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Aktuell

SuchtMagazin 6/2021: Aktuelle Themen
Die aktuelle Ausgabe des SuchtMagazin enthält u. a. theoretische Reflexionen rund um die Gesundheitsförderung und Prävention, eine soziologische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Glückspiels sowie einen Artikel zur Online-Beratung der nationalen Online-Plattform SafeZone.ch. Weiter versprechen auch die Beiträge «Perspektiven der schweizerischen Drogenpolitik bis 2023» sowie «Sexualisierter Substanzkonsum vs. Chemsex» eine spannende Lektüre.
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www.suchtmagazin.ch

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Corona-Pandemie

Keine 2G-Pflicht für Anlaufstellen und soziale Einrichtungen: Anlaufstellen und sozialen Einrichtungen sind mit der neuen Verordnung von der 2G-Pflicht ausgenommen, sofern sie geeignete Schutzmassnahmen vorsehen, dies gemäss der Verordnung vom 17. Dezember 2021 über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie. Die Verordnung (pdf, 11S.) auf www.news.admin.ch.

Empfehlungen zur Sozialhilfe während Epidemie-Massnahmen: Die SKOS hat ein neues Merkblatt zur Sozialhilfe herausgegeben. Die von Bund und Kantonen verordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben Auswirkungen auf die Sozialhilfe. Das Merkblatt macht Empfehlungen zur Sozialhilfepraxis während den Epidemie-Massnahmen, die während der besonderen Lage bzw. der ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz erlassen werden. Das Merkblatt (pdf, 12S.) auf www.skos.ch.

Die unsicheren Pandemie-Zeiten hinterlassen Spuren: Stress, Ängste, Depression: Das Angebot von Psychiatrie und Psychotherapie in der Schweiz gerät an seine Grenzen. Aus den Kinder- und Jugend-Psychiatrien gibt es nach wie vor keine Entwarnung. Und auch in der Erwachsenen-Psychiatrie steigt die Nachfrage nach professioneller Hilfe. Artikel auf www.srf.ch.

Kinder & Jugendliche

Die Lachgas-Partys gehen weiter: Ein Todesopfer (†18), Razzias in Bars und Kontrollen in Quartierläden sowie ein offizielles Verkaufsverbot hindern Jugendliche nicht daran, weiterhin Lachgas zu konsumieren. Blick zeigt auf: Noch immer kommen Teenies in Basel einfach an die Partydroge. Der Artikel auf www.blick.ch. Die Suchtpräventionsstelle Stadt Zürich hat zudem ein Factsheet (pdf, 1S.) über das Lachgas veröffentlicht.

JIM Studie: Medienalltag Jugendlicher in Deutschland: Die Suche nach Informationen und Nachrichten spielt nicht erst seit der Corona-Pandemie eine große Rolle, ist aber in der Diskussion um Fake News und Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen weiter in den Vordergrund gerückt. Fragt man die Jugendlichen nach relevanten aktuellen Themen, so stehen der Klimawandel und die Corona-Situation im Fokus. Bei der Frage nach ihren drei wichtigsten Nachrichtenquellen, nennt ein Drittel der Zwölf- bis 19-Jährigen das Fernsehen (32 %), jeweils jede/-r fünfte Jugendliche das Radio (22 %) und das Internet (21 %). Dies und weitere Ergebnisse sind in der JIM-Studie zu finden, welche seit über 20 Jahren das Medienverhalten Jugendlicher in Deutschland durchgeführt wird. JIM-Studie (pdf, 76S.) und Medienmitteilung (pdf, 2S.) auf www.mpfs.de. 

Studie: Substanzkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz im Jahr 2021: Eine neue Studie befasst sich mit dem Substanzkonsum (Zigaretten, E-Zigaretten, Cannabis und Alkohol) unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz und den damit verbundenen Einstellungen, normativen Vorstellungen und Nutzungsmustern auf sozialen Medien. Zwischen dem 28. Mai und dem 28. Juli 2021 wurde basierend auf dem Stichprobenrahmen für Personen- und Haushaltserhebungen (SRPH) des Bundesamts für Statistik und in Zusammenarbeit mit LINK Institut für Markt- und Sozialforschung 1'837 Personen im Rahmen einer Online-Befragung befragt. Beispielsweise zeigt die Studie, dass unter den 15- bis 19-Jährigen 38.8% schon einmal Zigaretten, 34.4% E-Zigaretten, 29.5% Cannabis und 81.4% Alkohol konsumiert haben. Regelmässig (mindestens monatlich) werden Zigaretten von 15.8%, E-Zigaretten von 6.3%, Cannabis von 9.3% und Alkohol von 52.3% konsumiert. Der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine Substanz täglich konsumieren ist bei Zigaretten 6.1%, bei E-Zigaretten 1.2%, bei Cannabis 1.1% und bei Alkohol 0.4%. Die Studie (pdf, 94S.) und weitere Informationen zum Forschungsvorhaben auf www.ikmz.uzh.ch.

Artikel proJugend: Rauchen ist out Dampfen ist in? Angesichts sinkender Absatzzahlen für Tabakzigaretten wird die Tabakindustrie kreativ: angeblich weniger schädliche Ersatzerzeugnisse fluten den Markt und zielen auf jugendliche Experimentierfreude. Was ist dran an den „Alternativen“ und wie funktionieren sie? Aus Sicht der Spezialambulanz für Tabakabhängigkeiten zeigen die Autoren auf, dass Ersatzprodukte für schwer abhängige Erwachsene Schaden begrenzen können. Ob das auch für Jugendliche in der «Probierphase» gilt, ist zumindest zweifelhaft. Frei verfügbarer Artikel (pdf, 6S.) vom Magazin proJugend auf www.projugend.jugendschutz.de.

Alkohol

Studie: Viele unterschätzen ihre Trunkenheit: An der Universität Witten-Herdecke wurde in einem Experiment untersucht, wie Teilnehmende nach Alkoholgenuss ihre eigene Trunkenheit einschätzen. Nach dem Genuss von Bier und Wein unterschätzt dem Experiment zufolge ein großer Teil der Menschen ihren Atemalkoholwert - und überschätzt ihre Fahrtauglichkeit. Der Artikel auf www.swr.de; die Studie (auf Englisch) auf www.academic.oup.com.

Dry January: Ein Monat ohne Alkohol. Mach mit bei der Challenge: Dry January ist eine weltweite Bewegung von Millionen von Menschen, die sich einen Januar ohne Alkohol gönnen. Das Konzept stammt von der britischen Non-Profit-Organisation Alcohol Change UK und wird in der Schweiz von einer breiten Allianz umgesetzt und vom Bundesamt für Gesundheit gefördert. Mehr Informationen zu dieser Aktion und weitere Argumente wieso man mitmachen sollte auf www.dryjanuary.ch.

Schwächt das «Ja» der Delegiertenversammlung für die Abschaffung des Alkoholverbots die Marke Migros? Am 01. November 2021 kommunizierte die Migros im hauseigenen Magazin einen Zeitplan für die allfällige Aufhebung des Alkoholverkaufsverbots in ihren Filialen. Die darauffolgende Abstimmung der Migros-Delegiertenversammlung vom 06. November 2021 und ihr Ergebnis wurde in zahlreichen Medienberichten thematisiert. Daraus ergeben sich unter anderem die marketing-relevanten Fragestellungen, ob Verbraucher/innen diese geschichtsträchtige Entwicklung wahrnehmen und welchen Impact die Berichterstattung auf die Markenperformance hat. Die Ergebnisse des neuen Swiss Brand Observer von LINK zeigen, wie viele Schweizer:innen jeweils Medienberichte über die Migros wahrgenommen haben. Nach Kalenderwoche 43, unmittelbar nach der Kommunikation im Migros-Magazin, steigt dieser Wert von unter 10 % auf bis zu rund 17 % in KW 46 an. Das Thema «Alkoholverbot» sorgt also offensichtlich für gestiegene Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Der Artikel auf www.link.ch.

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Österreich Factsheet Sucht: Abhängigkeit und Substanzkonsum: In dem Factsheet wird ein Überblick über Prävalenzzahlen zu Abhängigkeit und Konsum von Substanzen in Österreich und Oberösterreich gegeben. Ebenso finden sich Prävalenzzahlen zu substanzunabhängigen Verhaltenssüchten wie Glücksspiel oder Kaufsucht. Der Bericht (pdf, 55S.) auf www.praevention.at.

Neue psychoaktive Substanzen: Betäubungsmittelverzeichnis um 12 Einzelsubstanzen und eine Substanzgruppe ergänzt: Um den Missbrauch neuer synthetischer Stoffe als Betäubungsmittel zu bekämpfen, hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) 12 Einzelsubstanzen und eine Substanzgrupp neu in die Betäubungsmittelverzeichnisverordnung aufgenommen. Damit sind Herstellung, Handel und Anwendung dieser psychoaktiven Substanzen verboten. Die laufende Ergänzung von Rohmaterialien oder Erzeugnissen mit vermuteter betäubungsmittelähnlicher Wirkung ist eine Massnahme zur Bekämpfung des Drogenhandels. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundes www.admin.ch.

Süchtig im Alter: Der Kanton Freiburg sucht nach Lösungen: Alkohol, Zigaretten, Medikamente: Suchtprobleme älterer Menschen sind oft ein Tabu-Thema. Und zugleich wird das Problem aufgrund der alternden Bevölkerung drängender. Der Kanton Freiburg sucht nun nach Lösungen. Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) hat die Ergebnisse einer Studie über Suchtprobleme bei älteren Personen im Kanton Freiburg vorgestellt. Es wurde ein Aktionsplan ausgearbeitet; dieser umfasst 7 Massnahmen, die mit der Schulung und dem Coaching des Pflegepersonals, der Information und der Vernetzung der Organisationen zusammenhängen. Der Aktionsplan und die Studie (pdf, 83S.) auf www.fr.ch; Radiobeitrag dazu auf www.srf.ch.

SRF-Vidoereihe:«Drogen – Dope or Nope»: In der neuen SRF school-Videoreihe «Drogen – Dope or Nope» führt Moderatorin Joana Mauch die Zuschauer:innen durch das Thema Drogen. Dafür trifft sie Süchtige, Expertinnen und Experten sowie Personen, die einen Weg aus ihrer Abhängigkeit gefunden haben. Die vier Folgen porträtieren verschiedene Substanzen: HeroinKokain/CrackCannabis und Partydrogen. Die Reihe wurde für Schüler:innen der Sek I und Sek II produziert und sind auf www.srf.ch verfügbar.

Geschichte der Opioidabhängigkeit in Deutschland: Die Pilotfolge beschäftigt sich mit der Geschichte der Substitutionsmedizin in Deutschland. Sie beleuchten, welche Meilensteine gelegt wurden – sowohl aus medizinischer als auch aus rechtlicher Sicht. Diese Pilotfolge stellt eine Zusammenfassung der Artikelreihe «Geschichte der Opioid-Substitution in Deutschland» von Dr. Thomas Poehlke dar – diese finden Sie in vollem Umfang auf der Website www.forum-substitutionspraxis.de. Der Podcast (9min) auf www.step-initiative.de.

Verhaltenssüchte & Forschung

Forschungsbrief der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen: Mit der 60. Ausgabe des HLS-Forschungsbriefs stellt die HLS wie gewohnt einige ausgewählte Informationen für die Praxis aus dem Bereich Suchtforschung vor. Die Themen der aktuellen Ausgabe sind: Sucht und Gewalt/Gewalt und Sucht; Alkohol- und anderer Drogenkonsum während der Pandemie; Veränderungen in der ambulanten Suchthilfe. Der Forschungsbrief (pdf, 11S.) auf www.hls-online.org.

Bericht: Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz: Viele Menschen mit einer Suchtproblematik haben Verantwortung für Kinder. Die meisten Projekte nehmen jedoch nur die Situation der Kinder in den Blick. Das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) von Juni 2019 bis Mai 2021 geförderte Projekt «Familienorientierte Suchtarbeit zur Stärkung elterlicher Kompetenz», durchgeführt vom Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) und dem Deutschen Caritasverband e.V. (DCV), wollte gezielt suchtkranke Eltern in den Fokus nehmen und stärken. Zentrales Ziel war die Entwicklung eines Rahmenkonzepts und eines QM-Moduls zu familienorientierter Suchtarbeit. Der Kurzbericht (pdf, 4S.) und der Abschlussbericht (pdf, 36S.) auf www.bundesgesundheitsministerium.de.

Diverses

Podcast zum Jubiläum: 3 Monate ohne Spielzeuge und das 20 Jahre lang: Das Projekt Spielzeugfreier Kindergarten der Suchtprävention Aargau feiert sein zwanzigjähriges Jubiläum. Insgesamt rund dreihundert Kindergärten waren schon einmal spielzeugfrei und sind es teilweise heute noch in zweijährigem Abstand. Zur Feier des Jubiläums hat die Suchtprävention einen vierteiligen Podcast aufgenommen. Darin erzählen die Initiantinnen, wie das Projekt entstand, Wasserfallen und Halada, wie sie Suchtprävention und Kindergarten-Pädagogik vereinen, Kinder und ehemalige Teilnehmende, wie sie das Projekt erlebt haben und im letzten Teil, was alles nebst dem Bilderbuch noch entstanden ist: Elternkurse, die spielzeugfreie Kita und viele grossartige Erfahrungen. Der Podcast auf www.spielzeugfrei.ch.

Videos und Nachbericht zur Online-Tagung «Auftauchen!» Rund 300 Teilnehmer:innen nahmen am 2. Dezember 2021 an der Online-Tagung «Auftauchen - Förderung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen in Zeiten von Corona» teil. Drei Beiträge der Tagung können nun in den verfügbaren Videoaufzeichnungen nachgeschaut werden: Vortrag Ali Mahlodji - Raus aus der Corona-Krise – wie wir Jugendliche unterstützen können, den eigenen Weg im Leben zu finden; Vortag Doris Koubek - Die Coronapandemie: Auswirkung auf Jugendliche im sozialen und psychiatrischen Kontext; Talk mit Gerald Hüther zum Thema «Im verführerischen Taumel einer sinnentleerten Welt: Wer kann Jugendliche nach der Corona-Erfahrung einladen, ermutigen und inspirieren, ihrem Dasein einen Sinn zu verleihen?». Die Videos auf www.praevention.at.

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Redaktion Infoset

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