Aktuell

Bericht: Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz

Viele Menschen mit einer Suchtproblematik haben Verantwortung für Kinder. Die meisten Projekte nehmen jedoch nur die Situation der Kinder in den Blick. Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) von Juni 2019 bis Mai 2021 geförderte Projekt «Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz», durchgeführt vom Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) und dem Deutschen Caritasverband e.V. (DCV), wollte gezielt suchtkranke Eltern in den Fokus nehmen und stärken. Zentrales Ziel war die Entwicklung eines Rahmenkonzepts und eines QM-Moduls zu familienorientierter Suchtarbeit. Der Kurzbericht (pdf, 4S.) und der Abschlussbericht (pdf, 36S.) auf www.bundesgesundheitsministerium.de.

SRF-Vidoereihe:«Drogen – Dope or Nope»

In der neuen SRF school-Videoreihe «Drogen – Dope or Nope» führt Moderatorin Joana Mauch die Zuschauer:innen durch das Thema Drogen. Dafür trifft sie Süchtige, Expertinnen und Experten sowie Personen, die einen Weg aus ihrer Abhängigkeit gefunden haben. Die vier Folgen porträtieren verschiedene Substanzen: Heroin, Kokain/Crack, Cannabis und Partydrogen. Die Reihe wurde für Schüler:innen der Sek I und Sek II produziert und sind auf www.srf.ch verfügbar.

Newsletter von Infoset

Der Newsletter von Infoset ist soeben erschienen. Dieser fasst die wichtigsten aktuellen Meldungen der letzten 30 Tage thematisch zusammen. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Deutschland: Legalisierung von Cannabis und Drug-Checking

SPD, FDP und Grüne wollen Cannabis legalisieren und Drug-Checking einführen: Unter dem Titel «Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit» haben die drei Parteien der Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag 2021 – 2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP) im Abschnitt «Drogenpolitik» sich für die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken ausgesprochen. Der Artikel zu diesem Thema auf www.blogs.taz.de; der Koalitionsvertrag auf www.tagesspiegel.de.

Tabakkonsum geht global zurück, Europa hinkt hinterher

Die Welt kommt immer mehr von der Tabaksucht los. Die Zahl der Tabaknutzer sinkt kontinuier­lich, trotz Anstiegs der Weltbevölkerung, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf be­richtete. Sie rechnet damit, dass der Trend sich vorsetzt. Unter den 15- bis 24-Jährigen sei der Anteil der Tabaknutzer zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2020 von 20,8 Prozent auf 14,2 Prozent gefallen. 2025 seien es vermutlich nur noch 13 Prozent. Allerdings sterben immer noch Millionen Menschen an den Folgen - einfache Mittel könnten das verhindern. Artikel auf www.spiegel.de; weiterer Artikel auf www.aerzteblatt.de.

Jubiläum: 30 Jahre Arud «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen»

Die Arud feiert ihr 30-jähriges Bestehen! Kurz bevor der Platzspitz im Februar 1992 von den Behörden überstürzt geschlossen worden ist, gründeten engagierte Ärzte und Fachleute am 30. November 1991 die «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen» – kurz Arud. Mehr zur Geschichte der Arud finden Sie auf ww.arud.ch; ausserdem gibt es zum Jubiläum 8 kurze Clips, die einen kurzen Einblick in die Arbeit der Arud geben: die Videos auf www.youtube.ch.

Umfrage zur beruflichen Situation von Beschäftigen in der Peer-Arbeit

Jelena Hoghe forscht über die berufliche Situation von Beschäftigten in der Peer-Arbeit (z.B. EX-IN Genesungsbegleiter:innen, Peer Berater:innen). Diese scheint nach ersten Erkenntnissen oft stressreich zu sein, z.B. wird von Rollenkonflikten oder Stigmatisierung berichtet. Sie möchte nun in der Peer-Arbeit tätige zu ihren beruflichen Belastungen und Ressourcen befragen und auch, wie sie mit beruflichen Belastungen umgehen. Hauptziel der Studie ist, Hinweise zu finden, wie die Arbeitssituation der Beschäftigten in Peer-Arbeit verbessert werden kann. Die Befragung ist online und anonym und teilt sich in zwei Fragebögen auf. Die Online-Befragung auf www.soscisurvey.de: Weitere Informationen auf www.uni-bamberg.de.

Video: Ein Besuch im dib Bern von CONTACT Nightlife – Drug Checking: Wissen, was drin ist!

Das Angebot von dib (Drug Checking, Infos und Beratung) richtet sich an Erwachsene, die gelegentlich oder regelmässig legale oder illegale psychoaktive Substanzen konsumieren, wie z. B. Partypillen oder –pulver sowie Cannabis. dib klärt über Wirkung und Risiken psychoaktiver Substanzen auf und fördert im Gespräch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Zudem steht ein vielfältiges Informationsmaterial über Substanzen sowie zu verschiedenen Hilfsangeboten zur Verfügung. Das 2-minütige Video auf www.youtube.ch gibt eine kurze Einführung wie der Ablauf des Drugchecking in Bern ist.

Magazin zum Thema: Gefährdete Jugendliche

Die aktuelle Ausgabe vom Grüner Kreis Magazin widmet sich den Jugendlichen. Verschiedene Artikel thematisieren in dieser Altersgruppe relevante Aspekte: Ein Artikel zeigt den Jugendlichen Substanzkonsum, die Besonderheiten und Trends auf. Ein weiterer Artikel thematisiert die psychotherapeutische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Covid-19-Pandemie. Das Magazin ist auf www.gruenerkreis.at verfügbar.

Jugendliche mit Mischkonsum gesucht

Wodka, Benzos & Co: Junge Leute mit Erfahrung mit Mischkonsum für die Teilnahme an einer Umfrage gesucht. Das ISGF macht eine Studie um mehr über den Mischkonsum zu erfahren und sucht aus diesem Grund 14-20-Jährige, die ab und zu verschiedene Substanzen zusammen konsumieren. Fachpersonen können gerne Jugendliche motivieren an dieser Befragung teilzunehmen. Mit diesem Link gelangt man zur Umfrage.






Tagungen in der Schweiz

Umgang mit Diversität in der Suchtarbeit – Überwinden von Stigmatisierung & Diskriminierung

7. Dezember 2021, Zürich
Information und Anmeldung zum Soirée des Fachverbands Sucht.

Abhängigkeit, Sozialhilfebezug und Ausländerrecht – Erfahrungsaustausch mit einer Anwältin

26. Januar 2022, Volkshaus Zürich
Information und Anmeldung zum Austauschtreffen des Fachverbands Sucht.

Marketing in der Gesundheitsförderung: Von der Wissensvermittlung bis zur Verhaltensänderung

27. Januar 2022, Bern
Informationen und Anmeldung zur Nationalen Gesundheitsförderungs-Konferenz, organisiert von der Gesundheitsförderung Schweiz.

Soziale Arbeit und Sucht: Eine Fachtagung im Dialog von Praxis und Wissenschaft

23. März 2022, Olten
Die Tagung bildet den Beginn eines partizipativen Prozesses, an dem Interessierte in der Folge Empfehlungen und fachliche Standards für die Soziale Arbeit in der Suchthilfe und Suchtprävention erarbeiten. Informationen und Anmeldung zur Tagung, organisiert in Kooperation des Instituts Soziale Arbeit und Gesundheit der FHNW, des Fachverbands Sucht, AvenirSocial und SAGES. 

11. Fachtagung Klinische Sozialarbeit 2022 in Olten: «Wirkung»

9. & 10. Juni 2022, Olten
Informationen zur 11. Fachtagung mit dem Thema «Wirkung», organisiert von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

2. Münsterlinger Suchttagung: Motivation - Ziel oder Voraussetzung?

10. Juni 2022, Münsterlingen
Informationen und Anmeldung zur Tagung Suchttherapie, organisiert von der Psychiatrischen Dienste Thurgau.

INHSU-Konferenz

16. - 18. Oktober 2023, Genf
INHSU (International Network on Health and Hepatitis in Substance) Konferenz, SAVE THE DATE.