. Medienmitteilung der Stadt Zürich.

CBD-Cannabis: offene Fragen, meistens geraucht und unterschiedliche Konsumentenprofile

Das in Cannabis enthaltene CBD drängte in den letzten Jahren das für die berauschende Wirkung verantwortliche THC etwas in den Hintergrund. Dies aus zwei Gründen: CBD ist aus gesundheitlicher Sicht von Interesse und die Gesetzgebung ermöglichte das Entstehen eines legalen Markts. Seit Sommer 2016 ist CBD-Cannabis in Fachgeschäften, im Supermarkt und im Kiosk erhältlich. Aber was genau ist über die Wirkung von CBD bekannt? Welche Produkte werden verkauft? Und was suchen die Konsumierenden? Zwei Jahre nach dem Hype des «legalen Cannabis» zieht Sucht Schweiz eine erste Bilanz. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Beitrag auf SRF.

Süchtig nach dem Klick: Wenn der Egoshooter in die Klinik führt

"Timon" ist schweizweit einer der ersten, der stationär wegen einer Verhaltenssucht behandelt wurde. Der junge Mann hat eine viermonatige stationäre Therapie hinter sich: Wegen Computerspielsucht. Beitrag in der Aargauer Zeitung.

Petition gegen die Schliessung von Saferparty auf Instagram

Instagram hat im Dezember 2018 den Saferparty-Account gelöscht. Auch andere Accounts im Bereich Schadensminderung, wie @PillReportUK, wurden geschlossen. Nun hat PillReportUK eine Petition gegen die Schliessung solcher Accounts gestartet.

Report über junge Kiffer: Gefahr für das Gehirn

Cannabis ist die Trenddroge bei Jugendlichen in der Schweiz. Jede dritte Person über 15 Jahren hat schon einmal einen Joint geraucht. Der Konsum liegt in der Schweiz weit über dem internationalen Durchschnitt. Was viele Jungkiffer nicht wissen: Übermässiger Cannabiskonsum kann laut Studien das Gehirn in der Wachstumsphase schädigen. Report der Rundschau, Hintergrundseite zum Report.

Factsheet JUUL

Ein neuer Typ von E-Zigaretten erobert seit ein paar Wochen den Schweizer Markt. Erfahrungen in den USA haben gezeigt, dass das hochnikotinhaltige JUUL vor allem bei Jugendlichen sehr gut ankommt, obwohl die Industrie behauptet, dass dies nicht ihr Zielpublikum ist. Das neue Factsheet von Sucht Schweiz zuhanden Fachstellen, Schulen und Eltern erklärt, um welches Produkt es sich hier handelt und welche Risiken es birgt.

Was bringen Wegfahrsperren für Trinker?

Studien aus den USA und Schweden belegen nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), dass Trunkenheitsfahrten mit eingebauten Alkolocks seltener werden. Es gibt jedoch einen Nachteil: Sobald das System ausgebaut ist, steigt die Zahl der Alkoholfahrten wieder. Rechtliche Grundlagen für den Einsatz von Alkolocks gibt es bereits in Frankreich, Finnland, den Niederlanden und in Polen. Artikel auf Spiegel Online.

Der skandalöse Doppelstandard der Schweizer Tabakkonzerne

2017 exportierten die Schweizer Tabakkonzerne alleine in Marokko 2900 Tonnen Zigaretten, was 3,625 Milliarden Glimmstengeln entspricht. Exklusive Tests deckten dabei einen skandalösen Doppelstandard auf: Die von Philip Morris und Japan Tobacco International (JTI) in der Schweiz hergestellten und in Marokko verkauften Zigaretten zeigen markant höhere Partikel-, Nikotin- und Kohlenmonoxidwerte als die für den Heimmarkt produzierten. Im Gegensatz zu jenen der EU erlauben unsere Gesetze den also nicht zufällig hier ansässigen Tabakkonzernen nämlich die Herstellung und Ausfuhr von Produkten, die noch deutlich schädlicher und süchtig machender sind als jene, die hier zulande verkauft werden. Laut WHO wird sich die Zahl der Tabaktoten in Afrika (unter Schweizer Beihilfe) bis 2030 verdoppeln. Mit dieser Recherche gewann Marie Maurisse den Public Eye Investigation Award.

Wirkstoffgehalt in Cannabis hat sich verdoppelt

Zwischen 2006 und 2016 hat sich der Gehalt des Cannabiswirkstoffs THC in Haschisch und Marihuana etwa verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam auf der Grundlage von Daten aus Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und der Türkei. Beitrag auf Drugcom.

ICD-10-WHO Version 2019

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI veröffentlicht die ICD-10-WHO Version 2019, die deutsche Übersetzung der englischen Originalfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In die neue Version der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme flossen zahlreiche Änderungen der WHO ein, die seit dem 1. Januar 2019 gültig sind. Zur Diagnose von Suchtproblemen ist das Kapitel V (F10-F19) von Bedeutung. Mitteilung des DIMDI. Parallel zur Weiterentwicklung der ICD-10 der WHO wird seit Jahren an einer grundlegenden 11. Revision gearbeitet. Die ICD-11 soll 2019 von der WHO verabschiedet werden.

Keine Ordnungsbusse für Abgabe von Alkohol an Minderjährige

Der Bundesrat hat entschieden, dass die neue Ordnungsbussenverordnung am 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Er hat entschieden, dass der Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahre nun doch nicht mit einer einfachen Busse geahndet werden soll. So können weiterhin wiederholte Verstösse sanktioniert werden. Für den Fachverband Sucht ist das eine gute Nachricht: Eine Aufnahme der Abgabe von Alkohol an Minderjährige in die Verordnung wäre ein Rückschritt in der Sanktionierung von wiederholten Verstössen gewesen. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Der vorliegende Bericht (pdf, 22S.) präsentiert die Resultate der Erhebung im Jahr 2017 des Monitorings der heroingestützten Behandlung (HeGeBe - Monitoring) in der Schweiz. Von den 1752 Fällen, die sich gemäss der Monitoring - Datenbank 2017 in der HeGeBe befanden, waren 822 Person (46.9%) 45 - 54 Jahre, 437 (24.9%) 35 - 44 Jahre, 212 (12.1%) 25 - 34 Jahre und 250 (14.2%) 55 Jahre alt oder älter. 10 Personen (0.6%) waren unter 25 Jahre alt. Es wurden 135 Eintritte und 13 1 Austritte registriert. Bei den Eintritten handelt es sich um 80 Ersteintritte (59.3%).

Cannabis als Arzneimittel - Die Regeln sollen gelockert werden

Die Cannabis-Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise Dronabinol. Dieser Wirkstoff kann bei Patienten zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Doch abgesehen davon, dass meist die Patienten selber das teure Medikament zahlen müssen, bestehen einige bürokratische Hürden. Das will der Bundesrat ändern. Beitrag in der Tagesschau auf SRF.

Spielsucht: Mit Gesetzen und Verordnungen kaum zu stoppen

Die Anonymität des Internets zieht suchtgefährdete Glücksspieler besonders an. Das neue Geldspielgesetz soll den Wildwuchs eindämmen, ändert aber nichts am eigentlichen Problem. Was treibt einen dazu, immer weiterzuspielen? Ein «Puls Spezial» zur Spielsucht – mit Menschen, die alles verloren haben. Die Sendung wird am 21. Januar 2019 umd 21:05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Frühintervention in der Schule

Dieser Leitfaden (pdf, 20S.) Akzent Luzern unterstützt Schulen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, welche problematische Verhaltensweisen zeigen. Er zeigt auf, wie die Früherkennung durch ein koordiniertes Vorgehen nach den Schritten Erkennen – Reflektieren – Handeln geführt werden kann.

Die grosse Trockenheit

Vor 100 Jahren beschlossen die USA das berüchtigte, landesweite Alkoholverbot. Es gilt bis heute als der Inbegriff eines gescheiterten Experiments – dabei führten die Prohibitionsjahre auch zu einem Rückgang des Alkoholkonsums. Artikel im Tages Anzeiger.

Warum arme Leute früher sterben

Armut macht krank, aber wichtiger noch als Einkommen sind dabei die Arbeitssituation und das Gefühl, das eigene Leben zu führen. Nicht einmal zehn Prozent aller britischen Erwachsenen in akademischen Berufen rauchen, während es unter den körperlich Arbeitenden beinahe ein Drittel ist. Beim Alkoholkonsum verhält es sich umgekehrt, aber die alkoholbedingten Krankheiten verteilen sich ebenfalls nach dem sozialen Status und nehmen von unten nach oben ab. Beitrag in der FAZ.

Cannabis regt die grauen Zellen im Gehirn an

In bestimmten Gehirnbereichen bildet sich bei Jugendlichen nach dem Kiffen mehr Graue Substanz - besonders im Hippocampus und dem Kleinhirn. Aber: Ist das auch gut fürs Denken oder eher schlecht? Artikel der Deutschen Welle, Beitrag auf VICE

Deutsche rauchen öfter Zigarre

Der Absatz von Zigaretten ist in Deutschland leicht gesunken. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es weniger Raucher gibt. Im vergangenen Jahr ist besonders der Absatz von Zigarren und Zigarillos in Deutschland deutlich gestiegen - plus 6,5 Prozent auf drei Milliarden Stück. Der Absatz von Pfeifentabak erhöhte sich um 2,7 Prozent. Dazu zählen auch Tabak für Wasserpfeifen und neuartige Pfeifentabakprodukte, sogenannte Verdampfer. Artikel auf Spiegel Online.

Facebook-Süchtige handeln ähnlich wie Drogenabhängige

Wer übermässig viel Zeit auf Facebook verbringt, zeigt ähnliche Symptome wie Drogenabhängige oder Spielsüchtige – das ist (vereinfacht gesagt) das Ergebnis einer Studie, die das Journal of Behavioral Addictions veröffentlicht hat. Artikel im Bund

Krebs in der Schweiz. Eine Übersicht

Bereits heute sind in der Schweiz fast alle Einwohnerinnen und Einwohner direkt oder indirekt von Krebs betroffen: Weil sie selbst erkranken oder weil sie Angehörige oder Freunde haben, die krebskrank sind. Die neue Publikation der Krebsliga Schweiz präsentiert die wichtigsten Zahlen zu den einzelnen Krebsarten und stellt in kompakter Form die Methoden im Kampf gegen den Krebs vor – von der Prävention über die Therapie bis zur Nachsorge.

Köln: Heroin auf Rezept – "Sonst wäre ich tot"

Heroin auf Rezept, das gibt es auch in Deutschland an insgesamt zehn Standorten, unter anderem in Köln. In der Nähe des Drogen-Hotspots Neumarkt liegt die Kölner Substitutionsambulanz vom Gesundheitsamt Köln und der Kölner Drogenhilfe. Beitrag auf Reporter (Video, 11 Min.).

«Mit 14 will man Grenzen testen»

Zürcher Jugendliche und Drogen? Für ihre Matura dreht die Zürcherin Gena Astner einen Film zum Thema. Im Interview erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen. Wieso sie selber nur mit Zahnpasta in den Ausgang ging, was Junge an Alkohol reizt, und wie sie zu Cannabis kommen. Das Interview (pdf, 8S.) ist auf den Seiten der Stadt Zürich zugänglich.

Jahresbericht der deutschen Suchthilfestatistik

In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammengefasst. Im Jahr 2017 wurden in 849 ambulanten und 152 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 322.697 ambulante Betreuungen und 33.588 stationäre Behandlungen durchgeführt. Beitrag auf Konturen.

Deshalb wollen die Zürcher Apotheken künftig Marihuana verkaufen

Schweizweit gibt es Bestrebungen, die weiche Droge unter Auflagen zu legalisieren (Infoset berichtete). In der Stadt Zürich sind ab 2020 Pilotversuche mit wissenschaftlicher Begleitung geplant. Valeria Dora und ihr Apothekenverband wollen diese Entwicklung nicht verschlafen. «Wir müssen uns wappnen», sagt die Apothekerin. Sie befragte ihre Mitglieder, und ein Grossteil davon zeigte sich offen, in Zukunft Cannabis-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Nur vereinzelt habe es kritische Stimmen gegeben, sagt Dora. Artikel auf NZZ Online.

«Es gibt eine politische Mehrheit für die Drogenregulierung»

Er will den problemfreien Konsum ermöglichen, auch von Kokain: Der Appenzeller FDP-Ständerat Andrea Caroni im Gespräch mit der Online-Zeitung Republik.

Testkaufresultate Kanton Bern 2018

Auch im Jahr 2018 führte das Blaue Kreuz im Kanton Bern Testkäufe durch. Die Verkaufsquote lag insgesamt bei 28,2%. An Orten, wo erstmals getestet wurde, erhielten die Testkäuferinnen und Testkäufer überdurchschnittlich viele Alkohol- und Tabakprodukte. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz.

Juul-Gründer im Interview

Juul enthält die maximal erlaubte Menge Nikotin - und ist in den USA auf Schulhöfen sehr beliebt. Hier erklären die Gründer Adam Bowen und James Monsees, warum sie sich erst spät um Jugendschutz gekümmert haben. Interview auf Spiegel Online.

Hepatitis C kann bis 2030 eliminiert werden

Eine neue Modellstudie zur Hepatitis-C-Epidemie in der Schweiz zeigt, dass die Hepatitis-Strategie wirkt. Es braucht aber deutlich mehr Anstrengungen beim Testen und Behandeln von Hepatitis C, um diese gefährliche Infektionskrankheit in der Schweiz bis 2030 eliminieren zu können. Mitteilung von Hepatitis Schweiz.

Zürich: Aus ZüFAM wird ZFPS

Die ZFPS (vormals ZüFAM) ist als thematisch spezialisierte Fachstelle in der Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs sowie in der Tabakprävention tätig. Die ZFPS existiert seit dem 1. Januar 2019 und vereint die beiden Vorgängerfachstellen ZüFAM (Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs), welche 1999 gegründet worden war und Züri Rauchfrei (Gründung 1994). Mitteilung der ZFPS.

Nespresso-Prinzip macht E-Zigaretten zum grossen Geschäft

Lange Jahre haben deutsche Händler elektronische Verdampfer aus China importiert und als Nischenangebot verkauft. Doch jetzt entdecken die Tabakkonzerne das Geschäft für sich. Artikel in der Tageszeitung Welt.

Cannabis-Produkte werden immer stärker

Die Wirksamkeit von Cannabisprodukten hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark erhöht. Vor allem der Wirkstoffgehalt von Haschisch habe in den letzten sieben Jahren drastisch zugenommen. Für die Untersuchung hatten Wissenschaftler der Universität in Bath und des Kings College in London in Zusammenarbeit mit der europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht in Lissabon Daten aus knapp 20 europäischen Ländern sowie Norwegen und der Türkei erhoben. Beitrag auf Spiegel Online, Beitrag der Aargauer Zeitung, Beitrag im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Wie ein Paradies für Ratten das Verständnis von Sucht veränderte

Drogen können süchtig machen. Das ist klar. Aber ist es die Droge allein, die eine Art Schalter im Körper umlegt und so eine Sucht erzeugt? In den 1970er Jahren hat sich ein Forschungsteam um den kanadischen Psychologen Bruce Alexander dieser Frage gestellt und eine bis heute diskutierte Reihe an Experimenten mit Ratten durchgeführt. Beitrag auf Drugcom.

Der Fiskus ist beim Lotto kein Gewinner mehr

Am 1. Januar 2019 tritt das neue Geldspielgesetz in Kraft. Es macht Lottogewinner gleich doppelt glücklich: Ab dem nächsten Jahr sind Gewinne von bis zu einer Million Franken steuerfrei. Beitrag auf NZZ Online

Island: Ein Vorbild in der Alkoholprävention

Vor 20 Jahren war der Alkoholkonsum bei Minderjährigen in Island völlig ausser Kontrolle geraten, heute gilt das dortige Präventionsmodell als Vorbild – auch die Eltern werden in die Pflicht genommen. Beitrag der Fernsehsendung 10 vor 10. Eine detailliertere Vorstellung des Programms ist auf Spektrum.de erhältlich.

Solothurn: Zigis erst ab 18

Noch darf im Kanton Solothurn Tabak an 16-Jährige verkauft werden. Bald aber gilt die Altersgrenze 18. Das Parlament hat das Gesundheitsgesetz entsprechend verschärft. Beitrag auf SRF.

Gedächtnis erholt sich bei Abstinenz vom Cannabiskonsum

In einer Studie hat sich die Merkfähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits nach einer Woche Abstinenz vom Cannabiskonsum verbessert. Beitrag auf Drugcom.

Die Modedroge, von der niemand spricht

Betablocker machen leistungsfähig und helfen gegen Angst und Lampenfieber. Musiker schlucken die Pillen genauso wie Ärzte und Anwältinnen. Nur – was ist der Preis? Artikel in der Republik

Treibgas Butan: Herztod nach dem Schnüffeln an Deos

Ein 19-Jähriger ist nach dem Schnüffeln an einem Deo gestorben. Ein Ärzteteam aus den Niederlanden weist auf diesen Fall hin, da er stellvertretend stehe für zahlreiche Todesfälle, die sich jedes Jahr durch Schnüffelstoffe ereignen. Die psychoaktive, aber auch schädigende Wirkung beim Deo-Schnüffeln geht vermutlich hauptsächlich von dem Treibgas Butan aus. Butan kann leicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und soll eine ähnliche Wirkung wie Alkohol auslösen. Artikel auf drugcom.de.

Ist Juulen das neue Rauchen?

Sie gilt als "iPhone unter den E-Zigaretten", enthält viel Nikotin und ist an Highschools angesagt. Nun gibt es Juul auch in Deutschland. Wie schädlich ist das Produkt? Ein FAQ auf Zeit Online.

Alkoholisiert ans Steuer? Es gibt viele gute Alternativen

Auf den Schweizer Strassen gibt es immer weniger alkoholbedingte Unfälle. In den letzten 15 Jahren ist die Anzahl Todesopfer wegen Alkohols um zwei Drittel gesunken. Allerdings stechen die Festtage noch immer negativ hervor: In der Zeit von Weihnachten bis Neujahr ist Alkohol als Unfallursache überdurchschnittlich verbreitet. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung ist mit neuen Kampagnensujets präsent. Medienmitteilung der bfu.

Rauchen: Solothurn erhöht Altersgrenze auf 18

Im Kanton Solothurn dürfen künftig keine Zigaretten mehr an Minderjäh- rige verkauft werden. Der Kantonsrat hat im Rahmen einer Totalrevision des Gesundheitsgesetzes die Heraufsetzung der Altersgrenze für den Verkauf von Tabakwaren von 16 auf 18 Jahre beschlossen. Beitrag auf SRF.

Wie Putin dem Volk das Trinken abgewöhnt

Russland bekommt das strengste Alkoholgesetz Europas: Ab Februar 2019 soll kein Schnaps mehr an Jugendliche unter 21 Jahren abgegeben werden. Artikel im Bund.

Wortwahl hat Auswirkungen auf PatientInnen und ihre Behandlung

In einem Blog auf der Webseite des British Medical Journals ruft die die Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin dazu auf, sich bewusst zu werden, dass die Wahl der Terminologie massgeblichen Einfluss auf die Inanspruchnahme, Zugänglichkeit, Verfügbarkeit und Anwendung entsprechender Behandlungen hat. Eine deutsche Übersetzung (pdf, 2S.) ist auf den Seiten vom Fachverband Sucht zugänglich.

Betrunken im Schnee – Kaum jemanden kümmert's

Wie viele Wintersportler auf der Piste alkoholisiert unterwegs sind, weiss niemand so genau. Offizielle Zahlen gibt es kaum, laut einer BfU-Umfrage von 2017 trinken aber 15 Prozent der Skifahrer und 19 Prozent der Snowboarder gelegentlich oder oft auf der Piste. Beitrag auf SRF.

Mit E-Zigaretten gegen Nikotin-Sucht

Die «Suchthilfe Ost» im Kanton Solothurn beschreitet Neuland: Ab Dienstag gibt sie in einem Pilotprojekt gratis E-Zigaretten ab – mit dem Ziel, dass Kettenraucher Zigaretten zugunsten der weniger schädlichen E-Zigaretten aufgeben und vielleicht sogar den Ausstieg aus der Nikotin-Sucht schaffen. Artikel der Solothurner Zeitung.

Stiftung unterstützt Projekte im Bereich Alkoholforschung

Die Schweizerische Stiftung für Alkoholforschung (SSA) fördert die Forschung rund um das Thema Alkohol und unterstützt wissenschaftliche Projekte mit entsprechenden Förderbeiträgen. Artikel auf Spectra Online.

Tätigkeiten und Potentiale der Funktion "Suchtberatung"

Der innovative Kern der vorliegenden Untersuchung (pdf, 38S.) liegt in der Beschreibung der von Fachkräften der Sozialen Arbeit im Rahmen der Suchtberatung tatsächlich wahrgenommenen Tätigkeiten. Diese wurde auf der Basis von Selbstbeschreibungen der Mitarbeiter/innen in Suchtberatungsstellen qualitativ rekonstruiert. Darüber hinaus konnte sie die Wirkung der Tätigkeiten datenbasiert auf der Grundlage der Deutschen Suchthilfestatistik beschreiben.

Zusammenführung der Kommissionen im Suchtbereich

Die drei eidg. Kommissionen im Suchtbereich (Alkohol, Tabak und Sucht) werden neu durch die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten wahrgenommen. Die Aufhebung der drei Kommissionen erfolgt per 1. Januar 2020. Mitteilung des Bundesrates.

«Gamen» Volkssport und Milliardenbusiness

Zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz gamen regelmässig. Profi-Gamer verdienen Millionen und sind gefeierte Stars. Ist Gamen wirklich Leistungssport und wie beeinflusst es uns Menschen und die Gesellschaft? «Einstein» auf den Spuren eines Massenphänomens. Sendung auf SRF. Die Gaming-Industrie versucht eSport als Sportart anzuerkennen. Stellungnahme (pdf) der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht).

Newsletter Infodrog

Der Dezember-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

«Wenn man schon dealen will, zieht man das Ganze besser gleich gross auf»

Ab wann kriege ich als Dealer Probleme mit der Justiz? Wann muss ich als Konsument mit harten Konsequenzen rechnen? Ein Gespräch der der Online-Zeitung Republik mit den Betäubungsmittelgesetz-Experten und Strafverteidigern Thomas Fingerhuth und Stephan Schlegel.

«Eine abstinente Gesellschaft ist eine Illusion»

Im Februar präsentiert die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen Vorschläge, wie die Schweiz in Zukunft mit Drogen umgehen soll. Der Bericht ist noch in Arbeit. Im Gespräch mit der Republik legt Präsident Toni Berthel seine persönliche Sicht dar.

Wie gefährlich sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer?

Auch E-Zigaretten können süchtig machen. Jetzt kommt eine neue E-Zigarette namens "Juul" auf den Markt. Wegen ihres hohen Nikotingehalts sehen Experten hier ein hohes Abhängigkeitspotential. Zu Recht? Beitrag auf SWR3.

Repressive Drogenpolitik: Das Beispiel Russland

Der Heroinkonsum befindet sich auf einem Höchststand, AIDS ist auf dem Vormarsch und Moskau geht gegen die Organisationen vor, die etwas dagegen tun wollen. Beitrag vom Lifestyle-Magazin Vice

Global State of Harm Reduction 2018

Die sechste Ausgabe des "Global State of Harm Reduction" steht zum Download bereit. Herausgeber ist das Internationale Harm Reduction Netzwerk.

Deutschland: Drogenbeauftragte will Tabakwerbung verbieten

Tabakwerbung auf Plakaten oder an Litfasssäulen ist längst in allen EU-Ländern verboten. Nur eine Nation bildet die Ausnahme: Deutschland. Nun schalten Tabakkonzerne neben der klassischen Zigarettenwerbung zudem Kampagnen für die vermeintlich gesünderen E-Zigaretten. Doch dies wollen Politiker nun verbieten, Artikel im Hamburger Abendblatt. Mächtige CDU-Politiker schielen allerdings auf das Geld der Zigarettenkonzerne, Artikel auf Spiegel Online.

Evaluation der Informationsplattform «Praxis Suchtmedizin Schweiz»

Die Online-Plattform "Praxis Suchtmedizin Schweiz" ist ein Informations- und Beratungsangebot, das sich an HausärztInnen und weitere Fachpersonen der medizinischen Grundversorgung richtet. Die Evaluation dieser Plattform zeigt, dass sich die Projekt- und Ablauforganisation bewährt hat. Ziele, Zielgruppen und Leistungen der Plattform sind aufeinander abgestimmt. Ein Bedarf für ein solches Informations- und Beratungsangebot ist vorhanden, auch weil es sich um ein einzigartiges Angebot in der Schweiz handelt. Der Evaluationsbericht von Interface wurde vom BAG in Auftrag gegeben. Das Handbuch findet sich neu auf www.praxis-suchtmedizin.ch

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2018) steht zum Download bereit.

Selbstmanagement ist ein kontinuierlicher Balanceakt

Immer mehr Menschen in der Schweiz leiden an chronischen Krankheiten. Auch Suchtprobleme sind weit verbreitet. Die Selbstmanagement-Förderung wird deshalb künftig wichtiger. Erstmals diskutieren Gesundheits- und Suchtfachleute im Rahmen des Forums Selbstmanagement-Förderung (SELF), wie diese im Gesundheitswesen besser verankert werden kann. Artikel auf Spectra Online.

Deutschland: Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch Selbsthilfegruppe

Fast die Hälfte der Gruppenteilnehmenden in Selbsthilfegruppen ist zwischen 41 und 60 Jahren alt. In dieser Altersgruppe finden die meisten neuen Gruppenteilnehmenden in die Selbsthilfe. Der hohe Anteil der über 60-Jährigen ist mit der ausserordentlichen Haltequote und mit rückfallprophylaktischen Gründen verknüpft. Die Erhebung (pdf, 12S.) von fünf bundesweit tätigen Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände ergab, dass gut jeder fünfte Suchtkranke durch die Selbsthilfegruppe abstinent geworden ist und kein Angebot der beruflichen Suchthilfe nutzen musste.

Forschungsbrief für die Suchthilfe

Aus dem akutellen Forschungsbrief (pdf, 6S.) der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen:

  • Tabakrauchen: Behandlungsansätze und Wirksamkeit
  • Problematisches Glücksspielverhalten: Prävalenzen und verhältnispräventive Massnahmen
  • Welche Kosten entstehen durch Alkoholabhängigkeit?