E-Zigaretten: Grundlegende Infos

Factsheet JUUL
Ein neuer Typ von E-Zigaretten erobert seit ein paar Wochen den Schweizer Markt. Erfahrungen in den USA haben gezeigt, dass das hochnikotinhaltige JUUL vor allem bei Jugendlichen sehr gut ankommt, obwohl die Industrie behauptet, dass dies nicht ihr Zielpublikum ist. Das neue Factsheet von Sucht Schweiz zuhanden Fachstellen, Schulen und Eltern erklärt, um welches Produkt es sich hier handelt und welche Risiken es birgt. (01/2019)

Factsheet zur E-Zigarette: Bis der Stellenwert von E-Zigaretten einerseits als potenzielles Einstiegsmittel zum Tabakkonsum und andererseites als mögliche Unterstützung für den Rauchstopp ausreichend belegt ist, sollte man sich hüten, dieses Produkt für Kinder und Jugendliche frei zugänglich zu machen, und auch Abstand davon nehmen, es für eine Schadenreduktion oder Ausstiegshilfsmittel zu empfehlen. Diese Position vertritt zumindest ein Factsheet in der Zeitschrift Primary and Hospital Care. Die Förderation der Suchtfachleute (pdf, 3S.) hat hingegen bereits vor einiger Zeit gefordert die E-Zigarette als Mittel zur Schadensminderung anzuerkennen. (10/2018)

Factsheet-Dossier Nikotinprodukte
Die Palette der nikotinhaltigen Produkte ist in stetigem Wandel: Es sind neue Formen des Konsums aufgekommen, die die Risiken im Vergleich zum Zigarettenkonsum vermindern sollen, wie mit E-Zigaretten, Tabakprodukten zum Erhitzen und Snus. Factsheet von Sucht Schweiz (2018)

Flyer E-Zigarette: Dieser Flyer von Sucht Schweiz enthält Kurzinformationen über die E-Zigarette und die damit verbundenen Risiken. (2018)

E-Zigaretten und Dampftabak: Verbreitung in der Schweiz: Die Nutzung der E-Zigaretten scheint nach einem bedeutenden Anstieg zwischen 2013 und 2014 nicht mehr zuzulegen. Es ist möglich, dass die E-Zigaretten von den neu aufkommenden "Heat not burn"-Produkten, wie beispielsweise «IQOS»-Produkten, Konkurrenz erhalten. Nicht weniger als 2.0% der Befragten gaben an, schon einmal mit einem solchen System Tabak konsumiert zu haben, obwohl dieses erst kürzlich auf den Markt gekommen ist und noch nicht in der ganzen Schweiz gleichermassen verfügbar ist. Die Personen, die regelmässig E-Zigaretten nutzen, sind nicht dieselben wie die, die regelmässig "Heat not burn"-Produkte nutzen. Die Publikation (pdf, 41S.) "Cigarette électronique et autres produits du tabac de nouvelle génération en Suisse en 2016" ist im Rahmen vom Suchtmonitoring entsanden und steht zum Download (auf Französisch) bereit. (09/2017)

E-Zigaretten: Politik und Marktzulassung

Tabakproduktegesetz TabPG: Das Lebensmittelgesetz wird aktuell revidiert und an europäisches Recht angepasst. Die Regelung der Tabakprodukte wird ausgegliedert und soll in ein neues Tabakproduktegesetz überführt werden, welches derzeit erarbeitet wird nicht vor 2020 in Kraft treten soll. Der Vorentwurf des Tabakproduktegesetzes regelt u.a. E-Zigaretten. Er sieht sieht vor, dass nikotinhaltige E-Zigaretten den Tabakprodukten gleichgestellt werden. (Art. 3, 2b).
Siehe auch die Infoset-Seite zum Tabakproduktegesetz

E-Zigarette Juul auf dem Schweizer Markt: Seit dem 4. Dezember 2018 verkauft «Juul Labs» sein E-Zigaretten-Produkt in der Schweiz. In den USA hat die E-Zigarette, die einem USB-Stick gleicht, ein eindrückliches Wachstum hinter sich. Das kalifornische Unternehmen hat seinen Marktanteil im E-Zigaretten-Markt auf fast 75 Prozent steigern können. Das Produkt ist vor allem bei den Jungen äusserst beliebt. Der Markteintritt erregt auch die Aufmerksamkeit der traditionellen Player. Beitrag auf SRF.

Verkauf von E-Zigaretten mit Nikotin ab sofort in der Schweiz erlaubt: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) muss vor Gericht eine Niederlage einstecken. Seine Allgemeinverfügung, die den Verkauf von nikotinhaltigen Flüssigkeiten für E-Zigaretten verbot, sei fehlerhaft. Deshalb dürfen nun solche Flüssigkeiten in der Schweiz verkauft werden. Das berichtet «10vor10». «Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom letzten Dienstag können nikotinhaltige E-Zigaretten und Liquids in die Schweiz importiert und hier auch verkauft werden», bestätigt Judith Deflorin, Leiterin des Fachbereichs Marktzutritt beim BLV. Beitrag auf 10vor10. (04/2018)

E-Zigaretten: Kontroverse

E-Zigaretten: Süsse Aromen verführen Jugendliche zum Dampfen: Sie schmecken nach Süssigkeiten, Menthol oder Früchten und sprechen so vor allem Jugendliche an: Mit süssen Aromen versetzte Liquids sind ein Hauptgrund dafür, dass junge Menschen zur E-Zigarette greifen. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Dartmouth College. Beitrag auf Swissinfo. (03/2019)

E-Zigaretten machen Zigaretten nicht beliebter: E-Zigaretten haben laut einer britischen Studie nicht zu dem befürchteten Revival des Zigarettenkonsums unter Jugendlichen geführt: Bei 13- bis 15-Jährigen werden herkömmliche Zigaretten seit der Einführung der E-Zigarette nicht positiver gesehen als vorher. Für die in „Tobacco Control“ erschienene Studie haben die Forscher das Verhalten von einer Million Jugendlichen in Großbritannien in den Jahren 1998 bis 2015 untersucht. Artikel auf ORF4. (03/2019)

Wie E-Zigaretten das Herzinfarktrisiko beeinflussen: Forscher der University of Kansas sind beunruhigt. Sie haben über 96'000 Datensätze der Jahre 2014 bis 2017 studiert und ausgewertet und fanden dabei heraus, dass Raucher von E-Zigaretten eine um 34 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts haben – gegenüber Nichtrauchern. Artikel im Bund. (03/2019)

Juul nutzt den Schweizer Markt als Testlabor: Mit grossem Tamtam ist die E-Zigarette Juul im Dezember 2018 offiziell in der Schweiz angekommen. Die Regeln betreffend E-Zigaretten sind in der Schweiz bis zu einer Einigung zum Tabakproduktegesetz (TabPG) gesetzlich jedoch ungenügend festgelegt. Dies betrifft insbesondere den Jugendschutz. Zudem ist Juul für Personen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, nur bedingt geeignet: Die Nikotinkonzentration lässt sich nicht senken. Juul kann folglich zwar schadensmindernd eingesetzt werden, ist aber gleichzeitig wenig attraktiv für Rauchstopp-Programme. Kurzmitteilung vom Fachverband Sucht. (02/2019)

Juul-Gründer im Interview: Juul enthält die maximal erlaubte Menge Nikotin - und ist in den USA auf Schulhöfen sehr beliebt. Hier erklären die Gründer Adam Bowen und James Monsees, warum sie sich erst spät um Jugendschutz gekümmert haben. Interview auf Spiegel Online. (01/2019)

Ist Juulen das neue Rauchen? Sie gilt als "iPhone unter den E-Zigaretten", enthält viel Nikotin und ist an Highschools angesagt. Nun gibt es Juul auch in Deutschland. Wie schädlich ist das Produkt? Ein FAQ auf Zeit Online. (12/2018)

Wie gefährlich sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer?
Auch E-Zigaretten können süchtig machen. Jetzt kommt eine neue E-Zigarette namens "Juul" auf den Markt. Wegen ihres hohen Nikotingehalts sehen Experten hier ein hohes Abhängigkeitspotential. Zu Recht? Beitrag auf SWR3. (12/2018)

E-Zigarette Juul auf dem Schweizer Markt
Seit Dienstag (4.12) verkauft «Juul Labs» sein E-Zigaretten-Produkt in der Schweiz. In den USA hat die E-Zigarette, die einem USB-Stick gleicht, ein eindrückliches Wachstum hinter sich. Das kalifornische Unternehmen hat seinen Marktanteil im E-Zigaretten-Markt auf fast 75 Prozent steigern können. Das Produkt ist vor allem bei den Jungen äusserst beliebt. Der Markteintritt erregt auch die Aufmerksamkeit der traditionellen Player. Beitrag auf SRF. (12/2018)

Die E-Zigarette Juul kommt in die Schweiz: Juul schlägt in den USA mittlerweile alle anderen E-Zigaretten. Auf Instagram wird das trendige Gerät seit Monaten gehypt. In der Schweiz könnte das stark nikotinhaltige Produkt wegen einer Gesetzeslücke sogar an Minderjährige verkauft werden.Eine Parlamentsvorlage für das Tabakproduktegesetz, das Einschränkungen in Bezug auf Werbung und Verkauf an Minderjährige vorsieht, wird vom Bundesrat allerdings erst Ende Jahr verabschiedet. Bis das Gesetz in Kraft treten kann, vergehen voraussichtlich weitere zwei bis drei Jahre. Artikel auf NZZ Online, Artikel auf Tages Anzeiger Online. (09/2018)

Internationale Lungenfachgesellschaften warnen vor E-Zigaretten: E-Zigaretten machen genauso nikotinabhängig wie Tabakzigaretten und Kinder müssen davor konsequent geschützt werden. Um zu verhindern, dass die bisherigen Präventionsbemühungen mit E-Zigaretten unterlaufen werden und das Rauchen wieder zu einem normalen Verhalten rehabilitiert wird. Beitrag in der Schweizerischen Ärztezeitung. (09/2018)

Jetzt kommt die Designer-E-Zigarette Juul: Ihre Produkte strahlen Coolness aus. Die Firma Juul aus San Francisco wächst mit ihren elektronischen Zigaretten rasant: Innerhalb von acht Monaten stieg ihr Marktanteil bei E-Produkten in den USA von 30 auf fast 70 Prozent. Der Umsatz hat sich in einem Jahr verachtfacht. Bald kommt Juul in die Schweiz. In den USA hat das Unternehmen Klagen am Hals. Artikel auf bernerzeitung.ch. (08/2018)

USA - Behörde verlangt interne Dokumente von E-Zigaretten-Herstellern:
Vor rund einem Jahr wollte der US-Kongress die Hersteller von E-Zigaretten verpflichten, zu beweisen, dass ihre Produkte eine sichere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sind. Ein Einschnitt, der die grossen Tabakkonzerne hart getroffen hätte. Gleichzeitig geht es um die Frage, ob auch viele Nichtrauchende zur E-Zigarette greifen. Eigentlich ist der Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige in den USA streng verboten. Trotzdem erhalten sie die Produkte – sei es im herkömmlichen Handel oder per Online-Bestellung. Im Fokus stehen hier vor allem «Juul Labs»-Produkte. Beitrag auf Infosperber. (05/2018)

Was Lobbyisten gegen E-Zigaretten haben: Verdampfer und Erhitzer schaden weniger als Tabakzigaretten, dennoch werden sie vor allem in Deutschland besonders negativ dargestellt. Wer hat daran ein Interesse? Es ist vor allem das Verdienst der Pharma-Industrie, die den Markt der herkömmlichen Tabak-Ersatzprodukte gefährdet sieht. Beitrag auf Zeit Online. (05/2018)

Juuling: E-Zigaretten-Hype an US-Highschools: Das Gadget, das den Eltern von US-Teenagern und den Bossen der globalen Zigarettenmultis Angst macht, sieht von aussen aus wie ein längerer USB-Stick. Es lässt sich am Laptop aufladen, reimt sich auf "cool" - und macht seine jungen User süchtig. Nikotinsüchtig. Artikel auf Spiegel Online. Was ist Juuling? Beitrag von Inside Edition (Englisch, auf Youtube). (04/2018)

Konsum von E-Zigaretten kann Jugendliche zum Experimentieren mit Tabakzigaretten anregen: Für die Studie wurden 2.186 Zehntklässler, die bislang keinerlei Tabakzigaretten geraucht hatten, im Schuljahr 2015/16 über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet. Zu Studienbeginn gaben 14,3 Prozent dieser Gruppe an, schon einmal E-Zigaretten probiert zu haben. Im Verlauf der sechs Monate begannen 12,3 Prozent der befragten Jugendlichen, zumindest gelegentlich Tabakzigaretten zu rauchen. Zu Studienende zeigte sich, dass Jugendliche mit E-Zigaretten-Erfahrung eher zur Tabakzigarette griffen: So begannen 22 Prozent der Befragten, die bereits E-Zigaretten probiert hatten, auch mit dem Tabakrauchen. Von den Jugendlichen, die zuvor keinerlei E-Zigaretten-Erfahrung hatten, fingen 10 Prozent mit dem Tabakrauchen an. Medienmitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Zu einem ähnlichen Schluss kommen Forscher der University of California San Farncisco in einer im Februar 2018 in in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie. (04/2018)

Stoffe im Dampf von E-Zigaretten sind krebserregend: E-Zigaretten entwickeln im Dampf grössere Mengen an gesundheitlich problematischen Substanzen. Beim Testrauchen im Labor wurden bei 60 Prozent aller Proben sogar krebserregendes Formaldehyd und lungenschädigendes Diacetyl gefunden. Das haben Forscher der «Harvard T.H. Chan School of Public Health» in Boston festgestellt. Beitrag auf Infosperber. (04/2018)

Zerstört Panikmache den Ruf der E-Zigarette? E-Zigaretten könnten Rauchern helfen, gelten aber als Einstiegsdroge für Tabak. Eine Studie warnt nun erneut vor immensen Schäden. Leider ist das ziemlich fragwürdig meint eine kommentierende Analyse in der Wochenzeitung Zeit. (03/2018)

E-Zigaretten: Metastudie fordert differenzierte Betrachtungsweise: Jugendliche und jungen Erwachsene, die E-Zigaretten verwenden, fangen eher mit dem Rauchen klassischer Zigaretten an. Andererseits sind sie für erwachsene Raucher - allerdings nur für wenige - eine Hilfe beim Aufhören: Das sind zwei Ergebnisse eines Berichts im Auftrag der US-Akademie der Wissenschaften. Dafür wurden die Daten von mehr als 800 Studien ausgewertet. Und auch wenn E-Zigaretten nicht ohne Gesundheitsrisiken sind, sind ihre schädlichen Auswirkungen auf den Körper wahrscheinlich geringer als jene von konventionellen Zigaretten, ergab der Report - ein Votum für Schadensmindeurng. Hingegen gibt es zu Denken, dass die E-Zigaretten den Tabakkonzernen helfen, ihr schäbiges Image aufzuhübschen. Besonders der europäische Markt gilt als interessant. Artikel der Süddeutschen Zeitung, Beitrag auf kurier.at. Eine weitere Studie von New Yorker Mediziner zeigt aber, dass noch sehr viel genauer auf die Nikotin-Abbauprodukte im Körper und in den Geweben geachtet werden muss. Diese stehen im Verdacht ebenfalls Krebs auslösen zu können. Bis anhin gingen viele Expeten davon aus, dass das Nikotin selbst keine Ursache für Krebs ist. Artikel in der FAZ. (01/2018)

Auch E-Zigaretten: Jugendschutz ohne Werbeverbot: Warum Jugendschutz ohne ein umfassendes Werbeverbot unmöglich ist. Lobbys versuchen, Werbung für E-Zigaretten zuzulassen. Beitrag auf Infosperber. (01/2018)

Wieviele Menschenleben könnten durch den Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden? In einem in Tobacco Control online veröffentlichten Beitrag haben amerikanische Forscher des Georgetown University Medical Center Modellrechnungen angestellt, wie viele Menschenleben in den USA durch das Umsteigen von Zigaretten auf E-Zigaretten gerettet werden könnten. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass mindestens 1,6 Millionen vorzeitige Todesfälle in den USA verhindert werden könnten, wenn ein Grossteil der Raucher auf E-Zigaretten umsteigen würde. Artikel im Ärzteblatt. (12/2017)

Studie zur potentiellen Schädlichkeit von E-Zigaretten: Eine Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2017; 195: A1025) zeigt, dass das Inhalat von E-Zigaretten in den Lungen zu einer Aktivierung der Immunabwehr führt, deren Auswirkungen auf die Gesundheit noch unklar sind. Nach Einschätzung der Autoren wird die These, dass der Wechsel von Zigaretten zu E-Zigaretten eine gesündere Alternative sei, durch die Ergebnisse der Untersuchung in Frage gestellt. Artikel im Ärzteblatt. (12/2017)

Schadensminderung - Verdampfen statt verbrennen: Die Schweizer Sucht-Fachverbände anerkennen in ihrem Positionspapier (pdf, 3S.) das Verdampfen – auf individueller und gesellschaftlicher Ebene – als wichtige schadenmindernde Konsumform für Menschen, die bereits brennbare Tabakprodukte konsumieren. Sie setzen sich deshalb für einen Kurswechsel in der Schweizer Tabakpolitik und -prävention ein. Die bisherigen tabakpolitischen Ziele, die sich an der Abstinenz orientieren, sind zu ergänzen mit Zielen und Massnahmen der Schadensminderung. Zwei Beiträge in 10 vor 10, Interview mit einem Lungenspezialisten auf tagesanzeiger.ch. (11/2017)

Umstieg auf E-Zigaretten: Mehr Lebenszeit durch Dampfrauchen? Die einen verurteilen E-Zigaretten als Einstiegsdroge, die anderen feiern sie als Tabakersatz. Hochrechnungen von US-Forschern zufolge könnten Raucher durch den Umstieg Millionen Lebensjahre gewinnen. Artikel auf Spiegel Online. (10/2017)

Der Kampf um die E-Zigarette wird härter - wie soll die künftige Regulierung aussehen? Vor allem bei unter 25-Jährigen werden alternative Tabakprodukte beliebter. Die Nichtraucher-Allianz warnt vor einem Backlash beim Passivraucherschutz. Die Tabakbranche bringt sich in Stellung. Artikel der Neuen Zürücher Zeitung. (08/2017)

Welche Gesundheitsgefahr geht von E-Zigaretten aus? Gesundheitsexperten zufolge könnte die Trägerflüssigkeit von E-Zigaretten Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Zudem könnten Bestandteile der Liquide sich beim Erhitzen eventuell verändern. Von den dabei erzeugten Stoffen stehen viele im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Konsens unter den Fachleuten dürfte jedoch sein, dass die Geräte deutlich weniger gesundheitsschädlich sind als Tabakprodukte wie Zigaretten. Beitrag auf Deutschlandfunk. (06/2017)

E-Zigaretten als weniger schädliche Alternative: Die E-Zigarette enthält erwiesenermassen viel weniger Schadstoffe als herkömmliche Zigaretten. Das britische Gesundheitsministerium schätzt, dass sie rund 95 Prozent weniger schädlich ist. Unterstützer fordern daher, Raucher stärker über diese Vorteile aufzuklären. Artikel auf Zeit Online. (05/2017)

E-Zigaretten: Dampfen ist besser als Paffen: Gesünder rauchen mit der E-Zigarette - geht das? Ja, meint Udo Pollmer. Britische Mediziner halten die E-Zigarette sogar für ein therapeutisches Mittel, mit dem Menschen ganz vom Rauchen loskommen können. Artikel auf Deutschlandradio Kultur (05/2017)

E-Zigaretten - Weniger schädlich als die Tabakzigarette? «Electronic nicotine delivery devices» (ENDS) sind populär geworden, obwohl weder ihr Nutzen noch ihre Schädlichkeit geklärt sind. Die Argumentation der relativen Schadensreduktion verglichen mit der Tabakzigarette ist aufgrund des toxischen Aerosols, das jahrelang mit unbekannten Folgen inhaliert wird, gemäss den Autoren nicht gerechtfertigt. Artikel (pdf, 8S.) im Swiss Medical Forum. Beachten Sie auch das Editorial (pdf, 2S.) von Jacques Cornuz in derselben Ausgabe. Er weist darauf hin, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakprodukten zunächst einmal eindeutig weniger schädlich sind. Dies sollte seiner Meinung nach den rauchenden Patienten auch mitgeteilt werden. (02/2017)

Verringerung von tabakrauchbedingten Gesundheitsschäden durch E-Zigaretten?: Mit einem Positionspapier (pdf, 12S.) zum Gebrauch von E-Zigaretten nimmt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) Stellung zu Nutzen und Schaden der E-Zigarette. Auf der Grundlage aktueller Studien kann die DHS E-Zigaretten als Strategie zur Schadensminimierung (Harm Reduction) nur sehr eingeschränkt empfehlen. Einzig Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, erreichen durch den Umstieg auf E-Zigaretten eine Schadensminderung - allerdings nur dann, wenn sie vollständig auf E-Zigaretten umsteigen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der DHS. (10/2016)

E-Zigaretten - Potentielle Public-Health Risiken: Die Publikation (pdf, 102S.) "Study on the identification of potential risks to public health associated with the use of refillable electronic cigarettes and development of technical specifications for refill mechanisms" der Europäischen Kommission steht zum Download bereit. (10/2016)

Tabakentwöhnung - Wie die E-Zigarette ausgebremst wird: Wer mit dem Rauchen aufhören will, bekommt von Ärzten Nikotinpflaster empfohlen, obwohl deren Bilanz mager ist. E-Zigaretten lehnen Mediziner als Hilfe ab - aus fragwürdigen Gründen. Artikel in der Sueddeutschen Zeitung. (05/2016)

Forscher kritisieren WHO-Bericht zu E-Zigaretten: Die WHO spricht sich in einem aktuellen Bericht (Englisch, pdf, 13S.) für eine strengere Regulierung von E-Zigaretten aus. Tabak-Experten und Suchtforscher haben diesem Bericht nun widersprochen. In dem WHO-Report würden die Risiken übertrieben, die möglichen positiven Effekte als Alternative zum Tabakkonsum dagegen unterschätzt, heisst es in einem Beitrag im Fachmagazin "Addiction". Artikel auf Spiegel Online. (09/2014)

E-Zigaretten - Ein Überblick: Die Publikation (pdf, 16S.) "Electronic Cigarettes – An Overview – Supplement" des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ steht zum Download bereit. (03/2014)

Elektrische Zigaretten - ein unkontrollierter Versuch am Verbraucher: Elektrische Zigaretten erzeugen – anders als herkömmliche Zigaretten – nicht tausende giftiger und krebserzeugender Substanzen, dennoch sind sie nicht harmlos. Sie enthalten als Hauptbestandteil eine atemwegsreizende Substanz, in der Regel giftiges, abhängig machendes Nikotin, zum Teil krebserzeugende Substanzen und oftmals haben sie verschiedene Produktmängel. Den aktuellen Wissenstand hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in seinem aktuellen Report „Elektrische Zigaretten – ein Überblick“ zusammengestellt und analysiert. (05/2013)

E-Zigaretten: Deutschland

Siehe auch Seite Suchtpolitik/Tabakpolitik Deutschland

Gesundheitsgefährdung von Kindern und Jugendlichen durch E-Zigaretten: Das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ fordert ein Verkaufsverbot von E-Zigaretten an unter 18-Jährige. Dies unabhängig von der Frage, ob diese Nikotin enthalten oder nicht. Mitteilung (pdf, 5S.) der DKFZ. (02/2015)

Deutschland - E-Zigaretten: Das Deutsche Krebsforschungszentrum dkfz hat neue Publikationen zu E-Zigaretten herausgegeben:

  • Informationsblatt (pdf, 4S.) "E-Zigaretten: Bekanntheit und Konsum in Deutschland 2012–2014", Artikel auf Spiegel Online
  • Informationsblatt (pdf, 2S.) "Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2014: Breite Zustimmung der Bevölkerung zu Rauchverboten auch für E-Zigaretten"
  • Informationsblatt (pdf, 9S.) "Regulierungsempfehlungen für elektronische Inhalationsprodukte"


Marketing für E-Zigaretten in Deutschland:
E-Zigaretten sind keine Randerscheinung mehr, sondern werden in Deutschland wie Tabakzigaretten im Internet, an Tankstellen, Supermärkten und Kiosken verkauft und beworben. Abbildungen mit Früchten sowie bunte Packungen werben mit "fantastischen Geschmacksrichtungen" und suggerieren Harmlosigkeit, um junge Erstkonsumenten gezielt zu einem gesundheitlich bedenklichen Produkt zu locken. Publikation (pdf, 84S.) vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ. (11/2014)

E-Zigaretten und E-Shishas - Informationen für Schulen: Sie locken mit attraktiven Aromen wie Kirsche, Schokolade, Piña Colada oder Bubble Gum – E-Shishas und E-Zigaretten entwickeln sich gerade zum Modeprodukt von Kindern und Jugendlichen. Lehrer stehen den Produkten oftmals ratlos gegenüber. Als Hilfestellung für den Umgang mit diesem Problem gibt das Deutsche Krebsforschungszentrum für Schulleitung und Lehrer die Publikation „Informationen für Schulen: E-Zigaretten und E-Shishas“ heraus. (03/2014)

Deutschland - Gesundheitliche und rechtliche Bewertung von E-Zigaretten. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage. (02/2012)

Dampftabak / 'Heat not burn'

Hochgiftiger Schadstoff in Filter für Tabak-Stick: Filter von Tabak- Stick-Erhitzern Iqos von Philip Morris entwickeln beim Erhitzen hochgiftige Schadstoffe. Diese sogenannten Isocyanate fand ein Labor im Auftrag der Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. Bereits das Einatmen sehr kleiner Mengen Isocyanate kann die Gesundheit stark schädigen. Philip Morris entgegnete, dass diese Freisetzung unter reellen Konsumbedingungen nicht stattfindet. Allerdings weist das Blaue Kreuz darauf hin (SonntagsZeitung vom 7. April, S.7), dass es dann gefährlich wird, wenn die Filter schmelzen. Wildermuth vom Blauen Kreuz: «Wir konnten belegen, dass die Filter beim gewöhnlichen Gebrauch partiell schmelzen und dabei auf eine Temperatur erhitzt werden, bei welcher sich Isocyanate tatsächlich ablösen». Medienmitteilung des Blauen Kreuzes, Mitteilung von Philip Morris. (04/2019)

Tabakerhitzer auch nicht gesünder als Zigarette: Die neuartigen Tabakerhitzer (z.B. IQOS) werden damit beworben, dass sie 95 Prozent weniger toxische Substanzen erzeugen – weil Tabak nur erhitzt und nicht verbrannt wird. Erste unabhängige Studien haben aber gezeigt, dass sehr wohl giftige Substanzen entstehen – manche in höheren, andere in niedrigeren Mengen als beim Rauchen. Beitrag auf Wissenschaft aktuell. (02/2019)

Positionspapier zu Tabakerhitzern: Die International Union Against Tuberculosis and Lung Disease hat im Dezember 2017 ein Positionspapier (pdf, 6S.) zu sogenannten "Heat-not-Burn Tobacco Products" (Tabakerhitzer) veröffentlicht. Die Union fordert, dass Regierungen das Vorsorgeprinzip bei der Regulierung von Tabakerhitzern anwenden; ein Verbot der Verwendung in ​​geschlossenen Räumen, der Werbung, der Verkaufsförderung und des Sponsorings von Tabakerhitzern sowie ein Verbot der Behauptung, dass diese Produkte bei der Raucherentwöhnung helfen. Außerdem fordert die Union, dass die Tabakindustrie nicht in die Diskussionen über Tabakerhitzer einbezogen werden soll. (12/2017)

«Heat-not-burn»: Zu billiger Qualm: Nationalrätin Ruth Humbel (CVP/AG) will in iner Interpellation (17.3878, noch nicht beantwortet) vom Bundesrat wissen, wieso die sogenannten «Heat-not-burn»-Zigaretten weiterhin als «rauchlose Produkte» beworben werden dürfen. Denn auch sie produzieren beim Konsumieren nachweislich toxischen Rauch. Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at. (10/2017)

E-Zigaretten und Dampftabak: Verbreitung in der Schweiz: Die Nutzung der E-Zigaretten scheint nach einem bedeutenden Anstieg zwischen 2013 und 2014 nicht mehr zuzulegen. Es ist möglich, dass die E-Zigaretten von den neu aufkommenden "Heat not burn"-Produkten, wie beispielsweise «IQOS»-Produkten, Konkurrenz erhalten. Nicht weniger als 2.0% der Befragten gaben an, schon einmal mit einem solchen System Tabak konsumiert zu haben, obwohl dieses erst kürzlich auf den Markt gekommen ist und noch nicht in der ganzen Schweiz gleichermassen verfügbar ist. Die Personen, die regelmässig E-Zigaretten nutzen, sind nicht dieselben wie die, die regelmässig "Heat not burn"-Produkte nutzen. Die Publikation (pdf, 41S.) "Cigarette électronique et autres produits du tabac de nouvelle génération en Suisse en 2016" ist im Rahmen vom Suchtmonitoring entsanden und steht zum Download (auf Französisch) bereit. (09/2017)

Neue Produkte für RaucherInnen – ohne daran zu sterben?: Tabakkonzerne werben damit, dass neue Produkte wie Iqos, Glo oder Ploom weniger toxisch seien als normale Zigaretten. Unabhängige Studien gibt es allerdings kaum. Artikel der NZZ. Weiter ist es kein Zufall, dass die neuen Produkte gerade in der Schweiz vermarktet werden. Denn für die Tabakindustrie gilt die Schweiz als Testland. Weiterer Aritkel der NZZ. (09/2017)

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention at: Die aktuelle Ausgabe (pdf, 4S.) von atinformationen (Herbst 2017) steht zum Download bereit. Inhaltlicher Schwerpunkte sind die Tabakindutrie und die "Heat-not-burn Zigaretten. (09/2017)

Ist es gesünder, Tabak zu erhitzen statt zu verbrennen? Erstmals hat eine unabhängige Studie die neuen «Heat-not-burn»-Produkte untersucht. Auch sie produzieren krebserregende Substanzen. Ein Forschungsteam der Universitäten Bern und Lausanne hat das Heat-not-burn-Produkt Iqos unter die Lupe genommen und mit herkömmlichen Zigaretten verglichen. Während beim Iqos-Erzeugnis der Tabak auf etwa 350 Grad erhitzt wird, sind es bei einer Zigarette bis zu 800 Grad. Artikel auf tagesanzeiger.ch (05/2017)

Tabakindustrie will sich mit der Zigarette ohne Feuer retten: In westlichen Ländern sinken die Verkaufszahlen von Zigaretten. Die Industrie sucht nach neuen Produkten, die dem Rauchen nahekommen, aber weniger schädlich sein sollen. Eines davon ist die Iqos, die den Tabak nicht verbrennt, sondern nur erhitzt. Die Lungenliga ist skeptisch. Artikel der Berner Zeitung. (04/2017)

Elektronisches Zigarettenimitat mit Tabak: Der Zigarettenkonsum stagniert weltweit, zugleich gerät die Tabakindustrie unter immer grösseren Regulierungsdruck. Philip Morris bringt nun ein neues Produkt auf den Markt. Es besteht aus einem schwarzen elektronischen Pen mit Display, sowie den Sticks aus pulverisiertem Tabak, die in den Pen gesetzt werden. Artikel auf Spiegel Online. (06/2014)