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Aktuell

 

 

Dossier zur Corona-Pandemie auf Infoset
Die relevanten Informationen für den Suchtbereich finden Sie in unserem Dossier zur Coronakrise. Dieses ist thematisch strukturiert und wird laufend aktualisiert.
https://www.infoset.ch/de/corona.html

Newsticker von Infodrog
Infodrog hat einen Newsticker für den Suchtbereich eingerichtet, damit Sie die relevanten Informationen zur Situation auf einen Blick finden.
https://www.infodrog.ch/corona

 

Suchtpolitik

Neben der Schweiz haben nur noch wenige Staaten die Tabakkonvention nicht ratifiziert: Jedes Jahr 9500 Rauchertote in der Schweiz. Trotzdem will das Parlament die WHO-Tabakkonvention nicht ratifizieren. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat ein Tabakproduktegesetz verabschiedet, welches es der Schweiz nicht erlaubt, die bereits im Jahr 2004 von der Schweiz unterzeichnete Tabakkonvention der WHO endlich zu ratifizieren. Die meisten anderen Staaten haben die Konvention unterdessen ratifiziert und sind daran, diese umzusetzen. Sie verlangt ein umfassendes Verbot der Tabakwerbung und der Sponsoring-Aktivität von Tabakkonzernen. Artikel auf www.infosperber.ch.

Parlament beschliesst neue Verbote für Tabakwerbung – trotzdem bleiben Regeln in der Schweiz vergleichsweise lasch: Nach jahrelangen Diskussionen und diversen Volten hat das Parlament am Mittwoch das neue Tabakproduktegesetz fertig beraten. Den ursprünglichen Vorschlag des Bundesrats hatte es zunächst zurückgewiesen, weil das Werbeverbot für Tabakprodukte zu weit ging. Jetzt haben sich die beiden Räte darauf geeinigt, Tabakwerbung auf Plakaten, in Kinos, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden sowie auf Sportplätzen zu verbieten. Werbung in der Presse und im Internet wird auch künftig nicht grundsätzlich verboten sein. Das Verbot gilt für Medien, die für Minderjährige bestimmt sind. Heute dürfen Tabakkonzerne nur in Radio und TV ihre Produkte nicht bewerben. Artikel auf www.msn.ch; Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Lungenlinga zum Tabakproduktegesetz.

Forderungen für die deutsche Drogenpolitik: Diverse Organisationen, die bundesweit in den Bereichen Drogenpolitik, Drogenaufklärung und Schadensminderung tätig sind, haben gemeinsam eine Erklärung mit zentralen Forderungen für die deutsche Drogenpolitik zur Bundestagswahl 2021 verfasst und veröffentlicht. Der Blog-Beitrag dazu auf blogs.taz.de; die Forderung (pdf, 2S.) auf www.akzept.eu.

EKSN fordert ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung: Mit grosser Sorge verfolgt die Eidgenössische Kommission für Fragen zu Sucht und Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (EKSN) die Debatten im Parlament zum Entwurf des Tabakproduktegesetzes. Der aktuelle Entwurf verunmöglicht einen wirksamen Jugendschutz und bringt keine bedeutende Verbesserung für die Tabakprävention. Die Stellungnahme (pdf, 2S.) auf www.bag.admin.ch.

Cannabis

Solothurner Hanfprodukte kontrolliert: Alle Proben fallen durch: Falsch gekennzeichnet oder zu viel THC drin: Lebensmittelkontrolle untersucht 26 Hanfprodukte – 26 fallen durch. Konsumentinnen können in diversen Shops Hanftee, Hanfkekse, oder Hanföle kaufen – und das ganz legal. Etwas komplizierter ist es dafür für die Anbieter: Eine Analyse der kantonalen Lebensmittelkontrolle zeigt, wie schnell sich diese im Graubereich bewegen. Artikel auf www.bzonline.ch.

Deutschlands Cannabis-Markt: Die Luft wird dünner: Medizinisches Cannabis gilt als ein Hoffnungsfeld für deutsche Start-ups. Noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot. Doch immer mehr Unternehmen drängen auf den Markt. Seit die deutsche Bundesregierung im Jahr 2017 Cannabis auf Rezept ermöglich hat, ist der Markt anfangs schnell gewachsen. Absolut gesehen ist das Volumen aber noch überschaubar. Laut Berechnungen des Datendienstleisters Insight Health stieg der Umsatz 2020 um 30 Prozent auf 175 Millionen Euro. Der Artikel auf www.dw.com.

US-Forscherin Volkow: Marihuana-Konsum unter Jugendlichen durch Legalisierung nimmt nicht zu: Nur wenige Personen haben so viel Einfluss auf die Drogenpolitik in den Vereinigten Staaten wie Nora Volkow, die Direktorin des National Institute on Drug Abuse (NIDA), deren Amtszeit an der Spitze der wichtigsten Drogenforschungseinrichtung der Bundesregierung 2003 begann. In einem neuen Interview betont Dr. Volkow, dass sie mit ihren Erwartungen bezüglich der Legalisierung von Marihuana falsch lag. Der Artikel (Englisch) auf www.shepherdexpress.com.

«Züri Can – Cannabis mit Verantwortung»: Die Stadt Zürich startet mit dem Pilotprojekt «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung» eine Cannabis-Studie. Mit dem Pilotversuch soll aufgezeigt werden, wie ein sicherer Konsum funktionieren würde - am Ende könnte dabei sogar eine Legalisierung stehen. Der News-Podcast von SRF gibt einen Überblick über die aktuelle Cannabis-Politik in der Schweiz. Der Podcast auf www.srf.ch.

Neuer Report: Öffentliche Gesundheit und soziale Risiken durch synthetische Cannabinoide: Synthetische Cannabinoide stehen im Mittelpunkt des neuen Berichts der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD). Diese in ganz Europa weit verbreiteten und hochwirksamen Substanzen setzen einigen Konsument:innen einem «hohen Vergiftungsrisiko» aus, warnt die Stelle. Der Bericht (pdf, 126S., Englisch) auf www.emcdda.europa.eu.

 

Weitere Substanzen / substanzübergreifende Infos

Dokumentation: Drogen – Eine Weltgeschichte: Bereits in der Steinzeit versetzten giftige Pilze die Menschen in einen Rausch. Sie glaubten, so bei kultischen und religiösen Zeremonien mit den Göttern kommunizieren zu können. Auch in der Antike wurden Drogen wie Bier genutzt, um die Bevölkerung zu versorgen und bei Laune zu halten. Die zweiteilige Dokumentation ist auf www.srf.ch streambar.

In Luzern wird mehr MDMA gecheckt, in Zürich Kokain: Luzerner Drogenkonsumierende können seit knapp einem Jahr anonym jeden zweiten Montag im Monat kostenlos ihre Drogen überprüfen lassen. Laut Olivia Allemann, der Projektleiterin der Drogeninformation Luzern (DILU), wird das Angebot auch gut genutzt: «Wir hatten bei jeder Öffnung mindestens eine Person, die eine Probe abgab.» Artikel auf www.20min.ch.

Studie zu Benzodiazepin- und Z-Drogenkonsum in der Schweiz: Die Studie gibt einen landesweiten Überblick über den aktuellen Gebrauch von Benzodiazepinen und Z-Medikamenten in der Schweiz, basierend auf den Daten der Krankenkassen. Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswert hohe Prävalenz in der Schweizer Allgemeinbevölkerung, insbesondere in der älteren Generation. Die daraus resultierenden negativen gesundheitlichen Folgen stellen gemäss den Autor:innen ein wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit dar, das angegangen werden sollte. Die Studie (pdf, 14S., Englisch) auf www.ncbi.nlm.nih.gov

Verhaltenssüchte & Jugend

Spielsucht verbreitet sich in der Schweiz: Alleine im Pandemiejahr 2020 wurden 10’000 neue Sperren für Spielsüchtige verhängt; in den Vorjahren waren es weniger als die Hälfte. Die Stiftung Sucht Schweiz plädiert auf Werbeeinschränkungen und die Schaffung eines Expertengremiums. Der Artikel auf www.20min.ch.

JAMES-focus Bericht – Hassrede im Internet: Im Gegensatz zu Cybermobbing stehen bei Hassrede häufiger ganze Gruppen im Fokus des Hasses, bspw. gesellschaftliche Minderheiten. Der neue JAMESfocus Bericht verdeutlicht, wie oft Kinder & Jugendliche in der Schweiz online diesem Phänomen begegnen. Der Bericht (pdf, 26S.) auf www.zhaw.ch.

Prävention

Wissensplattform Prevention: Seit 6 Monaten online: Seit sechs Monaten ist die Wissensplattform nun online! Über 145 Organisationen haben seither ein Konto eingerichtet und mehr als 1400 Artikel wurden publiziert. Damit die Plattform www.prevention.ch noch nutzerfreundlicher wird und sich noch mehr Organisationen aktiv beteiligen, können Nutzer:innen ihre Meinung abgeben: Hier geht es zur Umfrage.

Broschüren in einfacher Sprache: Rauchen, Alkohol und Kiffen: Das Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien hat übersichtliche Broschüren in einfacher Sprache herausgegeben. Die Broschüren «Rauchen ist riskant» (pdf, 17S.) ,«Alkohol ist riskant» (pdf, 15S.) und «Kiffen ist riskant» (pdf, 21 S.) können auf www.sdw.wien heruntergeladen werden.

Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen: Was Eltern wissen sollten: Sucht Schweiz hat eine Broschüre zum Medikamenten-Missbrauch von Jugendlichen veröffentlicht. Mehrere Dutzend Todesfälle in den letzten drei Jahren haben gezeigt, dass der Medikamenten-Missbrauch unter Jugendlichen tragische Folgen haben kann. Medikamente mit Abhängigkeitspotential sind leicht zugänglich und werden oft mit anderen Substanzen gemischt. Wenn Eltern vom Medikamentenkonsum ihrer Kinder erfahren, sind sie meist völlig überrascht und fühlen sich hilflos. Doch Eltern können einen bedeutenden Einfluss nehmen. Die neue Broschüre von Sucht Schweiz klärt auf und gibt wichtige Tipps zum Gespräch mit den Jugendlichen. Weitere Informationen auf www.suchtschweiz.ch.

Institutionen

Der digitale «NoA Coach» erhält Spezialpreis: Dieses Jahr wurde Corona-bedingt ein Spezialpreis «Digitalisierung» vom Gesundheitsnetz 2025 vergeben: Dieser geht an das Projekt «NoA Coach» das von verschiedenen Fachstellen (Suchtfachstelle Zürich, Berner Gesundheit, Blaues Kreuz und ISGF) entwickelt wurde. Grundlage ist eine Smartphone-App für Menschen, die ihren risikoreichen oder abhängigen Alkoholkonsum ändern wollen, bei einer Fachstelle in ambulanter Suchtbehandlung sind und sich zwischen den Face-to-Face-Beratungen engmaschig unterstützen lassen möchten. Der Artikel auf www.presseportal.ch.

Podcast: Reihe SUCHT.cast des Deutschen Suchtkongresses: Der Deutsche Suchtkongress (DSK) gehört zu den bedeutendsten Fachtagungen im Bereich der Suchtforschung und Suchtmitteltherapie. Jährlich bringt er mehrere hundert Expert:innen zusammen, die in diesen Bereichen forschen. 2021 fand er vom 13. bis 15. September 2021 online statt. Im SUCHT.cast – dem offiziellen Podcast des Deutschen Suchtkongresses – sprechen Prof. Dr. Stephan Mühling (Kongresspräsident) und Prof. Dr. Rainer Thomasius (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie). Die bisherigen fünf Podcast-Folgen sind auf www.soundcloud.com abrufbar.

Keine Zertifikatspflicht für soziale Einrichtungen: In der Covid-Verordnung sind soziale Einrichtungen und Anlaufstellen als Ausnahme definiert und somit von der Zertifikatspflicht befreit. Betriebskantinen, Restaurationsbetriebe im Transitbereich von Flughäfen sowie in sozialen Einrichtungen, namentlich Anlaufstellen, können auf die Beschränkung des Zugangs für Personen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat verzichten. Sie müssen diesfalls geeignete Schutzmassnahmen vorsehen, namentlich die Einhaltung des erforderlichen Abstands zwischen den Gästen oder Gästegruppen und die Sitzpflicht während der Konsumation. Zur Covid-Verordnung.

Internet

SafeZone.ch mit Silber prämiert: Best of Swiss Web prämiert jedes Jahr Schweizer Web-Entwicklungen, die sich in verschiedenen Kategorien durch herausragende Qualität auszeichnen. Die Webplattform SafeZone.ch sowie die zugrundeliegende Beratungssoftware wurden im diesjährigen Wettbewerb in der Kategorie «Public Value» mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Beratungsplattform www.safezone.ch; Webseite Best of Swiss Web mit den Gewinnern. 

Serie zum Thema Sexting: Nudes – Nackt im Netz: Die zehnteilige norwegische Jugend-Serie «Nudes – Nackt im Netz», die aktuell in der ARD-Mediathek abrufbar ist, zeigt eindrücklich auf, welche Konsequenzen die ungewollte Veröffentlichung von intimen Fotos und Videos für Kinder und Jugendliche haben kann. Die Serie begleitet die Geschichten von drei Jugendlichen und beleuchtet dabei die Opfer- sowie Täter:innenperspektive. Die Serie auf www.ardmediathek.de.

Diverses

Alarmierende Entwicklung der sozialen Situation von suchtgefährdeten und süchtigen Menschen: Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen in Suchtbehandlung auf Arbeitssuche sind, 6 Mal höher und jene, dass sie in einer instabilen Wohnsituation leben, ist 20 Mal höher. Die neue Studie von Sucht Schweiz zeigt auch, dass die soziale Situation von Personen, die wegen ihres Substanzkonsums oder Glücksspiels eine Behandlung begonnen haben, innert zehn Jahren deutlich schlechter wurde. Die Studie (pdf, 89S.) auf www.suchtschweiz.ch.

«Wir Drögeler sind denen da oben egal»: Im Churer Stadtpark hat sich eine der letzten offenen Drogenszenen etabliert. Die Süchtigen verwahrlosen immer mehr. Fachleute, Drögeler und die Stadt fordern ein Fixerstübli. Doch der Zuständige, der Kanton, blockt. Wo liegt das Problem? Ein Besuch im Stadtpark. Der Artikel auf www.blick.ch.

Corona: Belastung für Psyche und Seele: Michael Kaess (Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern) und Frank Marohn (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und ärztlicher Leiter einer Polyklinik) sprechen über die Auswirkungen des coronabedingten Ausnahmezustandes auf Seele und Psyche. Der Podcast aus der Reihe Demokratzer auf www.polit-forum-bern.ch.

Agenda

Neu aufgeschaltete oder aktualisierte Veranstaltungs- und Weiterbildungshinweise
Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der Website von Infoset erhältlich.

Redaktion Infoset

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Hier finden Sie Informationen, die speziell auf die Romandie zugeschnitten sind. Sie können die Seite direkt besuchen unter der Adresse: www.infoset.ch/accueil.html. Oder bestellen Sie den französischsprachigen Newsletter bei meiner Redaktionskollegin Melody Guillaume: redaction@infoset.ch

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