Aktuell

Teil-Lockdown 2020: Neue Studie zeigt Entwicklung des Tabakkonsums in der Schweiz

In einer Studie von Sucht Schweiz und Unisanté sowie Partnern wurden 2000 Raucherinnen und Raucher zwischen 18 und 79 Jahren befragt, um zu eruieren, wie sich der Tabakkonsum während des Teil-Lockdowns entwickelt hat. Es zeigt sich, dass der tägliche Tabakkonsum tendenziell zugenommen hat und dass die Pandemie für die täglich Rauchenden eine besondere Gefährdung mit sich gebracht hat. Personen mit gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten scheinen speziell betroffen zu sein. Für einen kleineren Teil der Konsumierenden war diese Zeit aber auch die Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören. Artikel auf www.suchtschweiz.ch. Studie (Französisch, pdf, 78S.).

Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz – quo vadis?

Eine erste nationale Umfrage zeichnet eine vielfältige Landschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Von den befragten Einrichtungen bieten 6 Prozent ausschliesslich offene Angebote für Kinder, 27 Prozent ausschliesslich Offene Jugendarbeit und 35 Prozent Offene Kinder- und Jugendarbeit an. Weitere 23 Prozent leisten offene/soziokulturelle Arbeit mit allen Bevölkerungsgruppen und 9 Prozent lassen sich der offenen kirchlichen Kinder- und/oder Jugendarbeit zuordnen. Detaillierte Ergebnisse dieser Studien werden im Januar 2021 kostenlos online mit folgendem Titel publiziert: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ergebnisse der ersten schweizweiten Umfrage. Einen ersten Einblick gibt der Artikel (pdf, 2S.) auf www.doj.ch.

Suchtbehandlung in Covid-Zeiten: der disruptive Zwang zur Innovation

Experten-Web-Konferenz: Für die Suchtbehandlung war und ist die Zeit der Covid-Pandemie eine Zeit der Disruption. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz berichten von lokal sehr unterschiedlichen Situationen in Abhängigkeit von den regionalen gesetzlichen und organisatorischen Gegebenheiten. Alles in allem war es jedoch möglich, während der Pandemie Entwicklungen ins Rollen zu bringen, die die Praxis der Suchtbehandlung in den drei Ländern nachhaltig verändern könnten. Die Schilderung der Einschätzung der Expertinnen und Experten im Artikel auf  forum-substitutionspraxis.de

Impftermin gegen COVID-19 für Arud Patientinnen und Patienten

Wie den Medien zu entnehmen ist, ist die Nachfrage nach COVID-19 Impfungen sehr gross und die Anzahl Impfdosen noch nicht ausreichend. Arud Patientinnen und Patienten können sich per E-Mail bei Arud melden, wenn Sie gegen COVID-19 geimpft werden möchten: E-Mail schreiben auf arud@arud.ch – bitte nicht anrufen! Die Reihenfolge richtet sich nach den vom Bund festgelegten Kriterien (Risikogruppen). 

Stärkung des Spielerschutzes: Erstmals schweizweite Standards zur Aufhebung von Casino-Sperren

Die von der Föderation der Suchtfachleute publizierten Richtlinien erlauben eine schweizweite Angleichung des Aufhebungsprozesses von Casino-Sperren. Nun gibt es erstmals eine gemeinsame Grundlage für eine faktenbasierte Beurteilung der gesperrten Personen. Ziel ist es, dass Geldspielsüchtige von Casinos und deren Online-Angeboten ferngehalten werden und somit der Spielerschutz gestärkt wird. Die dafür vorgesehenen Aufhebungsgespräche müssen laut Geldspielgesetz zusammen mit kantonal anerkannten Fachstellen durchgeführt werden. Medienmitteilung (pdf, 2S.)  vom Fachverband Sucht. Richtlinien zur Aufhebung von Spielsperren - Standards und Best Practices auf der Webseite vom Fachverband Sucht.

Studie – Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht

Die Studie «Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht» im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit schafft einen Überblick über die bestehenden Weiterbildungsangebote, um eine Basis für die künftige Finanzierungsstrategie des BAG in diesem Bereich zu legen. Insgesamt wurden 246 Weiterbildungen zwischen 2018 und Mitte 2020 angeboten, wodurch der Bedarf der Fachpersonen insgesamt gut abgedeckt werden konnte. Studie von Interface. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit.

Neue EU-Drogenstrategie: Schadensminimierung und Bedürfnisse vulnerabler Gruppen im Fokus

Der Rat der Europäischen Union hat eine neue EU-Drogenstrategie für die Jahre 2021 bis 2025 beschlossen. Diese legt im Vergleich zur bisherigen Drogenstrategie einen deutlicheren Fokus auf Prä­ven­tion, Behandlung und Schadensminderung sowie die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen. Der Artikel auf aerzteblatt.de. Die EU-Drogenstrategie 2021-2025 vom Rat der Europäischen Union.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Das bringt der «Dry January»

Mit dem neuen Jahr verzichten viele einen Monat lang auf Alkohol. Alkohol- und Suchtforscher Dr. Gerhard Gmel gibt eine erste Einschätzung, ob sich die Challenge lohnt.  Der Artikel auf 20min.ch.  

Tabak und koronare Herzkrankheiten

Ein neue Publikation stellt den Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und koronaren Herzkrankheiten zusammenzufassend dar und weist auf die Vorteile des Aufhörens hin: Insgesamt gibt es etwa 1,9 Millionen vermeidbare Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten pro Jahr (Tabakkonsum und Passivrauchen).  Die Zusammenfassung (aus der Reihe "Tobacco Knowledge Summaries") wurde von der WHO mit Partnern verfasst (Englisch, pdf, 10S.).







Tagungen in der Schweiz

4. Nationale Tagung Gesundheit & Armut

Verzicht und Entbehrung: Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen
21. Januar 2021, online
Veranstalterin ist die Berner Fachhochschule.

Synthetische Cannabinoide – Grundlagen, aktuelle Erkenntnisse, Interventionen

27. Januar 2021, online
Eine Veranstaltung vom Fachverband Sucht

Coronavirus und Gesundheitsförderung: Erkenntnisse für die Zukunft

28. Januar 2021, online
22. Nationale Gesundheitsförderungs-Konferenz der Gesundheitsförderung Schweiz

Stets Online. Und erreichbar?!

9. März 2021, Zürich
Digitalisierte Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen ausserhalb der Schule. 3. Kantonale Austauschtreffen Deutschschweiz (KAD), organisiert vom Fachverband Sucht. (Neuer Termin)

Peer-Arbeit in der Suchthilfe und -prävention

31. Mai 2021, Zürich
Ein Mitgliederanlass des Fachverbands Sucht

Kinder von suchtkranken Eltern

8. Juni 2021, Bern
Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform von Sucht Schweiz.

2. Münsterlinger Suchttagung

11. Juni 2021, Münsterlingen (Neuer Termin)
Thema der Veranstaltung ist Motivation - Ziel oder Voraussetzung? Die Tagung wird von den Psychiatrischen Dienste Thurgau organisiert.

Suchtbetroffene in den Medien - echte Empathie oder unnötiger Voyeurismus?

01. Juli 2021, Zürich
Ein Soirée des Fachverbands Sucht

Update Sucht Interdisziplinär 2021

2. September 2021, St. Gallen
Ausschreibung und Anmeldung folgen im März 2021. SAVE THE DATE

Stakeholderkonferenz Nationale Strategie Sucht

Stakeholderkonferenz Sucht  & Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz «Kinder und Jugendliche stärken!»
16. September 2021, Bern (neuer Termin!)

Forum für Suchtfragen 2021

4. November 2021, Basel (Neuer Termin)
Forum der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartementes des Kantons-Basel-Stadt.
Save the date

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention 2021

4. November 2021
Safe the Date

Soziale Arbeit und Sucht: Eine Fachtagung im Dialog von Praxis und Wissenschaft

23. März 2022, Olten
Die Tagung bildet den Beginn eines partizipativen Prozesses, an dem Interessierte in der Folge Empfehlungen und fachliche Standards für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention erarbeiten. Ein Kooperationsprojekt des Instituts Soziale Arbeit und Gesundheit der FHNW, des Fachverbands Sucht, AvenirSocial und SAGES. Kontakt: Irene Abderhalden, irene.abderhalden@fhnw.ch und Marcel Krebs, marcel.krebs@fhnw.ch (Vorankündigung)