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Aktuell

SuchtMagazin 03/2018: "Vulnerable Jugendliche"
Die Adoleszenz ist eine spannende, veränderungsreiche und wichtige Lebensphase. Die meisten Jugendlichen schaffen den Übergang in die Erwachsenenwelt problemlos, einigen gelingt dies jedoch nicht so gut. Was die Hintergründe dafür sind, welche Problematiken sich ergeben, wie diese erfasst werden können und welche Unterstützungsmöglichkeiten sich bewähren, wird in diesem Heft diskutiert. Relevante Begriffe – Vulnerabilität, Resilienz, Risiko- und Schutzfaktoren - werden hergeleitet und definiert, Anamnese- und Diagnoseinstrumente sowie statistische Daten vorgestellt. Mehrere Artikel widmen sich spezifischen Unterstützungsangeboten. Zu Wort und Bild kommen in dieser Ausgabe auch Jugendliche selber: Drei junge Frauen berichten über ihre Lebenswelt und eine Jugendliche wird in der Fotoserie des Hefts porträtiert. Was diesmal neu ist, ist das Layout: Das Jubiläum der 10-jährige Herausgeberschaft von Infodrog wird mit einer übersichtlicheren, leichteren Struktur des SuchtMagazin gefeiert. Ein Bild davon können Sie sich anhand des online verfügbaren Beitrags (pdf, 8S.) von Oliver Bilke-Hentsch und Mogens Nielsen Die «Liegenden»: Phänomenologie adoleszenter Entwicklungsverweigerung machen. Inhalt und Bestellmöglichkeit der Ausgabe. www.suchtmagazin.ch

Internationale Drogenberichte

 

Weltdrogenbericht 2018
Immer mehr Menschen auf der Welt nehmen Drogen: Das geht aus dem aktuellen Weltdrogenbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, der am Dienstag in Wien veröffentlicht wurde. Demnach haben im Jahr 2016 rund 275 Millionen Männer und Frauen mindestens einmal illegale Rauschmittel konsumiert. Das sind 25 Millionen oder rund zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Artikel auf NZZ Online, Beitrag auf ZDF. www.unodc.org/wdr2018

Europäischer Drogenbericht 2018
Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) veröffentlicht heute den Europäischen Drogenbericht 2018 (pdf, 96S., Deutsch). Er weist eine erhöhte Verfügbarkeit von Kokain und der damit verbundenen Probleme nach. Auch andere Phänomene werden beschrieben, etwa die Verbreitung neuer psychoaktiver Substanzen (NPS), auch im Strafvollzug, der Internethandel von Benzodiazepinen und eine steigende Zahl von Todesfällen wegen Überdosis. Medienmitteilung (pdf, 5S., Deutsch) der EBDD, Artikel auf Spiegel Online. Sucht Schweiz stellt die europäischen Ergebnisse in den schweizerischen Kontext. www.emcdda.europa.eu/edr2018

Suchtpolitik

Volk sagt JA zum Geldspielgesetz: In der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 hat sich die Bevölkerung für das neue Geldspielgesetz ausgesprochen. Die Behörden dürfen also künftig Internetseiten ausländischer Casinos sperren. Neben der Regelung für Online-Spiele ändert sich auch die Besteuerung von Gewinnen. Neu müssen Spielerinnen und Spieler ihre Lottogewinne in den meisten Fällen nicht mehr versteuern. Nur Gewinne ab einer Million Franken sind steuerpflichtig. Die neuen Bestimmungen werden voraussichtlich auf den 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Ergebnisse Volksabstimmung. Artikel auf SRF, Artikel auf swissinfo.ch

Zweiter Entwurf zum Tabakproduktegesetz: Mogelpackung! In der Schweiz zeugen das Alibi-Bundesgesetz zum Passivraucherschutz, die Werbefreiheit für Tabakwaren, die inkohärente Besteuerung des Tabakkonsums sowie die Entwürfe zum Tabakproduktegesetz (TabPG) davon, wie diese Industrie die Parlamentarier hindert, das übergeordnete Gesundheitsinteresse durchzusetzen. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Luzern - Verärgerung nach dem Nein der Luzerner Regierung zur Fusion im Suchthilfebereich: Der Regierungsrat spricht sich gegen den Zusammenschluss zweier wichtiger Institutionen in der Suchtbekämpfung aus. Das ärgert die Luzerner SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp: Die Sicht der Klienten werde ignoriert. «Die Regierung ist der Ansicht, dass die inhaltlichen Synergien von den beiden Organisationen zu optimistisch dargestellt werden.» Sie würden sich nicht nahtlos, sondern nur teilweise ergänzen. Infolge der Fusion wären auch keine signifikanten Einsparungen und damit auch kein Spareffekt für den Kanton zu erwarten, schreibt das Gesundheits- und Sozialdepartement. Artikel der Luzerner Zeitung.

Debatte um offenen Drogenhandel hält Lausanne in Atem: Der Filmemacher Fernand Melgar prangerte Drogendealer öffentlich an – und erntet dafür neben Applaus auch harsche Kritik seiner einstigen Anhänger. Die Parteien nutzen die Gunst der Stunde und überbieten sich mit Vorschlägen zur Eindämmung des Problems. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf tagesanzeiger.ch


Portugals radikale Antwort: Europas grösste offene Drogenszene war nicht der Zürcher Platzspitz, sondern Casal Ventoso in Lissabon. Portugal reagierte damals mit einem überraschenden Schritt auf die Heroinkrise. Davon können andere heute noch lernen – auch die Schweiz. Beitrag der Republik.

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Cannabispolitik

Pilotversuche mit Cannabis sollen möglich werden: In der Sommersession versenkte der Nationalrat eine Motion, die wissenschaftliche Studien mit Cannabis zulassen wollte (Infoset berichtete). Trotz dem parlamentarischen Veto wagt der Bundesrat nun einen neuen Vorstoss und schlägt vor, einen Experimentierartikel in das Betäubungsmittelgesetz aufzunehmen. Mit diesem beabsichtigt der Bundesrat, wissenschaftliche Studien über alternative Regelungsmodelle für den Freizeitkonsum von Cannabis zu ermöglichen. Der Experimentierartikel geht nun in die Vernehmlassung, welche bis zum 25. Oktober 2018 dauert. Faktenblatt (pdf, 2S.) des BAG zu den Pilotversuchen. Medienmitteilung des Bundesrates, Beitrag auf SRF, Artikel auf tagesanzeiger.ch

Nein des Nationalrats zum Experimentierartikel: Wissenschaftliche Studien zu Cannabis sollen nach Ansicht des Nationalrats ebenso wenig erlaubt werden wie Cannabis selber. Die grosse Kammer hat einen Vorstoss für eine Lockerung im Umgang mit Cannabis mit 96 zu 93 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Die Fraktionen von SVP und CVP sagten am Montag Nein zu einer vom Ständerat gutgeheissenen Motion von Roberto Zanetti (SP/SO) und beerdigten das Geschäft. Mit diesem sollte ein Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz verankert werden, um Versuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu ermöglichen. Die Gegner lehnten die Motion ab, weil sie darin eine Liberalisierung des Cannabiskonsums durch die Hintertüre sehen. SDA-Meldung, Wortprotokoll der Debatte, Artikel auf NZZ Online, Artikel im Bund. Weitere, gleichlautende Vorstösse, die ebenfalls einen "Experimentierartikel" fordern, werden im Herbst 18 im Nationalrat behandelt.

St.Galler Stadtparlament ist offen für einen Cannabisversuch: Wie der Stadtrat befürwortet auch eine klare Mehrheit des St. Galler Stadtparlaments Versuche mit der kontrollierten Abgabe von Haschisch und Marihuana. Noch aber sind Kiffer-Experimente in der Schweiz verboten. Artikel im St. Galler Tagblatt

Deutschland - Öffentliche Anhörung zu Cannabis im Gesundheitsausschuss: Eine mögliche Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis ist unter Experten weiter heftig umstritten. Das zeigte sich bei einer öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses am 27. Juni in Berlin, in der es um Anträge der Fraktionen von FDP und Die Linke sowie um einen Cannabis - Gesetzentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ging.

Kanadas Parlament entkriminalisiert Cannabis: Als erstes führendes Industrieland der Welt hat Kanada den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Der Senat des flächenmässig zweitgrössten Landes der Erde stimmte in letzter Lesung dem Gesetz zu. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. «Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das», schrieb Kanadas Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter. Artikel Auf NZZ Online, Artikel auf SRF.ch, Artikel auf Spiegel Online.

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Alter

Sucht im Alter: Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe (pdf, 16S.) von fortyfour setzt sich mit dem Thema Sucht im Alter auseinander: Aus dem Inhalt: Sucht und Substanzkonsum im Alter; Suchtprävention im Alter; Alternsgerechte Arbeitswelt. Herausgeber des Magazins ist das Institut Suchtprävention in Linz.

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Kinder & Jugendliche

Suchtmittelkonsum: Was gefährdet Jugendliche, was schützt sie? Nicht alle Jugendlichen sind gleich gefährdet, Suchtmittel zu konsumieren und Probleme zu entwickeln. Jugendliche, welche Schulprobleme oder ein tiefes Selbstwertgefühl haben und familiär vorbelastet sind, tragen höhere Risiken. Sucht Schweiz hat die Risiko- und Schutzfaktoren genauer angeschaut. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Wenn Papa trinkt: In der Schweiz trinkt jede fünfte Person zu viel: Alkoholmissbrauch ist eine Volkskrankheit. Und ist ein Vater oder eine Mutter süchtig, leidet die ganze Familie. Beat Schaffner (Name geändert) war jahrelang alkoholkrank. Zusammen mit seiner Frau Margrit erzählt er, was die Sucht mit ihrer Familie gemacht hat – und wie sie die Krankheit überwinden konnten. Beitrag im Elternmagazin Fritz und Fränzi.

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Nightlife und Freizeitdrogenkonsum

Mind Your Trip: Infos und Beratung für junge NPS-Konsumenten: Das europaweite (ohne Schweiz) Online-Beratungsprogramm "MindyourTrip" für junge Konsumenten „Neuer Psychoaktiver Substanzen“ (NPS) ist online: Die Internetseite und das Online-Beratungsprogramm „MindyourTrip“ sind das Ergebnis des EU-Projektes "Click for Support - REALized" (2017-2018). www.mindyourtrip.eu

Akzeptierende Drogenarbeit - Im Rausch der Nacht: Wo der Bass wummert, werden oft Drogen genommen. In Berlin ist deshalb das Partyteam von Fixpunkt vor Ort. Das Ziel: akzeptierende Drogenarbeit und Hilfe bei Abstürzen. Artikel auf Zeit Online

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Qualität

Plattform Ergebnisqualität QuatheDA-E: Vorgestellt und diskutiert wurden das «Indikationsdispositiv im Suchtbereich» im Kanton Waadt, die Anwendung des «Index des Schweregrades einer Sucht IGT» durch Sucht Wallis und Ergebnisse der Begleitforschung zum Einsatz des «Qualimeter» in stationären Einrichtungen im Kanton Basel-Stadt. Die Plattform fand am 19. Juni in Bern statt. Die Präsentationen sind online zugänglich.

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Strassenverkehr

Cannabiskonsum im Strassenverkehr: Dieses Briefing (auf Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD gibt einen kurzen Überblick für Policymaker zum aktuellen Wissensstand und zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Cannabiskonsum im Strassenverkehr.

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Alkohol

Wie viel Alkohol ist gesundheitlich unbedenklich? Wer maximal 100 Gramm Alkohol pro Woche zu sich nimmt, müsse nicht mit bleibenden Schäden rechnen, so ein Befund im Fachblatt »The Lancet«. Doch der Grenzwert trügt. Artikel auf Spektrum.de

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Cannabis & THC

Cannabis-Besitz für Junge: Justiz in Zürich ist sich völlig uneinig: Dürfen Jugendliche eine geringe Menge Cannabis zum Eigenkonsum besitzen? Ja, sagt das Zürcher Obergericht. Nein, sagt die Jugendanwaltschaft. Artikel auf tagesanzeiger.ch

CBD und die «grüne Welle»: Hat Cannabis einen THC-Gehalt von unter einem Prozent, darf es legal verkauft und konsumiert werden. Eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes machte es 2011 möglich. Was dann geschah, habe alle überrascht, sagt Frank Zobel. Der Vizedirektor von Sucht Schweiz über die Entwicklung des CBD-Marktes, dessen Einfluss auf die Regulierungs-Debatte und über Konsumentengruppen. Das Interview (pdf, 6S.) wurde von der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich durchgeführt.

183 Millionen Kiffer - Zeit für eine Neu-Beurteilung der Risiken: Der Umgang mit Marihuana ist lockerer geworden. Cannabis-Gegner berufen sich auf Risiken – obwohl die Wissenschaft nur wenig weiss. Beitrag auf Infosperber

Deutschland - Cannabiskonsum bei jungen Männern nimmt zu: Wie neue Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist der Konsum von Cannabis bei 12- bis 25-Jährigen in Deutschland in den vergangenen Jahren angestiegen. So gaben 16,8 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Besonders deutlich ist der Anstieg bei jungen Männern in dieser Altersgruppe. Aktuell gibt etwa jeder Vierte (22,9 Prozent) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis zu sich genommen zu haben (2008: 14,8 Prozent). Medienmitteilung der Drogenbeauftragten.

Nachweis von Cannabis in Muttermilch: In einer US-amerikanischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Cannabis-Wirkstoff THC schon Minuten nach dem Konsum in die Muttermilch übergeht. Artikel auf drugcom.de

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Rauchen & Tabak

Informationen zu Rauchen und Tabak: Von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT ist die Sommerausgabe (pdf, 4S.) von AT-Informationen erschienen und das Nationale Rauchstopp-Programm hat ihr Sommer-Bulletin (pdf, 2S.) veröffentlicht.

Vorschriften über einheitliche Zigarettenschachteln sind legal: Der Verkauf von Zigaretten ausschliesslich in Einheitsverpackungen verstösst nach Angaben der WTO nicht gegen internationale Handelsregeln. Zu diesem Schluss kamen Streitschlichter der Welthandelsorganisation (WTO). Mehrere Länder hatten gegen Australien geklagt, das im Jahr 2012 als erstes Land der Welt solche Verpackungen eingeführt hatte, um gegen das Rauchen vorzugehen. Artikel auf Spiegel Online.

Schockbilder auf Zigarettenpackungen wirken: An der Supermarktkasse, am Kiosk oder an der Tankstelle sind sie kaum zu übersehen. Die bunte Welt der Zigarettenpackungen offeriert uns gleichzeitig die dunkle Seite des Rauchens. Schockbilder vermitteln auf teils drastische Art und Weise, was das Rauchen mit uns Menschen anstellt. Eine Studie (pdf, 7S.) des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord in Kiel belegt, dass Schockbilder vor allem bei Jugendlichen wirken, die noch nie eine Zigarette angerührt haben. Artikel auf drugcom.de

Nur jeder siebte Amerikaner greift noch zur Zigarette: In den Vereinigten Staaten hat die Zahl der Raucher einer Studie zufolge ein historisches Tief erreicht. Die Centers for Disease Control and Prevention schrieben den Rückgang der Zahl der Raucher vor allem Rauchverboten, Tabaksteuern und Aufklärungskampagnen zu. Wissenschaftler schrieben den rückläufigen Zigarettenkonsum auch der Beliebtheit von elektronischen Zigaretten zu. Artikel der FAZ.

E-Zigaretten - Konsumverhalten in Deutschland 2014–2018: Neue Daten zum E-Zigarettenkonsum in Deutschland zeigen einen weiteren Anstieg des Probierkonsums im Jahr 2018. Vor allem Raucher sowie Jugendliche und junge Erwachsene probieren E-Zigaretten aus. Factsheet (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ.

Hyperlink  Tabak
 

Weitere Substanzen

Zugelassene betäubungsmittelhaltige Präparate im Schweizer Handel: Das aktualisierte Verzeichnis (pdf, 39S.) aller zugelassenen betäubungsmittelhaltigen Präparate im Schweizer Handel ist auf den Seiten von Swissmedic zugänglich.

In der Schweiz werden viel mehr Opioide verschrieben als früher: In den letzten 30 Jahren ist der Gebrauch der Schmerzmittel um das 23-fache angestiegen. Das Problem: Opioide können süchtig machen. So kämpfen etwa die USA geradezu mit einer Opioid-Seuche. Dort sind Hunderttausende Personen süchtig nach Fentanyl, Codein, Tramadol & Co. Viele von ihnen rutschen in die illegalen Drogen ab, wenn der Arzt die Medikamente absetzt. Droht der Schweiz ähnliches? Interview mit dem Schmerzart Konrad Maurer auf SRF.ch

Drogennachweis mittels Abwasser: Jeder Mensch muss mal. Was beim Gang auf die Toilette in die Kanalisation gelangt, wird von Forschenden in ganz Europa regelmäßig unter die Lupe genommen. Dabei kommt so manch überraschender Befund zum Vorschein. Artikel auf drugcom.de

Ecstasy kann tödlich sein: Seit den 1990er Jahren ist Ecstasy in der Party-Szene ein Begriff. Die bunten Pillen können euphorische Gefühle auslösen. Der Konsum birgt allerdings akute Risiken, mitunter mit fatalen Folgen. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle. Oft ist Mischkonsum im Spiel, aber nicht immer. Artikel auf drugcom.de
 

Verhaltenssüchte

WHO-Klassifikation - Computer-Spielsucht ist jetzt eine Krankheit: Im neuen Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation - der "ICD-11" (International Classification of Diseases) - wird Gaming Disorder zum ersten Mal als eigene Störung anerkannt und klassifiziert - direkt hinter Glücksspielsucht. Die Entscheidung ist umstritten. Dutzende Psychologen hatten die WHO vor einer Klassifizierung der Computerspielsucht als Krankheit gewarnt. Sie befürchten einen Missbrauch der Diagnose. Es müsse geprüft werden, ob bei exzessiv spielenden Patienten nicht eher zugrundeliegende Probleme wie Depression oder soziale Angststörungen behandelt werden müssten. Auch die Gaming-Industrie protestierte. Sie befürchtet eine Stigmatisierung der Spieler. Beitrag auf Deutschlandfunk, Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Konturen.de. WHO-Seite zum ICD-11

Anerkennung von Computer-Spielsucht als Krankheit: Die kürzliche Aufnahme der Online-Spielsucht in den Krankheits-Katalog (ICD-11) der WHO könnte der Anfang einer breiteren Auseinandersetzung mit dem Thema "Übernutzung von Internet und Smartphone" sein. Letzteres werde laut Studien im Schnitt mittlerweile rund zweieinhalb Stunden am Tag genutzt. Artikel auf studium.at. Online-Plattform der Universität Ulm zur Smartphone-Sucht.

Geld-Presse zum Thema "Kaufsucht": Die Geld-Presse erscheint viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt. Sie soll auf wenigen Seiten über wichtige Themen rund um Geld informieren, Sie dazu anregen über Geld zu sprechen und gewinnbringende Erkenntnisse für die Arbeitswelt und das Leben liefern. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema "Kaufsucht". Herausgeber ist das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich.
 

Suchthilfe

Forderungen für eine wirksame Suchthilfe: Unter dem Titel "Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe – Das muss sein, damit sie wirken" (pdf, 32S.) legt der Vorstand des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. im 40. Jahr seines Bestehens 27 Forderungen vor, die Suchtprävention, Suchthilfe und SuchtSelbstHilfe wirksamer machen können.

Drogenkonsumräume - Überblick über das Angebot und Evidenzdaten: Überwachte Drogenkonsumräume, in denen illegale Drogen unter der Aufsicht von geschultem Personal konsumiert werden können, gibt es in Europa seit drei Jahrzehnten. Diese Einrichtungen dienen in erster Linie dem Ziel, die akuten Risiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Krankheiten durch unhygienischen injizierenden Konsum einzudämmen, Todesfällen durch Überdosierung vorzubeugen und besonders gefährdete Drogenkonsumenten mit Einrichtungen der Suchtbehandlung und anderen Gesundheits- und Sozialdiensten in Kontakt zu bringen. Eine Publikation (pdf, 9S.) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle.
 

Neues zu und von Institutionen

Newsletter Infodrog: Der Juni-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, steht zum Download bereit.

Basel-Stadt - Monitoringbericht Sucht 2018: Der Monitoringbericht Sucht zeigt auf, dass die aufeinander abgestimmten Angebote der basel-städtischen Suchthilfe stabil genutzt werden. Für Jugendliche steht eine Vielzahl von Suchtpräventionsangeboten zur Verfügung. Ambulante Suchtberatungsstellen werden am häufigsten aufgrund eines problematischen Konsums von Alkohol, gefolgt von Cannabis und Kokain aufgesucht. Frauen ziehen eine ambulante Beratung oder Behandlung einer stationären vor. In den substitutionsgestützten Behandlungen nimmt das Durchschnittsalter der Klientel fortlaufend zu.

Jahresberichte:

 

Diverses

Der Lebensverlaufansatz: Von der Theorie zur Praxis: Mit dem Lebensverlaufansatz wird eine zeitliche und gesellschaftliche Perspektive in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden von Einzelpersonen und Generationen eingenommen, bei der sämtliche Lebensabschnitte eines Menschen eng miteinander, mit dem Leben anderer im gleichen Zeitraum geborener Menschen sowie mit dem Leben vergangener und zukünftiger Generationen verflochten sind. Der Lebensverlaufansatz sieht frühzeitiges Handeln, angemessenes Handeln während der Übergangsphasen des Lebens sowie gemeinsames Handeln als Gesellschaft insgesamt vor. Der Ansatz ist ein Grundpfeiler der auf Verbesserung von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengleichheit ausgerichteten Rahmenkonzepte und wird als unerlässlich für die Umsetzung des Rahmenkonzepts Gesundheit 2020 und der Agenda 2030 der WHO angesehen. In dieser Publikation der WHO werden Fallbeispiele für an verschiedenen Lebensphasen ansetzende Massnahmen in zwei kleinen Ländern vorgestellt: Island und Malta.

Krankheit und Gesellschaft: Ärzte haben seit jeher eine enorme Deutungsmacht über individuelles Verhalten und den soziokulturellen Umgang mit erkrankten Menschen, die trotz einer fortschreitenden Technologisierung des Gesundheitswesens andauert. Gleichzeitig wird Gesundheit zu einer vermeintlich vom Individuum zu erbringenden Leistung; gesellschaftliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren werden ausgeblendet. Die aktuelle Ausgabe von Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema "Krankheit und Gesellschaft" ist online erhältlich.

Nutzen Sie Digitale Medien in Ihrer Praxis der Sozialen Arbeit? Wie schätzen Sie den Einsatz von Digitalen Medien in der Sozialen Arbeit ein? Was sind Ihre Überlegungen bei der Verwendung oder Nicht-Verwendung Digitaler Medien? Was sind Chancen und Gefahren für Ihre Praxis? Zur Untersuchung dieser und ähnlicher Fragen wird im Rahmen eines Dissertationsprojektes eine Fachkräftebefragung innerhalb der Sozialen Arbeit durchgeführt. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert knapp 20 Minuten.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Fachtagung Crystal Meth, ATS, NPS und die 360° - Frage: Was ist neu – anders – tödlich?
Aktuelle Handlungsfelder und Wegweiser für Forschung und Praxis
25. Juli 2018, Regensburg
Eine Veranstaltung der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen.

11. Fachforum Onlineberatung
Onlineberatung in Zeiten der Digitalisierung
17. & 18. September 2018
, Nürnberg
Das Institut für E-Beratung der TH Nürnberg veranstaltet jährlich mit Partner das Fachforum Onlineberatung.
www.fachforum-onlineberatung.de

12. Internationaler akzept Kongress
Gesundheitsförderung 3.0, Harm Reduction, Verhältnisprävention und Versorgung
11. & 12. Oktober 2018
, Hamburg
Der Kongress wird von akzept, Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, organisiert.
www.akzept.org

«Closing the Gaps» - Elimination of Viral Hepatitis in Switzerland
22. Oktober 2018, Zürich
Eine Veranstaltung (pdf) von Hepatitis Schweiz

Forum für Suchtfragen 2018
Zwischen Alltagskonsum, Selbstoptimierung und Kontrollverlust – Chancen, Herausforderungen, Visionen
01. November 2018, Basel
Das Forum wird vom Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und dem Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen (ZAE) organisiert.
Ausschreibung

Nationale Konferenz Nightlife und Freizeitdrogenkonsum
24. Januar 2019, Luzern
Vorankündigung

Beratung und Therapie - Lösungsorientierte Praxis im Bereich Abhängigkeitserkrankungen und Sucht
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
25. & 26. Februar 2019, Zürich
Ausschreibung

Psychiatrische Grundlagen für die Arbeit im illegalen Drogenbereich
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
6. & 7. Mai 2019, Zürich
Ausschreibung

Adoleszenz: zwischen Selbstfindung und Sucht
Weiterbildung am Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung ISGF
17. & 18. Juni 2019, Zürich
Ausschreibung
 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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Tel. 062 957 20 91
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