E-Zigaretten

Tabakproduktegesetz TabPG: Das Lebensmittelgesetz wird aktuell revidiert und an europäisches Recht angepasst. Die Regelung der Tabakprodukte wird ausgegliedert und soll in ein neues Tabakproduktegesetz überführt werden, welches derzeit erarbeitet wird und spätestens 2019 in Kraft treten soll. Der Vorentwurf des Tabakproduktegesetzes regelt u.a. E-Zigaretten. Er sieht sieht vor, dass nikotinhaltige E-Zigaretten den Tabakprodukten gleichgestellt werden. (Art. 3, 2b).
Siehe auch die Infoset-Seite zum Tabakproduktegesetz


E-Zigaretten fallen heute in den Geltungsbereich des Lebensmittelgesetzes und werden dort als Gebrauchsgegenstände behandelt.

  • E-Zigaretten ohne Nikotin können in der Schweiz frei verkauft werden. Verboten ist hingegen der Handel mit nikotinhaltigen E-Zigaretten. Der Import für den Eigengebrauch ist bis zu einer Menge von 150 ml erlaubt.
  • Das Tabakproduktegesetz, welches derzeit erarbeitet wird, soll die nikotinhaltigen E-Zigaretten den Tabakprodukten gleichstellen und sie damit zu den gleichen Bedingungen wie Zigaretten für den Verkauf zulassen.
  • E-Zigaretten fallen nicht unter das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen. Die Kantone können ein entsprechendes Verbot erlassen. Ist dies nicht der Fall, so kann der Inhaber eines öffentlich zugänglichen Raumes (z. B. der Wirt eines Restaurants) in der Hausordnung eine eigene Regelung erlassen.
  • Wird bei diesen Produkten angegeben, dass sie zur Rauchentwöhnung bestimmt sind (Heilwirkung), unterstehen sie dem Heilmittelgesetz. Für das Inverkehrbringen als Arzneimittel ist eine Zulassung erforderlich, die vom Schweizerischen Heilmittelinstitut erteilt wird. Bisher wurde noch kein solches Produkt zugelassen.

Quelle: Erläuternder Bericht (pdf) zum Vorentwurf Bundesgesetz über Tabakprodukte (TabPG, Mai 2014)

Factsheet E-Zigaretten: E-Zigaretten werden von Herstellern oft als wirksame und gefahrenfreie Hilfe für den Tabakentzug umworben. Eine generelle Unschädlichkeit ist wissenschaftlich jedoch nicht erwiesen. Durch die Vielfalt der angebotenen Aromen (Bsp. Gummibärchen, Schokolade) werden Jugendliche gezielt angesprochen und so mit der Konsumform des Rauchens vertraut gemacht. Weil dies Jugendliche wiederum zum Tabakrauchen motivieren kann, müssen E-Zigaretten als mögliche Einstiegsprodukte gesehen werden. Dieses Faktenblatt von Sucht Schweiz enthält die relevanten Informationen. (08/2015)

Flyer E-Zigarette: Dieser Flyer von Sucht Schweiz enthält Kurzinformationen über die E-Zigarette und die damit verbundenen Risiken. (02/2015)

In der Schweiz sind E-Zigaretten mit Nikotin dem Lebensmittelgesetz unterstellt und dürfen nicht in den Handel gebracht werden. Infoseite von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention zu E-Zigaretten.

Einfuhr von E-Zigaretten: In der Schweiz ist die Einfuhr von nikotinhaltigem Nachfüllliquid und Kartuschen zu gewerbsmässigen Zwecken verboten. Dies und weitere Infos finden sich im "Merkblatt über die Einfuhr von E-Zigaretten zu gewerbsmässigen Zwecken und zum persönlichen Gebrauch" (pdf, 2S.) der Eidg. Zollverwaltung. (01/2017)

E-Zigaretten: Wie hoch ist der Konsum in der Schweiz? 5000 in der Schweiz wohnhafte Personen wurden 2013 im Rahmen von Suchtmonitoring Schweiz zu ihrem E-Zigaretten-Konsum befragt. Die Ergebnisse (pdf, 24S.) zeigen, dass fast 7% der Bevölkerung dieses Produkt schon mindestens einmal genutzt haben. 1% hat das in den letzten 30 Tagen vor der Umfrage getan. Nur 0,4% konsumieren regelmässig (mindestens einmal pro Woche) E-Zigaretten. Personen, die täglich Zigaretten rauchen, sind die Hauptnutzerinnen und -nutzer, denn 28% geben an, schon E-Zigaretten konsumiert zu haben, aber nur 2 % tun dies regelmässig. (04/2014)

Kontroverse

E-Zigaretten: Dampfen ist besser als Paffen: Gesünder rauchen mit der E-Zigarette - geht das? Ja, meint Udo Pollmer. Britische Mediziner halten die E-Zigarette sogar für ein therapeutisches Mittel, mit dem Menschen ganz vom Rauchen loskommen können. Artikel auf Deutschlandradio Kultur (05/2017)

E-Zigaretten - Weniger schädlich als die Tabakzigarette? «Electronic nicotine delivery devices» (ENDS) sind populär geworden, obwohl weder ihr Nutzen noch ihre Schädlichkeit geklärt sind. Die Argumentation der relativen Schadensreduktion verglichen mit der Tabakzigarette ist aufgrund des toxischen Aerosols, das jahrelang mit unbekannten Folgen inhaliert wird, gemäss den Autoren nicht gerechtfertigt. Artikel (pdf, 8S.) im Swiss Medical Forum. Beachten Sie auch das Editorial (pdf, 2S.) von Jacques Cornuz in derselben Ausgabe. Er weist darauf hin, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakprodukten zunächst einmal eindeutig weniger schädlich sind. Dies sollte seiner Meinung nach den rauchenden Patienten auch mitgeteilt werden. (02/2017)

Verringerung von tabakrauchbedingten Gesundheitsschäden durch E-Zigaretten?: Mit einem Positionspapier (pdf, 12S.) zum Gebrauch von E-Zigaretten nimmt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) Stellung zu Nutzen und Schaden der E-Zigarette. Auf der Grundlage aktueller Studien kann die DHS E-Zigaretten als Strategie zur Schadensminimierung (Harm Reduction) nur sehr eingeschränkt empfehlen. Einzig Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, erreichen durch den Umstieg auf E-Zigaretten eine Schadensminderung - allerdings nur dann, wenn sie vollständig auf E-Zigaretten umsteigen. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der DHS. (10/2016)

E-Zigaretten - Potentielle Public-Health Risiken: Die Publikation (pdf, 102S.) "Study on the identification of potential risks to public health associated with the use of refillable electronic cigarettes and development of technical specifications for refill mechanisms" der Europäischen Kommission steht zum Download bereit. (10/2016)

Tabakentwöhnung - Wie die E-Zigarette ausgebremst wird: Wer mit dem Rauchen aufhören will, bekommt von Ärzten Nikotinpflaster empfohlen, obwohl deren Bilanz mager ist. E-Zigaretten lehnen Mediziner als Hilfe ab - aus fragwürdigen Gründen. Artikel in der Sueddeutschen Zeitung. (05/2016)

E-Zigaretten - Dampfen ist besser als Paffen: Gesünder rauchen mit der E-Zigarette - geht das? Ja, meint Udo Pollmer. Britische Mediziner halten die E-Zigarette sogar für ein therapeutisches Mittel, mit dem Menschen ganz vom Rauchen loskommen können. Artikel auf Deutschlandradio Kultur (05/2016)

Sind E-Zigaretten eine gesündere Alternative?: Bloss ab in den Apothekergiftschrank zu den Nikotinkaugummis. Das wünschen sich manche Kritiker für die E-Zigarette. Dabei ist fraglich, ob sie wirklich so schädlich ist. Artikel auf Zeit Online. (05/2015)

Forscher kritisieren WHO-Bericht zu E-Zigaretten: Die WHO spricht sich in einem aktuellen Bericht (Englisch, pdf, 13S.) für eine strengere Regulierung von E-Zigaretten aus. Tabak-Experten und Suchtforscher haben diesem Bericht nun widersprochen. In dem WHO-Report würden die Risiken übertrieben, die möglichen positiven Effekte als Alternative zum Tabakkonsum dagegen unterschätzt, heisst es in einem Beitrag im Fachmagazin "Addiction". Artikel auf Spiegel Online. (09/2014)

E-Zigaretten: Droht eine Epidemie wie bei Tabakzigaretten? Die WHO verhandelt über Regeln für die E-Zigarette. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum erklärt, wie die Industrie die neuen Produkte in den Markt drückt - trotz vieler Gesundheitsrisiken. Artikel auf Spiegel Online. (10/2014)

Kontroverse Diskussion um E-Zigaretten: Die E-Zigarette ist derzeit Gegenstand einer sehr kontrovers geführten Debatte unter Wissenschaftlern, Medizinern, Suchttherapeuten und Experten des Gesundheitswesens und der Tabakkontrolle. Die Befürworter haben in erster Linie die Raucher im Blick und sehen daher die E-Zigarette als Chance für den Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit. Die Skeptiker hingegen haben die Gesamtbevölkerung im Blick. Das Deutsche Krebsforschungszentrum nimmt dazu auf der Basis der bisher publizierten wissenschaftlichen Studien zu E-Zigaretten in dieser Publikation (pdf, 6S.) Stellung. Artikel auf Spiegel Online. (06/2014)

Rauchen vs. Dampfen: "E-Zigaretten können Leben retten": Der britische Suchtforscher Peter Hajek ist überzeugt: E-Zigaretten könnten das Aus für die Tabakindustrie bedeuten. Dabei bleiben auch Dampfer nikotinsüchtig - soll man Rauchern wirklich zum Umstieg raten? Ein Interview mit Hajek auf Spiegel Online. In diesem bezeichnet er die Regulierung von E-Zigaretten als medizinisches Produkt als verhängnisvoll. (05/2014)

Jugendliche und E-Zigaretten: Rauchen out, Dampfen hip: Sinnvoller Tabak-Ersatz oder neue Süchtigmacher? ExpertInnen kritisieren, dass die Vermarktung von E-Zigaretten auf Jugendliche abzielt: Das Dampfen könnte junge Konsumierende zum Rauchen ermuntern. Artikel auf Spiegel Online. (05/2014)

E-Zigaretten - Einstieg in das Tabakrauchen für Jugendliche? In den USA werden E-Zigaretten unter anderem als Methode zum Rauchausstieg vermarktet. In einer Studie finden sich allerdings Hinweise, dass E-Zigaretten das Tabakrauchen unter US-Jugendlichen eher fördern als mindern. Das Deutsche Krebsforschungszentrum warnt ebenfalls vor E-Zigaretten. Artikel auf drugcom.de (03/2014)

E-Zigaretten - Ein Überblick: Die Publikation (pdf, 16S.) "Electronic Cigarettes – An Overview – Supplement" des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ steht zum Download bereit. (03/2014)

E-Zigarette hilft wie Nikotinpflaster beim Aufhören: Elektronische Zigaretten könnten Rauchern beim Aufhören helfen, zeigt eine britische Studie. Doch immer noch ist viel zu wenig über die Folgen des Dampfinhalierens bekannt. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sind in der Schweiz nikotinhaltige E-Zigaretten verboten. Artikel auf Spiegel Online. (09/2013)

Elektrische Zigaretten - ein unkontrollierter Versuch am Verbraucher: Elektrische Zigaretten erzeugen – anders als herkömmliche Zigaretten – nicht tausende giftiger und krebserzeugender Substanzen, dennoch sind sie nicht harmlos. Sie enthalten als Hauptbestandteil eine atemwegsreizende Substanz, in der Regel giftiges, abhängig machendes Nikotin, zum Teil krebserzeugende Substanzen und oftmals haben sie verschiedene Produktmängel. Den aktuellen Wissenstand hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in seinem aktuellen Report „Elektrische Zigaretten – ein Überblick“ zusammengestellt und analysiert. (05/2013)

Deutschland

Siehe auch Seite Suchtpolitik/Tabakpolitik Deutschland

Gesundheitsgefährdung von Kindern und Jugendlichen durch E-Zigaretten: Das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ fordert ein Verkaufsverbot von E-Zigaretten an unter 18-Jährige. Dies unabhängig von der Frage, ob diese Nikotin enthalten oder nicht. Mitteilung (pdf, 5S.) der DKFZ. (02/2015)

Deutschland - E-Zigaretten: Das Deutsche Krebsforschungszentrum dkfz hat neue Publikationen zu E-Zigaretten herausgegeben:

  • Informationsblatt (pdf, 4S.) "E-Zigaretten: Bekanntheit und Konsum in Deutschland 2012–2014", Artikel auf Spiegel Online
  • Informationsblatt (pdf, 2S.) "Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2014: Breite Zustimmung der Bevölkerung zu Rauchverboten auch für E-Zigaretten"
  • Informationsblatt (pdf, 9S.) "Regulierungsempfehlungen für elektronische Inhalationsprodukte"


Marketing für E-Zigaretten in Deutschland:
E-Zigaretten sind keine Randerscheinung mehr, sondern werden in Deutschland wie Tabakzigaretten im Internet, an Tankstellen, Supermärkten und Kiosken verkauft und beworben. Abbildungen mit Früchten sowie bunte Packungen werben mit "fantastischen Geschmacksrichtungen" und suggerieren Harmlosigkeit, um junge Erstkonsumenten gezielt zu einem gesundheitlich bedenklichen Produkt zu locken. Publikation (pdf, 84S.) vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ. (11/2014)

E-Zigaretten und E-Shishas - Informationen für Schulen: Sie locken mit attraktiven Aromen wie Kirsche, Schokolade, Piña Colada oder Bubble Gum – E-Shishas und E-Zigaretten entwickeln sich gerade zum Modeprodukt von Kindern und Jugendlichen. Lehrer stehen den Produkten oftmals ratlos gegenüber. Als Hilfestellung für den Umgang mit diesem Problem gibt das Deutsche Krebsforschungszentrum für Schulleitung und Lehrer die Publikation „Informationen für Schulen: E-Zigaretten und E-Shishas“ heraus. (03/2014)

Deutschland - Gesundheitliche und rechtliche Bewertung von E-Zigaretten. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage. (02/2012)

Diverses

Die Regulierung von E-Zigaretten durch die Europäische Tabakproduktrichtlinie – Mythen und Fakten: Ein Faktenblatt (pdf, 2S.) zum Rauchen vom  Deutschen Krebsforschungszentrum dkfz. (11/2015)

Belastung der Innenraumluft durch Emissionen von E-Zigaretten: E-Zigaretten entwickeln sich zu einem neuen Lifestyle-Produkt: Immer mehr Menschen – vor allem junge – probieren die Produkte aus. Bis zu 18 Prozent der Nutzenden verwenden E-Zigaretten, um Rauchverbote zu umgehen. Die Verwendung von E-Zigaretten in Nichtraucherbereichen kann jedoch Probleme verursachen. Informationsblatt (pdf, 6S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ. (03/2015)

Elektronisches Zigarettenimitat mit Tabak: Der Zigarettenkonsum stagniert weltweit, zugleich gerät die Tabakindustrie unter immer grösseren Regulierungsdruck. Philip Morris bringt nun ein neues Produkt auf den Markt. Es besteht aus einem schwarzen elektronischen Pen mit Display, sowie den Sticks aus pulverisiertem Tabak, die in den Pen gesetzt werden. Artikel auf Spiegel Online. (06/2014)

US-Behörde will Werbung für E-Zigaretten erlauben: Hersteller von E-Zigaretten nutzen rechtliche Grauzonen, um ihre Produkte zu bewerben. Die US-Behörde FDA will den Markt endlich in den Griff bekommen. Ihr Regulierungsvorschlag gefällt aber vor allem der Tabakindustrie. Artikel auf Spiegel Online. (04/2014)