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Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Aktuell

7.7 Milliarden Franken pro Jahr: Volkswirtschaftliche Kosten von Sucht wiegen schwer: Eine vom Bundesamt für Gesundheit publizierte Studie (pdf, 143S.) zu den volkswirtschaftlichen Kosten von Sucht im Jahr 2017 gibt eine neue Einschätzung zu den Folgekosten des Suchtmittelkonsums. Je nach Methode belaufen sich die Kosten auf 7.7 oder 11.5 Milliarden Franken pro Jahr. Es ist erstaunlich, dass gegen derartige Lasten immer noch so wenige Massnahmen ergriffen werden. Dabei ist längst nachgewiesen, dass jeder in die Prävention investierte Franken zig-fache Einsparungen ermöglicht. Faktenblatt (pdf, 2S.) zu den Kosten, Medienmitteilung des BAG, Medienmitteilung von Sucht Schweiz, Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.
 

Suchtpolitik

Bundesrat passt Kriterien zur Abgabe von medizinischem Heroin an: Der Bundesrat hat den Artikel 13 der Betäubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV) geändert. Zur Minimierung der Risiken einer Infektion mit COVID-19 können Patientinnen und Patienten aufgrund strikter Kriterien bis zu sieben Tagesdosen medizinischen Heroins mitgegeben werden. Diese Änderung bleibt bis zum 31. Dezember 2021 in Kraft. Medienmitteilung des Bundesrates.

Bald könnten neue Formen der Cannabisregulierung erforscht werden: Nachdem beide Räte dem Artikel im Prinzip bereits zugestimmt hatten (Infoset berichtete), konnte am 23. September auch noch das letzte Detail geklärt werden: Im besten Fall schon ab dem Sommer 2021 sollten Städte und Kantone in der Schweiz Studien zur kontrollierten Cannabisabgabe durchführen können - sofern nicht das Referendum ergriffen wird. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Europäischer Drogenbericht 2020: Die hohe Verfügbarkeit aller Arten von Drogen, die Drogenherstellung in Europa und die Existenz hochpotenter Stoffe zählen zu den Themen des von der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) erstellten Europäischen Drogenberichts 2020. In ihrer neuesten Jahresübersicht (Englisch, pdf, 88S.) im 25. Jahr der Beobachtung beschreibt die Agentur die Drogensituation am Jahresende 2019 sowie die jüngsten Veränderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie Anfang 2020, Medienmitteilung (Deutsch, pdf, 3S.) zum Bericht. Die Kernthemen (Zusammenfassung) des Berichts sind auf Deutsch erhältlich. Gemeinsam mit dem Bericht wird das Statistische Bulletin 2020 mit allen europäischen Daten, die der Analyse zugrunde liegen, veröffentlicht. Artikel auf SRF zum Bericht. www.emcdda.europa.eu/edr2020

Deutschland - Anstieg bei der Drogenkriminalität in 2019: Das Bundeskriminalamt und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung haben den aktuellen Bundeslagebericht zur Rauschgiftkriminalität vorgestellt. Demnach hat die Anzahl der Rauschgiftdelikte in 2019 das neunte Jahr in Folge zugenommen. Artikel auf Drugcom.

WHO fordert von Deutschland mehr Strenge gegen das Rauchen: Während andere Länder Zigarettenwerbung verboten haben, werben in Deutschland vorerst (auch nach dem Beschluss des Verbots der Tabakaussenwerbung, siehe nachfolgend) weiterhin Plakate fürs Rauchen. "Wir hätten uns mehr gewünscht", kritisiert die Weltgesundheitsorganisation. Artikel auf Spiegel Online.

Deutschland beschliesst Verbot der Tabakaussenwerbung: Tabakkonzerne dürfen künftig nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen für ihre Produkte werben. Dazu billigte der Bundesrat ein Gesetz, das die Außenwerbung für Tabakprodukte – etwa in Form von Plakaten – verbietet. Lediglich an Tabakfachgeschäften darf derartige Werbung angebracht werden. Dies gilt ab 2022 zunächst für herkömmliche Tabakprodukte, für Tabakerhitzer dann ab 2023 und für E-Zigaretten ab 2024. Artikel auf Zeit Online, Medienmitteilung der Drogenbeauftragten.

Dossier auf Infoset: Suchtpolitik
 

Freizeit und Nightlife

Global Drug Survey: Drogenkonsum in Zeiten von Corona: Hat die Pandemie Einfluss auf den Drogenkonsum? Trinken wir mehr Alkohol oder weniger? Schlucken, spritzen, schnupfen die Menschen mehr oder weniger als vor Pandemiezeiten, als Clubs und Partys voll waren? Und aus welchen Gründen werden jetzt Drogen konsumiert? Die weltweit grösste Onlineumfrage liefert nun erste Antworten. Artikel auf Zeit Online.

Dossier auf Infoset: Freizeit und Nightlife
 

Jugend

Mischkonsum von Jugendlichen: Die zwei Teenager in Zollikerberg sind an einem Medikamenten-Mix gestorben. Domenic Schnoz, Stellenleiter Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs, betont im Interview mit SRF, dass Zum Thema Mischkonsum von Jugendlichen dringend mehr geforscht werden müsste.

Kanton Zug: Kampagne für psychische Gesundheit von Jugendlichen: Was tun Jugendliche, um psychisch gesund zu bleiben? Ende letzten Jahres lancierte das Amt für Gesundheit Zug eine Sensibilisierungskampagne zum Thema psychische Gesundheit. Nun wurde die Website zur Kampagne ausgebaut und die Kampagne startet in die zweite Runde. Mitteilung vom Amt, www.kennsch-es.ch

Dossier auf Infoset: Jugendliche
 

Alkohol

Behandlung von Alkoholmissbrauch: Auf Praxis Suchtmedizin ist das Kapitel Alkohol überarbeitet und aktualisiert worden und liegt neu auch auf Französisch und Italienisch vor. Die Website richtet sich an Berufsgruppen der medizinischen Grundversorgung und bietet konkrete Handlungsanleitungen zur Früherkennung und Behandlung von Personen, die problematisches oder abhängiges Konsumverhalten zeigen.

Alkoholtestkäufe: Es gibt noch viel Verbesserungspotential beim Jugendschutz: Die Statistik der 6534 gesamtschweizerisch vorgenommenen Testkäufe im Jahr 2019 zeigt, dass in 20,3% der Kaufversuche durch Minderjährige der Alkohol illegal verkauft wurde. Dies bedeutet eine Verbesserung gegenüber den Vorjahren. Es bleibt allerdings noch viel zu tun, so zum Beispiel die Unterstützung des Verkaufspersonals mit der nötigen Infrastruktur. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Chronik der EKAL und ihrer Themen: Die Chronik (pdf, 48S.) der Eidgenössischen Alkoholkommission (1945 - 2019) gibt einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Kommission sowie in ihre Arbeit und Themen während ihres Bestehens.

9. September, Tag des alkoholgeschädigten Kindes: Zwischen 1000 und 4000 Neugeborene pro Jahr kommen in der Schweiz auf Grund des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft mit Beeinträchtigungen zur Welt. Zum Welttag des alkoholgeschädigten Kindes ruft die Stiftung Sucht Schweiz dazu auf, die Schwangerschaft ohne Alkohol aktiv zu unterstützen und mit schwangeren Frauen solidarisch zu sein. Nur eine Schwangerschaft ohne Alkohol kann alkoholbedingte Beeinträchtigungen beim Kind sicher vermeiden. Medienmitteilung von Sucht Schweiz.

Alkoholprobleme sind ein Tabu: Aktionstag bricht das Schweigen: Alkoholabhängigkeit gehört zu den besonders stigmatisierten psychischen Erkrankungen. Scham- und Schuldgefühle erschweren es Betroffenen, Hilfe zu suchen. Der diesjährige Nationale Aktionstag Alkoholprobleme vom 24. September bringt das Tabuthema Alkoholprobleme der Öffentlichkeit auf vielfältige Weise näher. Medienmitteilung von Sucht Schweiz, www.aktionstag-alkoholprobleme.ch

Dossier auf Infoset: Alkohol
 

Cannabis & THC

Auswertungsbericht zu synthetischen Cannabinoiden: Seit Anfang 2020 werden im Drogeninformationszentrum der Stadt Zürich (DIZ) vermehrt Cannabisproben analysiert, von denen die Konsumierenden glaubten, sie seien mit synthetischen Cannabinoiden versetzt worden. Das DIZ hat Zahlen aus dem Drug Checking von Januar bis August ausgewertet und in einem Bericht (pdf, 6S.) publiziert. Die Resultate zeigen: Die Einschätzung, dass es sich bei Cannabis um eine Substanz mit vergleichsweise geringer Gefahr für eine Überdosierung handelt, ist seit dem Auftreten von synthetischen Cannabinoiden überholt. Safer Use Regeln zu synthetischen Cannabinoiden auf saferparty

Cannabis-Drug-Checking in Zürich: Seit dem 1. Oktober bietet das Drogeninformationszentrum DIZ das Cannabis-Drug-Checking an. Neu können jeden Donnerstag zwischen 18:00 und 20:00 Uhr Cannabisprodukte (Blüten, Hasch, Öl, Dabs etc.) zur Analyse vorbeigebracht werden. Mitteilung von Saferparty.ch.

Dossier auf Infoset: Cannabis
 

Rauchen & Dampfen

Experiment Nichtrauchen geht in die neue Runde: Mit dem Beginn des Schuljahres 2020/2021 findet auch wieder die Ausschreibung zum Schulwettbewerb "Experiment Nichtrauchen" statt. Beim Klassenwettbewerb setzen sich Schülerinnen und Schüler mit den Folgen des Nikotinkonsums auseinander und nehmen sich vor, ein halbes Jahr lang tabak- und nikotinfrei zu leben. Lehrpersonen können Ihre Klassen bis zum 30. Oktober 2020 anmelden. www.experiment-nichtrauchen.ch

Tabakkonsum und Passivrauchen verursacht über 20% der Todesfälle aufgrund von koronarer Herzkrankheit: In einem neuen Bericht, den die WHO zusammen mit der World Heart Federation und der University of Newcastle (Australien) anlässlich des weltweit am 29. September begangenen Weltherztages erstellt hat, wird ein deutlich belegter Kausalzusammenhang zwischen Tabakkonsum und Morbidität und Mortalität aufgrund von koronarer Herzkrankheit bestätigt und werden alle Raucher dringend zum Aufhören aufgefordert. Medienmitteilung der WHO.

Lügt British American Tobacco in seinen Medienmitteilungen? Der Zigarettenproduzent British American Tobacco (BAT) wirbt mit der Schweizer Armee und der Suchthilfe – ohne deren Wissen oder Einverständnis. Diese Art des Marketings entspricht dem Muster gezielter Fehlinformation, wie sie Zigarettenproduzenten seit den 1950er-Jahren anwenden. Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Höheres Sterberisiko auch bei gelegentlichem Rauchen: Eine aktuelle Studie aus den USA hat gezeigt, dass auch wenige Zigaretten im Monat mit einem erhöhten Sterberisiko in Verbindung stehen. Den Ergebnissen zufolge sinkt das Sterberisiko, wenn Personen nicht mehr täglich, sondern nur noch an einigen Tagen im Monat rauchen. Jedoch ist ihr Sterberisiko auch bei 6 bis 10 Zigaretten im Monat immer noch um das 1,9-fache gegenüber Nie-Rauchenden erhöht. Artikel auf Drugcom.

Nikotin – Droge mit Zukunft: Obwohl die Zahl der Raucher zurückgeht, fährt die Tabakindustrie immer mehr Gewinne ein. Erfolgsprodukte sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer, die angeblich weniger schädlich sind. Aber ist das wirklich schon erforscht? Aggressiver Lobbyismus und zweifelhafte Studien waren schon lange Instrumente bei der Vermarktung der Droge Nikotin. Trotz zahlreicher Prozesse scheint sich nichts zu verändern. Dokumentation auf Arte (online bis 20.11.20).

Gesundheitsrisiken von Wasserpfeifen: Wasserpfeifen sind keine sichere Alternative zum Tabakkonsum. Wasserpfeifen sind gefährlicher als traditionelle Zigaretten. Kohle, Tabak und Aromen der Wasserpfeife produzieren bei ihrer Verbrennung giftige Stoffe. Und zwar mehr giftige Stoffe als traditionelle Zigaretten. Sie sind krankheits- vor allem krebserregend. Das Wasser bindet die Gifte nicht und die gemeinsam geteilten Mundstücke und Luftansaugen sind beste Überträger von Infektionskrankheiten, wie Covid-19. Eine Zusammenstellung (pdf, 11S.) der Evidenz von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention.

Dossier auf Infoset: Rauchen und Dampfen
 

Beratung & Therapie

Monitoring der stationären Suchttherapieinstitutionen: Der Bericht (pdf, 9S.) von Infodrog liefert Denkanstösse für die Entwicklung der Nachfrage in der stationären Suchttherapie. Denn obwohl im Jahr 2019 in den stationären Suchttherapieinstitutionen Umstrukturierungen vorgenommen wurden, sank die Auslastungsrate weiter.

Dossier auf Infoset: Beratung
 

Schadensminderung

Neues Drug-Checking-Angebot in Biel: Die Stiftung CONTACT erweitert ihr bestehendes Drug-Checking-Angebot mit einer neuen Testmöglichkeit im Seeland. Ab Mitte Oktober können Erwachsene psychoaktive Substanzen auch in Biel anonym testen lassen. Das sogenannte dib (Drug Checking, Infos und Beratung) hilft Überdosierungen zu verhindern und Risiken von gefährlichem Mischkonsum bekannt zu machen. Medienmitteilung der Stiftung.

Basel-Stadt: Wiedereröffnung der K+A Dreispitz: Seit März dieses Jahres wurde das Angebot der Kontakt- und Anlaufstellen (K+A) aufgrund der Coronavirus-Situation auf lediglich einen Standort, die K+A Riehenring, reduziert. Ab heute ist der Standort K+A Dreispitz nun wieder geöffnet. An beiden Standorten wurden bauliche Massnahmen vorgenommen, um die Vorgaben zu Sicherheits- und Hygienemassnahmen vollumfänglich erfüllen zu können. Medienmitteilung Gesundheitsdepartement Basel.

Dossier auf Infoset: Schadensminderung
 

Diverses

Charta 2.0 «Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen»: Mit der Aktualisierung der Charta «Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen» hat die Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW die Publikation von 2014 den Entwicklungen im Schweizer Gesundheitswesen angepasst. Die Charta 2.0 (pdf, 12S.) skizziert das heutige Verständnis interprofessioneller Zusammenarbeit und bietet eine Basis für den weiterhin anzustrebenden Kulturwandel.

Drogenproblem auf Sansibar: Auf Sansibar wird tonnenweise Heroin umgesetzt. Die Droge ist billig und leicht zu bekommen, viele Einheimische sind süchtig. Lange Zeit wurden sie als Aussätzige behandelt - bis sie anfingen, sich selbst zu helfen. Artikel auf Spiegel Online.
 

Agenda

Die laufend aktualisierte Agenda zu Veranstaltungen und Weiterbildungen aus dem Suchtbereich und der Suchtprävention finden Sie direkt auf den Seiten von Infoset.
 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Florence Iff: redaction@infoset.ch

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