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Aktuell

SuchtMagazin 2/2021: Mann und Sucht
«Mann-Sein» in der Suchtarbeit und -behandlung sowie im familiären und privaten Umfeld, diesem geschlechterspezifischen Themenfeld widmet sich das aktuelle SuchtMagazin. Spannende Beiträge beschäftigen sich u. a. mit der Bedeutung der psychischen Gesundheit von Vätern, mit einer männerfreundlicheren Gesundheitspolitik, mit dem Konsum von Anabolika zur Körperoptimierung sowie mit der Alkoholprävention im Pensionsalter.
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www.suchtmagazin.ch

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Suchtpolitik

Animation: Opioidkrise in den USA: Mitten in der COVID-19-Epidemie (Mai 2019 bis Mai 2020) starben mehr als 81'000 AmerikanerInnen an einer drogenbedingten Überdosis. Die meisten Todesfälle durch Überdosierung wurden zwischen März und Mai 2020 gemeldet. Dies verdeutlicht die soziale und wirtschaftliche Verwundbarkeit von Menschen, die Drogen konsumieren und mit rechtlichen und finanziellen Hürden beim Zugang zu einer Behandlung konfrontiert sind, während sie gleichzeitig kriminellen Bedrohungen und sozialer Stigmatisierung ausgesetzt sind. Aus diesem Anlass hat die Weltkommission für Drogenpolitik (GCDP) einen Animationsfilm über die Opioidkrise in den USA herausgegeben. Animationsfilm (5 Min., Englisch) auf www.globalcommissionondrugs.org.

Eine an die neuen Realitäten angepasste Drogenpolitik: In den letzten Jahren haben verschiedene Länder ihre Drogenpolitik neu ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat eine drogenpolitische Standortbestimmung vorgenommen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Drogenpolitik aufgezeigt. Neben der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes betreffend die Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis, die am 15. Mai 2021 in Kraft tritt, schlägt er insgesamt 21 weitere Massnahmen vor. Die Gesundheitsförderung und die Prävention insbesondere in der frühen Kindheit sollen verstärkt werden, ebenso die Frühinterventionsmassnahmen zur Verringerung des Suchtrisikos bei gefährdeten Jugendlichen. MedienmitteilungArtikel und Bericht auf www.bag.ch.

Neuseeland will «Tabakindustrie den Untergang bringen»: Wer Zigaretten kaufen will, muss in der Regel älter als 18 Jahre sein. Begründet werden solche Regelungen mit dem Jugendschutz. Die Regierung Neuseelands will es offenbar nicht dabei belassen. Sie plant, den Verkauf an Tabakwaren an jüngere Bürger zu verbieten, selbst wenn diese älter werden. Es geht um eine Art ewiges Tabakverbot für jüngere Jahrgänge, das auch dann gelten soll, wenn diese volljährig werden. Artikel auf www.spiegel.de.

Alkoholpolitik für die Europäische Region: neue Forschungserkenntnisse der WHO: Auch wenn die Europäische Region der WHO insgesamt einen Rückgang beim Alkoholkonsum verzeichnet, hängt dieser Trend doch nur mit den in einer geringen Anzahl an Ländern erzielten Fortschritten zusammen, die vorwiegend im östlichen Teil der Region liegen. Diese Dynamik wird in dem neuen Bericht von WHO/Europa «Die Europäische Region der WHO SICHERER machen. Entwicklungen bei Konzepten zur Eindämmung des Alkoholkonsums (2010–2019)» hervorgehoben. Artikel und Bericht (pdf, 52S., Englisch) auf www.euro.who.int.

Bericht: Monitoring Harm Reduction: Der Bericht «CIVIL SOCIETY MONITORING OF HARM REDUCTION IN EUROPE 2020» ist publiziert worden. Der Bericht beleuchtet die Maßnahmen zur Schadensminimierung in Europa aus der Sicht von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Mehr als einhundert Organisationen und Einzelpersonen aus 34 verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch der Schweiz, haben sich am Bericht beteiligt. Der Bericht (pdf, 120S., Englisch) ist online verfügbar.

Neue Drogenpolitik in Norwegen: Gesundheit statt Bestrafung und Ächtung: Nahezu unbeachtet beginnt in Norwegen eine neue Epoche der Drogenpolitik, so dass der Satz: Norwegen ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht – oder auch: besser spät als nie – durchaus berechtigt erscheint. Das Land etabliert eine neue, smarte Drogenpolitik, bei der die Gesundheit der Konsumenten und Abhängigen ganz im Vordergrund steht und auf die schädlichen Strategien der Bestrafung und Ächtung verzichtet wird. Drogenabhängige sind Kranke und keine Kriminellen, heißt die Kernbotschaft. Sie werden kriminell durch das System der punitiven, bestrafenden Drogenpolitik. Artikel auf www.addiction.de.

Jugend

Deutschland: Gaming-Zeit ging im zweiten Lockdown zurück: Nach Rekordwerten während des ersten Lockdowns im April 2020 gingen die Gaming-Zeiten bei Kindern und Jugendlichen im Herbst wieder deutlich zurück: Sie spielten werktags durchschnittlich nur noch 115 Minuten Online-Games – ein Rückgang von 15 Prozent. Auch bei den Sozialen Medien reduzierten sich die Nutzungszeiten in der Woche um fast ein Drittel. Dennoch verbringen Kinder und Jugendliche nach wie vor mehr Zeit vor dem Bildschirm als vor der Corona-Pandemie. Medienmitteilung der DAK-Gesundheit.

LSD, Speed und Kokain: Jugendliche im Rausch der Drogen: Jugendliche dröhnen sich gehäuft mit synthetischen Cannabinoiden und anderen Drogen zu. Der Risiken sind sie sich oft nicht bewusst. «Einstein» spricht mit Jugendlichen über ihre Drogenexzesse und fragt nach, wie Expertinnen und Experten diesem gefährlichen Trend begegnen. Hauptsache «high»: Dass sich schon Teenager mit Drogen aus der Realität schiessen, ist an sich nicht neu.  Schon bei Kids im Trend: Der Mischkonsum von rezeptpflichtigen Medikamenten, bei dem Beruhigungsmittel und Opiate oft zusammen mit Alkohol für den grossen «Flash» sorgen. Sendung Einstein auf www.srf.ch.

«Sexistische und LGBTIQ*-feindliche Online-Hassrede im Kontext von Kindern und Jugendlichen»: Frauenfeindlichkeit, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Arten von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der Sexualität sind auch im Internet verbreitet. Vorurteile und geschlechtsspezifische Benachteiligungen widerspiegeln sich online in Form von Hassrede. Im Kontext des Schwerpunktes «Hass im Netz» hat Jugend und Medien Lea Stahel und Nina Jakoby vom soziologischen Institut der Universität Zürich damit beauftragt, den nun vorliegenden Forschungsbericht zu verfassen. Er bietet einen Überblick über das Phänomen der sexistischen und LGBTIQ*-feindlichen Hassrede. Artikel und Bericht auf www.jugendundmedien.ch.

Massiv mehr Verstösse gegen Jugendschutz: Im vergangenen Jahr sind in 469 Betrieben im Kanton St.Gallen Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt worden. Die durchschnittliche Verstossquote ist im Vergleich zum Vorjahr über das Dreifache angestiegen. Die Ergebnisse lassen einen Zusammenhang mit der Pandemie vermuten. Durchgeführt werden die Testkäufe durch das Blaue Kreuz St.Gallen-Appenzell und die Stiftung Suchthilfe. Artikel auf www.sg.ch.
 

Alter

Neue Broschüre: Alkoholprävention und Pensionierung: Mit der Pensionierung fallen nicht nur die beruflichen Verpflichtungen, sondern auch viele Strukturen weg. Die neue Freiheit birgt viele Chancen, aber auch die Gefahr von Leere oder Langeweile. Im Rahmen des Projektes «Alkoholprävention und Pensionierung» ist eine neue Broschüre zum Thema «Gut vorbereitet in einen neuen Lebensabschnitt» erschienen, welche Tipps und Empfehlungen im Umgang mit Alkohol und Medikamenten gibt. Broschüre (pdf, 16S.) auf www.infodrog.ch. 

Alkohol: Neue Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente für SeniorInnen: Eine interkantonale Arbeitsgruppe in der Romandie hat, begleitet vom GREA und einer Kommission des Groupement des Services de Santé Publique, Präventionsmassnahmen speziell für SeniorInnen entwickelt. Diese Sensibilisierungs- und Informationsinstrumente stehen den Kantonen nun zur Verfügung. Die Hilfsmittel sollen das Wissen von Fachleuten stärken und bieten Möglichkeiten, das immer noch zu wenig beachtete Thema Alkoholkonsum und Alter in der Praxis zu behandeln. Bei Interesse kann GREA den Kontakt zu den zuständigen kantonalen VertreterInnen herstellen. Artikel auf Deutsch, weitere Informationen auf Französisch.
 

Cannabis & THC

Jung und bekifft – Was Cannabis auslösen kann: Sie finden es immer und überall. Obwohl es illegal ist. Seit Jahren belegen Schweizer Jugendliche europaweit einen Spitzenplatz im Cannabis-Konsum. Im «DOK»-Film von Monica Suter gewähren Jugendliche ungeschönte Einblicke in eine Welt zwischen Rausch und Risiko. Dokumentarfilm und Artikel aus www.srf.ch. 

Versteckte synthetische Cannabinoide für die E-Zigarette: Die «Aufsuchende Suchtberatung Maintal» berichtet, dass seit ca. zwei Jahren gehäuft KlientInnen in die Beratung kommen, die so genannte CBD-Liquids mit der E-Zigarette konsumiert haben. Die KlientInnen der Suchtberatung Maintal zeigten aber starke Entzugssymptome, wenn sie keine «CBD»-Liquids konsumierten. Es stellte sich heraus, dass den «CBD»-Liquids synthetische Cannabinoide mit berauschender Wirkung beigemischt waren und sie somit auch abhängig machen können. Artikel auf www.konturen.ch.

New York legalisiert Cannabiskonsum: Erwachsenen in New York ist es künftig erlaubt, Cannabis zu besitzen und Pflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Der Bundesstaat ist damit der 15. in den USA – und erhofft sich dadurch zusätzliche Steuereinnahmen. Das Gesetz in New York erlaubt es Erwachsenen ab 21 Jahren, bis zu 85 Gramm Cannabis zu besitzen und Cannabispflanzen für den eigenen Konsum anzubauen. Die Nutzung der Droge zu medizinischen Zwecken soll ausgeweitet werden. Artikel auf www.spiegel.de; Artikel auf www.zeit.de.
 

Rauchen & Dampfen

DHS Stellungnahme zum Thema E-Zigaretten: Die E-Zigarette steht seit ihrer Markteinführung bei Fachleuten aus Wissenschaft und Gesundheitswesen in der Diskussion. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und gesundheitspolitische Ereignisse veranlassten die Deutsche Fachstelle für Suchtfragen e. V. (DHS), die Grundlagen und Fakten rund um die Thematik erneut zu prüfen. Eine jetzt veröffentlichte Stellungnahme (pdf, 6S.) stellt die Ergebnisse dar.

Bundesinitiative «Rauchfrei leben» startet: Zigarette, Pfeife oder Zigarre: In Deutschland sterben jedes Jahr rund 12'000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind 6'000 mehr als noch 2015 – und 13,3 Prozent aller Todesfälle überhaupt. Ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik in Deutschland ist es, mehr RaucherInnen dazu zu motivieren, zu NichtraucherInnen zu werden. Im Fokus der neuen Bundesinitiative «Rauchfrei leben» stehen die starken und langjährigen Raucherenden. Die neue Webseite, Fakten zur Kampagne sowie weitere Informationen auf www.nutzedeinechance.de.

Raucherentwöhnung ist mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden: Ein in der Cochrane Library veröffentlichter systematischer Review zeigt, dass der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht nur gut für den Körper, sondern auch gut für die Seele ist. Ängste, Depressionen und Stress gingen den untersuchten Studien zufolge nach einem Rauchstopp zurück. Zudem sprechen die Ergebnisse gegen die Sorge mancher Raucher und Raucherinnen, dass ihre sozialen Beziehungen unter dem Tabak-Ausstieg leiden könnten. Artikel und Studie auf www.crochane.de.
 

 

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Drogen als Medikamente: Wie LSD und Co heilen könnten: Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Unter strengen Auflagen ist hier Drogenforschung schon seit ein paar Jahren wieder erlaubt – erste Erfolge sind bereits sichtbar. Die Wissenschaft entdeckt die heilsame Wirkung der psychedelischen Stoffe neu. Erste Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Drogen bei Depressionen, Ängsten und Süchten helfen können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zur Heilung beitragen. Beitrag mit Video der Sendung «Einstein» auf www.srf.ch.

Zahl der an illegalen Drogen verstorbenen Menschen während der Coronapandemie um 13 Prozent gestiegen: Die Coronapandemie hinterlässt in unzähligen Bereichen unserer Gesellschaft Spuren. Auch die Hilfe für schwerstabhängige Menschen ist durch die Pandemie in eine Ausnahmesituation geraten. Die Zahl der an illegalen Drogen verstorbenen Menschen ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. 2020 wurden in Deutschland 1.581 drogenbedingte Todesfälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.398). Artikel auf www.drogenbeauftragte.de.

Tod durch Überdosis: Kanadas andere Epidemie: Die Corona-Pandemie hat ein anderes Problem in Kanada massiv verschlimmert: Die Zahl der Todesfälle durch Opioide steigt stark. Danny starb so, wie die meisten sterben: Allein, zu Hause, wo ihm niemand helfen konnte. «Er hatte keine Chance und ist sehr schnell gestorben», sagt Dannys Mutter Petra Schulz. Das war 2014, Danny war 25 Jahre alt. Eine Überdosis war ihm zum Verhängnis geworden. Petra Schulz vermutete schon, dass die Pandemie das Problem verschlimmern würde: «Als bekannt wurde, dass die Leute sich isolieren sollen, da war mir klar, dass sich das Risiko für Menschen, die Substanzen konsumieren, erhöhen wird». Allein in der am schwersten betroffenen Provinz British Columbia sind im letzten Jahr 1724 Menschen an einer Überdosis illegaler Drogen gestorben. Das sind so viele wie noch nie – und deutlich mehr Tote als das Coronavirus gefordert hat. Artikel auf www.srf.ch.

DHS Jahrbuch Sucht 2021 erschienen: Das DHS Jahrbuch Sucht 2020 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liefert die neuesten Zahlen und Fakten zum Konsum legaler und illegaler Drogen in Deutschland. Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis informieren über aktuelle Trends bei einzelnen Suchtstoffen, zu abhängigem Verhalten und über die Versorgung Suchtkranker. In den Pressemitteilungen sind einige Resultate ersichtlich: Artikel auf www.dhs.de.
 

Verhaltenssüchte

Pornosüchtig oder nicht?: Wegen Corona werden mehr Pornos geschaut. In der Luzerner Suchtberatungsstelle suchen einige Männer Hilfe, weil sie meinen, sie seien süchtig nach Sexfilmen. Ein Luzerner Experte erzählt, wann es wirklich zu viel ist – und warum Männer, die sich nach einer Beziehung sehnen, Pornos gucken. Artikel auf zentralplus.ch.
 

Prävention

Früherkennung und Frühintervention: Im Auftrag des BAG hat Infodrog das «multifaktorielle Modell zur Früherkennung und Früh­inter­vention» über­arbeitet. Das Modell bildet eine theoretische und be­griff­li­che Grund­lage für Projekt­entwicklungen im Bereich Sucht und NCD. Es zeigt in einfacher Weise das komplexe Zusammen­spiel zwischen individuellen, sozialen und struk­tu­rellen Risiko- und Schutzfaktoren und schärft die Begriffe. Gleichzeitig hat Infodrog das Präventions­lexikon aktualisiert und neue Einträge hin­zu­ge­fügt. Bericht (pdf, 14S.) und Präventionslexikon auf www.infodrog.ch.

BePrepared: App für junge Geflüchtete zu Alkohol & Cannabis: Die BePrepared-App wurde speziell für junge Geflüchtete entwickelt. Das alltagsnahe Tool unterstützt mit informativen Texten und interaktiven Übungen einen sicheren Umgang mit Alkohol und Cannabis. Anders als viele bestehende Angebote der Suchtprävention ist die BePrepared-App als digitales Angebot in fünf Sprachen verfügbar (Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi und Paschtu), sodass sie jede/r ohne Hilfe, an jedem Ort, zu jeder Zeit anonym und kostenlos nutzen kann. Informationen und weitere Links auf www.dhs.de.

«Freelance – Prävention. Gesundheit»: SchülerInnen sollen befähigt werden, reflektiert und verantwortungsvoll mit Suchtmitteln und digitalen Medien umzugehen. Freelance ist das Präventionsprogramm für die Sekundarstufe I und unterstützt Lehrpersonen bei ihrer Präventionsarbeit zu den Themen Tabak, Alkohol, Cannabis und Digitale Medien. Die Trägerschaft des Programms besteht aus Präventionsfachstellen von neun Zentral- und Ostschweizer Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Das Programm enthält verschiedene Angebote, welche die Lehrpersonen in ihrem Präventions- und Bildungsauftrag unterstützen. Webplattform Freelance.
 

 

Beratung & Therapie

Arbeitshilfe: Erwachsenwerden in Familien Suchtkranker: Eine Arbeitshilfe für Fachkräfte und Ehrenamtliche im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen sowie der Arbeitswelt. Bisher wurden vor allem die Auswirkungen einer elterlichen Abhängigkeit von Alkohol untersucht, seltener die von anderen Suchtmitteln oder von Verhaltenssüchten. Außerdem sind familiäre Folgen einer Abhängigkeit bei Müttern besser belegt als bei Vätern. Besonders wenige Studien gibt es zu Vätern, die illegale Substanzen konsumieren. Daher stehen in dieser Arbeitshilfe familiäre Auswirkungen einer Abhängigkeit von Alkohol im Vordergrund. Soweit möglich werden auch Fakten zu familiären Auswirkungen anderer legaler und illegaler Suchtmittel erwähnt. Arbeitshilfe (pdf, 56S.) auf www.eltern-sucht.de.
 

Forschung

Studie: Alkohol und Tabak in Netflix und Amazon Prime: In Anbetracht der Tatsache, dass die Exposition gegenüber Tabak- und Alkoholinhalten in audiovisuellen Medien ein Risikofaktor für das Rauchen und den Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist und solche Inhalte in Filmen und Fernsehsendungen reichlich vorhanden sind, war das Ziel der Studie die Durchführung einer Inhaltsanalyse von Video-on-Demand- (VOD) Diensten. Die ForscherInnen analysierten 50 Episoden aus den fünf am höchsten bewerteten Serien sowohl auf Netflix als auch auf Amazon Prime im Jahr 2016. Sie fanden heraus, dass Tabak in 353 (13 %) von 37 (745) Episoden vorkommt. Alkoholische Inhalte erschienen in 363 (13 %) Intervallen in 47 (94 %) Episoden. Artikel (Englisch) auf www.eucam.info, Studie (pdf, 5S., Englisch) auf www.bmjopen.bmj.com.

Studie: Rauchentwöhnung bei MigrantInnen: Migrantenbevölkerungen berichten in der Regel über höhere Raucherquoten. Unter diesen Migrantenpopulationen sind türkisch- und kurdischsprachige MigrantInnen oft überrepräsentiert. Der Bedarf an angepassten Raucherentwöhnungsbehandlungen für die türkischsprachige Bevölkerung, um gesundheitliche Chancengleichheit zu erreichen, führte im Jahr 2006 zur Entwicklung und Implementierung des Tiryaki-Kukla-Raucherentwöhnungsprogramms. Ziel der aktuellen Studie war es das Programm zu untersuchen: Die Ergebnisse der Studie Belegen die Wirksamkeit von angepassten Interventionen zur Raucherentwöhnung in der Migrantenbevölkerung. Außerdem zeigt sie, dass eine proaktive Rekrutierungsstrategie und ein kostenloses Kursangebot die Chancen erhöhen, eine vielfältige Gruppe türkischsprachiger RaucherInnen zu rekrutieren. Artikel und Studie (pdf, 17.S, Englisch) auf www.zora.uzh.ch.
 

Diverses

Offene Drogenszene in Chur – Drogenabhängige und Dealer im Stadtgarten: In Chur gibt es seit Jahrzehnten eine offene Drogenszene. 90 bis 100 Stammgäste, vor allem Drogenabhängige und Alkoholabhängige, treffen sich regelmässig im Stadtgarten. Der SRF-Reporter Livio Chistell wohnt nur wenige Gehminuten vom zentral gelegenen Park entfernt und traute sich bisher noch nie durch den Park zu laufen. Dokumentation auf www.srf.ch.

Neues Online-Programm: Konsumkontrolle: Das neue Online-Programm „Konsumkontrolle“ möchte dazu anregen, sich sechs Wochen lang mit den eigenen Alkohol- und Rauchkonsumgewohnheiten auseinanderzusetzen. Die Teilnahme ist anonym und alle erhobenen Daten werden streng vertraulich und datengeschützt behandelt. Weitere Informationen und die Registrierung sind auf www.mindzone.info.

Suchthilfe auf Hof Fleckenbühl: Keine Zigaretten, keine Drogen, keine Gewalt: Ihre Regeln sind klar und übersichtlich: Etwa 110 BewohnerInnen leben auf Hof Fleckenbühl – einer Selbsthilfegemeinschaft von Menschen mit Suchtproblemen. Der Fotograf Simon Gerlinger hat sie begleitet. Fotoserie auf www.spiegel.de.

Broad.Cats - der Podcast über Drogen und Abhängigkeiten: Der Podcast spricht mit Suchtbetroffenen und ExpertInnen über ihre Erfahrungen und Lebenswelten. Was bedeutet es mit einer Abhängigkeitserkrankung zu leben, wie bewältigen Menschen ihren Alltag und mit welchen Vorurteilen und Diskriminierungen sind sie konfrontiert? In der aktuellen dritten Folge spricht der Podcast mit Peter über seine Erfahrungen mit dem Schweizer Justizsystem. Wie ist es im Gefängnis, was passiert, wenn man wieder rauskommt und wie wird dabei mit Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung umgegangen? Podcast über spotify, Podcast über Anchor.

BAG - Schweiz als Mitglied der Betäubungsmittelkommission der UNO ernannt: Die Schweiz wurde am 20. April 2021 als Mitglied der Betäubungsmittelkommission der Vereinten Nationen (UNO) per Akklamation als Mitglied ernannt und wird somit ab Jahresbeginn 2022 für weitere vier Jahre im wichtigsten UNO-Gremium im Bereich der internationalen Drogenpolitik Einsitz nehmen. Artikel auf www.admin.ch.
 

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