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Aktuell


SuchtMagazin 6/2019: Schadensminderung, Suchtpolitik, Suchthilfe konkret
Fragen Sie sich, welche Schnittstellen die Schadensminderung mit der Behandlung und der Prävention hat und wie das Konzept der Schadensminderung auf legale Suchtmittel und Verhaltenssüchte wie Geldspiel ausgeweitet werden kann? Möchten Sie wissen, wie gelingende Strategien zur Rückfallprävention im emotional aktivierten Zustand eingeübt werden können? Oder wie drogenabhängigen Menschen dank BuddyCare soziale Kontakte ausserhalb der Drogenszene ermöglicht werden? Vielleicht interessiert es Sie auch, was der Tabakpräventionsfonds in seinen bisher 15 Jahren erreicht hat und wie er in Zukunft aufgestellt sein sollte, um mehr Durchschlagskraft zu haben? Auf all diese (und weitere) Themen gehen Fachpersonen im aktuellen SuchtMagazin ein. Der Artikel (pdf, 9S.) Drug Checking in der Schweiz von Dominique Schori steht online zur Verfügung.
www.suchtmagazin.ch

 

Suchtpolitik Schweiz

Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN): Die EKSN ist eine ausserparlamentarische Kommission. Als unabhängige Fachkommission verfasst sie Berichte und Stellungnahmen zu Fragen, die übergreifend die Thematik von Sucht und Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten betreffen. Die per Januar 2020 neu eingesetzte EKSN ersetzt die bisherigen eidgenössischen Kommissionen für Alkoholfragen (EKAL), für Tabakprävention (EKTP) und für Suchtfragen (EKSF).

Kinder ohne Tabak: Bundesrat lehnt Volksinitiative ab: Im September 2019 wurde die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» eingereicht. Sie fordert, dass jede Form von Tabakwerbung verboten wird, die sich an Kinder und Jugendliche richtet. Dies würde einem vollständigen Werbeverbot gleichkommen. Der Bundesrat will zwar die Bevölkerung und insbesondere Jugendliche vor den negativen Folgen des Tabakkonsums schützen. Er begrüsst daher eine weitgehende Einschränkung der Tabakwerbung. Die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» geht nach seiner Ansicht aber zu weit. Medienmitteilung des Bundesrates. Das Initiativkomitee nimmt in ihrer Mitteilung diesen Entscheid erstaunt zur Kenntnis und ist enttäuscht.

Regulierung von Tabak- und Nikotinprodukten: In Artikel 118 der Bundesverfassung verpflichtet sich der Bund, Massnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen. Die kürzlich eingeführten Ergänzungen des ­Tabakproduktegesetzes (TabPG) zum besonderen Schutz der Jugendlichen und zum Ziel der Reduktion des Konsums von Tabakprodukten werden aber diesem Ver­fassungsauftrag nicht gerecht. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung

Neue Rechtslage bei ­Suchterkrankungen: Die Diagnose der Suchterkrankungen hat bisher grundsätzlich keinen sozialversicherungsrechtlichen Rentenanspruch begründen lassen. In seiner alten Rechtsprechung ging das Bundesgericht davon aus, dass Suchterkrankungen von der betroffenen Person «überwunden» werden können und daher in der Regel keine Sozialversicherungsleistungen geschuldet seien. Mit seiner aktuellen Rechtsprechung distanziert sich das höchste Gericht der Schweiz von dieser Sichtweise und verlangt, dass Suchterkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen seien. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung. Im aktuellen SuchtMagazin (6/2019) ist von Ambros Uchtenhagen ebenfalls ein Beitrag zu diesem Thema zu finden (nicht online).

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Suchtpolitik International

Deutschland: Union macht Weg frei für Tabakwerbeverbot: Durchbruch nach jahrelangem Streit: CDU und CSU haben sich dazu durchgerungen, Zigarettenwerbung auf Plakatwänden und Litfasssäulen zu verbieten. Deutschland ist das letzte EU-Land, das diese noch erlaubt. Artikel auf Spiegel Online.

Italien: häuslicher Anbau kleiner Cannabismengen ist kein Verbrechen: Der Anbau kleiner Mengen von Cannabis zu Hause für den privaten Gebrauch ist kein Verbrechen. Das hat das oberste Gericht Italiens entschieden und damit einen jahrelangen Rechtsstreit beendet. Ein Gesetz aus den 1990er Jahren verbietet den Anbau und den Verkauf von Cannabis in Italien, aber widersprüchliche Gerichtsentscheidungen sorgten für Verwirrung darüber, wie dieses Gesetz auszulegen ist. Artikel der New York Times, Beitrag im Newsletter der IACM.

USA heben Mindestalter für Zigarettenkauf auf 21 Jahre an: Die USA heben das Mindestalter zum Kauf von Tabakprodukten und E-Zigaretten von 18 auf 21 Jahre an. Der Senat beschloss ein erstes Gesetzespaket zum Haushalt für das kommende Jahr, an das mehrere andere Vorhaben angehängt waren - wie eben die Änderung mit Blick auf Tabak und E-Zigaretten. Artikel auf Spiegel Online.

US-Regierung verbietet einige E-Zigaretten mit Aroma: In den USA dürfen bestimmte E-Zigaretten nicht mehr verkauft werden, die nach Frucht oder Minze schmecken. Das Verbot fällt allerdings weniger strikt aus als ursprünglich geplant. Artikel auf Spiegel Online.

Illinois legalisiert als elfter US-Bundesstaat Cannabis: Mit dem 1. Januar ist ein Gesetz in Kraft getreten, das allen Bewohnern von Illinois ab 21 Jahren den Erwerb und Konsum von Marihuana zu Genusszwecken erlaubt. Jeder Erwachsene darf nun bis zu 30 Gramm Cannabis, fünf Gramm Cannabis-Konzentrat oder 500 Milligramm des Cannabis-Wirkstoffs THC besitzen. Beitrag auf SRF.

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Gesundheit

Positionspapier Psychische Gesundheit: Psychische Störungen gehören gemäss WHO zu den häufigsten Leiden im Erwachsenenalter. Ein grosser Teil psychischer Krankheiten und Störungen beginnt jedoch bereits im Kindes-und Jugendalter. Gesundheitsförderung und frühe Prävention im Bereich von Mental Health von Kindern und Jugendlichen sind nötig und sinnvoll und im Moment weder auf individueller noch auf organisatorischer Ebene ausreichend vorhanden. Ein Positionspapier (pdf, 17S.) der Allianz 'Gesunde Schweiz'.

Gesundheit 2030: Alle Menschen in der Schweiz sollen auch zukünftig von einem guten und bezahlbaren Gesundheitssystem profitieren. In seiner am 6. Dezember 2019 verabschiedeten Strategie für die Jahre 2020 bis 2030 zeigt der Bundesrat auf, wie er in der Gesundheitspolitik mit den grossen gesellschaftlichen Entwicklungen umgehen will. Im Zentrum von «Gesundheit2030» stehen die Bedürfnisse der Menschen und eine gute Versorgung. Medienmitteilung und Bericht (pdf, 34S.) des Bundesrates.
 

Strassenverkehr

Fahren in angetrunkenem Zustand: Alkoholbedingte Verkehrsunfälle fordern in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich 38 Tote und 448 Schwerverletzte. 50 % der Autofahrerinnen und Autofahrer glauben, dass sie nach zwei alkoholischen Getränken noch sicher fahren können. Schon in kleinen Mengen jedoch schränkt Alkohol die Fahrfähigkeit ein – Sehvermögen, Konzentration und Koordination werden schlechter. Die BFU empfiehlt darum, auch über die Festtage konsequent zu sein: Wer trinkt, fährt nicht. Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu.

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Rauchen & Dampfen

Rauchstopp-Plattform Stopsmoking.ch: Die neue nationale Plattform Stopsmoking.ch versammelt Informationen, Tipps und Hilfsangebote zum Rauchstopp – und unterstützt damit Raucherinnen und Raucher auf den Weg in ein rauchfreies neues Jahr. www.stopsmoking.ch

Krankheitslast des Tabakkonsums in der Schweiz: Die vorliegende Studie berechnet die Krankheitslast des Tabakkonsums in der Schweiz. Die Rechnung erfolgte exemplarisch für das Jahr 2015 anhand von vier Kennzahlen: den Anzahl Todesfällen, den verlorenen Lebensjahren und der verlorenen Lebensqualität durch Krankheit und Tod, den verursachten direkten medizinischen Kosten und den volkswirtschaftlichen Produktionsverlusten. Die Studie der ZHAW wurde im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz durchgeführt.

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at: Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) der at-informationen (Winter 2019) steht zum Download bereit.

Tabakkonsum weltweit rückläufig: Trotz einer weltweit rückläufigen Tendenz werden die Länder die von der WHO festgelegte globale Zielvorgabe einer Reduzierung des Tabakkonsums um 30% bis 2025 wohl verfehlen. Darüber hinaus wird voraussichtlich in fünf Jahren die Europäische Region insgesamt eine höhere Raucherquote haben als alle anderen Regionen der WHO. Medienmitteilung der WHO. Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco use 2000-2025" steht zum Download bereit. Artikel auf watson, Artikel auf Spiegel Online.

E-Zigaretten steigern Risiko für Lungenerkrankungen: Wer E-Zigaretten dampft, erkrankt häufiger an der Lunge. Das zeigt eine Studie mit Tausenden Teilnehmern. Herkömmliche Zigaretten sind jedoch um ein Vielfaches gefährlicher. Artikel auf Spiegel Online.

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Kokain

Stabile Kokainpreise: Am 7. November 2019 wurde der Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) für das Jahr 2018 veröffentlicht. Der Bericht liefert umfangreiches Zahlenmaterial und Hintergrundinformationen zur Drogensituation in Deutschland. Beitrag im Drogerie-Blog der Tagezeitung taz.

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Weitere Substanzen

Dopingliste: Die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden (Dopingliste) wird in der Regel jährlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Die Dopingliste (pdf, 8S.) ist einer der sechs internationalen Standards, die zwingend von allen Unterzeichnern des WADA-Programms umgesetzt werden müssen. Medienmitteilung von Antidoping Schweiz.

Drogenmärkte in Europa: Dieser Bericht enthält Schätzungen über das Gesamtvolumen des Drogenhandels in der Europäischen Union im Jahr 2017 für Cannabis, Heroin, Kokain, Amphetamine und MDMA. Ein Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD.

Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die öffentliche Meinung: In den letzten zehn Jahren starben in den USA, je nach Quelle, zwischen 200'000 und 400‘000 Menschen an Überdosen von abhängig machenden opioidhaltigen Schmerzmitteln. Die Opfer gehören mehrheitlich zur Arbeiterschicht. Dieses nationale Drama wurde nicht viel früher gestoppt, weil der US-Pharmakonzern Purdue die öffentliche Meinung aufs Gröbste manipulierte – mit ähnlichen Methoden wie früher die Tabakkonzerne oder die Asbestlobby. Beitrag auf Infosperber.
 

Prävention

Präventionsmagazin fortyfour: Die 33. Ausgabe des Präventionsmagazins „fortyfour“ steht ganz im Zeichen des 25-Jahr-Jubiläums des Instituts Suchtprävention in Oberösterreich. In der auf 20 Seiten erweiterten Spezialausgabe geht es aber nicht nur um Vergangenes, sondern auch um aktuelle Herausforderungen der Suchtprävention.

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Schadensminderung

Aus dem Alltag eines Schweizer Heroinabhängigen: Die progressive Schweizer Drogenpolitik brachte nicht nur die offene Drogenszene zum Verschwinden, sondern rettete zahlreichen Süchtigen das Leben. Inzwischen sind Heroinabhängige aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Wie leben sie heute? Das Buch "DRUFFÄ" gibt Einblick in den Alltag eines Drogensüchtigen. Artikel auf Swissinfo.

Erster Drogenkonsumraum Baden-Württembergs eröffnet: Seit fast 20 Jahren erlaubt das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) den einzelnen Bundeslän­dern, eine Verordnung für die Räume zu erlassen. Deutschlandweit gibt es bereits zwei Dutzend solcher Einrichtungen in sechs Bundesländern (Berlin, Hamburg, Hessen, Nieder­sachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland). In der grün-schwarzen Landesregierung war die Einrichtung heftig umstritten. Erst im vergangenen März hatte das Kabinett der Verordnung grünes Licht gegeben. Nun hat der erste Konsumraum in Karlsruhe aufgemacht. Artikel auf aerzteblatt.de

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Neues zu und von Institutionen

Newsletter Infodrog: Der Dezember-Newsletter von Infodrog, der Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht, ist soeben erschienen.
 

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Facebook, Twitter & Co. – Wie können Sucht-Fachstellen soziale Medien sinnvoll einsetzen?
15. Januar 2020
, Zürich
Ein Mitgliederanlass des Fachverbands Sucht

5. Basler Sucht-Symposium I Kokain - «Das weisse Pulver»
Kokain - «Das weisse Pulver»
4. Februar 2020, Basel
Eine Veranstaltung (pdf, 5S.) der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel

Nightlife- und Freizeitdrogenkonsum
9.Mai 2020, Basel
Weiterbildung für Peers und Fachleute im Bereich Nightlife- und Freizeitdrogenkonsum. Ein Angebot von Infodrog in Zusammenarbeit mit Safer Dance Basel und Subsdance Basel. Weitere Informationen folgen.

Umgang mit Sucht im Alter
Früherkennung und Interventionsmöglichkeiten bei einem risikoreichen Konsum oder einer Abhängigkeit
12. Mai 2020, Zürich
Ein Kursangebot der Pro Senectute

4. Nationale Tagung Gesundheit & Armut
Verzicht und Entbehrung: Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen
18. Juni 2020, Bern
Veranstalterin ist die Berner Fachhochschule.
 

Redaktion Infoset

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