SuchtMagazin 5/2016

Behandlung in der Suchtarbeit

Inhalt:
Suchtbehandlung: Interdisziplinär? Sozialtherapeutisch? Integriert…
Integrated Dual Disorder Treatment (IDDT) in Den Haag
Von der Evidenz zur Empfehlung: S3-Leitlinie «Alkoholbezogene Störungen»
Onlinebehandlung: Wirksamkeit, Erfolge und Potenziale
Unterstützung von Angehörigen: Status quo und Optimierungsbedarf
Opioidsubstitution im Alter: ein Update
Internetsucht: Klassifikation und Behandlungsmethoden
Arbeitsbündnis in der stationären Sucht- und Sozialtherapie
Angebotsplanung und -finanzierung in den Kantonen
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Der Artikel «Von der Evidenz zur Empfehlung: S3-Leitlinie ‘Alkoholbezogene Störungen’» von Monika Ridinger steht online zur Verfügung.

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Allgemein

Lübecker Memorandum zur Zukunft der Suchtkrankenversorgung: Das Lübecker Memorandum (pdf, 10S.) ist das Resultat eines Austauschs von ExpertInnen. Kern für die vorliegenden Empfehlungen sind die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt, die im Januar 2016 in Lübeck unter der Federführung der DG-Sucht und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Lübeck mit Finanzierung des Bundesministeriums für Gesundheit stattfand. Das Memorandum gibt die entscheidenden Impulse aus der Zukunftswerkstatt als Destillat wieder. Dargestellt werden die bedeutsamsten Themenfelder, die erarbeitet wurden, Visionen einer Verbesserung des Suchthilfesystems sowie Empfehlungen für eine Umgestaltung. (04/2017)

Deutschland - Zukunftswerkstatt Suchtkrankenversorgung: Dieser Bericht für das Bundesministerium für Gesundheit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zusammen, die im Januar 2016 in Lübeck stattgefunden hat. Die Ergebnisse (pdf, 29S.) liefern wertvolle Hinweise für Ziele in der Ausgestaltung der zukünftigen Suchtkrankenversorgung. (07/2016)

Kompetenzprofil der Sozialen Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention: Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe (DG-SAS) hat zum Ziel, das Profil der Sozialen Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention zu schärfen. Die im Kompetenzprofil (pdf, 59S.) beschriebenen Arbeitsfeldprofile fördern die Identifikation der in den Arbeitsfeldern der Suchthilfe Arbeitenden und ermöglichen eine Positionierung und Differenzierung in der Zusammenarbeit mit anderen Professionen. (03/2016)

Kurzinterventionen für Personen mit substanzbezogenen Problemen: Die Publikation "Emergency department-based brief interventions for individuals with substance-related problems: a review of effectiveness" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD steht zum Download bereit. (01/2016)

Spectra - Integrierte Suchthilfe: Die aktuelle Ausgabe (Nr. 109, Mai 2015) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: Allgegenwärtige Suchtproblematik; «spectra» wird zwanzig; Früherkennung von Suchtproblemen bei der Spitex; Suchtmedizin als wichtiges Querschnittsthema in der medizinischen Ausbildung, Dialogwoche Alkohol.

Soziale Arbeit in der Suchtberatung: Die Zeitschrift "Forum Sozialarbeit und Gesundheit" hat bereits 2014 eine Ausgabe zum Schwerpunkt "Wege aus der Sucht. Soziale Arbeit in der Suchtberatung" herausgegeben. Diese Ausgabe (pdf, 52S.) steht zum Download bereit. (2014)

Leitbild und Positionen zur Suchtkrankenhilfe und -behandlung: Mit diesem Grundlagenwerk liefert der deutsche Fachverband Sucht e.V. eine Diskussionsgrundlage zur ökonomischen Bedeutung, zum gegenwärtigen Stand, der Qualität und Effektivität sowie zu den erforderlichen Entwicklungen des Behandlungssystems für abhängigkeitskranke Menschen. (07/2012)

Behandlungszugang in der niederschwelligen Suchtarbeit: Die Publikation (pdf, 59S.) „Behandlungszugang für Substanzkonsumenten: Literaturübersicht in Bezug auf die ‚niedrigschwellige’ und ‚intermediäre’ Betreuung von Personen, die von illegalen Drogen und Alkohol abhängig sind“ ist online auf den Seiten von Infodrog erhältlich. Diese Übersicht umfasst einen allgemeinen Teil und einen spezifischen Teil, der dem Kanton Freiburg gewidmet ist. Aus Gründen der Vertraulichkeit wird nur der allgemeine Teil der Studie vertrieben. (04/2011)

Suchtbehandlung Passgenau!: Die Beiträge zum 22. Kongress des deutschen Fachverbandes Sucht e.V. "Suchtbehandlung Passgenau!" (15. - 17. Juni 2009) sind in SuchtAktuell 2/2009 erschienen und teilweise online erhältlich. Die Präsentationen der Referate stehen ebenfalls online zur Verfügung. (03/2010)

Soziale Integration

Sucht – ein medizinisches oder ein soziales Problem?: Die Suchthilfe ist ein interprofessionelles Geschäft. Der derzeit dominanten Strukturierung der Suchthilfe mittels einer hegemonialen medizinisch-(psycho-)therapeutischen Leitorientierung wird der Anspruch entgegengesetzt, Sucht wieder verstärkt auch als soziales Problem zu verstehen und zu behandeln. Eine davon ausgehende Neuverhandlung der Kompetenzen unter dem Dach des bio-psycho-sozialen Modells der WHO könnte eine der psychosozialen Dynamik der Sucht angemessenere Grundlage schaffen, die Komplementarität der interprofessionellen Kooperation schärfen und ihre Potenziale dadurch besser erschliessen. Mit diesem Ansatz geht die Positionierung der Sozialen Arbeit als zuständig für die soziale Dimension einher. Beitrag von Peter Sommerfeld im SuchtMagazin 6/2016

Umsetzung der Inklusion in der Suchthilfe: Lässt sich Inklusion in der Suchthilfe umsetzen? Oder eher nicht? Der Verband der Drogen- und Suchthilfe fdr+ hat dazu eine Broschüre (pdf, 8S.) zur Umsetzung der Inklusion in der Suchthilfe veröffentlicht. Inhalte sind Grundlagen und Ausführungen über die UN-Behindertenrechtskonvention. Theoretische Ansätze zur Umsetzung in der Suchthilfe und Fragen an diesen Prozess schließen an. Schliesslich wurden acht Thesen  formuliert, die Inklusion in der Suchthilfe kennzeichnen. (2017)

Reintegration von Drogenabhängigen als wichtiger Teil der Langzeitbehandlung: Publikation "Neglecting the social needs of drug users can undermine chances of long-term recovery" ist online auf den Seiten der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) erhältlich. Medienmitteilung der EBDD. (10/2012)

Ambulante Behandlung

Ambulante Suchthilfe - Ergebnisse der Institutionsbefragung 2012: Der vorliegende Bericht von act-info ist an die teilnehmenden Institutionen gerichtet und bietet einen Überblick zur Lage der Institutionen im Jahre 2011. Damit die Institutionen ihr eigenes Profil angemessen vergleichen können, sind die Resultate für die fünf sich im Bereich der psychosozialen Suchthilfe herauskristallisierenden Haupttypen von Institutionen getrennt aufgeführt. Dies sind zunächst drei Typen von Institutionen, die als spezialisierte Beratungsstellen bezeichnet werden, da sie ausschliesslich Hilfsangebote für Suchtprobleme anbieten. Hinzu kommen zwei Arten von polyvalenten Beratungsstellen, die sich nicht alleinig um Suchtprobleme kümmern. (02/2013)

Stationäre Behandlung

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen: Seit 2004 erfasst Infodrog jährlich die Belegungszahlen der stationären und teilstationären Suchttherapieinstitutionen. Das Monitoring (pdf, 6S.) umfasst die Anzahl Plätze, sowie die durchschnittliche Auslastung der Suchthilfeinstitutionen in den einzelnen Kantonen. Im Jahr 2015 beteiligten sich 16 Kantone mit 60 Institutionen an der Belegungsstatistik. 9 Kantone verfügen über keine stationären Suchttherapieinstitutionen und ein Kanton übermittelte keine Daten. (11/2016)

Klientenzufriedenheit in der stationären Suchttherapie: Der Gesamtbericht präsentiert die gesamtschweizerischen Ergebnisse der 11. Stichwochenerhebung zur Klientenzufriedenheit, welche im März 2014 im Bereich stationäre Suchttherapie durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der beiden Referenzgruppen Drogentherapie bzw. Alkoholbehandlung werden im Gesamtbericht dargestellt. Die Publikation (pdf, 51S.) des ISGF steht zum Download bereit. (10/2014)

Stationäre Suchttherapie in Europa: Die Publikation "Residential treatment for drug use in Europe" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit. (07/2014)

Therapeutische Gemeinschaften als Orte der Suchttherapie: Die Publikation "Therapeutic communities for treating addictions in Europe: evidence, current practices and future challenges" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit. (04/2014)

Komorbidität

Komorbide Suchtprobleme in der somatischen und psychosomatischen Rehabilitation: Problematischer Suchtmittelkonsum macht vor somatischen und psychosomatischen Rehabilitationseinrichtungen nicht Halt. Er fällt dort aber eher selten auf, und es bestehen Unsicherheiten, wie damit umgegangen werden soll. Dabei bietet die Rehabilitation gute Voraussetzungen für die Diagnostik möglicher Suchtprobleme sowie für Beratung und ggf. Vorbereitung einer weiterführenden Behandlung. Konkrete Empfehlungen für das Vorgehen in der Praxis liegen nun vor. Sie beschreiben einen mehrstufigen Prozess für Screening und Diagnostik, der gut in die Klinikabläufe integriert werden kann, und zielen auch auf die Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen ab. Entwickelt wurden die Empfehlungen (Langfassung, 71S./ Kurzfassung, 20S.) am Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin (AQMS) des Universitätsklinikums Freiburg. Beitrag auf Konturen. (04/2016)

Somatische Zusatzerkrankungen und psychische Komorbiditäten: Mehr als die Hälfte der SuchthilfeklientInnen, darunter zunehmend insbesondere auch ältere Personen, weisen nicht einfach eine Abhängigkeitserkrankung auf, sondern sind von Mehrfachabhängigkeiten und zusätzlichen somatischen und/oder psychischen Störungen betroffen. Diese bestimmen die Behandlung mit und wirken sich auf das Behandlungsergebnis aus. Sie müssen frühstmöglich erkannt und berücksichtigt bzw. mitbehandelt werden. Weitere Infos im aktuellen Themenblatt (pdf, 7S.) von Infodrog.

Komorbidität von Substanzkonsum und psychische Störungen in Europa: Die Publikation "Comorbidity of substance use and mental disorders in Europe" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD steht online zum Download bereit. (11/2015)