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Aktuell

Schweizer Suchtpanorama 2018: Der Suchtmittel- wie auch der Online-(Geld-)spielmarkt sind in Bewegung. Viele Konsumierende wollen neue Produkte mit möglichst wenig Risiken ausprobieren, während Anbieter maximale Renditen suchen und staatliche Reglementierung ablehnen. Die Politik schaut weg, obwohl die Folgen für die Bevölkerung direkt oder indirekt spürbar sind und zahlreiche Fragen bestehen: Inwiefern sind alternative Tabakprodukte weniger schädlich als Zigaretten? Wann ist Hanf legal? Wie viel trinken Herr und Frau Schweizer heute? Welche Risiken bergen Geldspiele? Wie sieht der Gebrauch opioidbasierter Schmerzmittel aus? Das Schweizer Suchtpanorama 2018 (pdf, 29S.) von Sucht Schweiz gibt einen Überblick über die heutige Situation, die zentralen Entwicklungen und skizziert aktuelle gesellschaftliche Fragen zum Umgang mit Suchtmitteln. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf swissinfo.ch.
 

 

Suchtpolitik

Schweiz startet Zusammenarbeit mit der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle: Die Schweiz und die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) haben im September 2017 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet. Nun wurden die Bereiche definiert, in denen künftig enger kooperiert werden soll. Das Arbeitsprogramm der nächsten Jahre wurde heute von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit BAG, und Alexis Goosdeel, Direktor des EMCDDA, in Bern unterzeichnet. Medienmitteilung des BAG.

Entwurf zu Verordnungen zum Geldspielgesetz: Das im vergangenen Jahr vom Parlament verabschiedete neue Geldspielgesetz sieht vor, dass Schweizer Casinos neu auch im Internet Spiele anbieten dürfen (Infoset berichtete). Noch vor der Referendumsabstimmung über das neue Gesetz hat der Bundesrat die Vernehmlassung eröffnet zu den Verordnungen für die Umsetzung der neuen Bestimmungen. Unter anderem klärt der Bundesrat mit den Verordnungen, was unter kleinen Pokerturnieren ausserhalb von Spielbanken zu verstehen ist, die das Gesetz zulassen will. Und er schlägt für den Schutz vor Spielsucht im Online-Bereich konkrete Massnahmen vor. Damit klärt er verschiedene Einzelheiten und schafft so in bisher noch offenen Fragen volle Transparenz, bevor die Bevölkerung im Juni 2018 in einer Referendumsabstimmung über das Geldspielgesetz befindet. Die Abstimmung findet am 10. Juni statt, die Vernehmlassung zu den Verordnungen endet am 15. Juni. Medienmitteilung des Bundesrates, Artikel der Luzerner Zeitung.

Tabakproduktegesetz - Zigaretten nur noch für Volljährige: Im Thurgau gilt heute ein Zigaretten-Verkaufsverbot für unter 16-Jährige. Ein neues Bundesgesetz (Infoset berichtete) will das schweizweit einheitliche Mindestalter 18 einführen. Dieses Ansinnen kommt gut an. Der Lungenliga Thurgau geht es sogar zu wenig weit, Beitrag im Tagblatt.

Bundesrat will mit Cannabis-Versuchen vorwärts machen: Schon seit Anfang Jahr sollten in Bern einige hundert Kifferinnen und Kiffer legal ihr Cannabis in Apotheken beziehen können. Doch das Bundesamt für Gesundheit BAG hat das geplante Experiment in letzter Minute gestoppt (Infoset berichtete). Es begründete dies mit der fehlenden Gesetzesgrundlage für derartige Studien. Nun signalisiert der Bundesrat aber, dass solche Versuche sinnvoll seien. Die Landesregierung ist bereit, entsprechende Vorstösse aus dem Parlament anzunehmen und abzuklären, ob man dafür das Betäubungsmittelgesetz abändern muss. Beitrag auf SRF

Berner Stadtrat will Cannabisverkauf: Mit 56 zu 9 Stimmen überwies das Parlament eine entsprechende Richtlinienmotion und stärkte damit dem Gemeinderat den Rücken. Schon 2013 hatte das Parlament ein Cannabis-Pilotprojekt gefordert. Für den Versuch interessierten sich nebst Bern auch andere Schweizer Städte. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verweigerte aber kürzlich dem Forschungsgesuch der Universität Bern die Bewilligung. Dafür fehle die rechtliche Grundlage (Infoset berichtete). Artikel im Bund

St. Gallen: Suchtpräventionskonzept ohne Mehrausgaben: Im Februar 2013 hat der St.Galler Kantonsrat die Regierung eingeladen, ein Konzept für die Suchtprävention im Kanton zu entwickeln und dabei auch den substanzunabhängigen Süchten die notwendige Beachtung zu schenken. Der St.Galler Kantonsrat hat die vorgeschlagenen Handlungsfelder und Massnahmen am 19. Februar 2018 behandelt. Das Suchtpräventionskonzept soll umgesetzt werden, jedoch ohne Mehrausgaben. Mitteilung von ZEPRA St. Gallen

Rauchverbot in Österreich: Auf der Kippe: Während es fast überall in Europa strenge Gesetze zum Nichtraucherschutz gibt und Gäste von Kneipen und Restaurants zum Rauchen vor die Tür gehen müssen, darf in vielen österreichischen Kaffee- und Wirtshäusern noch gequalmt werden. Damit sollte eigentlich bald Schluss sein: Die Vorgängerregierung, eine grosse Koalition aus SPÖ und ÖVP, hatte die Gastronomen verpflichtet, abgetrennte Räume für Raucher einzurichten, und zuletzt ein vollständiges Rauchverbot ab dem 1. Mai 2018 beschlossen. Jetzt will die neue Regierung das beschlossenes Qualmverbot wieder kassieren. Es entbrennt ein Kulturkampf. Artikel auf Spiegel Online.

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Kinder & Jugendliche

Suchtprävention und Jugendschutz zeitgemäss gestalten: Die Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA hat eine Grundposition (pdf, 4S.) zu den Themen Suchtprävention und Jugendschutz erarbeitet und veröffentlicht. Die Grundposition regt die Mitglieder der NAS-CPA zur Reflexion der Präventions- und Jugendschutzaktivitäten in ihren jeweiligen Fachbereichen sowie zu deren Weiterentwicklung an. Die Grundposition schafft zudem eine Wissensgrundlage und einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung zeitgemässer Präventions- und Jugendschutzmassnahmen, die ausserhalb der Zuständigkeit der NAS-CPA und ihrer Mitglieder liegen.

Mediennutzungsverhalten von Kindern: Digitale Medien werden immer häufiger genutzt – und die Nutzer werden immer jünger. Umso überraschender ist die Haupterkenntnis der neuen MIKE-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW): Kinder verwenden Smartphones und Tablets zwar rege, aber viel lieber spielen sie draussen, machen Sport oder treffen sich ausserhalb der digitalen Welt mit Freunden. Factsheet (pdf, 1S.) zur Studie, Medienmitteilung des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Basel-Stadt: Unbefriedigende Ergebnisse bei Alkoholtestkäufen an Jugendliche: Alkoholtestkäufe an Jugendliche zeigen unbefriedigende Resultate. In über vier von zehn getesteten basel-städtischen Verkaufsstellen wurde im Jahr 2017 Bier oder Wein an unter 16-Jährige verkauft. Bei den erstmals an Veranstaltungen durchgeführten Alkoholtestkäufen fallen die Ergebnisse noch unbefriedigender aus: In 65 Prozent der Fälle haben Jugendliche illegitimer Weise Alkohol erhalten. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartementes.

Jugendliche: Kein Bock auf Achtsamkeit? Ob in Antistressratgebern, in Gesundheitskursen oder in der Psychotherapie: Achtsamkeitsmeditation erscheint heute als Wundermittel gegen viele psychische Beschwerden. Eine Untersuchung der Universität Adelaide hat das Achtsamkeitsprogramm .b ("Dot be") untersucht und keine Wirkung nachweisen können. Das Programm, welches in Schulen in England und Australien angeboten wird, richtet sich an junge Adoleszente. Artikel auf Spektrum.de, Fachartikel im Behaviour Research an Therapy.

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Migration

Traumatisierte junge Geflüchtete: neues Angebot zur Weiterbildung und Vernetzung von Fachleuten: Junge Geflüchtete haben auf ihrem Weg in die Schweiz oft Schreckliches erlebt. Aufgrund der vielen Anfragen zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen hat das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Schweizerischen Roten Kreuzes eine nationale Webplattform aufgebaut. Diese präsentiert Unterstützungsangebote und vermittelt Informationen zu Weiterbildungsangeboten und Veranstaltungen für Fachleute und Begleitpersonen. Artikel auf Specta, www.traumatisierung.migesplus.ch

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Nightlife

Drogengebrauch in der Partyszene: Berlin und Zürich im Vergleich: Bei den meisten Substanzen unterscheidet sich der Gebrauch in der Berliner Partyszene nur geringfügig von dem in Zürich. Eine Ausnahme stellen hier die dissoziativ wirkenden Substanzen Ketamin und GHB dar, die in Berlin massiv häufiger konsumiert werden als in Zürich. Beitrag im Drogerie-Blog der Tageszeitung taz.

Zürcher Nachtleben - Was denken Zürcher PolitikerInnen darüber? Die in diesem Jahr stattfindenden Stadtrats- und Gemeinderatswahlen haben die Bar & Club Kommission BCK dazu bewogen, erstmals die KandidatInnen zu ihrer Meinung in Bezug auf die Zürcher Nachtkultur (Bars, Club, Konzertlokale, etc.) zu befragen. Die Resultate sind auf der Seite der BCK einsehbar.

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Strassenverkehr

Alkohol-Wegfahrsperren: Diesen Dienstag diskutiert der Nationalrat die Einführung von Alkohol-Wegfahrsperren für Personen, denen der Führerausweis wegen wiederholten Fahrens in stark angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wurde. Die Massnahme ist umstritten, der Ständerat will darauf verzichten. Unverständlich findet dies Brigitte Buhmann, Direktorin der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, und hofft, dass sich in der grossen Kammer die Sicherheitsbefürworter durchsetzen. Mit dieser Massnahme könnten jedes Jahr bis zu 5 Tote und 60 Schwerverletzte vermieden werden. Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

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Alkohol

Wie starkes Trinken das Demenzrisiko erhöht: Alkohol ist ein Nervengift. Jetzt zeigt eine Studie, dass starkes Trinken ein grosser Risikofaktor für Demenz ist - vor allem für die früh einsetzende Form der Krankheit. Artikel auf Spiegel Online.

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Cannabis & THC

Sucht Schweiz fordert eine Cannabis-Strategie: Die Politik müsse den Cannabis-Markt jetzt klar regulieren, fordert Monique Portner, Mediensprecherin von Sucht Schweiz. «Wir wünschen uns eine Politik, die Jugendliche besser schützt», betont sie. Ausserdem müsse der Schwarzmarkt verschwinden und Cannabis konsequent besteuert werden. «Es braucht wesentlich mehr Regulierung, als das beim Alkohol der Fall ist», so ihr Fazit. Beitrag in der Tagesschau.

Warum der Nachweis von Cannabis so lange möglich ist: Schon ein Milliardstel Gramm reicht aus. Wer mit einem Nanogramm THC pro Milliliter Blut im Strassenverkehr erwischt wird, muss mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. Der Nachweis des Cannabiswirkstoffs ist aber häufig auch dann noch möglich, wenn der Rausch schon längst verklungen ist. Artikel auf drugcom.de

CBD - Im Hanfdschungel zwischen Placebo und Wundermittel: Die drei Buchstaben klingen wie ein Zauberwort. Der Wirkstoff Cannabidiol ist ein Inhaltsstoff aus der Hanfblüte, der für Furore sorgt. Doch was steckt wirklich hinter diesem geheimnisvollen Wirkstoff? Wem nützt er und welche Bedenken sind angebracht? Beitrag im Radioprogramm Doppelpunkt auf SRF1 (52 Min.).

Deutsche bei Cannabis uneinig: Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov zufolge gaben 35 Prozent an, eine Haschisch-Legalisierung zu befürworten. 33 Prozent lehnten dies ab. 22 Prozent sagten, es sei ihnen egal. Insgesamt haben 2/3 der Bevölkerung noch nie Cannabis konsumiert. FDP, Linke und Grüne wollen eine Freigabe für den generellen Konsum erreichen. Diesen Donnerstag debattiert der Bundestag ihre Anträge. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF.

Deutschland: Kriminalbeamte fordern Ende des Cannabis-Verbots: Geht es nach dem Bund Deutscher Kriminalbeamter wird das Cannabis-Konsum auch in Deutschland bald erlaubt. Der Vorsitzende rät zu einem Umdenken in der Drogenpolitik, Artikel der FAZ, Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Forderung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zurückgewiesen, Artikel auf Deutschlandradio.

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Rauchen & Tabak

Zigaretten werden in der Schweiz vergleichsweise billig: In Deutschland und Frankreich steigen die Zigarettenpreise auf den 1. März 2018. Ein Vergleich mit den Nachbarländern zeigt: Die weitverbreitete Meinung, Zigaretten seien in der Schweiz teuer, ist falsch. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at.

Es gibt kein risikoarmes Rauchen: Schon eine Zigarette am Tag treibt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen überproportional in die Höhe. Im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchen, entspricht das Risiko für eine Herzerkrankung bei einer Zigarette am Tag nicht etwa einem Zwanzigstel. Vielmehr haben Männer, die eine Zigarette am Tag rauchen, bereits 46 Prozent des Risikos, das bei 20 Zigaretten am Tag entsteht. Artikel auf drugcom.de

Tabakerhitzer - Streit um rauchfreie Alternative: Philip Morris zufolge sind Tabakerhitzer wesentlich weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Unabhängige Studien und Stellungnahmen von Insidern wecken Zweifel. Beitrag im Deutschen Ärzteblatt.

Shisha-Rauchende landen vergiftet im Notfall: Wasserpfeifen sind gefährlicher als angenommen – schweizweit nehmen die Notfälle zu. Hinzu kommen die im Tabak enthaltenen Teere und Karzino­gene, die zur Entstehung von Krebs beitragen. Auch diese langfristig gefährlichen Substanzen liegen beim Rauchen einer Wasserpfeife in erhöhter Konzentration vor. Was man in einer Shishasession von 45 bis 60 Minuten einatme, warnt die Giftberatungsstelle Tox Info Suisse, entspreche dem Rauchen von rund 100 Zigaretten. Artikel auf tagesanzeiger.ch

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Weitere Substanzen

Sucht Schweiz - Relaunch von «Zahlen und Fakten»: Sucht Schweiz gibt auf der Webseite «Zahlen und Fakten» einen Überblick zu den wichtigsten epidemiologischen Kennzahlen und Hintergrundinformationen zum Substanzkonsum und zu suchtähnlichen Verhalten. Die Webseite wurde grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Neu visualisieren Infografiken zentrale Kennzahlen zum Konsum verschiedenster Substanzen und Verhaltensweisen. Auch Folgen und Marktaspekte werden veranschaulicht. Weiterhin werden statistische Zahlen als übersichtliche Abbildungen präsentiert, um die aktuelle Situation in der Schweiz sowie Entwicklungen darzustellen. Sämtliche Grafiken können für Präsentationen, Vorträge an Schulen etc. heruntergeladen werden.
zahlen-fakten.suchtschweiz.ch

Animationsfilme zur Abhängigkeit von Cannabis & Co.: Bin ich abhängig von Cannabis? Ist Ecstasy schädlich fürs Gehirn? Machen Amphetamine alt? Zum Thema Sucht und Drogen gibt es eine Menge Fragen. Ein paar davon beantwortet drugcom.de in kurzen Animationsfilmen (Youtube Kanal) auf verständliche Weise.

Betäubungsmittelverzeichnis um 19 neue psychoaktive Substanzen ergänzt: Die Risiken neuer synthetischer Drogen sind für Konsumentinnen und Konsumenten nicht kalkulierbar. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat deshalb das Betäubungsmittelverzeichnis per 1. März 2018 um 19 Einzelsubstanzen erweitert. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Mitteilung von Swissmedic.

Zürcher Kokain-Report: Pro Tag werden in der Stadt Zürich 1.7 Kilogramm Kokain konsumiert. Das ergab eine Abwasserstudie der Universität Lausanne. Die Wochenzeitung WOZ nahm diesen Befund zum Anlass für eine ausführliche Recherche zum Thema Kokain. Dabei spürten die Journalisten Daniel Ryser und Olivier Würgler folgenden Fragen nach: Was hat es mit dem Stoff, der Zürich offenbar antreibt, auf sich? Welche Wege nimmt die Substanz, welche Auswirkungen haben Konsum und Handel auf unsere Gesellschaft? Der 52-seitige Report kann kostenlos bei der WOZ bestellt werden. Im Report wird auch ein medizinischer Kokainabgabeversuch erwähnt, der im Rahmen von PROVE durchgeführt wurde. Der Schlussbericht von 1994 (pdf, 5S.) zu diesem Versuch ist auf den Seiten der SSAM erhältlich.

Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016: Das vorliegende Dokument fasst die Ergebnisse der Umfrage zum Thema Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016 zusammen. Der Bericht (pdf, 52S.) von Sucht Schweiz wurde im Rahmen des Suchtmonitoring erstellt.
 

 

Verhaltenssüchte

Safer Gambling – Spiel zum Spass: Welche Motive drängen zum Spielen und was sind attraktive Alternativen? Diese und weitere Funktionen bietet die neue Selbsthilfewebsite Safer Gambling neben Fakten und Illusionen rund ums Glücksspiel, kurzen Testimonialclips und dem Glücksspieltagebuch als App (App Store / Google Play). Die App hilft das persönliche Spielverhalten zu analysieren. Dazu setzen die User sich Limiten, wie viel Geld und Zeit sie im Monat fürs Spielen einsetzen wollen und tragen ihre Spielepisoden ein. So erhalten sie eine übersichtliche Statistik und sehen, ob sie im Bereich ihrer Limiten spielen.
www.safer-gambling.ch

Deutschland - Angebot an Online-Glücksspielen wächst: Anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar 2018 informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland über Suchtrisiken, die mit der weiten Verbreitung von Online-Glücks- und Computerspielen einhergehen. Die BZgA informiert auf der Internetseite www.check-dein-spiel.de über die Risiken von Online-Glücksspielen und sonstigen Glücksspielen. Mit einem Selbsttest kann jeder das eigene Glücksspielverhalten überprüfen. Mitteilung der BZgA.

Ex-Mitarbeiter vor Facebook warnen vor Suchtgefahren: Mehr und mehr prominente Vertreter der eigenen Branche melden sich zu Wort und kritisieren Facebook scharf. Und nun hat sich sogar eine Gruppe von Mitarbeitern der ersten Stunde bei Facebook und Google gebildet, die gezielt gegen negative Auswirkungen sozialer Netzwerke und von Smartphones vorgehen wollen. Als erstes konkretes Projekt will die Gruppe der Kritiker eine Website veröffentlichen, die schädliche Effekte verschiedener Technologien zeigen und Programmierern als Leitfaden dienen soll. Artikel in der Tageszeitung Bund, Beitrag im WDR.

Essstörungen - Informationen Fachpersonen: Essstörungen bleiben oft lange unentdeckt. Neben Eltern sind es meist Lehrkräfte sowie weitere pädagogische und psychosoziale Fachkräfte, die erste Anzeichen bemerken. Dieser Flyer will über Essstörungen informieren, Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Hilfestellungen im Umgang mit Betroffenen und Angehörigen geben. Ein Flyer (pdf, 2S.) des Bundesministeriums für Gesundheit Deutschland.
 

 

Prävention

Prävention durch Veränderung von Umweltfaktoren: Soziale Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle für das gesundheitsbezogene Verhalten. Traditionelle Ansätze der Prävention haben sich vor allem auf die Warnung oder Information über die Risiken des Konsums oder auf kompetenzbasierte Interventionen konzentriert. Im Gegensatz dazu zielen Umweltpolitiken darauf ab, ungesunde Verhaltensweisen zu begrenzen, indem sie die Umwelt in einer bestimmten Weise verändern und damit Einfluss auf die Konsumwahl der Konsumierenden nehmen. In einem neuen Bericht (pdf, 92S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle bietet die EBDD eine erste operationelle Definition des Konzepts und einen ersten Überblick über Interventionen. In der Definition werden drei Kategorien von 'Umweltpräventionsmassnahmen' definiert: regulatorische, wirtschaftliche und physische Massnahmen. Medienmitteilung der EBDD.

Der Totenkopf, der vor Rauschgift warnte: 1968 lancierte die Stadtpolizei einen Wettbewerb für Zürichs erste Kampagne gegen Drogen. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Grafik-Studenten Andreas Fierz. Im Interview (pdf, 6S.) wirft Fierz einen Blick zurück – auf die Zeit und sein Plakat, das nur kurz hing, aber bis heute für Aufsehen sorgt.

Wie führt man Kampagnen ohne zu stigmatisieren? Unter diesem Motto gaben die Präventionsfachleute Annett Niklaus und Domenic Schnoz an der diesjährigen Gesundheitsförderungs-Konferenz Einblick in ihren Arbeitsalltag. Niklaus verantwortet seit mehr als zehn Jahren die Kampagnen der Gesundheitsförderung Kanton Zürich. Schnoz ist Stellenleiter der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs. Artikel auf Spectra Online.

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Beratung & Therapie

Ja, aber – für eine Drogenabgabe durch das Medizinsystem: Von politischer Seite und in den Medien wird vermehrt die Drogenabgabe durch das Medizinsystem gefordert. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich richtig, doch stellen sich praktische Probleme. Eines davon ist die Verabreichungsform der Drogen. Beitrag von André Seidenberg in der NZZ.

Substitutionsbehandlung im Strafvollzug: Der vorliegende Leitfaden (pdf, 116S.) zur Opiat-Substitutionsbehandlung im Strafvoll zug soll Fachpersonen bei der Durchführung und Förderung von Substitutionsprogrammen für opiatabhängige Gefangene unterstützen. Herausgeberin in die Deutsche AIDS-Hilfe.

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Neues zu und von Institutionen

Newsletter Infodrog: Der Februar-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Berner Gesundheit - Gruppenangebote 2018: Auf dieser Übersicht (pdf, 1S.) lassen sich die Gruppenangebote der Berner Gesundheit einfach finden.
 

Diverses

Was ist Sucht? Ein Gespräch (22 Min.) mit dem Suchtforscher und Psychiater Prof. Anil Batra auf Bayern 2
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Psychiatrische Grundlagen für die Arbeit im illegalen Drogenbereich
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
19. und 20. März 2018, Zürich
Ausschreibung

Glücksspiel-Symposium 2018
21. - 22. März 2018, Stuttgart
Eine Veranstaltung der Forschungsstelle Glücksspie an der Universität Hohenheim
Ausschreibung

Good (Best ) Practice in der Suchtprävention und Gesundheitsförderung
Seit Jahren entwickeln Mittel- und Berufsfachschulen Projekte und Schulprogramme zu suchtpräventiven und gesundheitsfördernden Themen. An dieser Erfahrungsaustausch- und Impulstagung werden verschiedene Projekte vorgestellt.
22. März 2018
, Zürich
Veranstalter ist der Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich
Ausschreibung

Grundkurs für den Einstieg in das Arbeitsfeld Suchthilfe
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
9. und 10. April 2018, Zürich
Ausschreibung

12. Basler Frühjahrstagung
Prävention und Frühintervention
03. Mai 2018
, Basel
Fort- und Weiterbildungsveranstaltung der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel in Zusammenarbeit mit der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt.
Ankündigung

Adoleszenz: zwischen Selbstfindung und Sucht
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
28. und 29. Mai 2018, Zürich
Ausschreibung

Einführung in die Motivierende Gesprächsführung für (Haus -)Ärzte
07. Juni 2018, Wil
Diese Weiterbildung wird von FOSUMOS in Zusammenarbeit mit GK Quest Akademie in Heidelberg organisiert.
Ausschreibung (pdf)

Schadensminderung – Prävention mit Zukunft
Die Fachtagung stellt die Frage nach der Zukunft der Schadensminderung
13. September 2018, Basel
Fachtagung zum 20jährigen Jubiläum der Suchthilfe Region Basel
Tagungsseite

Kokainismus: Vom rekreationskonsum über die Abhängigkeit zur Polytoixkomanie
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
24. und 25. September 2018, Zürich
Ausschreibung
 

 

Redaktion Infoset

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Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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