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Aktuell

Tagesaktuelle News aus dem Suchtbereich finden Sie hier:

Wenn es für Jugendliche schwierig wird
Interprofessionelle Zusammenarbeit in der Früherkennung und Behandlung vulnerabler Jugendlicher
8. März 2018, Biel
Die Nationale Fachtagung wird vom Fachverband Sucht und von GREA organisiert. Die Tagung wird im Auftrag von Infodrog und mit Unterstützung des BA für Gesundheit durchgeführt.
Tagungsseite

 

Suchtpolitik

Geldspielgesetz
Referendum zustande gekommen
: Die Bundeskanzlei hat gestern bekannt gegeben, dass das Referendum gegen das Geldspielgesetz zustande gekommen ist. Die Spielsperren für ausländische Online-Casinos waren für die Jungfreisinnigen und die Jungen Grünen im September 2017 der Grund, ein Referendum anzukündigen. Mitteilung der Bundeskanzlei.

Kantone stellen sich hinter das Geldspielgesetz: Fünf Jahre nachdem das Schweizer Volk mit 87 Prozent ja gesagt hat zum Verfassungsartikel über Geldspiele, wird er voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Geldspielgesetz umgesetzt. Ein zentraler Bestandteil sind dabei Schranken zum Schutz vor illegalen Online-Geldspielanbietern mit Offshore-Standorten wie z.B. Malta, Gibraltar oder Alderney. Im Gegensatz zu den Schweizer Lotteriegesellschaften und Spielbanken halten sich diese Anbieter nicht an die im Geldspielgesetz vorgesehenen Sozialschutzauflagen und leisten auch keine Beiträge an gemeinnützige Kultur-, Sport-, Umwelt- und Sozialprojekte oder an die AHV. Medienmitteilung der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz.
(Infoset berichtete)


Freiburger Polizei kämpft gegen «Crystal Meth»
: Letztes Jahr hat die Freiburger Polizei festgestellt, dass der Kanton von einem grösseren Handel mit Methamphetamin betroffen war. Sie setzte eine Taskforce ein, die den Handel der Droge im Kanton Freiburg zerschlagen sollte. Mit Erfolg: Zwischen August und Oktober 2017 wurden 67 Personen wegen Drogendelikten (Besitz, Konsum und Handel von Methamphetamin) angehalten, einvernommen und angezeigt.  Mitteilung des Kantons Freiburg, Beitrag auf SRF.

Bericht der Weltdrogenkommission: wirksame Reformen statt kontraproduktive Ideologien: Reformen in der Drogenpolitik sind oft schwierig zu konzipieren, zu verabschieden und umzusetzen, da die derzeitigen Politiken und Reaktionen oft auf Wahrnehmungen und leidenschaftlichen Überzeugungen beruhen, statt und sachliche Diskussionen, die zu einer wirksamen Politik führen würden. Der vorliegende Bericht der Weltdrogenkommission zielt darauf ab, die gängigsten Wahrnehmungen und Ängste zu analysieren, sie mit den verfügbaren Erkenntnissen zu vergleichen und darauf aufbauend Empfehlungen für Veränderungen zu geben. Ziel des Berichtes ist Reformen für eine wirksamere Drogenpolitik zu unterstützen. Der Bericht "The World Drug PERCEPTION Problem" (Englisch) steht zum Download bereit. Artikel in der Kanadischen Tageszeitung 'The Globe an Mail'.

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Kinder & Jugendliche

Deutlich mehr Alkoholverkäufe an Jugendliche: Das Fazit ist ernüchternd: Die Bier- und Spirituosenverkäufe an minderjährige Urner sind massiv angestiegen. Mehr als die Hälfte der getesteten Urner Verkaufsstellen hielten sich nicht an die geltende Gesetzgebung. Artikel der Luzerner Zeitung.

Bern - Bericht zur Verabreichung von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche: Der Regierungsrat des Kantons Bern hat den Bericht (pdf, 14S.) «Radikale Reduzierung professionell verordneter und verabreichter Gewalt» zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Damit erfüllt er den Auftrag einer teilweise als Postulat überwiesenen Motion. Demnach soll der Regierungsrat das Nötige unternehmen, um das Verabreichen von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche drastisch zu reduzieren. Gemeint ist namentlich die Therapie mit Methylphenidat wie beispielsweise Ritalin oder Concerta. Mitteilung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion Kanton Bern.

Unterrichtsmaterial zum Thema "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung": Im Rahmen der Unterrichtsreihe "Mobile Medien – Neue Herausforderungen" veröffentlicht die EU-Initiative klicksafe.de Unterrichtsmaterialien zu den Themen "Selfies, Sexting & Selbstdarstellung". Die Unterrichtsmaterialien richten sich dabei an LehrerInnen und MultiplikatorInnen und bieten sinnvolle Hilfestellungen und praxisbezogene Tipps für den Unterricht.

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Nightlife

Nachtleben in Bulgarien - Prävention und Schadensminderung: Infodrog hat die bulgarische Organisation «Dose of Love» dabei unterstützt, Angebote der Prävention und Schadensminderung im Nachtleben von Bulgarien aufzubauen. Hierzu wurden im Zeitraum von 2014 bis 2016 mehrere Trainings und Vernetzungstreffen in Burgas und Sofia durchgeführt. Das Projekt wurde durch die Kohäsionsmilliarde im Rahmen der Bulgarisch-Schweizerischen Kooperation finanziert. Der Projektbericht (pdf, 168S.) steht zum Download bereit.

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Qualität

QuaTheSI - KlientInnen-Zufriedenheit in den Institutionen der Suchthilfe: Das Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF führt alle zwei Jahre eine Kundenzufriedenheitsbefragung durch. In den Institutionen der stationären Suchtrehabilitation wird die Erhebung vom 5. bis 9. März 2018 durchgeführt. In den ambulanten Bereichen der Suchthilfe inkl. begleitetes Wohnen und Arbeit findet die Erhebung vom 1. März bis 18. April 2018 statt. Interessierte finden auf den Seiten von Infodrog weitere Informationen zu den Befragungen.

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Alkohol

Bundesgerichtsentscheid - Zu harte Auflagen für Blaufahrerin: Im Fall einer alkoholisierten Autolenkerin hat das Bundesgericht die Berner Behörde zurückgepfiffen. Ein Jahr lang sollte sich die Frau nach Alkoholkonsum nicht mehr ans Steuer setzen und sich halbjährlich einer Haaranalyse unterziehen. Artikel der Berner Zeitung.

Ein Glas Wein löst beim Fötus einen Rausch aus: Lediglich 60 Prozent der werdenden Mütter sind abstinent. Die anderen konsumieren weiter Alkohol. 20 Prozent der Schwangeren trinken gar ein bis zweimal pro Woche. Zwar keinen harten Alkohol und auch nicht bis zum Rausch. Auf einen Schluck Wein wollen sie aber nicht verzichten. Ana Paula Simões-Wüst, Leiterin der Studie und Biologin am Universitätsspital Zürich, erstaunt dieses Verhalten. «Die Meinung ist noch weit verbreitet, dass ein Gläschen nicht schadet.» Artikel auf 20 Minuten.

Was beim Ski-Unfall unter Alkoholeinfluss droht: Alkoholisiert auf der Piste zu sein, ist keine gute Idee. Wer es dennoch betrunken auf die Piste wagt und verletzt im Spital landet, muss mit Kürzungen bei der Versicherungsleistung rechnen. Bei Verletzung einer Drittperson sei zudem eine Kürzung wegen eines Unfalls bei Ausübung eines Vergehens, also fahrlässiger Körperverletzung, möglich. Die Privathaftpflichtversicherung kann dann die Leistung ebenfalls kürzen oder je nach Verschuldungsgrad sogar ganz streichen. Artikel auf 20 Minuten.

Etikettierung von Alkoholgetränken: Auflistung der Inhaltsstoffe gefordert: Worüber sollten Alkohol-Etiketten informieren und was sollte demnach auf diesen Etiketten stehen? Die Publikation (pdf, 12S.) "What's in this drink? Eurocare's position on ingredients and nutritional information" (Englisch) von Eurocare steht zum Download bereit. Mitteilung von Eurocare.

Frauen in Sri Lanka dürfen weiterhin keinen Alkohol kaufen: In Sri Lanka dürfen in Zukunft weiterhin nur Männer Alkohol kaufen. Eine Reform, durch die Frauen in Sri Lanka das gleiche Recht wie Männern gewährt werden sollte, wurde von Präsident Maithripala Sirisena laut einem Bericht der BBC verhindert. Demzufolge sagte er, dass er angeordnet habe, die geplante Änderung zurückzuziehen. Artikel auf Spiegel Online.

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Cannabis & THC

Wie die Grünliberale Partei GLP Kiffen legal machen will: In einem Arbeitspapier skizziert das parteieigene Politlabor GLP Lab seine Vorstellungen von einer Cannabis-Regulierung. Geht es nach den Autoren, soll die Schweiz auf den «Canadian Way» einschwenken und nach dem Vorbild Trudeaus folgende Massnahmen beschliessen: 30 Gramm pro Erwachsenen, deklarierte THC-Obergrenzen und ein Werbeverbot. Artikel auf watson.

Das fürchten die Gegner, wenn Cannabis legal ist: Mehr psychisch Kranke, mehr Autounfälle und Drogentourismus: Davor fürchten sich die Gegner, würde Cannabis in der Schweiz legalisiert. Zu Recht? Artikel auf 20 Minuten.

Schweizer CBD-Shops sind in der Krise: Einige CBD-Shops haben bereits geschlossen, andere kämpfen ums Überleben. Das liegt laut Branchenkennern am Überangebot und am Ende des Hypes. Artikel auf 20 Minuten.

Entkriminalisierung des Cannabiskonsums in Deutschland: Grüne und Linke im Bundestag unterstützen den Vorstoss der FDP zu einer kontrollierten Freigabe von Cannabis im Rahmen von Modellprojekten. Man brauche "neue Wege im Umgang mit Cannabis", so die Liberalen. Beitrag der Deutschen Welle.

Deutschland - Dürfen Cannabis-Patienten Auto fahren? Wer gekifft hat, muss das Auto stehen lassen. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die medizinisches Cannabis zu sich nehmen (Artikel auf Spiegel Online). Bei den 56. Deutschen Verkehrsgerichtstagen diskutieren Experten deshalb nun, ob das Fahrverbot nicht nur für Rauschkonsumenten, sondern auch für alle Cannabispatienten gelten sollte. Weiterer Beitrag auf Spiegel Online.

Trump-Regierung startet Kampf gegen das Kiffen: Seit dem 1. Januar ist der Verkauf von Cannabis in Kalifornien erlaubt - und damit ist in dem US-Bundesstaat der weltweit grösste legale Markt für entsprechende Produkte entstanden. Bislang konnte die Branche mit Raten von mehr als 30 Prozent in nur einem Jahr in den USA relativ ungestört wachsen - doch das ändert sich nun. Anzeige Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Kampf gegen die Legalisierung von Marihuana in den einzelnen Bundesstaaten begonnen. Justizminister Jeff Sessions wies die Staatsanwälte in einem Schreiben an, das auf Bundesebene geltende Verbot der Droge künftig durchzusetzen. Beitrag auf Spiegel Online.

Wie sich die Cannabis-Legalisierung in den USA durchsetzt: Vermont legalisiert als neunter Gliedstaat der USA den Cannabis-Konsum. Die Unterstützung in der Bevölkerung nimmt laufend zu, manche Gliedstaaten wittern ein lukratives Geschäft mit den Steuereinnahmen. Eine Übersicht der NZZ.

Milliardenmarkt Cannabis: Mit der Legalisierung des Konsums von Cannabis auch als reines Genussmittel in Kalifornien erwarten Marktexperten eine satte Umsatzsteigerung und einen Job-Boom in dem Sektor. Bis zum Jahr 2021 würden rund 40 Milliarden Dollar erwirtschaftet und USA-weit mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze entstehen, heißt es in einer aktuellen Studie. Audio-Beitrag (20Min.) der Deutschen Welle über Geschäftszweige rund um den Cannabis-Konsum.

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Rauchen & Tabak

Rauchfrei - Seit dem 1. Februar auf sechs Bahnhöfen Realität: Seit dem 1. Februar testen die SBB auf sechs Bahnhöfen ein Rauchverbot, das auch im Freien gilt. Neben dem Bahnhof Basel (das Verbot gilt in der Haupthalle, in den Seitenflügeln, beim Zugang zu den Gleisen sowie auf den Perrons, auf der Haupt- und Postpasserelle und im Südkopf des Bahnhofs) wurden auch der Stadelhofen in Zürich sowie die Bahnhöfe Chur, Bellinzona, Nyon und Neuenburg ausgewählt. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Rauchen verboten: Jetzt auch unter freiem Himmel: Rauchen unter freiem Himmel - das soll künftig eingeschränkt werden. Ob an Bushaltestelle, Bahnhof-Perron, Restaurant-Terrasse oder Kinderspielplatz: Raucher werden zurückgedrängt, Verbote häufen sich. Wegen der Gesundheit der Nichtraucher, wegen des Abfalls – oder einfach, weil die Raucher heute eine Minderheit sind? Eine Reportage der Rundschau.

Tabakkonsum der 15- bis 25-Jährigen höher als in der Gesamtbevölkerung: Über 30% der 15- bis 25-Jährigen SchweizerInnen rauchen. Während der Tabakkonsum der 15- bis 17-Jährigen zurückgeht, steigt er in den letzten Jahren bei jungen Erwachsenen an. Beim Jugendschutz bleibt aber noch viel zu tun: Vor allem die Jüngeren in der befragten Altersgruppe überschätzen die Verbreitung des Rauchens massiv. Jeder Sechste der 15- bis 17-Jährigen hat auch bereits Werbegeschenke der Zigarettenindustrie erhalten, und noch zu viele Minderjährige können ihre Zigaretten selber kaufen. Medienmitteilung und Studie von Sucht Schweiz.

Schon eine Zigarette pro Tag schadet: Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall erheblich. Deshalb bringe es wenig, das Rauchen einzuschränken, berichten Forscher in einem Fachartikel im 'British Medical Journal'. Das Risiko verringere sich im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchten, lediglich um die Hälfte. Artikel auf Deutschlandfunk

Der Einfluss von Bildung und Einkommen auf das Rauchverhalten: Gesundheitsforscher untersuchten im Auftrag der American Cancer Society, in welchen Teilen der US-Bevölkerung die Zigarette weiterhin beliebt ist. In bestimmten Gruppen liege der Anteil der Raucher beträchtlich über dem US-Schnitt von rund 15 Prozent, berichten die Forscher jetzt in der Zeitschrift "CA: A Cancer Journal for Clinicians". Besonders betroffen seien Menschen mit niedrigem Einkommen und Bildungsgrad: Unterhalb der Armutsgrenze rauchte jeder Vierte, mit College-Abschluss hingegen nur gut jeder Zwanzigste. Artikel auf Spektrum.de

Warum Rauchen so schnell abhängig macht: Meist reicht eine einzige Zigarette und der Grundstein für eine Abhängigkeit ist gelegt. Wie entsteht eigentlich eine Tabakabhängigkeit? Und warum geht das so schnell? Beitrag auf drugcom.de

Darum wirkt Sport gegen Entzugssymptome: Endlich mit dem Rauchen aufhören. Diesen Wunsch haben viele Raucherinnen und Raucher - wenn da nicht diese Entzugssymptome wären. Bekannt ist, dass Sport beim Rauchausstieg hilft. Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, warum das so ist. Artikel auf drugcom.de


E-Zigaretten: Metastudie fordert differenzierte Betrachtungsweise: Jugendliche und jungen Erwachsene, die E-Zigaretten verwenden, fangen eher mit dem Rauchen klassischer Zigaretten an. Andererseits sind sie für erwachsene Raucher - allerdings nur für wenige - eine Hilfe beim Aufhören: Das sind zwei Ergebnisse eines Berichts im Auftrag der US-Akademie der Wissenschaften. Dafür wurden die Daten von mehr als 800 Studien ausgewertet. Und auch wenn E-Zigaretten nicht ohne Gesundheitsrisiken sind, sind ihre schädlichen Auswirkungen auf den Körper wahrscheinlich geringer als jene von konventionellen Zigaretten, ergab der Report - ein Votum für Schadensminderung. Hingegen gibt es zu Denken, dass die E-Zigaretten den Tabakkonzernen helfen, ihr schäbiges Image aufzuhübschen. Besonders der europäische Markt gilt als interessant. Artikel der Süddeutschen Zeitung, Beitrag auf kurier.at. Eine weitere Studie von New Yorker Mediziner zeigt aber, dass noch sehr viel genauer auf die Nikotin-Abbauprodukte im Körper und in den Geweben geachtet werden muss. Diese stehen im Verdacht ebenfalls Krebs auslösen zu können. Bis anhin gingen viele Experten davon aus, dass das Nikotin selbst keine Ursache für Krebs ist. Artikel in der FAZ.

Auch E-Zigaretten - Jugendschutz ohne Werbeverbot: Warum Jugendschutz ohne ein umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Lobbys versuchen, Werbung für E-Zigaretten zuzulassen. Beitrag auf Infosperber.

Hyperlink  Tabak
 

Weitere Substanzen

Drogenkonsum in Bern: Heroin, Kokain und Ecstasy: Unter den Heroinabhängigen in Bern macht sich die Überalterung bemerkbar. Die jüngeren Generationen greifen lieber zu Kokain. Oder zu Ecstasy-Pillen, deren Konzentration und Gefährlichkeit rasant zunimmt. Beitrag in der Berner Zeitung.

Das vergessene Leiden beim Kokain-Kick: Die illegale Produktion von Kokain durch das organisierte Verbrechen hat in Kolumbien in den letzten Jahrzehnten Hunderttausende von Opfern gefordert. Die Konsumenten des Stoffs sollten davor nicht ihre Augen verschliessen. Artikel der NZZ.

Factsheet zu Neuen psychoaktiven Substanzen: Das Factsheet (pdf, 44S.) gibt Empfehlungen für die Suchtprävention und hält spezielle Informationen für Fachkräfte und Multiplikatoren aus der Suchthilfe bereit. Dargestellt werden z. B. Konsumenten-Typen und Konsummotive, Bezugs- und Informationsquellen von Konsumenten, Indikatoren für einen NpS-Konsum, Tipps für den Umgang mit NpS-Konsumenten in der Beratungsstelle sowie Schnittstellen zu Kooperationspartnern. Herausgeber der Landes-Caritasverband Bayern e.V. im Rahmen den Projektes MINDZONE.

Ecstasy-Pillen: Die MDMA-Konzentration nimmt stark zu: Eine Untersuchung von Saferparty zeigt, dass 2011 die durchschnittliche Ecstasy-Pille noch 100.1 Milligramm MDMA-Wirkstoff enthielt – 2016 waren es bereits 151.7 Milligramm. Die höchstdosierten Pillen enthalten momentan um die 260 Milligramm MDMA. Beitrag auf Noisey Schweiz.

Suchtmittel Nasenspray: Abschwellende Nasensprays sind die gängigen Mittel vieler Menschen bei verstopfter Nase in der kalten Jahreszeit. Doch dass Nasensprays bereits innerhalb von zwei Wochen abhängig machen können, wissen viele nicht. Darüber will das SWR-Verbrauchermagazin "Marktcheck" heute Abend um 20.15 Uhr aufklären und bringt den Beitrag: "Suchtmittel Nasenspray – mehr als 100.000 Deutsche sind abhängig."
 

 

Verhaltenssüchte

Süchtig nach Shopping: Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Beitrag auf tagesanzeiger.ch

Macht das Smartphone abhängig? Ja, sagen zwei Apple-Investoren: Forscher untersuchen vermehrt die Zusammenhänge zwischen steigenden Depressions- und Suizidzahlen bei Teenagern sowie zunehmender Smartphone-Nutzung. Ein Team von US-Forschern nennt die besonders betroffene Generation «iGen» – in Anlehnung an das iPhone. Zwei Grossaktionäre des iPhone-Herstellers Apple haben den Konzern nun aufgefordert, gegen Smartphone-Sucht vor allem bei Kindern und Teenagern vorzugehen. In einem Schreiben rufen sie den Konzern dazu auf, neue Kindersperren zu entwickeln. Software solle Eltern helfen, zu kontrollieren, wie oft und wie lange ihre Kinder Smartphones nutzten. Ausserdem solle Apple den Einfluss von exzessiver Handynutzung auf die Psyche untersuchen, so die Aktionäre. Artikel auf tagesanzeiger.ch
 

 

Schadensminderung

Patienten in Substitutionsprogrammen oft ungenügend auf Hepatitis C getestet: Eine aktuelle Studie des Kantonsspitals Aarau zeigt: Patienten in Substitutionsprogrammen sind oft ungenügend auf Hepatitis C (HCV) getestet und behandelt. Dies, obwohl intravenös Drogenkonsumierende eine Hochrisikogruppe sind. Die HCV-Behandlungs-Kaskade weist deutliche Lücken auf. Artikel (pdf, 15S.) im Swiss Medical Weekly, Mitteilung von Hepatitis Schweiz.

Hyperlink  Schadensminderung
 

 

Diverses

Chancengleichheit - Schwerpunkt im Spectra Online: Die aktuelle Ausgabe (119, Januar 18) widmet sich der Chancengleichheit. Themen sind das Nationale Programm Migration und Gesundheit (2002–2017), Forschungsergebnisse zu Faktoren, die gesundheitliche Ungleichheiten produzieren, sowie Massnahmen, die diese beseitigen sollen. Das Spectra wird vom BA für Gesundheit herausgegeben.

Chancengleichheit - den Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheit ausgleichen: In Bezug auf Krankheiten sind wir nicht alle gleichgestellt: Sozioökonomische Faktoren wie Einkommen, Bildungsniveau oder Migrationshintergrund haben bedeutende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. In der Schweiz besteht beispielsweise für Personen mit tieferem Einkommen ein sechsmal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Um gegen dieses Problem vorzugehen, räumen das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Gesundheitsförderung Schweiz und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) der Chancengleichheit im Jahr 2018 eine hohe Priorität im Rahmen der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) ein. Medienmitteilung des BAG.

Drogenabhängige in Wien - Getrieben von der Sucht: Irene Köhler wollte Drogenabhängigen helfen und sie nicht bestrafen. Damit brach sie ein Tabu – am Wiener Karlsplatz und auf den Strassen von New York. Artikel auf Zeit Online.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

3. Basler-Suchtsymposium
Es werden die Grenzen der Suchtmedizin – Sucht nach Essen und Sucht nach Bewegung – ausgelotet.
06. Februar 2018, Basel
Eine Veranstaltung (pdf, 6S.) der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.

Sucht- und Gewaltprävention in pädagogischen Handlungsfeldern
Masterlehrgang
März 2018 (Beginn)
Die akademische Ausbildung ist eine Kooperation der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, des Instituts Suchtprävention, pro mente OÖ, der Fachhochschule Oberösterreich und der Johannes-Kepler-Universität Linz.
www.praevention.ph-ooe.at

5. Fachtag Sucht
07. April 2018, Wien
Veranstalter ist das Anton Proksch Institut
Tagungsseite

75 Jahre LSD - Wohin führt die Reise?
Jubiläumsveranstaltung
19. April 2018, Münchenstein
Die Tagung wird vom Nachtschatten Verlag und Partnern organisiert
www.75-jahre-lsd.ch

Schulungen Hepatitis C
Der Kurs richtet sich an (neue) Mitarbeitende aus der Suchtarbeit, Medizin und Pflege, die mit Drogenkonsumierenden arbeiten.
08. Mai 2018, Bern
Die Weiterbildung wird von Infodrog und Contact durchgeführt
www.hepch.ch

European Drugs Summer School
7. Europäische Summer School der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD
25. Juni bis 6. Juli 2018, Lissabon
Ausschreibung

27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin
02. - 04. November 2018, Berlin
Vorankündigung

19. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin
Fachintegrierendes Forum für Suchttherapie, Suchtfolgekrankheiten und Akutversorgung Suchtkranker.
5. - 7. Juli 2018, München
Tagungsseite

Kongress Essstörungen
26. Internationale Wissenschaftliche Tagung
18. - 20. Oktober 2018, Alpbach, Österreich
Der Kongress wird vom Netzwerk Essstörungen organisiert
www.netzwerk-essstoerungen.at/kongress18

9. Symposium Medienabhängigkeit
10 Jahre Fachverband Medienabhängigkeit
15. & 16. November 2018, Berlin
Vorankündigung

13. atf-Fachtagung
Mitgefahren, mitgetragen?
15. November 2018, Bern
Eine Fachtagung von 'Alkoholismus Therapieforschung Schweiz' (atf)
www.atf-schweiz.ch
 

 

Redaktion Infoset

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Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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