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Aktuell

 

 

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Suchtpolitik

Geldspielgesetz: Politik muss nachjustieren: Während Corona machten Online-Kasinos gross Werbung für ihre Spiele. Eingetroffen ist, wovor Suchtexperten warnten: Es gibt offenbar mehr Abhängige. Die Politik ist nun in der Pflicht. Der Kommentar zu der Situation auf www.bazonline.ch.

«Neue» Tabakprodukte: ­Entwicklungen und Folgen: Das neue Tabakproduktegesetz (TPG), welches derzeit vom Parlament ausgearbeitet wird, ist ein Gesetz, das alle tabak- und nikotinhaltigen Produkte regulieren soll. Hier gilt es hervorzuheben, dass elektronische Zigaretten (electronic nicotine delivery systems oder ENDS) in der Schweiz in keiner Weise reguliert sind. In seiner heutigen Form wird das TPG nicht viel an dieser Situation ändern und ist im Wesentlichen ein zahnloser Tiger. Artikel (pdf, 3S.) in der Schweizerischen Ärztezeitung.

Drogenanlaufstelle neben der Schule: In Bern gibts Ärger: Seit 20 Jahren betreibt die Stiftung Contact im Auftrag des Kantons Bern am Rande der Innenstadt eine Kontakt- und Anlaufstelle für Drogenabhängige. Es ist die einzige Anlaufstelle in der Stadt Bern. Nun gib es Pläne, die Drogenanlaufstelle an einem neuen Ort einzurichten. Beitrag auf www.srf.ch.

Jugend

Studie: Influencer:innen und Werbung: Inwieweit die Social Media-Aktivitäten von Influencer:innen als Werbung gekennzeichnet werden müssen, wird seit einiger Zeit stark diskutiert. Die aktuelle Studie im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (kjm) untersucht daher wie Werbung online platziert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Werbung oft subtil dargestellt und nicht immer markiert wird, wodurch vor allem unerfahrene Kinder und Jugendlichen die Posts nicht deuten können. Der Bericht (pdf, 86S.) auf www.kjm-online.de.

Die Schweizer Jugend in der Pandemie: Die in der Schweiz teilweise seit über einem Jahr geltenden Regeln zur Reduktion von physischen Kontakten schlugen der ganzen Bevölkerung aufs Gemüt. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich mitten in einer wichtigen Transformationsphase befinden, wurden von den Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie besonders hart getroffen. Die schwierigen Umstände tragen dazu bei, dass es den Jugendlichen nach über einem Jahr Pandemie deutlich schlechter geht als dem Bevölkerungsdurchschnitt. Dies zeigt die Spezialauswertung von Sotomo, welche die COVID-19-Taskforce des Bundesamts für Gesundheit BAG in Auftrag gegeben hat. Bericht (pdf, 40S.) auf www.sotomo.ch.

Was tun bei Konsum von psychoaktiven Substanzen im Lehrbetrieb? Eine neue Broschüre des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien fasst Handlungsempfehlungen im Zusammenhang mit Konsum von psychoaktiven Substanzen in Lehrbetrieb, Berufsschule und Lehrlingsheim zusammen. Egal, ob es sich um legale Substanzen wie Alkohol und Nikotin handelt oder um illegale wie u.a. Cannabis unterstützt Lehrlingsausbildner:innen und Führungskräfte dabei, das Konsumverhalten ihrer Lehrlinge richtig einzuschätzen und vermittelt Informationen, wie im Anlassfall vorzugehen ist. Die Broschüre (pdf, 13S.) auf www.sdw.wien.

Alkohol

Noch mehr illegale Alkohol-Verkäufe an Jugendliche während der Pandemie: Die Statistik der 6 040 gesamtschweizerisch vorgenommenen Testkäufe im Jahr 2020 zeigt, dass in über 29 % der Kaufversuche durch Minderjährige der Alkohol illegal verkauft wurde, was einer Steigerung von rund 9 Prozentpunkten entspricht. Die Einschätzung des Alters ist durch die Maskenpflicht noch schwieriger geworden und die Konzentration auf die Hygienevorschriften haben den Jugendschutz mancherorts in den Hintergrund gedrängt. Der Beitrag dazu auf www.suchtschweiz.ch.

Warum Sie sich das Leben nicht schöner trinken können: Geplagt von der Midlife-Crisis beschließen die Männer (im Kinofilm »Der Rausch«), tagsüber immer genau so viel zu trinken, dass sie ständig 0,5 Promille Alkohol im Blut haben. Wie das Experiment auf der Leinwand ausgeht, soll hier nicht gespoilert werden. Klar ist, dass derartiges Pegeltrinken in der Realität nicht funktionieren würde und eindeutig negative Folgen hätte. Artikel auf www.spiegel.de.

Cannabis

Wieso Cannabis verboten gefährlicher ist als legal: Schweizer Städte planen Cannabis-Pilotstudien, die den Rahmen für eine allfällige Legalisierung abstecken sollen. Doch was weiss die Wissenschaft bereits über die Droge? Artikel auf www.higgs.ch.

Warum du in Bern neu dein Cannabis gratis und anonym testen lassen kannst: Marihuana ist die am häufigste konsumierte illegale Substanz in der Schweiz. Seit 2019 ist das Cannabis, das Konsumierende auf der Strasse erwerben, nicht immer ganz sauber. Zunehmend werden nämlich Cannabisblüten mit synthetischen Cannabinoiden besprüht, ohne dass die Kifferin oder der Kiffer davon weiss. Diese Substanzen sind weder sicht- noch riechbar und haben äusserst unangenehme Nebenwirkungen. Diese will die Stiftung für Suchthilfe «Contact» nun verhindern. Artikel auf www.20min.ch.

Kampagne in Deutschland: Zeit für Legalisierung! Mit Blick auf die Bundestagswahl startete der Deutsche Hanfverband (DHV) Anfang Juli die Kampagne „Zeit für Legalisierung!“ . Abgesehen von CDU/CSU und AfD werben alle anderen bisher im Bundestag vertretenen Parteien mit der Legalisierung von Cannabis in ihren Wahlprogrammen. Selbst die SPD will die besten Regeln dafür durch eine legale Abgabe in Modellprojekten erproben. Die Verbotspolitik ist nicht nur nach Ansicht des Deutschen Hanfverbandes krachend gescheitert, sondern auch nach Einschätzung zahlreicher Expert:innen aus den Bereichen Praxis, Wissenschaften, Recht und Politik. Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de

Cannabis-Auswertung 1. Halbjahr 2021: Zwischen Januar und Juni 2021 wurden insgesamt 264 Cannabisproben im Drogeninformationszentrum (DIZ) in Zürich analysiert. Der Durchschnittsgehalt der analysierten Proben lag bei 13 % THC und 0.9% CBD. Bei rund 14% der Proben konnten synthetische Cannabinoide nachgewiesen werden. Alle Details zu den analysierten Cannabis Proben im 1. Semester 2021 können im vollständigen Bericht (pdf, 9 S.) auf www.saferparty.ch nachgelesen werden.

Kann denn Kiffen Doping sein? Ein Joint hat die Olympiahoffnungen der amerikanischen Star-Sprinterin Sha'Carri Richardson zunichtegemacht: Nachdem ein Dopingtest auf Cannabis positiv ausgefallen ist, wurde sie Ende Juni für einen Monat gesperrt. Im Anschluss verzichtete der US-Leichtathletikverband darauf, die 21-Jährige für die Sommerspiele in Tokyo zu nominieren. Das wirft für viele Sportfans die Frage nach der Angemessenheit auf. Sollte man Athleten den Konsum von Cannabis verbieten? Ist Marihuana überhaupt Doping? Artikel auf www.spectrum.de.

Marokko legalisiert Cannabis: Seit Jahrhunderten wird in Marokko Cannabis angebaut - das nordafrikanische Königreich gilt als einer der weltweit größten Cannabis-Produzenten sowie Haschisch-Lieferanten. Jährlich werden vor Ort mehrere 100 Tonnen Haschisch konfisziert. Doch die Cannabis-Bauern sind alles andere als reich. Sie werden geduldet, leben aber in prekären Verhältnissen. Sie werden von der Gesellschaft stigmatisiert und klagen über die Willkür der Polizei. Das soll sich jetzt ändern: Marokko hat den Cannabis-Anbau für medizinische und kosmetische Zwecke legalisiert. Audiobeitrag auf www.dw.de.

 

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Opiod-Informationsposter: Die neuen Poster, erstellt vom Canadian Centre on Substance Use and Addiction, bieten leicht zugängliche und übersichtliche Informationen zu  der Opioid-Überdosis-Krise und zu Oiopiden. Die Poster (Englisch) What Are Opioids?Canada’s Opioid Crisis: What You Should Know?Canada’s Opioid Crisis: How You Can Help? und Opioids and Pain Management auf www.ccsa.ca.

Verhaltenssüchte

www.genuggespielt.at: Neues kostenloses Online-Tool gegen Spielsucht: Glücksspiel und Sportwetten erreichen gerade in Zeiten sportlicher Großereignisse wie Europameisterschaften oder Olympia ihren Höhepunkt. Während viele Menschen dem Nervenkitzel von Wetten nur zu diesen besonderen Anlässen nachgehen, endet er für manche in der Sucht. Etwa ein Prozent, also rund 64'000 Personen zwischen 14 und 64 Jahren, weisen in Österreich ein problematisches oder pathologisches Spiel. Das anonyme und kostenlose Selbsthilfeprogramm wird ausschließlich online durchgeführt und besteht aus neun Modulen, die über einen Zeitraum von 8 Wochen absolviert werden.

Abzocke von Gamer:innen: Das Online-Game ist gratis, es wimmelt jedoch von kostenpflichtigen Extras. Die sogenannten Mikrotransaktionen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Einnahmequelle der Gaming-Industrie entwickelt. Den Spielenden kann so viel mehr Geld aus der Tasche gezogen werden. Spannender Videobeitrag von 10 vor 10 auf www.srf.ch.

Diverses

«Experiment zuckerfrei» – Wie gelingt der Zuckerentzug? Vier Freiwillige haben vor einem Jahr einen Monat lang auf Zucker verzichtet, um Gewicht zu verlieren und gesünder zu leben. Für eine Bilanz trifft sich die Zuckerverzichtsgruppe zu einem Picknick. Der Videobeitrag, sowie in Expertenchat zum Thema auf www.srf.ch.

Die Pandemie hinterlässt ihre Spuren: Vor allem die Psyche junger Frauen leidet: Die Krankenkasse CSS hat die Ergebnisse ihrer jährlichen Gesundheitsstudie präsentiert. Dabei zeigt sich, dass sich die mentale Gesundheit der Bevölkerung seit Corona-Beginn teilweise massiv verschlechtert hat. Vor allem junge Frauen sind betroffen. Artikel auf www.watson.ch; Bericht (pdf, 46S.) auf www.sotomo.ch.

Jahresbericht 2020 von Tox Info Suisse: Die zentralen Aufgaben von Tox Info Suisse waren auch 2020 die telefonische Beratung bei Vergiftungsnotfällen und die Beantwortung präventiver Fragen. Das grosse Fachwissen der Toxikologinnen und Toxikologen war zudem für zahlreiche weitere Aufgaben im öffentlichen und privaten Bereich gefragt. Das Team von 40 Mitarbeitenden hat ca. 40 000 Auskünfte über die Notrufnummer 145 erteilt. Der Bericht enthält u.a. einen interessanten Abschnitt über Medikamente. Der Bericht auf www.toxinfo.ch.

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