ABONNIEREN SIE DEN NEWSLETTER!

Aktuell

SuchtMagazin Nr. 6|2017SuchtMagazin Nr. 2|2018 - Verhalten und Sucht: Als Ende der 1980er-Jahre exzessives Glücksspielen anhand von Symptomen der Substanzabhängigkeit offiziell als Glücksspielsucht definiert wurde, öffnete dies das Tor zur Konzeptualisierung einer Fülle weiterer sog. Verhaltenssüchte. Fast jedes Verhalten kann «süchtig» betrieben werden: Essen, Kaufen, Arbeiten, Sporttreiben, Sex haben, soziale Medien nutzen, Gamen, Tanzen. Ob es sich bei dieser Sichtweise um eine Überpathologisierung des Alltags handelt bzw. wie exzessive Verhaltensweisen einzuordnen sind, wird in verschiedenen Beiträgen diskutiert. Dazu kommen Artikel zu einzelnen Verhaltenssüchten – Onlinespiele, Glücksspiel von Frauen, Sportsucht, Sexsucht – sowie zu Prävention und Beratung, wobei auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit thematisiert wird, z. B. zwischen Sucht- und Schuldenberatung beim Geldspiel. Der Beitrag (pdf, 7S.) «Behandlung von Verhaltenssüchten» von Klaus Wölfling steht zum Download bereit. Inhalt und Bestellmöglichkeit der Ausgabe.
--> Zum Inhalt und Bestellmöglichkeit der Ausgabe.

Aktuelle Suchtpolitik

Verkauf von E-Zigaretten mit Nikotin ab sofort in der Schweiz erlaubt: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) muss vor Gericht eine Niederlage einstecken. Seine Allgemeinverfügung, die den Verkauf von nikotinhaltigen Flüssigkeiten für E-Zigaretten verbot, sei fehlerhaft. Deshalb dürfen nun solche Flüssigkeiten in der Schweiz verkauft werden. Das berichtet «10vor10». «Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom letzten Dienstag können nikotinhaltige E-Zigaretten und Liquids in die Schweiz importiert und hier auch verkauft werden», bestätigt Judith Deflorin, Leiterin des Fachbereichs Marktzutritt beim BLV. Beitrag auf 10vor10.

Ein Bier beim Boxenstopp im Autobahnrestaurant? Bald wird's wieder möglich sein. Ein Raststätten-Betreiber hat es geschafft, aus seinem eigenen Geschäftsinteresse eine politische Mehrheit zu formen. Wie? Darum geht's in der neusten Folge (20 Min.) von 'Einfach Politik'. 'Einfach Politik' ist der neue Podcast von Radio SRF zur Schweizer Politik.

Rauschtrinken in Freiburg: Ein Aktionsplan will Gegensteuer geben: Der Aktionsplan greift sieben ermittelte Bedürfnisse auf, die seitens politisch-administrativer Behörden eine Reaktion im Interesse der öffentlichen Gesundheit verlangen. Die drei Hauptproblembereiche sind Rauschtrinken, Alkoholabhängigkeit sowie chronischer Alkoholkonsum. Die vier anderen Problembereiche, bei denen eine Intervention angezeigt ist, sind Alkohol am Steuer, Alkoholkonsum während Schwangerschaft und Stillzeit, Alkohol und Berufsleben sowie Wechselwirkungen zwischen Alkoholkonsum und Medikamenteneinnahme. Artikel auf SRF.ch

Österreich verbietet Rauchen im Auto: Wer in Österreich mit Kind und Kippe im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1000 Euro Bussgeld. Ähnliche Verbote gibt es auch in anderen Staaten - nicht so in Deutschland. Artikel auf Spiegel Online.

Schottland - Warum billiger Alkohol teurer werden sollte: Schottland geht gegen Komasaufen vor: Die Regierung hat einen Mindestpreis für Alkohol eingeführt. Dieser beträgt umgerechnet rund 60 Rappen pro Alkoholeinheit, also pro zehn Milliliter puren Alkohol. Das Gesetz zielt vor allem auf billige Getränke mit hohem Alkoholgehalt ab, die bei Personen mit problematischem Alkoholkonsum beliebt sind, Artikel auf tagesanzeiger.ch. Ein solcher Mindestpreis würde auch in Deutschland übermässigen Konsum verhindern, meinen Experten, Artikel auf Zeit Online.

Holland - Abschaffung der Raucherbereiche in der Gastronomie: Im Februar hatte der niederländische Gerichtshof in Den Haag beschlossen, dass die Raucherräume in der Gastronomie abgeschafft werden müssen. Der Staatssekretär für Volksgesundheit, Gemeinwohl und Sport gab nun bekannt, dass die Gastronomiebetriebe zwei Jahre lang Zeit haben, die Abschaffung der Raucherräume in die Tat umzusetzen. Der Beschluss passt perfekt zu den Plänen des Kabinetts Rutte III, das nach einer rauchfreien Gesellschaft strebt. Beitrag auf NiederlandeNet.

Opioid-Krise in den USA: Stürzte täglich eine Boeing ab, würden wir doch auch etwas ändern: Hunderttausende Menschen in den USA nehmen Opioide oder sind abhängig von ihnen. Sie schlucken Schmerzmittel wie Oxycodon oder spritzen sich Heroin oder das oft stärker wirkende Fentanyl. Schuld daran ist auch, dass Medizinerinnen und Ärzte entsprechende Medikamente in den USA jahrzehntelang mitunter leichtfertig verschrieben haben. Vergangenen Oktober rief Präsident Donald Trump den nationalen Gesundheitsnotstand aus. Doch das wird das Problem nicht lösen, da ist sich Ruth Dreifuss sicher. Die Vorsitzende der Weltkommission für Drogenpolitik fordert einen radikalen Sinneswandel im Umgang mit der Krise. Beitrag von Dreifuss in der Wochenzeitung Zeit.

Hyperlink  Suchtpolitik
 

Kinder & Jugendliche

Beim Gamen die Skills von morgen erwerben: Die Generation der Digital Natives drängt auf den Arbeitsmarkt. Dabei können sie von ihrer Erfahrung mit Videogames profitieren – nicht nur als Pilotinnen und Chirurgen. Artikel im Forschungsmagazin horizonte

Pathologischen Medien- und Internetgebrauch: Digitale Medien bieten einerseits zahlreiche Vorteile und Chancen, andererseits aber auch Risiken. Diese Risiken können körperliche, psychische und soziale Bereiche betreffen und im schlimmsten Falle pathologische Ausmasse annehmen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 sind etwa 1% der 14-65-Jährigen in Deutschland internetabhängig, was einer Zahl von 560.000 Personen entspricht. Digitale Medien sind aber nicht per se abhängigkeitsfördernd. Daher ist es sinnvoll, das Thema von den Schnittstellenbereichen der Pädagogik, des Jugendschutzes und der Suchtprävention und -hilfe aus zu betrachten. Broschüre (pdf, 8S.) "Pathologischer Medien- und Internetgebrauch" des Verbandes der Drogen- und Suchthilfe fdr in Deutschland.

Hyperlink  Jugendliche
Hyperlink  Kinder
 

Nightlife und Freizeitdrogenkonsum

Drug-Checking in Zürich: Substanz-Auswertungen 2017: 2017 hat das Team des Drogeninformationszentrums der Stadt Zürich über 2000 eingereichte Drogenproben getestet und rund 3300 Partydrogenkonsumierende über gesundheitliche Risiken informiert. Während der Wirkstoffgehalt des getesteten Kokains 2017 generell weiter gestiegen ist, waren einzelne Proben sehr stark verunreinigt. Der Ecstasykonsum bleibt riskant; nur noch knapp ein Viertel der Pillen sind «normal» dosiert. Ergebnisse der verschiedenen Substanz-Auswertungen 2017, Medienmitteilung Sozialdepartement der Stadt Zürich, Artikel auf NZZ Online. Beitrag auf dem Drogerie-Blog der Tageszeitung taz zur Entwicklung des Wirkstoffgehalts in Ecstasypillen in Deutschland und der Schweiz.

Hyperlink  Nightlife
 

Strassenverkehr

Rauchen im Auto erhöht das Crashrisiko: Rauchen im Auto ist doppelt gefährlich. Nicht nur schädigt der blaue Dunst die Organe, die Fluppe am Steuer scheint einer aktuellen Studie zufolge auch das Unfallrisiko zu erhöhen. Artikel auf drugcom.de

Hyperlink  Strassenverkehr
 

Alkohol

Alkoholpräventionsgesuche: Aufruf für reguläre und Kleinprojekte: Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit in einem vereinfachten Verfahren ein Kleinprojekt einzugeben. Kleinprojekte sind Projekte, deren Gesamtkosten 40 000 Franken nicht übersteigen und die durch den Fonds mit maximal 20 000 Franken unterstützt werden. Das Eingabedatum beim Bund ist der 15. September.

Alkohol - Obergrenze für risikoarmen Konsum neu definiert: Ein regelmässiger Konsum von mehr als 100 Gramm Alkohol pro Woche verkürzt das Leben erheblich, wie ein internationales Forscherkonsortium in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht. Wer dauerhaft mehr als zwei Liter Bier oder eine Flasche Wein pro Woche konsumiert, riskiert mehr Schlaganfälle, tödliche Aneurysmen und Herzversagen sowie eine insgesamt höhere Gesamtsterblichkeit. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel auf Zeit Online

Das tägliche Glas Wein... : Der Tages Anzeiger hat im Zeitraum der letzten drei Jahre Schlagzeilen zum "täglichen Glas Wein" und die Studien, die dahinter stehen, gesammelt und ausgewertet. Wer sich vom Resultat die endgültige Klärung der Frage erhofft, ob ein Glas Wein nun gesund oder ungesund ist, muss leider enttäuscht werden. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Video zum Umgang mit Alkohol: In diesem Video werden kurz und leicht verständlich Informationen zum Thema Alkohol vermittelt. Es zeigt, wann Alkohol vom Genuss zum Risiko wird, welche Auswirkungen ein zu hoher Alkoholkonsum haben kann und in welchen Situationen komplett auf Alkohol verzichtet werden sollte. Es beschreibt zudem Anzeichen, die auf eine Alkoholabhängigkeit hinweisen können, und zeigt Hilfemöglichkeiten auf. Das Video ist in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Farsi) jeweils mit Untertiteln verfügbar. Ein Video des Deutschen Caritasverband e.V.

Warum Alkohol aggressives Verhalten fördert: In einer australischen Studie konnte aufgezeigt werden, dass unter dem Einfluss von Alkohol die innere Stimme der Vernunft zu verstummen scheint. Artikel auf drugcom.de

Hyperlink  Alkohol
 

Cannabis & THC

Besteuert der Bund legale Cannabis-Blüten unrechtmässig? Die Branche bescherte dem Bund letztes Jahr Steuereinnahmen von 15 Mio. Fr. Doch gibt es dafür eine gesetzliche Basis? Laut Katja Cupa, Juristin und Doktorandin an der Universität Zürich, ist die Steuer ungerechtfertigt: «Damit eine Steuer erhoben werden darf, braucht es eine gesetzliche Grundlage, die präzis ist.» Dies bedeute, dass das Tabaksteuergesetz die Produkte benennen muss, die versteuert werden sollen. Genau diese Information sei dem Tabaksteuergesetz aber nicht zu entnehmen. Die Eidgenössische Zollverwaltung wollte sich dazu gegenüber SRF nicht äussern, da diesbezüglich am Bundesverwaltungsgericht zwei Verfahren hängig seien. Für die Eidgenössische Zollverwaltung ist die Erhebung der Tabaksteuer auf legale Hanf-Blüten jedoch rechtmässig. Beitrag im 10vor10.

Wer im Nationalrat das Kiffen vermisst – und wer Angst davor hat: Das Online-Magazin Vice hat die 200 Mitglieder des Nationalrats gefragt, ob sie schon einmal gekifft hätten. Resultat: Das Gras ist rar im Bundeshaus. Die meisten verneinen, jemals Erfahrungen mit Cannabis gemacht zu haben. Sie wollen sich nicht vorstellen, wie sich ein Rausch auswirken könnte, können dem Rauchen eines Joints nichts Gutes abgewinnen und schenken sich – so eine der meistgenannten Antworten – zwecks Entspannung lieber ein Glas Wein ein. Beitrag auf Vice, Glosse in der Aargauer Zeitung.

Cannabispolitik: Massnahmen zur Befähigung, zum Schutz und Hilfen: Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS fordert in ihrer Stellungnahme (pdf, 29S.) den bestmöglichen Schutz junger Menschen vor den Risiken und Schäden des Cannabiskonsums hinsichtlich ihrer Gesundheit, psychosozialen Entwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe.

Cannabinoide in der Medizin: Das Unterkapitel "Cannabinoide in der Medizin" ist neu im Handbuch Praxis Suchtmedizin aufgeschaltet. Das Handbuch beinhaltet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen mit problematischem Konsum oder Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen. Das Handbuch versteht sich als Unterstützung für Hausärzte sowie Notfallärzte, Apotheker, Gesundheitsdienste des Straf- und Massnahmevollzuges und Fachleute aus der Psychiatrie.

Hyperlink  Cannabis
 

Rauchen & Tabak

Rauchen tötet - vor allem einen Teil unserer Gesellschaft: In Deutschland sterben arme Bürger mit schlechter Bildung viel früher als Wohlhabende und Gebildete. Eine neue Studie zeigt: Rauchen trägt erheblich dazu bei. Die Forscher machen die Politik für das Gefälle verantwortlich. Artikel auf Spiegel Online.

Zigarettenmüll in Frankreich: Mindestens 4300 Milliarden Zigarettenstummel werden jährlich weggeworfen. Das entspricht, so eine Studie (pdf, 72S.) der Weltgesundheitsorganisation, zwischen 30 und 40 Prozent der Abfälle, die in Städten und an Stränden aufgesammelt werden. Auch Frankreich kämpft mit den Folgen des Qualmens: Von den gut 53 Milliarden legal verkauften Zigaretten jährlich wird rund die Hälfte auf dem Boden entsorgt. In Paris verschandeln die Kippen Parks, öffentliche Plätze und das Seine-Ufer. Laut Stadtverwaltung fallen jährlich 315 Tonnen Kippen an. Artikel auf Spiegel Online.

Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabiskonsum: Nicht der Cannabiskonsum führt zu Arterienverkalkung, sondern der Tabakrauch: zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie. Regelmässiger Cannabiskonsum ist demnach nur dann schädlich für die Herzarterien, wenn Cannabis zusammen mit Tabak konsumiert wird. Artikel auf NZZ Online.


Konsum von E-Zigaretten kann Jugendliche zum Experimentieren mit Tabakzigaretten anregen:
Für die Studie wurden 2.186 Zehntklässler, die bislang keinerlei Tabakzigaretten geraucht hatten, im Schuljahr 2015/16 über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet. Zu Studienbeginn gaben 14,3 Prozent dieser Gruppe an, schon einmal E-Zigaretten probiert zu haben. Im Verlauf der sechs Monate begannen 12,3 Prozent der befragten Jugendlichen, zumindest gelegentlich Tabakzigaretten zu rauchen. Zu Studienende zeigte sich, dass Jugendliche mit E-Zigaretten-Erfahrung eher zur Tabakzigarette griffen: So begannen 22 Prozent der Befragten, die bereits E-Zigaretten probiert hatten, auch mit dem Tabakrauchen. Von den Jugendlichen, die zuvor keinerlei E-Zigaretten-Erfahrung hatten, fingen 10 Prozent mit dem Tabakrauchen an. Medienmitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zu einem ähnlichen Schluss kommen Forscher der University of California San Francisco in einer im Februar 2018 in in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie.

Juuling: E-Zigaretten-Hype an US-Highschools: Das Gadget, das den Eltern von US-Teenagern und den Bossen der globalen Zigarettenmultis Angst macht, sieht von aussen aus wie ein längerer USB-Stick. Es lässt sich am Laptop aufladen, reimt sich auf "cool" - und macht seine jungen User süchtig. Nikotinsüchtig. Artikel auf Spiegel Online. Was ist Juuling? Beitrag von Inside Edition (Englisch, auf Youtube).

Stoffe im Dampf von E-Zigaretten sind krebserregend: E-Zigaretten entwickeln im Dampf grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Beim Testrauchen im Labor wurden bei 60 Prozent aller Proben sogar krebserregendes Formaldehyd und lungenschädigendes Diacetyl gefunden. Das haben Forscher der «Harvard T.H. Chan School of Public Health» in Boston festgestellt. Beitrag auf Infosperber.

Hyperlink  Tabak
 

Weitere Substanzen

Hustensaft als Partydroge - kommt die Rezeptpflicht? Codeinhaltige Hustensäfte sind von der Heilmittelbehörde Swissmedic in die Abgabekategorie C eingeteilt worden. Das bedeutet, dass sie von Fachpersonal in Apotheken ohne ärztliches Rezept abgegeben werden dürfen. Dies könnte sich durch die aktuelle Revision des Heilmittelgesetzes bald ändern. Codein ist eine Substanz aus der Familie der Opiate und ist verwandt mit schweren Rauschmitteln wie Heroin und Morphium. Artikel auf srf.ch

Auch in Bern wird gekokst – aber niemand merkts: Gemessen am Kokainkonsum sind die Schweizer Städte Europameister: Fünf Schweizer Städte – darunter Bern auf Platz 8 – finden sich in der Rangliste der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. In einem Zeitraum von einer Woche wurde das Abwasser auf Drogenrückstände untersucht. Insbesondere 2017 stellte die Beobachtungsstelle in der Schweiz einen stark erhöhten Kokainkonsum fest: In Bern wird mehr als anderthalb mal soviel wie im Vorjahr geschnupft. Artikel auf #12

LSD ist wieder in – aber diesmal bei Medizinern: Verschrien als Hippiedroge lag das Potenzial von LSD in der Medizin lange brach. Seit Kurzem wird wieder mehr geforscht. Beitrag auf SRF.ch

Jeder zweite Patient nimmt Psychopharmaka: Psychische Störungen verursachen Kosten von knapp ­sieben Milliarden – Experten orten grosses Sparpotenzial. Beitrag der Berner Zeitung.

Halluzinogene rütteln am Fundament unseres Bewusstseins: Sie wachsen im Vorgarten, auf der Kuhweide oder werden künstlich hergestellt. Es gibt eine Vielzahl an Substanzen, die eine halluzinogene Wirkung haben. Gemeinsam ist ihnen eine aussergewöhnliche psychoaktive Wirkung, die vielleicht als traumähnlich beschrieben werden kann. Für manche der Konsumierenden wird der Trip ins Wunderland allerdings zum Albtraum. Beitrag auf drugcom.de

Frankfurt: Kaum Heroin in Heroin: Was ist eigentlich in illegalen Drogen enthalten? Das wollte die Stadt Frankfurt wissen und hat Proben aus drei Drogenkonsumräumen untersuchen lassen. Vor allem der Wirkstoffgehalt von Heroin war deutlich geringer als erwartet. Artikel auf drugcom.de
 

Verhaltenssüchte

Spielerschutz - Mit vereinten Kräften gegen Spielsucht: Jährlich werden in der Schweiz Tausende Spielsperren für Casinos verhängt. Die Sozialarbeiter bei der Fachstelle für Suchtverhalten in Luzern entscheiden, ob diese wieder aufgehoben werden. Sie wissen auch: Sperre ist nicht gleich Sucht. Beitrag (pdf, 2S.) der Luzerner Zeitung.

Internetsucht: Auf der Suche nach den Frauen: Anders als noch in den epidemiologischen Studien der frühen 2000er Jahre sind Frauen laut aktueller Datenlage in Deutschland ebenso häufig vom Störungsbild Internetsucht betroffen wie Männer. Genau dieser Befund ist es, der derzeit wichtige Fragen im Bereich der Versorgung aufwirft. Anders als in der Allgemeinbevölkerung zeigt sich nämlich innerhalb der Einrichtungen, die Angebote zur Beratung oder Behandlung von internetsüchtigen Patienten vorhalten, dass unter den Klienten und Patienten überwiegend Männer vorstellig werden. Somit stellt sich die Frage, wo die betroffenen Frauen und Mädchen sind und welche Hinderungsgründe dafür verantwortlich zeichnen, dass sie so selten den Weg in das spezifische Versorgungssystem finden. Ein Forschungsprojekt geht nun dieser Frage nach. Artikel auf Konturen.
 

Schadensminderung

Was von den Pionieren der Drogenpolitik blieb: Methadon oder Therapie: Das sollte keine Frage der Ideologie mehr sein. Doch die alten Gräben sind noch da. Artikel (pdf, 5S.) im Tages Anzeiger.

Hepatitis C: Epidemiologie Schweiz 1988-2015: Dieser Beitrag analysiert anhand den Daten der obligatorischen Hepatitis-C-Überwachung von 1988-2015 die Entwicklung der akuten HCV-Infektionen und der neu gemeldeten nicht-akuten Fälle. Beitrag (pdf, 12S., auf Englisch) im Swiss Medical Weekly.

Karlsruhe stimmt für ersten Drogenkonsumraum: Die Stadt Karlsruhe will den ersten Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg einrichten. Der Gemeinderat stimmte gestern für eine solche Anlaufstelle. In ihr sollen schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen konsumieren können. Artikel im Deutschen Ärzteblatt.

Hyperlink  Schadensminderung
 

Forschung & Statistik

Fakten und Zahlen der Zollverwaltung: Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) erfüllt zahlreiche Aufgaben für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat. Dabei geht es sowohl um die Erhebung von Zöllen, Verbrauchssteuern und Lenkungsabgaben als auch um die Umsetzung von über 200 zollrechtlichen und nichtzollrechtlichen Gesetzen und Verordnungen. Die Ausgabe Fakten & Zahlen 2018 (pdf, 52S.) steht zum Download bereit. Mitunter werden auch Zahlen zu Alkohol, Tabak und verschiedene illegale Drogen dargestellt.

Hyperlink  Forschung & Statistik
 

Neues zu und von Institutionen

Newsletter Infodrog: Der April-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Jahresberichte:

 

Diverses

Wie der Drogenhandel im Darknet funktioniert: Eine Recherche (Video, 7. Min.) des Tages Anzeigers zeigt, wie einfach Drogen im Netz zu erwerben sind.

Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit: "Suchtprävention muss eben auch gleichzeitig anknüpfen an eine Verringerung oder Bekämpfung der sozialen Ungleichheit, sonst wird sie keinen Erfolg haben." Vortrag (pdf, 10S.) von Christoph Butterwegge an der der Fachkonferenz 2017 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

21. Wissenschaftliches Symposium des Kuratoriums der DHS
Sucht: bio-psycho-SOZIAL
11. bis 13. Juni 2018, Ratzeburg Schleswig-Holstein
Wissenschaftliche Symposium des Kuratoriums der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen
Ausschreibung und Programm

3. Nationale Tagung Gesundheit & Armut
Arm und krank – ein Leben lang?
22. Juni 2018, Bern
Die Tagung wird von der Berner Fachhochschule BFH in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen organisiert.
Tagungsseite

Zukunftsweisende Modelle für die Behandlung suchtkranker Menschen
Vernetzung - Kooperation - Integration
30. August 2018, Zürich
Die Veranstaltungsreihe umfasst neben der Impulstagung zwei regionale Seminare in Winterthur und in Münsterlingen. Die Impulstagung organisiert der Fachverband Sucht, die regionalen Seminare führt er in Kooperation mit den betreffenden Institutionen vor Ort durch.
Porgramm und Ausschreibung
 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

Beachten Sie auch die Stellenangebote, eine Kooperation mit dem Verein sozialinfo.ch:
http://www.infoset.ch/de/stellen.html

Redaktionsadresse Infoset Deutschschweiz
Marcel Krebs

Tel. 062 957 20 91
E: redaktion@infoset.ch
W: www.infoset.ch