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Aktuell

SuchtMagazin 04/2018: "Lebenskompetenzen"
Die Förderung von Lebenskompetenzen gehört zu den zentralen Themen im Sucht- wie im Bildungsbereich. Die aktuelle Ausgabe des SuchtMagazin liefert theoretische Überlegungen dazu und geht anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Settings auf die Bedeutung einzelner Lebenskompetenzen und auf deren Förderung von der frühen Kindheit bis ins Alter ein. Der Artikel Förderung von Lebenskompetenzen in der Schule von Dominique Högger steht online zur Verfügung.

Inhalt und Bestellmöglichkeit der Ausgabe. www.suchtmagazin.ch

Suchtpolitik

Tabakproduktegesetz soll zum Rückschritt werden! Vertreter aus der Wirtschaft nutzen die Vernehmlassung zum neuen Tabakproduktegesetz, um Druck auszuüben auf bestehende Massnahmen zum Schutz vor Tabakwerbung. Das zeigt die Auswertung der Vernehmlassungsantworten durch die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Basler FDP verlangt vollständige Drogenlegalisierung: Die Freisinnigen verlangen in ihrem neuen Parteiprogramm die vollständige Legalisierung aller Drogen. Die FDP-Grossrätin Martina Bernasconi sagt: «Es ist ein echtes Anliegen, das von einer grossen Mehrheit unserer Mitglieder getragen wird. Das ist die Zukunft.» Mit ihrer Haltung überrumpelt die Basler FDP die nationale Mutterpartei. Die Forderung geht nationalen FDP-Politikern zu weit, Beitrag auf SRF. Der Basler-Vorschlag spaltet die Aargauer FDP, Artikel der Aargauer Zeitung.

«Der Staat muss den Drogenmarkt regulieren und die Gefahren in den Griff bekommen»: Sie sind alte Weggefährten, die ehemalige Bundesrätin Ruth Dreifuss und der Psychiater Ambros Uchtenhagen. Einst engagierten sie sich für die kontrollierte Heroinabgabe. Heute kämpfen sie für eine Entkriminalisierung aller Drogen. Die NZZ hat beide zu einem Gespräch eingeladen.

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Kind und Familie

Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz: Dies beiden Faktenblätter präsentieren die Ergebnisse zum Alkoholkonsum (pdf, 2S.) und zum Rauchen (pdf, 2S.) während der Schwangerschaft oder Stillzeit aus der Suchtmonitoringbefragung, die in den Jahren 2011-2016 in der Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt wurden. Die Resultate zeigen, dass fast jede fünfte (17.7%) schwangere oder stillende Frau mindestens wöchentlich und jede hundertste täglich oder fast täglich Alkohol konsumiert. Bezogen auf die 85'000 Lebendgeburten in der Schweiz im Jahr 2017 sind schätzungsweise 1700 Fälle von FASD und 170 bis 425 Fälle von FAS pro Jahr zu verzeichnen. Beim Tabakkonsum zeigt sich, dass rund 7% der Frauen (6,8%), die in den letzten fünf Jahren schwanger waren, bei ihrer letzten Schwangerschaft geraucht zu haben (6,2% reduzierten ihren Konsum, und 0,6% rauchten so viel wie vorher). Die Auswertung (pdf, 20S.) von Sucht Schweiz zum Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz ist online erhältlich.

Wie Babys schon im Mutterleib geschädigt werden: Wie weit prägen Umwelt, Verhalten und «Sünden» werdender Mütter ihre Kinder? Kann oder muss bereits vor der Geburt auf das Baby Einfluss genommen werden, um ihm einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen? Und was kann es für einen Menschen bedeuten, wenn die Weichen für sein Leben bereits durch den Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft gestellt worden sind? Ein «NZZ Format»: 23. August, um 23.00 Uhr auf SRF 1.

Kinder suchtkranker Eltern: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Deutschland hat das Dossier "Kinder suchtkranker Eltern" (pdf, 6S.), das erstmals 2012 erschienen ist, überarbeiten lassen. Neben grundlegenden Informationen enthält das Dossier auch rechtliche und pädagogische Aspekte, umfangreiche Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner.

Deutschland - Kinder-Medien-Studie 2018: Zum zweiten Mal präsentiert die Studie detaillierte Einblicke in die Lebensrealität der vier- bis 13-Jährigen Kinder in Deutschland. Der Studie zufolge gehen die Kinder souverän mit der Digitalisierung um und halten eine Balance zwischen analogen und digitalen Beschäftigungen. 70% der Befragten Kinder lesen Bücher oder Zeitschriften, "mit Freunden zusammen sein" (89%) und "im Freien spielen" (81%) sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen. Trotzdem bezeichnen sie das Internet als "das coolste Medium, das es gibt" und das Smartphone steht bei den Kindern mit 41% ganz oben auf der Wunschliste. Gesellschaftsspiele und Spielekonsolen sind mit je 25% weniger stark nachgefragt. Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Artikel auf Zeit Online. www.kinder-medien-studie.de

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Jugendliche

Alkohol-Testkäufe: Knapp ein Drittel der Verkaufsstellen hält sich nicht an Vorschriften: Im vergangenen Jahr sind schweizweit insgesamt rund 7225 Alkohol-Testkäufe durchgeführt worden. In rund 29 Prozent aller Fälle sind alkoholische Getränke verkauft worden, obwohl die Testkäuferinnen und -käufer die gesetzliche Alterslimite dafür nicht erfüllten. Dies entspricht einer Abnahme von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang dürfte in erster Linie auf die veränderte Zusammensetzung der Testkäufe zurückzuführen sein. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV, Medienmitteilung der EZV.

Alkohol und Tabak schädigen Blutgefässe bereits im Jugendalter: Die Versteifung und Verfettung der Arterien (Atherosklerose) beginnt nicht erst im fortgeschrittenen Lebensalter. Schon bei Kindern und Jugendlichen findet man oft erste Zeichen einer solchen Gefässalterung. Zu den wichtigsten Brandbeschleunigern punkto Atherosklerose zählen nachweislich Tabakrauch und ein zu tiefer Blick ins Glas. Beides führt schon bei Jugendlichen zu nachweisbaren Veränderungen. Artikel auf NZZ Online.

Generation Smartphone: Im Projekt «Generation Smartphone» haben acht Erwachsene und acht Jugendliche gemeinsam zur Smartphone-Nutzung von dreissig Jugendlichen geforscht. Durch den partizipativen Forschungsansatz – Jugendliche beteiligen sich aktiv am Forschungsprozess – wurden die Sichtweisen der Jugendlichen systematisch miteinbezogen. Die Studie zeigt, dass Jugendliche das Handy durchaus sinnvoll nutzen. Sie zeigt aber auch: Ein Leben ohne das Gerät ist für Jugendliche nicht mehr vorstellbar. Der Forschungsbericht (pdf, 73S.) der FHNW und ZHAW steht zum Download bereit, Radiobeitrag auf SRF1. www.generationsmartphone.ch

Gamescom 2018 - Mit Videospielen verantwortungsvoll umgehen: Anlässlich der Computerspielmesse "Gamescom", die vom 21. bis zum 25. August 2018 in Köln stattfindet, weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Risiken einer exzessiven Mediennutzung und Videospielsucht hin. Um Jugendliche vor exzessiver Computerspiel- und Internetnutzung zu schützen, hat die BZgA das Präventionsangebot "Net-Piloten" für Schulen entwickelt. Bei dem auf dem Peer-Ansatz beruhenden "Net-Piloten"-Konzept werden Mädchen und Jungen ab 14 Jahren speziell geschult, um als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen ihr Wissen zur eigenverantwortlichen, maßvollen Nutzung von Smartphones und Computern an jüngere Jahrgänge weiterzugeben. Medienmitteilung der BZgA.

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Freizeit & Nightlife

Alkohol nicht in allen Freizeitaktivitäten gleich präsent: Bei Freizeitaktivitäten ist häufig Alkohol im Spiel. Eine neue Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zeigt nun, dass es je nach Sportart grosse Unterschiede gibt. Am häufigsten wird Alkohol auf der Skipiste konsumiert. So gaben 19 Prozent der Snowboarder an, sie stünden beim Sport oft oder gelegentlich unter Alkoholeinfluss. Auch auf 15 Prozent der Skifahrer trifft dies zu. Diese und viele weitere Erkenntnisse liefert die neue bfu-Statistiksammlung STATUS 2018 (68S.). Darin werden auch die jährlichen Unfallkosten neu beziffert. Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, mehr als 2400 sterben. Artikel auf SRF.

Jede dritte Ecstasy-Pille ist riskant dosiert: Die Jugendberatung Streetwork hat an der Street Parade insgesamt 62 Substanzen getestet. Bei 19 davon handelte es sich um Ecstasy-Tabletten (Wirkstoff MDMA), dazu kamen 12 MDMA-Proben in kristalliner Form und 18 Kokainproben. Daneben wurden auch Amphetamin und LSD getestet. Das Resultat: Rund ein Drittel der Substanzen sind als riskant eingestuft worden, sieben Substanzen sogar als hoch riskant. Artikel auf tagesanzeiger.ch

Drug-Checking in Bern: In Bern begleitet "follow me.reports" vom ZDF den Sozialarbeiter Roman von dib+ (Drogeninfo Bern Plus). Der Sozialarbeiter arbeitet beim CONTACT Bern, die unter anderem die Nightlife-Angebote dib+ und rave it safe führt. Die beiden Angebote sind aufs Drug-Checking, Information und Kurzberatung spezialisiert und richten sich an Konsumierende von legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen. Beitrag (13 Min.) auf Funk.

Street Parade 2018 - Schlussbilanz von Schutz & Rettung Zürich: Die hohen Besucherzahlen und die heissen Temperaturen bewirkten eine Zunahme der Behandlungen (25%) an den Sanitätsposten von Schutz & Rettung. Wegen übermässigem Alkohol-und/oder Drogenkonsum mussten die Einsatzkräfte insgesamt 277 Personen behandeln, dies entspricht dem Wert des Vorjahres (273). Davon wurden bis zum Morgengrauen 87 Personen zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle (NUK) transportiert (Vorjahr 90). Medienmitteilung des Sicherheitsdepartementes der Stadt Zürich, Beitrag auf SRF.

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Alkohol

Konsum alkoholischer Getränke je Kopf der Wohnbevölkerung in der Schweiz: Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) war bis Ende 2017 für die Umsetzung des Alkoholgesetzes zuständig. Anfang 2018 wurde die EAV in die Eidg. Zollverwaltung integriert EZV. Das EZV hat nun die aktuellen Zahlen (pdf, 1S.) für 2017 zum Alkoholkonsum veröffentlicht.

Selbst das eine Bierchen ist schon ungesund: Eine Studie, die Daten von 28 Millionen Menschen nutzt, zeigt: Alkohol schadet ab dem ersten Tropfen. Und ist weltweit für noch mehr Tote verantwortlich als gedacht. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Spiegel Online.

Bis zu 5-fach erhöhtes Krebsrisiko durch Alkoholkonsum: Den meisten Menschen dürfte bewusst sein, dass übermässiger Alkoholkonsum nicht gesund ist. Aber Krebs? Eine grosse Studie hat nachweisen können, dass Alkohol sehr wahrscheinlich die Ursache von Krebserkrankungen ist - und das nicht erst bei starkem Konsum. Artikel auf drugcom.de

Wer stark auf Alkohol reagiert, dem macht auch Schlafmangel zu schaffen: Ein Team von Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und dem Forschungszentrum Jülich konnte in einer Untersuchung nachweisen, dass Personen, die besonders stark von Alkohol beeinträchtigt werden, auch empfindlich auf Schlafentzug reagieren. Medienmitteilung des DLR, Mitteilung auf Praevention.at

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Cannabis & THC

Cannabis - Von der Droge zur beliebten Medizin: Vor 25 Jahren wurde in Bern der erste Hanfladen eröffnet. Bald griff das Bundesgericht durch und beschloss: Es dürfen keine Produkte verkauft werden, die den THC-Wert von 0,3 Prozent übersteigen. Heute feiert Hanf sein Comeback als Medizin. Sendung (56 Min.) von Treffpunkt auf Radio SRF1.

Wie die soziale Phobie problematischen Cannabiskonsum fördert: Bekannt ist, dass sozial ängstliche Menschen stärker gefährdet sind, eine Cannabisabhängigkeit zu entwickeln. Eine neue Studie hat Hinweise dafür geliefert, welcher psychologische Mechanismus der Problematik zugrundliegen könnte. Artikel auf Drugcom.

Kiffen statt Rauchen? In den USA rauchen immer weniger Menschen Zigaretten. Im Gegenzug ist dort der Anteil der Personen, die täglich Cannabis konsumieren, gestiegen. Gibt es womöglich einen Zusammenhang? Artikel auf Drugcom.

Uruguay - Ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis: 2013 sorgte Uruguay weltweit für Aufsehen, als das Land entschied, Cannabis weitgehend zu legalisieren. Inzwischen darf jeder nach einer Registrierung die Pflanze anbauen – entweder zu Hause oder gemeinschaftlich in einem der mehr als 100 sogenannten «Cannabis-Clubs». Vor einem Jahr startete in einigen Apotheken des Landes zudem der öffentliche Verkauf der Droge. Wie hat die Legalisierung das Land verändert? Artikel der Tageszeitung Bund.

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Rauchen & Tabak

Das neue Tabakpräventionsprogramm des Kantons Freiburg: Der Kanton Freiburg kündigt die Weiterführung seines Engagements im Bereich der Tabakprävention an und zieht eine positive Bilanz zu den Massnahmen, die seit 2009 umgesetzt werden. Im Hinblick auf die Anpassung seiner Strategie und die Ergänzung der Massnahmen präsentiert er sein Kantonales Tabakpräventionsprogramm 2018‒2021. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Direktion für Gesundheit und Soziales.

Die erste Zigarette mit elf: Tatsächlich beginnen insgesamt immer weniger junge Menschen mit dem Rauchen. Aber jene, die doch zu den Zigaretten greifen, sind heute deutlich jünger als noch vor ein paar Jahren. In der Altersgruppe der Elf- bis 15-Jährigen hat die Anzahl der Raucher in vielen Regionen Europas sogar zugenommen. Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Wer mit Rauchern aufwächst, stirbt eher an einer Lungenkrankheit: Amerikanische Forscher haben erstmals einen Zusammenhang aufgezeigt zwischen Rauchexposition in der Kindheit und einem Sterberisiko durch Lungenerkrankungen im Alter. Artikel der NZZ.

Strategie der Tabakkonzerne - Wie man neue Raucher heranzieht: Die Tabakkonzerne wollen weg vom Image der Krankmacher. Zumindest in Europa und den USA. In Afrika setzen sie weiter darauf, immer mehr Menschen möglichst früh an die Zigarette zu gewöhnen. Beitrag auf Spiegel Online.

Niederländischer Trend: Rauchfreie Terrassen und Strassen: Rauchfreie Strassen scheinen in den Niederlanden ein neuer Trend zu werden. In Rotterdam haben diverse Hochschulen und die Universitätsklinik Erasmus Medisch Centrum ein Rauchverbot für die Strassen beantragt, die die genannten Einrichtungen umgeben. Neben dem Rauchverbot für bestimmte Strassen sind nun auch die Aussenbereiche von Strassencafés und Kneipen im Gespräch. Werden die Rauchenden von den niederländischen Strassen verschwinden? Beitrag auf NiederlandeNet.

Australien - Eine Packung Zigaretten kostet bald 16,80 Euro: Menschen in Australien müssen künftig deutlich mehr für Zigaretten zahlen, weitere Preiserhöhungen für die kommenden Jahre sind bereits geplant. Der Staat will seine Bürger vom Rauchen abhalten - und Milliarden einnehmen. Artikel auf Spiegel Online


Grosse Studie zu E-Zigaretten läuft: Seit vier Monaten ist es auch in der Schweiz legal, nikotinhaltige Flüssigkeiten zu verkaufen. Seither zieht das Geschäft mit den Dampfgeräten kräftig an. Doch wie gefährlich die Substanzen sind, ist wissenschaftlich unklar. Nun sollen die E-Zigaretten erstmals gründlich untersucht werden. Beitrag im 10vor10, Artikel mit weiteren Infos auf SRF.

Jetzt kommt die Designer-E-Zigarette Juul: Ihre Produkte strahlen Coolness aus. Die Firma Juul aus San Francisco wächst mit ihren elektronischen Zigaretten rasant: Innerhalb von acht Monaten stieg ihr Marktanteil bei E-Produkten in den USA von 30 auf fast 70 Prozent. Der Umsatz hat sich in einem Jahr verachtfacht. Bald kommt Juul in die Schweiz. In den USA hat das Unternehmen Klagen am Hals. Artikel auf bernerzeitung.ch. (Infoset berichtete)

Tabakmultis locken mit neuen Mitteln: Mit neuen Geräten zum Tabakkonsum will Philipp Morris in die Zukunft und verspricht: gleicher Genuss, weniger Schadstoffe. Denn die Schweizer rauchen weniger und weniger, was auch die Tabakmultis bemerkt haben. Mit allen Mitteln wollen sie die Nikotinsüchtigen nun bei der Stange halten. Beitrag im 10vor10.

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Weitere Substanzen

Krebs durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum: Ziel dieser Studie ist es, die absoluten Zahlen und die Anteile der durch Rauchen und hohen Alkoholkonsum bedingten Krebsfälle in Deutschland für das Jahr 2018 abzuschätzen. Die Studie zeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der Krebsneuerkrankungen auf Rauchen (19%) und hohen Alkoholkonsum (2%) zurückzuführen ist. Um die Verbreitung dieser Risikofaktoren und die dadurch bedingte Krebslast einzudämmen, ist eine konsequentere Prävention dringend notwendig. Artikel auf aerzteblatt.de, Artikel auf Spiegel Online.

Warum Morphine und Opioide ihre Wirkung verlieren: In ihrer Studie (Englisch, kostenpflichtig) im Science Signaling beschreibt ein internationales Forschungsteam für Morphin und synthetische Opioide unterschiedliche Mechanismen, die zur Desensibilisierung der Opioidrezeptoren führen. Eine der Erkenntnisse der Untersuchung lautet, dass im Vergleich zu Morphin die synthetischen Opioide eine höhere Enzymaktivität und eine schnellere Desensibilisierung der Rezeptoren verursachen. Die veröffentlichten Ergebnisse liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung synthetischer Wirkstoffe mit geringer Toleranzentwicklung und reduziertem Suchtpotenzial. Medienmitteilung der Uni Jena, Artikel auf suchtpraevention.at

Kokainland Schweiz – leben in der Rauschgesellschaft: Fast nirgendwo in der westlichen Welt wird so viel Kokain konsumiert wie in Schweizer Städten. Wieso gerade Kokain? Mit was für Folgen? Und wie hängt der hiesige Konsum mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammen? Thema im Club vom 07. August, 22:20 Uhr auf SRF1.

Dreiteilige Serie zu LSD im Magazin Republik:

  • Teil 1: Was ein katholischer Orden mit der Entdeckung von LSD zu tun hat. Und warum jahrhundertealte Gemälde einen Höllentrip zeigen. Teil I unserer Serie
  • Teil 2: Wie LSD unsere Vorstellung von der Psyche verändert hat – und unser Bild vom Menschen
  • Teil 3: Wie LSD heute die Psychiatrie verändern könnte – und warum das ausgerechnet in der nüchternen Schweiz geschieht. Teil III dieser Serie.

Drogen - Eine Weltgeschichte: Drogen haben seit Anbeginn der Zivilisation die Menschen begleitet. "Terra X" spürt Drogen und ihrem Gebrauch an den Fundorten nach: in Europa, Nordafrika, Asien und Mittelamerika. Teil 1 erzählt von Drogen in Antike und Frühgeschichte. Erhältlich in der Mediathek vom ZDF.

Niederlande - Riesiger Umsatz mit synthetischen Drogen: Die niederländische Polizei-Akademie hat eine neue Studie zur Produktion von synthetischen Drogen in den Niederlanden veröffentlicht. Die Erkenntnis daraus ist, dass in den Niederlanden im Jahr 2017 für rund 19 Milliarden Euro synthetische Drogen produziert wurden. Es gibt sowohl grosse als auch kleine Labors. Die Grösse der Labors könne aus der Menge der illegal entsorgten Abfälle in Naturschutzgebieten erahnt werden, Artikel auf NiederlandeNet, Beitrag auf SRF. Sucht-Experte Frank Zobel erklärt, warum auch Schweizer Konsumenten ihre Pillen aus den Niederlanden beziehen und wie der Handel mit synthetischen Drogen hierzulande funktioniert, Beitrag auf SRF.

Mehr Drogentote in den meisten US-Bundesstaaten: In den USA ist die Zahl der durch Überdosis Gestorbenen deutlich gestiegen. Die meisten Opfer gab es in Florida, Kalifornien, Pennsylvania und Ohio. Artikel auf tagesanzeiger.ch
 

Verhaltenssüchte

Computerspielen kann als psychische Störung diagnostiziert werden: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 18. Juni die neue, nunmehr elfte Fassung des International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems veröffentlicht, kurz ICD-11. Die Aufnahme der Computerspielsucht ist umstritten: Es besteht die Gefahr der Individualisierung von sozialen Problemen, Exzessives Computerspielen ist dann nicht mehr Ausdruck anderer Probleme im Leben oder von Lebenskrisen, die vielleicht mit Armut, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit oder Schicksalsschlägen zu tun haben. Stattdessen wir Computerspielsucht diagnostiziert. Und gemäss dem herrschenden Paradigma in der psychiatrischen Forschung haben sie damit eine Gehirnstörung, die dann am besten auch dort behandelt wird. Beitrag von Stephan Schleim auf Telepolis.

Lotterie- und Wettumsatz rückläufig: Mit Schweizer Lotterien und Wetten wurden im Jahr 2017 2,81 Milliarden Franken umgesetzt, wie aus der am 17. August 2018 veröffentlichten Lotterie- und Wettstatistik des Bundesamtes für Justiz (BJ) hervorgeht. Gegenüber 2016 (2,99 Milliarden Franken) ist der Umsatz um fast 180 Millionen Franken zurückgegangen, was einem Rückgang von rund 6,4% entspricht. Medienmitteilung vom Bundesamt für Justiz.

Süchtig nach Shopping: Mindestens 340'000 Menschen in der Schweiz sind kaufsüchtig – Tendenz steigend. Hilfsangebote gibt es kaum, von Prävention ganz zu schweigen. Artikel auf tagesanzeiger.ch
 

Übertragbare Krankheiten

Empfehlungen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C: Die WHO hat ihr Empfehlungen aktualisiert. Die Publikation (pdf, 108S.) "Guidelines for the care and treatment of persons diagosed with chronic hepatitis C virus infection" steht zum Download bereit.

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Prävention

«Informier dich, wenn das Spiel mit dir spielt»: 16 Deutschschweizer Kantone lancieren eine Kampagne zur Sensibilisierung für Spielsucht bei Sportwetten. Im Fokus steht der Fussball, wo am meisten gewettet wird. Mit Köbi Kuhn und der Unterstützung diverser Fussballclubs wird ein breites Publikum für die Gefahren eines problematischen Wettverhaltens sensibilisiert. Medienmitteilung von Sucht Schweiz. www.sos-spielsucht.ch

IBK-Preis für Gesundheitsförderung & Prävention: Am 11. April 2019 wird der Preis der Internationalen Bodensee Konferenz IBK für Gesundheitsförderung und Prävention zum 7. Mal verliehen. Projekte aus Vorarlberg, Baden-Württemberg, Bayern, dem Fürstentum Liechtenstein sowie den Schweizer Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich können sich dafür bewerben. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2018. www.ibk-gesundheit.org

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Beratung & Therapie

Effektivität der stationären Alkoholentwöhnung: Was ist mit den Non-Respondern? Mit der Non-Responder-Studie wurde eine systematische Untersuchung der Erfolgsquoten in der stationären Alkoholentwöhnung unter Einbeziehung der Spät-Antwortenden durchgeführt. Die über drei Jahre laufende Studie hat gezeigt, dass die bisherigen Berechnungsformen den Erfolg der Alkoholentwöhnungsbehandlung unterschätzen. Die Studienergebnisse können deshalb als Ausgangspunkt für eine Diskussion der Berechnungsformeln der katamnestischen Erfolgsquoten dienen. Zudem wurden Gründe für das Nicht-Antworten identifiziert. Eine Studie der Charité

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Schadensminderung

Substanzmonitoring in den K+A: Seit 2016 werden in sämtlichen Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) periodisch Befragungen zum Konsum psychoaktiver Substanzen in den Konsumräumen durchgeführt und im Rahmen eines jährlichen Berichts veröffentlicht. Ein erster Vergleich der Zahlen aus den Jahren 2016 und 2017 deutet darauf hin, dass insgesamt von einer sehr stabilen Konsumsituation (bzgl. Substanzen und Applikationsformen) in den Konsumräumen der K+A in der Schweiz ausgegangen werden kann. Das Substanzmonitoring 2017 (pdf, 18S.) steht zum Download auf den Seiten von Infodrog bereit.

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Neues zu und von Institutionen

Politischer Newsletter vom Fachverband Sucht: Der Newsletter bietet einen Überblick über nationale und kantonale Vorstösse und fasst den aktuellen Stand jeweils kurz zusammen. Die Ausgabe 3/2018 (pdf, 8S.) ist soeben erschienen.

YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen: Im Jahr 2011 lancierte das Blaue Kreuz Bern einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mittlerweile sind 178 Kurzfilme aufgeschaltet. Besonders auf Interesse stossen dieses Jahr Kurzfilme zum Tabak- und E-Zigarettenkonsum. Medienmitteilung vom Blauen Kreuz, www.youtube.com/suchtpraeventionbe
 

Diverses

Psychische Gesundheitskompetenz und Stigma: Die Hauptziele des Forschungsprojekts bestehen darin, die psychische Gesundheitskompetenz sowie stigmatisierende Einstellungen gegenüber Personen mit psychischen Störungen in einer Stichprobe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die eine tiefe/hohe Gesundheitskompetenz bzw. stigmatisierende Einstellungen vorhersagen. Erste Resultate sind auf den Seiten des ISGF erhältlich.

«Edi – Leben am Limit»: Dies der Name der neuen Podcastserie von SRF, in der zwei Journalistinnen in das Leben eines Gesetzesbrechers eintauchen und gemeinsam mit ihm seine unglaubliche Geschichte rekonstruieren. Edi ist quasi eine personifizierte Langzeitstudie über unseren Umgang mit Resozialisierung und therapeutischen Massnahmen, mit Drogensüchtigen und Kriminellen, mit sogenannten «hoffnungslosen» Fällen.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Kognitive Beeinträchtigung, psychoaktive Substanzen und suchtbedingte Verhaltensweisen
6. Nationale Arkadis-Fachtagung
7. November 2018, Olten
Tagungsseite

Integration von Drehtürpatienten durch eine optimale Vernetzung
15. November 2018, Niederbuchsiten
Eine Jubiläumstagung der Casa Fidelio

Wenn die Flucht zur Suchtursache wird – Konsum geflüchteter Menschen
28. November 2018, Zürich
Eine Veranstaltung vom Fachverband Sucht
 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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