News der letzten 12 Monate

Der Preis des Rauchens: Viele Tote, hohe Kosten

Jedes Jahr sterben in der Schweiz 9500 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Die volkswirtschaftlichen Kosten summieren sich auf 3.9 Milliarden Franken. Das müsste nicht sein: Grossbritannien hat es – anders als die Schweiz – geschafft, die Zahl der Raucherinnen und Raucher signifikant zu senken. Einen Beitrag der SRF-Sendung ECO, zu finden auf der Webseite www.srf.ch.

SRF-mySchool - Erklärvideos und Unterrichtseinheiten

Auf der Webseite von «SRF mySchool» finden Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler in der Rubrik «Themen» viele Filme mit massgeschneidertem Unterrichtsmaterial in Form von Zusammenfassungen, Unterrichtseinheiten und Arbeitsvorschlägen - vertiefend, stufengerecht und kostenlos. Unter dem Thema "Gesellschaft, Ethik & Religion" finden sich beispielsweise die Dossiers "Hanf" und "Drogen-eine Weltgeschichte" mit hilfreichem Lehrmaterial und informativen Filmen.

Dokumentation: Alltagsdroge Crystal Meth

Die Spitze der anhaltenden "Crystal-Welle" ist spürbar, ihre große Dynamik in der Mitte der Gesellschaft wird politisch weitgehend ignoriert. Warum das Thema auch "strapazieren"? Meint der Vorsitzende des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" (BDK), Sebastian Fiedler: "Ich kenne keine Partei, die sich der gesellschaftlich hochkomplexen Gefahr der neuen Alltagsdroge Crystal Meth bewusst ist." Die Dokumentation zeigt die zunehmende Brisanz des Themas. Artikel auf www.daserste.de. Dokumentation (42:30 Min.) auf www.daserste.de. 

Geschichte und Lehren der 2. US-amerikanischen Opioid-Epidemie

Eine genauere kultur- und kriminalhistorische Betrachtung der US-Opioid-Epidemie der 2010-er Jahre zeigt viele Parallelen zu früheren Suchtepidemien, kommt der Artikel auf www.addiction.ch zum Schluss, welcher die Entwicklung der Opiod-Epidemie aufzeigt.

Wenn Sport zur Sucht wird

Fitte, athletische und muskulöse Körper gelten heute als schön. Doch der Körperkult kann schnell zu einem süchtig machenden Identitätsprojekt werden, bei dem es auch um die Antwort auf die Frage: „Wer bin ich?“ geht. Ein Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen von Robert Gugutzer, Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt. Artikel auf www.faz.net.

Tabakabsatz in Deutschland 2020 um fünf Prozent gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, wurden Tabakwaren im Wert von 28,8 Milliarden Euro versteuert, das waren rund 1,4 Milliarden Euro oder fünf Prozent mehr als 2019. Demnach stieg insbesondere der Absatz von Pfeifentabak und sogenanntem Feinschnitt; der Zigarettenabsatz ging dagegen leicht zurück. Artikel auf www.nau.ch und ein weiterer Artikel auf www.spiegel.de. 

Faktenblatt: Suchthilfestatistik act-info

Das Monitoringsystem act-info erhebt laufend Daten über die Klienten und Klientinnen in den Einrichtungen der Suchthilfe. Es stellt somit eine der wichtigsten Informationsquellen zur Epidemiologie des Substanzmissbrauches und der Abhängigkeitserkrankungen dar. Opioide und Alkohol bilden nach wie vor die meist verbreiteten Probleme der betreuten Personen. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit. act-info Jahresbericht 2018 (pdf, 76S.) von Sucht Schweiz.

Referendumsfrist abgelaufen: Cannabis-Studie kann starten

Gegen einen neuen Artikel im Betäubungsmittelgesetz, der die Abgabe von Rauschmitteln in Experimenten erlaubt, ist kein Referendum ergriffen worden. Somit sei der Weg für Pilotversuche mit reguliertem Cannabisverkauf geebnet. Wissenschaftliche Studien sollten nun eine sachliche Grundlage für eine Diskussion zur Weiterentwicklung der Cannabispolitik liefern. Der Artikel auf www.zuonline.ch. Medienmitteilung des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich.

Teil-Lockdown 2020: Neue Studie zeigt Entwicklung des Tabakkonsums in der Schweiz

In einer Studie von Sucht Schweiz und Unisanté sowie Partnern wurden 2000 Raucherinnen und Raucher zwischen 18 und 79 Jahren befragt, um zu eruieren, wie sich der Tabakkonsum während des Teil-Lockdowns entwickelt hat. Es zeigt sich, dass der tägliche Tabakkonsum tendenziell zugenommen hat und dass die Pandemie für die täglich Rauchenden eine besondere Gefährdung mit sich gebracht hat. Personen mit gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten scheinen speziell betroffen zu sein. Für einen kleineren Teil der Konsumierenden war diese Zeit aber auch die Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören. Artikel auf www.suchtschweiz.ch. Studie (Französisch, pdf, 78S.).

Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz – quo vadis?

Eine erste nationale Umfrage zeichnet eine vielfältige Landschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Von den befragten Einrichtungen bieten 6 Prozent ausschliesslich offene Angebote für Kinder, 27 Prozent ausschliesslich Offene Jugendarbeit und 35 Prozent Offene Kinder- und Jugendarbeit an. Weitere 23 Prozent leisten offene/soziokulturelle Arbeit mit allen Bevölkerungsgruppen und 9 Prozent lassen sich der offenen kirchlichen Kinder- und/oder Jugendarbeit zuordnen. Detaillierte Ergebnisse dieser Studien werden im Januar 2021 kostenlos online mit folgendem Titel publiziert: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ergebnisse der ersten schweizweiten Umfrage. Einen ersten Einblick gibt der Artikel (pdf, 2S.) auf www.doj.ch.

Suchtbehandlung in Covid-Zeiten: der disruptive Zwang zur Innovation

Experten-Web-Konferenz: Für die Suchtbehandlung war und ist die Zeit der Covid-Pandemie eine Zeit der Disruption. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz berichten von lokal sehr unterschiedlichen Situationen in Abhängigkeit von den regionalen gesetzlichen und organisatorischen Gegebenheiten. Alles in allem war es jedoch möglich, während der Pandemie Entwicklungen ins Rollen zu bringen, die die Praxis der Suchtbehandlung in den drei Ländern nachhaltig verändern könnten. Die Schilderung der Einschätzung der Expertinnen und Experten im Artikel auf  forum-substitutionspraxis.de

Impftermin gegen COVID-19 für Arud Patientinnen und Patienten

Wie den Medien zu entnehmen ist, ist die Nachfrage nach COVID-19 Impfungen sehr gross und die Anzahl Impfdosen noch nicht ausreichend. Arud Patientinnen und Patienten können sich per E-Mail bei Arud melden, wenn Sie gegen COVID-19 geimpft werden möchten: E-Mail schreiben auf arud@arud.ch – bitte nicht anrufen! Die Reihenfolge richtet sich nach den vom Bund festgelegten Kriterien (Risikogruppen). 

Stärkung des Spielerschutzes: Erstmals schweizweite Standards zur Aufhebung von Casino-Sperren

Die von der Föderation der Suchtfachleute publizierten Richtlinien erlauben eine schweizweite Angleichung des Aufhebungsprozesses von Casino-Sperren. Nun gibt es erstmals eine gemeinsame Grundlage für eine faktenbasierte Beurteilung der gesperrten Personen. Ziel ist es, dass Geldspielsüchtige von Casinos und deren Online-Angeboten ferngehalten werden und somit der Spielerschutz gestärkt wird. Die dafür vorgesehenen Aufhebungsgespräche müssen laut Geldspielgesetz zusammen mit kantonal anerkannten Fachstellen durchgeführt werden. Medienmitteilung (pdf, 2S.)  vom Fachverband Sucht. Richtlinien zur Aufhebung von Spielsperren - Standards und Best Practices auf der Webseite vom Fachverband Sucht.

Studie – Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht

Die Studie «Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht» im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit schafft einen Überblick über die bestehenden Weiterbildungsangebote, um eine Basis für die künftige Finanzierungsstrategie des BAG in diesem Bereich zu legen. Insgesamt wurden 246 Weiterbildungen zwischen 2018 und Mitte 2020 angeboten, wodurch der Bedarf der Fachpersonen insgesamt gut abgedeckt werden konnte. Studie von Interface. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit.

Neue EU-Drogenstrategie: Schadensminimierung und Bedürfnisse vulnerabler Gruppen im Fokus

Der Rat der Europäischen Union hat eine neue EU-Drogenstrategie für die Jahre 2021 bis 2025 beschlossen. Diese legt im Vergleich zur bisherigen Drogenstrategie einen deutlicheren Fokus auf Prä­ven­tion, Behandlung und Schadensminderung sowie die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen. Der Artikel auf aerzteblatt.de. Die EU-Drogenstrategie 2021-2025 vom Rat der Europäischen Union.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Das bringt der «Dry January»

Mit dem neuen Jahr verzichten viele einen Monat lang auf Alkohol. Alkohol- und Suchtforscher Dr. Gerhard Gmel gibt eine erste Einschätzung, ob sich die Challenge lohnt.  Der Artikel auf 20min.ch.  

Tabak und koronare Herzkrankheiten

Ein neue Publikation stellt den Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und koronaren Herzkrankheiten zusammenzufassend dar und weist auf die Vorteile des Aufhörens hin: Insgesamt gibt es etwa 1,9 Millionen vermeidbare Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten pro Jahr (Tabakkonsum und Passivrauchen).  Die Zusammenfassung (aus der Reihe "Tobacco Knowledge Summaries") wurde von der WHO mit Partnern verfasst (Englisch, pdf, 10S.).

Die Comlot wurde zur Gespa

Die interkantonale Geldspielaufsicht heisst neu Gespa. Am 1. Januar 2021 trat das gesamtschweizerische Geldspielkonkordat (GSK) in Kraft. Alle bei der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) hängigen Verfahren und alle Rechte und Pflichten der Comlot gingen am 1. Januar 2021 auf die Gespa über. Medienmitteilung auf der Webseite der Gespa.

Gesundheit und Gesundheitsver­halten der Zürcher Bevölkerung

Der Bericht geht der Frage nach, wie es der Wohnbevölkerung im Kanton Zürich geht und was sie für ein Gesundheitsverhalten aufweist. Beispielsweise zeigt der Bericht, dass eine überwiegende Mehrheit der Zürcher Wohnbevölkerung entweder überhaupt keinen Alkohol (unter 15 %) oder wenn, dann nur in geringem bis moderatem Ausmass (über 81 %) Alkohol konsumiert.  Bericht (pdf, 72S.) der Universität Zürich.

Soziale Arbeit und Sucht

Im Open Access Buch "Soziale Arbeit und Sucht" werden die Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit sowohl im ambulanten, aufsuchenden wie auch stationären Setting der Suchthilfe und der Suchtprävention in der deutschsprachigen Schweiz vorgestellt und diskutiert. Das Buch ist Teil eines längerfristig angelegten Projektes, welches einen Beitrag zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Suchtarbeit leisten will. Das Buch ist im Springer-Verlag erschienen und steht zum freien Download zur Verfügung.

Es Guets Neus

Infoset wünscht Ihnen für 2021 alles Gute und viel Gesundheit! Wir freuen uns, für Sie auch in Zukunft aktuelle Infos aus dem Suchtbereich bereitzustellen, sowie auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Dry January

Dry January ist eine weltweite Bewegung von Millionen von Menschen, die sich einen Januar ohne Alkohol gönnen. Das Konzept stammt von der britischen Non-Profit-Organisation Alcohol Change UK und wird in der Schweiz von einer breiten Allianz umgesetzt und vom Bundesamt für Gesundheit gefördert. https://dryjanuary.ch

Schädlichste Drogen aus Sicht deutscher MedizinerInnen

Beteiligt waren über 100 Medizinerinnen und Mediziner, die durchschnittlich 15 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Suchtkranken aufwiesen. 33 Substanzen wurden den Expertinnen und Experten zur Bewertung vorgelegt. Die ersten drei Plätze auf der Schädlichkeitsskala belegen die illegalen Drogen Crack, Methamphetamin und Heroin. Bereits auf Platz vier landet die legale Droge Alkohol. Artikel auf Drugcom.

Rausch und Drogen

Seit jeher greifen Menschen auf psychoaktive Substanzen zurück – sei es, um in Trance Göttern zu huldigen, die körperliche oder geistige Ausdauer zu steigern, Furcht zu vergessen, Schmerzen zu lindern, zu entspannen oder sich in einen euphorischen Rausch zu versetzen. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 48S.) von 'Aus Politik und Zeitgeschichte' APuZ zum Thema 'Rausch und Drogen' ist online zugänglich.

"Cannabis light" und die Marktmechanismen

Seit 2017 kann in der Schweiz Hanf mit einem niedrigen THC-Gehalt produziert und verkauft werden. Ein Einblick in einen Markt, der sich nicht als die Goldmine erwies, die einige erwartet hatten. Artikel auf swissinfo

Alkohol ab 16 schadet Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien

Ein niedriges gesetzliches Mindestalter beim Alkoholkonsum schadet ganz besonders Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscher-Team der Universität Passau und der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) in der Studie „Minimum Legal Drinking Age and the Social Gradient in Binge Drinking“. Artikel auf Konturen.

Arud gibt neu sieben Tagesdosen Heroinersatz ab

Wegen Corona dürfen suchtkranke Menschen in Heroin-gestützter Behandlung, wie sie das Zürcher Suchtzentrum Arud anbietet, neu sieben Tagesdosen medizinisches Heroin mit nachhause nehmen. Arud-Chefarzt Thilo Beck will, dass das auch nach der Pandemie möglich sein soll. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Cannabisprodukte mit niedrigem THC-Gehalt in Europa

Diese Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD gibt einen ersten Überblick über die Situation und diskutiert die Arten der verfügbaren THC-armen Produkte, die Nutzerprofile, die damit verbundenen Schäden und die Reaktionen der Behörden in Europa. Produkte mit niedrigem THC-Gehalt, die ähnliche Formen wie illegale Cannabisprodukte annehmen, wie z. B. Räuchermischungen, Öle und Esswaren, stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Studie.

THC-Grenzwert für Cannabis im Strassenverkehr

Cannabis ist die häufigste illegale Wirksubstanz im Strassenverkehr. Ab wann die Einnahme von THC-haltigem Cannabis eine Gefahr für den Verkehr darstellt, wurde im Rahmen einer Literaturanalyse im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG untersucht. Sie kommt zum Schluss, dass ab einer Konzentration von 3.0 - 4.1 ng/mL THC im Blut FahrerInnen etwa so stark beeinträchtigt sind, wie wenn sie 0.5‰ Alkohol im Blut hätten. Ein erhöhtes Unfallrisiko für Cannabis ergibt sich ab einem Wert von 5 ng/mL THC. Bericht (pdf, 45S. der Universität Basel und  Factsheet (pdf, 2S.) des BAG.

Drogenkonsumräume

Drogenkonsumräume (DKR) sind mittlerweile integrale Bestandteile nationaler aber auch internationaler Strategien zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Drogenmortalität. Auch die WHO und die Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD zählen DKR zu den wichtigsten Angeboten, um Drogentodesfälle und die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu vermindern. Das Thema Drogenkonsumräume bildet den Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 109S.) der Wiener Zeitschrift für Suchttherapie Rausch.

Exzessive Mediennutzung im Jugendalter nimmt zu

Die problematische Computerspiel- und Internetnutzung ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2015 gestiegen. Dies zeigen die Ergebnisse (pdf, 44S.) der Drogenaffinitätsstudie 2019 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mitteilung der BZgA.

Prävention von computerspiel- und internetbezogener Störung

Dieses Jahr hat coronabedingt medial viele Neuerungen mit sich gebracht und viele bestehende Techniken selbstverständlich werden lassen. Gleichzeitig steht die Anerkennung verschiedener Verhaltenssüchte, so auch der Computerspielsucht, als Krankheitsbild im ICD 11 durch die WHO bevor. Dies hat der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. in Deutschland zum Anlass genommen sein Positionspapier (pdf, 4S.) Prävention zu überarbeiten und um aktuelle politische Forderungen zu ergänzen.

Psychische Gesundheit in der Schweiz

Der fünfte Monitoringbericht des Obsan zur psychischen Gesundheit in der Schweiz informiert zur Entwicklung des psychischen Gesundheitszustands, zu Schutz- und Risikofaktoren und zur Inanspruchnahme ambulanter und stationärer Leistungen. Ausserdem geht er auf spezifische Themen wie Invalidisierung sowie Suizid und Kosten ein und gibt damit einen Überblick über die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung.

Europa: E-Zigaretten immer noch hoch im Kurs unter Jugendlichen

Der Global Youth Tobacco Survey (pdf, 36S.) ist eine der weltweit standardisierten Umfragen des globalen Tabak-Monitoringsystems und basiert auf an Schulen durchgeführten Umfragen. Er liefert Daten zum Tabakkonsum unter Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren und erhebt gleichzeitig Schlüsselindikatoren zur Tabakkontrolle. Der Konsum von Tabakprodukten führt jährlich zu 8 Millionen Todesfällen weltweit, davon sterben 1.2 Millionen an den Folgen des Passivrauchens. Die Mehrheit der Rauchenden, nämlich 88%, beginnen mit dem Konsum der schädlichen Produkte vor dem 18. Lebensjahr. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Synthetische Cannabinoide: Informationen für Konsumierende und Suchtfachleute

Das aktuell auf dem illegalen Markt in der Schweiz verkaufte Cannabis enthält regelmässig synthetische Cannabinoide, die zu einer tödlichen Überdosis führen können. Infodrog hat ein aktuelles Faktenblatt für Konsumierende (pdf, 2S.) und ein Faktenblatt für Suchtfachleute (pdf, 7S.) zusammengestellt. Der Bericht "Synthetische Cannabinoide: Ergebnisse aus dem Drug-Checking der Stadt Zürich" von saferparty.ch ist unterdessen sowohl auf Deutsch (pdf, 6S.) als auch auf Englisch (pdf, 10S.) erhältlich. Beachten Sie auch den Beitrag von Dominique Schori im aktuellen SuchtMagazin 6/2020 (im Druck).

Betäubungsmittelverzeichnis um 14 neue psychoaktive Substanzen ergänzt

Die Schweiz hat das Verzeichnis der verbotenen Betäubungsmittel erweitert. Darunter fallen neu auch synthetische Cannabinoide und Tryptamine, wie sie etwa in Ayahuascaritualen verwendet werden. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat das Verzeichnis am 15. Dezember 2020 ergänzt. Medienmitteilung des EDI.

James-Studie 2020

Die Jugendlichen in der Schweiz nutzen das Handy länger als vor zwei Jahren, wie die JAMES-Studie 2020 zeigt. Das Handy wird am häufigsten zum Chatten, Surfen oder für Soziale Netzwerke genutzt. Die beliebtesten Sozialen Netzwerke sind Instagram, Snapchat und neu TikTok. Problematisch ist, dass online immer mehr Jugendliche sexuell belästigt werden.

Die E-Zigarette wird ein Tabakprodukt wie jedes andere

Die Schweiz gleicht sich der Europäischen Union an und erlässt neue Regeln für E-Zigaretten, die nun als Tabakprodukte gelten. Dennoch bleibt die Schweiz das Land in Europa, in dem Zigaretten am wenigsten reguliert sind. Artikel auf Swissinfo.

Corona-Pandemie: Wie hat sich die Suchtprävention verändert?

Auch auf die Suchtprävention haben die veränderten Rahmenbedingungen weitreichende Auswirkungen gehabt, ob nun auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene. Der aktuelle Alkoholspiegel (pdf, 4S.) der BZgA in Deutschland berichtet u.a. wie digitales Arbeiten auch in der Suchtprävention zum „neuen Normalen“ geworden ist.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2020) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Tabakindustrie: Höhere Löhne für «unmoralische» Arbeit; Tabakprävention: ZackStark und UBS; Tabakpolitik: Umfrage der Lungenliga zu Werbeverboten; Tabakkontrolle: Keine Begünstigung des Tabakschmuggels wegen neutralen Verpackungen; Tabak- und Nikotinkonsum: E-Zigaretten-Boom unter Kindern und Jugendlichen in Zürich

Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker

Wer bin ich? Was will ich mit meinem Leben? Erste Antworten auf solche Fragen zu finden, gilt als wichtige Entwicklungsaufgabe der späten Jugend und des jungen Erwachsenenalters. Für das Gelingen der Identitätsfindung spielt unter anderem die Herkunftsfamilie eine zentrale Rolle. Unter dem Titel „Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker“ nimmt eine Arbeitshilfe die Situation von Jugendlichen ab 16 Jahren und jungen Erwachsenen in den Blick, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen. Eine Arbeitshilfe (pdf, 56S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

UNODC: Globale Bewertung synthetischer Drogen

Das Global Synthetic Drugs Assessment 2020 bietet eine Analyse des globalen synthetischen Drogenmarktes. Der erste Teil dieses Berichts enthält Optionen für Massnahmen zur Bekämpfung des Problems synthetischer Drogen. Der zweite Teil enthält eine thematische Analyse der wichtigsten Trends. Der dritte Teil enthält die wichtigsten Erkenntnisse über die Situation der synthetischen Drogen in den verschiedenen Regionen der Welt. Das Gesetz geht nun an den Ständerat zurück.

Geistige Beeinträchtigung und problematischer Substanzkonsum

Im vorliegenden Beratungshandbuch des Bundesmodellprojektes „aktionberatung“ werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie solch eine spezifische Beratung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in Suchthilfeeinrichtungen umgesetzt werden kann.

Aktionstag: «Darüber Reden. Hilfe finden»

Heute findet in der ganzen Schweiz der Aktionstag «Darüber reden. Hilfe finden.» statt. Er soll in Zeiten des Coronavirus zur Stärkung der psychischen Gesundheit beitragen. Hilfsangebote (pdf, 1S.) zur psychischen Gesundheit. Medienmitteilung und Hintergrundinfos auf den Seiten vom Bundesamt für Gesundheit.

Entscheide des Nationalrates zur Tabakpolitik

Der Nationalrat hat beschlossen, dass die Tabak- und Nikotinindustrie weiterhin unbegrenzt Promotion für Zigarren, E-Zigaretten und neue Tabakprodukte machen darf. Den Kantonen verbietet er hingegen inskünftig eigene Massnahmen für einen umfassenden Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung, -promotion, und -sponsoring festzulegen. Für die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz ist dieser Entscheid skandalös. Medienmitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Nun ist der Ständerat wieder an der Reihe. Das Gesetz geht nun an den Ständerat zurück. Beitrag auf SRF. (Infoset berichtete)

Deutschland: Medienverhalten von Jugendlichen

Die Basisuntersuchung zur Medienverhalten von Jugendlichen (12 bis 19 Jahre) JIM, die seit 1998 jährlich Daten erhebt, stand in diesem Jahr, wie vieles, im Lichte der Corona-Pandemie. In diesem Jahr richtete sich demnach ein Fokus auf den Medieneinsatz in der Schule. Weitere Fokusse bilden jugendspezifische Angebote, wie YouTube und die allgemeine Medienausstattung sowie -nutzung der befragten Jugendlichen – hier zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Die Studie (pdf, 80S.) ist online zugänglich.

PEPra: für Prävention in der Grundversorger-Praxis

Mit dem von der FMH und weiteren Partnern getragenen und von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz unterstützten Projekt «PEPra – Prävention mit Evidenz in der Arztpraxis» soll bis 2024 ein koordiniertes Gesamtpaket für Prävention in der Arztpraxis geschaffen werden. Artikel im Primary an Hospital Care.

Drogenkurier: Corona Virus

Die aktuelle Ausgabe (Nr. 124, pdf, 36S.) des Drogenkuriers stellt u.a. die Frage, wann die Diamorphin-Substitution zur gleichwertigen Behandlung wird. Aus dem Inhalt: Beraten, Testen, Behandeln - Hepatitis C im Fokus; Provokationen und strafbare Handlungen der Drogenpolizei in Russland; Für ein Leben ohne Hepatitis C. Das Magazin wird von JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Nationalrat: Cannabis auf Rezept

Künftig sollen PatientInnen einfacher zu Therapien auf Cannabisbasis kommen. Der aufwendige Weg über das BAG soll wegfallen. Diese Bewilligungspraxis sei nicht mehr zweckmässig und erschwere den Zugang zu dieser Behandlung, ist der Bundesrat überzeugt. Er hat deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes erarbeitet, die es Ärzten erlauben soll, Cannabisprodukte direkt zu verschreiben. Jetzt hat die Gesetzesänderung die erste Hürde genommen, und dies sehr deutlich: Der Nationalrat stimmte mit 143 zu 33 Stimmen bei 15 Enthaltungen der Vorlage zu. Diese geht nun in den Ständerat. SDA-Meldung auf parlament.ch, Artikel im Tages Anzeiger.

Vereinte Nationen bewerten Cannabis neu

Cannabis ist in der internationalen Drogenkonvention von 1961 zweimal aufgelistet: Zum einen in Klasse 1 - die alle verfügbaren Drogen umfasst. Zusätzlich aber auch in Klasse 4. Dort befinden sich vor allem diejenigen Drogen, die keinerlei zusätzlichen Nutzen haben. Nach der jüngsten Abstimmung in der UN-Suchtstoffkommission steht Cannabis dort nun nicht mehr. Damit folgen die UN einer zwei Jahre alten Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO und erkennen den medizinischen Nutzen von Cannabis indirekt an. Artikel der Deutschen Welle, Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Digitaler Coach unterstützt Menschen mit Alkoholproblemen

Der NoA-Coach (No Addiction-Coach) ist eine Smartphone-App zur Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen. Die App stärkt die individuellen Ressourcen der Betroffenen und will Rückfälle und Therapieabbrüche verhindern. Die App ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Berner Gesundheit, der Suchtfachstelle Zürich und des Blauen Kreuz Schweiz. Es wird im Rahmen eines Pilotversuchs bis im Sommer 2021 in der Praxis getestet. https://noa-coach.ch

Wieso macht Alkohol Lust auf Zigaretten?

Kettenraucher, Genussraucher, Gelegenheitsraucher, Partyraucher, … Bezeichnungen für Menschen, die dann und wann an Zigaretten ziehen, gibt es viele. Eine bestimmte Gemeinsamkeit haben sie aber alle: Fliesst erst mal der Alkohol, entfachen ihre Feuerzeuge im Minutentakt neue Glimmstängel. Wieso selbst der tagsüber willensstärkste Zigi-Abstinenzler abends bei einem Drink in der Hand schwach wird? Das hat laut einem Artikel in der Schweizer Illustrierten drei Gründe.

Nationale Präventionsstrategien: Zwischenbilanz und Ausblick

Seit Anfang 2017 werden die beiden nationalen Strategien Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) und Sucht umgesetzt: Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Ausblick. Wie ist der Stand der beiden Strategien? Was wurde erreicht? Was noch nicht? Und wie geht es weiter. Dies das Thema des aktuellen Spectra (129, pdf, 12S.) - Bulletin vom Bundesamt für Gesundheit zu Gesundheitsförderung und Prävention.

Aktionstag: Psychische Gesundheit in Zeiten von Corona

Am 10. Dezember 2020 findet in der ganzen Schweiz der Aktionstag «Darüber reden. Hilfe finden.» statt. Er soll in Zeiten des Coronavirus zur Stärkung der psychischen Gesundheit beitragen. Weitere Infos sind auf den Seiten des Bundesamtes für Gesundheit erhältlich.

Dopingliste

Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden (Dopingliste) wird in der Regel jährlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Die Dopingliste 2021 (pdf, 10S.) ist einer der sechs Internationalen Standards, die zwingend von allen Unterzeichnern des WADA-Programms umgesetzt werden müssen. Medienmitteilung von Antidoping Schweiz.

Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) legt mit der neuen Auflage des Tabakatlas zum dritten Mal eine Zusammenfassung aktueller Daten und Fakten rund um den Tabakkonsum sowie der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen vor. Der Bericht verdeutlicht das enorme Potential der Krebsprävention und präventiver Gesundheitspolitik. Medienmitteilung des DKFZ.

TeilnehmerInnen für Psychedelic Survey gesucht

Für Ihr wissenschaftliches Forschungsprojekt sucht die Psychedelic Research Group vom Imperial College in London TeilnehmerInnen. https://global.psychedelicsurvey.com

Synthesebericht zu problematischer Internetnutzung

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) verfolgte eine Gruppe von ExpertInnen aus der Suchthilfe und -prävention Entwicklungen im Bereich der problematischen Internetnutzung in der Schweiz in den Jahren 2018-2020. Als Ergebnis wurde vom Fachverband Sucht und GREA ein Synthesebericht (pdf, 30S.) veröffentlicht. Der Bericht stützt sich auf die Einschätzungen der ExpertInnen, auf die aktuelle Fachliteratur und auf neu für die Schweiz erschienene epidemiologische Daten. Laut den ExpertInnen besteht mittlerweile ein Konsens, dass die Anwendungen und nicht das Medium Internet selbst eine allfällige Sucht auslösen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) vom Fachverband Sucht.

Faktenblatt Gaming – Gambling

Die Grenze zwischen Games und Glücksspielen löst sich auf. Es vermischen sich die beiden Aspekte Geschicklichkeit (Games) und Glück (Glücksspiel). Denn in Games sind zunehmend Glücksspielelemente integriert (Gamblification of Games) und Glücksspiele werden als Games wahrgenommen (Gamification of Gambling). Ein Faktenblatt (pdf, 4S.) zum Thema von Radix.

Ohne Gewalt, Halt! – Deeskalationsstrategien in der Gewaltprävention

Die Ausgabe proJugend 3/2020 stellt verschiedene Aspekte eines autoritativen Erziehungsstils vor, die alle auf Klarheit und Zuwendung bauen. Im Zusammenspiel von pädagogischer Führung und verstehender Einfühlung können Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule viel zur Deeskalation von Gewalt beitragen. Der Artikel (pdf, 7S.) "HALT(!) geben durch Haltung" ist als Leseprobe online zugänglich.

Deutschland: Drogenbericht der Bundesregierung

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat den Jahresbericht 2020 vorgestellt. Darin finden sich neben aktuellen Trends und Zahlen rund um die Themen Tabak, Alkohol, illegale Drogen, Medien- und Glücksspielsucht umfangreiche Informationen zur Arbeit der Drogenbeauftragten, zu ihrer bisherigen Schwerpunktsetzung und ihren Zielen für das kommende Jahr. U.a. will Drogenbeauftragte mit Präventionskampagnen gegen den den verstärkten Konsum von Kokain vorgehen. Artikel des ZDF, Artikel auf Zeit Online.

Niederschwellige, akzeptierende Suchtarbeit

Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in Schweizer Kleinstädten. Schweizweit existieren vier Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in kleinen Städten. Das Ziel dieser Arbeit ist, mithilfe einer qualitativen Forschung in Erfahrung zu bringen, mit welchen Rahmenbedingungen die Kontakt- und Anlaufstellen mit Konsumraum in den Kleinstädten konfrontiert sind und welchen Mehrwert sie für wen bieten.

CBD laut Europäischen Gerichtshof kein Suchtmittel

Der Europäische Gerichtshof hat am 19. November 2020 ein möglicherweise zukunftsweisendes Urteil zum Thema CDB (Cannabidiol) gesprochen. Demnach darf ein Mitgliedsstaat der EU die „Vermarktung von in einem anderen Mitgliedstaat rechtmässig hergestelltem Cannabidiol (CBD) nicht verbieten, wenn es aus der gesamten Cannabissativa-Pflanze und nicht nur aus ihren Fasern und Samen gewonnen wird.“ Das Besondere an diesem Urteil ist die Begründung, wonach die Bestimmungen über den freien Warenverkehr innerhalb der Union anwendbar sind, weil laut EuGH CBD nicht als „Suchtstoff“ angesehen werden kann. Artikel auf praevention.at

Negative Auswirkungen des Rauchens auf Covid-19

Zu Beginn der Covid-19-Epidemie war noch nicht klar, welche Auswirkungen das Rauchen auf die Möglichkeit einer Infektion mit dem Covid-19-Erreger oder auf einen schwereren Krankheitsverlauf bei RaucherInnen hatte. Bereis vorhandenes Wissen deutete diesbezüglich auf negative Auswirkungen des Rauchens hin. In der Zwischenzeit nahmen die wissenschaftlichen Beweise für die negativen Auswirkungen des Rauchens auf Covid-19 weiter zu. Artikel der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen

Die Themen der aktuellen Ausgabe (pdf, 10S.) sind: Klinische Soziale Arbeit und Case Management in der Psychiatrie und in der Suchthilfe; SuchthilfeHilfen für süchtige Mütter mit kleinen Kindern – und allgemein für Familien mit Suchtproblemen; Words matter – Wie soll man über Alkohol und andere Drogen, ihren Konsum und die damit verbundenen Folgen sprechen?

Sucht im Alter

Mit der steigenden Lebenserwartung in der Gesellschaft nimmt auch die Zahl der älteren Personen mit einer Suchterkrankung zu, die auf pflegerische Dienstleistungen im ambulanten oder (teil-)stationären Bereich angewiesen sind. Die mit der Suchterkrankung einhergehenden Verhaltensauffälligkeiten, aber auch die physischen und psychischen Folgen für die Betroffenen stellen die Betreuenden und Pflegenden vor Herausforderungen. Das neue Faktenblatt (pdf, 9S.) von Curaviva trägt die wichtigsten Informationen zum Thema Sucht im Alter und zum Umgang mit Suchtbetroffenen zusammen. Themendossier "Sucht im Alter" von Curaviva.

Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung

Das Memorandum (pdf, 43S.) „Evidenzbasierte Prävention und Gesundheitsförderung“ der BZgA erarbeitet Kriterien und Operationalisierungen von evidenzbasierter Prävention und Gesundheitsförderung und möchte einen Standard für das Verständnis und die Umsetzung von Evidenzbasierung in der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland setzen.

HIV-Neudiagnosen sind 2019 leicht zurückgegangen

Mit 421 gemeldeten HIV-Fällen im 2019 wird die 500er Marke zum dritten Mal in Folge deutlich unterschritten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vermutet eine Trendwende um das Jahr 2008 herum. Die Schweiz liegt hinsichtlich der HIV-Test- und Behandlungsziele der Vereinten Nationen im internationalen Vergleich weit vorne. Medienmitteilung des BAG.

Alkoholwerbung während der Corona-Pandemie

Die Pandemie hat den Alkoholkonsum im Deutschland steigen lassen, es gibt Rückfälle unter trockenen Alkoholikern. Trotzdem haben einige Supermärkte keine Skrupel, das Corona-Leid für sich zu nutzen – und mit Schnaps gegen Einsamkeit zu werben. Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Verwendung der Spielsuchtabgabe durch die Kantone

Gemäss Art. 18 der Interkantonalen Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten (IVLW) sind die Lotteriegesellschaften verpflichtet, den Kantonen jährlich eine Spielsuchtabgabe zu entrichten. Die Comlot gibt einen jährlichen Bericht heraus, über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen. Der Bericht 2019 (pdf, 68S.) steht zum Dowload bereit.

Info-Bulletin Sucht und Covid-19

Die Taskforce «Sucht und Covid-19» trifft sich seit Anfang November aufgrund der aktuellen Entwicklungen wieder 1x wöchentlich. Mit dem Informationsbulletin (pdf, 3S.) informiert sie über aktuelle Fragestellungen in Zusammenhang mit Sucht und Covid-19.

Freizeitdrogenkonsum 2020

Seit 2012 werden in den Drug Checking-Projekten sowie online Daten zum Konsum psychoaktiver Substanzen in der Freizeit erhoben, die von Infodrog im Rahmen eines jährlichen Berichts ausgewertet werden. Die Auswertung 2020 (pdf, 17S.) zeigt, dass sich die Konsumgewohnheiten nicht massgeblich verändert haben. Allerdings könnte es aufgrund der COVID-19 Pandemie vermehrt zu Verschiebungen des Konsums in den privaten Bereich kommen.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 4/2020 (pdf, 5S.) ist soeben erschienen.

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Seit 2001 gibt es ein regelmässiges Monitoring der heroingestützten Behandlung (HeGeBe) in der Schweiz. Dieser Bericht (pdf, 39S.) präsentiert die Ergebnisse der Erhebung 2019. Der Name HeGeBe ist historisch begründet, obschon die Bezeichnung diacetylmorphingestützte Behandlung korrekter ist. Im Jahr 2019 hatten 22 Institutionen in 13 Kantonen die Berechtigung Diacetylmorphin zu verabreichen.

Ein Jahr Eidg. Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nicht übertragbarer Krankheiten EKSN

Im Januar 2020 hat die neue EKSN ihre Arbeit aufgenommen. Sie hat die drei Vorgängerkommissionen in den Bereichen Alkoholprävention (EKAL), Tabakprävention (EKTP) und Sucht (EKSF) abgelöst. Welche Funktion erfüllt die EKSN? Und womit hat sie sich im ersten Jahr beschäftigt? Präsident Matthias Weishaupt gibt Auskunft. Artikel auf Spectra.

Experiment Nichtrauchen: Schulklassen sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Beim Präventionsprojekt Experiment Nichtrauchen setzen sich Schülerinnen und Schüler mit dem Tabakkonsum und seinen Folgen auseinander. Für den Start am 5. November 2020 haben sich 1‘880 Schulklassen angemeldet. Damit ist die Teilnehmerzahl leicht tiefer als in den Vorjahren. Medienmitteilung zum Projekt.

USA: Zunehmende Befürwortung der Cannabislegalisierung

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup befragte erstmalig im Jahr 1969 die US-Amerikaner, ob sie für die Legalisierung von Cannabis seien. 12 Prozent befürworteten damals eine Legalisierung. In den Jahren 2018 und 2019 lag die Zustimmung für eine Legalisierung bei 66 Prozent und stieg im Jahr 2020 auf 68 Prozent. Eine Zusammenstellung (Englisch) der Ergebnisse ist im aktuellen Gallup-Bericht aufgelistet. Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Spectra: Im Gespräch mit Markus Jann

Nach zwei Jahrzehnten im BAG wird Markus Jann im kommenden Januar pensioniert. 2001 hat er im BAG die Leitung der Sektion Drogen übernommen, heute leitet er die Sektion «Politische Grundlagen und Vollzug» in der Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten. Im Interview blickt er auf seine Highlights und Herausforderungen zurück. Artikel auf Spectra.

Wie ‘Big Tobacco’ Steuern umgeht

Untersuchungen (Englisch, pdf, 46S.)des Investigative Desk in Zusammenarbeit mit der University of Bath (UK) legen erstmals offen, in welcher Grössenordnung und durch welche Methoden die vier grössten Tabakunternehmen der Welt ihre Steuern minimieren. Auch die Schweiz spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Artikel der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Europäsiche SchülerInnenbefragung ESPAD 2019

Der Tabak- und Alkoholkonsum unter 15- bis 16-jährigen SchülerInnen zeigt Anzeichen eines Rückgangs, aber es bestehen Bedenken hinsichtlich des potenziell riskanten Cannabiskonsums und der Herausforderungen, die sich aus den neuen Suchtverhaltensweisen ergeben. Dies sind einige der Ergebnisse des aktuellen ESPAD Reports (pdf, 136S.). Die Studie basiert auf einer Erhebung aus dem Jahr 2019 in 35 europäischen Ländern. Medienmitteilung (Englisch) zur Studie.

Experimentierartikel: Auf der Suche nach Bio-Hanf

Auf einem Feld im aargauischen Niederwil suchen Forscherinnen und Forscher nach dem besten Bio-Hanf. Der Anbau solcher Pflanzen ist in der Schweiz eigentlich gesetzlich verboten. Dank des «Experimentierartikels» des Bundes kann eine Firma mit einer Sonderbewilligung ihre Forschung betreiben. Beitrag auf SRF.

Öffentliche Gesundheit: Alkohol und Krebs in Europa

Dieses Faktenblatt informiert über die Zusammenhänge zwischen Alkohol und einer Reihe von Krebsarten, darunter einige der häufigsten Arten, wie z.B. Brustkrebs bei Frauen und Darmkrebs. Das Faktenblatt richtet sich Fachpersonen, die an der Gestaltung und Umsetzung von Politiken mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit beteiligt sind. Publikation der WHO, Regionalbüro Europa, Medienmitteilung der WHO.

Factsheet – Gefährlicher Mischkonsum

Medikamente, gemischt mit Alkohol, Cannabis oder anderen Medikamenten und Drogen, haben in der Schweiz in den vergangenen Monaten zu Todesfällen bei Jugendlichen geführt. Das neue Factsheet der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich informiert Eltern und Jugendliche kurz und knapp über die Risiken und wie man sich schützen kann.

Medikamentenkampagne: «Wir reden über das Tabu»

Rund 200‘000 Personen sind in der Schweiz abhängig von Schlaf- und Beruhigungsmitteln – und trotzdem spricht kaum jemand darüber. Das möchte die Arud ändern und lanciert eine Präventionskampagne.

Newsletter Infodrog

Der November-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist erschienen.

Keine E-Zigaretten mehr für Minderjährige im Kanton Solothurn

Der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige soll im Kanton Solothurn verboten werden. Der Kantonsrat hat einen entsprechenden Auftrag aus den Reihen der CVP für erheblich erklärt und damit an den Regierungsrat überwiesen.. Artikel auf Nau.

Jede 12. Person stirbt wegen Alkohol

1553 Personen sterben in der Schweiz jedes Jahr an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Schätzungsweise 8% aller Todesfälle in der Altersgruppe der 15- bis 74-Jährigen sind alkoholbedingt. Bei den 15- bis 24-jährigen Männern sind fast 20% der Todesfälle auf Alkohol zurückzuführen, wie ein Bericht (pdf, 84S.) von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigt.  Faktenblatt (pdf, 2S.) "Alkoholbedingte Todesfälle in der Schweiz 2017" vom BAG, Mitteilung von Sucht Schweiz.

Tabakproduktegesetz: Kommission will Werbung für Tabakprodukte in Zeitungen und Internet zulassen

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) will der Tabak- und Nikotinindustrie erlauben, unbegrenzt Promotion für E-Zigaretten und neue Tabakprodukte zu machen. Ebenso erteilt die Kommission einem umfassenden Tabakwerbeverbot in Printpublikationen und im Internet eine Absage. Lediglich in jenen Bereichen wo der Umfang der Werbung heute einen eher geringen Umsatz ausmacht, auf Plakaten und im Kino, spricht sich die Kommission für ein schweizweites Verbot aus. Medienmitteilung der Kommission, Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Mitteilung vom Fachverband Sucht. (Infoset berichtete)

USA: Drogen-Entkriminalisierung in mehreren Bundesstaaten

Im Zuge der Präsidentenwahl wurde am 3. November in manchen Bundesstaaten auch über die Entkriminalisierung bislang illegaler Drogen abgestimmt. Bemerkenswert ist dabei vor allem der Bundesstaat Oregon, der erstmals innerhalb der Vereinigten Staaten kleine Mengen Kokain, Heroin, Methamphetamine und andere bislang verbotene Substanzen entkriminalisiert. Das heißt, der Besitz kleinerer Mengen wird künftig als Verwaltungsdelikt behandelt, ähnlich einer Verkehrsstrafe. Auch im Hauptstadtbezirk Washington D.C. wurde zugunsten einer Entkriminalisierung psychedelischer Drogen gestimmt. In New Jersey, South Dakota, Montana and Arizona haben die Wähler/innen mehrheitlich einer Legalisierung von Cannabis zugestimmt. Artikel auf praevention.at, Artikel auf New Atlas.

Deutschland: Apps und Online-Angebote bei Suchtproblemen

Für Suchtprobleme gibt es ein grosses Angebot an Apps fürs Handy und Online-Programme. Die Bayersiche Akademie für Suchtfragen hat eine Auswahl (pdf, 8S.) an Angeboten zusammengestellt, die von seriösen Institutionen entwickelt und teilweise auch wissenschaftlich evaluiert wurden.

laut & leise: Lebensübergänge

Lebensübergänge und kritische Lebensereignisse wie Krankheit oder Jobverlust sind mit Herausforderungen verbunden. Die aktuelle Ausgabe von laut & leise zeigt auf, welche Suchtrisiken dabei entstehen und wie dann Ressourcen aktiviert werden können. Es werden Angebote vorgestellt, die ein risikoarmes Verhalten und entsprechende Lebenskompetenzen über die gesamte Lebensspanne hinweg fördern. Das aktuelle Magazin (03/2020, pdf, 20S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich steht zum Download bereit.

15 Jahre Rauchstopplinie

Seit nunmehr 15 Jahren klingelt das Telefon bei der nationalen Rauchstopplinie regelmässig. Hier wird Hilfesuchenden eine kostenlose, individuelle und professionelle Beratung zum Thema „Rauchstopp“ geboten. Die Nummer 0848 000 181 prangt mittlerweile auf jeder in der Schweiz verkauften Zigarettenpackung. Ein Rückblick. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at, www.stopsmoking.ch

Medikamente als Drogen: «Wenn ich weiter konsumiere, sterbe ich»

Junge Leute missbrauchen Medikamente für einen Rausch. Ist das in der Schweiz nur eine Randerscheinung oder ein gefährlicher Trend? Und warum konsumieren Jugendliche Xanax oder Tilidin? Beitrag auf SRF Virus (20 Minuten).

Nationalrat will Besteuerung von E-Zigaretten

Das Parlament will im Einklang mit dem Bundesrat eine Abgabe auf elektronische Zigaretten einführen. Der Nationalrat hat einen entsprechenden Vorstoss aus dem Ständerat angenommen. 2012 wurden die E-Zigaretten von der Tabaksteuer befreit. Konkret verlangt die Motion (19.3958) die Ausarbeitung eines Erlassentwurfs, der die gesetzlichen Grundlagen für die Besteuerung von elektronischen Zigaretten schafft. Gleichzeitig soll, aufgrund eines angeblich geringeren Risikoprofils, die Besteuerung von E-Zigaretten zu einem tieferen Satz als bei herkömmlichen Zigaretten erfolgen. Der Nationalrat ergänzte den Text der Motion jedoch, wodurch sich der Ständerat ein zweites Mal mit dem Geschäft befassen muss. Konkret sieht eine neue Formulierung vor, dass die Bestimmungen zur Besteuerung von elektronischen Zigaretten nicht in Kraft treten, bevor das Bundesgesetz über Tabakprodukte verabschiedet ist. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT.

Prominente, Drogenkonsum und Sucht

Prominente gelten als besonders drogen- und in der Folge suchtaffin. Bekannten Musikern, Künstlern und Schauspielern wird immer wieder eine starke Nähe zu Alkohol oder Drogen nachgesagt. Die meisten bekannten Musikstars, die in den letzten Jahren vor dem Erreichen ihres 30. Lebensjahres starben, hatten starke Probleme mit Drogenkonsum. Aber stimmt die vermutete Nähe der Promis zu Drogen oder ist es ein Mythos der Regenbogenpresse, um eine voyeuristische Sensationslust und damit die Verkaufsmaschinerie am Laufen zu halten? Artikel auf addiction.de

Der globale Stand der Schadensminderung 2020

In seiner siebten Ausgabe ist der Global State of Harm Reduction 2020 die umfassendste globale Kartierung der Massnahmen zur Schadensverminderung im Zusammenhang mit Drogenkonsum, HIV und Hepatitis. Herausgeber ist Harm Reduction International.

Interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe

Welche Einflussfaktoren begünstigen oder hemmen die Umsetzung von interprofessioneller Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Sozialhilfe? Wie können hemmende Faktoren überwunden werden? Die vom BAG in Auftrag gegebene Studie gibt Antworten.

Addiction Psychology Switzerland

Am 17. Januar 2020 wurde in Bern der Fachverband für Suchtpsychologie mit dem Namen Addiction Psychology Switzerland (APS) gegründet. Der Verband vertritt die fachspezifischen und berufspolitischen Interessen der im Suchtbereich tätigen PsychologInnen und der in der universitären oder angewandten Suchtforschung tätigen PsychologInnen. https://addictionpsychology.ch

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 42, pdf, 18S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Mortalität bei geringem und nicht-täglichem Rauchen als Dosis-Wirkungs-Beziehung
  • Zusammenhang zwischen Internetsucht und selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen in China
  • Prävalenz von NPS-Konsum bei Patientinnen und Patienten zur Aufnahme in Entzugsbehandlung
  • Retention in Substitutionsbehandlung – ein systematischer Review
  • Remission bei unbehandelten pathologischen Glücksspielenden: Wem gelingt sie, wem nicht?

Kaufsucht: Veränderungen seit dem Aufkommen von Online-Shops

4.8% der SchweizerInnen sind pathologisch kaufsüchtig. Dies ist das Ergebnis der Kaufsuchtumfrage 2019 (pdf, 43S.) bei rund 1000 Personen aus den deutschsprachigen und französischsprachigen Landesteilen. Da sich das Konsumverhalten durch das Aufkommen des Online-Handels stark verändert hat, unterschied diese Befragung erstmals zwischen der Kaufsucht beim Einkaufen im Internet (online) und in physischen Läden (real). Demnach sind 2.9% der Bevölkerung online-kaufsüchtig und 3.8% sind süchtig danach, in Läden einzukaufen. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG.

Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum

In der Schweiz leben 5,8% der Kinder unter 15 Jahre in einer Familie, in der ein oder beide Elternteile risikoreich Alkohol konsumieren. 31,3% wachsen in einem Umfeld auf, in dem die Eltern täglich nikotinhaltige Produkte (z.B. Tabakprodukte, E-Zigaretten) zu sich nehmen. Der Anteil an Kindern, deren Eltern risikoreich illegale Drogen (z.B. Cannabis, Kokain, Heroin) konsumieren, ist gering (1,8%). Bei einem Teil der Kinder zeigen die Eltern einen mehrfachen Risikokonsum. Dies ist insbesondere bei Alkohol und Tabak (1,9%) der Fall. Der Indikator "Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum" ist neu auf MonAM aufgeschaltet.

Immer mehr Spielsperren in Casinos und Online

"Rien ne va plus", hat es Ende 2019 in der Schweiz für 61'452 Spielsüchtige von Casinos und Online-Spielen geheissen. Sie wurde vom Spielbetrieb ausgeschlossen, wie eine neue Statistik der Eidgenössischen Spielbankenkommission zeigt. Die Zahl der Spielsperren stieg damit im vergangenen Jahr gegenüber 2018 um 4278 Personen. Dieser Anstieg ist grösser als in früheren Jahren. Die zunehmende Zahl von Spielsperren sei auf die Eröffnung von vier Online-Casinos in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 zurückzuführen. Artikel auf swissinfo.ch

Drogentherapie: Cazis als weltweites Vorbild

Suchtkranke Gefängnis-Insassen werden in Cazis seit vielen Jahren mit einer kontrollierten Drogenabgabe therapiert. Ein Modell, das nun in einer internationalen Studie Anerkennung erhält und zum Vorbild für die USA werden könnte. Beitrag (03:05-13:05) im Regionaljournal Graubünden.

Kampagne „Glücksspiele können abhängig machen. Auch online”

Das Risiko für ein problematisches Spielverhalten ist bei Online-Glücksspielen besonders hoch. Dabei dürfte die Zahl an Online-Spielenden in den vergangenen Monaten wegen Covid-19 nochmals gestiegen sein. 16 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein lancieren deshalb mit der Botschaft „Glücksspiele können abhängig machen. Auch online.” eine Sensibilisierungskampagne, Medienmitteilung von Sucht Schweiz. Die Website zur Kampagne wurde überarbeitet und erscheint in frischem Look. Neu sind darauf vertiefte Informationen zum Online-Glücksspiel, inkl. bspw. Free-to-Play-Spielen zu finden: www.sos-spielsucht.ch

Deutschland: Konsum von Alkohol und Tabak steigt in Coronakrise deutlich

Es gehört zu den ungesunden Aspekten der Corona-Beschränkungen: Seit Beginn der Pandemie greifen viele Raucher und Alkoholkonsumenten laut einer Umfrage häufiger zu den Suchtmitteln. Artikel auf Spiegel Online.

In Österreich wird weniger geraucht

Die Gesundheitsbefragung 2019 (ATHIS) zeigt unter anderem einen Rückgang des Anteils der täglichen Raucherinnen und Raucher. Gaben im Jahr 2014 noch rund 24 Prozent der Befragten an, täglich zur Zigarette zu greifen, waren es bei der aktuellen Untersuchung nur mehr rund 20 Prozent. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass erstmals seit Beginn der Erhebungen (1972) der Anteil der weiblichen (täglichen) Raucher gesunken ist. Beitrag auf praevention.at

Nez Rouge bietet dieses Jahr keinen Heimfahrdienst an

Die Präventionskampagne Nez Rouge findet dieses ohne Heimfahrdienst statt. Mit dem Maskottchen Rudolph ruft Nez Rouge Autofahrer/innen zu verantwortungsvollem Handeln auf. Das heisst: Es wird im Voraus ein fahrtüchtiger Fahrer bestimmt, wer fahruntüchtig ist, ruft ein Taxi oder einen Bekannten an, verwendet die öffentlichen Verkehrsmittel oder übernachtet vor Ort. Mitteilung von Nez Rouge.

Corona-Pandemie und Suchtmedizin

Zwei Beiträge in der Fachzeitschrift "Sucht" zur Corona-Pandemie sind online zugänglich:

  • SARS-CoV-2 Pandemie und Suchterkrankungen: Schwerpunkt Opioidabhängigkeit und Substitution. Ein Erfahrungsbericht aus Bayern
  • Coronakrise und Suchtmedizin: Ein Praxisbericht Deutschland

Neuklassifizierung von Cannabis

Nach ihrer allerersten kritischen Überprüfung der Cannabis-Klassifizierung gab die Weltgesundheitsorganisation im Januar 2019 eine Sammlung formeller Empfehlungen für die Neuplanung von Cannabis und cannabisähnlichen Substanzen heraus. 53 Mitgliedsstaaten der Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs CND) werden im Dezember 2020 über diese Empfehlungen abstimmen. Artikel (pdf, 11S., Englisch) auf The Transnational Institute TNI.

COVID-19: Beispiele aus der Praxis

Die Pompidou-Gruppe hat die Online-Plattform "Rette Leben schütze Menschen" für politische Entscheidungsträger und Praktiker eingerichtet. Sie liefert konkrete Beispiele für Praktiken zur Milderung der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen für Drogenkonsumierende und Personen, die mit Drogen in Kontakt kommen.

Wirksame Strategien der Suchtprävention für die Praxis

Mit dem Fachheft „Expertise zur Suchtprävention 2020“ legt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine wissenschaftlich basierte Handreichung für im Bereich der Suchtprävention Tätige vor, die es ermöglicht, aktuelle Erkenntnisse der Präventionsforschung in der suchtpräventiven Arbeit zu berücksichtigen. Sie richtet sich an Verantwortliche für Suchtprävention auf allen handlungspolitischen Ebenen und an Personen, die mit der Entwicklung und Durchführung suchtpräventiver Massnahmen auf kommunaler oder Länder-Ebene betraut sind.

In Zürich rauchen über 60 Prozent der 16- bis 17-Jährigen

Eine neue Studie des Universitäts-Kinderspital Zürich zeigt: Rund 70 Prozent der Mädchen und rund 60 Prozent der Jungen im Alter von 16 bis 17 Jahren im Kanton Zürich rauchen – mit teils schweren Folgen. Dabei sind E-Zigaretten bei Schulkindern von allen Raucherwaren am beliebtesten. Und: Bereits 6- bis 12-Jährige rauchen. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Kinderspitals, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Kann Nasenspray süchtig machen?

Schnupfen? Nase zu? Das Atmen fällt schwer? Da greifen wir schon mal zu Nasenspray, das macht die Nase frei. Aber einige werden dadurch zum Nasenspray-Junkie, und das kann durchaus unangenehm sein. Artikel der Deutschen Welle.

Juul stellt Deutschlandgeschäft ein

Das US-Unternehmen Juul wollte in Deutschland Marktführer für E-Zigaretten werden. Nach heftigen Rückschlägen zieht es sich nun komplett aus der Bundesrepublik zurück, Artikel auf Spiegel Online. Auch aus der Schweiz zieht sich Juul bis Ende Jahr zurück, Artikel auf Handelszeitung.ch. Das Geschäft in Österreich wurde bereits diesen Sommer beendet.

Jahresbericht Tabakpräventionsfonds

Der Fonds dient dem Zweck, Präventionsmassnahmen zu finanzieren, die effizient und nachhaltig dazu beitragen, den Tabakkonsum zu reduzieren. Ausserdem unterstützt der Fonds im kleinen Rahmen praxisrelevante Forschungsprojekte. Der Jahresbereicht 2019 (pdf, 24S.) ist online zugänglich.

IQOS-Rauch beinhaltet Gifte

Im Auftrag des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg hat ein akkreditiertes Labor den Rauch der IQOS von Philip Morris untersucht. Die Proben weisen darauf hin, dass im Rauch von IQOS gesundheitsschädigende Gifte vorhanden sind. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, Artikel auf 20 Minuten.

Substanzabhängigkeit erhöht Risiko für COVID-19

Auswertungen aus den USA belegen, dass Menschen mit einer Abhängigkeit von Alkohol, Tabak, Opioiden oder Kokain häufiger an COVID-19 erkranken und eher schwere Verläufe haben. Artikel auf Drugcom.

Nationalratskommission will Tabakwerbung neu regeln

Der Bundesrat will die Tabakwerbung einschränken und insbesondere Kinder und Jugendliche besser schützen. DieKommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) ist damit grundsätzlicheinverstanden. Der Ständerat hat den Entwurf bereits behandelt und die Regeln verschärft. Er beschloss im September 2019 einGesetz, das zusätzliche Werbeverbote für Zigaretten in der Presse und im Internet vorsieht. Auch das Sponsoringinternationaler Anlässe soll verboten werden. Wie die Nationalratskommission zu diesen Änderungen steht, zeigt sich erst in einigen Wochen. Eine Minderheitbeantragt, die gesamte Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen mit dem Auftrag, Alternativprodukte wie E-Zigaretten, Tabakprodukte zum Erhitzen und Snus differenziert zu regeln, Artikel auf Werbewoche. Die Lungeliga fordert ein Verbot (Video, 2 Min) von Tabakwerbung. (Infoset berichtete)

E-Zigaretten: Der Trick mit dem Docht

Hersteller Juul hat still und heimlich sein Gerät umgebaut. Das neue Modell gibt wesentlich mehr Nikotin ab. Statt über einen Kieselsäure-Docht verfügen die neuen Modelle über einen aus Baumwolle, was dazu führt, dass pro Zug deutlich mehr Nikotin eingesogen werden kann als mit dem alten Gerät. Artikel im Schweizer Beobachter.

Deutschland: Alternativer Drogenbericht "Schützen statt Bestrafen"

Drogen sind massenhaft verfügbar, trotz Polizei und Verboten. Der 7. Alternative Drogen- und Suchtbericht (pdf, 218S.) fordert eine neue Strategie. Die Kriminalisierung der Konsumierenden führe in eine Sackgasse. Im Mittelpunkt des Berichts steht Schadensminimierung, auch durch "staatlich regulierte Abgabe illegaler Substanzen" – Stichwort: Cannabis aus der Apotheke. Der Bericht will eine "Gegenöffenlichkeit zum drogenpolitischen Stillstand" schaffen. Pressekonferenz (Video, 90Min.) und Medienmitteilung (pdf, 3S.) zum Bericht , Artikel im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung TAZ, Artikel der Deutschen Welle DW

Höhere Löhne für «unmoralische» Arbeit

Eine Studie (pdf, 111S.) der Universität Zürich (UZH) untersucht den Zusammenhang zwischen Moral und Lohn und zeigt auf: in der Öffentlichkeit als «unmoralisch» wahrgenommene Tätigkeiten, wie etwa die Arbeit in der Tabakindustrie oder in Waffenfabriken, sind besser bezahlt. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT.

Substitution bei Opioidabhängigkeit - Primäres Ziel ist nicht die Abstinenz

In der Schweiz befinden sich zirka 70 Prozent der Patienten mit einer Opioidabhängigkeitserkrankung in einer Substitutionstherapie, die heute Opioidagonistentherapie (OAT) genannt wird. Davon wird etwa die Hälfte der Patienten von Hausärzten betreut und die andere Hälfte an spezialisierten sucht- medizinischen Zentren. Im Artikel (pdf, 4S.) vom ARS MEDICI geht es um die Auswahl der Substanzen für eine OAT und die Frage, wann eine heroingestützte OAT in Betracht gezogen werden sollte.

Tabakkonsum und Passivrauchen verursacht über 20% der Todesfälle aufgrund von koronarer Herzkrankheit

In einem neuen Bericht, den die WHO zusammen mit der World Heart Federation und der University of Newcastle (Australien) anlässlich des weltweit am 29. September begangenen Weltherztages erstellt hat, wird ein deutlich belegter Kausalzusammenhang zwischen Tabakkonsum und Morbidität und Mortalität aufgrund von koronarer Herzkrankheit bestätigt und werden alle Raucher dringend zum Aufhören aufgefordert. Medienmitteilung der WHO.

Cannabis-Drug-Checking in Zürich

Seit dem 1. Oktober bietet das Drogeninformationszentrum DIZ das Cannabis-Drug-Checking an. Neu können jeden Donnerstag zwischen 18:00 und 20:00 Uhr Cannabsprodukte (Blüten, Hasch, Öl, Dabs etc.) zur Analyse vorbeigebracht werden. Mitteilung von Saferparty.ch.

Neues Drug-Checking-Angebot in Biel

Die Stiftung CONTACT erweitert ihr bestehendes Drug-Checking-Angebot mit einer neuen Testmöglichkeit im Seeland. Ab Mitte Oktober können Erwachsene psychoaktive Substanzen auch in Biel anonym testen lassen. Das sogenannte dib (Drug Checking, Infos und Beratung) hilft Überdosierungen zu verhindern und Risiken von gefährlichem Mischkonsum bekannt zu machen. Medienmitteilung der Stiftung.

Alkoholtestkäufe: Es gibt noch viel Verbesserungspotential beim Jugendschutz

Die Statistik der 6534 gesamtschweizerisch vorgenommenen Testkäufe im Jahr 2019 zeigt, dass in 20,3% der Kaufversuche durch Minderjährige der Alkohol illegal verkauft wurde. Dies bedeutet eine Verbesserung gegenüber den Vorjahren. Es bleibt allerdings noch viel zu tun, so zum Beispiel die Unterstützung des Verkaufspersonals mit der nötigen Infrastruktur. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

7.7 Milliarden Franken pro Jahr: Volkswirtschaftliche Kosten von Sucht wiegen schwer

Eine vom Bundesamt für Gesundheit publizierte Studie (pdf, 143S.) zu den volkswirtschaftlichen Kosten von Sucht im Jahr 2017 gibt eine neue Einschätzung zu den Folgekosten des Suchtmittelkonsums. Je nach Methode belaufen sich die Kosten auf 7.7 oder 11.5 Milliarden Franken pro Jahr. Es ist erstaunlich, dass gegen derartige Lasten immer noch so wenige Massnahmen ergriffen werden. Dabei ist längst nachgewiesen, dass jeder in die Prävention investierte Franken zig-fache Einsparungen ermöglicht. Faktenblatt (pdf, 2S.) zu den Kosten, Medienmitteilung des BAG, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Lügt British American Tobacco in seinen Medienmitteilungen?

Der Zigarettenproduzent British American Tobacco (BAT) wirbt mit der Schweizer Armee und der Suchthilfe – ohne deren Wissen oder Einverständnis. Diese Art des Marketings entspricht dem Muster gezielter Fehlinformation, wie sie Zigarettenproduzenten seit den 1950er-Jahren anwenden. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen

Der Bericht (pdf, 9S.) von Infodrog liefert Denkanstösse für die Entwicklung der Nachfrage in der stationären Suchttherapie. Denn obwohl im Jahr 2019 in den stationären Suchttherapieinstitutionen Umstrukturierungen vorgenommen wurden, sank die Auslastungsrate weiter.

WHO fordert von Deutschland mehr Strenge gegen das Rauchen

Während andere Länder Zigarettenwerbung verboten haben, werben in Deutschland vorerst weiterhin Plakate fürs Rauchen. "Wir hätten uns mehr gewünscht", kritisiert die Weltgesundheitsorganisation. Artikel auf Spiegel Online.

Bundesrat passt Kriterien zur Abgabe von medizinischem Heroin an

Der Bundesrat hat den Artikel 13 der Betäubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV) geändert. Zur Minimierung der Risiken einer Infektion mit COVID-19 können Patientinnen und Patienten aufgrund strikter Kriterien bis zu sieben Tagesdosen medizinischen Heroins mitgegeben werden. Diese Änderung bleibt bis zum 31. Dezember 2021 in Kraft. Medienmitteilung des Bundesrates.

Bald könnten neue Formen der Cannabisregulierung erforscht werden

Nachdem beide Räte dem Artikel im Prinzip bereits zugestimmt hatten (Infoset berichtete), konnte am 23. September auch noch das letzte Detail geklärt werden: Im besten Fall schon ab dem Sommer 2021 sollten Städte und Kantone in der Schweiz Studien zur kontrollierten Cannabisabgabe durchführen können - sofern nicht das Referendum ergriffen wird. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Deutschland: Anstieg bei der Drogenkriminalität in 2019

Das Bundeskriminalamt und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung haben den aktuellen Bundeslagebericht zur Rauschgiftkriminalität vorgestellt. Demnach hat die Anzahl der Rauschgiftdelikte in 2019 das neunte Jahr in Folge zugenommen. Artikel auf Drugcom.

Europäischer Drogenbericht 2020

Die hohe Verfügbarkeit aller Arten von Drogen, die Drogenherstellung in Europa und die Existenz hochpotenter Stoffe zählen zu den Themen des von der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) erstellten Europäischen Drogenberichts 2020. In ihrer neuesten Jahresübersicht (Englisch, pdf, 88S.) im 25. Jahr der Beobachtung beschreibt die Agentur die Drogensituation am Jahresende 2019 sowie die jüngsten Veränderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie Anfang 2020, Medienmitteilung (Deutsch, pdf, 3S.) zum Bericht. Die Kernthemen (Zusammenfassung) des Berichts sind auf Deutsch erhältlich. Gemeinsam mit dem Bericht wird das Statistische Bulletin 2020 mit allen europäischen Daten, die der Analyse zugrunde liegen, veröffentlicht. Artikel auf SRF zum Bericht. www.emcdda.europa.eu/edr2020

Charta 2.0 «Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen»

Mit der Aktualisierung der Charta «Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen» hat die Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW die Publikation von 2014 den Entwicklungen im Schweizer Gesundheitswesen angepasst. Die Charta 2.0 (pdf, 12S.) skizziert das heutige Verständnis interprofessioneller Zusammenarbeit und bietet eine Basis für den weiterhin anzustrebenden Kulturwandel.

Nikotin – Droge mit Zukunft

Obwohl die Zahl der Raucher zurückgeht, fährt die Tabakindustrie immer mehr Gewinne ein. Erfolgsprodukte sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer, die angeblich weniger schädlich sind. Aber ist das wirklich schon erforscht? Aggressiver Lobbyismus und zweifelhafte Studien waren schon lange Instrumente bei der Vermarktung der Droge Nikotin. Trotz zahlreicher Prozesse scheint sich nichts zu verändern. Dokumentation auf Arte (online bis 20.11.20).

Chronik der EKAL und ihrer Themen

Die Chronik (pdf, 48S.) der Eidgenössischen Alkoholkommission (1945 - 2019) gibt einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Kommission sowie in ihre Arbeit und Themen während ihres Bestehens.

Deutschland beschliesst Verbot der Tabakaussenwerbung

Tabakkonzerne dürfen künftig nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen für ihre Produkte werben. Dazu billigte der Bundesrat ein Gesetz, das die Außenwerbung für Tabakprodukte – etwa in Form von Plakaten – verbietet. Lediglich an Tabakfachgeschäften darf derartige Werbung angebracht werden. Dies gilt ab 2022 zunächst für herkömmliche Tabakprodukte, für Tabakerhitzer dann ab 2023 und für E-Zigaretten ab 2024. Artikel auf Zeit Online, Medienmitteilung der Drogenbeauftragten.

Höheres Sterberisiko auch bei gelegentlichem Rauchen

Eine aktuelle Studie aus den USA hat gezeigt, dass auch wenige Zigaretten im Monat mit einem erhöhten Sterberisiko in Verbindung stehen. Den Ergebnissen zufolge sinkt das Sterberisiko, wenn Personen nicht mehr täglich, sondern nur noch an einigen Tagen im Monat rauchen. Jedoch ist ihr Sterberisiko auch bei 6 bis 10 Zigaretten im Monat immer noch um das 1,9-fache gegenüber Nie-Rauchenden erhöht. Artikel auf Drugcom.

Alkoholprobleme sind ein Tabu: Aktionstag bricht das Schweigen

Alkoholabhängigkeit gehört zu den besonders stigmatisierten psychischen Erkrankungen. Scham- und Schuldgefühle erschweren es Betroffenen, Hilfe zu suchen. Der diesjährige Nationale Aktionstag Alkoholprobleme vom 24. September bringt das Tabuthema Alkoholprobleme der Öffentlichkeit auf vielfältige Weise näher. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, www.aktionstag-alkoholprobleme.ch

Experiment Nichtrauchen geht in die neue Runde

Mit dem Beginn des Schuljahres 2020/2021 findet auch wieder die Ausschreibung zum Schulwettbewerb "Experiment Nichtrauchen" statt. Beim Klassenwettbewerb setzen sich Schülerinnen und Schüler mit den Folgen des Nikotinkonsums auseinander und nehmen sich vor, ein halbes Jahr lang tabak- und nikotinfrei zu leben. Lehrpersonen können Ihre Klassen bis zum 30. Oktober 2020 anmelden. www.experiment-nichtrauchen.ch

Gesundheitsrisiken von Wasserpfeifen

Wasserpfeifen sind keine sichere Alternative zum Tabakkonsum. Wasserpfeifen sind gefährlicher als traditionelle Zigaretten. Kohle, Tabak und Aromen der Wasserpfeife produzieren bei ihrer Verbrennung giftige Stoffe. Und zwar mehr giftige Stoffe als traditionelle Zigaretten. Sie sind krankheits- vor allem krebserregend. Das Wasser bindet die Gifte nicht und die gemeinsam geteilten Mundstücke und Luftansaugen sind beste Überträger von Infektionskrankheiten, wie Covid-19. Eine Zusammenstellung (pdf, 11S.) der Evidenz von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Basel-Stadt: Wiedereröffnung der K+A Dreispitz

Seit März dieses Jahres wurde das Angebot der Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) aufgrund der Coronavirus-Situation auf lediglich einen Standort, die K+A Riehenring, reduziert. Ab heute ist der Standort K+A Dreispitz nun wieder geöffnet. An beiden Standorten wurden bauliche Massnahmen vorgenommen, um die Vorgaben zu Sicherheits- und Hygienemassnahmen vollumfänglich erfüllen zu können. Medienmitteilung Gesundheitsdepartement Basel.

Mischkonsum von Jugendlichen

Die zwei Teenager in Zollikerberg sind an einem Medikamenten-Mix gestorben. Domenic Schnoz, Stellenleiter Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs, betont im Interview mit SRF, dass Zum Thema Mischkonsum von Jugendlichen dringend mehr geforscht werden müsste.

Kanton Zug: Kampagne für psychische Gesundheit von Jugendlichen

Was tun Jugendliche, um psychisch gesund zu bleiben? Ende letzten Jahres lancierte das Amt für Gesundheit Zug eine Sensibilisierungskampagne zum Thema psychische Gesundheit. Nun wurde die Website zur Kampagne ausgebaut und die Kampagne startet in die zweite Runde. Mitteilung vom Amt, www.kennsch-es.ch

Soziale Ungleichheit und COVID-19

Das Journal Journal of Health Monitoring (S7/2020) untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und COVID-19. Datengrundlage der Analysen sind COVID-19-Meldedaten aus Deutschland sowie die internationale Forschungsliteratur. Die Ausgabe ist online zugänglich.

Global Drug Survey: Drogenkonsum in Zeiten von Corona

Hat die Pandemie Einfluss auf den Drogenkonsum? Trinken wir mehr Alkohol oder weniger? Schlucken, spritzen, schnupfen die Menschen mehr oder weniger als vor Pandemiezeiten, als Clubs und Partys voll waren? Und aus welchen Gründen werden jetzt Drogen konsumiert? Die weltweit grösste Onlineumfrage liefert nun erste Antworten. Artikel auf Zeit Online.

Ständerat sagt Ja zu Studien zur Cannabisabgabe

Der Ständerat sagte heute als Zweitrat mit 31 zu 7 Stimmen bei zwei Enthaltungen Ja zur kontrollierten Cannabisabgabe. Die Nein-Stimmen kamen aus der SVP- und der Mitte-Fraktion. In der Schweiz können damit Pilotstudien zur kontrollierten Cannabis-Abgabe durchgeführt werden. Beide Kammern des Parlaments haben dem damit grundsätzlich zugestimmt. Strittig ist einzig noch, ob für Versuche nur Schweizer Bio-Cannabis verwendet werden darf. Wortprotokoll der Debatte im Ständerat, Artikel auf watson, Beitrag im Regionaljournal Zürich Schaffhausen (Infoset berichtete)

Behandlung von Alkoholmissbrauch

Auf Praxis Suchtmedizin ist das Kapitel Alkohol überarbeitet und aktualisiert worden und liegt neu auch auf Französisch und Italienisch vor. Die Website richtet sich an Berufsgruppen der medizinischen Grundversorgung und bietet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen, die problematisches oder abhängiges Konsumverhalten zeigen.

9. September, Tag des alkoholgeschädigten Kindes

Zwischen 1000 und 4000 Neugeborene pro Jahr kommen in der Schweiz auf Grund des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft mit Beeinträchtigungen zur Welt. Zum Welttag des alkoholgeschädigten Kindes ruft die Stiftung Sucht Schweiz dazu auf, die Schwangerschaft ohne Alkohol aktiv zu unterstützen und mit schwangeren Frauen solidarisch zu sein. Nur eine Schwangerschaft ohne Alkohol kann alkoholbedingte Beeinträchtigungen beim Kind sicher vermeiden. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Drogenproblem auf Sansibar

Auf Sansibar wird tonnenweise Heroin umgesetzt. Die Droge ist billig und leicht zu bekommen, viele Einheimische sind süchtig. Lange Zeit wurden sie als Aussätzige behandelt - bis sie anfingen, sich selbst zu helfen. Artikel auf Spiegel Online.

«Die Erinnerungen an den Platzspitz kommen manchmal überfallartig»

André Seidenberg reanimierte als junger Notfallarzt auf dem Platzspitz Süchtige, gab saubere Spritzen ab und hörte unzählige Geschichten von gescheiterten Existenzen. In einem Buch teilt er nun seine Erfahrungen. Artikel der NZZ (Abo-Bereich).

Der Dornröschenschlaf in der deutschen Drogenpolitik

Die Drogenstrategien vieler Länder – Portugal, Schweiz, Uruguay, USA, Kanada – haben sich in den 20 Jahren z.T. entscheidend geändert. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren vergleichsweise wenig bewegt. Einzig das „medizinische Cannabisgesetz“ ist zu erwähnen. Ansonsten Stillstand allerorten. Artikel von Michael Klein auf addiction.de

Covid-19: E-Zigaretten erhöht Ansteckungsrisiko unter jungen Menschen

Bis zu 7-mal höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit dem Coronavirus unter Jugendlichen und jungen Erwachsene, wenn sie E-Zigaretten benutzen. Das ist das Ergebnis einer großen Befragung in den USA. Artikel auf Drugcom

Stopsmoking.ch: Angebot wird ausgebaut

Vor knapp einem Jahr ging die neue nationale Plattform für den Rauchstopp «Stopsmoking.ch» online. Jetzt gibt es erste Neuerungen für die Webseite. Die nationale Plattform Stopsmoking.ch versammelt Informationen, Tipps und Hilfsangebote zum Rauchstopp – und unterstützt damit Raucherinnen und Raucher auf dem Weg in ein rauchfreies Leben. Stopsmoking.ch ist ein gemeinsames Programm der Krebsliga Schweiz, der Lungenliga Bern und Gesundheitsförderung Wallis. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT, www.stopsmoking.ch/de

Fakten und Mythen zur Überdosis von Naloxon zum Mitnehmen

Die Europäische Drogenbeobachtungsstelle EBDD hat aktualisierte Länderprofile und Factsheets (Englisch) veröffentlicht, die einen aktuellen Überblick über die THN-Programme (take-home naloxone) in Europa geben. Diese zeigen, wie die Programme durch die Verfügbarkeit neuer, gebrauchsfertiger Naloxonprodukte (z.B. vorgefüllte Spritzen und Nasensprays), die auch von Laien ausserhalb der Gesundheitsstrukturen verwendet werden können, verbessert wurden.

Ruth Dreifuss gibt GCDP-Vorsitz ab

Alt Bundesrätin Ruth Dreifuss ist nicht mehr Präsidentin der Weltkommission für Drogenpolitik GCDP. Sie bleibt aber Mitglied des Gremiums. Dreifuss war vier Jahre lang Präsidentin der Kommission für Drogenpolitik. Mitteilung der Kommission.

Alkohol – Der globale Rausch

Warum mögen ihn die meisten so gern, was macht er mit einem und wie stark beeinflusst die Industrie Gesellschaft und Politik? Ein SRF DOK (50 Min.) sucht Antworten auf diese Fragen (Online bis 29.09).

Nationaler Gesundheitsbericht 2020

Wie steht es um die Gesundheit der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz? Der nationale Gesundheitsbericht legt den aktuellen Kenntnisstand ausführlich dar. Der Bericht ist online zu finden auf www.gesundheitsbericht.ch

Heated Tobacco Products: so schädlich wie Tabak?

Tabakprodukte mit erhitztem Tabak werden von der Tabakindustrie als so genannte "potenziell risikoreduzierte Produkte" verkauft, weil sie technisch in der Lage sind, den Verbrennungsprozess und die Bildung toxischer Verbindungen zu begrenzen. Sie enthalten jedoch Tabak, und die wichtigsten toxischen Verbindungen, die vom herkömmlichen Zigarettenrauch emittiert werden, sind ebenfalls vorhanden. Dieses Dokument (pdf, 31S., Englisch) der at Schweiz stellt dar, wie diese Produkte gegenwärtig in der Schweiz reguliert und vermarktet werden.

Das grosse Geschäft mit Alternativen zu Zigaretten

Produkte, die den Tabak erhitzen statt verbrennen, werden von Philipp Morris stark beworben.: Sie sollen weniger schädlich sein, behauptet der Tabakmulti – obendrein bescheren sie dem Konzern eine deutlich höhere Marge. Beitrag von 10vor10 auf SRF

Wie die Glasform unser Trinkverhalten beeinflusst

Martini- oder Sektglas? Je nachdem, ob ein Glas eine gerade Form hat oder unten spitz zuläuft, trinken wir mehr oder weniger daraus, zeigt eine Serie von Experimenten an der University of Cambridge. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Umstellung auf Gläser mit geradem Rand den Konsum von gesundheitsschädlichen Getränken gemeinsam mit anderen Massnahmen reduzieren könnte. Artikel auf Spektrum.

St. Gallen: Landschaft der Hilfs- und Therapieangebote

Im Kanton St.Gallen gibt es ausreichend Hilfs- und Therapieangebote für Menschen mit Suchtproblemen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Fachhochschule St.Gallen, welche im Auftrag des Gesundheitsdepartementes des Kantons St.Gallen gemacht wurde. In einzelnen Bereichen wie etwa der Geldspielsucht sind aber Verbesserungen angezeigt. Medienmitteilung des Kantons.

Schulkinder nutzen Social Media oft um vor negativen Gefühlen zu flüchten

Etwa ein Viertel der 11- bis 15-Jährigen flüchtet oft mit Social Media vor negativen Gefühlen und etwa 4% der Schulkinder weisen gar eine problematische Nutzung sozialer Netzwerke auf. Die von Sucht Schweiz durchgeführte nationale Schülerinnen- und Schülerstudie (pdf, 105S., Französisch) gibt neue Einblicke ins Bildschirmverhalten von Schulkindern. Medienmitteilung und Factsheet (pdf, 6S.) von Sucht Schweiz. Ausserdem hat Sucht Schweiz zum Thema einen neuen Leitfaden für Eltern erarbeitet. Flyers in verschiedenen Sprachen sind auf jugendundmedien.ch zugänglich.

Bundesrat lehnt Initiative «Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung» ab

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» ans Parlament überwiesen. Er bevorzugt die Einführung der geforderten Massnahmen im Rahmen des Entwurfs zum Tabakproduktegesetz, der sich zurzeit in der parlamentarischen Beratung befindet. Daher beantragt der Bundesrat dem Parlament, die Initiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung zu empfehlen, Medienmitteilung des Bundesrates. Das Initiativkomitee bedauert die ablehnende Haltung des Bundesrates, Medienmitteilung des Komitees.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 3/2020 (pdf, 6S.) ist soeben erschienen.

Erstes Drug-Checking Angebot von Luzern

In Luzern wird es ab dem 14. September auch ein Angebot geben, in welchem DrogenkonsumentInnen ihre Substanzen testen lassen können. In Zürich, Bern, Basel und Genf hat sich der Drug-Checking Service bereits etabliert, nun ist Luzern an der Reihe und eröffnet das DILU – Drogeninformation Luzern, ein dreijähriges Pilotprojekt des Vereins Kirchliche Gassenarbeit Luzern. Mitteilung des Vereins. Beitrag im Regionaljournal Zentralschweiz.

Kann man Drogen mit Köpfchen konsumieren?

Vergangene Woche sind zwei Jugendliche am Zollikerberg tot aufgefunden worden. Hinweise lassen vermuten: Die Mischung unterschiedlicher Drogen hat zu ihrem Tod geführt. Sogenannte «Drug Checkings», die es etwa in Zürich gibt, sollen solche Fälle verhindern. Was bringt's? Beitrag auf SRF

USA: Trotz Cannabislegalisierung kiffen Schüler nicht häufiger

In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Eigenanbau von Cannabis als Medizin in vielen Bundesstaaten der USA Normalität geworden, dennoch hat der Konsum von Cannabis bei Schülern nicht zugenommen. Auch die Aktivitäten der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis wie auch die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken in diversen Bundesstaaten der USA haben keine negative Auswirkungen auf den Jugendschutz gehabt. Artikel im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Alkohol im Altersheim

Was tut das Personal eines Altersheims, wenn es merkt, dass Bewohner trinken? Pflegeleiterin Linda Gotsmann vom Gustav Benz Haus in Basel verfolgt einen integrativen Ansatz. Artikel im Schweizerischen Beobachter.

Smartphones können erkennen, wann wir angetrunken sind

Ein Glas geht noch? Das weiss man nie sicher, wenn man anschliessend noch fahren will. Forscher wollen deshalb künftig per Smartphone angetrunkene Personen identifizieren – und warnen. Denn mit diesen liessen sich über Ganganalysen Rückschlüsse auf den Alkoholpegel des Besitzers ziehen. Artikel auf Spektrum.

Angepasstes Angebot Kontakt- und Anlaufstellen

Die Kontakt- und Anlaufstellen haben ihr Angebot angepasst. Eine laufend aktualisierte Liste von Infodrog gibt Auskunft über die Einschränkungen. Auf suchtindex.ch finden Sie eine Karte mit Spritzen-/Hygieneautomaten, bei denen steriles Konsummaterial bezogen werden kann.

Spanien führt Rauchverbot ein

In Spanien schnellen die Corona- Fallzahlen nach oben, die Regierung reagiert mit drastischen Massnahmen: Rauchen im Freien ist nur noch stark eingeschränkt erlaubt. Manche Forscher wollen es ganz verbieten. Artikel auf Spiegel Online

Games: Strengere Kriterien für Glücksspiel bei Alterseinstufung

Der Beirat der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat die Leitkriterien erweitert und „Glücksspiel“ als „eigenen Aspekt der Wirkungsmacht“ in seine Kriterien zur Beurteilung der Alterseinstufungen für Videospiele eingebunden.Die USK ist in Deutschland die verantwortliche Stelle für die Altersfreigabe von Videospielen. Die USK-Kennzeichnungen finden sich aber auch auf Spielen in der Schweiz oder Österreich, da für den deutschsprachigen Raum oft nur eine Version produziert wird, sie haben in diesen Ländern aber keine Gültigkeit. Mitteilung der USK, Artikel auf praevention.at.

Stadt Zürich: Stadtrat will die Suchtfachstelle Zürich weiterhin unterstützen

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Suchtfachstelle Zürich für die Jahre 2021 bis 2024 mit einem jährlichen, leistungsabhängigen Maximalbeitrag von 1 977 260 Franken zu unterstützen. Mitteilung der Stadt Zürich.

Angepasste Massnahmenpläne für die Strategien NCD und Sucht

Der Bundesrat befürwortet den Einsatz für die Prävention. Er hat die angepassten Massnahmenpläne für die Strategien Sucht (pdf, 49S.) und NCD (pdf, 54S.) heute zur Kenntnis genommen. Damit gehen die Strategien in die zweite Halbzeit der Umsetzung. Noch mehr als in der ersten Halbzeit werden Synergien genutzt – sowohl zwischen den Trägern und wichtigsten Akteuren wie auch zwischen den Bereichen Sucht, NCD und psychische Gesundheit. Zwischenevaluation der Nationalen Strategien. Artikel auf Spectra Online

Sucht verändert Wahrnehmung und Denken

Dass Suchtstörungen das Denken und die Selbsterkenntnis von Menschen negativ beeinflussen können, ist grundsätzlich schon lange bekannt. Angehörige erleben dies oft leidvoll über Jahre und sind erstaunt, wie ihr suchtkranker Partner, ihr Vater oder ihre Mutter die Welt sieht. Oft wirkt es so, als ob die Realität auf dem Kopf steht oder der Abhängige in einer ganz anderen Welt lebt, die kaum nachvollziehbar wirkt. Artikel auf addiction.de

Gefährlicher Drogenkonsum bei Jugendlichen

Am Sonntag sind zwei 15-Jährige in Zollikerberg ZH gestorben. Vermutlich waren Drogen im Spiel. Dominique Schori, Suchtexperte und Teamleiter der Drogenberatungsstelle Saferparty Streetwork, ordnet den Drogenkonsum bei Jugendlichen ein. Artikel auf blick.ch

Chemsex in der Schweizerischen HIV Kohortenstudie

Der Begriff Chemsex steht für ein weltweit zunehmendes Phänomen, welches den Sexualverkehr unter dem geplanten Einfluss von psychoaktiven Substanzen beschreibt und fast ausschliesslich von Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), praktiziert wird. Besonders häufig werden dazu Substanzen wie GHB/GBL, Mephedron, Ketamin, Methamphetamin, Poppers, Kokain und Amphetamin verwendet. Die vorliegende Arbeit hat nun innerhalb der HIV Kohortenstudie untersucht, wie und wo Chemsex stattfindet und wer davon am meisten betroffen ist. Artikel auf positivrat.ch

Ja zu Cannabis-Studien

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) befürwortet die Einführung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz. Wie der Nationalrat (Sommersession 2020) gibt sie grünes Licht für befristete Studien über den Konsum von Cannabis zu Genusszwecken. Wenn möglich soll für die Studien biologisch angebauter Hanf aus der Schweiz genutzt werden. (Infoset berichtete)

Covid-19-Pandemie und Tabakkonsum

Die Verbreitung des Coronavirus, die behördlichen Massnahmen sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen haben das Potenzial, den Tabakkonsum auch in der Schweiz zu verändern. Im fünften Briefing Paper von Sucht Schweiz werden diesbezügliche Erfahrungswerte und internationale Beobachtungen beschrieben und mögliche Szenarien für die kommenden Monate vorgestellt.

Neue Redaktionsleitung für das SuchtMagazin gesucht!

Für die Fachzeitschrift SuchtMagazin und die verschiedenen von Infodrog betreuten Webseiten sucht Infodrog ab 1. Januar 2021 einen Redaktor/eine Redaktorin 60% (w/m). Zum Inserat.

Was macht uns süchtig?

Was als guter Plan begann – ein Lebewesen zu sinnvollen Taten zu motivieren –, wurde durch Substanzen wie Alkohol und Nikotin zu einem Bug in unserem Gehirn: Drogen hacken unser Belohnungssystem. Und leider ist unser Gehirn extrem lernfähig. Auch bei der Sucht. Video von GehirnInfo (5 Min).

Faktenblatt Freizeitdrogenkonsum

Was sind die Konsumrealitäten von Freizeitdrogenkonsumierenden, welche Drug Checking oder Nightlife-Präventionsangeboten in Anspruch nehmen? Informationen finden Sie im aktuellen Faktenblatt (pdf, 2S.) von Infodrog.

Illegale Drogenherstellung als Umweltproblem

Laut einem Ende Juli veröffentlichten Aktionsplan der Europäischen Kommission werden in Europa jährlich Tonnen von chemischen Abfällen, die bei der Produktion synthetischer Drogen entstehen, illegal entsorgt und führt dadurch nicht nur zu Gesundheitsrisiken sondern auch zu Umweltschäden. Im neuen Aktionsplan (pdf, 17S.) stehen dabei u.a. verstärkte Sicherheitsmassnahmen in Bezug auf die illegale Produktion und den Vertrieb von Drogen im Mittelpunkt. Weiter geht es um mehr Präventionsarbeit sowie um die Reduzierung drogenbedingter Schäden. Beitrag auf praevention.at, Artikel auf Drugcom.

Mediensucht 2020

Im Herbst 2019 wurden Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern im Auftrag der Krankenkasse „DAK-Gesundheit“ zu ihrem Game- und Social-Media-Konsum befragt. Ziel war es, das elterliche Rollenvorbild und Kontrollverhalten sowie die Mediennutzung der Kinder und die durch sie erlebte elterliche Kontrolle zu erforschen. Im Kontext der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 folgte eine Wiederholung der Befragung, deren Ergebnisse Ende Juli 2020 vorgestellt wurden. Artikel auf Schau Hin. Kritischer Kommentar zur Studie auf Spiegel Online.

Nasenspray mit Suchtpotenzial

Jedes Jahr erstehen die Menschen in Deutschland rund 52 Millionen Sprühflaschen Nasenspray. Mehr als 20 Millionen Packungen mit dem Wirkstoff Xylometazolin verkauft allein der Marktführer. Deren Inhalt gelangt als feiner Nebel in die Nase: mit jedem Sprühstoß etwa 0,1 Milliliter. Das klingt nach wenig, doch Nasensprays mit Xylometazolin sind alles andere als harmlos. Artikel auf Spektrum.de

Impulse für ein gutes Lebensgefühl im Alter

Die neue Broschüre (pdf, 17S.) richtet sich an Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren. Sie bietet Ideen und Tipps für den Alltag, die Gesundheit und ein gutes Lebensgefühl fördern. Die verschiedenen Impulse möchten zum Nachdenken, zum Ausprobieren und zum Gespräch anregen. In der Broschüre finden sich zudem Hinweise auf Angebote in der Region und nützliche Adressen. Herausgeber ist Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit (OFPG)

Luzern: Zwei tote Jugendliche nach Drogenkonsum

Was vor ein paar Wochen ein schlimmer Verdacht war, hat sich nun bestätigt: In Luzern sind im Frühling zwei junge Menschen gestorben, weil sie Drogen und Medikamente genommen haben. Der gefährliche Mischkonsum hatte 2018 schon zwei anderen Jugendlichen das Leben gekostet. Artikel auf zentralplus, Artikel auf 20 Minuten,

Sucht und Gewalt

Eine Arbeitshilfe (pdf, 52S.) für Fachkräfte und Freiwillige im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen mit Schwerpunkten auf Sucht(selbst)hilfe und Gewaltberatung. Herausgeberin der Arbeitshilfe ist Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen

Die Themen der aktuellen Ausgabe (pdf, 9S.) sind: Schmerzmittelkonsum im Fussball und im Alltag; Suchtmittelkonsum und Suchthilfe in Zeiten der COVID-19-Pandemie; Länderspezifische Auswertungen und Trendanalysen zum Epidemiologischen Suchtsurvey.

Inkrafttreten totalrevidierte Verordnung über den Tabakpräventionsfonds (TPFV)

Die Totalrevision der Verordnung über den Tabakpräventionsfonds TPFV (pdf, 10S.) ist am 1. August 2020 in Kraft getreten. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Juni 2020 beschlossen. Diese Revision präzisiert die gesetzliche Grundlage, welche die finanzielle Unterstützung kantonaler Programme ermöglicht. Der erläuterne Bericht (pdf, 14S.) ist ebenfalls online zugänglich.

Jugendstudie: Hedonistische Mentalität auf dem Rückzug

In Deutschland wurde im Juli die jüngste "Sinus-Studie" präsentiert. Die qualitativ-empirische Bestandsaufnahme untersucht alle vier Jahre die Lebenswelten 14- bis 17-jähriger Teenager in Deutschland. Die Fragestellungen der neuen Studie mit dem Titel „Wie ticken Jugendliche?“ (pdf, 624S.) waren: Welche Themen sind der Jugendgeneration wichtig? Wie blicken die jungen Menschen in die Zukunft? Und nicht zuletzt: Wie kommen die Jugendlichen in der Ausnahmesituation der Corona-Krise zurecht? Mitteilung der Bundeszentrale für politische Bildung, Artikel auf Zeit Online.

Alkohol, psychoaktive Substanzen und Strassenverkehr

Im Rahmen des Projekts „Drive Clean“ wurde vom Institut Suchtprävention in Österreich eine Methodensammlung für Schulklassen und Gruppen in der außerschulischen Jugendarbeit erstellt. Die Inhalte dieser Sammlung sind angelehnt an den Workshop „Drive Clean“, der vom Institut Suchtprävention für oberösterreichische Fahrschulen angeboten wird.

Suchtmittelkonsum von SuchttherapeutInnen: Alles total geheim?

In der Suchthilfeforschung gibt es noch viele Tabus: TherapeutInnen, die in abstinenzorientierten Einrichtungen arbeiten, aber Abstinenz innerlich als alleiniges Therapieziel ablehnen; Therapeuten, die sich in ihre Patientinnen verlieben und die therapeutische Distanz nicht mehr wahren oder noch mehr; der eigene Konsum von Substanzen durch SuchttherapeutInnen. Dies ist nur eine kleine Auswahl, die zeigt, wie viel hier noch zu beforschen und zu klären ist. Artikel von Michael Klein auf addiction.de

Eltern und Erziehende in der Suchtprävention

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) hat zwei Ratgeber zur Suchtprävention aktualisiert und neu aufgelegt. Der Ratgeber „Kinder frühzeitig stärken“ (pdf, 17S.) und der Ratgeber (pdf, 28S.) „Kinder und Jugendliche vor riskantem Umgang mit Alkohol, Cannabis oder Handy schützen“ stehen zum Download bereit. Mitteilung der HLS.

Studie zur psychischen Gesundheit in der kinder- und hausärztlichen Versorgungspraxis

Bei Kindern und Jugendlichen sind psychische Probleme oft schwer zu erkennen. Um Ärztinnen und -ärzte, Eltern, Erziehungsberechtige und Jugendliche dafür zu sensibilisieren, hat die ZHAW zielgruppenspezifische Instrumente zum Thema erarbeitet.

Studie Psilocybin und Therapie bei Alkoholabhängigkeit

Zur Prüfung neuer medikamentösen Behandlungsmethoden bei Alkoholabhängigkeit ist die Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich aktuell auf der Suche nach Patienten und Patientinnen für eine Studie. Zum Inserat (pdf, 1S.).

"Wir können belegen, dass eine andere Drogenpolitik erfolgreicher ist"

Die alt Bundesrätin Ruth Dreifuss setzt sich seit Jahren für eine bessere Drogen-Politik ein. So müsse etwa die Beurteilung von Drogen überarbeitet werden. In einem Interview mit dem «Spiegel» erklärt sie am Wochenende: «Der Krieg gegen die Drogen ist voll und ganz gescheitert». Das Interview ist nur im Abo-Bereich zugänglich, Beitrag auf nau.ch zum Interview.

Wirkung von Cannabis war schon vor 250 Jahren Streitthema

Soll Cannabis zu medizinischen Zwecken legalisiert werden oder bleibt es eine illegale Droge? Dies wird seit Jahren in vielen Ländern diskutiert ‒ und ist doch schon wesentlich länger Streitpunkt als gedacht: Bereits im Mexiko des 18. Jahrhunderts warb der Priester und Wissenschaftler José Antonio Alzate y Ramírez für die heilende Wirkung der umstrittenen Pflanze – und legte sich dabei mit der spanischen Kolonialmacht und der Inquisition an. Artikel auf Konturen.

Fragwürdige PR von Philip Morris in der Schweiz zu IQOS

Alle Konsumentinnen und Konsumenten des IQOS in der Schweiz haben ein persönliches Werbemail des Tabakmultis erhalten, in welchen manipulativ behauptet wird, dass «wissenschaftliche Studien» gezeigt haben, «dass ein vollständiger Wechsel von herkömmlichen Zigaretten zum IQOS-System die Exposition Ihres Körpers gegenüber schädlichen oder potenziell schädlichen Chemikalien signifikant reduziert.» Philip Morris verschweigt jedoch, dass er ein geringeres Gesundheitsrisiko nicht nachweisen kann. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Jugendlicher Cannabiskonsum mit erhöhtem Risiko für Depressionen und Suizidalität verbunden

Eine Langzeitstudie legt nahe, dass der frühe Einstieg in den Cannabiskonsum das Risiko für Depressionen oder Suizidgedanken im Erwachsenenalter erhöht. Allerdings können Hengartner und sein Team von der Uni Zürich auch mit ihrer Längsschnittstudie nicht beweisen, dass Cannabis die Ursache für Depressionen und Suizidalität ist. Artikel auf Drugcom

Behandlung von Medikamentenmissbrauch

Auf Praxis Suchtmedizin ist das Kapitel Medikamente fertig überarbeitet und aktualisiert worden. Die Website richtet sich an Berufsgruppen der medizinischen Grundversorgung und bietet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen, die problematisches oder abhängiges Konsumverhalten zeigen.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Sommer 2020) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Die Corona-Krise als Herausforderung und Chance; Marketing in Krisenzeiten; Aromastoffe seit Mai in der EU verboten; Experiment Nichtrauchen in Zeiten von Covid-19; Welttag ohne Tabak im Zeichen des Jugendschutzes; Raucherinnen und Raucher: Vorsicht vor Covid-19.

Broschüren in Leichter Sprache: Shisha-Rauchen und Passiv-Rauchen

Was passiert beim Shisha-Rauchen? Wo rauchen wir passiv? – Antworten auf diese und zahlreiche andere Fragestellungen rund ums Shisha- und Passiv-Rauchen geben zwei neue Broschüren in Leichter Sprache. Die neuen Broschüren „Rauchen ist auch für andere riskant“ (pdf, 36S.) und „Shisha-Rauchen ist riskant“ (pdf, 28S.) sind online erhältlich. Weitere Broschüren in Leichter Sprache von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Jahresberichte

Analyse eines Bundesgerichtsurteils IV-Rente und Sucht

An einem Abhängigkeitssyndrom erkrankte Menschen haben nun die gleichen Chancen, eine IV-Rente zu erhalten, wie solche, die unter anderen psychischen Störungen leiden. Im Juli 2019 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung geändert. Dies erleichtert zudem die Aufgabe der mit Gutachten beauftragten Ärzte beim Bestimmen, ob eine Person das Recht auf eine solche Rente hat. Hinsichtlich der Umsetzung des Urteils bestehen jedoch nach wie vor Unsicherheiten. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung.

In Zürich werden mehr stärkere Drogen konsumiert

Die Drogenprüfer und -Berater von Saferparty Streetwork haben im vergangenen Jahr an ihren mobilen Ständen und im Drogeninformationszentrum insgesamt 2300 Substanzen getestet und 3700 Konsumentinnen und Konsumenten beraten. Dabei zeigte sich, dass mehr stärkere Drogen im Umlauf sind im Vergleich zu früheren Jahren; insbesondere beim Kokain, das reiner sei, und bei den Partydrogen MDMA und Speed. Beitrag auf SRF, Jahresauswertungen der einzelnen Substanzen auf Safer Party. Beitrag im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Verschreibung von Medikamenten mit Abhängigkeitspotential

Wie oft und in welchen Dosierungen werden Benzodiazepine, Z-Substanzen, Opioid-Analgetika und Antidepressiva über lange Zeiträume hinweg verordnet? Verändert sich im Laufe der Zeit die Häufigkeit der Langzeitverordnungen? Welche Patientengruppen sind anfällig für Medikamentenmissbrauch oder ‑abhängigkeit? Orientieren sich Ärztinnen und Ärzte bei der Verschreibung der Medikamente an den Empfehlungen der gängigen Leitlinien? Antworten gibt eine Studie der Universität Hamburg.

Stationäre Psychiatrie im Blickwinkel

2018 wurde die neue Tarifstruktur zur Finanzierung der Aufenthalte in der stationären Psychiatrie (TARPSY) eingeführt. Um einige Besonderheiten dieses neuen Abrechnungssystems aufzuzeigen, wurden die Spitaldaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass jeder dritte Pflegetag in der stationären Psychiatrie über den Tarif für depressive Störungen abgerechnet wird und 81% der Kosten in der stationären Psychiatrie zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) in psychiatrischen Kliniken entstehen. Bericht vom Bundesamt für Statistik BfS.

Glücksspiel - Faszination und Risiko

Worin liegt die Faszination des Glücksspiels? Welche negativen Folgen kann Glücksspiel für Direktbetroffene und Angehörige haben? Wie wird mit Glücksspielern in der Beratung gearbeitet? Ein Gespräch (pdf, 5S.) mit dem Sozialarbeiter Giacomo Bellotto von der Fachstelle Klick Luzern.

Mangelnde Regulierung der Online-Alkoholwerbung

Aus einem neu veröffentlichten Bericht mit dem Titel „Alkoholwerbung in der Europäischen Region der WHO“ (Englisch) passt sich in allen Teilen der Europäischen Region die Alkoholwerbung schneller an die neue Realität an als die aktuelle Gesetzgebung. Denn die Industrie nutzt bestehende digitale Plattformen gezielt zum Absatz ihrer Produkte auf einem weitgehend unregulierten Markt. In der Publikation wird erläutert, wie die Konsumenten durch innovative Methoden in der Online-Werbung gezielt zum Trinken animiert werden. Hiervon sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Medienmitteilung der WHO

Tramadol: Der böse Geist aus dem Tablettenkoffer

Tramadol, ein synthetisches Opioid, wird nach Operationen, bei Krebs oder chronischen Schmerzen verabreicht. Es ist billig und einfach zu bekommen, heute werden Generika, aber auch Fälschungen meist in Indien produziert. Eigentlich wirkt das Schmerzmittel eher beruhigend, doch in hohen Dosen eingenommen, kann es stark euphorisieren, ähnlich wie Heroin. So wurde es in Togo und auch in anderen Ländern West- und Nordafrikas und im Mittleren Osten neben Cannabis zu einer Droge der Wahl. Ein Bericht aus Togo von der FAZ

Ctrl – für Menschen mit einer Onlineabhängigkeit

Die sozialtherapeutische Einrichtung monbijou bern hat das Projekt «Ctrl – für Menschen mit einer Onlineabhängigkeit» lanciert. Die Angebote stehen allen erwachsenen Menschen mit einer Onlineabhängigkeit oder einem riskanten Internetverhalten offen. In Ausnahmefällen werden Aufnahmen von Betroffenen unter 18 Jahren sorgfältig geprüft.

Umfrage zum Alkoholkonsum während der Corona-Krise

Sucht Schweiz verantwortet den Schweizer Teil einer internationalen Umfrage von Universitäten in Dresden und Barcelona zur Veränderung des Alkoholkonsums während der Corona-Krise. Zur Umfrage (ca. 10 Minuten)

Suchtträume: Die vergessene Welt der Suchtkranken

Der Terminus „drug dreams“ wurde erstmals 2001 von Brian Johnson im Journal of the American Psychoanalytic Association verwendet. Johnson definierte Drogenträume als Träume, in denen mindestens eine Person „high“ wurde oder diese Person auf der Suche nach Drogen war beziehungsweise diese erwarb. Der Beitrag von Michael Klein plädiert in seinen Überlegungen dafür, Suchtträume – sowohl problem- als auch lösungsorientiert – stärker in der Behandlung von Suchtstörungen zu nutzen.

Stand der Tabakkontrolle in der Europäischen Region der WHO

Die WHO hat eine neue Reihe von Faktenblättern herausgegeben, aus denen hervorgeht, dass die Fortschritte bei der Verabschiedung und Durchsetzung von Strategien und Masnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums in Europa trotz vieler Erfolge nach wie vor uneinheitlich sind. Medienmitteilung der WHO.

Basel-Stadt: Monitoringbericht zur Umsetzung der kantonalen Suchtpolitik

Der elfte Monitoringbericht Sucht (pdf, 8S.) liefert Kennzahlen zur Nutzung des Suchthilfeangebots im Kanton Basel-Stadt im Jahr 2019 in den Bereichen Therapie und Schadensminderung und gibt einen Überblick zu den kantonalen Aktivitäten im Bereich der Prävention und Repression. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements.

Chur: Eine der grössten offenen Drogenszenen der Schweiz

Der Churer Stadtpark gilt als eine der grössten offenen Drogenszenen der Schweiz. Wo andere möglichst wegschauen, haben Milena Burch und David Marbach umso genauer hingesehen. Entstanden ist eine Video-Reportage (22 Min.) mit jenen Menschen im Fokus, die sonst eher am Rand der Gesellschaft stehen. Artikel auf Südostschweiz

Cannabis - Rund jeder Fünfte entwickelt Substanzgebrauchsstörung

Eine aktuelle australische Meta-Analyse hat sich dem Thema Cannabisabhängigkeit gewidmet und insgesamt 21 Studien – die meisten von ihnen aus den USA - der letzten zehn Jahre näher betrachtet. Demnach weisen 22 Prozent der Cannabiskonsumierenden eine so genannte „Substanzgebrauchsstörung“ vor, also ein Konsumverhalten, das mit Problemen verbunden ist. Artikel auf Drugcom.

Diaphin-Mitgaben: Zweite Umfrage in HeGeBe-Zentren gestartet

Eine Sonderregelung des BAGs erlaubte während der Coronakrise mehr Mitgaben von Diaphin. Nun startet die Arud eine zweite Befragungsrunde zu den diesbezüglichen Erfahrungen, an der sich möglichst viele weitere Zentren beteiligen sollen. Die Laufzeit für Einschlüsse ist bis Ende August. Mitteilung der Arud

Aktualisiertes Angebot der Kontakt- und Anlaufstellen

Die Kontakt- und Anlaufstellen in der Schweiz haben ihr Angebot aufgrund des von Covid-19 angepasst. Die aktualisierte Liste (pdf, 12S.) von Infodrog gibt Auskunft über die neuen Öffnungszeiten.

Methodensammlung Glücksspiel

In dieser Sammlung (pdf, 27S.) der Aktion Jugendschutz Bayern finden sich hauptsächlich bewährte Methoden der Suchtprävention, welche mit spezifischen Aspekten zu dem Thema Glücksspiel erweitert wurden. Gerade in Anbetracht der hohen Teilnahme von Jugendlichen an Glücksspielen, der erheblichen Suchtgefahren, die von diesen „Spielen“ ausgehen und den gravierenden Folgen für Spielsüchtige ist es wichtig, neben der allgegenwärtigen Werbung, Heranwachsenden auch einen kritischen Blick auf Glücksspiele zu ermöglichen.

Deutschland verbietet weitgehend Tabakwerbung - die Schweiz wird zur Werbeinsel

Nach jahrelangen Debatten hat der Deutsche Bundestag die Werbebeschränkungen für Tabakprodukte erheblich verschärft. Die Schweiz wird damit in Europa zur einsamen Insel mit liberaleren Werbevorschriften. Artikel der NZZ.

Newsletter Infodrog

Der Juli-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist erschienen.

laut & leise: Schlaf- und Beruhigungsmittel

Schlaf- und Beruhigungsmittel können in schwierigen Lebenssituationen hilfreich sein. Doch sie bergen auch eine Gefahr, denn sie machen rasch abhängig. In der Schweiz geht man von 200'000 Menschen mit problematischem Konsum aus. In dieser Ausgabe wird das Phänomen umfassend beleuchtet, es werden Alternativen zu Schlaf- und Beruhigungsmittel aufgezeigt und Präventionsangebote zur Sensibilisierung vorgestellt. Das aktuelle Magazin (02/2020, pdf, 20S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich steht zum Download bereit.

COVID-19 und Freizeitdrogenkonsum

Von Mitte April 2020 bis Ende Mai 2020 hat Infodrog in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachstellen Freizeitdrogenkonsumierende befragt, welche Auswirkungen die COVID-19-Pandemie auf ihr Konsumverhalten und den illegalen Drogenmarkt hat. Die Befragung zeigt auf, dass der Einfluss von COVID-19 deutlich geringer gewesen zu sein scheint, als dies Mitte März noch befürchtet wurde. Lesen Sie mehr dazu im nachfolgenden Schlussbericht (pdf, 15S.) von Infodrog.

Niederlande: Rauchfreie Generation 2040

Die niederländische Regierung treibt ihren Präventionsplan für eine „Rauchfreie Generation 2040“ weiter voran. Seit dem 1. Juli dürfen Zigaretten- und Tabakpackungen nicht mehr sichtbar in Supermärkten platziert werden. Darüber hinaus gelten von nun an die gewöhnlichen Rauchverbote an öffentlichen Plätzen auch für den Genuss von E-Zigaretten. Beitrag auf NiederlandeNet der Universität Münster.

Deutschland: Weitreichendes Werbeverbot für Tabak beschlossen

Nach jahrelangen Diskussionen hat der Bundestag die Werbung für das Rauchen in Deutschland weiter eingeschränkt. Der Parlamentsbeschluss untersagt ab dem kommenden Jahr Kinowerbung fürs Rauchen, wenn der jeweilige Film für Unter-18-Jährige freigegeben ist. Auch das Verteilen von Gratisproben ist künftig ausserhalb von Fachgeschäften verboten. Ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Aussenflächen wie Plakatwänden oder Haltestellen - wenn auch zunächst einmal nur für herkömmliche Tabakprodukte. Für Tabakerhitzer greift das Außenwerbeverbot ab dem Jahr 2023, ein Jahr später ist dann auch die Aussenwerbung für E-Zigaretten verboten. Allerdings muss der Bundesrat dem Gesetztesentwurf (pdf, 20S.) noch zustimmen. Artikel auf Spiegel Online.

Wie suchtkranke Eltern das Leben ihrer Kinder beeinflussen

Kinder von Suchtkranken haben nicht nur einen schweren Start ins Leben, sie entwickeln auch häufiger psychische Erkrankungen. Betroffene erzählen. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Strafurteile im Jahr 2019

Im Jahr 2019 wurden 14.773 Urteile gegen Minderjährige gefällt, 6% mehr als im Vorjahr. Die Tendenz ist sowohl bei den Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (+10%) als auch bei den Straftaten nach dem Strassenverkehrsgesetz (+13%) und dem Betäubungsmittelgesetz (+3%) steigend. Ein starker Anstieg ist vor allem bei Urteilen im Zusammenhang mit Drogenhandel zu beobachten. Dies geht aus der neuesten Strafurteilsstatistik Jugend- und Erwachsenenstrafurteile im Jahr 2019 (pdf, 16S.) des Bundesamts für Statistik hervor. Medienmitteilung des Bundesamts.

SafeZone.ch – Nutzungszahlen 2019

Rund 800 Personen haben 2019 ein Beratungsangebot von SafeZone.ch in Anspruch genommen. Die Anfragen betrafen zumeist Alkohol, Verhaltenssüchte, Cannabis und Kokain. Weitere Auswertungen im aktuellen Factsheet (pdf, 3S.) von Infodrog.

Deutschland: Suchtmittelkonsum junger Menschen

Der neue Bericht zur Drogenaffinität Jugendlicher in Deutschland (pdf, 99S.) zeigt insgesamt positive Entwicklungen. Der Anteil Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren, die rauchen, ist mit 5,6 Prozent auf einem neuen, historisch niedrigen Stand – ebenso rauchen mit 21,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen so wenige wie nie zuvor seit Beginn der Befragungsreihe. Besorgniserregend ist, dass nach wie vor insgesamt zu viele junge Menschen bis zum Alkoholrausch trinken. Hier ist verstärktes gemeinsames Präventionsengagement erforderlich. Beim Konsum von Cannabis ist erneut ein Anstieg zu beobachten. Medienmitteilung der BZgA, Faktenblatt (pdf, 6S.) zu den Ergebnissen. Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Den Tabakkonsum hinter uns lassen

Die neueste Ausgabe (Englisch, pdf, 133S.) des Public Health Panorama befasst sich mit der Forcierung der Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) und dessen Beitrag zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Region der WHO. Medienmitteilung der WHO.

Wie Ecstasy die Leber und das Herz schädigen kann

Der Ecstasy-Wirkstoff MDMA wird überwiegend in der Leber vom Körper abgebaut. Bei manchen Menschen können schon vergleichsweise geringe Dosen Ecstasy Leberschäden verursachen, bis hin zum akuten Leberversagen. Artikel auf Drugcom. Ein weiter Artikel auf Drugcom diskutiert ob Ecstasy lebensbedrohliche Herzschäden verursachen kann.

Werbung für Online-Casinos nimmt zu

Die aggressive Werbung der Online-Casinos stösst Suchtexperten zwar sauer auf. Laut Mediafocus stieg die Glückspiel-Werbung im April 2020 um 50 Prozent verglichen mit Dezember, dem besten Monat 2019. Über 60 Prozent dieser Werbung war für Online-Casinos, der Erfolg der Anbieter ist aber bescheiden. Beitrag in ECO auf SRF.

Cannabis vom Arzt soll möglich werden

Der Bundesrat möchte den Zugang zu Behandlungen mit Medizinalcannabis erleichtern. An seiner Sitzung vom 24. Juni 2020 hat er die Botschaft über die Änderung des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) zuhanden des Parlaments verabschiedet. Diese Änderung sieht vor, dass sich Patientinnen und Patienten Behandlungen auf Cannabisbasis direkt ärztlich verschreiben lassen können, ohne dass beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Ausnahmebewilligung eingeholt werden muss. Medienmitteilung vom Bundesrat, Artikel auf NZZ Online

Jahresberichte

Geld- und Glücksspiel in der Covid-19-Pandemie

Online-Geldspiele sind im Zuge der Corona-Pandemie wichtiger geworden. Die massive und teils aggressive Werbung verleitet zum Spiel, das online ohne soziale Kontrolle Tag und Nacht verfügbar ist. Das neue Briefing Paper von Sucht Schweiz ist online erhältlich.

Weltdrogentag: «Better knowledge for better care»

Der Slogan des diesjährigen Weltdrogentages vom 26. Juni – «Better knowledge for better care» – lässt aufhorchen. Hiess es 2011 noch «Say No!», so ist in den letzten Jahren eine deutlich akzeptierendere Haltung festzustellen gegenüber der Tatsache, dass Drogenkonsum ein Teil der Gesellschaft ist. Doch um die Versorgungssituation von Konsumierenden effektiv zu verbessern, braucht es eine andere Drogenpolitik: weg von der Kriminalisierung hin zur Regulierung von Substanzen. Medienmitteilung der ARUD. Weitere Informationen zum Weltdrogentag sind auf den Seiten der UNODC zugänglich.

Studie zur Wirksamkeit, Sicherheit und Toxikologie von E-Zigaretten

Für die ESTxENDS Studie werden rauchende Probanden und Probandinnen von nikotinhaltigen E-Zigaretten gesucht. Ziel der Studie ist die Effektivität, Sicherheit und Verträglichkeit von nikotinhaltigen E-Zigaretten zur Tabakentwöhnung prüfen. Die Studie wird von der Uni Bern organisiert. www.estxends.ch

Weltdrogenbericht

Laut dem jüngsten Weltdrogenbericht der UNODC, konsumierten 2018 weltweit rund 269 Millionen Menschen Drogen, das sind 30 Prozent mehr als 2009. Mehr als 35 Millionen Menschen leiden weltweit von den Folgen ihres Drogenkonsums. Cannabis ist weiterhin die am häufigsten konsumierte illegale Droge weltweit, Opioide richteten am meisten Schaden an. Im Bericht wird davor gewarnt, dass der wirtschaftliche Abschwung im Zuge der Corona-Pandemie mit vermehrtem Drogenkonsum einhergehen könnte, insbesondere vulnerable Gruppen sind betroffen. Medienmitteilung der UNODC

Cannabis & Co.: Staatliche Kontrolle statt organisierte Kriminalität

Welche Auswirkungen hat unsere heutige Drogenpolitik? Wie beeinflusst die geltende Gesetzgebung die Produktion, den Verkauf und den Konsum von Cannabis und anderen Substanzen? Und welche Möglichkeiten für eine progressivere Drogenpolitik gäbe es? Online-Referat (40 Min) von Michael Herzig in der ARUD vom 24. Juni 20.

Human Enhancement - Was hat das mit Sucht zu tun?

An der SuchtAkademie 2019 wurde das Thema Sucht in der Welt des optimierten Menschen betrachtet. Welche ethischen Fragen stellen sich dabei? Was sind die Folgen von Human Enhancement für Mensch und Gesellschaft? Welche Schnittstellen entstehen für die Akteure der Verwaltung, der Suchthilfe, der Wirtschaft und der Fachwelt? Der Abschlussbericht (pdf, 9S.) und eine Synthese des Abschlussberichts (pdf, 2S.) sind online erhältlich.

Problematisches Computerspielen und Computerspielstörung

Das vorliegende Papier (pdf, 23S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS ist Ergebnis einer Diskussion unterschiedlicher Fachdisziplinen und Institutionen mit dem Auftrag das problematische Computerspielen und die Computerspielstörung nach dem ICD 11 („Gaming Disorder“) aus dem jeweiligen Kenntnisstand zu erfassen und damit Interessierten einen Überblick zu erleichtern.

Auswirkungen von COVID-19 auf den Drogenkonsum

Um einen Einblick in die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie für drogenkonsumierende Menschen in Europa zu haben, hat die Europäische Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) eine Studie in Auftrag gegeben, um die aktuelle Situation zu untersuchen. Dieses Briefing gibt eine Momentaufnahme zum aktuellen Stand der Dinge in Bezug auf die Auswirkungen von COVID-19 auf die Drogenkonsummuster und drogenbedingte Schäden in der Frühphase der Pandemie.

Die COVID-19-Pandemie als Nährboden für Süchte

Aus früheren Epidemien ist bekannt, dass der damit verbundene Stress Suchtverhalten und riskanten Alkohol- oder Tabakkonsum fördern kann. Erste Studien aus Deutschland zeigen, dass diese Gefahr auch heute besteht. Hilfen für Gefährdete sollten daher frühzeitig implementiert werden. Artikel im deutschen Ärzteblatt.

Stellenausschreibung BAG

Das Bundesamt für Gesundheit sucht einen Projektleiter / eine Projektleiterin für die Strategie Sucht. Zur Ausschreibung.

Drogenkonsum nach dem Lockdown

Am 15. März gab die niederländische Regierung in einer Pressekonferenz den Lockdown bekannt. In der Woche nach der Ankündigung des Lockdowns wurde eine Studie zum Drogenkonsum mittels Abwasseranalyse durchgeführt. In dieser einzigartigen Situation war es möglich den Konsum in Abwesenheit von Touristen und ohne öffentliches Nachtleben messen. Artikel im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Österreich: Suchtmittelkriminalität

Die Anzahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz ist im Vergleich zum Jahr zuvor um 5,6 Prozent auf insgesamt über 43.000 angestiegen. Dies bedeutet einen neuen Höchststand. Zurückzuführen ist dies vor allem auch auf eine starke Kontrolltätigkeit der Polizei. Medienmitteilung und Lagebericht Suchtkriminalität des Bundesministeriums für Inneres

Aromatisierte Zigaretten verbieten

Nationalrat Benjamin Roduit (CVP/VS) hat, zusammen mit Ratskollegen und -kolleginnen aus allen Fraktionen, eine Motion für ein Verbot von Tabakaromen und -zusatzstoffen eingereicht. Aromen in Tabak- und Nikotinprodukten sind Lockmittel für Jugendliche und sorgen dafür, dass sie die Gesundheitsrisiken unterschätzen. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Modell zur Zusammenarbeit mit Eltern

Wie sollen Fachpersonen der Prävention und Beratung mit Anfragen von Eltern zum Thema Onlinesucht umgehen? Zusammenen mit der Groupement Romand d'études des addictions GREA hat der Fachverband Sucht ein Modell (pdf, 4S.) zur professionellen Zusammenarbeit mit Eltern entwickelt.

Alkoholfrei leben: Kein Bier vor vier - und auch keins danach

Sekt zum Empfang, Wein zur Pasta - es gibt viele Anlässe, Alkohol zu trinken. Und genauso viele, damit aufzuhören. Bloss macht es kaum jemand. Ein Podcast auf Spiegel Online.

Future Skills

Die Zukunft scheint so ungewiss wie schon lange nicht mehr. Eltern und das Bildungswesen, welche Kinder und Jugendliche «fit für die Zukunft» machen sollen, sind besonders herausgefordert. Während über Jahrzehnte von mehr Wohlstand, Fortschritt und Freiheit ausgegangen wurde, scheint die Zeit der Linearität endgültig vorbei. Die neue Studie Future Skills vom Gottlieb Duttweiler Institute entwirft vier Szenarien für das Jahr 2050 und leitet davon ab, welche Fähigkeiten für diese Zukünfte notwendig sind.

Pubertät und Lebenskompetenzen

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 16S.) des Präventionsmagazins „fortyfour“ beschäftigt sich mit dem Thema „Pubertät und Lebenskompetenzen“: Ob es die allgegenwärtige Corona-Krise ist, die Adoleszenz oder andere kritische (Übergangs)Phasen im Leben eines Menschen: Die Fertigkeiten, die uns befähigen, effektiv mit Herausforderungen umzugehen und die Aufgaben des täglichen Lebens gut zu meistern, sind besonders in Krisenzeiten gefragt. Herausgeber ist das Institut Suchtprävention in Oberösterreich.

MonAM: Monitoring-System Sucht und NCD

Die MonAM-Website präsentiert die Kennzahlen zu den Themen nichtübertragbare Krankheiten (NCD) und Sucht. Aktuelle Daten aus verlässlichen Quellen können interaktiv eingesehen werden. Derzeit sind 101 von 115 Indikatoren online verfügbar. Anfangs Juni sind 10 neue Indikatoren hinzugekommen.

Legaler CBD-Hanf: Capitalize It!

Mit dessen Legalisierung hofften nicht nur viele Leidende auf Linderung, sondern auch geschäftstüchtige Unternehmer auf satte Gewinne. Wie bei den medizinischen Anwendungen waren auch den Vermarktungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt: Berghof-Bio-Hanfkäse, Hanf-Bratwurst, Hanf-Bier, Hanf-Limo. Doch der Boom ging längst nicht für alle gut aus. Artikel in der Republik.

Leitlinien zum Umgang mit der Vielfalt in der Suchtarbeit

Die Leitlinien zum Umgang mit der Vielfalt in der Suchtarbeit von Infodrog wurden überarbeitet und durch neue Links ergänzt. Aktualisiert sind der Allgemeine Teil mit Informationen zum Thema Diversität sowie die Themenblätter «Herkunft, Migrationshintergrund» und «Somatische Zusatzerkrankungen und psychische Komorbiditäten». Neben kurzen Informationen enthalten die Dokumente viele weiterführende Links als auch konkrete Hinweise zur Verankerung der verschiedenen Diversitätsthemen im Qualitätsmanagementsystem.

Kanton Zürich will Verkaufsverbot für E-Zigaretten an Jugendliche

Eine Motion der EVP fordert, dass für E-Zigaretten die gleichen Vorgaben wie bei Tabakwaren gelten sollen. Zurzeit gibt es dafür keine Verkaufsbeschränkung. Der Regierungsrat hat nun zwei Jahre Zeit, die Forderung in einer Gesetzesrevision umzusetzen und diese dem Parlament vorzulegen. Artikel auf 20 Minuten, Motion Kantonsrat.

Teenager-Kicks: Die unterschiedliche Entwicklung von Drogenkonsum, Trunkenheit und kriminellem Verhalten

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung von Drogenkonsum, Trunkenheit und kriminellem Verhalten in der Adoleszenz. Hauptziel der Studie ist es, das Wissen darüber zu verbessern, wie und warum sich diese drei Verhaltensweisen entwickeln, und zur Entwicklung einer Theorie beizutragen, die in der Präventionspolitik und -praxis Anwendung finden kann. Beispielsweise zeigten Drogenkonsum und Trunkenheit im Vergleich zu kriminellem Verhalten im Laufe der Zeit weniger stabile Muster als erwartet. Bei kriminellem Verhalten bestand ein höheres statistisches Risiko für späteren Drogenkonsum und Trunkenheit, aber nicht umgekehrt. Die Arbeit (pdf, 176S., Englisch) von Rusell Turner ist online zugänglich.

Alkohol-Warnhinweise: Die meisten Länder hinken bei der Förderung gesünderer Entscheidungen hinterher

Die Etikettierung von alkoholischen Getränken, eine von der WHO empfohlene Praxis, ist in vielen Ländern Europas nicht obligatorisch. Der neue Synthesebericht des Health Evidence Network (HEN) über die Etikettierung von Alkohol untersucht die verschiedenen Arten der Etikettierung von alkoholischen Getränken und zeigt verschiedene politische Optionen auf. Medienmitteilung der Weltgesundheitsorganisation (auf Englisch).

Deutschland: Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik

Am 1. Juni 2020, startete die Initiative mybrainmychoice die Petition „Es ist Zeit für eine grundlegend neue Drogenpolitik“. Die Initiantinnen von my Brain my Choice sind der Ansicht, dass dem Versagen der deutschen Drogenpolitik endlich mit der Anerkennung wissenschaftlicher Erkenntnisse und der sozialen Realität begegnet werden muss. Sie fordern die Verantwortlichen der Bundesregierung auf, eine transdisziplinäre und unabhängige Kommission mit der Erstellung eines Konzepts für eine zeitgemäße Drogenpolitik zu beauftragen und dieses umgehend umzusetzen.

Online-Symposium "E-Zigaretten"

Die Vorträge des Online-Symposium (vom 27. Mai 2020) "Zwischenbilanz E-Zigarette: Was wir wissen, müssen" sind online auf YouTube zugänglich. Hochrangige Suchtforscher, Ärzte und Gesundheitspolitiker trugen ihre aktuellen Erkenntnisse zur E-Zigarette vor und diskutierten sie kontrovers.

Global Drug Survey: Erste Ergebnisse

Was macht die Corona-Krise mit Menschen, für die Alkohol, MDMA und weitere Drogen alltäglich sind? Erste Ergebnisse der weltweit grössten Drogenumfrage zeigen einen Wandel. Der Alkoholkonsum steigt leicht. Etwa 40 Prozent der Teilnehmerinnen berichtete, an mehr Tagen in der Woche Alkohol zu trinken als zu Vor-Corona-Zeiten. Etwa jeder Fünfte gab an, wenn er trinkt, mehr als fünf alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Etwa ein Viertel der Befragten gab an, im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit seltener Alkohol zu konsumieren. Ähnlich häufig berichteten Befragte, dass sie seltener grössere Mengen Alkohol tranken. Artikel auf Zeit Online.

St. Gallen: Immer mehr Spielplätze werden rauchfrei

Kinder vor Passivrauchen schützen: Immer mehr St.Galler Gemeinden machen ihre Spielplätze rauchfrei. Zwar gibt es im Kanton keine gesetzliche Grundlage dafür, die Verbotsschilder würden dennoch wirken und hätten eine sensibilisierende Wirkung. Artikel auf FM1

Warum ist Alkohol in der Schwangerschaft gefährlich?

In 90 Sekunden wird erklärt, warum schon geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft gefährlich sind und welche Risiken und Konsequenzen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft für das Ungeborene mit sich bringt. Ein Video der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen.

Hepatitis soll in das nationale HIV-Programm integriert werden

Der Nationalrat hat JA gesagt zu einer Motion (19.3743) von Ständerat Damian Müller, die die Integration von Hepatitis in das nächste nationale HIV-Programm fordert. Damit folgt die grosse Kammer dem Ständerat, der den Vorstoss schon im Herbst angenommen hat. Hepatitis Schweiz ist erfreut und sieht dies als einen grossen Schritt in Richtung Elimination dieser gefährlichen Viruserkrankung. Mitteilung von Hepatitis Schweiz

Factsheet Kontakt- und Anlaufstellen in der Schweiz

Wie viele Personen besuchen täglich die Konsumräume in der Schweiz? Welche Substanzen werden dort konsumiert? Und welchen Beitrag leisten niederschwellige Kontakt- und Anlaufstellen zur öffentlichen Gesundheit und Sicherheit? Das Factsheet (pdf, 2S.) von Infodrog in Zusammenarbeit mit den Kontakt- und Anlaufstellen gibt Antworten auf diese und weitere Fragen.

Für den Schulunterricht: «Gras im Kopf»

Die im Film porträtierten Jugendlichen geben individuell und differenziert Auskunft zu ihren positiven wie negativen Erfahrungen mit Kiffen, wann sie zum ersten Mal konsumierten, ob sie es in der Gruppe oder alleine tun, wie sie das «High-Sein» erleben Der Film eignet sich für den Einsatz in der Schule (9. Schuljahr) und die Jugendarbeit. Er will Jugendliche dazu anregen, das eigene Konsumverhalten oder jenes ihrer Freunde kritisch-konstruktiv zu reflektieren. Erhältlich bei Akzent Luzern.

Empfehlungen für Opioidagonistentherapie (OAT) bei Opioidabhängigkeits-Syndrom

Ab sofort stehen die neuen evidenz-basierten medizinischen Empfehlungen (pdf, 115S.) zur Behandlung einer Abhängigkeit von Opioiden auf deutsch bei der schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) online zur Verfügung.

Grünes Licht für Cannabis-Versuche

Der Nationalrat hat am Dienstag zum Start der Sommersession einem Experimentierartikel zugestimmt. Das Vorhaben unterstützt haben FDP, Grünliberale, ein Drittel der Mittefraktion sowie SP und Grüne. Sie erhoffen sich von dem Artikel, neue Zugänge zu finden, um das Problem des illegalen Cannabis-Konsums in den Griff zu bekommen. In der Gesamtabstimmung passierte die Vorlage mit 113 zu 81 Stimmen die grosse Kammer. Das Geschäft geht nun an den Ständerat. Artikel der NZZ. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum geplanten Experimentierartikel diskutiert der Tagesanzeiger. Wort- und Videoprotokoll der Debatte. (Infoset berichtete)

Tabakmultis schnappen sich unsere Kinder, die Politik schaut zu

Immer mehr Staaten verbieten bunte und aromatisierte Zigaretten oder E-Zigaretten. Anders die Schweiz. In 24 Kantonen darf man sogar Kindergärtlern E-Zigaretten verkaufen. Artikel von Luciano Ruggia, seit Januar 2020 Direktor der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz, auf NZZ Online.

Warum junge Menschen immer weniger Alkohol trinken

In Deutschland und vielen anderen wohlhabenden Ländern der Welt trinken Jugendliche immer weniger Alkohol. Warum ist das so? Bislang wurde noch keine eindeutige Antwort darauf gefunden. Möglicherweise sind es mehrere Gründe, wie eine Interview-Studie mit jungen Menschen aus Schweden vermuten lässt. Artikel auf drugcom.de

E-Zigaretten: Nahrung für feindliche Bakterien

Vor den Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten warnen Mediziner immer wieder. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass der Rauch solcher E-Zigaretten die Bakterien im Mund relativ schnell negativ verändern kann – wodurch das Risiko für Zahnfleischerkrankungen bis hin zu Mundkrebs steigt. Artikel auf ORF.at, Beitrag auf 20 Minuten.

Welche Auswirkungen hat COVID-19 auf den EU-Drogenmarkt?

Diese gemeinsame Veröffentlichung der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol analysiert die Auswirkungen der Pandemie auf den Markt der wichtigsten Drogen (Cannabis, Heroin, Kokain, Amphetamine, NPS), einschliesslich Nachfrage, Produktion, Handel und Verfügbarkeit. Die Studie berichtet über höhere Preise, lokale Engpässe und eine geringere Reinheit einiger Drogen und stellt fest, dass die Gewalt zwischen Lieferanten und Vertreibern anhält. Medienmitteilung der EBDD.

Covid-19: Global Drug Survey

Drogen waren auch vor der Pandemie Alltag. Die Krise könnte das verändern. Der aktuelle Global Drug Survey fragt danach, wie sich COVID-19 auf Ihren Alltag, Ihr Wohlbefinden, Ihre psychische Gesundheit, Ihre Beziehungen und Ihren Substanzkonsum ausgewirkt hat. Die Teilnahme an der Spezialausgabe der Umfrage dauert ca. 15 Minuten wenn Sie lediglich Alkohol trinken und ca. 10 Minuten länger, falls Sie noch andere psychoaktive Substanzen konsumieren. Der Global Drug Survey ist die weltweit grösste, unabhängige Drogenumfrage. www.globaldrugsurvey.com

Für ein paar Franken riskieren Drogenschmuggler ihr Leben

Die Nachfrage nach Kokain ist in der Schweiz riesig. Und den Drogenkartellen ist bei der Versorgung jedes Mittel recht. Kuriere wie Raoul Fernandez sind für sie die Fusssoldaten. Artikel auf NZZ Online.

Drug Checking in Olten

Die Suchthilfe Ost lanciert in Zusammenarbeit mit der Stiftung CONTACT Mitte Juni in Olten für sechs Monate ein Drug-Checking-Pilotprojekt – das erste solche Angebot im Raum Mittelland. Mitteilung von Contact Suchthilfe

Online-Geldspiele: Eine Problematik mit wachsender Relevanz

Eine neue Studie von Sucht Schweiz und dem GREA wirft ein Schlaglicht auf die Online-Geldspiele und die Spielenden kurz vor der Öffnung des Online-Geldspielmarktes. Es zeigt sich, dass die Personengruppen, die online resp. offline spielen, sich wenig überschneiden. Rund 10 % der Online-Spielenden haben Probleme damit, die 18- bis 29-Jährigen sind überdurchschnittlich betroffen. Zudem sind die Grenzen zwischen Online-Geldspielen und E-Games mehr und mehr fliessend, was für junge Menschen problematisch sein kann. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Welttag ohne Tabak am 31. Mai 2020

Im Zentrum des diesjährigen WHO-Welttags ohne Tabak steht der Schutz der Jugendlichen vor Tabak. Junge Menschen sollen erst gar nicht in den Nikotinkonsum einsteigen. Wer vor Mitte zwanzig anfängt regelmässig zu rauchen, riskiert mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Nikotinabhängigkeit, hält die WHO fest. Zahlen für die Schweiz zeigten: 87% der Rauchenden fangen bis und mit 20 Jahren mit dem täglichen Tabakkonsum an, Medienmitteilung von Sucht Schweiz. Es gilt die Kinder und Jugendlichen vor den Manipulationsversuchen der Tabakindustrie zu schützen, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Berlin: Drug-Checking-Projekt vor Start

Beim Drug Checking können Drogenkonsumenten Substanzen auf Verunreinigungen untersuchen lassen - und so Überdosierungen vermeiden. Was in anderen Ländern längst funktioniert, stößt in Deutschland bisher auf Widerstand. In Berlin soll das Projekt aber schon bald starten. Artikel auf ntv

Weltnichtrauchertag vom 31. Mai 2020: Die Jugend schützen

Das diesjährige Thema ist der Schutz der jüngeren Generationen mit besonderem Augenmerk auf folgenden Aspekten: „Schutz der Jugend vor Manipulationen durch die Tabakindustrie und Bewahrung der Jugend vor Tabak- und Nikotinkonsum“. Mitteilung der WHO. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai 2020 hat das Deutsche Krebsforschungszentrum ein Factsheet (pdf, 5S.) herausgegeben, das die Notwendigkeit verdeutlicht, dass zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland ein umfassendes Werbeverbot für Tabakerzeugnisse und E-Zigaretten eingeführt werden muss.

Finnlands Erfolge im Kampf gegen E-Zigaretten

Finnland hat bewiesen, dass es möglich ist, die Zahl der Raucher zu verringern, ohne gleichzeitig einen Anstieg bei der Zahl der E-Zigaretten-Nutzer zu verzeichnen – ein Problem, das in den letzten Jahren für die Akteure im Kampf gegen den Tabakkonsum zu einem Dilemma der öffentlichen Gesundheit geworden ist. Medienmitteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Wie erkläre ich’s meinem Kind? - Was eine Sucht ist

Manche Kinder wissen aus eigener Erfahrung, wie es ist, süchtig zu sein. So unterschiedlich auch die Dinge sind, von denen wir abhängig werden können: Es gibt Gemeinsamkeiten – beim Weg hinein und wieder heraus. Artikel und Podcast (5 Min.) der FAZ.

Online-Symposium "E-Zigaretten"

Dieses Online-Symposium (27. Mai 2020 von 09:00 bis 13:00 Uhr) "Zwischenbilanz E-Zigarette: Was wir wissen, müssen" will die fundierte Debatte um Chancen und Risiken der E-Zigarette befördern. Hochrangige Suchtforscher, Ärzte und Gesundheitspolitiker tragen ihre aktuellen Erkenntnisse zur E-Zigarette vor und diskutieren sie kontrovers. Themen werden unter anderem sein, wie Ansätze zur Risikoabschätzung der E-Zigarette aussehen können, welche Rolle die E-Zigarette im Kontext des betrieblichen Gesundheitsmanagement hat und welches Potenzial in der Tabakentwöhnung.

Jugendliche probieren in keinem Land häufiger Cannabis als in der Schweiz

Dies zeigen Befragungen in ganz Europa. In der Schweiz die 14- und 15-Jährigen zum Thema Cannabis befragt. Von diesen gaben in der Schweiz 27 Prozent der Knaben und 17 Prozent der Mädchen an, bereits einmal Cannabis probiert zu haben. 13 Prozent der Knaben und 8 Prozent der Mädchen taten dies in den letzten 30 Tagen vor der Befragung. Regelmässig gekifft (mindestens drei Mal) haben in diesem Zeitraum wiederum rund 8 Prozent der Knaben und gut 4 Prozent der Mädchen. Artikel im Tagesanzeiger.

Leitfaden zum Thema Alkoholkonsum unterstützt ÄrztInnen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer einen neuen Leitfaden zum Thema Alkoholkonsum entwickelt. Der Leitfaden unterstützt Ärztinnen und Ärzte (pdf, 64S.) dabei, Gespräche zum Thema Alkohol mit Patientinnen und Patienten so zu führen, dass diese sich gut beraten fühlen.

Der bösartige Erfindungsreichtum der Tabakkonzerne

Seit Mitte Mai dürfen Mentholzigaretten überall in der EU nicht mehr verkauft werden, sie sind illegal.. Doch mit gewohnter Hinterlistigkeit unterläuft die Industrie das Verbot. So bieten einige Konzerne seit April sogenannte Aromatisierungsstreifen an. Das sind stark mentholhaltige Kärtchen, die ein Raucher in seine Zigarettenschachtel legen soll. Artikel auf Spiegel Online.

Gesundheitsverhalten von Jugendlichen im Ländervergleich

Ein Ländervergleich zeigt: 15-Jährige in der Schweiz befinden sich beim Rauchen und Alkoholkonsum im Mittelfeld, während sie beim Cannabiskonsum einen vorderen Platz einnehmen. Die heute publizierten Daten zur internationalen Schülerbefragung HBSC unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa geben Einblick ins aktuelle Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern in über 40 Ländern. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung der WHO

Verbot von Menthol-Zigaretten in der EU

Seit 20. Mai sind in den EU-Staaten und dem Vereinigten Königreich ausnahmslos alle Zigaretten mit charakteristischen Aromen verboten, weil sie den Tabakgeschmack überdecken und so zur Förderung des Tabakkonsums insbesondere bei Kindern und Jugendlichen beitragen. In der Schweiz bleiben Zigaretten mit Aroma bis auf weiteres erlaubt. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Artikel auf Drugcom.

Interviews mit Expertinnen und Experten aus der Praxis

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die stationäre und ambulante Suchthilfe in Deutschland? Und welche Bedeutung hat die Suchthilfe (noch) in Zeiten von Corona? KONTUREN online hat 10E inrichtungsleiterInnen gefragt, wie sie ihre Kliniken und Beratungsstellen durch das Meer von neuen Vorschriften, Empfehlungen, Notfallplänen und Gesetzen steuern und wie sie zukünftige Entwicklungen einschätzen.

Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)

Die Ergebnisse der HBSC-Befragung (pdf, 198S.) zu Bewegung, Ernährungsgewohnheiten und BMI & Körperbild zeigen, wie wichtig es für die jetzige und zukünftige Gesundheit der Jugendlichen ist, die Bemühungen in den Bereichen Verhaltens- und strukturelle Prävention sowie Gesundheitsförderung fortzusetzen und die Jugendlichen dabei zuunterstützen, sich ausgewogen zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen, ein gesundes Körpergewicht zu halten und ein positives Körperbild zu entwickeln. Faktenblatt (pdf, 5S.) zu den Ernährungsgewohnheiten, Faktenblatt (pdf, 3S.) zur Körperlichen Aktivität (Sucht Schweiz).

Wiedereröffnung Drug Checking

Sämtliche Drug-Checking-Angebote in der Schweiz sind wieder geöffnet. Es gelten spezielle Einlassbedingungen. Weitere Informationen auf den Seiten von SafeZone.ch

Dringender Reformbedarf im globalen Kampf gegen Drogenkartelle

Nach dem pandemiebedingten Herunterfahren der internationalen Handelsrouten droht der Drogenhandel zuzunehmen, sobald die Grenzen wieder geöffnet werden. Davor warnen Drogenexperten der UNO. Umso dringlicher sei der Kampf gegen die Drahtzieher des organisierten Verbrechens. Artikel auf Swissinfo

Tabakindustrie muss ihre Preispolitik offenlegen

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die Zollverwaltung muss OxySuisse die Information zu den Verkaufspreisen der einzelnen Zigarettenmarken für 2014 und 2015 zur Verfügung stellen. Nach zähem dreijährigem Widerstand der Tabakmultis hat das Gericht in allen Punkten gegen sie entschieden. Der Verein OxySuisse, der sich für den Schutz von Nichtrauchern einsetzt, vermutet unter den drei grossen Tabakfirmen Absprachen bei den Zigarettenpreisen und will dies überprüfen. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 2/2020 (pdf, 5S.) ist soeben erschienen.

Wer entwickelt eine Computerspielsucht?

Die Computerspielsucht ist bald auch eine eigenständige Krankheit. Forscher haben mehr als 300 Jugendliche sechs Jahre lang begleitet, um herauszufinden, wie häufig sie auftritt. Beitrag auf Spektrum.de

Online-Kurs "Regulierung von Tabakprodukten"

Die Online-Kurse bieten praktische Anleitungen zur Regulierung von Tabakprodukten und richten sich an ein breites Publikum, darunter politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Gesundheitsbehörden, Befürworter der Tabakkontrolle, Forscher und alle, die sich für die Regulierung von Tabakprodukten interessieren. Darüber hinaus bieten die Kurse eine klare Anleitung zur Regulierung von Tabakprodukten in Übereinstimmung mit Artikel 9 und 10 des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums. Die Kurse basieren auf den Handbüchern der WHO zur Regulierung von Tabakprodukten, den Grundlagen der Regulierung von Tabakprodukten und dem Aufbau von Labortestkapazitäten. Die Online-Kurse sind frei zugänglich (alles auf Englisch). Medienmitteilung und Teaser-Video der WHO.

Covid-19-Pandemie und Bildschirm- & Internetnutzung

Bildschirmmedien sind im Zuge der Corona-Pandemie wichtiger geworden. Der Alltag kommt ohne sie nicht mehr aus. Was für die einen eine Chance ist, kann für andere ein Risiko sein, vor allem wenn sie online ihre Alltagssorgen und emotionalen Stress abbauen wollen. Mehr dazu im neuen Briefing Paper von Sucht Schweiz.

Die sechs Botschaften der Alkoholindustrie während der Corona-Pandemie

Dieser Bericht (pdf, 12S.) zeigt auf, in welchem Umfang die Alkoholindustrie die COVID-19-Pandemie zur Vermarktung ihrer Produkte nutzt. Es wurden sechs wichtige Marketingbotschaften identifiziert:

  • leichter Zugang zu Alkohol, ohne das Haus verlassen zu müssen
  • Geld sparen
  • mehr kaufen
  • während der COVID-19-Pandemie Alkohol trinken
  • Alkohol verwenden, um zu 'überleben' oder sich besser zu fühlen
  • 'gesündere' Alkoholprodukte wählen

Vor 28 Jahren: Kontrollierte Heroinabgabe wird getestet

Heroin versuchsweise an Schwerstsüchtige abgeben - dafür hat sich der Bundesrat erstmals am 13. Mai 1992 ausgesprochen. Als erstes Land weltweit testete die Schweiz die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe. Die Tageschronik vom 13. Mai auf SRF4.

Wie wirk sich die Corona-Pandemie auf Angebote der Suchthilfe aus?

Dieses Briefing der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle präsentiert eine Momentaufnahme der Entwicklung der Nachfrage nach Angeboten der Suchthilfe zwischen Januar und März 2020 und gibt einen ersten Einblick in die Auswirkungen von COVID-19 auf das Verhalten der Hilfesuchenden. Die Daten zeigen, dass in diesem Zeitraum weniger Hilfsangebote in Anspruch genommen wurden, u.a. aus Gründen der Schliessung oder des eingeschränkten Zugangs zu den Behandlungszentren. Dies wurde jedoch teilweise durch Ferntechnologie und modifizierte Interventionen kompensiert.

«Halluzinogene Drogen halfen mir, meine Depression zu überwinden»

Daniel (44) aus Zürich leidet an Depressionen, Angstzuständen und Panikattacken. Medikamente spielen dabei eine zentrale Rolle. Oft helfen sie nicht wie erhofft und stürzen Daniel in ein noch tieferes Loch. Dank anderen Methoden wie Iboga und Ayahuasca hat er die Ausbrüche heute im Griff. Beitrag auf SRF Virus (47 Min.).

Wie Dealer über Instagram und Snapchat Drogen verkaufen

Illegale Drogen wurden noch nie so stark beworben wie heute. Im aktuellen European Drug Report ist die Rede von einer "Uberisierung" des Drogenmarkts. Ein Gramm Koks lässt sich so leicht bestellen wie eine Pizza. Aber die leichte Verfügbarkeit und das aggressive Online-Marketing haben Schattenseiten. Vor allem in Grossbritannien nimmt der Drogenkonsum unter Kindern und jungen Teenagern zu. Eine Bericht (16 Min.) von VICE.

Südafrikas Regierung verordnet Rauchern Entzug

Das Land greift im Lockdown zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Nicht nur der der Verkauf von alkoholischen Getränken, sondern auch von Zigaretten ist untersagt. Bei Rauchern und Industrie regt sich Protest. Artikel der FAZ.

Drogenmarkt und COVID-19

In der Stadt Zürich wurden in den letzten drei Wochen Drug Checkings für Freizeitdrogenkonsumierende durchgeführt. Die Ergebnisse geben keine Hinweise darauf, dass die Qualität von Heroin und Kokain infolge der Krise gesunken ist. Statement (pdf, 1S.) der DIZ und K&A.

Sucht ist eine neurobiologische Krankheit

Drogen greifen in die Funktion des Belohnungssystems im Gehirn ein. Neuronale Schaltkreise verändern sich, wenn jemand süchtig wird. Die Forschung des Neurologen Christian Lüscher zeigt, wie das geschieht. Artikel der NZZ.

COVID-19 und Freizeitdrogenkonsum

Wie beeinflusst die COVID-19-Pandemie das Konsumverhalten von Freizeitdrogenkonsumierenden? Welche Veränderungen hat diese Zielgruppe auf dem illegalen Drogenmarkt beobachtet? Der Zwischenbericht (pdf, 13S.) zu einer laufenden Umfrage von Infodrog liefert erste Antworten zu diesen und weiteren Fragen.

Drogenkurier: Corona Virus

Die aktuelle Ausgabe (Nr. 122, pdf, 36S.) des Drogenkuriers berichtet über u.a. über die aktuelle Coronakrise. Aus dem Inhalt: Der Einfluss von Corona auf Drogenhilfe und Drogengebraucher_innendas; Corona und Sexualität – das Wichtigste in Kürze; Checkpoint S – Die „Substi-App“; Sechs Punkte für die Elimination der Hepatitis C bis 2030; Drogenkonsumräume retten Menschenleben; Wie steht es um die Substitution in Deutschland?

Arbeitsgruppe «Schadensminderungund Covid-19»

Die Arbeitsgruppe (pdf, 2S.) soll die zentralen Herausforderungen für die Angebote der Schadensminderung identifizieren, Lösungsansätze entwickeln, Beispiele guter Praxis erarbeiten und diese in schriftlicher Form zugänglich machen. Die Leitung der Gruppe liegt bei Infodrog.

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 41, pdf, 18S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Gesundheitskosten für opioidabhängige Patienten in Substitutionstherapie in Deutschland
  • Verbesserung der Einschätzung von Gewinnchancen durch graphische Darstellung statistischer Information
  • Kardiovaskuläre Risiken von E-Zigaretten – ein Review präklinischer und klinischer Studien
  • Die Nutzung von Lootboxen und problematisches Spielen unter jugendlichen PC-/Videogame-Spielern
  • Schulische Leistung von Grundschulkindern, deren Mütter während der Schwangerschaft substituiert wurden

Covid-19: Global Drug Survey

Drogen waren auch vor der Pandemie Alltag. Die Krise könnte das verändern. Der aktuelle Global Drug Survey fragt danach, wie sich COVID-19 auf Ihren Alltag, Ihr Wohlbefinden, Ihre psychische Gesundheit, Ihre Beziehungen und Ihren Substanzkonsum ausgewirkt hat. Die Teilnahme an der Spezialausgabe der Umfrage dauert ca. 15 Minuten wenn Sie lediglich Alkohol trinken und ca. 10 Minuten länger, falls Sie noch andere psychoaktive Substanzen konsumieren. Der Global Drug Survey ist die weltweit grösste, unabhängige Drogenumfrage.
www.globaldrugsurvey.com

Jahresberichte

Drogentrip ohne Drogen

Die meisten Teilnehmenden einer kanadischen Studie waren geschockt, als sie die Wahrheit erfuhren. Einige konnten es kaum glauben, so hinters Licht geführt worden zu sein. Studie der MCGill Universität über einen provozierten Placebo-Effekt. Artikel auf drugcom.

Coronakrise - Der Drogenmarkt im Darknet

Dieser Bericht ist eine vorläufige Analyse der Auswirkungen von COVID-19 auf ausgewählte Online-Märkte. Für die Zwecke dieser Studie wurden drei relativ grosse Darknet-Märkte untersucht. Studie der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

MeinTeenager.ch: eine Website für Eltern

Legaler oder illegaler Hanf, der erste Alkoholrausch oder Zigarettengeruch? Was können Eltern tun, damit der Sohn oder die Tochter nicht ungesunde Substanzen konsumieren oder im Internet hängen bleiben? Die auf Deutsch und Italienisch gänzlich neue Website MeinTeenager.ch von Sucht Schweiz gibt eine Hilfestellung für Eltern von Teenagern. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, https://meinteenager.ch

Suchtpräventions-Talk in der Offenen Jugendarbeit

Das Netzwerk für offene Jugendarbeit (bOJA) Österreich hat in den vergangenen Wochen mit „bOJA Talks“ eine virtuelle Meeting-Reihe ins Leben gerufen, bei der die Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit mit ExpertInnen aus anderen Bereichen zu derzeit relevanten Themen für die Offene Jugendarbeit austauschen können. Hier geht es zum Talk um das Thema "Suchtprävention in der OJA in Zeiten von Corona".

Krise als Chance nutzen

Der Geschäftsführer der Fachstelle Sucht Klick in Luzern, Ruedi Studer, begleitet Menschen mit problematischem Alkohol- und Medikamentengebrauch. Er sagt, dass die Corona-Krise zwar Süchte verstärken kann – viele aber die Chance nutzen, um ihr Konsumverhalten zu überdenken. Interview auf Zentralplus.ch

Chancengleichheit in der Gesundheitsförderung und Prävention in der Schweiz

Der Bericht von Gesundheitsförderung Schweiz zeigt auf, welche Interventionsansätze und Erfolgskriterien sich in der Praxis bewährt haben, um die gesundheitliche Chancengleichheit zu erhöhen. Der Fokus liegt schwerpunktmässig auf strukturelle Faktoren, die eine erhöhte Krankheitsprävalenz und eine frühzeitige Sterblichkeit wahrscheinlicher machen. Der Bericht (pdf, 113S.) und eine Kurzversion (pdf, 16S.) für die Praxis sind online erhältlich.

Online-Spielbankenspiele: Spielbanken Lugano und Meyrin erhalten eine Konzessionserweiterung

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 die Konzession der Spielbanken Lugano und Meyrin um das Recht erweitert, Online-Spielbankenspiele durchzuführen. Die Spielbanken können ihr Angebot online schalten, sobald die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) ihnen die erforderlichen Spielbewilligungen erteilt hat. Medienmitteilung des EJPD.

Spezialnewsletter von Infodrog zur Coronakrise

Die aktuelle Lage in Zusammenhang mit dem Coronavirus und die Informationen dazu verändern sich laufend. Die Angebote der Suchthilfe müssen sich deshalb an die neue Situation und die Vorgaben anpassen und den Kontakt mit den Betroffenen neu organisieren. Infodrog unterstützt Sie dabei mit verschiedenen Dienstleistungen und sammelt laufend Informationen, von denen Sie im Spezialnewsletter erfahren.

Handy und Games – damit verbringen Primarschulkinder ihren digitalen Alltag

Primarschulkinder in der Schweiz beschäftigen sich in ihrer Freizeit am liebsten mit Spielen oder Sport. Dies zeigt die neue MIKE-Studie der ZHAW. Aufwändige Hobbies nehmen zwar ab, die Kinder bevorzugen aber weiterhin nonmediale Freizeitaktivitäten – obwohl fast die Hälfte ein Handy besitzt. Daneben sind Fernsehen und Gamen wichtige mediale Tätigkeiten. Medienmitteilung (pdf, 4S.) zur Studie

Cannabislegalisierung in den USA: Erfolg oder Misserfolg?

Treffen auf eine Person Attribute wie jung, gebildet, konfessionell ungebunden und demokratisch wählend zu, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass diese Person für die Legalisierung von Cannabis ist. Treffen auf eine Person hingegen Attribute wie alt, bildungsfern, fundamentalistisch evangelikal und republikanisch wählend zu, dann ist die gegenteilige Wahrscheinlichkeit gross. Artikel im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz

Aktualisierte Empfehlungen des BAG für stationäre Institutionen

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat seine «COVID-19: Informationen und Empfehlungen (pdf, 4S.) für Institutionen wie Alters- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen» am 29. April 2020 aktualisiert.

Tabakpolitik: Schweiz «feiert» 10 Jahre Stillstand

Vor zehn Jahren, am 1. Mai 2010, trat das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Das Gesetz war der vorerst letzte Erfolg in der nationalen Tabakpräventionspolitik. Weitere Massnahmen auf Bundesebene werden seither von der Tabak- und Nikotinlobby blockiert. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

10 Jahre Rauchverbot: Vom Lifestyleprodukt zum Krankheitsbringer

Rauchen im Restaurant? Kann man sich heute kaum mehr vorstellen. Dabei ist das Verbot erst 10 Jahre her. In der Geschichte des Rauchens kam dieser Meilenstein ziemlich spät. Sendung Treffpunkt (57 Min) vom 30. April auf SRF.

«Dank Corona habe ich aufgehört zu rauchen»

Rauchen gilt als ein grosser Risikofaktor für schwere Corona-Erkrankungen. Einige von euch haben ihr Laster deshalb bereits abgelegt. Beitrag auf 20 Minuten.

Corona-Krise: Verzicht auf Cannabiskonsum

Das neuartige Coronavirus ändert vieles. Kein Handschlag mehr. Keine Umarmungen. Soziale Distanz ist angesagt. Und zu Hause bleiben. Kiffen mag in dieser Situation für manche Menschen besonders reizvoll sein. Doch die aktuellen Herausforderungen lassen sich auch als Chance nutzen, geliebte Gewohnheiten zu hinterfragen. Beitrag auf Drugcom.

Engadiner Drogenszene in den 1980er Jahren

In den 1980er-Jahren ist Samedan ein Ort des Drogenkonsums gewesen. 40 Jahre später lässt Ivo Zen die damalige Zeit nochmals Revue passieren. In seinem neusten Dokumentarfilm «Suot tschêl blau» wird gezeigt, wie die Engadiner Drogenszene damals aussah. Beitrag (4 Min.) auf SRF, Artikel suedostschweiz.ch

Covid-19-Pandemie und Alkohol

Lagebeurteilung, Szenarien und Empfehlungen. Ein Briefing Paper von Sucht Schweiz.

Informationsmassnahmen gegen häusliche Gewalt werden verstärkt

Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit aufgrund der Corona-Pandemie kann zu mehr Aggressionen im häuslichen Umfeld führen und Opfer von häuslicher Gewalt daran hindern, Hilfe zu holen. Damit Betroffene wissen, wo sie Unterstützung erhalten, lanciert die Taskforce des Bundes und der Kantone eine Plakataktion.

Was bedeutet Corona für Randständige?

In der «Unzipped»-Reportage von SRF Virus will Livio wissen: Was macht die Pandemie mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen? Er spricht mit dem obdachlosen Juri und der Sexarbeiterin Mia. Der Beitrag ist online zugänglich (14 Min.).

COVID-19 und Rauchen: Evaluation der wissenschaftlichen Erkenntnisse

Im aktuellen Kontext der COVID-19-Krise wurde die Bedeutung des Rauchens als Risikofaktor hervorgehoben. Dieses Factsheet (pdf, wird laufend aktualisiert, Englisch) der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention fasst den aktuellen Wissensstand zusammenfassen.

«Leider hilft Alkohol, Stress abzubauen»

Die Covid-19-Pandemie kann bei Menschen Stress auslösen. Tanya Mezzera (suchtberatung ags) erklärt, warum der "Lockdown" für Suchtgefährdete oder Menschen mit Abhängigkeit sehr schlimm – oder aber auch gut sein kann. Artikel der Aargauer Zeitung.

Stationäre Therapie in Zeiten von COVID-19

Regine Gysin ist die neue Direktorin der Klinik Selhofen, wo Menschen mit Medien- und Gamesucht behandelt werden. Die Sucht-Klink feiert dieses Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum. Im Gespräch mit SRF2 Kultur berichtet Regine Gysin unter anderem davon, ab wann man von Mediensucht spricht und ob diese in Zeiten von Corona zugenommen hat.

Soziale Arbeit im Gesundheitswesen zu Zeiten von COVID-19

Die Arbeit der SozialarbeiterInnen im Gesundheitswesen ist eine wichtige Stütze für alle gesundheitlich beeinträchtigten Menschen. Und sie erfüllt in der aktuellen Krisensituation eine wichtige Aufgabe zur Stabilisierung der sozialen Gemeinschaft. Der Druck auf die SozialarbeiterInnen steigt, die Herausforderungen sind mannigfaltig. Vier Beispiele aus ausgewählten Fachbereichen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen zeigen die Schwierigkeiten auf. Medienmitteilung vom Schweizerischen Fachverband Soziale Arbeit im Gesundheitswesen.

Europäische Qualitätsstandards zur Suchtprävention (EDPQS)

Qualität oder auch Qualitätssicherung gewinnen in der Prävention und Gesundheitsförderung einen immer höheren Stellenwert. Dennoch besteht in der Suchtprävention kein einheitliches Qualitätsverständnis, da der Qualitätsbegriff viele verschiedene Facetten aufweist, deren Umsetzung Herausforderungen aufwirft. Qualitätsstandards können hier eine Hilfe bieten. Die European Drug Prevention Quality Standards EDPQS sind ein solcher Standard. Durch die Übersetzung der fdr+Fachstelle Suchtprävention in Thüringen sind die EDPQS nun erstmals in deutscher Sprache verfügbar.

Wird der Lockdown zur Abhängigkeits-Falle?

Greifen Sie häufiger als vor der Coronakrise zum Zigarettenpäckchen. Gönnen Sie sich regelmässig ein Gläschen oder mehr? Haben Sie sich auf Online-Geldspiele eingelassen? Der Übergang vom Genuss- zum Suchtmittel ist derzeit kürzer als sonst. Und: Auch Angehörige leiden mit. Beitrag auf Swissinfo

Glücksspiel: Dubiose Partner, hohe Gewinne

Das unfaire Spiel der Schweizer Kasinos Seriös, gemeinnützig und fair zu den Spielern: Das versprachen die Schweizer Kasinos für ihre Online-Glücksspiele. Bis jetzt ist wenig davon eingetroffen. Die Kasinobetreiber arbeiten mit dubiosen Anbietern aus dem Ausland zusammen. Artikel der NZZ am Sonntag.

Wie das Virus die Schweizer Drogenszenen auf den Kopf stellt

Suchtkranke haben andere Prioritäten als das Coronavirus. Sie wollen in erster Linie ihren Stoff konsumieren. In Basel, Bern und Zürich wird zurzeit viel unternommen, um die Bildung offener Drogenszenen zu verhindern. Artikel auf NZZ Online

Neue Leiterin der Stiftung Suchthilfe in St.Gallen im Gespräch

Seit rund 100 Tagen leitet Regine Rust die Stiftung Suchthilfe. Was will sie bewirken? «Dass wir weiterhin mit viel Kreativität und Einsatz arbeiten, dass wir gute Lösungen finden, am Puls der Zeit und wach bleiben. Und dass wir den Betroffenen zuhören», sagt sie. Artikel im St. Galler Tagblatt.

Wie lässt sich in Krisenzeiten schützendes, solidarisches und resilientes Verhalten wirksam mobilisieren?

Dieser Ratgeber von NCCR LIVES richtet sich an alle Akteure, die an der Koordinierung des öffentlichen Handelns während der aktuellen Gesundheitskrise beteiligt sind. Auf der Grundlage von 10 wissenschaftlichen Erkenntnissen enthält er 10 praktische Tipps zur Mobilisierung von 3 Arten von Sozialverhalten: Schutz, Solidarität und Resilienz.

Psychisch labile Menschen kommen in Krisenzeiten besonders unter die Räder

Während der Corona-Pandemie haben Psychotherapeuten viel zu tun. Dabei sprechen sie mit ihren Patienten per Telefon und Video. Aber das Bundesamt für Gesundheit legt ihnen Steine in den Weg. Artikel auf NZZ Online

Alltag der drogenabhängigen Menschen verschlechtert sich

Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, sind von der Covid-19-Pandemie besonders betroffen. In der Schweiz sind Drogenabhängige angesichts der Ausnahmesituation noch stärker isoliert als sonst; und die zunehmende Knappheit illegaler Drogen gefährdet ihre Gesundheit zusätzlich. Ärzte und Organisationen machen mobil. Artikel auf swissinfo.ch

COVID-19: Auswirkungen auf Substanzkonsum

Anonyme Umfrage von Infodrog und eve&rave zum Substanzkonsum und dem Substanzmarkt in der Schweiz während der Coronakrise. Die Umfrage ist anonym und es werden keine personenbezogenen Informationen in den Umfrageergebnissen erfasst oder gespeichert.

Sucht und Corona-Krise

Die Covid-19-Pandemie hat das Potenzial, den Suchtmittelkonsum zu verändern. Sucht Schweiz gibt Alltagstipps für die zu Hause Ausharrenden, Eltern und Jugendliche. Fachpersonen und Medienschaffende finden ab sofort und in den nächsten Wochen aktuelle Beobachtungen zu fünf Suchtbereichen.

Wie bleibt man zu Hause, wenn man keines hat?

Das Virus hat die Schweiz im Griff. Die Einschränkungen treffen alle. Aber manche mehr als alle. Eine Reise an die Ränder. Beitrag der Republik.

Alkoholverbot im Islam – eine westliche Erfindung? Das Beispiel der Türkei

Die „Alkoholfrage“ war in der Türkei seit dem Ersten Weltkrieg umstritten – und ist es heute wieder. Obwohl Alkoholgegner mit der „islamischen Tradition“ argumentieren, um ein Verbot durchzusetzen, ist die Idee der Prohibition aus dem Westen in die Türkei gekommen. Beitrag auf Geschichte der Gegenwart.

Pathologische Computer-und Internetnutzung

Ein Übersichtsartikel (pdf, 14S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen

Alkohol schützt nicht vor COVID-19

In Zeiten der Abriegelung während der COVID-19-Pandemie kann der Alkoholkonsum die gesundheitliche Gefährdung, das Risikoverhalten, psychische Gesundheitsprobleme und Gewalt verstärken. Das WHO-Regionalbüro für Europa erinnert die Menschen daran, dass Alkoholkonsum sie nicht vor COVID-19 schützt, und ermutigt die Regierungen, Massnahmen zur Einschränkung des Alkoholkonsums durchzusetzen. Medienmitteilung (Englisch) des Weltgesundheitsorganisation, Regionalbürop Europa. Factsheet (pdf, 6S., Englisch) zu COVID-19 und Alkoholkonsum.

#stopsmoking: Coronakrise ist Herausforderung und Chance

Mit Comics und Clips hilft Stopsmoking.ch durch die Coronakrise und animiert Raucherinnen und Raucher die ausserordentliche Situation für einen Rauchstopp zu nutzen. «Tabakprävention und Covid-19» ist eine von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz durchgeführte und vom Tabakpräventionsfonds (TPF) finanzierte Präventionsmassnahme.

Raucher haben höheres Risiko für schweren Corona-Verlauf

Studien aus China und den USA haben Covid-19-Patienten untersucht. Eine Expertin sagt, weshalb Raucher gefährdeter sind und wie ein sofortiger Rauchstopp nützen könnte. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf 20 Minuten.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Frühling 2020) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Die Schweiz verliert 14 Plätze im europäischen Ranking; Führt die E-Zigarette zur Zigarette?; Die Kantone schliessen Gesetzeslücken bei E-Zigaretten; Steuer auf E-Zigaretten soll Präventionspolitik entsprechen; Tabaklobby verbiegt Argumente.

Raucher und Vaper haben ein höheres Risiko für Covid-19

Tabak- und Marihuanaprodukte schädigen die Lungen dort wo das Virus seinen Schaden anrichtet. Gesundheitsbehörden drängen darauf, damit aufzuhören, und es wird sogar ein vorübergehendes Verkaufsverbot in den USA diskutiert. Artikel in der New York Times.

Cybermobbing: Die Schweiz ist in Europa ganz oben

Zum ersten Mal haben Forscher untersucht, wie die Schweiz bei der Internetsicherheit im Vergleich mit anderen Staaten abschneidet. Das Resultat ist alarmierend. Eines der grössten Probleme ist Cybermobbing. Versagt die Prävention? Artikel auf NZZ Online.

Deutschland: Jahrbuch Sucht 2020 erschienen

Das Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liefert die neuesten Zahlen und Fakten zum Konsum legaler und illegaler Drogen in Deutschland. Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis informieren über aktuelle Trends bei einzelnen Suchtstoffen, zu abhängigem Verhalten und über die Versorgung Suchtkranker. Medienmitteilung (pdf, 3S.) der DHS.

Internationale Erklärung zu COVID-19 und Drogenkonsum

Über 300 Organisationen und Einzelpersonen, die sich für die Reform der Drogenpolitik und die Schadensminimierung einsetzen, fordern in einer Erklärung die internationale Gemeinschaft auf, angesichts der COVID-19-Krise proaktive und koordinierte Massnahmen für drogenkonsumierende Menschen zu ergreifen. Diese sollen v.a. dem Schutz der Gesundheit und der Menschenrechte dienen.

Liechtenstein: Nach 20 Jahren neue Suchtpolitik definiert

Das letzte suchtpolitische Grundsatzpapier wurde im Jahr 1997 erstellt. Nun erarbeitete die Kommission für Suchtfragen ein neues. Daran beteiligt waren unter anderem aber auch Vertreter des Schulamtes, des Amtes fur Gesundheit, der Landespolizei sowie die Liechtensteinische Ärztekammer. Das neue Papier (pdf, 35S.) "Suchtpolitische Grundsätze der Regierung des Fürstentums Liechtensteinas" soll den neuen Entwicklungen im Drogenbereich sowie den nicht-stoffgebundenen Abhängigkeiten Rechnung tragen. Artikel im Liechtensteiner Vaterland,

Treffpunkt «Azzurro» – Hilfe für suchtgefährdete Menschen

Die Coronakrise stellt für suchtgefährdete Menschen eine besondere Herausforderung dar. Viele von ihnen riskieren, rückfällig zu werden. Der Treffpunkt «Azzurro» des Blauen Kreuzes in Bern bietet Betroffenen in diesen Tagen Unterstützung und Hilfe. Ein Beitrag (4 Minuten) auf SRF.

Späte Liebe zu LSD, Ecstasy & Co.

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer schlucken in der zweiten Lebenshälfte Drogen, die das Bewusstsein verändern. Warum? Beitrag im Beobachter.

Lockdown regt zu Wetten bei Online-Casinos an

Werbung für Schweizer Online-Casinos boomen. Nun warnen Experten vor einem zunehmenden Sucht-Risiko - vor allem jetzt während des Lockdown. Artikel auf 20 Minuten.

Vorsicht vor präparierten Cannabisprodukten

Aktuell werden auf dem Schwarzmarkt vermehrt Cannabisprodukte verkauft, die mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurden. Für die Konsumierenden sind damit grosse Risiken verbunden: Sie gehen von Krampfanfällen über Bewusstlosigkeit bis zum Tod. Darum gilt es, beim Konsum besondere Regeln zu beachten. Factsheet (pdf, 2S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich, Artikel auf Swissinfo.

Führt die Coronakrise zu einer Zunahme von Suchtproblemen?

Fachleute warnen vor einer unerwarteten Folge des Lockdowns: Langeweile und Isolation verstärken die Gefahr von Drogen und Sucht erzeugenden Verhaltensweisen. Beitrag auf Blick.

Drogen: Legalisieren statt verbieten?

Sie sind verboten, aber verführerisch. Drogen üben seit jeher eine gewisse Faszination aus. Und immer mehr Menschen geben ihr nach. Cannabis, Kokain oder XTC, ob auf der Strasse oder im Internet, man bekommt praktisch alles, was man will. Eine Sendung (29 Min.) von NZZ Format. (Online bis 9 April).

Infos für Menschen, die Drogen konsumieren

Der JES Bundesverband hat zum Thema „COVID 19 und Drogengebrauch“ eine Broschüre (pdf, 8S.) erstellt. Diese wendet sich mit kurzen und sehr praxisnahen Informationen an aktuell Drogen gebrauchende Menschen und gibt Hinweise zur Vermeidung von COVID 19 und weitere wichtige Tipps.

Digitale Jugendarbeit in der Coronakrise

Aktuell stellt sich für viele Jugendarbeitende die Frage wie weiter. Das Jugendhaus, sowie andere Angebote funktionieren nur mit Menschen. Am besten mit sehr vielen Menschen. Noch besser: Viele Menschen die Kontakt zueinander herstellen. Dies ist aufgrund der aktuellen Situation im „Real Life“ schlecht möglich. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass wir nun unsere Skills im Umgang mit Digitalen Medien auspacken und versuchen die Angebote soweit als möglich digital weiterzuführen. Eine Übersichtsseite vom Dachverband offene Jugendarbeit.

Mit virtuellen Selbsthilfegruppen durch die Corona-Pandemie

Die Stiftung Selbsthilfe Schweiz und die regionalen Selbsthilfezentren bieten ab sofort virtuelle Selbsthilfegruppen rund um das Thema Corona an und stellen eine Übersicht von digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Infoflyer für Konsumierende

Ein Flyer (Word-File) informiert Konsumierende, die niederschwellige Einrichtungen besuchen, über Verhaltensregeln in der aktuelle Situation. Das Dokument wurde von Addiction Jura zur Verfügung gestellt und steht zum Download bereit. Sie dürfen die Kontaktangaben im Word-Dokument gerne verändern.

Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus

Dure schnufe, gewusst wie. Hier finden Sie viele Tipps und Angebote, wie während der Coronakrise die psychische Gesundheit gepflegt wreden kann. www.dureschnufe.ch

Coronakrise könnte das Problem der häuslichen Gewalt verschärfen

Was passiert hinter doppelt verriegelten Türen? Die Hoffnung, die Covid-19-Pandemie zu stoppen, besteht darin, dass die Menschen in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Doch gibt diese Isolation gewalttätigen (Ehe)Partnern mehr Spielraum, so die Befürchtung. Organisationen zur Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt machen sich Sorgen. Artikel auf Swissinfo.

Alkohol und Corona: Kein Sanitäter in der Not

In vielen Ländern steigen seit Beginn der Coronakrise die Verkaufszahlen für Alkohol. Offenbar wird nun daheim vermehrt getrunken. Gesundheitsexperten sind aus mehreren Gründen alarmiert. Artikel auf Spiegel Online.

Schwerstsüchtige Menschen können Heroin-Heimlieferungen erhalten

Mit dem Fahrrad oder dem Auto liefert das Suchtzentrum Arud derzeit Heroin, Methadon oder Morphin in Zürich aus. Artikel auf SRF.

Wenn RaucherInnen an Covid-19 erkranken

Atemwegsinfekte treffen Raucher im Schnitt härter als Nichtraucher. Das ist wahrscheinlich auch bei Covid-19 der Fall. Sogar die Ansteckungsgefahr könnte für Raucher höher sein. Artikel auf Spiegel Online.

Auswirkungen von COVID-19 auf Drogenkonsumierende

Dieses Briefing der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD reflektiert die neu auftretenden Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie für Menschen, die Drogen konsumieren, und für diejenigen, die Dienstleistungen für sie erbringen, aus europäischer Sicht und versucht fachgerechte Massnahmen zu fördern.

Online-Casinos und Lockdown: Noch mehr Werbung und Risiken

Seit der Öffnung des Geldspielmarktes vor einem Jahr wurden die Werbeaktivitäten der Casinos für die neuen Online-Angebote intensiviert. Dies führt zu mehr Risiken, die nun durch die nötigen und zunehmenden Ausgangsbeschränkungen noch verstärkt werden. Präventionsfachleute erklären die Hintergründe. Medienmitteilung von Sucht Schweiz

inCLOUsiv – ein Begegnungsraum im Internet

Die Pro Mente Sana macht die Online-Plattform inCLOUSiv ab sofort öffentlich zugänglich. inCLOUSiv bietet regelmässige Beiträge rund um die psychische Gesundheit, Live-Chats mit Fachpersonen und Betroffenen zu aktuellen Themen sowie ein Forum, in welchem sich die UserIinnen untereinander austauschen können.

Opioidagonistentherapie (OAT): Empfehlungen der SSAM

Wie können Praxen und Institutionen, die Opioidagonistentherapie (OAT) durchführen, mit den aktuellen Herausforderungen umgehen? Die Empfehlungen (pdf, 2S.) der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) liefern praxisorientierte Antworten.

"Für Menschen mit Depression sind weniger Sozialkontakte ein Problem"

Wenn das öffentliche Leben stillsteht, leiden Menschen mit psychischen Störungen besonders. Der Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg erklärt, wie sie durch die schwere Zeit kommen. Beitrag auf Spektrum.de

COVID-19 Aushilfsstellen im Sozialbereich

Für Soziale Institutionen wie auch für Personen mit IV-Assistenz ist es ab sofort möglich, auf dem Stellenmarkt von sozialinfo.ch kostenlose Inserate für Covid-19-Aushilfsstellen zu schalten.

Gassenarbeit während der Coronakrise

Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf Drogenabhängige. Nun sollen mehr Zugang zu einem Methadonprogramm erhalten. Ein Interview mit Franziska Reist, Geschäftsleiterin der Gassenarbeit Luzern, über den neuen Alltag in der niederschwelligen Suchtarbeit. Beitrag auf SRF.

Risikoreduktion durch Rauchstopp

Rauchen ist unbestrittenen ein wichtiger Risikofaktor für viele Atemwegserkrankungen. RaucherInnen haben ein deutlich höheres Risiko für COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung). Rund 400'000 Menschen leiden in der Schweiz an COPD. Auch COVID-19 ist eine Lungenkrankheit. Rauchen schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf der Atemwegserkrankungen, dies gilt sowohl für COVID-19 wie auch für die saisonale Grippe. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

Positionspapier zur Schadensminderung während der Coronakrise

Niedrigschwellige Angebote im Bereich der Schadensminderung sind oft die einzige Anlaufstelle für Drogenkonsumentinnen. Ein Positionspapier vom Europäischen Harm Reduction Netzwerk über die Kontinuität der Angebote zur Schadensminderung während der Coronakrise.

Lernmaterial zum Coronavirus

Der Thieme Verlag stellt auf seiner Corona Informationsseite wertvolle Informationen sowie einen kostenfreien Online-Kurs rund um COVID-19 bereit.

Corona-Krise und Glücksspiel – Der nie erwartete Shut-Down der Glücksspielhallen

Die Entwicklungen der letzten Tage setzen viele gesellschaftliche Gewohnheiten und vermeintliche Selbstverständlichkeiten außer Kraft. Gemeint sind jetzt nicht die massiven Hamsterkäufe in bestimmten Segmenten der Supermärkte oder die erfreulichen Solidaritätsbekundungen mit älteren, einsamen Menschen. Vielmehr geht es um die psychologischen Hintergründe und Auswirkungen der massenhaften Schliessung von Glücksspielhallen und Wettbüros durch die Corona-Krise. Artikel von Michael Klein.

Corona: Digitale Hilfen und Tipps für Menschen mit Depression

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für an Depression erkrankte Menschen große Herausforderungen dar. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe unterstützt Betroffene mit digitalen Angeboten und bietet Hinweise für den Alltag. Das Online-Programm iFightDepression ist für sechs Wochen frei zugänglich. Beitrag auf Konturen.

Frauenhäuser rüsten sich für die Krise

Institutionen, die sich um Menschen in Not kümmern, verzeichnen mehr Anfragen. Die häusliche Gewalt werde in der Corona-Krise zunehmen, sagen die Betreiber. Artikel im Beobachter.

Wie Randständige in der Corona-Krise (über-)leben

Für die Schwächsten in der Gesellschaft ist ohnehin jeder Tag ein Kampf. Der Shutdown zieht ihnen das bisschen Boden unter den Füssen weg. Beitrag auf SRF 4.

Stellungnahme des BAG zu HeGeBe unter dem Eindruck des Corona-Virus

Das BAG nimmt Stellung (pdf, 2S.) zu den eingegangenen Fragen bezüglich den aktuellen Herausforderungen der HeGeBe Institutionen im Zusammenhang mit COVID-19.

CORONA – wie können sich DrogengebraucherInnen schützen

Mit der Prävention von HCV und HIV kennen sich viele DrogengebraucherInnen bereits aus. Die Safer Use Botschaften sind bekannt. Corona wird allerdings über Tröpfchen beim niesen oder husten übertragen und natürlich über den Speichel. Hieraus ergeben sich für DrogengebraucherInnen neue Massnahmen zur Vermeidung. Gemeinsames Papier (pdf, 1S.) deutscher Fachinstitutionen aus dem Suchtbereich , dass wichtige Infos enthält und über die Drogenhilfen verteilt werden soll.

Tabakindustrie verdreht die Wahrheit

Die Tabakkontrollskala 2019 (Tobacco control scale TCS) wurde am 20. Februar 2020 in Berlin anlässlich der 8. Europäischen Tabakkonferenz (Conference on Tobacco or Health) publiziert.Die Schweiz hat seit der letzten Publikation 2016 vierzehn Ränge im Ranking verloren und ist nun am Schluss auf Platz 35, gerade noch vor Deutschland. Ein paar Tage nach der Publikation des TCS begann ein allgemein bekannter Lobbyist der Tabak- und Nikotinbranche die Ergebnisse der TCS zu verdrehen. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabaprävention AT.

Smartphones souverän nutzen

Gibt es Handysucht? Welche Apps nutzen Jugendliche am liebsten und wo lauern Kostenfallen? In der neu aufgelegten Broschüre von Mobilsicher in Kooperation mit klicksafe werden Fragen angesprochen, die sich Eltern, Lehrkräfte und andere Bezugspersonen stellen, wenn es um die Smartphone-Nutzung von Jugendlichen und Kindern geht.

Unterschied zwischen Genuss und Rausch

Jahrzehnte lang hat Toni Berthel die Drogenpolitik Zürichs und des Bundes mitgeprägt. Ein Gespräch über den Unterschied zwischen Genuss und Rausch. Ein Beitrag auf higgs

Wie höre ich mit dem Kiffen auf?

Einfach aufhören, das klappt nicht immer. Wer schon länger Cannabis konsumiert, stellt womöglich fest, dass der Ausstieg gar nicht so einfach ist. In einem neuen Video gibt Drugcom Tipps, wie der Ausstieg gelingen kann.

Geschwister von Jugendlichen mit Suchtproblemen stärken

Geschwister von Jugendlichen mit problematischem Substanzkonsum leiden oft im Abseits. Sie sind gefährdet, psychisch zu erkranken oder selbst ein Suchtproblem zu entwickeln. Sucht Schweiz bietet in Zusammenarbeit mit feel-ok.ch ein neues Online-Informations- und Beratungsangebot für Geschwister an und hat ein Leitfaden für Eltern veröffentlicht.

Feldschlösschen sichert sich Rechte an umstrittenem Alkohol-Wasser

In den USA boomen die sogenannten Hard Seltzer. Der Bierproduzent könnte die Getränke nun auch in die Schweiz bringen. Die Hard Seltzer, die gleich viel Alkohol beinhalten wie ein Bier, sind der grosse Renner in den USA. Etwas verkürzt könnte man sagen, dass Hard Seltzer Mineralwasser mit etwas Geschmack und vor allem Alkohol sind. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Game Over – im Sog der Computerspielsucht

Im Dokumentarfilm von Sören Senn werden Aspekte der rasant wachsenden „Gamification“ des Lebens beleuchtet. Die Geschichte des gamesüchtigen Liby L. erzählt mit eindrücklicher Intensität, dass in digitalen Ersatzwelten fundamentale menschliche Fähigkeiten zu verkümmern drohen. Das Erdulden von Frustration und überhaupt das Erleben von emotionalen Nuancen musste er – im Nachhinein – mühselig erlernen. Der SRF DOK wird am Donnerstag, 12.03.2020 um 20.05 Uhr ausgestrahlt.

Raucherkleider schaden wie Passivrauchen

Trotz Zigarettenverbots: Wer im Kino neben Rauchern sitzt, pafft unbeabsichtigt bis zu zehn Kippen mit. Forscher sprechen vom Qualmen aus dritter Hand. Artikel auf Spiegel Online.

laut & leise: Social Media

Instagram, Facebook & Co sind unter jungen Menschen – insbesondere bei jungen Frauen - sehr beliebt. Wie nutzen die Jungen Social Media? Was sind dabei Chancen und Risiken? Welche Rolle spielen InfluencerInnen? Und was bietet die Suchtprävention zum Thema an? Das aktuelle Magazin (01/2020, pdf, 20S.) der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich steht zum Download bereit.

Drogenkurier: Substanzmonitoring

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 32S.) des Drogenkuriers berichtet über das Projekt DRUSEC-Substanzmonitoring. Weitere Beiträge informieren über Massnahmen der Prävention in Haft sowie neue Möglichkeiten der HIV/HCV Testung ohne Ärztin und Arzt. Das Magazin wird von JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

www.sos-spielsucht.ch

Die Onlineplattform www.sos-spielsucht.ch ist ein gemeinsames Angebot von 16 Deutschschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Die Website umfasst Informationen, nützliche Tools sowie anonyme und kostenlose Beratungsangebote per Telefon oder online über ein gesichertes Mail-System. Die Onlineberatungen werden von ExpertInnen von SafeZone.ch durchgeführt. Die Auswertung für 2019 (pdf, 10S.) ist online erhältlich. www.sos-spielsucht.ch

30 Milliarden Euro für illegale Drogen

So viel geben Konsumierende in der Europäischen Union jährlich für Cannabis, Kokain und andere illegale Drogen aus. Der Drogenhandel gilt als eine Haupteinnahmequelle der organisierten Kriminalität. Eine Analyse zeigt auf, wie Gewalt bis hin zu Mord mit dem illegalen Drogenhandel in Verbindung stehen. Beitrag auf Drugcom.

Ernährungsverhalten in Deutschland

Wie häufig essen 12- bis 17-Jährige in Deutschland Fast Food? Sind Energydrinks in dieser Altersgruppe weiterhin beliebt? Wie viele Kinder nehmen täglich Bio-Lebensmittel zu sich? Die Ausgabe 1/2020 des Journal of Health Monitoring steht zum Download bereit.

Wie tik(tok)t die Schweizer Jugend?

Das Videoportal wird weltweit bereits von 1,5 Milliarden Leuten genutzt. Aber wie sieht das Nutzerverhalten in der Schweiz aus? Xeit hat in einer Online-Umfrage rund 630 Teilnehmende zum Thema TikTok befragt. Artikel auf Werbewoche.

Digitale Transformation in der Suchthilfe

Die vorliegenden „Essenener Leitgedanken“ (pdf, 5S.) -als Ergebnis eines Fachgesprächs- fassen thesenartig zusammen, wie die Suchthilfe den digitalen Wandel für die Weiterentwicklung der Hilfeangebote nutzen kann. Das Papier kann damit Hinweise für Strategieentwicklungen sowohl auf einer übergeordneten Ebene, als auch für die Träger vor Ort geben.

Warum Junge nicht mehr mithalten können

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen verdoppelt, die psychiatrisch behandelt werden müssen, bei den psychiatrischen Notfällen in der Universitätsklinik Zürich sogar verdreifacht. Eine Suche nach den Ursachen im Beobachter.

Kinder haben ein Recht auf eine tabakfreie Welt

Ein Bündnis aus zwanzig Gesundheits-, Entwicklungs- und Kinderrechtsorganisationen haben eine Broschüre (pdf, 40S.) über Kinderrechte und Tabakkontrolle veröffentlicht und fordern umfangreiche Massnahmen zur Förderung des Nichtrauchens. Medienmitteilung von Unfairtobacco.

Fast drei Viertel der Unter-6-Jährigen im Internet

Die digitale Mediennutzung beginnt bereits im Kleinkindalter. Das unterstreicht die im Februar 2020 präsentierte Befragung „Die Allerjüngsten und digitale Medien“, die vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) durchgeführt wurde. Dabei zeigte sich, dass bereits 72 Prozent der Kinder unter 6 Jahren das Internet nutzen. Bei den 3- bis 6-Jährigen beträgt der Anteil sogar 81 Prozent. Artikel vom Institut Suchtprävention in Linz.

Autonomie und Glück

Autonomie gilt als wichtige Voraussetzung für ein glückliches Leben. Was der oder die Einzelne als «Glück» im Sinne eines gelungenen Lebens empfindet, sollte sich somit in allen wichtigen Entscheiden spiegeln. Die Medizin, die oft existentielle Fragen betrifft, ist davon nicht ausgenommen. Was hat Glück mit Medizin zu tun? Und was mit Selbstbestimmung in der Medizin? Antworten auf diese Fragen gibt der Tagungsband (pdf, 80S.) der Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW.

Sternstunde Philosophie: Ich pumpe, also bin ich

Fitness, Ernährung, Schönheit: Der Körper steht im Zentrum unserer Zeit. Was steckt hinter dem Körperkult? Ist der durchtrainierte Körper ein Symbol unserer Leistungsgesellschaft? Die letzte Bastion des Kontrollierbaren? Die neue Religion? Yves Bossart spricht mit dem Kunsttheoretiker Jörg Scheller. Sendung (60 Min.) auf SRF.

Illegaler Kokainhandel zerstört Regenwald

„Los Narcos“ seien schuld, sagen die Einheimischen. Forscherinnen und Forscher haben ebenfalls nachweisen können, dass der illegale Kokainhandel in erheblichem Masse zum Verlust des Regenwaldes beiträgt. Beitrag auf Drugcom.

Schweizer Drogenpolitik als Modell für die USA

Die USA leiden an der grössten Opioidkrise, die das Land je gesehen hat. Die Suche nach Lösungen und einer anderen Drogenpolitik führte eine New Yorker Delegation nach Zürich. Beitrag in der Tagesschau.

Zigarettenverkauf in den Niederlanden

Eine grosse Mehrheit im Haager Parlament hat die Regierung letzte Woche darauf verpflichtet, die Zahl der Verkaufsstellen für Tabak massiv zu senken. Zigaretten sollen in den nächsten Jahren aus allen Supermärkten und Tankstellen verschwinden. Das zuvor beschlossene Verbot aller Zigarettenautomaten tritt schon Anfang 2022 in Kraft. Zigaretten sind künftig nur noch in vergleichsweise dünn gesäten Fachgeschäften zu kaufen. Beitrag auf Spiegel Online, Mitteilung auf Action on Smoke & Health

Alkohol-Marketing fördert Rauschtrinken bei Jugendlichen

Nach Erkenntnis von Gesundheitsexperten ist das Marketing für alkoholische Getränke eine Ursache für das Trinken bei Minderjährigen. Aus diesem Grund sollten Regierungen die oft bruchstückhaften freiwilligen Beschränkungen des Alkohol-Marketings aufgeben und gesetzliche Regelungen schaffen, die die dessen Einflüsse und die Anziehungskraft der Werbebotschaften auf Jugendliche begrenzen. Artikel auf Eurocare, Studie im Journal of Studies on Alcohol and Drugs.

Cannabiskonsum: Konsummuster, Risiken und Möglichkeiten der Prävention

Die Ausgabe proJugend 1/ 2020 befasst sich mit dem Cannabiskonsum und dessen Ausprägungsformen und Ausbreitungswegen in Deutschland. Sie geht zudem auf mögliche Präventions- und Interventionsprogramme ein, die bereits vielfach in der Praxis angewendet und wissenschaftlich begleitet wurden, um riskanten Konsum von jungen Menschen einzudämmen. Der Beitrag "Cannabiskonsum Konsummuster, Risiken und Möglichkeiten der Prävention" (pdf, 6S.) ist online zugänglich.

Gesundheit: Taschenstatistik 2019

Die vorliegende Taschenstatistik gibt einen zusammenfassenden Überblick über die verfügbaren Statistikdaten im Gesundheitsbereich. Eine Publikation (pdf, 44S.) vom Bundesamt für Gesundheit.

Factsheetreihe zum Stand der Tabakkontrolle in Europa

Für die Europäische Tabakkontrollkonferenz "European Conference on Tobacco or Health" (ECToH), die vom 19. bis 22. Februar 2020 in Berlin stattfand, hat das deutsche Krebsforschungszentrum eine Reihe von englischsprachigen Factsheets zu verschiedenen Aspekten der Tabakprävention in Europa erstellt. Alle Factsheets (pdf, 15S.) in einem Dokument.

Newsletter Infodrog

Der Februar-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Ayahuasca: Die Trend-Droge aus dem Dschungel und ihre Wirkung

Wilde Muster, Begegnungen mit höheren Wesen und lebensverändernde Erfahrungen – Ayahuasca gehört zu den stärksten Halluzinogenen der Welt und liegt seit Jahren im Trend. Doch was bewirkt der psychedelische Pflanzensud? Eine Konsumentin berichtet. Beitrag (22Min.) auf SRF.

Wenn Eltern psychisch krank sind: Kurzfilme helfen weiter Empfehlung

Was tun, wenn Eltern psychisch krank sind? Das Institut Kinderseele Schweiz beantwortet diese Frage mit sieben Kurzfilmen. Artikel auf Spectra Online.

Was tun gegen Kater?

Tschüss Party, hallo Schmerz: Auf übermäßigen Alkoholkonsum folgt Leid. Das ist bekannt. Doch warum der Körper so reagiert, ist unklar. Das erschwert es, ein Gegenmittel zu finden. Artikel auf Spektrum.de

Im Strudel der Sucht

Sie wuchs als Tochter einer Drogensüchtigen auf. Als sie später selbst heroinabhängig und Mutter zweier Kinder wurde, traf sie ihre schwerste Entscheidung. Artikel auf #12.

Drug Checking als Schweizer Exportschlager

Für das Aussendepartement ist das Drug Checking eine richtige «Swiss Story». Unter diesem Label publiziert das Ministerium Beiträge über helvetische Errungenschaften. Die Onlineartikel sind Teil der sogenannten Landeskommunikation. Sie finden sich auf der departementseigenen «House of Switzerland»-Website und werden unter anderem über die Kanäle der Schweizer Botschaften rund um die Welt verbreitet. Artikel in der Aargauer Zeitung.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 1/2020 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Eindämmung des Tabakkonsums: Schweiz verliert 14 Plätze

Die Schweiz, «die Heimat der Tabakkonzerne», stürzt in der europäischen «Tobacco Control Scale» auf den zweitletzten Platz ab (35 von 36) und verliert den Anschluss an eine zeitgemässe Tabak- und Nikotinprävention. Auf Platz 1 der Rangliste ist das Vereinigte Königreich, Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakkonsum. Hinter der Schweiz findet sich nur noch Deutschland, Beitrag auf aerzteblatt.de

Neue Cannabinoide entdeckt

Die Pflanze Cannabis sativa enthält über 400 Inhaltsstoffe. Aber v.a. eine davon, nämlich THC, hat eine psychoaktive Wirkung. Zumindest war das bis jetzt die Annahme. Nun verkündet eine Gruppe italienischer Forschender, dass sie zwei neue Cannabinoide gefunden hätten. Beitrag auf VICE. Die Studie ist auf Nature publiziert, Artikel auf CNN.

Optimierung der Versorgung alternder Menschen mit einer Abhängigkeit

Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kantons Thurgau hat der Fachverband Sucht Handlungsfelder und prioritäre Massnahmen zur Optimierung der Versorgung alternder Menschen mit einer Abhängigkeit entwickelt. Das Pilotprojekt war als Musterprozess aufgebaut. Der Bericht (pdf, 20S.) dazu ist online verfügbar.

Die Raucherzahlen stagnieren seit zehn Jahren

Im Jahr 2017 rauchten 27% der Bevölkerung. Während die Raucheranteile sich in den letzten Jahren nicht gross verändert haben, kam es zu einer eigentlichen Veränderung der Konsummuster beim Rauchen. So hat sich der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher, welche 20 Zigaretten oder mehr pro Tag konsumieren, in den letzten 25 Jahren halbiert. Im selben Zeitraum nahmen die sozialen Unterschiede beim Rauchen zu, und zwar zulasten der Personen ohne nachobligatorische Schulbildung. Medienmitteilung und Publikation des Bundesamtes für Statistik (Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017).

Tabakkonsum verursacht fast ein Drittel der Krebstodesfälle in Europa

Mit 9,6 Millionen Todesfällen im Jahr 2018 ist Krebs die zweithäufigste Todesursache weltweit. Obwohl er durch mehrere Risikofaktoren verursacht wird, hat der Tabakkonsum, der für 25% aller Krebstodesfälle weltweit verantwortlich ist und mit mindestens 20 Krebsarten in Verbindung gebracht wird, einen erheblichen Einfluss. Im Jahr 2018 wurden 27% aller Krebserkrankungen in der Europäischen Region der WHO auf den Tabakkonsum zurückgeführt. Medienmitteilung und Cancer Report der WHO.

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2020: Jetzt Give-Aways bestellen!

Am 14. Mai 2020 findet der nächste Nationale Aktionstag Alkoholprobleme statt. Das Thema lautet «Das Tabu brechen». Seit Anfang Jahr können kostenfrei Informationsmaterial und Give-Aways bestellt werden (noch bis zum 27. Febraur), die Institutionen im Rahmen Ihrer Aktionen abgeben können . www.aktionstag-alkoholprobleme.ch

Die Therapie mit Psychedelika kehrt zurück

In den 1990er Jahren erlebte sie dann ein zaghaftes Comeback. Die Erfahrungen der ersten Stunde genügen den heutigen wissenschaftlichen Standards nicht und gelten daher als wenig verlässlich. In den vergangenen Jahren haben nun mehrere Forschergruppen versucht, diese Beobachtungen mit den Methoden der evidenzbasierten Medizin zu verifizieren. Denn der Bedarf an Therapien, mit denen sich die Ängste und die Niedergeschlagenheit der Betroffenen lindern lassen, ist gross. Artikel der NZZ.

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste»

Der Kinohit «Platzspitzbaby» rückt Kinder von suchtkranken Eltern in den Fokus. Auch die 34-jährige Jasmin ist bei drogensüchtigen Eltern aufgewachsen. Nun will sie das erste Mal über ihr Leben erzählen. Beitrag und Video auf Watson.

«Der Staat soll alle Drogen regulieren»

Die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe war ein entscheidender Faktor, dass die Schliessung der offenen Drogenszene am Letten 1995 klappte. Thilo Beck begann zwei Jahre nach der Schliessung im Zentrum für Suchtmedizin, Arud, zu arbeiten. Warum braucht es die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe auch heute noch? Wie hat sich der Drogenkonsum geändert und wo steht heute die Drogenpolitik? Ein Gespräch mit Thilo Beck auf SRF Regionaljournal Zürich Schaffhausen.

25 Jahre Lettenschliessung

Kein Drogensüchtiger weit und breit, nur Medienleute aus der ganzen Welt und ein paar Schaulustige trafen sich um Mitternacht am Ufer der Limmat. Die Räumung des Letten war eigentlich keine Räumung, denn die Drogenkranken hatten sich längst verzogen, als die Stadt Zürich der offenen Drogenszene am 14. Februar 1995 ein Ende setzte. Artikel auf SRF, Beitrag in der SRF Tagesschau.

Tabakpolitik: EU-Kommission fordert umfassenden Ansatz

Die derzeitigen Vorschriften zur Tabakbesteuerung funktionieren zwar gut hinsichtlich Vorhersehbarkeit und Stabilität der Steuereinnahmen der Mitgliedstaaten, verhindern den hohen Tabakkonsum in der EU aber nicht mehr ausreichend. Notwendig ist ein umfassenderer Ansatz, der alle Aspekte der Tabakkontrolle einschliesslich der öffentlichen Gesundheit, der Besteuerung, der Bekämpfung des illegalen Handels und der Umweltbelange berücksichtigt. Dies geht aus der Bewertung der EU-Vorschriften zur Besteuerung von Tabakwaren hervor. Medienmitteilung der EU Kommission.

Cannabiskonsum: Rekreative oder medizinische Beweggründe?

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit hat das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) eine Studie durchgeführt, die zum Ziel hatte, Personen, die Cannabis aus gesundheitlichen/medizinischen oder rekreativen Gründen einnehmen, zu befragen. Die Resultate zeigen: Cannabisprodukte führen für über 96% der Befragten zu einer grundsätzlichen bis extremen Verbesserung der Symptome. Für viele Befragte ist die Einnahme aber mit grossen Sorgen bezüglich Verkehrssanktionen, Verurteilungen mit Geld und Gefängnisstrafen verbunden. Schlussbericht (pdf, 92S.) und Faktenblatt (pdf, 2S.) zur Studie.

Drogenbedingte Krankenhausnotfälle

Dieser Bericht stellt die neuesten Erkenntnisse über drogenbedingte Krankenhausnotfälle. Aus den Daten geht hervor, dass zu den Substanzen, die am häufigsten bei Behandlungen von Drogentoxizität verwendet werden, Heroin, Kokain und Cannabis gehören. Der Bericht beleuchtet zudem weitere Aspekte drogenbezogener Notfälle, wie klinische Merkmale, geografische Unterschiede und demografische Kennzahlen. Eine Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Musterkonzept «Genuss, Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren»

Wie gelingt die Früherkennung und die Betreuung von Suchtbetroffenen im Pflegealltag? Dieses Musterkonzept (pdf, 28S.) zeigt praktische Herangehensweisen auf und dient Institutionen und Mitarbeitenden aus dem Pflegebereich als Grundlage für die Entwicklung eigener Lösungen. Es wurde vom Fachverband Sucht in Zusammenarbeit mit Infodrog, dem Gustav Benz Haus sowie weiteren Expertinnen und Experten aus der Alterspflege und der Suchthilfe entwickelt.

Trinkerkinder – Der lange Schatten alkoholkranker Eltern

«Trinkerkinder» konfrontiert das Publikum mit dem Schicksal der schwächsten Betroffenen der Volkskrankheit Nummer 1: Kinder von alkoholkranken Eltern. Was bedeutet es für ein Kind, mit solchen Eltern aufzuwachsen? Und wie stehen die Chancen, dem Teufelskreis von Sucht und Abhängigkeit zu entkommen? Ein DOK auf SRF, Artikel zum Film auf SRF.

Hepatitis-C-Behandlungen in der hausärztlichen Praxis

Die Folgen einer Hepatitis-C-Infektion sind zahlreich und gehen weit über Lebererkrankungen hinaus. Daher sollen Betroffene aktiv gesucht und behandelt werden. Das HepCare-Projekt von Hepatitis Schweiz unterstützt die Hausärztinnen und Hausärzte dabei, die einfachen und hocheffizienten neuen Hepatitis-C-Therapien in ihrer Praxis selbst durchzuführen. Artikel im Primary and Hospital Care.

«Platzspitzbaby» im Unterricht

Der Spielfilm über die Zürcher Drogenhölle, inspiriert von Michelle Halbheers Autobiografie «Platzspitzbaby», beleuchtet ein trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte. Neun Kurzfilme geben Anlass, sich mit Fragen rund um das Thema Drogen und Sucht zu beschäftigen. Interviews mit Zeitzeugen, Archivaufnahmen und Ausschnitte aus dem Spielfilm ermöglichen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Für die Sekundarstufen I und II steht zusätzlich das Dossier für Schülerinnen und Schüler (pdf, 24S.) zur Verfügung, ergänzt mit didaktischen Hinweisen.

«goodplan» im Umgang mit Stress

Das Angebot «goodplan» der Stiftung Berner Gesundheit hat zum Ziel, die psychosoziale Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch die Förderung von Lebenskompetenzen zu stärken.

«Sick Style» – wie junge Erwachsene ihre psychischen Krankheiten und Krisen in den sozialen Netzwerken inszenieren

Angststörungen, Depressionen, Borderline-Syndrom: Über psychische Krankheiten wird immer offener gesprochen – auch in den sozialen Netzwerken. Doch das hat auch eine Kehrseite. Artikel auf NZZ Online.

Exzessives Sporttreiben bei Essstörungen

Unbestritten ist, dass Sport die Gesundheit fördert. Wird Sport jedoch exzessiv und zwanghaft betrieben und im Extremfall zur „Sportsucht“, kann dies krank machen. Dieses ungesunde Sporttreiben ist nachweislich besonders ausgeprägt bei Personen, die unter Essstörungen leiden. Ein Forschungsteam am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Freiburg konnte nun erstmals psychologische Alltagsmechanismen aufdecken, die diesem pathologischen Sporttreiben zugrunde liegen. Artikel auf Konturen.

Nichtübertragbare Krankheiten: Politische Forderungen

In ihrer Stellungnahme (pdf, 17S., Englisch) adressiert die „International Union for Health Promotion and Education“ (IUHPE) nationale Regierungen mit einem Zehn-Punkte-Plan, um Gesundheitsförderung und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (non-communicable diseases, NCDs) voranzubringen. Damit sollen die NCD-Ziele der Vereinten Nationen (UN) besser erreicht werden. Mitteilung der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung Deutschland

Alkoholgeschädigte Kinder kämpfen mit massiven Folgen

In der Schweiz kommen jährlich bis zu 1700 Kinder mit Beeinträchtigungen zur Welt, weil die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat. Selbst Fachleute unterschätzen das Ausmass. Eine Pflegemutter erzählt. Artikel auf tagblatt.ch

Nationale Aktionswoche vom 10.-16. Februar 2020: «Kinder von suchtkranken Eltern»

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100'000 Kinder in einem Elternhaus auf, das von Alkohol oder anderen Substanzen schwer belastet ist. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation. Die Aktionswoche will das Tabu brechen und aufzeigen, wie diesen Kindern geholfen werden kann. Zahlreiche Organisationen in zwölf Kantonen führen hierzu 38 öffentlichkeitswirksame Aktionen durch. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

THC-Werte von Haschisch in der Schweiz

Die Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) gibt jährlich Statistiken heraus über die THC-Gehalte diverser Cannabisprodukte. In der Schweiz ist der THC-Gehalt von Haschischproben seit Jahren höher als jener von den Blüten. Der THC-Gehalt von Haschischproben stieg im letzten Jahrzehnt massiv von 10,8 auf 21,0 Prozent, jener der Blüten hingegen nur leicht von 9,9 auf 11,5 Prozent. Beitrag im Drogerie Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Belgien beschliesst Rauchverbot im Auto

In Belgien darf man ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr im Auto rauchen, wenn Minderjährige oder Schwangere im Wagen sitzen. In anderen europäischen Ländern wie Österreich, Frankreich und Italien gilt schon länger ein Rauchverbot im Auto mit Strafen von bis zu 3000 Euro und drohendem Fahrverbot bei Verstössen. Artikel auf Spiegel Online.

Wie gefährlich sind Ecstasypillen?

Wie wahrscheinlich sind schwere oder sogar tödliche Folgen beim Konsum von Ecstasy? Forscher aus den Niederlanden haben das Risiko berechnet. Beitrag auf Drugcom

Europäischer Harm Reduction Report

Ziel dieses Berichts (pdf, 112S.) ist es, die Informations- und Wissensbasis über Massnahmen zur Schadensminderung in Europa aus der Sicht von Organisationen der Zivilgesellschaft, d.h. von Organisationen, die direkt für und mit Drogenkonsumenten arbeiten, zu erweitern. Herausgeber ist Correlation - European Harm Reduction Network (C-EHRN).

Schweizer Suchtpanorama 2020

Welches sind die aktuellen Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz? Welche Probleme manifestieren sich beim Konsum von Medikamenten, beim Geldspiel und beim Internetgebrauch? Das jährlich erscheinende Schweizer Suchtpanorama (pdf, 35S.) von Sucht Schweiz nimmt sich dieser und weiterer Fragen an, liefert neuste Fakten und Zahlen, stellt Zusammenhänge her und kommentiert. Tagesgespräch zum Thema auf SRF, Beitrag auf SRF.

Werbung für E-Zigaretten

Werbung für elektronische Zigaretten wirkt sich deutlich negativ aus. Nach häufigem Kontakt mit E-Zigarettenwerbung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche innerhalb eines Jahres mit dem Dampfen anfangen, um 95 Prozent. Das zeigt der Präventionsradar des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord). Artikel auf Konturen.

Aktualisierte Hepatitis-C-Broschüre

Die über Hepatitis C ist soeben neu aufgelegt worden. Mit neuem Layout, aktualisierten Informationen informiert sie Menschen mit einer chronischen Hepatitis C und deren Angehörige sowie die interessierte Öffentlichkeit über die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Hepatitis C. Herausgeber der Broschüre ist Hepatitis Schweiz.

Das Leiden der Angehörigen: Wie Alkoholsucht Familien zerstört

Kinder, Ehe- oder Lebenspartner: Wenn es um Alkoholismus geht, werden Angehörige selten gehört. Meist steht die Sucht und damit der Süchtige im Mittelpunkt. Hier soll es andersherum sein: Die, deren Leiden oft übersehen wird, bekommen eine Stimme. Ein Deutschlandfunk Feature (30 Min.).

Wie Alkohol zum Problem wird

Wer als junger Erwachsener vorwiegend im Freundeskreis Alkohol trinkt, entwickelt mit geringerer Wahrscheinlichkeit einen problematischen Alkoholkonsum als Gleichaltrige, die Alkohol meist alleine trinken. Das ist das Ergebnis einer Studie mit 21- bis 30-jährigen Studentinnen und Studenten in den USA. Beitrag auf Drugcom.

St. Gallen: Missbräuchlicher Alkoholverkauf geht zurück

Die jährlich durchgeführten Testkäufe von Alkohol und Tabak an Jugendliche zeigen einen deutlichen Rückgang der Verstösse. Die Verstossquotebei Alkohol nahmletztes Jahr im Vergleich zu 2018 um 56 Prozentab, diejenige fürZigaretten um 68 Prozent. Besonders bei mehrfach getesteten Betrieben zeigen die Testverkäufe positive Wirkung. Medienmitteilung (pdf, 2S.) und Factsheet (pdf, 2S.) des Gesundheitdepartementes St. Gallen.

Drug Checking – Die Schweizer Antwort auf die Risiken des Drogenkonsums

Menschen sind für ihre Lebensweise und ihr Verhalten grundsätzlich selber verantwortlich. Auf dieser Überzeugung basiert die Nationale Strategie Sucht der Schweiz. An diesem Punkt setzt der innovative Schweizer Ansatz des Drug Checking an: Die Gesundheitskompetenz der Konsumierenden soll gefördert werden, indem sie über die Zusammensetzung der jeweiligen Substanz Bescheid wissen und die Risiken und Folgen ihres Konsums illegaler Substanzen kennen. Artikel auf der Website vom House of Switzerland.

Cannabis-Studie: Erfolgreiche Strategien zur Selbstregulation

Um den Konsum von Cannabis zu begrenzen, wendet eine grosse Mehrheit von Cannabis-Konsumierenden erfolgreich Strategien zur Selbstregulation an. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie (pdf, 9S.), die vom Institut für Psychologie der Universität Bern im Auftrag der Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) durchgeführt wurde. Medienmitteilung der Stadt Bern, Artikel auf SRF, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Die CSU entdeckt ihr Herz für Fixer

Drogensüchtige waren für die Christsozialen lange Zeit potenziell Kriminelle. Doch der Kurs der CSU ändert sich, die Drogenbeauftragte gibt sich pragmatisch. Und das bayerische Gesundheitsministerium finanziert Gegenmittel bei Überdosierung. Artikel auf Welt.de

Was Eltern über TikTok wissen müssen

TikTok ist eine App, mit der man bis zu einminütige Videos aufnehmen und mit anderen Nutzerinnen und Nutzern teilen kann. Dieser Beitrag von Saferinternet.at erklärt, wie das Musikvideo-Netzwerk TikTok genutzt wird und gibt Tipps zum sicheren Umgang.

Was Cannabis mit Jugendlichen macht

Unter jungen Menschen wird so viel Cannabis konsumiert wie nie; die Droge gilt als harmlos und gesellschaftlich akzeptiert. Auch in Deutschland wird wieder verstärkt über eine Legalisierung diskutiert. Aber wie wirken sich die Joints auf ein Gehirn aus, das sich noch in der Entwicklung befindet? Artikel auf Deutschlandfunk.

Ungeklärter Todesfall: Was geschah im Sune-Egge?

Felix Suárez stirbt an Weihnachten 2010 im Zürcher Drogenspital Sune-Egge an einer Überdosis aus Methadon und Beruhigungsmitteln. Sein Sohn glaubt an einen Behandlungsfehler und führt einen erbitterten Kampf – der sich längst nicht mehr nur gegen das Spital richtet. Eine Recherche der WOZ.

Suchtmittelkonsum bei SchülerInnen

Konsumieren Schülerinnen und Schüler Alkohol, Tabak und andere psychoaktive Substanzen, kann dies ihre Gesundheit kurz- oder langfristig negativ beeinflussen. Die Schülerstudie HBSC zeigt regelmässig auf, ob und wie Jugendliche Suchtmittel konsumieren. Artikel auf Spectra Online.

Responsible Gambling in Deutschland

Responsible Gambling Massnahmen verteilen Verantwortlichkeiten auf verschiedene Ebenen. Sie können hierbei das Ziel einer Glücksspiel-Politik darstellen und eine für Anbieter verpflichtende Praxis in Spielstätten festlegen, das Verhalten von Spielenden beschreiben oder mittels Aufklärungskampagnen die Förderung von Responsible Gambling bedeuten. Dieser Bericht (pdf, 18S.) vom Institut für Therapieforschung Bayern beschreibt den Status quo und gibt Handlungsempfehlungen zum verantwortungsbewussten Spielen.

Der Cannabis-Markt unter der Lupe

Der Cannabis-Markt im Kanton Waadt ist von allen Betäubungsmitteln der grösste, doch bleibt der Umsatz hinter demjenigen beim Kokain zurück. Der konsumierte Cannabis stammt aus unterschiedlichen Quellen und weist einen grossen Import-Anteil aus, wobei der einheimische Kleinanbau eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Auf dem Markt finden sich neu auch Mischungen von illegalem und legalem (CBD-)Cannabis. Mehr als die Hälfte des konsumierten Cannabis geht auf stark Konsumierende zurück, die weniger als 10 Prozent der Benutzerinnen und Benutzer ausmachen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel auf SRF.

Projektmanagement-Tool quint-essenz wird eingestellt

Grund für die Deaktivierung des Online Projektmanagement-Tools und der Community-Plattform auf Ende 2020 sind laut Gesundheitsförderung Schweiz die geringe öffentliche Nutzung dieser beiden Bereiche und der hohe Aufwand für die Bewirtschaftung. Medienmitteilung von Gesundheitsförderung Schweiz.

Stadt Zürich: risikoCHECK

Wie habe ich es mit Alkohol, Zigaretten oder Cannabis? Wie mit Chatten oder Gamen? Der risikoCHECK bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Standortbestimmung, was den eigenen Konsum von Substanzen oder Digitalen Medien angeht. Die Kurzberatung hilft riskantes Verhalten zu erkennen und motiviert, neues Verhalten auszuprobieren.

Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern

Der Deutsche Bundestag hat 2017 die Bundesregierung aufgefordert, eine zeitlich befristete interdisziplinäre Arbeitsgruppe einzurichten, die Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, erarbeitet. Der Abschlussbericht und weitere Dokumente liegen nun vor.

Das perfekte Bordell

Sexarbeiterinnen werden bis heute an den Rand der Gesellschaft gedrängt, bemitleidet oder gar verachtet. Es ist höchste Zeit für einen neuen Umgang mit der Prostitution. Artikel in der Republik.

Umgang mit Suchtmittelkonsum in der Pflege älterer Menschen

In den «Empfehlungen Umgang mit Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in der professionellen Pflege älterer Menschen» finden Pflegefachpersonen Grundlagenwissen zu Abhängigkeiten. Anhand fiktiver Fallbeispiele werden zentrale berufsethische Spannungsfelder aufgezeigt. Daraus werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Organisationen, die Teams und die einzelnen Fachpersonen der professionellen Pflege abgeleitet. Die Empfehlungen (pdf, 4S.) sind auf der Plattform Alter und Sucht erhältlich.

Suchtprävention in Zürich: «Im Rückblick eine verrückte Geschichte»

Martin Küng gehörte zum Suchtpräventions-Team der Stadt Zürich der ersten Stunde und hat die Entwicklung der Fachstelle hautnah miterlebt. Ende Dezember ist er in Pension gegangen. Im Interview (pdf, 4S.) blickt er nochmals zurück.

Medikamenten-Missbrauch bei Jugendlichen

Gleich mehrere Fälle von Medikamenten-Missbrauch durch Jugendliche sind in der jüngeren Vergangenheit publik geworden. Jugendliche nehmen verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel ein, um sich zu berauschen. Beitrag im 10vor10 auf SRF.

Drogen - eine Weltgeschichte

Ein Zweiteiler von SRFmyschool. Teil 1: Bereits in der Steinzeit versetzten giftige Pilze die Menschen in einen Rausch. Sie glaubten, so bei kultischen und religiösen Zeremonien mit den Göttern kommunizieren zu können. Auch in der Antike wurden Drogen, wie Bier, genutzt um die Bevölkerung zu versorgen und bei Laune zu halten. Teil 2: Harte und heute verbotene Drogen waren noch vor 100 Jahren in Apotheken zu finden. Sie haben sogar die Medizin revolutioniert: Einerseits wurden durch ihre Erforschung Fortschritte in der Medizin erzielt, anderseits sind viele Inhaltsstoffe von harten Drogen heute noch in Medikamenten zu finden. Beide Videos dauern ca. je 42 Minuten.

Der grosse Drill

Der Trend geht zum totalen Training. Der Historiker Jürgen Martschukat erklärt die Gegenwart zum «Zeitalter der Fitness». Eine Pointe Martschukats liegt darin, dass es gerade progressive Bewegungen wie der Feminismus waren, die den Körper mit der Forderung nach Selbstbestimmung politisierten und damit den heutigen gesellschaftlichen Zugriff auf die Leiber antizipierten. Artikel in der Wochenzeitung woz.

Deutschland: Drogenbeauftragte will Drug-Checking

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), hat sich für eine als Drug-Checking bekannte Analyse von Partydrogen auch in Deutschland ausgesprochen: „Damit können Konsumenten erreicht werden, die von der klassischen Suchtberatung nicht angesprochen werden“. Artikel auf aerzteblatt.de

Der Platzspitz hat die Drogenpolitik der Schweiz verändert

Die offene Drogenszene auf dem Platzspitz und am Letten in Zürich in den 80er und 90er Jahren waren Orte des Leidens, des Sterbens und der Gewalt. Bis zu tausend Menschen starben damals Jahr für Jahr. Beitrag im Treffpunkt auf Radio SRF (57 Min.).

«Eine bessere Drogenpolitik hätte viel Elend verhindert»

André Seidenberg kämpfte vor 30 Jahren mit Methadon und sauberen Spritzen gegen die Verwahrlosung der Heroinsüchtigen. Heute fordert er die ärztliche Abgabe aller Drogen. Ein Gespräch mit Seidenberg zum neuen Film "Platzspitzbaby" im Beobachter.

100 Jahre US-Prohibition und wo sie bis in die Gegenwart andauert

Lynchburg im US-Bundesstaat Tennessee wurde weltberühmt, als Jack Daniel 1866 begann, hier Whisky zu brennen. Das Paradox: Bis heute sitzt das Städtchen auf dem Trockenen - die Prohibition wurde hier nie abgeschafft. Artikel auf tagesschau.de, Artikel auf Spiegel Online.

Mediennutzung: Inhalte statt Bildschirmzeit sind entscheidend

Wer wissen will, wie Menschen digitale Medien nutzen, darf nicht allein die Bildschirmzeit messen. Es gilt, alles festzuhalten, was wir vor dem Display tun. Artikel auf Spektrum.

Habe ich ein Alkoholproblem? Das Experiment

Ab wann bezeichnet man jemanden als alkoholabhängig? Zählt Livio schon dazu? In der Reportage analysiert er sein Trinkverhalten und seine Blutwerte mit einem Experten und trifft sich mit einer trockenen Alkoholikerin. Livio trinkt jedes Wochenende und bezeichnet seinen Alkoholkonsum als ziemlich masslos. Für diese Reportage will er einen Monat lang trocken bleiben und muss sich die Frage stellen: Habe ich ein Alkoholproblem? Beitrag auf SRF (16 Min.)

Lifestyle-Drogen: Unterschätzte Gefahr für das junge Herz

Die Deutsche Herzstiftung warnt vor lebensgefährlichen Herzschäden durch den Konsum von Amphetaminen. Häufig sind Menschen unter 30 Jahren betroffen. Meist am Wochenende werden die jungen Patienten mit schwerster Luftnot in die Notfallambulanz eingeliefert. Artikel auf Konturen.

Wie die USA vor 100 Jahren ein Alkoholverbot einführten

Mit der Prohibition sollte die amerikanische Gesellschaft gesunden. Doch das «noble Experiment» geriet zum historischen Lehrstück über gutgemeinte Absichten und ihre desaströsen Folgen. Beitrag auf NZZ Online, Beitrag auf Zeit Online.

Müll-Kippen

In wenigen Minuten ist eine Zigarette geraucht, doch die Umwelt belastet sie noch jahrelang. Eine Übersicht in Grafiken auf Zeit Online.

Kiffen und die Konsequenzen

Die Legalisierung von Cannabis wird zwar diskutiert. Doch Kiffen ist in der Schweiz verboten. Was wird bestraft – und was nicht? Artikel im Beobachter.

Ältere Menschen nehmen zu viele Schlafmittel ein

Schweizer Senioren greifen zu oft zu Schlafmitteln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Lausanne. Mediziner waren vor den Folgen: Die Nebenwirkungen – Abhängigkeit, Schwindel, Verwirrtheit – verschlimmern sich im Alter. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Originalbeitrag (pdf, Englisch) im BMJ.

Infodrog sucht eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in!

Infodrog ist die vom Bundesamt für Gesundheit eingesetzte Schweizerische Koordinations-und Fachstelle Sucht. Für die Umsetzung der Aufgaben in der Information, Koordination und Qualitätsentwicklung sucht Infodrog ab 1. Mai 2020 oder nach Vereinbarung eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in 70%. Zum Inserat.

Psilocybin in der Behandlung von Depressionen

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat Psilocybin, den halluzinogen wirkenden Stoff in den so genannten Zauberpilzen, unlängst den Status einer »Breakthrough Therapy« für Depressionen zuerkannt. Britische Forscher hatten in Studien aus den Jahren 2016 und 2018 gezeigt, dass eine zweimalige Gabe von Psilocybin im Abstand weniger Tage Depressionen erheblich lindern kann. Interview auf Spektrum mit Torsten Passie, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Lotteriefonds-Auswertung

Eine Auswertung der gemeinnützigen Lotteriefonds zeigt: Viel Geld fliesst an Grossinstitutionen. Das hat Gründe. Beitrag der Rundschau.

US-Regierung verbietet einige E-Zigaretten mit Aroma

In den USA dürfen bestimmte E-Zigaretten nicht mehr verkauft werden, die nach Frucht oder Minze schmecken. Das Verbot fällt allerdings weniger strikt aus als ursprünglich geplant. Artikel auf Spiegel Online.

Italien: häuslicher Anbau kleiner Cannabismengen ist kein Verbrechen

Der Anbau kleiner Mengen von Cannabis zu Hause für den privaten Gebrauch ist kein Verbrechen. Das hat das oberste Gericht Italiens entschieden und damit einen jahrelangen Rechtsstreit beendet. Ein Gesetz aus den 1990er Jahren verbietet den Anbau und den Verkauf von Cannabis in Italien, aber widersprüchliche Gerichtsentscheidungen sorgten für Verwirrung darüber, wie dieses Gesetz auszulegen ist. Artikel der New York Times, Beitrag im Newsletter der IACM.