International

Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs
Die WHO-Tabakkonvention (Framework Convention on Tobacco Control FCTC) enthält die Grundsätze, die weltweit für den Umgang mit Tabak und Tabakwaren gelten. Das Angebot und die Nachfrage von Tabakprodukten sollen durch verschiedene, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen abgestützte Massnahmen zugunsten einer besseren Gesundheit weltweit reguliert werden. Die WHO-Tabakkonvention ist am 27. Februar 2005 in Kraft getreten.

- Seite der WHO zur Internationalen Rahmenkonvention
- Rahmenkonvention (pdf, 41S.) auf deutscher Sprache

Weltbericht über die Entwicklung der Prävalenz des Tabakkonsums: Der Anteil der Rauchenden an der Weltbevölkerung sinkt nach dem neuen Tabakbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht so schnell wie erhofft. Das erklärte Ziel, die Raucherraten von 2010 bis 2025 um 30 Prozent weltweit zu senken, werde wohl nicht erreicht, berichtete die Organisation. Die Publikation "WHO global report on trends in prevalence of tobacco smoking 2000-2025 Second edition" steht zum Download bereit. Artikel auf Spiegel Online. (05/2018)

10 Jahre Tabakrahmenkonvention der WHO: Vor zehn Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Tabakrahmenkonvention (Framework Convention on Tobacco Control) verabschiedet. Sie formuliert Grundsätze und Leitlinien für eine erfolgreiche Politik im Tabakbereich, auf der viele staatliche Massnahmen der 180 Vertragsparteien basieren. In der Schweiz, die das Übereinkommen am 25. Juni 2004 unterzeichnete, steht die Ratifizierung und damit das Inkrafttreten noch aus. Informationsmaterial der WHO anlässlich des Jubiläums. (02/2015)

Bundesrat unterzeichnet die Anti-Tabak-Konvention der WHO: Am 23. Juni 04 hat der Bundesrat die internationale Anti-Tabak-Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet (Die Ratifizierung steht noch an). Die Konvention verbietet jegliche Zigarettenwerbung und Sponsoring sowie die Abgabe von Tabakprodukten an Minderjährige. Nichtrauchende sollen zudem besser vor Zigarettenrauch geschützt werden.

  • Tobacco Free Initiative
    Initiative der Weltgesundheits-Organisation WHO zur Prävention und Bekämpfung von Tabakmissbrauch.
    http://tobacco.who.int
  • WHO Database mit weltweiten Informationen zum Tabakkonsum
    Diese Datenbank enthält statistische Informationen über den Tabakkonsum in vielen Ländern der Welt.

Europa

 

EU-Tabakpolitik

  • Richtlinie über die Herstellung und Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen
    Tabakprodukterichtline 2014/40/EU des Europäischen Parlaments und Rates vom 3. April 2014 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/37/EG.
    --> Seite der EU-Kommission zur Richtline und deren Umsetzung
  • EU - Regulierung von Tabakerzeugnissen: Die Richtlinie für Tabakerzeugnisse (2014/40/EU) trat am 19. Mai 2014 in Kraft und wurde am 20. Mai 2016 in den EU-Mitgliedstaaten geltendes Recht. Die Richtlinie enthält Vorschriften über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen. Dazu gehören Zigaretten, Drehtabak, Pfeifentabak, Zigarren, Zigarrillos, nicht zum Rauchen bestimmter Tabak, elektronische Zigaretten und pflanzliche Raucherzeugnisse. Übersicht der Bestimmungen auf den Seiten der EU Kommission (05/2016)
  • EU verbietet Mentholzigaretten ab 2020: Die Unternehmen müssen ab 2016 unter anderem grossflächige Warnbilder auf Zigaretten-Packungen drucken, die 65 Prozent der Vorder- und Rückseite bedecken. Zugleich werden Zusatzstoffe wie Frucht- oder Vanillearomen verboten. Für Mentholzigaretten gilt dies erst ab 2020. Aufatmen können dagegen Fans der E-Zigarette. Diesem Entscheid von Vertretern von EU-Kommission, Europaparlament und Rat müssen die EU-Minister und das Europa-Parlament noch offiziell zustimmen. Artikel auf sueddeutsche.de (12/2013)

Deutschland

  • WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle
    Die Stabsstelle Krebsprävention hat im Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die Arbeitsschwerpunkte Tabakprävention und Tabakkontrolle. Ausserdem ist hat die Stabsstelle Krebsprävention die Anerkennung als WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle.
  • Aktionsbündnis Nichtrauchen
    Das Aktionsbündnis Nichtrauchen ist ein Zusammenschluss von elf grossen nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen, die ihre politischen Aktivitäten im Bereich "Förderung des Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" bündeln.
    www.aktionsbuendnis-nichtrauchen.de

 

Tabakpolitik

  • Drogenbeauftragte will Tabakwerbung verbieten: Tabakwerbung auf Plakaten oder an Litfasssäulen ist längst in allen EU-Ländern verboten. Nur eine Nation bildet die Ausnahme: Deutschland. Nun schalten Tabakkonzerne neben der klassischen Zigarettenwerbung zudem Kampagnen für die vermeintlich gesünderen E-Zigaretten. Doch dies wollen Politiker nun verbieten, Artikel im Hamburger Abendblatt. Mächtige CDU-Politiker schielen allerdings auf das Geld der Zigarettenkonzerne, Artikel auf Spiegel Online. (12/2018)
  • Deutschland, die Raucherecke Europas? Jeder vierte Erwachsene in Deutschland greift regelmässig zur Zigarette. Damit liegt die Zahl der Raucher hierzulande höher als in den meisten anderen Industrieländern. In einem aktuellen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneidet die Bundesrepublik in Sachen Tabakkontrolle im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ab. Seit Einführung der ‚Schockbilder' habe die Bundesregierung keine weiteren Massnahmen mehr eingeleitet, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die Fachgesellschaft fordert unter anderem ein komplettes Werbeverbot für Tabakwaren sowie professionelle Entwöhnungsprogramme auf Rezept. Nur Österreich schneidet im europäischen Vergleich noch schlechter ab als Deutschland, wenn es darum geht, Massnahmen gegen das Rauchen einzuführen. Beitrag auf Konturen. (09/2017)
  • Tabakwerbeverbot in Deutschland: Der Qualm findet seinen Weg: Der Bundestag verschleppt das Tabakwerbeverbot. Und die Unternehmen verführen Jugendliche weiter zum Rauchen – vor allem auf Musikfestivals. Artikel der FAZ. (04/2017)
  • Schöner qualmen auf deutschen Litfasssäulen: Unter allen EU-Ländern erlaubt einzig Deutschland Tabak-Aussenwerbung auf Plakaten und Litfasssäulen. Bundesminister Christian Schmidt (CSU) will das ändern und brachte einen Gesetzentwurf ein, der 2016 im Bundeskabinett abgesegnet wurde. Doch wichtige Teile der Union blockieren das Gesetz im Bundestag. Artikel auf Spiegel Online. (03/2017)
  • Drogenbeauftragte will Verbot der Tabakaussenwerbung: Aussenwerbung für Tabakprodukte soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten Marlene Mortler noch vor der Bundestagswahl im September verboten werden. Aber der Widerstand der Tabaklobby und mancher Politiker ist gross. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online (02/2017)
  • Warnbilder auf Zigarettenschachteln: Show- oder Schockeffekt? Seit Mai vergangenen Jahres sind Schockbilder auf Zigarettenschachteln in Deutschland Pflicht. Ist der Verkauf deswegen seitdem gesunken? Die Antwort ist nicht leicht, weil sich die Einführung der Schockbilder mit parallelen Entwicklungen überlagert. Artikel auf Spiegel Online. (02/2017)
  • Keine Plakatwerbung für Tabakprodukte – zum Schutz der Jugend: Deutschland ist das einzige Land der Europäischen Union, das noch uneingeschränkt Werbung für Tabakprodukte auf grossflächigen Plakatwänden erlaubt. Dabei zielt diese Werbung bewusst auf junge Konsumenten: Eine aktuelle Publikation (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg zeigt, dass zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Plakatwerbung bewusst wahrnehmen – und damit motiviert werden, mit dem Rauchen zu beginnen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage (pdf, 1S.) des DKFZ, dass die Mehrheit der Bevölkerung ein Verbot der Plakatwerbung für Tabakprodukte befürwortet. Medienmitteilung der DKFZ. (10/2016)
  • E-Zigaretten - Deutschlandweites Monitoring gefordert: Die Tabakindustrie hat das Marktpotenzial der E-Zigarette erkannt und begonnen, E-Zigaretten im großen Stil zu produzieren und mit beträchtlichem Marketingaufwand weltweit zu vertreiben. Internationale und nationale Studien legen einen Anstieg des Konsums von E-Zigaretten nahe, während das gesundheitliche Risikoprofil und das Suchtpotenzial von E-Zigaretten bislang ungeklärt sind. Das Mannheimer Institut für Public Health MIPH wertet diesen massiven Anstieg als alarmierend und plädiert für ein bundesweites Monitoring sowie eine weitere Untersuchung des Risikoprofils der E-Zigarette. Artikel auf Medizin Aspekte. (08/2016)
  • E-Zigaretten dürfen nicht mehr an Jugendliche verkauft werden: Seit dem 1. April dürfen in Deutschland keine E-Shishas und E-Zigaretten mehr an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Zum Jugendschutz beitragen sollen ab Mai dann zudem Schockbilder auf Zigarettenpackungen. Mitte März billigte der Bundesrat ein entsprechendes Gesetz. Es schreibt vor, dass Warnbilder und aufklärende Texte künftig zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabakverpackungen bedecken müssen. Artikel auf Spiegel Online. (03/2016)

Österreich

  • Österreich verbietet Rauchen im Auto: Wer in Österreich mit Kind und Kippe im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1000 Euro Bussgeld. Ähnliche Verbote gibt es auch in anderen Staaten - nicht so in Deutschland. Artikel auf Spiegel Online. (04/2018)
  • Regierung kippt Rauchverbot: In Österreich darf weiterhin in vielen Kaffee- und Wirtshäusern geraucht werden: Die Regierung hat ein für Mai geplantes Verbot zurückgenommen - mit mehreren fragwürdigen Begründungen. Weiter dürfen ab 2019 Tabakwaren nur noch an Volljährige verkauft werden. Ausserdem wird in Autos das Rauchen verboten, wenn Kinder und Jugendliche mit darin sitzen. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online. (03/2018)

    Fast 600.000 unterschreiben für rauchfreie Lokale: Fast 600.000 Österreicher machen gegen die rechtskonservative Regierung mobil, weil sie ein geplantes Rauchverbot in der Gastronomie gekippt hat. Das seien weit mehr Stimmen, als zur Einleitung eines offiziellen Volksbegehrens für rauchfreie Lokale notwendig seien, teilten die Initiatoren mit. Für eine Debatte im Wiener Parlament hätten schon 100.000 Unterschriften gereicht. Artikel auf Spiegel Online (03/2018)

    Rauchverbot bis 18 kommt: Das Rauchverbot für Jugendliche soll in Österreich Mitte 2018 bis zum Alter von 18 Jahren ausgedehnt werden. Die Bundesländer tragen diesen Vorschlag von Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) mit, wie der Beschluss der Jugendlandesräte bei einer Konferenz in Krems ergab. Zudem einigten sich die Referenten darauf, an der Harmonisierung der Jugendschutzbestimmungen zu arbeiten. Artikel auf praevention.at (03/2017)