Tabak und Gesellschaft/Ökologie

Deutschland - Kosten des Rauchens aus ökonomischer Perspektive: Die Kosten des Rauchens sind auch für die deutsche Wirtschaft eine wichtige, nicht vernachlässigbare Größe. Insbesondere die den Produktivitätsverlust durch das Rauchen beziffernden indirekten Kosten belaufen sich auf 55,82 Mrd. € pro Jahr. Ebenfalls ergeben sich direkte Kosten des Rauchens für den Unternehmenssektor, die v.a. mittelbar über die Gesetzliche Unfallversicherung geleistet werden, in Höhe von 316,61 Mio. € pro Jahr. Beide Kostengrößen sind Untergrenzen in denen verschiedene weitere Aspekte der ökonomischen Kosten des Rauchens noch nicht berücksichtigt wurden. Gutachten der Universität Hamburg. (04/2019)

Rauchen fügt der Umwelt erheblichen Schaden zu: Sechs Billionen Zigaretten werden jährlich produziert. Ausgelaugte Ackerböden, fortschreitende Wasser- und Luftverschmutzung, zunehmende Entwaldung und ein immenser Energiebedarf sind die Folge. In einem Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor den erheblichen Umweltschäden, die durch die Tabak- und Zigarettenproduktion verursacht werden. Artikel auf drugcom.de (04/2019)

Tabak und Rauchen zerstören auch die Umwelt: Der Tabakanbau frisst nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immense Ressourcen. Erstmals hat die WHO die schädlichen Umweltfolgen von Tabakanbau und -verarbeitung untersucht und kommt zu dem Schluss, dass Rauchen die Umwelt zerstört und die nachhaltige Entwicklung untergräbt. Für Tabakplantagen und -verarbeitung würden Wälder abgeholzt, Böden ausgelaugt, Kohle und Holz verbrannt, heisst es in dem Bericht der WHO. Artikel auf Spiegel Online. (09/2018)

Tabak und Gesundheit

Tödlicher Herzensbrecher Tabakrauch: Rauchen und Passivrauchen erhöhen nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, Herz-Kreislaufkrankheiten zu entwickeln und daran zu sterben. Auf diesen schwerwiegenden Zusammenhang macht eine aktuelle Publikation (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) aufmerksam. Medienmitteilung der dkfz. (05/2018)

Tabakrauchen schädigt Gefässe wesentlich stärker als Cannabis: In einer Langzeitstudie mit Cannabiskonsumierenden konnten nur geringfügige Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gefässverkalkung gefunden werden. Das grösste Risiko geht bei den meisten Cannabiskonsumierenden vom Tabakkonsum aus. Für ihre Untersuchung verwendete das Forschungsteam die Daten einer Langzeitstudie aus den USA, an der über 5.000 Personen teilgenommen haben. Artikel auf drugcom.de (05/2018)

Es gibt kein risikoarmes Rauchen: Schon eine Zigarette am Tag treibt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen überproportional in die Höhe. Im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchen, entspricht das Risiko für eine Herzerkrankung bei einer Zigarette am Tag nicht etwa einem Zwanzigstel. Vielmehr haben Männer, die eine Zigarette am Tag rauchen, bereits 46 Prozent des Risikos, das bei 20 Zigaretten am Tag entsteht. Artikel auf drugcom.de (02/2018)

Schon eine Zigarette pro Tag schadet: Schon eine Zigarette am Tag erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall erheblich. Deshalb bringe es wenig, das Rauchen einzuschränken, berichten Forscher in einem Fachartikel im 'British Medical Journal'. Das Risiko verringere sich im Vergleich zu Personen, die 20 Zigaretten am Tag rauchten, lediglich um die Hälfte. Artikel auf Deutschlandfunk (01/2018)

Lungenkrankheit COPD - Wenn das Atmen zur Qual wird: Es ist eine schleichende Krankheit, die zu Atemversagen führen kann: Die Lungenkrankheit COPD wird häufig nicht rechtzeitig erkannt - mit gravierenden Folgen für die Betroffenen. In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen an COPD, der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung. Weltweit sind es rund 400 Millionen, Tendenz steigend. Eine Heilung gibt es nicht. Artikel auf SpiegelOnline. (11/2017)

Bis zu 8-fach erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Rauchen: RaucherInnen sterben früher. Das ist bekannt. Neben Krebserkrankungen gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigste Todesursache. Eine aktuelle Studie hat nun herausgefunden, dass sich vor allem Erwachsene unter 50 Jahren einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt aussetzen, wenn sie rauchen. Artikel auf drugcom.de (01/2017)

Wirkung von Nikotin auf Gesundheit und was macht E-Zigaretten und E-Shishas riskant?: Nikotin ist nicht harmlos, sondern toxisch und ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko – auch wenn es ohne die Giftstoffe des Tabakrauchs, beispielsweise über E-Zigaretten, aufgenommen wird. Trotzdem werden nikotinhaltige elektronische Inhalationsprodukte Rauchern als Genussmittel und harmlose Alternative zur Zigarette und Jugendlichen als Lifestyle-Accessoire angepriesen. Zwei neue Veröffentlichungen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ bieten umfangreiche Fakten zu Nikotin und E-Zigaretten. Die Publikationen "Gesundheitsrisiko Nikotin" (pdf, 12S.) und "E-Zigaretten und E-Shishas: Welche Faktoren gefährden die Gesundheit?" (pdf, 8S.) sind online erhältlich. Medienmitteilung des DKFZ. (12/2015)

Rauchausstieg im Alter - weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle bereits innerhalb von fünf Jahren: Raucher steigern mit jeder Zigarette ihr Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Doch auch umgekehrt gilt: Selbst wer erst im fortgeschrittenen Alter mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko bereits innerhalb kürzester Zeit nach dem Ausstieg erheblich. Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums. (02/2013)

Rauchen und Mundgesundheit: Die Zähne lockern sich und fallen aus – schuld daran könnten die täglich gerauchten Zigaretten sein, denn die Schadstoffe aus dem Tabakrauch fördern immunologische Vorgänge, die die Zerstörung des Kieferknochens vorantreiben. Daher leiden Raucher wesentlich häufiger unter entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparats (Parodontalerkrankungen) und haben ein rund doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Dies zeigt der neue, vom Deutschen Krebsforschungszentrum dkfz gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) herausgegebene Report "Rauchen und Mundgesundheit" (pdf, 92S.). Rauchen schädigt aber nicht nur Zahnfleisch und Zähne, sondern kann auch tödlich verlaufenden Mundhöhlenkrebs verursachen. Der neue Report gibt ZahnärztInnen, die in der Raucherberatung aktiv werden wollen, in der Praxis einfach umsetzbare Interventionsstrategien an die Hand. (05/2010)

Rauchfreie Arbeitsplätze verbessern die Gesundheit des Gastronomiepersonals: Das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen, das seit Mai 2010 in der Schweiz gilt, steigert die Gesundheit des Servicepersonals. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts TPH, die an der Swiss Public Health Konferenz in Lausanne vorgestellt wird. Zwölf Monate nach der Einführung von rauchfreien Arbeitsplätzen haben sich mehrere Indikatoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems messbar verbessert. Medienmitteilung des TPH. (09/2012)

Tabakprävention

Rauchen und Tabak - Webbasierte Prävention: Interessen, Erwartungen, Kenntnisse, Fragen und Antworten Jugendlicher rund um Gesundheit und Suchtprävention (Fokus Rauchen). Ergebnisse (pdf, 43S.) einer Umfrage im Rahmen von feel-ok.ch. (11/2018)

Tabakprävention bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen: Ziel des Pilotprojekts des ISGF war die Bestimmung der Erfolgsfaktoren von Massnahmen der Tabakprävention bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen, basierend auf der wissenschaftlichen Literatur der vergangenen ca. fünf Jahre sowie dem Erfahrungswissen einer interdisziplinären Expertengruppe. Der vorliegende Bericht (pdf, 76S.) dient als Grundlage für die strategische Orientierung und für die Planung konkreter Projekte, um die Partnerinnen und Partner des Nationalen Programms Tabak in der Verwirklichung der Chancengleichheit zu unterstützen. (04/2016)

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören: Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ haben herausgefunden, dass Rauchen auch im höheren Lebensalter das Sterberisiko stark erhöht. Ehemalige Raucher haben zwar immer noch ein erhöhtes Risiko gegenüber lebenslangen Nichtrauchern, es sinkt jedoch mit jedem Jahr nach dem Verzicht. Mitteilung des DKFZ. (06/2012)

Schwangerschaft

Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz: Dies beiden Faktenblätter präsentieren die Ergebnisse zum Alkoholkonsum (pdf, 2S.) und zum Rauchen (pdf, 2S.) während der Schwangerschaft oder Stillzeit aus der Suchtmonitoringbefragung, die in den Jahren 2011-2016 in der Schweiz im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt wurden. Die Resultate zeigen, dass fast jede fünfte (17.7%) schwangere oder stillende Frau mindestens wöchentlich und jede hundertste täglich oder fast täglich Alkohol konsumiert. Bezogen auf die 85'000 Lebendgeburten in der Schweiz im Jahr 2017 sind schätzungsweise 1700 Fälle von FASD und 170 bis 425 Fälle von FAS pro Jahr zu verzeichnen. Beim Tabakkonsum zeigt sich, dass rund 7% der Frauen (6,8%), die in den letzten fünf Jahren schwanger waren, bei ihrer letzten Schwangerschaft geraucht zu haben (6,2% reduzierten ihren Konsum, und 0,6% rauchten so viel wie vorher). Die Auswertung (pdf, 20S.) von Sucht Schweiz zum Alkohol- und Tabakkonsum während der Schwangerschaft in der Schweiz ist online erhältlich. (08/2018)

Schwangerschaft und Alkohol/Nikotin: Die neuen Kapitel im Handbuch von Praxis Suchtmedizin zu den Themen 'Schwangerschaft und Alkohol' & 'Schwangerschaft und Nikotin' informieren über Wirkungen auf den Fötus. Sie finden Hinweise und Instrumente, die sie dabei unterstützen, diese Themen vor und während der Schwangerschaft anzusprechen. (7/2018)

Schwangerschaft und Alkohol/Tabak: gut zu wissen: Bei einem Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft ist es wichtig, seinen Alkohol- und Tabakkonsum zu überdenken. Diese Broschüre von Sucht Schweiz enthält Informationen zu diesen Themen für werdende Mütter und Nahestehende. Erhältlich in 9 Sprachen.

Rauchstopp in der Schwangerschaft: Rauchen in der Schwangerschaft schädigt das heranwachsende Baby. Trotzdem rauchen laut dem letzten Tabakmonitoring Schweiz 13 Prozent der Schwangeren weiter. Der neue Flyer "Rauchstopp in der Schwangerschaft" (pdf, 4S.) informiert werdende Eltern über die Gefahren des Rauchens und Passivrauchens. (11/2016)

Schwangerschaft und Alkohol/Tabak: gut zu wissen: Bei einem Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft ist es wichtig, seinen Alkohol- und Tabakkonsum zu überdenken. Diese Broschüre von Sucht Schweiz enthält Informationen zu diesen Themen für werdende Mütter und Nahestehende. Erhältlich in 9 Sprachen. (2016)

Rauchen während der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Erbgut des Kindes: Wenn Mütter während der Schwangerschaft rauchen, beeinflussen sie damit nachhaltig die epigenetische Programmierung des Erbguts ihres noch ungeborenen Kindes. Das kann zu einem erhöhten Risiko von Lungenerkrankungen führen. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass diese Veränderungen nicht auf einzelne DNA-Regionen begrenzt sind. Sie lassen sich stattdessen im gesamten Genom der Kinder nachweisen. Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universität Heidelberg. Artikel auf Zeit Online. (04/2016)

Jugendschutz

Alkohol- & Tabakverkauf an Jugendliche - Unterstützung für Verkaufs- und Servicepersonal: Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich unterstützen das Verkaufs- und Servicepersonal mit Informationen und Tipps zum Umgang mit kaufwilligen Jugendlichen. Im Auftrag der Gesundheitsdirektion haben die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich daher ein Faltblatt (pdf, 2S.) für Service und Verkauf entwickelt, auf welchem alltagstaugliche Verhaltenstipps und die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen für Läden und Gastrobetriebe aufgeführt sind. Medienmitteilung der Fachstellen. (01/2011)

--> Weitere Infos zu Testkäufen in Katonen: Regionale Suchtpolitik

Rauchfreie Schule und Lehre - Projekt von Zürich Rauchfrei
Der Leitfaden gibt Anregungen zu den Fragen, wie die Schule den Einstieg ins Rauchen verhindern oder aufschieben kann, wie sie mit Rauchenden umgehen soll und was die Schule zum Ausstieg beitragen kann. Weiter bietet das Projekt ergänzende Unterstzungsangebote für Schulen an, sowie eine wissenschaftliche Evaluation des Projektes.

Was wirkt wirklich gegen das Rauchen bei Jugendlichen?: Deutsche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren rauchen heute deutlich weniger als noch im Jahr 2001: Der Anteil rauchender Jugendlicher sank von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 12 Prozent im Jahr 2012. Dieser Rückgang ist auf mehrere gesetzliche Massnahmen zurück zu führen, die einen durchschlagenden Erfolg auf das Konsumverhalten Jugendlicher zeigten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums. (01/2014)

Zigaretten sind für Jugendliche leicht zu beschaffen: Obwohl man sich schon seit über 50 Jahren mit den Gefahren des Tabakkonsums auseinandersetzt, bleibt noch einiges zu tun. In den meisten Kantonen schützt die Gesetzgebung heutzutage zwar die Jugendlichen, doch die Realität sieht anders aus: Zigaretten sind für Jugendliche immer noch leicht zu beschaffen; 69,8% bzw. 63% der Testkäufe, die Sucht Schweiz im Auftrag von CIPRET in den Kantonen Waadt resp. Freiburg durchführten, haben zu einem Verkauf ührt. Mitteilung von Sucht Schweiz. (10/2012)

Passivrauchen/Nichtraucherschutz

Seite des BAG zum Passivrauchen

Schadstoffbelastung von Pkw-Innenräumen beim Rauchen: Das Rauchen von IQOS, E-Zigarette und Tabakzigarette beeinträchtigt die Luftqualität in Pkw-Innenräumen durch Freisetzung von feinen und ultrafeinen Partikeln sowie organischen Verbindungen. Die Schadstoffbelastung und das damit einhergehende Gesundheitsrisiko für Mitfahrende lagen beim Rauchen von Tabakzigaretten mit Abstand am höchsten. Es wurden ähnlich hohe Schadstoffgehalte wie in der Raumluft von Rauchergaststätten gemessen. Eine Studie (pdf, 38S.) des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). (10/2018)

Viele Babys sind zuhause Tabakrauch ausgesetzt: In vielen Haushalten werden Säuglinge durch Passivrauch gefährdet. Das zeigt eine aktuelle Studie aus dem Wilhelminenspital in Wien. Für die Studie wurden die Daten von 185 Säuglingen analysiert, die wegen schwerer Virusinfektionen der Atemwege stationär aufgenommen werden mussten. Bei knapp 48 Prozent der Säuglinge unter einem Jahr, die im Spital behandelt wurden, wird in deren unmittelbarem Umfeld geraucht. Artikel auf kurier.at, Artikel in der Fachzeitschrift Pediatric pulmonology. (10/2018)

Passivrauch schadet auch: Doch wie kam man zu dieser Erkenntnis? Auf der Suche nach der weniger schädlichen Zigarette sollte in den 1970ern geklärt werden, was Zigarettenfilter bringen, und dazu war es erforderlich, die chemische Zusammensetzung des inhalierten und des aus der brennenden Zigarettenspitze austretenden Rauches jeweils für sich zu erheben. Dabei stellte sich heraus, dass der ungefilterte Rauch so viel mehr an Schadstoffen enthält, dass man eine Gefährdung der Passivraucher nicht ausschliessen kann. Der erste Nachweis dieser Gefährdung gelang bei den Gattinnen japanischer Raucher. Artikel der FAZ. (11/2017)

Passivrauchen in der Schweiz: Im Jahr 2015 waren 5,4% der Bevölkerung ab 15 Jahren während mindestens einer Stunde pro Tag dem Tabakrauch anderer ausgesetzt und bei 33,4% war es mindestens eine Stunde pro Woche. Obwohl das Passivrauchen in der Schweiz seit Beginn der 2000er Jahre stark abgenommen hat, ist es nicht ganz verschwunden. Das Phänomen bleibt im öffentlichen Raum hauptsächlich in Restaurants, Cafés oder Bars und im privaten Bereich «bei Freunden, Bekannten und Verwandten» bestehen. Eine Studie (Französisch, pdf, 47S.) von Sucht Schweiz im Rahmen von Suchtmonitoring Schweiz (08/2016)

Gesundheitsgefährdung von Kindern durch Tabakrauch im Auto: Rauchen im Auto bedeutet für mitfahrende Kinder eine enorme Gefährdung der Gesundheit: Schon eine einzige Zigarette verursacht – selbst bei geöffnetem Fenster – eine Rauchbelastung wie in einer Raucherkneipe. In Deutschland sind schätzungsweise über eine Million Kinder und Jugendliche von einer Tabakrauchbelastung im Auto betroffen. Das Factsheet "Gesundheitsgefährdung von Kindern durch Tabakrauch im Auto" vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ steht zum Download bereit. (07/2016)

Wie können Nichtraucher wirksam vor Passivrauchen geschützt werden?: Gesetzliche Rauchverbote funktionieren, doch um ihre Wirkung genauer darstellen zu können, sollten die Indikatoren nicht zu früh gemessen werden. In der Übersichtsarbeit (Englisch) des WHO-Regionalbüros für Europa mit dem Titel "Wie können wir Nichtraucher wirksam vor Passivrauchen schützen?" wird die Wirkung von Rauchverboten in den neun Mitgliedstaaten der Europäischen Region bewertet, die umfassende gesetzliche Rauchverbote eingeführt haben. Medienmitteilung des Regionalbüros. (01/2016)

Wissen der Bevölkerung über die Gefahren des Rauchens und Passivrauchens: Ungefähr 60% der Bevölkerung gaben bei mindestens 4 von 5 Aussagen über die Gefahren des Tabakkonsums (63.4%) die richtige Antwort, respektive (59.3%) für das Passivrauchen. Die Kenntnisse zu den Gefahren variieren je nach Konsumstatus, dem Wunsch aufzuhören und dem Ausbildungsniveau: Täglich Rauchende, diejenigen, die nicht mit dem Rauchen aufhören wollen oder diejenigen mit einem niedrigen Ausbildungsniveau sind im Allgemeinen auch diejenigen mit den schlechtesten Kenntnissen. Eine grosse Mehrheit der Raucher und insbesondere der täglich Rauchenden geben an, dass sie sich bewusst sind, dass ihr Konsum schädlich für ihre Gesundheit ist. Publikation (Französisch, pdf, 64S.) im Rahmen von Suchtmonitoring Schweiz. (12/2015)

Passivrauchen fordert jährlich 600.000 Todesopfer: 1,2 Milliarden Menschen auf der Welt rauchen. Das beeinträchtigt auch die Gesundheit anderer. Wie Experten mehrerer Universitäten und der Weltgesundheitsorganisation WHO berichten, sterben pro Jahr mehr als 600.000 Menschen durch Passivrauchen. 166.000 davon seien Kinder, schreiben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin The Lancet. Die Studie ist ihren Angaben zufolge die erste, die die Auswirkungen des unfreiwilligen Tabakkonsums umfassend global beleuchtet. Die Forscher nutzten umfangreiche Daten aus 192 Nationen aus dem Jahr 2004. Der Artikel (pdf, 10S., Englisch) aus The Lancet ist online auf den Seiten der WHO erhältlich. (12/2010)

Gesundheitskosten des Passivrauchens: Bei der Diskussion um die Einführung von rauchfreien Innenräumen wird nur selten in Betracht gezogen, dass Passivrauchen nicht nur die Gesundheit gefährdet, sondern auch hohe Gesundheitskosten verursacht. Eine Studie (pdf, 137S.) des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts Basel, des Beratungsunternehmens ecoplan und der Lungenliga Schweiz zeigt auf, dass Passivrauchen in öffentlich zugänglichen Innenräumen und am Arbeitsplatz jährlich 3000 verlorene Lebensjahre, 70 000 zusätzliche Spitaltage und Gesundheitskosten von mindestens 420 Millionen CHF verursacht.
(11/2010)

Nichtraucherschutz wirkt - eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen: Rauchverbote sind eine Chance, keine Einschränkung – so sehen das auch viele RaucherInnen, wie der neue Report (pdf, 78S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) „Nichtraucherschutz wirkt – eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen“ zeigt. Die in den letzten Jahren in Deutschland eingeführten Nichtraucherschutzgesetze haben die Luftqualität in öffentlichen Einrichtungen und vor allem in der Gastronomie deutlich verbessert. Daher finden die Gesetze in der Bevölkerung eine breite Zustimmung. Medienmitteilung (pdf, 2S.) vom DKFZ. (07/2010)

Schutz der Familie vor Tabakrauch: Der Report (pdf, 92S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) "Schutz der Familie vor Tabakrauch" macht deutlich, welche gesundheitlichen Schäden Kinder und Jugendliche erleiden können, wenn ihre Eltern zu Hause rauchen. Mehr als 1,7 Millionen Kinder müssen in Deutschland jeden Tag zu Hause Tabakrauch einatmen. Passivrauchende Kinder leiden häufiger an Atemwegserkrankungen, Mittelohrentzündungen und Asthma. (06/2010)

Wasserpfeife, Kautabak, Snus, Snuff u.a.

Fact Sheet Wasserpfeife:Flyer (pdf, 2S.) von Sucht Schweiz. (2007)

Shisha, Snus & Co.: Dieser Flyer (pdf, 2S.) enthält Informationen für Jugendliche über die mit dem Konsum von Shisha, Snus, Wasserpfeife und Schnupftabak verbundenen Risiken. Er ist online erhältlich und kann gratis bei Sucht Schweiz bestellt werden. Der Flyer richtet sich an 10-18 Jährige. (2014)

Merkblatt Wasserpfeife: Ein Merkblatt (pdf, 2S.) der Lunge Zürich. (2016)

Faktenblatt zur Wasserpfeife: Das Faktenblatt "Wasserpfeife - die süsse Versuchung" (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg ist online zugänglich. (12/2008)

Wikipedia
Shisha: http://de.wikipedia.org/wiki/Shisha
Bong: http://de.wikipedia.org/wiki/Bong 


Snus/Tabak zum oralen Gebrauch:
Der Konsum von Snus wird sowohl als Auslöser lokaler als auch systemischer Erkrankungen diskutiert. Neben dem Nikotin, das zur starken Abhängigkeit führen kann, enthält Snus mehr als 28 Karzinogene. Die verursachte Abhängigkeit wird direkt mit dem Konsum von Zigaretten verglichen, wobei letztlich gleich oder sogar mehr Nikotin oral aufgenommen wird. Informationsblatt in der Zeitschrift Primary and Hospital Care. (07/2018)

Wikipedia
Kautabak: http://de.wikipedia.org/wiki/Kautabak
Snus: http://de.wikipedia.org/wiki/Snus
Schnupftabak (Snuff): http://de.wikipedia.org/wiki/Schnupftabak

Diverses

Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle des Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ
www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/Rote_Reihe_Tabakpraevention_und_Tabakkontrolle.html 

Der Einfluss von Selbstkontrolle auf den Rauchausstieg: Der Rauchausstieg ist oft mit Rückfällen verbunden. Wie ein Experiment gezeigt hat, erhöht sich die Rückfallgefahr, wenn die Selbstkontrolle zuvor erschöpft wurde. Allerdings könne die Fähigkeit zur Selbstkontrolle auch trainiert werden. Artikel auf drugcom.de (04/2017)

Grössere Distanz zum nächsten Tabakladen hilft: Wer aufhören möchte zu rauchen, sollte am besten aufs Land ziehen - weit weg vom nächsten Tabakladen und dem nächsten Zigarettenautomaten. Das legt zumindest eine Studie nahe, die mit Rauchern in Finnland durchgeführt wurde. Artikel auf Spiegel Online. (08/2016)

Gegen Bezahlung fällt das Aufhören leichter: Forscher der Universität Genf belohnten Raucher in Form von Gutscheinen dafür, dass sie auf die Glimmstängel verzichteten. Das Experiment erweist sich als erfolgsversprechend. Artikel auf 20 Minuten. (08/2016)

Rauchende mit Weitblick geben ihr Laster eher auf: Rauchende mit Zukunftsperspektive lassen mit höherer Wahrscheinlichkeit vom Glimmstängel ab: Wer grundsätzlich mit langfristigen Plänen in seine Zukunft blickt, hat offenbar eine bessere Motivation, von der Nikotinsucht loszukommen. Diese Annahme bestätigt eine britische Studie mit einer Analyse von Daten aus einer australischen Langzeiterhebung. Artikel auf Wissenschaft aktuell. (09/2012)