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SuchtMagazin

SuchtMagazin 4/2019 zum Thema Genetik
Welchen Anteil haben Gene an der Entwicklung einer Sucht und welche Rolle können und sollen sie in der Suchtprävention und -behandlung spielen? Diesen aktuellen Fragen wird auf dem Hintergrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen, von gesellschaftlichen und ethischen Überlegungen sowie (historischen) Praxisbeispielen nachgegangen. Der Artikel (pdf) Schicksalhafte Gene? Eine ethische Sichtweise von Julia G. Wolf steht online als Leseprobe zur Verfügung.
Zum Inhalt der Ausgabe.
www.suchtmagazin.ch

 

Suchtpolitik

Suchterkrankungen können neu eine IV-Rente begründen: Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung für die Beurteilung des Anspruchs auf eine IV-Rente bei Suchterkrankungen geändert. Damit wird bei Suchterkrankungen zukünftig so vorgegangen, wie dies bereits bei psychischen Erkrankungen der Fall ist. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtes, Artikel auf tagesanzeiger.ch. Mehr dazu im SuchtMagazin 6/2019 (erscheint im Dezember).

Tabakproduktegesetz: Gesundheitskommission reagiert minimal auf äusseren Druck: Die Kommission für Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) entschied am 13. August, dass für den Verkauf von Tabakwaren in der gesamten Schweiz künftig ein Mindestalter von 18 Jahren gelten soll. «Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, Publikationen sowie auf Internetseiten soll verboten und die Verkaufsförderung und das Sponsoring eingeschränkt werden». Damit will die Kommission die Voraussetzungen zur Ratifizierung der WHO-Rahmenkonvention zur Eindämmung des Tabakgebrauchs schaffen. Erlaubt bleiben sollen aber Werbung im Kino, auf Plakaten, auf Gebrauchsartikeln, an Verkaufsstellen sowie direkte Promotion oder Massenmailings an Erwachsene. Mitteilung der Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz, Mitteilung vom Fachverband Sucht. (Infoset berichtete)

Wer 12 Gramm reines Crystal Meth kauft, begeht ein schweres Drogendelikt: Das Bundesgericht bestätigt in einem wegweisenden Entscheid die festgelegten Mindestmengen verschiedener Betäubungsmittel, die ein schweres Betäubungsmitteldelikt ausmachen. Erstmals äussert es sich auch zum Schwellenwert für die Droge Crystal Meth. Medienmitteilung (pdf, 2S.) des Bundesgerichtes, Artikel auf NZZ Online.

Niederlande testen "Staatsmarihuana" in mehreren Städten: Die niederländische Regierung will den Handel mit Cannabis weiter entkriminalisieren. In zehn Städten wird ab 2021 der Verkauf aus legalem Anbau erprobt. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf NiederlandeNet

US-Opioidkrise - Ein Signal an die Pharma: Das 515 Milionen Euro Urteil, das ein Gericht im Bundesstaat Oklahoma fällte, ist eine Botschaft. Pharmakonzerne wie Johnson & Johnson sollen schuld sein an der Sucht vieler Amerikaner nach Schmerzmitteln. Tausende Menschen starben. Die Konzerne sollen nicht ungeschoren davonkommen, das ist die Botschaft. Das Urteil könnte den Weg für rund 2000 ähnliche Klagen weisen, die Bundesstaaten sowie Regional- und Lokalverwaltungen eingereicht haben. Artikel auf tagesanzeiger.ch, Artikel der New York Times.

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Alter

Förderung der sozialen Teilhabe im Alter in Gemeinden: Dieser Planungsleitfaden (pdf, 23S.) von Gesundheitsförderung Schweiz fasst die wichtigsten Informationen für die Realisierung des Themenschwerpunkts «Förderung der sozialen Teilhabe» in Gemeinden zusammen. Ausgehend von einem partizipativen Prozess, in welchen sowohl die Zielgruppe der älteren Bevölkerung als auch die zentralen Akteure/-innen und Anbietenden im Bereich Alter eingebunden sind, werden konkrete Massnahmen entwickelt und ein Netzwerk mit dem Themenschwerpunkt «Förderung der sozialen Teilhabe» aufgebaut.

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Freizeit & Nightlife

Drug Checking nun auch in Luzern: Mit dem geplanten Drug-Checking-Angebot in der Stadt Luzern sollen Partygänger über die gesundheitlichen Folgen des Drogenkonsums aufgeklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit für kostenlose Drogentests. Federführend beim Pilotprojekt ist der Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern. Artikel der Luzerner Zeitung. Der Grundlagenbericht zum Konsum psychoaktiver Substanzen im Luzerner Nachtleben von Infodrog steht ebenfalls zum Download bereit. Dieser liefert Grundlagen für Empfehlungen und Massnahmen im Umgang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen.

Sydney: strenge Regeln gegen Partyexzesse: Bars und Diskotheken in Sydney: Kein Einlass ab 1.30 Uhr, kein Alkohol ab 3 Uhr. Dieses umstrittene Gesetz besagt, dass Bars, Diskotheken und Kneipen im Zentrum und den angrenzenden Stadtteilen nach 1.30 Uhr nachts keine Gäste mehr einlassen dürfen. Die Partygänger in den einzelnen Etablissements dürfen weiterfeiern, aber nach 3 Uhr darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Grund für die Einführung der Restriktionen war die durch Alkoholkonsum steigende Brutalität und Gewaltbereitschaft. Artikel der Frankfurter Rundschau.

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Jugend

Im Drogenrausch auf Social Media: Ein Schnappschuss von der letzten Party kann lustig sein oder peinlich. Eine US-Studie mit jungen Erwachsenen zeigt auf, dass sie auch im Drogenrausch Postings auf sozialen Netzwerken hochladen – und es häufig hinterher bereuen. Beitrag auf Drugcom.

«Always on»: Jugendliche sind reflektierter als Erwachsene! Junge Menschen denken mehr über ihre Internetnutzung nach als Erwachsene. Sie erleben das permanente Online-Sein vorwiegend positiv, sind sich aber auch bewusst, dass es Regeln und Grenzen braucht. Die von der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) veröffentlichte Broschüre "Always on (pdf, 24S.). Wie erleben Jugendliche das ständige Online-Sein?" präsentiert die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Studie (pdf, 56S.) der FHNW steht ebenfalls zum Download bereit. Mitteilung der Bundesverwaltung.

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Übertragbare Krankheiten

HIV im 21. Jahrhundert: Die Vereinten Nationen wollen der Erkrankung Aids bis 2030 weltweit ein Ende bereiten. Ist das realistisch? Ein Blick auf die Bundesrepublik offenbart Hindernisse, die dem wünschenswerten Ziel „Kein AIDS für alle!“ im Wege stehen: alte Ängste und neue Ignoranz. Beitrag auf Geschichte der Gegenwart.

Hepatitis-C in der Schadensminderung: Correlations (European Harmreduction Network) analysiert in ihrem Bericht (Englisch, pdf, 54S.) 14 Good-Practice-Beispiele für Schadensminderung in Europa. Darunter findet sich aus der Schweiz auch die Arud in Zürich. In dieser Broschüre (Englisch, pdf, 20S.) werden die 14 Beispiele kurz vorgestellt.

Hepatitis C: Behandlungsmodelle für die Drogenhilfe: Die Publikation "Hepatitis C: new models of care for drugs services" der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle steht zum Download bereit.

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Alkohol

Wie weiter mit der Dialogwoche Alkohol? Zwischen 16. und 26. Mai 2019 wurden in elf Deutschschweizer Kantonen insgesamt rund 44 Anlässe zum Thema Alkohol organisiert. Eine stolze Zahl! Trotzdem machte sich die im Gegensatz zu den Vorjahren fehlende Dachkampagne (die ehemalige Alkoholpräventionskampagne des Bundesamts für Gesundheit) bemerkbar. Der Fachverband Sucht wird in den nächsten Monaten auf die Kantone und andere Akteurinnen und Akteure zugehen. Macht eine schlanke Dialogwoche wie 2019 auch in zwei Jahren Sinn? Erreicht die Dialogwoche mehr Personen, wenn die Synergien zwischen den Kantonen besser genutzt werden und die Koordination verstärkt wird? Mitteilung vom Fachverband Sucht.

Rund 11'500 Personen pro Jahr wegen Alkoholvergiftung im Spital: Im Jahr 2016 wurden rund 11’500 Personen wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Spital behandelt. Alkoholvergiftungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf, wobei in fast der Hälfte der Fälle auch eine Abhängigkeit diagnostiziert wird. Sucht Schweiz fordert unter anderem, den Alkoholverkauf nachts vermehrt einzuschränken. Kantone in der Romandie machen es vor und schützen so bei weitem nicht nur junge Menschen. Studie (pdf, 131S.) und Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Artikel auf Spectra Online.

Europa hat ein Alkoholproblem: Aus einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der WHO (Englisch) geht hervor, dass der schädliche Alkoholkonsum in Europa nicht in dem erwarteten Masse rückläufig ist, obwohl alle Länder den Europäischen Aktionsplan zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012–2020) unterzeichnet haben. Im Durchschnitt trinken Erwachsene (ab 15 Jahren) in den Ländern der Europäischen Union sowie Norwegen und der Schweiz (EU+) umgerechnet mehr als zwei Flaschen Wein pro Woche. Medienmitteilung der WHO, Beitrag (Englisch) von EUCAM.

Im indischen Gliedstaat Gujarat gilt ein striktes Alkoholverbot: In der indischen Verfassung wird – auch dank Gandhi – die Prohibition als Fernziel für das gesamte Land genannt. Umgesetzt wurde das bisher aber nur in wenigen Staaten. Es gibt aber zahlreiche Wege, die strikten Gesetze zu umgehen: Auswärtige Gäste können mit einer Bestätigung des Hotels eine vorübergehende Lizenz erwerben, die zum Einkauf in einem der staatlichen Alkoholläden berechtigt. Für die ständigen Bewohner Gujarats gibt es den Weg über den Hausarzt. Der Konsum ist nämlich erlaubt, wenn ein Arzt diesen zu therapeutischen Zwecken verschreibt. Artikel auf NZZ Online.

Rauschtrinken könnte Hoden schrumpfen lassen: Je mehr Alkohol, desto kleiner die Hoden. Junge Männer könnten durch riskanten Alkoholkonsum möglicherweise ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen, warnt eine Studie aus Italien. Beitrag auf drugcom.de

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Cannabis & THC

Soll man Cannabis legalisieren? Der Bundesrat befürwortet Pilotstudien über mögliche Folgen eines freien Cannabiskonsums. Ein Blick in die USA zeigt die Risiken einer Zulassung. Die Schweiz sollte auf ihre bewährte Drogenpolitik setzen. Artikel (pdf, 2S.) von Ambros Uchtenhagen in der Weltwoche.

Studie entfacht Debatte um Cannabis und Psychose: Hochpotente Cannabissorten stehen im Verdacht, Schizophrenie auszulösen. Einer Studie zufolge erkranken mehr Menschen an Schizophrenie, wenn die Verfügbarkeit von starkem Cannabis hoch ist. Die Forschung hat allerdings ebenfalls aufgezeigt, dass das Risiko einer Schizophrenie überwiegend durch die Gene bestimmt wird. Fraglich ist, ob Cannabis auch unabhängig vom genetischen Risiko Schizophrenie verursachen kann. Dazu gibt es unterschiedliche Ansichten unter Forscherinnen und Forschern und ein Ende der Debatte scheint nicht in Sicht. Beitrag auf drugcom.de

Kanadas Legalisierungs-Boom bleibt erstmal aus: Seit nun fast einem Jahr kann Cannabis in Kanada legal gekauft und konsumiert werden. Für viele Unternehmen eine Goldgrube. Doch noch läuft das Geschäft alles andere als reibungslos. Artikel der Deutschen Welle.

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Rauchen & Tabak

Review zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern: Die Ergebnisse (pdf, 7S.) zum aktuellen Forschungsstand zu E-Zigaretten und Tabakerhitzern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) liegen vor: Danach sind E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger schädlich, aber trotzdem keine harmlosen Konsumprodukte. Neben einem gesundheitsgefährdenden Potential bergen zumindest die nikotinhaltigen Produkte ein Abhängigkeitspotential.

Deutschland hinkt beim Rauchverbot hinterher: Rauchfrei bis 2025: Während sich Schweden konsequent auf dieses Ziel zubewegt, qualmt in Deutschland immer noch jeder Vierte. Rauchverbote werden dort nur uneinheitlich geregelt. Nachholbedarf besteht vor allem in der Innengastronomie. Personal und Gäste in Raucherräumen seien einer sehr hohen Tabakrauchbelastung ausgesetzt. Kippen häufen sich in Deutschland auch auf öffentlichen Spielplätzen in kleinen Dörfern und Städten. Artikel auf Spiegel Online.

USA: Erster Toter durch Lungenkrankheit - welche Rolle spielen E-Zigaretten? Nach der Häufung dubioser Lungenerkrankungen in Folge der Benutzung von E-Zigaretten gibt es in den USA nun den ersten Todesfall. Ein Erwachsener aus dem US-Bundesstaat Illinois war gestorben, nachdem er eine E-Zigarette benutzt habe und mit "einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden war", teilte das zuständige Gesundheitsministerium mit. Nähere Angaben zu dem Toten gab es zunächst nicht. Anzeige US-Behörden prüfen derzeit 193 Fälle der Lungenkrankheit, die vermutlich mit dem Konsum von E-Zigaretten in Verbindung steht. Ob jedoch die E-Zigaretten an sich eine Rolle spielen könnten oder bestimmte Inhaltsstoffe, die mitinhaliert werden, ist unklar. Artikel auf Spiegel Online.

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Weitere Substanzen

Neue psychoaktive Substanzen (NPS) und Methamphetamin: Diese Broschüre informiert ausführlich über Neue Psychoaktive Substanzen, „Legal Highs“ und Research Chemicals. Dargestellt werden u.a. folgende Themen: Geschichte der NPS, rechtliche Lage in Deutschland, Verbreitung und Konsumformen, Vertrieb und Handel, besondere Risiken und Folgeschäden, Wirkgruppen sowie Hinweise für Eltern und Informationen zu Hilfeangeboten. Eine Broschüre (pdf, 60S.) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS.

Amphetaminkonsumierende haben höheres Sterberisiko: Eine grosse Studie belegt: Regelmässiger Konsum von Amphetaminen wie Speed oder Crystal Meth ist mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko verbunden. Das australische Forschungsteam hat errechnet, dass Personen mit regelmäßigem Konsum von Amphetaminen ein 6,3-fach höheres Sterberisiko haben als vergleichbare Personen ihrer Altersgruppe. Studien, die Männer und Frauen einbezogen haben, kommen zu dem Ergebnis, dass konsumierende Männer ein doppelt so hohes Sterberisiko haben wie Frauen. Artikel auf drugcom.
 

Verhaltenssüchte

Gaming: Immer mehr Menschen verbringen Teile ihrer Freizeit mit Computer- und Videospielen, sei es zu Hause an einer Konsole oder unterwegs mit einem mobilen Gerät. Und es sind keineswegs ausschliesslich Kinder und Jugendliche, die "zocken": Der durchschnittliche deutsche Gamer ist etwa 36 Jahre alt – und in 47 von 100 Fällen eine Gamerin. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 48S.) der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte nähert sich dem Gaming aus verschiedenen Perspektiven.

Wenn Computerspiele süchtig machen: Video- und Onlinespielsucht ist ein Krankheitsbild, das in der medizinischen Versorgung an Bedeutung gewinnt. Vor einigen Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation die Video- und Computerspielsucht offiziell als Krankheit anerkannt. Das immer mehr Personen von der sogenannten „Gaming Disorder“ betroffen sind, in messbar. Durch die Anerkennung wird für Betroffene nun der Zugang zu Therapien einfacher: Sie müssen künftig nicht nur angeboten, sondern auch von den Krankenkassen übernommen werden. Ein Podcast (30 Min.) der FAZ.
 

 

Prävention

Frauengefängnis Hindelbank: Fazit 24 Jahre Präventionsmassnahmen: Die Präventionsbeauftragte Daniela Di Santis etablierte ungewöhnliche Massnahmen um Frauen während ihrer Zeit im Gefängnis vor Drogentod und Infektionskranken zu bewahren. Beitrag (5 Min.) auf Schweiz aktuell.

Solothurn - Internetplattform für Präventionsangebote: Mit dieser Internetplattform bietet der Kanton Solothurn eine umfassende Übersicht der Präventionsangebote im Kanton zu den Themen psychische und körperliche Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Gewalt, Sucht, Budget und Schulden. www.hebsorg.ch

Internationale Standards zur Prävention des Drogenkonsums: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Drogensucht (UNODC) haben in einer zweiten Auflage wirksame Präventionsstrategien gegen Drogenkonsum zusammengestellt. Diese verfolgen das Ziel, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen und bis ins Erwachsenenalter gesund bleiben. Die „Internationalen Standards zur Prävention des Drogenkonsums“ (pdf, 67S.) liegen nun in deutscher Sprache vor.

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Beratung & Therapie

Substitutionsgestützte Behandlungen bei Opioidabhängigkeit: Eine Expertengruppe (Olivier Simon et. al.) hat zu den Opioid-Agonisten-Therapien Leitprinzipien für die Gesetzgebung und die Reglementierung erarbeitet. Der Bericht (pdf, 100S.) steht auf den Seiten des BA für Gesundheit zum Download bereit.

Impfen gegen die Sucht: Die Entwicklung von Impfstoffen gegen Opioidsucht steckt noch in den Anfängen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind nicht erfolgversprechend. Artikel in der Tageszeitung taz

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Forschung & Statistik

Drogenbedingte Todesfälle in Europa: Diese Publikation gibt einen Überblick über drogenbedingte Todesfälle in Europa und stellt die neuesten Daten und Trends vor. Eine Publikation (Englisch) der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD. FAQ der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

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Neues zu und von Institutionen

Das Online-Handbuch der Suchtmedizin: Das Portal www.praxis-suchtmedizin.ch unterstützt Gesundheitsfachpersonen in Hausarztpraxen und Apotheken bei der Arbeit mit suchterkrankten Menschen. Es bündelt für die Grundversorger relevante Informationen rund um Sucht und liefert Anleitungen zur Behandlung. Das Portal widmet sich Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Kokain, aber auch der Spielsucht und der Medikamentenabhängigkeit. Beitrag auf Spectra Online.

Newsletter Infodrog: Der September-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.

Jahresberichte

Diverses

Buddy-Care in der Suchthilfe: BuddyCare in Frankfurt ist ein neues Drogenhilfeprojekt der Integrativen Drogenhilfe. Es ermöglicht regelmässige Kontakte und Begegnungen zwischen Drogenabhängigen und ganz normalen Menschen. Das Konzept ist einmalig in der Bundesrepublik Deutschland. Es basiert auf den Erkenntnissen der in den Niederlanden seit Jahren erfolgreich laufenden Buddy-Projekte. Artikel der Frankfurter Rundschau.

Drug Science – Impulse zum Quer-, Neu- und Weiterdenken: Die Tagungsdokumentation (pdf, 60S.) zum Thema „Drug Science – Impulse zum Quer-, Neu- und Weiterdenken“ ist erschienen. Sie beinhaltet Beiträge zu Themen wie "Lobbyarbeit – Strategien und Auswirkungen auf den Alkoholkonsum“, „Vom Abstinenzdogma zum Paradigma Zieloffener Suchtarbeit“, „Community Reinforcement Approach (CRA) für Jugendliche“ und „Learning How to Ask – Ein Training zur Diagnostik und zum Umgang mit Berichten von Traumatisierung“. Die Tagung in Münster wurde von der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Koordinationsstelle Sucht organisiert.

Die Willkür des Drogenkriegs: Welche Drogen legal und welche verboten sind, hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert: je nach kulturellem Kontext, moralischen Vorstellungen und finanziellen sowie machtpolitischen Interessen der Herrschenden. Ein Info-Poster der ARUD.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Die Magie der Gene: Epigenetische Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die sozialen Berufe
10. September 2019, Lenzburg
Eine Veranstaltung der Stiftung Suchthilfe ags

Zwischen Freiwilligkeit und Zwang – wie findet man die Balance?
12. September 2019, Biel
Eine Veranstaltung im Rahmen von DiskuTafel, die von der Schweizerischen Stiftung für Suchthilfe aebi-hus organisiert wird.

Sucht im Wandel der Zeit
18. September 2019, Zug
Gesellschaftliche und medizinische Aspekte des Suchtverständnisses aus historischer Perspektive
Eine Veranstaltung vom Amt für Gesundheit in Zug.

Meldepflicht und Melderecht - Was tun bei Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls
29. Oktober 2019, Bern
Eine Veranstaltung im Rahmen von DiskuTafel, die von der Schweizerischen Stiftung für Suchthilfe aebi-hus organisiert wird.

Neonataler Drogenentzug bei Säuglingen - Probleme, Wünsche, Visionen
5. November 2019, Zürich
Eine Veranstaltung im Rahmen von DiskuTafel, die von der Schweizerischen Stiftung für Suchthilfe aebi-hus organisiert wird.

Schulung Hepatitis C
Im Rahmen der Hepatitis C führt Infodrog in Zusammenarbeit mit ÄrztInnen Schulungen für Suchtfachleute, Gefängnispersonal, medizinisches Personal und KlientInnen durch.
24. Oktober 2019,  Bellinzona
Ankündigung

1. Luzerner Suchtforum „Das gönn ich mir jetzt“
Genuss, schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit im Alter aus interdisziplinärer Perspektive
7. November 2019, Luzern
Eine Veranstaltung (pdf, 2S.) von akzent Luzern und Partnern

Was hat das alles mit Sucht zu tun?
Professioneller Umgang mit Klientinnen und Klienten mit einer Suchterkrankung. Ein Kurs für Mitarbeitende von Sozialhilfe-Behörden
Weiterbildung
12. November 2019, Zürich
Infos: Fachverband Sucht, Patricia Sager, Tel. 044 266 60 60, info@fachverbandsucht.ch
Online-Anmeldung und Detailinformationen

«Stationäre Suchttherapie – Label oder Behandlungsansatz?»
14. November 2019, Küsnacht Goldbach
Eine Veranstaltung des Freihofs Küsnacht.

atf-Fachtagung 2019
14. November 2019, Zürich
Nicht-verbale Methoden der Alkoholentwöhnung
Eine Veranstaltung von Alkoholismus Therapieforschung Schweiz atf
www.atf-schweiz.ch

Schulung Hepatitis C
Im Rahmen der Hepatitis C führt Infodrog in Zusammenarbeit mit ÄrztInnen Schulungen für Suchtfachleute, Gefängnispersonal, medizinisches Personal und KlientInnen durch.
12. Dezember 2019, Lausanne
Ankündigung
 

 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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