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Aktuell

   

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Suchtpolitik

Deutschland: Legalisierung von Cannabis und Drug-Checking: SPD, FDP und Grüne wollen Cannabis legalisieren und Drug-Checking einführen: Unter dem Titel «Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit» haben die drei Parteien der Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag 2021 – 2025 zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und den Freien Demokraten (FDP) im Abschnitt «Drogenpolitik» sich für die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken ausgesprochen. Der Artikel zu diesem Thema auf www.blogs.taz.de; der Koalitionsvertrag auf www.tagesspiegel.de.

Podcast: Cannabis-Pilotversuche – Neue Wege in der Suchtpolitik: Die Cannabis-Pilotversuche erkunden neue Wege im Umgang mit Cannabis als Genussmittel. Seit 15. Mai 2021 ermöglicht eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes – befristet auf zehn Jahre – eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu «Genusszwecken» im Rahmen von Pilotversuchen. Sie sollen wissenschaftliche Grundlagen für die künftige gesetzliche Regelung liefern. Was braucht es konkret für die Umsetzung eines Pilotversuchs? Und was lässt sich von den Studien erwarten? Der «Spectra-Podcast» fragt nach und spricht mit Maya Ackermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sektion Politische Grundlagen und Vollzug vom Bundesamt für Gesundheit, mit Reto Auer, Leiter Substanzkonsum am Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) und mit Julia Joos, Suchtbeauftragte der Stadt Bern. Der Podcast auf www.spectra-online.ch.

Alkohol

Migros-Delegierte machen Weg frei für Alkoholverkauf: Die Delegierten der Migros macht den Weg frei für den Alkoholverkauf. Ein historischer Entscheid für die Migros, denn seit ihrer Gründung gilt ein Alkoholverkaufsverbot. Damit soll der Verkauf von Alkohol in der Migros möglich werden. Bis zur Umsetzung dauert es allerdings noch etwas, als Nächstes nehmen sich die regionalen Genossenschaften dieser Frage an. Artikel dazu auf www.srf.ch. Eine nicht-repräsentativen Umfrage auf SRF News zeigt zudem, dass 72 Prozent der Userinnen und User gegen den Verkauf von Alkohol in der Migros sind. Zum Artikel der SRF-Community aus www.srf.ch. Ein weiterer Artikel auf SRF zeigt die möglichen Folgen des Entscheides auf - «Als trockener Alkoholiker ist Einkaufen ein Spiessrutenlauf».

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Video: Ein Besuch im dib Bern von CONTACT Nightlife – Drug Checking: Wissen, was drin ist! Das Angebot von dib (Drug Checking, Infos und Beratung) richtet sich an Erwachsene, die gelegentlich oder regelmässig legale oder illegale psychoaktive Substanzen konsumieren, wie z. B. Partypillen oder –pulver sowie Cannabis. dib klärt über Wirkung und Risiken psychoaktiver Substanzen auf und fördert im Gespräch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Zudem steht ein vielfältiges Informationsmaterial über Substanzen sowie zu verschiedenen Hilfsangeboten zur Verfügung. Das 2-minütige Video auf www.youtube.ch gibt eine kurze Einführung wie der Ablauf des Drugchecking in Bern ist.

Abgabe von medizinischem Heroin: Verlängerung der geänderten Regelung: Patientinnen und Patienten, die medizinisches Heroin erhalten, können weiterhin aufgrund strikter Kriterien bis zu sieben Tagesdosen Diacetylmorphin aufs Mal beziehen. Aufgrund der positiven Erfahrungen während der Pandemie hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 24. November 2021 beschlossen, diese Praxis bis zum 31. März 2023 zu verlängern und bis dahin die Betäubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV) vollständig zu revidieren. Die Medienmitteilung auf www.admin.ch.

Deutschland: Bericht zur Situation illegaler Drogen erschienen: Die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hat ihren jährlichen Bericht veröffentlicht. Dieser bietet einen vollständigen Überblick über das Konsumverhalten in der Altersgruppe der 12- bis 64-Jährigen. Darüber hinaus fasst er Hintergrundinformationen sowie aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Prävention, Beratung, Behandlung, Schadensminderung und Angebotsbekämpfung zur Verbreitung illegaler Drogen in Deutschland zusammen. Die Medienmitteilung (pdf, 2S.) und die verschiedenen Berichte können auf www.dbdd.de heruntergeladen werden.

Verhaltenssüchte

Informationspapier: Pathologische Computer- und Internetnutzung: Die Bayerische Akademie für Gesundheits- und Suchtfragen hat das Informationspapier über die Pathologische Computer- und Internetnutzung aktualisiert. Das Informationspapier gibt einen guten Überblick über verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der Störung: Beispielsweise wird neben der Definition und Messung auch die Prävalenz, die Prävention und die Therapie thematisiert. Das Informationsblatt (pdf, 14 S.) auf www.bas-muenchen.de.

Kinder & Jugendliche

Magazin zum Thema: Gefährdete Jugendliche: Die aktuelle Ausgabe vom Grüner Kreis Magazin widmet sich den Jugendlichen. Verschiedene Artikel thematisieren in dieser Altersgruppe relevante Aspekte: Ein Artikel zeigt den Jugendlichen Substanzkonsum, die Besonderheiten und Trends auf. Ein weiterer Artikel thematisiert die psychotherapeutische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in der Covid-19-Pandemie. Das Magazin ist auf www.gruenerkreis.at verfügbar.

Studie: Schätzung von suchtbelasteten Kindern in Deutschland: Eine neue Studie schätzt die Anzahl Kinder mit Eltern mit einer Substanzgebrauchsstörung (substance use disorder). Zur Bewertung der Substanzgebrauchsstörung (SUD) wurden die Diagnosekriterien für  Tabak, Alkohol, Cannabis, Kokain oder Amphetamin verwendet. Die Untersuchung zeigt auf, dass im Jahr 2018 in Deutschland 13.597.428 Kinder unter 18 Jahren lebten. Von diesen lebten schätzungsweise 6,9-12,3 % (935'522-1'673'103) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Tabakkonsumstörung hatte, 5,1-9,2 % (688'111-1'257'345) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Alkoholkonsumstörung hatte und 0,6-1,2 % (87'817-158'401) in Haushalten, in denen mindestens ein Erwachsener eine Störung im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen hatte. Die Gesamtzahl der Kinder, die derzeit mit SUD-Erwachsenen in ihrem Haushalt leben, wurde auf 11,2-20,2 % (1'521'495-2'751'796) geschätzt. Die Studie auf www.capmh.biomedcentral.com.

Jugend in Zeiten der Corona-Pandemie - gefährlich oder gefährdet? Prof. Dr. Dirk Baier (ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Delinquenz und Kriminalprävention) präsentiert im Rahmen des Mastermind-Forum wissenschaftliche Daten und Statistiken zur Rolle der Jugend während der Pandemie. Dabei behandelt er folgende Fragen: Hat sich die Jugendkriminalität durch Corona erhöht? Hat die häusliche Gewalt durch Corona zugenommen? Wie fühlen sich die Jugendlichen in der Corona-Pandemie? Hat die psychische Belastung der Jugendlichen während Corona zugenommen? Sind Jugendliche anfälliger für Verschwörungstheorien? Das Referat (26 Min.) kann auf youtube.com

Deutschland: Medien- und Spielsucht während Corona bei Kindern gestiegen: In der Corona-Pandemie haben Kinder und Jugendliche mehr Zeit am Smartphone und am PC verbracht. Gestiegen ist dabei auch der Anteil derjenigen, die krankhaft spielen oder chatten, wie eine Studie zeigt. Die Untersuchung der Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) kommt in einer Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK zum Schluss, dass bei mehr als 4 Prozent der 10- bis 17-Jährigen in Deutschland ein sogenanntes pathologisches Nutzungsverhalten vorliegt. Artikel dazu auf www.nau.ch. Resultate der Studie (pdf, 38S.) auf www.dak.de.

Studie Deutschland: Kleinkinder und Medien: Laut der neuen miniKIM-Studie verbringen zwei- bis fünfjährige Kinder aktuell bereits genau so viel Zeit mit Streamingdiensten wie mit dem klassischen Fernsehen. Mit der miniKIM-Studie 2020 legt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) in Kooperation mit dem Südwestrundfunk (SWR) nach 2012 und 2014 zum dritten Mal Basisdaten zur Mediennutzung von Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren vor. Für die Studie wurden insgesamt 600 Haupterzieher:innen zum Medienverhalten ihrer Kinder online befragt. Artikel dazu auf www.klilcksafe.de: Studie (pdf, 56S.) auf www.mpfs.de.

Institutionen

Jubiläum: 30 Jahre Arud «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen»: Die Arud feiert ihr 30-jähriges Bestehen! Kurz bevor der Platzspitz im Februar 1992 von den Behörden überstürzt geschlossen worden ist, gründeten engagierte Ärzte und Fachleute am 30. November 1991 die «Arbeitsgemeinschaft für einen risikoarmen Umgang mit Drogen» – kurz Arud. Mehr zur Geschichte der Arud finden Sie auf ww.arud.ch; ausserdem gibt es zum Jubiläum 8 kurze Clips, die einen kurzen Einblick in die Arbeit der Arud geben: die Videos auf www.youtube.ch.

Surprise lanciert Podcastserie «Tito»: Der neue Podcast von Surprise erzählt die Geschichte von Tersito «Tito» Ries. Von seiner Vergangenheit als erfolgreicher Unternehmer, dem Absturz in Schulden, Alkoholismus und Obdachlosigkeit und schliesslich von seinem Weg zum Surprise-Stadtführer. Die fünfteilige Serie zeigt exemplarisch, wie schnell man in den Teufelskreis der Armut gerät – und gibt einen einmaligen Einblick in die Arbeit des Vereins. Der Podcast kann auf www.surprise.ngo angehört werden. Ausserdem gibt es ein Video über «Tito» auf www.youtube.com.

Lungenliga: Selbstmanagement-Coaching verhilft COPD-Betroffenen zu einer höheren Lebensqualität: Auswurf, ständiger Husten und Atemnot schon bei geringen körperlichen Belastungen: Wer an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD leidet, hat mit einigen Einschränkungen zu kämpfen. Diese chronische Verengung der Atemwege wird häufig durch Rauchen ausgelöst und schränkt das Atmen ein. Die gute Nachricht ist: Wie stark die Krankheit den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen beeinträchtigt, können sie selbst beeinflussen. Eine kürzlich publizierte Studie (pdf, 9S., Englisch) der Universitäten Zürich und Lausanne untersuchte die Wirksamkeit des Selbstmanagement-Coachings «Besser leben mit COPD», welches zurzeit dreizehn kantonale Lungenligen anbieten. Weitere Informationen gibt es auf www.lungenliga.ch.

Diverses

Nationale SuPo-Tagung 2021: Pilotversuche mit Cannabis: Am 23. November fand die Nationale Fachtagung der Arbeitsgruppe Suchthilfe und Polizei (AG SuPo) statt. Die Tagung, organisiert von infodrog, fedpol und BAG, widmete sich dem Thema «Pilotversuche mit Cannabis». Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vollzugsbehörden, der Suchthilfe und den Projektverantwortlichen ist entscheidend für den Erfolg der Pilotprojekte mit Cannabis, welche in verschiedenen Gemeinden der Schweiz in Vorbereitung sind. Mehr lesen

Jugendliche mit Mischkonsum gesucht: Wodka, Benzos & Co: Junge Leute mit Erfahrung mit Mischkonsum für die Teilnahme an einer Umfrage gesucht. Das ISGF macht eine Studie um mehr über den Mischkonsum zu erfahren und sucht aus diesem Grund 14-20-Jährige, die ab und zu verschiedene Substanzen zusammen konsumieren. Fachpersonen können gerne Jugendliche motivieren an dieser Befragung teilzunehmen. Mit diesem Link gelangt man zur Umfrage.

Umfrage zur beruflichen Situation von Beschäftigen in der Peer-Arbeit: Jelena Hoghe forscht über die berufliche Situation von Beschäftigten in der Peer-Arbeit (z.B. EX-IN Genesungsbegleiter:innen, Peer Berater:innen). Diese scheint nach ersten Erkenntnissen oft stressreich zu sein, z.B. wird von Rollenkonflikten oder Stigmatisierung berichtet. Sie möchte nun in der Peer-Arbeit tätige zu ihren beruflichen Belastungen und Ressourcen befragen und auch, wie sie mit beruflichen Belastungen umgehen. Hauptziel der Studie ist, Hinweise zu finden, wie die Arbeitssituation der Beschäftigten in Peer-Arbeit verbessert werden kann. Die Befragung ist online und anonym und teilt sich in zwei Fragebögen auf. Die Online-Befragung auf www.soscisurvey.de: Weitere Informationen auf www.uni-bamberg.de.

Ins Netz gehen - Infoportal für Jugendliche zur Mediennutzung und Medienkompetenz: Das Infoportal will Jugendliche bei einer ausgewogenen Mediennutzung unterstützen und Denkanstösse zum Thema digitale Medien und Medienabhängigkeit geben. Die Inhalte auf der Webseite können helfen, im Umgang mit digitalen Medienangeboten das richtige Mass zu finden und die eigene Medienkompetenz auszubauen. Jugendliche werden dabei unterstützt, mögliche Risiken selbst zu erkennen und bei entstehenden Problemen mit digitalen Medien oder sogar Medienabhängigkeit frühzeitig einzugreifen und sich gegebenenfalls Hilfe zu suchen. Inhalte auf der Webseite sind insbesondere Videospiele, Internet, Apps und Social Media. Angeboten wird ein Beratungsprogramm, Tipps zu Hilfe und Beratung und ein Selbsttest. Hier geht es zur Webseite.

Öffentliche Gesundheit & Prävention

Studie-OECD: Depressionen haben seit 2019 massiv zugenommen: Die aktuelle Studie der OECD zeigt, dass sich die Pandemie auch auf die psychische Gesundheit gravierend ausgewirkt hat. In den meisten Ländern, für die Daten verfügbar sind, ist die Prävalenz von Angststörungen und Depressionen jetzt mehr als doppelt so hoch wie vor der Pandemie, darunter beispielsweise in Österreich, Frankreich und Italien. Für Deutschland und die Schweiz liegen der OECD keine Zahlen zur Prävalenz der Depression vor. Artikel zur Studie auf www.oecd.de; Studie (pdf, 274 S., Englisch) mit weiteren Analysen auch für Deutschland und die Schweiz auf www.oecd-ilibrary.com.

PEPra: Implementierung von Prävention in der Arztpraxis: Medizinische Praxisteams stehen in einem engen Vertrauensverhältnis mit den Patientinnen und Patienten und sind somit prädestiniert, um Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten (NCD), psychischen Erkrankungen und Sucht umzusetzen. Oft fehlt im Praxisalltag jedoch die Zeit, Knowhow und der einfache Zugang zu den nötigen Tools. Studien haben gezeigt, dass Prävention in der Praxis zur öffentlichen Gesundheit und somit zur nachhaltigen Senkung der Gesundheitskosten beiträgt. Hier setzt PEPra an und bietet ein Gesamtpaket, das die Implementierung von Prävention in der Arztpraxis erleichtert: Tools zur Anwendung vor, während und nach der Konsultation, Fortbildungen, weiterführende Informationen und regionale Angebote. Homepage www.pepra.ch.

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Redaktion Infoset

Französischsprachige Version
Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Melody Guillaume: redaction@infoset.ch

Beachten Sie auch die Stellenangebote, eine Kooperation mit dem Verein sozialinfo.ch:
http://www.infoset.ch/de/stellen.html

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Tel. +41(0)31 385 00 16
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