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Aktuell

SuchtMagazin 5/2021: Jugendliche
Die aktuelle Ausgabe des SuchtMagazin widmet sich auf vielfältige Weise den Lebenswelten junger Menschen: Wie sieht ein geeigneter Jugendschutz bei Cannabis aus, sind E-Zigaretten eine «Einstiegsdroge» ins konventionelle Rauchen und was sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Jugend? Diese und viele weitere spannende Beiträge erwarten Sie in der Herbst-Ausgabe.
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www.suchtmagazin.ch

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Suchtpolitik

Einfluss der Tabaklobby: Nur Dom-Rep ist noch lascher als die Schweiz: Lobbying und Preisfreiheit statt Prävention und Regulierung: Ein Ländervergleich sieht die Schweiz als Zufluchtsort und Marketinglabor für die internationalen Tabakkonzerne. Die multinationalen Tabakkonzerne hätten die Schweiz als ihren weltweiten Zufluchtsort gewählt, von dem aus sie in aller Ruhe und Sicherheit ihre globalen Aktivitäten planen könnten, analysiert der internationale Tabaklobby-Index 2021. Der weltweite Nettoumsatz der drei der hier ansässigen Konzerne Philip Morris International, British Tobacco sowie von Japan Tobacco International lag 2019 bei über 80 Milliarden Franken. Artikel auf www.tagesanzeiger.ch.

Anbau und der Handel von Cannabis sollen reguliert werden: Cannabis soll nicht mehr verboten sein, sondern Anbau, Produktion, Handel und Konsum sollen umfassend neu geregelt werden. Dieser Meinung sind beide zuständigen Parlamentskommissionen. Nun soll ein Gesetzesentwurf erarbeitet werden. Nach der Nationalratskommission sprach sich nun auch die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) für diesen Schritt aus. Der Entscheid fiel mit 9 zu 2 Stimmen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Damit ist der Ball wieder bei der SGK-N. Artikel auf www.tagesanzeiger.ch.

Deutschland: Kommt jetzt die Cannabislegalisierung? Millionen Menschen greifen in Deutschland zumindest gelegentlich zu Cannabis. Eine neue Regierung könnte die Legalisierung der bislang illegalen Volksdroge vorantreiben. Kommt die deutsche Drogenpolitik nun in Bewegung? Denn die Chance auf eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland war wohl noch nie so groß wie derzeit. Nach der Bundestagswahl vom 26. September loten SPD, Grüne und FDP derzeit in Sondierungsgesprächen aus, ob sie gemeinsam eine neue Regierung bilden, eine sogenannte Ampel-Koalition nach den jeweiligen Parteifarben. Artikel auf www.dw.com.

Briefing Paper – Regulierung von Cannabis: Lehren aus dem illegalen Tabakhandel: Transnationale Tabakunternehmen haben sich mitschuldig gemacht und waren direkt in den illegalen Tabakhandel verwickelt, argumentiert der Autor des aktuellen Briefingpapers des Internationalen Drug Policy Consortium (IDPC). Parallel dazu sei es den Tabakunternehmungen gelungen durch geschicktes Engagement in den Medien, der Wissenschaft und der Strafverfolgung die politischen Inhalte nach ihren Wünschen zu gestalten. Aufgrund der Begebenheiten im Bereich Tabak, lassen sich auch wichtige Lehren für die Ausgestaltung der künftigen Cannabisregulierung ziehen, wird argumentiert. Das Briefingpaper (pdf, Englisch, 23S.) auf www.idcp.net.

Cannabis: Benebelt ist vor allem die Verbotspolitik: Eine Flut von Gesetzen diskriminiert Cannabiskonsumierende, gefährdet und bedroht sie mit Haft und in manchen Ländern gar mit dem Tod. Der Krieg gegen Cannabis ist ein Krieg gegen Menschen. Produktion und Handel des Produkts wachsen unterdessen seit Jahrzehnten, vor allem dank der enormen Gewinnspannen durch die Prohibition. Der Kampf gegen Cannabis ist verloren, er hat sämtliche Ziele verfehlt: Millionen Deutsche kiffen. Zeit für die Legalisierung, fordert der Autor des Artikels auf www.freitag.de.

Abstimmung «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022: Der Bundesrat hat entschieden, dass die Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 zur Abstimmung kommen wird. Die Gesundheitsorganisationen sowie Jugend- und Sportverbände mussten die Volksinitiative lancieren, weil nur so wirksamer Jugendschutz umgesetzt werden kann. Denn Bundesrat und Parlament lassen mit dem Tabakproduktegesetz weiterhin genau diejenige Werbung zu, die Kinder und Jugendliche erreicht und sie so in den schädlichen Tabakkonsum führt. Nun hat das Volk das letzte Wort. Artikel auf www.suchtschweiz.ch.

«Es braucht ein vollständiges Tabakwerbeverbot»: Die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN) kritisiert das Tabakproduktegesetz, wie National- und Ständerat es verabschiedet haben. Matthias Weishaupt, Präsident der EKSN, erklärt im Interview, warum. Das Interview ist auf www.spectra.

Methamphetamin aus Afghanistan: Europa sollte sich besser vorbereiten: In einem neuen Bericht der Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) wird das relativ neue Aufkommen der Methamphetaminproduktion in Afghanistan untersucht und es werden Massnahmen aufgezeigt, die in Europa ergriffen werden können, um Risiken zu mindern. Die Publikation weist darauf hin, wie wichtig es ist, die politischen Entscheidungsträger:innen in Europa sowie die Strafverfolgungsbehörden (insbesondere diejenigen, die an den traditionellen Heroinhandelsrouten liegen) für dieses Thema zu sensibilisieren. Bericht (pdf, Englisch, 13. S.) auf www.emcdda.europa.eu.

Cannabis

Gefährlicher Rausch: Synthetisches Cannabis: Die Sendung Nano auf 3Sat stellt kompakt Informationen im Wissensteil zur Verfügung. In einem aktuellen Beitrag informiert ein Toxikologe über synthetisches Cannabis und warnt eindringlich über die negativen Konsequenzen der Einnahme von gestreckten Drogen. Informativer Videobeitrag (5:43 Min.) der Sendung Nano auf www.3sat.de.
 
Was ist dran am Mythos «Einstiegsdroge Cannabis»? Die Schweiz ist dabei, Cannabis im Rahmen von Pilotversuchen zu regulieren – also den Zugang innerhalb enger gesetzlicher Leitplanken für den Markt festzulegen. Suchtfachleute begrüssen diesen Schritt sehr! Er kann im Zusammenhang mit der weit verbreiteten Annahme von «Cannabis als Einstiegsdroge» jedoch auch beängstigend wirken. Doch was ist überhaupt dran an diesem Mythos? Ein interessanter Blogbeitrag auf www.arud.ch.
 

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Gefährlicher Mischkonsum: Ein Glas Wein, dazu eine Tablette und vielleicht noch Kokain… Mischkonsum beschäftigt die Präventionsfachleute. Da die Wechselwirkungen der verschiedenen Substanzen unvorhersehbar sind, kann das gesundheitliche Risiko gross sein und der Konsum lebensgefährlich werden. Das ist insbesondere jungen Menschen, aber auch über 65-Jährigen, deren Stoffwechsel sich verändert, zu wenig bewusst. Die neue Ausgabe (pdf, 20 S.) "laut & leise" stellt verschiedene Präventionsangebote vor und widmet sich dem Thema Mischkonsum.

Alkohol – Wieviel darf ich pro Woche trinken? Alkoholhaltige Getränke sollten aufgrund ihrer toxischen und suchterzeugenden Wirkung nur in Maßen getrunken werden, andernfalls kommt es zu einem Alkoholproblem. So müssen Betroffene mit einem regelmäßigen, hohen Alkoholkonsum mit gesundheitlichen Folgen und der Entwicklung einer Abhängigkeit rechnen. Je mehr und je häufiger getrunken wird, desto höher ist in der Regel die Suchgefahr. Der Artikel auf www.doccheck.com fasst die generellen Empfehlungen zusammen und zeigt den Unterschied zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht auf.

Podcast: Paris hat ein Crack-Problem und verschiebt die offene Drogenszene quer durch die Stadt: Seit Monaten werden ein paar hundert Crack-Süchtige in Paris umhergeschoben. Überall gibt es Widerstand von Anwohnenden. Die Politik scheint das Problem mit der offenen Drogenszene nicht in den Griff zu bekommen. Der Podcast (16 Min.) aus der Reihe NZZ-Akzent auf www.nzz.ch.

Corona hat Einfluss auf Drogenkonsum: Hat die Krise zu mehr oder zu weniger Drogenkonsum geführt? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Sicher ist nur, dass die Folgen der Corona-Krise in allen sozialen Bereichen nachhallen, auch in der Drogenberatung. Artikel auf www.mdr.de.

Nationale Statistiken sind verfügbar: Substitutionsbehandlung und stationäre Behandlungen: Sucht Schweiz hat die Ergebnisse verschiedenerer Statistiken aus dem Suchtbereich für das Jahr 2020 veröffentlicht. Ein Bericht zeigt die Statistik für stationären Behandlung der Alkoholabhängigkeit und die Statistik für die stationäre Suchttherapie. Der Bericht (pdf, 161 S.) dazu auf www.suchtschweiz.ch. Ein weiterer Bericht (pdf, 45S.) zeigt die Substitutionsbehandlungen mit Opioid-Agonisten. Weitere Statistiken sind auf der Webseite von www.suchtschweiz.ch downloadbar.

Deutschland: Der Jahresbericht der Drogenbeauftragten ist verfügbar: Auch der aktuelle Jahresbericht fasst aktuelle Zahlen zum Drogenkonsum und -handel zusammen. Während der Konsum von Alkohol und Tabak demnach insgesamt leicht rückläufig ist, stieg wie in den Jahren zuvor der Cannabiskonsum gerade bei den jungen Erwachsenen. Im Bereich organisierte Drogenkriminalität ist seit Jahren eine steigende Zahl von Handelsdelikten zu verzeichnen. Durch die Corona-Pandemie verlagerte sich der Handel von der Straße ins Internet. Der Bericht (pdf, 80S.) auf www.drogenbeauftragte.de; ein Artikel dazu auf www.sueddeutsche.de.

Verhaltenssüchte & Forschung

Blogbeiträge und Informationen über Internet, Jugendschutz und Online-Gaming: Auf der Webseite www.webcare.plus gibt es interessante Blogbeiträge und Informationen über verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der virtuellen Welt zu lesen. Ein Blogbeitrag widmet sich dem Jugendschutz und dem Internet, ein Blogbeitrag thematisiert das Online-Gaming und ein weiterer Blogbeitrag zeigt die Mediennutzung während der Corona-Pandemie auf.

Informationen für die Praxis aus der Suchtforschung: Cannabis, Nikotin und Substitutionsbehandlung: Auch mit der aktuellen Ausgabe des HLS-Forschungsbriefes stellt die Hessische Landesstelle für Suchtfragen wie gewohnt einige ausgewählte Informationen für die Praxis aus dem Bereich der Suchtforschung vor. Die drei Themen der aktuellen Ausgabe sind: Zigaretten, E-Zigaretten, Nikotinprodukte: Zum Stand der Forschung und der Behandlung; Internationale Erfahrungen mit der Legalisierung von Cannabis:  Rahmenbedingungen der Substitutionsbehandlung in Deutschland. Der Forschungsbrief (pdf, 11 S.) fasst die wichtigsten Informationen in einem kurzen Text mit Literaturangaben jeweils zusammen und kann auf www.hsl-online.de heruntergeladen werden.

Institutionen

Die Bedeutung der Schadens­minderung in der Suchtmedizin: Mit dem Konsum von Substanzen wie Alkohol, Cannabis, Kokain oder Tabak geht ein gesundheitliches Risiko einher. Doch Abstinenz ist nicht für alle Menschen zu jedem Zeitpunkt zielführend. Hierbei kommt der Schadensminderung im Rahmen der Suchttherapie eine zentrale Bedeutung zu. Die Zentrum für Suchtmedizin Arud setzt dabei auf Spezialist:innen aus Erfahrung als Brückenbauer von der Drogenszene in die Suchttherapie. Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung auf www.saez.ch.

Eve & Rave Schweiz: 25 Jahre Drogenaufklärung: Vor einem Vierteljahrhundert wurde Eve & Rave Schweiz gegründet und Drug-Checking in der Schweiz eingeführt. Der erste Verein Eve & Rave wurde in Berlin im Oktober 1994 von kulturell und sozial engagierten Mitgliedern der Technoszene gegründet. Ziel und Zweck der Vereinsgründung war, Energien zur Förderung der Party- und Technokultur zu bündeln und zur Minderung der Drogenproblematik zu akkumulieren. Im Februar 1996 wurde dann Dank der Initiative von Roger Liggenstorfer in Solothurn ein gleich gearteter Verein namens Eve & Rave Schweiz gegründet. Der Blogbeitrag auf www.blogs.taz.de gibt einen kurzen historischen Rückblick.

Neutrale Beratung und Erfahrung seit bald 50 Jahren: Angehörige von suchtkranken Menschen sind in einer schwierigen und oft unerträglichen Situation. Während es für Suchtkranke verschiedene Angebote gibt, werden Angehörige allein gelassen. Vor über 40 Jahren gründeten Angehörige von Suchterkrankten ada-zh. Von Anfang an wurde die Institution zur Plattform für rasche und unkomplizierte Hilfe. Die fachliche Entwicklung hat zu neuen Angeboten und Dienstleistungen geführt. Weitere Informationen finden sich in der Broschüre (pdf, 16S.) auf www.ada-zh.ch.

Videos: So machen wir Suchtmedizin: Wollten Sie schon mal erfahren, wie die Behandlung in der Arud Zentrum für Suchtmedizin und im Checkpoint Zürich abläuft und welche Ansätze wir dabei verfolgen? In sechs 30-minütigen Referaten geben die Spezialist:innen Einblick in ihre Arbeit und zeigen auf, worauf bei der Behandlung einer Abhängigkeit zu achten ist. Die ersten drei Episoden zu AlkoholKokain und Tabak sind bereits auf www.youtube.ch verfügbar, die restlichen zwei Ausgaben (Opioide, HIV/STI) können noch live per Zoom verfolgt werden. Weitere Informationen auf www.arud.ch.

Diverses

Umfrage Haus- und Heimärzt:innen in Zusammenhang mit Früherkennung und Frühintervention (F+F): Der Fachverband Sucht führt im Rahmen des Projekts «Sucht im Alter» eine Bedarfserhebung durch. Ziel ist, herauszufinden, wo Bedarf an Unterstützung für Haus- und Heimärzt:innen in Zusammenhang mit Früherkennung und Frühintervention (F+F) bei älteren Menschen besteht. Die aus der Umfrage gewonnenen Informationen werden in einem nächsten Schritt analysiert und bei Bedarf ein entsprechendes Instrument umgesetzt. Sind Sie Haus- oder Heimärzt:in und haben mit älteren Menschen in einem Alters- oder Pflegeheim zu tun? Dann können Sie gerne an der Umfrage teilnehmen.

Neu: Veranstaltungskalender auf prevention.ch: Neu können Organisationen, die auf prevention.ch ein Benutzerkonto haben, ihre Veranstaltungen unter www.prevention.ch/events publizieren. Klicken Sie dafür auf www.prevention.ch auf «Artikel schreiben» und wählen Sie unter «Einträge» die Rubrik «Events». Zu den eingetragenen Events.

Alarmierende Studie: Pandemie macht Junge psychisch krank: Eine Umfrage in 21 Ländern ergab, dass sich jeder fünfte Mensch im Alter zwischen 15 und 24 Jahren «häufig depressiv fühlt oder wenig Interesse daran hat, Dinge zu tun». Der Bericht der Unicef stellt dabei einen direkten Bezug zu den Auswirkungen der Pandemie her: «Nach den neuesten verfügbaren Daten von Unicef ist weltweit mindestens eines von sieben Kindern direkt von Lockdowns betroffen, während mehr als 1.6 Milliarden Kinder einen gewissen Bildungsverlust erlitten haben». Bericht (pdf, Englisch, 262 S.) der Unicef; Artikel dazu auf www.srf.ch.

Was hat der spielzeugfreie Kindergarten mit Suchtprävention zu tun? Antworten und Tipps für Eltern in der neuen Ausgabe «prävention», dem Informationsblatt der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland. Der Artikel (pdf, 2 S.) ist auf www.suchtpraevention.ch verfügbar.

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Redaktion Infoset

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Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Melody Guillaume: redaction@infoset.ch

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