News der letzten 12 Monate

Die Willkür des Drogenkriegs

Welche Drogen legal und welche verboten sind, hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert: je nach kulturellem Kontext, moralischen Vorstellungen und finanziellen sowie machtpolitischen Interessen der Herrschenden. Ein Info-Poster der ARUD.

Hepatitis-C in der Schadensminderung

Correlations (European Harmreduction Network) analysiert in ihrem Bericht (Englisch, pdf, 54S.) 14 Good-Practice-Beispiele für Schadensminderung in Europa. Darunter findet sich aus der Schweiz auch die Arud in Zürich. In dieser Broschüre (Englisch, pdf, 20S.) werden die 14 Beispiele kurz vorgestellt.

Amphetaminkonsumierende haben höheres Sterberisiko

Eine grosse Studie belegt: Regelmässiger Konsum von Amphetaminen wie Speed oder Crystal Meth ist mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko verbunden. Das australische Forschungsteam hat errechnet, dass Personen mit regelmäßigem Konsum von Amphetaminen ein 6,3-fach höheres Sterberisiko haben als vergleichbare Personen ihrer Altersgruppe. Studien, die Männer und Frauen einbezogen haben, kommen zu dem Ergebnis, dass konsumierende Männer ein doppelt so hohes Sterberisiko haben wie Frauen. Artikel auf drugcom.

Hepatitis C: Behandlungsmodelle für die Drogenhilfe

Die Publikation "Hepatitis C: new models of care for drugs services" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

Gaming

Immer mehr Menschen verbringen Teile ihrer Freizeit mit Computer- und Videospielen, sei es zu Hause an einer Konsole oder unterwegs mit einem mobilen Gerät. Und es sind keineswegs ausschliesslich Kinder und Jugendliche, die "zocken": Der durchschnittliche deutsche Gamer ist etwa 36 Jahre alt – und in 47 von 100 Fällen eine Gamerin. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 48S.) der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte nähert sich dem Gaming aus verschiedenen Perspektiven.

Cannabis: Kanadas Legalisierungs-Boom bleibt erstmal aus

Seit nun fast einem Jahr kann Cannabis in Kanada legal gekauft und konsumiert werden. Für viele Unternehmen eine Goldgrube. Doch noch läuft das Geschäft alles andere als reibungslos. Artikel der Deutschen Welle.

Deutschland hinkt beim Rauchverbot hinterher

Rauchfrei bis 2025: Während sich Schweden konsequent auf dieses Ziel zubewegt, qualmt in Deutschland immer noch jeder Vierte. Rauchverbote werden dort nur uneinheitlich geregelt. Nachholbedarf besteht vor allem in der Innengastronomie. Personal und Gäste in Raucherräumen seien einer sehr hohen Tabakrauchbelastung ausgesetzt. Kippen häufen sich in Deutschland auch auf öffentlichen Spielplätzen in kleinen Dörfern und Städten. Artikel auf Spiegel Online.

Street Parade 2019

Am kommenden Samstag (10 August) findet die Street Parade 2019 statt. Saferparty wird mit einem kostenlosen und anonymen Drug Checking- und Beratungsangebot vor Ort sein. Das Team ist ab 13 Uhr bis Mitternacht auf dem Bürkliplatz zu finden. Das Online-Tool mit den Substanzwarnungen von Infodrog und Partner informiert über aktuelle Substanzwarnungen und liefert Informationen zu unerwarteten und gefährlichen Stoffen und Streckmitteln. Weitere Tipps rund um die Street Parade findet sich in der aktuellen Medienmitteilung der Stadt Zürich.

Suchterkrankungen können neu eine IV-Rente begründen

Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung für die Beurteilung des Anspruchs auf eine IV-Rente bei Suchterkrankungen geändert. Damit wird bei Suchterkrankungen zukünftig so vorgegangen, wie dies bereits bei psychischen Erkrankungen der Fall ist. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtes, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Newsletter Infoset

Der aktuelle Newsletter ist soeben erschienen. Dieser fasst die Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Niederlande: Anti-Rauch-Politik

Die Niederlande haben dem Rauchen in Anbetracht der erschreckenden Zahl an Todesopfern den Kampf angesagt. Aber nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen reagieren auf das Rauchen. So verbieten immer mehr Cafés und Kneipen das Rauchen in ihren Außenbereichen. 18 Prozent der Niederländer rauchen. Für die niederländische Regierung sind das 18 Prozent zu viel. Die Koalition in Den Haag hat sich eine Anti-Rauch-Politik gesetzt, die Rauchen so unattraktiv wie möglich machen soll. Artikel auf Niederlande Net.

Wie E-Zigaretten Nikotinsüchtigen helfen sollen

Eine Suchthilfe Ost im Kt. Solothurn gibt gratis E-Zigaretten ab. Dies in der Hoffnung, dass Raucher von den herkömmlichen Zigaretten, die für die Gesundheit schädlicher sind, wegkommen. Ein notwendiges Mittel zur Schadensminderung, finden die einen. Eine Aktion, die ein falsches Signal sendet, die anderen. Artikel im Oltner Tagblatt. Wie gefährlich sind E-Zigaretten? Und was bringen sie? Das meint ein Forscher im Interview mit dem Tagblatt.

Den Festivalsommer geniessen

Nicht nur Wärme und Sonne, sondern auch Alkohol und andere berauschende Substanzen erhöhen die Körpertemperatur: Der Körper trocknet schneller aus, weshalb ausreichend Flüssigkeit umso wichtiger ist. Dem Durst sollte deshalb mit alkoholfreien Getränken begegnet werden! An Grossanlässen sind oft mehr Pillen und Pulver mit falsch deklariertem Inhalt im Umlauf. Die Einnahme einer unbekannten Substanz und/oder einer unbekannten Dosis kann fatale Folgen haben. Wer sich trotz des Risikos für den Konsum entscheidet, sollte sich vorher über mögliche Risiken und Folgen des Konsums informieren und Drug-Checking-Angebote nutzen. Weitere Infos in unserem Dossier.

Der Umgang mit Cannabis in Deutschland und in der Welt

„Legalize it“ – unter diesem Motto trommeln seit bald 60 Jahren die Fans von Cannabis dafür, das je nach Zubereitung grüne Kraut oder bräunliche Harz gesetzlich freizugeben. Während einige Länder, prominent etwa die Niederlande, schon seit Jahrzehnten eine liberale Cannabispolitik pflegen, steht Deutschland weiterhin auf dem Standpunkt, dass Cannabis eine illegale Droge ist. Das hindert zahlreiche Menschen aber nicht daran, Marihuana zu konsumieren, oder es zumindest zu probieren. Ein Schneller Schlau der FAZ

Cassis bläst Tabak-Sponsoring ab

Der öffentliche Druck ist zu gross geworden: Aussenminister Ignazio Cassis hat entschieden, dass der Tabakkonzern Philip Morris nicht wie geplant einer der beiden Hauptsponsoren des Schweizer Auftritts an der Expo 2020 in Dubai sein wird. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Harm Reduction bei Tabakkonsum

In diesem Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung argumentieren die Autoren, dass Schadensminderung kein Teil der Public-Health-Strategie zur Tabakbekämpfung sein kann. Sie beziehen sich dabei auf ein Paper der European Respiratory Society ERS zu Tobacco Harm Reduction, in welchem sieben Argumente vorgestellt werden, warum Schadensminderung nicht als Strategie zur Tabakbekämpfung auf Populationsebene eingesetzt werden sollte. Artikel in der Schweizer Ärztezeitung. Im Gegensatz dazu haben die Schweizer Suchtfachverbände bereits Ende 2017 in einem Positionspapier (pdf, 3S.) empfohlen, dass bisherige Tabakpräventionspolitik um den Aspekt der Schadenminderung zu ergänzen ist.

Acht Millionen Tote durchs Rauchen

Jedes Jahr sterben laut WHO acht Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum - darunter viele, die zu Lebzeiten gar nicht selbst geraucht haben. Die Organisation fordert mehr Hilfe bei der Entwöhnung. Der WHO Report (pdf, 109S.) on the Global Tobacco Epidemic 2019 steht zum Download bereit. Beitrag auf tagesschau.de, Artikel auf Spiegel Online.

Auswirkungen der Cannabislegalisierung

Die Legalisierungsdebatten in den letzten Jahren und die Legalisierung des Freizeitgebrauchs von Cannabis in gut einem Fünftel der Bundesstaaten führte nicht zu einem vermehrten Konsum von Marihuana bei Schülern in den USA. Heute kiffen weniger Schüler als dies vor zwanzig Jahren der Fall war. Auch die zunehmende Verbreitung von Cannabis als Medizin zeigt erste Erfolge. Beitrag im Drogerie-Blog der deutschen Tageszeitung taz.

Jetzt bloss nicht zurückkrebsen

Aussenminister Ignazio Cassis befreit die Schweiz vom Käse- und Schokoladeimage. Und leistet einen Beitrag zur Lösung des Migrationsproblems. Grund genug für den "Preis der Republik". Eine Laudatio auf republik.ch

Marihuana-Boom geht an Dealern vorbei

In den USA haben Schwarze den Cannabis-Markt in der Illegalität aufgebaut und sind dafür im Drogenkrieg oft im Knast gelandet. Von der Legalisierung haben sie selten etwas. Eine Ausnahme ist Oakland. Oakland hat bereits 2017 ein umfassendes Programm gestartet, um Schwarzen und Latinos einen Weg in das legale Marihuana-Business zu eröffnen. Als wichtigster Baustein gilt die Gleichbehandlungsklausel. Mindestens die Hälfte der Lizenzen für Handel oder Produktion von Marihuana in Oakland müssen an Personen gehen, die entweder wegen eines Marihuana-Deliktes verurteilt worden sind oder in einer der Nachbarschaften wohnen, in denen es früher überproportional viele Verhaftungen wegen Cannabis-Vergehen gab. Artikel #12.

Deutschland: Alternativer Drogen-und Suchtbericht

Mehr als 20 namhafte Suchtforscher kritisieren die Drogenpolitik der Bundesregierung als „unglaubwürdig, schädlich und anachronistisch“ und fordern das Kabinett auf, den Posten des Bundesdrogenbeauftragten mit Wissenschaftlern statt mit Parteipolitikern zu besetzten. Der 6. Alternative Drogenbericht 2019 (pdf, 177S.) von akzept steht zum Download bereit.

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen

Die Themen der aktuellen Ausgabe (pdf, 6S.) sind: Wohnungslosigkeit, substanzbezogene Störungen und psychische Gesundheit: Empirische Studien und Konsequenzen für die Wohnungslosenhilfe und die Suchthilfe; Sucht und Ess-Störungen und Drunkorexia (oder: Food and Alcohol Disturbances); Orthorexia nervosa als neue Verhaltenssucht.

Medikamente zur Behandlung der Alkoholabhängigkeit

Der Einsatz von Medikamenten zur Langzeittherapie der Alkoholabhängigkeit wird in einer Stellungnahme (10S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS diskutiert. Einerseits wird durch die medikamentöse Behandlung angestrebt, den medizinischen Charakter der Diagnose Alkoholkrankheit zu betonen und zusätzliche PatientInnen zu erreichen und zu stabilisieren. Andererseits verstärkt die Medikamentenverordnung ungewollt dysfunktionale, suchttypische Kognitionen.

Gesunde Lebensweise – geringeres Demenzrisiko: auch bei schlechten Genen

Das Risiko, an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz zu erkranken, hängt zum einen von bestimmten Genen ab. Doch zum anderen beeinflusst auch die Lebensweise die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Jetzt hat eine britische Studie ergeben, dass selbst bei starker genetischer Vorbelastung ein gesunder Lebensstil das Demenzrisiko um etwa ein Drittel senken könnte. Nicht rauchen, wenig Alkohol, ausreichende körperliche Aktivität und gesunde Ernährung sind demnach, unabhängig von den Genen, veränderbare Einflussfaktoren, die über die Entwicklung einer Demenz mitentscheiden. Beitrag auf Wissenschaft aktuell

Entkriminalisierung des Cannabiskonsums

Der Verband (pdf, 14S.) der Dogen- und Suchthilfe fdr+ in Deutschland hat eine Stellungnahme zur Entkriminalisierung von Cannabiskonsumierenden und Ausgestaltung der Regulierung veröffentlicht.

Ex-Süchtige treffen sich auf dem Platzspitz

Nach der Auflösung der offenen Drogenszene am Platzspitz vor 27 Jahren trafen sich Mitte Juli ehemalige Drogenabhängige wieder im Park. Die weltweit grösste Selbsthilfeorganisation für Süchtige, «Narcotics Anonymus», organisierte einen dreitägigen Kongress. Beitrag im Regionaljournal Zürich. Proträt von Alex, ein früherer Junkie, im Echo der Zeit.

Tabakkonzern sponsert Schweizer Pavillon an Weltausstellung

Der Zigarettenhersteller Philip Morris ist Hauptsponsor des Schweizer Auftritts an der Weltausstellung 2020 in Dubai. Das Aussendepartement erlaubt dem Konzern, sich mit dem «Image der offiziellen Schweiz» zu schmücken. Damit kriegt der Konzern u.a. das Recht das offizielle Logo des Schweizer Pavillons für eigene Mitteilungen, PR und Werbung zu verwenden. Artikel der Aargauer Zeitung.

Auch für Jugendliche ist geringe Menge Cannabis nicht strafbar

Erwischt in der Schweiz die Polizei einen Erwachsenen beim Kiffen, gibt es eine Ordnungsbusse. Hat man aber nur eine geringe Menge an Cannabis auf sich, dann bleibt man straffrei. Das gilt im Schweizer Betäubungsmittelgesetz. In der Justiz gab es aber bislang unterschiedliche Ansichten, was für Jugendliche gilt. Dürfen sie ebenfalls weniger als 10 Gramm Cannabis auf sich tragen oder nicht? Nein, sagte die Zürcher Jugendanwaltschaft, und bestrafte einen 16-Jährigen mit einem Verweis. Ja, sagten die Zürcher Gerichte, und sprachen den Jugendlichen frei. Nun hat das Bundesgericht entschieden und befand: Auch bei Jugendlichen ist der Besitz von geringen Mengen Cannabis nicht strafbar. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtets, Beitrag auf SRF, Beitrag der NZZ.

Entwicklungen im europäischen Cannabismarkt

Dieses Papier (pdf, 19S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle gibt einen Überblick über Cannabisprodukte in Europa. Es werden die wichtigsten Aspekte der Herstellung, des Vertriebs, des Konsums und der Auswirkungen auf die Gesundheit dargestellt. Auf diese Weise soll das Papier eine Diskussion über die neuen Herausforderungen bei der Cannabisregulierung anregen.

Reisebestimmungen und Sucht

Informieren Sie sich vor einer Auslandreise über die Regelungen zur Mitnahme von Substitutionsmedikamenten und die Promillegrenzen im aktuellen Dossier Reisesbestimmungen.

In Basel startet Pilotprojekt zum stationären Drug Checking

Ab dem 22. Juli können volljährige Personen erstmals in Basel anonym Substanzproben (Partydrogen) zur Analyse abgeben und sich beraten lassen. Die Substanzen werden auf Verunreinigungen und Überdosierungen untersucht, der Check soll damit die Risiken für die Konsumierenden minimieren. Das Pilotprojekt dauert drei Jahre und wird regelmässig evaluiert. Es ist eine Ergänzung zu punktuellen mobilen Drug-Checking-Einsätzen, die unter „Safer Dance Basel“ bekannt sind. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements Basel.

Kaufsucht

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour widmet sich der Kaufsucht: Aus dem Inhalt: Kaufsucht im Zeitalter des Konsums; Berichte aus der Praxis, Kaufsucht - Facts.

Kinder suchtkranker Eltern in der stationären Entwöhnungsbehandlung

Das vorliegende Rahmenkonzept beschreibt zunächst die Ausgangssituation von Kindern suchtkranker Eltern. Dargestellt werden die Entwicklungsfolgen und die spezifischen Gefährdungen der Kinder, entwicklungspsychologische Aspekte und Grundbedürfnisse sowie entsprechende Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Im Weiteren werden Möglichkeiten für Intervention in der stationären Entwöhnungsbehandlung mit einem vergleichsweise langen Zeitraum von drei bis sechs Monaten vorgestellt. Publikation (pdf, 67S.) des Fachverband Sucht Deutschland

Wie sollten Menschen mit Alkohol umgehen, um Gesundheitsrisiken zu verringern?

Acht Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol aus ärztlicher Sicht gibt eine jetzt veröffentlichte DHS Stellungnahme. Die Empfehlungen basieren auf einer umfassenden Analyse der vorliegenden Literatur und sind wissenschaftsbasierte Ziele für die öffentliche Gesundheit. Die Stellungnahme (pdf, 9S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS ist zum Download verfügbar.

E-Zigaretten mit Giften aus Pilzen und Bakterien verunreinigt

In einer Studie der Harvard Universität konnten giftige Substanzen aus Bakterien und Pilzen im Dampf von E-Zigaretten nachgewiesen werden. Ob die gefundenen Konzentrationen zu gesundheitlichen Problemen bei Konsumierenden führen können, war jedoch nicht Gegenstand der Studie. Dies sei Aufgabe zukünftiger Forschung. Artikel auf drugcom.de

USA: Jugendliche konsumieren weniger Cannabis

Nach der Legalisierung von Cannabis konsumieren Jugendliche in den USA nicht mehr Gras als früher - sondern womöglich sogar weniger. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Tabak- und Alkoholindustrie: Gute Geschäfte mit tödlichen Folgen

Schwache Regierungen, ahnungslose Konsumenten: Tabak- und Alkoholkonzerne expandieren verstärkt in Entwicklungsländer – mit verheerenden Folgen. Beitrag auf SRF Kultur (56 Min.).

Gamen

Der Umgang mit dem Gamen beschäftigt Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen und wirft viele Fragen auf. Das neue Magazin (pdf, 20S.) von laut&leise zeigt Chancen und Risiken von Games auf, thematisiert die Gamesucht und stellt Präventionsangebote für Schulen und Eltern vor.

Schon vier bis sechs Zigaretten täglich schaden enorm

Raucher haben einer australischen Studie zufolge ein etwa dreimal so hohes Risiko wie lebenslange Nichtraucher, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Besonders alarmierend fanden die Forscher, dass selbst Teilnehmer, die im Mittel nur vier bis sechs Zigaretten täglich rauchten, während der Studie doppelt so häufig an den Folgen einer Herzkrankheit starben wie lebenslange Nichtraucher. Artikel auf Spiegel Online

Drogen: Wie sage ich es meinen Kindern?

Was tun, wenn der Sohn oder die Tochter Drogen nimmt? Auf jeden Fall darüber sprechen – und zuhören. Wie das am besten geht, erklärt der Suchtforscher Jens Reimer im Interview mit Zeit Online.

Wie gesund ist die Bevölkerung in den Kantonen?

Inwiefern hat sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung in den Kantonen seit 1992 verändert? Welche intra- und interkantonalen Unterschiede lassen sich finden? Die kantonalen Gesundheitsreports des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan geben Antworten auf diese Fragen.

Weltdrogenbericht: Kokain-Produktion auf historischem Höchstwert

Weltweit haben im Jahr 2017 rund 271 Millionen Menschen Drogen konsumiert. Rund 35 Millionen Personen waren damals drogenabhängig oder befanden sich aufgrund ihres Drogenkonsums in ärztlicher Behandlung. Das sind zentrale Ergebnisse des von der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) veröffentlichten Weltdrogenberichts 2019. Artikel auf Drugcom, Artikel auf SRF, Artikel im Standard.

Österreich: Das Rauchverbot in der Gastronomie kommt doch noch

Das umstrittene Rauchverbot in der Gastronomie, das bereits im Jahr 2015 beschlossen wurde und im Mai 2018 in Kraft treten sollte, wurde Ende 2017 wieder rückgängig gemacht. Nun kommt der umfassende NichtraucherInnenschutz doch noch und gilt in allen Lokalen (ausgenommen Freiflächen). Das Verbot tritt per 1. November 2019 in Kraft. Beitrag auf praevention.at

Schweden verbietet Rauchen - auch draussen

Wer beim Restaurantbesuch Lust auf eine Zigarette bekommt, muss vor die Tür - daran haben sich die meisten Raucher gewöhnt. In Schweden ist allerdings auch das ab sofort verboten. Artikel auf Spiegel Online

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Sommer 2019) steht zum Download bereit.

Newsletter Infodrog

Der Juli-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Deutschland: Anstiege beim Cannabiskonsum junger Menschen

Deutschland: Anstiege beim Cannabiskonsum junger Menschen
Neue Studiendaten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA zeigen, dass der Konsum von Cannabis bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren in Deutschland seit 2016 weiter angestiegen ist.

Gesundheitsbericht Baselland

Eine grosse Mehrheit der Baselbieterinnen und Baselbieter ab 15 Jahren (83,8 Prozent) gibt im Jahr 2017 an, sich gesundheitlich gut bis sehr gut zu fühlen. Dennoch gibt es Gesundheitsbereiche, die im Auge behalten werden müssen. So ist zum Beispiel der Tabakkonsum im Kanton Basel-Landschaft im Gegensatz zum nationalen Trend im Jahr 2017 wieder zunehmend. Dem Konsum psychoaktiver Substanzen ist im Gesundheitsbericht 2019 (pdf, 165S.) ein eigenes Unterkapitel gewidmet. Artikel auf bazonline.ch

San Francisco verbietet E-Zigaretten

Das Parlament der kalifornischen Stadt beschloss am Dienstag einstimmig einen Erlass, wonach elektrische Zigaretten nur dann verkauft werden dürfen, wenn sie eine Genehmigung der amerikanischen Gesundheitsbehörden haben. Dies ist bislang bei keiner E-Zigarette der Fall. Die Befürworter des Verbots der Dampf-Zigaretten in San Francisco verweisen auf eine wachsende E-Zigaretten-Epidemie unter Jugendlichen, bei denen die teilweise mit süssen Aromen versetzten Nikotinprodukte besonders beliebt sind. Artikel der Berner Zeitung, Artikel der FAZ.

Der Stellenwert der Psycho-sozialen Begleitung in der Substitutionsbehandlung

Ein Positionspapier (pdf, 6S.) von akzept (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik e.V.), der Deutschen AIDS-Hilfe, dem JES Bundesverband, mudra -Alternative Jugend-und Drogenhilfe e.V., Palette Hamburg e.V. sowie der vista gGmbH.

Psychedelika, Spiritualität & Gesundheit

In vielen bekannten Kulturen der Welt berichteten Menschen über die Jahrtausende hinweg immer wieder von tiefgreifenden religiösen Erfahrungen, die ein weitreichendes Transformationspotential auf individueller und gesellschaftlicher Ebene zur Folge hatten. Solche Erlebnisse können sowohl spontan auftreten, als auch durch eine spirituelle Praxis oder den Einfluss psychedelischer Substanzen wie Psilocybin-haltigen Pilzen, LSD oder Ayahuasca ausgelöst werden. Beitrag auf dem Drogerie Blog der Tageszeitung taz.

Vom Kiffen zum Tabakrauchen

Zuerst Cannabis und danach der Einstieg in das Tabakrauchen? Ja, diese Reihenfolge gibt es. Manche Menschen rauchen ihren ersten Joint, bevor sie mit Tabak in Kontakt kommen. Dies gilt zumindest in den USA, wo der Konsum von Cannabis in den letzten Jahren zugenommen hat. Beitrag auf Drugcom

Basel-Stadt: Monitoringbericht zur Umsetzung der kantonalen Suchtpolitik

Ambulante Suchtberatungsstellen werden demnach am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol aufgesucht, gefolgt von Cannabis und Kokain. Die suchtpolitischen Themen im Kanton Basel-Stadt waren aus übergeordneter Sicht geprägt von der Haltungsfrage zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen, wie die laufende Diskussion über neue Regulierungsmodelle für Cannabis oder das neue Pilotprojekt zum stationären Drug Checking für Freizeitkonsumierende zeigen. Monitoringbericht, Medienmitteilung des Kantons.

Weltflüchtlingstag: Unterstützung für Asylsuchende bei Suchtproblemen

Der Weltflüchtlingstag vom 20. Juni erinnert an die besondere Situation der Flüchtlinge. Menschen, die Asyl beantragen, sind verletzlich in ihrer psychischen Gesundheit und hinsichtlich des Suchtmittelkonsums. Doch die Suchtprävention erreicht Asylsuchende bis heute zu wenig. Ein Angebot von Sucht Schweiz in Zusammenarbeit mit Fachkräften im Asylbereich möchte dies ändern. Mitteilung von Sucht Schweiz.

Ecstasy/MDMA-Konsumenten als Studienteilnehmer gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Substanzkonsums Teilnehmende, die regelmässig Ecstasy/MDMA konsumieren. Ziel der Studie ist es, die Impulskontrolle und die soziale Wahrnehmung, sowie neurochemische Prozesse von Ecstasy-Konsumierenden zu untersuchen. Weitere Infos (pdf, 2S.)

Wie ausgerechnet ein Tabakkonzern Menschen vom Rauchen abhalten will

Ein Chef eines Tabak-Multis will Raucher vom Rauchen abhalten. Als Alternative bietet er «Heat-not-Burn»-Zigaretten an. Doch auch E-Zigaretten und verwandte Produkte sind nicht ohne Risiko. Beitrag auf tagblatt.ch

Mein stiller Freund: Wenn Frauen trinken

Bei Alkoholsucht galten lange vor allem Männer als gefährdet. Doch mittlerweile haben die Frauen gleichgezogen. Wobei Männer auch in der Öffentlichkeit trinken, Frauen eher heimlich zu Hause. Der Beitrag ist in der Mediathek des ZDF zugänglich und wird heute Abend um 22.15 im ZDF ausgestrahlt (30 Min).

„Juul“ ist jetzt auch in Österreich auf dem Markt

Seit Juni ist auch in Österreich die E-Zigarette „Juull“ erhältlich. In Österreich dürfen seit 1. Jänner 2019 laut Tabak- und Nichtraucher/innen-Schutz-Gesetz (TNRSG) Tabakprodukte und verwandte Erzeugnisse nur mehr an Personen verkauft werden, die 18 Jahre oder älter sind. Die Regelung betrifft Zigaretten sowie andere Tabakwaren wie z.B. Zigarren, Zigarillos, Kau- und Schnupftabak, Snus, aber auch E-Zigaretten, E-Shishas und zugehörige Liquids (sowohl nikotinhältig als auch nikotinfrei) und Shishas (Wasserpfeifen). Artikel auf praevention.at

MigrantInnen leben gesund im Alter (MIGA)

Ein Themenschwerpunkt von Gesundheitsförderung Schweiz ist das Erreichen von älteren Menschen, welche sozial benachteiligt sind. Das Pilotprojekt MIGA soll die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen und Migranten ab 65 Jahren im Bereich der psychischen Gesundheit stärken und sie sowie ihre Angehörigen mit den bestehenden Entlastungs- und Unterstützungsangeboten vertraut machen.

Bilanz eines Spielsüchtigen

Als Nils erstmals Geld in einen Automaten steckt, ahnt er nicht, dass sein Leben danach ein anderes sein würde. Über den schnellen Weg in die Spielsucht - und den langen, beschwerlichen Ausstieg. Ein Bericht auf Spiegel Online

Cannabis: Schon vor 2500 Jahren als Räucherung rituell genutzt

Ein Friedhof auf dreitausend Metern Höhe: Hier, im Pamirgebirge, könnte die Hanfzucht ihren Anfang genommen haben. Die Trauernden bekifften sich mit speziellem Cannabis. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf FAZ Online.

Ecstasy/MDMA-Konsumierende als Studienteilnehmende gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie (pdf, 1S.) zu den möglichen Folgen des Substanzkonsums Teilnehmende, die regelmässig Ecstasy/MDMA konsumieren. Ziel der Studie ist es, die Impulskontrolle und die soziale Wahrnehmung, sowie neurochemische Prozesse von Ecstasy-Konsumierenden zu untersuchen.

Aufhebung des Verkaufsverbots bei Snus

Snus (Mundtabak) darf neu in der Schweiz vertrieben werden. Die Aufhebung des Verkaufsverbots geht aus einem Bundesgerichtsentscheid vom 27. Mai 2019 hervor. Damit erfolgt die Legalisierung von Snus rascher als geplant. Diese war bereits im Entwurf des Tabakproduktegesetzes vorgesehen, der derzeit im eidgenössischen Parlament debattiert wird und 2022 in Kraft treten sollte. Mitteilung des BA für Gesundheit, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Abhängige sind Patienten, keine Kriminellen

Wegen Drogenkonsum muss in Portugal niemand ins Gefängnis. Seit 2001 ist das so. Damals fürchteten Kritiker Chaos. Heute ist klar: Mehr Menschen überleben, weniger fixen. Eine Reportage auf Zeit Online.

Kiffer benötigen höhere Dosis Narkosemittel

Der häufige Konsum von Drogen zieht meist ein Phänomen nach sich, das als Toleranzentwicklung bezeichnet wird: Konsumierende verspüren eine nachlassende Drogenwirkung oder müssen höher dosieren, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Ein US-amerikanisches Ärzteteam weist nun darauf hin, dass sich bei regelmäßigem Cannabiskonsum möglicherweise eine Toleranz gegenüber bestimmten Narkosemitteln entwickeln könnte. Beitrag auf Drugcom.de

Online-Spielbankenspiele in der Schweiz

Der Bundesrat hat den Spielbanken Baden, Davos, Luzern und Pfäffikon eine Erweiterung ihrer Konzession für die Durchführung von Online-Spielbankenspielen erteilt. Sobald die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) den Casinos die erforderlichen Spielbewilligungen erteilt haben wird, können die Spielbanken ihr Angebot online schalten. Medienmitteilung des Bundesrates. (Infoset berichtete)

Psychologie der Internetsucht

In Basel an den Universitären Psychiatrischen Kliniken gibt es die erste stationäre störungsspezifische Behandlung für Verhaltenssüchte. Der dortige leitende Psychologe Renanto Poespodihardjo über Auslöser und Folgen der Internetsucht. Beitrag auf SRF.

Wie viele Zigaretten stecken in einer Flasche Wein?

Ein britisches Forschungsteam hat sich mit dieser Frage befasst, um die Öffentlichkeit auf das erhöhte Krebsrisiko durch Alkohol aufmerksam zu machen. Frauen, die eine Flasche Wein pro Woche trinken, haben etwa das gleiche Krebsrisiko, wie wenn sie 10 Zigaretten pro Woche rauchen würden. Bei Männern entspräche das Krebsrisiko bei einer Flasche Wein pro Woche etwa dem Rauchen von 5 Zigaretten pro Woche. Artikel auf Drugom.de

Die Alkoholindustrie setzt auf "Wellnes-Getränke"

Die Millennials geben weniger Geld für Alkohol aus als frühere Generationen. Jetzt vermarktet die Alkoholindustrie ihre Marken als Wellness-Getränke, um den Markt zu erobern. Beitrag (Englisch) des European Centre for Monitoring Alcohol Marketing EUCAM.

Hepatitis: Bund knausert bei tödlicher Krankheit

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 200 Menschen an den Folgen von Hepatitis. Das sind etwa gleich viele Opfer wie bei Unfällen im Strassenverkehr. Obwohl es wirksame Instrumente gegen die Krankheit gibt. Eine Impfung schützt vor Typ B, gegen Typ C sind Medikamente auf dem Markt. Doch Bern investiert kaum in die Prävention. Beitrag in der SonntagsZeitung.

Europäischer Drogenbericht 2019

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat den jährlich erscheinenden Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa sowie mit Daten aus Norwegen und der Türkei veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Zahlen zu Drogenkonsum und Trends, Angebot und Märkten sowie Schadensminimierung und Behandlung. Der Bericht (pdf, 100S.) ist auch auf Deutsch erhältlich. Medienmitteilung (Deutsch, pdf, 5S.) der EBBD zum Anstieg der Verfügbarkeit und der Sicherstellungen von Kokain auf Rekordhöhe. Artikel auf Spiegel Online.

Clean werden um jeden Preis?

Das Halluzinogen Ibogain soll Menschen helfen, von Drogen wie Heroin und Kokain loszukommen. Unter ­Wissenschaftlern ist die Substanz höchst umstritten – auch, weil immer wieder Patienten nach der Einnahme sterben. Artikel in Gehirn & Geist.

Jahresmagazin 'suchttherapiebärn'

Das aktuelle Jahresmagazin 2019 (pdf, 16S.) "Ausblick und Einblicke" steht zum Download bereit.

Befragung "Wirkung Drug Checking"

Für die Interface-Studie zu den Wirkungen von Drug Checking steht ab sofort der Online-Fragebogen zur Verfügung. Die Befragung erfolgt anonym und dauert rund 10 Minuten. Mit dem Ausfüllen des Fragebogens unterstützen sie die Weiterentwicklung der Drug Checking Angebote. Die Studie wird im Auftrag des BA für Gesundheit durchgeführt.

Cannabis-Versuch auch in Winterthur gefordert

Die Forderung nach einem Testversuch des grünen Krautes ist in der Stadt Winterthur ein politischer Evergreen. Diesmal möchte der Winterthurer Gemeinderat einen Cannabis-Pilotversuch durchführen lassen. Er forderte den Stadtrat vergangene Woche dazu auf, eine entsprechende Umsetzung zu prüfen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Paris verbietet das Rauchen in Dutzenden Grünanlagen

Frankreichs Hauptstadt sagt den Kippen den Kampf an: Ab dem 8. Juni darf in insgesamt 52 Parks und Gärten von Paris nicht mehr geraucht werden. Nach der versuchsweisen Einführung von sechs Nichtraucherparks im vergangenen Juli werde die Massnahme auf 46 weitere Grünflächen ausgeweitet, teilte die Stadtverwaltung mit. Damit gelte künftig in zehn Prozent der Pariser Grünflächen Rauchverbot. Artikel auf Spiegel Online

Substanzen in Spritzen: Untersuchung in 6 Ländern

Dieser Bericht stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes vor, in welcher der Inhalt von gebrauchten Spritzen analysiert wurde. Dieser Ansatz kann lokale und zeitnahe Informationen liefern, die für die Überwachung und Interventionen auf Stadtebene genutzt werden können. Nebst Amsterdam, Budapest, Glasgow, Helisingi, Paris wurden auch die Spritzen in Lausanne untersucht. Ein Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

E-Dampfer wollen nicht in die Raucherecke auf dem SBB-Perron

Die Konsumenten von elektronischen Rauchgeräten wollen nicht mit den Raucherinnen und Rauchern in den selben Topf geworfen werden. Durch die Verbannung in die Raucherecke wären sie dem Passivrauchen ausgesetzt, befürchten sie. Beitrag auf Swissinfo.

Sieben Antworten zum Umbruch auf dem Tabakmarkt

Die Tabakgesetzgebung in der Schweiz ist vergleichsweise liberal. In drei Kantonen dürfen auch unter 16-Jährige Zigaretten kaufen. Das soll nun anders werden. Eine Zusammenstellung der geplanten Ändeurngen und aktuellen Initiativen der NZZ.

Red Bull verleiht Herzstolpern

Energydrinks sind keine Zaubertränke, sondern Unsinn. Manch ein Sturztrinker soll schon gestorben sein. Umso bedenklicher, dass vor allem Jugendliche zugreifen. Beitrag auf Zeit Online.

Die Deutschen und ihre Drogen

Am 26. Juni ist Weltdrogentag. Alljährlich warnt das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung vor den schädlichen Folgen des Drogenkonsums. In erster Linie werden damit illegale Drogen angesprochen. Doch die grössten gesundheitlichen Probleme werden in Deutschland vor allem durch die legalen Drogen Alkohol und Tabak sowie durch psychoaktive Medikamente verursacht. Beitrag auf Drugcom.de

Kritik an Schweizer Cannabispolitik

Der ehemalige Zürcher Drogenbeauftragte Michael Herzig gilt als Kenner der Schweizer Drogenpolitik. In einem neuen Buch kritisiert er den Umgang des Staates mit Cannabis aufs Schärfste. Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung, Beitrag auf SRF.

E-Zigaretten: Das kleinere Übel?

Am besten sollte man weder Dampfen noch Rauchen. Zumindest darin sind sich die meisten einig. Allerdings sorgen Berichte über fehlende Langzeitstudien und mögliche Gesundheitsrisiken in den Sozialen Netzwerken häufig für sehr angeregte Diskussionen. Anhänger des elektrischen Rauches verweisen auf Vorteile gegenüber dem Tabak-Konsum. Stellen die Medien die E-Zigaretten und Verdampfer zu negativ dar? Welche Vorteile bringen die elektrischen Qualm-Alternativen im direkten Vergleich mit herkömmlichen Tabak-Zigaretten? Beitrag der Deutschen Welle DW.

Monitoring zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern in Deutschland

Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte "Deutsche Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA Studie) wird in den kommenden drei Jahren den Konsum von E-Zigaretten und Tabakerhitzern in der Bevölkerung und deren Zusammenhang mit dem Tabakrauchen im 2-Monats-Rhythmus untersuchen. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten, www.debrastudy.wordpress.com

Aargauer Geldspielgesetz wird den Bundesbestimmungen angepasst

Die Aargauer Regierung unterbreitet das überarbeitete Geldspielgesetz dem Kantonsparlament. Notwendig wurden die neuen kantonalen Bestimmungen, weil Anfang Jahr ein neues Bundesgesetz in Kraft getreten ist. Artikel auf bazonline.ch

Teilhabe als eine Triebkraft für gesundheitliche Chancengleichheit

Bei der sozialen Teilhabe geht es um die Einbeziehung der Bevölkerung in Entscheidungen, die ihre Gesundheit betreffen. Die Förderung dieser sozialen Innovation als eine allgemeine Regel der Politiksteuerung in sämtlichen Ressorts wäre eine zentrale Triebkraft für gesundheitliche Chancengleichheit. Speziell das Gesundheitswesen kann über den gesamten politischen Prozess – von der Diagnose bis zur Evaluation, von der Ebene der Gesundheitsversorger bis zur Ebene der Gesundheitssysteme und in Zusammenhang mit der Arbeit an ressortübergreifenden Strategien, Programmen und Aktivitäten – für mehr soziale Teilhabe sorgen. Eine Publikation der Weltgesundheitsorganisation.

Computerspielsucht im ICD-11

Auf ihrer 72. Weltgesundheitsversammlung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die bereits im Sommer 2018 vorgestellten Vorschläge abgestimmt und das neue ICD-11 verabschiedet. Es wird im Jahr 2022 in Kraft treten. Dies bedeutet auch, dass Computerspielsucht (als „Gaming Disorder“) nun tatsächlich als diagnostizierbares Störungsbild und somit als Erkrankung anerkannt ist. Unter dem Code 6C51 können Ärzte mit dem neuen zukünftig eine Video- und Onlinespielsucht diagnostizieren. Diese beginnt für die WHO, wenn ein Mensch über mehr als zwölf Monate alle anderen Aspekte des Lebens dem Spielen unterordnet. Wenn er beispielsweise seine Freunde verliert oder seine Körperhygiene vernachlässigt. Medienmitteilung (pdf, 1S.) des Fachverband Medienabhängigkeit in Deutschland, Artikel auf Spiegel Online.

Das Glück kommt, wenn das Ich schmilzt

Einige Menschen legen grosse Hoffnungen in psychedelische Drogen. Denn LSD und Psilocybin, die beide ihren Ursprung in Pilzen haben, zeigen starke Wirkungen bei Depressionen, Suchtproblemen und Angststörungen. Die Berichte sind erstaunlich: Krebskranke, die vor Todesangst wie erstarrt sind, verlieren ihre Angst und können ruhig sterben. Depressive fühlen zum ersten Mal seit Jahren wieder Glück. Manche Alkoholiker und Raucherinnen schaffen es, ihre Drogen fast schon beiläufig links liegen zu lassen. Und das alles dank eines einzigen, hoch dosierten und von einer Fachperson begleiteten LSD- oder Psilocybintrips. Zu gut, um wahr zu sein? Artikel der Wochenzeitung woz.

Welttag ohne Tabak: Lang lebe die Lunge

Der Welttag ohne Tabak am 31. Mai stellt die Lunge ins Zentrum. Denn unser Atemorgan leidet besonders unter den Folgen des Rauchens. Und: Fast alle Tabakprodukte schaden der Lunge, nicht nur die klassische Zigarette. Kampagneseite der Weltgesundheitsorganisation WHO. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ

Rauchen und Lungenerkrankungen

Tabakrauch ist ein Gemisch aus über 5 300 Substanzen, darunter zahlreiche giftige und 90 krebserzeugende oder möglicherweise krebserzeugende Stoffe. Rauchen schädigt nahezu jedes Organ des Körpers. Besonders stark zieht es die Atemwege in Mitleidenschaft: So erkranken Rauchende mit bis über 20 Mal höherer Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs als Nichtrauchende, wobei das Risiko mit steigendem Zigarettenkonsum zunimmt. Rund 85 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle sind in Deutschland durch das Rauchen verursacht. Factsheet (pdf, 4S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.

Schadensminderung im europäischen Vergleich

Der Bericht «The State of Harm Reduction in Western Europe» legt einen besonderen Fokus auf den Stand der Schadensminderung in der Schweiz. Die Schweiz verfügt im europäischen Vergleich über ein breit ausgebautes Netz an schadensmindernden Angeboten. Lücken bestehen vor allem in der regionalen Abdeckung sowie im Freiheitsentzug. Bericht (pdf, 34S.) von Harm Reduction International, Fakteblatt (pdf, 2S.) des BAG zur Schadensminderung in der Schweiz.

Auf vielen Bahnsteigen hat es sich noch nicht ganz ausgequalmt

Ab Anfang Juni 2019 seien die Bahnhöfe in der Schweiz prinzipiell rauchfrei, hiess es Ende November 2018 von den Verantwortlichen. Nun zeigt sich: Die Raucherzonen auf den Perrons kommen schrittweise. An einigen Orten hat es sich deshalb erst Mitte 2020 ausgepafft. Artikel swissinfo.ch

Gesundheitskommission des Ständerats veröffentlicht drei Tabakberichte

Die Minimalanforderungen zur Ratifikation der WHO-Tabakkonvention ist das Thema des ersten von drei Berichten. Die Aussage des Berichts ist deutlich: Die Regeln zu Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring, wie sie im jetzigen Entwurf des Tabakproduktegesetztes TabPG vorgesehen sind, erfüllen die Anforderung der Tabakkonvention nicht. Berichte Nr. 2 und 3 behandeln die «Regulierung alternativer Tabakprodukte im Ausland» und deren «Chancen und Risiken für die öffentliche Gesundheit». Der Hauptteil des Berichts zur Regulierung im Ausland ist eine tabellarische Zusammenstellung der Regeln in verschiedenen EU-Ländern, der EU selbst und den Vereinigten Staaten. Mitteilung vom Fachverband Sucht (mit Links zu den Berichten)

Genf schafft erstes Drogen-Checking-Angebot in der Romandie

In Genf sollen Freizeitkonsumierende Drogen vor dem Konsum ab Juni in einem stationären Labor anonym überprüfen können. Das Angebot ist eine Premiere in der Romandie. Der Drogen-Check ist gratis und komplett anonym. Das Angebot richte sich an Gelegenheitskonsumierende, die wissen wollten, was sie schluckten und welche Risiken sie damit in Kauf nähmen. Artikel auf swissinfo.ch

Opioidkrise in den USA befeuert eine Epidemie von Infektionskrankheiten

Hepatitis C, HIV oder Gonorrhöe nehmen zu, weil Drogensüchtige diese Erreger oftmals unwissentlich verbreiten. Dadurch steigt auch das Ansteckungsrisiko für Nichtsüchtige. Zudem verschärft sich das Problem der Antibiotikaresistenzen. Artikel auf NZZ Online.

CBD: Kiffen für Streber?

Cannabidiol-Produkte entspannen, ohne die Produktivität zu mindern – und auch der Kater am nächsten Morgen bleibt aus. CBD gibt es auch für Nichtraucher, und zwar in vielen Formen: In Deutschland bieten viele Apotheken CBD-haltige Öle und Kapseln an. Hanfläden verkaufen sie schon seit Jahren, dazu CBD-haltige Gummibärchen, Limonaden und Kosmetik. Ist der Hype um das neue Wundermittel berechtigt? Beitrag auf Zeit Online.

feel-ok.ch wird 20 Jahre alt

feel-ok.ch ist mittlerweile ein beliebtes und etabliertes Hilfsangebot: Mehr als 2'000 junge Menschen suchen täglich auf feel-ok.ch Antworten auf ihre Fragen und werden dabei fündig, weil das Fachnetzwerk aus 40 Organisationen regelmässig Aktualität und Korrektheit der Inhalte prüft. Das inhaltliche Angebot der Webplattform umfasst mehr als 30 jugendrelevante Themen. Die Geschichte von 20 Jahre feel-ok.ch, www.feel-ok.ch

Minderjährige vor besonders süchtig machenden Games schützen

Gewisse Games machen schneller süchtig als andere. Der Zugang zu diesen Videospielen muss eingeschränkt und kontrolliert werden. Dies ist die Hauptforderung des Fachverbands Sucht in seiner Stellungnahme zum Vorentwurf des Gesetzes über den Jugendschutz in Film und Videospielen. Der Fachverband Sucht hat seine Vernehmlassungsantwort diese Woche eingereicht. Medienmitteilung vom Fachverband Sucht.

Blackout nach Alkohol kann Vorbote einer Abhängigkeit sein

Rauschtrinken kann einen Blackout zur Folge haben. Das ist bekannt. Eine Längsschnittstudie aus der Schweiz weist nun darauf hin, dass der alkoholbedingte Filmriss möglicherweise Vorbote einer späteren Abhängigkeitsentwicklung ist. Artikel auf Drugcom.de

Glücksspiel: Online-Selbsthilfeintervention "Win Back Control"

Viele problematisch oder pathologisch Spielende möchten ihr Glücksspiel unter Kontrolle bringen, reduzieren oder ganz aufgeben. Nicht allen fällt dies gleich leicht. In Ergänzung zum niederschwelligen Safer Gambling bietet Win Back Control nun einen 8-wöchigen Onlinekurs an, um diese Ziele zu erreichen. Mitteilung von Radix.

Jahresberichte

Basel-Stadt: Suchtmittelkonsum von Jugendlichen nimmt ab

15- bis 16-jährige Jugendliche in Basel-Stadt konsumieren deutlich weniger Zigaretten, Cannabis und Alkohol. Das zeigt der heute veröffentlichte Jugendgesundheitsbericht (pdf, 8S.) zum Suchtmittelkonsum über einen Zeitverlauf von elf Jahren. Medienmitteilung des Kantons. Artikel auf bzbasel.ch

Politikkohärenz als eine Triebkraft für Gesundheit

Gesundheit ist ein Menschenrecht und daher müssen die Staaten der Bevölkerung den zeitnahen Zugang zu erschwinglichen Gesundheitsleistungen in angemessener Qualität gewährleisten und für die zugrunde liegenden Determinanten von Gesundheit sorgen. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bieten den Rahmen, um Politikkohärenz zugunsten von gesundheitlicher Chancengleichheit voranzutreiben.

Global Drug Survey

Der Global Drug Survey (GDS) ist die weltweit grösste Umfrage zum Thema Drogen – allerdings ist sie nicht repräsentativ. Anonym kann jeder über seinen Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln Auskunft geben. Der GDS vertritt die Haltung, dass Aufklärung die beste Präventionsstrategie darstellt. Bei der diesjährigen Befragung haben 123'814 Personen mitgemacht, aus der Schweiz 3666. Beitrag zu den Resultaten in der Schweiz auf watson.ch. www.globaldrugsurvey.com

Missbrauch opiatähnlicher Schmerzmittel nimmt auch in Europa deutlich zu

Zwischen 2011 und 2016 haben die Opioid-bedingten Todesfälle in den 25 OECD-Ländern, für die Daten vorliegen, um mehr als 20 Prozent zugenommen. In Deutschland sterben zwar bezogen auf die Bevölkerung weniger Menschen an Opioid-Missbrauch als in den meisten anderen OECD-Ländern. Dennoch werden vergleichsweise viele Opioide verschrieben und konsumiert. Deutschland sollte deshalb darauf achten, dass die Balance zwischen angemessenem, schmerzlinderndem Einsatz und dem zu vermeidenden Risiko einer Suchtentwicklung nicht verloren geht. Medienmitteilung der OECD.

Eine fortschrittliche Drogenpolitik ist ganz im Sinne von Kofi Annan

In Genf treffen sich diese Woche Vertreter aller Länder zur Weltgesundheitsversammlung. Einer jedoch, der viel dafür getan hat, dass die Weltgemeinschaft sich brennender Gesundheitsprobleme annimmt statt sie zu ignorieren, wird fehlen: Kofi Annan verstarb letzten Sommer. Eine Veranstaltung im UNO-Gebäude wird seiner gedenken. Seine Überzeugungen, sein Einsatz bleiben Ansporn für eine Gesundheitspolitik im Dienste aller, ohne Diskriminierung aufgrund des Einkommens oder von Vorurteilen. Beitrag von Ruth Dreifuss im Tages Anzeiger.

Alkohol: Die Risiken im Alter werden durch Medikamente verstärkt

Sieben Prozent der 65- bis 74-Jährigen in der Schweiz trinken chronisch risikoreich – das ist mehr als in jüngeren Altersgruppen. Aber auch moderater Alkoholkonsum kann bei älteren Menschen heikel sein, da ihr Körper Alkohol weniger gut verträgt und weil Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten können. Dossier von Sucht Schweiz.

Vom 16. bis 26. Mai spricht die Schweiz über Alkohol

Alkohol ist das meistkonsumierte Suchtmittel in der Schweiz. Trotzdem wird oft zu wenig über das eigene Konsumverhalten nachgedacht. Während der Dialogwoche Alkohol suchen die Organisationen der Suchtberatung und der Prävention darum den Kontakt mit der Bevölkerung. An unzähligen Anlässen und Orten – in Alterszentren, auf öffentlichen Plätzen, im Kino oder bei der Altglassammelstelle – wird die Frage gestellt: «Wie viel ist zu viel?». In der Deutschschweiz beteiligen sich Organisationen aus elf Kantonen. Die Dialogwoche wird vom Fachverband Sucht koordiniert. Medienmitteilung vom Fachverband Sucht. www.alcohol-facts.ch

Stakeholderkonferenz «Gesund altern – ein Widerspruch?»

Am 6. Mai 2019 fand in Bern die gemeinsame Stakeholderkonferenz der beiden nationalen Strategien NCD sowie Sucht zum Thema «gesundes Altern» statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Empfehlungen der WHO zur Vorbeugung von Demenz

Wer sich mehr bewegt, mit dem Rauchen aufhört und weniger riskant Alkohol trinkt, kann damit auch einer Demenzerkrankung vorbeugen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum ersten Mal entsprechende Leitlinien veröffentlicht und dabei auch auf einen Zusammenhang von Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck mit Demenz hingewiesen. Den Staaten und Akteuren im Gesundheitswesen rät die WHO, in diesen Bereichen gegenzusteuern. Medienmitteilung der WHO, Artikel auf Spiegel Online.

Newsletter Infodrog

Der Mai-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Ein wirksames Tabakproduktegesetz zum Schutze Minderjähriger

Die Schweizer Parlamentarier haben die einzigartige Chance, mit einem starken Tabakproduktegesetz auf Jahrzehnte hinaus einen grossen und positiven Einfluss auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu nehmen. Damit können sie auch einen langfristigen Beitrag zur Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und zur Senkung von Gesundheitskosten leisten, da Tabakprodukte die grösste vermeidbare Ursache für Krebs-, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen darstellen. Gastkommentar von Milo Puhan (Präsident Swiss School of Public Health) in der NZZ.

Weg vom Alkohol – wie sich der Körper erholt

Dass Alkohol ein Zellgift ist, ist mittlerweile bekannt. Doch seine unmittelbare Wirkung auf den Körper bleibt bis auf Rausch und Kater oft unerkannt. Wie wirkt sich Alkohol auf Magen, Darm und Leber aus? Beitrag von Nano auf 3SAT (an Minute 16:15)

Freizeitdrogenkonsum in der Schweiz

Der vorliegende Jahresbericht (pdf, 10S.) «Freizeitdrogenkonsum in der Schweiz» bietet eine Übersicht über Aktivitäten und Projekte der Prävention und Schadensminderung für die Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsumierenden.

Die Zukunft des Rauchens

Die Tabakindustrie investiert in tabakfreie Produkte – Trendwende oder falsches Spiel? Einerseits sollen E-Zigaretten den Rauchstopp erleichtern. Andererseits lockten sie in Amerikas Schulen Tausende Jugendliche in die Nikotinsucht. «Einstein» auf SRF1 (30 Minuten) geht dem Rauchen und seiner Zukunft auf den Grund.

Deutschland: Rückläufiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Der regelmässige Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Deutschland geht laut einer Studie weiter zurück. Unter den 12- bis 17-Jährigen trinken aktuell 8,7 Prozent mindestens einmal pro Woche – ein neuer Tiefstand, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA am Mittwoch nach Umfragedaten von 2018 mitteilte. Im Jahr 2004 waren es noch 21,2 Prozent gewesen. Jedoch trinken sich wieder mehr junge Erwachsenen von 18 bis 25 Jahren in einen Alkoholrausch. Medienmitteilung der BZgA, Artikel der FAZ.

Berlin streitet über Dealer-Zonen im Görlitzer Park

Seit Jahren streitet Berlin über die offene Drogenszene im "Görli", dem Görlitzer Park im Stadtteil Kreuzberg. Nun hat ein neuer Vorstoss große Aufregung ausgelöst: Mit rosaroten Linien sollen künftig Stehplätze für Dealer markiert werden, um deren Aktivitäten zumindest räumlich zu begrenzen. Die Empörung ist gross. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online.

Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren

Das Konzept (pdf, 26S.) «Genuss, Suchtmittelkonsum und Abhängigkeiten in Alterszentren» wurde vom Fachverband Sucht in Zusammenarbeit mit Infodrog sowie Akteuren aus der Alterspflege, der -betreuung und der Suchthilfe erarbeitet und gibt den Institutionen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich und ihren Mitarbeitenden einen inhaltlichen und formalen Rahmen im Umgang und in der Betreuung älterer oder alternder Menschen mit Suchtproblematiken.

Aufwachsen im digitalen Zeitalter

Der neue Bericht (pdf, 94S.) „Aufwachsen im digitalen Zeitalter“ der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) befasst sich mit den Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um in einer digitalen Welt aufzuwachsen, sich auszubilden, zu arbeiten und daran teilzuhaben. Der Bericht schliesst mit den Forderungen der EKKJ, die Ansätze für eine kinder- und jugendfreundliche Digitalisierung aufzeigen. Themenseite der EKKJ, Mitteilung Netzwerk Kinderrechte Schweiz.

Weltweit wird immer mehr getrunken

Eine Auswertung von Daten aus 189 Ländern ergab, dass der Alkoholkonsum der Weltbevölkerung von 1990 bis 2017 um 70 Prozent gestiegen ist. Ursache waren das Bevölkerungszuwachs und der stärkere Konsum pro Kopf. Allerdings gab es grosse regionale Unterschiede. Während er beispielsweise in China, Indien und Vietnam stark wuchs, ist er in osteuropäischen Ländern von einem sehr hohen Niveau herab deutlich gesunken. In Deutschland beobachteten die Wissenschafter eine Stagnation mit sinkendem Trend. Artikel der NZZ, Artikel auf Spiegel Online.

Gesundes Altern

Das aktuelle Spectra 124 vom Bundesamt für Gesundheit BAG hat den Schwerpunkt "Gesund altern". Zudem hat Spectra online zu diesem Thema ältere Menschen befragt. Hier geht es zu den Interviews.

Opioid-Krise in Amerika: Wenn Ärzte süchtig machen

Amerika erlebt eine verheerende Rauschgift-Krise. Besonders pikant: Mediziner spielen in dieser Tragödie eine bemerkenswerte Rolle. Jeden Tag sterben in den Vereinigten Staaten 115 Menschen an einer Überdosis opioidhaltiger Mittel. Für viele Opfer bahnte das Schmerzmittel Oxycontin der Pharmafirma Purdue den Weg in die Abhängigkeit. Artikel der FAZ

HIV früh erkennen und behandeln

Die Broschüre „HIV früh erkennen und behandeln. Ein Leitfaden für die Suchtmedizin“ soll ÄrztInnen dabei unterstützen, HIV zu thematisieren, einen HIV-Test anzubieten und gegebenenfalls den Therapiebeginn einzuleiten, um schwere Erkrankungen zu vermeiden. Der Leitfaden ist Teil der Kampagne „Kein Aids für alle – bis 2020!“. Ein Leitfaden der Deutschen Aidshilfe unterstützt Ärztinnen und Ärzte in der täglichen Praxis.

Internationale Tag der Schadensminderung

Schadensminderung ist eine der vier Säulen der Schweizer Suchtstrategie. CONTACT Stiftung für Suchthilfe ist das Kompetenzzentrum für Schadensminderung im Kanton Bern. 1986 hat die Organisation das weltweit erste, sogenannte „Fixerstübli“ eröffnet – das Risiken und Folgeschäden des Suchtmittelkonsums mindert und dessen Konzept deshalb vielfach kopiert worden ist. Das heute CONTACT Anlaufstelle genannte Angebot in Bern lädt Interessierte am 11. Mai zu einem Tag der offenen Tür ein. Medienmitteilung von CONTACT Bern.

Markant mehr Erst-Kiffer seit Cannabis-Legalisierung in Kanada

Seit der Legalisierung von Cannabis in Kanada im Oktober 2018 hat sich die Zahl der Erstkonsumenten laut einer offiziellen Studie fast verdoppelt. In den ersten drei Monaten des Jahres konsumierten 646'000 Menschen nach eigenen Angaben zum ersten Mal Cannabis. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Kanada führt Plain Packaging ein

Ab dem 9. November 2019 gehen Zigaretten in Kanada nur noch in einer einheitlichen, braunen Verpackung über den Ladentisch. Das gab die kanadische Gesundheitsbehörde am 1. Mai bekannt. Mit der Einführung von Einheitsverpackung (Plain Packaging) soll die Attraktivität des Rauchens sinken. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Benzodiazepine – Zu einfache Lösung für komplexe Probleme

«Benzos» sind potente Schlaf- und Beruhigungsmittel mit enormem Suchtpotenzial. Trotzdem werde sie oft und gern verschrieben – zu oft. Die Fernsehsendung «Puls» auf SRF1 spricht mit Betroffenen über massive Nebenwirkungen und schwierigen Entzug und zeigt, wie die Medikamente missbraucht werden, um Senioren ruhigzustellen.

Berner Stadtrat knapp gegen kontrollierten Kokain-Verkauf

Der Berner Stadtrat will einstweilen nichts wissen von einem Pilotversuch für den kontrollierten Kokain-Verkauf. Mit 31 zu 26 Stimmen lehnte er am Donnerstag eine Motion aus den Reihen der Alternativen Linken (AL) ab. Beitrag der Berner Zeitung.

Sternstunde der Nacht

Im Rausch Rausch und Ekstase – zu allen Zeiten suchten Menschen nach dem Eintritt in andere Welten. Psychoaktive Substanzen bescheren uns kreative Höhenflüge, Leistungssteigerung und Reisen in unbekannte Bewusstseinsräume – und sie haben ihren Preis. Eine "Sternstunde der Nacht" im Delirium.

Systemperspektive in der Suchtprävention

Dieser Bericht (Englisch) der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EBDD untersucht die Prävention des Drogenkonsums in Europa aus einer Systemperspektive und hebt die Vielzahl von Faktoren hervor, die bei der erfolgreichen Umsetzung von Programmen und Maßnahmen zur Prävention des Drogenkonsums zu berücksichtigen sind.

Cannabis-Update 2019

Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen EKSF hat aktuelle Fragen zu Cannabis und zum Cannabiskonsum aufgearbeitet und vier Berichte mit relevanten Erkenntnissen aus unterschiedlichen Perspektiven publiziert. Die Kommission empfiehlt, dass das Betäubungsmittelgesetz angepasst werden muss, damit der Konsum von Cannabis nicht mehr bestraft wird, ein regulierter Cannabismarkt in der Schweiz, mit Vorgaben zur Konzentration der Inhaltsstoffe, der Produktion, dem Vertrieb der Stoffe sowie dem Verkauf der Produkte möglich wird und damit schaden- und risikomindernde Massnahmen ergriffen werden können. Medienmitteilung und Berichte der Kommission, Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA. Beitrag auf SRF.

Rauchen fügt der Umwelt erheblichen Schaden zu

Sechs Billionen Zigaretten werden jährlich produziert. Ausgelaugte Ackerböden, fortschreitende Wasser- und Luftverschmutzung, zunehmende Entwaldung und ein immenser Energiebedarf sind die Folge. In einem Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor den erheblichen Umweltschäden, die durch die Tabak- und Zigarettenproduktion verursacht werden. Artikel auf drugcom.de

Vor 25 Jahren sagte Basel ja zur kontrollieren Heroinabgabe

65,6 Prozent der Stimmbevölkerung in Basel sagten 1994 Ja zur Finanzierung eines wissenschaftlichen Versuchs, der die Abgabe von Opiaten wie Heroin, Morphin und Methadon ermöglichte. Im Stadtbuch 1994 hiess es, so ein progressiver Entscheid sei nur in einer aufgeklärten, humanistisch geprägten Stadt wie Basel möglich. Die Liebe zu den armen Menschen, die an der Nadel hingen, dürfte allerdings zweitrangig gewesen sein. Artikel bz Basel.

In 30 Jahren wird jeder zweite Schweizer schon gekifft haben

Bis ins Jahr 2045 wird fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung schon einmal Cannabis konsumiert haben. Gemäss einer neuen Studie der Universität Zürich wird dann auch die Zahl der aktiven Konsumentinnen und Konsumenten um 50 Prozent höher sein als im Jahr 2015 – ausser die Schweiz reguliert den Konsum und Markt neu. Medienmitteilung der Universität Zürich. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Viele Shisha-Bars verkaufen illegalen Tabak

Der Schmuggel des Shisha-Tabaks in die Schweiz hat riesige Ausmasse angenommen. Grund für den blühenden Schmuggel ist ein massiver Anstieg der Abgaben durch den Bund. Diese wurden im Mai 2015 von rund sechs auf 80 Franken pro Kilogramm Tabak erhöht. Artikel auf 20 Minuten.

Sicherheit von jungen Erwachsenen im Strassenverkehr

Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren erleiden als Auto- und Motorradfahrer im Vergleich zu anderen Altersgruppen überdurchschnittlich viele schwere Verkehrsunfälle. Die Gründe für das hohe Unfallrisiko im frühen Erwachsenenalter sind vielschichtig: Zum einen fehlt in der Anfangsphase verständlicherweise die für die Sicherheit äusserst wichtige Erfahrung und Routine. Zum anderen befinden sich die 18- bis 24-Jährigen noch in der Phase des Erwachsenwerdens. Damit einher gehen eine gewisse Neigung zu Selbstüberschätzung, riskantem Verhalten und Alkoholkonsum. Die BFU hat die Risikofaktoren dieser Altersgruppe analysiert und mögliche Präventionsmassnahmen ermittelt. Mitteilung und Sicherheitsdossier der BFU.

Zusammenarbeit zwischen Suchtfachleuten und Polizei im Kanton Tessin

An der Tagung vom 28. März nahmen mehr als 100 Fachpersonen von der Polizei und aus dem sozialen Bereich teil. Infodrog hatte die Veranstaltung mit Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit, des Kantons Tessin, der Stadt Lugano sowie dem IQ-Center organisiert. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Vier Casinos erhalten Online-Vorsprung

Ein Jahr nach der Abstimmung über das Geldspielgesetz stehen die ersten vier Online-Casinos vor dem Start: Ihre Gesuche haben die Überprüfung durch die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) bestanden. Das geht aus dem Bundesblatt (16/2019) hervor. Eine Online-Konzession beantragen können nur Betreiber von herkömmlichen ortsgebundenen Spielbanken, ihre Internet-Casinos sind aber für Volljährige aus der ganzen Schweiz zugänglich. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Vollständiges Verbot der Alkoholwerbung ist notwendig

Ein vollständiges Verbot der Alkoholwerbung ist notwendig, um die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten. Forscher der Universität Gent bestätigen dies in einer neuen Studie, die von der belgischen Science Policy (BELSPO) in Auftrag gegeben wurde. Mitteilung (Englisch) vom European Centre for Monitoring Alcohol Marketing (EUCAM).

Was Ritalin aus mir gemacht hat

Erst der Effizienz-Flash, dann der Absturz. Wie lernt es sich auf Drogen? Ein Selbstversuch – mit Risiken und Nebenwirkungen. Artikel (pdf, 6S.) vom Tages Anzeiger.

Prison Health is Public Health

6 Eckpunkte (pdf, 14S.) zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation drogen-abhängiger Menschen in Haft. Herausgegeber sind eine Reihe namhafter Institutionen und Einzelpersonen aus Deutschland

Deutschland: Jahrbuch Sucht 2019

Die legalen Drogen Alkohol und Tabak sind nach wie vor für den grössten Teil der Suchtproblematik in Deutschland verantwortlich. Daher fordert die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum wiederholten Male effektive Präventionsmassnahmen wie Preiserhöhungen, Angebotsreduzierung und eine Beschränkung der Werbung für Alkohol. Zudem sind das Verbot der Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren und die Optimierung des Jugendschutzes notwendig. Medienmitteilungen zum Jahrbuch Sucht der DHS.

Deutschland: Lobbyisten wollen die Tabakwerbung retten

Dass die Zigarettenindustrie immer noch großflächig plakatieren darf, verdankt sie der Union - deren Parteitage sie seit Langem mitfinanziert. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion blockierte unter ihrem einstigen Chef Volker Kauder mit allen erdenklichen Winkelzügen ein weitreichendes Verbot der Aussenwerbung. 2016 verhinderte sie sogar einen Gesetzentwurf, den die Bundesregierung von Kanzlerin Merkel bereits verabschiedet hatte. Nun - nach dem Ausscheiden von Volker Kauder - wollen sich CDU und CSU dazu durchringen, die Tabakwerbung einzuschränken. Doch Lobbyisten verunsichern Politiker gezielt mit irreführenden Behauptungen. Artikel auf Spiegel Online.

Laschere Werbeverbote für Tabak gefährden Uno-Abkommen

Die Gesundheitskommission des Ständerats hat drei neue Berichte zum geplanten Tabakgesetz veröffentlicht. Einer davon zeigt: Wenn das Parlament keine schärferen Werbeverbote beschliesst, kann die Schweiz einen völkerrechtlichen Vertrag nicht ratifizieren. Im Moment führt die Kommission die Detailberatung zum neuen Bundesgesetz über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten (15.075) durch. Medienmitteilung der Kommission (mit Links zu den Berichten). Artikel auf NZZ Online.

Verkauf von Cannabis kommt in Kanada nur schleppend voran

Ein halbes Jahr nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada zeigt sich: Der Verkauf der Droge läuft schlechter als erwartet und fristet ein Nischendasein. Grund für das maue Geschäft sind Lieferengpässe und der nach wie vor florierende Schwarzmarkt. In Toronto werden etwa in einer Handelskette 3,5 Gramm einer Marihuanasorte für rund 40 kanadische Dollar verkauft. Schwarzmarkthändler verkaufen die gleiche Menge für ungefähr die Hälfte des Preises. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland: Kosten des Rauchens aus ökonomischer Perspektive

Die Kosten des Rauchens sind auch für die deutsche Wirtschaft eine wichtige, nicht vernachlässigbare Größe. Insbesondere die den Produktivitätsverlust durch das Rauchen beziffernden indirekten Kosten belaufen sich auf 55,82 Mrd. € pro Jahr. Ebenfalls ergeben sich direkte Kosten des Rauchens für den Unternehmenssektor, die v.a. mittelbar über die Gesetzliche Unfallversicherung geleistet werden, in Höhe von 316,61 Mio. € pro Jahr. Beide Kostengrößen sind Untergrenzen in denen verschiedene weitere Aspekte der ökonomischen Kosten des Rauchens noch nicht berücksichtigt wurden. Gutachten der Universität Hamburg.

Die stille Gefahr der Schlaftabletten

Rund vier Millionen Packungen Schlaf- und Beruhigungsmittel verschreiben Ärzte in der Schweiz pro Jahr, für mehr als 800'000 Patienten. Eine Untersuchung von Suchtmonitoring Schweiz von 2016 liefert weitere Daten: So hatten rund 7 Prozent der Befragten ab 15 Jahren in den letzten vier Wochen Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen; bei den über 75-Jährigen waren es 18 Prozent. Etwa die Hälfte der Befragten nahmen diese seit mehr als einem Jahr täglich ein. Hochgerechnet sind das 200'000 Menschen. Diese Zahlen sind deshalb brisant, weil die Benzodiazepine sich nicht für einen längerfristigen Gebrauch eignen. Sie machen schnell abhängig. Beitrag auf #12.

Deutschland: Rauchen bleibt die häufigste Sucht

Die Raucherpause – lange Zeit gehörte sie zur Normalität am Arbeitsplatz. Das Bewusstsein für die Gefahren des Nikotins ist jedoch ein anderes geworden. So weist der aktuelle Gesundheitsreport (pdf, 244S.) der Krankenkasse DAK darauf hin, dass die Raucherquote bei bis zu 25-Jährigen innerhalb von 17 Jahren um mehr als ein Drittel zurückging. Dennoch: Unter den Erwerbstätigen gibt es derzeit 6,5 Millionen regelmäßige Raucher. Rauchen bleibt damit die verbreitetste Sucht. Zudem sind laut Bericht Suchtkranke Mitarbeiter im Durchschnitt doppelt so oft krank wie nicht süchtige Beschäftigte, sie kommen häufiger zu spät zur Arbeit und sind oft unkonzentriert. Beitrag auf dem Arbeitsschutz-Portal.de, Artikel der Berliner Morgenpost.

Jugendliche zu Substanz- und Handykonsum informieren

Aktuelle Zahlen aus der Schweiz zeigen, dass 25.4% der 15-jährigen Jugendlichen in den letzten 30 Tagen das Rauschtrinken zelebriert haben. 8.7% der 15-Jährigen rauchen zumindest wöchentlich Zigaretten. Weiter gab ein Viertel der 12 bis 19-Jährigen an, schon mindestens einmal Opfer von Cybermobbing geworden zu sein. Mit überarbeiteten sowie neu entwickelten Lehrmitteln des Blauen Kreuzes, können Lehrpersonen die Thematik im Unterricht aufgreifen. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz.

Deutschland: Erfolgreiche Suchtberatung gibt es nicht zum Nulltarif!

Bundesweit übernehmen Suchtberatungsstellen vor Ort eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und können erfolgreiche Leistungen vorweisen. Die teilweise prekäre Finanzsituation der Beratungsstellen vor Ort veranlasst die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und ihre Mitgliedsverbände sowie den Fachverband Sucht e.V. jedoch zur Veröffentlichung eines Notruf Suchtberatung (pdf, 2S.).

Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie:

Das aktuelle Forschungstelegramm (Nr. 39, pdf, 13S.) der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Unterscheidet sich die Motivation beim Glücksspiel zwischen den Geschlechtern und favorisierten Glücksspielarten
  • Substanzbezogene Störungen im späteren Lebensalter – ein Review
  • Wirksamkeitsvergleich von Behandlungsmöglichkeiten bei pathologischem Glücksspiel: eine Meta-Analyse
  • Angst, Depression und Schlaflosigkeit bei erwachsenen Opioidabhängigen: Naltrexon vs. Buprenorphin
  • Kindlicher Konsum von Zucker und Fett als Prädiktor für regelmäßigen Alkoholkonsum in der Jugend

Alkohol: Mythen und Meinungen

Hartnäckig hält sich die Meinung, Alkohol sei gesund, er wird sogar zum Kulturgut verklärt. Dieses Factsheet (pdf, 4S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS greift Mythen und Meinungen zum Thema Alkohol auf und zeigt, dass viele der verbreiteten Annahmen einer Überprüfung nicht standhalten.

Hirndoping am Arbeitsplatz - Es geht ums Funktionieren

Das Phänomen des Hirndopings ist schwer zu fassen, zumal es meist im Verborgenen geschieht. (Foto: Pixabay.com) Doping ist nicht zuletzt wegen der Fälle bei der nordischen Ski-WM in Seefeld wieder in aller Munde. In einem Umfeld, in dem es um kontinuierliche Höchstleistungen geht und das von harter Konkurrenz geprägt ist, liegt der Griff zu leistungssteigernden Substanzen nahe. Auch im Arbeitsleben scheinen vielerorts Arbeitsdichte und Druck zuzunehmen und es überrascht nicht, dass es auch hier Versuche gibt, die eigene Performance zu steigern (Doping als Wettbewerbsvorteil) bzw. dem enormen Druck standzuhalten (Coping). Artikel auf praevention.at.

Bern: Immer mehr Pflegebedürftige bei der Heroinabgabe

Die Patienten der Heroinabgabe in Bern werden immer älter – und sie sind zusehends pflegebedürftig. Das geht aus dem Jahresbericht (pdf, 6S.) hervor, den die Heroingestützte Behandlung Koda im Internet publiziert hat. Artikel der Berner Zeitung.

Wo viel gekifft wird, gibt es mehr Psychosen

Je heftiger der Cannabiskonsum, desto höher das Risiko. Vor allem in Städten wie London oder Amsterdam, in denen vorwiegend hochpotente Cannabissorten konsumiert werden, gibt es auffällig viele Fälle von Psychosen. Eine internationale Studie bestätigt damit eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Cannabis und Psychose. Beitrag auf drugcom.de

Anzahl Drogentote in Deutschland auf konstant hohem Niveau

Weniger Tode durch Legal Highs, mehr durch psychoaktive Medikamente: Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 1.200 Menschen durch Drogenkonsum. Medienmitteilung der Drogenbeauftragten. Artikel auf ZeitOnline.

Gegen die Marihuana-Mafia

Der Anbau und Schmuggel von Cannabis ist für die albanische Mafia ein Milliardengeschäft. Das Land an der Adria ist in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit größten Produzenten der Droge geworden – begünstigt durch Korruption, eine schwache Justiz und die weitverbreitete Armut. Die Sendung "Re:" auf Arte (Online bis am 8. Mai) zeigt den gefährlichen Kampf der Ermittler gegen die Cannabis-Mafia.

Hochgiftiger Schadstoff in Filter für Tabak-Stick

Filter von Tabak- Stick-Erhitzern Iqos von Philip Morris entwickeln beim Erhitzen hochgiftige Schadstoffe. Diese sogenannten Isocyanate fand ein Labor im Auftrag der Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. Bereits das Einatmen sehr kleiner Mengen Isocyanate kann die Gesundheit stark schädigen. Philip Morris entgegnete, dass diese Feisetzung unter reellen Konsumbedingungen nicht stattfindet. Allerdings weist das Blaue Kreuz darauf hin (SonntagsZeitung vom 7. April, S.7), dass es dann gefährlich wird, wenn die Filter schmelzen. Wildermuth vom Blauen Kreuz: «Wir konnten belegen, dass die Filter beim gewöhnlichen Gebrauch partiell schmelzen und dabei auf eine Temperatur erhitzt werden, bei welcher sich Isocyanate tatsächlich ablösen». Mediemitteilung des Blauen Kreuzes, Mitteilung von Philip Morris.

Standards Drug Checking:

Wann gilt eine psychoaktive Substanz als besonders gefährlich? In welchen Fällen werden öffentliche Warnungen publiziert? Und wie werden die Resultate aus den Drug-Checking-Angeboten den Nutzenden individuell kommuniziert? Mehr dazu im Modul (pdf, 6S.) «Risikoeinschätzung, Kommunikation und Publikation der Daten aus den Standards Drug Checking» von Infodrog.

Studie und Umfrage zum Cannabis-Konsum des ISGF

Im Auftrag vom Bundesamt für Gesundheit führen wir vom ISGF zurzeit eine Studie zu Selbstmedikation mit Cannabis durch. Der Zugang zu Cannabinoidmedikamenten (vom Arzt verschriebene Medikamente, welche THC/CBD enthalten) ist nach wie vor mit administrativen Hürden verbunden und die Krankenkassen nicht verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Ziel der aktuellen Studie ist es, Cannabiskonsumierende, die einen eigentlich gesetzlich verbotenen Gebrauch von Cannabisprodukten aus Gesundheitsgründen pflegen, genauer zu beleuchten. Zur Umfrage

Bericht zur Drogenpolitik der UNO

Nicht alles ist schlecht, aber es ist auch nicht alles gut. Dies ist die Einschätzung zur zehnjährigen drogenpolitischen Debatte innerhalb der UNO, die in dem Bericht "Peoples' Voice - the Roar of the Silent Majority" vorgestellt wird, welcher kürzlich gemeinsam von Drug Policy Futures und FORUT veröffentlicht wurde. Der Bericht (Englisch) enthält eine kritische Analyse des laufenden drogenpolitischen Diskurses sowie Empfehlungen für die künftige Drogenpolitik.

HB Zürich: Anonyme HIV-, Syphilis- und Hepatitis-Teststelle

Der HIV-Test ist jetzt auf dem Heimweg möglich: Am 1. April eröffnete mit dem TEST-IN eine anonyme Teststelle direkt beim HB Zürich. Nebst HIV- und Syphilis-Tests bietet das TEST-IN neu auch Schnelltests für Hepatitis C an. Damit entsteht die erste anonyme Hepatitis-C-Teststelle der Schweiz. Medienmitteilung der ARUD.

Mechanismus für süchtiges Verhalten im Gehirn

Was unterscheidet die Gehirne der Menschen, die kontrolliert konsumieren, von jenen, bei denen der Konsum aus dem Ruder gerät? Ein Forschungsteam der Universität Genf hat möglicherweise einen wichtigen Mechanismus im Gehirn von Mäusen entdeckt. Beitrag auf drugcom.de

Verbesserungsmöglichkeiten in der Substitutionsbehandlung

Zum Jahresende 2018 hat die Werkstatt PARITÄT das von der Baden-Württemberg-Stiftung und dem Sozialministerium geförderte Projekt „VVSub – Verbesserung der behandlungsbezogenen und teilhabeorientierten Vernetzung in der Substitutionsbehandlung“ abgeschlossen. Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung. Beitrag auf Konturen.

E-Zigaretten machen Zigaretten nicht beliebter

E-Zigaretten haben laut einer britischen Studie nicht zu dem befürchteten Revival des Zigarettenkonsums unter Jugendlichen geführt: Bei 13- bis 15-Jährigen werden herkömmliche Zigaretten seit der Einführung der E-Zigarette nicht positiver gesehen als vorher. Für die in „Tobacco Control“ erschienene Studie haben die Forscher das Verhalten von einer Million Jugendlichen in Großbritannien in den Jahren 1998 bis 2015 untersucht. Artikel auf ORF4.

Umfrage zum Cannabis-Konsum der Universität Bern

Cannabis-Konsum ist in der Schweiz weit verbreitet, aber man weiss wenig darüber, wie Konsumentinnen und Konsumenten mit der Substanz umgehen, respektive ihren Konsum regulieren. Die Abteilung für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin des Instituts für Psychologie der Universität Bern möchte diese Wissenslücke mit einer wissenschaftlichen Befragung schliessen. Medienmitteilung der Stadt Bern, Zur Umfrage.

Tabakwerbung funktioniert in Deutschland besonders gut

Im europäischen Vergleich ist Tabakwerbung auf Plakatwänden in Deutschland wesentlich präsenter als in anderen Ländern. Wissenschaftler fordern Verbot der Tabakaußenwerbung – auch die Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Beitrag auf Konturen.

Würden Sie sich gerne selbst optimieren?

Enhancement, also Selbstoptimierung, ist umstritten. Dabei scheinen die Möglichkeiten dazu mittlerweile nahezu unbegrenzt. Welche Art von Selbstoptimierung macht Sinn, welche nicht? Thema (56 Min.) im philosophischen Radio im WDR 5.

Nachhaltige Entwicklung des Gesundheitssystems

Damit Reformen im Gesundheitssystem gelingen, braucht es gemeinsame Ziele, eine gemeinsame Neuausrichtung. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW schlägt in ihrem Positionspapier (pdf, 44S.) als Kompass das US-amerikanische Triple-Aim-Konzept vor. Dessen Grundidee ist es, gleichzeitig aus einer Public-Health-Perspektive, einer individualmedizinischen Perspektive und einer Nachhaltigkeitsperspektive Ziele für das Gesundheitssystem zu formulieren.

Empfehlungen zum Umgang mit Suchtkranken bei ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hat wegen hoher Prävalenzraten und im Hinblick auf die Häufung komorbider Erkrankungen eine grosse klinische Relevanz. Bei erwachsenen Patienten mit ADHS kommen besonders häufig Suchterkrankungen vor: Nach aktuellen Studienergebnissen haben 23 % der Patienten mit ADHS eine Suchterkrankung und bis zu 50 % der Patienten mit Suchterkrankungen wurden positiv auf eine ADHS getestet. Empfehlungen (pdf, 6S.) zum Umgang mit Suchtkranken bei ADHS der Bayerischen Akademie für Suchtfragen.

EU4Monitoring Drugs

Die Verbindung zwischen drogenbedingten Problemen und Sicherheits- und Gesundheitsgefahren in der Europäischen Union und ihren Nachbarländern. EU4Monitoring ist ein von der Europäischen Union finanziertes Projekt und läuft von 2019 bis Ende 2021. Durchgeführt wird es von der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Deutschland: 465.000 Jugendliche gelten als Risiko-Gamer

Rund 15 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zeigen ein riskantes oder pathologisches Computerspielverhalten, allen voran männliche Jugendliche. Das zeigt eine neue Studie der DAK-Krankenkasse. Beitrag auf drugcom.de

Dampfen darf unter Jugendlichen nicht das neue Rauchen werden

Bei Alkohol, Zigaretten und Cannabis verbleiben die Konsumraten bei den 15-Jährigen in der Schweiz ungefähr auf dem Niveau von 2014. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der jüngsten nationalen SchülerInnenbefragung. Gleichzeitig gaben im Jahr 2018 die Hälfte der Jungen und ungefähr ein Drittel der Mädchen an, min-destens einmal im Leben E-Zigaretten verwendet zu haben. Dies ist besorgniserregend, weil Jugendliche in diesem Alter weder rauchen noch dampfen sollten. Medienmitteilung Sucht Schweiz, Beitrag auf Spectra Online. Forschungsberichte der HBSC, Broschüre von Sucht Schweiz.

Prävention nichtübertragbarer Krankheiten bei Flüchtlingen und MigrantInnen

Dieser fachliche Leitfaden der Weltgesundheitsorganisation schildert aktuelle vorbildliche Praktiken, aktuelle Evidenz und aktuelles Wissen zur Gestaltung von Handlungskonzepten und Ausarbeitung von Programmen im Bereich der Bewältigung und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten bei Flüchtlingen und MigrantInnen.

Richtlinien Hepatitis C

Die Richtlinien zu Hepatitis bei Drogenkonsumierenden wurden vom Bundesamt für Gesundheit gemeinsam mit Infodrog und weiteren ExpertInnen aus dem Suchtbereich erarbeitet und stehen zum Download (pdf, 36S.) bereit.

WHO will Bestimmungen für Cannabis lockern

In einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres empfehlen Experten der WHO unter anderem, dass Cannabisblüten und -harze aus Tabelle IV gestrichen werden. Damit würden die Restriktionen für medizinische und wissenschaftliche Zwecke gelockert. Von der Verwendung zu Freizeitzwecke wären die Substanzen aber weiterhin ausgeschlossen. Die UN-Kommission für Suchtmittel in Wien soll nun entscheiden, ob das geändert wird. Mitteilung der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Erster Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg

Nach langem Ringen von Grünen und CDU hat die Landesregierung den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg zugelassen. Die Stadt Karlsruhe wartet seit fast einem Jahr auf die Genehmigung aus Stuttgart für eine solche Anlaufstelle. Artikel der Stuttgarter Nachrichten.

Gesundheit im Gefängnis: Europäische Länder im Überblick

Ein neuer WHO-Bericht über die Gesundheit in Gefängnissen sammelt Informationen aus 38 europäischen Ländern, um eine Momentaufnahme der Gesundheitssysteme und -dienste in den Gefängnissen der gesamten Europäischen Region der WHO zu liefern.

Dampfend gegen das Rauchen ankämpfen

Ein Ehepaar aus Büren macht vom Angebot der Suchthilfe Ost Gebrauch. Die Organisation führt im Kanton Solothurn in verschiedenen Regionen seit Dezember einen Pilotversuch für Personen durch, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Dabei werden kostenlos E-Zigaretten ausgehändigt und Beratungsgespräche geführt. Beitrag der Basler Zeitung.

Cannabiskonsumierende sind häufiger psychisch krank

Eine neue Studie (The Lancet, Englisch) kommt erneut zu dem Schluss, dass Psychosen unter Menschen, die regelmässig Cannabis konsumieren, häufiger sind als unter jenen, die nie kiffen. Und: Je stärker der THC-Gehalt, desto höher das Risiko. Allerdings fanden die Forscher keinen Zusammenhang zwischen Psychose und seltenem Cannabis-Konsum von weniger als einmal pro Woche. Artikel auf Zeit Online, Artikel der NZZ.

Groningen will rauchfrei werden

Rauchverbote in der Gastronomie und in öffentlichen Gebäuden gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland schon länger - einige Städte in den Niederlanden gehen aber noch einen Schritt weiter: Sie versuchen überall rauchfrei zu werden. Vorreiter ist Groningen. Beitrag auf Deutschlandfunk Nova.

E-Zigaretten: Süsse Aromen verführen Jugendliche zum Dampfen

Sie schmecken nach Süssigkeiten, Menthol oder Früchten und sprechen so vor allem Jugendliche an: Mit süssen Aromen versetzte Liquids sind ein Hauptgrund dafür, dass junge Menschen zur E-Zigarette greifen. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Dartmouth College. Beitrag auf Swissinfo.

Studie zu „Passivtrinken“: Tausende Babys mit Behinderung geboren

Wenn Frauen in der Schwangerschaft trinken, kann das schwere Behinderungen beim Kind nach sich ziehen. Einer Münchner Studie zufolge wurden die Folgen des Passivtrinkens bisher zahlenmässig unterschätzt, Artikel der FAZ. Die Studie (Englisch) wurde im Fachmagazin BMC Medicine veröffentlicht.

Wie schlimm sind Drogen wirklich?

Legale Drogen sind zum Teil schädlicher als verbotene. Wo bleibt da die Vernunft? Experten und Konsumenten berichten. Ausführlicher Beitrag im Beobachter.

Konsum von Drogen: Zürich in Europa unter den Top 10

Kokain und Ecstasy sind in der Schweiz hoch im Kurs. Im europäischen Vergleich belegen Schweizer Städte einen Spitzenplatz beim Konsum. Anders bei Amphetaminen: Hier liegen Schweizer Städte leicht bis deutlich unter dem Durchschnitt. Beitrag auf SRF. Weitere Zahlen zu einzelnen verbotenen Substanzen in den Abwässern europäischer Städte liefert diese Publikation der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.

Gleicher Steuersatz für Cannabisblüten und Feinschnitt-Tabak

Cannabisblüten mit einem THC-Gehalt unter einem Prozent sind ein Ersatzprodukt für Tabak und deshalb wie Feinschnitt-Tabak zu besteuern. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Medienmitteilung des Bundesverwaltungsgerichts.

Die Schweiz an der UNO-Betäubungsmittelkommission

Die Schweiz hat am 14. und 15. März 2019 aktiv am Ministersegment der 62. Tagung der Betäubungsmittelkommission der Vereinten Nationen teilgenommen, der sie im Zeitraum 2018–2021 als Mitglied angehört. Medienmitteilung des BAG.

St. Gallen: Testkäufe 2019

Verglichen mit den Vorjahren haben 2018 weniger Verkaufsstellen Alkohol und Tabak an Minderjährige verkauft. Im Bereich der Alkoholtestkäufe erhielten die Jugendlichen in 27 Prozent der Fälle alkoholische Getränke (2017: 32 Prozent). Auch im Bereich der Tabak-Testkäufe hat sich die Quote verbessert. Lag die Verstossquote 2017 noch bei 26 Prozent, ist sie 2018 auf 19 Prozent gesunken. Mitteilung von ZEPRA

Rauchen, snusen, schnupfen, dampfen, vapen

Mit neuen Nikotinprodukten versucht die Tabakindustrie ihr Geschäft anzukurbeln. Wie schädlich sind die neuen Produkte und wie wie wirken sie? Das neue Magazin von laut&leise (1/2019) widmet sich den verschiedenen Tabakprodukten und stellt die Tabakprävention im Kanton Zürich vor: Von den Anfängen bis heute.

Effekte chronischen Ecstasykonsums auf Hirnchemie

Seit Längerem steht Ecstasy im Verdacht, bestimmte Nervenzellen im Gehirn zu schädigen. Eine Meta-Analyse kann diese Annahme zumindest teilweise bestätigen. Beitrag auf drugcom.de

Neue Jugendschutz-Materialien für die Ostschweiz

Der Kanton St.Gallen hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden und Thurgau die gemeinsamen Jugendschutzmaterialien «Checkpoint» überarbeitet. Zum etablierten Angebot zählen Plakate und Kleber, ein digitaler Altersrechner, ein Flyer für das Verkaufspersonal, eine Checkliste für Festveranstalter sowie verschiedenfarbige Alterskontrollbänder.

Wie E-Zigaretten das Herzinfarktrisiko beeinflussen

Forscher der University of Kansas sind beunruhigt. Sie haben über 96'000 Datensätze der Jahre 2014 bis 2017 studiert und ausgewertet und fanden dabei heraus, dass Raucher von E-Zigaretten eine um 34 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts haben – gegenüber Nichtrauchern. Artikel im Bund.

Antidepressiva: Die dunkle Seite der Stimmungsaufheller

Viele Menschen berichten von starken Beschwerden wie Ängsten, Unruhe und Missempfindungen, wenn sie Antidepressiva absetzen - selbst dann, wenn die Wirkstoffmenge nur langsam reduziert wird. Immer mehr spricht dafür, dass Ärzte solche Entzugserscheinungen lange unterschätzt haben. Beitrag auf Spektrum.de

Flucht und Sucht: Ohne Zukunft

Mangelnde Perspektiven, traumatische Erfahrungen und Langeweile: Für viele Flüchtlinge gehört das zum Alltag, einige von ihnen greifen dann zu Suchtmitteln. Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Deutschland: 465.000 Jugendliche gelten als „Risiko-Gamer“

Einer aktuelle Studie (pdf, 50S.) der Krankenkasse DAK zufolge spielen in Deutschland rund drei Millionen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren regelmässig am Computer. Davon gelten laut der Untersuchung 15,4 Prozent oder 465.000 Jugendliche als sogenannte Risiko-Gamer. Sie zeigen ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten im Sinne einer Gaming-Sucht: Die Betroffenen fehlen häufiger in der Schule, haben mehr emotionale Probleme und geben deutlich mehr Geld aus. Beitrag auf Konturen

Onlineberatung: Zahlen und Fakten SafeZone.ch

Wie viele Personen haben die Onlineberatung im Jahr 2018 genutzt? Was sind typische Fragen und Problemlagen der Ratsuchenden? Welche Wirkfaktoren wenden die BeraterInnen an? Zu diesen und anderen Fragen informiert ein aktuelles Factsheet (pdf, 3S.) von Infodrog.

10 Diskussionspunkte für eine zeitgemässe Suchtpolitik

Diese Diskussionspunkte (pdf, 2S.) gehen zurück auf die «Erklärung von Ascona» – dem Ergebnis der dreitägigen SuchtAkademie zur Zukunft der Schweizer Suchtpolitik im Jahr 2016. Auf Basis der «Erklärung von Ascona» erarbeitete die NAS-CPA seither das vorliegende Dokument, das mögliche Ansätze für eine umfassende, zeitgemässe und ausgewogene Suchtpolitik resümiert.

Dank dem Dampf weg vom Rauch?

Laut einer aktuellen englischen Studie eignen sich E-Zigaretten besser als Nikotinersatzprodukte, um von der Zigarette wegzukommen. Mediziner befinden sich im Dilemma: Soll die E-Zigarette nun als Rauchersatz propagiert oder soll vor dem Einstieg gewarnt werden? Oder geht vielleicht auch beides? Radio-Beitrag auf SRF1.

Ambulante statt stationäre Entzüge

Vor allem Alkoholentzüge müssen nicht mehr stationär sein, auch hier gilt ambulant vor stationär. Dies erklärt Patrik Roser, der neue Chefarzt und Leiter des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) in der Aargauer Zeitung.

Süchtig nach Zucker?

Der Mensch braucht Nahrung, um zu überleben. Doch zweifelsohne essen manche Menschen mehr als ihnen guttut. Zucker scheint hierbei eine besondere Rolle zu spielen. Kann man womöglich süchtig werden von Zucker? In der Forschung wird kontrovers darüber diskutiert. Artikel auf drugcom.de

Deutschland: Anzahl von Personen mit einer Opioidabhängigkeit

Vergleiche mit früheren Schätzungen legen den Schluss nahe, dass sich der Umfang der Personen mit einer Opioidabhängigkeit in Deutschland in den letzten 20 Jahren kaum verändert hat. Nahezu alle Personen mit einer Opioidabhängigkeit sind in Kontakt mit dem Suchthilfesystem. Im Substitutionsregister waren 2016 94'381 Substituierte gemeldet. Artikel auf aerzteblatt.de

St.Gallen möchte am Cannabis-Pilotversuch teilnehmen

Der Bundesrat möchte wissenschaftliche Versuche mit Cannabis erlauben. St.Gallen ist sehr interessiert am kontrollierten Verkauf der weichen Droge und blickt gespannt nach Bundesbern. Artikel im Tagblatt.

Ein Alkoholiker erzählt - «Man trinkt alles kaputt»

Ein Mann wird zum Trinker – und verheimlicht seine Sucht vor seiner Frau, seinen Kindern, seinen Freunden. Das Protokoll eines Süchtigen. Beitrag auf SRF Kultur.

Lausannes Probleme mit den Strassendealern

Der Drogenhandel in Lausannes Strassen und die in der Innenstadt konzentrierte Drogenszene zermürben breite Kreise. Die Polizei ist frustriert, weil sie mit ausschliesslich repressiven Mitteln den Drogenhändlern den Garaus machen soll. Führen Polizisten Händler der Staatsanwaltschaft zu, erhalten diese oft bloss eine Geldbusse. Die Hauptstadt des Kantons Waadt liegt mit ihrer Drogenpolitik Jahrzehnte hinter jener in Zürich und Bern zurück. Beitrag auf tagesanzeier.ch

Pädagogisches Handeln zwischen Potentialen und Gefahren digitaler Lebenswelten

Zeitgemässer Kinder- und Jugendmedienschutz braucht sowohl Medienkompetenzförderung als auch angemessene Jugendschutzmassnahmen, die adäquate Schutz- und Freiräume für die selbstbestimmte Medienaneignung von Kindern und Jugendlichen in digitalisierten Lebensräumen bieten. Pädagogische Fachkräfte sowie Eltern/Sorgeberechtigte sollten sich hinsichtlich aktueller Medienphänomene im Dialog mit Heranwachsenden informieren, um sie in ihren Entwicklungsaufgaben adäquat begleiten zu können. Fachbeitrag in ProJugend.

Bundesrat will Cannabis-Tests der Städte erlauben

Der Bundesrat hat die Botschaft zu Pilotversuchen mit Cannabis an seiner Sitzung vom 27. Februar 2019 an das Parlament überwiesen. Die Vorlage schafft die Voraussetzungen für die Durchführung von befristeten und streng reglementierten wissenschaftlichen Studien über den Cannabiskonsum zu Genusszwecken. Die Pilotversuche werden streng reglementiert. Um den Jugendschutz zu gewährleisten sind Minderjährige davon ausgeschlossen. Medienmitteilung des Bundesrates, Beitrag im Rendez-vouz auf SRF, Artikel im Tages Anzeiger, Artikel der NZZ. (Infoset berichtete)

mHealth im Suchtbereich

Die Publikation "m-Health applications for responding to drug use and associated harms" der EU-Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA stellt Ergebnisse einer Studie über die Verfügbarkeit von Smartphone-basierten Anwendungen im Suchtbereich im europäischen und globalen Kontext vor.

Kulturplatz: Alkohol – Verheissung oder Verhängnis?

In der Kultur gehört Alkohol oft dazu. Hilft er, kreativ zu sein? Gegen Versagensängste? Oder bringt er bloss Verderben? Bekannte Namen reflektieren ihren Konsum. Und Thilo Beck – Chefarzt Psychiatrie des grössten Schweizer Suchtmedizinzentrums – sagt, wann Kulturschaffende zur Risikogruppe werden. Thema im Kulturplatz auf SRF 1, heute Abend um 22.25 Uhr.

Cannabis-Professur in Bern

Die Berner Kantonsregierung will die Universität Bern bitten, einen Ausbau der Cannabisforschung zu prüfen und zu klären, ob die Schaffung einer entsprechenden Professur sinnvoll wäre. Den Entscheid soll aber letztlich die Universität fällen. Artikel auf SRF.

Blended Counseling

Wie lässt sich Face-to-face-Beratung mit digitalen Medien erfolgreich zu einem Blended Counselling verbinden? Infodrog ist Praxispartner des Forschungsprojekts «Face-to-Face und mehr» der Fachhochschule Nordwestschweiz, welches die Möglichkeiten und konkrete Praxismodelle gemischter Beratungsformen in der Suchthilfe untersucht. Schlussbericht (pdf, 142S.) zum Projekt der FHNW, Handlungsempfehlungen (pdf, 44S.) für die Praxis. Projektseite der FHNW: www.blended-counseling.ch

Lebensstil hinterlässt Spuren im Gehirn

Sport ist gesund, Alkohol und Rauchen sind es nicht. Diese Erkenntnis hat sich inzwischen in weiten Teilen der Bevölkerung durchgesetzt. Jülicher Forscherinnen und Forscher zeigen in einer aktuellen Studie, wie stark sich eine gesunde beziehungsweise ungesunde Lebensführung auch im Gehirn widerspiegelt. Beitrag auf Konturen.

Ein gemeinsames Verständnis von Gesundheit entwickeln

Es braucht mehr als Gesundheitspolitik, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Denn Gesundheit wird von vielen Faktoren beeinflusst, die ausserhalb des Gesundheitswesens liegen. Es braucht einen umfassenden Ansatz und die Zusammenarbeit des BAG mit anderen Bundesämtern und Bundesstellen. Beitrag auf Spectra. Die Ausgabe 123 von Spectra hat den Schwerpunkt Gesundheitspolitik.

Alkoholismus im Altersheim

Sie gefährden sich selbst und werden ausfällig: In Alterszentren werden Alkoholiker zunehmend zum Problem. Die älteren Menschen hätten oft keine Struktur mehr, die Halt gebe. Dazu komme ein Mangel an menschlichen Beziehungen. Auch körperliche Umstände würden eine Sucht begünstigen. Artikel vom Tages Anzeiger auf #12.

Evidenzbasierte Präventionsprogramme: Xchange-Register

Xchange ist ein Online-Register für evidenzbasierte Präventionsprogramme der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD. Es befindet sich derzeit in der Pilotphase. Aktuell wurden 16 neue Programme hinzugefügt. Mitteilung der EBDD.

Kanton Wallis will Werbung für E-Zigaretten verbieten

Immer mehr Raucher wechseln auf sogenannte E-Zigaretten. Doch auch diese sind umstritten. Der Kanton Wallis könnte der erste Kanton sein, der Werbung für E-Zigaretten verbietet. Dies ist im Entwurf zu neuen kantonalen Gesundheitsgesetz vorgesehen. Beitrag in der Tagesschau vom 23. Februar

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Ausgabe 1/2019 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Nikotinwerte in E-Zigaretten: Braucht es eine höhere Obergrenze?

Fachleute schlagen vor, den maximal zulässigen Nikotingehalt in Flüssigkeiten für E-Zigaretten im neuen Tabakproduktegesetz auf 100 Milligramm pro Milliliter festzusetzen – fünfmal höher als vom Bundesrat in seinem Gesetzesentwurf vorgeschlagen und auch fünfmal höher als der Maximalwert in der EU. Man könnte fast meinen, die Idee stamme von der E-Zigaretten- oder Tabaklobby. Doch die Public-Health-Experten um Thomas Zeltner, den ehemaligen Direktor des Bundesamts für Gesundheit meinen es ernst: Mit ihrem Vorschlag wollen sie Tabakraucher animieren, auf weniger schädliche E-Zigaretten umzusteigen. Beitrag im Bund.

Schutz der Kinder vor Tabakwerbung

Rauchen ist nach wie vor die Ursache von rund 9500 vermeidbaren Todesfällen in der Schweiz – jährlich. Das heisst, jeden Tag sterben 25 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die meisten RaucherInnen beginnen im Teenageralter. Die Prävention muss also dort ansetzen. Ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung, -verkaufsförderung und -sponsoring wäre ein wichtiger Schritt, um den Tabakkonsum zu reduzieren. Die aktuelle Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» hat genau dies zum Ziel. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Juul nutzt den Schweizer Markt als Testlabor

Mit grossem Tamtam ist die E-Zigarette Juul im Dezember 2018 offiziell in der Schweiz angekommen. Die Regeln betreffend E-Zigaretten sind in der Schweiz bis zu einer Einigung zum Tabakproduktegesetz (TabPG) gesetzlich jedoch ungenügend festgelegt. Dies betrifft insbesondere den Jugendschutz. Zudem ist Juul für Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, nur bedingt geeignet: Die Nikotinkonzentration lässt sich nicht senken. Juul kann folglich zwar schadensmindernd eingesetzt werden, ist aber gleichzeitig wenig attraktiv für Rauchstopp-Programme. Kurzmitteilung vom Fachverband Sucht.

Neuer Anlauf für legalen Cannabiskonsum in der Schweiz

Eine breite Koalition von Hanfbauern, Suchtfachleuten und Politikern plant eine neue Volksinitiative zur Legalisierung des Cannabiskonsums. Selbst ein Teil der Jungen SVP macht mit. Artikel der Neuen Luzerner Zeitung. www.cannabis-initiative.ch

Ein verlorenes Jahrzehnt für Harm Reduktion

Die neue Ausgabe (pdf, 32S.) des Drogenkurier widmet sich dem sechsten Welt Harm Reduction Bericht. Der Drogenkurier wird vom JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Bundesverband in Deutschland herausgegeben.

Alkoholprävention: Positive Wirkung der Verkaufseinschränkung

Seit Juli 2015 ist der Verkauf von Bier und Spirituosen zum Mitnehmen im Kanton Waadt nachts verboten. Eine Studie von Sucht Schweiz und dem Universitätsspital Lausanne im Auftrag des Kantons Waadt zeigt nun die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken gerade von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sucht Schweiz ruft weitere Kantone dazu auf, dem Beispiel zu folgen. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Tabakerhitzer auch nicht gesünder als Zigarette

Die neuartigen Tabakerhitzer (z.B. IQOS) werden damit beworben, dass sie 95 Prozent weniger toxische Substanzen erzeugen – weil Tabak nur erhitzt und nicht verbrannt wird. Erste unabhängige Studien haben aber gezeigt, dass sehr wohl giftige Substanzen entstehen – manche in höheren, andere in niedrigeren Mengen als beim Rauchen. Beitrag auf Wissenschaft aktuell.

"Schweizer Tabakindustrie begeht in Afrika organisierten Völkermord"

Zigaretten aus Schweizer Produktion, die in Afrika verkauft werden, enthalten rund doppelt so viele Giftstoffe wie jene, die in der Schweiz geraucht werden. Die Senegalesische Liga gegen Tabak fordert nun die afrikanischen Länder auf, die chemische Zusammensetzung der Import-Zigaretten zu kontrollieren. Artikel auf Swissinfo.

Wenn Mami trinkt

Alkoholabhängigkeit ist ein Tabuthema. Darunter leiden Kinder suchtkranker Eltern; sie greifen später oft selbst zur Flasche oder entwickeln psychische Probleme. Suna Lommen ist mit einer süchtigen Mutter aufgewachsen. Artikel in der NZZ.

Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden

Der Lebensverlaufansatz für Gesundheit und Wohlbefinden ist zu einem Grundpfeiler gesundheitspolitischer Entscheidungsprozesse geworden. So haben die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO 2015 mit der Erklärung von Minsk beschlossen, in der Gesundheitspolitik den Lebensverlaufansatz verstärkt zum Einsatz zu bringen. Doch bisher fehlen die Strategien für die Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes ebenso wie ein Plan für eine entsprechende Erfolgskontrolle und Evaluation. In dieser Bestandsaufnahme wurde ein Mangel an Fachliteratur speziell zur Messung der Umsetzung eines Lebensverlaufansatzes festgestellt. Eine Publikation der WHO.

Indien: Mindestens 28 Tote durch gepanschten Schnaps

Illegal hergestellter Alkohol gilt in Indien als grosses Problem. Im Norden des Landes sind nun erneut mindestens 28 Menschen beim Verzehr gestorben. Weitere Personen schweben in Lebensgefahr. Artikel auf Spiegel Online

Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz

Die Allianz Gesundheitskompetenz unterstützt innovative Projekte zur Stärkung der Gesundheitskompetenz. Dazu verleiht sie alle zwei Jahre einen mit 19'000 Schweizer Franken dotierten Förderpreis. Der Hauptpreis geht dieses Jahr an das Projekt "Pa-paRat» der Stiftung Berner Gesundheit. Das Projekt «Gesund altern im Kanton Zug» von Pro Senectute Zug erhält den ersten Anerkennungs-Preis. Mit dem zweiten Anerkennungs-Preiswerden ex aequo die Projekte «ready4life» der Lungenliga Schweiz und «Everfresh – die frische Art der Prävention» der Stiftung Idée-Sport ausgezeichnet. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Allianz.

Europa tut sich schwer mit der Reduzierung des Alkoholkonsums

Europa gehört zu den Regionen der WHO mit den höchsten Raten alkoholbedingter Todesfälle. In Stockholm haben die Mitgliedstaaten auf der ersten Konsultation der Europäischen Region über die Umsetzung des Europäischen Aktionsplans zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020) über wirksame, evidenzbasierte Wege zur Umkehr dieses Trends diskutiert. Medienmitteilung der WHO. In einer Broschüre (pdf, Englisch) werden die Zahlen und Massnahmen der verschiedenen Länder (inkl. Schweiz) übersichtlich dargestellt.

Wein auf Bier,…

Erst Wein – dann Bier oder umgekehrt: Wer am Abend grosse Mengen dieser Getränke konsumieren will, braucht sich um die Reihenfolge nicht zu kümmern. Wie stark der Kater am nächsten Morgen ist, hängt nur von der Gesamtmenge des Alkohols ab. Artikel auf Wissenschaft aktuell.

Nationale Aktionswoche vom 11.-17. Februar 2019: Kindern suchtkranker Eltern eine Stimme geben!

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100'000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation. Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten Aktionswoche soll dieses Tabu gebrochen werden. Die Aktionswoche wird von Sucht Schweiz koordiniert. In 12 Kantonen führen zahlreiche Organisationen 38 öffentlichkeitswirksame Aktionen durch. Mitteilung von Sucht Schweiz. www.kinder-von-suchtkranken-eltern.ch

Dreizehn Jahre Trockenheit – Prohibition in den USA

Im Rückblick wird die Prohibition unterschiedlich beurteilt. Den Erfolgen (bessere Gesundheit, aber auch die höhere Produktivität der Industrie durch geringere alkoholbedingte Fehlzeiten) stehen beträchtliche Nachteile (allen voran das Erstarken der organisierten Kriminalität) gegenüber. So lässt sich bis heute darüber streiten, ob dieses "grosse Experiment mit einem noblen Motiv", wie es Präsident Hoover nannte, Vorbild für aktuelle politische Entscheidungen sein kann. Artikel in der Wiener Zeitung.

Unfälle mit E-Zigaretten

Durch die Explosion seiner E-Zigarette ist in den USA ein Mann ums Leben gekommen. Studien zufolge gibt es jedes Jahr Hunderte ähnliche Fälle. Beitrag auf Spiegel Online.

Rauchen in der Öffentlichkeit unter Druck

Wie süchtig ist die Schweiz? Wer öffentlich raucht, gerät immer mehr unter Druck. Was bringen Rauchverbote auf Spielplätzen und in anderen öffentlichen Räumen? Beitrag in 10vor10.

Onlineberatung – neue Entwicklungen und Herausforderungen

An der Veranstaltung des Expertennetzwerks SafeZone.ch vom 31. Januar 19 in Bern wurden neue und innovative Entwicklungen der Online-Suchthilfe diskutiert und gemeinsam Szenarien für die Onlineberatung der Zukunft skizziert. Die Präsentationen stehen auf den Seiten von Infodrog zum Download bereit.

Geld-Presse zum Thema "Werbung & Social Media"

Die Geld-Presse erscheint viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema "Werbung & Social Media". Herausgeber ist das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich.

Frank Zobel: «Kopf in den Sand reicht nicht in der Drogenpolitik»

Cannabis, Kokain, Ecstasy: Das Geschäft mit illegalen Drogen in der Schweiz floriert. Nach welchen Regeln der Drogenmarkt funktioniert und was das für die Drogenpolitik bedeutet, erläutert Suchtexperte Frank Zobel im «Tagesgespräch» auf SRF1.

Schweizer Suchtpanorama 2019

Welches sind die aktuellen Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz? Welche Probleme manifestieren sich beim Konsum von Medikamenten, beim Geldspiel und beim Internetgebrauch? Das aktuelle Schweizer Suchtpanorama (pdf, 26S.) von Sucht Schweiz nimmt sich dieser und weiterer Fragen an, liefert neuste Fakten und Zahlen, stellt Zusammenhänge her und kommentiert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. Beitrag auf SRF, Artikel auf Swissinfo.

Mindestalter für Tabakkonsum

Just drei Wochen vor der Beratung des Tabakproduktegesetzes in der zuständigen Ständeratskommission haben sich letzte Woche die grossen Schweizer Zigarettenproduzenten und Detailhändler wie Coop und Denner selber strengere Regeln gegeben: In einem Kodex erklären sie, per sofort auf den Verkauf von Zigaretten und E-Zigaretten an Minderjährige zu verzichten. Der Zeitpunkt ist kaum zufällig gewählt. Artikel der Neuen Luzerner Zeitung.

Wann ist man süchtig?

Wir sind "süchtig" nach Schokolade, Smartphones und anderen Dingen, die wir nicht mehr missen möchten. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird gerne mal von einer Sucht gesprochen, wenn wir etwas besonders gerne oder oft tun und nur schwer die Finger davon lassen können. Doch wann spricht man tatsächlich von einer Sucht? Beitrag auf drugcom.de.

Preis Gesunde Gemeinde - Gesunde Stadt

Zum vierten Mal wird 2020 ein nationaler Preis "Gesunde Gemeinde" bzw. "Gesunde Stadt" vergeben. Der Preis versteht sich als Anreiz für vorbildliche Konzepte gemeindlicher und städtischer Gesund­heitsförderung und Prävention sowie als Anerkennung für beispielhafte und multiplizierbare kommunale Programme und Massnahmen. Mit Preisverleihung sowie Dokumentation werden nachahmenswerte Beispiele landesweit bekannt gemacht und gewürdigt. www.preis-gesunde-gemeinde.ch

Rauchverbot auf Spielplätzen: Dietikon will zum Vorbild werden

In Frankreich etwa gilt seit 2015 ein Rauchverbot auf Spielplätzen, in manchen deutschen Bundesländern kennt man es auch, oder es wird diskutiert. In der Schweiz wird zwar auf manchen Spielplätzen darum gebeten, nicht zu rauchen. Ein eigentliches Rauchverbot gibt es aber erst an wenigen Orten. So etwa in Chur. Eine Motion in Dietikon im Kanton Zürich will dies nun für die dortigen Spielplätze ebenfalls. Beitrag auf 20 Minuten.

Tagung Nightlife- und Freizeitdrogenkonsum Luzern

Was sind Freizeitdrogenkonsumierende? Welche Angebote brauchen sie und wie erreichen wir sie? Braucht es für verschiedene Settings zielgruppenspezifische Angebote? Und müssen wir über neue Formen der Regulierung von Freizeitdrogen nachdenken? Über 150 Teilnehmende haben sich mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt. Die von Infodrog organisierte Tagung fand am 24. Januar in Luzern statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Shoppen am Limit - Mit der Kaufsucht allein gelassen

In der Schweiz sollen fünf Prozent unter Kaufsucht leiden. Die Zahlen basieren auf einer Studie aus dem Jahr 2003. Seither fehlen aktuelle, repräsentative Erhebungen, Fachleute gehen heute von einer höheren Anzahl Betroffener aus. Die Zahlen schrecken auf: Denn das ist ein Vielfaches mehr als es hierzulande etwa Glücksspiel- oder Heroinsüchtige gibt. Dennoch ist Kaufsucht in der Gesellschaft und in der Politik kaum ein Thema. Beitrag in der Rundschau.

Nikotinproduke: Eine Rangliste nach ihrer Gefährlichkeit

Heute gibt es Alternativen, die weniger schädlich als Zigaretten sein sollen. Die meisten von Zigaretten ausgehenden Schadstoffe entstehen bei der Verbrennung von Tabak und Zigarettenpapier, wobei Temperaturen von bis zu 900 Grad erreicht werden. Bei den Alternativen fällt diese Verbrennung weg. Frank Henkler-Stephani vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) hat die verschiedenen Angebote basierend auf dem aktuellen Wissenstands für 20 Minuten nach ihrer Gefährlichkeit sortiert.

Zürich: Jahresbilanz des Alkohol- & Tabakverkaufs an Jugendliche

Im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017 verkauften bei den durchgeführten Testkäufen im vergangenen Jahr erfreulicherweise weniger Betriebe unerlaubt alkoholische Getränke an Jugendliche. Bei den Tabakverkäufen sind die Zahlen weniger zufriedenstellend. Medienmitteilung der Stadt Zürich.

CBD-Cannabis: offene Fragen, meistens geraucht und unterschiedliche Konsumentenprofile

Das in Cannabis enthaltene CBD drängte in den letzten Jahren das für die berauschende Wirkung verantwortliche THC etwas in den Hintergrund. Dies aus zwei Gründen: CBD ist aus gesundheitlicher Sicht von Interesse und die Gesetzgebung ermöglichte das Entstehen eines legalen Markts. Seit Sommer 2016 ist CBD-Cannabis in Fachgeschäften, im Supermarkt und im Kiosk erhältlich. Aber was genau ist über die Wirkung von CBD bekannt? Welche Produkte werden verkauft? Und was suchen die Konsumierenden? Zwei Jahre nach dem Hype des «legalen Cannabis» zieht Sucht Schweiz eine erste Bilanz. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Beitrag auf SRF.

Süchtig nach dem Klick: Wenn der Egoshooter in die Klinik führt

"Timon" ist schweizweit einer der ersten, der stationär wegen einer Verhaltenssucht behandelt wurde. Der junge Mann hat eine viermonatige stationäre Therapie hinter sich: Wegen Computerspielsucht. Beitrag in der Aargauer Zeitung.

Petition gegen die Schliessung von Saferparty auf Instagram

Instagram hat im Dezember 2018 den Saferparty-Account gelöscht. Auch andere Accounts im Bereich Schadensminderung, wie @PillReportUK, wurden geschlossen. Nun hat PillReportUK eine Petition gegen die Schliessung solcher Accounts gestartet.

Report über junge Kiffer: Gefahr für das Gehirn

Cannabis ist die Trenddroge bei Jugendlichen in der Schweiz. Jede dritte Person über 15 Jahren hat schon einmal einen Joint geraucht. Der Konsum liegt in der Schweiz weit über dem internationalen Durchschnitt. Was viele Jungkiffer nicht wissen: Übermässiger Cannabiskonsum kann laut Studien das Gehirn in der Wachstumsphase schädigen. Report der Rundschau, Hintergrundseite zum Report.

Factsheet JUUL

Ein neuer Typ von E-Zigaretten erobert seit ein paar Wochen den Schweizer Markt. Erfahrungen in den USA haben gezeigt, dass das hochnikotinhaltige JUUL vor allem bei Jugendlichen sehr gut ankommt, obwohl die Industrie behauptet, dass dies nicht ihr Zielpublikum ist. Das neue Factsheet von Sucht Schweiz zuhanden Fachstellen, Schulen und Eltern erklärt, um welches Produkt es sich hier handelt und welche Risiken es birgt.

Was bringen Wegfahrsperren für Trinker?

Studien aus den USA und Schweden belegen nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), dass Trunkenheitsfahrten mit eingebauten Alkolocks seltener werden. Es gibt jedoch einen Nachteil: Sobald das System ausgebaut ist, steigt die Zahl der Alkoholfahrten wieder. Rechtliche Grundlagen für den Einsatz von Alkolocks gibt es bereits in Frankreich, Finnland, den Niederlanden und in Polen. Artikel auf Spiegel Online.

Der skandalöse Doppelstandard der Schweizer Tabakkonzerne

2017 exportierten die Schweizer Tabakkonzerne alleine in Marokko 2900 Tonnen Zigaretten, was 3,625 Milliarden Glimmstengeln entspricht. Exklusive Tests deckten dabei einen skandalösen Doppelstandard auf: Die von Philip Morris und Japan Tobacco International (JTI) in der Schweiz hergestellten und in Marokko verkauften Zigaretten zeigen markant höhere Partikel-, Nikotin- und Kohlenmonoxidwerte als die für den Heimmarkt produzierten. Im Gegensatz zu jenen der EU erlauben unsere Gesetze den also nicht zufällig hier ansässigen Tabakkonzernen nämlich die Herstellung und Ausfuhr von Produkten, die noch deutlich schädlicher und süchtig machender sind als jene, die hier zulande verkauft werden. Laut WHO wird sich die Zahl der Tabaktoten in Afrika (unter Schweizer Beihilfe) bis 2030 verdoppeln. Mit dieser Recherche gewann Marie Maurisse den Public Eye Investigation Award.

Wirkstoffgehalt in Cannabis hat sich verdoppelt

Zwischen 2006 und 2016 hat sich der Gehalt des Cannabiswirkstoffs THC in Haschisch und Marihuana etwa verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam auf der Grundlage von Daten aus Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und der Türkei. Beitrag auf Drugcom.

ICD-10-WHO Version 2019

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI veröffentlicht die ICD-10-WHO Version 2019, die deutsche Übersetzung der englischen Originalfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In die neue Version der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme flossen zahlreiche Änderungen der WHO ein, die seit dem 1. Januar 2019 gültig sind. Zur Diagnose von Suchtproblemen ist das Kapitel V (F10-F19) von Bedeutung. Mitteilung des DIMDI. Parallel zur Weiterentwicklung der ICD-10 der WHO wird seit Jahren an einer grundlegenden 11. Revision gearbeitet. Die ICD-11 soll 2019 von der WHO verabschiedet werden.

Keine Ordnungsbusse für Abgabe von Alkohol an Minderjährige

Der Bundesrat hat entschieden, dass die neue Ordnungsbussenverordnung am 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Er hat entschieden, dass der Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahre nun doch nicht mit einer einfachen Busse geahndet werden soll. So können weiterhin wiederholte Verstösse sanktioniert werden. Für den Fachverband Sucht ist das eine gute Nachricht: Eine Aufnahme der Abgabe von Alkohol an Minderjährige in die Verordnung wäre ein Rückschritt in der Sanktionierung von wiederholten Verstössen gewesen. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Heroingestützte Behandlung in der Schweiz

Der vorliegende Bericht (pdf, 22S.) präsentiert die Resultate der Erhebung im Jahr 2017 des Monitorings der heroingestützten Behandlung (HeGeBe - Monitoring) in der Schweiz. Von den 1752 Fällen, die sich gemäss der Monitoring - Datenbank 2017 in der HeGeBe befanden, waren 822 Person (46.9%) 45 - 54 Jahre, 437 (24.9%) 35 - 44 Jahre, 212 (12.1%) 25 - 34 Jahre und 250 (14.2%) 55 Jahre alt oder älter. 10 Personen (0.6%) waren unter 25 Jahre alt. Es wurden 135 Eintritte und 13 1 Austritte registriert. Bei den Eintritten handelt es sich um 80 Ersteintritte (59.3%).

Cannabis als Arzneimittel - Die Regeln sollen gelockert werden

Die Cannabis-Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise Dronabinol. Dieser Wirkstoff kann bei Patienten zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Doch abgesehen davon, dass meist die Patienten selber das teure Medikament zahlen müssen, bestehen einige bürokratische Hürden. Das will der Bundesrat ändern. Beitrag in der Tagesschau auf SRF.

Spielsucht: Mit Gesetzen und Verordnungen kaum zu stoppen

Die Anonymität des Internets zieht suchtgefährdete Glücksspieler besonders an. Das neue Geldspielgesetz soll den Wildwuchs eindämmen, ändert aber nichts am eigentlichen Problem. Was treibt einen dazu, immer weiterzuspielen? Ein «Puls Spezial» zur Spielsucht – mit Menschen, die alles verloren haben. Die Sendung wird am 21. Januar 2019 umd 21:05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Frühintervention in der Schule

Dieser Leitfaden (pdf, 20S.) Akzent Luzern unterstützt Schulen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, welche problematische Verhaltensweisen zeigen. Er zeigt auf, wie die Früherkennung durch ein koordiniertes Vorgehen nach den Schritten Erkennen – Reflektieren – Handeln geführt werden kann.

Die grosse Trockenheit

Vor 100 Jahren beschlossen die USA das berüchtigte, landesweite Alkoholverbot. Es gilt bis heute als der Inbegriff eines gescheiterten Experiments – dabei führten die Prohibitionsjahre auch zu einem Rückgang des Alkoholkonsums. Artikel im Tages Anzeiger.

Warum arme Leute früher sterben

Armut macht krank, aber wichtiger noch als Einkommen sind dabei die Arbeitssituation und das Gefühl, das eigene Leben zu führen. Nicht einmal zehn Prozent aller britischen Erwachsenen in akademischen Berufen rauchen, während es unter den körperlich Arbeitenden beinahe ein Drittel ist. Beim Alkoholkonsum verhält es sich umgekehrt, aber die alkoholbedingten Krankheiten verteilen sich ebenfalls nach dem sozialen Status und nehmen von unten nach oben ab. Beitrag in der FAZ.

Cannabis regt die grauen Zellen im Gehirn an

In bestimmten Gehirnbereichen bildet sich bei Jugendlichen nach dem Kiffen mehr Graue Substanz - besonders im Hippocampus und dem Kleinhirn. Aber: Ist das auch gut fürs Denken oder eher schlecht? Artikel der Deutschen Welle, Beitrag auf VICE

Deutsche rauchen öfter Zigarre

Der Absatz von Zigaretten ist in Deutschland leicht gesunken. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es weniger Raucher gibt. Im vergangenen Jahr ist besonders der Absatz von Zigarren und Zigarillos in Deutschland deutlich gestiegen - plus 6,5 Prozent auf drei Milliarden Stück. Der Absatz von Pfeifentabak erhöhte sich um 2,7 Prozent. Dazu zählen auch Tabak für Wasserpfeifen und neuartige Pfeifentabakprodukte, sogenannte Verdampfer. Artikel auf Spiegel Online.

Facebook-Süchtige handeln ähnlich wie Drogenabhängige

Wer übermässig viel Zeit auf Facebook verbringt, zeigt ähnliche Symptome wie Drogenabhängige oder Spielsüchtige – das ist (vereinfacht gesagt) das Ergebnis einer Studie, die das Journal of Behavioral Addictions veröffentlicht hat. Artikel im Bund

Krebs in der Schweiz. Eine Übersicht

Bereits heute sind in der Schweiz fast alle Einwohnerinnen und Einwohner direkt oder indirekt von Krebs betroffen: Weil sie selbst erkranken oder weil sie Angehörige oder Freunde haben, die krebskrank sind. Die neue Publikation der Krebsliga Schweiz präsentiert die wichtigsten Zahlen zu den einzelnen Krebsarten und stellt in kompakter Form die Methoden im Kampf gegen den Krebs vor – von der Prävention über die Therapie bis zur Nachsorge.

Köln: Heroin auf Rezept – "Sonst wäre ich tot"

Heroin auf Rezept, das gibt es auch in Deutschland an insgesamt zehn Standorten, unter anderem in Köln. In der Nähe des Drogen-Hotspots Neumarkt liegt die Kölner Substitutionsambulanz vom Gesundheitsamt Köln und der Kölner Drogenhilfe. Beitrag auf Reporter (Video, 11 Min.).

«Mit 14 will man Grenzen testen»

Zürcher Jugendliche und Drogen? Für ihre Matura dreht die Zürcherin Gena Astner einen Film zum Thema. Im Interview erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen. Wieso sie selber nur mit Zahnpasta in den Ausgang ging, was Junge an Alkohol reizt, und wie sie zu Cannabis kommen. Das Interview (pdf, 8S.) ist auf den Seiten der Stadt Zürich zugänglich.

Jahresbericht der deutschen Suchthilfestatistik

In diesem Bericht werden jährlich die wichtigsten aktuellen Ergebnisse der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) zusammengefasst. Im Jahr 2017 wurden in 849 ambulanten und 152 stationären Einrichtungen, die sich an der DSHS beteiligt haben, 322.697 ambulante Betreuungen und 33.588 stationäre Behandlungen durchgeführt. Beitrag auf Konturen.

Deshalb wollen die Zürcher Apotheken künftig Marihuana verkaufen

Schweizweit gibt es Bestrebungen, die weiche Droge unter Auflagen zu legalisieren (Infoset berichtete). In der Stadt Zürich sind ab 2020 Pilotversuche mit wissenschaftlicher Begleitung geplant. Valeria Dora und ihr Apothekenverband wollen diese Entwicklung nicht verschlafen. «Wir müssen uns wappnen», sagt die Apothekerin. Sie befragte ihre Mitglieder, und ein Grossteil davon zeigte sich offen, in Zukunft Cannabis-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Nur vereinzelt habe es kritische Stimmen gegeben, sagt Dora. Artikel auf NZZ Online.

«Es gibt eine politische Mehrheit für die Drogenregulierung»

Er will den problemfreien Konsum ermöglichen, auch von Kokain: Der Appenzeller FDP-Ständerat Andrea Caroni im Gespräch mit der Online-Zeitung Republik.

Testkaufresultate Kanton Bern 2018

Auch im Jahr 2018 führte das Blaue Kreuz im Kanton Bern Testkäufe durch. Die Verkaufsquote lag insgesamt bei 28,2%. An Orten, wo erstmals getestet wurde, erhielten die Testkäuferinnen und Testkäufer überdurchschnittlich viele Alkohol- und Tabakprodukte. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz.

Juul-Gründer im Interview

Juul enthält die maximal erlaubte Menge Nikotin - und ist in den USA auf Schulhöfen sehr beliebt. Hier erklären die Gründer Adam Bowen und James Monsees, warum sie sich erst spät um Jugendschutz gekümmert haben. Interview auf Spiegel Online.

Hepatitis C kann bis 2030 eliminiert werden

Eine neue Modellstudie zur Hepatitis-C-Epidemie in der Schweiz zeigt, dass die Hepatitis-Strategie wirkt. Es braucht aber deutlich mehr Anstrengungen beim Testen und Behandeln von Hepatitis C, um diese gefährliche Infektionskrankheit in der Schweiz bis 2030 eliminieren zu können. Mitteilung von Hepatitis Schweiz.

Zürich: Aus ZüFAM wird ZFPS

Die ZFPS (vormals ZüFAM) ist als thematisch spezialisierte Fachstelle in der Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs sowie in der Tabakprävention tätig. Die ZFPS existiert seit dem 1. Januar 2019 und vereint die beiden Vorgängerfachstellen ZüFAM (Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs), welche 1999 gegründet worden war und Züri Rauchfrei (Gründung 1994). Mitteilung der ZFPS.

Nespresso-Prinzip macht E-Zigaretten zum grossen Geschäft

Lange Jahre haben deutsche Händler elektronische Verdampfer aus China importiert und als Nischenangebot verkauft. Doch jetzt entdecken die Tabakkonzerne das Geschäft für sich. Artikel in der Tageszeitung Welt.

Cannabis-Produkte werden immer stärker

Die Wirksamkeit von Cannabisprodukten hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark erhöht. Vor allem der Wirkstoffgehalt von Haschisch habe in den letzten sieben Jahren drastisch zugenommen. Für die Untersuchung hatten Wissenschaftler der Universität in Bath und des Kings College in London in Zusammenarbeit mit der europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht in Lissabon Daten aus knapp 20 europäischen Ländern sowie Norwegen und der Türkei erhoben. Beitrag auf Spiegel Online, Beitrag der Aargauer Zeitung, Beitrag im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Wie ein Paradies für Ratten das Verständnis von Sucht veränderte

Drogen können süchtig machen. Das ist klar. Aber ist es die Droge allein, die eine Art Schalter im Körper umlegt und so eine Sucht erzeugt? In den 1970er Jahren hat sich ein Forschungsteam um den kanadischen Psychologen Bruce Alexander dieser Frage gestellt und eine bis heute diskutierte Reihe an Experimenten mit Ratten durchgeführt. Beitrag auf Drugcom.

Der Fiskus ist beim Lotto kein Gewinner mehr

Am 1. Januar 2019 tritt das neue Geldspielgesetz in Kraft. Es macht Lottogewinner gleich doppelt glücklich: Ab dem nächsten Jahr sind Gewinne von bis zu einer Million Franken steuerfrei. Beitrag auf NZZ Online

Island: Ein Vorbild in der Alkoholprävention

Vor 20 Jahren war der Alkoholkonsum bei Minderjährigen in Island völlig ausser Kontrolle geraten, heute gilt das dortige Präventionsmodell als Vorbild – auch die Eltern werden in die Pflicht genommen. Beitrag der Fernsehsendung 10 vor 10. Eine detailliertere Vorstellung des Programms ist auf Spektrum.de erhältlich.

Solothurn: Zigis erst ab 18

Noch darf im Kanton Solothurn Tabak an 16-Jährige verkauft werden. Bald aber gilt die Altersgrenze 18. Das Parlament hat das Gesundheitsgesetz entsprechend verschärft. Beitrag auf SRF.

Gedächtnis erholt sich bei Abstinenz vom Cannabiskonsum

In einer Studie hat sich die Merkfähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits nach einer Woche Abstinenz vom Cannabiskonsum verbessert. Beitrag auf Drugcom.

Die Modedroge, von der niemand spricht

Betablocker machen leistungsfähig und helfen gegen Angst und Lampenfieber. Musiker schlucken die Pillen genauso wie Ärzte und Anwältinnen. Nur – was ist der Preis? Artikel in der Republik

Treibgas Butan: Herztod nach dem Schnüffeln an Deos

Ein 19-Jähriger ist nach dem Schnüffeln an einem Deo gestorben. Ein Ärzteteam aus den Niederlanden weist auf diesen Fall hin, da er stellvertretend stehe für zahlreiche Todesfälle, die sich jedes Jahr durch Schnüffelstoffe ereignen. Die psychoaktive, aber auch schädigende Wirkung beim Deo-Schnüffeln geht vermutlich hauptsächlich von dem Treibgas Butan aus. Butan kann leicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und soll eine ähnliche Wirkung wie Alkohol auslösen. Artikel auf drugcom.de.

Ist Juulen das neue Rauchen?

Sie gilt als "iPhone unter den E-Zigaretten", enthält viel Nikotin und ist an Highschools angesagt. Nun gibt es Juul auch in Deutschland. Wie schädlich ist das Produkt? Ein FAQ auf Zeit Online.

Alkoholisiert ans Steuer? Es gibt viele gute Alternativen

Auf den Schweizer Strassen gibt es immer weniger alkoholbedingte Unfälle. In den letzten 15 Jahren ist die Anzahl Todesopfer wegen Alkohols um zwei Drittel gesunken. Allerdings stechen die Festtage noch immer negativ hervor: In der Zeit von Weihnachten bis Neujahr ist Alkohol als Unfallursache überdurchschnittlich verbreitet. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung ist mit neuen Kampagnensujets präsent. Medienmitteilung der bfu.

Rauchen: Solothurn erhöht Altersgrenze auf 18

Im Kanton Solothurn dürfen künftig keine Zigaretten mehr an Minderjäh- rige verkauft werden. Der Kantonsrat hat im Rahmen einer Totalrevision des Gesundheitsgesetzes die Heraufsetzung der Altersgrenze für den Verkauf von Tabakwaren von 16 auf 18 Jahre beschlossen. Beitrag auf SRF.

Wie Putin dem Volk das Trinken abgewöhnt

Russland bekommt das strengste Alkoholgesetz Europas: Ab Februar 2019 soll kein Schnaps mehr an Jugendliche unter 21 Jahren abgegeben werden. Artikel im Bund.

Wortwahl hat Auswirkungen auf PatientInnen und ihre Behandlung

In einem Blog auf der Webseite des British Medical Journals ruft die die Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin dazu auf, sich bewusst zu werden, dass die Wahl der Terminologie massgeblichen Einfluss auf die Inanspruchnahme, Zugänglichkeit, Verfügbarkeit und Anwendung entsprechender Behandlungen hat. Eine deutsche Übersetzung (pdf, 2S.) ist auf den Seiten vom Fachverband Sucht zugänglich.

Betrunken im Schnee – Kaum jemanden kümmert's

Wie viele Wintersportler auf der Piste alkoholisiert unterwegs sind, weiss niemand so genau. Offizielle Zahlen gibt es kaum, laut einer BfU-Umfrage von 2017 trinken aber 15 Prozent der Skifahrer und 19 Prozent der Snowboarder gelegentlich oder oft auf der Piste. Beitrag auf SRF.

Mit E-Zigaretten gegen Nikotin-Sucht

Die «Suchthilfe Ost» im Kanton Solothurn beschreitet Neuland: Ab Dienstag gibt sie in einem Pilotprojekt gratis E-Zigaretten ab – mit dem Ziel, dass Kettenraucher Zigaretten zugunsten der weniger schädlichen E-Zigaretten aufgeben und vielleicht sogar den Ausstieg aus der Nikotin-Sucht schaffen. Artikel der Solothurner Zeitung.

Stiftung unterstützt Projekte im Bereich Alkoholforschung

Die Schweizerische Stiftung für Alkoholforschung (SSA) fördert die Forschung rund um das Thema Alkohol und unterstützt wissenschaftliche Projekte mit entsprechenden Förderbeiträgen. Artikel auf Spectra Online.

Tätigkeiten und Potentiale der Funktion "Suchtberatung"

Der innovative Kern der vorliegenden Untersuchung (pdf, 38S.) liegt in der Beschreibung der von Fachkräften der Sozialen Arbeit im Rahmen der Suchtberatung tatsächlich wahrgenommenen Tätigkeiten. Diese wurde auf der Basis von Selbstbeschreibungen der Mitarbeiter/innen in Suchtberatungsstellen qualitativ rekonstruiert. Darüber hinaus konnte sie die Wirkung der Tätigkeiten datenbasiert auf der Grundlage der Deutschen Suchthilfestatistik beschreiben.

Zusammenführung der Kommissionen im Suchtbereich

Die drei eidg. Kommissionen im Suchtbereich (Alkohol, Tabak und Sucht) werden neu durch die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten wahrgenommen. Die Aufhebung der drei Kommissionen erfolgt per 1. Januar 2020. Mitteilung des Bundesrates.

«Gamen» Volkssport und Milliardenbusiness

Zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz gamen regelmässig. Profi-Gamer verdienen Millionen und sind gefeierte Stars. Ist Gamen wirklich Leistungssport und wie beeinflusst es uns Menschen und die Gesellschaft? «Einstein» auf den Spuren eines Massenphänomens. Sendung auf SRF. Die Gaming-Industrie versucht eSport als Sportart anzuerkennen. Stellungnahme (pdf) der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht).

Newsletter Infodrog

Der Dezember-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

«Wenn man schon dealen will, zieht man das Ganze besser gleich gross auf»

Ab wann kriege ich als Dealer Probleme mit der Justiz? Wann muss ich als Konsument mit harten Konsequenzen rechnen? Ein Gespräch der der Online-Zeitung Republik mit den Betäubungsmittelgesetz-Experten und Strafverteidigern Thomas Fingerhuth und Stephan Schlegel.

«Eine abstinente Gesellschaft ist eine Illusion»

Im Februar präsentiert die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen Vorschläge, wie die Schweiz in Zukunft mit Drogen umgehen soll. Der Bericht ist noch in Arbeit. Im Gespräch mit der Republik legt Präsident Toni Berthel seine persönliche Sicht dar.

Wie gefährlich sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer?

Auch E-Zigaretten können süchtig machen. Jetzt kommt eine neue E-Zigarette namens "Juul" auf den Markt. Wegen ihres hohen Nikotingehalts sehen Experten hier ein hohes Abhängigkeitspotential. Zu Recht? Beitrag auf SWR3.

Repressive Drogenpolitik: Das Beispiel Russland

Der Heroinkonsum befindet sich auf einem Höchststand, AIDS ist auf dem Vormarsch und Moskau geht gegen die Organisationen vor, die etwas dagegen tun wollen. Beitrag vom Lifestyle-Magazin Vice

Global State of Harm Reduction 2018

Die sechste Ausgabe des "Global State of Harm Reduction" steht zum Download bereit. Herausgeber ist das Internationale Harm Reduction Netzwerk.

Deutschland: Drogenbeauftragte will Tabakwerbung verbieten

Tabakwerbung auf Plakaten oder an Litfasssäulen ist längst in allen EU-Ländern verboten. Nur eine Nation bildet die Ausnahme: Deutschland. Nun schalten Tabakkonzerne neben der klassischen Zigarettenwerbung zudem Kampagnen für die vermeintlich gesünderen E-Zigaretten. Doch dies wollen Politiker nun verbieten, Artikel im Hamburger Abendblatt. Mächtige CDU-Politiker schielen allerdings auf das Geld der Zigarettenkonzerne, Artikel auf Spiegel Online.

Evaluation der Informationsplattform «Praxis Suchtmedizin Schweiz»

Die Online-Plattform "Praxis Suchtmedizin Schweiz" ist ein Informations- und Beratungsangebot, das sich an HausärztInnen und weitere Fachpersonen der medizinischen Grundversorgung richtet. Die Evaluation dieser Plattform zeigt, dass sich die Projekt- und Ablauforganisation bewährt hat. Ziele, Zielgruppen und Leistungen der Plattform sind aufeinander abgestimmt. Ein Bedarf für ein solches Informations- und Beratungsangebot ist vorhanden, auch weil es sich um ein einzigartiges Angebot in der Schweiz handelt. Der Evaluationsbericht von Interface wurde vom BAG in Auftrag gegeben. Das Handbuch findet sich neu auf www.praxis-suchtmedizin.ch

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2018) steht zum Download bereit.

Selbstmanagement ist ein kontinuierlicher Balanceakt

Immer mehr Menschen in der Schweiz leiden an chronischen Krankheiten. Auch Suchtprobleme sind weit verbreitet. Die Selbstmanagement-Förderung wird deshalb künftig wichtiger. Erstmals diskutieren Gesundheits- und Suchtfachleute im Rahmen des Forums Selbstmanagement-Förderung (SELF), wie diese im Gesundheitswesen besser verankert werden kann. Artikel auf Spectra Online.

Deutschland: Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch Selbsthilfegruppe

Fast die Hälfte der Gruppenteilnehmenden in Selbsthilfegruppen ist zwischen 41 und 60 Jahren alt. In dieser Altersgruppe finden die meisten neuen Gruppenteilnehmenden in die Selbsthilfe. Der hohe Anteil der über 60-Jährigen ist mit der ausserordentlichen Haltequote und mit rückfallprophylaktischen Gründen verknüpft. Die Erhebung (pdf, 12S.) von fünf bundesweit tätigen Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände ergab, dass gut jeder fünfte Suchtkranke durch die Selbsthilfegruppe abstinent geworden ist und kein Angebot der beruflichen Suchthilfe nutzen musste.

Forschungsbrief für die Suchthilfe

Aus dem akutellen Forschungsbrief (pdf, 6S.) der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen:

  • Tabakrauchen: Behandlungsansätze und Wirksamkeit
  • Problematisches Glücksspielverhalten: Prävalenzen und verhältnispräventive Massnahmen
  • Welche Kosten entstehen durch Alkoholabhängigkeit?

Selbstdreher hängen stärker an der Kippe

Wer seine Zigaretten selbst rollt, denkt seltener ans Aufhören. Und selbst wer aufhören möchte, schafft es nur in den seltensten Fällen. Das zeigt eine Studie mit Tausenden britischen Rauchern. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland: Jahresbericht zur Drogensituation

Der neue Bericht der Deutschen Drogenbeobachtungsstelle (DBDD) zur Situation illegaler Drogen für das Jahr 2017/2018 liegt jetzt vor. Er liefert aktuelle Daten zur Entwicklung des Drogenkonsums und zur Behandlung von Suchterkrankungen in Deutschland.

Wirkung von Zucker in Zigaretten kaum bekannt

Zigarettentabak besteht nicht nur aus Tabak. Meist werden noch andere Zusatzstoffe hinzugefügt, darunter auch Zucker. Allerdings können Zusatzstoffe die Schädlichkeit von Zigaretten nochmals erhöhen. Viele Raucherinnen und Raucher scheinen sich einer aktuellen Studie zufolge dessen jedoch nicht bewusst zu sein. Artikel auf Drugcom.

Substanzkonsum im öffentlichen Raum

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour widmet sich dem öffentlichen Raum: Aus dem Inhalt: Substanzkonsum im öffentlichen Raum; Localize it!; "Zuvielisation" – Gedanken über das menschliche Mass. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

Thurgau: Studie zur Finanzierung und Organisation der stationären Suchthilfe

Das Amt für Gesundheit hat das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS beauftragt, die bestehenden Versorgungs- und Finanzierungsstrukturen im Bereich der stationären Suchthilfe im Kanton Thurgau mit Blick auf ökonomische Anreizwirkungen zu analysieren. Auf Basis dieser Analyse wurden der Handlungsbedarf identifiziert und mögliche Handlungsoptionen diskutiert. Die Studie (pdf, 57S.) steht zum Download bereit.

Cannabis als Arzneimittel: FAQ für politische Entscheidungsprozesse

Die Publikation "Medical use of cannabis and cannabinoids: questions and answers for policymaking" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

E-Zigarette Juul auf dem Schweizer Markt

Seit Dienstag (4.12) verkauft «Juul Labs» sein E-Zigaretten-Produkt in der Schweiz. In den USA hat die E-Zigarette, die einem USB-Stick gleicht, ein eindrückliches Wachstum hinter sich. Das kalifornische Unternehmen hat seinen Marktanteil im E-Zigaretten-Markt auf fast 75 Prozent steigern können. Das Produkt ist vor allem bei den Jungen äusserst beliebt. Der Markteintritt erregt auch die Aufmerksamkeit der traditionellen Player. Beitrag auf SRF.

Aktion Nez Rouge 2018

Nez Rouge ist eine nationale Präventions- und Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Verkehrssicherheit. Nez Rouge bietet während den Festtagen einen Heimfahrdienst für Personen, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selbst nach Hause zu fahren. Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente - lauter gute Gründe, die Gratisnummer 0800 802 208 anzurufen und seine Autoschlüssel den Freiwilligen MitarbeiterInnen von Nez Rouge zu übergeben. Die Aktion Nez Rouge 2018 läuft seit anfangs Dezember. www.nezrouge.ch

Ruth Dreifuss legt sich mit Trump an

Für die alt Bundesrätin ist die bisherige Drogenpolitik, wie sie die UNO vertrat, kläglich gescheitert. Eine Politik, die über Jahrzehnte primär auf Repression setzte, auf Verbote und polizeiliche und strafrechtliche Massnahmen. Dass diese Politik erfolglos blieb, gibt indirekt auch Donald Trump zu: «Die Kokain- und Opiumproduktion hat einen neuen Rekord erreicht. Unglaublich». Er fordert vor diesem Hintergrund mehr desselben: Repression. Beitrag auf SRF.

Badesalz: Synthetische Substanzen mit fatalen Folgen

In Internetshops werden sie als Legal High oder Badesalz vermarktet und mit blumigen Worten beworben. Doch die Wirkung der darin enthaltenen synthetischen Substanzen kann schwerwiegende und mitunter lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen, wie Fallbeispiele belegen. Beitrag auf Drugcom.de

Das Betäubungsmittelverzeichnis wurde aktualisiert

Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 30. November um 16 Einzelsubstanzen erweitert. Mitteilung von Swissmedic.

Stadt Zürich - 25 Jahre kontrollierte Heroinabgabe

Die Bilder der offenen Drogenszene vom Zürcher Platzspitz und vom Letten gingen um die Welt. Jahrelang versuchte die Stadt Zürich Bundesbern von ihrem Testprojekt zu überzeugen. Entstanden ist die Vier-Säulen-Drogenpolitik, die heute noch angewendet wird. Beitrag auf Schweiz Aktuell.

Botschaft zum Tabakproduktegesetz

Keine Zigaretten (inkl- E-Zigaretten) mehr für unter 18-Jährige, keine E-Zigaretten mehr im Rauchverbot und keine neuen Werbeverbote: Der Bundesrat nimmt einen zweiten Anlauf für ein neues Tabakproduktegesetz und hat die Botschaft den Räten zugestellt. Die Allianz 'Tabakwerbung Nein' fordert umfangreiche Anpassungen der Vorlage im National - und Ständerat. Das Gesetz versagt in zentralen Punkten beim Kinder- und Jugendschutz und verzichtet auf neue Werbeverbote. Medienmitteilung der Allianz, Artikel im Tages Anzeiger. Medienmitteilung des Bundesrates. (Infoset berichtete)

Familien.Leben.Stärken

Am 7. November fand in Hamburg eine Fachtagung zum Thema "Wirksam intervenieren - Suchtbelastete Lebensgemeinschaften stärken" statt. Die Präsentationen der Referate stehen zum Download bereit.

Erst ab 18 soll man in Bern E-Zigaretten kaufen dürfen

Der Regierungsrat soll die E-Zigaretten den übrigen Raucherwaren gleichstellen und das Mindestalter 18 Jahre einführen. Damit wird eine Rechtslücke geschlossen, die auf Bundesebene frühestens 2022 mit der Revision des Tabakproduktegesetzes geschlossen werden kann. Mit 122 zu 16 Stimmen hat der Grosse Rat eine entsprechende Motion aus den Reihen der EVP überwiesen. Beitrag auf SRF.ch.

Global Drug Survey 2019

Die weltweit grösste Drogenumfrage ist noch bis zum 30. Dezember online und verzeichnet bereits 95,000 Teilnehmende. Nachdem das Schweizer Suchtmonitoring eingestellt wurde sind die Daten, die im Rahmen der Umfrage erhoben werden, neben den Infodrog-Resultaten der selektiven Befragung von Freizeitdrogenkonsumierenden zukünftig die einzigen Zahlen, die kantonale Vergleiche zum Konsumverhalten von illegalen Drogen in der Schweiz ermögllichen. Die Teilnahme am Global Drug Survey 2019 dauert rund 20 Minuten. www.globaldrugsurvey.com

Drogen im Internet: Erste Bestandsaufnahme der Schweizer Situation

Der Verkauf von Betäubungsmitteln via Internet gilt als ein Paradigmenwechsel beim illegalen Drogenhandel. Sucht Schweiz zieht zusammen mit der Schule für Kriminalwissenschaften (ESC) der Universität Lausanne Bilanz zum Wissensstand zu diesem Phänomen und zur Rolle der Schweiz. Resultat: Der Online-Drogen-handel ist in unserem Land eine Realität, betrifft aber offenbar noch wenig Menschen und stellt nur einen kleinen Anteil des Betäubungsmittelmarkts dar. Doch ist das kein Grund, dieses Phänomen zu ignorieren. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

«Harte Drogen gehören ins gesellschaftliche Leben eingebunden»

Thilo Beck ist Chefarzt Psychiatrie der Arud, dem Zentrum für Suchtmedizin. Er und seine Institution stehen ein für eine Legalisierung von Drogen wie Cannabis, Heroin oder Kokain. Im Gespräch mit Marco Büsch erklärt Beck, wie er sich das vorstellt und was es bedeutet, süchtig zu sein. Ausführliches Interview auf tsüri.ch

E-Zigarette Juul kommt in die Schweiz

Die kontroverse E-Zigarette Juul wird im Dezember in der Schweiz lanciert. Umstritten ist die gleich- namige Herstellerfirma, weil sie eine Nikotinepidemie unter Teenagern verursacht haben soll. Die Schweiz ist nach Grossbritannien der zweite europäische Markt, den das Startup Juul Labs aus San Francisco erobern will. Distributionspartner ist die Valora-Gruppe (Kioske, Avec-Shops, P&B-Books-Läden). Artikel auf 20 Minuten.

Konsum psychoaktiver Substanzen im Alter

Der Gebrauch von Psychopharmaka insbesondere auch in Verbindung mit dem Genuss von Alkohol ist gerade bei älteren Menschen weiter verbreitet als man denkt. Wenn dann noch gleichzeitig verschiedene Arzneimittel wie z.B. Benzodiazepine und starke Schmerzmittel eingenommen werden und Alkohol konsumiert wird, führt dies zu zahlreichen Risiken. Informationen zu dieser Thematik finden sich in diesem Bericht vom Robert Koch Institut.

SVP: Abwehrfront gegen das Kiffen beginnt zu bröckeln

Im Parteiprogramm der Jungen SVP (JSVP) steht klipp und klar, sie lehne «die Legalisierung von Drogen wegen der gesundheitsschädlichen Folgen für die Gesellschaft und der damit verbundenen Kosten ab», insbesondere jene von «Rauschmitteln wie Cannabis». Umso erstaunlicher ist, dass ein Beitrag in der jüngsten Ausgabe der JSVP-Postille «Die Idee» für eine Legalisierung von Cannabis plädiert. Beitrag der Aargauer Zeitung.

Ernährung in der Kindheit beeinflusst Alkoholkonsum im Jugendalter

Kinder, die viel zucker- und fettreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen, haben im Vergleich zu Kindern, die sich fett- und zuckerarm ernähren, ein deutlich erhöhtes Risiko, als Jugendliche regelmäßig Alkohol zu konsumieren. Das ist das Ergebnis einer im Fachmagazin "Public Health Nutrition" veröffentlichten Studie (Bezahlartikel), an der zehn europäische Institutionen beteiligt waren. Beitrag auf Konturen.

Streckmittel in Kokain möglicherweise besonders schädlich für das Gehirn

Illegales Kokain ist meist gestreckt, also mit anderen Substanzen verdünnt. In zwei Studien hat ein Forschungsteam aus der Schweiz Hinweise dafür gefunden, dass ein häufig genutztes Streckmittel Hirnschäden verursachen könnte. Beitrag auf drugcom.

Was ein Monat ohne Alkohol bringt

Im neuen Jahr ist erst mal Schluss mit Alkohol: Mit diesem Vorsatz schmeckt der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gleich viel besser. Doch wie sinnvoll ist der Verzicht? Artikel auf Spiegel Online

Black Friday - Psychologie der Schnäppchenjagd

Wenn ein rotes Sale-Schild im Laden aufleuchtet, gibt das Gehirn die Kontrolle ab. Hauptsache kaufen, es ist ja schliesslich ein Schnäppchen. Shoppen wird zur Droge. Warum, erklärt ein Neuropsychologe. Beitrag der Deutschen Welle.

Sämtliche Schweizer Bahnhöfe werden 2019 rauchfrei

In der Schweiz werden die Bahnhöfe ab dem 1. Juni 2019 prinzipiell rauchfrei sein. Auf den Perrons ist das Rauchen nur noch in markierten Zonen erlaubt. Dies hat der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) nach einem Testlauf beschlossen. Artikel der Aargauer Zeitung.

Shishas als Einstieg in die Nikotinsucht

Laut Suchtmonitoring Schweiz lag 2016 der Anteil der gelegentlich Shisha-rauchenden 15- bis 17-Jährigen bei 39.9%. Nun zeigt eine Befragung des Blauen Kreuzes Bern - Solothurn - Freiburg, dass der Shisha-Konsum den Weg in die Nikotinabhängigkeit ebnen kann. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz

Prävention im strukturierten Setting

Wie erreicht man Jugendliche, nicht nur physisch, sondern auch innerlich? Wie motiviert man Mediatoren und Schlüsselpersonen für eine Zusammenarbeit? Welche Fehler müssen vermieden werden? Für welche Fragen muss ein Projekt eine gute Antwort geben , um sein e Wirkung zu entfalten? Kurz : « Was ist gute Prävention? » Mit diesen Fragen wurden die Fachorganisationen konfrontiert und der vorliegende Bericht (pdf, 24) von feel-ok.ch fasst die Antworten zusammen.

Kiffen erhöht Risiko für Schäden am Zahnfleisch

Wer Cannabis konsumiert, hat einer aktuellen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Parodontitis. Die Folgen sind Zahnfleischbluten, Entzündungen des Zahnfleischs bis hin zum Zahnverlust. Artikel auf drugcom.de.

Rauchen und Tabak: Webbasierte Prävention

Interessen, Erwartungen, Kenntnisse, Fragen und Antworten Jugendlicher rund um Gesundheit und Suchtprävention (Fokus Rauchen). Ergebnisse (pdf, 43S.) einer Umfrage im Rahmen von feel-ok.ch.

Finanzierung der sozialtherapeutischen Stationären Suchthilfe

In den letzten Jahren ist die Finanzierung bestimmter Angebote der Suchthilfe, darunter der Sozialtherapeutischen Stationären Suchttherapie (SStS), schwieriger geworden. Kantonale und kommunale Sparpakete zwingen die Institutionen, einschneidende Sparmassnahmen umzusetzen. Der Fachverband Sucht hat deswegen im Rahmen mehrerer Arbeitsgruppen «Leitlinien zur Finanzierung der Sozialtherapeutischen Stationären Suchthilfe» (pdf, 7S.) erarbeitet.

Standards Drug Checking: Modul Beratung

Das Beratungsgespräch ist ein zentrales Element von Drug-Checking-Angeboten. Was die Ziele dieses Gesprächs sind, welche Instrumente dabei zum Einsatz kommen und welche Kompetenzen Fachleute dafür mitbringen müssen, erfahren Sie im Modul Beratung der Standards Drug Checking. Eine Publikation (pdf, 8S.) von Infodrog.

Die "Generation Internet" zwischen Glück und Abhängigkeit

Die Neuauflage der U25-Studie (pdf, 116S.) vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet DIVSI hat zum Ziel, das aktuelle Spektrum der digitalen Lebenswelten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland abzubilden. Im Fokus der Untersuchung stehen neben der Nutzung digitaler Medien vor allem die Einstellungen der jungen Menschen zum Internet. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Themen Vertrauen und Sicherheit sowie die damit verbundenen Verhaltenskonsequenzen bei den 14- bis 24-Jährigen.

Cannabis-Legalisierung bringt 2,7 Milliarden Euro jährlich

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland würde jährlich etwa 2,7 Milliarden Euro für den Staatshaushalt bringen. Das geht aus einer Berechnung hervor, die der Wettbewerbsökonom Justus Haucap für den Hanfverband erstellt hat. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Monitoring des Drogenkonsums in Freizeit-Settings

Die Publikation "Monitoring drug use in recreational settings across Europe: conceptual challenges and methodological innovations" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 4/2018 (pdf, 11S.) ist soeben erschienen.

Dialogwoche Alkohol vom 16. bis 26. Mai 2019

«Wie viel ist zu viel?» – unter diesem Motto stand die letzte Dialogwoche Alkohol im Jahr 2017. Wegen der substanzübergreifenden, strategischen Neuausrichtung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wurde die Dialogwoche 2018 ausgesetzt. Sehr schade, fanden elf Deutschschweizer Kantone. Sie führen 2019 in Eigenregie eine Dialogwoche durch. Der Fachverband Sucht steht ihnen mit koordinierenden Arbeiten zur Seite. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Tabakindustrie geht gegen E-Zigaretten-Verbot in Australien vor

Das Verbot von E-Zigaretten in Australien verursacht grossen Unmut in der Tabakindustrie. Betroffene Konzerne wollen jetzt gegen das Verbot vorgehen. Recherchen zufolge soll der internationale Tabakkonzern Philip Morris mit Hilfe von Lobbyisten versuchen, Abgeordnete der Regierung zu überzeugen, sogenannte E-Zigaretten zu legalisieren. Artikel im Handelsblatt.

Anabolika: Mythen und Fakten

Anabole Steroide werden nicht nur von Profisportlern konsumiert, sie sind auch im Freizeitsport verbreitet. Welche Rolle spielt dabei der Fitnessboom? Mit welchen Risiken muss beim Anabolikakonsum gerechnet werden? Und mit welchen Ansätzen arbeitet die Prävention? Das neue Magazin (pdf, 20S.) von laut&leise widmet sich diesen Fragen und zeigt zudem auf, wie ein positives Körperbild gefördert werden kann. Auch Profi-Bodybuilder kommen zu Wort.

Newsletter von RADIX

Der aktuelle Newsletter (pdf, 4S.) von RADIX, die Schweizerische Gesundheitsstiftung, steht zum Download bereits. Der radixletter kann hier abonniert werden.

Wanderausstellung «Sicht auf Sucht»

Die Wanderausstellung «Sicht auf Sucht» stellt Menschen und ihre persönlichen Geschichten ins Zentrum. Geschichten, die im Alltag entstehen. So eröffnen sich neue Blickwinkel auf Sucht und Prävention. Kernelement der Ausstellung ist das Wohnzimmer, der Ort wo gelebt wird. Ausstellungsdokumentation (pdf, 13S.) "Sicht auf Sucht".

Kokainkonsumierende für Studie gesucht

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich sucht für eine Studie zu den möglichen Folgen des Kokainkonsums TeilnehmerInnen, die regelmässig Kokain konsumieren. Die Teilnehmenden sollten zwischen 18 und 50 Jahre alt sein und vornehmlich Kokain konsumieren und keine/wenig andere illegale Substanzen. Weitere Infos (pdf, 1S.).

Newsletter Infodrog

Der November-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Abschaffung der Biersteuer scheitert in der Kommission

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) hat klar gegen die Abschaffung der Biersteuer entschieden. Die «Koalition für eine verantwortungsvolle Alkoholgesetzgebung» begrüsst diesen Entscheid. Nationalrat Claudio Zanetti (SVP ZH) fordert die Abschaffung mit einer Parlamentarischen Initiative (17.469). Medienmitteilung vom Fachverband Sucht.

Glücksspielsüchtige: Sind ­Vorhersage und Prävention von Suiziden möglich?

Was wissen wir heute über das Profil Glücksspielsüchtiger mit suizidalem Verhalten? Auf welche Indikatoren können wir uns stützen und über welche Handlungsinstrumente verfügen wir zur Vorhersage und Prävention von suizidalem Verhalten bei diesen Personen? Artikel im Swiss Medical Forum.

Sicherheit im Strassenverkehr: SINUS-Report 2018

1111 Menschen sind im Jahr 2017 auf Schweizer Strassen wegen abgelenkter Verkehrsteilnehmer schwer oder tödlich verletzt worden. Überhöhte Geschwindigkeit verursacht täglich zwei schwere Personenschäden, Alkoholkonsum einen pro Tag. Der SINUS-Report 2018 (pdf, 109S.) der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu bietet einen Überblick.

JAMES-Studie 2018 – Flatrate-Streaming immer beliebter

Netflix, Spotify & Co. geben bei den Jugendlichen in der Schweiz den Ton an. Dank Flatrate-Streaming hat über die Hälfte beinahe unbegrenzt Zugriff auf Filme, Musik oder Games. Kommuniziert wird vor allem mit dem Handy per Instagram, WhatsApp oder Snapchat. Facebook nutzt nur noch jeder fünfte Jugendliche regelmässig. Ergebnisbericht (pdf, 83S.) JAMES-Studie 2018, Artikel auf swissinfo.ch

Cybergrooming: sexuelle Belästigung im Internet

Wenn Fremde im Internet gezielt Personen ansprechen, mit der Absicht, einen sexuellen Kontakt zu initiieren redet man von Cybergrooming.. Im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff Cybergrooming zudem auf das Ansprechen von Minderjährigen durch Erwachsene. Interview mit der Medienpsychologin Lilian Suter auf bund.ch

Bundesrat schwächt Schutz der Spielenden

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 7. November 2018 das neue Geldspielgesetz und die dazugehörigen Verordnungen auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Medienmitteilung des EJPD. Vor der Abstimmung zum Geldspielgesetz (BGS) am 10. Juni hatte der Bundesrat den Erhalt des Spielerschutzes versprochen. Heute, nur sechs Monate später, hebt er die Verpflichtung für die Casinos auf, mit Suchtfachstellen zusammenzuarbeiten. So steht es in der neuen Geldspielverordnung (VGS). Mitteilung der Sucht-Fachverbände. (Infoset berichtete)

Bericht Umfrage Schadensminderung

Eine überwiegende Mehrheit der an der Umfrage beteiligten Kantone und Gemeinden ist gegenüber einer Ausweitung von schadensmindernden Ansätzen auf Cannabis, legale Substazen wie Alkohol und Tabak, verschreibungspflichtige Medikamente sowie substanzungebundene Süchte («Verhaltenssüchte») grundsätzlich positiv bis sehr positiv eingestellt. Bestandesaufnahme (pdf, 47S.) von Infodrog zur aktuellen Situation der Schadensminderung in den einzelnen Kantonen und Gemeinden.

Basler Forum für Suchtfragen 2018

Das Forum fand am 1. November zum Thema "Zwischen Alltagskonsum, Selbstoptimierung und Kontrollverlust – Chancen, Herausforderungen, Visionen" statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Präsenz von Drogen und Sucht im Fernsehen und auf YouTube-Kanälen

Laut einer Untersuchung der Universität Würzburg ist in sechs von zehn TV-Sendungen Alkohol zu sehen, in vier von zehn Sendungen wird er zudem konsumiert. Deutlich höher ist dieser Anteil bei fiktionalen Formaten: Mit 95,8 Prozent wurde in fast jedem Spielfilm, der untersucht wurde, Alkohol getrunken. Bei Serien lag der Anteil bei 61,2 Prozent, bei Seifenopern bei 45,8 Prozent. Die Präsenz von Tabak und Nikotin ist zwar geringer als die von Alkohol - jedoch treten auch diese legalen Drogen laut der Studie in fast jeder vierte TV-Sendung auf. Zu den Berichten, Artikel auf RP Online.

Berlin will Einrichtung für Drug-Checking schaffen

Nach jahrelangen Überlegungen will Berlin Testmöglichkeiten für Drogen wie Ecstasypillen schaffen. Ein Modellprojekt zum sogenannten Drug-Checking hat nun begonnen, teilte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung mit. Eine Befragung im Auftrag des Senats zeigte, dass Partygängerinnen und Partygänger in Berlin verbreitet Drogen wie Cannabis, Amphetamine und Ecstasy nehmen. Artikel auf Zeit Online.

Wie LSD das Gehirn beeinflusst

LSD verändert die Kommunikationsmuster zwischen den Hirnregionen. Dies zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universitäten Zürich und Yale. Sie liefert auch Hinweise darauf, wie psychische Störungen sich entwickeln und wie sie behandelt werden könnten. Medienmitteilung der Universität Zürich.

Kokainstreckmittel steht im Verdacht, Hirnschäden zu verursachen

Wer regelmässig Kokain konsumiert, das mit dem Tierentwurmungsmittel Levamisol gestreckt wurde, zeigt schlechtere kognitive Leistungen und verfügt über eine dünnere Hirnrinde. Dies geht aus zwei aktuellen Studien der Universität Zürich hervor. Die Forschenden schliessen daraus, dass Levamisol neurotoxisch wirken könnte und plädieren für den Ausbau sogenannter Drug-Checking-Programme. Medienmitteilung der Universität Zürich, Beitrag auf 20 Minuten.

Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention

Gerade im Handlungsfeld Gesundheitsförderung mit seinem interdisziplinären Bezug ist eine Einigung auf gemeinsame Begrifflichkeiten besonders wichtig. Das Glossar leistet einen Beitrag, Konzepte und Begrifflichkeiten in der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum zu systematisieren und übersichtlicher zu machen. Eine englische Übersetzung ausgewählter Stichwörter ist verfügbar. Das Glossar der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung steht nun auch als E-Book (pdf, 1038S.) gratis zum Download bereit.

Ist Cannabis eine Ursache für psychische Erkrankungen?

Kiffen kann Angst auslösen, manchmal sogar Panik. In der Regel normalisiert sich die Stimmung wieder mit dem Nachlassen der Wirkung. Zuweilen bleibt die Grundstimmung jedoch getrübt. Oder psychotische Symptome belasten die Betroffenen noch weit über den Konsum hinaus. Könnte Kiffen womöglich die Ursache für psychische Erkrankungen sein? Artikel auf drugcom.de

Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017

2017 fühlten sich 85% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren gesund. 27% sind Raucherinnen oder Raucher. Dies sind zwar weniger als 1992, aber gleich viel wie 2007. Vier von fünf Personen trinken Alkohol, jede Zehnte täglich. Das Konsumverhalten beim Alkohol hat sich über die Zeit hinweg verändert: Die Bevölkerung trinkt tendenziell weniger häufig Alkohol, dafür bei den sich bietenden Gelegenheiten insgesamt mehr. Mediendossier vom Bundesamt für Statistik, Beitrag der Tagesschau, Beitrag auf 10vor10.

Cannabisregulierung: Ein erstes Modell liegt vor

Die Groupement des Etudes d'Addiction (GREA) und die Interessengemeinschaft (IG) Hanf haben gemeinsam ein Modell zur Cannabisregulierung veröffentlicht. Das Modell (pdf, 9S.) zeigt, wie genau Cannabis verkauft, besteuert und rückverfolgt wird, um gleichzeitig gefährdete Gruppen zu schützen und mögliche Schäden des Konsums zu mindern. Der Fachverband Sucht begrüsst das Modell und die Eröffnung der Debatte um das «Wie» der Cannabisregulierung. Genauer hingeschaut werden sollte laut dem Fachverband bei der Zusammenarbeit zwischen Spezialgeschäften und Sucht-Fachleuten. Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Baclofen: Bittere Pille gegen Alkoholsucht

Die französische Behörde ANSM hat eine Marktzulassung für Baclofen als Medikament zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit erteilt. Andere Länder wie etwa Deutschland sehen das überaus kritisch, denn die Wirksamkeit ist strittig und das Nebenwirkungsrisiko hoch. Artikel auf DocCheck News.

Seit 20 Jahren für die Cannabis-Legalisierung

Ruth Zwahlen ist seit über 20 Jahren eine unerschrockene Kämpferin für die Hanf-Legalisierung. Aus dem Leben einer Aktivistin berichtet die Luzerner Zeitung.

Alkohol und Gras mit 11, Koks mit 15 Jahren

Warum werden Jugendliche kriminell, wie sieht ihr Drogenkonsum aus? Das wollen Forscher an der Uni Zürich mit einer Langzeitstudie herausfinden. Im Jahr 2004 wurde darum ein Viertel aller neuen Stadtzürcher Primarschüler, 1675 Kinder, für die Untersuchung «Z-Proso» rekrutiert. Im September schlossen die Forscher die achte Erhebungswelle ab, die Kinder von damals sind nun junge Erwachsene. Die neuen Daten zeigen: Im Alter von 11 Jahren trinkt jeder zehnte Bub bereits Alkohol, erste Kinder konsumieren dann auch Cannabis. Die ersten Erfahrungen mit Kokain wurden im Alter von 15 Jahren registriert. Artikel auf 20 Minuten, Bezahl-Artikel im Tages Anzeiger. Weiter werden Jugendliche eher kriminell, wenn ihre Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat. Diese These wird in einem Beitrag in der Berner Zeitung als abenteuerlich betrachtet.

Geplante Cannabis-Pilotversuche kommen gut an

Städte und Kantone sollen die Möglichkeit erhalten, die Auswirkungen des legalen Verkaufs von Cannabis auf den Konsum und die Konsumenten wissenschaftlich untersuchen lassen. So will es der Bundesrat. Im Sommer hat er deshalb eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in die Vernehmlassung gegeben. Nun liegen die Stellungnahmen von Parteien und Verbänden vor, Artikel auf NZZ Online. Der Kanton Bern ist gegen die Versuche, Artikel auf SRF. Die Stadt Zürich begrüsst die Schaffung eines solchen Experimentierartikels, Mitteilung der Stadt.  (Infoset berichtete)

Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen

Das bundesweite Rauchverbot in Autos bei Fahrten mit Kindern und Schwangeren soll kommen. Das teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit. Artikel im Ärzteblatt

Ein Moos könnte Hanf in der Medizin schlagen

Berner Forschende haben in Zusammenarbeit mit Kollegen von der ETH Zürich erstmals eine THC-ähnliche Substanz aus Lebermoos molekular und pharmakologisch untersucht. Die psychoaktive Substanz, die als legale Rauschdroge («Legal High») konsumiert wird, hat auch eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, die derjenigen von THC überlegen ist. Medienmitteilung der Uni Bern.

Gesundheitsversorgung von vulnerablen Gruppen

Wie können sozial benachteiligte Menschen erreicht und angespro- chen werden? Wie kann ihre Gesundheitsversorgung optimiert werden? Die Studie «Sozialhilfe und Gesundheit» zeigt aktuelle Praxisbeispiele. Im Auftrag des BAG wird zurzeit auch ein Konzept erarbeitet, um die Versorgung älterer Menschen mit problemati- schem Konsumverhalten (insbe- sondere Alkohol) zu optimieren. Beitrag auf Spectra Online.

Captagon: Wie sieht der heutige illegale Markt aus?

Captagon ist eine psychoaktive Substanz, welches häufig im Nahen Osten konsumiert wird. Darüber hinaus haben einige aktuelle Medienberichte diese Droge mit Tätern von Terroranschlägen in Europa oder terroristischen Gruppen in Konfliktgebieten im Nahen Osten in Verbindung gebracht. Dieser Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle soll einen Überblick darüber geben, was über das Captagon-Phänomen bekannt ist.

Selbstmanagement bei chronischen Krankheiten

Das BAG hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitskompetenz und das Selbstmanagement bei chronischen Krankheiten in der Bevölkerung zu verbessern. Die Kommunikation kann auf verschiedenen Wegen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Artikel auf Spectra Online.

«Die Zahl junger Frauen, die rauchen, ist nach wie vor hoch»

Felix Gutzwiller über Zigaretten, Alkohol sowie Erfolge und Misserfolge in der Prävention. Interview im Tages Anzeiger.

Schadstoffbelastung von Pkw-Innenräumen beim Rauchen

Das Rauchen von IQOS, E-Zigarette und Tabakzigarette beeinträchtigt die Luftqualität in Pkw-Innenräumen durch Freisetzung von feinen und ultrafeinen Partikeln sowie organischen Verbindungen. Die Schadstoffbelastung und das damit einhergehende Gesundheitsrisiko für Mitfahrende lagen beim Rauchen von Tabakzigaretten mit Abstand am höchsten. Es wurden ähnlich hohe Schadstoffgehalte wie in der Raumluft von Rauchergaststätten gemessen. Eine Studie (pdf, 38S.) des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Deutschland: Drogen- und Suchtbericht 2018

Der aktuelle Bericht ist eine Bestandsaufnahme zur Verbreitung des Suchtmittelkonsums in Deutschland und gibt einen Überblick über alle neuen gesetzlichen Regelungen und Projekte im Themenfeld Drogen und Sucht. Er zeigt u.a., dass der volkswirtschaftliche Schaden durch Alkohol in Deutschland jährlich 40 Milliarden Euro beträgt. Artikel auf Spiegel Online. Bei der Vorstellung des Berichts erwähnt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass die Legalisierung von Marihuana in Kanada einer "Kapitulation" gleichkomme. Artikel der Deutschen Welle, Artikel der Tageszeitung Junge Welt.

Prävention von Überdosen in Europa

2016 wurden mehr als 9'000 Menschen durch Drogenüberdosen in Europa getötet. Die Verringerung drogenbedingter Todesfälle bleibt daher eine grosse Herausforderung für die Gesundheitspolitik. Diese Analyse der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle beschreibt einige der Faktoren, die das Risiko einer tödlichen und nicht tödlichen Überdosis erhöhen, und eine Reihe von Massnahmen, die entwickelt wurden, um diese Ereignisse zu verhindern.

Studie «Armut und Schulden in der Schweiz»

Inwiefern hängen Schulden und Armut zusammen? Die Studie untersucht diesen Zusammenhang sowie bestehende Ansätze und Dienstleistungen zur Bewältigung von Verschuldung in der Schweiz. Sie kommt zum Schluss, dass herkömmliche Angebote armutsbetroffenen Menschen zu wenig Unterstützung bieten können und macht Verbesserungsvorschläge. Die Studie (pdf, 70S.) ist im Rahmen des Nationalen Programmes gegen Armut erschienen.

«Wir haben keine Opioid-Krise. Wir haben eine Krise der Ignoranz»

Nicht die Wissenschaft spielt bei der Drogenpolitik eine Rolle, sondern struktureller Rassismus und die finanziellen Interessen einer Abhängigkeitsindustrie aus Forschern, Medien und Polizei. Das sagt Carl Hart, weltweit führender Abhängigkeitsforscher. Interview mit Hart in der Republik.

Viele Babys sind zuhause Tabakrauch ausgesetzt

In vielen Haushalten werden Säuglinge durch Passivrauch gefährdet. Das zeigt eine aktuelle Studie aus dem Wilhelminenspital in Wien. Für die Studie wurden die Daten von 185 Säuglingen analysiert, die wegen schwerer Virusinfektionen der Atemwege stationär aufgenommen werden mussten. Bei knapp 48 Prozent der Säuglinge unter einem Jahr, die im Spital behandelt wurden, wird in deren unmittelbarem Umfeld geraucht. Artikel auf kurier.at, Artikel in der Fachzeitschrift Pediatric pulmonology (kostenpflichtig).

Wissensplattform AlterundSucht.ch

Das neue barrierefreie Design ist optimiert für die Zielgruppe 55+ sowie für eine Nutzung über mobile Geräte. Für alle Zielgruppen sind neu Informationen und Wissensgrundlagen zu Medikamentenkonsum und Sucht im Alter erhältlich. Für Fachleute steht neu eine Rubrik mit News, aktuellen Publikationen, Schulungen und Fachveranstaltungen zur Thematik bereit. Zudem wurden die bestehenden Texte zu Alkohol im Alter aktualisiert. www.alterundsucht.ch

Kanada legalisiert Cannabis

Ab heute darf jeder Erwachsene Cannabis in geringen Mengen kaufen, besitzen und konsumieren. Der Rest ist ein Patchwork, geregelt von Kanadas Provinzen und Territorien. Fast alle haben beschlossen, dass der zulässige Höchstbesitz 30 Gramm beträgt - in Quebec allerdings ist es mit 150 Gramm. In Nova Scotia zum Beispiel wird die Droge nur über Abgabestellen der Regierung verkauft - auch online. In British Columbia sind auch private Geschäfte zugelassen. Das Mindestalter liegt mal bei 18, mal bei 19 Jahren. In Quebec könnte es auf 21 steigen. Artikel auf tagesschau.de, Artikel der Tageszeitung taz.

Pilotprojekt Drug Checking in Basel-Stadt

Die Einnahme von psychoaktiven Substanzen mit unklarer Herkunft stellt ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Im Sinne der Prävention und Schadensminderung lanciert der Regierungsrat deshalb ein dreijähriges Pilotprojekt mit einem stationären Drug Checking-Angebot. Medienmitteilung der Abteilung Sucht im Gesundheitsdepartement BS, Beitrag auf SRF.ch

Tabakentwöhnung

Wirksame Interventionen zur Raucherentwöhnung sind: kurze und intensive Beratung durch Gesundheitsfachpersonen sowie Nikotinersatzpräparate (Mono- oder Kombinationsprodukte), Vareniclin und Bupropion. Die Unterstützung zur Entwöhnung sollte zudem eine Reihe kurzer und spezialisierter Interventionen durch Gesundheitsfachpersonen sowie interaktive Programme unter Verwendung der neuen Technologien umfassen. Trotz der Unklarheiten ist die E-Zigarette mit Nikotin wohl weit sicherer als Tabakrauchen und könnte eine neue Methode zur Unterstützung der Raucherentwöhnung sein. Artikel (pdf, 4S.) in der Zeitschrift Primary and Hospital Care.

Keine Lotterieautomaten in der Deutschschweiz und im Tessin

Der Fachverband Sucht hat zu zwei Vernehmlassungen der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz (FDKL) Stellung genommen. Der Fachverband wehrt sich gegen die Gratiswerbung für Swisslos, die in der neuen Interkantonalen Vereinbarung (IKV 2020) vorgesehen ist. Er begrüsst jedoch ausdrücklich das definitive Verbot von elektronischen Lotterieautomaten.

Diesen Mittwoch legalisiert Kanada Cannabis

Ab Mittwoch legalisiert Kanada den Verkauf von Cannabis - als zweites Land weltweit nach Uruguay. Die Legalisierung soll vor allem den illegalen Markt austrocknen. Gegner befürchten einen Anstieg des Konsums und Gefahren für Jugendliche. Artikel der FAZ.

Factsheet zur E-Zigarette

Bis der Stellenwert von E-Zigaretten einerseits als potenzielles Einstiegsmittel zum Tabakkonsum und andererseites als mögliche Unterstützung für den Rauchstopp ausreichend belegt ist, sollte man sich hüten, dieses Produkt für Kinder und Jugendliche frei zugänglich zu machen, und auch Abstand davon nehmen, es für eine Schadenreduktion oder Ausstiegshilfsmittel zu empfehlen. Diese Position vertritt zumindest ein Factsheet in der Zeitschrift Primary and Hospital Care. Die Förderation der Suchtfachleute (pdf, 3S.) hat hingegen bereits vor einiger Zeit gefordert die E-Zigarette als Mittel zur Schadensminderung anzuerkennen.

MonAM - Monitoring-System für Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (NCD)

Das MonAM besteht aus 135 Sucht- und NCD-relevanten Indikatoren. Die Daten werden aus verschiedenen, bereits bestehenden Quellen erhoben und gebündelt dargestellt. Das Monitoring-System erlaubt es, Suchtverhalten und NCDs in der Bevölkerung zu beobachten und passende Massnahmen zu entwickeln. MonAM ist am 9. Oktober gestartet und befindet sich in einer Testphase. Derzeit sind 27 Indikatoren aufgeschaltet, weitere folgen laufend. www.monam.ch

LSD. Ein Sorgenkind wird 75

1943 entdeckt der Schweizer Chemiker Albert Hofmann die ungeheure psychedelische Wirkung von LSD. 75 Jahre später erzählt die Schweizerische Nationalbibliothek die wechselvolle Geschichte dieser Substanz zwischen Wunderdroge und Sorgenkind. Die Ausstellung dauert noch bis zum 11. Januar 2019

Begrifflichkeit "Spielsucht"

Mit der Aufnahme einer Störung des Spielverhaltens (gaming disorder) in die Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) beobachtet der Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr+ in Deutschland eine zunehmende Unschärfe in der Verwendung der ursprünglich klar definierten Begrifflichkeit "Spielsucht". Stellungnahme (pdf, 1S) der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht des fdr+.

Bots beteiligen sich auf Twitter an Diskussion um E-Zigaretten

Ein US-Forschungsteam hat die Stimmungslage zum Thema E-Zigaretten auf Twitter untersucht. Dabei wurden unerwartet viele Bot-Accounts identifiziert. Zur So scheinen über 70 Prozent der Twitter-Accounts, die als Einzelpersonen auftraten, als mögliche Bots klassifiziert werden zu können. Allerdings wich die inhaltliche Ausrichtung der Bot-Tweets nicht wesentlich von denen ab, die von Menschen verschickt wurden. Demzufolge fand sich in 66 Prozent der Tweets von Individuen eine positive Grundstimmung gegenüber E-Zigaretten. Artikel auf Drugcom

Einheitsverpackungen für Zigaretten: Globaler Statusbericht

Die Publikation "Tobacco plain packaging: global status update" der Weltgesundheitsorganisation steht zum Download (Englisch, pdf, 36S.) bereit.

Bern: Ambulatorium für Jugendliche

Das Ambulatorium «für Risikoverhalten und Selbstschädigung bei Jugendlichen» AtR!Sk befindet sich im Berner Stadtzentrum. Es gehört zu den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern (UPD). Wie die Klinikleitung in einer Mitteilung schreibt, verstehe man unter «riskanten und selbstschädigenden Verhaltensweisen» etwa Selbstverletzungen, Suizidversuche, übermässiger Alkohol- oder Drogenkonsum oder besonders impulsives und delinquentes Verhalten. Beitrag auf SRF.

Mediennutzung von Kindern

Kinder, die mehr als 2 Stunden täglich vor Bildschirmen verbringen, sind nicht nur körperlich, sondern auch geistig weniger fit als ihre Altersgenossen. Die Forscher der Universität von Ottawa untersuchten insgesamt 4.520 Kinder im Alter zwischen 8 und 11 Jahren aus den USA. Die Familien wurden zu den Lebensgewohnheiten ihres Nachwuchses befragt, unter anderem zur Nutzung von Handys, Computern und Fernsehern. Artikel im deutschen Ärzteblatt.

Prävalenz des Tabakkonsums: Globaler Stautsbericht

Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco smoking 2000-2025" steht zum Download bereit (Englisch).

Tabak und Rauchen zerstören auch die Umwelt

Der Tabakanbau frisst nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immense Ressourcen. Erstmals hat die WHO die schädlichen Umweltfolgen von Tabakanbau und -verarbeitung untersucht und kommt zu dem Schluss, dass Rauchen die Umwelt zerstört und die nachhaltige Entwicklung untergräbt. Für Tabakplantagen und -verarbeitung würden Wälder abgeholzt, Böden ausgelaugt, Kohle und Holz verbrannt, heisst es in dem Bericht der WHO. Artikel auf Spiegel Online.

«Experimentierartikel» zum Betäubungsmittelgesetz: Vernehmlassung

Noch bis zum 25. Oktober läuft die Vernehmlassung zum "Experimentierartikel". Mit der Änderung sollen wissenschaftliche Pilotversuche zum legalen Verkauf von Cannabis ermöglicht werden. Der Fachverband Sucht begrüsst in seiner Vernehmlassungsantwort (pdf, 6S.) die vorgelegten Entwürfe im Grundsatz sehr. Bei einzelnen Artikeln der Verordnung ortet er jedoch Anpassungsbedarf. Dossier zu Cannabispolitik des Fachverbands Sucht.

Die Schweiz, Bollwerk der Tabakkonzerne

In Genf findet diese Woche die achte WHO-Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakkonsums statt. Die Schweiz nimmt nur als Beobachterin teil, da sie das Übereinkommen nicht ratifiziert hat. Die Ratifizierung dümpelt seit mehr als zehn Jahren im Parlament dahin. Die drei wichtigsten Tabakkonzerne der Welt haben ihren globalen oder regionalen Hauptsitz in der Schweiz. Beitrag auf Swissinfo.

Jugendlicher Alkoholkonsum in der EU

Ein neuer Bericht der WHO bietet neue Einblicke in Daten zum Alkoholkonsum von Jugendlichen über einen Zeitraum von 12 Jahren. Aus dem Bericht geht hervor, dass der Alkoholkonsum unter Jugendlichen in der Europäischen Region abgenommen hat. Doch trotz dieses Rückgangs ist er nach wie vor gefährlich hoch – ein aus gesundheitspolitischer Sicht äusserst besorgniserregender Befund.

Wie Schockbilder zum Rauchausstieg beitragen

Schön ist was anderes. Aber das ist gewollt. Zigarettenpackungen müssen grossflächig abschreckende Bildern zeigen, um auf die Folgen des Rauchens aufmerksam zu machen. Studien zufolge können bildliche Warnhinweise einen Beitrag dazu leisten, Menschen zum Rauchausstieg zu bewegen. Allerdings scheinen sich weder die Risikoeinschätzung noch die Einstellungen gegenüber dem Rauchen zu ändern. Beitrag auf drugcom.de

Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle

Vom 1. bis 6. Oktober findet in Genf die achte Konferenz der Mitglieder (Vertragsparteien) der Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle (FCTC) statt. Die Schweiz ist zwar Unterzeichnerin der Konvention, jedoch neben Andorra, Liechtenstein und Monaco das letzte Land in Europa, welches die Konvention nicht ratifiziert hat. Mitteilung der Arbeitsgemeinshaft Tabakprävention.

Für ÄrztInnen: Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen

Die schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) bietet Ärztinnen und Ärzten an, den Fähigkeitsausweis Abhängigkeitserkrankungen zu erwerben. Der Ausweis kann von allen Fachrichtungen erlangt werden, auch von Psychiatern, die den Schwerpunkt Suchtmedizin anstreben. Weitere Infos auf den Seiten der SSAM.

Internationale Lungenfachgesellschaften warnen vor E-Zigaretten

E-Zigaretten machen genauso nikotinabhängig wie Tabakzigaretten und Kinder müssen davor konsequent geschützt werden. Um zu verhindern, dass die bisherigen Präventionsbemühungen mit E-Zigaretten unterlaufen werden und das Rauchen wieder zu einem normalen Verhalten rehabilitiert wird. Beitrag in der Schweizersichen Ärztezeitung.

Lausanne eröffnet zweiten Fixerraum in der Romandie

Nach jahrelangem politischen Widerstand können Süchtige in Lausanne nun in einem sauberen und geschützten Rahmen illegale Drogen konsumieren. Heute wird dort das erste "Fixerstübli" eröffnet. Artikel auf swissinfo.ch.

Österreichs "War on Cannabis"

Die österreichische Regierung setzt seit Jahren auf einen restriktiven Antidrogenkurs. Bei Cannabis haben sich die Anzeigen fast verdoppelt, die Anzahl der Konsumenten bleibt hingegen nahezu unverändert. Welchen Sinn hat der "Cannabis-Feldzug"? Artikel auf Addendum

Alkoholkonsum: Empfehlungen zur Kommunikation

Mit diesen Empfehlungen (pdf, 2S.) möchte die Eidg. Kommission für Alkoholfragen zur Klärung der Begrifflichkeiten beitragen. Die begriffliche Abstimmung unter den verschiedenen Akteuren ist wichtig. Insbesondere in der Schweiz, wo die gleichen Botschaften in mindestens drei verschiedene Sprachen aufeinander angepasst werden müssen.

Kann Kiffen ein amotivationales Syndrom auslösen?

Antriebslos dümpeln sie in den Tag hinein. Das stereotype Bild vom demotivierten Kiffer wurde in den 1960er Jahren geprägt und hält sich teils bis heute. Oder gibt es tatsächlich ein so genanntes amotivationales Syndrom durch Cannabiskonsum? Neuere Studien werfen die Frage auf, ob nicht doch ein Körnchen Wahrheit hinter dem Klischee steckt. Beitrag auf Drugcom.de

Weltdrogenkommission fordert "Ende der Politik von Verboten"

Regierungen sollten das Geschäft mit den Drogen selbst regulieren - und es nicht kriminellen Banden überlassen. Das fordert die Weltkommission für Drogenpolitik GCDP in ihrem neuen Bericht "Regulation: The Responsible Control of Drugs". Die Mitglieder der GCDP machen Vorschläge, wie das gelingen kann. Artikel auf Spiegel Online. Die Republik hat mit der Vorsteherin der GCDP gesprochen. In diesem Interview erläutert Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss warum der Krieg gegen die Drogen beendet werden muss - mit einer Regulierung der Produktion und des Verkaufs von Kokain.

2. Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

Die zweite Stakeholderkonferenz Sucht fand zum Thema «Chancengleichheit in der Suchthilfe» statt. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

Trend in Amerikas Schulen: Die E-Zigaretten-Plage

In Amerika rauchen zwei Millionen Minderjährige E-Zigaretten, obwohl es das Gesetz verbietet. Die amerikanische Arzneimittelbehörde will sich das nicht länger tatenlos ansehen. Deshalb kündigte sie an, das Verkaufsverbot strenger zu kontrollieren und Händler, die an Minderjährige verkaufen, streng zu bestrafen. Artikel der FAZ.

Jeder 20. Todesfall geht auf Alkohol zurück

Laut dem Global status report on alcohol and health 2018 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr rund drei Millionen Menschen weltweit durch Alkoholkonsum - das sind mehr als durch Aids, Gewalt und Verkehrsunfälle zusammen. Am stärksten betroffen sind Männer - sie machen drei Viertel der alkoholbedingten Todesfälle aus. Beitrag auf Spiegel Online, Artikel auf watson.

Trotz Sprachbarrieren über Alkohol sprechen

Seit diesem Sommer haben Bezugspersonen im Migrationsbereich die Möglichkeit, Alkohol trotz Sprachbarrieren zum Thema zu machen. Das visuell geprägte Arbeitsmaterial fördert einen gesunden Umgang mit Alkohol und erleichtert das Ansprechen von missbräuchlichem Alkoholkonsum. Initiiert wurde das Projekt vom Blauen Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg.

QuaTheSI: KlientInnen-Zufriedenheit in den Institutionen der Suchthilfe

Die Erhebung der KlientInnen-Zufriedenheit in den Einrichtungen der Suchthilfe fand im März 2018 statt. Nun liegt der Gesamtbericht (pdf, 57S.) vom ISGF zur KlientInnen-Zufriedenheit in stationärer Suchttherapie 2018 vor. Die Zufriedenheitsbewertungen fallen generell hoch aus.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at

Die aktuelle Ausgabe (pdf, 3S.) der at-informationen (Herbst 2018) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt:

  • Neue Produkte: Juul: ein Trend?
  • Tabakindustrie: Heimliche Tabakwerbung in den sozialen Medien
  • Tabakindustrie: Der heuchlerische Traum von der rauchfreien Welt
  • Tabakindustrie: Köder für die Detailhändler

Nationalrat will Studien zu Cannabis erlauben

Mit einer knappen Mehrheit von 98 zu 92 Stimmen unterstützt die grosse Kammer einen Experimentierartikel für Cannabis-Versuche. SVP- und CVP-Vertreter hatten vergeblich dagegen gehalten (Ratsprotokoll der Motionen 17.4111 - 17.4114). Damit vollzog der Nationalrat eine Kehrtwende. Noch im Juni hatte der Rat eine gleichlautende Motion knapp abgelehnt. Die Motion verlang, dass ein Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz verankert wird, um Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Über diesen Vorstoss muss noch der Ständerat entscheiden. Bereits Im Juli startete der Bundesrat eine Vernehmlassung zum Experimentierartikel, die noch bis zum 25. Oktober dauert (Infoset berichtete). SDA-Meldung, Artikel auf 20 Minuten.

Gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in der Europäischen Region

Zur Förderung der Gesundheit von Kindern in der Europäischen Region der WHO hat das Regionalbüro für Europa die Strategie zur Förderung der Gesundheit entwickelt. Die Umsetzung der Strategie wurde durch Länderprofile überwacht, die auf Grundlage vorhandener Gesundheitsdaten und einer an alle 53 Gesundheitsministerien in der Europäischen Region versandten Erhebung zusammengestellt wurden. Dieser Bericht fasst die Antworten der Länder zusammen und soll der Überprüfung der erzielten Erfolge und der Behebung von Lücken dienen.

U.S. Senat verabschiedet Gesetzespaket zur Bekämpfung der Opioidkrise

Mit 99 zu 1 Stimme hat der U.S. Senat am 17. September 2018 ein Gesetzespaket verabschiedet, das die Opioidkrise bekämpfen soll. Parteiübergreifend haben Demokraten und Republikaner den Weg frei gemacht, dass dem bislang sehr leichten Zugang zu Opioiden über den Postversand – meist aus China – durch schärfere Kontrollen bei den Versanddiensten ein Riegel vorgeschoben wird. Beitrag in der Washington Post.

Kein Alkohol in der Schwangerschaft: Petition in Deutschland fordert Kennzeichnungspflicht

Mit einer Petition fordert die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) in Deutschland die verpflichtende Kennzeichnung alkoholischer Getränke. Zudem soll dazu ein neues Logo eingesetzt werden. Das bisherige meist im Ausland verwendete Logo ist ein Verbotszeichen mit einer durchgestrichenen schwangeren Frau, die ein Glas in der Hand hält. Das neue Logo stellt eine informierte und selbstbestimmt handelnde Frau dar, die sich zum Schutz ihres Kindes bewusst gegen Alkohol in der Schwangerschaft entscheidet. Zur Petition, Mitteilung von NACOA.

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen

Laut dem Jahresbericht 2017 (pdf, 6S.) betrug die durchschnittliche jährliche Auslastung der stationären Therapieeinrichtungen 87%. Damit hat sich die Auslastung gegenüber dem Vorjahr nicht geändert und bleibt auf hohem Niveau stabil.

Reaktion der europäischen Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten

Dieser Bericht der WHO enthält pragmatische und realistische konzeptionelle Empfehlungen, wie sich die nationaeln Gesundheitssysteme stärken lassen, damit sie effektiver auf die von nichtübertragbaren Krankheiten ausgehenden Herausforderungen reagieren können.

Nationalrat setzt bei Cannabis auf Repression

Der Nationalrat will kein Hanfgesetz. Er hat eine parlamentarische Initiative (17.440) der Grünen abgelehnt, die eine umfassende Regulierung von Cannabis verlangten. Das Gesetz sollte Anbau, Handel, Konsum, Jugendschutz und die Besteuerung regeln. Artikel der Aargauer Zeitung.

Die E-Zigarette Juul kommt in die Schweiz

Juul schlägt in den USA mittlerweile alle anderen E-Zigaretten. Auf Instagram wird das trendige Gerät seit Monaten gehypt. In der Schweiz könnte das stark nikotinhaltige Produkt wegen einer Gesetzeslücke sogar an Minderjährige verkauft werden.Eine Parlamentsvorlage für das Tabakproduktegesetz, das Einschränkungen in Bezug auf Werbung und Verkauf an Minderjährige vorsieht, wird vom Bundesrat allerdings erst Ende Jahr verabschiedet. Bis das Gesetz in Kraft treten kann, vergehen voraussichtlich weitere zwei bis drei Jahre. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf Tages Anzeiger Online.

Pablo Escobars Fluch

Kolumbianer versuchen verzweifelt, das Kokain- und Escobar-Klischee loszuwerden. Dann kommt die nächste Drogenschwemme. Statistiken des Justiz- und Verteidigungsministeriums zufolge sind die Flächen für den Anbau der Kokapflanze allein zwischen 2013 und 2017 um das Dreifache angewachsen, auf 209'000 Hektaren. Dass das Kokain auf den Strassen von Zürich, New York oder Barcelona in jüngster Zeit billiger geworden ist, liegt auch an der Entwicklung in Kolumbien. Artikel vom Tages Anzeiger.

Amphetaminkonsum: Neuer Selbsttest kann Risikoprofil erstellen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland hat auf Drugcom einen neuen Online-Selbsttest veröffentlicht. Mit ihm können Amphetaminkonsumenten anonym und qualitätsgesichert ein persönliches Risikoprofil erstellen und so Hinweise auf eine mögliche Abhängigkeit erhalten.

Kooperation zwischen Selbsthilfe und Suchthilfe

Ziel der Publikation ist es, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu fördern, Skepsis abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Angebotsarten zu fördern. Beschreibungen von Selbsthilfeorganisationen und Vereinen, Beispiele für konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie Auszüge aus Erfahrungsberichten runden die Publikation ab. Die Publikation wurde mit der Unterstützung einer Begleitgruppe aus VertreterInnen von Selbsthilfeorganisationen und Suchthilfe erstellt. Die Publikation (pdf, 48) «Kooperation zwischen Selbsthilfe und Suchthilfe» von Infodrog ist online erhältlich.

US-Behörde erklärt E-Zigaretten zur "Epidemie"

Die Zahl der amerikanischen Schüler, die elektrische Zigaretten rauchen, steigt dramatisch. Der Chef der Arzneimittelbehörde will besonders beliebte Produkte deshalb verbieten. Artikel der Tageszeitung Welt, Artikel in der Washington Post.

Ein Cannabis-Lehrstuhl an der Uni Bern?

Die Hanfpflanze birgt ein grosses medizinisches Potenzial. Eine Gruppe von Politikern von links bis rechts fordert deshalb die Einrichtung eines Cannabis-Lehrstuhls an der Uni Bern. Artikel im Bund.

mHealth - Schwerpunkt im Spectra Online

Apps auf mobilen Geräten wie Smartphones eröffnen in der Prävention und Gesundheitsförderung viele Möglichkeiten. Die aktuelle Ausgabe (121, September 18) von Spectra (vom BAG) informiert über Gesundheits-Apps und die damit verbundene Datensicherheit für Anwender und Entwickler.

Gesundheitsbericht der WHO

Die Europäer leben länger und gesünder, aber viele können nicht von ihren Lastern lassen. Rauchen, Alkohol und Übergewicht seien in vielen Staaten ein Problem, geht aus dem neuesten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (auf Englisch) für die Europäische Region hervor. Der Bericht zeigt, dass die Raucherquote in der Europäischen Region höher ist als in allen anderen Regionen der WHO. Rund ein Drittel der Bevölkerung ab 15 Jahren raucht. Während der Alkoholkonsum allgemein zurückgeht, ist der Konsum unter Erwachsenen noch immer höher als in allen anderen WHO-Regionen. Die Konsummengen unterscheiden sich zwischen den Ländern erheblich: sie liegen zwischen 1 und 15 Litern jährlich pro Kopf. Medienmitteilung der WHO. Artikel auf watson, Artikel auf Spiegel Online, Artikel der FAZ.

Experiment Nichtrauchen geht in die neue Runde

Mit dem Beginn des Schuljahres 2018/2019 findet auch wieder die Ausschreibung zum Schulwettbewerb "Experiment Nichtrauchen" statt. Lehrpersonen können Ihre Klassen, bis zum 31. Oktober 2018 anmelden. www.experiment-nichtrauchen.ch

Hepatitis C – Eine Erfolgsgeschichte

Hepatitis C zu behandeln, hat sich zu einer dankbaren ärztlichen Handlung entwickelt: fast jede Therapie verläuft erfolgreich, glückliche Patienten gehören zur ­Tagesordnung. Die Hausärztin kann den grössten Teil der Abklärung und Behandlung selbst durchführen und somit an dieser Entwicklung direkt teilhaben. Beitrag in Fachzeitschrift Primary and Hospital Care.

«Ein Glas pro Tag raubt Lebensjahre»

Vom «Blick» über «20Minuten» bis zur «BaZ» haben etliche Medien Alarm geschlagen. Laut Infosperber mangelt es der Berichterstattung aber an statistischem Grundwissen.

Alkohol in der Schwangerschaft: Die Gesellschaft ist gefordert

Rund zwei von hundert Neugeborenen in Europa kommen auf Grund des Alkoholkonsums ihrer Mutter während der Schwangerschaft mit Beeinträchtigungen zur Welt. Zum kommenden 9. September, dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes, ruft die Stiftung Sucht Schweiz dazu auf, es schwangeren Frauen zu erleichtern, möglichst auf den Alkoholkonsum zu verzichten. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Beitrag auf SRF.

Kulturtour - 30 Jahre Kirchliche Gassenarbeit Bern

Seit dreissig Jahren setzt sich die Kirchliche Gassenarbeit Bern für Menschen ein, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Gasse haben. Zu diesem Jubiläum organisert die Gassenarbeit Bern in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturbetrieben der Stadt und Region Bern eine Kulturtour. Die verschiedenen Veranstaltungen finden zwischen September und Dezember statt.

Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz

Dies beiden Faktenblätter präsentieren die Ergebnisse zum Alkoholkonsum (pdf, 2S.) und zum Rauchen (pdf, 2S.) während der Schwangerschaft oder Stillzeit aus der Suchtmonitoringbefragung, die in den Jahren 2011-2016 in der Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt wurden. Die Resultate zeigen, dass fast jede fünfte (17.7%) schwangere oder stillende Frau mindestens wöchentlich und jede hundertste täglich oder fast täglich Alkohol konsumiert. Bezogen auf die 85'000 Lebendgeburten in der Schweiz im Jahr 2017 sind schätzungsweise 1700 Fälle von FASD und 170 bis 425 Fälle von FAS pro Jahr zu verzeichnen. Beim Tabakkonsum zeigt sich, dass rund 7% der Frauen (6,8%), die in den letzten fünf Jahren schwanger waren, bei ihrer letzten Schwangerschaft geraucht zu haben (6,2% reduzierten ihren Konsum, und 0,6% rauchten so viel wie vorher). Die Auswertung (pdf, 20S.) von Sucht Schweiz zum Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz ist online erhältlich.

«Edi – Leben am Limit»

Dies der Name der neuen Podcastserie von SRF, in der zwei Journalistinnen in das Leben eines Gesetzesbrechers eintauchen und gemeinsam mit ihm seine unglaubliche Geschichte rekonstruieren. Edi ist quasi eine personifizierte Langzeitstudie über unseren Umgang mit Resozialisierung und therapeutischen Massnahmen, mit Drogensüchtigen und Kriminellen, mit sogenannten «hoffnungslosen» Fällen.

Tabakmultis locken mit neuen Mitteln

Mit neuen Geräten zum Tabakkonsum will Philipp Morris in die Zukunft und verspricht: gleicher Genuss, weniger Schadstoffe. Denn die Schweizer rauchen weniger und weniger, was auch die Tabakmultis bemerkt haben. Mit allen Mitteln wollen sie die Nikotinsüchtigen nun bei der Stange halten. Beitrag im 10vor10.

Krebs durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum

Ziel dieser Studie ist es, die absoluten Zahlen und die Anteile der durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum bedingten Krebsfälle in Deutschland für das Jahr 2018 abzuschätzen. Die Studie zeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der Krebsneuerkrankungen auf Rauchen (19%) und hohen Alkoholkonsum (2%) zurückzuführen ist. Um die Verbreitung dieser Risikofaktoren und die dadurch bedingte Krebslast einzudämmen, ist eine konsequentere Prävention dringend notwendig. Artikel auf aerzteblatt.de, Artikel auf Spiegel Online

Kann Cannabiskonsum ein amotivationales Syndrom auslösen?

Die Frage, ob Cannabis ein dauerhaftes amotivationales Syndrom erzeugen kann, schien wissenschaftlich bereits zu den Akten gelegt zu sein. Studien legten nahe, dass vermutlich andere Grunderkrankungen wie Depressionen einem demotivierten Zustand zugrundliegen und Cannabiskonsum nur eine Folge oder Begleiterscheinung einer angeknacksten Psyche ist. Neuere Studien liefern jedoch Hinweise, dass es bei Dauerkiffern womöglich doch zu längerfristigen Veränderungen in der Hirnchemie kommen könnte. Diese Veränderungen können zur Folge haben, dass Betroffene bestimmte Dinge oder Ziele als nicht mehr so erstrebenswert erachten. Eine endgültige Antwort liefern diese Studien allerdings auch nicht. Artikel auf Drugcom

Grosse Studie zu E-Zigaretten läuft

Seit vier Monaten ist es auch in der Schweiz legal, nikotinhaltige Flüssigkeiten zu verkaufen. Seither zieht das Geschäft mit den Dampfgeräten kräftig an. Doch wie gefährlich die Substanzen sind, ist wissenschaftlich unklar. Nun sollen die E-Zigaretten erstmals gründlich untersucht werden. Beitrag im 10vor10, Artikel mit weiteren Infos auf SRF.

Strategie der Tabakkonzerne: Wie man neue Raucher heranzieht

Die Tabakkonzerne wollen weg vom Image der Krankmacher. Zumindest in Europa und den USA. In Afrika setzen sie weiter darauf, immer mehr Menschen möglichst früh an die Zigarette zu gewöhnen. Beitrag auf Spiegel Online.

Wie die soziale Phobie problematischen Cannabiskonsum fördert

Bekannt ist, dass sozial ängstliche Menschen stärker gefährdet sind, eine Cannabisabhängigkeit zu entwickeln. Eine neue Studie hat Hinweise dafür geliefert, welcher psychologische Mechanismus der Problematik zugrundliegen könnte. Artikel auf Drugcom

Australien: Eine Packung Zigaretten kostet bald 16,80 Euro

Menschen in Australien müssen künftig deutlich mehr für Zigaretten zahlen, weitere Preiserhöhungen für die kommenden Jahre sind bereits geplant. Der Staat will seine Bürger vom Rauchen abhalten - und Milliarden einnehmen. Artikel auf Spiegel Online

Alkohol und Tabak schädigen Blutgefässe bereits im Jugendalter

Die Versteifung und Verfettung der Arterien (Atherosklerose) beginnt nicht erst im fortgeschrittenen Lebensalter. Schon bei Kindern und Jugendlichen findet man oft erste Zeichen einer solchen Gefässalterung. Zu den wichtigsten Brandbeschleunigern punkto Atherosklerose zählen nachweislich Tabakrauch und ein zu tiefer Blick ins Glas. Beides führt schon bei Jugendlichen zu nachweisbaren Veränderungen. Artikel auf NZZ Online.

Drug-Checking in Bern

In Bern begleitet "follow me.reports" vom ZDF den Sozialarbeiter Roman von dib+ (Drogeninfo Bern Plus). Der Sozialarbeiter arbeitet beim CONTACT Bern, die unter anderem die Nightlife-Angebote dib+ und rave it safe führt. Die beiden Angebote sind aufs Drug Checking, Information und Kurzberatung spezialisiert und richten sich an Konsumierende von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen. Beitrag (13 Min.) auf Funk.

Psychische Gesundheitskompetenz und Stigma

Die Hauptziele des Forschungsprojekts bestehen darin, die psychische Gesundheitskompetenz sowie stigmatisierende Einstellungen gegenüber Personen mit psychischen Störungen in einer Stichprobe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die eine tiefe/hohe Gesundheitskompetenz bzw. stigmatisierende Einstellungen vorhersagen. Erste Resultate sind auf den Seiten des ISGF erhältlich.

Konsum alkoholischer Getränke je Kopf der Wohnbevölkerung in der Schweiz

Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) war bis Ende 2017 für die Umsetzung des Alkoholgesetzes zuständig. Anfang 2018 wurde die EAV in die Eidg. Zollverwaltung integriert EZV. Das EZV hat nun die aktuellen Zahlen (pdf, 1S.) für 2017 zum Alkoholkonsum veröffentlicht.

Niederlande: Riesiger Umsatz mit synthetischen Drogen

Die niederländische Polizei-Akademie hat eine neue Studie zur Produktion von synthetischen Drogen in den Niederlanden veröffentlicht. Die Erkenntnis daraus ist, dass in den Niederlanden im Jahr 2017 für rund 19 Milliarden Euro synthetische Drogen produziert wurden. Es gibt sowohl grosse als auch kleine Labors. Die Grösse der Labors könne aus der Menge der illegal entsorgten Abfälle in Naturschutzgebieten erahnt werden, Artikel auf NieerlandeNet, Beitrag auf SRF. Sucht-Experte Frank Zobel erklärt, warum auch Schweizer Konsumenten ihre Pillen aus den Niederlanden beziehen und wie der Handel mit synthetischen Drogen hierzulande funktioniert, Beitrag auf SRF

Dreiteilige Serie zu LSD im Magazin Republik

  • Teil 1: Was ein katholischer Orden mit der Entdeckung von LSD zu tun hat. Und warum jahrhundertealte Gemälde einen Höllentrip zeigen. Teil I unserer Serie
  • Teil 2: Wie LSD unsere Vorstellung von der Psyche verändert hat – und unser Bild vom Menschen
  • Teil 3: Wie LSD heute die Psychiatrie verändern könnte – und warum das ausgerechnet in der nüchternen Schweiz geschieht. Teil III dieser Serie.

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht

Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 3/2018 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Das neue Tabakpräventionsprogramm des Kantons Freiburg

Der Kanton Freiburg kündigt die Weiterführung seines Engagements im Bereich der Tabakprävention an und zieht eine positive Bilanz zu den Massnahmen, die seit 2009 umgesetzt werden. Im Hinblick auf die Anpassung seiner Strategie und die Ergänzung der Massnahmen präsentiert er sein Kantonales Tabakpräventionsprogra mm 2018‒2021. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Direktion für Gesundheit und Soziales.

Substanzmonitoring in den K+A

Seit 2016 werden in sämtlichen Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) periodisch Befragungen zum Konsum psychoaktiver Substanzen in den Konsumräumen durchgeführt und im Rahmen eines jährlichen Berichts veröffentlicht. Ein erster Vergleich der Zahlen aus den Jahren 2016 und 2017 deutet darauf hin, dass insgesamt von einer sehr stabilen Konsumsituation (bzgl. Substanzen und Applikationsformen) in den Konsumräumen der K+A in der Schweiz ausgegangen werden kann. Das Substanzmonitoring 2017 (pdf, 18S.) steht zum Download auf den Seiten von Infodrog bereit.

Drogen - Eine Weltgeschichte

Drogen haben seit Anbeginn der Zivilisation die Menschen begleitet. "Terra X" spürt Drogen und ihrem Gebrauch an den Fundorten nach: in Europa, Nordafrika, Asien und Mittelamerika. Teil 1 erzählt von Drogen in Antike und Frühgeschichte. Erhältlich in der Mediathek vom ZDF.

Uruguay: Ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis

2013 sorgte Uruguay weltweit für Aufsehen, als das Land entschied, Cannabis weitgehend zu legalisieren. Inzwischen darf jeder nach einer Registrierung die Pflanze anbauen – entweder zu Hause oder gemeinschaftlich in einem der mehr als 100 sogenannten «Cannabis-Clubs». Vor einem Jahr startete in einigen Apotheken des Landes zudem der öffentliche Verkauf der Droge. Wie hat die Legalisierung das Land verändert? Artikel der Tageszeitung Bund.

«Informier dich, wenn das Spiel mit dir spielt»

16 Deutschschweizer Kantone lancieren eine Kampagne zur Sensibilisierung für Spielsucht bei Sportwetten. Im Fokus steht der Fussball, wo am meisten gewettet wird. Mit Köbi Kuhn und der Unterstützung diverser Fussballclubs wird ein breites Publikum für die Gefahren eines problematischen Wettverhaltens sensibilisiert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. www.sos-spielsucht.ch

«Der Staat muss den Drogenmarkt regulieren und die Gefahren in den Griff bekommen»

Sie sind alte Weggefährten, die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss und der Psychiater Ambros Uchtenhagen. Einst engagierten sie sich für die kontrollierte Heroinabgabe. Heute kämpfen sie für eine Entkriminalisierung aller Drogen. Die NZZ hat beide zu einem Gespräch eingeladen.

IBK-Preis für Gesundheitsförderung & Prävention

Am 11. April 2019 wird der Preis der Internationalen Bodensee Konferenz IBK für Gesundheitsförderung und Prävention zum 7. Mal verliehen. Projekte aus Vorarlberg, Baden-Württemberg, Bayern, dem Fürstentum Liechtenstein sowie den Schweizer Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich können sich dafür bewerben. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2018. www.ibk-gesundheit.org

Selbst das eine Bierchen ist schon ungesund

Eine Studie, die Daten von 28 Millionen Menschen nutzt, zeigt: Alkohol schadet ab dem ersten Tropfen. Und ist weltweit für noch mehr Tote verantwortlich als gedacht. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Spiegel Online.

Kiffen statt Rauchen?

In den USA rauchen immer weniger Menschen Zigaretten. Im Gegenzug ist dort der Anteil der Personen, die täglich Cannabis konsumieren, gestiegen. Gibt es womöglich einen Zusammenhang? Artikel auf drugcom

Die erste Zigarette mit elf

Tatsächlich beginnen insgesamt immer weniger junge Menschen mit dem Rauchen. Aber jene, die doch zu den Zigaretten greifen, sind heute deutlich jünger als noch vor ein paar Jahren. In der Altersgruppe der Elf- bis 15-Jährigen hat die Anzahl der Raucher in vielen Regionen Europas sogar zugenommen. Artikel der Süddeutschen Zeitung

Basler FDP verlangt vollständige Drogenlegalisierung

Die Freisinnigen verlangen in ihrem neuen Parteiprogramm die vollständige Legalisierung aller Drogen. Die FDP-Grossrätin Martina Bernasconi sagt: «Es ist ein echtes Anliegen, das von einer grossen Mehrheit unserer Mitglieder getragen wird. Das ist die Zukunft.» Mit ihrer Haltung überrumpelt die Basler FDP die nationale Mutterpartei. Die Forderung geht nationalen FDP-Politikern zu weit, Beitrag auf SRF. Der Basler-Vorschlag spaltet die Aargauer FDP, Artikel der Aargauer Zeitung

Empfehlungen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C

Die WHO hat ihr Empfehlungen aktualisiert. Die Publikation (pdf, 108S.) "Guidelines for the care and treatment of persons diagosed with chronic hepatitis C virus infection" steht zum Download bereit.

Süchtig nach Shopping

Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Jetzt kommt die Designer-E-Zigarette Juul

Ihre Produkte strahlen Coolness aus. Die Firma Juul aus San Francisco wächst mit ihren elektronischen Zigaretten rasant: Innerhalb von acht Monaten stieg ihr Marktanteil bei E-Produkten in den USA von 30 auf fast 70 Prozent. Der Umsatz hat sich in einem Jahr verachtfacht. Bald kommt Juul in die Schweiz. In den USA hat das Unternehmen Klagen am Hals. Artikel auf bernerzeitung.ch. (Infoset berichtete)

Lotterie- und Wettumsatz rückläufig

Mit Schweizer Lotterien und Wetten wurden im Jahr 2017 2,81 Milliarden Franken umgesetzt, wie aus der am 17. August 2018 veröffentlichten Lotterie- und Wettstatistik des Bundesamtes für Justiz (BJ) hervorgeht. Gegenüber 2016 (2,99 Milliarden Franken) ist der Umsatz um fast 180 Millionen Franken zurückgegangen, was einem Rückgang von rund 6,4% entspricht. Medienmitteilung vom Bundesamt für Justiz.

Wer mit Rauchern aufwächst, stirbt eher an einer Lungenkrankheit

Amerikanische Forscher haben erstmals einen Zusammenhang aufgezeigt zwischen Rauchexposition in der Kindheit und einem Sterberisiko durch Lungenerkrankungen im Alter. Artikel der NZZ.

Gamescom 2018: Mit Videospielen verantwortungsvoll umgehen

Anlässlich der Computerspielmesse "Gamescom", die vom 21. bis zum 25. August 2018 in Köln stattfindet, weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Risiken einer exzessiven Mediennutzung und Videospielsucht hin. Um Jugendliche vor exzessiver Computerspiel- und Internetnutzung zu schützen, hat die BZgA das Präventionsangebot "Net-Piloten" für Schulen entwickelt. Bei dem auf dem Peer-Ansatz beruhenden "Net-Piloten"-Konzept werden Mädchen und Jungen ab 14 Jahren speziell geschult, um als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen ihr Wissen zur eigenverantwortlichen, maßvollen Nutzung von Smartphones und Computern an jüngere Jahrgänge weiterzugeben. Medienmitteilung der BZgA.

Mehr Drogentote in den meisten US-Bundesstaaten

In den USA ist die Zahl der durch Überdosis Gestorbenen deutlich gestiegen. Die meisten Opfer gab es in Florida, Kalifornien, Pennsylvania und Ohio. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Alkohol-Testkäufe: Knapp ein Drittel der Verkaufsstellen hält sich nicht an Vorschriften

Im vergangenen Jahr sind schweizweit insgesamt rund 7225 Alkohol-Testkäufe durchgeführt worden. In rund 29 Prozent aller Fälle sind alkoholische Getränke verkauft worden, obwohl die Testkäuferinnen und -käufer die gesetzliche Alterslimite dafür nicht erfüllten. Dies entspricht einer Abnahme von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang dürfte in erster Linie auf die veränderte Zusammensetzung der Testkäufe zurückzuführen sein. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV, Medienmitteilung der EZV.

Alkohol nicht in allen Freizeitaktivitäten gleich präsent

Bei Freizeitaktivitäten ist häufig Alkohol im Spiel. Eine neue Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zeigt nun, dass es je nach Sportart grosse Unterschiede gibt. Am häufigsten wird Alkohol auf der Skipiste konsumiert. So gaben 19 Prozent der Snowboarder an, sie stünden beim Sport oft oder gelegentlich unter Alkoholeinfluss. Auch auf 15 Prozent der Skifahrer trifft dies zu. Diese und viele weitere Erkenntnisse liefert die neue bfu-Statistiksammlung STATUS 2018 (68S.). Darin werden auch die jährlichen Unfallkosten neu beziffert. Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, mehr als 2400 sterben. Artikel auf SRF

Wie Babys schon im Mutterleib geschädigt werden

Wie weit prägen Umwelt, Verhalten und «Sünden» werdender Mütter ihre Kinder? Kann oder muss bereits vor der Geburt auf das Baby Einfluss genommen werden, um ihm einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen? Und was kann es für einen Menschen bedeuten, wenn die Weichen für sein Leben bereits durch den Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft gestellt worden sind? Ein «NZZ Format»: 23. August, um 23.00 Uhr auf SRF 1.

Kinder suchtkranker Eltern

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Deutschland hat das Dossier "Kinder suchtkranker Eltern" (pdf, 6S.), das erstmals 2012 erschienen ist, überarbeiten lassen. Neben grundlegenden Informationen enthält das Dossier auch rechtliche und pädagogische Aspekte, umfangreiche Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner.

Wer stark auf Alkohol reagiert, dem macht auch Schlafmangel zu schaffen

Ein Team von Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und dem Forschungszentrum Jülich konnte in einer Untersuchung nachweisen, dass Personen, die besonders stark von Alkohol beeinträchtigt werden, auch empfindlich auf Schlafentzug reagieren. Medienmiitteilung des DLR, Mitteilung auf Praevention.at

Jede dritte Ecstasy-Pille ist riskant dosiert

Die Jugendberatung Streetwork hat an der Street Parade insgesamt 62 Substanzen getestet. Bei 19 davon handelte es sich um Ecstasy-Tabletten (Wirkstoff MDMA), dazu kamen 12 MDMA-Proben in kristalliner Form und 18 Kokainproben. Daneben wurden auch Amphetamin und LSD getestet. Das Resultat: Rund ein Drittel der Substanzen sind als riskant eingestuft worden, sieben Substanzen sogar als hoch riskant. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Vernehmlassungsantworten: Tabakproduktegesetz soll zum Rückschritt werden!

Vertreter aus der Wirtschaft nutzen die Vernehmlassung zum neuen Tabakproduktegesetz, um Druck auszuüben auf bestehende Massnahmen zum Schutz vor Tabakwerbung. Das zeigt die Auswertung der Vernehmlassungsantworten durch die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Computerspielen kann als psychische Störung diagnostiziert werden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 18. Juni die neue, nunmehr elfte Fassung des International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems veröffentlicht, kurz ICD-11. Die Aufnahme der Computerspielsucht ist umstritten: Es besteht die Gefahr der Individualisierung von sozialen Problemen, Exzessives Computerspielen ist dann nicht mehr Ausdruck anderer Probleme im Leben oder von Lebenskrisen, die vielleicht mit Armut, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit oder Schicksalsschlägen zu tun haben. Stattdessen wir Computerspielsucht diagnostiziert. Und gemäss dem herrschenden Paradigma in der psychiatrischen Forschung haben sie damit eine Gehirnstörung, die dann am besten auch dort behandelt wird. Beitrag von Stephan Schleim auf Telepolis.

Street Parade 2018: Schlussbilanz von Schutz & Rettung Zürich

Die hohen Besucherzahlen und die heissen Temperaturen bewirkten eine Zunahme der Behandlungen (25%) an den Sanitätsposten von Schutz & Rettung. Wegen übermässigem Alkohol-und/oder Drogenkonsum mussten die Einsatzkräfte insgesamt 277 Personen behandeln, dies entspricht dem Wert des Vorjahres (273). Davon wurden bis zum Morgengrauen 87 Personen zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle (NUK) transportiert (Vorjahr 90). Medienmitteilung des Sicherheitsdepartementes der Stadt Zürich, Beitrag auf SRF.

Generation Smartphone

Im Projekt «Generation Smartphone» haben acht Erwachsene und acht Jugendliche gemeinsam zur Smartphone-Nutzung von dreissig Jugendlichen geforscht. Durch den partizipativen Forschungsansatz – Jugendliche beteiligen sich aktiv am Forschung sprozess – wurden die Sichtweisen der Jugendlichen systematisch miteinbezogen. Die Studie zeigt, dass Jugendliche das Handy durchaus sinnvoll nutzen. Sie zeigt aber auch: Ein Leben ohne das Gerät ist für Jugendliche nicht mehr vorstellbar. Der Forschungsbericht (pdf, 73S.) der FHNW und ZHAW steht zum Download bereit, Radiobeitrag auf SRF1. www.generationsmartphone.ch

Deutschland: Kinder-Medien-Studie 2018

Zum zweiten mal präsentiert die Studie detaillierte Einblicke in die Lebensrealität der vier- bis 13-Jährigen Kinder in Deutschland. Der Studie zufolge gehen die Kidner souverän mit der Digitalisierung um und halten eine Balance zwischen analogen und digitalen Beschäftigungen. 70% der Befragten Kinder lesen Bücher oder Zeitschriften, "mit Freunden zusammen sein" (89%) und "im Freien spielen" (81%) sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen. Trotzdem bezeichnen sie das Internet als "das coolste Medium, das es gibt" und das Smartphone steht bei den Kindern mit 41% ganz oben auf der Wunschliste. Gesellschaftsspiele und Spielekonsolen sind mit je 25% weniger stark nachgefragt. Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Artikel auf Zeit Online. www.kinder-medien-studie.de

YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen

Im Jahr 2011 lancierte das Blaue Kreuz Bern einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mittlerweile sind 178 Kurzfilme aufgeschaltet. Besonders auf Interesse stossen dieses Jahr Kurzfilme zum Tabak- und E-Zigarettenkonsum. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, www.youtube.com/suchtpraeventionbe

Effektivität der stationären Alkoholentwöhnung: Was ist mit den Non-Respondern?

Mit der Non-Responder-Studie wurde eine systematische Untersuchung der Erfolgsquoten in der stationären Alkoholentwöhnung unter Einbeziehung der Spät-Antwortenden durchgeführt. Die über drei Jahre laufende Studie hat gezeigt, dass die bisherigen Berechnungsformen den Erfolg der Alkoholentwöhnungsbehandlung unterschätzen. Die Studienergebnisse können deshalb als Ausgangspunkt für eine Diskussion der Berechnungsformeln der katamnestischen Erfolgsquoten dienen. Zudem wurden Gründe für das Nicht-Antworten identifiziert. Eine Studie der Charité

Niederländischer Trend: Rauchfreie Terrassen und Strassen

Rauchfreie Strassen scheinen in den Niederlanden ein neuer Trend zu werden. In Rotterdam haben diverse Hochschulen und die Universitätsklinik Erasmus Medisch Centrum ein Rauchverbot für die Strassen beantragt, die die genannten Einrichtungen umgeben. Neben dem Rauchverbot für bestimmte Strassen sind nun auch die Aussenbereiche von Strassencafés und Kneipen im Gespräch. Werden die Rauchenden von den niederländischen Strassen verschwinden? Beitrag auf NiederlandeNet.

CONTACT Jubiläumsaktion in Bern am 16. August 2018

CONTACT feiert drei langjährige niederschwellige Angebote in der ambulanten Suchthilfe mit einer Jubiläumsaktion in Bern: CONTACT Suchtbehandlung, Citypflege und La Strada. Am 16. August zeigen die drei Angebote von 10 bis 16 Uhr auf der Kleinen Schanze in Bern mit einem symbolischen Perimeter und drei Ständen die Bereiche der Schadensminderung auf, die sie abdecken. Passantinnen und Passanten sind herzlich eingeladen, sich insgesamt 70 Jahre Arbeit und drei Angebote von CONTACT anzusehen und zu diskutieren.

Warum Morphine und Opioide ihre Wirkung verlieren

In ihrer Studie (Englisch, kostenpflichtig) im Science Signaling beschreibt ein internationales Forschungsteam für Morphin und synthetische Opioide unterschiedliche Mechanismen, die zur Desensibilisierung der Opioidrezeptoren führen. Eine der Erkenntnisse der Untersuchung lautet, dass im Vergleich zu Morphin die synthetischen Opioide eine höhere Enzymaktivität und eine schnellere Desensibilisierung der Rezeptoren verursachen. Die veröffentlichten Ergebnisse liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe mit geringer Toleranzentwicklung und reduziertem Suchtpotenzial. Medienmitteilung der Uni Jena, Artikel auf suchtpraevention.at

Street Parade 2018: Medizinisch gut versorgt & Drug Checking

Am kommenden Samstag strömen für die Street Parade hunderttausende von Tanzbegeisterten nach Zürich. Um deren medizinisches Wohl und gleichzeitig den gewohnten Schichtbetrieb in der Stadt Zürich jederzeit gewährleisten zu können, stehen seitens Schutz & Rettung rund 380 zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz. Medienmitteilung der Stadt. Die Jugendberatung Streetwork / saferparty.ch bietet Beratung und Informationen zum Thema Alkohol und Partydrogen, sowie die Möglichkeit zur Substanzanalyse (Drug-Checking) an, Info-Newsletter (pdf, 5S.) von Saferparty.ch zur Street Parade.

Richtlinien zur Behandlung von Hepatitis C

Die Publikation (pdf, 108S., Englisch) "Guidlines for the Care and Treatmanet of Persons Diagnosed with Chronic Hepatitis C Infection" der Weltgesundheitsorganisation steht zum Download bereit.

Cannabis: Von der Droge zur beliebten Medizin

Vor 25 Jahren wurde in Bern der erste Hanfladen eröffnet. Bald griff das Bundesgericht durch und beschloss: Es dürfen keine Produkte verkauft werden, die den THC-Wert von 0,3 Prozent übersteigen. Heute feiert Hanf sein Comeback als Medizin. Sendung (56 Min.) von Treffpunkt auf Radio SRF1.

Kokainland Schweiz – leben in der Rauschgesellschaft

Fast nirgendwo in der westlichen Welt wird so viel Kokain konsumiert wie in Schweizer Städten. Wieso gerade Kokain? Mit was für Folgen? Und wie hängt der hiesige Konsum mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammen? Thema im Club vom 07. August, 22:20 Uhr auf SRF1.

Bis zu 5-fach erhöhtes Krebsrisiko durch Alkoholkonsum

Den meisten Menschen dürfte bewusst sein, dass übermässiger Alkoholkonsum nicht gesund ist. Aber Krebs? Eine grosse Studie hat nachweisen können, dass Alkohol sehr wahrscheinlich die Ursache von Krebserkrankungen ist - und das nicht erst bei starkem Konsum. Artikel auf drugcom.de

Polizei: «Legales Kiffen würde Arbeit erleichtern»

Seit anderthalb Jahren dürfen Händler in der Schweiz Hanfprodukte mit geringem THC-Gehalt verkaufen. Es gibt nun damit legalen Hanf und auf der anderen Seite die illegal berauschende Droge. Der Alltag der Polizei wurde damit komplizierter, sagt Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei. Beitrag auf SRF.

Philip Morris: Der heuchlerische Traum von der rauchfreien Welt

Vor einem Jahr hat sich der Tabakkonzern Philip Morris «tabakfrei» erklärt. Das Selbstbekenntnis ist opportunistisch und heuchlerisch, wie ein Blick über Europa hinaus zeigt. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

Einfluss von Cannabiskonsum auf die männliche Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit des Mannes hängt entscheidend von der Anzahl und der Fitness seiner Spermien ab. In einem YouTube-Video erklärt drugcom.de, wie Cannabiskonsum Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit nehmen kann.

"My first 48 hours out": Naloxon-Vergabe nach der Haft

Leitlinien (pdf, 67S.) zur Naloxon-Vergabe zur Vermeidung von Todesfällen durch Überdosierung an der Schnittstelle Haft-Freiheit. Ergebnisse eines EU-Projektes, das vom vom Institut für Suchtforschung in Frankfurt durchgeführt wurde.

Internetbezogene Störungen: Leitlinie für die Behandlung

Der "Expertenworkshop Internetbezogene Störungen" vom Januar 2018 in Berling hatte das Ziel, den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Internetbezogenen Störungen zusammenzutragen. Diese Dokument (pdf, 6S.) informiert über das Wissen in diesem Gebiet, das auf diesem Workshop zusammengetragen wurde. Beitrag auf Konturen.

Deutschland: Unterstützung arbeitsuchender abhängigkeitskranker Menschen

Die gemeinsam zwischen der Deutschen Rentenversicherung DRV, der Bundesagentur für Arbeit und kommunalen Spitzenverbänden beschlossenen Empfehlungen (pdf, 6S.) sollen arbeitsuchende abhängigkeitskranke Menschen bei dem Zugang in eine medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker und der anschliessenden beruflichen (Wieder-)eingliederung unterstützen. Medienmitteilung der DRV.

Alkoholwerbekontrolle muss sich mehr auf Social Media fokussieren

Die Regeln für die Werbung für Alkohol müssen aufgrund der Zunahme der sozialen Medien verschärft werden, so neue Untersuchungen. Demnach kann das Regulierungssystem für die Vermarktung von Alkohol mit dem Tempo und der Art des technologischen Wandels nicht Schritt halten. Beitrag (Englisch) des European Center for Monitoring Alcohol Marketing.

Aromastoffe in E-Zigaretten greifen weisse Blutkörperchen an

Ein Duft liegt in der Luft. Beim Gebrauch von E-Zigaretten werden meist aromatisierte Liquids verdampft. Neue Studien weisen darauf hin, dass Aromastoffe in E-Zigaretten verstärkt freie Radikale bilden und die Zellen unseres Immunsystems angreifen. Artikel auf Drugcom

Die sozialen Aspekte der Krankheit

Die WHO legt fest, was als krank gilt. Der Psychologin Nora Ruck fehlen dabei soziale Aspekte. Sie findet, dass Psychotherapeuten den Mut brauchen, neben der Krankheit auch die gesellschaftlichen Verhältnisse zu diagnostizieren, die diese hervorgebracht haben. Artikel in Freitag

Schwangerschaft und Alkohol/Nikotin

Die neuen Kapitel im Handbuch von Praxis Suchtmedizin zu den Themen 'Schwangerschaft und Alkohol' & 'Schwangerschaft und Nikotin' informieren über Wirkungen auf den Fötus. Sie finden Hinweise und Instrumente, die sie dabei unterstützen, diese Themen vor und während der Schwangerschaft anzusprechen.

Lausanne: Eine Petition fordert mehr Polizei-Repression

Die zweitgrösste Stadt in der Romandie hat seit Jahrzehnten ein Problem mit seiner offenen Drogenszene. Die Poliziet setzt weitgehend auf Repression: Eine polizeiliche Aufräumaktion gegen die Dealer folgte auf die nächste. 7000 Personen haben jetzt eine von der FDP lancierte Petition unterschrieben, welcher der Lausanner Polizei in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel den Rücken stärkt. Artikel auf SRF