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Aktuell

 

 

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 


Gesundheit

Arbeitspapier: Auswirkungen der Corona-Pandemie: Das Arbeitspapier von der Gesundheitsförderung Schweiz und Partnern vermittelt einen Überblick über Ende 2020 vorliegende Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wohlbefinden, die psychische Gesundheit sowie auf das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Bevölkerung in der Schweiz. Ebenfalls die Entwicklung des Suchtverhalten wird analysiert. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit.

Selbsthilfegruppen rund um die Corona-Pandemie: Im Rahmen der Corona-Krise sind Begriffe wie Hilfe, Solidarität und auch Selbsthilfe immer öfters in der Alltagssprache anzutreffen – und werden positiv konnotiert. Viele Menschen engagieren sich oder dürfen Hilfe von Freiwilligen entgegennehmen. Und genau hier knüpft die gemeinschaftliche Selbsthilfe an. Wie während der ersten Welle werden wieder Selbsthilfegruppen zum Thema „Corona“ professionell angeboten. Für interessierte Personen stehen neun Video-Selbsthilfegruppen rund um das Corona-Thema zur Verfügung. Flyer, Videos und Webinare auf www.selbsthilfeschweiz.ch.

 

Cannabis & THC

Synthetische Cannabinoide: Informationen für Konsumierende und Suchtfachleute: Das aktuell auf dem illegalen Markt in der Schweiz verkaufte Cannabis enthält regelmässig synthetische Cannabinoide, die zu einer tödlichen Überdosis führen können. Infodrog hat ein aktuelles Faktenblatt für Konsumierende (pdf, 2S.) und ein Faktenblatt für Suchtfachleute (pdf, 7S.) zusammengestellt. Der Bericht "Synthetische Cannabinoide: Ergebnisse aus dem Drug-Checking der Stadt Zürich" von saferparty.ch ist unterdessen sowohl auf Deutsch (pdf, 6S.) als auch auf Englisch (pdf, 10S.) erhältlich. Beachten Sie auch den Beitrag von Dominique Schori im aktuellen SuchtMagazin 6/2020.

Referendumsfrist abgelaufen: Cannabis-Studie kann starten: Gegen einen neuen Artikel im Betäubungsmittelgesetz, der die Abgabe von Rauschmitteln in Experimenten erlaubt, ist kein Referendum ergriffen worden. Somit sei der Weg für Pilotversuche mit reguliertem Cannabisverkauf geebnet. Wissenschaftliche Studien sollten nun eine sachliche Grundlage für eine Diskussion zur Weiterentwicklung der Cannabispolitik liefern. Der Artikel auf www.zuonline.ch. Medienmitteilung des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich.

Dossier auf Infoset: Cannabis

 

Rauchen & Dampfen

Raucher sterben häufiger an COVID-19: Langjährige Raucher erkranken im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 häufiger schwer an COVID-19. Sie werden laut der Analyse eines Patientenregisters öfter im Krankenhaus und dort auf Intensivstation behandelt. Auch das Sterberisiko war erhöht. Analysiert wurden 7'102 Patienten, von denen 172 aktive und 910 ehemalige Raucher waren. Die Hospitali­sierungsrate war in der Gruppe der Rauchern (Packungsjahre, siehe Artikel) 4,65-fach höher als bei den Niemalsrauchern. Sie wurden 2,11-fach häufiger auf Intensivstation behandelt und ihr Sterberisiko war 6,2-fach erhöht. Artikel auf aerzteblatt.de. Wissenschaftlicher Artikel in Jama Internation Medicine.

E-Zigarette: Ausstiegs- oder Einstiegsdroge: Jugendliche in den USA, die E-Zigaretten konsumieren, greifen später häufiger zur normalen Zigarette. Diesen Zusammenhang scheint eine neue Studie zu belegen. Doch Suchtexperten meinen: So einfach ist es nicht. Sie haben genauer hingeschaut. Artikel mit Podcast auf www.deutschlandfunkkultur.de. 

Der Preis des Rauchens: Viele Tote, hohe Kosten: Jedes Jahr sterben in der Schweiz 9500 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. Die volkswirtschaftlichen Kosten summieren sich auf 3.9 Milliarden Franken. Das müsste nicht sein: Grossbritannien hat es – anders als die Schweiz – geschafft, die Zahl der Raucherinnen und Raucher signifikant zu senken. Einen Beitrag der SRF-Sendung ECO, zu finden auf der Webseite www.srf.ch.

Tabakabsatz in Deutschland 2020 um fünf Prozent gestiegen: Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, wurden Tabakwaren im Wert von 28,8 Milliarden Euro versteuert, das waren rund 1,4 Milliarden Euro oder fünf Prozent mehr als 2019. Demnach stieg insbesondere der Absatz von Pfeifentabak und sogenanntem Feinschnitt; der Zigarettenabsatz ging dagegen leicht zurück. Artikel auf www.nau.ch und ein weiterer Artikel auf www.spiegel.de.

Teil-Lockdown 2020: Neue Studie zeigt Entwicklung des Tabakkonsums in der Schweiz: In einer Studie von Sucht Schweiz und Unisanté sowie Partnern wurden 2000 Raucherinnen und Raucher zwischen 18 und 79 Jahren befragt, um zu eruieren, wie sich der Tabakkonsum während des Teil-Lockdowns entwickelt hat. Es zeigt sich, dass der tägliche Tabakkonsum tendenziell zugenommen hat und dass die Pandemie für die täglich Rauchenden eine besondere Gefährdung mit sich gebracht hat. Personen mit gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten scheinen speziell betroffen zu sein. Für einen kleineren Teil der Konsumierenden war diese Zeit aber auch die Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören. Artikel auf www.suchtschweiz.ch. Studie (Französisch, pdf, 78S.).

Dossier auf Infoset: Rauchen und Dampfen

 

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

ECSTASY: Zu oft zu hoch dosiert: Immer häufiger sind extrem hochdosierte Pillen im Umlauf. Ein Taz Blog hat die Entwicklung der Wirkstoffmenge in Ecstasytabletten in der Schweiz und in Deutschland der letzten Jahre gegenübergestellt. Die Datenanalyse zeigt die steigenden Wirkstoffmenge in Ecstasy-Tabletten im Zeitraum 1995-2019. Der Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de.

Jugendlicher Medikamentenmissbrauch: Die Anzahl der Jugendlichen, die rezeptpflichtige Medikamente konsumieren, um sich zu berauschen, nimmt wahrscheinlich zu. Der Risiken sind sie sich kaum bewusst. Allerdings fehlen, abgesehen von der HBSC-Studie, wissenschaftliche Fakten zum Medikamentenmissbrauch unter Jugendlichen. Der Artikel  (pdf, S.16-19) des Magazins Bildung Schweiz ist frei zugänglich.

Dokumentation: Alltagsdroge Crystal Meth: Die Spitze der anhaltenden "Crystal-Welle" ist spürbar, ihre große Dynamik in der Mitte der Gesellschaft wird politisch weitgehend ignoriert. Warum das Thema auch "strapazieren"? Meint der Vorsitzende des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" (BDK), Sebastian Fiedler: "Ich kenne keine Partei, die sich der gesellschaftlich hochkomplexen Gefahr der neuen Alltagsdroge Crystal Meth bewusst ist." Die Dokumentation zeigt die zunehmende Brisanz des Themas. Artikel auf www.daserste.de. Dokumentation (42:30 Min.) auf www.daserste.de. 

Geschichte und Lehren der 2. US-amerikanischen Opioid-Epidemie: Eine genauere kultur- und kriminalhistorische Betrachtung der US-Opioid-Epidemie der 2010-er Jahre zeigt viele Parallelen zu früheren Suchtepidemien, kommt der Artikel auf www.addiction.ch zum Schluss, welcher die Entwicklung der Opiod-Epidemie aufzeigt.

Faktenblatt: Suchthilfestatistik act-info: Das Monitoringsystem act-info erhebt laufend Daten über die Klienten und Klientinnen in den Einrichtungen der Suchthilfe. Es stellt somit eine der wichtigsten Informationsquellen zur Epidemiologie des Substanzmissbrauches und der Abhängigkeitserkrankungen dar. Opioide und Alkohol bilden nach wie vor die meist verbreiteten Probleme der betreuten Personen. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit. act-info Jahresbericht 2018 (pdf, 76S.) von Sucht Schweiz.

Drogenbericht 2020 Österreich: Die aktuellen Publikationen „Drogenbericht 2020“ und „Epidemiologiebericht Sucht 2020“ des Kompetenzzentrums Sucht (KOSU) der Gesundheit Österreich GmbH zeigen für Österreich eine stabile Lage in Sachen illegaler Drogen.  Suchtmittel Nummer eins der Österreicherinnen und Österreicher bleibt weiterhin das Nikotin. Jede vierte bis fünfte Person gibt dem aktuellen Epidemiologiebericht Sucht zufolge an, täglich zu rauchen. Beim Alkohol wird die Bevölkerung zurückhaltender: Der problematische Alkoholkonsum, alkoholassoziierte Erkrankungen und Todesfälle sind längerfristig rückläufig. Die Medieninformation und Zugang zu den Berichten gibt es auf www. geog.at

 

Verhaltenssüchte

Wenn Sport zur Sucht wird: Fitte, athletische und muskulöse Körper gelten heute als schön. Doch der Körperkult kann schnell zu einem süchtig machenden Identitätsprojekt werden, bei dem es auch um die Antwort auf die Frage: „Wer bin ich?“ geht. Ein Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen von Robert Gugutzer, Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt. Artikel auf www.faz.net.

Stärkung des Spielerschutzes: Erstmals schweizweite Standards zur Aufhebung von Casino-Sperren: Die von der Föderation der Suchtfachleute publizierten Richtlinien erlauben eine schweizweite Angleichung des Aufhebungsprozesses von Casino-Sperren. Nun gibt es erstmals eine gemeinsame Grundlage für eine faktenbasierte Beurteilung der gesperrten Personen. Ziel ist es, dass Geldspielsüchtige von Casinos und deren Online-Angeboten ferngehalten werden und somit der Spielerschutz gestärkt wird. Die dafür vorgesehenen Aufhebungsgespräche müssen laut Geldspielgesetz zusammen mit kantonal anerkannten Fachstellen durchgeführt werden. Medienmitteilung (pdf, 2S.)  vom Fachverband Sucht. Richtlinien zur Aufhebung von Spielsperren - Standards und Best Practices auf der Webseite vom Fachverband Sucht.

Wenn Besitz zur Last wird: 2013, erzählt Julia (Name geändert), sei es besonders schlimm gewesen. In der Beziehung mit ihrem Mann läuft es nicht gut. Die damals 23-Jährige ist unzufrieden mit sich selbst und zweifelt alles an, trennt sich schließlich. Sie ist wütend, auf sich, auf ihn. Einige Monate leben die beiden in getrennten Wohnungen. Das Porträt von "Julia", ihr Leben mit der Kaufsucht und über ihren Versuch, der Sucht zu entkommen. Der Artikel auf www.jetzt.de.

 

Prävention

SRF-mySchool - Erklärvideos und Unterrichtseinheiten: Auf der Webseite von «SRF mySchool» finden Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler in der Rubrik «Themen» viele Filme mit massgeschneidertem Unterrichtsmaterial in Form von Zusammenfassungen, Unterrichtseinheiten und Arbeitsvorschlägen - vertiefend, stufengerecht und kostenlos. Unter dem Thema "Gesellschaft, Ethik & Religion" finden sich beispielsweise die Dossiers "Hanf" und "Drogen-eine Weltgeschichte" mit hilfreichem Lehrmaterial und informativen Filmen.

Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz – quo vadis? Eine erste nationale Umfrage zeichnet eine vielfältige Landschaft der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Von den befragten Einrichtungen bieten 6 Prozent ausschliesslich offene Angebote für Kinder, 27 Prozent ausschliesslich Offene Jugendarbeit und 35 Prozent Offene Kinder- und Jugendarbeit an. Weitere 23 Prozent leisten offene/soziokulturelle Arbeit mit allen Bevölkerungsgruppen und 9 Prozent lassen sich der offenen kirchlichen Kinder- und/oder Jugendarbeit zuordnen. Detaillierte Ergebnisse dieser Studien werden im Januar 2021 kostenlos online mit folgendem Titel publiziert: Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ergebnisse der ersten schweizweiten Umfrage. Einen ersten Einblick gibt der Artikel (pdf, 2S.) auf www.doj.ch.

Dossier auf Infoset: Prävention

 

Neues zu und von Institutionen

Impftermin gegen COVID-19 für Arud Patientinnen und Patienten: Wie den Medien zu entnehmen ist, ist die Nachfrage nach COVID-19 Impfungen sehr gross und die Anzahl Impfdosen noch nicht ausreichend. Arud Patientinnen und Patienten können sich per E-Mail bei Arud melden, wenn Sie gegen COVID-19 geimpft werden möchten: E-Mail schreiben auf arud@arud.ch – bitte nicht anrufen! Die Reihenfolge richtet sich nach den vom Bund festgelegten Kriterien (Risikogruppen). 

Neue EU-Drogenstrategie: Schadensminimierung und Bedürfnisse vulnerabler Gruppen im Fokus: Der Rat der Europäischen Union hat eine neue EU-Drogenstrategie für die Jahre 2021 bis 2025 beschlossen. Diese legt im Vergleich zur bisherigen Drogenstrategie einen deutlicheren Fokus auf Prä­ven­tion, Behandlung und Schadensminderung sowie die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen. Der Artikel auf aerzteblatt.de. Die EU-Drogenstrategie 2021-2025 vom Rat der Europäischen Union.

 

Diverses

Suchtbehandlung in Covid-Zeiten: der disruptive Zwang zur Innovation: Experten-Web-Konferenz: Für die Suchtbehandlung war und ist die Zeit der Covid-Pandemie eine Zeit der Disruption. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz berichten von lokal sehr unterschiedlichen Situationen in Abhängigkeit von den regionalen gesetzlichen und organisatorischen Gegebenheiten. Alles in allem war es jedoch möglich, während der Pandemie Entwicklungen ins Rollen zu bringen, die die Praxis der Suchtbehandlung in den drei Ländern nachhaltig verändern könnten. Die Schilderung der Einschätzung der Expertinnen und Experten im Artikel auf  forum-substitutionspraxis.de

Studie – Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht: Die Studie «Situationsanalyse Weiterbildung im Bereich Sucht» im Auftrag des Bundesamt für Gesundheit schafft einen Überblick über die bestehenden Weiterbildungsangebote, um eine Basis für die künftige Finanzierungsstrategie des BAG in diesem Bereich zu legen. Insgesamt wurden 246 Weiterbildungen zwischen 2018 und Mitte 2020 angeboten, wodurch der Bedarf der Fachpersonen insgesamt gut abgedeckt werden konnte. Studie von Interface. Faktenblatt (pdf, 2S.) vom Bundesamt für Gesundheit.

 

Agenda

Die laufend aktualisierte Agenda aus dem Suchtbereich finden Sie direkt auf den Seiten von Infoset.

 

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Melody Guillaume: redaction@infoset.ch

Beachten Sie auch die Stellenangebote, eine Kooperation mit dem Verein sozialinfo.ch:
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