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Suchtpolitik

Alain Berset unterstützt die Genehmigung von Studien zur Entkriminalisierung von Cannabis: Der Universität Bern könnte nun doch erlaubt werden, ihre Studie über den Verkauf von Cannabis durchzuführen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft derzeit, wie das geltende Recht so ergänzt werden kann, dass dieses Projekt mit dem geltenden Recht übereinstimmt, sagt Alain Berset. Mitteilung auf parlament.ch (Französisch).

Bund stoppt Berner Cannabis-Versuch: Die Universität Bern darf keine Studie zum legalen Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken durchführen. Eine solche Studie erlaube das geltende Gesetz nicht, kommt das Bundesamt für Gesundheit zum Schluss. Grundsätzlich würde das BAG es begrüssen, wenn neue Regulierungsmodelle wissenschaftlich analysiert werden könnten. Um solche Studien zu ermöglichen, müsste das Gesetz aber mit einem «Experimentierartikel» ergänzt werden. Vom Entscheid betroffen sind auch die Städte Zürich, Genf und Basel, die ähnliche Pläne wie die Berner haben. Artikel des Tages Anzeigers, Artikel auf NZZ Online, Leserdebatte auf NZZ Online. Medienmitteilung vom Bundesamt für Gesundheit. Der Entscheid des BAG wird nun von den beteiligten Städten analysiert und das weitere Vorgehen gemeinsam mit der Universität Bern besprochen, gemeinsame Medienmitteilung der Städte Basel-Stadt, Bern, Biel, Luzern und Zürich. Die Sucht-Fachpersonen wehren sich in einer Medienmitteilung gegen den Entscheid des BAG und rufen das BAG auf, seine Verantwortung als führender Akteur in der Cannabispolitik wahrzunehmen. Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen EKSF.

Verbot von Cannabisstudie: Ausnahme oder Alltag? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat ein Pilotprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis gestoppt. Der Entscheid bringt eine Grundsatzfrage mit sich: Bremst die Schweizer Politik wissenschaftliche Versuche? Artikel auf swissinfo.ch

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht: Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 4/2017 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

Legales Opium fürs Volk: Der Konsum von Kokain oder Ecstasy soll straffrei sein: Diese Forderung gewinnt wieder an Unterstützung. Wie die Entkriminalisierung gelingen kann, ist aber umstritten, Beitrag auf NZZ Online. Zwischen Schweden und Portugal gibt es in der Drogenpolitik grosse ideologische Unterschiede. Jedes EU-Land kocht sein eigenes Süppchen – Patentrezepte gibt es nicht, eine Übersicht auf NZZ Online. Dass Drogenkonsum nicht zu Auffälligkeiten führen muss, ist Thema in einem weiteren Artikel der NZZ.

Wer Drogen verbietet, hilft nur den Dealern: Keine Frage, Drogen können enormen Schaden anrichten. Doch unser heutiges System stützt den Schwarzmarkt, kostet viel Geld und hält die Menschen nicht vom Konsum ab. Es ist Zeit für einen neuen Weg. Kommentar auf NZZ Online.

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Kinder & Jugendliche

Primokiz2 – Für eine Politik der frühen Kindheit: Die frühe Kindheit ist entscheidend für das ganze Leben, denn in dieser Zeit werden wichtige Weichen für die weiterführende Entwicklung von kognitiven und sozialen Fähigkeiten gestellt. Damit sich diese Fähigkeiten voll entfalten können, sollen Kinder in einer anregenden Umgebung aufwachsen und spielerisch lernen. Solch eine Umgebung wird unter anderem durch verschiedene Angebote in der frühen Kindheit geschaffen. Eines dieser Angebote ist Primokiz2 von der Jacobs Foundation.

Aargau - «Kindermittendrin»: Mit dem Angebot «Kindermittendrin» setzt sich die Suchtprävention Aargau für Kinder ein, die von häuslicher Gewalt mitbetroffen sind. Auftraggeberin von «Kindermittendrin» ist die Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt des Kantons Aargau.

Wie können Kinder in belasteten Familien unterstützt werden: Die nationale Fachtagung in Biel zum Thema psychische Erkrankungen von Eltern, Sucht und häusliche Gewalt sorgte für einen vielseitigen Austausch unter den rund 450 Teilnehmenden. Die Auswirkungen auf die Kinder und die Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Familien standen dabei im Fokus. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Drogentests in Schulen: Drogentests in Schulen werden in einigen wenigen europäischen Ländern weiterhin praktiziert, da sie als abschreckendes Mittel angesehen werden. Dieses Papier bewertet die Wirksamkeit der stichprobenartigen Prüfung in Schulen (in den USA). Alle Studien zeigen, dass die Prüfung wenig oder keinen Effekt auf Drogengebrauch hat. Publikation (Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

Wie man Jugendliche von Alkohol und Drogen fernhält - Das Beispiel Island: Als besonders schützend erwies sich: häufig (drei- bis viermal wöchentlich) an Gruppenaktivitäten (insbesondere Sport) teilzunehmen, kontinuierlich viel Zeit mit den Eltern zu verbringen, das Gefühl, in der Schule ernst genommen zu werden, und: sich spät abends nicht mehr auf der Strasse herumzutreiben. Ausführlicher Artikel auf Spektrum der Wissenschaft.

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Migration

Migration und Gesundheit - «Gesundheitswegweiser Schweiz»: Die Publikation «Gesundheitswegweiser Schweiz» ist zum vierten Mal aktualisiert worden und liegt jetzt wieder in 18 Sprachen vor. Sie hilft Migrantinnen und Migranten, sich im komplexen schweizerischen Gesundheitswesen zurechtzufinden.

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Strassenverkehr

Aktion Nez Rouge 2017: Nez Rouge ist eine nationale Präventions- und Sensibilisierungskampagne zur Förderung der Verkehrssicherheit. Nez Rouge bietet während den Festtagen einen Heimfahrdienst für Personen, die sich nicht mehr in der Lage fühlen, selbst nach Hause zu fahren. Müdigkeit, Alkohol, Drogen oder Medikamente - lauter gute Gründe, die Gratisnummer 0800 802 208 anzurufen und seine Autoschlüssel den Freiwilligen MitarbeiterInnen von Nez Rouge zu übergeben. Die Aktion Nez Rouge 2017 läuft seit anfangs Dezember. www.nezrouge.ch

Halbierung der Anzahl Verkehrstoten ist möglich: Am Forum Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu in Bern diskutieren Experten von bfu, Bundesamt für Strassen ASTRA, TCS, ACS und VCS, wie Via sicura dazu beiträgt, die Anzahl Toter und Schwerverletzter zu senken. Die bfu ist überzeugt: Mit den geltenden Verhaltensvorschriften, den Massnahmen von Via sicura, der Weiterführung der bestehenden Präventionsarbeit und dem Meistern der Herausforderungen des automatisierten Fahrens kann die Anzahl Verkehrstoter bis in 10 Jahren auf unter 100 und die Anzahl Schwerverletzter deutlich gesenkt werden. Medienmitteilung der bfu.

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Alkohol

MobileCoach Alkohol: Der MobileCoach Alkohol ist ein mobiltelefonbasiertes Programm zur Reduktion des Rauschtrinkens und zur Förderung eines sensiblen Umgangs mit Alkohol bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Es beinhaltet ein Online-Feedback zum individuellen Alkoholkonsum und individualisierte SMS-Nachrichten, die über einen Zeitraum von 3 Monaten an die Teilnehmenden versendet werden, um, unter anderem zu Zeiten und in Situationen in denen üblicherweise Alkohol getrunken wird, den problematischen Konsum zu reduzieren. Das Programm wird nun technisch und inhaltlich weiter optimiert und durch Fachstellen für Suchtprävention in der deutschsprachigen Schweiz im Schuljahr 2017/18 bei ca. 1'200 SchülerInnen in mindestens 100 Schulklassen an Berufsfach- und Mittelschulen implementiert. Mittels einer Nachbefragung werden nach Ende des dreimonatigen Programms Indikatoren der Nutzung, Akzeptanz und Wirksamkeit des Programms überprüft. Projektbeschreibung auf den Seiten des ISGF (mit Links zu den Projektpartnern).

Ratgeber zur Besteuerung von Alkohol: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Instrumentarium für die Besteuerung und Preispolitik von Alkohol herausgegeben. Ziel des Ratgebers "Resource tool on alcohol taxation and pricing policies" ist es, die nationalen Umsetzungen der globalen Alkoholstrategie ab 2010 zu unterstützen. Mitteilung auf add-resources.org

46 Filme zur Geschichte der Alkoholpolitik: Auf dem YouTube Kanal der Eidg. Alkoholverwaltung finden sich 46 Kurzfilme rund um Alkohol, die zwischen 1931 und 1990 entstanden sind.

Studentische Trinkkulturen in Deutschland: Alkohol macht Deutsche erst zu Menschen – und die Deutschen haben eine gestörte Beziehung zum Wodka. Vier Austauschstudenten erzählen, wie sie die deutsche Trinkkultur erleben. Artikel auf Zeit Campus.

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Cannabis & THC

Preiszerfall auf dem CBD-Markt: Noch im Januar 2017 gab es hierzulande fünf registrierte Firmen, die das legale CBD-Gras herstellten oder handelten. In elf Monaten ist diese Zahl auf 410 hochgeschnellt. Laut einer groben Schätzung der Zollverwaltung wird die Branche dieses Jahr 60 Millionen Franken Umsatz machen. Letztes Jahr waren es null Franken. Ein Viertel des Geldes, 15 Millionen, gehen als Tabaksteuer direkt in die Bundeskasse. Doch die Hanf-Hersteller kämpfen nun mit einem massiven Preiszerfall. Im Zwischenhandel halbierte sich der Preis laut der Zeitung von 4 bis 5 Franken pro Gramm auf 2 bis 2.50 Franken. Der Kampf ums Überleben hat begonnen. Artikel auf watson.ch

Wie sich die Cannabis-Legalisierung in den USA durchsetzt: Mit Kalifornien legalisiert bald auch der bevölkerungsreichste Gliedstaat Cannabis. Die Unterstützung in der Bevölkerung nimmt laufend zu, manche Gliedstaaten wittern ein lukratives Geschäft mit den Steuereinnahmen. Eine Übersicht auf NZZ Online.

Lieber den Joint anzünden, als ein Bier einschenken: Die führenden US-Lagerbiere BudLight, Coors und Miller Lite haben eine schlechte Saison hinter sich. Der Absatz sank um 2,6 Millionen Fass, ein Minus von fast vier Prozent gegenüber 2016. «Das ist ein Schock», titelte das Branchenmagazin «Marketer's Insight» und verwies auf den markanten Konsumwandel der jüngeren Generation: Der Cannabiskonsum der Millennials steigt, der Bierkonsum sinkt. Als erster Konzern hat Constellation Brands auf diesen Wandel reagiert und sich an einem Cannabisunternehmen beteiligt. Artikel auf tagesanzeiger.ch.

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Rauchen & Tabak

Schadensminderung - Verdampfen statt verbrennen: Die Schweizer Sucht-Fachverbände anerkennen in ihrem Positionspapier (pdf, 3S.) das Verdampfen – auf individueller und gesellschaftlicher Ebene – als wichtige schadenmindernde Konsumform für Menschen, die bereits brennbare Tabakprodukte konsumieren. Sie setzen sich deshalb für einen Kurswechsel in der Schweizer Tabakpolitik und -prävention ein. Die bisherigen tabakpolitischen Ziele, die sich an der Abstinenz orientieren, sind zu ergänzen mit Zielen und Massnahmen der Schadensminderung, Medienmitteilung der Verbände. Zwei Beiträge in 10 vor 10, Interview mit einem Lungenspezialisten auf tagesanzeiger.ch.

SmokeFree geht viral: Wie bringt man das Thema «Rauchstopp» an ein Zielpublikum, das sich zunehmend von klassischen Medien abwendet und stattdessen das aktuelle Geschehen im Web mitverfolgt und kommentiert? Im Frühjahr 2017 haben die Verantwortlichen der SmokeFree-Kampagne einen Filmwettbewerb über die sozialen Medien lanciert. Wie gut die «Sharing Community» dabei funktioniert hat, zeigt der ausgelöste virale Effekt: Über 300 000 Facebook-Aufrufe hat allein der Siegerfilm generiert. Dieser Beitrag auf Spectra Online versucht, dem Erfolg auf den Grund zu gehen.

Experiment Nichtrauchen gestartet: Der Schulklassenwettbewerb Experiment Nichtrauchen ist mit mehr als 40 000 Schülerinnen und Schülern gestartet. Ob die Jugendlichen es schaffen, sechs Monate lang die Finger von der Zigarette zu lassen, hängt auch von den Eltern ab. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Tabakkonsum - Knapp 40% kennen Risiken ungenügend: Eine neue Studie im Rahmen des Suchtmonitorings Schweiz ergibt, dass die Kenntnisse über die Schädlichkeit von Tabakkonsum in der Gesamtbevölkerung ziemlich gut, in bestimmten Gruppen aber noch ungenügend sind. Menschen unter 20 und über 40 Jahren, solche mit tieferem Bildungsniveau, täglich Rauchende und solche, die nicht mit dem Rauchen aufhören möchten, haben in der Regel schlechtere Kenntnisse über die Schädlichkeit des Tabakkonsums. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Passivrauch schadet auch: Doch wie kam man zu dieser Erkenntnis? Auf der Suche nach der weniger schädlichen Zigarette sollte in den 1970ern geklärt werden, was Zigarettenfilter bringen, und dazu war es erforderlich, die chemische Zusammensetzung des inhalierten und des aus der brennenden Zigarettenspitze austretenden Rauches jeweils für sich zu erheben. Dabei stellte sich heraus, dass der ungefilterte Rauch so viel mehr an Schadstoffen enthält, dass man eine Gefährdung der Passivraucher nicht ausschliessen kann. Der erste Nachweis dieser Gefährdung gelang bei den Gattinnen japanischer Raucher. Artikel der FAZ

Lungenkrankheit COPD - Wenn das Atmen zur Qual wird: Es ist eine schleichende Krankheit, die zu Atemversagen führen kann: Die Lungenkrankheit COPD wird häufig nicht rechtzeitig erkannt - mit gravierenden Folgen für die Betroffenen. In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen an COPD, der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung. Weltweit sind es rund 400 Millionen, Tendenz steigend. Eine Heilung gibt es nicht. Artikel auf SpiegelOnline.

In den USA muss die Tabakindustrie vor sich selber warnen: Nach Jahrzehnten der Verbannung werden an diesem Sonntag die weltgrößten Tabakkonzerne mit Werbespots und Anzeigen auf die US-Fernsehschirme und Zeitungsseiten zurückkehren. Doch statt "Schimpf nicht Mami, zünd dir doch lieber eine Marlboro an" wird es diesmal heissen: "Rauchen tötet 1200 Amerikaner. Jeden Tag." Dass Unternehmen Anzeigen schalten, um vor dem Konsum der eigenen Produkte zu warnen, hat es in der Werbegeschichte wohl noch nicht gegeben. Ein Gericht in Washington hat die "Richtigstellungen" angeordnet. Sie sind Teil eines Vergleichs, mit dem die Konzerne Strafzahlungen in Milliardenhöhe vermeiden und einen seit 1999 währenden Rechtsstreit mit der US-Regierung beenden wollen. Artikel der Süddeutschen Zeitung, Artikel auf Infosperber.

Frankreich erhöht Tabaksteuer: Frankreich erhöht ab heute sukzessiv die Tabaksteuer um über 3 Franken bis ins Jahr 2020. In der Schweiz hat der National- und Ständerat dieses äusserst wirksame Instrument eingefroren. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention fordert, das rückgängig zu machen. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Kohlenmonoxidvergiftungen durch Shisha Rauchen: Kohlenmonoxidvergiftungen beim Rauchen von Wasserpfeifen nehmen nach Angaben des Universitätsklinikums Düsseldorf zu. In einer speziellen Druckkammer des Klinikums wurden in diesem Jahr bereits rund hundert Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen mit der sogenannten Hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt – etwa 40 davon gehen auf das Rauchen von Shishas zurück, Beitrag auf drugcom.de. Auch in der Schweiz kennt man die Problematik,  Artikel von 20 Minuten.

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Weitere Substanzen

Werden «Benzos» zu Unrecht verteufelt? Wir leben in einer Zeit der Hypes, die auch vor der Medizin nicht haltmachen. So sind seit einiger Zeit die «Benzos» in den Fokus von Suchtexperten geraten und werden pauschal als gefährliche Suchtmittel angeprangert. Unlängst wurden sie als «Betäubungsmittel» klassiert, mit entsprechender Kontrolle der Verschreibung und Abgabe durch die Behörden. In einem Beitrag im Bund berichtet der Psychiater Matthias Neuenschwander über seine Einschätzung dieser Medikamente, ihres Nutzens und ihrer Risiken.

Drogentrips mit Heilwirkung: Lange galten Drogen wie LSD, Psilocybin und MDMA als verpönt. Nun schöpfen Forscher zunehmend Hoffnung, dass sie gegen Ängste, Depressionen und Traumata helfen könnten. Artikel Spektrum.de

Leidet die Empathiefähigkeit bei häufigem Ecstasykonsum? Ecstasy kann das Bedürfnis verstärken, anderen Menschen nahe zu sein. Doch wie wirkt sich häufiger Ecstasy-Konsum langfristig auf die Empathiefähigkeit aus? Eine Studie aus der Schweiz hat Ecstasykonsumierende hierzu gründlich durchgecheckt. Beitrag auf drugcom.de
 

Glücksspiele

Glücksspiele und Sportwetten: Alles für den guten Zweck? Wo staatliche Lotterien ihre Geschäfte ausbauen wollen, ist der umstrittene Glücksspielkonzern IGT nicht weit. Er sponsert den Weltverband der Lotteriegesellschaften nicht nur mit hohen Summen, sondern entscheidet sogar auch direkt im obersten Leitungsgremium mit. Für den Schweizer Weltverbandspräsidenten Jean-Luc Moner-Banet ist das kein Problem. Artikel in der Wochenzeitung woz.

Verwendung der Spielsuchtabgabe durch die Kantone im Beitragsjahr 2016: Die Lotterie- und Wettkommission Comlot hat den Auftrag, jährlich einen Bericht (pdf, 67S) über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den einzelnen Kantonen zu verfassen. Im Jahr 2016 haben die Deutschschweizer Kantone und der Kanton Tessin insgesamt 107.1 % der Spielsuchtabgabe 2015 eingesetzt. Zum ersten Mal seit Beginn der Berichterstattung vor drei Jahren kam es damit zu einer höheren Ausgabe, als im Beitragsjahr effektiv aus der Spielsuchtabgabe zugewiesen wurde. Bei den Kantonen der Romandie betrug dieser Anteil 98.7 %. Ähnlich wie in den vorangegangenen Jahren bestehen jedoch zwischen den Kantonen beträchtliche Unterschiede hinsichtlich der Ausnutzung der Beiträge.

Der Club - Ausverkauf zum Glück! Black Friday, Red Thursday, Pre-Sale, Sonntagsverkauf: In der vorweihnächtlichen Adventszeit rollt der Rubel, klingen die Kassen, kollabieren die Internet-Verkaufsseiten und stürzen sich die Konsumenten Schulter an Schulter in die Rabattschlacht der Geschäfte. Wer profitiert? Wer verliert? Der «Club» auf SRF mit einer Diskussion über Kaufrausch und Abstinenz
 

Schadensminderung

Aktualisierte Safer-Sex-Regeln und ein individueller Safer-Sex-Check: Nach 30 Jahren HIV-Prävention war es für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zeit, die Hauptbotschaften zu überprüfen und zu aktualisieren. Ein Kondom zu benutzen, bleibt die wichtigste Safer-Sex-Regel. Die anderen Regeln wurden präzisiert und neu in einen Safer-Sex-Check integriert. Beitrag auf Spectra Online.

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Forschung & Statistik

Global Drug Survey: Wie berauschen Sie sich? Über 100'000 Personen verraten jedes Jahr anonym, was für Erfahrungen sie mit berauschenden Substanzen gemacht haben. Jetzt beginnt die Befragung wieder. Artikel auf 20 Minuten. Zum Global Drug Survey 2018

Drogenkonsum für alle sicherer machen! Wieso? Weil praktisch jeder Drogen nimmt, ob Alkohol, Cannabis oder Medikamente. Nur wer Bescheid weiss, kann etwas verändern. Gastbeitrag von Adam Winstock (London) in der Wochenzeitung Die Zeit. Winstock gründete den Global Drug Survey GDS, die weltweit grösste Umfrage unter Drogennutzern.

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Diverses

Motivation und Sucht: Die diesjährige Fachtagung von 'alkoholismus therapieforschung schweiz' atf fand am 9. November 2017 in Zürich statt. Das Tagungsthema war dem Thema "Motivation und Sucht" gewidmet. Die Präsentationen stehen zum Download bereit.

"Durch Drogenhandel verdient man mit sehr wenig Arbeit sehr viel Geld": Allgemein verdient man durch Drogenhandel mit sehr wenig Arbeit sehr viel Geld. Das ist für gewisse Leute reizvoll, dazu kommt das Setting unter anderem mit Reisen und Kontakten zum Milieu. Wenn jemand mit einer solchen Vorgeschichte nach Jahren aus dem Gefängnis kommt, dann ist der Empfangsraum im Vergleich zum früheren Leben relativ trist. Dann werden schnell Milieukontakte aktiviert. Allein das Setting hat seinen Anreiz. Ein Interview mit Elmar Habermeyer, Direktor der Klinik für Forensische Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, im Tages Anzeiger.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Essstörungen und assoziierte Krankheitsbilder
16. & 17 März 2018, Wien
Veranstalter sind die Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie & Univ.-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Wien
www.ess-stoerung.eu  

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2018
Das Thema lautet: «Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird». Problematischer Alkoholkonsum und psychische Problematiken treten gehäuft gemeinsam auf. Eine Erklärung dafür ist, dass Alkohol als eine Art Medikament eingesetzt wird, um Symptome zu lindern. Der Nationale Aktionstag sensibilisiert die Bevölkerung für das Risiko derartiger Konsummotive.
24. Mai 2018, schweizweit
www.aktionstag-alkoholprobleme.ch

Prävention von Glückspielsucht
4. Internationales multidisziplinäres Symposium
27. - 29. Juni 2018, Freiburg CH
Infos Folgen auf www.gambling-problems-sympo.ch

Deutscher Suchtkongress 18
17. - 19. September 2018, Berlin
Das Motto: "Sucht interdisziplinär"
www.deutschersuchtkongress.de

Fachkongress "SUCHT: bio-psycho-SOZIAL"
08. - 10. Oktober 2018, Berlin
Gemeinsamer Fachkongress der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS und dem Verband Drogen- und Suchthilfe fdr.
Ankündigung
 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
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Redaktionsadresse Infoset Deutschschweiz
Marcel Krebs

Tel. 062 957 20 91
E: redaktion@infoset.ch
W: www.infoset.ch
 

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